Aeitag, H. November 1915 165. Jahrgang Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. Liensljahr 1500 'JJtait Gehalt Dom ab Tienftjnbr Die 1600 1750 1900- 2100 2300 2500 2800 3000 3200 3500 Die Unterzeichnung der türkisch-griechischen Zriedenrvertrager- Athen, 13. Nov. Der griechisch-türkische Friedensver» trag ist um Mitternacht unterzeichnet worden. In der griechischen Kammer, deren Verhandlungen sehr zeitgemäß eröffnet worden sind, hat der König eine Botschaft verlesen, in der er seinem Volke und seinen Kämpfern dankt für däs erfolgreiche Werk bei den Balkanverwicklungen. Er Londoner V ertrag, der, so hoffe ich, demnächst! durch den Vertrag von .'Athen verstärkt werden wird, hat den Großmächten die Bestimmung der Südgrenze des neuen Staates Manien und die endgiltige Regelung des SchickMs der Aega- iscben Inseln ntit Ausnahme Kretas übertragen. Ich hoffe, dal; bic" Lösung dieser Fragen raschest erfolgen und, indem sie die nationalen Bestrebungen der interessierten Völker so wert als möglich befriedigen wird, dazu beitragen wird, den Frieden int Orient noch mehr zu kräftigen. Deutsches Reich. 1 Der Kaiser empfing am Donnerstag den Bischof von Limburg August Kilian. Dem Empfang wohnten der Kultusminister und der Chef des Zivilkabinetts bei. Eine Denkschrift über die Aivilversorgung der Militäranwärter wird dem Reichstage zugehen, in der Aufklärung über die Aussichten der Militäranwarter gegeben wird und die Klagen über die zu lange Wartezeit der Anwärter zerstreut werden. Die Einstellung.ist allerdings stellenweise schlep- 1. 4. 7. 10. 13. 16. 19. 22. 25. 28. 31. 34. bis 3. „ 6. , 9. » 12. „ 15. „ 18. „ 21. „ 24. „ 27. , 30. „ 33. In Bezug auf die Besoldung dcr V ol ks schull chrer hatte dem Ausschuß ein Antrag eines Mitgliedes vorgelcaen, ivelcher aber über die Regierungsvorlage hinaus .einen lährlrchen Kostew auswand von etwa 400 000 Mark verursachen würde Dieter Antrag wurde in Micksickt auf die hohen Slolten vom Ausschuß abgelehnt und folgende G e Hal t s s k a l a n JJJc J W Die Neugestaltung der hessischen Besoldungsvorlage. Aus Darmstadt wird uns vom 13. November geschrieben : Die Beratung der Beamten- und Lehrer-Besoldungs- Porlage der Regierung ist in der heutigen Sitzung des .Finanzausschusses der Zweiten Kammer endgültig zum Abschluß gekommen, sie hat die einstimmige Billigung der Aus- ffchutzmitglicdcr gefunden. Der Vorsitzende des Finanzaus- kschusses, Abg. Dr. Osann, hat uns über die neue Gestaltung der Vorlage und deren Zustandekommen im Ausschuß folgende Mitteilungen gemacht: Boranzustellen ist die Bestimmung der Besoldungsord« .iiintg, daß kein Beamter in den Dienstbezügen, die er seit irenr Inkrafttreten des Gesetzes hatte, verkürzt werden soll. 'Soweit hier Unterschiede vorhanden sind, werden den Beamten diese solange gewährt, bis sie durch die Erhöhung in .den gesetzlichen Dienstbezügen ausgeglichen sind. Der von der Regierung vorgeschlagene Wohnungs g e l d z u s ch u ß hat als solcher eine Annahme im Ausschuß nicht gefunden. «Es ist vielmehr der Wohnungsgeldzuschuß, und zwar im .allgemeinen der ziveiten Klaffe des Negierungsvorschlags, rin deu Gehalt mit einbezogen worden; daneben, werden Ortszulagen für die Beamten mit dem Amtssitz in den Städten Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms und- Gießen gewährt. Die Ortszulage, die nicht pensionsfähig ist, beträgt für Beamte der Gehaltsklassen 1—10 50 Mk., in den Gehaltsklaffen 11—36 75 Mark und in den Gehalts- kl affen 37—46 150 Mark. Der Gehaltstarif ist wesentlich vereinfacht worden dadurch, daß eine Reihe von Beamtengruppen, welche toon der Regierung getrennt waren, vereinigt worden sind. Aian kam sonach von 81 verschiedenen Klassen des von der Regierung vvrgelogten Besoldungstarifs auf 51, und durch diese neue Klassifizierung wurden die Gehälter in »manchen Klaffen gegenüber der R e g ier ung s vo r^ tage erhöht; insbesondere trifft dies bei den unteren Beamtenklassen zu. Bei den mittleren Beamten sind außer den von der Regierung vorgeschlagenen gehobenen -Stellen 10 weitere vorgesehen, unter ihnen sieben bei der Oberrechnungskammer. Die sog. akademischen Lokal- beamten sind, einem langjährigen Wunsche entsprechend, untereinander sämtlich gleichgestellt worden. Nur sind für die Dienstaufsicht führenden Amtsrichter in den Städten Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms und Gießen je 500 Mark, sodann für die Dienstaufsicht führenden Amtsrichter bei solchen Orten mit mehr als zwei Amtsrichtern j-e 400 Mark, für die übrigen Aufsicht führenden Richter je 300 'Mark nick)t pensionsfähige Stellenzulagen vorgesehen. In ähnlicher Weise sind die Vorstände der Finanzämter Darm- stadt I, Mainz I und Offenbach mit je 500 Mark, Worms und Gießen mit je 300 Mark nicht pensionsfähigen Stellenzulagen versehen worden. Dagegen wurde der Antrag der Regierung, den Posten von Amtsgerichtsdirektoren in Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms und Gießen cin- zurichten, nicht zum Beschluß erhoben. Es ist nicht möglich, an dieser Stelle alle Bemnlenlategoricn int einzelnen zu erwähnen; dies muß dem Tarif überlaßen bleiben. Nur einige davon seien hier hervorgehoben: Die Schuldicner sind nach dem neuen Tarif untereinander gleichgestellt und erhalten 1600 bis 1950 Mark Gehalt. Ebensoviel sollen die Landgestüts- diencr und desgleichen die Brückenwärler beziehen, bei welchen aber für Brückenmärter an den Ueberfahrtsstellen an Stelle der < Nebenbezüge eine feste Vergütung von 300 Mark tritt. Dammwärter und Forstwarte sind auf 1600 bis 2270 Mark, plus 70 Mk. Bekleidungsgeld, gefonmren, Aufseher und Wärter von Strafanstalten auf 1750 bis 2250 Mark, ebenso Kreisdiencr und Amts gcrichtsdiencr an festem Gehalt, in welchem die Gebühren von 200 Mk. für die ersten und von 500 Mk. eingerechnet werden. Angestellte Schreibgehilfen, deren Zahl auf 227 erhöht wurde, erhalten 1800 bis 2250 Mark. Gendarmen und Gendarmerre- Wachtmeister kommen auf 1800 bis 2250 Mark mit den bisherigen Nebenbezügen; Steueraufseher erhalten ebenfalls 1800 bis 2250 Mark. Die Bczirksstcucraufseher und die Auffeher bei den Hanpt- steuerämtcrn sollen nach 15 Dienstjahren eine pensionsfähige Zulage von 200 Mk. erhalten. Die Probatoren bei der Oberrcchnungs- kammer kommen auf 2300 bis 3200 Mark, die Gendarmerie-Oberwachtmeister auf 2700 bis 3200 Mark Mit den fcitherigcn Nebcn- bezügen, die Hilfsgerichtsschreiber bei den Untersuchungsrichtern und die Registratoren bei den Amtsgerichten auf 2100 bis 3300 Mark, die Psandmeister auf einen Höchstgehalt von 3300 Mark. Die Kanzlisten bei den Ministerien und der Oberrechnungskammer stellen sich auf 2600 bis 3400 Mark: es bleibt aber den im Amt befindlichen Kanzlisten der bisher etwa günstigere Gehalt und die Aufrückungssrist gewährleistet. Kültnrtcchniker und Hochbauaiis- scher kommen auf 2500 bis 4100 Mark, Kreisamtsgehilfen, Aktua- riatsassistenten auf 2500 bis 4100 Mark, die Reallehrer an den höheren Lehranstalten,ckuf 2400 bis 4700 Mark; außerdem erhalten die Lehrer an der Taubstummen- und der Blindenanstalt, sowie der Anstalt für Blödsinnige eine Zulage,von 200 Mark. Die mittleren Beamten, Kreisamtsbureauvorsteher, Gerichtsschreiber, Buchhalter bei der Hauptstaatskasse, Bezirkslassierer, Kreisgeometer und ähnliche Beaurte erhalten 2500 bis 4800 Mark; den Gerichtsschreibern wird ein Diensteinkommen von 300 Mark als Nebenbezug garantiert; die Bezirkskassimer in Darmstadt, Mainz I und II, Offenbach, Worms und Gießen I (aber erst nach Vereinigung der Aemter in Gießen) erhalten je 200 Mark Stellenzulage. Die gehobenen mittleren Beamten kommen auf 3400 bis 5400 Mark, die außerordentlichen Professoren an den Hochschulen auf 3500 bis 6150 Mark. Tic akademischen Beamten, welche wie schon erwähnt, untereinander gleichgestellt sind, erhalten 3400 bis 7400 Mark; auch hier sind die Zulagen der Dienstaufsicht führenden Richter, wie auch der Vorstände der Finanzämter, bereits oben behandelt. Die ordentlichen Professoren der Landesuniversität kommen auf 5500 bis 8100 Mark, die Tirefforrn der Gymnasien, Realgymnasien und Ober-Realschulen auf 7000 bis 8300 Mark, die Steidräte auf 7000 bis 8600 Mark, ebenso die Oberlandesgerichtsräte und die Direktoren der Landgerichte. Die Provinzialdirektoren erhalten 8700 bis 10 500 Mark, den Provinzialdirektoren in Darmstadt und Greßen wird eine Repräsentationszulage von 1000 Mark bewilligt. Die Räte in den Ministerien beziehen 9000 bis 11000 Mark. Die Gehalte der Minister werden von 12 000 auf 15 000 Mark erhöht nebst den bisherigen Ncbrnbezügen. Wie bereits bemerkt, kann eine vollständige Wiedergabe der Klassifizierung hier nicht erfolgen, weil der Raum dafür nicht vorhanden ist. Für die D i e n st w o h n u n g werden entrichtet und am Gehalt abgezogen für die Beamten in Klasse 1—10 250 Mark, in Klasse 11—23 300 Mark, in Klasse 24—36 400 Mark, in Klasse 37—40 550 Mark, in Klasse 41—46 750 Mark und von Klasse 47 ab 1000 Mark. Diese Sätze enffprechen den Wohnungsgeldzuschüssen der Beamten ohne Tiensttvohnung in den eben angeführten Klassen. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die vorstehenden Bezüge den pensionsfähigen Gehalt der Beamten bedeuten. Hinzukommendie Ortszulagen von 50, 75 oder 150 Mark in den größeren Städten, wie sie bereits oben mitgeteilt sind. D i e Pension der.Beamten soll auf 85 Proz. ermäßigt, dagegen das Witwengeld gegen seither 30 aus 35 Proz. erhöht werden; für die Beamten, welche sich eine höhere Pension verdient haben, soll die höhere Bension auch ferner in Ansatz kommen. 3800 w Die vorstehende neue Gehaltsskala für die Volksschullehrer wird gegenüber der Regierungsvorlage einen Mehraufwand von etroa 160 000 Mark erfordern. Der Finanzaus ckmß beschloß werter, bei der Pensionierung die Wohnung der Lehrer mit. o00 Mart ^anstatt bisher 400 Mark) in Ansatz zu bringen. Ferner wurde bestimmt, daß die Gehalte der Volksschullehrer dem Staat gegenüber nur insoweit zu einem Anspruch auf Pension berechtigen. sollen, als sie den Betrag von 4300 Mark nicht übersteigen. Soweit der offizielle Ausschußbericht. Mau wird gewiß im ,ganzen Hessenlande erleichtert aufatmen, daß cs dem Finanzausschuß endßfl) na.ch monatelangen, mühevollen Verhandlungen gelungen ist, das große Implizierte Werl der Bcsoldungsresorm glücklich zuin Abschluß zu bringen und einstimmig zu einer Einigung darüber zu gelangen. Das konnte nur erreicht werden durch rastlofe Arbeit und gegenseitige Konz-essionen der verschiedenen Parteivertreter und man darf wohl hoffen, daß die nun vorliegenden Ergebnisse der Beratung im allgemeinen auch die berechtigten Anstände der Beamten und Lehrer befriedigen und deren Beifall finden werden S)er ©itfotmr Anzeiger monatlich75Pf.,viertel- erscheint täglich, anver Ääö« ▼ IW" . . . A A jährlich Mk. 2.20-. durch blatlwrden Ureis Siehe.. «MM ■ MM S M I M I ■ MM I (DienstagnndFreitag); ■ M ES W fk. . M ' !»L Eg HU WvflL ausivarls 20 v-eunig. Fernfprech-Anschlilsfe: polit. Teil: Aug. Goetz: UZM General-Anzeiger für Oberhelsen Annahme van Anzeigen tP . Kurt Bendt; für den bis v^rnütwA" 9'E Rotationsdruck und Verlag -er vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redattion, Lrpedition und vruckere,: Zchulstraße 7. Anzeigenteil: H. Beck. Form gibt. Auf einem dauerhaften Scherengerüst, das oben durch gebogene Stäbe zusamüreng eh alten wird, wird ein Filztuch aufgehängt, das int Winter noch mit DZassser übergossen wird. Der Lorschungrreise nach Pamir, ausgeführt im Auftrag des Gießener Museums für Völkerkunde. .Bon Dr. M. von Schultz -Hamburg. Während sich die Tätigkeit der meisten deutschen „Gesell^ schaffen für Erd- und Völkerkunde" darauf beschränkt, einem größeren Kreis von Interessenten die neuesten Ergebnisse der geogrophisckzen Forschung zu vermitteln, sowie den Mitgliedern Sie Frück te andauernder Bemühungen zur Erfoffchung der engeren Heimat in Vereinsveröffentlichungen in die Hand zu geben, ist es nur ganz wenigen Vereinen möglich, sich an der Wissenschaft lichcn Arbeit selbst zu beteiligen durch Ausrüsten und Aussenden von Erpeditronen/ Dazu gehören eben Mittal, deren Höhe die Leistungsfähigkeff der meisten Vereine weit übersteigt. Wenn die Gießener „Gesellsck)ast für Erd- und Völkerkunde" am gestrigen Abend demnach in der Lage war, einen Bericht über eine For- fschimgsreise entgegenzunehmen, die von Gießen aus Anregung und Mittel zur Durchführung erhalten hatte, so verdankte sie es L»er Freigebigkeit des Begründers vom Gießener Museum für Völkerkunde, Geh. Kommerzienrat Dr. W. Gail. Don diesem -mit einem größeren Geldbetkrag ausgerüstet, konnte die Reise in den Jahren 1911 und 1912 sich der Erforschung des Pamirs 'zuwenden, geführt von einem Kenner der in Bett acht kommenden Gebiete, Dr. A. von Schultz. Ter Pamtt bildet das Biirdeglied zwischen Europa und Asien, den riesigen Wächter des Dores, durch das schon von ältester Zeit her die Völkerwogen von Osten nach Westen geflutet sind. Vermöge seiner Höhe und seiner unwirtlichen Gliederung bot der Gebirgsstock den bedrängten Ureinwohnern rettende Zuffuckff, so daß sie sich (Ifjer in ihrer Ursprünglichkeit und rassenrein bis auf unsere Tage erhalten konnten. Das etwa 100 000 Quadratkilometer umfassende Gebiet beherbergt beute ungefähr 30 000 Arier und einige Tausend Mongolen. Das Pamigebirge ist ein jugendliches Faltengebirge, dessen Aeuheres durch mancherler tektonische Ursachen eigenartige Formen angenommen hat. Tief eingefdwittcre Erosivnstaler und mäckwige Gletscherbildung geben dem Lager feinen Charakter. Gewaltige Schuttmoränen füllen auf der andern Seite Täger 511 gewinnen. Die steigenden Fluten hatten aber die Bewohner zur Flucht gezwungen; nur die kraffigsten und damit zum Trägerdienst geeignetsten Leute hatten noch ausgeharrt und konnten nun in den Dienst der Reisegesellschaffl treten. Bei einer Kälte, die das Quecksilber gefrieren ließ, also etwa von 40 Grad, wurde der Uebergang über die Steil abhänge ins Werk gesetzt. Die Wassermasseit tn?s Tales wirkten als Wärmespeicher und sandten andauenrd >Wolkenschleier empor, die die Hänge vereisten und ungefähr alle Stunde in einem dichten Schneegestöber niedergingen. Ottir durch fortgesetztes Stufenschlagen war ein Uebersckreiten der Eishange durchführbar. Ilm den Sckutttiegel selbst, unter dem ein ganzes Dorf mit seinen 150 Einwohnern verschüttet war, zu übersteigen, war cht ganzer Tag notwendig, ttotzdenr feine Ausdehnung nur 4 Kilometer betrug. Der Zentral-Pamir, eine Fortsetzung Tibets, sindet seine höchste Grhebrmg in dem Massiv des Mustagata. Auch hier macht sich bei der Formenbildung die Eiwvirkrmg ehemaliger Vergletscherung fühlbar, doch besteht ein auffallender Gegensatz zum Westen. Während die Randgebiete scharfe Dämme bilden, ist im Innern des Pamirs alles verschwommen, die Umrisse verwaschen. Die Täler sind breiter, von fteUaufragenben Zinnen überhöht. Infolge der starken steinespaltenden Frostwirkung rieseln von den Abhängen unablässig Schuttmassen zutal, die als sogen. „Wanderschutt" von dem Wasser fortbewegt werden. Trümmer- massen bedecken den ganzen Talboden, nur dem allerspärlichsten Pfianzen»vuck>5 Raum gewährend. Pferde sind bis etwa 5000 Mtt. Höhe noch brauchbar, wenn sie nicht mit Gepäck beladen werden. Zur Beförderung wird daher der Vak lGrunzochse) benutzt. Auch das zweihöckerige Kamel wird bis zu einer Höhe von 5000 Mtr. noch als Lasttier verwandt. An Menschen finden sich lim Zenttal-Pamjr nur nomadisierende Mongolen, die sich ungewöhnlich rassenrein gehalten haben, wenn auch hrer und da einmal der Einschlag türkischen oder fe- mitischen Blutes unverkennbar ist. Mtt ihven Ziegen und Schafen ziehen sie von einem Hochtal zum andern. An die kriegerischci Vergangenheit der Kirgisen erinnert das ZusamMensttömen der männlichen Bewohner, wenn sich irgendwo etwas Außergewöhnliches ereignet, wie z. B. die Ankunft eines Fremden. Auf ihren kleinen, ausdauernden Pferden kommen sie au3 einer Eittfemung von 100 und mehr Kilometern zusammen, um die Ankömmlinge anzustaunen. Reiterspiele und ein Wettrennen beschließen gewöhnlich den denkwürdigen Tag. Während die' Mrsäffigen Arier im Westen in LehmhüLde wohnen, begnügt sich der Nomade des Ostens mit einem Zelt, dem er Iwegen der Gewalt der Stürme eine runde die Hochtäler. . , . . _ Inr Februar 1911 führte ein heftiges Erdbeben zum Einsturz eines Berg Hangs, der von einem Fluß unterhöhlt War, fo daß das ganze Tal aftgefoerrt jüurbe, die Wassevmvssen zu einem feeartigen Becken ausstauend. Die Reisenden Mußten dieses Ueber- -schwemmungsgebiet passieren und den Schuttriegel übersteigen. Von der Sckfwierigkeit des Weges erhält man einen Begriff, wenn man bedenkt, daß zu einem Weg von 20 Klm. Luftlinie 6 Tage gebraucht wurden. Mitten im Winter wurde das über- — ------------—..... --------- schwemmte Tal auf Eisschollen überschrfften, jun. in einem Dorfe^ eingedrungene MuHamedaniKmus hat die vorherrschende Naturreligion nicht völlig zu verdrängen vermocht. Der Geisterglaube ist noch allgemeffi verbreitet und Hübet in der Verehrung heiliger Steine und in den Teufelsmasken sinnfälligen Ausdruck. Der Ackerbau wird noch mit Idem einfachsten Gerät der indogermanischen! Völker, dem Holzpflug, ausgeült. Lange und kunstvolle Wasserleitungen sorgen für Ersatz der natürlichen Bewässerung. Auch das Drescheii des Oletteides wird noch in der Urform besorgt, indem ancinant>ergebunbenc Ochsen und Esel im Kreise auf den Garben umhergetrieben werden. Zum Schutze des Getteides gegen die massenhaft vor ko mm enden Sperlinge werden kleine Steintürme in den Felbern errichtet, von denen auä der Wächter durch Steinwürfe die ungebetenen Gäste verscheucht. Die verkehrstecknischen Schwierigkeiten werden oft auf eine staunen erregende Weise überwunden. Zum Ueberschreiten der Flüffe und Seen bienen Floße, die aus aufgeblasenen Ziegenhäuten bestehen, welck' durch ein Gerüste von Stangen zusammengehalten werden. Brücken aus Baumstämmen, die mit Weidenzweigen zu- sammengebnnden sind, überspannen die schwierigsten Flußläiife. Ganz besonders bewunderungswert aber sind die Leitern, ja ganze Systeme von Leitern, mit deren Hilfe allein ein Besteigen der glatten und steilen Felsübergänge möglich gemacht wird. Gute LickHilder veranschaulichten den Borttag. Das Material selbst im Museum für Völkerkunde am Lanbgraf-Philipv-Platz aufgestellt. Dort bietet fick) am nächsten Sonntag von 11 bis 1 Ühr Gelegenheit, unter sachkundiger Führung die Neuerwerbungen zu besichttgen, die in diesem und dem Vorttag von Koch- Grünberg erwähnt wurden. — Die Freilegung der Bastionen des Heidel- berget Schlosses. Ms Heidelberg wird uns geschrieben: In einem Vortrag in der Universitätsaüla machte der bekannte Kunstgelehrte Professor Dr. Karl Neumann einen Aufsehen erregenden Vorschlag hinsichtlich des 'Heidelberger Schlosses. Er wies auf die mächtigen Bastionen hin, die dem Schlosse an der Stadtseite vorgelagert sind, die aber so vom Bergwald übemnicfcr! würden und unter den Bäumen versteckt liegen, daß nur wenige von ihrer Existenz eine Ahnung haben. Es handelt sich um die Karlsschanze unter dem Zeughause, die Norbbatterie unterhalb des Altans und die Bastton am Fuße des dicken Turmes. Von diesen Bastionen sind bis auf die Eckbastton, die beim Einsturz des dicken Türmes zerstört wurde, noch sehr bedeutende Stücke vorhanden. Die Linie dieser Basttonen muß wiedm iickü- bar gemacht werden, was eine gewaltige Beßerung des ^chloß- bildes bedeuten würde. Das Schloß würde, wenn die Baülons- [inie freigelegt ist, einen Sockel erhalten, der bis übt fehlt, -ite Schloßruine ragt heute aus einem grünen Meer von Baumkronen heraus. Aber sie ist nicht in dem Maße Rume, daß es gleich- gülttg wäre, wie ihr Bild umrahmt wffd. Würde man die Sockel Kreis Lauterbach. 1 vontrugen. um dann Geldkasten 2,50 ent- Zigarren Von dem ein ,Geschäfts im Laden zu beginnen. In dem waren zu seinem großen Erstaunen jedoch nut Mk. halten; aber sonstige Waren, Strümpfe, Kleider, und Zigaretten, waren dem Nachtdieb willkommen. Täter fehlt bis jetzt jede Spur. Kreis Friedberg- Deretn$nad)rid)teiL — Tic Bürgergesellschaft veranstaltet auS Anlaß ihres 4 9. EtiftungSfesteS am LamSlag abend im .Frank- futter pof' einen Herren ko mmer S. Am Sonntag findet ein F a m i l i e n a n s f l u g mit Tanz nach der .Karlsruhe* statt. ~ Wallenrod, 12. Noo. In derNacht auf Dienstag wurde bei dem Äaufnmnn JohS. © d) tu ib t V. ein Einbruchsdieb stahl verübt. Der Nachträuber stieg in denr Hof auf einen Kohlenbehälter und kletterte durch em Fenster in den zweiten Stock. Hier durchlief er eine Stube, wo sonst das Dienstmädchen schlief, das jedoch zufällig nicht anwesend war, und stieg in den ersten Stock, wo er die Scheibe einer Glastür mit einem scharfen Instrument zerschnitt. t»faaL Eint Warnung für Eistnbahnrriskndk. Ter Stukkateur F., icfct in Lctpnig.Kleinzschocher wohnhaft, wollte am 12. August 1910 vom Bahnhof Tü»fel - dorf-Terendorf nach Duisburg fahren. Er hatte den Zug versäumt und Kicb auf dem Bahnsteig, um tzc.i nächsten Vend gfloeiat, esM aber Sorge gekrageu worden, daß die Ttililir* antoarter üt Zndurft schneller enrberuim werden. Bessse des Bunoesrades. Der Bundesrat bat den zuständigen Ausich»i»sen überwieien: Einen (rntrourf deS Lust verkehrsgeieheS, eint Denkschrrst betreffend den Entwurf einer neuen Anlage zu dem utternutujnnlen Ueberenckommen über den (Äsenbahnfrachtoerkehr und einen Entwurf der Vorschrift em Hinweis für unberechtigt erfiärt, daß die Gesellschaft in der einjährigen Tätigkeit alles getan habe, was in ihren Kräften stand. — Der Bürgermeister Müller machte Mitteilung über die Schaffung eines Zentral-Arbeit s VermittelungS amt cs, das alle bisher bestehenden ftäbtifeben, staatlichen und privaten gewerkschaftlichen Stcllenvermittclungsburra'is m sich vereinigt und in einem städtischen Gebäude untergebrocht werden oll. — m. Offenbach, 14. Nov. In der gestrigen St ad tv et- ordnetensitzung, deren Vorsitz EbcTbürqcnnrifter Dr. Dul l o führte, mürben für iw Ergänzung des HvpothekenbuckeS der Gemarkung Effenbach anläßlich der recküskvästigen FeM'teklung des Ergebnisses der Ncuvermessung als Grundbuch die erforderlichen Mittel bewilligt. — In den Wahlausschuß für die Wahl der Beisitzer des Kaufmannsgerichts wurden gewählt auS dem Kreise der selbständigen Kaufleute Willi Gerhardt, Georg Haeußer, Julius Hevne, als Ersatzmänner Theodor Hecht und Wilhelm Stöhr. Aus dem Kreiie der Handlungsgehilsen wurden gewählt Philipp K ä p p e l, Jakob N e h r, Robert T d a n - cheidt und deren Ersatzmänner Jakob Fernes und Rudolf Jüling. — lieber den beabsichtigten Erlaß einer krciscrmt- lichen Verordnung für das Hausicrgewerbe in der Stadt Effenbach entfpann sich eine Debatte, die den Erfolg hatte, daß die Verordnung abpelehnt wurde — Als Beisitzer für das zur Entscheidung von Streitigkeiten über die Anwendung der Grmrd- ätze für die Arbeitslosenunterstützung, sowie als Beschwerdeinstani legen die Eiitscheidung des Arbeitsnachweises in seiner Tätigkeit Tür die Arbeitslosenunterstützung ui bildende Schuldgericht mürben gewählt als Vertreter der .Arbeitgeber 'Schreinermeistrr Heinrich Srcb6 und Maurermeister Friedrich Wilhelm Müller; als Vertreter der Arbettnehmer Schlaffer Heinrich Bandt und Sattler Etto Woltc r. — In der nichtösfenttichen Sitzung wurde die Aufnahme der 1 4-Mil li o n e n-A n l e i h e, von der zunächst etwa die Hälfte begeben werden soll, einstimmig beschlossen. Hessen-Nassau. 0 W al dgirmes, 13. Nov. Die Anstellung eines fünften Lehrers darf jetzt als beschlossene Sache gelten. Nach eingehender Revision durch Regierung-s- und Schulrat Grau aus Wiesbaden will die Gemeindebehörde diesem Wunsche nachkommen. s. Marburg, 13. Nov. Bei zahlreicher Beteiligung fanden heute die Wtthl«N -ur Sladtverordnet?nversarnrnl11ng für dir erste und zweite Wählerklasic statt. Geivählt wurden in der ersten Wählerklasse die bisherigen Stadtverordneten Buchdruckereibesitzer Dr. Hitzcro t h, Major a. D. Gc ßner und Sanitätsrat Dr. Schirmer. Nett hinzu kam Bauunternehmer M ünd)er. — In der zweiten Abteilung, wo zwei Vertreter zur Wahl standen, wurde Bäckermeister Wilh. Keßler neu gewählt, während zwischen dem bisherigen Stadtverordneten Fabrikant Hering und dem neu ausgestellten Kandidaten Malermeister Bös Stichwahl itattfm- ben muß. F. C. Hanau, 13. Nov. In Altenmittlau ist der Mctzgermeister Späth, der in seinem Geschäft sein ganzes Vermögen zugesctzt und bedeutende Schulden gemocht hat, seit einigen Tagen verschwunden. = Frankfurt, 13. Nov. Ein folgenschweres Unglück ereignete sich heute vormittag gegen (P _• Uhr vor der Fi-uer» mache in der Münzgasse. Als die Wache von einem Brand» im Caf6 Bristol zurückkehrte und die Lösch rüge in den Hof einfahren wollten, karambolierten diese mit einem Straf;cnbahnwaaen, wobei 5 Feuerwehrleute und 2 Insassen des Straßenbahnwagens leichte Verletzungen ba- fahren wir: In der Nacht znm Mittwoch beobachtete ein Wächter der Wach- und Schließgesellschoft an der ftäbti-i scheu Knabenschule einen Mann, der ihm durch sein Otebaren verdächtig vor tarn. Nachdem er sich vergewissert hatte, das; der Unbekannte irgend etwas zu verbergen bemüht war, rief er ihn an, jedoch vergeblich. Er setzte nun seinen Hund auf die Spur des Tavoneilenden, worauf dieser in der Nähe der Stadtkirche ein Huhn fallen ließ. Der Hund verfolgte ihn aber weiter und so gelang es, ihn xu stellen und ihm ein zweites Huhn abzunehmen, das dem Pedellen Decherl gestohlen mar. Nach den Aussagen des Wächters soll es fich um den Inhaber N. der Grünen Radler handeln, der allerdings seine Täterschaft entschieden bestreitet imb von dem ganzen BorfaN nichts wffsen will. N. hat jedoch der Aufforderung der Polizei, ein^n wolle, weil er sich nicht auf der Straße könne sehen lassen. Der Staatsanwalt wird wohl bald Licht in die Sache bringen. Landkreis Gictzen. ■ ' r — Alten-Bnfeck, 14. Nov. Gestern sand hier nnte reger Beteiligung die Beigeordneten wähl statt. Da im ersten Wahlgang vier Kandidaten ausgestellt rnaren, keiner aber eine absolute Mehrheit erzielte, mußte Stichwahl stattfinden, und zwar zwischen dem bisherigen Beigeordneten Kaspar Rau und dem Mineralwafferfabrikanten Wilhelm Döpp, wobei Rau siegle. Somit ist Rau zum dritten Male als Beigeordneter gewählt worden. -m Langd, 13. Nov. Nachdem schon viele umliegenden Orte mit elektrischem Licht versehen sind, hat man jetzt auch hier mit den erforderlichen Arbeiten zur Herstellung des Ortsnetzes begonnen, welche der Allgemeinen ElektrizitätS- (yefellfchaft übertragen mürben. Bis Weihnachten hofft man baS neue Licht benutzen zu können. Kreis Büdingen. i. Wallenhausen bei Nidda, 13. Nov. Der in die weite Oefsentlichkeit gedrungene S ch u l st r e i k, welcher durch die Besetzung der 1. Lehrerstellc entstanden war, läßt die Gemüter immer noch nicht zur Ruhe kommen. In gehässigster Weise iverden Personen durch Schmahbriese und bergt angegriffen, die ganz unbeteiligt sinb. Vor einigen Tagen mar eine Deputation unter Führung bes Lanblagsabgeorb- iictcn o r s ch-Wölfersheim beim Großherzog in Audienz. , “ Lo rb ach, 12 Nov. Ter Landwirt H. Seid, wcl- ^b,CL,9Kn/Kfn?nn^c "ahczu 5 Jahre als Bürgermei- Iter Dorftanb, hat dreier -tage sein Amt freiwillig niebcr- gelegt. Kreis Schotten. ' X -S 13 q?ot’ ^ür bfn b-> bnn Schcibkn- fcbicBen in Kölzenhain verunglückten Landwirt Bolv au« ■ Un'crAt^rlknrod rourMu in »r.cgccixic nen üiigaam't 3147 Mark gesammelt. frrilcgen, so würde das Scküoß wachsen, es würde inmonicrenbft’ hnaiiskommen. Prvsessor Neumann schlug vor, die Bäume vor dein Buiggang abzuschlagen. Namentlich müßte die doppelte Reibe der Mhmbbogcnöünungcn srcigelegt werben, da ihre Sdyittmunter- brechungcn für bic ?rcrnWirkung unbezalstbar feien. Um die pikante Wirkung zu erhöben, könne bei der Freilegung der Bastio- Linie gelegentlich durch Stehcnbleiben deS Bannnruci-u-.- untatrodKn und verdeckt werden. Man könnte also zuerst ein paar qnn; breite Sckmnsen in das mud)cmt>c Grün cinsdüagcn Pros es so r Neumann glaubt, daß eine Rasenpslanzung uvischen Bin „gang und Bastionsmauer weitaus das schönere wäre, weil die 2^aummofsen allein zu monoton wirken. Durch die Rasen pslanzung würde auch die große Horizontale der Bastionslinie wieder zum Lebern erweckt iverden. Ter Redner zog die Schluß folgerung, bah daS Sckstoß in seiner Architektur außerordentlich grmiitncn, seine Frontwirkung durch dcuklidres Untersttcichen gehet' ii und eine große Verschönerung des Stadtbildes entstehen Würde. — Der Nobelpreis für Literatur 1913 ist dem englisch-inbiichcn Dichter Rabindranath in Labore verliehen worden. Ihm ist m fernem Baterlonde '2V iliui. h schon seit langem als grvßenr und imüeralcitblidwm Meister gehuldigt worden ; aber erst im letzten Jahre ist er auch in der Abe>id>oclt Ix-rnmit geworden burck» sein Bud> „Gitamali", eine Sarnrn- lung religiös-rnvftifcher Gesänge, bic von ihm selbst in eng- lifd.r Prosa ül'erh'tzt würben. In seinem Vaterlanbe »renietzt er einen Rui, Wie er in Europa keinem Tiditcr zuteil geworden ist. Er ist im Jahre 1H61 geboren und stammt aus einem vornehmen Geschlechte. Mehrere Mitglieder seines Ge- fd L.t tr • gelten als Heilige und er selbst wird otc fern Sätet, n Heiliger verehrt Als 17jShrigei studk te Längere Zeit lebte er als Eremit auf dem PadmaS ?-tt einem Jodie bäh er s»d» teils in England, teils tit Amerika au» und beschäftigt sich» mit per Herausgabe »einer Bück-cr und der Selbst- biogrnvbte seines Vaters — Bernhard Shaw unbdie Londoner Theaterkritik Tie Londoner Presse bat sich über bk- Tatiadx- aufgeregt, das; Bernhard Shaw sein neues Lustspiel „Pygmalion" erst itt Wien ti-nb Berlin spielen läßt, bevor er , > seinen Landsleuten göiinr. Die Aufklärung über dieses angeblich nnpatriotische Verhalten bat der Dickner ietzt febr mutig im „Edierver" gegeben Er macht allem die Londoner Presfe für seine svlucht ins Ausland Veramwortlich. Die beiden deutsdten Vildncn baden ihm »in Namen der brutschen Kultur nnc Zuvorkoinmenbcit bewiesen, die er sehr bock» schätzt, und sic Laben Zugleich jvr Londoner Preise rinr Lehre erteilt Dir dortige Kritik pslegte sein letztes Srück immer als aussichtslos abzulchnen. um es nm verspäteter Bewnn berung ui übrrbäutrn, »penn eS sein vorletztes geworden ist irr deutschen Kritik und überhaupt der bmtfdxn Bildung glaubt Shaw fid> verpstichtek, weil sic gcistcSgegenwärttger und rroßheruger mit seinem Schaffen gleichen Schritt gebaltrn hat. Während man in England ibn für einen blasphemischen und roden Aenfchcn erklärte nnd rteiige Bervilligungen für Fußball. Pferde ruckt und hcralenhcn macke, wie Shaw bitter bm^urügl, habe man tn Berlin unb Dien noch Geld für seine Stücke übrig. Deshalb enthalt er ben Pygmalion" seinen eigenen Landsleuten neck vor und Überläßt die ganze Bcrairtwvrcung dafür der Londoner ÄiniL tMftjcbirfabrt. Minderwrrtigc Flugmaschinen. Paris, 13. Nov Anläßlich deS tödlichen UnfaTT5 des Fliegcrhauptmanns de Lagarde veröffentlicht bie ,Li bertS" eine Unterredung mit mehreren Fliegerofftzieren, die erÖärten, baß sie und ihre Kameraden zu den ihnen von dem Flugzeugfabrikanten gelieferten Apparaten keinerlei Vertrauen haben. Die Absicht der Kriegsvcrwaltung, die Herstellung bet Flugzeuge in eigene Regie zu veruchmen, hänge »vohl mit den m dieser Beziehung von den Militärfliegern erhobenen Beschwerden zusammen. h. Paris, 13. Nov. Die Fachvereinigung der französischen Flugzeugerbauer beschloß morgen eine Versammlung abzuhalten, um gegen die Absicht des Kriegsministeriums, bie Erzeugung der Militärflugzeuge in eigene Regie zu nehmen, Einspruch zu erheben. Au» Stadt und Land. Gießen, 14. November 1913. Zur Stadtverordnetenwahl nahmen, wie uns mitgeteilt wird, gestern abend unter dem Vorsitz des Herrn Eberbibliothekars Tr. Heuser in einer stark besuchten Versammlung auch die rechtsstehenden Par teien im „Ä'aiscrbof" Stellung. Nach einer sehr eingehenden Aussprache wurde beschlossen, eine besondere Liste auf zu stellen. Man ging dabei von der Ansicht aus, aus bie Parteistellung der einzelnen Kandidaten keine Rücksicht zu nehmen, sondern nur für solche Personen einzutrcten, die die Gewähr 'für eine energische Vertretung der Interessen aller schaffenden Stände bieten. Folgende Herren soslen den «Anhängern unb Freunden der rechtsstehenden Parteien zur Wahl empfohlen werben: C o mp ter, Mcharb, Eisenbahnbetriebssekretär, Habe r ko rn, Tr. Julius, Oleheimer Mebizinalrat, Ha g aen- müller, August, Reallehrer, Jnberthal, Christian, Fabrikant, Kl in gfpo r , Adolf, Fabrikant, Lucas, Hugo, Ober-Postassistcnt, M st l l e r, E. H., Schreinermeister, P ü I-, ler, Valentin, Lehrer, Noll II., August, Kaufmann, Petri II., Louis, Stabtverorbncter, Pfaff, I. Gg., Bau- Unternehmer, Pfeiffer, Christian, Ctortner, Plank, Wilhelm, 0kr der meister, Stabtverorbncter, Sch »necken- bccher, August, Lanbgerichtsbirektor, Seuling, Louis, Architekt, Wachtel, Fritz, Amtsgcrichtsrat, Wenzel, Fritz, Eisenbahnschlosser. Tageflfatenber für Freitag, 14. Nov. Stabt- theater: »Unsere Kate-. Anfang 8 Uhr. K r i e g S m a r i n e - A u S st e l l u n g. Pari diina* fäll Scholon b sich als 5 Anaimtcn, ;u lcbensl Haus- obci urteilt. Se sichem Z» ;*Ss° i:ät ?■: dcbnd ext W* 5 £anba Düsfeld fübr-m^ W berti< . riüQr den nur )ic iper ^rdtt von c ihmmig ber' y T-nti; ttntrt>en. Der fcjji der j, »e:,stich 01 'Durch pefbet: De S heimf durch ^!'ins Lek r-L TB? vr ?^"kenhau LK "ite Zug «äfitihfaSoL Dabei ftdlfe et stchc mq der westlichen Seite des Ba^tsteiges dicht an der Bordkante mit dem Siiufax gegen das dort befindüche Geleise auf und blüfte nach einer in der ent» gegengesetzten Richtung liegenben Brücke. In diesem Augenblick fichr ein (auf der Station nicht Ixätenber Zug) durch, F. wurde von der Lokomotive zu Boden geschleudert und erlitt eine schwere Fu-Kverletzung. Er klagte mmnrehr gegen den preußischen Eisenbahn fis-kus auf Schadenersatz. Der Beklagte macht geftenb: der Unfall sei einzig und allein auf das gwbfahr- lässige Verhalten des Klägers selbst zurückzuführen. In dieser Hinsicht steht fest, daß der Lokomotivführer des durchfahrenden Zuges, der den Kläger hat stehen sehen, wiederholte Warnungspfiffe abgegeben hat, ohne daß der Kläger stutzig wurde, und daß ferner auch der Bahnhofsinspektvr auf den Kläger zulief und ihm zurief, ohne aber vom Kläger bemerkt zu werden. Landgericht Elberfeld und Oberlandesgericht Düsseld«orf haben die Klage abgewiesen. Beide Gerichte führen aus, daß der Bahnsteig genügerrd breit war und wenig Verkehr herrschte, und daß deshalb für den Kläger keinerlei Veranlassung vorlag, sich so dicht an die Bordkante aufzustellen. Das Ver- l-alten deS Klägers, insbesondere seine völlige Unaufmerksamkeit, erfüllt den Tatbestand des eigenen Verschuldens. Die Warnungssignale des einfahrenden Zuges waren nicht zu überhören. Eine Erhöhung der Betriebsgefahr durch rrgendwelclie Umstände, so sagte bas Oberlandesgericht werter, liegt nicht vor. Es kommt deshalb nur die gewöhnliche BetriÄsgefahr der Bahn in Betracht. Diese Gefahr tritt aber gegenüber dem Verhallen des Klägers völlig in den Hintergrund. Der Kläger hat sich um das, was auf dem Geleise, in dessen unmittelbarer Nähe er stand, in keiner Weise gekümmert, sondern gedankenlos nach der anderen Seite gesehen. Dieses Ver- schulden des Klägers ist so groß, daß ihm auch nicht ein Teil des Scl-adens zuzubilligen ist. Zu dem gleichen Ergebnis gelangte das Reichsgericht: es hat das Urteil des Oberlandesgerichts bestätigt und die Revision des Klägers zurückgewiesen. Zur Begründung bemerfte der höchste Gerichtshof kurz: Der Kläger hat sich bet dem Unfall so unverständlich und unver- ständig benommen, daß ihn ein ganz grobes Verschulde n trifft. Unter diesen Umständen ist die Klageabweisung auch dann gerechtfertigt, wenn wirllich eine erhöhte Betriebsgefahr anzunehmen wäre. » Varis, 13. Nov. Das 'Kriminalgericht von Saigon (Jndo- chrna) fällte in der Verschwörungsangelegenheit von Saigon- Scholon das Urteil. Einer der Angellagten namens Sans, der sich als Thronprätendenten geberbet hatte, sowie zwei andere Anamtten, die den Bomben-Änschlag angestiftet hatten, wurden zu lebenslänglichem Zuchthaus, 49 AngÄlagte zu einer Zuchthaus- oder Gefängnisstrafe von 20 Jahren bis 8 Monaten ver- urtcilt. Sechs Angeklagte wurden in contumaciam! zu lebensläng- nchem Zuchthaus ober Deportation verurteilt. „wacker". Ein Leser schreibt der „Straßb. Post: Man muß sich wirklich wundern, was für eine tendenziöse Begriffsverwirrung mit dem Worte „Wackes" zusammcngebracht wird. Die en, ein Baum, dem man die mächtigen Zweige genommen und das übrige kugelförmig abgeschnitzelt hat, ---alles dieses sind Dinge, von denen sich der gute Geschmack abwendet und die bloß in dem Cchönheitskatechismus der Philister ihre Stelle haben." Kleine Tageschronik. In einer gemeinsamen Generalversammlung der Schweine- metzger-Jnnung und der Ochsenmetzger-Jnmmg in Köln wurde die Gründung einer Viehmarktbank beschlossen. Die Stadt Köln beteiligt sich mit entsprechendem Kapital. Nach der „Agrarpolitischen Korrespondenz" läßt sich ein beträchtliches Anwachsen der Maul- und Klauenseuche in Deutschland annchinen. Nach einem Beschluß des russischen Ministerrats werden dieUeberresteverschwundenerTier- aiten, die in Rußland ausgegraben werden, von nun an für Staatseigentum erklärt. Ein Erlaß des Präfekten von Paris untersagt ab 1. Juli 1915 die Verwendung der Films aus Celluloid in öffentliche i Sälen wegen Feuergefahr. In Rom verübte der Militärattache bei der russischen Botschaft, Oberst Bulgarin, durch einen Ro-> volverschuß ins Herz Selbstmord. Der Grund ist wahrscheinlich unheilbare Krankheit. ein Dolf, dar feinen weihen fennt. • (Eine Forschungsreise im Herzen Borneos.) Im Austrage des biologischen Dienstes der ^Bereinigten Staaten hat D. D. Streeter eine große Afrika- und Orientreise unter» nommen. Streeter hat bei dieser Gelegenheit Borneo durchkreuzt und ist in Gegenden gekommen, bereit Bewohner noch nie einen Weißen gesehen hatten. Er ist soeben nrieber in seiner Heimat angelangt und hat einem Mitarbeiter des „Eagle" (Brooklyn) allerlei interessante Einzelheiten von seiner Reise erzählt. Ties im Innern der Insel kam er zu entern Volke von Kopfjägern, das im dichtesten Dschungel feine seltsamen Wohnungen hat. Streeter bahnte sich mit Art und Messer seinen Weg durch daS dichte Gestrüpp und kam plötzlich auf eine Lichtung. „Das erste, was ich hier sah," so erzählt er, „war ein langes, grotesk aussehendes Gebäude, daS auf fünf Meter hohen Holzpfählen stand. Dies war, wie ich später erfuhr, eine Sicherheitsvorkehrung gegen Ueberschwemmungen, wilde Tiere und die An- griffe feindlicher Kopfjäger. Die meiften .Dörfer enthalten mtr ein einziges solches Haus, in dem an die 300 Menschen wohnen: ungewöhnlich große Dörfer mit 1000 Einwohnern haben zwei oder drei solche Häuser. Das ganze Gebäude ist von einem Gang durchzogen: jede Familie haust in einer besonderen Abteilung. Man erreicht das Innere auf einem leiterartig zugeschnittenen Baumstämme. Die Holzstützen sowie die Türen sind übrigens reich geschnitzt. Die Bewohner dieses merkwürdigen Gebäudes kümmerten sich um Streeters eingeborene Begleiter gar nicht, starrten ihn aber an wie ein Wundertier. Hatte er doch eine helle Haut und blondes, lockiges Haar, während sie dunkelhäutig sind und straffes schwarzes Haar haben. Offenbar hatten sie noch nie einen Weißen gesehen, denn sie betasteten ihn ncir- gierig und fuhren mit den Fingern durch sein Haar, und schließlich kamen sie augenscheinlich zu dem Ergebnis, der Amerikaner sei ein Gott. Sie brachten ihm Früchte, Hühner und andere Geschenke dar, und in der Folge ergab sich ein ganz gutes Verhältnis zwischen dem „weißen Gott" und den Kopfjägern. Streeter beschenkte das merkwürdige Volk, und das beste Geschenk, das er ihnen brachte, waren die Arzneimittel, die er in großen Mengen mit sich führte. Die Bewohner der Dschungel im Herzen von Borneo leiden nämlich an vielen Krankheiten, an Malaria, lepraähnlichen Erscheinungen usw., ja Stteeter gibt an, dreiviertel der Kopfjäger, Männer, Weiber und Kinder, seien krank. Dem Chinin gewannen sie ttotz seiner Bitterkeit wegen seiner Heilwirkung Geschmack ab, und sie aßen es, wie unsere Kinder Schokolade! Stteeter ist eine ganze Reihe von Tagen bet diesen Kopfjägern geblieben. Ein anderer Stamm von Kopfjägern, der ganz in der Nähe angetroffen wurde, zeichnete sich durch seine fürchterlichen Giftwaffen aus. Diese Kopfjäger schießen aus Blasrohren von zwei Metern Länge mit ganz Heinen, streichholz- dicken, etwa spannenlangen Pfeilen mit vergifteter Spitze, und das Gift soll Mensch und Tier innerhalb von sieben Sekunden unbedingt töten. Dabei schießen diese Kopfjäger mit ihren Pfeilen auf dreißig Meter ober mehr mit solcher Sicherheit, daß sie selbst fliegende Vögel treffen! Die Kovfjagd, nach der man diese Einwohner Borneos häufig bezeichnet, hat Stteeter auch einigermaßen gut kennen gelernt, denn gerade am Tage vor seiner Ankunst waren verschiedene Menschenköpfe erbeutet worden, und er konnte sehen, wie sie getrocknet werden. Keiner dieser Kopfjäger, so erzählt er, bart sich verheiraten, wenn er nicht wenigstens einen Menschenkopf erbeutet hat. Büchertisch. — CarlBulcke, Schwarz-weiß-hellgrün. Roman. Preis 4 Mk., geb. 5 Mk. Verlag von B. Elischer Nf., Leipzig. Als ein "Abbild des Lebens steht Herbert Graumann, der Heid des Buches, vor uns: eine problematische Natur. Wir sehen das naive Korpssüchslein, den schneidigen Chargierten, den Frauen- liebling, den Gecken und Mann, den ehrlichen Arbeiter und rücksichtslosen Stteber . . . und wir sehen sie alle, die vielen andern, die Alten und Jungen, denen Schwarz-weiß-hellgrün das Band wird, das sie gängelt, fesselt, führt und „schleppt" „Der Bund" „macht alles", das ist das Leitmotiv, das sich durch ihr ganzes Leben zieht. Aber sie klingt nicht -edem der „Beteiligten" angenehm in die Ohren, diese Melodie, und gerade Herbert Graumann ist es, der mitunter ihren häßlichen Unterton gar schrill heraushört. Und der sich doch schließlich auch tragen läßt von der gütigen Wage, die ihn nach kurzer Fahrt ins gelobte Land führt. Aber wie er bann — ein 42jähriger - als preußi scher Staatsmänner auf der Höhe seiner Erfolge steht, da finbet fein Mund die ehrlich-herben Worte: .,, . . . Wenn ich da nicht zufällig die Farben gettagen hätte. . .", und er bekennt es freimütig seiner „schönen, stolzen, klugen Frau": „ . . . Mein Ehrgeiz hatte mein Herz lange Jahre verdunkelt. Doch der große! innere Wert meines Lebens bist du getoorben . . ." — WeUo, de r Balkan kadett, von Kurt Aram. (Ein tapferer Bulgarenjüngling steht im Mittelpunkte dieser packend geschriebenen ErzLhlung: und während wir die Schicksale und Abenteuer des Jungem verfolgen, erleben wir alle die sck-recklichen und erhebenden Ereignisse des setzten Balkankrieges mit. Der Verfasser, der auf feinen vielfackum Streifzügen durch alle Welt stets dem Balkan besonderes Interesse gewidmet bat, gibt uns ein ungemein fesselndes Bild jenes Feldzuges von.dem Aufmarsch der Armee an bis zum Fall Adrianopels und der Wiedereroberung durch die Türken. Ein kräftiger, erfrischender Hauch von Frei»- heits- und Vaterlandsliebe weht durch dieses Buch, das dem Heldenmut in beiden Lagern gerecht wird. Reich illustriert 3Mk. — Ter Taugenichts von Paul Oskar Höcker. Der Held dieser flott und packend erzählten Geschichte ist ein junger Berliner, der fast ein Knabe noch, durch störrischen Trotz seinen Ellern großen Schmerz bereitet, bann aber in der Schule des Lebens zur Be- fimtung kommt und zu einem tüchtigen Manne heranwächst. Paul Oskar Höcker selbst ist ihm herzlich zugetan, unb mit kameradschaftlicher Teilnahme wird die Jugend seinen Schicksalen folgen. Aber auch vor dem erfahrenen Blick wird dieser mutige Stürmer, der nur aus unerwidertem Bedürfnis nach Liebe den rechten. Weg oerloreit hat, unb bann in pietätvollem Opfersinn für bas Glück der Seinen arbeitet, bestehen. Reich illustriert 3 Mark. Handel. Hamburg, 13. Nov. Heute ist von den Herren C. Schars, Otto Thiemer, beide in öainburg, dem Konsul Heinrich Rudolph Wahlen in Rabaul (Südfee) und den Firn,en M. M. Warburg & Co. und F. Nofenstern L Co. in Hamburg die H a m b u r g i s ch e Südsee-Aktien-Gesellschaft mit einem Kapital von zwei Millionen Mark gegründet worden. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und der Betrieb von Faktor eien plan tagen und Bergbau auf denSüd- s e e i n s e l n, ferner der Betrieb von Handel jeder Art, msbesondere in der Südsee, sowie zwischen dieser und Hamburg. Märkte. fc. Wiesbaden, 13. Nov. Heu- und Stroh markt. Tingefahren waren 10 Wagen mit Heu und Sttoh. Man notierte • Heu 5,60—7,00 Mk. Stroh (Richtstroh) 4,70—0,00 Alk., Krummstroh 4,00—0,00 Mk. — Frachtmarkt. Hafer 15,40-16,80 Mk. Alles je 100 Kilo. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Samstag, den 15. Nov. 1913: Meist trüb, Nicoerschläge, Temperatur wenig geändert. Letzte Nachrichten. Der Ausschuß zur Prüfung der Rüstungsanschaffungen unb die Sozialdemokratie. Berlin, 14. Nov. Die Morgenblätter melden: Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat gestern beschlossen, von jeder Teilnahme am „Rüstungsausschuß" abzusehen. Sie wird eine Interpellation in dieser Angelegenheit einbringens Die Abg. Ledebour und Noske sind als Redner bestimmt. Von der russischen Duma. Petersburg, .14. Nov. Durch Absonderung einer nationalliberalen Gruppe von 50 Abgeordneten von der Nationalisten- gruppe in der Reichsduma und durch den Anschluß der neuen Gruppe an die Ollobristen unb Progressisten, dürste ein von der Regierung längst gewünschtes Dumazentrum von etwa 2 40 Stimmen zustande kommen, das zur Durchführung wichtiger Reformen wie der Preßgesetze und der Selbstverwaltungs-- reform durchaus nötig ist. Ei n serbischer „Rüstun gs aus schu ß". < Belgrad, 14. Nov. Der Kriegsminister entsendet ,zuL Anschaffung von Gebirgsgeschützen einen Fachausschuß, der in ben Fabriken von Krupp, Ehrhardt unb Schneider-Creuzot üer*. gleichende Proben anftcllen soll. Der Sturm in Amerika. Torouto, 14. Nov. Privatversicheruugen schätzen die Hohe des Schadens, ben der Stnrrn auf den großen Seen verursacht hat, auf eine Million Dollar in Fracht und 2i/2 Millionen Dollar in Sckiiften. 80 Prozent der Versicherungs^ summe verteilen sich auf die amerkanischen und englischen Versickie- rungen. — Wie aus Michigan gemeldet wird, ist festgestellt worden, daß auf dem Huron-See sechs Schiffe gefunten unb daß dabei 100 Menschen ums Leben gekommen sinb. SalemAleikum FABRIKANSICHT |iJ$O3 m ktt 111115 MIM Mi & SalemGoldSs&ü Cigaretten. PrelsN? 314 5 6 8 10 314 5 ö 8 lOPfg.d.SfckL Onerf.Tabak.u.Ciq'areffen-I^rfk Dresden, jnhliugoZiefe/ Hoflieferant SMdKonigsvSadiSerL Tros/frei! © | - Zur Ztadtverorbnetenwahl. Mitbürger ! Wie in früheren so auch in diesem Jahre suchte der Bürgerverein in Gemeinschaft mit den politischen Parteien die Stadtverordnetenwahlen vorzubereiten. Leider ist ein gemeinsames Dorgehen nicht in wünschenswerter Weise gelungen, da der Bürgerverein der Ansicht ist, datz die Stadtverordnetenwahlen nicht allein V0M Standpunkt der Parteipolitik vorbereitet werden dürfen. Daher unterbreitet er der Wählerschaft nachstehend eine eigene Kandidatenliste. Bei Aufstellung derselben ging man von der Ansicht aus, dah man, um tunlichst eine Stimmenzersplitterung zu vermeiden, die bereits bekannten Listen zu Grunde legen und nur geringe Aenderungen an ihnen vornehmen solle. Wir glauben durch Empfehlung unserer Kandidaten den weitesten Kreisen der Bürgerschaft — insbesondere den politisch nicht gar zu sehr besungenen - zu entsprechen und bitten unsere Mitbürger am Wahltage ihre Stimmen abgeben zu wollen für die Herren: Brück, Franz, ßssliesmst, MtlWler Haberkorn, Dr., Julius, kth. Mizinckat, TMvemdn. Heichelheim, Sigmund, 6eh. Ksnimrzitmt, TtMvkMdn. Hornberger, Wilhelm, Kachim Inderthal, Christian, Driksut Klingspor, Adolf, KöiMerziciirilt, Fabrikailt Meyer, Hans, Architekt Müller, Emil Heinrich, Tchrmemeisttt Müller, Valentin, Lehrer Noll, Adolf, .Anmerzienrat, Fabrikant Noll II., August, kanfmann Petri n., Louis, WeWindernikister, Ltabtoererbaeter Plank, Wilhelm, 8erbernieißer, Ltadtverardneter Schmeckenbecher, August, Lanbgerichtsdirektor Seuling, Louis, Architekt Wachtel, Fritz, Amtsgerichts Wenzel, Fritz, kisenbähnhanbiverker Bürgerverein Giessen le*rö Nord» Sachsenhausen — Neustadt Bahnhofstrasse. Mitbürger! Wähler! Der Vorstand des Bürger-Bereins hat Eure Wünsche unberücksichtigt gelassen. Wir fordern Euch deshalb auf, für unsere Kandidaten Hcrni Carl Frensdorf, Kaufmann, Herrn August Haggenmüllcr, Reallehrcr, Herrn Philipp Kröck, Dachdeckernicister, Herrntzeinrich8indenstruth,Schi»iedemstr. einmütig einzutreten. Diese Herren sind vollständig unabhängig und bürgen uns da- ,für, dah die Interessen unseres stiefmütterlich behandelten Bezirks vertreten werden. «uo Der Vorstand. IW Männer Turnverein. Winferfelt am Samstag. den I."». November, abends H' llbr in Steins warten. Zlonzcrt.turncriicbc Auüübrungcu und Ball. V'Yh 2lnsflug nm Sonntag, 1 (>. Novbr. uachmitlags 1 Ul>r narb der LicbigSböbe. ?,u reckt ftnblreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. 4 Damen, 3 Herren. aus Elberfeld. nissuWahHctsI ft. HopfeM SamntnK, !5. November, 7 I'hr: ** üniBcrlslische Vorstellung do< bestens bekannten Singspiel-Ensembles Berghaus aenannt da» Sclimml- käitchen von Wiehen. T ienslaa 11..Mittwoch 12., Donnerstag 13. u. Freitaa 1 1. November Jedes Bild ein arokrcr Schlager! 9mirreii einer Füsilier Nomvagnie 2cbr iniercn. Ausnahme. 3m Wald und aus der Heide Hockkom. Szene, ft. Lachen komischer Schlauer! Adolar will beiraten: Hervorraa. .Qomöbic in 2 Akt. Lacken ohne (*nbe. (flroR. Leus. Schlager! !><*r Ila1l.ankri<- Drama m I Akten. Wurde stets bei I au-verkault.Haus uorge- rübrt u. wird auch hier das arüdie Äimcbcn erregen. a11 ul Die Direktion. Cafe üel Donncrstaa. den 13. u Freitag, den 14. Nov Gastspiel deö best bekannten Barict^ Ensemble ErnstBerghaus 4 Damen 3 Herren Amüsante- Programm! Neue Possen! Urtümliche Duette uito.! Aniang h llbr. :,K Saalbau Kolosseum Sonntag, den 16. Nov. LeipzigerQuartett- u. Konzert-Sänger «Dir. Eole-Schmidt» — S Herren:!! — Brillantes erstklassiges Programm: Borverkaus: Sverrüh undLogen l. Mk. Saal- vlas P«n in d. Binarr.- Handl, d. Herren Jtlnrnb. Settersweg, Todt, Wort- ftrahe ncbii ♦yiliolf. Löb. Bahnhottrr- und Heinft. Kirchenolah. NassenvreiS: Logen und Sverrüh lL»Mk Saal- olah77, Psg. Ans. b Ubr. 3n (6ieken i. viel. Clflbr. beliebteste <6eiellich.i. Bürge rgesellschatt lar Feier des W. S iltlifl - Frr.es : Sam«t ag, den 15.Nov. abends $» Uhr im Franklnrter H»! Herrenkommers Sonntag, den 16. November i nehm, auf der Karlsruhe FamilieDausiiugmilTanz Um rege Beteiligung bittet vH'nl Dsr VerslR»». Section Sonntag, den 16. Nov.: Dutcnboicu-Stovvclbcrg- Wchlar. Ablabrt 1.90 llbr. Wauderfteit 3 Stund. (vl,/i Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag, brnl i.9lob.1913, abends 8 llbr 7. Jreitag-Abonn.-Borltellg. liniere Käte Lustspiel in 3 Akten von Herbert Henri Davies. Ende 10'/. llbr. |C»/U Sonntag.d. 16.Nov. 1913, nachmittags 3l, llbr PolkSoreise! BolkSoreiie! Kater Lampe Komödie in 4 Akten von (Emil Roleuow. Ende ß llbr. AbendS 7'/, Ubr: — Gewöhnliche Preise! - Unter Mitwirkung d. Kapelle des bi engen Ins. Regiment» -Moifcr Wilhelm" Nr. 116. ?kubcit! Neuheit! Ailmsauöer! Polle mitGelang in4Bildern von Rudolf ‘.Hernauer und Rudolvb Sedan zer Musik von Walter Solle Bre^ckneideL Ende gegen 10*/, Uhr. Ur. -rscheinl fit «nr-'ge» ^eirdla oöc&enlü fragt Bk in Mer teile aiitcr mit abgel 6 Ubr Zer ztvnen ,tl k und b< ln&« Imi., Sm SÄ’ S lrt F-'uity b< feÄ