-ristzp-s ^Qten, ber o ?mer, bi, "■ftsäMft b=n utitoi^ I u)Cn m। "rrA^ kS-iZLL HL'KL pLrK»§ü rd' "»blrti&tiL? !* «tat iWtffi? Ter E-Dx>Z°L?Rck t ®urot» St Ä“" >». Vfi™ ■? unil SL?Sk iK-LD ÄÄÄfc > ^l?^t,|,e M »Wn ^dcn ireund ich bcatuRf n M auch Mr ihre SorÄ «ast AuLstl-L 1 Urteil eine? B-riÄer- ale wnn sic die tzölsie ihrcs '.'«^ mir am meisten im- . die Größe von London, die 'einer Männer und Frauen." ültigte er, „ihre Frauen sind l-okzistcn aber sind die größten igte der Interviewer zweifelnd, als unsere deutschen Soldaten, drei Frauen ziehen sich ivirstich tt besonders." Andere Jungen die Engländern „Sie nehmen :ln nicht viel die bänfcc. Sie eie englischen Schuljungen er- l's gut, die gehen nicht vor 9 end wir ichon um sieben raus rgens io schön im Bett" le. Markt bericht vomU.Juli, chlen $71, Lullen 76* Kühe und , Schweine 2143. , Achsen langsam, bleibt liebe.' Adrien rege, geräumt, Kälber t 6dmtint lebhaft, geräumt. Preis für 100 W. Ledena- 4ck^- arrvM M. M ”W; 52-51 95-100 l'odjto ■ • '“* 48-52 .....41-45 ’ ‘ . 41-46 ' ' ' 34-40 25-31 57-62 btt. ■ ' 53-56 ilbet . ' ' 47-00 mmel. • ' 89-95 89-93 79-87 76-36 68-80 57-70 97-105 86-95 98-00 «« 8^o_86.00 80.00-81«’ 1 « ffiOO-M.* 80.00—81.” 10 k« „.00-64.00 SO.«-8100 v‘11L (EriiV^’ rtturetie. r ! Ä ff&s ‘«5 sr&s. l:i,'«üe"lleii« 10 00'10«»' «ei. a’ ^Kartoklel» ' -Won notiert^' je ,1t. X ®«. 7.00-M» sileinh^ eaKon^guHj^* D,ngs-Verkal‘ nU ,^”! ßett- >9r;ArtiRel »tt* Die heutige Nummer umfatzt 10 Seilen, wie und Sie Ter blauen Gletscher, in den Felsgemächcrn Der steilen Wände Tageskalender aus dem Jahre 1813. 15. Juli. Jerome, König von Westfalen, hebt die Universität Halle auf. wenigen Ausnahmen, schneefreier Gipfel bietet. Steht man aus dem 'Gößbichl, dem Standort der Hütte, einem an dem Süd- absall der Hochalmspitze befindlick-cn Hügel, bis zu dem sich nur noch die letzten Pioniere der Vegetation emporgenmgt haben. Und läßt den Blick über dies geschloffene Rundbild schweifen^ so wird bei dem, der Zermatt kennt, die Erinnerung an den Gormr Grat mach werden. In der Tat, der Gößbichl ist ein Gorner davon zu geben. Sie sagte: /r3n meinem Geiste seh' ich's schon vollendet. Aus Quadern meines Berges baut sich's auf. Sie tragen starkes Stammholz von den Bäumen Des Tals, verhüllt von hellgefärbten Schindeln, Darüber liegt das steilgeneigte Dach, Von dem sich starke Eisenseilc spannen. Das Haus zu schützen vor der Stürme Wut. Zum Eintritt ladet gastlich eine Türe, Geschützt von kleiner, überdeckter Halle; Und fröhlich schaun der Fenster blanke Reihen Hinein ins Rundbild der gewalt'gen Landschaft. Denn rings im Kreise stehen Berg' an Bergen, Mit ihren dunklen Felsenhäuptenr auf Zum Himmel ragend. In den hoben Falten Erglänzt der Firn, das Eis der Gletscher hangk An höchsten Wänden, nnd die Bäcl>e rauichen. Um Felsen tosend, in den Kessel nieder. Die Lage aus dem Vaikau. Bulgarische Meldungen. Sofia, 14. Juli. Die Meldungen von einem Anschlag auf den König, auf Danew und von einem Ans stand in Sofia sind reine Erfindung. Bulgarien ist vollkommen ruhig. i Die Sobranje hat den Ankauf der Eisenbahn Saloniki-De d ea gatsch genehmigt. Sofia, 14. Juli. Die Sobranje wählte zum Präsidenten oen früheren Ministerpräsidenten Dr. G e s ch o w und zum Vizepräsidenten den .Handelsminister Ehr. Theo- dorow. Dieser schlug der Versammlung vor, allen denen, die für Bulgariens Recht kämpften, ihren Gruß zu senden, was mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde. Ferner beantragte er einen Kredit von 50 Millionen Lei für militärische Zwecke, zu decken durch eine Anleihe und durch Schatzscheine. Der Sozialist Sakyvzow wünschte, daß die Regierung der Versammlung Aufschlüsse über die Lage gäbe. Finanzminister Theodorow erklärte, daß die Regierung alle An streu guugen mache, das Land in die Bahnen den Friedens zu lenken. Aber sie befände sich Ereignissen gegenüber, die die Regierung nicht hervorgerufen habe; sie rechne auf die Unterstützung der Sobranje. Danew richtete an die Deputierten einen Appell, die Regierung in den entscheidenden Augenblicken zu unterstützen, durch die das Land hindurchgehe. Sofia, 14. Juli. Die Agence Bulgare erklärt entgegen den unwahren Meldungen aus griechischer nab serbischer Quelle über Ausschreitungen, die die bulgarisch m Truppen sich an der griechischen Bevölkerung hätten zu schulden kommen lassen, daß es vielmehr die serbischen und griechischen Truppen waren, die in den von ihnen besetzten Gebieten an den bulgarischen um den Grat schwebt. Der schwindlig auf zur höchsten Spitze leitet. schilderte dabei auch das neue Gießener Haus, das sie schon vollendet in ihrem Geiste stehen sah, und die es umgebende gewaltige Landschaft. Da sie als göttliches Wesen, -das seit ewigen Zeiten in dieser Gegend zu Hause ist, von dem Aussehen und der Lage des Hauses am besten Kenntnis haben muß, so laßen wir sie auch hier zu Worte kommen, um dem Leser eine Vorstellung die nach dieser Richtung an Höhe allmählich abnehmen. Noch einmal erheben sic sich hier zu majestätischer Höhe nicht weit von Gastein in dem aussichtsreichen Ankogel und der noch etwas höheren Hochalm spitze, der Königin der öftUto Hohen Tauern. An ihrem Südfuß steht die Gießener Hütte. Der Ban ist zwar gegenwärtig noch nicht vollendet, geht! aber seiner Vollendung entgegen, so daß die scierlicl)e Einweihung ans den 24. August dieses Jahres angesetzt tverden konnte. Die Pläne des Banes sind von dem Herrn A r ch i t e k t c n M e y e r , unserem Mitbürger, der auch Mitglied der bauenden Sektion ist, entworfen und dem Verein kostenlos zur Verfügung gestellt worden, die Ausführung wurde dem in der Gegend ansässigen Baumeister Pacher übertragen, der schon durch den Bau anderer Alpen- vereinsbüttcn Erfahrung gewonnen und sein Geschick bewiesen hat. Die Ausführung des Werkes ist bis jetzt in der Hauptsache ohne besondere Schmierigkeiten verlausen. Das möge eine gute Vorbedeutung auch sür die Zukunft sein! Nur einmal schien die geplante rasche Vollendung in zwei Sommern in Frage gestellt zu sein. Es kam insolge des Banes zu einem Prozeß zweier Besitzer, der eine Unterbrechung nötig zu machen drohte, eine Gefahr, die aber durch das anerkennenswerte bereitwillige Entgegeii- kommcn beider streitenden Parteien, der Gräflich Lodronschen Guts- venvaltung und des wohlhabenden Almbcsitzers Kohlmahr, glücklich überwunden wurde. Die Kosten des Baues betragen rund 27 OOO Mark. 12 000 Mark hat der Gesangverein der Sektion zur- Verfügung gestellt. Alles' übrige ist durst) die Mitglieder und Freunde unserer Sektion aufgebracht, so daß das Haus wohl vollständig schuldenfrei hingestellt werden Tann. Gewiß ein erfreuliches 3eid?en der auch bei sonstigen Gelegenheiten zutage getretenen Opferwilligkeit unserer Bevölkerung. Die Lage der Hütte (Höhe 2200 Meter) darf man als eine hervorragend schöne bezeichnen. Der Platz gewährt zwar nicht wie so manche andere in den Hochalpen stehende Hütte einen Blick auf eine gewaltige Gletscherwelt. Sie steht auf der Südseite der Hochalmspitze, beyn Hauptgletscherströme, wie das ja selbstverständlich ist, nach Scorben gehen; auch die kleineren Gletscher auf ber ©übfeite sind zum größeren Teil dem Blick entzogen. Schade ist es auch, daß gerade der Hmiptberg der Gegend, eben diese Hochalmspitze, sich hier wenig eindrucksvoll zeigt. Dafür ist der Gesamtblick, den der Platz bietet, insofern einzigartig, als er ein völlig geschlossenes Rundbild einer ganzen Reihe aufeinanderfolgender gewaltiger, im. Sommer freilich- mit Goetz; für .Feuilleton", .Vermischtes" und Grat im Kleinen! . . Gelegentlich der Festfeier der Sektron int November 1911 zur Erinnerung an die 25 Jahre vorher vollzogene Gründung erschien unter den Feiernden die Fee der Hochalmspitze, die, sie selbst sagte, dort haust ......mit den Schwestern in den Grotten Die Gießener Hütte auf dem Gotzblchl. Von Otto Alt en do rf-Gießen. I. Lage und Bau der Hütte?) ' Um ihr 25jährigeS Bestehen durch eine besondere Leistung zU feiern, hat die hiesige A l p e n v e r e i n s s e k tion Gießen vor zwei Jahren den Entschluß gesaßtz eine Hütte tu den Alpen zu bauen und damit auch unserer Sektion nach dem Vorbild so vieler anderer ein Heim in diesem herrlichsten Gebirge Europas zu schaffen. Durch die Opferwilligkeit der Sekttonsmtt- glieder, die der rührige Vorsitzende, Herr Profeisor Hed- d e r i ch, durch eine entsagungsvolle, unermüdliche Werbetätigkeit anzuregen wußte, war in kurzer Zeit der Vorstand Der Sck- >tion in die Lage versetzt, das Werk angreifen zu können. Da hietz rs zunächst, einen geeigneten Platz finden. Das war wahrlich keine leichte Ausgabe. Denn der Alpenvereinshütten ist schier Legion, und cs versteht sich von selbst, daß die besten Platze dw zuerst gesuchten und gefundenen waren. Aber die hie>igc Sektion besitzt alpenkundige Männer, die diese Aufgabe tn der befriedigendsten Weise zu lösen verstanden. Die seit einigen Jahren eröffnete Tauernbahn, die südlich von dem berühmten Bad Gastcin in einem großen Tunnel den Hauptkamm der Hohen Tauern durchbricht, bat das österreichische Kronland Kärnten mit einemmale in eine cngc Ber- bindung mit dem von deutschen Reisenden so viel besuchten Salz- (nirncr3£anb gebracht und einen Strom von Touristen und Sommerfrischlern in dieses seither abgelegene und deswegen von Deutschland und den nördlichen östcrreichiichen Landern aus ver- bi/ttnismäßig wenig besuchte Alpenland geleitet. Damit waren auch uns seine mit allen Naturschönheiten ausgestatteten Taler, seine zum Teil bis zur Höhe der Glct,chcrmelt sich erhebenden Gipfel näher gerückt. In diesem zukunffsrelchen, kerndeutsäMi H hat sich die Gießener Sektion heimisch gemacht. ^ ^ic Nordgrenze üon Kärnten verlauft vom Groß-Glockner, hriir -schönsten und berühmtesten Eisberge der Ostalpen, dem toffiera ber drei Kro-il-inocr Tirol, Galsburg und Samten, noch Osten in der Hauptsache aus bent Kamm ber Hohen Tauern hm, ' ITTsTn Bild ber Hütte und ihrer Umgebung ist in ber Ferberscheii Hof- und Universitätshuchhandlung (C, Koch) auf dem Seltersweg ausgestellt« haben wird, steht freilich dahin. Was vor allem die breiten Schichten des Volkes gegen feine Marokkopolitik so empört, ist die seit einem Jahre streng dnrchgeführte allgemeine Wehrpflicht, bei der es kein Loskaufen mehr gibt und die so alle Klassen gleich hart in Mitleidenschaft zieht. Um die Wehrpflicht erträglicher zu machen, ist kürzlich das Statut eines K o l o n i a l h e e r e s herausgekommen, das ausschließlich aus Freiwilligen bestehen soll und für den Marokkokrieg bestimmt ist. Jeder wehrfähige Spanier zwischen 19 und 35 Jahren ist zum Eintritt berechtigt. Hat der Soldat 4 Jahre im Kolonialheere gedient, dann ist seine endgültige Befreiung von der Wehrpflicht möglich. Ein ziemlich erhebliches Handgeld, daß er beim Dienstantritt erhält, soll an locken, ebenso die in Aussicht gestellte Pension, die nach 10 Dienstjahren automatisch eintritt und immerhin für Gemeine zwischen 240—440 Pes. liegt und für Unteroffiziere bis zu 1150 Pes. steigt. Außerdem würde — und das ist die wesentlichste Entlastung für bie allgemeine Wehrpflicht — fiir jeden marokkanischen Frei- willigen ein auf Grund des neuen Dienstgesetzes ausgehobener Liniensoldat entlassen werden. Tatsächlich wird also die allgemeine Wehrpflicht nur auf den Dienst im Mutterland beschränkt. Nach dem Muster Frankreichs und Hollands soll außerdem nun auch eine spanische Fremdenlegion geschaffen werden. Ob Romanones und sein Kriegsminister General Luque durch diese Gründung das Voll' zu beruhigen vermögen, das durch das Marokkoabenteuer schwere Opfer an Gut und Blut gebracht hat, steht freilich dahin, um so mehr, da die Zeit, bis Kolonialheer und Fremdenlegion zum erstenmal marschieren werden, noch weit entfernt ist. Vielleicht hat inzwischen längst der Umsturz sein blutiges Haupt erhoben in diesem Lande, das noch immer von Großmachtstellung und Imperialismus träumt und. das sich kritiklos in das Schlepptau der egoisttschen Westmächte begeben hat. Bewohnern Ausschreitungen begingen, bie überhaupt unbeschreiblich wären. Während sich die ganze Bevölkerung von Thrazien und der Aegäischen Küste bis auf seltene Ausnahmen aller Freiheiten auf kirchlichem und religiösem Gebiete erfreut hatte, was ihre kirchlichen Oberhäupter und die fremden Konsuln bezeugen können, smd die bulgarischen Bewohner einer Schreckensherrschaft durch die Serben und Griechen ausgesetzt. Alle Bulgaren werden drangsaliert, gefangen genommen und fortgeschleppt, fo' daß sie bald aüsgerottet sein werden. Das von den Griechen und Serben besetzte Gebiet ist in eine Einöde verwandelt worden. Die Griechen hätten alle bulgarischen D ö r f e r angezündet, in die sie letzthin ein gezogen, und aus denen ich die Bevölkerung, wenn es ihr gelang, flüchtete. Ucber 200 bulgarische Familien sind aus KiMtsch in bejammerns- wertem Zustand in Sofia angekommen. Tausende andere, die aus den Bezirken von Doiren, Strumitza, Jstip und anderen entkommen sind, überfluten die nach Bulgarien führenden Wege. Die Flüchtlinge erzählen entsetzliche Ding« von ber Aufführung ber serbischen und griechischen Truppen. Um die Wahrheit an den Tag zu bringen, ist die bulgarische Regierung bereit, einer internationalen Untersuchung der Ausschreitungen zuzustimmen. Saloniki, 14. Juli. Bei der Plünderung und Brandlegung in der Stadt Serres durch die Bulgaren wurde auch das Haus des ö st er r eich i s ch-u n gar i s ch en Ko n - suls geplündert und verbrannt, ohne daß bie Fahne respektiert würbe. Das italienische Konsulat würbe auch geplünbert, ausgenommen waren bie Kaserne, das Regierungsgebäude und bas Telegraphenamt. Die meisten öffentlichen Gebäube finb oingeäschert. — Der österreichisch-ungarische unb der italienische Generalkonsul begaben sich nach Serres, um sich wegen ber Mißachtung ber Flaggen Oesterreich-Ungarns unb Italiens durch die Bulgaren zu beschweren unb über bie den Konsulatsvertretern ber beiben Staaten ^gefügten Belobigungen unb Schüben Erhebungen anzustellen. Sofia, 14. Juli. In ber Nacht zum 1. Juli (14. ^uli> bemerkten. bie bulgarischen Schilbwachen bei Deb e- agatsch, baß von einem griechischen Dampfer eine Rakete aufflog, darauf beleuchtete ber Scheinwerfer des Dampfers bas Haus bes griechischen Konsuls, ber sofort mit Lampen Signale zu geben begann. Die am folgenben Tage beim Konsulat vorbenommene Durchsuchung führte zur Entdeckung einer großen Menge Waffen unb Formen in griechischen Schriftzeichen, die zu Sigual- zwecken dienen sollten. Der Konsul wurde vor Gericht geführt. — Die eingeborenen Griechen beobachten den bulgarischen Truppen gegenüber offen eine herausfordernde Haltung. Einige schossen aus Hausern auf bie Bulgaren. Bei der Besetzung von Gewgheli burch bulgarische Truppen nahm bie Bevölkerung, bie zufrieben war, von ben serbischen unb griechischen Bebrückungen befreit zu werben, bie bulgarischen Soldaten mit offenen Armen auf, als sie aber nach einigen Tagen griechische Truppen in die Stadt einziehen sahen, flohen sie, aus Furcht, daß sie das Schicksal von Kitkitsch und anderen bulgarischen Städten erleiden würden, die von ben Griechen in Brand gesteckt worden waren. Greise, Frauen unb Kinder, bie nicht fliehen konnten, würben von griechischen ■ Truppen niebergemacht. Frankfurt a. M., 14. Juli. Die „Frankfurter Zer- tnng" meldet aus Genf 10 Uhr 30 Min. vorm.: Ein hierher geflüchteter bulgarischer Offizier, ber ben vom General Kowatschew befehligten Truppen angehörte unb während bes ersten Balkankrieges wieberholt ausgezeichnet wurde, sagte Ihrem Korrespondenten, er habe ben Kriegsschauplatz verlassen müssen, um den Drohungen unb Beschimpfungen seiner eigenen Soldaten zu । entgehen und der Gefahr, von ihnen getötet zu werden.. Die spanische AatastrophenpoMik. Wenn auch — wie überall — in Spanien nichts so heiß gegessen wird, wie man es kocht, und auch gerade ber heißblütigen Nation bie großen Worte leichter. in der Kehle sitzen, wie irgenb einer anderen, so wirb man trotzdem denen recht geben müssen, die für bie nächste Zukunft schwere Tage unb verhängnisvolle Eruptionen ber erregten Volksseele erwarten. Wie ein Sturm geht es durch die öffentliche Meinung. Dutzenbe Protestversammlungen werden abgehalten, noch mel)r verboten, flammenbe Resolutionen gegen bie Regierung werden los gelassen, unb bie vordem feinbseligsten Elemente finden sich auf gemeinsamem Boben, dem der Opposition, gegen bie bestehende Ordnung. Vergessen sind bie schönen Worte des jungen Königs Alfons^ baß für jeben, auch für den politischen Umstürzler unversöhnlichster Art, sein Ohr unb seine Wohlmeinung offen stehen, Worte, die eine Zeit ber Verbrüderung aller Linksstehenden einzuläiten schienen. Es kam leider .anders. Tie alte Gegnerschaft ber königstreuen Liberalen und der Republikaner ist wieder da. Von neuem ist in diesen Tagen bas Wort von der bevorstehenden Revolution gefallen. Wirb es wirklich zu einer solchen kommen? Oder wird die allgemeine Verworrenheit sich ohne Blutverlust, gleichsam vom grünen Tische aus, lösen unb werben den grimmen Worten nicht ebensolche Taten folgen? Es ist eine Tragödie, wie dieses einst so reiche Land sich selbst zugrunde richtet. Noch immer lebt es in einer anderen Zeit, vermag es sich nicht in dem Gleichschritt iber Nationen zu fügen. Wohl hatte auch Spanien seine großen Manner; es hat zu allen Zeiten Charaktere unb Willen gehabt, bie ihre Zeit verstauben unb bas Notwenbige begriffen. Aber fast alle sind sie an Programmen gescheitert. Fast alle haben sie sich müde gekämpft gegen bie Imponderabilien ihres Milieus, das nichts reifen läßt unb' alles im Keime erstickt. Augenblicklich wird gegen ben libe- -raten Ministerpräsibenten Grafen Romanones Sturm ge- laufep. Den Konservativen haben sich viele liberale Dissidenten angeschlossen, mit denen auch Karlisteu, Sozialisten aisw. seltsam Arm in Arm marschieren. Die frühere Regie- irungsmehrheit ist so in eine absolute Minderheit verwandelt worden. Daß damit für absehbare Zeit nicht zu regieren ist, liegt auf der Hand. Indes hofft man in ministeriellen Kreisen, immerhin bis zum Herbst zu kommen, und hat vielleicht einigen Grund dazu, weil bie Cortes bis dahin vertagt wurden. Eben diese Vertagung ist mit einer der Gründe für bie heutige politische Verworrenheit. Romanones hat sich vor ber immer stärker toerbenben Opposition gegen seine Mürokkotaten und ber sich baraus ergebenden schweren finanziellen Folgen in das Unkonstitutio- nette geflüchtet und er hat bisher, trotz aller Entrüstungs- ftürmc, die Cortes nicht wieder aufmachen wollen. Auch die Aktion des früheren Ministers des Auswärtigen Gareia Prieto, der mit seinem Schwiegervater Rios, dem Senats- Präsidenten, unb einer Gefolgschaft von 56 Senatoren und 70 Abgeorbneten bie 23ieberÖffnung ber Kammern forberte, hat nichts genützt. Ta nun aber der Minifterpräsibent bas konstitutionelle Ventil' ber Empörung gegen feine Politik gewaltsam verschlossen hält, muß er es sich gefallen lassen, daß bie Opposition auf bie Straße getragen wirb. Er tut immerhin nach seiner Art das Möglichste, um dieser Agitation den Boden zu nehmen. Wie weit er damit Erfolg Nr. 165 Erster Blatt 165. Jahrgang Dienstag, J5. Juli 1913 Der Siebener Anzeiger ÄÄKSBf - ni~ Bc-ngsprci. erscheint täglich, außer MI monntlich75V^viertel- Somitaas. - Beilagen: A ▲ Bx ▲ Ak ▲ FM A. A, ▲ Ak /K. A jährlich Mk. 2.20; durch viermal wöchentlich Abhole-n. Zweigstellen äs»in!Allßf /ITO$zl 11 ä-ö ssWVIr glr,I|r I ZI !rIUlL I H H ▼ ▼ H W |l V W Eh^e^kteur: A Goetz. Fernsprech-Anschlüsse: W ® Verantwortlich für den für die Redaktion 112, ™ - politischen Teil: Auqust -LMU' General-Anzeiger für Gberhchen ”r!M$e,e$a^ümme" Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Lxpeditton und Druckerei: zchulstrahe 7. Land": E.Heß;^für den bis vormittags 9 Uhr. Geschäftsstelle Büdingen, Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. reinigen. b L 1 5 s r. Reichelsheim, 12. Juli. Freitag, 11. d. MtS., erhielt unser Ort elektrischen Strom von der lieber- Kreis Friedberg. -1. Friedberg, 15. Juli. Gestern nachmittag verging ich der 18jährige Friseur ft. K. an einem jüdischen Mädchen, indem er sein Opfer unter dem Vorgeben, er sei Architekt und sein Vater sei Bürgermeister von Düsseldorf, von £ Hermanns fiqft Schule bie ~ beM Rodheim vnntte der Taqeso' litzbein-Hellingsl tzctz Lehrers -höh tizirk umsaht icti Hauptlehrerstelle X Marburg ^industrieller, der: Oliheim hier, i n Alter von 71 fi löste auch Imiqe Z h Frankfurt ou? hem .flraiife’ffyn eine Kassette lätn wurde der Aus ^eld noch bei sich. Mehrere bulgarische Offiz,i-ere habe dieses Schicksal ereiPt; fie seien von ihren eigenen Mannschaften getötet morden. Die Truppen, bei denen der zweite Balkankrieg geradezu verhaßt, jedenfalls unpopulär sei, wollen durch derartige Maßregeln, dem Bericht meines Gewährsmannes zufolge, einen Druck auf die Regierung ausüben $ur Einstellung £>cr Feindseligkeiten und zu ihrer Entlassung. Alle Nachrichten über derartige Gewaltakte und Kundgebungen würden von der Zensur natürlich unterdrückt, weshalb das übrige Europa davon bisl)er nichts erfahren habe. Nach der Ansicht meines Gewährsmannes wäre bei der gegenwärtigen Erbitterung der Bevölkerung der Bürgerkrieg in Bulgarien fast unvermeidlich. Nachrichten aus Serbien. Budapest, 14. Juli König Peter von Serbien soll an seinem alten organischen Leiden schwer erkrankt sein. Der Thronfolger ist aus dem Hauptquartier in Uesküb bringend zurückberufen worden. Belgrad, 14. Juli. Die serbische Presse verbreitet Gerüchte über den Schritt des russischen Gesandten v. Hartwig bei der serbischen Negierung, der die Einladung zu einem Schiedsgericht zum Gegenstand hatte, sowie darüber, daß Hartwig unzufrieden mit dem Bescheide des Ministerpräsidenten Paschitsch eine Audienz beim König erbat, sind falsch. Ter von Hartwig aus Befehl seiner Negierung unternommene Schritt bet der serbischen Regierung ist identisch mit den in Cetinje und Athen unternommenen Schritten und hat zum Zweck, die Einstellung der Feindseligkeiten und die Einleitung von Friedensverhandlüngen herbei,tu führen. Serbien hat erklärt, das; es bereit sei, von Bulgarien abgesandte Bevollmächtigte zu erwarten, mit denen die Unterhandlungen wegen der F r i e d e n s p r ä l i m i- rten gepflogen werden sollen. Nach der Unterzeichnung dieser Präliminarien ist Serbien sofort bereit, die Feindseligkeiten emzu- ftellen. Bulgarische Grausamkeiten Kreis Friedberg. £. Friedberg, 14. Juli. Die Stadtverordnetensitzung vom 14. Juli beschäftigte sich unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Baurat Stahl allein mit der Vergebung der Arbeiten für den Umbau der von Helmvltschen Hofreite und des Bahnhofs für die vorläufige Unterkunft des Bataillons. Auf die zur Unterbietung vorgesck/riebenen Arbeiten sind 2 Angebote cingdaufcn. Theodor Mörschel fordert für sämtliche Arbeiten 37 646 Mark. 41 Handwerker haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, und als Unternehmer ist für sie Wilhelm Füller ausgetreten. Diese fordern 42 510 Mark, demnach 4864 Mark mehr Die Stadtverordneten Jean Füller und Karl Bopp können an den Verhandlungen nicht teilnehmen, da sie der Arbeitsgemeinschaft der Handwerker angehören und dadurch Mitin ter esse nten sind. Nach Eröffnung des Unterbietungsverfahrens bat die .Handwerkervereinigung ein Nachgebot eingereicht, die Arbeit nunmehr für 37 579 Mark aus-usühren. In den Bedingungen ist jetroeb ausdrücklich vorgeschrieben und bekanntgegeben worden, daß Nachgebote nicht angenommen werden dürfen, roertn das Höchstgebot den Voranschlag nicht überschreitet. Nach längerer Aussprache wird der Beschluß gefaßt, daß der Herr Bürgermeister Dienstag vormittag versuchen soll, zwischeti den Handwerkern und Mörschel eine Einigung über gemeinsame Ausführung der Arbeiten herbeiführen. In diesem Fall wird der Bürgermeister beauftragt, sofort den Zuschlag zu erteilen, andernfalls muß eine Abstimmung erfolgen, die am Dienstag nachmittag stattfinden soll. Ge i ar. 1. Ni D & 1. la B Ausland. Lang charnps, 14. Juli. Eine große Menschenmenge begab sich nach dem Bois de Bouloque, um der Parade beizüwohnen, die anläßlich des heutigen N a t i o n a l f e st t a g e s alljährlich stattfindet. Die Parade war von günstigem Wetter begünstigt. Tie Truppen waren Gegenstand begeisterter Kundgebungen. Der Präsi denk traf um 8 Uhr morgens ein. Auch Ministerpräsident Barthou war Gegenstand sympathischer Kundgebungen. Präsident Poincars schritt die Front der Truppen ab und übergab mehreren Regi meutern, besonders den afrikanischen und asiatischen die Feld- zeichen. Er hielt bann, eine patriotische Ansprache. Nancy, 14. Juli. In der vergangenen Nacht 12V? Uhr kam es'nach einem Streit in einem (Safe am Stanislausplatz, an dem französische Gäste und Deutsche aus Elsa ß Lothringen beteiligt waren, zwischen dem Studenten Marcel Gallot und dem 26jährigen Eiseuhändler Karl Conrad aus Hayingen zu einer Schlägerei. Gallot, welcher der Angreifer zu sein scheint und betrunken war, wurde verhaftet. Gallat hat Conrad verwundet, doch.sind dsc Verletzungen nicht schwer. Untersuchung ist cingelcitct. ✓ Deutsche» NeZeh. Valestrand, 14. Juli. Der Kaiser begab sich heute vormittag mit den Herren seines Gefolges auf dem „Sleipner" junt Fridtjosdenkmal Heute nachmittag, nach dem Gintreffen des Feldjägers, arbeitete der Kaiser allein und hörte abends einen kriegsgeschichtlichen Vortrag. B erlitt, 14. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz, betr. die Ergänzung der Friedenspräsenzstärke und das Bes.oldungsgesetz. landzentrale Wölfersheim. Die meisten Hausbesitzer sind angeschlossen. — Der Geflügelzüchterverein beschloß, Ende November eine Geflügel-Ausstellung dahier ab- zuhalten. . _.k. O b er-Eschbach, 14. Juli. Die beiden Vorsitzenden des hiesigen Kriegervereins, Geiß und Bürgermeister Fritzel, erhielten von der Hassia in Anerkennung ihrer langjährigen Tätigkeit als Vorstandsmitglieder die bronzene Plakette der Kameq radfchaft. ~ . Kreis Schotten. O Laubach, 14. Juli. .Heute wurdtz hier die elektrische Lichtanlage der Ueberlandzentral'e Wölfersheim dem Gebrauch übergeben. Tie Straßenbeleuchtung ist vollständig fertiggestellt, während in vielen Häusern die Arbeiten noch nicht beendet sind. Tie über der Eisenbahn- strecke gelegenen Strafen und die Häuser südlich der Stadt sind noch nicht angeschlossen, da die mit der Eisnrbahndirel'- tion geführten Unterhandlungen noch nicht beendet sind — Im August wird sich Assessor Li n d, ein geborener Greße- ner, hier als Rechtsanwalt niederlassen. O Laub a ch, 14. Juli. Auch dieses Jahr hat sich Lauback) eines guten Zuzugs von Fremden zu erfreuen. (SbfM Häuser und Privatpensioneii sind gut beseht. Im Gasthaus zur Traube ist eine Ferienkolonie aus Frankfurt von 180 Knaben unter Aufsicht eines Lehrers eingetroffen. Athen, 13. .Juli. Der König übersandte unabhängig von dem an die Mächte gerichteten Protest persönlich den Staatsoberhäuptern einen Protest gegen die Grausamkeiten der Bulgaren. Mehr als 30000 Personen nahmen an der Protestversammlung gegen die Greueltaten der Bulgaren teil. Der Bürgermeister von Athen Merkuris hielt eine mit großem Beifall aufgenommene Rede. Tie Versammlung beschloß, an die Hauptstädte Europas und Amerikas eine Protestkundgebung zu icnbcn. Em offizieller Bericht besagt: In S t r n m n i tz a marterten die.Bulgaren die serbischen Gefangenen und verbrannten einen serbische n Offizie r leb end. Tie griechische Polizei entdeckte rn den Häusern der Bulgaren in Strmnnitza eine große Zahl von Bomben und gestohlene Sachen aus griechischen und lmusetmanischen Häusern. Bulgarische Kriegsgefangene erzählen, die Offiziere hätten ihnen am Abend vor dem Kriege in den Kasernen auseinandergesetzt, der Krieg würde alle Soldaten reich machen. In den Städten, die besetzt würden, würde ihnen volle Freiheit zur Plünderung gelassen, auch könnten sie griechische und muselmanische Frauen ungestraft vergewaltigen. Die rumänischen Operationen. Bukarest, 14. Juli. Der bulgarische Gesandte Kalin- ko w und das Personal der Gesandtschaft haben heute Bukarest verlaßen und sich nach Nustschuk begeben. Der Kriegszustand zwilchen Numänicn und Bulgarien ist damit endgültig'eröffnet. Die Regierung wird vom Parlament die Ermächtigung verlangen, den Belagerungszustand über das ganze'Land oder einzelne Teile desselben zu verhängen, falls es notwendig fein sollte. Die in ausländischen Blättern verbreitete Nachricht von an- g.ebli chen Angriffen auf die ö sterr ei ch i sch - u n ga- r 11 P ? n K onsulatein einzelnen Städten Rumäniens und von angeblichen Jnfultierungen von Mitgliedern der österreichisck>-unga- rischen Vertretungen entbehrt jedweder Begründung.' Bukarest, 14. Juli. Nach einer Mitteilung des Kriegs- Ministeriums über die bisherigen Operationen der Armee wurde am 10. Juli Silistria widerstandslos besetzt. Am 11. Juli begannen die Operationen am Festungsviereck der T o - Irr u b f d) a durch diejenige Armeegruppe, die am Vorabend sich auf der Linie Ostrov, Decuzaci, Caraomer und Calarasch gesammelt hatte. Ein Teil dieser Truppen überschritt die Donau bei Calarasch und Ostrov mittels Pontons. Am selben Tage besetzte die ältliche Armeegruppe die Grenzposten von Mangalia, Caraomer Und Decuzaci und nahm die dort befindlichen bulgarischen Posten gefangen. Abends erstteckte sich die Front der Armee von. Silisttia bis 12 Kilometer südlich von Mangalia. J2- Iäll abends dehnte sich die Front von Vetrena an der Donau bis Caraomer und Baltschik aus. Am 13. Jüli ging die Kavallerie gegen Turtukhai, Kadikoej, Dabritsch und Baltschik vor, ohne Widerstand zu finden. In allen besetzten Orten ist eine Militärverwaltung eingeführt worden. Die türkischen Ansprüche steigern sich. Konstantinopel, 13. Juli. In Besprechung des Marsches der türkischen Armee führt der „Tanin" aus: Die Intervention Rumäniens, insbesondere das Vordringen der Griechen int Wilajet Adrianopel habe die Lage vollständig geändert. Die Armee bei Bulair müsse gegen Dedeagatsch und Adrianopel marschieren. Bezüglich der Verhandlungen mit Bulgarien meint das Blatt: „Solange die Bulgaren sich nicht verpflichten, Adrianopel an die Türkei wieder abzutteten, werden wir die Verhandlungen ablehnen." — „Taswiri (Sffiar" sagt die türkische Armee müsse Adrianopel wieder besetzen und sodann nach Dedeagatsch, Gnemuldschina und Drama marschieren. Rom, 14. Juli. Die „Tribuna" meldet ans Petersburg: Es ist sicher, daß die Mächte gemeinsam handeln, nm der Pforte zu notifizieren, sie würden ihr militärische Bewegungen über die Grenze Enos-Midia hinaus, die bereits infolge der Mediation der Botschaftervereinigung festgelegt sei, nicht gestatten. Konstantinopel, 14. Juli. Die Türken haben Ro- dosto und Tschorlou besetzt. Tie Bulgaren zogen sich zurück. Die Tette Publigne bat beschlossen, dem türkischen St a a t s s ch a tz 5 0 Millionen Franks aus der italieni- scheu Entschädigung für Tripolis vorzuschießen. von 5mein 'ä> um nlB sagte (ft. Reifen 5:1 Für die Gefallenen bei Laubach-Frohn- ^o.^en ließ die Hessische Kriegerkameradschaft „Hassia", wie alljährlich, die Gräber schmücken. Auch das bayerische Jägerbataillon beteiligte sich, wie üblich, an der Feier, die sich am Denkmal bei Frohnhofen abspielte. Ansprachen hielten das Vorstandsmitglied Feldpusch-Darmstadt, ein alter Veteran, Major Lettenmaier- der Kommandeur des 2. Jäger- Bataillons in Aschaffenburg, und im Namen des Kriegervereins Darmstadt Wenzlau. ** Die Gießener freiw. Feuerwehr hielt gestern abend eine Uebung ab, der Regierungsrat Langev- mann, Beigeordneter Kelter, Branddirektor Braubach, Re- gierungsrat Gebhardt und eine Anzahl Stadtverordnete beiwohnten. Nach Vorführung der einzelnen Geräte int Schulhofe am Oswalds garten rückte die Weh r mit Musik wieder nach dem Turimhause mtb daun nach dem Cafe Ebel, wo unter Teilnahme der Gäste eine Jubiläumsfeier der Kameraden Karl Moll für 50jährige und Dechert und Schmitz für 25jährige Dienstzeit stattfand. Zum ersten Male war eZ der Wehr vergönnt, das 50jährige Jubiläum eines Mitgliedes zu feiern, deshalb zollte Beigeordneter Keller dem Kameraden Moll Worte der Anerkennung für feine unermüdliche Tätigkeit bei der Wehr, zumal er ein stets diensteifriges Mitglied gewesen sei. Ein Geschenk der Stadt wurde Herrn Moll schon im Laufe des Tages überreicht, ferner fand sich eine Abordnung der Wehr in seiner Wohnung ein, um ein Geschenk und Glückwünsche zu übermitteln. Moll gehört heute noch dem Vorstand der Wehr an. Regierungsrat Sängerinann überreichte nun den Kameraden Dechert und Schmitz die vom Großherzog per- liehene Auszeichnung für 25jährige Dienstzeit, worauf Brandinspektor Wigandt beiden ein Geschenk von der Wehr überreichte. Im 'Austrag der Jubilare sprach Kamerad Moll den Tank für die Ehrung aus. Bei den Klängen der Feuerwehrkapelle und nach Absingen einiger Feuerwehrlieder blieben der Vertreter der Regierung und der Stadt mit den Feuerwehrleuten einige Stunden zusammen. , ** Belohnung. Die Kgl. Eisenbahn dir ektion! Frankfurt a. M. hat aus Anlaß der Transportgefährdung am 12. d. Mts. aus der Strecke Hungen — Mücke für die Ermittelung der Täter eine Belohnung von 300 Mk ausgesetzt. Lotosblumen. Blüten der geheiligten indischen LotoSpflanze (Nelumbium speciosmn) hat das Blumenhaus Dietz im Schaufenster ausgestellt. Die Blume, die auch noch weiße und rote Färbung aufweift, zeigt eine wundervoll abgetönte rosa Farbe. Es war sehr schwierig, die Blume, die im Süden Italiens künstlich gezüchtet wird, nach hier zu bringen. Unter 7 Postsendungen, die nach und nach abgingen, ist gestern die erste ausstellungsfähig hier angekommen. Landkreis Gießen. । g. Leihgestern, 14. Juli. Gestern wurde hier das Iah- ressest des Zweigvereins der Gu stav^ Ad ol s-S t i ftu n a lur das Dekanat Gießen gefeiert. Es nahm einen wohlgelunge» uen Verlauf. Die zahlreich berbeiftrömenbe Festgemeinde, sowie die auswärtigen Festteilnehmer wurden gegrüßt vorn Fahnen- und -lannenfchrnuck des stattlichen neuen Gotteshauses, wurden erbaut bon dem Festprediger, Professor Dr. D. Diehl-Friedberg, der in, bekannter Meisterschaft die Gemeinde zu fesseln wußte, wurden erfreut durch die musikalischen 'Darbietungen des Po saunen ckors Klein-Linden und des Kirchengesangvereins Leihgestern. Nach Beendigung des Äauptgottesdienstes fand eine halbstündige Pause statt. Darnach versammelte sich die 'Festgemeinde wieder vor der Kirche, wo drei, Schüler in frischer sicherer Art ein „Gustav Adols^Zwie- gesprach" vortrugen. Die Arbett des Einübens, die als eine finnige Bereicherung des Festprogramms gelten konnte, hatte Lehrer Jung übernommen. Nun füllte sich zur N a ch v e r s a m m l u n g der alte Schulhm bis zum letzten Platz. Pfarrer Liz. G o m b e l - Reiskirchen- Schriftführer des Vereins, -erstattete den ausführlichen Jahresbericht über die Größe der Vereinsarbeit, Pfarrverwalter Strack der Sohn des Ortsgeistlichen, erzählte in interessanter Weise aus der Geschichte feiner Gemeinde Gustavsburg bei Mainz und ihrer »Öffnung auf die Hilfe der Glaubensgenossen. Kirchenrat Strack wrach m seinem Schlußworte herzliche Tänkesworte im Namen des -rä.akwes des Zweigvereins als Vorsitzender, sowie als Orts- geistlicher. Die Gesamtkollekte aus beiden festlichen Veranstaltungen betrug 133,30 Mk. Der junge Tiasporapfarrer nahm sie mit heim dankbaren Herzens, gewiß aber auch erfreut darüber, daß so großes Interesse seiner kämpfenden Gemeinde in seiner Heimatgemeinde entgegengebracht wird. Kreis Lauterbach, k Herbstein, 14. Juli. Tödlich verunglückt ist der betagte Landwirt Schrimpf aus Altenschlirf. Er stürzte vom Scheu- nengerüfte in die leere Tenne und blieb schwer verletzt liegen. An den Verletzungen ist er gestorben. 14- Luli. Unsere Gemeinde (100 Einwohner^ ■ m „^beriges Verhältnis mit Stockhausen lösen und eine eigene Jour g er m eifterei haben, da jetzt der gemeinsame Bürgermeister Eichenauer gestorben ist. ** Der Zirkus Hermann Althoff begann gestern stbend fein hiesiges Gastspiel vor nahezu ausverkaaftem Hause mit einem geradezu glanzenden Spielplan, wie er in Gießen kaum jemals vorher zu sehen gewesen. Sämtliche Vorführungen waren außerordentlich exakt und unterhaltend, und es ist keine Frage daß man nur selten Gelegenheit hat, derartig gute und eigenartige Vorführungen zu sehen. Auf dem Drahtseil erwies sich Fräulein Alciida als tüchtige und gewandte Künstlerin, die auch die schwierigsten Stücke spielend bewältigte. Mit ihren Freiheits- orenuren tat sich Frau Pierre rühmlich hervor .Herr Al- many vollführte mit Tischen und Stühlen halsbrecherische Hebungen, bei denen er sich stets unglaublich geschickt im Gleichgewicht zu halten öermodjtc. Als verwogene Reiterin lernten wir Fräulein Bella kennen, die ihren Namen nicht zu Unrecht tragt und auch Fräulein Philippa tat sich auf ihrem Pferde überraschend hervor. Ein tüchtiger Radfahrer, der auf einer Tischplatte verblüffende Kunststücke vollführt, ist d e r g r o ß e A l e x a n- dcr, der außerordentlichen Beifall fand. Eine ungewöhnlich gute Darbietung gibt der Clown Jack mit seinen dressierten Eseln, Schweinen und Gänsen, die staunenerregende Kunststücke ooll- bringen. Als vorzügliche Schulleiterin tat sich Frl. Luise Dio m m v - ~ hervor. Eine ans Unglaubliche streifende Vorfüljrung ist das öcm Promenadeweg nach Bad-Nauheim auf Nebenwege ge- Auftreten des Affen Max, der sich nicht nur wie ein Mensch lockt hatte. Nach der Tat raubte er dem Mädchen einen bewegt, sondern auch ein ganz hervorragender Radfahrer ist, goldenen Ring, sowie Uhr und Kette. DaS Mädchen lief ihm ''m Uhr -d Kette wieder zu er-ungen. Am .steinernen schon diese eine Nummer i)t den Eintrittspreis wert. Als wirk- 8 ,DQCf ec eS zu Boden und versuchte ein zweites 93er- licher Meisterschafts-Jongleur erweist sich Herr Cartella mit 9c^cn- Dann entfernte er sich nach der Stadt zu, wo ihn seinen verblüffenden Aussührungen. Tüchtige Jvckeyreiter sind städtische Arbeiter auf Bitten dcS Mädchens festnahmen und °1 s ,„nb(n mitten b' „ta „M S»** , eine ^Sgievi ^oioerteilung- Die j wen übrigens öl|lnl Zur D' on Verr l Hbberteltir titiyn d tgaveixrHnz (erlag bes< iiCT urdj bevv " es Herr ■trtuenid) - lielen, nu - Beüchii täh. Will D47l Bisn • übroigftr.i er mb vollst, i nil Balke Sab ufiö.i. iuch früh. Vr. Jord Durch Be öauvimai Ltzobnung Ümmer, 9 Bobenrä' unb aller nerichtei, , auch fri^ 1 vermiete • Ecte Plo, V 4Q43I Pc Wiesen-1 Gart., vi z. öcrm. v.Juna- bura v. |___7 Fran! Herrscht Woimi ^Zentra leuni in .1. Ctiol Näb-Tk |____6 Ploc Babcz. ver 1. Näher, Durch Telegi mehl ii Hauset besteht mit B hör, v an ber Zu er 05108) Gas, > -Gartt zu ve Im -ist sch wohn Gas 1. Ok Bal) lliedens ist veronentlicht worden. Bryan schlägt vor, daß während verunreinigten Sllaßenteue sind sofott gründlich zu der Untersuchung eines internationalen Strettßrlles die militärischen und maritimen Lüftungen auf dem Statusguo gehalten iverden sollen, außer wenn eine der beiden Parteien von dritter Seite bekämpft werde. MI J ioiott Ägf* r strecke c\ $tQll3bortrt -l?* S?H -L J ,t6t J** Ä > S bli na» 'l"li> tat|, ’Munggfä^ 'm Ql, iS «kfa, •*** feiert ffc>D b off 6 a 17,y 6 9« WU >eUnÄ SF*Ä ^.ugvereins ' r®b eine haffav vern" ^ach Ter Art ein ? ?or dn ö bre Gimibeni; Äa?^löit’ . Nachher,' am s na Tarier 2ü ranmr,m Mhaue itolonie Ws Frankfurt von eines Lehrers emgettofsen. önedbng. 'ulu Tie StadtvMÄnetenntzung i unter dm Vorsitz des BLM » mir dn iltitben posteitc und des Ws Hamiltons. Auf die Mtlnler- 1f" smd 2 Angebole emgWn. ZS Ä 37 646 » „ für sie ®i(W MIn «- temmii4864 »rfi* 'h ö-ff Mp können (nt bflt MLitsgcmeintz röcn VuNA Msprch n-nrrt. ^£-"Efh*r Denslaß rn den ^^Äriirn berba- AnÄührE, da^ggt, sofort jhrgrrmnlttrb« AMWH tom«® S6Ä Mt* N** rftf- “Jw**“1’ * un l B^0otf' 7 gürqermM Nebenwege k,!**” Md-h-n «"« ■ ’Ä««-1* nb «<»•. ® W x., ui erlange"' tjjts Der ** f,VÄwS 'S** ' b J ff Seriti Sd)5n« Land^L^ener^ 5 - ",rr durch. P“ beide W " ‘ i,slcicht stehE -Mengler- gre Lohn ^.Jr tatlg l . Ll! alsKeudcrt ■Ä#«- % !»r”t£ ** 1t i. *- „, peM' W S#*ffS5 äs»*: Sport. is'kirchcn 85 gegen Langendiebach 75, 61, Bürgel 68 gegen Frankfurt 4 68 P. brauch gemacht. ssie/6 FrÜhküÜösstlll M Melklenb.Kiidkäse _ , der Wetterau versendet zuMk.4.— frei unt. Neue Kartoffeln! 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Auch unsere Ortsbehörde hat in allernächster Nähe Schürfungen vornehmen lassen. Hessen-Nasiau. Hermann stein, 14. Juli. Heute wurde in hiesiger Schule die Lehrerkonferenz des Schulauffichts- befirks Rodheim a. d. Bieber abgehalten. . Im Mittel- wmkte der Tagesordnung stand ein Vortrag des Lehrers Eisbein- Fellingshausen (Fichte) und eine Unterrichtsprobe deS Lehrers Höhn-Rodheim (Rechnen). Der Konferenz- hezirk umfasst jetzt in 9 Gemeinden 25 Lehrer; die erledigte Hauptlchrerstelle Naunheim ist noch nicht besetzt. X Dt ar bürg, 14. Juli. Ein bekannter hessischer Industrieller, der Begründer und Seniorchef der Firma I. G Ostheim hier, Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen, ist Iu Alter von 71 Jahren gestorben. Der Verblichene gehörte auch lange Jahre dem Stadtverordnetenkollegium an. h Frankfurt a. M., 14.Juli. Am Hellen Tage wurde auS dem Krause'schen Delikatessengeschäft im Stadtteil Bocken- heim eine Kassette mit 4500 Mark gestohlen. Als Täter wurde der Ausläufer Sauer verhaftet. Er trug das Geld noch bei sich. W Matjesheringe „ Kartoffeln „ Zwiebeln empfiehlt zu billigsten Tagespreisen Georg Wallenfels Marktplatz 21, gegenüber der Engelapotheke, la»/« Rabattmarken - Ausgabe. Gießen, 14. Juli. Die Radrennen auf der Rennbahn an der Hardt hatten sich eines guten Besuches zu erfreuen und boten viel interessante Rennen. Der veranstaltende Verein hatte sich, sehr angestrengt, um etwas Ordentliches zu bieten. Nachfolgend dte ^rgev- nisse: 1. Er st fahr en 1200 Meter. 1. Meyer-Lembach 2,10 2. Specht-Frankfurt, 3. Dietrich-Frankfurt. 2. Preis v. Lahntal, 30 Kilom. 1. Weihknecht-Frankfurt 37,59, 2. Hartmann- Gießen, 3. Johanntges-Frankfurt. 3. H a u p t f a h r e n. 2000 Meter. 1. Rode-Mainz 4,40 2. Göbel-Limburg, 3. Hartmann-' Gießen. 4 Vorgabefahren, 2000 Meter. 1. Rode-Mainz 0 Meter 2,40, 2. Meyer 50 Meter, 3. Schönhals -Gießen 80 Meter. 5. Ausscheidungsfahren, 4000 Meter !. Rode- Mainz 3,32, 2. Schönhals-Gießen, 3. Svecht-Frankmrt. 6. Motorradrennen, 5000 Meter. 1. Weihknecht-Frankturt 4,43, 2. Göbel-Limburg. 7. Preis v. d. Hardt. 1200 Meter. 1. Schönhals - Gießen 2,09, 2. Rüdiger iun.-Gnmen, 3. Balser-Gießen. 8. Seniorfahren. 1200 Meter. 1 Muhl -Gießen, 2,34, 2. Lauer -Gießen, 3. Funke -Gietzen. = Das 5. Kreisturnfest des 9. Kreises des Arbeiterturnerbundes in Offenbach wurde am Montag mit den Wettkämpfen im Sechs- und Vierkampf beschlotsen. Die ersten 10 Preisträger sind folgende: O d er p u t e .Lechskampf). 1. Mayer-Fechenheim lll’A 2- Götz-Frankfurt VI llOi.A P. 3. Mohr-Erbach 110 P. 4. Strauch-Offenbach 107 P. 5. Nagelschmidt-Langendiebach 103 P. 6. Knoblauch-i)!eu-I)en - bürg 95i/' P. 7. Bieser-Biebrich 95. P. 8. Hochgesandt-Vochst 94 P. 9. Kopp-Frankfurt V 93 P. 10. Debus-Fechenheun 9V/2 P. — Mittelstufe. 1. Aucr-Groß-Gerau 1281/2 P. 2 Scherer- Arheiligen 125V- P. 3. Horch-Weiskirchen 122^2 P. 4. Lauer- Klein-Steinheim 122'2 P. 5. Geyer-Ofsenbach 1201/s P. b .-ver- weg-Groß-Gerau 118 P. 7. Keßler und Ebert-Langendubach 115 P. 8. Walter-Erbach 114 P. 9. Pseiffermaiin-Worms und Weber-Dörnigheim 112 P. 10. Wöll-Fechenheim und Weber Büdesheim 111 P. — Im Vierkampf erreichte PH. Mayer- Fechenheim m. 49i/o P. die Höchstleistimg^ F a u st b a l 11,, SU. A. Frankfurt 1 gegen Offenbach 1 101 Punkte, Höchst a. M.^98 gegen Hausen 91 P., Kelkheim 91 P. gegen Dietesheim 82 ^Jcinljeim 86 P. gegen Nies 77, Weiskirchen 85 gegen Langendiebach Hanau 79 gegen Dömighnm 61, Bürgel 68 gegen Frantfurt 4 68 x.. Frankfurt 4 52 P. gegen Fechenheim 51 P.--Kl a s) e B: Worms 85 P. gegen Sossenheim 73 P., Rickmgen 4o gegen ©ntbeim 37 P. Klasse 0: Griesheim (Turner) 23 P. gegen Griesheim (Turnerinnen) 18 P.,' Münster 83 gegen Niederramstadt /5, Walldorf 71 gegen Ravolshansen 54 P. — Schleuderball: Biebach 4 P gegen Sprendlingen 3 P. — Schlagball: Bockenheim 27 P. aeaen Frankfurt 7 16 P. — Tamburin : Frankiurt 4 132 P. gegen Worms 92 P., Biebrich 162 gegen Pfungstadt 12T Frankfurt 4 91 P. gegen Egelsbach 54 P., Bocken heim 78 P gegen Offenbach 25 P. — Gruppe 0 den 1. Pr. Gießener Freie Turner- Perle vo« Erfurt u. Kaiserkrone, la. Wetierauer Ware, pro Ztr. Mk. 4.— inkl. Sack ab Echzell, größere Posten bill., versend, unt. Nachnahme Ludwig Erb, Kartoffelver- Hausbesitzern 25% Rabatt auf Tapeten! Verlangen Sie freo. gegen freo.: (ss’A Katalog A 1 mit Tapeten von 12- 48 Pfg. U A 9 „ ,, Ol)— /O „ ( P : A3:: .. 80-M) .. jL Bfai^freie Tapeten - Industrie C. Kupsdi, Frankfurt a. BL,.Altegasse 1 CMjtkbifiabrL V Flugplatz Habsheim-Mülhausen i. Els-, 14 J'uli. Der Flugschüler Dietrichs ist heute früh 6 Uhr beim Landen abgesturzt und hat sich so schwer verletzt, daß er nach wenigen Minuten verstarb. Der Flieger, der aus einer Höhe von 10 lbis 15 Metern heruntergehen wollte, vergaß den Mator abzustellen. Der Apparat fuhr mit voller Wucht auf den Boden auf und überschlug sick), wobei der Pilot unter ihm zu liegen kam. Der Verunglückte, dem der Kopf vom Apparat zerdrückt worden war, und der außerdem noch einen doppelten Arm- und Beinbruch erlitten hatte, war erst 19 Jahre alt und ein Sohn des verstorbenen Polizeikommissars D. aus Mülhausen. W Stettin, 15. Juli. Die russische Fliegerin Ga- lantschikow, die gestern abend auf dem Kolberger Flugplatz einen Sckfauflug mit einem Passagier unternahm, stürzte aus 10 Meter Höhe ab. Der Apparat ist zertrümmert. Die beiden Insassen blieben unverletzt. W Paris, 14. Juli. Wie aus Nancy gemeldet wird, stürzte der Flieger Lecomt e gestern abend bei Madeleine auf die Telegraphendrähte und sodann auf das Gleis der Bahnlinie Paris-Agricourt in demselben Augenblick als ein Güterzug einful)r. Der Lokomotivführer konnte noch rechtzeitig bremsen. Der Flieger erlitt keinerlei Verletzungen, nur das Flugzeug wurde vollständig zerstört. Der Bahnverkehr mußte während einer Stunde vollständig unterbrochen bleiben. . W Versailles, 14. Juli. Als heute früh in dem benachbarten Guyancourt die beiden Flieger Perein, Vater und Sohn, mit einem neuen Eindecker Versuche unternahmen, stürzte dieser aus 40 Meter Höhe ab. Durch Bersten des Benzinbehälters geriet der Apparat in Brand. Beide Flieger wurden vollständig verkohlt unter den : Trümmern hervorgezogen. ________________________ DerKampfder Millionäre. ThyssengegenThyssen. > Berlin 14 Juli Der rheinische Großindustrielle und vielfache Millionär August Thyssen liegt schon seit .Jahren mck seinem Sohne in zahllosen Prozeßen, .ne Unache ist m der Awas mißlichen Lage des jungen -ü)Dnen zu fuchen der iw: Laufe der leit so beträchttiwe Schulden tzu machen verstand, datz der Vw- ter es ablehnte, für die Verbindlichkeiten^ ,emes Sohnes emzui- treten lieber das Vermögen des jungen ^hyyen^wurde Kon- kurs-verhängt Es gelang einigen Freunden der Familie, Thyssen >'en daz^n zii bewegen, daß er seinem Sohne iwofern du Hand zur Hilfe bot als er sich bereit erklärte, den Betrag von 11 Millionen en?nrf den Thyssen jr. verschiedenen Banken ufro. schuldet, zu über« nehmen unter der Bedingung, daß Thyssen ir. aut Jem ibm nod) anstehendes Erbteil in Höhe von 75 Mill. Mark verzichten und ^ich mit einer jährlichen Rente von 120 OCX) Mk. begnügen tollte. 4,er Kompl. büraerl.Wohn.-Einr., hell eicheSchlafzim.m. prima Inhalt, Wobnziw. 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Ein Krater von vier Meter Umfang hat ihn verschluckt. Mit furchtbarem Gurgeln verschwand das letzte Wasser: Feuer stieg aus dem Schlunde auf. Ucber das ganze Seebett lagen Zehntausende von (BericbtofaaL Revision gegen das Erfurter Kriegsgerichtsurteil. Erfurt 14. Juli. Die Ausschreitungen, die nach einer Kontrollversaminlung in Rüxleben von sieben Wehrleuten und Reservisten begangen wurden, und die das Kriegsgericht in Erfurt zur Verhängung drakonischer. Strafen verav1 atzten, werden demnächst das Oberkriegsgericht tn Kayel beschäftigen. Zwei der Verurteilten haben sich bei dem Urteil beruhigt, d'e fnnf and^ die auf die Dauer von fünf Jahren dem Zuchthaus überliefert werden sollten, haben von dem Rechtsmittel der Berufung Ge- z Starkentzurg vnd Rheinheffen. R.B. (Dar-mstadt; 14. Juli. Die nationallibcrale Fraktion der Zweiten Kammer veranstaltet heute unter Vorsitz lAbg. Dr. Osann eine Aussprache über hie Beamten- und rehrerbesoldimgsvorlage. Zu den am meisten umstrittenen Punkten der Vorlage gehört die Frage der zukünftigen Gestaltung der ^ohnungsg eld-uschüsse. Während die Vertreter der öäotischen Wahlkreise allgemein der Anschauung suw, datz in Anbetracht der erheblich teuereren Wohnungsverhältnm em den größeren Städten dies auch in der Bemessung des Wohnungsgeldzuschusses Kum Ausdruck kommen .müsse, rote das ja auch j ither der Fall war, traten die ländlichen Wgeordneten wit größtem Nachdruck für eine gleichmäßige Gestaltung des Woh- mingsgeldes in Stadt und Land ein, besonders beshalb,, weil sie annehmen, daß durch deffen Erhöhung und damit günstigere Stellung des Beamten in ländlichen Orten am toirfiannten der starken Landflucht entgegengetreten werden könne, -tn der Nsltw- nallibevalen Partei in Hessen zahlreiche Vertreter der ländlichen Streife angehören, so war es notwendig, ^e Annchten.über meie nfut gewordene Frage zu klären. Em Besckstuß konnte ledoch 1110(6 nicht gefaßt werden, da die am Dienstag, Juli, statt- i tidende Versammlung der „Wirtschaftlichen Vereinigung sich louptsächlich mit dieser Frage besc^fiigen wird Es herrsch it dieser freien Vereinigung der ländlichen Vertreter keineswegs ' nigkeit darüber, daß eine Gleichstellung in den Wohnungsgeld- c üaen der Beamten in Stadt und Land bei Festsetzung der neuen ^soldungsordnung gesckw ff en werden müße und auch die vmder ’iegierung neuerdings vorgelegte Verglnchung der Ge^iltssatze - O Wohiningägelder in Preußen und Hessen soll zn^Bedenken .7 -ranlassuna geoeben haben. In der nationalliberalen r-sraktions- i-ung herrschte völlige Einigkeit darüber, datz über die zukünftige v’ftaitunn de^ Wohnnngsgeldes ein gerechter Ausgleich und dem- uch eine Verständigung unter den Mehrheitsstarteien erzielt wer- /müsse Die nationalliberale Partei ist einig dann, daß die ' soldnng^vorlage unter allen Ur.-ständen im kommenden Herbst itir ^ammerplenum durchberaten und von der nächsten Voranschlag- ff beratmig zur Verabschiedung gebracht werden muß ch. Bingen, 14. Juli. Gewogen und zu leicht Ijbefunden wurden bei einer Revision bei den Bäckermeistern inoncher Laib Brot. Zahlreiche Brote wurden beschlagnahmt. Die Armen der Stadt und die Handwerksburschen erlebten eine ausgiebige, für sie sehr nahrhafte und billige : tolüerteihmg. Die meisten Bäckermeister stellten die Re- QanöeL Benthen, 14. Juli. In Stanislowo (Russ.-Polen) ist Re dortige Bürgerbank in Konkurs geraten. Das Defizit bo- trägt IV4 Millionen Rubel. Märkte. ßSieftrit, t5. Juli. 9)1 n rftberidit 9Tuf heutigem Wockien^ motrte kostete: Butter das Pfund 1,10—1.20 Mk^ Hühnereier I Stuck 8—9 Pfa.. 2 Stuck 0 Psg., Enteneier 1 Stück 8—0 Pfg., Gänseeier iSt. 12 Pf., Käse das Stück 6—8 Pfg., Käsematte 2Stück 5—6 Pfg., Tauben pr Vr. 0,80—1,00 9)1 Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen pr. Stück 1,50—2,50 9JIL Enten pr. St. 2,00—3,00 Mk., Gänse das Pfd. 00—00 93fa„ Ochsenfleisch pr. Pfd. 92—100 Pfg., 9,'indf!eisch pr. Pfund 90—94 Pfg., Knhfleisch 80 Pfg^ Schweine, stei ch pr. Pfund 84—100 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 94—98 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 70—96 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Slg. 6.50 bis 7.50 Alk., Weißkraut das Stück 25 bis 40 fßfg„ Zwiebeln ver Qtr. 6,00—8,00 Aik.. Milch das Liter 22 Pfg^ Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk^ Birnen das Pfund 00 bis 00 Pfg., Aepsel der Zentner 00 bis 00 Mk., Erdbeeren IPfd. 100 bis 120 Pfg., Walderdbeeren 1 Liter70-80Pfg., Kirschen lPfund 40-50 Psq„ Heidelbeeren 1 Liter 36—40 Pfg., Johannisbeeren 1 Pfund 25—30 Pfg., Stachelbeeren 1 Pfund 15-20 Pfg., Himbeeren 1 Liter 50-60 Psg., Bohnen 1 Pfund 25-35 Pfennig. Marktzeit von 7 bis 1 Uhr. __________ ________________________ — Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Mittwoch, den 16. Juli 1913: Wechselnd bewölkt, höchstens geringe Niederschläge, Temperatur wenig geändert. Letzte NLrcbeichten. Die russische Vermittelung. Paris, 15. Juli. Ter Petersburger Korrespondent des „Figaro" meldet, daß Serbien und Griechenland die russische Vermittelung annehmen unter der Bedingung, daß Bulgarien demobilisiert und Serbien und Griechenland ihre Truppen in den besetzten Gebieten belassen dur- । sen. Es wird angenommen, daß Serbien und Griechenland jetzt der Vermittelu.ng zustimmen. Der Einmarsch der Rumänen. Bukarest, 15. Juli. Die Rumänen haben das Gebiet bis zur Linie T u r t u c a i—D obritf ch—B alt schick besetzt. la, neue Kartoffeln "t’ÄTS Tel. 581. Steinstr. 48 Wiederverkauf. Extrapreife. NeueKartoffeln la. Wetterauer, Perle von Erfurt und Kaiserkrone, versendet ä Mk. 4.— vro Ztr. inkl. Sack ab Echzell gegen Nachnahme A. Simon II.. Kart.-DeLLsndgesch., Eckzcll i.d.WrtterawTel..Anschl. Mein Sommer-Ausverkauf dauert u rühmte C% volle Pension KL 3.—. [S1!/7 Näheres A. Winterhalter. R Moste, Cöln. (ss12/- mieten. Näheres 4428 d»/7 Bleichstraste 18. [4355 05680) Mänsburg 3. ap/. 05679 -u vermieten. Geldverkehr Vereine Empfehlungen Vermietungen Stellenangeböte Kaufgesuche Verschiedenes Hermann Althoff Glaser meister Kanzieiberg? Telephon 575. » Dienstag, den 15. Jnll abends SV« Uhr Verkäufe? 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