Ur. 191 Drittes Blatt 165. Jahrgang Gießener Anzeiger Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Oberhessen Tie „Gießener ZamUienblStler" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Urei,blatt für den Kreis ftiefjen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit fragen" erscheinen monatlich zweimal. Samstag, 16. August 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen UnioersrtätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition unb Verlag: 51. Redaktion:112. Tel.-Adr.:LlnzeigerGreßen. Luther als Steuerzahler. Heber dieses in der Zeit der Wehrsteuer besonders interessante Thema weiß die „Straßburger Post" (Nr. 825) eine eigenartige Aeußerung mitzuteilen. Sie findet sich in einem Brief Luthers an den Kurfürsten Johann den Beständigen von Sachsen, in dem der Reformator schreibt, daß er freudig aus seinen geringen Mitteln die Steuern bezahlen mürbe, die zur Sicherung der deutschen Reichsgrenzen gegen äußere Feinde notwendig seien. Der Brief stammt aus dem Jahre 1529, als die Türken vor Wien erschienen und in Teutschland die Furcht gehegt wurde, die asiatischen Sorben könnten das ganze Reich überfluten. Damals forderten die Fürsten von 'ihren Untertanen den sogenannten Türlenpfennig, und als diese Forderung auch an Luther gelangte, richtete er an seinen Landesherrn folgendes Schreiben, in dem feine Stellung zur „Wahrste uer" des Jahres 1529 deutlich zum Ausdruck tarn: „Ich wollte auch gerne mit meinen Pfennigen bei dem Türkenzuge sein, und zwar unter denen, die willig beitragen, denn der Unwilligen sein genug. 3d: wollt auch gern ein gut Exernpel geben, dem Neid zu begegnen und andere aufiumuntem, immn sie Zehen, daß and) Tr. Marti aus mitsteure. Ich hoffe, <*5 würden die Gvoick-en, so id) und andere gehorsamen und freudigen Ge- müthS beitragen, Gott nicht minder wohlgefällig sein, als der Wittwen Sdrärflein und besser als die Tu taten, welche die Reichen mit Unwillen erlegen." Die (Eröffnung des Haager $rieöen$palafte$. Taö Werk ist vollendet, schon sind die Einladungen versandt: am 28. August wird, anschließend an den am 20. August im Haag zusammentretenden Friedens-Kvngreß, der prächtige Neubau des Fricdenspalastes festlich eröffnet werden. Das stattliche Bauroerk, das dank einer Stiftung Carnegies in großzügiger Form errichtet werden tonnte, erhebt sich inmitten eines prächtigen Parks: der Baustil lehnt sich an ältere flämische Formen an. Ein eleganter großer Turm beherrscht den ganzen Komplex der Gebäude und im Erdgeschoß öffnen sich hinter zehn Arkaden ebenfo viele stattliche Tore. Zum Smyrttoe führt eine große Steintreppe, über die man in den imposanten Vorraum, das Treppenhaus eintritt. Sier liegen, ebenfalls im Erdgeschoß, rechts und linls von der großen Ehrentreppe, ein kleiner und ein großer öffentlicher Saal. Beide sind von Konferenz- zimmern und Beratungsräumen umgeben. Den Delegierten stehen besondere Zimmer zum Empfang von Besuchen zur Verfügung: es fehlt auch nicht an besonderen Rauchzimmern und Erfrischungsräumen. Durch Auszüge gelangt man in ba3 erste Stockwerk, wo die ständigen Geschäftsräume des ^Generalsekretärs des Internationalen Friedensbirreaus untergebracht sind. -Sier befinden sich auch die großen Archive, Arbeitszimmer, die prachtvolle Bibliothek und der Zugang zu den Tribünen der öffentlichen Sitzungssäle. Auch für die körperliche Bequemlichkeit der Friedensdelegierten wird gesorgt, schön eingerichtete Baderäume, Massiersäle und ein Friseursalon harren ihrer Gäste. Tie Baukosten des Friedenspatastes sind bekanntlich zum größten Teil durch die Stiftung Carnegies bestritten worden, aber an der Ausschmückung sind alle großen Kulturnationen beteiligt. Aus Deutschland stammen alle Schlössereisenteile und die sckföneu schmiedeeisernen Türen, Frankreich sandte Gobelins und Ssvres-Porzellan, Eng land die Glasfenster, Italien das Marmormaterial, aus Japan kamen prachtvolle Seidenstoffe, aus China Porzellan und aus der Türket kostbare alte orientalische Teppiche. Tie Schweiz steuerte die großen Uhren bei, Amerika die kostbaren Holzarten zur Innendekoration und So Ilan b lieferte als Wandschmuck Gemälde der flämischen Schule. Bei der festlichen Eröffnung werden, so weiß das Journal zu berichten, Kanonen ihre Stimmen zu Frcudensalven erheben, so daß am 28. August ausnahmsweise die Artillerie für die Sache der Friedensfreunde wirken wird. Giftiges Brot. Das fcudxtc Frühjahr, der nod) nässere Vorsommer dieses Wahres und der fehlende Sonnenschein während dieser ganzen Zeit hat unsern Feldern trotz alledem einen reichen Crmesegcn de Wert. Der Landmann hat zwar viel Mühe, oas lagernde, mit Vogelwicken ganz verwachsene Getreide zu mähen, aber war haben rem Hungersahr, keine Teuerung des täglichen Brotes zu erwarten. Im Gegenteil, es ist reichlich gewachsen. Mit ihm zugleich ist aber ein schleichendes Gift gewachsen, auT das hier anfmersam gc macht werden soll: Das Mutterkorn. Gebt man an einem reifen Kornfelde vorüber, so fallen dem Beobachter schwarze, bornartig gekrümmte Oktal bc aut, ineldk- neben den Körnern in den Aehren sitzen. Sie sind in gewöhnlichen Jahren in unserer Gegend äußerst selten, und wenn sonst welche für wissenschaftliche Untersuchungen gebraucht wurden, kam es vor, daß man stundenweit die Gemarkungen danach absucken konnte, ohne auch nur ein Stuck zu finden. In diesem Jahre aber ist Mutterkorn, in der Nähe unserer Stadt wenigstens, z. B in den Kornfeldern der Schwarzlach, an der Lahn usw., so reichlich, daß man, wenn die verbesserte Reinigung des Brotgetreides das Mutterkorn nicht auszufcheiden vermag, ehe es zu Mehl vermahlen wird, Schädigungen der menschlichen Gesundheit befürchten muß. Der Genuß selbst geringer Beimengungen von Mutterkorn unter dem Brot gibt nämlich Veranlassung zu jenen Krankheiten, welch? man von alters her unter den Namen „Ä‘r ic be I f r a n FI) e \V*> „Kornstäupe", „Brandseuche" ober „Antoniusbrand" kennt und früher in vielen Gegenden epidcmisdf auftraten. Während geringe Mengen des Giftes von den meisten Menschen vorübergehend ohne Schaden vertragen werden könncit, ruft der fortgesetzte Genus? von Brot, welches Mutterkorn entkiält, schwere Krankheitserscheinungen hervor, die unter ungünstigen Umständen zum Tode führen können. Die Kranken werden von Schwindel, Schmerzen im Rücken und den Gliedern, ,\)autjucfen knebeln 1, Zittern und Zuckungen befallen. Tic Gliedmaßen wer den gerötet, sie schwellen an, schließlich bilden sich Brandblasen, cs stellt fick) Fieber ein, bis der Tod ein qualvolles Leiden endet. Bisweilen äußert fick) die Krankheit aber aud) in anderer Form. Es stellen sich Uebelkeit, Erbrechen und Durchfall ein, die Kranken leiden an Taubheit und Gesichtsstörungen, es entsteht Turft- gcfühl, Heißhunger, es treten Krämpfe ein, welche die Formen des Starrkrampfes annehmen können. In andern Fällen entsteht Wahnsittn ober Blödheit und auch in diesen Fällen soll "der Tod bisweilen einen traurigen Abschluß eines nicht rechtzeitig erkannten Leidens bilden. Die Dauer der Krankheit betragt 4 bis 12 Wochen. Was ist Mutterkorn, wie entsteht cs, wie ist seine Verbreitung und wie läßt sie fid) bekämpfen? Wie erkennt man ferner verdächtiges Mehl und Brot? Diese Fragen lassen sich unter Ver meibung von wissenschaftlichen Fachausdrücken etwa folgender weife kurz beantworten: Das schwarze, beim Durchschneiden innen violett aussehende Mutterkorn ist der Dauerzustand eines Pilzes, Clavieeps purpurea, wie die Kartosfelknolle der ausdauernde Teil der Kartoffelpflattze ist. Es ist für die Verbreitung desselben ganz gleichgültig, ob das Mutterkorn bei der Ernte ausfällt und auf dem Acker bleibt, ober mit dem Saatgetreibe ausglsär wird. In beiden Fällen entwickeln fid) aus ihm Ende Mai oder Anfang Juni, wenn bas Korn blüht, eine Menge roter ober gelblicher, stecknadel köpf großer Körper, bie auf Stielen sitzen. Aus ihnen werden, wenn sie ihre Reife erlangt haben, mikroskopisch kleine Sporen ausgestoßen, welche, vom Wtnbe verweht, auf bk Aehren des Roggens ge langen. Hier keimen sie in kurzer Zeit und verursachen die als Honigtau des Roggens bekannte Erscheinung. Diese süßlid) febmedenbe Flüssigkeit, die namentlich bei feuchtem Wetter oft so reichlich vorhanben ist, daß sie von ben Aehren abtropft, enthält die Pilzkeime in unzähliger Menge, welche von Insekten, die bei £>onigtau anlockt, von Aehre zu Aehre, von Felb zu Feld Ver breitung finden. Gelangt einer dieser Pilzkeime zwischen die Spelzen, an ein werdendes Sametiforn des Roggens, so verändert sich dessen Zellinhalt, es entsteht Mutterkorn. Bei trockenem Wetter kommt cs zur Bildung des Honigtaues nur in sehr beschränktem Maße und Sonnenschein tötet die ihm ausgesetzten Pilzkeime binnen wenigen Stunden ab. Es ist also verständlich, wie der Pilz in feuchten Lagen und in nassen, trüben Sommern, wie der gegenwärtige, die günstigsten Vorbedingungen 3um Gedeihen findet. Außer auf Roggen kommt das Mutterkorn nod) auf verschiedenen Gräsern vor, von welchen aus die Kornfelder leickt infiziert werden tonnen. Tatsächlich findet sich in der Regel freuten »Ku nfcfcbatt. Weibliche -lcrzte auf dem Internationale» Medizinischen Kongreß. Wenn bei dem früheren in London abgeh.iltenen Internationalen Mediziner-Kongreß im Jahre 1881 jemand davon gesprochen hätte, daß bet dem großen Kongreß für Medizin im Jahre 1913 die Aerzte aller Weltteile die Gäste ihrer Kolleginnen sein würden, hätte man den Kops geschüttelt und den Mann, der solches voraus sagte, zumindest für einen red t seltsamen Propheten gehalten. Und bod; ist das, was man einst als ausgeschlossen ansah, Ereignis geworden, in den dem Kongreß vorgelegten Berichten nehmen die Studien und Beobad untgcn nriblidter Aerzte sowohl ihrer Zahl als aud> ihrer Bedeutung nach einen sehr stattlichen Rang ein, und für die Stellung, bie sich bie Frau im Laufe der letzten Jahrzehnte in der Heilkunde der Welt erobert bet, ist ein charakteristisches Zeichen das große Bankett, das in diesen Tagen die Kongreßteilnehmer als Gäste in der Londoner Medizinischen Hochschule für Frauen vereinigt. Im Jahre 1881 nxir diese Hochschule gerade begründet worden, sie zählte laum 23 .Hörerinnen, und die Frage der Zulassung von Frauen zum mebutnnd-.u Studium zählte mehr Gegner als Verteidiger L>eute wirken nicht nur in allen Weltteilen wunderte, ja Taufende von Frauen als Aerzte; auch auf dem Gebiete der medizinischen Forschung und vor allem auf organisatorischem Ge biete haben sich viele iveiblidre Aerzte einen Namen gemacht, der int Reick, der medizinischen Wissenschaft einen guten .'dang hat. Als Prof. Tuffier bei dem Bankett davon sprach, daß man stolz fei, Gäste der" weiblichen Kollegenschaft zu sein, sagte er mehr als eine leere Schmeichelei. Tenn an der Tafel sah man Aerztinnen, wie Tr. Mar» Scharlieb, die jahrelang als akademische Lehrerin an der Universität Madras wirkte, burch eigene Initiative die gewaltige Organisation schuf, die heute im weilen indischen Reiche in der är.jtlidxn Behandlung der eingeborenen Frauen so viel Segen stiftet, und bie auf Grund ihrer mannigsacken Veröffentlichungen die goldene Medaille der Univerf'ität Ebinburg erhielt. Wie groß ist heute bereits nur in London die Zahl der Frauen, die im mcdiffnif'chen Berufe hohe und verantwortungsvolle Stel- lui'eicn beHeiben. Fräulein Tr. Aldrick Blake ist erster Chirurg an dem neugcfdxmenen Frauen krankenhaus, als amtlicher ärztlicher Berater des Londoner Graffchastsrates wirkt Frau Tr. Tidcnfon Bcrrv, die zugleich am Alexandra-Hospital für Kinder eine leitende Stellung einnimmt, und so ließen sich noch viele anführen. Einer der tüchtigsten Augenärzte, eine Autorität auf diesem Gebiete, ist Fräulein Tr. Amy Sheppard, die als Chirurg am New Korker Frauenkrankenhaus wirkt: eine der berühmtesten weib-I ffchen Aerzte aber bleibt Tr. 9.1haube Abbott, die in Kanada an' der Mc Gill Universität wirkt und nicht nur in Kanada, sondern auch in den Vereinigten Staaten^ als eine Autorität auf bcm Gebiete der Pathologie gilt. Als Chirurgin hat sich Tr. Sarah Palmer in Boston einen großen Namen gemacht — kurz, bie Zeit ist bereits gekommen, da es nicht mehr möglich ist, alle weiblichen Aerzte von Bedeutung einzeln aufzuführen. Tie Zahl der Forschungsberichte und Vorträge, bie von weiblichen Aerzten bei bcm fetzigen medizinischen Kongreß in London vorgelegt würben, Üderstetgt 200 und ebenfo gr >f ist die Zahl ber weiblichen Teil nehmet- an dem Kongreß. Besonders auf dem Gebiete der >Nnder- heilfunbc haben die Frauen wertvolle Arbeitcm von wissenschaft- licker Bedeutung tu verzeichnen, darunter auch die Studien von Tr. Julia C. Lathrop, die als Präsidentin des amerikanischen Kinbcramtes in den Vereinigten Staaten in führender amtlicher Stellung das Kinderheilwesen ber Union beaufsichtigt. * Sur 27. Tagung bcs Allgemeinen Deutschen grauen Vereins in Gießen vom 6.-8. Oktober 1913. ®ir werden gebeten, mitzuteilen, baß folgende öffentliche vaupt vertrage für _bic Abende festgesetzt worden find: Es sprechen am 6. — ktober: Frl Tr. Marie Bernays über „Besteht ein ursach lid-er Zusammenhang zwischen der Frauenbewegung und dem Geburtenrückgang?" Äin 7. Oktober: Frl Tr. Gertrud Bäumer über „Wirtschaftliche Tatsackfen und Kulturforderungen in der Frauenfragc", und Frl. Helene Lange über „Ter Weg zum Frauenstimmrecht". Am Nachmittag des 8. Cttober soll eine Jugendoer fammlung stattfinden. Ein ausführliches Programm wird im September veröffentlicht werden. — Ten Wert der Frauenreckts schütz st eilen, von denen eine bekanntlich auch in Gießen ihre segensreiche Tätigkeit entfaltet, haben aus der 5. Generalversammlung des Recktsschutz- verbattdes für Frauen zu Düsseldorf im Juni b. I sackkun- b 1 g e Manner mit besonderer Wärme anerkannt. Wir entnehmen den: Centralblatt des Bundes Deutscher Fraucnoereine „o.te «vrauentrage" Nr. 8 vom 16. Juli 1913 folgenden Bericht - _ ~cr Regterungspra,ident Tr. Kruse bezeichnete die Rechts- fchuvtattgkeit als die sympathischste Erscheinung in der Fraucti- benxgung Ihr Leittnottv sei bie herzliche Liebe der Frau zur ^rau^unb dteie Arbeit, auf Liebe gegründet, schaffe eine Fülle . regens -ter Sberlandesgertchtspräsident Tr. Ratjen tagte in enter herzlichen Ansprache u. a.: Das Beftteben, jebem zu feinem Recht zu verhelfen, läßt die Frattenrechtsschutz- IteHcn mit der Justizverwaltung Hand in. Hand gehen. Es ist dringend notwendig, daß. die Frau sich mit der Frau beraten kann, denn die Rechtsordnung hat etwas Hartes, Jwin- gendes, und kann nicht jede Person einzeln berücksichtigen, ^a int es mit großer Freude zu begrüßen, daß es Frauen sind, dtc j eitle Unwissenden, Schutzlosen belehren, Frauen, bie die auch das meiste Mutterkorn an den Rändern ber Kornfelder, n»o diese an rasige Raine ober Wiesen grenzen. Cs ist daher geboten, sie vor der Roggenblüte zu mähen Feuckstgelegene Aecker sind zu entwässern und der Anbau von Roggen aut Feldern, die erfahrungsgemäß viel Mutterkorn hervorbtingen, burdi andere Feldfrückste zu ersetzen. Ein Rabtkalinntel ist das Abiudfen beö Mutterkorns vor Beginn ber Ernte, bock dürfte sich zu dieser ’Shbcit, bfe sich durch den Verkauf des gesammelten Mutterkorn^ in die Apotheken bezahlt madicn würde, aus Mangel an Zeit kaum jemand finden. Es bleibt darum immer als letztes bie Zuversicht aut eine gründliche Reinigung sowohl des Saatgetreides wie auch ganz besonders im Interesse b?r menschlichen Gesundheit d au reu verbreitet Verband 10 viel Segen, der in bcm Bewußtsein: ich helfe! feinen Lohn trägt. Tiefe Tätigkeit ber Frauen erfüllt uns Mitbürger mit Stolz. Ich habe ben Auftrag der Stadt, deren herzltchen Tan! zum Ausdruck zu bringen unb Sie als hwch- gcichätztc i^äfte tnilirommcn zu heißen." Justizrat Kehren gab rur bie Anwaltskammer die Versicherung ab, baß sich deren Mitglieder auch künftig gern in den Dienst ber guten Sache stellen werben. Tic Landesverficherungsanstalt unb ber Verein 4rinfariuriorgc ließen durch Lanb.srat Tr. Schellmann die beiten Wünsche für einen erfolgreichen Verlauf ber Tagung überbringen. Tic Frauenarbeit bedeute eine erfreuliche Entlastung im Reichsversicherungswefen und fei eben io tvünschens- roert, wie die wirksame Frauenarbeit in der Trinkerfürsorge. ~ ~ Mütter-Pensionen 1 n Amerika. Das von dem Staate New Jersey eingefüforte PennonSgesetz für Mütter ist fetzt in Wirksamkeit getreten. Nack den Bestimmungen des Gesetzes fallen fünftig alle 23ihnen, bie kein Vermögen besitzen und.Kinder haben, sich dabei aber durch eigene Arbeit ernähren müssen, vorn etaate eine Beihilfe zur Erziehung und Unterhaltung ihrer Kinder gewährt bekommen. Im 6 Fällen find nach Prüfung der 23er* hältnissc bereits laufenbe Pensionen bewilligt worden Tie Witwe Katharine TuHar, die zwei Kinder hat und sich durch Uebernafome von Haushalttmgsarbeiten durchschlägt, erhält fortan von der Staatskasse monatlich 56 Mk.: Tfoercfa Cannon, bie 3 Kinder hat und ein kleines Ladengeschäft betreib’, erhält 72 Ml. im Monat, unb die Wäscherin Florence 7ft:cdericks mit 4 Kinbern 88 Mk. Die Höck ste^ Pension, die bisher ausgesetzt ururo?, erhält Frau Verona Foß, die ihre 6 kleinen Kinder durch ihren Verdienst al? Fabrikarbeiterin ernährt. Tie Staatskasse hat differ tapferen Mutter bis auf weiteres eine Beihilfe von 120 Mk. im Dconat ausgesetzt. des Wassers nicht ioefentlich verändert. Die bakteriologische Untersuchung wurde monatlich ausgeführt und ergab sehr geringe Keimzahlen. Das Leitungswasser der Stadt Gießen konnte nach dem Ergebnis der chemischen und bakteriologischen Untersuchung als sehr geeignet zn Trink und Haushaltungszwecken bezeichnet werden. Die Beanstandungen der Gebräu chs g e g e n st ä n d e betraten in der Hauptsache irdene Töpfe, die mit einer stark blei- abgebenden Glasur versehen waren. Einige Schmierseifen enthielten Stärkemehl. Die hygiemsch-ll;emischeri Untersuchungen erstreckten sich auf Abwasser, Flußwasser, Arzneimittel, Hausschwamm -usw. usw. Ver- .schiedentlich waren Nahrungsmittel auf Gifte zu untersuchen. In forensischen Fällen wurden Leichenteile usw. auf Gifte und diverse Objekte auf brennbare Substanzen untersucht. In einem Hühnermagen wurde Phosphor nachgewiesen. Die technisck>cn Untersuchungen umfaßten: Maschinenöle, Fette, Futtermittel, Glyzerinwasser, Kalksteine, Kunstdünger, Metalle, Tone usw. Todesdrohungen gegen Lord Rothschild. (Sine Verhanditenq vor dem Bowstreet-Polizeigericht in 'London gegen den jungen Deutschen .Heinrich Kremers- kothen, d-er auch Lord Rothschild als Zeuge beiwohnte, nahm einen iitteressiutten Verlauf. Der Angeklagte, der sehr elegant gekleidet war und einen Zylinderhut in der Hand hielt, hätte, nach den Ausführungen des Anklagevertreters Mr. Travers Hn mph res, am 27. Juni folgenden, mit dem Vermerk „Dringlich" verzeichneten Brief an Lord Rothschild gelangen lassen: „Sir! Das Komitee — nimmt sich die.Freiheit, Sie um die Summe von 30 400 Pfund für seinen Fonds zu bitten. Vier Tage nach Empfang dieses Briefes l>aben Sie in der „Times" unter der Rubril „Persönliches" folgende Annonce erscheinen zu lassen: „Goldener Ring mit Diamanten ist nahe Coveutgarden-Oper verloren worden. Fünf Pfund Belohnung." Das wird uns Ihr Einverständnis beweisen. Am 10. Juli müssen Sie Ihren Nach- mittaqstee im Cafe Appenrodt, Coventrystreet, nehmen. Auf der Toilette werden Sie zur rechten Hand in der Ecke hinter den Wasserröhren in der Mauer ein Vod, rinden. In dieses Loch legen Sie die Summe, und zwar dreißig Banknoten zu tausend Pfund und vierzig zu zehn Pfund. Der Platz mag Ihnen komisch erscheinen, aber- er ist sehr geeignet, weil man Sie dort beobachten kann. In folgenden vier Fällen hat das Komitee Ihren Tod beschlossen: 1. Falls Sie die Polizei verständigen oder sonst eine Finte gebrauchen. 2. Falls wir die Annonce nicht in der „Times" finden. 3. Im Falle wir das Geld nicht bekommen oder wir Schwierigkeiten bei der Einkassierung der Banknoten haben. 4. Falls Sie uns späterhin verfolgen ließen und einer unserer Gesellschaft gefangen iviirbe. In jedem dieser vier Fälle müßte a u ch Miß Al i e e^Rot hschild sterben. lieber - legen Sie alles und bedenken Sie, daß wir Sie im Mlge behalten. Bedenken Sie, daß es ein schlechter Scherz wäre, gegen uns vor- tzugehen, da wir gewohnt sind, rasch und scharf zu handeln. Wird einer von uns gefangen, so sind andere zur Rache da. Wenn Sie sich aber unseren Geboten fügen, so werdm Sie niemals mehr belästigt werden. Das Komitee." Lord Rothschild übergab natürlich den Brief seinen Anwälten, die sich mit Scotland Yard in Verbindung setzten. In sehr pfiffiger Weise übernahm nun die Polizei die ganze Angelegenheit. Am 2. Juli erschien von ihr folgende Annonce in der „Times": „Goldener Ring mit!Dia- nranten nahe Coventgarden-Oper verloren. Bedingnngen für 10. 'Juli müßten annehmbarer gemacht werden." Daraufhin bekam Lord Rothschild folgenden Brief: „Das Komitee — bedauert, seine Bedingungen nicht ändern zu können." Tie Polizei begnügte sich darauf, das Haus Rothschilds scharf bewachen zu lassen. Am 25. Juli erhielt der Lord folgenden Bries: „Das Komitee teilt Ihnen mit, daß es auf Ihren Tod keinen Wert legt. Es will Sie daher die Summe bestimmen lassen, die Sie geben wollen. Wir kennen alle Schritte, die Sic in Bezug auf die Polizei unternommen haben, und .könnten Ihnen leicht beweisen, daß .Ihr Leben in unserer Hand ist. Zwei Tage nach Empfang dieses Briefes haben Sie folgendes in der „Times" zu annoncieren: „V. H. Die Märe ist mit (Summe nennen) ge- regdt. Falls wir mit der von Ihnen anzugebenden Summe zufrieden sind, so werden Sie nichts mehr von uns hören, und haben am 4. August das Geld im ’ßxrfe Appenvodt in der bereits angegebenen Weise .zu hinterlegen. Bei Gott, das ist Ihre letzte Chance. Das Komitee." Ms Antwort erschien die Annonce: „Affäre mit 100 Pfund geregelt." Der Erp reff er schrieb darauf wieder, tat empört über das geringe Angebot und verlangte nun definitiv am 1. Juli die Summe von 500 Pfund. Ein Inserat sagte ihm dies zu. Und nun trafen die Detektivs von Scotland Mrd alle Vorbereitungen. Sie richteten in dem erwähnten Mauerloch einen elektrischen Kontakt her, durch den in dem Moment, wie eine .Hand hineingriff, ein Läutewerk in Bewegung kommt. Außerdem wurden falsche Banknoten, wie sie sonst von Schwindlern gerne verwendet werden, hineingelegt, vorher aber mit einem Pulver bestreut, das die Hand, die mit ihm in Berührung kommt, blau färbt. Je mehr man versucht, diese Farbe von der Hand abzuwaschen, desto intensiver wird sie. Mles klappte/Am 1. Juli, um 3 Uhr nachmittags, erschien em junger Mann, der sich auf die- Toilette begab; gleich darauf ertönte das Läutewerk, der junge Mensch wurde verhaftet und seine Finger waren violett. Der junge Mensch, der sich als Heinrich Kremerskothen aus Deutschland legitimierte, legte gleich nach feiner Verhaftung ein reumütiges Geständnis ab, schrieb aber aus dem Polizeigefängnis an Lord Rothschild einen jämmerlichen Brief, in dem er um Verzeihung bat. Es heißt in dem Briefe: „Ein zerknirsllster, unglücklicher junger Mensch, der weiß, wie gut Sic sind, wendet sich mit einem Hilfeschrei an Sie: Ich bin aus guter deutscher Familie, habe studiert und war zwei Jahre Beamter rines großen Hauses in Limburg. Ich kam im März nach London, um die englische Sprache zu erlernen und eine Stellung zu finben Ich sand aber nichts und mußte von dem Gelde leben, das mir meine Eltern schickten. Diese sind aber arm, mein Vater hat dreizehn Kinder zu erhalten und meine Mutter schrieb mir, sie könne mir nichts mehr geben, da sie selbst in Not seien. Ihr Herz wird brechen, wenn sie von meinem Verbrechen erfährt." Lord Rothschild gab eine kurze Zeugenaussage ab und erklärte, den Angeklagten weder zu kennen, noch ihn je gesehen zu haben. Heinrich Kremerslothen verblüffte -durch feinen höchst geschickt angelegten Verteidigungsplan. Gr erklärte, durchaus nicht die Absicht gehabt zu haben, eine Erpressung zu verüben. Die Lektüre eines Buches „Casanova und Latude" habe ihn auf die Idee gebracht, zuerst den Erpresserbrief an Lord Rothschild und einige Tage später einen zweiten Brief zu schreiben, in dem er mitgeteilt hätte, er habe durch Zufall von einem gegen den Lord gerichteten Erpresferplan gehört, aber durch sein Dazwischentreten die beiden Verbrecher zur Flucht aus England veranlaßt. Auf diese Weise habe er gehofft, die Gunst und Förderung des Lord Rothschild zu eriuerben. Da aber ganz gegen seine Annahme der erste Brief durch das er=> wähnte Inserat beantwortet wurde, so hätten seine Pläne eine AeMwrung erfahren und er habe die Rolle des Erpressers weitergespielt. Der junge Mann wurde vom Richter dem Geschworenengericht überwiesen. Vermischter. * M ü n ch e n , 14. Aug. Der älteste Feuerwehrmann Deutschlands ist der Schneidermeister Joseph Wagner in Freyung (Niederbayern.) Trotz seiner 87 Ialwe geht er als Oberkrompcter der Feuerwehr seiner Vaterstadt mit festem Schritt und Tritt voraus. * „I mhvfs Pascha, bellen Sie!" Zum 70. Geburtstag des Gencralseldmarschalls v. d. Goltz erzählt Generalleutnant Imhoff, unser geschätzter Mitarbeiter, in der „N. Fr. Pr." von Goltz' Tätigkeit in der türkischen Armee. Eine Manövercpisode ist zu köstlich, um sie nicht zu wiederholen: „Es war während der türkischen Manöver im Jahre 1909: Eine der Divisionen batte die Tundscha mit Hilfe einer in kürzester Frist fertiggestellten Ponton-; brücke überschritten. Trotz der enormen Tagesanstrengung marschierten die Truppen frisch und munter nach ihren Bestimmungsorten. Die höheren Stäbe blieben noch zurück; es erfolgte eine Besprechung und dann hieß es: Auf nach den Quartieren! Die Manövcrlcitung hatte noch etwa 15 Kilometer zurückzulegen, gelangte erst nach eingebrock>ener Dunkelheit auf die Hochebene östlich des Flusses und verirrte sich, ganz gleich aus melden Gründen, in dem wegelosen Gelände. Wir standen rat- und tatlos auf freiem Felde; kein Licht, kein Biwakseucr war zu sehen, kein Geräusch zu hören. Man beriet hin und lyer, was zu tun sei; Erkunder wurden abgesandt, sie kamen resultatlos zurück. Plötzlich sagte der Feldmarschall: „Imhoff Pascha, bellen Sie!" Ich glaubte, nicht recht gehört zu haben und fragte: „Was soll ich tun?" — „Na! Bellen, feste bellen," lautete die Antwort. Ms Offizier gewohnt, jeden Befehl ohne langes Besinnen fofort auszuführcu, bellte ich also Wut und, wie man mir später versicherte, sehr schön und eindringlich : „Wau, wckuwau, wau!" Es dauerte.keine halbe Minute und der Erfolg der Maßregel war uns allen klar. Von rechts vorwärts antwortete ein Dorfköter! Vergnügt schlug sich der Feldmarschall auf den Oberschenkel und rief: „Sehen Sic, der ist auf den alten Trick wieder hineingefallen. Dort reiten wir hin." Kleine Tageschronik. Aus Kaiserslautern wird berichtet: Der wegen Begünstigung des Mörders des Gendarmen Klingel festgenommene Wirt Kolter wurde, wie die Blätter melden, auf Anordnung des Untersuchungsrichters aus der Haft entlassen. Ein Telegramm von den Scillyinseln meldet nach .London vom 15. August: Heute morgen wurde bei der Insel St. Marys die aus 30 Mann bestehende Besatzung des d eu t s ch e n Frachtschiffes „Susann e", von Jquiquc 'mit Salpeter abgegangen, in Booten gelandet. Die „Susanne" war gestern nacht während Nebels aus 'einem Felsen dcr Scillyinseln gestrandet und gesunken. Die Besatzung ist gerettet. Aus Jekaterinoslaw wird gemeldet: In einem Dorse drangen die drei Söhne des wohlhabenden Bauers Bely in der Nacht in den Schlafraum des Vaters und töteten den alten Mann durch Beilhiebe, weil er ihnen Geld zum Brannt- weincinkauf verweigerte. Dann beraubten sie den Vater und vertranken das Geld in der Dorsschenke. Sie wurden, als sie sinnlos betrunken waren, verhaftet. Starr-esMtttsnachrichten. Gießen. Aufgebote: August 9. Otto Kreutcr, Taglöhner, mit Luise Friederike Christiane Daniel, beide in Wetzlar. — 11. Eduard Bernhard Schäfer, Großh. Geometer 2. Klasse in Gießen, mit Lina Gatzcrt in Ostheim. — Julius Mkcr, Schreibgelstlse, mit ^ttosinc Lina Susanne Friederike Schmidt, beide in Gießen. — 14. Friedrich Otterbein, Lehrer in Gießen, mit Elsa Friederike Henriette Wagner in Mainz. . Eheschließungen: August 9. Johann Schwedler, Händler, nnt Dorothea Minna Grünewald, beide in Eberstadt, Kreis Darmstadt. — Hans Eduard Heinrich Adolf Buchinger, Zahnarzt, mit Sophie .xvobannn Friedel, beide in Gießen. — Friedrich Wilhelm Köster, Bierkutscher, mit Mathilde Vogelmann, beide in Gießen — 12. Heinrich Karl Schepp Lehrer, mit Hedwig Holschuh, beide in Gießen. — 14. Richard Lagotka, Kaufmann in Homberg an der Ohm (Kreis Alsfeld), mit Louise Leich in Mrchhain (Regierungsbezirk Kassel). Geborene: August 4. Dem Montage-Inspektor Leonhard Ernst Christian Kuhl ein Sohn, Ernst Karl August. — Dom Bäckermeister Ludwig Bendc ein Sohn, Walter Karl Hermann — Dem Großh. Feldbereinigungs-Geometer Adolf Dietrich Repp eine Tochter, Irmgard. — 6. Dem Maschinenbauer Paul Gregor Hartmann ein Sohn, Georg Joseph. -- Dem Buchhalter Johannes Heinrich Herrmann ein Sohn, Heinrich Jakob Kurt Hans. — 7. Dem Postassistenten Friedrich Wilhelm Mörsch ein Sohn, Karl Wilhelm. — Dem Obcr-Bahnassistcnten Heinrich Schmidt ein Sohn, Curt Heinrich Richard. — 11. Dem Vizefcldwebel und Zahlmeisteraspiranten Ernst Gottlieb Hilgcndors ein Sohn, Kurt Willstlin Ernst. — 14. Dem Installateur Georg Otto Louis Reh ein Sohn. Gestorbene: August 9. Anna Kalbhenn, geb. Finck, 68 Jahre alte, Keplcrstr. 7. — 10. Paula Mtcnpolu, Geschäft:' Inhaberin, 59 Jahre alt, Plockstram 1. 11 Anna SB fiel, 72 Jahre alt, Marburger Straße 13. Leonhard Brnttnlwrn, 42 Jahre alt, Licher Straße 74. — 14. Jakob Heinrich Will^lm Justus Steinmeyer, Gastwirt, 40 Jahre alt, .Kaiser-Allee 24 Alsfeld. Geborene: August 3. Dem Lchramtsasscssor Dr. Philipp Jakob Berg ein Sah», Gustav Otto Gerhard — Dein Slcin ,Hauergehilfen Georg Dickhaut ein Sohn, Heinrich Willi. St erb efall e: August 6. Katharine Marie Hcrgct, geb. Ramspeck, Rentnerin, 61 Jahre alt. — 8. Anastasius Hermann, Wagncrmeistcr, 60 Jahre alt. — 12. Marie Becker, Köchn, 29 Jahre alt. Bübingen. Aufgebote: August 8. Wilhelm Bechtler, Kaufmann in Büdingen, mit Elise König von Wolf. — 12. Gustav Herbst, Handarbeiter in Büdingen, mit Luise Schmidt von Hainchcn. Eheschließungen: August 9. Ludwig Lampmaun, Glasmacher in Büdingen, mit Christina Gruse von Budenheim. — 10. Friedrich Karl Wilhelm Haister, Aahnarbeiter von Hain- gründau, mit Marie Wiedersum in Büdingen. Geborene:, August 9. Dem Glasmacher Heinrich Knafl. ein Sohn, Rudolf. — 10. Dem Schlosser Friedrich Bürger ein Sohn, Mols, Fritz Karl. Butzbach. Eheschließungen: August 9. Dygnus Betz, Schuhmacher in Franlfurt a. M., mit Eugenic Helduser, Büglerin in Butzbach. Geborgene: Juli 30. Dem Gefangcuausschcr Gustav Hein- rrch Louis Schmidt eine Tochter, Johanna Lina. — August9. Dem Fabrikarbeiter Johannes Berck ein Sohn, Rudolf Wilhelm. stcrbefälle: Juli 31. Konrad Weber IX., Taglöhner aus Elchcffachseu, Kreis Schotten. Sriebberg. ^Ä^.obote: August 8. Karl Albert Fortuna Chclini, Saarbrücken"* tU ^rebberg, mit Johanna Paulina Fischer in c August 6.^ Dem Schlosser Friedrich Husemann Glascrmcistcr Karl Milias -inr Grohen-Lindcn. Ernst Oswald Quast ein Sohn, Mbert Heinrich. ^"'Eveitcw Grünberg. Seltene: August 6 Drm Landwirt Konrad b-mrich ^»chm.adcl cm mit Marie Kröck, beide in Heuchelheim. Geborene: August 6. Dem Maurergesellen Louis Karl Wagcnbach eine Tollster, Anna Luise. — 8. Dem Taglöhner Friedrich.Löber eine Tochter, Sina. Langsdorf. Geborene: Dem Landwirt Iakiob Wenzel ein Sohn, Karl. Sterbef alle: Margaretha Elisabeths Schäfer, 59 Jahre alt. Laubach. eborcuc: August 2. Dem Bcrgwcrksarbeiter Wilhelm yrrbu eine Tochter, Luise. — 5. Dem Bcrgwcrksarbeiter Georg Ludwig Stengel ein Sohn, August. — 9. Dem Landwirt Ludwig Groh eine Tochter, Emma. Lollar. Geborene: August 8. Dein Former Hermann Hörstel ein Sohn, Richard Hermann Wilhelm. — Dem Installateur Emst Karl Schwabe rin Sohn, Friedrich Mfrcd. Sterbefälle: August 7. Elisabeth Moos, 25 Jahre alt. Watzenborn-Steinberg. Eheschließungen: August 10. Georg Möckel, Bahn- arbriter, mit Christina Jung, beide in Watzcnbopu. Geborene: August 7. Dem Weißbinder Johannes Hap. pelVI. in Watzenborn ein Sohn, Ernst. NESTLE Nahrund 5 ftirKirtderundKranke AflAK !" .|eh°« «ud-n«,»., »VH» Vereinigungen, liefert zu mäßigen Preisen vruhi'sche Unioerfiiäts-Vruckerei, Schulstratze Z ' BÄDER- PENSIONEN - SOMMERFRISCHEN Bad-Nauheim der Kur nünitincr Terrasse. Tbcater: s Uhr auf der Terrasse Konzert kavclle. Lawn Tennisturnier. Abends bei Wittcrilng Feuerwerk vor der Abende R Uhr im Kurhauöfaal „Mein Freund Teddn". Montag, 25. August, abends 8 Uhr im Konzcrl- bauc- Ball mit Blumcnwalzer. Donnerstag, 28. August, abends H* \ Uhr im Sion« zerthauS 10. Linfoniekonzert der Stur kavelle nnterVcttunn des Kgl.Professors HanS 4Pinderftcin. Lamstag.'ki. 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