rv. 224 Drittes Blatt Ontogeme, überzeugt daß der Mensch das höchst vo> entwickelte Saugetier ist; er hat sich gleich bcn Wirbeltieren im gel Naturforscher- und Aerztetag. ’-u. höher -url, Matlasse Seiten nit Seide tätige Preise! tB r®e Mäntel und höher In der Abteilung Militärsanitätswesen stand die Syphilisfrage Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Sirhener Famillenblätter" werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Mittwoch, 24. September WZ Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: öl. Redaktion:112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Aus Stadt und Lund. Gießen, 24. September 1913. „„ T* VKket Bräsig in GieKen. Am Freitag, den t6; Sterns Garten cm einmaliges Gastspiel des erfolgreichen Onkel Brasig-Tarstellers Herrn Anton Melzer- Wresbaden statt. Reuters prächtige Gestalten fesseln uns wie liebe «yreunde. Da ist vor allem ocr wundersame Onkel Bräsig der Herzenskunder, Menfchen- und Üinderfreund, der gute „Onkel" und „Oekcmomiker" mit seiner Agrikulturchemie und Wasserkunst mit seinem lachenden, herzlichen, goldenen .Humor. Onkel Bräsia' Em Jungbrunnen alles dessen, ivas Empfinden und Leben in uns ist. Einen Eharaktcr wie diesen, wahrhaft bewunderswert N vor Reuter noch kein Dichter geschaffen. Eine wunderbare Wrrk ichkett, unmerklich, doch nut fiünftlerhand idealisiert, rührend und Lachtranen hervorrufend, oft in derselben Sekunde, sind diese Menschen alle leibhaftig, daß man fie nicht mehr vergißt. Herr Melzer wird uns mit diesem Bräsig aufwarten, und zwar im historisch gewordenen Kostüm. Kreis Büdingen. ==93 üb in gen, 22. Sept. Als das Fuhrwerk des Gutspächters Ditzel vom Herrnhaag heute zur landwirtschaft- * 3 um Berbandstag der deutschen Landes-Frauen vereine und deutscher Krankenpflege an st alt en vom Roten Kreuz. Zu den in Darmstadt Dom 13. bis 17. Oktober stattfindcnden Verhandlungen und sonstigen Veranstaltungen des 7. Vcrbands- tages des Verbandes der deutschen Landes-Frauenvcrcine vorn Roten Kreuz, sowie des Verbandes deutscher Kranken- pflegeanstalten vorn Roten Kreuz haben die Mitglieder des Alice-Frauenvereins für Krankenpflege, seiner Abteilungen und der Zweigvereinc, sowie geladene Gäste Zutritt. Dieser ist nur gegen Eintrittskarten, die in beschränkter Zahl aus- gegcbcn werden, gestattet. Personen, die sich für die Verhaus lungen interessieren und die Bestrebungen des Alicc-Fraucn. Vereins unterstützen wollen, können durch Erwerbung der Mitgliedschaft dieses Vereins an allen Verhandlungen teil' nehmen. Wegen Zustellung der Eintrittskarten wende man sich an das Zentralkomitee des Alice-Frauenvereins. Die Kriegshelferinnen vom Roten Kreuz, für welche die Tagung von besonderem Interesse ist, werden gebeten, wegen der Eintrittskarten sich an das Zentralkomitee des Alice-Frauen- vereins für Krankenpflege oder an den Vorstand des .Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz zu Darmstadt zu wenden. **. Der Verband Hessischer Verkehrsvereine halt ferne 9. Hauptversammlung am Sonntag d-en 28. September l. Js., in Bingen am Rhein, Bahnhofssaal ab. Aus der Tagesordnung ist hervorzuheben- Ge chastsbericht, erstattet vom 1. Vorsitzenden. Reämuugsablaae, Referent Herr Schatzmeister Stoll-Bad-Rauheim. Wahlen zum Arbeitsausschuß. Bericht über den Bund Deutscher Verkehrs- Vereme, erstattet vvm 1. Vorsitzenden. Bericht über die Tätigkeit der dem Verbände angeschlossenen Vereine: Bingen, Darmstadt Mainz, Bad-Nauheim, Worms, Oppenheim, Groß-Umstadt' Streckenverband Darmstadt-Frankfurt, Verein Alzeyer Kaufleute und Gewerbetreibender. Balbaos Bericht über seine der des Kolumbus an Bedeutung ebenbürtige Entdeckung traf zu spät in Madrid ein. Wenige Wochen "PJ^er hatte der Bischof Fonseca, ergrimmt über die seinem Schützling Nrcueia widerfahrene Unbill durchgesetzt, daß der sechzigfahrige Pedrarias de Avila zum Statthalter der von Balbao eroberten Gebiete ernannt wurde. Der aber verfolgte Balbao mit fernem Mißtrauen, das sich noch steigerte, als dieser int ^ull 1015 m Anerkennung seiner Verdienste mit der Verwaltung Und L \ wertvollsten Gebiete betraut wurde Und da, Baloao dem de Avila untergeben blieb, so lauerte dieser nur cur eine günstige Gelegenheit, den Verhaßten zu verderben Als dieser, übrigens rn Ausführung eines königllchen'Befchl^e ^xpedltton zur Erweiterung des spanischen Machtbereichs aus- iuptete, legte ihm Avila das als einen Versuch aus, sich von ihm unabhängig zu machen. Er ließ ihn durch Pizarro gefangen | einzigartige Persönlichkeit ist, welche dem Ganzen das Gernäm gibt. Ter erste -peil, der Hymnus, vermag nicht durchweg zr l überzeugen, dagegen die Orchestereinleitung zum zweiten Teil gehört zum schönsten und Innigsten, was die moderne Muiik aurzuweisen hat. Auch der einfach-schlichte Schlußchor „Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis" ist von tiefer, eindringlicher Wirkung, wogegen der allerletzte Schluß etwas abfällt. Die Aufführung zeugte von der ungemein fleißigen Einstudierarbeit durch Herrn Professor D oh r n. ,tie Chöre waren glänzend einexerziert und fangen mit Geschmack und in feiner Abtönung. Tas Orchester trat etwas zuruck, was vielleicht mit der Aufstellung, auch der Solisten, zuiammenhing Doch gab es manch schöne .Klangwirkung Bon den Solisten gebührt Gertrud F ö r st e l s herrlich schwebendem vornan Re Palme; auch Martha Winternitz- D 0 r d a und Ottilie Metzger waren vorzüglich. Dr. M. E. im Mittelpunkt der Erörterungen. Es wurde über den Zusam- ' menhang von Paralyse und Syphilis und über den Wert der Salvarsan-Behandlung ausführlich gesprochen Großem Interesse begegneten die Mitteilungen über ein neues Heilmittel gegen die Syphilis, das der Assistent des medizinisch- chemischen Universitätsinstttuts in Graz, Dr. Hanns Buchtala in Form eines Quecksilberpräparates erfunden hat und zu welchem der Vorstand der k. k. dermatologischen Universitätsklinik in Graz Prof. Dr. Rudolf M a tz e n a u e r dem Kongreß noch nähere Angaben machen wird. Nach den bisherigen Mitteilungen soll das neue Präparat von außerordentlicher Tragweite für die Syphilistherapie sein, und die bisherige Behandlungsmethode dieser gefährlichen Volksseuche auf eine vollständig neue Basis stellen. Das neue Präparat, welches „Merlusan" genannt wird soll das erste seiner Art sein, welches nicht Durch Injektionen oder durch Einreibungen dem Körper einverleibt wird sondern einfach durch innerlichen Gebrauch, indem der Pattent ETabletten einnimmt. Es ist eine traurige Tatsache, daß bisher ein unglaublich hoher Prozentsatz der an Syphilis erkrankten Personen aus dem Grunde unrettbar verloren war und zugrunde gehen mußte, weil eine wirklich diskrete Behandlung bisher nicht existierte. Die bisherigen Behandlungsmethoden wie z. B. die ^nunkttonskur Mit der sog. grauen Quecksilbersalbe hinterließ bei den Patienten verräterische Spuren und die Sckeu vor der Entdeckung hielt vielfach in etwa 50 Pro.zent der Fälle die Patienten davon ab, die Anordnungen des Arztes zu befolgen' Aus benfclbcn (Mnbm und nun, -s auch den Palienlen häuK an der notigen Zeit mangelt, ist eine durchgreifende Spitalbehandlung lur viele unmöglich. Diesen Schwierigkeiten begegnet die Verabreichung von Merlusan-Tabletteii, die der Patient einnimmt wie irgenb etn anderes Medikament, wobei betont wird, daß das Merluian nicht, die geringsten Verdauungs- oder sonstigen Beschwerden verursacht, sondern ausgezeichnet vertragen wird Bisher galt von allen Slnwendungsarten des Quecksilbers die innerliche Behandlung mit Pillen als die am wenigsten nrirffame Methode Um eine energische Quecksilberwirkung zu erzielen, mußte man entweder Infektionen oder Einreibungen machen. Das Merlufan ist eine One ck s 1 l b e r - E i w e i ß - V e r b i n d u n g, die mit Säuren unlöslich ist, daher den saueren Magensaft ungelöst passiert dagegen erst in Dem alkalisch reagierenden Darmsait gelöst und . —BadundHautreinigung. Alle Welt ist der baß durch ein Bad in warmem Wasser die Haut gereinigt'toeS baö ist aber gar nicht immer der Fall, im Gegenteil, oft müßte ^nWextsbab eher ein Unreinlichkeitsbad iiennen Verschiedene Physiologen haben in der letzten Zeit, unabhängig voneinander, gefunden, daß die Bakterien der Haut nach SS S^rtncnbai) nicht etwa eine Verminderung, sondern eine beträcht- 1?^. ^brmehrung erfahren. Man ließ in einer mit warmem Safier gefüllten Wanne drei Leute nacheinander baden und zwar w, daß nach federn einzelnen Bad die Wanne sofort rasch gne nigk B-rl°ss°nd- wurde s°nl-ich -uf seinen „Mikrobenreichtum hin untersucht; da stellte sich denn das sol- verblüffende Resultat heraus: Auf dem Rücken oes . hatte, man vor dem Bad 420 Mikrobennester gefunden ie hatten sich nachher auf — 1009 vermehrt' Der Btocitc fonntc vor dem Bad mit der Zahl 60, nachher mit 280 auf warten und beim Dritten konnte man vorher 81, nach bem „reinigenden Bad" aber 270 konstatieren. Der Bakteriologe Ni- lolsky glaubt versichern zu dürfen, daß diese Vermehrung der Mikroben „mit Hilfe" eines Wannenbades im allgemeinen ein -viertel ausmache. Eine Verminderung soll mir bann eintreten wenn nach dem Bad die Tusche mit kaltem Wasser in Tätigkeit tritt, doch i,t diese Verminderung des Bakterienreichtums nicht einmal nennenswert; beträgt fie doch nur ein Sechstel Was ist nun die Folgerung dieser Befunde? Etwas vorsichtiger beim Reinigen der Wanne zu fein, sie nicht rasch und oberflächlich aus- zuwaichen, sondern sie gründlich auszureiben, und nach dem Bad den f '*en Guß nicht zu vergessen. von hier aus dem Körper einverleibt wird und in die Blutgefäße gelangt. Wie die klinischen Beobachtungen bartun, ist seine Wir- kung jener einer krästigen Jnunktionskur oder Einreibungskur vollauf ebenbürtig. Bei täglichem Gebrauch von 4 bis 5 Tabletten Ut oie Quecksilberresorptioii eine effektiv größere als selbst bei ber Behandlung mit krästigen, unlöslichen Quecksilberinjettionen. ^.ie ^.uecksilberausschcibiing bei Merlusan ist ungefähr doppelt so groß wie be, Ginreibungcn und nahezu zehnmal' so groß wie bei anderen Pillen. Der hauptsächlichste therapeutische Wert des Mer- *u r-L5* burin, daß es eine Qiiecksilberverbiiidung darstellt, welche keine körper,rembe, sozusagen korperfeindliche Komponente on'batt. .luch bei ber Behanblung ber Geiiorrhoe erweist sich Merlusan in Abwechslung mit anberen Präparaten als ein spezifisches Heilmittel. — Die Musikfestwoche der Breslauer Jabr- E11 n 9 nahm am Sonntag mit einer würdig verlaufenen Ausführung von Mahlers „Achter Sinfonie" in ^en Anfang, lieber die „Sin- tn^cl? letzten Jahren schon so viel geschrieben wordeir, datz es sich erübrigt, auf das Werk näher einzugehen. Svvittl ist sicher, daß es weniger der geniale Komponist als die Die Entdeckung der Süöfee. 25. September 1513. Inl Fahre 1475 in .l'erez de los Caballeros geboren, suchte V ase 0 N u n e z de Balboa sein in toller Jugend verpraßtes Vermögen in der Neuen Welt wiederzugewinnen. Aber auch auf Haiti lächelte ihm bas Glück nicht. Ta schlich er sich auf ein Schiff C n c i s 0 ö, der eine Expedition nach dem Festlande von Mittel- ameriia plante. Dieser mar anfangs von dem Erscheinen deS blinden Passagiers auf hoher See wenig erbaut. Denn er besorgte Verdrießlichkeiten von feiten des Gouverneurs von Haiti. Hatte Lieser doch verboten, von Gläubigern verfolgte Personen an Bord su nehmen. Aber schließlich war eine Lanze mehr im Kampfe mit - den wegen ihrer Giftpfeile gefürchteten Indianern nicht zu ver- achten. Und so machte er gute Miene zum bösen Spiel. Cr sollte bald bereuen. Denn zu sehr Gelehrter, als daß er sich von Wiairteiie hätte frei machen können, vermochte er nicht, die wilde VCbcntcurerfd ar unter seine Autorität zu beugen. Willig dagegen 1 fügten sich die rauhen Gesellen dem Balbao, dessen imponierende Gestalt, dessen Kühnheit und Entschlossenheit ihre Achtung erzwang. Enciso wurde zur Abdankung und zur Abreise nach Spanien ge- zwungen. Dem ersten kühnen Schritt ließ Balbao alsbald den zwei- i len folgen. Die schon vor längerer Zeit von den Spaniern an- z gefegte Siedeluug Maria del Antiqua konnte an ihrem ursprüng- s lieben Orte nicht leben und sterben. Kurz entschlossen verlegte • kalboa sie an die Mündung des Darien, obwohl er damit ein bereits einem anderen Spanier, namens Nicuesa, verliehenes I Gebiet betrat. ,Ja, als dieser mit den traurigen Resten einer Expedition aus bem Innern zurückkehrte, trug Balbao kein Bc- bfitfcn, auch ihn zur Rückkehr nach Spanien zu zwingen. Seine bandvoll Leute aber mastste cr zu einer furchtbaren Kriegsschar, sii- bem er den in das verderbliche Curare getauchten Pfeilen der Cin- geborenen eine Meute von Bluthunden cntgegenitellte, von denen jene sich b-ckd die grausigsten Geschickten erzählten. Wohl gelang b! ihm so, die spaniistfe Herrschaft immer loeiter auszubreiten. Aber nur eine außerordentliche Leisttmg konnte ihn vor Strafe für bi Gewalttaten an Enciso und Nicuesa sichern. Und zu einer Älchen wies ihm die Erzählung des Kaziken Comogre von einem goiostrotzenden Lande an einem südtvärts gelegenen Meere den Weg. Am 1. September 1513 brach Balbao von der Mündilng des ■Serien auf Anfangs an der atlantischen Küste nordwestwärts nieririnerenb, bog er bei dem Dorfe Comogres ins Innere ab. ^ichl trennte ihn hier von der paziffschen .Mfte nur eine neun fl.-Elcn breite Landenge, auf der obendrein noch nicht 700 Meter 'Ne .Bergzpge sich erhoben. .Aber der Urwald, unter beffm dich- M.8.60-L8S ~ Wien, 23. Sept. Verhandlungen des Deutschen Naturforscher- und Aerzte- einer Reihe interessanter Sekttonssitzungen fortgesetzt. Zu der Tagung i,t eine Kundgebung Ernst Haeckels ^"kfelaufen, in der er sich über die Grenzen der Naturwissenschaft auslastt. „stolzer als je zuvor," heißt es da, „kann die Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte auf die gewal- 9cb"*JLt J,cr Naturerkenntnis im letzten halben Jahr- CtT‘ • einzelnen von den zahlreichen berselben wird Gelegenheit gegeben sein, die erftaun- Aoßc der neuerdings erzielten Fortschritte zu bewundern fU1toC Bedeutung für unser modernes Kulturleben wir aber von allen einzelnen glänzenden n'L^-1'^^^°^l'vi,sen,chaften absehen und zur umfassend- Iten Ucoeriicht de^ großen Ganzen emporsteigen, so bleibt wohl Resultat die Ueberzeugung, daß die Natur- forichung allmählich das Gesamtgebiet der menschlichen GeisteS- ßÄ T^CTt • Q-Uc ,tHL6rc "Wissenschaft" im letzttm ist. - .Freilich wird dieser berechtigte Anspruch noch heute in weiten .streifen als a n m a ß l i ch e U e b e r - "9 bekämpft; als ebenbürtige oder vielmehr überlegene, bobcrc Leistungen werden den Naturwissenschaften die sogenannten Eiste sw i ff cn Ichafte 11 gegenübergcftcllt. Allein unbe- Tangenc Vergleichung und krttifche Untersuchung — frei von a r11 übens,atzen — überzeugt uns davon, daß alle Zweige dieser letzteren ut das allumfassende Gebiet der elnzuordnen.1>nd Tie Geschichte im weiteren Sinne, dis^'^eltgAststchte fowohl wie die Staatengeschickste, die Erd- 'gefchichte wie die Naturgeschichte sind Zweige der a l l g e EN En tw i ck l u n g s l ehre. Die philologischen Wissen- schäften, vergleichende Sprachforsstfung und Psychologie sind Teile Vbhfwlogie. Die Philosophie, als die stolze „Fürstin der ^'^EN'^adten die alle allgemeinen Ergebnisse der Spezialfächer n dem gemeinsamen Brennpuntte ihrer „Weltanschauung" sam^ övbic V.. bleibenden Wert als monistische Naturphilo- sophn. Aie althergebrachten OKgensatze von Geist und Körver rnZatcrik -bd,c•unb Dhysis, fließen in ihrem ein' bEltlichcn Siibstanzenbegriss zu, am men. — Der Widerstand, welcher sestbegrundeten einheitlichen Weltanschauung - dem , na- u^llsll'chen Monismus" - noch immer von konservativen ftVG f,f1 “ C- ll5. r c/ c n entgegengesetzt wird, begrün» r < ^-^ofonderv auf den althergebraststen Vitalismus auf die duali.sttfche Hypothese, daß eine besondere „Lebenskraft" die eigen- tumWn Erscheinungen des organischen Lebens (unabhängig von den allgemein derrschenden pdvsikalischen Gesetzen) Ixrcorbrinoc "°Ll^Or .•? ^nhren wurde die,er irreführende alte Vitalismus seitdem hat ihm unsere moderne Entwick- nUmtp5^)lC ?obcn Entzogen. Wenn troübem eine w b.^'öben der sogenannte Neovitalismus, wieder seine Ansprüche mit Erfolg geltend macht, so erklärt sich dieser Anachronismus durch die mangelhafte biologische Bildung feiner Ver- onderfeits durch die tiefgewurzelte uralte Neigung des grübelnden MenschengeisteS zum Geheimnisvollen und Okkulten SS • 'Nsbesondexe auch von der mystifLxn Auffassiing des xOEwüßtsems, einer Tellcrfcheinung im Seelenleben des Menschen stnd der höheren Tiere, in welcher selbst einige hervorragende Na- ■ „Cl{nc.unübersteigliche Grenze des Naturkennens erblicken ' D'e fortgeschrittene vergleichende u. genetische Psychologie der Ncuzeii hat "ns zu der Uberzengnng geführt, daß auch das kwchft- cnhvtcfcile ineiischliche Bcivnßlscin keinem übernatürlichen (Reifte" sE.u.'EN Ursprung verdankt, sondern gleich allen andern Seelei,- tatigkeiten eine fstrbeitsleistung der Neuronen, der Gangliemcllen m unserer Großhirnrinde, darftellt. — Wenn nun trotzdem d i e f 1 ? e Schu 1 vhjl 0 s 0 phie von einem besonderen „Weltbewiißtsein" spricht, so enlsyringt dieser Irrtum der unberechtigten Uebertragung von menschlichen Seelentätigkeiten ans das Gesammtgcbiet des Universums. Unsere monistische Naturphilosophie hat uns überzeugt, das; ,ein Geist in allen Dingen lebt" U"d die einheitliche und allumfassende „Gottnatur" keiner mcnsch. I.chen Personisikation bedarf.Obgleich dieses naturgemäße monistische Weltbild schon vor mehr als z>vcitausend Jahren in den hervorragendsten Denkern des Altertums klare Gestaltung gewonnen, ist es doch erst durch die großartigen Fortschritte der Natur- erkenntnis - vor allem der modernen Entwicklungslehre — im letzten halben Jahrhundert zu fester empirischer Begründung gelangt. — An der Spitze dieser bewiindernngsivürdigen Fortschritte steht die endgültige Lösung des gewaltigen „Msnschenproblems", die klare wissenschaftliche Beantivortung der uralten Fragen: Woher? Wohin? Wozu?" Die Abstammungslehre hat uns auf Grund ihrer großen drei Urkunden, der Paläontologie, der vergleichenden ,"'E meler Jahrimllivnen aus einer langen tierischen Ahncnreihe entwickelt, ^.as ist jetzt eine .historische Tatsache" geworden. Die Keim^geschichte des Menschen hat uns gelehrt, daß jeder einzelne ^tenfch aus einer einzigen einfachen Zelle seinen Ursprnng nimmt, wie ;edes andere Wirbeltier; die wunderbare Forinenreihe, welche dieser einzellige Keim bis zur vollen Ausgestaltung oes organrelchen menschlichen Organismus durchläuft, ist eine kurze, ourch die Gesetze der Vererbung iind Anpassung bedingte Wiederholung der langen und wunderbaren Ahnenreihe, ivelche unsere tierischen Vorfahren im Laufe vieler Jahnnillionen durchla,u'eii VEN: „Die Keunesgeschichte ist ein kurzer Aiiszug der Stamnies- geschichte Dieses „biogenetische Grundgesetz" ist keine luftige Hypo- chese, sondern eine klare, durch Tatsachen festbegründete Theorie.— -per große Biologe, welcher diese folgenschivere Lösung des Prenschen- problems jungst surchtlos und mit klarem Bewußtsein vollzog, durste dasselbe 1863 mit vollem Rechte als die „Frage aller Fragen" bezeichnen. Ta nun fetzt gerade fünfzig Jahre seit dieser weltbewegenden Entdeckiing verflossen sind, zieint es der großen Aaturforscherversammlung in Wien wohl, dieses Jubiläum der Acenschenkuiide stolz und dankbar zugleich zu feiern; es ist ivichtiger und bedeutungsvoller als alle die glänzenden Feste zusammengenommen, welche in dieseni an Jubiläen reichen Jahre gefeiert werden. Denn die bisherigen Grenzen der Naturwissenschaft sind jetzt gefallen; ihre Herrschaft wird dadurch über das Gesamtgebiet des menschlichen Geisteslebens ausgedehnt. Die Natur ist alles; somit ist auch alle wahre Wissenschaft im Grunde „Naturwissenschaft". — D i e „r e i 11 e 93 e r int n f t" erblickt in diesen Fortschritten der modernen Naturerkenntnis zunächst nur d>e wichtigste Reform der theoretischen „Weltanschauung". Aber sie muß früher oder später auch eine entsprechende Reform unserer praktischen „Lebensführung" herbeiführen. Der bedauerliche Zustand, in dem gegenwärtig noch der traditionelle Tnalismus unsere sozialen und ethischen, unsere politischen und pädagogischen Zustande gefangen hält, wird mehr und mehr bem liberalen Fortschritt znr vernünstige n Freiheit Platz machen. Die reine monistische Religion, die sich daraus entwickeln wird wird die Kulturmenschheit des zwanzigsten Jahrhunderts auf eine höhere Stufe der Vollendung hinaufführen, dank der Eroberung unserer modernen Naturwissenschaft. 1.5» . Herr®0 “le F^s0DS j2 Stück J Stück jj. 3.10 111,411 M.l>0,95 ,5.66» 163. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Beobachtungen über M i n e r a l s a l z st 0 s sw e ch sc l unter- breitete der Chefarzt Dr. Paul Grabley am Kurhaus Wolters- borfer ^chleufe bei Berlin dem Kongreß. In der Sektion für Geschichte erstattete Haberling (Köln) euren Vortrag über „Trinktvasserfürsorge in den Ar- meen her V e r gangen hei t". In der gleichen Sektton be^ handelte Dr. Albert Neuburger iBerlin) das Thema: „Ter Efftg des Hannibal". .Konkurrenz mit dem neuen MM sssssss- ;Ue. Vorrätig bei er, Kressen , 1 Telephon W Dn^hoimßr Str. 42 'S' tem Blatterdach die Sonne nur eine matte Dämmerung hervor-1 hot, ^nd durch den nur bie vielfach verschlungenen Schleichwege der Indianer führten, sowie die feindselige Haltung der Eingeborenen machten das Unternehmen so mühselig, daß die kurze Strecke nur in einem wochenlangen Marsche zu bewältigen war. Ta meldeten die von Comogre gestellten Wegweiser am 25 September, daß von dem vor ihnen liegenden Gipfel aus das Meer zu fehen ,ei. Begierig, als erster den ersehnten Anblick zu genießen, eilte Balbao feinem Gefolge voraus. Oben angelangt, sank der barte Mann auf die firme und sandte ein Dankgebet zum Himmel ~ann "Ee er den meinen. Und auch diese rauhen Gesellen ftvingt der Anblick der endlosen Meeresfläche auf die Mnie 2>ann begann die Schar jubelnd den Abstieg. Wohl mußten die Schwerter noch einmal den Weg bahnen. Aber am 29. September Idintt Balbao mit ^ahne und Schwert hinein in den Ozean von allen 1 einen Ländern und Inseln im Namen seines Königs Bentz nehmend, ^a sich die Landung hier von Osten nach Weßten ^streckte, michm dos neuentdeckte Meer südwärts liegt, nannte Baloao es „Sudsee . Ncleorologischc Beobachtungen bet Station »Sieben. Wetter 4 ' 65 97 + 16,4 C. tödjOe Xemparatiit am 22. bi« 23. September - Niedrigste . » 22. , 23. - Nleben'diLiV :hO l'any' - B - r u r f. : d- TI TI U 11 IXT-Xt 2ch kann es mir leisten die feinsten Weine und die teuersten Zigarren zu genießen, trotzdem trinke ich statt des teuren Bohnenkaffees den billigen Seeligs kandierten Kornkaffee. Grund: Ärztliche Verordnung'. Diese zu befolgen fällt mir leicht, da Seeligs kandierter Kornkaffee nicht nur gesund und billig, sondern auch sehr wohlschmeckend ist. 150 KOMPLETT EINGERICHTETE MUSTERZIMMER G5 W 91 ! 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Alk. an das Ausland geliefert. Ta« und zu- sainnten 6419 Stärk im Werte von 61,7 Mill. Ml. gegen oo 14 Stück (45,1 Mill. Mk.) im gleichen Abschnitt des Vor,ahrcS. Tw,er 2lt>sinhr steht eine Einfuhr ausländischer Kraftwagen von 151 o Stück int Werte von 10,8 Mill. Mk. (tut Vorjahre 135o Stuck litt Werte von 10,3 Mill. Mk.) gegenüber. De>t vorstehend nach- gciviesenen Ausfuhrwerten ist allerdings noch der Werl der nuS- gclührten Einzelteile von Krastivaaen htnzttzttreclmen, der fur rund 7 Mill. Mk., für 1912 etwa 5 Mill. Mk. betragt. Im Dttrch schnitt berechnet sich der Wert eines anSgeführten deutschen Pcr- soucu-Rrastivagens ans 9150 Mk. und Last-Nrastwagens auf 13 850 B!k. Bei der Einfuhr dagegen stellt stch der Dttrchschnttts- wert eines Personen-KraftwagenS nur auf C650 Mk., eines l'ast- stra'tivagenS atts 12 800 1'1 r. Der verhältniSntätzig geringe Durchschnittswert der einqesührten Personen-strastwagen rührt daher, das; neuerdings die Einfuhr billiger Kraftwagen anSAntec ika stark znnintmt. Unter bett an der Einfuhr beteiligten L mdern fleht, >vas die Zahl der gelieferten Wagen anbelangt, die Union bet weitem an der Spitze. ____ ____________ TT UTL 11 II IT TT ^HUh Bjelba ch (i. Westerwald , 22 Sept. Nach dem Muster der Mmninschcn Schäl er hei nie bei Zobamiisberg imd Atzmanns- Hausen wird in kurzer '.eit in der Nabe ""sereS Ortes em X>fnn für erhÄungsbedürstige T octtter Kleiner und m'ltlerer Be- amten gebaut: die gesamten Baukosten Irak cni »vranfruTter Burger übenronmicn. Das Ferienheim soll nach dem (ch?uud,atz der Selbst- umoaliutui geleitet tverden, der täglubc Berp7legungSstttz imrd 1,50 Mark nicht übersteigen. ___ Kipp-Dämpfer (enikm l'tntsfii) JohnS Herddämpfer — Kartoffelquetsche «W erzielen Sie einwandfreie» Sutter. Vorrätig bei I. B Häuser, Gießen (Otfen und Maichinendaudluna »AOflO Den Eingang sämtlicher • Neuheiten der Saison in Hüten vom einfachsten bis zum feinsten Genre zeigen ergebenst an z s Geschw. Sailer, Putz-Salon Goethestrasse 36 parterre Lingesan-t. (Sür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden übernimmt Hc Redaktion dem Publikum gegenüber ketnerler Lerantwortung.) ... e=s Birklar, 23. 3rp:. V in ll e b e l fi a n b, der ^chlenntg'. beieitiat werden müßte, beirdjt gegenwärtig in unserem Lrte" .nie Ueberreste von der rarsteUung eine»Trotto«r4 an ^:»t .-erb-n.i'-ni»- roct Birklar—Lich lagern dort schon seit Jul« d« x. • Steine und Schlamin. Bei starken Niederschläge.-, w.e c4 m Äochc. besonders aber am «ainstag und - onniag "^nnitag der ^all war,' bringt das Wasser von der ri- be diese "cberreste mck und überflutet, weil der Schlamm d-e -e.'tfa- en chnell »erstoo t unb der .Ibünü dann verhindert ist, t e t : .e-iftten vri" bedenklicher Weise. TaL Was,er dringt ubet.ül ein. xiditci -.baten an und lnnterläßt nach kt-.-.ei-.t -l-'.u - - ’ - ■ -ninin- ßanöcl «ttO Verkehr, Volkrrvrrtjehaft. Teutfch-argentint'cher»andelSbe» i e hu n ge n.■ "fbruobl die Gesamteinfuhr nach Argrntnnen nn Iahre T91- qrösc. als in allen 'rüderen Jahren gewe, binl« b« btt Sonabrrf iurudg^bUtb^t Tnmckland bot >m 3«bre 1912 nur. rar 2391 Still nach Argentinien geliefert, wahrend tm )ahre 1911 der^.err m deutschen Pikierungen 260 Mill. Mark 1910: 240, 11»3 1 □ Mtll. "cark betragen harte 3uS di.eicm -"fs! m der deutschen Bresse rrdtf ungünstige aetoqen Aussichten unserer . r am Nicderwalddcnkmal statt, bei der der Bor sitzende Mr hessischen nationalliberalen Barte. nrter Dr. Ciann Taimstadt c.ne An,prochc Hal n wab. Am Nachmittag wird eine nen-r m der neuen Mballe in Bingen veranstalt, t: oort hält Bro', n Theobald Z.egler d^e Sestrede Den Barsch bi den Beran,taliungcn 'udrt ker Borutzend, der rheinischen naiionalhl rolen i'.hcrale?beteiligt Köln Die JVreic Pcr..n,qu»g he,si,cher Nation al liberal er veieuigc sich innerhalb der hessischen LandeSorganuation an der Pftier. x,tffcn Naffau. 1 ll Marburg, 22. Sept Am Mittn»ocl^ Freitag und sonn ohne! jetJJmal von 10 12 Uhr, wird die Obstverkaufs-Vermttt- lung-stellc für öru st reis Marburg un .rronho, hier Geichatts 16.11 8,9 10.2 8 4 7.0 1 7,3 Wie viele Kinder werden jetzt wieder gezwungen, Lebertran zu trinken. Gewiß meinen es die Eltern gut, die Kinder aber werden ihnen dankbar fein, wenn sie Scotts Emulsion anstatt des Tranes nehmen dürfen, welche bei noch größerer Wirkungskraft den Kleinen gut mundet. Ter Zwang und das Sichdrücken vom Einnehmen hört auf, sie kommen von selbst herbeigesprungen zu ihrer guten Tcotts Cmulsion. Scott« «mullion wird von an» aulfdillthll* im **Vtiilt und Ar nie 1,1. und. °d» L CTifltnainaidxn m Satten mit unftTtr -»utzmart« Dorfch). S6o«pborig(auttr Ra:? C3, unttrvUolPhonaiaete« *atren 1A i,u1b Troaant 3X>, Idnfltr arab. (Memmt pule. 1A Oaflct 11*A Slfobol 11A Hierzu »rsmatilche 4mul|ien mu 3ta,crne für d^eS Regiment ist von der Stadt Hanau mit einem stostenaufwande von - • Mill. Mark erbaut. Sie Baukosten werden vorn -Staate verzinst. h Frankfurt a. Main. 22. «ept. Ihne auserlesene M ü N z en und M e b a i 11 e n i a m m l u n g imirbe heute hie versteigert Es hanhelie sich um ’<33 Wummern, darunter marei 298 Florentiner Münzen von, II hundert biS 1859, als deren hervorragendste das unedierle ^ebndiikatenstuck von lb-8 Ferdinand H. zu l.'zeichnen war. Weit 'i waren vertrechn Münzen anderer italienischer 2labte und Bt«da,llen der 'ramilieu Medwi uno loSeaua. Unter den icnd iebenen Medaillen bc anden srch Slrbeiten der bedeutendsten italienischen und deul,cheu Medaillen^ Reform- Hafer Zwieback Hervorragendes Nähr' unb strastigungsmincl f. «tnbet und Erwachsene. Reformhaus Krcaxplate 5 Mein Aussehen wird jeden Tag besser! Morgens 7 Uhr und nachmittags 4 Uhr nehme ich Quieta-Kaffeecrsatr. Er schmeckt wie Bohnenkaffee, regt nicht anf und kräftigt. Um 10 Uhr als Frühstück und abends rum Nachte -»n nehme ich emm Tasse Quieta-Krifttmnk. Idi kenne kein ar^enehrncres und nahrhaftere, .etiänk. Zur Abwechslung nehme ich auch Ouieta-NährsaJrtea Er schmeckt wie chinesischer Tee u.-vl wirkt iuierst wohltätig auf die CreacMhcit Viermal täglich aber nehme ich einen Eß’.dffel voll < uieUmaU. Meinem Bc-. ntele folgt meine canxe Fimr. e und seitdem ist mein Mann nicht ich blühe wieder auf wie eine Rose. Die Quieta-NahrsalrpriparaleeuthalteQdia wTchUfi ten Nihnabe, Kalk. Eisen. Phoi$ r. in h’-slFcher, leicht assimiberbarer Form. Sv sind ärztlich empföhle^^Mao f, re stets ausdrücklich die ges. gcsch. Marke Quieta von den Quktawcrtce Bad Dtrtbeim.