I nbern. die tS II Grifft kj. . örd) ti, '°Ngesetzl S '•Hit u"nb'8’i« in vtinmal Ä Atz tmmfl[ J “’1 bat. ?.: uch nicht mifhQlten '-i südlichen jfr ürii ri?n eigenen ÄH *! m«t nrni Quit"* :. cN?s Sfr ,»»D ■•’djaugjffb-a , fr dkl HF*?, aber "tz -Imcfar eine P W4# ü-Mx 'Äaii-nK? bciiein . [ommt »afe’Ä -ldallcnt- 6in ^Utclitanb nur dun! H , Lir sollen gar ’E ', ■ evvn stelle wird xn. !f br'vh- fr* kau. : f,,,'frln übertragen uiu b"‘ ÄÄ ^kl'llchir wn ^tsmartf und eine: -urerung, daß von hohc wk? mit Füßen getrete- ■«’ genug rügen kann. ■•"“itt mit ihren Ramst '•'• -'hbfiiai tollten imtc . ? antad) verboten toerber. ij'itn jnit ihren grüner, igcm schwindel auch An Tonnerimatd und Fürsten " "./irten beteiligt Ir !cn sind verantwortlich fä 1 daulo, Tenn die deutsche ' ’ Staate ermöglicht Haber b.1 tat 3n unieran wir ® ■ besser werden, wenn br ichweiies durchßeführt ii - wird 3bnen schon Hein n der ausländischen Aerx werden. Auch unter it $ Anreißertum eingetific erung an der Art k > .'ioniamDtreine vorübe r Hand bei Proletari: bat sich einmal mit jclM r.anbL Tabri fehlte Li | Ssbrbttt' - öeitntPA TTtDTtüt Htvb ö, die iebf? j ihnen. <>* : J gen ntrerhönn dnanmv , iordcn ist. 1 christlichen imngelnE Littroort der Regierung ar trim. daß diese Angelegt! ,rb Regierung dabei nc: t lann, das W man ab mt rcichsgesetzlichk Kcgck« !>- i er Hand nehmen der m. . Int muß endlich M9 ni-ber. 90 o ocr LÄachthl' .4.m' ausgesprochen. im au< unserer MJ Selleries.aus IM- Aan tollte ihm ® Ä-r.K ; Seüail bei der mr- Nr. H Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich GießenerSamilienblättcr, zweimal ivörbeiitl.KteiS; blallfürdenAreisSiehen (Dienstag und Freitag); zweimal moimtl. Landwirtschaftliche Seitfragcn Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: -lnzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnuunner bis vormittags 9 Uhr. MMMOW Erstes Blatt 165. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-vuch- und Zteindrnckerei R. Lange. Nedaktion. Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. g^„ ben Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhosstratze 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Zreitag, 17. Januar 1915 Beznasvrei i: monatlich 75 Ps^ viertel- jährlich Mk. 2.20; durch jtca Abhole- il Zweigstellen fl ■ ▼ monatlich 65 Bf.; durch H die Post Mk. 2.— viertel- W jährl. ausschl. Bestellg. Wk n Zeilenpreis: lokal 15Ps., auswärts 20 Mennig. Ehesredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. 9leu- Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. Die (Einigung der Botschafter. Wir sind in der Balkansache wieder einen kleinen Schritt weiter. Die Bvtschaster in London haben sich geeinigt und es heißt, daß ihre Note an die Türkei, in der die Preisgabe Adrianopels verlangt werden soll, heute oder morgen überreicht werde. In den „Times" waren noch einige überraschende Aenßerungen zu lesen. Danach sollen nicht nur einige Balkandelegicrte, sondern auch eine große Kontinentalmacht das Bestreben haben, den Frieden zu vereiteln. Ob Deutschland gemeint sein soll? Was die Türkei tun wird, • ist auch heute noch ganz unentschieden. Der Sultan hat einem türkischen Redakteur eine Unterredung gewährt, aber wenn man die Aeußerungen des Sultans gelesen hat, ist man so klug wie zuvor. Höchstens könnte man etwas Angst vor der Erschütterung seiner Dynastie herauslesen. Wir erhalten folgende Meldungen:' Konstantinopel, 16. Ian. Die Botschafter haben sich über den endgültigen Wortlaut der Kollektivnote geeinigt. Die bulgarisch-rumänischen Verhandlungen. Wie das Reutersche Bureau erfährt, erhielt Dr. Da- new aus Sofia Instruktionen. Infolgedessen nimmt er die Verhandlungen mit dem rumänischen Minister Jones cu wieder auf. Sofia, 16. Jan. Das Wiener Korr.-Bureau meldet: Me von kompetenter Seite versichert wird, hätte der in Mustafa Pascha äbgehaltene Kronrat den Zweck, unter Zuz-iehung der Armeekommandanten über die Eventualität einer Fortsetzung des Krieges zu beraten Die Beratungen sollen ein vollkommen befriedigendes Ergebnis gezeitigt haben. Bezüglich der rumänischen Ansprüche sollen die letzten Nachrichten insofern günstiger lauten, als der Konflikt an Schärfe verlor und in eine ruhigere Phase trat, wodurch gewisse Hoffnungen auf eine gütliche Beilegung gegeben sind. Eine Aeußerung des Sultans. Konstantinopel, 16. Jan. Der Sultan empfing 'gestern den Chefredakteur des Blattes „Sabah", ' Daran ttetefian, in längerer Audienz. Der Sultan soll, dem „Sa- l>ah" zufolge, folgendes geäußert haben: Wir leben in einer schweren Zeit. Niemanden Herz ist so betrübt, wie das meinige, aber ich überwinde den Kummer, um meine Pflicht erfüllen zu können, die die göttliche Gnade mv anvertraute. Wir haben mehr als je die Pflicht zu arbeiten Fch will das erste Beispiel hierfür geben. Wir müssen un in Gegenwart und Zukunft sichern, indem wir uns br göttlichen Gnade anvertraueu. Ich bin ein verfassungsmäßiger .Herrscher. Das Glück meiner Nation hängt voi der Nutzbarmachung der Wohltaten der Verfassung ab Nach Beilegung der gegenwärtigen Schwierigkeiten ist unser erste Pflicht, die Eröffnung der Nationalver sammln n g. In meiner Dynastie und meiner Nation gibt es niemand, der gegen die Verfa'sung wäre. Ter Absolutismus, der notwendiger Weise die Form einer Willkürherrschaft annimmt, kann niemals, insbesondere nicht in dem Jahrhundert, in dem wir leben, für die Bedürfnisse der Nation sorgen und deren Wohl sichern. Die Verfassung bleibt ewig die Regierungsform unserer Nation. Es ist notwendig, Mißbräuche hintanzuhaltssn; die Ereignisse bewiesen, dies neuerdings. Wir bedürfen Ruhe, damit die Verfassung Früchte trage. Die Nation erlitt dadurch großen Schaden, daß während der letzten vier Jahre in Gemäßheit des parlamentarischen Majoritätsprinzips hä u- figeSy st em wechsel vorgenommen werden mußten. Der volle Gebrauch der Rechte, welche die Verfassung dem Sultanat verleiht, kann von diesem Belange große Wirkung haben. Ich werde nicht ermangeln, von den Rechten der Krone zugunsten der Interessen und des Glücks der Nation Gebrauch zu machen. Auch die Mitglieder der Nation müssen von ihren Rechten Gebrauch machen. Es ist notwendig, daß aus den nächsten Wahlen eine homogene, fähige und erleuchtete Mehrheit hervorgehe, welche die Sitten des Landes kennt und die allgemeinen Interessen jedem persönlichen Wunsch voranstellt. Der Fall Prohaska in Ehren erledigt Belgrad, 16. Jan. Wie aus Prizrend gemeldet wird, fand gestern vormittag 10 Uhr die feierliche Hissung der Flagge auf dem österreichisch-ungarischen Konsulat statt. Knrz vor der angeraumten Zeit hatte eine Abteilung serbischer Truppen unter dem Kommando eines Offiz'"rs vor dem Konsulat Aufstellung genommen. Konsul Prohaska erschien in Galauniform, umgeben von dem Personale des Konsulats und gab dem Kawasien das Zeichen zur Hissung der Flagge. In dem Augenblick, als diese aufgezogen wurde, leisteten der kommandierende Offizier und die ausgerückte Abteilung unter klingendem Spiele die vorgeschriebene Ehrenbezeugung. Bald darauf stattete Konsul Prohaska dem serbischen Militärkommandanten einen Besuch ab. Die französische Präsidentenwahl. Paris, 16. Jan. Die Vollversammlung der Republikaner trat abermals zusammen, um den Kandidaten für die Präsidentschaft zu bestimmen. Im dritten Wahlgange würben von 748 Anwesenden 646 Stimmen abgegeben, so daß die Majorität 324 betrug. Es erhielten Pams 323, Poincars 309, Ribot 11, Delcassä zwei Stimmen, Des- chanel eine Stimme. Der M i n i st e r r a t trat um 6 Uhr zu einer Sitzung zusammen, an der Delcasse und Pams nicht teilnahmen. Zahlreiche Senatoren und Deputierte, darunter Clemcnceau, versammelten sich nach der Abstimmung unter dem Vorsitz von Combes. Dieser schlug vor, bei P o i n e a r e einen Schritt zu unternehmen und ihn zu bitten, seine Kandidatur aus republikanischer Disziplin nicht aufrecht zu erhalten. Ribot, der auf- gefordert wurde, sich diesem Schritt anzuschließen, erklärte, er müsse davon abseheu, da,er gegebenei'.fal's wieder Kandidat werden könnte. Darauf würbe eine Delegation von Führenr der Gruppen der Linken zu Poincare geschickt, um ihn zum Verzicht zu veranlassen. Poincare erklärte, er könne sich dieser Anschauung richt anschließen. Er sei der Meinung, daß die Nationalversammlung das letzte Wort sprechen müsse. , Im Senat fand abends eine Versammlung der s i n k s r e p u b l i k an i s ch e n Gruppen statt, in der die zn Ltaincare entsandte Abordnung Bericht erstattete. Die von 150 Personen besuchte Versammlung verlief äußerst stürmisch, da die Weigerung Poineares, von der Kandidatur abzustehen, die Köpfe whitzt hatte. Als Buisson mitteilte, daß Poincars ihm erklärt >abc, Clemeneeau habe sich einem Besuch bei Bourgeois, um liefen zur Kandidatur zu veranlassen, widersetzt, l beitritt Cle- tcnccau diese Darstellung Poineares. Es wurden Rufe laut: Zoinears ist ein Abenteurer, er hat die Disziplin erwürgt! Auch oie WiedereinsOtzuug du Patv de Clams wurde zur Sprache gebracht und behauptet, daß sic mit Einwilligung Poincares geschehen sei. Schließlich stimmte die Versammlung der Einigung aller Republikaner auf die Kandidatur Pams zu. 78us befielt. Der Streit Grunewald-Tr Winkler. Nach der Erklärung des Abg. Grünewald in unserer Nummer vom letzten Montag steht Behauptung gegen Behauptung. Da die Oeffentlichkeit ein begreifliches Interesse daran hat, welchen Verlauf die Angelegenheit gehabt hat, haben wir von dem Anerbieten des Abg. Grünewald Gebrauch gemacht und Einsicht in seinen Briefmeckfel und in seine Aufzeichnungen genommen. Da eine Zuschrift von Dr. Winkler an uns im wesentlichen den sachlichen Hergana, wie er aus den Grünewaldschen Akten zu erkennen ist, bestätigt, können wir heute folgende Feststellungen bringen: Die Verhandlung im Landtag, die die bekamüe Obrfeiqen- Geschichte hervirrief, war am 12. Dezember. Am 19. Dezember erschien Amtsrichter S ch n e i d er - Bad-Nauhe'm bei Grünewald, ihn als Beauftragter Winklers ausfordernd, die Aeuße- rung, er weide W. hinter die Ohren schlagen, z-urückzunehmen. Gr. crHärfe sich sofort dazu bereit, wenn W. seinerseits gleichzeitig den Aufdruck „Feiatzeit" znrücknehme. Schn, saate zu, bei W. die Zurücknahme dieses Ausdrucks anstreben zü wollen. Am 21. Dez>. teilte Gr. dem Amtsrichter Sch. mit, daß •’r i" her nächten Zeit begreift sei. ab-w am 23 und 24. Dez. in Gießen zur Verülgumg stehe, wa^ dieser Dr. Wm^ler mitteilte. Vji zum 23. laa aber bei Sch noch keine Antwort Wm^er^ vor. Grünewalds machte Sch den Virschlag, er solle eine Erklärung ab'asten, die die büderfeitige Rücknahme der beleidinenden Aus- briVe enthalte, er sei bereit, diele Urkunde zu unter''chrech"n und c3 sei ihm einerlei, ob er zuerst oder an zweiter Stelle unterschreite. Auch sei er bereit, daß iste Sache vom Seniorenkonvent der Kammer oder von der Anwaltskammer entschieden werde. Am. 2 7. Dez. Meldete sich telenhonisch ein Herr Chambre — so wurde her Name wenigstens aiHlbem Bureau berftanhen —. "ns Nm-^'enbnrg für hen 28. Dez bei Gr. an. üdoch ohne Berussbe'eichnnng und Anaabe des Grundes seines Beinchs. Am 2 8. Dez. finhet sich ein Eintrag in dem' Beßich-berzeich- ”i= vnr, daß CH. nicht gekommen sei, worauf Gr. nach Crumbach abreiste. ' Am 2 8. D e z. schriest eand. vhil. Gg. X a n b r b aus Neu- Ffenstura einen Bries an Gr , in dem er sich für Montag. 30 Dez., nnmelsete. Er war a"ch da, doch kam der Brief mit anderen Pofyachen erst am 30. Dez. nach Crumbach, iso daß die Begegnung nicht zustande kam. Am 1. Januar schrieb Gr. an Xanbrt), er müsse es ablehnen, ihn als Vertreter Dr. Winklers zu empfangen, da noch Schneider der Beauftragte W.'s sei. Gleichzeitig teilte er Schneider das Vorausgegangene mit und fragte art, ob er noch Winklers.Mandat in der Sacke besitze. Schneider schrieb arü 4. Januar an Winkler und teilte ihm die letzten Vorgänge mit. Am 2. Januar wandte sich Gr. an Kreisrat Dr. W a l l a u in Groß-Gerau, ob er' die weiteren Verhandlungen mit Wkl. übernehmen wolle. Dr. Wallau sagte telegraphisch zu (am 4. Januar). Am 4. Januar schrieb Gr. an Schneider einen Brief, in dem es u. a. heißt: Ich habe es borerft abgelehnt, mit einem mir unbekannten Herrn, einem Studenten, den Herr Dr. Winkler gesandt hat, Rücksprache zu nehmen, weil ich es denn dock in meinem Alter und in meiner Stellung unter meiner Würde halte, m i t einem jungen Herrn zu unterhandeln, von dem ich. ohne daß ich ihm zu nahe treten will, doch nicht weiß, welche Gewähr er nach allen den Richtungen bietet, die bei einer solchen Sache in Betragt kommen, zumal ich ja mit Ihnen in Unterhandlung stehe. Ich war und bin bereit mit Ihnen zu verhandeln. Wollte Herr Dr. Winkler sich Genugtuung mit der Waffe verschaffen so mußte er nach den geltenden Regeln binnen drei Tagen vom 12. Dezember an seine Forderung stellen, die binnen 2 mal 24 Stunden erledigt werden mußte: wird nicht so verfahren, so,ist der Satisfaktionsanspruch, falls er besteht, durch Fristablauf erloschen. Geht Ihr Herr Auftraggeber auf keine der Lösungen ein, die ich ja nicht Vorschläge, zn denen vielmehr ich Ihnen gegenüber mich bereit erkläre, will er sich den billigen Ruhm verschaffen, eine Forderung zu stellen, so behalte ich mir vor, eine Erklärung auf dieselbe abzugeben: nach meinen Erfahrungen wird kein Ehrengericht, wenn es, was bei der Nichtzugehörigkeit der Beteiligten zu organisierten Streifen schwierig sein dürfte, zustande zu bringen ist, eine Forderung unter Männern unserer Stellung und unseres bezw. meines Alters wegen einiger in größter Hitze und Erregung im Parlament geschehener Aeuße- Wallots Größe zeigt sich am besten im Kleinen, im einzelnen Bauglied, in feinen prächtigen Einfällen und Motiven, die sich stets originell und fein um historische Vorbilder ranken. Leider wird uns kein Bild von der Entfaltung dieses bedeutenden Formentalentes gegeben; Arbeiten aus der so wichtigen Frankfurter Zeit, in der sich seine Begabung ausbildete, und aus der späteren Dresdener Zeit", in der sein harmonischstes Werk, das Ständehaus, entstand, fehlen völlig. So bleibt nur der Ban des Reichstags, in Wallots Lebenswerk doch eine Episode. Gelang es dem „Reichsbaumeister" trotz feiner Anlehnung an die Vergangenheit eigene, ganz persönlich gestaltete Formen zu schaffen, so sind die beiden Künstler, denen die Akademie Erinnerungskränze flicht, nur in seltenen Momenten über Anempfindung und Nachahmung hinausgekommen. * — Von der deutschen Spitzbergenexpedition. Ter „Berl. Lokalanz." erhielt auf Anfrage folgendes Telegramm vom deutsckien Konsul in Tromsoe: Ritscher telegraphiert, das; alle in gutem Gesundheitszustand an Bord des „Herzog Ernst" sind. 9hlr er allein ging nach der Advent- B a i. Ferner lief ein Telegramm des nautischen Leiters devSpitzbergen-Trpedi- tion, Kapitän Ritscher, bei dem .Kapitän Berg in Berlin folgenden Wortlauts ein: „3cf) verließ das Schiff, weil es unmöglich ist, mit einem Proviant für höckytens vier Monate acht Monate zu leben. Bei erster (iklegenbeit bricht von hiev eine Expedition für Dr. Rüdiger und die andern Zurückgebliebenen auf." Ter zwischen dem Telegramm Ritschers und seinem früheren Bericht bestehende Widerspruch bleibt unaufgeklärt. — Der Bund Deutscher Verkehrs-Vereine, e. V., S i tz Leipzig, schreibt nns: In Ihrem geschätzten Blatte befindet sick> in der Nr. vom 9. d. Mts. eine Notiz „Bildschmuck im Eisenbahnwagen". In dieser Notiz" ist gesagt, daß von den auf den Wettbewerb lyn eingegangenen Bildern 19 preisgekrönt und angekaust worden seien. Äes ist insofern unrichtig, als nicht 19, sondern 41 Bilder zur Ausführung angekauft und von diesen 20 wegen hervorragender künstlerischer Leistung mit besonderen Preisen ausgeze chnet worden sind. — Die Entdeckung Hogarthscher Fresken. In einem alten Hause der Dean Street zu London hat man, wie dein „Cicerone" berichtet wird, im Treppenhause dekorative Gemälde entdeckt, die offenbar von Sir James Tlwrnhill, dem Schwiegervater Hogarths, und von diesem selbst stammen. Die auf Gips gemalten Gemälde sind nach venezianischem Muster ent- worsen und verraten dekorative Gewandtheit. Man glaubt, daß Thornhill in diesem Hause einige Zeit gewohnt habe. Bestätigt sich die Annahme, daß Hogarth an diesen Fresken beteiligt gewdsen ist, so würde dies einen neuen Zug in das Bild des ersten Meisters der neueren englischen Kunstgeschichte bedeuten. — D'Annunzio int Exil. Trotz der Telegramme einiger enthusiastischer Freunde, die D'Annunzio bitten, mit seinem Fuße doch wieder sein Vaterland zu berühren, bleibt der Dichter seiner Heimat ostentativ fern, bleibt in Frank reich, wo er sich vor der Gefahr sicher fühlt, einer Schmach wie die Versteigerung seiner Möbel zur Bezahlung der Gläubiger ausgesetzt zu fein. „Der Poet," so weiß die Gazette de Tonlose zu berichten, „lebt in einem bescheidenen Häuschen von Areachon, zwischen dem Piniemvald und dem Meer. Stets leuchtet nachts das Licht aus den Fenstern des Arbeiti-zimmers, das mit Büchern, Heiligenbildern und Relignien gefüllt ist. D'Annunzio lebt angeblich in völliger Zurückgezogenheit, besucht niemanden, empsängt keine Besuche, man sieht ihn am Tage einsam spazieren gehen und pur hin und wieder plaudert er mit Fischern, Austern und Muschelsarnrnlern. Er selbst sammelt mit kindlicher Freude Seesterne und Muscheln, hin und wieder besucht er die Kapelle int Pinienwald. D'Annunzio ist zum Wohltäter und Tröster geworden. Vor kurzem begeitcte er vor einer alten Kirche einer armen Bettlerin, einer alten Frau, die ihn um ein Almosen anflehte. „Als großmütiger Herr," so erzählt der Gewährsmann des französischen Blattes voller Bewunderung, „drückte er der Frau ein Zweifrankstück in die Hand und als die Aermste zögernd versicherte, sie habe kein Kleingeld, um ihm herausgeben zu können, beruhigte sie der Dichter mit enter ritterlichen Handbewegung: „Das ist alles für Sie, gute Frau, bewahren Sie es." Die alte Frau gelobte in ihrer Rührung, von Gott allen Segen auf D'Annunzio herabzuflehen, aber in diesem Augen blick tauchte in D'Annunzios Einsamkeit ein Freund auf, den D'Antiunzio begrüßte. Und als er dabei den Hut abnahm, sah die Bettlerin den nackten Schädel des Poeten. Da fügte sie ihren Beteuerungen hinzu: „Und ich werde den Himmel bitten. Ihnen alle Haare w i e d e r z u g e b e n , die Sie verloren haben." Mit einem melaitckwlischen Lächeln nahm der große Mann diesm schönen, aber kaum ersüllbaren Wunsch entgegen . . Line GeSächtnkaBslellung der Verl ner Akademie. Berlin, 15. Jan. Nach ihrem pietätvollen Brauch, die verstorbenen Mitglieder tes Jahres durch Gedächtnisausstellungen zu ehren, veranstaltet die Königliche ^Akademie der Künste in ihrer soeben eröffneten neuen Ausstellung eine Totenfeier für ihte drei Tahingeschiedenen von 1912: für den Maler Albert Hertel, den Bildhaner Otto Lessing und den Baumeister Paul Wallot. Unter diesen Männern steht der Archilelt nicht nur an Bedeutsamkeit seines Wirkens, sondern auch an künstlerischer Größe den beiden anderen weit voran. W a l l o t ist die große Ausgabe zuteil geworden, dem Teutt'chen Reich sein Haus zn erbauen, und es bleibt fein Ruhm, daß er trotz aller Hemmnisse und Schivierigkeiten immer mehr in fein Werk hinein« wuchs und gerade im Ueberwinden widriger Gegensätze sich als origineller Gestalter erwies. Wir können in den ausgestellten Entwürfen und Slizzeii seine Arbeit am Relchstagsgebäude in ihrer Entwicklung verfolgen, von dem wenig bedeutenden ersten'Entwurf 1882 der den Preis erhielt, über mehrere Umarbeitungen bis zur mdgültigen Gestaltung. Hier offenbart sich die Genialität dieses „historischen Baumeisters" im Umformen und Vertiefen einer Idee, im feinen Ausnutzen der gegebenen ober geforderten Ver- ^Äattot steht ganz auf geschichtlicher Grundlage: was er Aeues geboten hat, beruht auf einer höchst eigenartigen Verbindung und Vermischung der historischen Stile. Mit schöpferischem Blick ist so in die ursprüngliche Renaissanceskizze des/Reichstags allmählich ein gotisch aufstrebendes Element gebracht, und die baresken ■3ormgebänfcn, in denen der Schüler von Lucae und Grocius ausgewachsen ist, erfahren in seinen prachtvollen Stud.ew'einzelner Bauglieder eine unerschöpsliche Umwandlung und Variation. Wirklich großartig sind die in reicher Menge vorhandenem Skizzen, «us denen die würdige Jnnendekoratton des Banes entsteht. Ein modern sich gebender Schlütergeist lebt in diesen Entwürfen zu Türgiebeln und Treppengeländern, Laternenhaltern, Kartuschen und Masken Tanebeu stehen bedeutende Entnmrfe für Teukmäler unb Brunnen, vor allem bec imposante, freilich etwas monoton luirfenbe Plan für bas Nieberwaldbenkmal, bessen AusfülMing uns eine Blamage erspart unb uns unt ein würbiges Monument bereichert hätte. Von dem anmutigen Schönh itsg ust seiner Natur legen einige Studienblätter t-nt Reisen, liebevoll ausgeführte .Aquarelle unb Skizzenbuchblätter, dercbtes Zeugnis ab. hrichten chrifterklaiMg' Lu««1,,,: rimqen genehmigen, auch dann nicht, wenn die Forderung überhaupt bezw. jetzt noch zulässig wäre. Am 6. Januar schrieb Gr. einen Brief an Wallau, da' er den Abschluß der Sache durch eine beiderseitige Erklärung fir ^wünschenswert halte. Am 8. Januar morgens machte G. Wallau den Vorschlag Winkler und Schneider zu einer Konferenz einzuladen. Am 9. Januar hatte Gr. in Groß-Gerau mit Wallar' eine Unterredung. Sie hatte das Ergebnis, daß Gr. erklärte wenn eine Einigung nicht zustande komme und Winkler for 'dern werde, die Forderung anzunehmen und ein Ehrcngerich' entscheiden zu lassen. Am 9. Januar. Brief Gr. an Schneider, der eine Antwott war auf ein Schreiben, in dem Schneider mitteilte. Winkle- habe ihm telephonisch mitgeteilt, daß er am 23. Dezember dic Forderung gestellt habe. Die Zuschrift Dr. Winkers lautet: Durch meinen ersten Beauftragten, den Amtsrichter Gustav Schneider in Bad-Nauheim, war Herr Abg. Dr. Grünewald ver ständigt worden, daß der zwischen .Herrn Grünewald und mir bestehende Streitfall mit der Waffe auszutraaen sein werde, wenn Herr Grünewald nicht eine mir genehme Grflärung abgebe. Nach dem der Amtsrichter Schneider mit Rücksicht auf seine amtliche Stellung gebeten hatte, ihn von der Ueberbrinaung der Forde rung zu entbinden, und da ich auch einen älteren Herrn der Gefahr einer Bestrafung mit Festungshaft nicht aussetzen konnte habe ich meinen Bundesbrudcr, den cand. Phil. SEanbrt) — übrigens kein junger Student mehr — mit der Ueberbringung der Forderung beauftragt. Obwohl Herr Grünewald den Auftrag des Herrn Aandry kannte, hat er es abgelehnt, den Herrn Lande» zu empfangen. Herr .Yanbrt) hatte sich auf seiner Visitenkarte ausdrücklich als „KÄrtellträger Dr. Winklers" bezeichnet. Damit ist auch die Forderung abaelehnt. Wenn Herr Grünewald sich nun damit entschuldigen will, daß ihm Herr L'andry zu jung ge wesen sei. so weiß Herr Grünewald als ehemaliger Korpsstudent und -Offizier der Reserve ganz aenau, daß er meinen Beauftragten, ob dieser nun Student oder Offizier, ob er jung oder alt ist. zu empfangen und die Forderung entgegenzunehmen hat. Herr Grünewald wollte aber die Forderung nicht annehmen und versucht nun nachträglich sein Glück mit einer Entschuldigung, die sicherlich geeignet ist, Staunen zu erwecken. Da wir nicht wissen, wie die Sache weiterhin aus- getragen wird und in den Zrittrngen zu lesen ist, der Abg Grünewald habe gegen Dr. Winkler und einige Z"itunaen Strafantrag gestellt, enthalten wir uns vorläufig aller kritischen Anmerkungen und behalten uns vor, später auf die Anaeleaenheit zurückzukommen. Derrtscbe- Aeicb. Der Nachfolger Jagows in Rom. Wie die ,.Nordd. Altgem. Ztg." erfährt, ist der Gesa n d t e i n D a r m st a d t, Freiherr v. Ienisch , als Nachfolger des Staatssekretärs v. Jagow auf den Botschafterposten in Rom in Aussicht -genommen. D-er Bundes rat stimmte dem Anträge Preußens betr. der aus Anlaß des hundertjährigen Gedenktages des Aufrufes Friedrich Wilhelms III.: An mein Volk! herzustellonden Reichs.silber- münzen, sowie dem Anträge Preußens betr. der aus Anlaß des 25jährig-en Regierungsjubiläums des Kaisers herzustellenden Reichssilbermünzen zu. Zur Annahme gelangten die Vorlagen betr. eine Statistik über die den Weinhändlern gewährten Zollbegünstigungen, betr. die Zulassung von Aktien der Kattowitzer Aktiengesellschaft für Bergbau und Eis-enhüttenbetrieb zum Börsenterminhandel und betr. Festsetzung der von den privaten Versicherungsunternehmungen für 1912 zu erhebenden Gebühren. Ein neuer Kandidat für die Landtagswahl in Wetzlar. Da Herr vom Rath der nationalliberalen Parteileitung in Wetzlar mitgetcilt hat, daß er aus verschiedenen Gründen ablehneu müsse, wieder als Kandidat für die Landtagswahl im Kreise Wetzlar aufzutreten, so hat die Vertrauensmännerversammlung der nationalliberalen Partei einstimmig den Landwirt Krüger aus hopvenvade (Prov. Brandenburgs als Kandidaten für die demnächstige Landtagswahl aufgestellt. Ausland. Das Homerule-Gesetz im Unterhaus. Das Homerule-Gesetz wurde in dritter Lesung mit 368 gecjen/258 Stimmen unter ungeheurem Enthusiasmus auf feiten der Ministeriellen angenommen. In der schwedischen Thronrede, mit welcher^ der König den Reichstag eröffnete, werden die Beziehungen Schwedens zu den fremden Mächten als freundsckraftlich bezeichnet. Unter den humanitären und spezialen Entnnirsen betont die Rede den Entwurf betr. die allgemeine Altersversicherung. Trotz bedeutender Erb hung der Ausgaben werde leine neue Steuer vorgeschlagen. Ter Budgetentwurf für 1914 balanziere mit 275 217 000 Kronen. Die Hceresausgabcn erforderten 55121000, die Marine 27 821000 Kronen. Unter den letzteren Ausgaben befinden sich die nöt gen Summen für zwei Unterseeboote. In dem außerordentlichen Voranschlag werden 2V- Millionen .thronen für Ktteg^'^'stmaterial gefordert. Insgesamt ind 421/2 Millionen Kronen An eihen für pro uktive Zwecke beab icktigt. Ferner wird in der -L.,ijnrebe eine Reorganisation des Auswärtigen Amts angekündigt, die hmchtsächl-ch dazu dienen soll, die Interessen Schwedens in den außereuropäischen Ländern besser zu wahren. Für die Teilnahme Schwedens an der Ausstellung in San Franzisko fordert die Regierung >700 000 Kronen. Vie Philippi» n. Gießen, 17. Jan. In der „Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde" kam gestern abend ein einheimischer Forscher zum Wort: Privatdozent Dr. W. F. Bruck berichtete über seine Reise nach den Philippinen und „Tie Kolonisierung dieser Inselgruppe durch die Amerikaner". Seine Reise, die von der deutschen Regierung unterstützt wurde, galt besonders dem Studium der „Faserpflanzen" in den tropischen Gebieten. Auf den Philippinen, ganz besonders auf der nördlichsten Hauptinsel, Luzon, aber auch auf der südlichsten, Mindanao, wächst eine Faserpflanze, deren Konkurrenzfähigkeit mit unserm oft» afrikanischen Sisalhanf festzustellen für die Reichsregierung von Interesse ist. Es ist dies der sogenannte Manilahanf, eine Bananenart lMusa textilisl, deren Blattschäfte eine ausgezeichnete Faser für den Handel liefern. Die Eingeborenen verstehen daraus hübsche Kleiderstoffe zu weben, bereit Vtuster einen starkentwickelten Kunstsinn verraten, trotz der geringen Lkulturstufe, die diese Völker int übrigen einnehmen. Bei uns werden aus Manüahanf Schiffstaue, Maschinenriemen, Bergsührerseile u. ä. hergestellt. Daneben liefern die Philippinen auch noch eine feinere Faserart, die Ananasfaser, die zur Herstellung der Staatskleider der philippinischen Schönen Verwendung findet. Sie wird von der Ananaspslanze gewonnen, die uns auch die bekannten Früchte spendet: doch liefert eine gute Fruchtpflanze eine geringwertige Faser und umgekehrt. Seitdem die Inselgruppe der Herrsckxifl der Amerikaner untersteht (1898 , hat sich die Güte des Manila hanss stetig verringert, so daß sich die Regierung vor die schwi - rige Aufgabe gestellt sieht, durch geeignete Maßnahmen die völlig Entwertung dlests Hauptaussuhrgegenstandes zu verhüten. Dem unter den Ausfuhrwerten des Jnjelreick)s in Höhe von 40 Mill. I Dollar steht der Manilahanf mit 1712 Mill. Dollar an weit-' aus erster Stelle. Nachstdem kommt die Ausfuhr der Copra in betracht, das sind die in Streifen geschnittenen und getrock :eten Kerne der Kokospalme. Diese wächst zwar nur an den lüstenstrichen, ist aber so recht ein Baum nach dem Herzen der aulen Füippmos. Denn ohne besondere Mühe gestattet der Saum 30 bis 40 Jahre lang ertragreiche Ernten. Immerhin utfallen auf die Philippinen 30 Prozent der Wcltvroduklion _n Copra. Rohrzucker stand früher in der Ausfuhr an crftci Stelle, ist aber beule infolge der mangelhaften Bewirtschastungs- orm für den Welthandel bedeutungslos geworden. Nicht für die Ausfuhr, wohl aber für die Ernährung lonun Anbau des Reises eine große Bedeutung zu. Ausgedehnte Terrassenkulturen und Berieselungsanlagen zur Anzucht dieser Sumpfpflanze geben größeren Strecken der Landschaft ihr eigen- trtiges Gepräge. Doch h»at die ameriüinische Regierung den großen rirtschastspolitischen Fehler begangen, daß sie die Einwohner veranlaßt hat, von dem Anbau des Reises abztisehen und sich aiür lohnenderen Kulturen zuzuwenden. Das Ansteigen des Ireispreises hat infolgedessen das durchweg arme Volk in schwere .üttschastliche Krisen und in drückende Ml-äugigkeit zu anderen ccu4)autreibenben Ländern, insbesondere Indien, gebracht. Ueber- f:-anot ist trotz der großen Fruchtbarkeit des Landes für seine Kultur noch wenig getan nwrden. Als die Amerikaner die Herrschaft antraten, betrug die Ausfuhr der Philippinen 30 Millionen Dollar, und heute, nach 15 Jahren, hat sie einen Wert von mir noch 10 Millionen Dollar. Daß die Amerikaner bis jetzt zur Erschließung der reichen Hilfsquellen der Inselgruppe so wenig getan haben, kommt vor allem daher, daß von allem Anfang aniim Volk, und zwar innerhalb der demokratischen Partei, eine starke antiimperialistische Strömung gegen den Erwerb der Inseln von Svanien war und später daraus drängte, das Erworbene so schnell.wie m g ich wieder zu veräußern. Nachdem in letzter Zeit mit dem Präsidenten Wilson die demokratische Partei wieder ans Ruder gelangt ist, hat diese Absicht tatsächlich wieder gre'fbarc Gestalt angenommen. Die Scheu des amerikanischen Kapitals, sich an Un lerne Hutungen in dem neuen Kolonialreich zu beteiligen, wird unter.diesem Ge ichts- punkt begreiflich. Es fehlt deshalb dort zu allen wirtschaftlichen Unternehmungen an Geld, und ohne die Anschaffung kostspieliger Maschinen ist ein rechter Aufschwung nickst denkbar. Auch die Arbeitenrage gestaltet die Verhältnisse für den Pflanzer äußerst schwierig. Tie Filippinos schätzen die Arbeit sehr wenig, und der Einwandening chines scher Kulis bereitet die Regierung die grössten Schwierigkeiten. Diese betrachtet die Inseln zurzeit h.w! t achlich vom militärisck>en Standpunkt aus, und ihre Ueberschwemmung mit Chinesen kann ihr daher nicht erwünscht sein. Tie Regierungsbeamten werden zum geringsten Teile von eigentlickstni Amerilanern gestellt, sondern stammen aus a'ler Herren Länder. So war ein Major und Tistriktsgouverneur, den der Reisende in Mindanao traf, aus Wenings bei Büdingen. Zahlreick>e Lichtbilder nnd eine kleine, aber äußerst interessante Ausstellung von Geweben ergänzten den Vortrag. Ans Stcifct und Cand« Gienen, 17. Januar 1913. * * Tageskalender für Freitag, den 17. Jan.: Stadt- t h e a t e r: nwstipiel des Wiesbadener Operetlen-Theaters: „Grigri." Abends 8 Uhr. * " Ordensauszeichnung. Der König non Preußen hat den nachbenannten Offizieren re. die Erlaubnis zur Einlegung der ihnen verliehenen nichlpreußischen Orden erteilt, und zwar: des Kointurkreuzes zweiter Klasse des Hess. Verdienstordens Philipps des Großnu'itigen: dem Generalmajor Herbudt von Rohden, Inspekteur der Jnfanterieschulen; des Ehrenkrenzes desselben OrdenS: dem Oberstleutnant z. D. votzel, zugeteilt der Fortifikation Mainz; des Ritterkreuzes erster Klasse desselben Ordens: dem Major v. BurSztini beim Stade des Fusilier-RegimentS Königin (SchleSwig-Hol- steinischen) Nr. 86, und dem Major Klotz in der 4. Jn- genienrinjpcktion und Jngenieiiroffizier vom Platz in Mainz; der Krone zum Ritterkreuz zweiter Klasse desselben OrdenS: dem Festungsbaubauptniann Haupt bei der Fortisikation Mainz; des Ritterkreuzes zweiter Klasse desselben Ordens: dem Festungsbauhauptmann Preine bei derselben Fortifikation'. * * Erledigt sind an der Gemeindeschule zu Ar heil gen zwei mit evang. Lehrern zu besetzende Lehrerstellen. \ Säuglingsftirsorqe in Hessen. Auf Anregung der Aerzte der Beratlingsstellen für Mutter- und Säuglings- sürsorge werdeit für die drei Provinzen am 21. Januar, 1. und 11. Februar Versammlnngen zur Besprechung der Aerzte stattfinden und zwar im Gutenbergkasino zu Mainz am 21. d. MtS., in der Kinderklinik zu Gießen am 1 Februar, 5‘/4 Uhr nachin., und im Britaniahotel zu Darmstadt am 11. Februar. Sanitätsrat Dr. Herzog- Mainz wird bei den Versammlungen einen Vortrag über Säiiglings- und Miitterschutz halten, worauf ein allgemeiner Gedankenaustausch stattfindet. Die Leiter der einzelnen Zweigstellen sind zu den Versamnilunaen eingeladen. ** Bei der Landesversicherungsan st alt Hessen sind im Dezember = 317 Anträge eingcgangen und zwar: 242 Anträge auf Invaliden- und Krankenrentc (I. u. K.), 23 Anträge auf Altersrente (AZ, 25 Anträge auf Witwen- und Witwenrente (W.), 24 Anträge auf Waisenrente (O.), 3 Anträge auf Witwengeld (Wg.). Unerledigt wurden in diesen Monat übernommen 318 Anträge, so daß 635 Rentengesuche in Bearbeitung standen. Es fanden Erledigung: 207 Anträge durch Bewilligung (135 I., 8 K., 16 A., 14 W., 5 Wg., 29 O.), 8 Anträge durch Anwart-- schaftsbefcheid (§§ 1258 und 1743 RBO.), 60 Anträge durch Ablehnung, weil unbegründet (43 I., 3 A., 10 W., 1 Wg., 3 O.s, 20 Anträge durch andere Weise — Zurücknahme usw. (10 I., 3 A., 6 W., — Wg., 1 £.), zusammen 295 Anträge, hiervon wurden 31 durch Umwandlung erledigt, so daß 371 als unerledigt auf Januar 1913 übernommen werden mußten. — In welchem Umfange die Landesversicherungsanstalt Heilverfahrenskosten für ihre Versicherten übernimmt, ergibt sich daraus, daß Ende Dezeniber 1912 in Anstalten 180 versicherte Personen untergebracht waren. Außerdem befanden sich noch teils auf eigene Kosten, teils auf Kosten des Fonds der Großherzogin, von Gemeinden oder sonstiger Stiftungen 50 Personen in Anstalten. * * S t a d 11 h e a t e r. Nochmals sei auf das G e s a rnt -- g a st s p i e l des Wiesbadener-Operettentheaters hingewiesen. Die Wiesbadener Gäste errangen gestern in Marburg mit Grig ri einen stürmischen Erfolg, nach faft jeder Nummer wurde geklatscht, das komische' Tanzduett „Wenn im Lenz die Knospen sprießen" mußte dreimal wiederholt werden. — Ausstattung und Darstellung genügte vollen Ansprüchen und ftum der Besuch wärmstens empfohlen werden. — Samstag bringt das letzte Gastspiel der Wiesbadener mit „D e r Tanz an walt", Vaudeville von Pordes Milo und Erich Urban, Musik von Walter Schütt. Der Tanzanwalt fand bei seiner Uraufführung am Neuen Theater in Hamburg einen stürmischen und ehrttchen Erfolg. Das liebenswürdtge und lustig übermütige Werk gefiel von Akt zu Akt mehr und löste wahre Heiterk'eitsaus- .>rüche aus. Tie graziösen Musiknummern wurden fast sämtlich da capo verlangt, und nach dem zweitei: und dritten Akte mußten die Autoren und der Komponist sich immer und immer wieder dem begeisterten Publikum zeigen. Die ge- ’amtc Hamburger Presse stellte den unbestrittenen Erfolg 'eft und dieser Erfolg blieb dem Werke auch bei seinen Ausführungen in Berlin treu. Wie „Grigri" gehört auch .Der Tanzanwal^ zum cif erneu Bestand des Wiesbadener Operettentheaters. ** Tas dritte Winter-Abonnementskon- zert unserer Regimentskapelle, mit dem Herr Obermusikmeister Löb er diese dankenswerte Neueinrichtung für den 'ekigen Winter beschließt, brachte eine auserlesene Spiel, folge, die viel Beifall fand. Sehr g'ücklich eröffnet wurde der Abend mit dem römischen Karneval von Hektor Berlioz, worauf Robert Schumanns Klavierkonzert in A-moll folgte' Frau Lene Ad am-Ni cki sch erwies sich dabei als eine klug überlegende, empfindungsvolle Klaviervirtuosin, die sich ihrer Aufgabe mit gittern Geschmack entledigte. Auch in dem Lisztlckwn Klavierkonzert in A-dur entfaltete sie ihre schönen Fähigkeiten mit bestem Erfolg. Eine sehr gefällige und ansprechende Neuheit war die in modernen Bahnen wandelnde Sinfonie in Sonatenfvrm in G-dur von unserem Theaterkapellmeister Franz Adam, der auch am Dirigentenputt erschien. Es war ein dankenswertes Unterfangen des Obermu'ikmeisters, daß er die Schöpfung seines jüngeren Kollegen dem Gießener Publikum zugänglich gemacht hat. Es ist änzunehmen, daß er damit'noch häufig einen schönen Erfolg erzielen to'rb. Den Schluß des Abends bildete Tschaikowskvs italieuisck>es Capriccio. Daß Herr Obermusikmeister Löb er sein Orchester in der Hand hatte, braucht eigentlich nicht besonders hervorgehoben zu werden. ** Konzert-Verein. Obwohl Wilhelm Backhaus Cher vor einigen Tagen von dem Herzog von Anhalt die große Medaille für Kunst und Wissenschaft erhielt) vielen unserer Musikfreunde bekannt ist, dürften doch einige Notizen über seinen Werdegang interessieren. Am 26. März 1884 zu Leipzig geboren, entstammt B. einer kinderreichen Familie, in der, abgesehen von einer ernsthaften Musikliebe der Mutter, eine besonders benr-?rkens- werte musikalische Begabung nicht anzutreffen war. Schon in frühester Jugend trat bei ihm ein sozusagen angeborenes Spiel- talent hervor: im siebenten Jahre genoß er Klavierunterricht und zugleich theoretische Unterweisung durch den ausgezeichneten Musikpädagogen Prof. Alois Reckendorf. Ostern 1894 trat er als Schüler Reckendorfs und Jadassohns in das Kgl. 5ionservatorium seiner Vaterstadt ein. Hier erregte seine ungewöhnliche spicltechnische Begabung, vor allem aber seine erstaunliche Fertigkeit im Transponieren ie Versammlung des Saalbauvereins entnommen ind. Der Bericht ist offenbar entstanden, ohne daß der Berichterstatter in der Versammlung anwesend war. Landkreis Gietzen. — Grüningen, 16. Jan. Alich in diesem Jahre hat Herr PaScoe in Dutenhofen armen Bergmannsfamilien hier 2 50 M k. gesandt und damit ihnen eine schöne Neujahrs- rrenbe bereitet. — Kürzlich fand hier bei Bender der zweite Familie nabend der Ortsgruppe des evang. Bundes bei überfülltem Saale statt. Pfarrer Steiner, Worms, hielt einen interessanten Vortrag über seine Erlebnisse in Palästina. Er erzählte davon, wie dort heute an den Stätten, die jedem I Christen heilig sein sollten, krasser Aberglaube und unchrist- I liches Wesen herrschen. Tie Protestanten können stolz darauf I sein, daß sie diesem Treiben fernstehen. Prächtig waren dic I Lichtbilder, die der Oberhessische Verein für innere Mission I zur Verfügung gestellt halte, und eine weihevolle Stimmung I herrschte im Saale, als beim Erscheinen des ChristusbildeS | das Lied „Jesu geh voran" angeitnnmt wurde. Ter hiesige I Singverein erfreute durch einige schöne Lieder und Pfarrer I Steiner begleitete einige gememscnne Gesänge. Am nächsten | Tage wurden die Lichtbilder den Kindern in der Schule vor- I geführt und erläutert. Kreis Friedberg. L Friedberg, 16. Jan. Am Sehrerfemin ar findet I am 31. d. Mts. eine öffentliche Entlassungsfeier statt, I verbunden mit einem von den Seminaristen veranstalteten I Konzert. — Der neue Guterbahnhof wurde dem Betrieb I übergeben Tie Gebäude de? Personendahnhoses sind im I Rohbau vollendet. VUd”>tifrn'5”: •■^riqrjo 1 /'nen» l'eincÄ auBcrgtroibnli^ Ü. mit wenigen 6arat ? spielt kraftvoll, ohn-; Tii^licbkeit tu geraten - mitf der 5 erharzer Scsttklttl's, somie das Winterfest der Ortsgruppe Clausthal - Zellerfeld verschoben werden. (Eit rtScbi firn fort Friedrichshafen, 16. Jan. Heute nachmittag um 3 Uhr 50 Min. ist das neue LM'ckstff „Er sa tz Z. 1" unter der Führung des Grafen Zeppelin mit der Abnahmekommission an Bord zu seiner ersten Probefahrt aufgestiegen. Die ursprüngliche Absicht das Luftschiff bereits heute nach Baden-Oos zu überführen, ist aufgegebeu worden, doch soll die Uebersiedelung bei günstigem Wetter schon in den nächsten Tagen vor sich gehen. Heute vormittag Ijat die Mnabmeeommission das Luftschiff in allen' seinen Teilen genau besichtigt. Um 4 Uhr 40 Min. erfolgte die glatte Landung des Luftschiffes. Der nächste Probeanfstieg soll morgen im Laufe des Tages staltfmden. vermachtes. * Unfälle im Lenkschlitten. Bei Ander matt flog ein mit vier Engländern besetzter Lenkschlitten in einer Kurve über einen mehrere Meter hohen Wall. Der Lenker brach Arm und Nasenbein. Seine Schwester wurde schwer verletzt und völlig gelähmt aufgefunden. Die anderen sprangen vor dem Sturz- ab. — Bei Schaaffhauseu wurde ein Lenkscblitten, in dem sich ein Herr und seine 20jährige Ehefrau befanden, gegen einen Baum geschleudert. Die Frau erlitt einen Schä- d elb r uch und starb. * „D hnamitexplosio n". Bei einem Wegebau, der von der Stadt Wolsach int Walde vorgenommen wird, ereignete sich gegen V2IO Uhr durch die Unvorsichtigkeit eines' Arbeiters eine Dhnamitexplosion. Zwei Arbeiter namens Schulitz, mehrfacher Familienvater, und Gritzer, ledig, wurden sofort ge- tötet, sieben weitere Arbeiter schwer v e r l e tz t, von ihnen schweben vier jetzt noch in Lebensgefahr. Der schuldige Arbeiter, der die mit Dynamit und Pulver gefüllte Büchse in die Nähe von offenem Feuer gebracht hatte, wurde verhaftet. • Wirklich schliin in. Ein Herr ging eines Tages durch das Negerviertel einer amerikanischen Stadt svazieren, als ihm vlötzlicst eine alte Negerin über den Weg lief die unbarmherzig au» einen kleinen Schivarzen losvrüaelte „9lber, liebe Tstan," fncte er und fahle die schwarze Tonte am Arm, um sie aufzubalten, »das dürfen Sie doeh nicht. Was hat er denn so Schlimmes getan?" „Was, das darf ich nicht? Was er getan hat?" schrie die Negerin wütend, „ivenn Sie's denn wissen wollen: er hat den Hübner'all geöffnet und nun find alle Küken rausgelaufen/ »Wenn es weiter nichts ist," sagte der Herr begütigend, „dann ist e§ ja nicht so schlimm; Rüfen kommen immer wieder nach Hans in ihren richtigen Stall." „Das ist's ja gerade," sagte die Iran verzweiselt. * T i e R c n 0 m m i e r st ö p s c l. Die junge Malerin vom Montmartre, im Laden: „Haben Sie Cbampagnermropfen, schöne große dile?" — „Wie groß?" — „Ach, das ist schnuppe, wir brauchen Sie nur, um sie in den Mülleimer zu werfen — damit der Portier mehr Respekt bekommt." Kleine Tagerchronik, In A hlen (Westfalen) fuhr am Donnerstag morgen gegen 8V» Uhr auf der Station eine Rangiermaschinc auf einen Güterzug. Drei Wagen, darunter der Packwagen, wurden zerstört und die Maschine beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Ter Verkehr ist nicht gestört, da sich der Unfall auf einem Nebengleis ereignete. Das bei einem Arzt in bet Bülow strafte zu Berlin beschäftigte Dienstmädchen ist von einem Manne, der sich als Telegrapheuurbeitcr ausgegeben hat, überfallen und leicht verletz worden. Der Täter, der dem Mädchen P f ef f e r in die Augen streute, entkam unerkannt. Er ließ eine bereits geraubte Kasette zurück, die 60 Mk. enthielt. Professor Adolf Wagner nahm nach längerer Unterbrechung seine Vorlesungen an der Universität Berlin wieder auf. Er wurde stürmisch begrüßt und er erklärte, daß er nach der Operation wieder besser sehe und die Hoffnung hege, durch einen weiteren Eingriff das volle Sehvermögen zurückzuerlangen. In einem Berliner Kinernatographentheater stürzte am Donnerstag abend die Decke ein. Die Besucher, hauptsächlich Kinder, kamen zum Glück mit dem Schrecken davon. Nur eine Fran erlitt eine leichte Verletzung. Der flüchtige Postschaffner Gruel, der vor einigen Tagen in Bergen auf Rügen 16 000 Mark unterschlug, beging heute auf der Bahnstrecke Berlin—Nordhausen S e l b st m 0 r d. In seinem Besitze tourbeu 36y2 Mark, eine Uhr und ein mit fünf Patronen geladener Revolver gefunden. Beim Schlittschuhlauf auf der Dahme, einem Nebenfluß der Spree, ertranken gestern drei Burschen int Alter von 16 bis 18 Jahren. Die Leichen sind noch nicht gefunden. Aus Lugos (Ungarn) wird gemefbet: Bei Hebungen mit i Maschinengewehren des 8. Honved-Jnfanterieregimrats entluden ! sich aus unbekannter Ursache mehrere Schüsse. Ein Soldat wurde getötet, zwei wurden tödlich verle tz t VÜchertisch. Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literaturfreunde (Begründet von Dr. Joses Ettlinger. Heransgegeb. von Dr. Ernst Heilborn. Verlag: Egon Fleischs u. Co., Berlin W 9). Das 2. Januarheft ist soeben mit folgendem Inhalt er- schiraen: Oskar Ewald: .Henry Bergson als Neuromantiker. -- Willy Rath: Vom Reichs-Theatergesetz. — Rudolf Pechel: Gust. Falles Autobiographien. — Georg Hermann: Otto Erich Har' lebens Briefe. — Bruno Frank: Vier Gedichte. — Herbert Stegemann: Frauenromane I. — F. Schotthoefer: Der .Uamp' um „Faust" und jungfranzösische Mystik. — Echo der Bühnen. — Echo der Zeitungen und Zeitschriften. — Echo des Auslands. — Kurze Anzeigen. — Notizen. — Nachrichten. — Büchermarkt. Amtlicher Wetterbericht. Oesfentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen füt Samstag, den 18. Jan. 1913: Wolkig, zeitweise Niederschläge, mild, südwestliche Winde. Zchneebericht des Zchiklnbr Wintersport Gießen. Hoherodskovi 2b—3O cm Schnee, 4 Gr. Kalke. Letzte llrtdtridnen. Unfälle im Tekegraphenamt. Stralsund, 16. Jan. Bei dem Telegraphetkamt in Stralsund entluden sich gestern vormittag wieder in den Fernleitungen starke auf die Hochspannungsleitungen der Ueberlandzentrale inflnizierende Spannungen. Drei Gehilfinnen erlitten einen Nervenchok. Der Fernverkehr wurde eingestellt und erst nach vollständiger Außerbetriebssetzuna der .Hochspannleitung wieder aufgenommett. Der Ortsverkehr ist nicht gestört. Eine der betreffenden Gehilfinnen ist bereits roicbei im Dienst, die beiden anbereit sind noch dienstuitsähig. Sie leiden unter dem Eindruck des Schreckens. Von schweren Verletzungen ist nicht die Rede. * Verhandlungen wegen der okkupierten Bahnen London, 17. Jan. Der bulgarische Finanzminister ist hier eingetroffen, um wegen der Bahnen in den okkupierten Gebieten der Tiirkei mit Vertretern der Finanzkreise zu verhandeln. Der Brand einer Haushaltungsschule. Aulendorf, 17. Jan. Gestern abend 9 Uhr brach in dem Hauptgebäude der hiesigen Haushaltungsschule, die von barmherzigen Schwestern geleitet wird, ein Brand aus. Die Zöglinge der Anstalt, die 'schon zu Bett gegangen waren, konnten nur mit Mühe und iwtbürftig bekleibet gerettet werben. Die Nebengebäube konnten gefettet werben. Der Schaben ist beträchtlich, ba vom Mobiliar gar nichts gerettet werben konnte. * Ein Schiff gescheitert. Paris, 17. Jan. Nach einem brahtlosen Telegramm' ist der englische Dampfer „Veronese" in der Nähe von Vigo bei Leixoes gescheitert. 84 Passagiere sind gerettet worben und 16 sind ertrunken. Vergleichen Sie einmal die Preise von Liebig’s Fleisch-Extrakt mit denen des frischen Fleisches! Sie werden dann finden, dass „Liebig* sich ungefähr 3 mal billiger stellt, als frisches Fleisch; trotzdem leistet es überall da, wo die Speisen mit Bouillon zubereitet werden müssen, dasselbe. Wenn Sie Liebig’s Fleisch-Extrakt noch nicht benutzt haben, so sollten Sie unbedingt sofort einen Versuch damit machen; die Resultate werden Sie überraschen! Die kleinste Packung („Liebig-Kugeln“) ist schon für 25 Pfg. zu haben. Zur Vermeidung von Misserfolgen und Enttäuschungen achten Sie bitte stets auf den Namen Liebig’s Fleisch-Extrakt Gesichts- ausschlag, Pickel, Mitesser, Flechten ver- idjromben meist sehr schnell, iveim man den Schanin von Zucker’« Patent-Medizinal-Seife, ä St. üO Pf. ilo'Votfl) und 1.50 M. (35%ig, stärkste Form) abends ein« iroefnen läßt. Schaum erst morgens abwafchen unb mit Zuckooh-Creme (;i 75Pf il 2 M > nachftreichen. Großartige Wirkung, v. Taufenden beftäiigt. Zu haben in der Universität^ - Apotheke, Sirfch-Apotbcke, bei Ang. )ioll, C. Seibel, W. ftib bingcr, O Schaaf, E Karn, Ernst Noll u. W. Schrader. Isl13/1]__________________ Optima-Fahrräder flnb oon unübertreflener 60« u. ßallbartt«. verland,u niedrig. h 78Pf. ■ M 475 M u. Damenverein Gabelsberger Das zweite Bercins-WettsEreiben für 1912/13 beginnt in der üblichen Reihenfolge am 20. Januar. Wir billen um rege Beteiligung. ^ertflnjniiwfllt Vaudeville in 3 Akten vor Pord 's Milo u. Erich Urbar. Musik von Walter Schuv Ende nach 10'/» Uhr. Grigri Opcreite in 3 'Akten von Paul Vincke. (a,;’> Ende 10'/« Uhr. | Samstag,d.l8.Jan.l9Ni abends 8 Uhr: Overcttenvreise. ■■ Außer Abonnement. * Letztes Gesamtgaüsviel des Wiesbadener Operetten Theaters. UnterMitivirkung des Wies badenerOpcrcttenorchestcrS Sonntag, den 19. ds. Mts., nachmittags 4 Versammlung im Hotel „Kaltwasser" zu Wetzlar. Sonntag, den 19. Januar, abends 8 Uhr, findet in unserem Bersammlungssaale Lonystr. 2 ein geistlicher Eitder-Äbend statt (Soli, Duetts, Quartetts und Chorgesänge). Eintritt frei. Hochwaldhausen Hotel zum Felsenmeer. «' SÄÄ kunft (Logis und Frühstück Mk. 2.—). — Telephon 5, Amt Herbstein. 480 lilleriß' Herein. Morgen Samstag, den 18. d. M., von morgens *',10 Uhr ab, verkaufe am VT Hotel zum Fclscnkcttcr aus einem frisch eingetrofsenen Waggon folgende Waren: Neunter französischer Blumenkohl von 30 Psg. an, glatte und trinke Endivien Pfund 20 und 25 Pfg., Schwarzwurz. In 2 Pfund 35 Pfg., gesunde prima Statuier 3wiebeln und tote Nüben 10 Pfund 60 Psg., feinste rote Svciie-Mobren 10 Pfund 50 Pfg., ferner holländischer Rotkohl, Weißkohl, rheinischer Wirsing, Sellerie, Porree billigst. ÜZroßc Auswahl feinster Apfelsinen, 10 Stück von 25 Pfg. an. Mandarinen, Zitronen ufw. Alles nur feinste, frische und billigste Ware. 487 Klein aus Köln. "•«fc Mlltaler M Direkt: Hermann Steingoett» Freitag, den l 7. Fan. 191.' abends 8 Uhr: Opeietleuvreise. Außer Abonnemem. 1. Eesamtgastsvicl deö Wiesbadener Operettentheaters Unter Mitwirk, der Kavelle des hiesigen Jnsant.-Rem» .Kaiser Wilhelm" Nr. 116 Zum .Krokodil* I 7 ' ! Morg. Samstag abend Haas im Topf mit Kartoffclklös. 4tM Die Thüringer Eahncnfabrik in (’ohnrg, bif sich ein Nenommcc durch künstlerische Ausfüürnnt ihrer gestickten Vereinssahnen erworben hat, heffli sick jetit auch mit Herstellung von Maskcnkostüuici und Karneval-Artikeln, worüber ein Prospekt bet heutigen Zeitung beiliegt. hvu/‘ Jagd-Verpachtung. Samstag, den 8. Februar I. I., nachm. 1* Uh, soll auf biengem Rathaus die der (Gemeinde Siieder Ohmen gehörende Wald- und Feld-Jagd in 2 Aviei/i//,,,^ aus weitere 6 Jahre önentlirfi meistbietend verpachte werden. Tas Jagdgebiet liegt direkt an der Bahnlinie Gienen-Fulda. Tie Bedingungen werden vor der Verpachtung bekannt gegeben. Niedcr-Obmen, den 9. Januar 1913. (tzroßh. Bürgermeisterei Nieder Obmen. Neeb.hv10/1 so werde ci | Slsaß-Lothr 1 man viel zu ! träge dri . stellen lasse J letzten Tage l (Zuruf Pew Staatsf D daß der Abq I brauche. T I habe Leimg I mir in Krei I habe dem 2i ■ Mzen Dan Straß sammlnn f Personen tyinbtagZdbgi r einstimmig ei We bett mrde, ( Annerod gehöriger fetter Eber versteigert werden, Annerod, am 16. Januar 1913. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Sn bet« »i 61 -uMpraclst ^lcacnheit^ Irr ibf*»? iekretar o tationsta Frankreich SU l trHdrte, daß stsugt sel'.s verurteil | chch'ungen d< bedauere, das hon musst a Heater- und Ball Tücher. Hauben, Schals, Handsch., Fächer, Taschen, Strümpfe, Bänder, Svitzen, Seidenstoffe (a7/11 Salomon&Cie. ri< "E sldgi" e Pianos, Flügel Barens bei weitgehender Garantie und günstigster Kauf- xl Mietbedingung. Stimmung,Reparatur Transport Ständiges Lager von 250 bis 300 Instrumenten. Bei Miete Eigentumserwerb laut besonderer Bedingung. Stets gebrauchte Instrumente zu jedem Preis. Vermietungen 2 bis 12 Mark monatlich. 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Um zahlreiches Erscheinen in unserer Zentrale Irisch eingefroren: Orangen süstc reife Q 1 1 X IQ Früchte Pfg. -1 -10 ^„.Zitronen Ä Stück 5 «. 6 P,.g. Zwiebel Pfand 4 Psg., Stntntr Mk. 3.50 Lamstag, 18. Sannor, 8*1, Uhr in Steins Sorten: Oeffentliche ReichsgrOndunqsfeier. Unter gütiger Mitwirkung von Fr. K. Lerch'Sopran), Herrn L. Marguth (Tenor), Herrn J. Hahn (Klavier) und des Bauer’schen Gesangvereins. v11/1 Festrede: Professor O. Altendorf. Eintritt 30 Pfg. Veranstaltet noin Alldeutsche» Verband. Evangelischer Bund. Sonntag, den 19. Jannar, abends 8*/< Uhr, Familien-Abend in Steins Garten. Vortrag von Herrn Geh. Kirchenrat Prof. D. Dr. Krüger „Die Jesui en“ Mitwirkung des Kirchengesangvereins. Alle Evangelischen sind herzlich eingeladen. Eintritt freil D14/ [ heute Tiber । | die auqenbl E sowohl bciüi g .gesunden I Erfind des f eine Bcschwe , gelber durch [ Der llnterfti 8 Ivaltige? j sei eine | Erscheinung s II "ber. Jnsbc Die bis ium ! weitere 128 $ g Kerken. Tav. ... lahig werden. Progression bi r n°w anhalten I "eiteren starke, ^-ttschaftlich n ^'ltation ■ ^tahr hj„, d" 1 r^ntrete, 3 ^elleicht nrsvrü JtoM, dasT | •! Inn Urzeit le ; U. au'zuwendc Lieben (AUUNq Don . Sd-n-nm« "Ht'b|!'r®bnnbi $S>" H, wachst en toi# blnV01'=i ■'traft h SS&el Ikrtiniiiiioii khenmliiier 80er, Wetzlar Füsilier Regiment v. GcrSdorff (Knrheff. Nr. Ta iiMalz. SelterSw.39,Otto Schaaf. GiehriitrMnsächtia! Wallrorstraire 3S emvsiehlt In. Ma st fleisch 78 Pf» Rnldswurit 80 , । Fleisch für Privatschlachien billiger. !q Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau Helene Hofmann sage ich allen herzlichen Dank. 489 Karl Hofmann. Heuchelheim, den 16. Januar 1913. Kuvppk mil Firma nUlüllO lllll 1 II Ulll druckerm, Gießen.Schalstr 7 IT 1t A l E It H 1 T E | ay/il A.Salomon&Cie. j Nustschalkn - Extrakt aus der Kgl. Hofparfümerie- Fabr. v. E.D. 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