Ter W Ifei, fön«”! 165. Jahrgang Preußen England Frankreich Italien Defterreict; Rußland Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. 16,7 45,0 Der Zehler in vethmanns Steun-Rechnung. v. Bethmanns Steuerrechnun Statistik aus den oben an gedrückt, wie herrlich wir dastehen gegenüber anderenkchrssteuer in die Wagschale, durch welche Preußens uv Ländern, Nun haben aber alle vergleichsweisen Betrach- direkte Steuern mindestens auf 27,7 Mk. pro Kops steigen, tungen ihre erheblichen Mängel insoweit, als sie notwendig Würde uns nun diese statistische Verglcrchsarbeit nicht mehr das lnstorisch Gewordene und die Lebensbedingungen, unter sagen, als daß die absolute Höhe der direkten Steuern denen die verschiedenen Völker ihr Dasein führen, in ihrer bei uns soviel und bei 'den Engländern usw. soviel betragt, in °/. 82,2 Adolf Wagner gegebenen) Gegenüberstellung vergegcnwär- König an dem Tage, der das Volksinteresse wachgerufen tigen, wonach auf den Kopf der Bevölkerung in hatte, zu Pferde durch die Straßen nach dem Schlosse kirch — Ohghirsch." 17,7 32,8 14,1 18,3 2,0 14,6 35,05 64,95 die direkten Steuern in °/0 17,8 ndir Steuern Erster Blatt y lich nicht allein für Preußen) nach den verschiedensten Richtungen hin, sowie gemäß der jetzigen Handelsverträge mit ihren enorm gesteigerten Zollsätzen, so fällt für Preußen besonders die als Eisenbahnüberschuß erscheinende Ver- Am sonderbarsten, oft komisch, war feine Aussprache der deutscher Orte, deren Namen man eher aus den Umständen oder der Lage erraten als verstehen konnte. So zischte oder polterte er anstatt: Zeitz — Siß; anstatt Weißenfels oder Weißig — „Wisscniß: anstatt Teplitz — Tilpsit; anstatt Klix — Klisch; anstatt Hoch- Volkswirtschaft zur Anlage und riefe anderweit Vermögens- ünd Einkommensbildungen hervor, die dem Staat Steuer- einkünfte aller Art sichern. Soweit acker die Gesamtheit dieser Steuerbeträge hinter dem Betrag der vom Staat jetzt erzielten Eisenbahnüberschüsse zurückbliebe — und das wäre in Höhe von einigen Hundert Millionen der Fall —, „Die Behauptung, die man so oft hört, daß bei uns in Deutschland die indirekten Steuern viel höher seien als die direkten, ist eine Legende." Also sprach der Herr Reichskanzler am Samstag im Reichstage, „um bem vagen Gedanken, der aber die Geister sehr viel beschäftigt, entgegen» Mtreten, als ob wir in Zukunft für unsere Reichsfinanzen das Heil von Besitzsteuern zu erwarten hätten". Herr v. Bethmann hat damit insbesondere im Vergleich mit Frankreich wie so viele Betrachtungen unserer finanzwirtschaftlichen Literatur seine Befriedigung darüber aus- Der König von Spanien ist am gestrigen Sonntag nach einer Truppenbesichtigung durch seine Kaltblütigkeit vor der Hand eines Mörders bewahrt worden. Bei der Rekrutenvereidigung waren diesmal auch marokkanische Eingeborene eingestellt, und so erklärt es sich wohl, daß der Nr. 86 Der «Körner Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GiehenerZamllienblütter zweimal wöchentl.UreiL- blattsürden Ureis Liehen iTienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. In Bezug auf seine, einseitig das Kapital begünstigende Gestaltung seines Finanzsystems wird Preußen also nur von Rußland übertroffen. Alle andeern Staaten stehen mehr oder minder weit hinter Preußen zurück. Wir haben den Ruhm, Rußlands intimster steuerpolitischer Genosse zu sein. Eine Warnung, solchenr Ruhme nicht weiter nachzujagen, wäre vielleicht zeitgemäßer gewesen als die Warnung, bie Herr v. Bethmann Hollweg aussprach, nämlich einen Weg zur Lösung des Problems der Reichsbesitzsteuer zu suchen. Lin Kevo!veranschlag aus den König von Spanien. Madrid, 13. April. Auf den König von Spanien wurden heute nachmittag, als er von der Tru pp en besichtig ung zurückkehrte, vor der Bank von Spanien drei Revolverschüsse abgegeben. Der König blieb ttn- verletzt. Ter Täter ist ein junger Mann, besten Persönlichkeit man noch nicht kennt Er wurde von einem Gendarmen fc ft genommen, der ihm den Revolver entriß. Der König kehrte unter stürmischen Kundgebungen nach seinem Palaste zurück. Ländern steht. Danach sind — für Preußen 27,7 Mk. indirekte Steuern zugrunde geleigt — an dem gesamten Steueraufkommen beteiligt in Preußen England Frankreich Italien Oesterreich Rußland 9,6 23,3 ^9 Icdl Momag, 14. Apri! 1913 Bezugspreis: monatlich 75Pi.,viertel- jA jährlich Rik. 2.20; durch Abbott- u. Zweigstellen ▼ monatlich 65 Pf.; durch K dieBost Mk.2.— -jicrtcl- ■ jährt, ausschl. Bcnellg. ■H Zeilenpreis: lokal 15 M., ansivärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Geiichlssaal": K. 9leu- betrieben. mÄs ife, ijcrfflit men fit Z. -LtÄchtv dttsn Annahmi'von Anzeigen Notatlonrdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und 5te!ndruckerei rr. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulftratze 7. Land": E.hAmr den bis vörnüttags^^iU)^ vudingen: zernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. 29,9 12,05 70,9 87,95 Mk. — Ein Märchentheater in Darmstadt. Für die nächstjährige Ausstellung der Künstlerkolonie aus der Mathilden- höhe soll u. a. als Anziehungskraft eine neue, durchaus eigenartige Schöpfung entstehen. Es ist eilt dem Großherzog gestiftetes Märchentheater, zu dem Prof. Albin Müller den Entwurf geliefert hat. Für das Gebäude, einen etwa 150 Zuschauer fassenden Rundbau mit Kuppeldach, ist als Standort der eigentlich von der Bebauung ausgeschlossene Platz östlich der Villa Levdhecker und Erbacher Sttaße ausersehen, und außer dem Zuschauerraum wird das Theater noch einen Restaurationsraum nebst Küche usw. enthalten, so daß es auch somtigen geselligen Veranstaltungen dienen könnte. Der Großherzog beab sichtigt, es nach Beendigung der Ausstellung als Geschenk an die Stadt zu überweisen, und diese kann alsdann seine weitere Verwendung bestimmen, muß allerdings die Unterhaltungskosten übernehmen, während der Platz selbst großherzogliches Eigentum bleibt. Die Baukosten werden 60 000 Mk. betragen. — Henriette Hertz f. Wie bereits kurz gemeldet, ist in Rom die bekannte deutsche Kunstmäzeuin und Wohltäterin Henriette Hertz im Alter von 65 Fahren gestorben. Frl Hertz, die seit zwei Jahrzehnten in Rom leöte, war Besitzerin des berühmten Palazzo Cuccari, den eine'Reihe großer Meister, wie Giulio Romano, die Brüder Cuccari und der Deutsche Cornelius mit Fresken geschmückt haben. Fräulein Hertz, die mit an der Spitze aller humanitären und schöngeistigen Besttebnngen stand, und der viele bedeutende Künstler den Unterhalt und die erfolgreiche Laufbahn verdanken, hatte in ihrem Palast nicht nur einen Bach-Saal für die neugegründeie Bach Gesellschaft, sondern auch ein deutsches kunstwissenschaftliches Institut eingerichtet. Tiefes der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft angegliederte Institut unter Leitung eines deutschen Gelehrten, Steinmann, sollte hauptsächlich der Förderung der Michel-Angelo-Studien dienen und wurde mit einer außerordentlich reichhaltigen Bibliolhck an Renaissanec-Literatur aus gestattet. Tie Verstorbene hinterläßt auch eine große Sammlung alter Meister, wie Filippo Lippi, M an- tegna, Antonio von Messina. Tie Verstorbene hat, wie bereits mitgeteilt, testamentarisch besttmml, daß der Palast Cucean in eine Art Museum verwandelt wird. Ihre kulturhistorisch deutende Stiftung, die Renaissancezeit und Mittelalter unrsanende Bückierei, die nach ihr Bibliotheca Hertzina benanut ist, gebt mit bem Palazzo Cuccina in den Besitz der Kaiser-Dilhelrn-sttf- ungjinL nl|diIfg^U!T ffir b{ e,Sch r ö der - 3,trän Z-Expedit i o ii. Von dem Leiter per Hilfscxpcpltrvn für die deutsa^. trockenen, zahlenmäßigen Gegenüberstellung außer Betracht lassen. Dazu kommt: die durch die Gesetzgebung weiter oder enger gezogene ErwerbHtätigckeit sowohl des Staates selbst als seiner Glieder, und ferner: die Einwirkung des Schutzzolls auf die Höhe der indirekten Last. In der Aus- dehnung der Erwerbstätigkeit und in den Ueberschüssen steht der Staat, dessen Ministerpräsident Herr v. Bethmann Hollweg ist, allen anderen Staaten voran. Preußen erzielt an nichtsteiHrrechtlichen Einnahmen aus der Justizverwaltung und allen anderen Verwaltungen, ans den Eisenbahnen, aus der Post und Telegraphie für sich allein ober nach Maßgabe seines Anteils an den betreffenden Einnahmen des Reichs im Vergleich zu den nachgenannten übrigen Ländern pro Kvps 'der Bevölkerung in Mark: 21,47, dagegen Großbritannien 3,77; Italien 3,71; Frankreich 4,14; Oesterreich 5,01; Rußland 5,53. Die unverhältnismäßig hohe Einnahmezifser Preußens erklärt sich zum wesentlichen Teil aus der Entwicklung des Staatsbahn- sststems, wie es die Vergleichsstaaten nicht kennen. Aber in seinen Ueberschüssen vereinnahmt Preußen eine i n - direk te Steuer! Hätten wir das Staatsbahnsystem nicht, so hätten wir Privateisenbahnen, und das in den Eisenbahnen angelegte Kapital (nach Abzug der Abschreibungen ca. 4 Milliarden Mark) sowie das aus dem Eisenbahnbetrieb erzielte Einkommen, vielleicht auch der Eisenbahnbetrieb selbst, unterläge der Besteuerung. Im - übrigen käme das aus dem Eisenbahnbetrieb erzielte Einkommen in der zurückkehren wollte. Das ist in einem Lande wie Spanien, wo die Leidenschaften so aufeinanderp'atzen und wo so erbitterte Kämpfe um das Regierungssystem ausgefochten werden, unvorsichtig, lieber die Ursachen, die den Täter zu dem Anschlag bewogen haben, gehen die Meldungen auseinander. Wahrscheinlich ist er ein Unzufriedener, der durch Verhetzung die Waffe erhöben hat. Ob und wie weit er Mitschuldige hat, ist auch noch nicht aufgeklärt. Zu dem Anschlag wird aus Madrid noch gemeldet: Das Pferd des Königs wurde durch einen Revolver- schuß verwundet. Ein Schutzmann stürzte sich auf den Attentäter, konnte jedoch nicht verhindern, daß dieser einen dritten Schuß ab feuerte, der den Polizisten leicht verletzte. Außer dem Attentäter, einem 25 Jahre alten, aus Barcelona stammenden Zimmer- mann namens Manuel Sanch e,z Allecre, wurde ehr gewisser Pierre Pack, angeblich ein französischer Sprachlehrer, verhaftet, welcher von mehreren Zeugen kurz vorher im Gespräch mit dem Attentäter gesehen worden war. Das diplomatische Korps und alle hochstehenden Madrider Persönlichkeiten begaben sich in das Palais, um den König dazu zu beglückwünschen, daß er dem verbrecherischen Anschlag entgangen sei. Es heißt, daß der König kurz vorher mehrere Drohbriefe unter Hinweis auf die bevorstehende Vereidigung der Rekruten erhalten habe. Es heißt, die Regierung habe anonyme Drohbriefe erhalten. Im Retiropark fei am Tage vor dem Anschlag am 31. Mai 1906, ein auf einem Baum befindliches Plakat gesehen worden, worauf stand: Am 13. April, um die 13. Stunde, wird König Alphons XIII. sterbend auf- gefunden werden. Die. Polizei hatte außerordentliche Vorsichtsmaßregeln getroffen. Selbst in einer nur von Offizieren bewohnten Fremden- Pension war an jedes Fenster ein Geheimpolizist gestellt worden. Tie „Vofsifche Zeitung" meldet aus Madrid: In der Brieftasche des verhafteten Täters wurde eine. Mitgliedskarte des ultramontan-konservativen Klubs in Barcelona gefunden. Der „Lokalan- zeigen" will dagegen aus Madrid erfahren haben, der Verbrecher gehöre dem Barcelonaer internationalen F-errer.- Bund an. Der König infolge seiner Reitkunst gerettet. Wir erhalten noch folgende ausführlichere Meldung: Madrid, 13. April. Als der König gestern mittag von' der Parade in Begleitung des Generalsbabes nach bem1 königlichen Schloß zurückkehrte, stürzte plötzlich in der Nähe der Bank von Spanien ein Individuum, das sich in der ersten Reihe des aus dem Trottoir stehenden Publikums befunden hatte, rasch auf das Pferd des Königs zu, ergriff die Zügel mit der Finten Hand und z o g mit der Rechten einen Revolver aus der Tasche. Der König, der sofort erkannte, daß ein Anschlag auf ihn verübt werden sollte, brachte sein Pferd zum Au fb äum cn, genau in dem Augenblick, in bem der Angreifer auf ihn feuerte. Tank der Kaltblütigkeit und der hervorragenden Reitkunst des Königs traf die Kugel statt den König die Brust des Pferdes. Ter Täter schickte sich an, zum zweiten Male zu schießen, als sich ein Polizeibeamter auf ihn stürzte und ihn zu Boden warf, wo er ihn festhielt, ohne indessen verhindern zu können, daß dieser nochmals auf den König anschlug und zwe sind wir berechtigt, diese Ueberschüsse als Folge der staatlichen Tarifpolitik, d. h. als eine auf dem Verkehr ruhende indirekte Steuerlast zu betrachten. In den oben angeführten 21,47 Mark nichtsteuerrechtlicher Kopfeinnahmen Preußens stecken 13,54 Mk. aus dem Eisenbahnbetrieb. Mindestens 10 Mk. davon hat man als indirekte Steuer anzusehen. Das muß man sich bei der folgenden (von 27,11 43,52 72,=<9 56,48 . a f r 0 6 ® a u- unb,eLblt Geschäft!etz I Lor bem Schöfsm- itg des Publikums ein i EMM Merlan deine" und ihre Tochter ■ M verantworten. In. Mummten des 2oka3 arten an bem mgtrete ach Ansicht der Staate to 2000 Mart betröge chsr Mm ben W 7 700 Mark M - Xtaamtg Ar JMtc Wj) MQi MmOt Sv Hkchl erbauliche tvem am- er an dm flasch«-! des Nachts mit vielleicht 20 bis 30 Lichtern besetzt, in deren Mitte der Zirkel lag. Stteg er zu Pferde, so trug der Großstallmeister Caulincourt das nötige Blatt auf der Brust eingcknüpft, weil er Napoleon stets ami nächsten mar. Napoleon arbeitete mit unglaublick-er Leichtigkeit und Uebersicht, oft auch ganze Nächtc hindurch. „Dies waren jedoch seltene Fälle; gewöhnlich arbeitete er früh von 2—4 Uhr unh ruhte oder meditierte dann noch ein paar Stunden im Bett. Gemeiniglich diktierte er, inbenf er völlig angezogen, in seiner gewöhnlichen grünen Unisorm, und sehr ost mit bem Hut auf dem Kopfe, im Zimmer hin und her ging. Gewöhnt, alles was ans feinem1 Kopfe strömte, mit der größten Schnelligkeit ausgeführt zu sehen, konnte ihm auch niemand schnell genug schreiben, und was er in die Feder sagte, mußte deshalb in Chi ff er n geschrieben werden. Es ist unglaublich, wie schnell Napoleon beim Diktieren sprach, und zu welcher Fertigkeit in dieser Schrift es sonach seine Sekretäre gebracht hatten. Natürlich waren die Chissern Hieroglyphen. Ein Tracheuschwanz bedeutete vielleicht das ganze französische Heer — die Peitsche das Korps des Tavout — ein Dom das britische Reich — der Schwamm die Schützlinge ober die Handelsstädte usw." Das ganze Lager wartete in dumpfer Spannung auf die Entscheidungen, die von diesem Zentrum herkamen. „Sehr oft verzog sich der Ausbruch um mehrere Stunden oder halbe Tage, und an das letzte Wort, welches Napoleon in feinem’ Kabinett diktierte, reihte sich der trockene Befehl: la voiture! ä cheval! und, wie durch einen elektrischen Schlag, setzte sich nun alles, was folgen mußte, in Bewegung." Ritt der Kaiser, so ließ er fein Pferd am liebsten querfetbein gehen, ohne daß jemand wußte wohin. „Es war ihm allemal unangenehm, wenn er von Hindernissen oder Schwierigkeiten hörte. „On ne peut Pas?" sagte Napoleon, svöttisch lachend, und ließ gemeiniglich nicht eher von einem Vorsätze ab, bis er slch selbst überzeugt hatte." Güten Tag wie ben andern erschien rr in seiner gewöhnlichen grünen Uniform mit rotem Kragen und bem Stern ber Ehrenlegion, bei nassem Wetter barüber ben weltbekannten grauen Ueberrock. „Nie konnte er untätig sein; wenn ihm bic Zeit lang warb, schnupfte er Tabak ober machte sich wenigstens mit den Füßen etwas zu schaffen. Sehr oft sah man ihn heiteren Gesichts, und unterwegs sang ober sprach er logar im Rezitativ einige italienische Worte. Bei heiterer, ruhiger Stimmung hatte sein Ton etwas Gefälliges unb Zutrauliches gegen seine Feldherren; aber einen ganz anderen Ton nahm er im Dienst an." „Viele Leute sind in der irrigen Meinung gewesen, daß er Deutsch verstanden unb sogar etwas gesprochen habe; ich habe aber nicht die geringste Spur davon bemerkt unb kann versichern, daß es nicht der Fall gewesen ist. Bei den unbedeutendsten Antworten oder Aussagen gemeiner Leute, denen Napoleon Fragen vorlegte, wollte er gern sogleich ben (Sinn enträtseln, und ungeduldig uni erbrach er dann den Dolmetscher durch ein gu'est- cc qu’ii bit! in einem halb rauhen, halb schneidenden Baßtone. 2lus der eisernen Zeit: Hapol on naht. Es war in der Nacht vom 15. zum 16. April, als ein prunkloser grüner zweisitziger Scheibenwagen, von sechs starken Pserdeir gezogen unb zwei Reitern gelenlt, gefolgt von einer langen eilenden Eskorte, im' raschesten Laus ans den Toren von St Cloud rollte: der Kaiser begab sich zn )einer Armee in Deutschland. Nickt als L'EmPereur, sondern als General Bonaparte wolle er diesen Krieg führen, hatte er lächelnd zu Berchier gesagt Nun ruhte er, den Kopf mit einem bunten Tuch umwunden, in seiner in den fünften Federn hängenden Neisekutfche so faust wie im Bett. Aus bem Kutscher st tz. saß allein fern Leibmameluk Rustan, und hinterher galoppierten der Großstallmeister, die diensthabenden Adjutanten, Stallmmster, Ordonnauzostiziere, Pagen, alle jedes Winkes ihres Herrn gewärtig.. Die große Laterne, in ber Mitte ber hinteren Wagenwand, warf ihren flackernden schein über die hemniliegenden Dokumente, Bücher und Karten - - - - Bald sollte dieser unscheinbare Wagen zum Mittelpunkt eines Weltkrieges werden, denn in ihm wohnte bic ^eete des neuen großen Heeres, das Frankreich zur Unterdrückung der Welt aufgestellt, von ihm ging bic rastlose Tätigkeit aus, die alles in Bewegung setzte. Ueber bie L e b e n s g e w o h n h e 11 e n Napoleons' während des Feldzuges von 181o ist unsder anschauliche Bericht eines Augenzeugen erhalten, des sachsisch-rhunbundifchen Majors von Odeleben, ber im Stabe des Kaisers den Svricg mitmachte Er berickstet uns, wie Napoleon i n s e i n e m W a g e n arbeitete Die Rapporte, die die Kuriere brachten, wurden von dem Großstallmeister Caulincourt geöffnet, während alles im Trab und' Galopp weiterging. „Caulincourt sprang vom Pferd nahm den Eilboten beiseite, öffnete das Felleisen, jagte bem Wagen Napoleons nach, gab ihm die 'Depeschen, und nun flogen kurz daraus Sckjaren von Briefumschlägen aus dem Wagenschlage. 1 Hatte ihm Bert hi er und er diesem nichts mehr zu sagen, verlor selbst das Spiel mit bei: Quaste seines Zugfensters seinen Reiz, so scblief er Um aber ben Kaiser vor der Langeweile zu schützen, füllte man, wenn keine Rapporte, Listen und dgl. entgegangen waren, alle Seit entaschen des Wagens nut Panier 3eiturtgen unb Tageblättern aus. Auch diese flogen,.wenn er sie fluchtig durchlaufen hatte, noch leichter als der Wind, der ftc trug, in das nacktrabendc Gefolge." - < Schlug der Kaiser irgendwo sein. Hauptquartier mist dann wurde sofort das größte unb schicklichste Gemach des Gebrudev oder ein großes Zelt neben bem seinen als „Kabinett eingerichtet, wo er mit feinen Sekretären arbeitete. .„In ber Mitte des 'Zimmers stand eine große ^vafel, auf der bie^be fte Karte des .Kriegsschauplatzes ansgebreitet ward. Jn sacksen war es die von Belri, weil sich Napoleon im Jahre 1806 an sie gewählt hatte und sic vorzüglich schätzte. Lag diese Starte nicht bereit, so mußte sie boch unmittelbar nach seiner Ankunft herbeigcschasft werden, denn sie war seine tragbare Heimat, schien ihm mehr am Herzen zu Liegen als andere Bedürfnisse deö Lebens, und ward so toäre' das nur eine harmbose Spielerei. Einen Wevt bekommen die obigen Zahlen erst, wenn man vergleicht, in welchem Verhättnis die Höhe der direkten Steuern zu der der indirekten Steuern bei uns und in den an bereu inbtr Steuern 17,7 Marr entfallen. Wer sich solche Zahlen, so wie sie dastehen, ohne an sonst etwas zu denken, ansieht, kann allerdings des Glaubens werden, daß wir in Preußen und Deutschland steuerlich in der besten der Welten leben. , Und in einer solchen Betrachtung liegt auch der Fehler in Herrn hnung. Aber berichtigt sich diese geführten Gründen (setbslverständ- $ f t n •erbfie b« b°betn ®töho L ÜQter bi> lÄ? In«£ Sieberlüfe(^a ohne, iei ti «beh!b LSyi L« ME M nad> tat : E Rnngetrofien, ■^»Mtadrtung ber en Berichten aus den Königlichen Knnstsamm- hingen nähere Mitteilungen macht. Tas auf Kupfer gemalte 27,8 cm und 21 cm hohe Bildchen, das sich lange Zeit in Wiener Privatbesitz befand und bisher ganz unbekannt inar, nimmt unter den Werken des Meisters eine besondere Stellung ein, durch seine Helle sonnige Wirkung, die es von wettern fast modern, etwa wie eine Arbeit des österreichischen Vorläufers der Impressionisten Waldmüller, erscheinen läßt. Wundervoll ist die Licht- und Luftstimmung, eines frühen Morgens gegeben; mit höchster Feinheit Ipiegeln sich Bäume und Wolken in dem stillen Wasser, das; man das. Werk saft doppelt zu sehen meint, und so entsteht „em la nch ähnliches Bild von einer Wahrheit und Schärfe, wie es 'seit der Zeit der Eycks und Gian Bellini nicht gemalt war/' Die Arbeit stellt den, „heiligen Christoph" dar. Tie Gruppe des als kräftig Kyoncn Jüngling gegebenen Christophorus mit bem Christkind ist sehr eigenartig und auffallend unter Els Heimers Figuren unh erinnert ui beit hastigen Bewegungen, den knit- lenschen Faltenwun und den starken -Verkürzungen unmittel bar an altere nordische Vorbilder Vielleicw hat'dem Künstler ein früher Holzschnitt ober eine Zeichnung Dürers vorgefchw-'bt — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wisse n schäft. Ter erste Kapellmeister des Karlsruher .Hoftheaters Leopold Reichwein, hat sein E n t l a s s u n g s g e f u ch ein' gereicht, da er für Bruno Walter vom I. August als Kapellmeister der Wiener Hofoper verpflichtet worden i|t. — In Berlin wurde die Ausstellung „Das Kind" durch Graf Eberhard v. Moltke eröffnet. — Am Samstag vormittag rouruc bas neue Hygienische Institut in Posen feierlich feiner Bestim mung übergeben. — Professor Wilhelm W undt Leipzig mürbe »um Ebren Mitglied der ^ivocrfität Moskau, gewühlt Fassuttg Mut zu neuen Forderungen schöpfen werden, bleibt dahingestellt. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Auf die Vorbehalte, an die der Balkanbund die Annahme der europäischen Friedensvermittlung geknüpft hat, ist von den Großmächten eine gemeinsame Antwort beschlossen worden, die den Balkanregierungen durch die Gesandten der sechs Mächte in Form eines amtlichen Gesamtschrittes mitgeteilt wird. Aus dem Inhalt der Mitteilung wie aus der Art der Ueberreichung werden die Empfänger von neuem entnehmen, daß die Mächte sich, bei allem Entgegenkommen, die Entscheidung über wesentliche Punkte der Friedensbebingungen nicht aus der Hand nehmen lassen und daß sie für die Ausführung Ihrer Beschlüsse einmütig zu sammen- stehe n. Nach den Erklärungen des Reichskanzlers und Sir Edward Greys und nach den vom russischen Ministerium des Aeußern veröffentlichten dankenswerten, überall gut aufgenommenen Darlegungen ist die Geschlossenheit der europäischen Diplomatie sirr die Behandlung der ihr vorbehaltenen Fragen nicht mefyr anzuzweifeln. Auch die Ausgestaltung der internationalen Flotteniündgebung zu einer bis zur Drinmündung reichenden effektiven Bl ockade beweist, daß die Großntächte ihren Willen zu einem gemeinsamen Handeln in die Tat umsetzen. In der alba- nesischcn Frage ist ein endgültiger Verzicht Montenegros und Serbiens auf die Eroberung von Skutari noch niajt erkennbar, doch werden die diplomatischen Bemühungen fortgesetzt, um deu Angriffen ein Ende zu macken und Skutari, entsprechend dem' Beschluß der Großmäcyte, für Albanien zu sickern. London, 12. April. (Reuter.) Die Botschafter- Vereinigung, die unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Grey eine zweistündige Sitzung abhielt, hat sich auf Tonnerslag vertagt. Man nimmt an, daß den Hauptgegenstand der Aussprache die Note bildete, welche die Mächte an die Verbündeten richten werden. Es wird erklärt, daß keine positive Nachricht über die Haltung Montenegros vorliegt. Trotzdem ist allgemein daS Gefühl vorhanden, daß die Möglichkeit bestehe, diese Frage zu lösen. Abgesehen von dieser Sache ist es die Ansicht mehr als einer verantwortlichen Stelle, daß die vorläufigen Friedensbedingungen in einer Woche unterzeichnet werden können. Man hat in diplomatischen Kreisen geäußert, daß das feste und k.are Pronunziamento Rußlands, das in einem besonders geeigneten Augenblick gemacht wurde, die Wirtuug haben wird,' die Lage zu verbessern. Noch immer wird erhärt, offiziell sei nichts von den gemeldeten Ko m pe n s a t i o ns a n e r b i e t u n g e n an Montenegro beiannt, aber man nimmt an, daß Italien und Rußland mit Zustimmung der anderen Macht? Schritte in dieser Richtung yu tun im Begriff sind. Es ist nicht überraschend, daß biqc Schritte offiziell in Celinje unbekannt sind, da König Nikolaus vielleicht gewisse unoffizielle Schritte kennt, die seiner Regierung unbekannt sind. In diesem Zusammenhänge ist es bemerkenswert festzustellen, daß gestern abend aus Cetinje ein amtliches Telegramm eintraf, daß Montenegro bereit s e i, j c d e n K o m p e n s a t i o n s v o r s ch l a g z u p r ü f e n. Als ein Anzeichen der Verbesserung der politischen Aussichten ist es zu betrachten, daß Grey London verläßt und Botschafter C a m b o n heute nach Paris reift. Sofia, 18. April. (Agenee Bulgare.) Die Vertreter der Mächte überreichten heute abend deren Antwort. Die Antwort besagt: Die Mächte nehmen mit Befriedigung Kenntnis von der Geneigtheit der Verbündeten zur Ein- stellung der Feindseligkeiten, und antworten auf die vier Punkte der Note der Verbündeten in folgender Weise: Ter erste Punkt begegnet keiner Einwendung; was den Meilen Punkt betrifft, machen die Mächte daraus aufmerksam, daß, da das Schicksal der Aegäischeu Juseln der Entschließung der Mächte Vorbehalten sei, bi ei er Punkt nur unter dem Vorbehalt zugelassen werden könne, daß bezüglich einiger dieser Inseln noch Beschluß zu fassen sei; bezüglich des dritten Punktes erklären die Mächte sich bereit, schon, jetzt den Verbündeten die Nord- und Nordoft- grenze Albaniens bekannt zu geben, die Südost' und Südgrenze werden den Verbündeten mitgeteikt werden, sobald sie festgesetzt sein werden; was den vierten Punkt anbetrifft, so sind die Mächte, da die Lösung aller Finanzfragen einem technischen Ausschuß in Paris Vorbehalten worden ist, an welchem Delegierte der Kriegführenden teilnehmen werden, der Ansicht) daß für den Augenblick kein Grund vor liegt, das Prinzip der Kriegsentschädigung zu erörtern. — Ministerpräsident Geschow erwiderte, er werde sich mit den Verbündeten ins Einvernehnren setzen. Gerüchte über einen Kamps der türkischen Flotte. Konstantinopel, 12. April. Hier siird unkontrollierbare Gerüchte im Umlauf, nach denen der griechische Panzerkreuzer „Aweroff" vorgestern bei Tenedos gescheitert sei. Die türkische Flotte sei gestern'aus beit Dardanellen aus gefahren und hätte mit den griechischen Kriegsschiffen einen Kampf begönnern Bei ber Pforte liegt leine offizielle Bestätigung bief-er Gerüchte vor. Konstantinopel, 13. April. Der amtliche Kriegsbericht besagt: Gestern fand auf dem linken Flügel der Tschataldschalinie außer einem leichten Artilleriegefecht kein Wafsengang statt. Gestern nachmittag stießen zwei türkische Torpedoboote südlich Se.dilbahr auf zwei feindliche Torpedoboote. Nack einer beiderseitigen viertelstündigen Kanonade tauchten zwei weitere feindliche Torpedoboote auf. Ter türkifche Kreuzer „Medschidije" kam den türkischen Torpedobooten Zu Hilfe und gab einige Kanonenschüsse auf deu Feind ab. Die feindlichen Torpedoboote zogen sich .zurück, vou den türkischen Kriegsschiffen eine Zeitlang verfolgt. Dor Bulair ist keine Aendarung eingctreten. Türkische Grausamkeiten? Die „Teutsche Tageszeitung" meldet aus Rom: Rack) Athener Meldungen hätten die Türken auf der Insel Kafte- loryzo alle Christen massakriert und deren Frauen vergewaltigt und mißhandelt, nachdem das italienische Torpedoboot abgefahren war. Die griechische Negierung habe Maßregeln zum Schutze der griechischeu Bevölkerung getroffen. Ans dem serbischen Parlament. Belgrad, 12. April. In der heutigen Sitzung nahm die Skupschtina eine Gesetzesvorlage an, nach der mit Rücksicht auf ium erhöhten Bedarf an Offizieren in her Militärakademie statt dreißig von nun an hundert Zöglinge jährlich ausgenommen werden. DaS Haus ging hierauf in die Verhandlung über die Gesetzesvorlage betreffend den von der Regierung an- geforberten NachtragSkrebit von 90 Millionen D i - ii a r s ein. Finanzminister Dr. Patf ch u führte aus, baß bie im Oktober vorigen Jahres angefovberten Kredite für ein.' Kriegs- bauer Don brei Monaten berechnet waren und zwar für einen Kriegsstand von 320 000 Mann und 100 000 Tieren. Die unerwartete Verlängerung des Krieges und die außerordentliche Ausbreitung der serbischen Kriegsoperatioucn auf den Schlachtfeldern der Verbündeten verursachte jedoch iveit größere Auslagen, zumal sich tatsächlich der Kriegsstaub auf 402000 Mann und 150 000 Tiere erstreckte. Ter Minister fuhr fort: Die serbifck>en Waffen erneuerten ihren alten Ruhm und Glanz und der serbischen Armee wurde die Satisfaktion zuteil, daß ein militärischer reichsbeut- s ch e r Fach nt a n n die von den Serben gewonnene Schlacht von Monastir als bie glänzendste militärische Leistung des ganzen Krieges bezeichnete. Herr v. Bethmauu-Hollweg konstatierte eine Tatsache, wenn er sagte, daß bie Balkanstaaten ihre Lebenskraft bewiesen hätten. Seit bem Beginn des Krieges sind 190 Tage vergangen und Serbien konnte alle Bedürfnisse selbst decken /Beifall und Händeklatschen rechts). Tie Führer der oppositionellen Patteien erklärten, daß sie. Kredite bewilligen würben, da diese für das nationale Werk notwendig seien. Hierauf wurde bie Gesetzesvorlage in erster Lesung angenommen. Das Testament des verstorbenerr Königs Georg. Athen, 13. April. In seinem politischen Testament trifft der König zunächst Bestimmungen über sein Eigentum; er bittet dann seine Kinder, stets einig zu sein. An den König Konstantin richtet er folgende Bitte: Liebe Dein teures kleines Vaterland unb diene ihm ebimso wie Deinem teuren Volle. Habe Vertrauen zu ihm, damit Deine Brüder dem gleichen Beispiel folgen. Er fährt daun mit bem Ratschlag fort, mutig zu sein, aber auch geduldig, beim er regiere ein südliches Volk, dessen Zorn und Erbitterung leicht entflammt sind, bas bann in einem solchen Augenblick Dinge sagen ober tun kann, die es wahrscheinlich am nächsten Tage vergessen werde. Der König muß es vorziehen, lieber selbst innerlich zu. leiden, als daß Volk und Land leide. Das Interesse des Landes und des Volkes gehe jedem anderen Interesse voran. Der König legt sodann seinem Sohn ans Herz, seine geliebte Mutter zu lieben und sie zu schüßen und seinen Kindern eilte gesunde griechische Erziehung zuteil werden zu lassen. Sie ntüßten vor allein 5)ellenen sein und nichts anderes. Der König bittet dann jeden, dem er ein Unrecht zugefngt haben sollte, um Verzeihung und erklärt, seine teuere Gattin bis zum letzten Atemzuge geliebt zu haben. Er segnet zum Schlüsse alle und- bittet Gott, sein kleines geliebtes Griechenland zu -erhallen. nationaifpenöe zum Kaiferjubiläum. Daß einem Herrscher aus besonderem Anlaß eine Spende für WohlsahttSzwecke dargebracht wirb, ist nichts Seltenes. Aber baß solche Spende für bie ch r i st l i che n Missionen bestimmt würbe, ist noch nicht bageweseu. Wahrscheinlich wirb das auch unter denen, die der Misiion fern stehen, manches Kopfschütteln erregen. Wenn es nur der Wunsch des Kaisers wäre, auf den diese Zweckbestimmung zurückginge, so würde mancher den Gedanken nicht loswerben: ein anderer Zweck, der allen Deutschen gleichmäßig am Herzen läge, wäre zugkräftiger gewesen. Wer wenn auch der Kaiser seine Freude über den Plan geäußert hat, so hat doch nicht er öen Ziveck festgelegt. Das haben auch nicht etwa die deutschen Missionsleute getan; ihnen hätte schon der nötige Einfluß gefehlt. Es wird vielmehr für alle Aeit denkwürdig bleiben, daß'der Gedanke, wie authentisch festgestellt ist, aus Kreisen hervorgegangen ist, die mit dem heimatlichen Missionsleben Deutschlands nur in loser Beziehung stehen. Und, was bat diese Kreise dazu bewogen? Die Sorge um unsere deutschen Kolonien und Schutzgebiete und die Erkenntnis, baß die Mission einer der wichtigsten Faktoren f ü r eine g c f u n b c n n b zukunftsreiche Entwicklung bie f er Gebiete i st. Leiber ist gerade diese Erkenntnis bei uns in Deutschland iwch her 0ich wenig verbreitet. Man überläßt bie Fürsorge für die Mission den Kirchenleuten im engeren Sinn, den Missicqrsvereineu, denen man nur dann eine Gabe reicht, wenn man sie nicht gut abweisen kann. Die Missionssache gilt vielen noch heut als die Sache der Pietisten, der „Stillen im Lande", von denen der moderne Kulturmensch sich geschieden weiß. Ganz anders steht eS in England und Amerika. Längst haben die Engländer eingcsehen, baß ihre Missionen ein ungeheuer wichtiger Faktor für ihre weltpolitische unb wirt- sckjastliche Entfaltung sinb. Längst wissen bie weitbiickenben Bürger ber Vereinigten Staaten, daß die Weltstellung ihres Handels, zumal in Ostasien, auf bem Verständnis jener großen Volker für amerikanisches Wesen uird auf dem Vertrauen zu amerikanischen Einrichtungen beruht, und daß die Missionen dazu wesentliche Hilfe leisten. Wir hätten in Deutschland wahrhaftig Grund genug, uns gleichfalls allmählich zu dem Verständnis dafür durch- zuringen, baß bie Mission in unseren Kolonien eine Sache des ganzen deutschen Volkes ist. Wer sich mit ihr einigermaßen näher beschädigt, weiß, welche gewaltige Kulturarbeit sie leistet. Die sich immer stärker entwickelnde ärzt!ick>e Mission nimmt den Kampf mit den verheerenden Krankheiten, die unter den Eingeborenen grassieren, aus; es ist Arbeit zur gesundheitlichen Kräftigung, zur Mehrung ber Bevölkerung, bie sie tut, also eine Wirksamkeit, die die Arbeitskräfte nachhaltig verstärkt. Was bie Mission für die intellektuelle Hebung ber Eingeborenen-tut, sollte allmählich bekannt sein; bie törichten Vorurteile, als ob sie ihre Schützlinge lebtglim Gebetsübungen wachen lasse, sind es wirklich wert, baß selbst ber Gegner des Christentums ihnen -endlich den Abschied gibt. Tas Schulwesen der Missionen in unseren Kolonien zählt für bie evangelische Mission 1760 Schulen nut 86 000 Schülern, für bie katholifche 1280 Schulen mit 74 000 Schülern, für bie Missionen zusammen also 3040 Schulen mit 160 000 Schülern! Ein Blick auf bie Proben bar Arbeit in den Missionsschulen der Baseler Mission, wie ihn die zurzeit in Gießen tagende völkerkundlich Ausstellung ermöglicht, genügt, um den verhältnismäßig hohen Stand der Bilbimg zu erfennen, den die Missionsschulen ihren Zöglingen vermitteln. Aber damit ist die kulturell Eüi- wirkung ber Mission noch keineswegs zu Ende. Jede Missions- ftatiou in der heidnischen Wildnis ist ein Anschauungsunterricht großen Stils. Der Missionar Imtt, wenn er feine Siedlung errichtet, selbst die Ziegelstreichcr, Holzsäger, Handlanger uitb Maurer aii. Die primitive Wirtschaftsform gerät auch in jenen Gebieten infolge des EinMgs weißer Ansiedler ins Wanken. Ta ist cs von hoher Wickftigkeit, daß die Ptission den Stämmen, unter denen sie arbeitet, den Ueber- gang zu den neuen Wirtschaftsformen erleichtert. Der Mission ist es gelungen, auf der Golbküste die Kakaokultur als Einge-- borenen-Bauernlulcur so sehr rinnt bürgern, daß die Golbküste jetzt mit einem Export von 20 Millionen Mark bas erste Kakap- laud der Welt ist." Tie Mission hat im Sübwesten von Deutschostafrika ben Wrizenbau in größerem Umfang, in Uganda die Banmwollenknltnr eingebürgert. Das sind nur einige von den durchschlag enden Gründen, die bas ganze bentsche Volk als solches innerlich nötigen müssen, der Mission in unseren Schutzgebieten beizuspringen. Daß für den Christen noch viele andere, noch tiefer liegende Motive dafür vorhanden sind, ist selbstverstäiibltch. Tie Mifsioneu sollten aber auch vom ganzen Volk Anerken uiing für die sittliche Hebung erwarten Dürfen, die sie den Eingeborenen bringen, für die Bekämpfung des Werglaubeus, der — von allen anderen üblen Wirhmgen abgesehen — sogar unter bem Gesichtspunkt ber Volksgesundheit einen sclstveren Schaden bedeutet: Mso: hier wirb einmal bem deutschen Volk als einem Kulturvolk im Zusammenhang mit einem nationalen Anlaß Ge icgenl)cit geboten, etwas für die Hebung seiner Koloiiicn zu um. Ta sollte Niemand, ber es irgenb vermag, zurückftehem fonbmi seinen Beitrag spenben. Auch in Hessen hat sich ein Komitee gebildet, daS zu Beiträgen aufforbert; Fürst zu Solms- Hov?nsolms-Lich führt den Vorsitz, alle Drei Minister gehören ihm an Die Bank für Handel unb Industrie in Darmstadt ilt HaupWm'melstelle. Tas deutsche Boll,möge beweisen, baß es über ben materiellen Interessen die ibccUcn nicht vergessen will! Aul zu berichten: 1910/11 191112 1912/13 Grob 35- 33 32 Bullen 204 172 217 1910/U 191102 1912/13 Dtt Verbrauch-n über den beibcn W boä von dmen BevöstcriMg und der rund 300 Tiere s Ausfall, der durch mehr verbraucht wurt ^Beider raschen 6n geUtaSM flkijch unb mgcMtinttimri«« Ta die devolierinil lichen Preisen, der Lei vermehren muiieit Zu all dielen lahac in Kefm, mddlti dur hat zabenmahiq beroei gang de-1 Smnchl-alle' btn tiere. Turch bi sonders bei (üchvieh kleinere Fleifchmengcn, betressenden liergattu wurden in dm lebend 1910/11 1911 12 191 •'H3 Bullenflcisch wir Wurstfabrüaiion Vern iit im Verhältnis z gering, da das Fleij Tiere als solches und besonders nach Indu von Zicgen/ieisch rein, nabe bie boppcltc Zahl 3M ... ** Sieben ö Nacht von öorgefter unter Null gesunkc < Olrad Kälte. T Gärtner wird inil ersten Hälfte des ' kehrungen treffen ?-n Gluck sehr sei natteii die ^ahre ^/.ßrost angerich '-bltbaumbiütc ist M eine Ernte vr Edelpslaumen ( Zufall. # **Tageskalender. Trinker-Fürsorge st eile, Asterweg 9. Sprechstunde jeden Dienstag abend 672—8 Uhr. der Meisten Bäume und Sträucher vom Frost wenig oder gar nicht zu leiden hat, die frühmorgens am Boden liegenden Kaiserkronen und Tulpen sich wieder aufrechten, ist die in unseren Wäldern einheimische Waldplatterbse vom Froste schwarz geworden und auch die aus Sibirien stammende .Herzblume erfriert bis auf den Boden. Auch aus den anderen Gegenden des Reiches wird groß-e Kälte und Schnceasll gemeldet. Im Rheinland glaubt man, daß. die Obstblüte zwar bedroht sei, daß aber durch den reichlichen Schneefall die Gefahr des Erfrierens sehr gemildert werde. ** Die völkerkundliche Ausstellunng in der alten Klinik hatte gestern, Sonntag, großen Zuspruch von Stadt und Land; über 1100 Besucher, fast ausschließlich Erwachsene, konnten gezählt werden! Jedermann war von dem überaus reichen Inhalt der Ausstellung befriedigt und rühmte die sachkundige Führung. Neben der 'ihnenhalle, dem Clou der Ausstellung, interessierte besonders der afrikanische Teil mit der Fetischpriesterhütte, der Schars- richtermütze aus Leopardcnfell und dem dumpfen Trommeln der Aschanti-Neger. In den Literaturz'mmern wurden sachgemäße Mitteilungen über die Missionsarbeit von einem der Missionare gegeben. Für Erwachsene empfiehlt cs sich, die Ausstellung nachmittags von 3—7 Uhr zu besuchen, da morgens viele Schulen kommen; die Ausstellung ist nur noch' bis zum 23. April hier; eine Verlängerung ist nicht möglich, darum sollte man den Besuch nicht aufschieben. Eisen ba hnpersoii alien. Die Ober-Schaffner biläum, nlag eine Svende t? Seltenes. Wn Millionen dc- ?ahri(hcinfid) wird Aus Stadt und Land. Ziehen, 14 April 1913. Die Schlachtungen im städtischen Schlachthof für das Jahr 1912/13 geben ein betrübendes Bild von dem Rückgänge des Fleischgenusses in unserer Stadt, wenn man die drei letzten Jahre miteinander vergleicht. Es wurden geschlachtet, wenn mau die einzelnen Tiergattungen, die naturgemäß zusammen betrachtet werden müssen, berück- Erb (Klein-Linden) und Döll (Gießen) sind zu Zugführern ernannt worden und nicht zu Unterassislenten, wie irrtümlich berichtet war. •* Besitzwechsel. Das Anwesen der Zinßer'schen Erben, Süd Anlage 9, wurde für den Preis von 91 000 Mk. an den Kaufmann Karl G em mecker versauft. Einen Teil des Geländes, das an die Lonystraße stößt, hat Herr Gemmecker zu 22 50 Mark für den qm an die Stadt verkauft. ** Der Lesehalle-Verein schreibt uns: Die vierte öffentliche Vorlesung, die für den vergangenen Winter vorgesehen roar, Hal wegen Erkrankung des Redners leider urcht stattsinden können. Als Ersatz bieten wir unseren Freunden einen Vortrag, der gewiß nicht minder großes Interesse erwecken wird. 5)err Bibliothekar und Privatdozent Dr. Hepding, der seit mehreren Jahren regelmäßig an den Ausgrabungen in P e r g a m o n teilnimmt und infolgedessen ein ausgezeichneter Kenner der kleinasiatischen Ruinenstadt ist, hat uns freundlich»! zugesagt, nächsten Mittwoch, den 16. d. Mts., abends 9 Uhr in >er Turnhalle der Höheren Mädchenschule über die Ergebnisse der vom Kaiserl. deutschen Archaeologischen Institut geleiteten pergamenischen Grabungen und Forschungen zu sprechen (liehe Anzeigenteil). Ta Herr Dr. Hepding auch über em vorzügliches Lichtbildermaterial verfügt, steht ein lehr- und genußreicher Abend bevor Wir bemerken noch, daß auch dieser Vortrag, wie alle vorhergehenden, für Jedermann verständlich fein wird, -rte ausgefallene Vorlesung werden wir hoffentlich int nächsten Winter nachholen können. . *• Der Verein Braunshor^ter Heim in Darmstadt veranstaltet, wie schon durch eine Anzeige in unserer Zeitung bekannt gegeben wurde, am Dienstag, den 15. April, nachmittags 41/, Uhr, im Strafkammersaal des neuen Gerichtsgebäudes in Darmstadt eine ordentliche Mitglieder-Versamm- lung unter dem Vorsitz Ihrer Durchs, der Fürstin Marie zu Erb ach-Schön berg. Die Arbeit des Vereins stellt ein wichtiges Stück der bewahrenden und rettenden Jugend- iürsorge in unserem Lande dar und ist seltsamerweise viel weniger bekannt, als sie verdient *«DiehessischeHanbelsgärtnervereinigung hielt am Sonntag im Kaisersaal zu Darmstadt ihre Hauptversammlung ab. ** Der Main-Nhein-Verband der Gabelsberger Stenographen hielt in Darmstadt eine Vertreterversammlung ab, in der über „Unterrichts- und Propagandafi agen" verhandelt wurde. Außerdem sprach Weber-Darmstadt über „Vereinsorganisation". ** Ein kleines Schadenfeuer entstand am Samstag abend auf dem Riegelpfad. Es konnte rasch gelöscht werden. Landkreis Giesten. gleichen war. _ ,. Bei der raschen Entwicklung der Gießener Wurstmetzgereien, die sehr viel außerhalb absetzten, hätten in unserem Schlachthofe mindestens 14 000 bis 15 000 statt 12 786 Schweine im letzten Jahre geschlachtet werden müssen, wenn der Stadtverbrauch in Schweinefleisch und Wurstwaren durch die ungeheuren Ladenpreis nicht eingeschränkt worden wäre. t ... r . ... Da die Bevölkerung zugenomlmenchat, hüte ftch bet erschwinglichen Preisen der Verbrauch und die Zahl der Schlachtungen vermehren müssen. c 3 gu all diesen Tatsachen, die den Rückgang des Fleischverbrauchs in Gießen, welches durchschnittlich eine wohlhabende Bevölkerung hat zahlenmäßig beweisen, kommt gegen früher noch der Rückgang des Gewichts aller in Deutschland zur Schlachtung kommenden Tiere. Durch diesen Rückgang des Schlachtgewichts, besonders bei Großvieh und Schweinen, kommt es, daß erheblich kleinere Fleischmengen, selbst bei der gleichbleibenden Zahl der betreffenden Tiergattung, jetzt in den Handel gelangen. Es wurden in den letzten.drei. Jahren noch geschlachtet, um vollständig „Heilig“ in Tuben und Dosen. M. manches Avpi- ' brö Kaisers Imre, : w roürbt manche ' Zweck, der allen ■/' rc zugkräftiger gt ube über den Vai I.1 neck seslgckgt. De- < Heute getan; ihm wird oiclinchi sü nie, wie authentist g bic mit dem heinut t Beziehung Üchce ie Sorge um uniert i-c Erkenntnis, bet Faktoren für • ßnttoid Inn? »ft (Ortenntnte k eitet. Mn Mr Hessen-Nassau. n. Marburg, 12. April. Der Professor der Philologie Paul Fritsch hat sich erschossen. Die Ursache ist eine Gemütskrankheit, an der der Professor seit einiger Zeit litt. Der Verstorbene ist 54 Jahre alt geworden. Biedenkopf, 12. April. In einem Bergwerk bei Eisern im Siegerland fanden vorgestern abend die Bergleute Orter und Otterbach aus Wilnsdorf infolge Entwicklung giftiger Gase ihren Tod. Beide Berunglückte sind Familienväter. ‘-h. Frankfurt a. M., 13. April. Allgemeine Erbitterung herrscht gegen die Schweinemetzger, weil sie sich bei dem andauernden Sinken der Schweinepreise noch nicht zu einem Herabsetzen der Fleischpreise bequemen. Auf dem hiesigen Schweinemarkt herrscht ein Ueberangebot von Schweinen, da§ fortwährend steigt. Wenn die Metzger für das Pfund Lebendgewicht höchstens 61 Pfennig bezahlen, für das Pfund Fleisch aber nicht weniger als eine Mark vom Publikum fordern, so ist die Forderung des Publikums nach billigem Fleisch nur allzu berechtigt. Uebrigens fahren seit einigen Tagen zahllose Franksiirter nach Höchst und kaufen dort für sich und ihre Bekannten den Fleischbedarf ein, da hier das Pfund nur 80 Pfennig kostet. knolin-ta Za haben in den Apotheken und Drogerien. Giesseoer Lesehalle-Verein Mittwoch, den 16. April 1913, abends 9 Uhr, in der Turnhalle der höheren und erweiterten Mädchenschule (Eingang Dammstraße): 4. öifenüiche Vorlesung Herr Bibliothekar Dr, Hepding (Gießen): Pergamon In den von mir seit längeren Jahren emgeiübrien und tm Gebrauch sich bestens bewähr- ten Gerüststricken aus vrima russischem Hanf unterhalte ich steiö ein Lager, von ca. 300 Dutzend und bin daher in der Lage, prompt und zum bist. Tagespreis zu liefern. Ludwig Lazarus AstcrwegS3 tfcrnfpr.SOS Ziegen 17 19 37 Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft, Chariwttenburg, Salzufer 16. Abteilung Lanolin-babrik Martmikenfeldi -h Dieburg, 13. April In Seckmauern der Bürgermeister Eckert mit seiner Galtin das goldene Hochzeitsfest. Zugleich konnte die Familie die hundertste Wiederkehr deS Tages begehen, an dem das Bürgermeisteramt Letzte 21 iicbrichten« Kämpfe in Tipolis. Benghasi, 13. April Da General Briccola erfahren hatte, daß der Feind in der Nacht Geschütze nach dem Fort Luesci gebracht hatte, befahl er dem General del Alessandro, bei Tagesanbruch zum Angriff auf die Stellungen des Feindes gegenüber Benghasi vorzugehen und die Aktion bis zur'Zerstörung des feindlichen Hauptlagers durchzuführen, das in der Gegend von Bcnine etwa 12 Km. östlich von Bengasi an der Straße von cl Abiar gelegen war. Die Angriffsbewegunq wurde mit Entschiedenheit durchgeführt. Um 11 Uhr vormittags war General del Allessandro Herr der Oase Gioh und ii'ickte dann gegen Benine vor. Um 43/4 Uhr nachmittags wehte die italienische Fahne auf dem feindlichen Lager, das in Brand gesteckt wurde. Der Wunsch nach Frieden. Paris, 14. April. Das „Echo de Paris" will wissen, dah die Großmächte Bulgarien anfgesordert hätten, die Feindseligkeiten einzustetlen. 16 Grad Kälte. Stuttgart, 14. April. Auf der schwäbischen Alp wurden 16 Grad Kälte gemessen. Der allgemeine Ausstand in Belgien. Brüssel, 14. Llpril. Die Vertei'lung des Militärs in den Industriezentren hat sich gestern und vor- qefteni ohne Zwischenfall vollzogen. Die Burgergarde der Städte wird vorläufig nicht zu den Waffen gerufen werdan. Großvieh Kälber und Schafe Scknveine ---- 11740 anschlag zur Betriebs- und Vermögensrechnung zeigt gegen den des Vorjahres insofern ein verändertes Bild, als dann der Beschluß der Stadtverordneten-Versammlmig vom März 1913 über die Behandlung der für die Schuldentilgung dec ?/adt aufzn- bringenden Beträge in den städtischen Rechnungen, über Wieder gründung eines Ausgleichsfonds und über „ die Bildung von Rücklagen für Errichtung größerer Gemeindegebäude sowie für Straßenverbreiterungen und Pflasterung größerer -straMnzuge berücksichtigt ist. Der Stadtteil Mainz-Kostheim beansprucht nad) dem für ihn ausgestellten Sondervoranschlag ein Zuschuß von 30 000 Mk. — Der Ertrag der im Januar beschlossenen Billett steuer ist zu 12000 Mk. angenommen. Durch Umlagen und auszudringen 4 560 435 Mk. gegen 3 777 715 Mk. im Voriabre. Die Umlagen sind zum erstenmal nach den Vorschriften £>e3 Ge setzes vom 8. Juli 1911 ausgeschlagen. — Die Betriebsrechnung schließt in Einnahme und Ausgabe mit 11706 512.40 Mk. ab gegen 10 664 270.53 Mk. im Vorjahre, die Vermöaensrechnung mit 2 700 979.81 Mk. gegen 3 092 462.91 Mk. im Vonahr. Die Gesamtsumme der Abschlüsse für 1913 beträgt 14 407 492.21 Mk. in Einnahme und Ausgabe gegen 13 756 733.44 Mk. un Voriahre. -————————--. f. Wohnungs- Moderne Plisseebrennerei dekorationen - - • • Gardinen, Kaufmännischer Verein Samstag, den 26. April 1913, abends 9 Uhr, im eigenen Heim (JlorMWUjJC 15) Hei* taptanl* T-gcs°rdnu„g laut Satzung. eotf(fluh . —........ die verbrauchten Fleischsorten im einzelnen trachtet, so ist der Rückgang noch krasser. Es wurden geschlachtet: ‘ Kälber (Schafe StViS KZ L Ä if ZM •Hi m Hungen, 13. 4lpril. Landwirt Georg Köhler II. und Frau begingen gestern in guter Gesundheit das Fest ihrer goldenen Hochzeit. — Die vergangene Nacht brachte einen erheblichen Kälte rückfall. Tas Thermometer zeigte 5 Grad Kälte. Die Stachel- und Johannisbeersträucher, die schon hübschen Früchteansatz zeigten, haben sehr gelitten. Am meisten dürften jedoch die Kirschen und Früh- birnen betroffen worden sein. Auch an den frischen Trie- kvM v«v to. Tu MisjM- . öcr Pietisten, / [£ Lrltminensch B k afanb und Ainmb | jag ihre Missn-m V tvolitiiche und ml- « pickenden BF »;• mig ihres SandeV, ß i groben Bolker ft . n zu meukanM [fn dazu wesenW j, candnis dafür w . hd) ClU w "mche h immer WJ ! «WM “L«, Nonien eben lZAisM , die TilLax» W Vrfl ni... Js lern- Ärf $ s*A* Dimpfsctofärberei und Chem. Waschanst.ll c. F. Croots, Giessen Etablissemsnt I. Panjes mit den neuesten Einrichtungen l|6nete. L?c ■' Nicnii rr ; tr ,C11 hätten 'V '■gen und L Härten, das- ‘ nationale U in Z '"SS Georg i^gen. ist zu sein, aber M dessen nb, das d nichts andere» Anrecht zugesnLt ‘ine teuere Min 'ben. Er segnet ff eines geliebte- ’ „Warnt zu empfehlen ist ZMckri--*« Patenl-lTlcdi- ainni-weife gegen unreine Haut, Mitesser, Pickel, ttuötchen, Pusteln us.v.Sve. i^ial Arzt Dr. W. ä Ctua 50 Bf. il5°/ntal und 1-50 .Ul. <35%iO/ stärkste Form). Dazu ÄMckooh Creiue W UNd 75 Pf.i in der Nnivcrntats- Äivotbekestöirfcti-Apotbcke, bei Aua- Roll, t5arl Sc»bcl, na Otihtiiact, C. Slbaaf, Cf-mil Main, Ernst 9ivll und W. Schrad-r. Drogerien. Der Verbrauch tm Kühen ist sick in den drei letzten Jahren mit 728, 737 und 742 ungefähr gleich geblieben, ein Beweis, baß ein Teil der Fleischverbraucher, die früher das bepere und im Preise höhere Ochsen- und Rindfleisch bevorzugten, bei den letzt allgemein teueren Fleischpreisen zum Genuß von Ktthfleiich über- aegangen ist, denn sonst müßten auch die Schlachtungen von Kühen zurückgegangen sein. Vergleicht man aber dazu bett Weniger- verbrauch an Ochsen- und Rindfleisch in dem letzten Jahre gegenüber ben beiden Vorjahren, so ist der Ausfall bebcutcnb, wurden dock von diesen Tieren, deren Fleisch, doch, die bettera^Hlt; Bevölkerung und bet Mittelstand konsumiert, tm Jahre 1912/13 rund 300 Tiere weniger geschlachtet als tm Jahre 1910/11, ein Ausfall her durch die 1000 Schweine, die in dem letzten Jahre mehr verbraucht wurden als 1910/11, überhaupt nicht auszu- __ ä en von Mk. 1.15 an per Meter, letzte HBSeBAi Art Neuheiten. Franko nnb wchon 65’1 fix 9 II-NP 8 61^2 verzollt ins Haus getiefert. UitIOvil UUlUv ReicheMusteranswahlumgehend. G. Henneberg, Hofl. I. M. d. deutschen Kaiserin, Zürich NsrmHehtes. * Eisenbahnunfälle. Bei Lonz 6 e, unweit Namur, ließ ein G ü t e r z u g auf den S ch n e l l z u g B a s e l — Ost ende, der wegen eines entwurzelten Baumes angebalten batte. Zwölf Personen wurden verletzt. — Am Samstag früh ist auf der Station Klein-Bettingen ein ankommender Güter zug' einem ausfahrenden Güterzug in die Flanke gesahren. Dem „Luxemburger Wort" zufolge ist ein belgischer Fremder getötet und zwei verletzt worben. Zwei Lokomotiven und ^0 Wagen sind entgleist. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen am recht erhalten.________________ ___ Amtlicher wetterdeltcht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetterausfichten in Hessen Mr Dienstag, den 15. April 191u : BewoUmig allmäblid) zunehmend, leichte 9!iederjchläae, warmer. ** Sieben Grad Kälte. Nachdem bereits in der Nacht von vorgestern auf gestern die Temperatur auf 6 Grad unter Null gesunken war, hatten wir in der letzten Nacht 7 Grad Kälte. Der erfahrene Landwirt, ObstZüchter und Gärtner wird mit Kälterückfällen im April und in der ersten Hälfte des Mai stets rechnen und danach feine Vorkehrungen treffen, doch sind Fröste, wie wir sie jetzt erleben rum Glück sehr selten. Gleich starken Nachtftost int April hatten die Jahre 1882 und 1856. Die Verheerungen, die der Frost angerichtet hat, sind schrecklich. Namentlich die Obstbaumblüte ist vollständig verlEn. Die Aussichten auf eine Ernte von Pflaumen, Kirschen, Mirabellen und Edelpflaumen (Reinellauden) sind vernichtet. Auch Pfrrsrch und Aprikosen sind verloren und die Blute an Johannisbeeren ist ebenfalls so geschädigt, daß auf einen Ertrag kaum zu hoffen sein wird. Die gegen andere ^ahre um fast drei Wochen weiter vorgeschrittene Vegetation hat auch sonst gelitten. Das Sommergetreide wird gekbe Sprtzen bekommen, wodurch es im Wachstum zuruckbleibt. £te Eichen dürften in den Knospen erfroren 'em^ ^e treiben zwar neue, aber der Eichwald steht langer als sonst kahk Die gell' blühenden Spitzahorn ehen graubraun aus In -den Zärten ist der Schaden, den der Frost angerichtet hat, groß. Die Magnolien und Rhododendron stndrnMuten und Knospen erfroren. Die ausgesaten und bereits aus- aefetzetn Pflanzen von Kohlgemüse zeigen zwar, wenn sie die Morgensonne aufgetaut hat, keinerlei Beschädigung, aber die Erfahrung lehrt, daß Pflanzen, die einen so starken jgGbeT Frostes äußertI P o r anschläg'e" wurden" vom Oberbürgermeister ber Stadl sieb be^den^rlli"'enterbvem'ckn"cke'i ® Während das^rün^verorbneten-Versammlung^zu^^erat^ Bullenfleisch wird in der Hauptsache zur Flepchwareu _ Wurstfabrikation verwendet. Der Pferbefleischverbrauch tn Gietzen ist im Verhältnis zu ben tatsächlichen Schlachtungen nur sehr gering, ba bas Fleisch der in unserm Schlachthof aefchlachtetm Tiere als solches und als Wurst usw. bearbeitet nach außerhalb, besonbers nach Jubustrieorten versandt wirb. Del Verbrauch von Ziegenfleisch resp. das Schlachten von 37 Ziegen, also beinahe die doppelte Zahl wie tn den beiden Vorjahren, t)t wohl nur in nur starker Ware, Farbe nad) Wunsch der Besteller. 10 Stück M. 1.60, 100 Stück M. 14.—. Neueste Sorten: Livon. Awok ä Stück 40 Pfg. empsielilt per ^Nachnahme Georg Tbönges II. 24691 Steinfurth . Visitkarten liefert billigst Brühl'sche Univ.-Truktcrci Gießen. Fältel’ Mr. Häver, Giaüen■Frankfirl a.M. Chem. Reinigen u. Färben v. Damen-, Herren- u. Kindergarderobe, Vorhängen, Decken,Teppichen, Portieren, u. Färberei Hugo Luckner (Inh. Gehr. Rover), Leipzig chemische Waschanstalten Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindermützen, Handschuhen etc. Ziu^a 6000 Angestellte SSfÄSSÄS Giessen, Marktplatz 18 | 4 Zimmer | ^ch. 4=3«mmcrw. au nenn. 22813) Licbtgstraste 55. Ebelstrasze 37 Awct 4-Zim.-Wohn. m. allein -■^ubeb. alSb. a. verm. Zu evfr. b. Atrbach.Ntarb. (5tr.49. ° "5- | 3 Zimmer | MachrSe, 3 Zmmer mit Stil die, nur sofort zu verm. Baimhofstr. 05a. Näherem Bahnhofstrabe 65 STq ntor.1481 5d).3=3 -W.i. l.(St. a. verm. >i2914) ‘Jinb. Nieaelpfad 24 p. 3-Zimmcr-Wobnung mit Gartenanteil, Bleickiplatz per 1. Mai au verm. Gdiüi'.cn= straste 17 p. V. Dörslein. oww 030621 3. Stock srl>. 3-Ziminer Hwbu. an ruh. Vcutc v. 1. Mai au verm. Ba bn b ofstr. 76 p. 03053 Sry.3 Zimmerw.,1.Et., au in 1. oder 15. Mai au verm. Näheres Steinstrastc 70 y. 2 Zimmer \ 2480 2 Zimmer und Sttidic au verm. Lindengasfe 1. I Verschiedene | i)30lili 2^t., 4= eo 5-Zimmer- wohn., ntzu Hera., elektr. Victit u. GaS an ruh. Leute v. 1. s.Woi a11 verm. Babnbofstr. 76 tz- 2371| Kl. LogiSA» v. Tcusels- hiftnnrtrf).2O. S)L Löwena.22 II. | Mo bl. Zimmer\ Bud Salzhausen. 3« einer Billa sind 3 bis 1 möbl. Zimmer nebst Gliche (.Qodiflctcgenbeiii ab 1. Mai aus kürzere oder läng. Zeit a- vermiet. Näh. bei Sdiäfcr, Giefren, Wilhelmstr.51 p. (^ Ö2898I Irr bl. möbl. Zimm., Schreibt., GaSl., Tclcvb., zu verm. Marktstr. 27. Liebigstraste 15 parterre ist ein großes, aut möbliert. Zimmer aus sosort oder an- iangS Mai l. I. a- verm. (2457 Gut möblierte Zimmer mit Pension zu vermieten, tilcftr. Licht, Bad, Telephon. 02902) Neuen Baue 22 II. KrbLtnöbL Zimmer §• verm. 2199) Franks. Str. 25p. Sch. möbl. Zimmer a. verm. 03023) Dammstraste 26 I. Gntmübl.Zimmerm Pens.z. verm. Souncnstr.25ll.«03029 Möbl. Zimmer zu verm. 080021 Marktplatz 15 I. 03066} Gut möbl. Zimmer für sof. ob. svat. au verm. 04ah. Neustadt 13, n. Bahnbosstr. -Du möblicrfcsSifflmcr mit gr. Schreibt, zu Perm. . Für ein 14 jährig. Mädchen wirb Stelle in kinderloser Familie gesucht, >vo Haushalt unb Küche grünblich erlernt werden kann. Gute Behandlung Bedingung, Lohn Nebensache. Schristl. Angeb. unt. 2534 a. d.Giest. Anz. erb. Stützen, Kochs n. j. Mäbch. s. Stelle. Sophie Diilscr, gewerbSmästige Stellcnver- mittlerin, Neustadt 50. ["-»» Verkäufe IWcqöljL Pferd ä 24201 Marburger Str. 66. Schwere frischmelk. Stub m. schw. Mutterkalb, eins. Ninb, '/-jähr. Stier wegen Sterbesall au verk. [03038 Ludwig Miillei*. Alten Buseck, Obergasse 37. SGscrhöiidin 030511 Walltorstratzc 31. 03048) Stamm rebbnbns. Italiener Hübner, 1912er, mit Hahn 14 Stück, au verk. Pulvermühle ltziestcn. Festsitzende (tzlncke zu verk. Frankfurt. Str. 63 II. » Schienengcleisc Kippwageu Drehscheiben usw., in gutem Zustande, billig zu verkaufen oder AU vermieten. Schristl. Angebote sub 2043 an b. Giehener Anzeiger erb. In der Nabe von (tziestcu stehen zum sofort. Verkauf: 1 Bandsäge <75cm Nollen dm.), 1 Zahr i. Gebr, 1 Fräs maschine, 1 eis. Drehbank mit Nabeneinteilungö- unb Bohrapparat für Kraft- und Fast betrieb, 1 2'/»ps. Elektro motor, eine Transmission, 7 Büchsenbobrer, bis zu 1L> mm Bvhrweite, 1 Berlin. Büchsenbobrmaschine, vier Hobelbänke mit ie2eisernen Schrauben, fow. sämtl. Holz- bearbeitiingSwerkAeuge für Wagner, Schreiner, Zimmerer. Sämtliches noch acht Tage im Betrieb au sehen. Wo, sagt bic Geschäftsstelle des Giehener Anzeig. [2537 MrofteS Büfett, GlaS- schrank au verkaufen. 03064 Hammstranc 7. Br.-Nad billig, tzlrammo- vl,on Wt. 16. Kreuz 9. ("U-"« Sport-Liegewagen bill. zu verk.C»" )Ercbnerstr.46Ill. Gasiüster 5armig, billig zn verkaufen. 2521| Steplianstr. 12 1. strahe, erbeten. [0306t Stellenangebote Har Oss. an Etzoldberg, Walltor- Wer übernimmtsüreinhie' Geschäft in der freien Zeil da-, Hakst- o Lacksclinflscnreiben Schristl. Angebote mit. 253. an den Vieh. Anz. erbeten. Lehrmädchen zum Vcr teils gegen sos. Vergüt. gef. 0 I Albert Bebrenb Ww, Mädchen zum Bereifen u. Sortieren lefucht. ^2538 1'. Iknder A Co. MDchcn für olles fuebt Altin 1. Mai [2545 Frau Professor (Lrahmanu Frankfurter Strahe 53 1. 030561 Schön erb. Kruzifix unb Glasglocke bill. au verl. Nittcrgasse 111. ut verkaufen. 03039 Karl Peusch in Kinzenbach. 60—70 Zentner MgkiliM..Hett oerkauft ("30l°) Forstmeister Schneider, TrciS a. Lba. 02903} Neuen Bane 22. nbAiibolcn. (03035 Kaufgesuche Verschiedenes Büglerin emvs. sich auh. d. Hause. Liebigstr.64p.r.^"^ Frikuloin empfiehlt sich im Weihnähen in unb auner dein Hause. 02963) Löberttrasre 7Ir. Junger Kaufmann sucht in Giehen ob. Umgebung ein gutgeb. Detail-Geschäft zu übern. Schristl. Angebote nut. 2549 an d. Gieh. Anz. erb. ist per 1. Mai an tautionö- fähigen Pächter ober an Brauerei au verpachten. 2544] Besitzer: Wilhelm Brück. Wi$$war bei Giehen. Cchlliis zm Krokodil FRANZOSE''™1;^ Unterricht. Schrift). Anffeb. u. 03042 a» d. Gieß. Anz. erb. Vorzüglich. r&fflgäS Äcnsiou Bellevue Lokomobilr, Motor vd.Dampfmaschine Anleihen ob. kaufen gesuclu. Schristl. Angeb. mit billigstem Preis u. näheren Angaben unt. 2482 an beii Gieh. Anz. erbeten. 20Nm.ScheitholA Hatz, reihen Louis Spies, Mi.telw. 7. E<> kolh.KetlkNimnbnnd verloren auf b.Wege Dutcn- bofen-Wetzlar. Geg. Bel. abz. Giehen,Stephaustr.32 II. Derjenige, dessen Schuhe am 9. 2lpril auf der Zielmng in der Turnhalle irrtümlich verivechselt wurden, ivird gebeten, dieselben gegen Zurückerstaltung der meinigen LicherStraüe57(Wirl»chafl) BCaMiiFe getragene Hcrrenklcideru. stiefel zu d. höchst.Preisen. •B. bellsmann, 028321 Jobaunesstr. 3. Ein gut erhaltener kleiner ischtr-Prilsijitmvligcn, für eilt Pony fahrbar, au kauf, gesucht. Zu erfr. in der Geschäftsst. d. Gieh. Anz. I««' mit Zubehör AU fnuf. gesucht. Schristl. Angeb. mit.03070 an den Giehener Anzeig. erbet. Achtamu! QrtittK* aetrag. Stkibcr u. Schube. Zahle die höchsten Preise. Anzüge bis 40 Mk. [03067 H* Goldberg Walltorstrahe 25. Amtliches Die Lieferung und Aus sührung der Beschlagarbeiten für die Türen und Tore d. Empsangsgebäudes Friedberg soll verdungen werden. Zeichnungen und Angebots mnfter liegen im Geschäfls- gebäude der Bau-Abteil. I zur Einsicht aus. Letztere können, so lauge der Borrat reicht, gegen vostsreie Einsendung von 1.10 Mk. (nicht in Briesmarken) bezogen werben. Die Angebote werden am 29. April, vormittags 10 Uhr, geöffnet. (Idl2/< Zuschlagsfrist 3 Wochen. Grohh. Hess, l^iscubabn- Bauabtciluug I Friedberg. Versteigerung. Freitag, den 18. April I. I., nachmittags 3 Ubr, sollen im städt. Psnudlokale Lelterswea 11 dahier die wegen rückst. DrtSkrankcn- kastenbeitrage gepfändeten 0>)egenstände:2.'>rassenschräuke 1 U lavier, 2 Sekretäre, zwei Badewannen, 1 Badeofen, 2 Schreibtische, eine Partie WeihbinderrüstAeug (Stang, und Dielen), 2 Pferde unb i Wagen versteigert werden. G cmm e ite r, Pfaudmeister. (25461 AerfteiMNll. Dienstag, den 15.d.Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: lAl0torsabrrab,200Büchsen Konserven, 1 Registrierkasse, cn. 6 Mille Zigarren, 20 Mille Zigaretten, 104 Flaschen Wein, 1 Zentner Kakao, 1 Pianino, 1 Nähmaschine, 1 Sosa, 1 Büfett, 1 Sviegelschrank u. andere Möbel. — Ferner nachmittags 3 Uhr 100 Trans vortiäcke. 2540 Born, GerichtsvollAieher in Giehen. Empfehlungen Trockene Flechten durch Gebrauch von Qber- mever'S Medizinal Hcrba- Setfe vollständig verschwunden, bescheinigt Herr R. Maner in Maulbronn. So unb ähnlich lauten Tausende von Dankschreiben. Herba- Seife ä Stck.äOPf., 36«Zverstärktes Präparat NU. 1.—. Zur2tachbehanblungHerba- Eremc ä Tube 75 Pf., Glasdose Mk. 1.50. Zu haben in all. Apotheken, Drogerien, Parsümerien. ihv4/, „Wenn ich doch nur früher gewuht hätte, dah Ihr Alt- buchhorster 'Marksvrndel ein so vorzüglidies und nachhaltig wirkendes Mittel bei Husten und Rachenkatarrh ist. Da ich Sängerin bin, hatte ich in jederBeziehung schwerunter Erkältungen zu leiden malles mögliche dagegen erfolglos vcrsucht.DeraualvqlleHiisten raubte mir den Schlaf und: meine Stimme litt auch sehr. I Auf ärztl. Rat trank ich All buchhorster Markfvrubel Starkguelle mit Heister Milch gemischt, nebenbei nahm ich immer Ihre so vortrefflich schmeckendeii Altbuchhorftcr Mineral-Pastillen, wodurch der Auswurf sofort leichter und lockerer wurde und der Hustenreiz gleiä) nachliest. Ich trinke den Marksprudel weiter,weil dadurch nudimeiii .Kräftezustand sich Aiisehendö bebt. Auch bic Altbnchhoriter Ntineral-Pastillen sehlen mir jetzt nie mehr. Tiefsten Dank. T. Warin." Biele Aerzte u. Professoren empf. bie Alt- Pelzwaren und Wmier - Stoffe werden den Sommer über zur Aut bewahrung angenommen Volle Garantie gegen jedenSchaden durch 2552 Men, Feuer u. Diebstahl. Sachgemässe Pflege des Pela- werkes. Niedrige Gebühren Abholung kostenlos Gg. Schultheis, Pelikans Marktstr, 3 Fernspr, 1098 Hausfrauen! Am 15. unb 16. ds. Mts., nachmittags von 4 Uhr ab, findet im Saale des Restaurants „MetropoV* Plockstrasse Kochvortrag über die auch hier schon bekannten Xaiaotaa llnulrhml« statt. Kein Herd der Welt kocht — bratet — und backt so vorzüglich und billig. Verbrauch an Brennmaterial 6-8 Pfg. in 24 Stunden. 2423 Es ladet hierzu ergebenst ein leudwig* Kröll Telephon 655. Plockstrasse. Teilhaber mit Kapital zur Gründung einer Schuhfabrik bnchhorster Itlinoral- Pastllien (L35,50 u. VPf.) Alis, mit Altbuchhorster Marksprudel Stark- qu<‘llo (Fl. 65 u. 95 Pf.) als natürliche,hervorragend gute u. vertrauenswerte Mittel bei Husten, Heiserkeit, Verschleimung und Erkältung. Echt in der Universitäts- Apotheke z. gold. Engel, in den Drogerien E. Seibel, W. Kilbiuger, A. Noll, Schaaf u. E. Noll. [s\"h Sämtl. Räd. z. Fabr.-Pr. unk. Gar. an Händler. Prosv. gratis. [029621 Kreuz, 1) I. Für Gärtner u. Gartenbesitzer: Gießkannen (speziell Feuerbacher) VllMll- Mil BlilmeiiMltze!} Kranz- nnd Binmendraht geschnitten u. in Ringen Hecken-, Reben- v. Rosevscheren ufw. usw. empfiehlt IMrnii Giehen a10/a Tel. 165. Neustadt 11. in Giessen gesucht. Schristl. Angeb. unt. 03050 an den Gießener Anzeiger erbeten. |Achtttng!f e Wollen Sie gute und v g billige g ^Apfelsinen? o kaufen, so gehen Sie in ® ® den g : Spanischen Garten: § Babubofstrastc 48 s ® und Srircheuplatz 11® e Tclcpbon 932 • e Lieferung frei ins haus. ® ® Valencia-Apfelsinen ® ® dünnschalig und saftig » n 10St.25Pfg.bis Mk.l.l0 e 2 Blut-Apfelsinen £ ® (Doppel-Blut) 10 Stück 2 g 60 Pfg. bis Mk. 1.20. § ® Täglich frische Sendung ® • franz, und holländischen • »Kopf-Salats ® Für Wiederverkäufer • ® enorm billige Preise. • @ 02577] R. Rase. H Klavier- Stimmen Reparieren Polieren C®/i in tadellos. Ausführung. Wilk Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Seltersw. 91. Fcrnspr.389 Naturreiner Zitronensaft Frei von Alkohol, Zucker, Salizyl und sonstigen schädlich. Konservierungsmitteln. 1 Ltr. entspricht dem Gehalt von 70 Zitronen. Dieser Zitronensaft sollte in jedem Haushalt und Küche an Stelle des für das Blut so schädlichen Essigs verwendet werden. Macht Salate und Saucen bekömmlich und schmackhaft. (.Ms ilicioriiilmno, KttuK 5. Frühkartoffeln zur Saat in den beliebtesten Sorten, wwie prima L-eisk- n. Lalntkiirtoffklii lief, au billigst. Tagespreisen H. Drechsler, Steinstr. 48, Telephon 581. 2122 Wiederverkäuser ermähigtc Preise. IAIIg. Deutsch. Fraoentereiii Ortsgruppe Giehen. Auskunftstelle für Frauenberufe. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe imaUenRathaus, Marktplatz 14, Dienstag nachmittags von 6'/- bis 7Vn Uhr. D*7: Rechtsschutzstelle. Frauen n. Mädchen I erhalten unentgeltlich H Rat und Auskunft i in Rcchtsgnllelcgknheitcn | im alten Rathaus Markt- 8 platz 11 Mittwoch nach- 0 mittags von 6l/<—8 Uhr.