Donnerstag, 15. März M3 Erstes Blatt 165. Zahrgang Die heutige Nummer umfatzl 10 Seiten VeznaSprei >: monatlich 75 Bi., viertel- jährlich J)if. 2.20; durch Abhole- tu Zweigstellen monatlich 65 Bi.; durch die Post Pik. 2.— viertel- jährl. ausichl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pi., auswärts 20 Pienniq. l5licircdaktcur: A Goetz. Pcrantivortlich für den politiichen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssaal": st 9lcu- rath; für „Stadt und Land": E.Heß; kür den Anzeigenteil: H. Beck. Der französische „Störenfried". In einem Teil der Presse ist einige Aufregung über i>ic „ernst werdende Lage" entstanden. Die „Köln. Zeitung", die bekanntlich oft amtlich inspirierte Artikel bringt, hatte bei der Begründung der neuen hohen Ausgaben für das Heer darauf hingewiescn, daß hauptsächlich von Frankreich die nächste Gefahr drohe. Denn der Balkanbund müsse zwar mit in Rechnung gestellt werden, aber er sei doch nicht für die Ewigkeit geschaffen, und das OS- manentnm bleibe immerhin auch noch ein Faktor, mit dem gerechnet werden müsse. Der Störenfried aber sitze über der westlichen Grenze: „Nie ist das Verhältnis zu unserem westlichen Nachbar so gespannt gewesen wie heute, nie_ hat sich dort der Nachegcdanke so unverhüllt gezeigt, und nie ist cs so offenbar geworden, das; man in Frankreich die russische Bundeshilfe, die englische Freundschaft nur zu dem Zweck beansprucht, Elsah-Lothringcn zurück Alsbald stimmten andere deutsche Blätter in diese Fest steklung ein, so auch die „Münch. Reuest. Nachr.", die „Tägl. Nundsclwu", die „N a t i o n a l z e i t u n g", die sich gar den Satz leistete: . .. „Die europäische Atnwsphäre ist derart mit Gewitterstoncn geladen, das; jeder mit der Möglichkeit einer furchtbaren Entladung rechnen must. Die politische Lage, die eigentlich schon seit Jahren nicht mehr normal war, hat sich in den allerletzten Tagen verschlimmert." Der ,^8erl. Lok.-Anz." schrieb ebenfalls von einer in Frankreich planmäßig orgaitisierten Verhetzung, „indem man einerseits den lvirtschastlichen Wettbewerb durch eine geschickte Kampagne politisch auSbeutete und andererseits eine Wicdereroberung Elsaß^-Lothringcns in kürzester Zeit in Aussicht stellt." Nun fragte es sich, ob die Regierung diese Parole einer schärferen Tonart Frankreich gegenüber, gewünscht habe, und wenn auch im Reichstage keine Anfrage mehr eingcbracht werden konnte, so sah sich Herr v. Bcthmann- Hollweg doch genötigt, dem anshorchenden deutschen Volke schon vor der amtlichen Veröffentlichung und Begründung der Wehrvorlage wieder ein paar Worte zu sagen. Gestern abend brachte die „Nordd. Allgem. Ztg." eine Note, die sich mehr gegen die Ungeschicklichkeit des Kölner Artikels ^wendet, als gegen dessen Inhalt selbst. Es kann als feststehend erachtet werden, daß in unserer Regierung heutb ein etwas anderer Wind weht als noch vor ein paar Wochen. Man hat sich überzcngt, daß von einer Unischmeichclung Frankreichs ganz und gar nichts zu hoffen ist. Und so wird die starte Vermehrung des Heeres in Aussicht genommen, für die man jetzt das Votksverständnis zu stärken sucht. Die plumpe Art jedoch, wie die „Köln. Ztg." auf die Franzosen schlug, schien aber mit Recht dem Reichskanzler eine Korrektur zu arheischen. Besonders da der französische Kricgsminisier vorgestern im Heeresausschusse eine so besonnene Erklärung abgegeben hatte, in der zu lesen stand, daß Deutschland aus begründeten Empfindungen heraus die neuen Rustamgen cingeleitet habe. Die amtliche Richtigstellung. Die gestrige Erklärung der „Nordd. Allgem. Ztg." lautet: J,r einzelnen deutschen Zeitungen sind in bieicn Tagen alar micrende Artikel mit Bezug auf die gegenwärtige oder die demnächst zu erwartende europäische Lage verbreitet ivorden. Wie die amtlichen deutschen Stellen, welche diesen Artikeln gänzlich fernstehen, die Situation beurteilen, ist wiederholt in der „Nord deutschen Allgemeinen Zeitung" ausgeführt worden. Tie gemeinsamen Bemühungen der Großmächte haben bereits, wie auch der englische Premierminister cs soeben klar festgestellt hat, werl volle Ergebnisse erzielt. Wir halten daran fest, daß es die;er gemeinsamen Arbeit gelingen wird, auch der iloch verbliebeneil Schwierigkeiten Herr zu werden. Diese Zuversicht hat eine be sondere Stärkung durch die von Europa dankbar begrüßte Ver einbarnng erfahren, welche Oesterreich-Ungarn und Rußland so eben über die Reduktion ihrer militärischem Maßnahmen ge Nr. 61 Der «lehenrr Anzeiger erscheinl täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich KiehenerFaniilienblütter zweimal wöchentl.Urels- blatt für den Areis Giehen (Dienstag lind Freitag); zweimal moiiatl. Land- wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, * 99 _ < »» ’säsS General-Anzeiger sM Gderhesien füT0^^e,e2oq"^^nmllnec Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Bilch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchnlstratze 7. vis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Ur. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Diese Erklärungen verdienen die vollste Billigung. E. war anzunehnien, daß die Regierung nicht anders sprechen könne. Es ist aber bemerkenswert, daß die Kundgebung ; nicht etwa zn einem Vertrauensvotum für Frankreich wurde, int Gegenteil. Vielleicht war dem Vertreter der „Köln. Ztg." im auswärtigen Amte angedentet worden, daß ein paar abweisende Worte gegen die französischen Hetzer nicht übel angebracht erschienen, aber er hatte dann diese Andeutungen eben mißverstanden und in täppischer Weise befolgt. Wie dem nun aber auch sein mag: Der kalte Wasserstrahl hat die Franzosen richtig getroffen, mb er wird vielleicht umso besser lvirken, als auch die englisch- Presse mitspritzt. Wir geben ant Schlüsse dieser Zeilen davon die Proben der „Westminister Gazette". Der Wochenplauderer der „K r e u z zeit u n g",Prof. Schiemann, gibt in der Mittwoch-Nummer des Blattes auch einen Beweis, das; die einflußreichen Männer „oben" heute die Lag' in einem anderen Lichte betrachten, als noch vor kurzer Zeit. Schiemann schreibt u. a. : Wir feiern den Tag lGeburtStag der Königin Luise) in Zeilen einer politischen Schwüle, toic sie den Befreiungskriegen vorausgegangen ist, und die Forderungen, die heute an uns gerichtet ivcrben, l o n n c n s e h r wohl d a h i n a n s ni ü nde n, daß unsere gesamte Kraft daran gesetzt werden muß, nm deut- von Ost und West drohenden Sturm siegreich die Stirn zu bieten. Daß wir mit dieser Möglichkeit, nm Nicht z n s a g c n W a h r s ch ein lich leit, zu rechnen haben, kann heute nicht mehr zweifelhaft sein. In Frankreich i|t der Gedanke der Revanche seit den Tagen Boulangers nie lebendiger gewesen als heute, in Rußland arbeitet eine Koterie gewissenloser Politiker daran, der friedlichen Gesinnung des Zaren und seiner vornehmsten Berater Kokowzew und Ssaß.mow, ihren Willen auf.-,nichtigen und jenen Kampf zwischen Slawen und Germanen zu erzwingen, von dem ihre hochmütige Phantasie die endliche Zertrüuimerung Deutschlands und Oesterreich-Ungarns erwartet, dank der Unter stützung Frankreichs und der Mithilfe Englands, auf die >ie rechnen, als sei das Kriegsbündnis bereits znm Absthlnß gelangt. Es ist der alte Traum, für ben Bakunin bereits 1848 sich auf dein Kongreß der slawischen Revolutionäre in Prag begeisterte, und der seither in wechselndeii Formen immer aufs neue lebendig mürbe. Er lebt Henle wie damals, unb aus bem offiziellen Jubel, ber bas 300 jährige Jubiläum der Romanows begleitet, klingt mißtönend der Ruf des Hasses hervor, der uns und dem österreichischen Nachbarn gilt und sich mit ausschweifenden Planen verbindet, die einerseits auf den Besitz Konstantinopels gerichtet sind, andererseits die Beherrschiiilg des fernen Ostens als selbst verständliches Ziel der russischen Politik ins Auge saßen. M a u glaube nicht daß hier mehr gesagt wird als der Wirklichkeit entspricht, lieber die Richtung ber fran zö fisch en Gedanken ist mau bei uns im allgemeinen leidlich unter richtet. DaS Mindeste, was ihnen als notwendige Leistung nuferer seits erforderlich scheint, ist ein Plebiszit in Elsaß-Lothringen, das, wie sie erwarten, sich für den Anschluß an Frankreich ans- spricht — so schreibt Herr Renö Pinon in feinem' Buch „I Allein ap; ne ct la France". Noch patriotischere Köpfe denken an die Rheingrenze, alle aber sind darin einig, das; nichts geschehen dürfe, was als eine Anerkennung des Frankfurter Friedens betrachtet werden könnte. Ein Beispiel französischer Hetzerei wird wieder aus M o n.'li n s (Departement Mi er) gemeldet Der Oberst des dritten berittenen Schützen-Regiments Mordacq hielt an seine Rekruten eine A n s p r a ch e, in der u. a. sagte: „Alle Völker bereiten sich zum Kriege vor. Unsere Nachbarn vermehren ihre Mannschastsbesländ- und ihre Rüstungen in dem Gedanken, uns zu zerschmettern, 'sobald sie den günstigen Augenblick sür gekommen erachten. Mer sie haben ohne den französischen Patriotismus gerechnet. Frankreich will nicht besiegt wer ' den und ist deshalb zu allen Opfern bereit. Es wird das 1 Geld und die Soldaten hergeben, die man braucht. Angesichts der durch nichts gerechtfertigten Herttitssorderungen i haben sich alle Franzosen erhoben. Die französische Jugend reklamiert die dreijährige Dienstzeit als ein Gesetz des - Heils, und die Familiimväter geben ihre Söhne freiwillig i für ein weiteres (Dicnstjahr her." Die Erklärung des französischen Kriegsministerß. politische Da» preußische Abgeordnetenhaus ist am gestrigen Mittwoch in die O st e r f c r i e n g gangen. Es hatte seit dem 22. Oktober 1912 getagt und rund -0 Sitzungen seit dieser Zeit abgehalten Die ,verligstellnwgi des Voranschlags zum i. April d. I. ist dem Landtag eben-1 Der Beifall, mit welchem diese Worte von den Aichängern dieses Ministeriums aufgenommen morben sind, ist sehr bezeichnend. Wir können Asauith wegen seines Freimutes nicht zürnen. Aber, welche Rolle spielen diejenigen Franzosen, welem auf eine |o trügerisch-e Polüik von nicht uerbanbener ober unmöghdKr Huw- leistung spekuliert haben. Sie haben nur das französische Volk getäuscht, das sich in eine gefährliche Rulw einschläiern lreh, aus wels.er es jetzt durch das überrasck)ende Geständnis Awmths au,-- geschreckt wird. Die „Westminster Gazette" schreibt: Einige deutsche Blätter sagen, daß die Schlüssel ber Situation in britischen Händen läge. Das ist vielleicht ein zu großes Kompliment für uns, aber wir können nachdrücklich betonen, baß soweit wir Einfluß besitzen, wir ihn rückhaltlos gebrauchen werden, um der wahnsinnigen Idee eines P r ä v e n t r v- k r i e (i c s zu steuern. Wenn Frankreich wirklich eine europäische Verschwörung gegen Deutschland ausheckte, die unsere und Rußlands Zustimmung bedürfte, für einen Krieg, von dein General Bernhardi geträumt, so können wir die absolute Verncherung abgeben, daß wir keinerlei Anteil d a r an nehm en m ii r b c n. Wir freuen uns, bie Franzosen als unseren Freund betrachten zu können, aber wenn unsere Freunde eines wlchen Wahnsinns fähig wären, wäre es unsere Frennbespflrcht, sie zurückzuhalten und nicht aufzuhetzen. Natürlich halten wir bie)c ganze Panik für grundlos. Aber bie Verhältnisse in Europa sind jo, baß wir nichts tun dürfen, was falsche Besorgnisse ober falsche Erwartungen erwecken könnte, fonbern müssen unermüblcch unb unentmutigt für bie Entspann u n g zwischen Trivle-Ententc und Dreibund wirken, bie heute Europa am meisten nottut und bereit Durchführung bie stärkste Sicherheit für den Frieden fein würbe. ^o^Wenn^ßt den erwähnten Artikeln anbererseits die geplante beutsche Heeresverstärkung mit einer an gebt ich e u Verschlechterung der Beziehungen Den tschUnbo mi t bem einen ober anberen Nachbar mo11vtert wtrb, die zu einem kriegerischen Konflikt b r a n g e, , o sind derartige Ausführungen nut bas Ent, chi e benfte zur ü cf z uweise n. Daß bie gesamten enropanchen Machtverhältnisse bnrch bie Vorgänge aus bem Balkan eine Ver f(f)iebung erlitten haben, von ber mtttelbar auch Deutichland berührt wirb, ist eine jedem einleuchtende Tatsache, solange ber ewige Meltsriebe noch nicht garantiert ist, muß Deut,chlanb bannt rechnen, baß es in einem Kriege genötigt sein kann, seine weltgestreckten Grenzen nach mehreren Seiten zu vertelblgen, nub baß es bercln t nm 'seine Existenz ringen wirb. Für einc ,olckw Eventual.tat, bie Deutschland gegen seinen Willen ansgeiwtigt werben kann, soll die neue Wehrvorlage Vorkehrung tresten, indem sie m Aus fübrunn der allgemeinen Wehrpflicht bie niilitartaiinlifbe, nher bisher sreigelafsene .unge Mannschaft, zum dienst mit ber Wach heranzieht Kein Deutscher wirb bie Verantwortung auf sich nehmen wollen, daß in einem Kampfe, der uns.an,genötigt werden sollte, nicht alle Wehrpflichtigen als Solda en zur Verteidigung von Hans unb Herl; bereitstehen. ^te,e l eberzengung. da,', e unsere Pflicht ist, hierfür Vorjorge zu tresten, ist so sehr Ge meingut des ganzen Volkes, baß ,ic durch die ,ede Grundlagen eutbehrenben Kriegstreibereicn nur entstellt werben kann. Jnbem wir dies nachdrücklich betonen, muffen wir gleick>zcttig gegen die maßlose Sprache Front m a ch e N, mit oci in einigen französischen Zeitnwgen unsere Heeresvorlage als enr Herausforberung und Drohung g eg en Fra n kr c i c hinzustellen versucht wird. Unserer nationalen Wurde entspricht es, solchen Hetzereien e n t g e g e n z u t r e ten, aber kaltblütig unb ohne Stimmungsausbrnche, bie im ,mi lande und Auslande Mis-verstäubnisse hervorrnscn unb die am Bewahrung des Friedens unter den Großmächten gerichtete Hal tung unserer Politik verdunkeln. Die politische Lage und die fortschrittliche Volk^partei. ds. Darm stabt, 12. Marz. Die Fortschritts ch e Volks Part ei veranstaltete heute adenb im Kaisersaal eine öffentliche Versammlung, bie einen guten Besuch au, ■ zuweisen hatte. Als Redner des Abenbs sprachen bie Landtags- abgcorbnetcn Justizrat Grünewald-Gießen unb Henricki- Dannstabt über: „Die politische Lage in Hessen'. Den Vorsitz führte Stabtverorbncter Säen g. Abg. Henrich führte aus: Die wirtschaftliche Lage Ijftbc sich in ben letzten zwei Jahren gehoben. Mit bem Abbau ber Steuern solle man aber vorsichtig fein. Der Slcbncr geht bann auf bas Besolbungsgefetz ein, bas nicht befriedigt habe, besonders nicht in bezug auf bie Lehrer. Wir sind ber lleberzeugung, daß wir mcljr erreicht hätten, wenn bie Natiolialliberalen ,e,tgeblieben wären Auch bie neue Vorlage befriebigt nicht. Die Grunblage ber Vorlage ist keine schlechte. Welche Aussichten die Vortage hat, ist schwer zu sagen. Wirb bie reaktionäre Mehrheit bie Sache machen, bann geschieht es nur mit Nachgabe an ben Banerubunb, also es kommt zu einer Venachteiligung^ber Beamten. Man hat uns vorgeworsen, wir verlassen unseren Staubpunkt in ber Frage ber Trennung von Kirche unb Staats Auch in ber Zoll- srage wirb unsere Stellung verkannt. In ber Frage des Abbaues des Zolles sind wir nicht einig, lieber Hessen schwebt bie schwarz- blaue Fahne. "'Auch bie Nationalliberalen gehören bazn. xsn Hessen nimmt bie nationalliberale Partei bie Stellung uadi rechts ein, im Gegensatz zu ber im Reiche. Die Partei bcs Baneriibnnbes ist die politisch einflußreichste. Die nationalliberale Partei steht vor einer Trennung. Sie wird innerlich ausgem'orfcht. Wir haben diese Tatsache zu beklagen, da die liberalen Elemente zu brauchen sind. Der jetzige Führer der Partei findet keine Worte nach rechts, nur nach links. Wenn man liberal arbeitet, darf nidii niemand ausschalten, das war aber im Fall Dr. Linse der Fall. Die nationalliberale Partei soll im Kreise Bingen-Alzeh entscheiden ob sie liberal ist. Ich habe erfahren, daß das Wahl' Bündnis zwischen Nattonalliberalen und Bauernbund fertig ist. Nach Beifall spricht Abg. Grünewald-Gießen: Wir sind int Landtag nut (wenige, aber einig. Es steht den Nationalliberalen schlecht an, uns Meinungsverschiedenheiten vorznwerfen. Ich habe nie von Natiolialliberalen eine liberale Aeußerung gehört. Sie haben die Allüren einer konservativen Partei. In unseren Reihen be- fiubim sich auch Nationalsoziale. Ich habe dieser Verschmelzung mit Bangen entgegengesehen. Aber ich bin überzeugt worden. Die von uns in der Besoldnugssrage gefaßte Resolution ist bc- bentnngsvoll. Unsere Nackigabc hat uns recht gegeben. Der Redner geht bann auf bie ReiMpolitik ein. Der schwarz-blaue Block ist nicht uiebergerungeu. Mein Antrag, Wahlprüsungen an das Oberlandesgericht» zu überweisen, hat int Laude Widerhall gefunden. Wie das Schicksal des Antrages sein wird, läßt sich heute nicht sagen. Die Neichspolitik wird von ber Militärvorlage und ihrer Deckung beherrscht. Grünewald wendet sich gegen die Abstimipeluug der Jahrhundertfeier zu einer monarchischen. Nicht aus Königswort stand das Volk auf, sonders in dem Bewußtsein seiner Größe. Der Gmst Lessings, Schillers usiv. war in ihm. Nicht allein auf bie Abweisung bcs Joches ber Frembberrschaft war es bem Volke zu tun, sondern auch auf die persönlick^ Freiheit. Man nmß sich mit ber Frage eine# Tom men beit Kriege s lwschäftigen. Der Üiebner wendet sich gegen Hetzartikel in den -Blättern. Man wird es sich sehr überlegen, ob man einen Krieg herb erführen soll Man soll mit diesem Gedanken nicht spielen. , Die Wehr- Vorlage stärkt die Position des Zentrums. Eine Mlclpiung der Wehrvorlage hat dem Liberalismus noch nie Vorteil gebracht. Ob bie Besitzsteuer nur ein Sanb in bie Augen Streuen sein soll, läßt fick schwer sagen. Die bauernbeu Ausgaben werden n»ohl wieder aus de u allen Wege eckigebracht luerbe.n Tie St llnn., fieüicr Partei zur Sozialdemokrat i e legt der Redner dahin fest, daß man diese Partei zur Mitarbeit herauzieheu soll, wodurch der Groll dieser Partei herabgemiudert würde. Die Partei.macht es uns sehr selpver im Landtage, mit ihr zusaminenzuarbeiten. Sie benehmen sich rauh. — Abg. Grünewald kommt, tuntu auf den Beamten stand zu spi'echen, der zum Liberalismus gehören .müsse. Man dürfe ben Bemnten bnrch eine geringe Besoldung nicht in Versuchung führen; ich will bas nicht näher anbeuten. Dieser mit lebhaftem Beifall aiifgeiiomnieueu Rebe schließt sich eine Ans- sprache an, an ber sich u. a. auch ber Abg. Korell Ingelheim, Lehrer Gehr mann, bet ans Unrichtigkeiten inbezug aus Behau ptuugeu über bie imtionalliberale Bartei erwibert, beteiligten. Paris, 12. März. Nach einem Bericht des „Figaro' lauteten bie Erklärungen, welche Kriegsminifter Etienne gestern im S? e e reSa n s fchußdc r K a m in e r abgegeben hat, im wesentlichen folgenbermaßen: Da sich bie europäische Läge, iusvesoubere infolge berlBalkan ercignisse geändert hat, darf man sich nicht Wundern, wenn Deutschland sein M i l i t ä r g e s e tz e von 1 907. 19 11 Und 1912 als unz u r ci ch en d ausiel) t und durch eine neue Vorlage seine unverzüglich mobilisierungsfähigen Manu schastsbestäude auf 800 000 Manu mit Ausschluß der Reservisten erhöht. Teutsetzlaub erblickt in ber Stärke seiner Armee eine Bürgschaft bes Friebens. Seit 40 Jahren Irat das republilauische F rank r e i ch eine entschlossene friedliche Polilik ohne jeden Angriffs gedanken verfolgt. Es will mehr denn je bei dieser Polilik verharren unb gergbe biete Politik ist es, welche Frankreich zwingt, bas Beispiel Deiitschlaubs itachzuahmcu. Frank reich kann bies wegen ber stetigen Abnahme seiner OK-burteuzifferu nur mittels einer Verlängerung ber Dienstzeit erreickwn unb es wirb nach Wiebereiufühning bes b r e i j ä h r i g e u Di e n st e s einerseits gleich Deutschlanb einige sofort mobilisierungsfähige Armeekorps ohne Reserven haben, andererseits werden diejenigen Truppen, welche Zeit haben, ihre Reservisten abzuwarlen, viel stärker sein, infolge der großen Zahl von aktiven und gut ans gebildeten Soldaten, welche die Reservisten einrahmen werden. Sv wird man anstatt ber Truppenkörper, wo bie Reservisten die Mehrheit bildeten, nunmehr Truppenkörpec hoben, wo die aktiven Soldaten in der Mehrheit sind. Die Erklärnngen Etiennes mach!en dem „,z-igaro" zufolge auf den Ausschuß einen ausgezeichneten und tiefen Ein druck Ein Mitglied des Heeresaussclnisses erklärte einem Berichterstatter, daß c t w a 2 0 Mitglieder f ü r und 10 gegen die dreijährige Dienstzeit seien. Die Hoßnunq auf kiiglische Hilfe. Ueber die von Premierminister A s q n i t h abgegebene Erklärung, daß England 1'eiitcrb‘i Ve rp flich l u n g Vir Entsendung einer starken Armee nach Europa habe, schreibt der „Eclair": k v ü 11 h d r> H d 1! 71 U ü b r n e I< p !' a v b C 9 b d 9 5 A* H 11 t- e d g d 9 d 2 c V s 9 9 l C T r Z 1 k i i ■j i 1 i f i foiflemg getanen wie dem Reichstage Während der Reiche rag so gut wie gar keiirc positiven Erfolge drcrch die Ber sabschiedung von Gesetzentwürfen bisher erlangt lMte, ist es im Landtage mögliech gewesen, eine größere Reihe wasserwirtschaftlicher Vorlagen zu verabschieden. In erster Linie ist hier Das Wassergesetz nennen, dem sich ein Entwurf über die Entwässerung Dcs linl-- rheinischen Industriegebiets, das Schleppmonopolgeietz, Das Rawagesetz, der Entivurf über den Ausbau von Wasser kräften im Quellgebiete der Weser anschließen Reden einer großen Reihe feinerer Gesetze sind im Adgeordnetenhiuse und zum Teil aucl) schon im Herrenhause verabschiedet worden daS Sparkassengesetz, das Moor schütz gesetz, die Hinterlegungsordnung, eine Novelle zu den rheinischen Z u s a m m e n l c g u n g s g e s e tz e n und ein Entwurf über die Dien st Verhältnisse der Beamten den Amtsanwaltschaft Nach Cftern sollen noch erledigt werden eine ^steihe von Vorlagen, die das Abgeordnetenhaus bereits vor Lstern beschäftigt l»aben, deren Fertigstellung sich aber verzögert hat, so das neue Ostmarkengesetz, das Eisenbahnanleih - gesetz, das Ausgrabungsgesetz, der Entnmrf über die Verbesserung der Oderivassrrstraße und das ländliche For* billrungsschulgesetz. T-azu kommen noch die yveile Lesung des'Kultusooranschlags und hie gesamte dritte Voraittchlaa - lesung. Die Steuer Novellen werden vollständig unter den Tisch fallen, da ihre Verabschiedung bereits seit Wochen aufgegeben ist Außer der VoranschlaySberatung und der Beratung von Gesetzentwürfen hat sich das Abgeordnetenhaus mit einigen Anfragen beschäftigt, die die Fleischt.uerung. die Enteignungsfrage, den Wagenmangel im Ruhrrevier, die Winzernot und den Berliner Feuerwehrlonslilt behandelten, es ist auch -möglich gewesen, trotz des überreichen anderen Materials eine große Reihe von Anträgen und Bittschriften zu beraten. Eine Reihe von kleineren Gesetzentwürfen sind aus diesen Anträgen hervorgegai'gen. Sehr eingehend wurden sowohl bei der Boranschlagsberatung wie bei der Beratung der Anträge Beamtensragen erörtert. * Geh. Kommerzienrat Kirdorf ist von der Charlottenburger technischen Hochschule zum Ehrendoktor ernannt ivorben. Tie Ehrung erfolgte im Zusammenhang mit dem 40jährigen Geschäftsjubiläum der Gelsenkircheuer Bergwerksgesetlfchaft und ihres Generaldirektors Stirborf. Am 3. Januar 1873 ist die BergwerlsgeseUschait gegründet loorDen, im März 1873 trat Emil Mirborf als kaufmännischer Direktor in das Unternehmen ein. Sein Vater Martin Mirbort besaß (ine Weberei in Mettmann. Balo nach seiner Geburt (8. April 1847) kam der junge Mitborf nach Düsseldorf. Nachdem er dort die Schuljahre durchgemacht hatte, besuchte er die städtische Webeschule in Mülheim a. Rhein. Seine Lehrzeit verbrachte er in dem elterlichen Geschäfte und wurde dann zur weiteren kaufmännischen Ausbildung nach Hamburg geschiat. Nach derZdam- burger Volontärzeit erhielt er seine erste Anstellung in dem Textil- geschüst eines Verroandt.'n in tirefeld. stirdors hielt es in diesem Bernie nicht lange aus Er schien bie riesenhaften Enl.vicllungs- möglichkeiten der deutschen Montanindustrie vorauszuahnen und bewarb sich mit Eifer um eine maßgebende Stellung im westfälischen Grubenwesen. Es gelang ihm auch, kaufmännischer Direktor der Zeche Lolland und dann Direktor der Gelsenkirchener Bergwerksgesellschoft zu werden, eine überaus rasche starriere für den kleinen strefelder Textilangestellten In der Mitte der Zwanziger hatte Mirbori eine Stellung erlangt, die mit der Zeit eine der wichtigsten der deutschen Industrie überhaupt werden sollte. Seine (Gesellschaft begann mit einer stohlensörderung von etwas über 360 000 Tonnen Heute fördern die sämtlichen Zechen des Unternehmens über 8' Millionen Tonnen. Um die Iaht Hunden wende folgte die (Gelsenkirchener Bergwcrksgescllschaft dem allgemeinen Streben zum gemischten Betriebe, indem sie sich den Aachener Hüttenvernn und den Schalker Gruben und Hüttenverein anglicberte, die Weiterfabrikatton ebenfalls mit einbezog und zum Zwecke dieser Ausdehnung das Akttenkapital bis aus 180 Millionen Mark erhöhte, stärdorf, Thpssen, Klöckner und Strnnes, Phoenix, Gutehossnungshütte herrschen heute und entscheidet Die „reinen" Werke kommen daneben nicht mehr in Betracht, sie werden aufgekauft oder durch Interessengemeinschaft angegliedert. Seit Kirdorf die Röhrenlverke angegliedert bat, baut man nicht mehr neue Verseineruugswerke. Heute ist Mir dorfs Reich neben der Aktiengesellschaft Friedrich Krupp das g r ö ß t e M o n t a n u u t e r n e h m e u D e u t s ch l a n d s nnb eine der größten deutsclien Gcsellsäiasten überhaupt.' Ihr Aktienkapital luirb nur noch überragt von der Deutschen Batik, bei Dresdner Bank unb der Diskonte Gesellschaft. Auch die Errichtung des rheinisch-westfälischen st o h l e n s y n d i k a t S ist Kirdorfs Werk. Deutsches Ueid). Der König von Schweden in Berlin. König Gustav V. von Schweden und seine Sckiwieger- tochter, die Herzogin Maria von Süderinanlaud sind am Dttttwoch abend 6 Uhr 34 Min. auf dem Stettiner Bahnhof in Berlin eingelrofsen und von dem sckiw bischen Gesandten in Berlin, (Grafen v. Taube, und mehreren Herren der schwedischen (Gesandtschaft empfangen worden Der König mtb die Herzogin Maria begaben sich Zunächst zur schwedischen (Gesandtschaft in der Bellevucstraße. Nach einer späteren Meldung sind der König und Die Herzogin Maria von Schweden abends nach Italien abgereift Ludwig Delb rück f Der Teilhaber des Berliner Bankhauses Delbrück, Leo u. Co. und Chef des Hauses Delbrück, Schickler u. Co., Lud wig Dell'riick, ist am gestrigen Mittwoch plönltd) gestorben. Der Verstorbene wohnte gestern der kirchlichen Einsegnung seiner beiden Kinder, einem Sohu und einer Tochter, bei. Bei Tisch wurde er plötzlich von einem Unwohlsein befallen: wenige Minuten später trat der Tod des im 51. Lebensjahre stehenden hervorragenden Finanznlannes ein Ludwig Del brfuf genoß das besondere Vertrauen des Kaisers, dem er es auch zu verbau le« hat, baß er vor einigen Jahren in bas Herrenhaus berufen wurde Der (Sabiner Gutspächter Sohft ist infolge der Prozeßaufregimgen bebentlid) ertrauft. Er ivar mehrere Tage bettlägerig Die Aerzte rieten ihm, ein mildes Klima aufzusuchim Sol,st möchte die Angelegen heit schnell und srieblich deigelegl wissen. Verhandlungen über die Entschädigungssumme, deren Höhe gerichtlich auf 17)000 Mark festgesetzt ivurde, babm noch nicht stattgesundeii Der Kaiser ist auf seine Anordnung durch Rechtsanwalt HennMtn in Berlin über die Prozeßangelegenheit Person lich genau unterrichtet worden Zur L a n d t a g se r s a tz w a h l im Wahlkreis T e l t o w - B r e s k o w W i t m e r s d o i f nmrbcn für Haseloff (kons 612 Stimmen und sur bei, Pfarrer Traub- Dortmund ^T-ortschr Vp 454 Stim men abgegeben Haselofs ist somit gewählt Ausland, Aus dem englischen Uu 1 crhau. Im englischen Unterhaus fragte am Mittwoch B y l c au, ob die Erklärungen v. Iagows uub v Tirp.'. ci Acnderuug des drillfthen Flottenctats zur ?rohv' muten gegeben roorben, und ihre?lufsührung war schon lange beab» ichtigt, denn neben den Lortzmgschen Cpern unb Nicolais .Lustigen Weibern* ist Mattha der glücklichste Wurf, ber auf dem Gebiete ber be»,tschen komischen Cpcr im ganzen 19. Iahrhunbert gemacht wurde. Wer die Cpcr mit ihrer rischen und gefälligen Musik einmal gehört hat, ber hört sie and) immer wieder von neuem gern. Am bekannt icn von ihren zahlreichen hübschen Melodien in daS irische BolkSlreb .Letzte Rose, >vie magst du so einsam hier blüh'«?• Fräulein Jacobs, bie vortreffliche Darstellerin ber (Karinen in ber letzte« Vorstellung, singt bie Ranen, Frau Kallcnfce bie Lady. " Die ErgänzungSprüfung in ber lateinischen unb griechischen Sprache haben im Laufe deS SchtUjahreS 1912, 13 vier Stubicrenbe der cvang. Theologie mit Ober» Rcalschul« ober Nealgymnaüalmaturium am Lanbgraf-Lubwig- Gymnasium hier beitanbcn. Sic waren fämtlich vorbereitet von Cbcrlchrcr Tr. N oese. • ’ 311 de in Flugtag am 1. Pfingsttag bat auch der Großhcrzog sein Kommen zugeiagt. ** E s w i r b Frühling? Gestern nachmittag wurden in unserer Redaktion von einem Naturfreund außer einigen Sträußchen hübsch blühender Schlüsselblumen eine Anzahl blühenden Enzians sowie zwei munter flatternde Schmetterlinge (Zitronenfalter vorgezeigt. Von dem Herrn wurde uns ferner mitgcteilt, daß ber Waldmeister, den er in vergangener Woche im (Gießener Wald vor fand, in der letzten Nacht gänzlich erfroren ist. Kreis Alsfeld. CK. Alsfeld, 12. März. Ter Stadworftand beriet in seiner letzten Sitzung den Voranschlag der Stadt^, Hospital- und A r m e n l a s s e. Der Voranschlag, ber mit 474 628 Mark abschließt, wurde genehmigt. Da ein Uelurschuß vorhanden ist, braucht in diesem Jahre feine Erhöhung der Umlagen einzutreten. Der Voranschlag her Hospital- und Armenkasse wurde ebenfalls genehmigt —' j Bei der zweiten Ziehung der Alsfelder Oklblottcrie fiel ber Hauptgewinn von 20000 Mk. in eine Darmftübt Kollekte. Nach Alsfelb sollen von größeren Gewinnen zwei nn Betrage von 5(X)() und *2000 Mk entfallen fein. .CK. H o m be rg a. d. £., 1*2. März. An, Montag abend brach in ber Scheuer bev Metzgers stark Hrsserich Feuer aus. Ms bie hiesige freiwillige Feuerivehr am Brandplatz erschien, nxir das Feuer schon gelöscht worden Die Ursache ist nicht betannt. n. Groß-Felda, 12 März Bei der heutigen D ü r g e r m e i st e r w a h l erhielten Gutsbesitzer Ctto Völ - zing S6 Stimmen, Untcrerbrb.'r R eeb 4x und Bcigeorb^ neter Völzing 43 Stimmen. Es ist somit eine Stichwahl erforderlich. Kreis Lauterbach. —r. Angersbach, 1*2 März. Die Neuwahl des Bürgermeisters auf iveitere neun Jahre findet am 17. April statt. Kreis Friedberg. L Fr iedb erg, 12. März, 'peute vormittag sand bie Entlassung der Kandidaten des Predig er seminars statt. Damit ivar eine AbschicdSfeier für den Direktor Eger verbunden. Im Festsaale ber Anstalt versammelte« 'ich bie Spitzen ber staatlichen unb städtischen Behörden. Ansprachen hielten Prälat Flö ring, Prof. Sch oe l l, Geh. Kirchcnrat Eger unb ber Sprecher ber üanbiboten. w — Friedberg, 12 März In der laufenden Woche finden an der „S t äo t i s ch e n P o I y t e ch n i j ch e i> L c h r- anstatt" die Semestralprüfungen statt, die frei - willig sind und sich über alle Prüfungsfächer der Vorprüfung erstrecke« Trotz der hohen Anforbc'rungen, die in den Semestralprüfungen gestellt werden, ist die Beteiligung daran sehr zahlreich. Nach Schluß der Csterfericn werden an der „Städtischen Polytechnischen Lehranstalt" eine Vor Prüfung und eine .Hauptprüfung in den vier Abteilungen abgehaiten. h. Dorheim, 12. März. Bei der Beigcorbnetc«• wähl hat keiner ber drei Kandidaten die Mehrheit erhalten, c5 findet darum zwischen Abani Schutt unb Karl Lack Stichwahl statt. Schlitt erhielt in der Hcniptwahl 50 Lack 47 Stimmen. Der dritte Kandidat brachte cs aul 32 Stimmen. Starkenburg und Rheinhessen. h. Darmstadt, 1*2. März Der langjährige tedv nische Leiter der Main Neckarbahn, Geheimer Baurat Becker, ist in der vergangenen Nacht im 'älter von 90 Jahren verstorben. Der aus eigener Kraft vom Werk- führer zlim Geheimrat aufgesttegene alte Herr hat 51 Jahr im Dienst des hessischen Eisenbahnwesens gestanden. Hessen-Nassau. (»Marburg, 12. März. In Anwesenheit des Lanbes- houptmanns für Kurtzcssen soivie eines Vertreters ber Weserstrom-Verwaltung aus Hannover fanb gestern eine Besprechung ber Lanbräte ber Kreise Marburg, Kirchham, Frankenb'erg unb Ziegenhain wegen Versorgung unserer Gegen b mit Elektrizität von der Eber- talsperre aus statt. Die brei letztgenannten Streife sind zum Anschluß vorläufig wenig geneigt Der Umstand jebodfc daß Gießen fich anzusmließeii gedenkt und eine größere Abnahme von Elektrizität garantiert, dürfte bie Ausbehuung der Edertalfperren-Leitung in den Kreis Marburg hin ermöglichen. () Kirchhain, 12. März Der feit länger als eine Woche ücrmif’te 70 Jahre alte Korbmacher Anton TheiS aus Alleudorf wurde von Schulkindern, die im Walde nach feinem Verbleib forschten, unter einem Baume als Leiche gesundcu. Allem Anschein nach ist der Mann, ber Besen» reifer schneiben wollte, von bem Baum abgestiirzt. X Hanau, 12. März. Ter Stand ber Typhus- cpidemic beim 1. Bataillon bcS EiseubahnrcgimcntS ist seit einigen Tagen unverändert. ES sind heute noch vorhanden 3 6 Kranke, von denen 6 schwerkrank sind. Parlamentsuntersekretär Mac 92 a m a r a enoiberte, Churchill werbe bei ber Einbringung bes Flottenetats am 26. b. Mts. eine ausführliche ErN ärun g ab geben. Desgleichen stellte Kricgsminister Seely eine ein gehenbe Erklärung über die Luftflotte bei der Vor legung des Heeresclats in Aussicht. — Rees richtete an den Staatssekretär Mc Menna eine Anfrage, ob Luftschiffe in einer Höhe über 3500 Fuß festge st ellt oder angehalten werden können, und was für Schritte die Regierung zu tun gedenke, um die kürzlich getroffenen Bestimmungen durchzusetzen. Mc Kenna erwiderte, die Antwort auf die erste Anfrage hängt von dem Witterungs- ftanbe ab. Unter ben gewöhnlichen Witterungsverhältniffen ’ann bie Form unb ber Typus bes Luftschiffes genügend unterschieden werden, um festzuftellen, wo bie Bestimmungen übertreten werden. Tie Polizei wird mit dem Luftschiff auf dem gewöhnlichen Wege verfahren, wenn es landet. l.Heiterteit. > «vegen Luftschiffe, die nicht landen, «»erben die Militärbehörden vorgeben, lErneute Heiterkeit. Rees fragte weiter, ob die Bestimmungen bei den bestehende« Verhältnisse« ernsthaft gemeint seien Mc Kenna antwortete: Sehr ernsthaft! Rees fragte dann weiter, welche Schritte die Regierung zu unternehmen beabsichtigt, um die Verteidigungsmittel des Landes zu verstärken, mit Rücksicht auf die in dieser Richtung von den anderen europäischen Mächten getroffenen Maßnahmen. Asquith antwortete, daß die Absichten und Pläne der Regierung ausführlich bar- gclegt würben, sobald Der Heeres- unb Flotten Voranschlag cingebradit würbe. Der Hceresvoranschlag werbe in ber nächsten Woche vorgclegt. Ein tätlicher Angriff auf ben italienische« M a r i« e m i« i stor. Der italienische Marineminister wurde am Mittwoch vormittag auf dem Wcge zum Ministerium von d e in inaktiven st o n t r e a d m i r a l G o z o ü b e r f a l l e n , ber ihm, ohne ein Wort zu spreche«, einen I a u st s ch l a g zu verjetzcn suchte. Ehe Der Minister Daraus reagieren konnte, nahmen Karabinierieunteroffiziere Goze, Der sehr erregt war unb Schimpfworke gegen den Minister ausstieß, scst. Der Marineminister bewahrte seine Äsuhe. Gozo war vor zwei Jahren zur Disposition gestellt worden aus den einstimmigcu Beschluß des Beförderungsausschusses, gegen den er de« Staatsrat erfolglos angerusen hatte. Er wurde sofort verhaftet. Ans Stadt iiüid fand, ©ier.cn, 13. März 1913. lieber die Herstellung einer Verbindungsbahn heißt es im neuen Eiseubuhnanleihcgesetz - Der Bahnhof Gießen ist für alle Güterzüge, die im Fernverkehr von Frankfurt a. M. und Hanau nach Deutz (Cölni und dem Ruhrgebiet von der Main-Weser-Bahn auf bie Deu--Gi?n:r Bah.i ober umgekehrt übergehen, Kopfstation. Hierdurch entsteht ein? U?b?claftiuig des Brhn- hofcs Gießen und ein großer Zeitverlust für die Züge. Eine Zunahme des Verkehrs wird ferner nach Eröffnung der neuen Hauptbahn Weidenau-Dillenburg ein tret en, die die rechtsrheinische Bahn durch Umleitung von Güterzügen aus dem Ruhrgebiet nach Bayern über Dillenburg-Wetzlar "Greße-n-Hanau Aschaffen urg entlasten soll. Es wird daher beabsichtigt, durch eine Verbindungsbahn zwischen den Strecken WeHlar^Stteßen und Gießim-Friedberg die glatte T u r ch s ü h r u n g der Güterzüge ohne de« Kopsbetrieb in Gießen zu ermöglicheit. Diesr Bahn soll weiterhin die von Wetzlar aus den Richtungen Deutz und Cberlahnftein kommenden und in Gießen enbigenden Güterzüge ohne Berührung bes Rangierbahnhoses auf bie Mlaufgleise leiten unb so bie Leistungsfähigkeit des Bahnhofes wesentlich steigern. Ta auf der Verbindungsbahn täglich 64 Zuge verkehren werden, ist sie zweigleisig herzustellen. Die Kosten betragen anschlagsmäßig 3180 000 Mark. ♦ * Tageskalender für Donnerstag, 13. März. Mit» aliederverianiinlung des Bürgervereius. Vortrag des Pros. Tr. N auch: Tie (ttießener Runftfmmnluiinen. Besprechung wichtiger tommunnlev Aiu'.elegenbeilen sBahiibo'serwciteruua. Ausstellungen, Straßen- und Verkebrsverbältnisse).. Abends 8% Uhr im Einhorn. K i i e g e r v c r e i n Gießen. Donnerstag abend 9 Uhr im „Löwen* Vortrag über .Das deutsche und französische Heer*. • • AuS dem Militär-Wochenblatt, v. Oven, Major und Bataillons-Kommandeur im Leibgarde-Inf.-Regt. (1. Hess.) Rr. 115, wurde zur Dienstleistung beim Kricgs- minifteriiim kommandiert. • • Staatsschuldbuch. Die am 1. April fälligen Zinsen der in daS Hessische Staa t sschu l d bu ch eingetragenen Forderungen werden bei allen in Betracht komnienden Hessischen Kassen unb bei ben NcichSbankanstalten ootn 18 März ab gezahlt. Vom gleichen Tage ab wird die StaatSschuldcnkasse die durch die Post ober burch Gutschrift auf Rcichsbank-Girokonto zu berichtigenben Schulbbuch- zinsen übenveisen. • • Er le bigt ist in Dreieichenhain eine mit einem cvang. Lehrer zu befeijenbe Lehrer stelle; mit ihr ist ein Teil beL Drqamitenbicnftr5 verbunbeu. * * Huldigung I u n g d e u t s ch l a n d s vor dem Kaiser. Bei dem am 8. Iuui stattsindendeu 25 jährrge n Reaierungsjuüiläum des Kaisers ist auch eine Huldigung Iungdeutschlands im Grünewald bei Berlin in Aussicht genommen Von jebem Bundesstaate und jedem BeZrk in Preußen soll je eine Gruppe von sieben Jugendlichen, die dem Iungdeutt'cküandbund angehören, dazu entsandt werden. Auch an den hessischen Landesoerband ist die Frage gerichtet ivorden, ob eine solche Gruppe entsandt Werben könne, worauf der Vorsitzende, Freiherr v. Heyl, die Teilnahme zugesagt hat. Die Bezirksvorstände haben Vis zum 25 April d. I. je einen Jugendlichen ans dem Bezirk unter Angabe von Namen und Wohnort namhaft zu machen Die Auswahl soll durch das Los geschehen. Tis Feier mit Hin und Rückreise wird die Teil- uchmer vom 6. bis ein sch l- 9. Juni in Anspruch nehmen. Die Kosten der Hin- und Rückreise werden von Dem Landesverband tezw von dem Bezirk des Vertrauens niannes getragen, während Die Kosten für Verpflegung unD Unterkunft, sowie Die Aussicht und Führung in Berlin Der Iungdeutt'chlandbund übernimmt. Es ist erwünscht, daß die Jungen möglichst in crnheitkicher Trachk und jede (tzrupvc mit einer Fahne in den Landcssarben erscheinen. " Theatcr«Verein. Die Aufführung der Adanischen per .Wenn ich .König wäre* wirb auch diesmal durch lln» äßkichkeit im Personal des Hosiheatcrs unmöglich gemacht, u ihrer Stelle wirb am Freitag die romantistt' tomnebe Orri u Fr. 0. Flotow: ,'J)f ortho oder der M a it ; Gchmonb* in Szene gchcn. Mi tha iü bi.r ; . .. n >. Cithidtirirtbrr. Lud wigSlha ien o. Rb., 11. März, oeuie nachmittag gegen 1". Uhr ging der Flieger Cbcrtcutnout l’i fi U e r vom 81. In- ianterie-Regiment in 4« »* b die un - 2eid)( Saunt1 m um Typhus a"d jst sei' oorhand«' heute mw sind. fesselt. , ■r l«äK,S Geheimer Sauro, W im » °M er Mt vom te Herr hat -ü ens geitanben. Vevmiscbter. — D e r Stadtbaumeister — ein sozialer Organisator. Ein Herzschlag hat im Bureau des Zweckverba irdes R e i n h o l d K i c l, den ersten „Städtebauer" Groß-Berlins, plötz- lick dahingerafft. Mitten aus einer Arbeit heraus, in die er sich noch nicht einmal richtig einleben konnte, ist er herausgerisseu morden. Es mehl eine Tragik um dies plötzliche Ende,, das c^tcit Mann ereilte in dem Augenblick, da er ganz großen Aufgaben gegennbergestellt mar, da ihm Erfolge im Großen winkten. Kiel war nicht eigentlich ein Baukünstlcr großen Stils. Er bewegte sich durchaus in.den Balmen, die von großen Geistern vorgezeichnet waren, aber er hatte einen trefflichen Geschmack und wenn er sich an starke Naturen an lehnte, geschah es mit großer Wahl und einer immer überraschenden Fcinfühilkeit. Was ihn vor anderen auszeichnete, war der große soziale Sinn und ein organisatorisches Talent, das moderne, soziale und Ichgienische Städtcbauideen in architektonische Formen umzusetzen wußte. Alle Hebel setzte er in Bewegung, um rmzulängliche Baufluchtlinien- Pläne zu beseitigen, die Städteerwerterung großzügig und vernünftig vorzunehmen, alle Härten int Interesse der hi erwähnenden ärmeren Bevölkerungsschichtcn _ zu mildern. Er regte Wettbewerbe an, suchte die endlosen Mietskaserncu- Straßen durch Grünflächen auszulichten. Sport- und Spielplätze wollte er für die Heranwachsende Arbeiterjugend schaffen. Er haute viel einfacher, wohl auch mit kargeren Mitteln, als es sonst der Fall sein mag, aber wenn et etwas nicht vernachlässigte, so war es die gute «Form', die aus meiner ästhetischen und mehr noch hygienischen Fürsorge für das Gros der Bevölkerung erwachsen war. Um die Verhunzung des Straßenbildes durch schlechte Mietshäuser zu vermeiden, legte er eine städtische B au b c r a t u n g s- stelle an, die an einigen für das Stadtbild wichtigen Punkten bemerkenswerte Ergebnisse aufzuweiscn hat. Ein großes Vcr- antwortlichkeitsöewußtsein, dieser soziale Srnn und sein organisatorisches Talent haben ihn zu einem vorbtldlick>en Stadtbau- meister werden lassen. Paul W e st h e i m. * Tie Bergungsarbeiten für 8. 178. Nach einem Telegramm der „Hamburger Nachrichten" aus Helgoland sind die Bergungsarbeiten an dem Torpedoboot 8. 178 wegen der stür- mischeu See seit Sonntag eingestellt. Ain Dienstag sind der Hebakran „Oberclbe" und die Bergungsdampfer „Reiher" und „Wbatroß" in Helgoland emgetroffen, um bei günstiger Witterung die Arbeiten fortznsetzen. Am Sonntag hadert die Taucher des Bergungsdampfers „Seeadler" die Lage des Torpedobootes eingehend untersucht. Tie Untersuchung hat ergeben, daß das Bo o t in derMitteaufgebrochcn ist. Der Vorderteil steht aufrecht auf dem Meeresboden. Der hintere Teil des Bootes ist gekippt und liegt ’irtit dem Kiel nach oben. ,Ein Schornstein sct^t. v . * Explosions-Katastrophe tn einem ru])t|d)cn Eiscnbahnzuge. Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete sich auf der Eisenbahnstation Rudnar Poczajowski. Ein Personenzug geriet dadurch in Brand, daß ein Mann in einen leck gewordenen Benzinbehälter eine brennende Zigarette warf. Durch die darauf erfolgende Explosion warderZugin kurzer Zeit in Flammen, und Türm und Fenster des Waggons wurden weit hinaus geschleudert. Der 'Zug fuhr noch.eine Strecke weit, ehe der Zugführer das Feuer bemerkte. Als der Zug ßitnt Stehen gebracht wurde, gelang es dem Zugpersonal im Verein mit den Passagieren der anderen Wagen, den Braud zu löschen. E i n K i u d und acht Erwachsene f a n d e n d e n Tod in den Flammen. Vier Personen wurden tödlich verletzt ins Krankenlmus gebracht. Zahlreiche andere erlitten mehr oder minder- schwere Brandwunden. * Wieder ein Drahtseilattentat. Aus Halle a. S. wird gemeldet: In Salzwedel wurde guer über einen Promenadenweg von einem Unbekannten ein ft ar f er Draht gespannt. Zwei Radfahrer stürzten von ihren Rädern. Ter eine wurde schwer, der andere leicht verletzt. Kleine Lagerchromk. Professor Soxleth in M ü n ch c n hielt nach 67 Senieftern unter ehrenden Krnrdgcbungen seine letzte Vorlesung in der Technischen Hochschule. Eine in München lebende Tarne hat dem Magistrat 1 OOOOO Mark zur Errichtung einer Stiftung für die Pflege hilfsbedürftiger Kinder und Augenkranker ohne Unterschied der Konfession überwiesen. Aus seinem Gute in der Nähe von N c w v o r t ist am Dienstag der reichste Mann Englands, Viscount Tredegar, gestorben. Sein jährliches Einkommen wurde auf 20 Millionen geschätzt. tzÄbSdeL- * A u s z e i cbn n n g. Dein Zabeikanlen Hubert U n d e r b e rg, alleinigen Inhaber der Firma H. Underberg-Albrecht in Rheinberg, ist der Charakter eines Preußischen Kommerzienrats verliehen worden. Amtlicher Wetterbericht. Oeffcntlichcr Wetterdienst, Gießen. Welteraussichten in Hessen für Freitaa, den 14. März 1913: Wechselnd bewölkt, meist trocken, nnld, weltliche Winde. Letzte Slctcbridtren. Zweite hessische Kamme r. bs. T a r m st a d t, 13. Febr. Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt 9(bg. Sens selber Bbd.st daß er sich bei der gestrigen Abstimmung geirrt habe. Er habe für die Simultan - schule stiinmen wollen. Hieraus werden verschiedene Anfragen beantwortet. In der Anfrage des Abg. Wolf lBbd.> wegen der Geschäftsführung der Lanldwirtschaftskämmer sprechen die Abgg. Korcll (F. Vp.), Molthan (Ztr.> und Hauck (Bbd.>. Französische Hetzer. Paris, 13. März. In einer Versammlung, in der der Journalist Hinzelin über „Herz und Geist der Elsaß-Lothringer" sprach, hielt der frühere Kolonial- Minister und Vizepräsident der Kammer Le - b r u n eine Ansprache, in der er die Pariser zu einem möglichst zahlreichen Besuch von Elsaß-Loth r i n g e n a u f f o r d e r t. Tie österreichisch-russische Demobilisierung. Wien, 13. März. Gleichzeitig mit der Demobilisierung im Norden soll auch eilte Ermäßigung der Rüstmrgen im Südei: insofern erfolgen, als die drei österreichischen Kriegsschiffe „Wien' , „Monarchie" und „Budapest' aus bent Geschwader in die erste Reserve übergesührt werden, womit eine Verminderung des Manm schaftsst'standes verbunden ist. Der Flügeladjutant des Kackers Franz I-osef, Fregattenkapitän v. Hort hi, der während der Krise ein Sck iffskommaudo führte, ist wieder aus seinen Dienst- posten bei Hofe zurückberufen worden. Der rumänisch-bulgarische Streit. Petersburg, 13. März. Der hiesige b u lg a r i s ch c Gesandte erhielt ein Memorandumseiner Regierung über den Konflikt mit Rumänien. In dein Memorandum, das der Gesandte der Botschafter-Konferenz überreichen wird, wird festgcstcllt, haß Bulgarien zwecks Aufrechterhaltung guter nachbarlicher Beziehungen zu Rumänien geneigt sei, die Fcstu n gswe r i e von Silistria zu. schleifen, mit der Verpflichtung, keine Befestigung an der Grenze mehr anzulegen, ferner 10 Kilometer Küste am Schwarzen Meer bis zur Kartalabucht abzutreten und Rumänien in den eroberten Gebieten kirchliche und Schul- aukonomie anzubietcn. Zu weiteren Konzessionen könne sich Bulgarien nicht verstehen. In einem von Rumänien den Botschaftern überreichten Memorandum wird, erklärt, daß Rumänien auf die Abtretung Silistrias unmöglich verzichten könne. Neues von Schitkri Pascha. Konstantinopel, 13. März. Ter Kommandant Adria- nopels Schut t i Pascha kündigt' her Regierung an, daß der Widerstand wegen Proviant- und Mur.iiioitsmangel sowie infolge von U e b e r s ch w e nr m ungc n u n b K r a n k h c i_t en e r - l a h m e. Er bitte dringend um Nachrichten über ben Friedens schluß. Falls er keine Antwort erhalten sollte, werbe er spätestens am Donnerstag den Turckbruch versuchen, lehne aber jede Verantwortung für einen Mißerfolg ab. Neue Kämpfe in Marokko. Me kim es, 13. Der Militärposten von El Arub wurde wiederum von Auf ständigen angegriffen. Tie Franzosen hatten einen Token und vier Verwundete. Wie verlautet, beabsichtigt der Roghi, den Posten mit seinen gesamten Streitkräften anzugreifen. KGESZLSEDSGGKG Theater Verein VörikUs-L^JiOjWilbtilh M LAontag, V1S/s 3. Ende 10 Uhr. Anfang 7 Uhr pünktlich. Kugelfedern Nr762 GGGGV Cafe Efeel 1087 10 Personen Goethestrasse 36 p. Goethestrasse 36 p. 'SngL tarnen - Kostüme Jn /Ipothcken die £tr.»$L mt. 2.50, die '.'i Ltr.-§l. 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Nr«i,4O2,493 Visitkarten liefert billigst Brübl'schc Univ.-Druckerei Gieße». ^erne 3Cemnsefmeiderei . nach Mass ■ • ■ -~= 10 Stück feine (Uster= Postkarten 5 Muster [1683 Den Eingang sämtlicher Neuheiten der Saison beehren ergebens! anzuzei^en Geschw. Sailer. Putz-Salon 'ffeinr. firetiert Plockslr. 11 — vorm. Jul. Bischer — Tel. 323 Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Professor Dr. Rauch: „Die Gießener Kuustsammlungen"; 2. Besprechung wichtiger kommunaler Augelegcnl,eiten von allgemeiner Bedeutung «Bahnhotserweiierung. Ausstellungen, Straßen- u. Berkehrsverhältnisse u.a.m.) Wir laden unsere Mitglieder nebst ihren Damen zu recht zahlreicher Beteiligung ein. v10/3 Der Vorstand. Crepepapier, ROne5und 10pfg. Schrankpapier, Rolle 35 Pfg. gibt neue Cebenstraft Allen, öeren Tletven durch geistige oder körperliche /Anstrengung gelitten haben, eo ist oon unfäätfbavem 'tötete für 'Btutatme, für Zunder, wcidic in der Entwicklung ?urüccgebsteben,für Sfcofufiffe, fiir ITlagere, für filternde. 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