Die heutige Nummer umsastl 14 Seiten. Krieg oder Friede? Die Botschaftcrkonferenz. Sonbort, 11. Mürz. Die Bv tschafter traten heute nachmittag zu. einer zweistündig en Sitzun g zusammen. Bon den Verbündeten der Balkanstaaten ist noch ferne Antwort eingegangen. r Sofia, 11. Mürz. Das Blatt „Mir" schreibt: Dre Verbündeten haben beschlossen, die Vermittelung der Mächte anzunehmen. Die Verhandlungen werden daher durch Vermittelung der Mächte und auf den Grundlagen der in London ausgestellten Bedingungen fortgesetzt roerben unter Hinzufügung b c r Fordern ng einer Kriegsentschädigung, auf der die Verbündeten bestehen werden. Die Feindseligkeiten werden jedoch nicht eingestellt werden und ihre Entwickelung wird natürlicherweise auf dm Gang der Verhandlungen Einfluß haben, da neue Opfer neue Kompensationen fordern. Die innere Krisis in der Türkei. Konstantinopel, 11. März. Das Gerücht von der Absetzung oder dem Rücktritt des Generalissi- uius JzzetPascha bewahrheitet sich bis jetzt nicht. Man erzählt, Izzet Pascha und der Generalstabschef Hadi Pascha hätten dem Großwesir einen Bericht unterbreitet, in dem sie ihm den Mschluß eines ehrenvollen Friedens empfehlen. Der Bericht soll den Unwillen einiger dem Komitee angehörigen Kreise hervorgerufen haben, worauf sich, zwischen Oesterreich und Rußland einen Aus gl e t ch herb eiz uführen. Ferner heißt es, daß das Wiener Kabinett einen Schritt der Mächte in ©ersten herbei- fiihrcn möchte, unt Serbien freundschaftlichst zur Zurückziehung seiner Truppen von der Adriakufte zu veranlassen. Das Wiener „Fremdenblatt" schreibt an leitender ©teile: Nicht nur in Oesterreich und Rußland, sondern auch im übrigen Europa wird man das Ergebnis des heutigen Tages als eute Erleichterung in der .politischen Situation and als eine Bestärkung der Hoffnungen bewerten, von denen wir alle von Herzen wünschen, daß sie sich erfüllen mögen. Der Ruchchlag, den der Balkankrieg aus das Verhältnis zwischen Österreich-Ungarn und Rußland ausgeübt haben mag, ist Uicht ^irch reale Gegensätze zu erklären. Es geht dies ganz deutlich ans den Prinzipien hervor, die für uns während dieses so schnür en und untere Interessen so nahe berührenden Krieges maßgebend genasen sind und sich als ein direkter Ausfluß aus uns ermi ialwzehnte alten Orientprogramm ergeben haben. Unsere geschichtliche Orientpolitik hat immer den wahren Vorteil der Monarchie m per Förderung der vollen Unabhängigkeit der Balkanstaaten erblickt und stets ein freundnachbarliches Verhälpiis mit ihnen angestrebt. Diese Erkeimtnis hat sich, wie m der Vergangenheit, so auch mit besonders deutlicher Ausprägung wahrend der Krise betätigt Durch getreue und konsequente Anwendung ihres Programms in den letzten Monaten hat die Monarchie Tu ben geschichtlich entscheidenden Tatsachen Beweise für die Aufrichtig- feit ihrer Politik, die nicht aus Eroberungen ausgeht, geliefert Die gleichzeitige Mrüstimg an den Grenzen wird man als ein gute« Zeichen dafür nehmen dürfen, daß sich diese Politik nunmehr a u ch i n P e t e r s b u r g die ihr gebührende Anerkennung errungen, und daß sich auch im russischen Volke eine Sluffanung durchgesetzt habe, die in dem Ergebnis des Balkankrieges ersreu- licheriveise die Möglichkeit erkennt, die einzigen Quellen des Zwiste-' zwischen Wien und Petersburg endgültig zu verschütten. N o ck> i st d i e K r i s e, die uns seit Monaten in ihrem Banne halt, nicht gelöst, wir wollen aber hoffen, daß mit dem Heuthen Tage ein Markstein auf dem Wege ihrer Entwirrung errichtet worden ist. ... Gretzener Ktadttheater. 's Nullerl. Bolksstück von Karl Morre. <5>iclsen, 12. März. Nullerl, das ist ein grundguter Mensch, eine von den seinen, abgeklärten Naturen, die auch im Schatten ein Geschenk der Sonne erkenneii und in all dem Bitteren und Schweren, was ihnen das Leben gebracht hat, noch ein Tröpflein Glück gefunden haben. Bescheiden und still gehen sie ihres Weges und sind weiter gar nichts auf ber Welt als Menschen, arme, einsaitige Menschen, und deshalb stehen sie so hoch über all den Nichtigkeiten des Alltags, aus dem die meisten Menschen zeitlebens nicht heraus kommen Feine Naturen, die nicht prahlen und nicht schmahlen, die immer zur Hand sind, wo Not zu lindern ist, die immer verschwinden, wenn sie Dank ernten sollen So einer ist das Nullerl der obdachlose Gemeindearme, und in all 1 einem Elend ist cr unendlich viel reicher und reiner und größer, als die Bauern um ihn her, in deren Dienst er grau und krumm gc- ^Diescn lieben, schlichten Alten hat Herr Goll an seinem Ehrenabend gespielt. Früher erschien er bei solcher Gelegenhei gewöhnlich mit dem klirrenden Pallasch an der Seite, diesmal kam er im zerlumpten Rock und im durchlöcherten Strümps, fein Anblick, um junge Mädchen zwischen lo und 45 zu bereistem, äber eine Tat, die nicht ganz leicht fein mag. ^och sie wird Früchte tr gen. Ganz neue ^-orberungen treten nun an Herrn Goll heran, ganz neue Möglichkeiten bieten sich ihm, und wie er gestern abend das dttlllerl mit warmer, mitfühlender Menschlichkeit erfüllte, Ivie er .Worte fand, m brnen euie ganze Seele zitterte, da gab uns das die frohe Zuversicht, daß wir im nächsten Fahre einen tüchtigen und vornehmen Charakterkomiker an ihm haben werden. Daß ihm auch in seinem neuen Flch die Gunst der Theaterfreunde sicher ist, bewiesen die zahlreichen Spenden und die vielen .Hervoi-mfe. Auch die übrigen Darsteller gingen unter seiner Leitung wacker ins Zeug und her- halfen dem wirkungsvollen Volksstück zu einem schonen Erwlg. Herr Kliewer gab dein starrsinnigen Quarzhirn einen festen, sicheren Umriß, der gut in dem Gesamtbild stand. er Musikinstrumente fesselt die Aufmerksamkeit. Tie mittelalterliche und die moderne Mleilung bergen reiche Schätze an Skizzen, Zeichnungen, Porträts, Pastellmalereien, Miniaturen und vor allem an Porzellan. Alle Darstellungen beziehen sich auf Theaterkunst und Theaterkünstler. — T i e Suffragetten und der Sport. „'Da Werder Weiber zu. Hyänen" Fann man mit Schlier sagen, wenn man von den Ausschreitungen hört, die sich die Suffragetten jenseits des Kanals zu Scknilden kommen lassen. Vor nichts macht der Wahnsinn dieser irregeleiteten Werber halt, ob es nun die Fenster des. Oberhauses oder die eines Bankl-auses sind, ja, sie scheuen sich ja sogar nicht einmal vor Bombenattentaten, wie die neueste Zeit gelehrt hat. Jetzt haben sie ihr Interesse bedauerlicherweise auch dem Sport zugewandt. In Dover wurden vor einigen Tagen die Spielplätze des bortigen Golsklubs von Suffragetten zerstört, und die Ruderllubs der Universitäten Oxford und Cambridge mürber benachrichtigt, daß die für das große Achterrennen am1 13. März bestimmten Boote vernichtet werden würden, wenn die Mannschaften nicht unverzüglich das Training einstellen würden. Seitdenr nxr den die von den beiden Trainingsmannschafteil benutzten Bootshäuser Tag und Nacht von Irandfesten Polizisten bewacht, deren Knüttel den Suffragetten vielleicht doch einigen Respekt einflößen tverden. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Die Spielzeit des Münchener Künstler-Tlwaters, bn Mitte Mai beginnt, wird mit der Uraufführung eines neuen Werkes von Karl Sckönherr, des Verfassers vov „Glaube und Heimat" eröffnet werden. Nr. 60 Erstes Blatt 165. Jahrgang Mittwoch, mär} 1913 T" MWM Ä vT Q mo*atlid)75-TO.,viertel- mlrRrlln ZHIiOUCl bbs (DienstagundFrenaa): M I iL M W KL W auswärts 20 Pfennig. W U Hl W W W ▼▼ H ▼ BH Chefredakteur:A.Goetz, wirtschaftliche Zeitfragen ~ » M V V Verantwortlich für den Fernfprech-Anschlüsse: Vkjp politischen Teil: August ».«W , General-Anzeiger für Gberhessen SSSSB Anzeiger Gießen. tp ® '' » . _ . . c- rat^- für ^Stadt und Annahme van Anzeigen Hotationsörud und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zleindruckerei n. Lange. Redattion, Lxpedmon und vruaeret: Zkyulflraye r. Land": E.Heb; iür den 8 Ä”” Viidingen: z«rn,pr-ch-r Nr. 269 Seschäst-ft-llc v-hnhosstr-hr 16a.«n»elgenteu: H. Seite befürworteten Vorschlag batte das preußische Finanz- i Ministerium in einer eingehenden Denkschrift „schwerwie- 1 genbe, ethische, finanzpolitische und technische Bedenken" gelteird gemacht Der Staat habe, so führte der Finanz- Minister Tr. Lentze darin aus, ein sehr dringerrdes Interesse . daran, den Sparsinn zu wecken und damit die Bildung ineuen Vermögens zu fördern; eine Steuer auf den Zuwachs aber wirke wie eine Strafe für den Sparer, wie eine Prämie auf die Verschwendung; eine solche Besteuerung würde umso unerträglicher wirken, als der Rückgang des Vermögens gegen das Vorjahr keine Berücksichtigung fände, so baß, wenn der Konjunkturgewinn eines Jahres im nächsten Jahre wegfalle, für einen niemals erzielten Gewinn eine hohe Steuer drtridjtet wäre.... Das sind einige der Einwände, die der Finanzmrmster^ Tr. Lentze gegen die, wie behauptet wird, von der Konferenz der Finanzminister befürwortete Reichsvermögenszuwachssteuer erhoben hat. Es liegt in der D!atur der Sache, daß auch der Reichstag auf diese Bedenken Bezug nehmen wird. Im übrigen werden selbstverständlich zunächst die endgülttgen Beschlüsse der Regierungen und die weitere Ausgestaltung des Stcuerprogramms abjgüvartet werden müssen. Was nach dieser Richtung hin an Einzelheiten, wie die Kombinationen mit der Wehrsteuer, der Ausbau der Q u i 1 t u n g s st e u e r usw., aemeldet wird, beruht auf Mutmaßungen, da noch keine endgültigen Beschlüsse vorliegen. Daran aber wird festgehalten werden müssen und dürfte auch die Mehrheit des Reichstags festhalten, daß der Plan der einmaligen Vermögens- öezw. Einkommensabgabe nur beurteilt werden darf im Zusammenhang mit den Vorschlägen zur Deckung der laufenden Ausgaben für die militärischen Neurüftungen. Selbstverständlich kann und darf diese Vermögensabgabe nicht einen Freibrief bilden für neue Steuern, die mehr oder minder verschämt den Verkehr ober Verbrauch treffen! Berlin, 11. März. Tie leitenden Minister und die Finauzminister der Bundesstaaten haben gestern und heute unter dem Vorsitz des Reichskanzlers die W c h r v v r - läge und Vorschläge zur Deckung ihrer Kvsden beraten. Die Notwendigleit ber vorgeschlagcnen Heeresverstärkung wurde 'cinitimlmig anerkannt und der Gesetzeittwurf zur Beratung der Eiuzclhcitm sofort ben Ausschüssen für das Landheer und bie Festungen und für das Reckmungswesen überwiesen. Allgemeine Zustimmung fand desgleichen die Erhebung einer einmaligen Abgabe vom Vermögen zur Deckung der einmaligen Ko steu. Was cilblich bie fortlaufenden Ausgaben betrifft, so wurden die Grundsätze sowohl für bie Besteuerung des Besitzes als auch für die sonstno ch erforderlichen Steuern vereinbart. Die zuständigen Bundesratsausschüsse werden nunmehr die vom Reickisschatzamt ausgearbeiteten Gesetzentwürfe in den Einzelheiten feststellen. Demobilijiruni} Oesterreichs und Rußlands. Wien, 12. März. Die Entlassung der einberuf e n e n R e s e r v i st e n in O e st e r r e i ch-U n g a r n to i e inRußlan d ist verfügt wordan. Rußland entläßt 360 000 Mann, Oester reich-Ungarn 30000 Mann und setzt dadurch seine Kompagniestärke auf die russische herab. Von offiziöser Seite toird ^erklärt, daß die politischen Schtoierig- keiten zivischen Oest>erreich--llngarn und Rußland noch nicht beseitigt seien. Die albanische Grenzfrage stehe auf ihrem alten Standpunkt und die Frage der Zugehörigkeit von Skutari und Djakowa sei noch ungelöst. Eine Entlassung der im Süd ei: der Donaumonarchie dislozierten Truppen : sei noch nicht in Aussicht genommen. E n g l a nd b k m ü h e das Gerücht über die Möglichkeit her Ersetzung Izzet Paschas unt> Hadi Paschas durch unternehmungslustigere Militärs verbreitet worden sei. Der Bericht soll im vorgestrigen Minisrerrat beraten worden sein. Der Generalissimus Izzet Pascha hat sich gestern nach Gallipoli begeben. Der Minister des Innern Hadschiadli Bei erscheint seit zwei Tagen nicht im Ministerium. Wie verlautet, hat der Minister, der die extreme Äomitcerichtung vertritt, Meinungsverschiedenheiten mit dem Großwesir lieber die Frie- densfrage wird behauptet, daß trotz der Opposition einiger sungtürkischer Faktoren der Großwesir entschlossen sei, Frieden zu schließen. Rumänien und Bulgarien. Wie das Reuterbureau erfährt, ging dem Minister des Aeußeren Sasonow und den Botschaftern in Petersburg von den Gesandtschaften Rumäniens und Bulgariens ein Memorandum zu, welches die Ansichten der beiden Staaten in den schwebenden Fragen auseinandersetzt. Bulgarien, das für einen Schiedsspruch war, während Rumänien nur einer Vermittelung zu- ftimmte, nimmt nun, um diese Verschiedenheit zu beseitigen, die Vermittelung der Mächte an. Die Prüfung dieser Frage geht somit aus den Händen der Botschafter in London in die der Botschafter in Petersburg über. Au» Statt Mitt Land. (Sieben 12. März 1913. Errichtung einer Studien-Anstalt. Die Errichtung einer Studienanstalt im Anschluß an die höhere Mädchenschule in Mainz wird nunmehr auf Veranlassung des Ministeriums und im Einverständnis mit dem Kuratorium her Schule zu Beginn des neuen Schuljahres in Angriff genommen werde». Sie soll nach dem Wortlaute der „Richtlinien für die Neuordnung des höheren MädcheiischulwesenS in Hessen" vom 14. Januar 1911 den drei Jahreskurse umfassenden Oberbau der zehnstufigen höheren Mädchenscl)-ule bilden und „ihre Lehrziele iverhen, immer unter Betonung der weiblichen Eigenart, parallel mit denen der Oberrealschule gehen, an die sich die Oberschule anlehnen wird." Zwei wichtige Neuerungen tvird den Richtlinieti zufolge die Gründung einer Studienanstalt für Mainz (ebenso auch für Darmstadt) im Gefolge haben: den Wegfall der sog. Koedukation, die ja stets nur als Notbehelf betrachtet wurde; Mädchen also, die sich ht Mainz oder in Darmstadt das Reifezeugnis für den Universitätsbesuch enterben wollen, können ihr Ziel fortan nur noch durch Besuch der betreffenden Studienanstalt errcidjeu; die andere Neuerung ist die V e r s chm el - zung der drei wissenschaftlichen Klassen des Lehrerinnenseminars mit den entsprechenden Altersstufen des Oberbaus unter dem gemeinsamen Namen „Studienanstalt", deren drei Klassen die Bezeichnung Lber- sekunda. Unter* und Oberprima führen werden. Die Stu- dienanstält wird demnach auch zwei Grupp.en von Schülerinnen umfaffen: die zukünftigen Studentinnen und die zukünftigen Lehrerinnen; beide bleiben zwei Jähre vollständig vereinigt, und erst im dritten Jahre — der Oberprima — findet eine teilweise Trennung des Unter- richts statt, je nach dem gewählten Ziele. Tie Entscheidung für die eine ober andere der sich darbietenden Berufsmöglichkeiten kann also künftighin — und darin liegt wohl der größte Vorteil der angebeutctcii Verschmelzung — bis zum 18. Lebensjahr hinausgeschoben werden. Am Ende des dritten Jahres — zum erstenmal Ostern 1916 — kommt dann für die eine Gruppe die Reifeprüfung, für die andere die wissenschaftliche Mschlußprüftrng. Als Seminar bleibt nur noch die sog. ?-Klafse bestehen, das vierte Ausbildungsjahr der zutünftigen Lehrerinnen, dazu bestimmt, diese in die Unterrichtspraxis einzufuhren. ** TagcSkalender für Mittwoch, 12. Mürz. Stabt- theater: „ DerRevifo r". Anfang 7 Uhr. Toinierstag von 10—12 und von 3—6 Uhr: Ausstellung der Arbeiten des H a n b a r b c i t s l e h r e r i n n e n f e m i n a r s in der Aliceschule, Kirchstraße 2Ck •• DaS neue Eifenbahnanleihegesetz ist dem preußischen Abgcordnetenhause zugegangen. ES fordert insgesamt die Summe von 542 520000 Mark. U. a. werben folgende Bahnen vorgeschlagen: Von Olpe nach Kreuzthal 7 147000 Mk., von Haiger nach Gustemhaiu 6110000 Mk., von Stockhausen (Kreis Wetzlar) nach Beil sie in 3 650000 Mk., von Simmern nach Gemünden 4 412 000 Mk. Die Herstellung von zweiten und weiteren Gleisen auf der Strecke Haiger —Dillenburg (drittes und viertes Gleis) 1 705 000 Mk. Ferner werben gefordert 3 1 80 000 Mk. zur Herstellung einer Verbindungsbahn bei Gießen. *♦ Für den allgemeinen Buß- und B e 11 a g, der nach Palmarum zu begeben ist, bat her Großherzog die itad> folgenden Bibel stellen als Predigllcxte ausgcwälüt: 1. Für den Vormittag: Psalm 95, 6—8: „Kommt, laß uns anbeten und knien und ntcbcrfaUen vor dem Herrn, der uns gemacht hat. Demi er ist unter (Sott, unb wir daS Volk ^seiner Weibe und Schafe feiltet Herbe. Heute, so ihr eine Stimme höret, so verstvcket euer Herz nicht." Für den Nachmittag: 2. Sam. 22. 36: „Tu gibst mir den Schild beines Heils, und lvenn bu mich demütigst, machst du mich groß." * * Lehrerpersonalien. Ucbcrtragcn wurde dem Schnlamuaspiranten Hari Töhn aus Heldra die Lehrerstellc an der Gemeurdeschnle zu Maulback. * * RuheftandSdersetzuna. Der Großherzog hat den Oberlehrer an der Cberrealfdxnie zu Heppenheim Prof Tr. Herrn. Reutzel auf sein Nadis» dien, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß bte Krone zu dem Ritterkreuz 1. Masse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. * * Auszei ch nung e n für Dienstboten. Tie Großherzogin bat als am Geburtstage der Prntzessm Elisabeth, folgende Ebrenzeichen für langjährige treu geleistete Dienste in ein und derselben Familie an iolgvnbc Dienstboten verliehen. A.lüi Goldene Kreuz mit Brillanten 1 Elise Arnold aus Alzey, 40 Jahre bei Morl Hch. Knuts in Mainz. 2. Elisabetha Bingel aus Lollar, 40 Jahre bei Fran Professor Tr Tölv Witwe in Lollar. 3. Margarete Sckarmann aus Willofs, 41 Jahre bei der sz-annlie Wild. Frank in Schlitz. I. Margareta I m m erhä u s e r auS Sauer Sänvaden beim. 41 Jahre bei Frau Jos Am end Witwe in Mainz. Katharina Kraut u r st auS xscbaaflKim, 41 Jahre bei Frau Hch. Hmuck IV SSitroc in Sckaasheim. 6. Elise Neuroth au5 Stahlhofen, 40 Jabrc bei Frau Berta Hamburg Witwe in Mainz. 7. Marie R > n- mann aus »fett en trenn, 40 Jahre bei der Fanulu des verst. ÄndgertchtSrals Laist in Mainz B Da s Golden- Kreuz: Elisabeth E u^t el aus Oder Rosbacl 25 Fahre bei Postmeister a. T. Hck. ^-ckmitz in Sann nabi v.'ik a. « di ans Lollar, 26 Jahre bei Fräulein Luise von Kauft! ut Tarmstaor Matba^ riiKt Kriege! aws Garbentcrch, 2r> Jahre bei '-rau «'• Marx Witwe in Gießen. 2higuftc Dunkel aus Thulba, 25 Jahre bei Fr. Kaz in £ Farben; Johanna Kock aus Unter-Seibenenrad, 25 Jafrrc bei Hch. Hahn in Merlau: Margarete Lauser von Bingenheim, 25 Jahre bei Metzgermeister Ang. Becker in Ortenberg Gesuche um Verleihung des Goldenen Kreuzes zum 11. März 1914, denen eine Bescheinigung der zuständigen Bürgermeiltern oder Polizeibehörde beigefügt sei» muß aus der hervorgehr, daß die Bedingungen für die Verleihung des „Goldenen Kreuzes" erfüllt sind, muffen bis längstens 15. Februar 1914 bet dem Lbcr» Kmmnerherrn Freiherr Riedesel zu Eisenbach eingereicht sein. ** Bei der Landesversicherungsanstalt Hessen sind im Februar 370 Anträge eingegangen, und zwar:400 Anträge auf Invaliden- und Krankenrente I. u. K.), 20 Anträge auf Altersrente <’2L), 21 Anträge auf Witwen- und Witwerrente genommcn. Tic Erweiterung bee Unterrichts hat fick beslmkb notwendig gemacht, um das Inetreffe her Lehrlinge für bte Fortbildungsschule und deren llmcrricbt rii wecken Man kann n .ifrrnefrmen, daß der größere Teil des Handwerkernachwilchscs dem enveitarten Lehrstoff mehr '.Aufmerksamkeit aügegenbringt. T>aS Stirn ft crüun will anregen, daß in der Fortbildungsschule auch Zeichcnunierri-ckck erteilt wird. " Neue Schuler sind für das Schuljahr 531 an- gemelbrt, von denen 372 auf die Volksschitle 18»^ Mädchen und 192 Knaben) unb 159 auf die höheren Schulen (80 Mädchen und 79 Knaben entfallen. Es treten in die Realschule 43, in das (Kpmnasium 36, in die Höhere Töchterschule 39 und in die Erweiterte Töchterschule 41. ' Die hessische Autom o bil-Zentrale, Kronen- berg & Schilling, eröffnete am Montag abend 7 Uhr ihre Automobil-Ausstellung an der Ecke des SelterSweqS und der Löwcngaffe. Der geräumige und hübsch auSgeflattete Laden enthalt eine Reihe Automobile von den einfachsten bis zu den elegantesten Formen und außerdem eine Menge Fahr- räber. Mit der Einrichtung dieses EtabliffementS ist für Gießen ein neues bedeutendes GefchüftSunterncbmen entstanden, oaS jeder Großstadt zur Zierde gereichen würde. ** Eine Roheit Auf unsere Beröfsenllichung in Nr. 58 erhielten wir gestern folgendes Schreiben: „Ans den Artikel. übenließbaren Durchgängstüren hinter bem Hanse zu schließen, woburch ihm unb anberen viel Hnheil erspart werben könnte. Kreis Schotten. () Laubach, 9. März. Die Mädchenschule veranstaltete gestern nachmittag in der „Traube" eine hun- bertjährige (.Kedächtuisfeier ber Freiheitskriege, an der die Angehörigen teilnahmen. Im Mittelpunkt ber Feier stand bas Festspiel: „Deutschlands Frauen in Deutschlands großer Zei t", das gut vorgetragcne Deklamationen und Olcfänge brachte Pfarrer Volp hielt eine Aufprackse, bie dem Festspiel angepaßt war, sie endete mit einem Hock auf Kaiser, Großherzog und Vaterland. Ein allgemeiner Gesang „Deutschland, Deutschland über alles", schloß die schöne Feier. — Tic Konzert- und VortragSvereiuigung beschloß ihre diesjährigen Beraustaltungen gestern nachmittag mit einem „Liederabend" der Hofvpemsängerin Frau Elfriede Weift c- Winkel aus Wiesbaden. Tie feinsinnig zusammengestellte Vortragsfolge brachte Lieder von Franz Sckulbert und Franz Liszt. Tarauf folgten einige alte Sangesweifen aus bem 18. und 19. Jahrhundert von Luise Reichardt, I A. B. Schulz und Carl. Ofotttieb Hering. Ten Schluß bildeten neuere Kompositionen von Hildach, V. Holländer, M. Reger und Taubert. Die Künstlerin, die zum ersten UtiH dem hiesigen Publikum bekannt wurde, umßte durch ihre volle, technisch glänzende Stimme, ebenso wie durch die Art ihres Vortrages, ber auch die zartesten Details ber Kompositionen bestens zur Geltung brachte, die Zuhörer zu lebhaftem Beifall hinzureißeu Tie Begleitung am Klavier lag in ben Händen des Hoftapellmeifters Stolz aus Wiesbaden. Kreis Friedberg. (9t) Bad-Nauheim, 11. März In der heutiaen Sitzung der Stadtverordneten wurde unter anderem beschlossen: Durch bie starke Inanspruchnahme des Gaswerkes reichen die vertragsmäßig zu liefernden Kohlen nicht und wurden bei der Firma St öckicht u. Fischer- Binaen 30 Waggon Kohlen zum Preise von 156 Mk für die Tonne bestellt. — Der alte Ober-Mörler Pfad — ein Verbindungsweg zwischen Bad-Nauheim und dem Dorf Ober-Mörlen — soll, nachdem ber Höhen weg sertiggestellt ist, nach einer Einspruchsftist von 14 Tagen geschlossen werden — Dem Landes-Hebammen-Derein wird für seine am 24 Mai hier stattftndende Landesversammlung ein Beitrag von 50 Mk. bewilligt. m. Ockstadt, 11. März Jeder Kriegs Veteran erhält nach einem Gemeinderatsbeschlutz monatlich 10 Mark. Von neun Veteranen haben lechs das Ehrengeschenk der Gemeinde in Anspruch genommen. m. Nieder-M ör len, 11. März Heute nacht gegen 11 Uhr wurde der auf dein Heimweg befindliche 20jährige Spengler Gg. Rack von hier am Eingang des Dorfes von einem Unberannten überfallen Er erhielt einen McfslTrsticki in die Schulter und als er sich nach dem Angreifer umdrehte. einen weiteren in den Ami Bei Wwchr ocs Angreifers griff der UcberfaUenc in daS gezuckte Messer und zog sich dadurch eine tiefe Schnittwunde der rechten Hand zu. Arzt Dr. Stoll von Ober-Mörleii stellte liefe Stichwunden an Schuller unD Arm fest, doch dürften bie Verletzungen nickt lebensgefährlich sein. Rack, ein braver Iimgcr Mmm, hatte mit niemand Streit und es wirt) allgemein angenommat, daß er das Opfer einer BerivechjeLuug Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Dessen Mr Donnerstag, den 13. März 1913 : Zeitweise heiler, in eist «rocken, nulb. Letzte Nachrichten. Ernennung zum Mitglied der Hess. 1. Kammer. rm. Darm stadt, 12. März. Der Grvßherzog ernannte den Präsidenten der Landwirtschaftskammer, Oekononne- rat Walter- Lengfeld, zum Mitglied der 1. Kammer. Hessische 2. K amme r. bs. Darmstadt, 12. März. Die 2. Kammer nahm das Notgesetz für die Erhöhung der Beamtengehälter an und beriet dann den Gesetzentwurf wegen der Kolonie B u ch s ch l a g. Die Herabsetzung des Zuckerzolles in Schweden. Stockholm, 12. März. Der Reichstag verhandelte gestern über die Vorlage, betreffend die Herabsetzung bc<* Zuckerzolles. Der Reichstagsausschuß! hatte eine Zoll erleichtern ng um 3 Oere per Kilogramm vorgeschlagen. Die Regierung nahm einen Kompromißvorschlag mi, indem sie du ursprüngliche Vorlage fallen ließ und die MnahMe zur Der« trauensfrage machte. Die Erste Kammer stimnttc dem Vorschlag mit 119 gegen 13 Stimmen zu, die Zweite Kammer mit 139 gegen 78 Stimmen. jSchlägereien zwischen Studenten und C a in e l o t s. Bordeaux, 12. März. Gestern nachmittag kam es zwischen Studenten und Camelots du 9loi zu einer argen Schlägerei. Die gesamte Polizei und berittene Gendarmen mußten eingreifen. Von den Schutzleuten wurden vier erheblich verletzt. Ein pensionierter Major und ein Gutsbesitzer wurden festgenoninlen. Botschafter wechsel. Madrid, 12. März. Anstelle des Botschafters Bur- rutia geht Merry del Val als Botschafter nach London. Kein Präsidentenwechsel. Washington, 12. März. Nach einem Neutertelcgramm aus San Domingo ist die Meldung falsch, daß der Präsident Erzbischof Noel geflüchtet sei. Berlin, 12. März. Der „Vossischen Zeitung" zufolge hat die Polizei in Oranienburg den Installateur Mix aus Altona verhaftet, der sich wochenlang mit verschiedenem licht sckumen Gesindel umhertrieb. Ain Morgen des Automobilatterrtaks bei Hennigsdorf verschwand er plötzlich mit einem fremden Mann. Vor seinem Verschwinden hatte er einem freunde gegenüber geäußert, daß er einen Gewaltstreich vollführen iverde, von dem! die ganze Welt sprechen werde. Paris, 12. März. Nach einem dem Kolonialministerinm zugegangenen KabeltclegramM wurde die Insel R4 union am 4. d. M. von einem furchtbaren Wirbelsturm heimgesuchl, der an den Hafen- imb Eisenbalmbanten, Fabrikanlagen, Wohnhäusern und Pflanzungen sehr großen Sckxiden «rnrichtete. Die Herabsetzung des Zuckerzolles in Schweden. Säualinac sollen nur schreien, wenn sie hungrig oder naß sind. Anhaltendes Schreien findet sich meistens bei Stuhlvcrstopsnng. welche durch die Ernährung mit „Kuseke" und Milch verhütet wird. „ flutete" macht die Milch leichter verdaulich und erhöbt bürd' seinen Gehalt an Mineral- u. Eiweißstoffen auch ihren Nährwert. hvmA Brautschleier, Brautkränze. a« /3 A.Salomon&Cie- Arbeiterbewegung. rm. Darmstadt, 11. März. Die Zahl der hier ausge sperrten Weißbinder und Maler beträgt bis jetz 18 0 Personen. vermischter. Der Millionenbetrug bei der belgischen Eis en bahn-GesellschaftGentter neunen, der vor einigen Monaten großes Aufsehen erregte, wird mm bald seine Sühne finden. Eine Depesche aus Paris, 11. März, meldet: In Laon ^Dep. Aine) wurde der ehemalige Direktor der belgischen Eisenbahngesellschaft Gentter- neuzen, Wilmart, welcher durch' Ausgabe falscher -Obligationen die Gesellschaft um viele Millionen geschädigt hatte, verhaftet. Bei Wilmart, der sich seit zwei Monaten in einem Hotel in Laon unter dem Namen Dubois aus- lyielt, wurden nur einige hundert Francs vorgefund-cht. Seine Auslieferung an Belgien wird unverzüglich erfolgen Eine andere Meldung besagt: Brüssel, 11. März. Nach eingegangenen Nachrichtet! ist der Obligationenfälscher und Millivnendefraudant Wil mart, der seit Oktober flüchtig war, in Reims vcrhaftel worden. Wie verlautet, wird Wilmart bald nach Brüssel übergeführt werden, da er auf die Auslieferungsformali- täten verzichten will. Diesen Widerspruch klärt die folgende Meldung auf: Paris», 11. März. Zu der Verhaftung des Obliga, tionenfälschers Wilmart wird gemeldet, daß er sich nach Reims geflüchtet hatte, da er sich in Laon nicht mehr sichet gefühlt k>atte. * * Gestrandeter Dampfer, lieber New Port wir! gemeldet, daß der britische Dampfer „L ugan o" auf der Fahr nach Cuba bei der Ajax-Bah, einer Insel im mexikanischen Golf strandeke. Es gelang, 116 Fahrgäste zu retten. Der Kapital iTstd die Mannschaft blieben auf der „Lugatw" zurück, um wo «geworden ist. Ju dem Dunkel der Nacht verschwand der Messerheld. Die Bad-Nauheimer Gendarmerie hat bereits Vernehmungen vorgenommen. h. Assen heim, 11. März. Der Arbeiter Kleinhentz wurde in bfer Kalk grüble zu Burggräfenrode von ab- ffürzenden Gesteinsmassen verschüttet unb getötet. h. Vilbel, 11. März. Bei einer Luftballonfahrt durch Oberhessen entdeckte ein Frankfurter Herr am rechten Nidda- itfer gegenüber dem Dottenfelder Hof die Umrisse eines römischen Lagers. Mit Erlaubnis der hessischen Denkmalpflege wurden in diesem Winter Ausgrabungen vorgenommen, die die Bermutimg bestätigten. Man legte das Herrenhaus und ' große Teile der Umfassungsmauer einer Villa rustica frei. Weitere Forschungen, die dann von Dr. Wo elck e (Frankfurt), Kurt M a h (Frankfurt) und Karl Brodt (Vilbel) vorgenommen mürben, ergaben das Vorhandensein noch anderer ausgedehnter Mauerreste aus der Römerzeit. Sie liegen zwischen der Dortelweilcr Landstraße imb den Niddawiesen und erstrecken sich wahrscheinlich bis zur alten römischen Straße, die westlich von Heddernheim nach dem Kastell Okarben führte. Die Ausgrabungen werden fortgesetzt. Hessen-Nassau. () Frankenberg, 11. März. Das gesamte Anwesen des Land- und Gastwirts I a k o b i in O st e r f c l d , bestehend aus Haus, Scheuern, Stallungen und Saal, ist niedergebrannt. Das Vieh konnte in Sicherheit gebracht werden. Dillenburg, 11. März. Der Bahnbau Weidenau- Giegen—Dillenburg ist am Samstag mit dem Durchschlag des Tunnels, der den mächtigen, das Siegener- und Nassauerland trennenden Bergrücken durchquert, um einer wichtigen Bahnverbindung zwischen Nord und Süd den Weg zu schaffen, in einen neuen, wichtigen Bauabschnitt eingetreten. Es ist der fünfllängste Tunnel in Deutschland, und zieht sich in einer Länge von rund 2400 Metern unter der Erde in mächtiger Wölbung hin. Die Firma Phil. Holzmann u. Co. in Frankfurt am Main, der das wickftigste Los der ganzen Baustrecke zugefallen war, ließ Einladungen zu einer Feier ergehen. (W.) Wiesbaden, 11. März. Bankier Ludwig Grothe, eine Autorität auf dem Gebiet des Versicherungswesens und Herausgeber der „Deutschen Wochensäfrift für das Versicherungswesen" ist hier im Alter von 79 Jahren gestorben. ----— . ......... .......„-'!■■■ .....1,11 ■■■■■■■■■”■■!■-!- vereinsnachrichten. ** Die Hauptversammlung des Bs-irksver- eins Nord ost, die gut besucht war, tagte im Einhorn. Naäüxnn der Vorsitzende einen Bericht über die Vereinstätigkeit im vergangenen Jahre erstattet und die Entlastung des Rechners bei günstigen Kassenverhältnissen erfolgt war, entspann sich eine ebenso lebhafte wie interessante Aussprache über die kommunalpolitischen Probleme, die den Gegenstand der Vereinsbestrebungen bilden und über deren Betrackftimgsweise eine erfreuliche Einheitlichkeit herrschte. Unenttvegtes Fortkämpsen zum Nutzen der Allgemeinheit wurde erneut als Grundsatz ausgestellt. Mit der Vorstandswahl fand die Versammlung ihren Abschluß. ** Evang. Arbeiterverein. Am Montag wurde die Neubildung des Vorstandes vorgenommen. Als 1. Vorsitzender wurde Oberbibliothekar Dr. Heuser, als 2. Vorsitzender K. Weller, als 'Sckniftführer Pfarrer Ausfeld und H. Kirckmer, als Rechner Karl Müller, als Bibliothekar K. Graulich, unb als Kontrolleur Phil. Wagner gewählt. ** Der Gesellschaftsverein „Ami eit i a" feierte am Samstag sein 25jähriges Stiftungsfest. Am Samstag vorher war ein Herren-Kommers vvrausgegangen. Die Hauptfeier mürbe durch einen Eröffnungsmarsch eröffnet. Ein Prolog wurde mit großem Beifall aufgenommen. Der Festvorsitzende Herr Koch schilderte die Geschichte des Vereins. Es folgten Gesangsvorträge des Gesangvereins Gemütlichkett. Die Tlieaterstücke „Das (5tiftung§feft" und ,Das fidele Gefängnis" wurden sehr hübsch gespielt. Von den Damen wurde ein Tisch gestiftet. r. Großen-Lind en, 10. März. Am Samstag abend feierte der Turnverein unter starker Beteiligung sein Winterfest. Eingeleitet wurde die Feier mit einer Begrüßungsansprache des 1. Sprechers Steinnagel. Alsdann turnten verschiedene Riegen, unter Leitung des zweiten Turnwarts Ph. Zörb und Vorturners Velten, auch die Männerabteilung, unter der Führung des Ehrentumwartes Gg. Klingelhöfer, beteiligte sich darauf. Ein von 8 Damen ausgeführter Frühlingsreifen (Glöck- chenauadrille), emgeübt von dem Ehrenturnwart Klingelhöfer, erntete sehr großen Beifall. Recht schön wurden auch die Einakter „Die Jahnbüste", sowie „Er ist nicht eifersüchtig" gegeben. Ein Festspiel, bestehend aus Dichtungen von Herrn PH. Kraute (Gespräch zwischen Loreley, Hassia, Germania unb Vater Jahn) wurde mit großem Beifall ausgenommen. Den Schluß bildete eine Huldigung der Turner für Vater Jahn. Dann wurden die von dem ersten Turnwart Wilhelm Volk eingeübten Gewandt- heitsübnngen ausgeführt. Der 1. Sprecher, Steinnagel, sprach Über den Zweck und die Ziele des deutschen Turnens. = D b e n l) n u j c n, 8. März. Leute abend fand die Hauptversammlung des G e s a n g v e r e i n s „Eintracht" statt. Der Vorsitzende, Bahnhchsauffeher Weber, legte wegen seines vor- genierten Alters sein Amt nieder. Es wurde ihm ein Ehrendiplom als Ehrenvorsitzender überreicht. -j- Nidda, 11. März. Der Eisenbahner-Verein für Nidda und Unigeaend feierte gestern abend unter großer Beteiligung beh Geburtstag ber Königin Luise und bas hundertjährige Stiftungsfest des Eisernen Kreuzes. Die Feier wurde mit euer Eröffnungsrede des Vorsitzenden, Bahnhofsvorstehers Dörr vo> hier, eingeleitet. Assment Stevhan von hier hielt einen Li lftlulder-Vortrag über seine Erlebnisse während seiner sünfjährigen Militärzeit in Osta'rila. Größere Schulkinder trugen Gedichte vor und gemeinsame vaterländische Gesänge verherrlichten die Feier. = Atzbach, 10. März. Heute wurde die Jahrhundertfeier durch einen gut besuchten Gottesdienst begangen, bei dem unser Gesangverein niitwirt’tc. Pfarrer Teubner hatte zuvor in Dorlar eine gleiche Feier abgehalten. AM Morgen fand dort wie hier eine Schulfeier statt. sich allmählich so, daß beide Personen unter der Anklage des Mordes und der Beihilfe dazu vor das Schwurgericht gestellt imirben, das aber wegen Mangels an Beweisen zu einem Freispruch gelangte. In der Folgezeit machte sich dann Frau Behm durch verschiedene Aeußernngen erneut verdächtig, und als sie einem Vifthör unterzogen wurde, gestand sie ein, daß Kolbe ihren Mann er- schgsscn und in der Nähe des Dabendorfer Sees vergraben habe. An der angegebenen Stelle fand man denn auch tatsächlich die Ueberrcftc des Verschwundenen, die allerdings nur noch aus .Knochen bestanden. Doch waren Schußspuren am Schädel noch deutlich bemerkbar. In der heutigen Verhandlung führte den Vorsitz Landgerichtsrat Kehrl, die Staatsanwaltschaft vertrat Staatsanwalt Braut. Der Angellagte Kolbe wurde durch Rechtsanwalt Dr. Fürle, Frau Behm durch Rechtsanwalt Dr. Schwindt verteidigt. Bei Bildung der Geschworenenbank machen Staatsanwalt unb Verteidigung von ihrem Ablehnungsrecht ausgiebigen Gebrauch. Noch vor Verlesung des Eröffnungsbeschlusses beantragt Rechtsanwalt Fürle Vertagung, weil sich die Verteidigung nicht genügend habe vorbereiten können. Die, Akten hätten den Verteidigern nur kurze Zeit zur Verfügung gestanden. Nach längerer Beratung des Gerichtshofes erklärt der Vorsitzende, daß die Akten den Verteidigern vom 17. bis 28. Februar und vom 5. bis 8. März zur Verfügung gestanden hätten. Er bitte daher die Verteidigung, den Vertagungsantrag zurückzuziehen, und er sei bereit, die Verhandlung bis 4 Uhr nachmittags auszusetzen und den Verteidigern bis dahin die Aktcn- einsiäU zu gestatten. Die Verteidiger sind danrit einverstanden. In der Nachmittagsverhandlung hält der Verteidiger Rechtsanwalt Fürle seinen Vertagungsantrag aufrecht, der aber vom Gericht nach kurzer Beratung abgelehnt wird. Der Vorsitzende stellt zunächst fest, daß der Angeklagte Kolbe mehrfach vorbestraft ist, darunter zusammen mit 12 Jahren Zuchthaus wegen Münzverbrechens und schweren Diebstahls im Rückfalle. Fran Behm ist unbestraft. Nach Verlesung des ersten Schwurgerichtsurteils und des Wiederaufnahmebeschlusses wird in die Vernehmung der Angeklagten eingetreten. Der Angeklagte Kolbe gibt an, daß er int Jahre 1909 zu den Eheleuten Behm gezogen sei. Am 7. Oktober 1909, an dem der Mord geschehen sein soll, kam er abends gegen 11 Uhr nach Hause. Er sah vor dem Hause Frau Behm stehen, welche sagte, daß ihr Mann hinter ihr zugeschlossen hätte. Er selbst hatte seinen -schlünel vergessen gehabt und sei daher durch ein Fenster in das innere des Hauses gestiegen und habe seine Flinte heruntergeholt, weil ihm Behm als gewalttätig bekannt war. Der Angeklagte erzählt dann weiter: "Ich ging die Treppe herunter und fand an der Wendeltreppe direkt neben ber Küche den Mann sitzen. 33ort: Das ist ja etwas ganz neues. Angell.: Ja, das ist neues. Er saß dort auf der Treppe und wat tot. (Bewegung.) Vors^ Das haben Sie noch niemals ausgesagt. Angekl.: Nein, ich habe es nicht ausgesagt, weil ich ber Fran Behm versprochen hatte, sie nicht zu verraten. (Große Bewegung.) Bors : Haben Sie dann Frau Behm eingelassen? Angekl.: Jawohl. ^ie Frau sagte, ich solle die Leiche megschaffen, sie könne feine Leiche sehen. Sie holte hierauf aus meinem Zimmer eine Decke, wir haben die Leiche eingewickelt und fortgeschaftt. Vors.: Sie imafften die Leiche dorthin, wo sie gefunden wurde? Angekl.: Jawohl. Wir vergruben sie an der Chaussee, etwa drei Kilometer von Dabendorf entfernt. Die Fran Behm hat dabei geholfen, denn ich konnte die Leiche nicht allein trogen. , Die Angellagte Frau Behüt bekundet, daß ihr Vater Lokomotivführer war. Sie habe eine höl>crc Schule besucht unb 1895 ihren Mann geheiratet. Die ersten Jahre der Ehe waren glücklich. Später waren die Streittgkeiten häufiger an ber Tagesordming, so daß die Angellagte einmal ein halbes Jahr von ihrem Manne, ber sehr gewalttätig war, getrennt lebte. Die Angeklagte erzählt weiter, daß es am Tage der Mordtat zwischen ihr und ihrem Mann zu Streitigkeiten gekoMvien sei, weil ihm das Essen nicht besagte. Ihr Mann nahm einen Revolver unb sie hörte auch einen Schuß fallen. Er rief dann: „Mama!" Sie glaubte, ihr Mann habe geschossen unb sei fortgerannt. Darauf hörte s« einen zweiten Schuß fallen. Das Haus war, als sie zurückkam verschlossen. Da kam Kolbe mit seiner Flinte, faßte mich um unb sagte: „Wir gehören zusaMNien, dein Alter ist letzt tot.' Er trug dann die Leiche nach dem Nachbargrundstück, und zwai allein. Er sagte, wenn ich nicht still wäre, schösse er mich auck tot. Unlautere Beziehungen zu Kolbe habe sie erst später an- geknüvft. Die Angeklagte erklärt auch, daß Kolbe noch ncucrbtngS Erpressungen gegen sie ausgeübt habe. Darauf wurden die Verhandlungen abgebrochen. Morgen vorniittag V312 Uhr findet in Dabendorf ein Lokaltermin statt, zu dem sich alle Gerichtsbeteiligten begeben. Die Dabendorser Mordaffaire abermals vor Gericht. Ä 23 er I in, 11. März. Vor dem Schwurgericht des Landgerichts Berlin II begann heute die Verhandlung wegen der Mordtat in dem kleinen Dörfchen Dabendorf, der vor 31/„ Jahren ber Sekretär am Kaiserlich Statistischen Amt in Berlin, Franz Behm, zum Opfer gefallen ist. Bel'm, ber in Dabendorf ein kleines Landhaus bewohnte, verschwand damals spurlos. Und jede Nachforschung nach seinem Verbleib bitcb zunächst vergeblich. Schließlich entstand aber der Verdacht, daß Fran Behm genieinschaftlich mit ihrem Liebhaber, dem Brunnenbauer .Wbc der be; den Eheleuten wohnte, den Verschwundenen ermorde' und beisi..e geschafft habe. Der Verdacht verdichtete mögllkS die Ladimst & Sergen Das Schiff, das ein gemakkige» Leck bat, ist wahrscheinlich samt seiner Ladung verloren. In der 9tzrhe von Aiax Bop soll noch ein anderes britisches Schiff, ,,Honsth Head", gestrandet sein. Weiteres über den Unfall ist nicht bekannt. * Von der deut schen S Pi tzbergonex'hedtitiion. Bei Geheimrat Professor Hergesell in S tra ßb u r g traf von der Deutschen Wissenschaftlichen Statton an der Croß-Bai eme telegraphische Nachricht ein, daß die von dem Letter ber Station, Dr. AB c gen er, inS Leben gerufene Hilfserpedttion ßür Schröder- Strantz noch nicht zurückgekehrt ist. 2lnf der Station befinb*'1 sich sonst alles wohl. * Ein seltsamer Unfall. Mts Recklingh«u fem wird gemeldet: Ein rätselhafter Unfall hat sich während der Fahr' des Personenzngrs 549 von hier nach Haltern an der Oerstrückr' abgespielt. Dort stürzte der Schaffner Franzel von einem Abteil des Zuges ab und geriet unter die Räder. Er starb llrrz- darauf. Bei der Ankunft des Personenzuges in Sinsen teilte eine! Frau dem Dienstleiter mit, daß während ber Fahrt ein Schuß gefallen sei. 9luch standen bei ber Ankunft des Zuges beide Türen eines' Abteils offen. Es ist nicht miSgeschlossen, daß zwischen bent' Verunglückten und einem Reisenden ein Wortwechsel ftattgefunben hat, in dessen Verlaus auf den Schaffner geschossen und dieser dann auS betni Zuge geworfen worden ist. Kleine Tciqeschronik. Infolge der vielen v-Z tt g-Dieb stähle haben die Eisenbahndirektionen das Fahrpersonal angewiesen, insbesondere auf langen Strecken, häufiger als bisher durch den Zug zu gehen und dabei auf die Sicherheit des Eigentums der Reisenden zu achten. In Leipzig st a r b im Alter von 67 Jahren der Schriftsteller und frühere Schauspieler Rudolf R e t t y vom Deutschen Theater in Berlin. Auf dem Rangierbahnhof Seelze stießen zwei Lokomottven zusammen. Der Lokomotivführer Wolter wurde getötet: ber Reservelokomotivführer Hoppe erlitt einen doppelten Unterschenkelbruch und ber Hilfsschaffner Ratting eine leichte Kopf-» Verletzung. Verhaftet wurde ber 25jährige Buchhalter Erich Schröber, der bei einer persischen Teppichgesellschaft in Täbris etwa 37 00O Mark unterschlagen hat, als er bei ber Dresbener Bank in Berlin einen Kreditbrief vorwies. Anläßlich des 50jährigen Bestehens ftiftetc die Bergwerks- Aktien-Gesellschaft „Confolidation" in Düsseldorf 100 000Ml, für die Schaffung von Wohlfahrtseinrichtimgen für Bergarbeiter. Aus A st r a ch a n wird gemeldet, daß von den am 3. März auf einer Eisscholle ins Meer getriebenen 55 Fischern 22 gerettet worden sind. Der Automobilbandit L a c 0 m b e ist in Paris verhaftet, worden. Martin Gauthier, der Mitschuldige des Masse- Verwalters der Kongregationen Duez, ist in Italien festgenommen worden. Die Tochter des Zaren, die Großfürstin Tatjana Nikolajewna ist am typhösen Fieber erkrankt. Ihr Be finden ist den Umständen nach befriedigend. Gute Kost im kleinsten Haushalt! Gute und schmackhafte Kost zu geniessen ist jetzt kein Vorrecht der Begüterten mehr, denn die Liebig-Kugeln ermöglichen es jedermann seine tägliche Kost kräftig und schmackhaft einzurichten. Liebig-Kugeln kosten 5 Pfennig das Stück und sind in Döschen ä 5 Stück überall zu haben. Sie bestehen aus rcft.nern Licbig’-s Fleisch-Extrakt, der nur mit einer leichten Schicht Gelatine umgeben ist. Lesen Sie die jeder Dose beigegebene Gebrauchsanweisung t DV1 Bürgerverein Giessen Teunetdiao, den 13. März er., abends 8'/r Ubr, m Saale des Hotel Einhorn Nitglitto-Vnliig Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Vrofeffor Dr. Rauch: „Tic Kietzener Kunsliammlungen": 2. Besprechung wichtiger kommunaler Angelegenheiten von allgemeiner Bedeutung iBahnhoiserweilerung, Ausstellungen, Strotzen- u. Berkehrsverhäliniffe u.a.m.) Wir laden unsere Mitglieder nebst ihren Damen zu recht zahlreicher Beteiligung ein. v,e/i Ter Vorttaud. MW« Bahnhofstr. 34 Ecke Schanzenstr. Programm Mittwoch bis Freitag Dis schwarze Höhle aii/8 Spannendes Drama in 3 Akten. Natur, und Der Stehelliäiiler im Kampf eins Dasein wissenschaftliche GiraHenjagd, hochinteressant Ausnahmen Äegypten ' Pathe-Journai Ferner die große Komödie in 2 Akten: Der ßerr Direktor Diese überall mit riesigem Erfolg aufgeführte Komödie nach Alexander Bisson u. Fabrice Carrö wird von ausgezeichneten Künstlern gespielt. Jll der §ountrollt Herr Moritz Prince. Mit diesem Programm, »rlches besonders reichhaltig an belehrenden Films (Wissenschaft!, und Naturaufnahmen) ist, bieten wir unseren geehrten Besuchern etwas ganz Hervorragendes. Ab nächsten Samstag der Riesenfilm: Manschen unter Menschen nach deut Meisterwerk Viktor Hugo'S in 9 Akten. Alice-Schnle, KirGraße 20. Donnerstag, den 13. März, 10-12 u. 3-5 Uhr Ausstellung der Arbeiten des Handarbeitslchrcriniicnseminars. - Achtung! Morgen Donnerstag, Von 1 jlO Ubr ab, verkaufe am Hotel ITcUcnfelkr in Wieben aus einem* Waggon alles nur irische prima Waren: feinste franz. Endivien, 1 Pfund 25 Pfg., franz. Blumenkohl, Stück von 20 Pfg. an. rote Speiiemöliren, 10 Pfund 50 Pfg.. rote Riiben (Sectc), 10 Pfund GO Big., acfimbc, verlesene Zwiebeln, 10 Pfund 30 Psg.. Lack 2 Mk.. Pfund Schwarzwurzeln 35 Pfg., sowie dicker bolländiicher Rotkohl, Wcitzkobl, Wirsing, Meerrettich, LeNericknollen, r/anch, sl'.ovs ialat, Apfelsinen, ditronen uiw. alles an »erst billig. .733 KBein aus Cöln. Die Bierh.andlung Georg Lieh Giessen :: Leihgesterner Weg 24 empfiehlt ihre la. Biere nach Wiener. Bayrischer und Pilsener Brauart aus der Unionbrauerei A.-G. Giessen, sowie Kraft hier und alkoholfreie Getränke in Flaschen und Gebinden zu billigsten Preisen. — Lieferung frei Haus. — Porto wird bei Bestellungen vergütet. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Eis kann zu jeder Zeit geliefert werden. CUM l Silb. Damen-u. 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Schälle i Fiilijraiie Bahnhofstr. 26 \ Ludwigstr. 20 I 5cW)on 186 Meine frühjahrs - Neuheiten in Kinderwagen und Sportwagen sind eingetroffen. — Ich bitte bei Bedarf um gefäll. Besichtigung meines Lagers Berthold Kühne Seltersweg 26 Grösste Auswahl nn Billigste Preise Kirchenrat Engels-Stiftung Die Zinsen der Engels-Stiftung sollen am 24. März an zehn arme und ivürdige Familien zu Gietzen verteilt werden. Die Familien, die iid) um diese Stiftung bewerben tvollen, mögen sich bis zum 15. d. M. bei dem Pfarrer, zu dessen Gemeinde sie gehören, anmeldeu. Gietzen, den 12. März 1913 Der evang. Gesamt-Kirchenvorstand Dl,/s) D. Schlosser. n Stil Xonstnliti-Abschlag ■ Tauerkrant Talzgurken Lal.zqnrkett Noilinops Bollheringe Stück Stück Stück um mein Lager zu räume» KOI gebe ich auf alle Konserven " |o Rabatt. per Pfund ( dlü 3 Stück 10 „ 100 3 10 H Hch. Kalbfleisch My SeltcrSweg 12. an: Telephon 285. 1—5 Pfd. schwer, Pfd. 35 Pfg. Nordsee-Kablian ohne Kopf üD Pfund 20 Psg^ Nordsee-Pratschellfischc Pfund 17 Psg. Gießener Volksbad ui^an ßjgßgn Bilanz am 31. Dezember 1912 Aktiva. An Betriebs Konto Borräte......Mk. An Kana Konto Bestand......„ 2ln Konto Karrent Konto Guthaben...... An Fmmobilien Konto Grundstücke, Gebäude, innere u. maschinelle Ein- rtchlung ...... „ Au Mobilien Konto Inventar......„ Ao Gewinn-u. Verlust Konto Saldo ver 1.1. 1912 Mk. 13 564.31 ab Geivinn ver 1912 „ 3 497.57 „ Passiva. Per Aktien Kapital-Konto 1772.82 100 Aktien Ut. A aMk. 1000-Wt. 100000.- QORR Aktien Lit. B ä Mk. 300 - Mk. 52 000.— 17650.45 Per Hvvotbekea Konto Hvvothek ...... Per Darlehens Konto Darlehen....... 172373.65 Per Re-ervefonds Konto Reserve aus 189b . . . 4570.- 10066.74 152000- 44500.- 10000.- 24.54 Mk. 206 524.54 Mk. 2065242S4 Gtiviim- nnh Lerluß-Koiito am 31.^,1*1912 Verluste. Betriebs Konto Betriebskosten .... Mk. 31917.58 Handlungs-Unkosten Konto Handlungs-Unkosten . . „ 1119.72 Immobilien Konto Abschreibungen .... „ 3337L5 Mobilicn-Konto Abschreibung 50730 Zinsen Konto Zinsen 1592250 Gewinn ti. Verlust-Konto Gewinne in 1912 ... „ 3 497.57 Mk. 41 972.42 Gietzen, den 31. Dezember 1912. Gewinne. Betriebs Konto Einnahmen in 1912 . . Mk. 41 465.90 Zinsen Konto Zinsen auö Guthaben . , 506.52 Mk. 41 972.42 ID»/, Der Vorstand und Aufsichtsrat: Eichenauer ’ Mecum Holzverfteigerung in den Waldungen der Gemeinde Wiefeck. Dienstag, den 11. März d. I., vorm. 10 Uhr beginnend, sollen in den Distrikten Heg wald, Klause und Dürrloch nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 37 Eichenstämme 4. Kl. (30—39 cm Durchm.) , = 23,34 Fm. 82 Eichenstämme 5. Kl. (25—29 cm Durchm.) = 38,33 Fm. 247 Eichenstämme 6. Kl. (unter 25 cm Durchm.) ----- 62,37 Fm. 1 Ulmcnstamm 6. Kl. (unter 25 cm Durchm.) — 0,23 Fm. 13 Eichen-Dcrbstangen — 0,55 Fm. 5 Rm. Eichen-Scheitholz (Rollen). Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstraße Wieseck —Alten - Buseck an der Wirtschaft zur Ludwigsburg. Der größere Teil des Holzes lagert im Distrikt Hegwald, vom Abtrieb herrührend, und ist als Wagnerholz sehr geschätzt. Wieseck, den 6. März 1913. Der Bürgermeister. Schombe r.8*/, stilvoller Ausführung, Möbelfabrik Altenbuseck b. Gießen W Schwerhörige erhalten das „Otophone“ 15 Tage zur Probe Persönlicher Besuch erbeten. Broschüre Nr. 18 kostenlos. Deutsche Otophone Co. Frankfurt am Main Bockenheimer Anlage 50 pt (Kein Laden.) Beim J. B. H. i ist alles da la. Ideal (Oartiierivatcn, Rechen, .Rival" harten m. auswechselbaren Zlauern, etrefen- und Rcdfchercu, Baumkratten uud Säge», Drahtbürsten, Gärtner u. Blumengietzkaunen, Bast, Kokositricke. Kütdergartcu Geräte usw. J.B Häuser Neustadt 56 Telephon 660 Npeilnl-Hcrd- und Ofen - ÄURNtellinf Rodheimer Straße T2. Saathafer Bcneler II Ugowo Strube* Schlan*tiUlter Swalöf« SIcireMhafcr in besten Qualitäten empfiehlt *”• C. C. 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Postkeller Lehrgänge für Stenographie und Maschinenschreiben für Damen und Herren Unterrichtsgeld für Stens- gravbic 6. - Mk. und für Maschinenschreiben (nur für Mitglieder und für die Teilnehmer an dem X’lnfrinflct' kuriuS» 2.- Mk. lv>-, Anmeldungen an Sekretär L o b, Mühlstratze 31, erbet. Gabelsberqer Slenogr.-Verein Damenverein Cabeisberger. Liebigshöhe. t TunncrStait, 4 -Silit: KaffeeKonzert Mtaler Gieta Direkt: Hermann Stelnfoetter Mittwoch, 12. März 1913, abends 7 Ubr: 19. Mittwoch - Abonn. - Borst Gewöhnliche Preise. Der Revisor. Komödie in 5 Auszügen vor Rikolaus Gogol. Ende 9V. Uhr. a*/,