Zweites Blatt Nr. U5 163. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger fit Oberhessen Gießen ltung stmndW Öffnet. t n e zugegangen, betr. Brösel. Da die bis- 1 Kreises und die in§. Ans Hessen» Aus der Zweiten Kammer. Merken. d"; war die Entdeckung der Pole gekostet hat. Auf 104 Millionen Francs wird in einem Aufsatz der „Leettires ponr Tons", in dein die Bilanz der Eroberung bc^ Nordpols und des.Südpols gezogen wird, der Preis dieses fahr- hundertelangen Ringens der Menschheit berechnet. Menschenleben^ hat die Eroberung des Nordpols seit dem Anfairg des 16. Jahrhunderts etwa 780 gekostet, toäl)-renb bei den tzügen vixm ^udpol mir 8 Irscher ums Leben gekoinrninen sind. Während des 1.7. und 18. Jahrhunderts Mlt man 50 iLxpeditionen blc b?I Nordpols M entschleiern versuchten, und von 1800 biö 1909 mürben 79 Cxpedltionen ausgerüstet, von denen jede itatürlich erhebliche Kosten verursachte.' Die Expe- htcrstattung über Glieder-Versa» ,">)ch kann nur sagen, daß ich durch die Ansführnngen des Professors Wilbrandt trendig berührt ivorden bin, und ich stimme ihm in allen wesentlichen Hauptpunkten zu. Seine Ausführungen gipfeln darin, daß er überhaupt einmal mindestens die Möglichkeit in Aussicht gestellt hat, unser gegenwärtiges Wirtschaftssystem, das auf einem ganz außerordentlich gesteigerten Privategoismus und Familien- e g o i s mus beruht, als zersetzbar und v e r ä n b er l i ch Eingestellt hat. Das sinb (Gedanken, bie in weiten Kreisen noch Kopsschütteln Hervorrufen, aber er hat mit guten Grünben dar- gelcgt, baß eine solche Entwicklung gerabe vom Stanbpunkt einer christlichen Weltanschauung ans. außerordentlich wünschenswert sein würbe. Wir können uns darüber nicht täuschen, baß durch ben unferm freien Kon kur renzsp stein angepaßten kapitalisti - scheu Geilt die sittlichen Grundanschauungen von Mein und -nn wesciulich geschädigt worden sind. Gewiß, wir sind alle von Natur aus Egoisten, aber das kapitalistische System hat alles qetan, um diesen egoistischen Trieb noch zu steigern. Wir stehen Ker in .Hamburg neben London und New Port mit in der ersten Welthandelsstadt. _£)icr tonnen wir sehen, mir der kapitalistische weift nach allen Seiten auch recht bedenkliche Wirkungen gehabt rat. Es bat sich verbreitet die Sucht, nicht durch Arbeit, nicht dura) regelmäßige Sparsamkeit von den Ueberschüssen des Arbeits- 9er Eesamtoerband evangelischer Arbeitervereine hat in den letzten Tagen in Bromberg seine diesjährige Tagung gehabt. Aus dem Bericht des Schriftführers Fra n cf e'entnehmen wir: Im Vorjahre sind zu dem Gesamtverbande rund 10 000 neue Mitglieder hinzugekommen. Aus ben'i kleinen Werk, das vor 23 Fakiren begann, ist also eine ftatiliche Organisation geworden. Der Fortschritt wird durch folgende Zahlen der letzten 7 Fahre illustriert: 1907: 92 000 Mitglieder: 1908: 97 000 Mitglieder: 1909: 101000 Mitglieder: 1910: 107 000 Mitglieder: 1911: 115 000 Mitglieder: 1912: 123000 Mitglieder: 1913: 136 000 Mitglieder. Aus dem Berichte des Schatzmeisters ist zu entnehmen, daß die letztjährige Rechnung des Gesamtverbandes aufweist Einnahmen 10 409,29 Mk., Ausgaben 6 759,05 Mk., also Bestand 3650,24 Mk. Für 1914 wurde als Kongreßort Saarbrücken, für 1915 Erfurt bestimmt. rm. Darmstadt, 16. Mai. Der 3Weiten Kammer ist eine Negier ungsvorla den Automvbilvcrlehr Weinheim ' Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuk- ftraße 7. Expedition und Verlag: 51. Redakt ion: 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. Die „Eichener Famtlkenblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 3eit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. iß, d. 20. d. 3M librimPereinslckl reto lü hM kig-erLcrgütuM r Vertreter. Iv^’i 2er Voritaub. ixat LunterriÄ zu jeder TageM j lulkeJanzlehrer' i I L>olrtr?che LagosscLicB«. Aiisuahmegesetze für (Afah-Lothringen? Von angeblich guluntcrrichtcter Seite wird der „Frankfurter Zeitung" folgendes mitgeteilt: Im Ministerium von Elsaß-Lothriugen werden zurzeit zwei „Anträge für E l s a ß - L o l h r i u g e n" ausgearbeitet, die dem Bundesrat unterbreitet werden sollen. Sie tragen das Datum vom 5. Mai und sind unterzeichnet von Geheimrat Sievcking. Der erste Antrag verlangt eine Aendernng des Reichsvereinsgesetzes in Elsaß-Lotbringen. Man will durch einfaches Dekret alle Vereine unrerbriLten können, bie die Sicherheit und den Frieden im Innern des,Landes gefährden und bjc nicht ihren Statuten gemäß handeln. Fn der Begründung ist die Rede von dem Lnstschifferverein Mülhausen und dem Vereine ehemaliger Fremdenlegionäre. Der zweite Antrag bezieht sich auf die Zeitungen französischer Sprache. Hier will man dem R e i ch s p r e ß g e s e tz einen Paragraphen beifügen, der für Elsaß-Lotbringen Anwendung finden soll. Fn der Begründung ist die Rede von dem „Nouvellifte d'Alsace-Lorraine" und mehreren Lothringer Blättern, bie ebenfalls durch ein einfaches Dekret sollen unterdrückt merben können. Ter erste Antrag zählt mit der Begründung sechs, der zweite acht Seiten. Wie aus Paris mitgeteilt wird, ist der „Matin" .bereits im Besitze von Details; die Anträge seien am 26. April anläßlich des. Kais erbe such es zwischen dem Kaiser und dem Statthalter vereinbart worden. Auf eine Anfrage beim Ministerium war eine bestimmte Bestätigung nicht zu erhalten, die Richtigkeit der Nachricht wurde -aber auch nicht bestritten, deute bestätigt das Wolff- Bureau die Richtigteit der Nachricht. Professor Wagner über das gegenwärtige Wirtschaftssystem. Im Anschluß an einen Vortrag des Professors Dr. Wilbrandt (Tübingen) über die „Bedeutung der Konsum- bcnossenschaften", entspann sich auf dem evangelisch- fozialcn Kongreß eine lebhafte Aussprache. An dieser beteiligten sich besonders eifrig Camburger Kongreßmitglieder, unter denen die Konsumvereinsgegner überwogen. Nachdem ihnen bereits Profefsor Dr. Gregori (Leipzig) entgegengetreten war, nahm, von lebhaftem Beifall begrüßt, Geheimrat Adolf Wagner (Berlin) das Wort: Samstag, \X. Mal 1913 Rotationsdruck und Verlag bet Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Derrtsche Kolonien. Die Nationalspcnde zum Kaiferjubiläum zeigt erfreulicherweise, daß das Verständnis für die hohe zivilisatorische Bedeutung der Mission in den letzten Fahren in immer weitere Kreise gedrungen ist, und daß Deutschland jetzt allmählich anfängt, das zu tun, was Amerika und England längst getan haben, daß es auch rein vom nationalen Standpunkt aus es für seine Pflicht hält, die Mission in unseren Kolonien und Schutzgebieten reichlicher als seither zu unterstützen. Es ist interessant, daß selbst ein so entschiebener Feind der christlichen Mission wie der «jetzt von seinem Posten zurückgetretene französische Gouverneur von Madagaskar, Augagneur, der Mission folgendes ehrende Zeugnis ausstellt: „Man muß. bekennen, daß diese Gegner ein gutes und nützliches Werk tun, । ein soziales Wert, das durchweg rühmenswert ist. Sie haben -die Eingeborenen versöhnt, indem sie sie als Menschen behandelten, sie haben Schulen gegründet, ärztlichen Beistand gewährt, Hospitäler eröffnet, mit einem Wort: sich den Leuten gewidmet. -Die haben auf dem Gebiet der Zivilisation eine Arbeit von Bedeutung getan, die wir nicht übersehen sollten, besonders wenn wir sie mit der nnsrigen vergleichen !" Wenn selbst entschiedene Feinde der Mission so urteilen, so wird man erst recht von ihren Freunden erwarten dürfen,, daß sie schon aus vaterländischem Fnteresse ihre Opferwilligkeit für diese große und wichtige Sache betätigen werden. Karl OH» rlepb»” » Stag, 117- H 18 M itag, ö-101 -zo r (u[n§ Torlwuodrr htung! d des morse" nunciftM ■.sasrt?* bition des Abmiral Franklin erforderte allein 2 800 000 Frs., und um nach Ueberlebcnben zu suchen, gab' bie englische Regie rmrg in der Folge 20 Millionen aus unb opferte außerdem: 5 Kriegsschiffe, die in den Eisfeldern verlassen werben mußten, Amerika gab 3 bis 4 Millionen aus, um Reste von den Mannschaften des Erebus unb bes Terror zu finben. Die größten Kosten ^der Polarexpeditionen werden immer durch den Ankauf eines Schiffes hervor gerufen. Fn den letzten 20 Fahren hatte sich dabei die Ausgabe für diesen Posten merklich erhöht, da Man fürj)en Angriff auf die ewigen Eisregionen der Polarkreise besondere Schiffe baut, bie imstande sinb, bem Eisdruck zu widerstehen. Nansen hat mit seinem Fram als erster diesen Weg betreten. Allerdings stand der Erhöhung ber Ausgaben für bas Schiff eine Verminderung ber Kosten ^burch Herabsetzung ber Mannschaften gegenüber. So erforberte bie Expedition Nansen von 1893 bis 1895 nur 622 000 Fr., weil ihr Führer nur 12 Mann als Begleiter mitgenommen hatte. Tie eineritanifdje Expedition Wellman von 1898 an Borb bes Frirh- jof, bie nur 9 Personen zählte, kostete 700000 Frs. Die letzte Ex- pebition Pearps hat bagegen nur 500 000 Frs. Unkosten verursacht, wobei allerbings der Preis des Schiffes „Roosevelt" nicht mitberechnet ist. Nach einer norwegischen Statistik, die die Expeditionen der ^oahre 1800—1909 umfaßt, haben die Angriffe auf den Nordpol in dieser Zeit einen Aufwand von 68 Millionen Frs. erfordert, und rechnet man die Expeditionen der früheren Jahrhunderte hinzu, so gelangt man für die Eroberung des Nordpols zu einem Gesamtpreise von etwa 90 Millionen. Für ben Südpol, dessen Eroberung erst sehr viel später in Angriff genommen tuurbe unb in sehr viel kürzerer Zeit gelang, lassen sich genauere Zahlen angeben. Die Expebitivu be Gerlache hat 300 000 Frs. gekostet, bie v. Borchgrevinks 500 000, bie schottische Südpol.ar- expedition an Borb ber Seotia unter Bruce (1901 bis 19031 850 000, bie deutsche Dr. Erich v. Drygalskis ,1902 bis 1903; 1500 000 Frs.: ben Bau des Schisses Gauß kostete allein 600 000 Frs. und die Errichtung einer Wissenschaft!. Station auf Kaiser- Wilhelm II.-Land 50 000_ Frs. Ebenso wie diese deutsche Expedition kostete auch die erste Forschungsfahrt Seotts '1902—1904 > unb die Shackletons (1908—1909 recht erhebliche Summern Seotts Schiff, die „Diseovery", kostete 1250 000 Frs., die Gehälter für bie Mitglieder ber Expedition beliefen sich auf $00 000, bie Ausgaben für Kohle unb Lebensrnittel auf 250 000 Frs. Die Gesamtkosten betrugen nickt weniger als 1500 000 Frs. Shack- leton, der sich mit einem gewöhnttcken Robbenfänger, bem „Nimrod", als Schiff begnügte, konnte 1 125 000 Frs. ausgeben. Die beiden französischen Expeditionen des Dr. Jean Eharcot, die von 1903—1905 an Bord des „Frankens" und die von 1908—1910 an Bord des„Pourguoi Pas" machten eine Ausgabe von 450 000 und 800 000 Frs. notwendig. Rechnet man alle Südpolarexpeditionen von 1772—1912, von Cook bis Scott, zusammen, so kann man den Preis für die Eroberung des Südpols auf etwa 14 Millionen Frs. schätzen. fterige Automobilgesellschaft, die seit 1911 besteht, wegen Nichtrentabilität den Verkehr einstellen muß, wenn sie nicht anderweitig unterstützt wird, werden die Stände ersticht, für die Jahre 1912/13 den Betrag von jährlich 2500 Mk. ans Verwaltungsüberschüssen zur Verfügung zu stellen. Auch die Stadt Weinheim hat -ihren Jahreszufchuß auf 500 Mk. erhöht und der Kreis, sowie verschiedene Kassen haben Unterstützungen zugesagt. Cane lveitere Regierungsvorlage betrifft die Errichtttng eines Wohnhauses für einen zweiten Ob erst rztan der Landes heil- und Pflegeanstalt in Gießen. Es werden 28000 Mk. gefordert, die aus Ersparnissen verwendet werden sollen. Die dritte Regierungsvorlage fordert 9500 Mark zur Bestreitung der Kosten für Herstellung eines Teiles des Großherzogl. Leib st al les für die provisorische Unterbringung von .Hengsten des Landgestütes. Die Abgg. Reh und Henrich haben eine dringliche Anfrage an die Regierung gerichtet, betr. die Kosten der Wehr Vorlage und die Besoldungsvorlage. Eine von dein Abg. Dr. Winkler an die Regierung gerichtete Anfrage wünscht Auskunft, ob es dem Minister des Innern bekannt sei, daß das Krei samt Worms die Abhaltung des K r e i s o b st Marktes Alsheim verboten hat. ■ curci> regelmäßige Sparsam?, i-unterr» ertraget, sondern durch S p «Mr-Mi» ■ ön b°s Spiel an der cbmidtJaiizleW (cBitcinsafiealJ^ AnslKttS. Die internationale Seerechtskonferenz nahm folgende Entschließung an: Fn Anbetracht dessen, daß der beständige Fortschritt im Schiffsbau eine wesentliche Bedingung für die Sicherheit zur See ist, und daß jede Gesetzgebung, die sich nicht an diesen Fortschritten beteiligt oder mit ihnen geht, eher schädlich als nützlich ist, erörterte die Konferenz, daß ein internationales Einverständnis über oie Sicherheit zur See einen wirksamen Beitrag zu den allgemeinen Regeln betr. die Frage über drahtlose Telegraphie, wasserdichte Schotten und Rettungsmittel liefern könnte. Die Konferenz beschloß sodann die Errichtung eines internationalen Bureaus zur Ausarbeitung von Vorschlägen über die oben -genannten Fragen, sowie zur eventuellen Erteilung von Ratschlägen und ^Beantwortung von Anfragen. Ein Triumph deutscher Industrie. Tie Londoner Hafenbehörde hat den Auftrag für zwei Paar Schleus entore und eine Drehbrücke für die East Jndia-Docks an die Gute-Hofs- nungs Hütte in Oberhausen vergeben, deren Angebot sich bei einer wesentlich kürzeren Lieferungsfrist auf 34 729 Pfund stellt, während das geringste englische Angebot 51 371 Pfund betrug. Aus Stadt ttnö Land. Gießen, 17. Mai 1913. •’ Urlaub zur Jubiläumsfeier des Kaiser- Wilhelm-Regiments. Das Staatsministerium hat sämtlichen unterstehenden hessischen Behörden empfohlen, daß den Beamten, die an der Jubiläumsfeier des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm in Gießen vom 7. bis 9. Juni d. Js. teilnehmen wollen und ein Urlaubsgesuch einreichen, der Urlaub für diese Zeit zur Teilnahme an der Feier zu gewähren sei und daß dieser Urlaub an dem allgemeinen Jahresurlaub nicht angerechnet werden soll. ** Der diesjährigen Staatsprüfung für mittlere Stellen im Finanzfach, die vom 21.. bis 30. April und am 10. Mai zu Darmstadt stattsand, unterzogen sich 3 2 Kandidaten, von denen 23 bestanden. Von Gießen bestanden die Herren Arthur Be nder, G. Hambach, L. Krug und K. Schlierbach. — Voraussetzung für die Zulassung zu dieser Prüfung ist an Schulbildung der Nachweis der Reife für die Prima eines Gymnasiums, Neal- gymnasiums ober einer Oberrealschule, sowie an Fachbildung die Absolvierung eines drei- bis vierjährigen praktischen Ausbildungskursus bei verschiedenen Finanz- und Venvaltungs- behörden. ** Oberhessischer Kunstverein. Die Ausstellung, die seit Sonntag neu ist und Sammlungen von Prof. Kampmann, Prof. E. Liebermann und W. Witting aufzuweisen hat, wurde heute noch um einige Aquarelle von 9(. Grüte ri ng- Nom bereichert. Verkauft wurde ein Oelgemälde von Prof. L. Willroider, das in hiesigen Privatbesitz übergeht. ** Vie hmarkt. Der nächste Gießener Viehmarkt findet ausnahmsweise Mittwoch, den 21. und Donnerstag, ben 22. Mai 1913 statt, an dein ersteren Tag für Rindvieh,' an dem anderen für Schweine. Landkreis Gießen. X. Treis a. d. L d a., 15. Mai. Heute nacht gegen 12 Uhr ging der Verkaufsstand des Händlers Müller von Fauerbach, der während der Pfingsttage neben dem Schul- Hos aufgeschlagen war, in Flammen auf. Die Ursache des Brandes ist bis jetzt noch nicht aufgeklärt. Ter Besitzer ist versichert. — Am 2. und 3. Feiertage feierte der hiesige Kegelklub sein 5(!)jähriges Stiftungsfest mit einem Tanzvergnügen. Dazu waren auch mehrere „Gut-Holz"- Vereine aus der Nachbarschaft erschienen. Kreis Friedberg. = Bad-Nau heim, 17. Mai. Bis zum 15. Mai sind 6218 Kurgäste angekommen, Ivovon an genanntem Tage noch 4058 anwesend waren. Bäder ivurden bis zum 15. Mai 56 316 abgegeben. Hessen-Nassau. “ 5’v a n f e ii b c r g , 15. Mai. Zum erstenmal ist es in diesem ^ahre dem -t u r n ü c r c i n Frankenber g vergönnt, tUrisC * ob5U^,aI,e*1- frühzeitige Jnangriffnabine ber 31 bem vom b.—7. Juli Itattfinbcnben Fette erwies sich da es nur auf diese Weise gelang, sich eine Mllltarmllsik in der Kasseler Husarenkapetle zu sichern. Tcv Fest p rekwoller landschaftlicher Lage im Edertal zwischen Ltadt und tsotzberg wirb durch Hinzunabme ber miHöftenben sog. Wehr weide, auf ucr sich ber öauptturnbetricb absniclen wird, erweitert rt"srtArlir r u Anforderungen mehr als genügen. Lieben der sladtlschen ^esthalle tuctbc» noch zwei weitere WirtSzclte, ein EafS- zelt den Gasten Gelegenheit zur Erfrischung bieten. Die Festprogramme nebst den Einladungen, iftnmeldebogen ns>v. befinden steh im Besitz der 180 Gauvereine. Eine nützliche Vorprobe für die Tiroler WT, de!we|SS . jjit _ . , _ -iel Gewinne zu erzielen. Ich denke —---^2 piel an ber Börse. Was ist im Grunde genommen bas Börsengeschäft anders als Sviel. Der Erfolg hängt | £ur. geringem Maße von unserem Fleiß ab, größtenteils vom I •! - • Denken mir bock daran, mir heute durch irgendeine | tvichttge Nachricht aus einem entfernten Erdteil die Börse zu h Ottern beginnt. Will man da behaupten, daß diese Geschäfte auch nur einigermaßen auf einer sicheren Grundlage berufen ? I -^^n nun alle Erwerbstreift sich an diesem Spiel beteiligen, so niuft das sittlich schädigend wirken. Wenn mir hier den kühnen Gedanken einer Wirtschaftsordnung äußern, bei der der tausch- 8 6e 1 ch ä s t l i ch e C h a r a k t e r möglichst eingeschränkt, ja viel-' kuckt ganz ausgeschlossen ist, und wenn mir da Ziele angebeutet rinbcn in der g e n 0 s s e n s ch a s t l i ch e n B^e m e g u n g u n s e r e r * ° ä c/ jo ,ift- das etwas, was gerade vom Standpunkt eines Evan- - gellsch-Sozialen Kongresses aus am Platze ist. Sind denn überhaupt die Konsumvereine die Hauptgegner des Mittelstandes? Z ^lnd die Konsumvereine schuld an der schwierigen Lage, in der sich I oer Mittelstand befindet? Nein, nein, viel mehr schuld trägt .. Oie kapitalistische Konzentration in den Warenhäusern. Da- darch sind zahllose mittlere und kleinere Geschäftsleute beseitigt ■ Horden. Die Mittelstandspolitik sollte sich nicht wenden gegen pic geiunben Hilfsmittel, die sich die Koirsumenten in den Kon- 1 um n c r c inen geschaffen haben. Wenn mir aus dem maß- ttlen kapitalistischen System bcrauSfommen und in einen gesunden Sozialismus hineinlommen wollen, so darf das nicht geschehen nach sozialdemokratischem Rezept, sondern nach dem Rezept des Staatssozialismus: Staatseisenbahnen, Staals- bergbau, Staatssorslwesen, Tiaatsdomänen usw. Di hat P r e n ß e n vorbildlich gearbeitet. Die genossenschaftliche Be- lrcgung, muß auch mit dazu helfen, baß dem maßlosen unb oft ntajt geschmacklosen Luxus unserer Tage entgegengearbeitet wirb und vor ^allein bem Luxus bei unserer Damenwelt. Im vorigen Jahre waren bie Hüte metergroß und in diesem Jahre sind sie klein >v i e bie Mütze n der Ltudenten. (Heiterkeit.) Das sind doch alles Unsinnigkeiten. Aber sie werden erleichtert durch die riesigen privatkapitaliftischen Gewinne. Dieser Luxus wirkt nach unten, unb sofort ergeben sich da sittliche Gefahren. Wir wollen einen geringeren Luxus und deshalb auch eine geringere Fähigkeit, Luxus zu treiben. Der ctaat hat für Reckt und Ordnung zu sorgen, und dazu muß er die notwendigen Machtmittel haben. Zu diesen Machtmitteln aber gehört auch, daß er die Großbetriebe der privaten Wirtschaft entzieh!. Viele halten diesen Gedanken noch wr sehr gefährlich unb sie werden sagen: der olle Wagner ist irüt seinen 80 Jahren immer noch nicht vernünftig geworden und rcdel so ein Zeug. (Heiterkeit., Und sie werden hinzufügen: sein Jüngerer Kollege Wilbrandt ist noch viel schlimmer: das ist nun bie Frucht eines halben Jahrhunderts. ,Heiterkeit.) Nun, ich tröste "lick, es wird die Zeit kommen, wo man einsehen wird, wie richtig es war, daß^ich diesen gesunden, nationalen, patriotischen Sozia lrSmns am Schluß dieses Kongresses zur Sprache gebracht habe." stürmische, sich mehrfach wiederholende Beifallskundgebungen., auch in diesen, Jahre zum Deutschen Turnfest nach Leipzig gehen- den Turner des Gaues werden die am Vorabend vorgefiihrteu Gewandtheitsübunam sein. Das neu eingeführte Wettnr^en der über 35 Jahre allen Turner nm Festmontag bietet auch den Turnern i oigcrückicn ^llters Gele icnheit 5» turnerischer Betätigung. Die aenlaute Veranstaltunq einer Turnfahrt nach der vielgenannten Edeitaliuerre wird i,endig begrübt werden: wird es ihnen doch dadurch crinöaliibt, unter kundiger Führung die in Europa einzig dastehende :)>iesenanlage vor ihrer Eröffnung im Herbst d. I. und die in den fluten verjchivindenden Dörfer, Felder unb Walder zu besichtigen. t ,, X Weilburg, 16. Mai. Die Bürgcrgarde blickt nunmehr auf ein lOOjähriges Bestehen zurück, das im August begangen werden soll. Die Vereinigung zählt seht 108 aktive, 33 unaktive und 6 Ehrenmitglieder. Lehrer- Ma ukcl ist beauftragt, die Geschichte der „Garde" für eine Festschrift auSzuarbciten. _________________ Märkte. «'ies-en, 17. Mai. M a rktberi cht. Auf heutigem Wocben- tnoifte kostete: Butter das Pfund 1,15-1.30Hühnereier 1 Stück 6—7 'l'tn., 2 Stück 0 Psg., Enteneier 1 Stück 8—0 Big., Gansecier Jet. 12 P?., Slofe das Stück c—8 Pfg., Kasematte 2Ctück 5—6 Pfg., tauben vr Vr. 0,80—1,00 9) > r,, 1080 5 105 362 651 61 870 107186 466 74 803 1O3'j37 139 213 375 87 633 751 (500) 856 70 81 109034 135 63 218 13000] 331 68 503 87 6.1 900 110012 144 (10001 47 75 309 40 [100] 604 66 111210 48 [1000] 61 64 369 629 [600] 64 7 9 5.36 96 112072 87 245 69 335 638 11000) 898 113170 2'6 1 390 567 617 99 704 831 992 [6001 114U27 284 357 586 782 (600) 956 115118 67 250 314 630 65 760 [500] 93 069 69 [600] 943 116043 119 322 [6000] 942 [1000] 67 [500] 117014 33 41 [500] 47 54 113 274 350 547 817 906 73 63 118128 265 479 619 40 62 638 47 119027 34 284 361 444 669 82 120027 122 268 [600] 385 402 [600] 600 866 76 121024 88 217 99 342 423 40 634 42 613 24 728 34 977 122035 240 69 [600] 460 92 600 123189 [600] 209 469 638 767 812 [1000] 268 [600] 124033 211 339 425 710 19 848 [600] 901 62 125210 46 336 62 642 [600] §7 987 126241 66 90 326 70 [600] 72 487 608 604 711 899 909 39 99 127115 664 84 128146 208 63 323 26 466 129030 477 614 64 67 72 [1000] 640 744 76 [600] 839 67 938 68 90 130363 423 613 [600] 14 941 131041 108 27 63 442 990 132017 [1000] 32 66 103 6 324 416 643 95 849 995 133157 309 [1000] 846 946 85 134058 213 16 359 477 674 773 844 929 [3000] 89 [500] 135008 300 [1000] 633 [500] 677 742 62 66 136037 [1000] 61 178 278 363 469 610 90 922 137124 [500] 201 394 468 655 67 [500] 99 654 866 138411 38 637 63 [3000] 746 11000] 67 [600] 866 901 139030 428 691 98 867 910 140020 90 [1000] 142 CO 350 468 [1000] 72 658 673 782 822 942 98 141077 111 449 66 626 663 807 20 48 [600] 142057 [1000] 282 363 425 [500] 628 846 77 913 19 143000 42 181 298 381 437 686 620 846 t"600) 77 144037 67 108 304 25 60 [500] 65 480 625 886 951 145038 46 148 220 306 23 463 517 710 801 924 44 86 13000] 146041 [1000] 121 261 71 77 78 331 86 436 690 92 697 709 16 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Ziehung 5. Kl. 2. Preuss.-Söddentsche [228. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 16. Mal 1913 nachmittag». Auf Jede gewogene Nummer olnd zwei gleich hohe Gewinn» gefallen, und zwar je einer aut die Loae gleicher Nummer In den beiden Abteilungen l und II Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern In Klammern belgefOgi. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 62 213 482 648 633 83 713 16 1166 94 696 706 11 74 2007 261 354 906 83 3046 [3000] 63 91 170 614 [500] 81 869 4115 216 318 57 677 87 712 845 965 [5000] 86 5169 209 462 [600] 93 545 664 796 866 96 6093 128 397 429 699 748 7010 92 169 214 73 306 424 510 728 8026 168 338 649 614 800 68 998 9011 100 36 213 81 [1000] 343 492 [3000J 569 629 72 93 94 789 973 89 [600] 10040 66 247 49 8 4 99 314 863 854 11022 82 100 13 381 668 74 690 12060 82 171 314 29 451 99 [600] 690 773 [600] 90 92 828 942 94 13030 11000) 67 658 [1000J 688 748 930 14025 27 119 11000) 63 279 327 44 481 644 726 67 876 90 15018 160 [3000) 368 418 726 852 904 23 (1000) 16006 164 256 94 437 77 624 36 766 820 17105 87 223 62 69 70 465 , 523 43 76 86 666 18081 152 267 382 99 705 66 19082 ' 464 98 724 838 87 20016 157 89 361 588 606 57 840 42 903 21085 178 (600) 385 644 [600] 81 (3000| 672 956 22008 249 71 356 604 29 756 916 23062 206 39 60 72 83 90 347 724 60 65 809 24023 146 75 238 332 404 7 66 (10000) 701 9 68 77 880 25253 435 65 60 519 66 720 23 61 26111 [3000] 38 411 504 42 91 655 818 [500] 47 65 977 80 27060 282 91 [1000| 404 704 [1000] 957 94 28046 205 (500) 66 [600] 394 (1000) 652 731 63 92 877 948 29022 278 [600] 394 491 621 [3P00] 65 86 635 85 788 30094 328 90 [1000] 31048 126 554 791 816 20 [600] 42 74 917 32054 221 94 429 63 690 784 824 33030 308 (500] 61 89 482 [30001 502 639 91 790 34103 218 460 82 695 847 59 78 »30 4 5 4 9 3 5 068 (3000) 169 666 650 90 722 813 972 [5001 36009 32 133 219 71 888 947 37030 67 126 208 309 425 633 709 919 (1000) 02 38029 229 327 433 16001 580 604 22 65 [1000] 879 39067 138 70 81 281 430 87 512 619 35 729 828 40492 41041 69 131 240 614 826 951 66 42118 [1000) 36 46 221 99 673 620 770 [600] 91 922 4308» 97 149 201 474 639 793 979 44055 148 267 302 3 13 644 600 787 953 45038 70 90 249 368 457 789 (1000) 854 62 85 943 46254 301 10 11000) 51 408 58 674 771 824 944 98 47014 83 288 1500] 411 42 596 875 <™0| 87 848 50 48023 180 421 52 689 1500) 824 78 49171 429 46 68 70 849 952 65 67 50046 91 222 (600) 341 492 510 712 77 837 51043 170 76 350 400 82 98 544 79 777 869 911 98 52168 424 20 692 616 11000] 24 749 [10001 891 53025 152 323 82 429 39 555 679 707 849 66 54038 58 209 423 27 81 84 611 791 13000] 5 5040 143 (500) 53 82 28 7 63 1 32 618 7 7 6 904 6 6 7 3 5 6116 17 27 1 324 755 57030 98 265 346 436 640 720 22 70 858 906 58090 380 628 56 609 21 49 726 [1000] 805 918 20 59036 11000] 133 73 448 673 81 950 60031 140 416 89- 677 130001 88 682 724 [500 [ 85 61104 67 61 640 03 609 812 70 62053 271 398 499 672 988 [600] 63032 47 199 332 (5001 37 70 4'8 600 2 (30001 38 1500] 72 623 910 11 28 64015 107 277 405 667 779 [10001 83 809 53 65480 505 61 657 832 98 [500] 976 68151 [6001 230 328 451 706 866 900 67174 319 721 060 [3000] 60072 297 390 411 602 64 93 [5001 808 69329 [1000] 42 506 753 86 13000) AO« 70056 80 319 [5000] 675 703 007 94 712’8 578 710 13000] 808 [1000] 74 956 81 72033 237 [1000] 310 24 I500| 60 515 77 790 830 36 48 73^2 658 990 74126 1500] 88 93 217 86 363 1500] 402 689 1500] 681 753 69 812 86 80 75004 409 654 804 7 76335 518 756 894 97 7 7104 86 212 321.600 61 782 844 003 36 [3000] 71 78044 257 66 325 431 522 763 854 944 70 79115 209 379 431 691 (3000 > 8CC42 101 650 604 75 81240 419 65 (3000) 91 665 609 67 68 82105 233 59 6C 160001 367 110001 88 471 94 565 809 967 83007 3->2 468 110001 530 49 680 84 003 117 47 2 64 8 774 8 5 032 137 224 (500) 94 319 672 647 712 48 807 945 65 86020 27 65 77 199 378 786 870 89 87006 24 49 12h 81 16001 216 377 97 614 617 48 776 908 68 81 8 8006 [1000] 228 92 314 (1000) 30 79 85 481 562 626 44 745 991 89393 439 63 568 90029 83 89 344 76 (1600) 647 52 59 713 23 C76 974 9 1 007 166 91 266 ( 6001 312 423 613 758 995 92034 41 376 491 (1000] 941 68 93012 164 89 229 50 |600] 425 71 639 649 921 94074 132 429 642 721 819 95256 319 81 417 718 823 9?9 96220 85 391 837 AO 9 7 290 641 85 893 999 98294 578 794 (10000) 697 962 93 [500) 99069 68 90 104 10 [3000] 218 66 (1000) 90 663 781 1CO048 (3000) 69 163 (lOGO) 371 589 795 827 965 1 0! 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Donnerstag bei günstiger Witterung abends Feuerwerk vor der Terrasse und bengalische Beleuchtung d.Parks. 7lni Konzerthaus Tanz. Freitag das Abcudkouzert unter Leitung des König!. Pros. Hans Winderstein. Samstag, abends 8'/« Uhr im Konzerthaus erstes Künstler Konzert der Kurkayelle unter Leitung des Königl. Prof. Hans Winderstein nnd unter Mitwirkung des Konzcrtsängers Max Bcgemann (Bariton» Berlin. Veranstaltungen im Knrhanssaal abends 8 Hbr: Sonntag Theater: „Der Bibliothekar". Montag Theater: „Der Retter in der Not". Dienstag Zauber Soiree des Hofkünstlers L. Bellachini aus Marburg a. d. Lahn. Mittwoch Theater: „Goldfische". Freitag Theater: „Moral". Automobil Gcsellschastsfahrtcu täglich. Auskunft Geschäftszimmer Kurhaus u. Firma Kock), Lauteren & Co., Alieeplatz. Vorläufige Anzeigen: Sonutag, den 25. Mai, nachinittags nnd abends, auf d. Terrasse Konzert d.Kurkavellc. Abends im Kurhaussnal Theater „Snndenböcke". Dienstag, 27. 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