Nr. (92 rubiflc Geister zur Disziplin zu erziehen Ein Fußballklub wurde begründet und sand so großen Anklang, dos; seitdem der JUtoholloiifum immer mehr zurückgegangen ist. Ändere Fabriken folgten diesem Beispiele, und überall erlebte man die gleichen Erfolge. Wer an dem Wiedererwochen des ^portch'innes beteiligten sich halb auch die Universitäten und du Schulen, mit der Praxis irmchs die Freude, uiid heute findet der neue russische Sports Minister bereits ein Arbeitsfeld, auf dem alles zu fruchtbarem Wirken schon vorbereitet und angebahnt ist. Erschein! tSglich mit Ausnahme deS Sonntags. Tie „Gietzener Lomilienblätter" werden dem ,Sinniger' viermal wöchenllich beigelegt, daS ..Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit, fragen" erscheinen monatlich zweimal. Var russische Sportsminiitcrium. 3*i bie Reihe der Nationen, die bei der gegenwärtigen europäischen Renaissance des Sportsinnes entschlossen dem Ltaat die Pflickst auserlegen, sich auch aktiv für die Ausbreitung und Stärkung des Sinnes für körperliche Ucbun- gen einzusetzen, tritt nun auch Rußland. Ein Ukas des Zaren setzt ein eigenes Ministerium ein, das die Ausgabe haben wird, in ganz Rußland propagandistisch für die Pflege des Sportes und der .üörperübungen zu wirken, und zum Leiter dieses neuen Ministeriums hat der Zar den (tcneralnutjor Wohekoff ernannt. Mit welchem Eifer die russische Regierung die Pflege des Sportes übernimmt, zeigt sich bereits darin, daß die Armee, die bisher stets als die konservativste Einrichtung des Zarenreiches galt, ermäch- tig« und ermutigt wird, in ihren Reihen Tennis und Fußball zu pflegen. Montag, 18. August 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Universität- - Buch- und Steindruckerei. 9t Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e<^51. Redaktion:S-j»s»llL. Tet-Adr.: AnzctgerGießen. Aus Hessen. Die Organisation der Hess. Steuerboten rm. Darmstadt, 17. Äug. Die S teu erbot e n aus dem Grotzherzogtuni Lessen traten heute hier zur Gründung einer Ver- eimgung zur Wahrung ihrer Standesinteressen zusammen. Nack der Vorstandswahl kamen in lebhafter Aussprache die feit Jahren bei dieser BcamUcnkategortc Kerrscl>endcn Mängel und Mißstände zu emgehender Besprechung. Insbesondere wurden die Fragen des Ruhegehaltes und der .'prnterbliebenenverforgung, die Differen- tk" eben Einkommensverhältnissen erörtert Reche Wünfche zur Sprache, und man beschloß, l1"? ^nflAnTt au^uarbciten, tn der alle diese Zustände gesckisi bkrtNnd, bic dann der maßgebenden Stelle zugehen soll Tic nächste Versammlung soll in Offenbach stattnndm. • Der ncuernannte Spvrtminister des russischen Reiches wird nicht nur über einen großen Stab von Mitarbeiters verfügen, er wird auch, was noch wichtiger ist, zur Ausführung aller Pläne über bedeutende Geldsummen beftim- men lönnen. Eine seiner ersten Amtstcrten war die Bildung eines großen olhmpischen Rates, dem die maßgebenden Sportsleute und Sportsförderer Rußlands an- gehören und der bereits etwas zustande gebracht hat, wa« bisher nie gelingen wollte: eine Zusammenarbeit, ja geradezu ein Bündnis zwischen den beiden rivalisierenden tzcniplstädten Petersburg und Moskau. Eiuen der Gründe, die sür die Errichtung eines eigenen Sportministeriums maßgebend waren, bildet zweifellos die schlechte Rolle, die Rußland bei den olympischen Spielen in Stockholm spielen nmßte. Nun herrscht überall der leidenschaftliche Wille, schon 1916 in Berlin diese Scharte wieder auszuwetzen, und überall ermutigt der Staat dahin zielende Bestrebungen. Daneben aber mag auch, so führt ein englischer Korrespondent aus, die Erkenntnis eine Rolle gespielt haben, daß das Sportsleben und der Sportsgeist in den breiteren Volksschichten, ganz besonders aber bei der Petersburger und Moslauer Arbeiterschaft, gegen revolutionäre Strömungen nicht ohne Einfluß sein wird, ja tn vielen Fällen einen starken Einfluß bereits bewiesen Hai. Außerdem aber wird das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Ofsizieren und Mannschaft in der Armee eine erwünschte Steigerung erfahren. Seit undenklichen Zeiten trennten die tiefsten Mlüfte Offizier und einfachen Soldaten. Bisher lonnten bei den Regimentswettkämpfen Offiziere nicht teilnehmen aus dem einfachen Grunde, weil solche Spiele und Wettkämpfe überhaupt nicht bestanden. Offizieren und Soldaten war streng verboten, ihre Uniform abzulegen und auch nur auf wenige Stunden mit einem Sportsgewande zu vertauschen. Aber vor wenigen Wochen erlebte inan, zuerst in Riazan, bereits die ersten Fußballkampfe russischer Regimenter intb sah hier Offiziere und Soldaten im Zeichen des Sportes gemeinsam um die Palme ringen. Wie günstig die Pflege des Sportsgeistes wirken Tann, beweisen aber vor allem die Erfahrungen in den großen Industriezentren. Vor einigen Jahren kam ein in Rußland arbeitender englischer Fabri Direktor auf die Idee, für die Arbeiterschaft seiner Fabriken einen großen Sportsplatz zu stiften. Er hatte beobachtet, daß die Freistunden seiner Leute dem Alkoholteufel oder polittscher Agitation ae- gewidmet toteren, ^vort schien ihm das beste Mittel, int . 77Neuvsvon Heines „M u d e". Tie seltsame tn. ®C’“U' tze Matratzengruft des sterbenden Heinrich Leine k.Icetfn von »onne und Glück brachte und dre der Dichter unter dem Namen der „Mönche" be- ruftmt gemacht, hat das Interesse der Leine-Freunde stets in fSlSh■' olle Geheimnisse ihres Lebens e^mdet, alle Schleier von ihrem rätselvollen Wesen gehoben verdienen die Mitteilungen von I Leus- l£j5L l^rande Revue be^ndere Beachtung, die hauptsächlich ihre Beziehungen zu dem großen Liitoriker Lippoliste Tome erörtern. Bevor die aus Deutsctt-and stammende E a in i l l a Fel. ~ unt£ dmetn Pseudonym ist sie als Schriftstellerin hervor- des sterbenden Leine wurde, war sie die Freundin des mit, dem Dickster der „fcoreki" gut belannten öfter- reicht,chrn Lchriftstellers Alfred Meißner: man weiß niau genau wann und^wo pe geboren wurde: ihre Memoiren, in denen sie utbungen als ^-ekretärin und Freundin zu Leim crinfilt ^ll^ vttles abfickstlich in ein geheimnisvolles Tuntel. So bekannt sie durch dieses Verhältnis zu dem i'chwettransin an^ ^veiim ilt von ihrer Verbindung nut Tarne an -tm Oepenttickkelt gedrungen, mit o.-m sie sich beinahe verlobt ^k^efenm 1x11 'Väter verhindert, daß man Näheres über dme ^eundichap mit der „Mouche" erfahre Esier- nichtig die Einzelheiten seines Privatlebens behütend hm er in >einem Teitanwnt verboten, daß irgend welche Papere düfter Art fe veropentlichi wurden. Die Briefe die et m & t von der Familie Dam es zurückerworben ~irfwr. lid) haben Tarne und Leines Freundin c-inander lehr itabe ac« itandcn. „Wir haben die gleichen Ideen geteilt " sagt sie selbst in rhrer Memoiren, die diese Rehungen Mn **5 Sachen Z-l geftrftt und sckL .n ein^^ engen gasttgen Bund, dar. keine Macht der Welt imstand^zu sein lÄen, uns jemals voneinander zu trennen ta id- P ihr ihn r v Seit ”*'” Ä«, M er Nicht ohne mich sein tonnte, dar. ich für sein Glü'.' noimenoi/i wäre, wie n: es damals für das meine war, daß das Watt das mir em 'olcher Mann gegeben, seinen Wett hätte und isich turüi» könnte. We^c Frau wäre dadurch nicht getauscht worden? Und tn der Erinnerung daran, daß er sie v r- la'sen, mit ne „Es sind jetzt mehr als 18 Jahre M tott ?uht gewhen, dar unsere Wege sich treu tuen. Wir sind einander rremd geworden, io völlig ’remb, so absolut gleichgültig, baß uns begegnen konnten, ohne uns die .Land zu reichen Melleickst ohne uns wlederruerkennen." Tie Mouche ist im Iah-e 1896 als ,yraU des Pro^sms cm Mädchen-Gymnasium von ^?uen tinmeti geiwrben, nacktem sie längst ihre eine Zeitlang eisrtg gepflegte literaniche Laufbahn au'gegeben hitu Tie hie nc tn dieser lemen Perrode ihres Lebens besuchten, fanden in ihr eine durch die ^rmhrungen eines bewegten Lebens gereifte Tarne, nmtirttilenb und gung, aber Nichts so sihr fürchtend, als daß irgend welches Gerede über ihre Penvn entstehe. „Malen Sie an meine stelle etne PanwnAlrune," fo fie nncm Maler aus -rranFfurt, der ihre Photographie erbeten hatte, um sie in eine Gaterte der „Frauen um Leine" aufzunehmen. Zweitez Blatt (63. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oherhessen Vie Eröffnung Oes 60. Deutschen ttatholtten-Tager. Mit einem feierlichen Geläut der Glocken ^aller'katholischen Mirmcn der Ltadt Metz wurde am heutigen Nachmittag nie - .Hauptversammlung der Katholiken Deutschland..' erössnel. — Gleichzeitig trat das Zentralkomitee für die Lauptoersan.mlung zu einer mcktonentlichen Sitzung zusammen, in toelcher die Rickt - 'ur dte diesjährige Tagung fcftgelegt wurden. Merkwürdig ift, bafe diesmal keine Tagung des A u g u st i n u s v e r e i n s zur Pflege der kathosifchen Presse mit der Tagung verbunden ist, auJ Dvr inmtrrUl)eScn fahren immer die Zentrumspolitik einer ein- P^nden Besprechung unterzogen zu werben pflegte. Ebmso ans- fällig erscheint die diesmal sehr frühzeitig erfolgte Lierosseitt- lichnng des päpstlichen Anschreibens an das Zentralkomitee, das sonst erst immer erst m der ersten öffentlichen Sauptoersammlung verleben wurde. Wahrscheinlich sollte bargetan werden, daß zwischen und dem deutschen Zenttum keinerlei Differenzen bestehen, von welchen in der letzten Zett hier und da gesprochen wurde. chor ^,r. F r l tz e n von Straschurg u nd Bi sch o f — Absens AbiturientenKeugnis „Tu weißt, daß! ich kein großer Gttechc biii," schreibt Lcnttk Ibsen im Jahre 1873 ■ Dresden aus an seinen Freund Ludwig Taal, den er darum ' .'li mutz, ihm bn der Fem'tellung der ttchtigen Schreibweise ! griechncher Namen für „Kaiser und Galiläer" behilflich mi sein ^q-5 Griechuchc ivar aurfj schuld, daß Ibsen als junger Student niemals an der Unweriität regelrecht unmatriluliert werden sollte, nnb bar, sein Ablturientenexamen, über bas La Chl-snais in der ueuesttti Nummer der „Revue bu Mois" einige sehr interessante Mitteilungen mackst, niemals vollgültig geworben ist. Wäyrend leiner AtDthckerzeit in Grimstadt hatte Ibsen bercüs in seinen Mutze,tnnben begonnen, ndj zu bem Examen vorzubereiten, das K den Weg zum Unwersitätssrudium frei muck-en sollte. Im n daun nach Ehttssiania und trat hier in eine '.Urt $rene; ein etne Anstalt zur Vorbereitung bes Grämend, bie alo die Lcltvergjche Schule bekannt ruar, und in der auch Diörnson .onas Lic und viele andere nordische Geisteshelden bat Weg zum Abiturientcnexamen gesucht haben. Ter junge Ibsen weilte nur 4 Monate in dieser Vorbereitungsanstalt, am 5 August 1850 „Iheg er, gemeinsam mit 101 Leidensgsiährten in das Fegefeuer der>_Eramens. Als erste Prüjung mußte er einen norwegischen rre'ck.e Ib'en etne ^urMcknittsnote von 3, 66 die also ihm das Re-Ä rum Eintritt in die ÜnchersiL .aber da er beim mündlichen Examen im Lateinischen xm tyxieäwfKn und in der Attthmetik ungenügend war, jtnrrö’ er jnrnatriMim und war sozusagen nur provsiorisch .. ?oyer zugttajscn. Von ben 101 Aand-ivaten, die aemeinsam dUsiMttenfmprüfung ablegten, hatten 98 das Gramen »m -H. :n Prüfung: nur 11 warm h u^lwt befreit wordm, einer starb und zwei mdTaeto£r fätet.Unh,eTru^Idrtub*;fn nickt ^»3^5= ,u^ nre der Mühe umerzogm, durch dn naclLrägltches Examen un Griechischen, LateinifckiM und ch der das ootiguluge Recht als akademischer Bürger zu erobern. Vie deulsche Beteiligung an öer IDeltausftetlung in San Francisco abgelehnt. Die „9d)rdd. Allgem. Ztg." schreibt: Die Einladung der Bercmigten (Staaten von Amerika auf Beteiligung an der Weltausstellung in San Francisco ist deutscherseits nunmehr ab gelehnt worden, nacksdem die von der Reichsverwattung veranstaltete Umfrage ergeben hat, daß die deutsck>e Industrie und die sonstigen deutschen wtrtscksaftlichen .Meise mit überwältigender Mehrheit von der Beschickung des Unternehmens sich keinen "Nutzen versprechen. Bei den guten politischen, wirtschaftlichen und kultiirellen Beziehungen, so schreibt das Blatt weiter, die zwischen Deutsch lanb und den Bereinigten Staaten bestehen und deren Pflege und weitere Ausgestaltung das Teutsclre Reich sich weiter angelegen ’*?n lauen nnrd, hat bie kaiserliche Regierung, welche die Möglickstert einer deutlchen Beteiligung eingehenb geprüft hat, ihre Entschliesping Nicht leichten Lerzens gesäßt Sie hatte gern gesehen,^wer,n sie, wie seinerzeit bd den Ausstellungen in Ehieago und et. Louis der arnerikanisck-en Regierung und dem amettkaniicken Volke durch» bie Annahme der Einladung einen neuen Beweis seiner Sympathie und Freündsckxift hätte gebeu Jonnen. vluf der anderen Seite mußte sie mit ber Abndgung der deutichen Witttchastskreise, die auch auf eine in Deutschland Herr 'ck 'Nde Ausstellungsmüdigkeit zurückzuführen ist,.als Tatsatt>e rechnen, und tonnte fiel; nut ihr um so weniger in Widerspruch setzen al* etne deutsthe Beteiligung, die der Bedeutung der bcutidKn ^nbuitne, iutb bes bt-utid;cn Wittschaftslebens nicht entspräche, dem 2lniel^n des Reiches schädlich wäre und somit den deutschen ontexenen »uwtberlaufen würbe. Ta die Ausstellung in San Franeiseo vielfach mit der Eröffnung des Panamakanals Ixmg^gebrarf'/t wird, so sei noch darauf lnngewiesen, daß DeriNästands Stellung zu diesem welthistorischen Ereignis durch dre Entickeibung tn brr Ausstellungsftage nickt berührt itnrd. Tie feier Im c Einweihung des neuen, die Völker verbindenden Vettettrs- Weges wirb v-oraussicktlich Gelegenheit geben, bas Interesse Deutsch- lands an diel er gewaltigen Grrungcnfdxift, welche bie Welt der -tatfraft ber Bereinigten Staaten zu verdanken haben wirb, in würdiger Weye zu befunben. ficcr und Flotte. Allerlei Denkwürdigkeiten. , Bion ville, 16. Aug Zum Gedächtnis der Ge- e n d e s I n t a n t e r i e - R e g i m e n t S N r. 79 iBoigt»- Rdetz) ist auf Anregung von Veteranen des Regimentes und unter tätiger auf das zweckmäßigste unterstützt-, und Bad Brückenau zu einem Luftkurorte ersten Ranges macht. Bad Homburg. Ich ersuche Euer Durchlaucht der unter Ihrem Präsidium tagenden Generalversammtung der Katholiken Deutschlands für den Ausdruck treuer Anhänglichkeit an Kaiser und Reich und die mir gewidmeten freundlichen Wünsche meinen Dank auszusprechen. Wilhelm I. R. Darauf begrüßte Bürgermeister Dr. Fcnckt im Namen der Stadt die Versammlung. Alle Katholiken deutscher und französischer Zunge durchglühe derselbe Gedanke, zu sein „ein einig Volk von Brüdern" (Bravo und Händeklatschen). Freiherr von Fuchs -Wien überbringt als Vertreter des Zentralausschusses der Katholiken Oesterreichs Grüße, wofür Pros. Kintzinger dankt und dem Kaiser Franz Josef am Vorabend seines G e b u r t s f e st e s Glück und Segen wünscht. Baumberger-Schweiz überbringt im Namen des Zentralkomitees der Schweizer Katholiken die herzlichsten Wünsche und gedenkt mit herzlichen Worten des Besuches Kaiser Wilhelms in der Schweiz. 19,0 ' C. 12,4 J C. 16. 16. bis 17. , 17. l. Klein-Linden? 17. Aug. Eine Kaiserjubiläum s- und Gravelotte feier sand heute in dem Burggarten unter starker Beteiligung der Einwohner statt. Voraus ging eine kirchliche Feier, bei welcher Pfarrer Bröckelmann die Festpredigt hielt. Auf der Burg eröffnete der Posaunenchor die Feier. Der Vorsitzende des Kriegervereins begrüßte die Festteilnehmer und Gesangverein „Eintracht" sang als Eröffnungschor „Die Markte. W. Gießen, 17. Aug. Ferien st immung herrschte am amstag auf unferm Wochen markt, der übrigens in allen Handel. )( Vom Pferde handel ivird uns geschrieben: 65 000 Pferde, davon 30 000 für das deutsche Heer und 35 000 für die französische Armee, werden zur Errichtung neuer Kavallerie-Regi- mentcr gebraucht. 'Datz dieser gewaltige Mehrbedarf nicht ohne Einfluß aus die Preise der Tiere .geblieben ist, die für private und wrrtickxistllche Awccke nötig sind, liegt auf der Hand. Trotz der Konkurrenz des Autos sind die Preise für Pferde in Deutschland in den letzten 10 Jahren immer mehr gestiegen. Die Pferde - ^chler^im Auslande verlangen besonders für Arbeitsschläge enorm Leipziger Völkerschlacht" unter Leitung des Dirigenten Harnisch- Steinberg. Die Festrede hielt Lehver Jung- Ober-Mock- 'tadt, Lehrer Keil gedachte des Tages von Gravelotte und brachte das Hoch aufs Vaterland aus. Herr Jung-Ober-Mockstadt gedachte in einer weiteren Ansprache der Veteranen und Kriegsteilnehmer. Herr Aug. Stöger toastete auf Jung-Deutschland. l. Nidda, 18. Aug. Der Kriegerverein und der Veteranenverband Nidda und Umgegend hielten heute Gravelotte feier ab. Um 10 Uhr zogen die Vereine mit Fahne und Musik zur Kirche. Im Festgottesdienst predigte Pfgrrer Werner und ührte in begeisterter Rede aus, warum und wofür wir am Tag von Gravelotte Gott und den Menschen danken und das Gelöbnis geben müssen, das, was wir von unseren Vätern erhalten haben, zu bewahren. Nach Beendigung des Gottesdienstes bewegte sich ein tattlichcr Zug zum Kriegerdenkmal. Der Vorsitzende des .Kriegervereins, Oberst z. D. Weimer, hielt hier eine kraftvolle, echt patriotische Ansprache und brachte ein dreifaches^ Hurra auf Kaiser und Großherzog aus und legte einen Kranz am Denkmal nieder. Das gleiche tat der Vorsitzende des Veteranenverbands, Gerichtsvollzieher i. P. Vetzberg er. Um 2 Uhr hielt dann der Beteranenverband seine Generalversammlung ab. Ein Konzert der Feuerwehrkapelle in Krafts Saalbau beschloß die Feier. L. Friedberg, 17. Aug. Unter Vorantritt der Kapelle der Militärmusikschule zogen die Militärvereine heute morgen ,'nach dem Friedhöfe, später zum Gottesdienste und dann zu einem Zusammensein, alte Erinnerungen austauschend, in die Reichskrone. Professor Kintzinger schlug sodann zum ersten Präsidenten den Wirsten Alois zu Löwenstein vor. Dieser, der bekanntlich auch auf dem ersten, fauf elsaß-lothringischem Boden abgehaltenen Katholikentage vor sechs Jähren in Straßburg das Präsidium führte, erklärte hierauf, daß er die Wahl annehme. .Er werde das Amt des Ersten Präsidenten jedenfalls ohne Nervosität führen. Die Arbeitslast, die auf dem Präsidium einer 'Generalveriammlung liegt, ist eine große und sie wird in diesem Jahre noch gesteigert durch die Do pp.elspr achl i chkeit der '.Verhandlungen. Diese Doppelsprachlichkeit hat überall in der Wresfe viel Kopfzerbrechen verursacht und heiligste Entrüstung entfällst. Wenn die Herren aber geheime Pläne dahinter gewittert haben, so sind sie auf dem Holzwege. Die Sache liegt außerordentlich einfach. Ein großer Teil der elsaß-lothringischen Bevölkerung beherrscht die deutsche S p r ach enicht so vollkommen, um ernsten Verhandlungen mit vollem Verständnis folgen zu können. Da wäre es töricht gewesen, wenn wir ausschließlich in einer Sprache verhandelt hätten, die das Voll zum Teil nicht versteht. Zum 1. Vizepräsidenten wurde Landtagsabgeordneter Hön Wroßblittersdvrs) gewählt, zum 2. Vizepräsidenten Rechtsanwalt Trunk (Karlsruhe). Hierauf gelangte folgendes Huldigungstelegramm an den Papst tzur.Absendung: „Die zu ihrer 60. Generalversammlung in Metz vereinigten Katholiken Deutschlands entbieten Dir, Heiliger Vater. Den ehrerbietigsten Slusdruck freudigen Gehorsams, unwandelbarer Treue und kindlicher Liebe. Mit banger Sorge haben sie g Tage Deiner Krankheit durchlebt und danken nun Gott, daß , der treue Hüter der Reinheit der Lehre, der rkämpfer für die Freiheit der Kirche Deiner Herde erhallen chliebst. Erfüllt von der Erinnerung an Konstantins glorreiche Tat, welche der Kirche die Freiheit der Entwicklung gab und der Menschheit dadurch die größte Wohltat erwies, sprechen die Katholiken Deutschlands den innigen Wunsch aus, daß bald die unwürdigen Fesseln fallen möchten, die heute noch vielfach unserer Kirche auferlegt sind. Sie fordern für den Stellvertreter Christi tauf Erden volle Freiheit in der Verwaltung seines heiligen, segen- chringenden Amtes und erbitten von Dir, Heiliger Vater, den -apostolischen Segen für ihre Beratungen." An den Kaiser wurde folgender Huldigungsgruß gesandt: „Viele Dausende katholischer Manner, die zur 60. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in Metz versammelt sind, bringen Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät ihre Huldigung dar und das. Gelöbnis der unverbrüchlichen Treue und Anhänglichkeit zu Kaiser und Reich. Dankbar erfreuen sie sich des Friedens, den Eure Majestät durch 25 Jahre mit starker und fester Hand dem ,-Deutschen Reiche erhalten haben. Sie beten zu Gott, dem König der Könige, daß er Eurer Majestät noch viele Jahre einer glücklichen und segensreichen Regierung schenken möge zum Wohle des Vaterlandes." Daraus wurde die erste geschlossene Versammlung für beendet erklärt. Gegen .VzS Uhr nachmittags setzte sich dann der große F-estzug tbon der Esplanade aus in Bewegung. Es beteiligten sich an dem Zuge rund 25000 Mitglieder von Handwerks-, Gesellen- und Wrbertervereinen. Auch alle Kongregationen aus Metz und der näheren Umgebung waren im Zuge vertreten, der ü b e r 8 0 Musikkapellen äufwies, die die einzelnen Gruppen anführten. In der Mehrzahl handelte es sich dabei .um Kapellen, die in einer der französischen Uniform ähnlichen Tracht marschierten Und überwiegend aus den aufgelösten natio nalisti- schen Vereinigungen der „Lorraine sportive" und der ,Jeunche Lorraine" sich rekrutierten. Sie spielten die cha- r a kt e ri st i scheu franz ösi scheu Ge s chwi n d m ä rsche, wogegen die im Zuge marschierenden deutschen Kapellen deutsche Militärmärsche, u. a. den „Hohenfriedberger" und den „Pariser Einzugsmarsch" zum Vortrag brachten. Die eingeborene Bevölkerung äkklamierte selbstverständlich nur die französischen Kapellen iFaft sämtliche Vereine wurden von ihren Ortsgeistlichen geführt und hatten die Vereinsfahne mitgebrachl, wohingegen das Mit- siihreii von Krrchenfahnen verboten war. Die Vereine'aus dem Saarrevier hatten ihre Kapelle in Bergmannstracht gesteckt Zu Füßen der wundervollen Esplanade mit dem Ausblick auf die Schlachtfelder St. Quentin, Gravelotte und Mars la Tour nahm auf einer Tribüne Bischof Benzler, umgeben von den übrigen kirchlichen Würdenträgern, den Vorbeimarsch .des Zuges ab. Jeder Verein wurde von der Tribüne mit lebhaftem Beifall begrüßt. Auf dem Festplatze sorgten drei große Wirtschaf- t e n für ein angeregtes Leben und Treiben, das bis in die späten Abendstunden andauerte und schließlich zu einem allgemeinen Volksfest wurde, an dem auch die eingeborene Bevölkerung lebhaften Anteil nahm. Im Anschluß an den Festzug fanden in 14 Räumen der Stadt Festv er sammln ilgen der Vereine statt. Die Redner in diesen Versammlungen forderten die Erschieneiien zu treuem .Festhalten an Glauben und Kirche gegenüber allen Einwirkungen des modernen Unglaubens auf. Um 8 Uhr abends fand dann in der gewaltigen Festhalle die öffentliche Begrüßungsversammlung statt, die von mehreren tausend Pevsonen besucht war. Prof. Kintzinger hielt die erste Ansprache, die mit einem Hoch auf Kaiser und Papst schloß, worauf die deutsche National Hymne gesungen wurde. Inzwischen war eine Antwortdepesche des Kaisers eingegangen, welche vom Fürsten Löwenstein mitgeteilt wurde-. Vermischter. * Die Eröffnung der Merkurbergbahn fand, wie aus Baden-Baden berichtet wird, am Samstag mittag unter Beteiligung zahlreicher Vertreter von staatlichen und städtischen Bs- hörden und in Gegenwart einer großen Anzahl Ehrengäste statt. Die Anlagekosten der Bahn auf dem Merkur (700 Meter) beliefert sich einschließlich der erforderlichen Kosten des neuen Restauratioils- gebäudes auf rund eine Million Mark. Im Namen der Großher- zöglichen Regierung sprach Geheimrat Wiener der Badener Stadtverwaltung den Dank und die Anerkennung der Regierung aus. * Die Heirat int Automobil. Miß Donaldson die Tochter des verstorbenen Vizepräsidenten der Erie-Eisenbahn- Gesellschaft, scheint eine besondere Vorliebe für romantische Heiraten zu haben. Vor drei Jahren hat sie einen Mr. John Kirwan im Geheimen, ohne Wissen der Eltern, geheiratet. Sie und ihr Gatte waren damals 18 Jahre alt Als die Sache ruchbar wurde, setzten die Eltern die Annullierung dieser Ehe durch und beobachteten auf das strengste ihre Tochter. Letzthin ist sie ihnen wieder ausgerissen und hat Amerika durch eine neue exzentrische Heirat in Erregung versetzt. Sie hatte vor einem- Jahr bei einem Wettrennen in London den Advokaten Siston aus Otawa, den Sohn des ehemaligen Ministers des Innern, kennen gelernt und sich sofort in ihn verliebt. Dieses Jahr sind die Eltern wieder mit ihr nach Europa zu den englischen Rennen gekommen. Die Tochter hat sich aber eines Slbends von ihnen getrennt Und in einem bereit gehaltenen Automobil sofort mit ihrem Geliebten trauen lassen, worauf noch eine kleine Erfrischung von Eisschokolade eingenommen wurde, und bann entflohen die beiden auf ein Schiff, das sie nach Amerika hinübertrug. Kleine Tageschronik. Die „B. Z." meldet aus Bromberg : Der Reichstags- ab geordnete für den Wahlkreis Komar-Czamikau-Filehne, Gutsbesitzer Ritter, stürzte unmittelbar vor dem Bromberger Bahnhof infolge vorzeitigen Oeffnens der Wagentür aus dem noch in voller Fahrt befindlichen Zug und wurde schwer verletzt. Tschechische Blätter melden, daß bei der kürzlich von der Regierung suspendierten Stadtvertretung der böhmischen Stadt Saun größere Unterschleife vorgekommen seien. Die Revision der Städtischen Sparkasse habe ein Defizjt von dreiviertel Millionen Kronen ergeben. Artikeln, die man dort feil zu bieten pflegt, vorzüglich veicyickt war. Aber die Menge der einkausenden Hausfrauen war geringer als sonst, was wohl seinen Grund in den Ferien der Universität und der höheren Schulen halte. Es war nach langer Zeit einmal ein Überangebot in Eiern, Butter, in Geflügel und in Gemüse re. zu bemerken und die Wochenmarktskundscha't, die dafür einen sehr geschärften Blick hat, machte sich diesen Umstand zu nutze, feilschte und bot kräftig ab. Suppenhühner und junge Hahnen waren n: solcher Menge vorhanden, daß dieselben förmlich zu Ausverkanss- vreisen zu haben waren, ebenso ging es mit den großen Buttervorräten. Beste Landbutter war gegen Milte des Marktes das Pfund zu Mk. 1,10—1.15 in Menge noch zll taufen. ** Der Viehhandel bei den Gießener Viehmär k t e n ist, so flogt eine Zuschrift an uns, durch die bestehende Marktordnung merkwürdigerweise verboten, obgleich Zuchtviehmärkte ohne Dorhandel eigentlich gar nicht gut denkbar sind. Das Verbot wird von den Exekutivbeamten der Polizeibehörde auch nur gehandhabt, wenn dieser Handel vor dem eigentlichen Markt auf der Straße oder auf nach der Straße zu offenen Höfen getrieben wird: findet er aber in den Ställen statt, so läßt man ihn vernünftigerweise zu. Neuerdings hat nun die Polizei dem Handel mit Vieh vor dem eigentlichen Markttage eine weitere Schwierigkeit dadurch bereitet, daß sie die Handelsleute, die aus Preußen zum Vieheinkauf oder -Verkauf schon am Montag in Gießen sind und den Handel an diesem Tage ausüben, nach der Steuerlegitimation fragen, welche Maßnahme, da man früher sich nie darum kümmerte, unter den Handelsleuten böses Blut machte. Jedenfalls hat zu dieser Maßregel der hessische Steuerfiskus die Anregung gegeben, der damit bezweckt, Geld in den Beutel des Staates zu schaffen. Wir haben uns nun nach den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen erkundigt und dabei erfahren, daß Viehhändler, die außerhalb Hessens eine gewerbliche Niederlassung haben und darüber durch die Steuerpapiere ihres Heimatlandes sich ausweisen können, am Montag vor dem Mctx-kt zwar Vieh in Gietzen ein kau fett, aber nicht verkaufen dürfen: dagegen dürfen Viehhändler von jenseits der hessischen Grenze, die nur xm Besitz eines Wandergewerbescheines für ihren Heimatstaat sind, Vieh am Montag nur einkaufen, wenn sie die hessische Landes- 611 bezahlt haben. Sämtliche Viehverkäufer aber, die am Montag Handel treiben wollen, müssen den Nachweis bringen, oatz hessische Landessteuer bezahlt haben. Am Markttage c* ÄU dieses steuerliche Erfordernis für den Handel mit Vieh s sn- t; ■man a.llo, und Has ist im Interesse der Entwicklung der Viehmärkte erforderlich, Schwierigkeiten beseitigen, so muß man unsere Marktordnung dem Bedürfnis des Marktverkehrs und der Marktgewohnheiten entsprechend abändern und das Verbot des Vorhandels fallen lassen. Ueber die zwingende Notwendigkeit eines Vormarktes ist wiederholt gesprochen worden. Kenner der Verhält- msse behaupten sogar, die Zulassung des Vorhandels liege im rrCier Hauptmarktes, denn dieser würde sonst mit Vieh o stark belastet werden, daß die medizinische Kontrolle der Tiere )on den dazu bestellten zwei Veterinärärzten nicht gründlich be- orgt werden würde. Beim Borhandel werden auch in der Haupt - ache schwer tragende und frisch -melkende Kühe verhandelt, die kein bernünftiger JBicIjljänbler den Witterungseinflüssen eines offenen Marktes aussetzt und die man eigentlich nur an unsere Marktorte bringt, weil man von altersher weiß, daß sich dafür Liebhaber am Bor markt einfinden. Unsere Stadtverordneten, unter denen ja auch einige Fachleute, frühere Landwirte, sich befinden, würden im Interesse der weiteren Entwicklung unserer sehr bedeutenden Zuchtviehmärkte gut tun, die Frage einmal einer gründlichen Beratung zu unterziehen. Es gibt auch Gründe, die dagegen sprechen und diese sind uns bekannt, aber sie sind von so untergeordneter Bedeutung, daß sie gegenüber den Bedürfnissen des Viehhandels bet den Gießener Märkten außer Betracht bleiben können. K o pch e s von Luxemburg befanden. Großen Beifall erregte auch vas Erscheinen des ständigen Kommissars der Generalversammp tuurjea ber Katholiken Deutschlands, des Erbgrafen Droste zü Busche ring sowie der Vertreter der elsaß-lothringischen Zens «rmnspartei. — Mit großem Beifall wurden auch die Mgeords üeteu des Deutschen Reichstags bezw. Preußischen Landtags em#* langen: Pvrsch, Gröber, Cahensly, Trimborn, He - ^v ld, Piepern, a. Von dem Nuntius Frühwirth (München) lag »ein längeres Begrüßungsschreiben an den Katholikentag dor. Weiter lag ein Schreiben des Erzbischofs Felix von Köln toar. Kardinal Kopp erklärt in seiner Zuschrift, er werde ständig ■öafür beten, daß die Generalversammlung dazu beitragen möge, feie Glaubensfreudigkeit der deutschen Katholiken zu fördern. — Noch eine Reihe weiterer Kirchenfürsten hatte Begrüßungsschreb- ven gesandt. Zu Beginn der Tagung hielt der Vorsitzende des Metzer Lo- «rlkomitces, Gemeinderatsmitglied Oberlehrer Professor Kintzinger, eine Ansprache. Er sagte u. a.: Unsere diesjährige Ta- igung lieht im Zeichen der Kon st anti nischen Jubelfeier, «rner Feier, die uns die Erinnerung an jene Zeit bringt, wo nach ^jahrelangem Ringen und Arbeiten und blutigen Opfern endlich der Sieg der Kirche beschert wurde. Wie die damaligen Christen stehen taiuij mit heute vor harten Kämpfen mit dem Heidentum, und zwar feem modernen Heidentum, das in seiner Art für unser Geschlecht »v-eit größere Gefahren in sich birgt als jenes, das die ersten Christen _3u überwinden trachteten, weil dieses moderne Heiden- krm vielfach unter falscher Flagge segelt und die Ahnungslosen doppelt und dreifach betrügt. Die verhörende Seuche der Gottent- frembung hat einen erschreckenden Umfang angenommen. Daher wuß unser Volk gewaltsam aufgerüttelt werden. Der Redner teilt dann einige Sätze aus dem Anschreiben des Bischofs von Rotten- wurg mit, welche ebenfalls die Bekämpfung des modernen Unglaubens als wichttgsten Punkt für die diesjährige Generalversamm- umg der Katholiken Deutschlands empsiehlt und brachte dann das .Antwortschreiben des Papstes Pius X. auf das Bs- tzriißungsschreiben des Lokal-Komitees zur Verlesung. Der Papst Okt darin in anerkennender Weise des Eintretens der deutschen oiken für die volle Freiheit des römischen Oberhirten, für die LZu l assung der religiösen Orden und Kongregationen .sotvie die Rechte der Kirche in den öffentlichen Schulen und Erteilt zum Schluß der Generalversammlung in herzlicher Zuneigung den Apostolischen Segen. Gravelottefeiern. ** In Gießen veranstalteten die militärischen Vereine wie alljährlich eine Feier der Gedenktage an die Schlacht bei Gravelotte. Sie bestand in Kirchgang, Schmückung der Kriegergräber und -Denkmäler, sowie Konzert auf dem Landgraf-PNlipP- Platz. Wies eck, 17. Aug. Die Mitglieder des hiesigen Kriegervereins hatten sich am Samstag abend in ihrem Vereinslokast zusammengefunden, um der großen Tage vor Metz zu gedenken. :erbet mürben sieben noch lebenden Grürrdern des Kriegervereins Ehrenurkunben überreicht. Arn Sonntag sand Kirchenparabe statt, an die sich ein Gang nach dem Friedhöfe anschlvß. Pfarrer B e r n b e d hielt die Gedächtnisrede. Die Niederiegung eines Lorbeerkranzes durch den Präsidenten Becker beschloß die eindrucksvolle Feier. Preis N9 314 5 ö 8 10 3i4 5 ö 8 lOPfg.d.Sfck. Aug. 1913 Barometer aus 0° reduziert c i der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke (Brab der Bewölkung in Zehntel der ßchtb Himmel»sl. ----------- VT» Wetter 17. 2,b 747,7 17,7 2L3 75 W 4 10 Bed. Himmel 17. 950 749,0 15,7 11,0 82 NW 2 10 18. 7* 749,7 14 5 10,6 86 W 3 10 n ti sch iuu lill ebt 6 eii bau dal Aus Es Bar fam daß Feri fach