Nr. 29( vietter Blatt 163. Jahrgang Erscheint tilßlich mit Ausnahine bei Bemrtagt. General-Anzeiger für Gberhefsen T't „Oietzexr faeilteeblätter" >»erden bem e8n4ftenihd) deiqeleqk. bat „Krehblatt Mir bn Mreü hefsilche .Zweite Kammer, 79 stfrunfl, 10 Dezember b# Ta r m ft abt, 10 Dez , TrSfibeni Hobler eröffnet die s*inng unr 9 15 Uhr Es roirt» Foton in tif Tagefforbnung einjetveten. dtda Henrich 3brridn Vv : 3d) war so glücklich. al<* 1u#td)unmitniifb in -’lmt m I s. i, möchte ab* r doch c.:* au» wrine Meinung nickt verzichten 3 rfjinmcn Tie ««Ilung der Binschastltchen Vereinigung ivor i ji einem ha n 3abrr aber ehw andere, al» wie u i*»t vr .1 j Anan “m ganzen akfr|orfningwert kommt f vor allem darauf an wie «eklen ft* die B teilunni frfl t ba|W? Tv jeuun7 Artikel ■tnb ntdit (r.ividilaflafbtrtb, geben ml« die ’fHninta aller m» l*r 3d) bar' foflfit, dah die Stimmung nicht ganz brinrbtc'nb ist waniunb.i wirb der viel zu ausgedehnt Tarif, r’ *nb da) Dsh nungffgelD Ee ipjrr richtiger aetvnai, nenn man bar Wodnungs* qrlb hohe halten baue wird gesagt, haft man nun in eine Jlgi- lanon für am Dohnunqffgeld ftnircie» werde. Ta* 6*cbnl! i« eigentlich keine l> ittlaDnuiiq nn sinne ein*r Äidrilff lohne», i.m- bern eine (Heaenleifhina t\* latcwtr» für benieni'.en, xr feine aani* vran in den Tsenfl re* £yiate» stellt und auf Tnani- wmerb nmiAin Tw? preufnfd,- *shfb*m 1 ist sich ntdu‘ einf’rf» nadiahrn n ^9.nn man da» run ivillir, mutzte man auch die ganz- € i aannap.ni nachabuten TuMi ‘r *P -iol>ungitiiorhirnfiif it i t viel Nnzufrirdenbett tn die Boonumfckaft g. kommen Ttiv soll nun künftig beifei werden Nicht befn-'Mq'nt» iir der Umfta’ib, datz dem 2ff<1 ke,ne riKfrotrfrnfv Hraft gr-v. n ist Du hab'» denun hie ftnvlnrn kramten gruppen lil rbaupt abiefchnnreii ? Bon den unteren Bemmen ist gesagt. datz sie 1 uns runftiaer neste llt nnb als tn Preußen 3di will nicht alle (Mrutwrn auu iblen. die uch K»t ziinickgeietz» ,'ühlen gellt rudU a:i. datz man den B'i flkich mit anderen staatfn in den D.'rderqrund ftrllL Man muß ragen, reicht ba». ma» wir den Beamte» ae. n ;um Lebensunt r- twlle an*’-' kos ivtrb auch tetzt.111*! b*r Hill sein, wenn nicht noch Nritne,»kommen l,uizuk. inmeu. Ttc mutlrnn B a ;tm kla qen allgemein, das, sie im (*nniX schlecht a>, t>nit .n itab-:i 3* ft 1 miue dem bei Ta« für einzelne C^rupp.m mehr qeschelien ronitif, war mir erfreulich Bersduelungcn iind mir tHüziiidX auf hie Volk»schullrdrer vorginommen worden 3* siede auch für eine Aleidiftelhuig dieser mit den mitilervn B.'.imten Todurch sollen aber die mittleren 'JVanUcn nicht b-rabieiety rorrXn 3ch l:ade mir die Formulierung ander*) gewünscht Tr B.ldun iff- und An ftettungsverhältniife Inder find gar nicht peril. idiba* so und wir wieder ui einem Kamps gekommen, her iür i -tb- Teile schad- Ii* ist Tiefer Stampf Innngl feinem Teile Nüven Tie Au-inb Tungen des txrrn sdaatsministerS gelxn mir feine guten noff* nimgrn iVDr die Vorschläge her Regierung ist keine Mehrbeit twrbanbrn Ten AolksfchiUlebreni pegenfiher befinden wir uns m keiner angenehmen Lage. Taff ist im wes-ntNch.n bie sdnifb des Tr)t)i- fonums Düren damals die gleichen Aufb'iierungen den Volks ftbufiebrern zuteil geworden, wie den V-arnten, io wäre br Un zufriedenbett nicht cuigetretcn. Taut l-nnrnt noch der (^iridntrl lungSgedanf* Vir hätten bie Kieichstelliing erreicht, wenn wir der Skala gefolgt wären, die von meiner 3-raklimi nn irrridit worden tfr. Äux sFala Dfff Auffschufseff habe ich eine Resolution etngebradM, 'N der iff Mr Äiterfmnimfl hierzu zum Atiffdrtid gebracht ist Auch in bei Gedanke der Jentratfaiie r-artn mtlmltrn Gt,i ^Webr von 1(0 dis 200 Mk ist eine lächerliche s:imSn • 3h d r Resolutton ist auch für die Altpenti.'nare gr^r.tt Ter Grböhur.,i der Zivilliste hat ich zugestimmt, weil es itdi um eine Srhähuug her (Mebiilier handelt 3m Iku ? dem (tanzen uurestimml, weil baff 2«nh nicht mehr Lasten tragen kann, ich hab' imrinnm: im Zu tereffe der Beamten selbst Tie 3ragc der Desoldtmgffrei i>ion mutz au» der Tifffuffion verschwinden Tie Vorlage bewegt iidi ober an der Olrenze dessen, dem ich meine Zustimmung geben kannte Wenn der Wunsch bestehen sollte, eine Bei chlech.terung eininfüb- ren, dann bat die Siche für mich fein Zitter Zs mehr Tie Art» tubrunoen des staatffmininer* haben mich üb-rraidH Dir haben im Ausschuß febr viel narbflegeben. Tas (Heicp über die «basten der höheren schulen ist, io wie eff zustande kam. für mich unannelnn bar. Zch werde dagegen stimmen, triff en nnr nun, datz bi.* Mühe belohnt und eine Zufriedenheit erreicht wird Abn Ulrich so* 3d) rerftrbe den Vniiich. datz eine B* fncMauna eintreten möie C*?i:.-r deraNige .Mrl'-nen lernth.en, «ringe iib.-i dir skröste der in 3rage konmienden Aollegm hutauff Wirklich l efnrbiflt ist aber mobl luromnb Dir rannten bie B.wm ten und Letzter nicht befrtebia.m, weit wir nidu alles das geben konnten, wo» he verlangen Denn dre Regierun g auf ihrem stand Vic £uB’fd)t mimoiren«Biblioti)et. Von van» Lindenberg Vor einer langen Reihe von 3abren erhielt ich von der damals vor allem durch ihre Mark Twain Ausgaben bekannten Stuttgarter Verlagsbuchhandlung Rodert Lutz eine Ankündigung ihrer mit einigen Bänden foeben begonnenen „Memoiren Bibliothek" Tiefe» Unternehmen tollte, iru- der Verleger fein Programm formuliert:, „alle die Vielen befriedige^ die heb für ihre M.tstestunden eine ernste, gediegene und doch zugleich w»rv,ch unterhaltende Lektüre wünschten, eine Lektüre, tne die Witte Mit zwilchen Studium und blofcer UmerdaIlung" 3nzw>schen ist die Memoiren Vibliotbek auf rund 60 Bände angewachfen, und was der Verlag seinerzeit bei Begründung dieses Unternehmens versprochen bat. das hat er vollauf bisher gehalten Aus der deutschen, französischen, rui hieben, englischen, lateinischen und nahen,sehen Literatur haben in der Sammlung Werke Aufnahme gefunden, von denen ein ,'ebr großer Teil im gebildeten Publikum mit autzeraewöhnlichem 3nter- effe begrüßt worden ist Mit sicherem Weffibl für das. was von dauerndem Den ist, und mü strengster Ausschaltung alles 6en und wird damit be- Ciünbct, datz in vielen ofillen kein - besonders schwere sittliche Verfehlung vorl *-ge nub mau eventuell bei obligatorischer Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte ba.nit rechnen müßte, datz ber Richter zur Vermeidung dieser Hanen strafe den Paragraphen nicht an- wendn Tiefer Au'iaffung traten Vertreter ber Sol fff Partei bei Ter 3 c n t r u m » a n t r a g , der bei freventlicher Beschul- hunfl oblilatori’rfir Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte for Dert. wird damu begründet, datz die VoranSfepung der irepenthdien Verschuldung schon nad) den Motiven des Vorentwurfs zuni neuen ^rrafgefehbuch nnr schwere 3äHe in sich schließe Ein Vertreter der Sozialdemokratie wandte sich gegen beide Anträge, die in ihrer Schlutzwirkung nur eine Befestigung des Auffnabmerechts für rankt tebam und etwa die Erste Stammet baiu bringen wird. - e Regierung-?ovrhage pr.Ten unirrr Boritfaläfie anzuvehmen. so wüiben wir beim Prorulorium bleiben müssen. Unter keinen Um- stunden werden wir eine Verschlechterung der von un? Durihgear- beueten Vorlage »ulafken Äm Bufolb: £fann lüür^e fallen To# glauoe id) nicht, denn Tr Cfann bat viel zu viel Ärbci: bann stecken. Auch er wurde tn htefem «Veil* sagen müssen, es mühe ein enbe gemacht werden. Dir baden durch die intensive Beratung einen tiefen Einblick in die ®-2*ntmwrbälmifie gewonnen Eff ist uns möglich geworben, eine Menge von Ungerechtigkeiten und Merkwürdigkeiten auffzumerzen Auch ut gam unter u-orbneren Bosten bab-m wir Perichpbrnbeuni gefanden. bie zum Teil bifto* 1 ten z rr Ausschuß ’. 11 erwarten, daß bie ff immer bi? B dilüffc a.tfrecht erhält, ("egen die A ichifhing de) Dohnungffaeldes haben wir fchwere Bedenken gehail Lurch Erfe^ung deZ MletSevertes {_er Sohvinqen lu.unen gerase die unt.Tiii B im: n schlecht iveg Tie Beamten fühlen sich rnfliid) nicht fo sehr deschivert iveg n dessen, wa-ff he 1 ' uumen haben, al ff rorg.n dessen, was bie anderen bekommen 1 ab n Präsident ff ö bl er 3<Ö möchte den ^errn Abgeordneten hier unterbrechen und ihn fragen, ob er bereit ist. seine Ausführungen morgen fertzusehen, da heule frraftL'nffhjungen ab- gklallen weic-en «ollen und wir aus die'em Mrunde bie brütige slhung früher ichli tzen wollen Aba Ulrich erklärt sich hierzu bereit, bittet aber morgen eiff t • ch*h.iinrat Ir Becker 3d) will nur kurz einige al'gcmeine Bemerkungen schon jet;t machen. Denn man auff b-n bii'brr-.gri BerhaiU langen den b kannte., r.te.i 3oben suchen will, so ist eff im weientlichen die llebereinftimnung, bie bisher zum Ausdruck kam Alle Teile find bereit zu versuchen, zu einer Versta.idigung zu fvminen Audi die einzelnen 3raf:ioncn find bered, sich über die Verlage tu verständigen Zwei el kämmen mir nur bei dem Abg fcienrid) Nachdem der Ausschuß beschlof'en batte, alleff in ein Man: lgefeh »u fassen, mußt? ran wohl annehm n, datz da-5 die Meinung tr-? gesamten Aiiffschus'e? fei Nun sagt «bei der Abg ücnrich, faß er das Aesep über bie ff oft en für bie bolirren sd u'.cn nicht annebnieii könne. Er druckte sich sogar sehr bestimmt auff. rff in s»rt ilm unannehmbar Zch glaube, datz er habet nicht bleiben wird Tte'e? ÖVe’ep ift notwendig zur Teckung Auf Einzelheiten wird man .lurückf-Miitren nriifen, wenn e? Jid) alff notwendig Ixrau ff st eilen teilte, tn eine spezialberatung über de.t 7aiii übctlxiifin ctnzutretcn Ctne Vereinfachung des Tarife-?, wie sie brr Abg Ulrich wünscht, würbe nicht nwuiger, sondern erhell 1 mehi ffoffn t r ra"! ,1 Man kann nicht tne fflassen einfach von oben nad) unten schieben, sondern nur von unten nach oben Hin völlig einwandfreier Vergleich findet sich in der ersten Re g^enliigsT orlage Seil ' 11# Tann wendet sich der Redner gegen die B.dauvtung des 'Abg .Henrich, daß die mittleren und unteren Beamten schlecht weggekommen seien. Er geht aicd) näher auf die Finanzierung ein und Mpridn di? ^,nanzverl>altnisfe Es wirb nclwenbig sein, bemnächst eine neue Anleihe munebmnt zu müssen, unb durch die hohen Zinsen teridt!echtern sich bie öuntabmen des Staates Nehmen sic die Sackte wie sie loodnt: es wird außer orbentlid) bedenklich fein, mehr aiifzuwenden, loic jept Tast die Regierung die Zivilliste um 50 000 Mark erhöhte, darf nidu dazu verleite», nun für andere Stetten gleich tnintterttainenbe mehr zu fordern. Tie Sitzung schließt gegen ’ .12 Uhr. Fortsetzung morgen mit ber gleichen Tageffordnung. bas Tuell bedeuteten Man muffe daff Tuell al» Elan»eff bekärnp- frn Tarum beantragten feine Freunde uiu . niffftrofen und Aberkennung der bürgerlich.» Ehrenrechte, wenn der Töter fidi einer ehrlosen Handlungsweise schuldig gemacht bat. Ein Regierungsvertreter erklärte die obligatorische Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte ivürde ber ganzen lenken » des Vorentwurfff nicht cntfprechen TXe BegrlNe irrnentlidK Verfchulbung und ehrlose (Hefimtung deckten sich nicht, so daß m ersterem Falle ein Zwang zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte ungerecht sei Ter Ausschuß vertagte sich dann bis »ach Weihnachten Ter Ausschuß zur Errichtung eineff Kol oniakgerichl»- dose» verhandelte beule über einen nationalliberalen Antrag Tr. 3 u n cf, der die Auigabe» de» Kolon,algerichlffholeS einem ncuae- bilbeten Senat deff Reichsgerichts übertragen will Ein Eventualantrag desselben Abgeordneten will den Kolomalgerid«»- hof dem Reichsgerichte in der Weile angliedern, datz das (Mencht in Leipzig julammentritt, in der Besest.i 11 von 5 Mitgliedern entscheidet. von denen mmdeftrn» der Vorsitzende und ein Beisitzer Mitglieder beff Reichffgerichtff fein müffen, unb datz Best,mmunaen getrosten werben, burdi bie ein Abweichen ber Redttsprcchmig deS ffr>lon,alger,chtShoseS von ber des Reichsgerichtff im Znlcressc der RechtSenihe,t unmöglich gemacht wird Ter Staatssekretär beff ReichSjustizanttö wandte sich «egen diele Anträge. Zn der weiteren Beratung ließen die verschiedenen Reichsämter ,:nh insbesondere and, da erkennen, daß für de» Zall der Ablehnung otvi Berlin ihnen Leip - zig als Sitz beff ffolomalgeriditshofcs lieber fei a l ff Hamburg. 3m Ausschuß ist bis jept ein Ueberwiegen der Freunde Hamburgs zu Ungunsten Berlins erkennbar. Ter Dablvrüsungffauffschitß beschloß beute, dem Plenum die Ungültigkeitserklärung der Dahl des Abg. von Siebert Rv vorzuschlagen Caii^wirtfdiaft. hauptversammkuna des ffreio Nii'derzuchtpereinS Wirhrn für Postelikberger Biest ließen, 11. Tca Arn Tirnstag sand im Saale beff Lenzschen Felsenkellertz die olhcbrluhf Hauptversammlung beff .streiffveteins zur Züditung beff Vogelsberger Rindestatt Ter zweite Dorf«zende, Klein- Ohcsten, eröifnete die Versammlung und sicdachle in anerkennenden Sorten des geschiedenen bisherigen Bränbcnre 1 der Vcreunaiiug, des ffreisratff Merck, der mit großem Fnleresfe sich der Förderung der Zucht unseres heimischen Rindviehschlagcff nngenmnnten habe Er habe auch btc (Geschäfte beff Vereins verdienstvoll gelntet Slrciffrat Merck habe es entschieden abzulechnen geglaubt, eine Ehrung der Vernnffmitglieder bei feinem Scheiden entgegen zu nehmen. Trotzdem aber fchlage man vor, ihn zum (Fbrenmit- glied beff Kreisvereinff zu ernennen. Der Antrag wurde ein» nimmij» zum Beschluß er hoben. Tie Vorstandswahl hatte das Ergebnis, daß Dehmom Klein- Gießen »um Präsidenten und Veterinärrat Dr K n e l l zum zweinni Prä,identen gewählt wurde. Taff Amt beff Rechners unb Schriftführers wird wie bisher dem Kroiffcnnlffgehilfen B ech- U) 0 I b bclaffen, sollte bieser aber auff irgend einem Grunde die Tätigkeit für den Verein niederlegen wollen, so nrirb an seiner Stelle KreiffamtSgehilse Schmidt als Schristsührer und Rechner gewählt. Der vom Sekretär Sckwarz vom LandwirtfchaftSkammer» Aufffchiiß Gießen sgegebene Nachweis stellt fest, daß der KrriS» verein Gießen 2.32 Mitglieder, der streisvereui Schotten 291 Mitglieder zahlt Frn »reife Gießen stehen 18 Bullen imb 321 Rinder Vogelsberger Rane, die im Herdbuch eingetragen sind, im Kreise Schotten beträgt diese Zahl 30 Bullen und 599 Rinder. 3m Kreise Gießen verteilt (ich die Vogelsberger Reinzucht auf folgende 13 Gemeinden: BettenHaufen 1 Bulle 6 Rinder, Göbelnrod 1 Butte, 11 Rinder: Großen-Linden 2Bullen, 21 Rinder: Grünberg 3 Butten, 31 Rinder: Heuchelheim 2 Bullen, 72 R,»der Klein-Linden 1 Bulle, 8 Rinder: Lauter 1 Butte, 18 Rinder: Vn>- gester» 1 Butte, 15 Rinder: Cueifbom 1 Bulle, 18 Rinder: Stein- badi 1 Butte, 45 Rinder: Stockhausen 1 Bulle, 4 Rinder: Bauen» born Steinberg 2 Dullen, 43 Rinder und Weickartshain 2 Butten, 19 Rinder 3m Kreise Schotten stehen in 22 Gemeinde» Herd» bucht,cte Vogelsberger Rinder und zwar Altenbain 2 Butten, 20 Rinder: «cf nirob 1 Bulle 46 Rinder. BodenbMnen II 2 Bullen, 23 Rinder Breungeshain 1 Bulle, 15 Rinder: Wu enbor» 2 Bullen, 75 Kühe: Eschenrod 1 Bulle, 72 Rinder: Feldkriickon 2 Butten, 24 Rinder: Götzen 1 Dulle, 4 Rinder: herchenhain 1 Butte. I I Rinder: ÄaulftoR 2Rinder: Lardenbach 2 Dutten, 17 Binder- Rut ingsbain 2 Butten, 71 Rmdei: Schotten 1 Butte, 13 Rinder- sellnrot) 2 Dutten, 21 Rmder: Sichenbaufen 2 Dullen, 28 Rinder: inruhfteui 1 Butte, 9 Rmder: Unter Seibertenrod 2 Bullen, 54 duften Kravorkin, der Fürstensobn, und Tebogorn Mokriewitfch, der Mann aus dem Volk, cr.Vibkn ihr Loben nn Dienst der Rovolu tion Friedlichere Bilder tauchen empor in den Memoiren Bronners, eines Mönche.-, mit zarter cmpfinbfamrr Poetenfeele, unb in bei Siener» Saüdli Erinnerungen, ber ein stiller Lebensgen,eßer ’-cr Tatlachlfches, Grauenhaftes aus modernen Kriege» berichten b»uan. Rofen, Deressatew: die Kaiserin Katharina II. plaudert ihre F beimnnic aus, unb in bie französische Frembenlegton, durch Amerika und Kuba, rührt Erwin Rosen un», ein moderner Adon teurer und Romantiker Es in nicht möglich, hier alle Werke der Memoiren Bidliothek autzuzablen, ihre Bedeutung in kurzen Worte» z» geben Tie Fülle des Interessanten ist zu groß? Mag dem einen und andern aber auch dies .mb bas stofflich fern liegen, mag er diese ober tene Tenf art u i w von jim weifen, selbst bann wird er stets das eine in all ken Memoiren finden und das ist ungeheuer wertvoll: das „volle senfchenleden". von dem Goethe uns im „Fauft" spricht Tas al* lei» schon bebt die Memoiren der Lup'schen Sammlung auf nn Niveau hinauf, das die Mehrzabl der Unter halt ungeromane und tagtäglichen Tbcaterftüde nickt entfernt erreicht hier meist ein unechtes, verzerrtes, konstruiertes Bild vom Leben, dort das Leben 'elbst in feiner unendlichen Fülle, mit feinen Gegensätzen, seinem Humor und seinem bitteren Ernst Tafaer auch der unbefckrnblicke (Henuf» beim Lesen dieser Bücher, der große innere (Ueroinn, bie Erweiterung unteres geistigen Horizontes so ,st denn Oie Lutz's ehe Memoiren Si'oliothek ein Unternehm men, das wir freubig begrüßen müffen unb bem mit Reckt, wie bie tum Teil 'ehr hoben fluflageuffern t:- beweisen, ein glänzenber Erfolg beicbicbcn war Wer eine wtrflidi gediegene, belehrende, ba bei n,dn- weniger als rrodene Lektüre fuckt, bie ..bie Mitte hält »wi jdxn Studium unb bloßer Unterhaltung", der greife nach diesen dänden xie gebildete Männerwelt in erster Lin,e wirb ünben daß ihr hier em Bedürf gsstfllt wirb, das sie schon lange, halb unbewußt vielleicht, gefühlt bat. d> n> e t «t f r J n U e r Franz schobert batte »ein 20. Lehcnsiahr »odenbet unb «and m brr Vollkraft feine* sdxr ten?, alff rr «enr Vrrronuna be« Goeib,fchm „Erlkönig" einem taoiigtT SfwtfbrHeget etmanbtr Durch rui Benehm wurve vieles Manuiknpt nicht an sduibert nach Sirr zurückgefanbt, einen NamenÄ^lter beff großen Liedenänger- an Den j/T'. km er 3 raitA sdäibm, ber ebenfallff komponierte unb mm der kirinen* eines zwei'.:» Mufikcrs Franz sdxiber: nickt« muFpr Zn ber großen S^mdert-PnbIikarmn, die Ovo Errch Deutsch te I diesen -togm b-.t Georg Mütter Hcrauffaibt, finbet fick brr Bnei, | in dem der Dresdener Fran, Schubert sich aufff zornigste Dagegen verwahrt, daß er je ein derartiges „Machwerk' komponiert habe, er wittert schlimme llnttnebe und will baff Waranfnpt behalten, um ben „Vabron", der seine» guten Namen auf io schnöde Weise mißbraucht, zu stellen. Der Brief, der baff Datum beff 18. April 1817 iräqt unb an Sreirtopf unb Härtel nach Leipzig gerichtet ift, lautet: „Wertgr schützt er Freund . Nock mutz ich 3bnen rnrlben, daß ich twr ungefähr 10 Tagen einen von Ihnen mir ichützdarrn Dnef er halten, wo mir dieselben ein von mir fein sollendes Tiaxu» ’fnpr, ben „Erlkönig" von Goethe, uhericbidtrn, ,u meinem größten Erstaunen melde ick, daß diese Mnntate niernalff von mir komponiert worben: ich werde settnge in meiner VrNiahrung behalten, irm etroan w mabren, tver dergleichen Machwerk on 3bnen auf fo eine unbdflidx Art übersendet bat, und um auch btrien Padron zu emdeckm, der mnnm Namen so gemischrauck! llebrigenff bi» uh 3tnm für Tero gütige Ueberienbunn frruntndxiftltch verbunden unb verbleibe mit ber vollkommensten .Vncbadming Tero tn-rbuü^ jubfter 3ramb und Drd'" Franz Schüben, >lvnigl stirchme sompoitieuT." - Hundetuberkulose 3n ber Pariser medizi» m.d-^n Akademie letzte Pror Eabiot-Alior: bie tzrgebnisfe feiner .Arbeiten auseinander und »tigre, daß tne hunderuberkulof- fast immer vorn Mmfehrn stammt daß sie befonoer« unter den Hunden ffu nicken UL welche twberfulöfm Personen gehörrn 3n Paris ist ihre Sterblichkeit 3—4 Pro-,, dreimal höher wie bie der Rotzen und rihumal wie bic brr Pierve Tie Tuberkulofe ist überaus häu- -ig unter ben hundrn, btc in gewissen önentlidm Lokalen schlecht- arbaltmen schankscktten. EafHs. Restaurants lebe», wo btt Doorn aeitötmlief» pon ba^llcnhaltenbem Auswurf verunreinigt ist, eine Tatiedx. die die Gefahr ber tiiberfulöi'en Anstcckunr iür bir- Mm- 'd**1 bxe an ötefm stellen leben und für bic Besucher beweist. Cbne Zweifel kann bet Hund, ber wohl im allgemeinen oom Mm- fthen tuderkulöff angdtetft wirb, die Tuberkulose wifb»r auf ibn übertra^m, sowie er mit offenen bazill ' n feerben behoftet ist. Aber bie e M glichke t barr man n'eb.’r inbezug truf häufigk'ft noch Gefahr übertreiben, nur ist es wichtig, darüber cuigeflirt zu fern. Mao ec hundetuberkulofe noch fo r-.rbr^tr: fein, Die G-fahr ihrer llebertragunq auf dm Nmfck» n ist in Sirfiid*;*ir febr gertn<, ''eiten unb unbeocutmb tm Verglich ,u j ncr, welche die 'Ätiiveckun- zwu'ckm Mmfck unb Mmfch mit fick bringt 78—86 44—48 71-78 48-53 88-96 42—46 78—85 90—92 34-38 76-8. 71-73 Meteorologische Beobachtungen der Nation Gießen. Wetter s Dezember Li jeder?cklag : 1,4 mm. Scherbe vor. .mit seiner Gitarre. 10. 10. 80 80 88 2 2 2 Regen Regen 9 10 10 46—48 41-45 + 7,2 6. + 5 9 ' C. 71-73 70—72 ■8 tiD Me. 50—55 49-54 43—47 37-41 80-35 110—117 97-107 90—97 78-90 82—87 67—76 59-68 9. bis 9. , 66—70 58—64 54—53 46—53 Dez. 161 69-70 64-63 Durch« 7 1 6 5 7,9 Lebend- Schlachtgewicht Q- C hg, daß die Tiere langsamer heranwachsen als Simmenthaler, )te blechen auch kleiner und leichter als die Schweizer Rasse. Es sind dies aber nur scheinbare Nachteile, denn demgegenüber.steht der geringere Verbrauch an Futter. Der Einwand, daß die Kalber der Vogelsberger Kub kleiner sind, als die der Simtnentbaler, daß man für ein Kälb dieser Rasse mehr erlöst, ist richtig. ?tber zwei Simmenthaler Kälber kosten soviel, wie drei Vogelsberger Kalber. Sekretär Schwarz bot überzeugend festgc,teilt, daß der Nutzen beim Vogelsberger Vieh gegenüber den höheren Futterkosten bei Simmenthaler in nichts nachsteht. Hat man aber futter inr Uebcrfluß, so mache man es wie die Leute tn dem benachbarten Preußen, z. B. in Atzbach, mlan stelle neben dem Zuchtnmteruck Vogelsberger Rasse ein oder mefjrere scheckige Rinder zur Mast auf. ' Zur Jungviehaufzucht übergehend, stimmt Dr. Knell die alte Klage an, daß auf diesem Gebiet sehr viel gesündigt werde. Er verweist auf die Tabelle, die der Kammer-Ausschuß zur ratw- netten Aufzucht der Rinder hcrausgeaeben bat. Danach muß unter allen Umständen verfahren werden. Er schilderte, tote er bei fernen Berufsgänaen im Lande überall beobachte, daß das Jungvieh in der dunkelsten Ecke des Stalles häufig anqekettet sei. Es sei betrübend, wenn man draußen die Jungtiere beobachtet mit den bitfen Bauchen und den kleinen, unentwickelten Beinchen. Auch die Weidegelegen- heit, die in unserer Provinz fo bequem und billig gemacht sei, werde nicht stark genug temiRt Von den Jnngviehprämiicrungen in diesem Jahre sei er nicht sehr befriedigt, nut m Stambach sei das Ergebnis einigermaßen gut gewesen. In K l e i n - L l n d e n habe er -überhaupt so gut wie kein Jungvieh zu sehen bekommen. In der Aufzucht der Tiere müsse der Hebel energisch angesetzt werdeii, loenn ivir mit unserer Vogelsberger Zucht voran wollen. Sekretär Schwarz legte der Versammlung eine Vr a mtt e- rungsordnung für Jungvieh vor. Er forderte höhere Prämien für rationell gezüchtetes Vieh. Es erfordere dies Zeit und Geld bntb Arbeit, und es schade durckxms Nicht, roeitn man den erzielten Erfolg durch einen entsprechenden Ausgleich bei der Preisverteilung wettmache. Nach em er eingehenden Ansprache über die Schwarzschen Vorsckstäge wird dessen vorge|chlaaene Pra- miierungsordnung einem Ausschuß überwiesen und beid)Io)|cn, die Ordnung schon für das kommende Jahr zur Anwendung zu bringen. — Weiter wird beschlossen, die nächste Versammlung des Vereins im Februar k. I. abzuhalten. Schafe. Mastlämmer und Masthammel .... 43,00—44.00 Aeltere Masthammel, aul genährte junge Schafe und geringere Mastlämmer Schweine. Dollfleischige Schweine von 80—100 kz Lebendgewicht . ' . . . . Vollfleischige Schweine unter 80Lebendgewicht Pollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 4 ollfleiscknge Schweine von!20—150 kg Lebertd- AuKrieb: Rinder 95 (Ochsen 16, Bullen 7, Kühe 721, Kälber 206, Prelle für 100 Md. Gießener Strafkammer. Gießen, 9. Dez. Urkundenfälschung. Tie Ehefrau I. Schl, in Seibelsdorf hatte am 18. .lug. d. I. bei der Spar- und Leihkasfe in Alsfelo das Guthaben ihrer Schwester mit 300 Mart abgehoben und auf der Quittung den Namen der Schwester gefälscht. Da wegen Diebstahls Strafantrag nicht gestellt worden war, konnte Verrasung nur wegen Urkunden säffchüng cintreten. Die Kammer erkannte auf eine Gefängnis strafe von 3 Wochen. Ein anonymer Brief? chreiber wurde in dem Bäckergesellen Isaak B. in Frankfurt a. M. ermittelt. B. der bisher in Eckartshausen bei Orten berg in etcUung mar, hatte dort einen mit dem Namen des Postagenten ^chewt unterzeichneten Brief an das Amtsgericht Orten berg gerichtet, m dem er beleidigende Borwürfe gegen den Bürger meister erhob. Der Verdacht der Täterschaft, der stch auf den Angeklagten gelenkt hatte, wurde bestätigt durch Schristverglei dangen und durch Aeußerungen, die der Angeklagte in der gleichen Weise mündlich gegenüber dem Bürgermeister wie m einer a n o- nljmen Eingabe an des Kreisamt gemacht hatte. >^n der heutigen Verhandlung iinirbe er vollends durch das Gutachten des Gerickstsck/emikers Dr. Popp in Frankfurt a. M. ubermhit. Das Urteil lautete auf eine Gefängnisstrafe von 2 Wochen. Begründete Berufung Ter Landwirt F. F. Hon Verstadt war vom Großh. Schöffengericht Hungen wegen gefährlicher Körperverletzung in eine Geldstrafe von 20 Mark genommen worden. Seiner Berufung gegen dieses Urteil Lab die Strafkammer statt, da sie einen zweifelsfreien Nachweis der Täterschaft des Ange- llagten nickt geführt erachtete. Das erste Urteil wurde aufgehoben und der Angeklagte timt Strafe und Kosten f r e i gc f pro che n. Aussetzung der Verhandlung erfolgte in der Straffache gegen den Bauunternehmer F. W. W. in Neunkirchen und 4 Genossen wegen Urkundenfäl- chung Tie Sache bildet ein Nachspiel zu dem Prozesse gegen den Gastwirt Will). Pfeil hier wegen Kuppelei, der vor einiger Zeit schwebte. Damals hatte sich ergeben, daß der Haupt- angc'ckagte W. der häufig ebn Neunkirchen nach Gießen kam und in'der Pfeilscheu Wirtschaft v'.'rkehrte, an feinen Sohn in Neunkirchen einen Brief «hatte schreiben lassen, in dem ein gewisser „Wiedenha h n" sich den Anschein gab, als stehe er mit dem Angeklagten W. wegen des Anlaufs einer Sandgrube in Unterhandlung. Durch den Brief, dessen Unterschrift gefälscht worden war, sollte der Sohn über den Zweck der häufigen Reisen seines Vaters nach Gießen getäuscht werden. Da der Angeklagte W. dem heutigen Termin ohne ausreichende Entschuldigung fernge- blicben war, wurde Vorführungsbcfehl gegen ihn erlassen. Neuer Termin soll bestimmt werden, sobald feststeht, ob der Gesnndheits-- zustand des Angeklagten Weber fein Erscheinen vor Gericht c3 gestattet.__ _________ 85 Z t» Tie noch nicht gezooen haben (nngejochte) „. . Junge, fleischige, nicht auSgemäftete und ältere ausgeiiiästete............ Bullen. Vollflcisckiae, ausgew^ höchsten Schlachtw. . . Vollfleischige, jüngere Färsen, K ü h e. Voflfleischige ausgemästete Färsen höchsten Scklacktwertes .... ... .... Vollfleisckige ausgemästete Kühe höchsten Schlacktioertes bis zu 7 Jahren 2! eitere ausaemäflete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Rübe . Mäßig genährte Rübe und Färsen Gering genährte Rübe unb Färsen .... Kälber. Feinste Mastkälber...... . • . • Mittlere Mast- und beste Saugkälber. • . • Geringere Mast- und gute Saugkälber . • • Geringe Saugkälber........ . 1^1 c § s | vereinrnachrichten. — Gabelsberger S ch ül c r-S te »r o gr aphe n verein. Am Samstag, den ' Dezember, hielt der Gabelsbergersche Schülerstcnographenverein am Reala hmn a f tu m und der Oberrealschule im Philosovhenwald fein Zliahrigcs S t i f - lunasfest ab, zu dem die Eltern der schicker, Vertreter de« hiesig en Männerstenographenvereine, Vertreter der vl'er he, fischen Brudervereine, auch Vertreter des SchülerftenogrLphenvereins Stolze Tchrcv am Ghmnajium, und außerdem viele ehemalige Mitglieder des fest gebenden Vereins, unter ihnen zur Freiide aller Anwesenden Olxrrealschuldircktor Dr. Pitz-Alsfeld, erfchienen waren. Nach der Begrüßungsansprache des Vorsitzenden folgte me Festrede des Doriitzenden eines benachbarten Brilderverems über „25 Jalne Schulwerbstätigkeft". Nachdeni noch Direktor Dr. Pitz eine Anftnache an die Eltern und Schüler gehalten hatte, folgte ein kleines Theaterstück. Ein Tänzchen hielt die Anloesenden noch lange vergnügt zusammen. <5ericbt»faaE* th. Gießen, 10. Dez. Nach Aapfenstreich. Das Standgericht verhandelte am Montag nachmittag gegen den am 1. Okt. zur Reserve entlassenen Schuhmacher Wilhelm H a c s n e r, der von 1910 — 1913 beim Bekleidungsaml der Matrosendivifion gedient hatte. Er wird beschuldigt, am 10. September d. I. 25 Minuten über Zapfenstreich außerhalb der Kaserne verweilt zu haben. H. ist schon häufig vorbestraft, allein achtmal wegen Urlaubsüberfchrei- tungen und unerlaubter Entfernung. Er bestreitet, an dem betreffenden Abend länger als bis zum Zapfenstreich außerhalb der Kaserne gewesen zu sein. Durch die Vernehmungen in Wilhelmshaven ist festgestellt, daß ihn an dem fraglichen Abend ein Kamerad nm s/410 Uhr aufgefordert hat, in die Kaserne zurnck- zukehren, daß weiter der Weg dahin kaum 8 Minuten, Zeck ut Anspruch genommen haben würde, wenn H. aus der Wrrtschaft, die er tim s/,10 Uhr verließ, direkt ins Quartier gegangen wäre. Ter Angeklagte erklärt, das Kasernentor wird nach beendetem Zapfenstreich geschlossen, er sei aber noch vor 10 Ufa burct) das offen gewesene Tor 'gegangen, habe sich sofort ms Bett begeben und geschlafen. Terngeaenüber hat der Gefreite Vom Stubendienst unter Eid erklärt, er habe um 10 Uhr die Stube des D. kontrolliert, sei 15 Minuten darauf das zwciternal in der Stube gewesen und habe beide Mal den Angellagten nicht im Bette an- qetroffen. 5 Minuten darauf habe er Schritte gehört; 10 Uhr 25 Minuten habe der Angellagte int Bette gelegen und fest geschlafen.. H. erklärt, der Diensttuende müsse sich geirrt haben: er bestreite, zu spät einpassiert zu fein, und wisse,auch nicht, daß man ihn 25 Minuten nach 10 Uhr zu wecken verflicht habe., ä,as Standgericht lam, obgleich hier Aussage gegen Auslage stand, zu einer Verurteilung von 4 Wochen strengen Arrest. Man Jonne dem Angeklagten, der wegen des gleichen Vergehens schon ,o ost bestraft sei, wegen seiner Angaben keinen Glauben schenken, zumal die beeidete Aussage des diensttuenden Gefreiten vorliege. H. erklärte, er nehme daS Urteil nicht an und werde Berufung an oas Kriegsgericht verfolgen. . Vilbel. Tas hiesige Schöffengericht verurteilte den Miihlen- besitzer W. PH. in Büdesheim wegen Betrugs zu 150 Mark Geldstrafe oder 10 Tagen Gefängnis. Der Verurteilte verkaufte an Landwirte und Händler in der Umgegend Futtermehl, Roggenkleie und Gersteiischrot, denen zwischen 5 und 20 Prozent kohlen, anrer Kalk und schwefelsaurer Kalk (Gips> beigemeiigt waren, als gute reine Ware zu der für solche angemessenen Preisen Mehrere Landwirte, denen das Vieh nach Genuß der Futterartikel eikran.t war, ließen die Kleie von der Großh. Hess. landwirtschasUicknn Versuchsstation für das Großherzogtum Hessen in Darmstadt untersuchen. Diese sowie das cksemische Untersuchungsanit in Gießen stellten fest, daß die Fuiterarttkel in obigem Prozentsatz mit Gips vermischt waren. PH. hat sckzou seit Jahren diese Mischungen vor- genommen. Mit der Behauptung, die Abnehmer der Futterartikel hätten gewußt, daß diese mit Kalk gemischt seien, hatte er kein Glück, beim sämtliche Zeugen bestätigten das Gegenteil und behaupteten, sie hätten die Kleie nicht abgenommeii, wenn sie von der Mischung gewußt hätten. — Gießen, 9 Dez. (Schöffengericht./ Weck er ihn „Schlammbeißer" nannte, schlug der Schmied Wilhelm B. von hier den Hausierer Ernst P. mit einem Stück Holz auf den -Kopf; B. erhielt wegen gefährlicher Körperverletzung unter Zubilligung mildernder Umstände eine Geldstrafe von 5 Mark eventl. 2 Tage Gefängnis. — Als ein „zudringlicher G a st" zeigte sich der Taglöhucr Wilhelm W. von hier. Trotzdem ihm der Wirt fcim „A q u a r i u m" mehrfach den Besuch seiner Wirtschaft untersagt hatte, drang er dort immer wieder ein, sobaß die Wirtschaft schließlich geschlossen rocrocn mußte. Wegen Hausfriedensbruch erhielt W. 5 Tage Gefängnis. — Nach ansänglichem Leugnen gab der Taglöhncr Ludwig H. von hier in der heutigen Hauptverhandlung zu, einen Feldwebel des hiesigen Regiments mit einem nicht gerade lieblichen Ausdruck bezeichnet zu haben. Er wurde zu 20 Mack Geldstrafe eventl. 5 Tage Gefängnis verurteilt und dem Beleidigten die Erlaubnis zur Veröffentlichung des Urteils im Gießener Anzeiger zugesprochcu. — Die Eheleute Georg Balthasar Fr aus Treis a. d. L. hatten über den dortigen Bürgermeister B. während der Bürgermeisterwahl ehrenrührige Gerüchte verbreitet, um die Wahl des B. zu hiniertreibcn. In der heutigen Hauptverhandlung, die unter Ausschluß der Oefsent« lichkcil stattfano, konnten die Angellagten den von ihnen geführten Wahrheitsbeweis nicht erbringen. Der Ehemann Fr. erhielt 50 Mark Geldstrafe bezw. 10 Tage Gefängnis, die Ehefrau Fr. 40 Mark Geldstrafe bezw. 8 Tage Gefängnis. Außerdem wurde dem Beleidigten die Veröffentlichung des Urteils im Gießener Anzeiger mgcivrodien. — Eine „D o r f s ch l ä g c r c i" unter hingen Groß- Lindener Burfcken fand in der Nacht vom 10./11. August ds. Js. .wobei dem Mitangellagten M. ein Auge derart verletzt roerbe, baß die Sehkraft bedeutend geschwächt wurde. Auf Grund der Sc- weiSaufnahme vom 2. Dezember erkannte heute das Geriet wegen gefährlicher .Körperverletzung in drei Fallen gegen Ludwig R. eine Gefamtgeldstrafe von 80 Mark bezw. 12 Tagen Gefängnis, gegen Ludwig A. eine Geldstrafe von 20 Mark bezw. 4 Tagen Gesang nis, gegen Otto M. eine Geldstrafe von 40 Mark bezw. 8 Tugen Gefängnis. Die übrigen Angellagten wurden ireigefprocheu. w. Meiningen, 10. Dez. Ruch fünftägiger Berhandlluig wurde gestern gegen MitterncwA der Prozeß wegen des Sonneberger Landfriedensbrucks vor dem hiesigen Sckrrmr- gcricht beendet. Es bandelte fick um Ansschveitnngmi gdegexilidj bce Streiks der Packer und Einbitider in Sonneberg tm Juni d. I. Neun Angellagte wurden zu Gemimnisstrafen von sechs Monaten bis zu einem Jahre verurteilt. Zur Berhandbing waren 135 Zeugen geladen. w. Brüssel, 10. Dez. Im Prozeß der Eheleute Schnee- mami-Hamburg gegen die Prinzessin Lnise von Belgien wurde heute vormittag das Urteil verkündet. Die Forderung der Eheleute Schiieemawi inbexug auf die gerichtliche Erbteilung wird kostenpflichtig abgewiesen, aber der vertragliche Verkaufs- abfchluß einer Villa in Aachen als in Belgien gesetzlich erklärt. cotts (Smuljion kann man sich verlassen, die Fischermarke ist seit 38 Jahrert bewährt, daS Vertrauen, daS /Ä H ihr entgegmgebr-acht wird, recht« fertigt sich durch eine lange Reihe glänzender Erfolge ht allen Teilen der Welt, beides Tatsachen, denm die bald kommenden, bald wieder verschwindenden Nacksahmungm nichts entgegenzusetzen haben. Man laffe sich durch die billigerm Angebote nicht täuschm, sondern bestehe auf der echten Scotts Emulsion. Hochfle Temperatur am Niedrigste * « a Beuern, 9. Dez. Am Sonntag hielt hier im Obstbau v e r e i n für die Orte Großen-Buseck, Reiskirchen, Winnerod, Bersrod und Beuern Dr. Hoffmann aus Friedberg einen Vortrag über Obstbaimischädlingc. Er forderte zum Kampf auf gegen den Borkenkäfer durch Enffernen abgestorbener Bäume und Gebrauch von geschälten Baumstützen, gegen den Frostspanner durch Anbringen von Klebgürteln unter Verwendung von gutem Baunckeim, und gegen die Obstmade durch sofortiges Auslesen und Beimichten abgefallener Fauchte vom Verblühen ab. Die Frage aus der Mitte der amehnlichen Versammlung wegen Neuvflanzung an Stelle bet alten Bäume, mürbe dahin beantwortet, daß an derselben Stelle nach etwa 10 Jahren ein Baum gepflanzt werden könne, im anderen Falle wird fick der Baum nicht entwickeln. Eine Verlosung von Baumen und Sonstigem sand am Schluffe statt. p Garbe nteich, h. Dez. Am Sonntag abend sand im Beckalcken Saale ter erste F a m i l i e na b e n d deS E v an o Bundes in dicken Winter statt. Der ^rtSgaitl.cke hiett einen Bo^trng über „''clhmnen im deut'cken ,-neibe'tskauii'ke 1« 3 . Tic ?rhüfer her 1. Klosse trugen vor und nach den einzelnen LeJenS l-lldcrn dazu Li^dcr von Friedrich .'inckert vor. Daran sickoß stck ein ineiterer Vortrag vom Vorsitzenden des Zwemverems -elirer Weisel, über E. M. Arndt, der auch dnrck Gedickte dieses »vre-- beifdünnere- von den Srfn'iffrn ansoesch.nnckt wurde. Lehrer Eisenhauer aus Hansen trna heitere Lieder. (Mnue m.b 2“ 747,0 9“ 746,3 714 '.47,9 Sport» ?! Alsfeld, 8. Dez. Gestern abenb fand dahier das Berbandswettspiel des A. F.-C. 1906 mit dem Ful daer Fußballverein statt. Alsfeld hatte bis zirr Halbzeit die Führung und konnte 4 Tore erzielen. Arn Schlüsse konnte Alsfeld 8 Tore für sich buchen. Alsfeld gewann das Spiel 8:0. Äklsfeld hat sonach die beste Atlssicht, den B.- Meister Gerrnanicv-Fulda zu schlagen. Sandel und verkekr, Do(f»tt>irtfd>att» Berlin, 10. Tez. JamcS Hardy, der Gründer der im Jahre 1881 errichteten Firma Hardy & Eo., ist heute vormittag nach längerem Leiden im Alter von 67 Jahren gestorben. äatt. Bereits in der Wirtschaft von SBeiganbi stichelten sich die Burschen untereinander. Als bann die Angellagten, der Telegia- tibenarbeiter Ludwig A. und Taglöhner Ludwig R. oon der Wirt- । schatt nadi Hause gingen, folgten ihnen mehrere Burfchen, darunter die übrigen Angellagten Hilfsmonteur Wilhelm Gr., der Taglöhncr , ,rim K -cv.-u.c £ tto M. und Schlosser Wilhelm N. Von den Nachfolgenden wurde Er begleite e auch die allgemein gelungenen Lieder zunächst bem Mi. cm Prügel zwnchen tue Beine geworfen; als der Er vegicuew auaj i ^nacflaate A bann aus Ieiner inzwncken errtiditm Wohnung zwei gewicht Jettjchwei-ie über 150 ksr Lebendgewicht Limburg a. d. Lahn, 10. Tcz. r u d) t in a c 11. lcknittspreis vro Dialter. Roter Weizen (Nassauischer) Io,80 Dlk., n eis;er Weizen (angebaute ?>reindsorten» 15,30 Korn 11,70 Mk., Gerste .Futter) 9,30 Mk., Braugerste 10,90 Mk.. palet 7,90—0,00 Mk. Erbsen 0,00 Mk* Kartoffeln 0,00- 0,00 Mk.