Nk. 38 Zweites Blatt 163. Jahrgang Erscheint tSgllch mit Ausnahme deS Sonntags. ■■ ■ । Mark unt Saftfil außerbem VNCI 1 Das mack die untersten Steuerklassen befreit werben können. macht die Fortschrittliche Volkspartei gern mit, wie über- st Küche iObis55011k | ^ngSObis&tÄL Schlaf', inzimmer in es Die „Gießener Familienblatter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ..Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Weise die von 1915 ab vorgesehene Steuererhöhung mit 863 060 Mark unterbleiben kann, so ist das ebensosehr zu begrüßen, wenn Bett. ?te aasseh *• Preiswert, Medern ft. 150, LA, 4-50 p. Pfi riße Daunen- Freitag, H. Februar 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Vertag: 51. Redaktion:eE112. Tel.-Adr.: AnzeigerGteßen. soll, ist bis jetzt noch nichts bestimmtes darüber bekannt. Eine Steuer, die an dem wohl 300 Milliarden betragenden vorhandenen Besitz vorübergeht, sei keine Besitzsteuer. Boit Interesse wäre es, näheres über die Stellung der hessischen Regierung zu dieser Frage zu erfahren, nachdem in, einem sächsischen Blatt mitgeteilt worden ist, sie sei im Gegensatz zu anderen süddeutschen Regierungen nicht für die Ausdehnung der Erbschaftssteuer. Das sei wenig verständlich, wenn das zuträfe, zumal die Mehrheit in der hessischen 2. Kammer zweifellos für eine Erbschaftssteuer sei, die zwar nicht die idealste Steuer darstellc, aber allein noch als Besitzsteuer übrig bleibe, wenn die Vermögenssteuer nicht erreichbar ist. Redner begrüßt die bestimmte Resolution des Zcntralvorstandes der nationalliberalen Partei. Die Klagen über die F l e i s ch t e u e r u n g scheinen leider zu stehenden zu werden. Man muß bei Beurteilung dieser Frage von den Tatfachen ausgehen. Die Teuerung, die sich für breite Volksmasscn als Flcischnot darstellt, ist unbestritten. Tie Schlachtungen und damit der Fleischverbrauch sind seit zehn Jahren erheblich zurückgegangen, wie an den Ziffern für Darmstadt nachgewiesen wird. Eine Tatsache ist auch der Rückgang des Viehbestandes, speziell auch in Hessen. Gewiß haben hier Dürre und Futternot, sowie Seuchen eine Rolle gespielt. Wir sind aber von dem anzustrebcnden Ziel: Deckung des Fleischbedarfs aus dem Jnlande weiter abgekommen. Mit der bloßen Vermehrung der Produktion ist weder dem Bauer noch dem Verbraucher geholfen, wenn die Preise zu hoch bleiben. Darum muß die Produktion durch Verbilligung der Futtermittel verbilligt werden. Der Bauer sei nicht schuld an den Preisen, man würdige in den Städten auch viel zu wenig die sehr große Mühe und Arbeit, die der Bauer und seine Familie mit der Viehzucht haben Auf dem Lande solle man aber auch die Notlage des ärmeren Teiles der Verbraucher verstehen lernen und sich nicht den Maßnahmen widersetzen, die zur Linderung eines besonderen, hoffentlich vorübergehenden Notstandes nötig sind. Selbltvcr- ständlich ist für ausreichenden Seuchenschutz zu sorgen. Die Maßnahmen der Rcichsregierung waren ungenügend und wirkten unsozial Sie zwangen damit die Städte, dem ohnehin schwer bedrängten Metzgergewerbe empfindliche Konkurrenz zu machen, weil es auf anderem Wege "nmöglich war, von den Erleichterungen Gebrauch zu machen. Die .Haltung enden, weichen, überaus wohl- klingeiiden Stimme und seinem gesckMackvollen Vottrage große Erfolge zu verzeickmen. Der Bassist, .Herr Otto Schwendy aus Berlin ist von der Aufführung des Judas Makkabäus her bekannt. Der von Natur aus mit reichen, glänzenden Stimmitteln begabte funge .Künstler ist ans der Schule Messchaerts hervorgegangen und hat sich dort eine Technik erworben, die ihn befähigt, die «Vorzüge seines Organs in vorbildlicher Weise zu verwerten und durch seine Vortragskunst zu höchster Wirkung zu bringen. * Das GedSchtnisjahr 1915. Am letzten Dienstag fand in Steins Garten ein von der Freien Studentenschaft veranlaßter Vortrag von Prof. Roloff über Gneis en au statt. Wir können unseren Stu- benten gottlob den fleißigen Besuch der Vorlesungen und Uebungen nachrühmen Demgegenüber ist es zu bedauern, daß nicht-akademische Vorttäge, die hier in Gießen meist auch für Studenten wertvolles bieten, von ihnen nur spärlich besucht werden. Es nutfetc Verwunderung erregen, daß ein von einem Teil der Hessische Zweite Kammer. 47. Sitzung. .... bs. Da rmstadt, 13. Febr. Der Präsident Köhler eröffnet die Sitzung um 9.20 Uhr. Am Regierungstische: Staatsministcr v. Ewald, Finanz- jninister Dr. Braun und mehrere Ministerialräte. Zu Beginn der Sitzung ist das Haus wiederum nur schwach besetzt. Zunächst nimmt das Wort zur Tagesordnimg: Hauptvor- aiischlag der Staatseinnahmen und Ausgaben für das Etatsjahr 1913, der Abg. Henrich (Fortschr. Volksp.): Die Auswärtsbewegung der letzten Jahre hat angehalten und macht sich in einer weiteren Besserung unterer Finanzen angenehm bemerkbar. Das zeigt sich vor allein in den Reserven, die in kurzer Zeit angewachsen sind. Der Restefonds wird Ende 1912, nach dreijährigem Bestehen, rund sieben Millionen enthalten, nach Abzug der Aufbesserung der Beamten in 1912. Der Tilgungs- und Ausgleichs- sonds, unser Juliusturm, wird Ende 1913 die gesetzliche Höhe von acht Millionen erreicht haben. Dazu kommt der Ueberschuß des Budgets für 1913 mit zwei Millionen, dem allerdings eine Forderung von drei Millionen für die Beamten gegenübersteht. Soweit das Sichere. Nun aber die Zukunftsmusik nach dem Programm der 1. Kammer. Von 1913 ab ist voraussichtlich eine Dotierung des Tilgungs- und Ausgleichsfonds nicht erforderlich. Bleiben die Eisenbahnüberschüsse in ihrer jetzigen Höhe bestehen, dann werden mindestens zwei Millionen verfügbar, die in einen Restefonds fließen sollen. Wenn auf diese U"’. von L igttr -Ä, i Ine Möbel finke,Tertikw ett*. Bücher finke, Divans tibthche, Ter e,Kinderbettei »herbes £ Vergab. hnhofstrJ’ -htUtaloge lagsv.H-3^ Schlaf-, nzimmer >t Küche Obis 340 Mk. ung40—60MIl itehend aus: pletten Bettei isetisch, iwei f en, 1 Spiegel schkommode.i * eiderschrankj 1 chenschrank, hentisch.xHtil | rhenstuhlen. kl muß man dieser Seite Rechnung tragen. Ich weise aus die Ausführungen des Staatsrechtslehrers Cossak hin. Weder der Großherzog noch die Landstände würden in der Lage sein, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Ueberführung bestimmt, wt ist auch die Zustimmung der Agnaten erforderlich. Es müßte also die Zustimmung der Vertreter der beiden Prinzen einzuholen sein. Ob diese erfolgt, ist immerhin zweifelhaft. Tann kommt Istnzu, daß das Familieneigentum nicht den Staatsgläubigern gegenüber haftet. Auch im Falle eines unglücklichen Krieges, würde Dom Feinde wohl das Staatseigentum mit Beschlag belegt werden können, nicht aber das Familieneigentum. Ferner — ich glaube nicht, daß das einmal eintritt — würde mit der Möglichkeit zu rechnen sein, daß sich einmal eine Mehrheit in der Kammer ände, l ie die Zivilliste ablehnte. Was dann? Ueberhaupt wird man nicht außer Betracht lassen dürfen, daß beträchtliche Schwierigkeiten auch finanzieller Art bei der Ueberführung bestehen. Der Staatsminister verliest dann eine ganze Reihe von Zahlen. Ter Gesamtwert der Domänen beträgt über 238 000 000 Millionen Mark. Endlich darf man die Vorteile der bisherigen Verwaltung nicht unberücksichtigt lassen. Jetzt können ohne weiteres einzelne Parzellen an kleine Bauern verkauft werden: später müßte immer die Kammer befragt werden, was zu großen Unzuträglichreiten führen würde. Es tritt dann eine Pause ein. Nach dieser nimmt das Wort zu seinen Ausführungen zum Etat der Abg. Ulrich (Soz.): Die Debatte ist bis,letzt im Gegensatz zu früher, ruhig verlaufen, und ich werde mich bemühen, diese Ruhe nicht zu stören. Es ist nicht zu bezweifeln, daß die Finanzen des Landes günstig sind. Wir wissen allerdings nicht, welche Forderungen das Reich noch an uns stellt. Unsere Finanzlage hängt mit der des Reiches eng zusammen. Ich kann dem Abg. Tr. Osann nicht beistimmen, daß die gute Finanzlage auf die Steuererträgnisse zurückzuführen ist. Wir sind nach wie vor angeiütefeit, auf die Eise nbahnüberschüsse, und die sind nach wie vor unbeständig. Dem Abbau der Steuern können wir Nicht zu- ftimrncu. Wenn man abbauen will, soll man zunächst die kleinsten Einkommen von einer Steuer befreien. Der Anlauf zur, Ltaats- vereinfachung ist rasch ins Stocken gekommen. Man soll zwei Minister abschaffen, man soll nicht bei den armen Schreibgch lsen sparen. Auch die Belastung durch die Stempelsteuer ist zu hoch. Der Redner verbreitet sich bann näher über die Besteuerung im allgemeinen im Sinne seiner Partei. Die Stadt Ofienbach, fthrt der Redner fort, hat die kleinen Einkommen frei gelassen, auf Grund des Gemeindesteuergesetzes. Daraufhin hat b;c Regierung angefragt, welcher Anlaß bazn vorlag. Das charatterisiert dm Regierung. Abg. Ulrich kommt bann auf bie Bestätigung bes Beigeorbneten Tißnert zu sprechen. Ich glaube, daß der Herr Minister unsckmldig daran ist, darum will ich ihn nickst dafür loben. Wir Sozialdemokraten haben ein Recht darauf. .^er Landesherr nimmt keinen Anstoß daran, daß ein Sozialdemokrat zuM Beigeordneten bestättgt wird, das betone ich hier ausdrücklich. Der Redner geht dann auf die Eisenbahnfrage ein. Aus den Ueberschüssen der Eisenbahnen sollten auch wir Reserven bilden, wie Preußen. Die Warenhaus- und Gewerbesteuer bekämpft der Redner. Tie '.Firmen werden nicht die Steuer tragen, sie werden sie auf die Konsumenten abwälzen. In letzter Linie sind die Leidtragendeii die Arbeiter, die für die Wareiihäuser arbeiten. Was die Frage des Domänenakguisittonsfonds anlangt, so ist es klar, daß wir als Kammer nicht einfei tig den Vertrag lösen können, der zwischen dem Fürsten und dem Lande abgeschlossen wurde. Es Müßte aber eine Revision des Landtagsabsclstedes vom Januar 1841 vargenommen werden. In bezug auf die Besoldungsvorlage tritt bet Rebner für die Wünsche der Schreib- gehilftn ^,^on-zminister Dr. Brann behält sich nach Schluß der Rede des Abg. Ulrich vor, auf einzelne Punkte noch zuriick- zukommen. _ , „ Damit ist die allgemeine Besprechung über den Hauptvoran- schlag erledigt. „ Schluß ber Sitzung 12.20 Uhr. Forfietzimg morgen Freitag, vormittag 9 Uhr. ~ iderwager ,1 rselb=tbestiin*| Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Haupt jebe Steuererleichterung, sofern sie möglich ist. Die Erste Kammer will bie weiteren Ueberschüsse für einen Steuerregulie- rungsfonbs fetzlegeu, zum Abbau ber Steuererhöhnng von 1910. Jebenfalls ein agitatorisch gut verwertbarer Gebaute. Hier ist er ernster zu prüfen. Erfreulich ist es, baß ihn bie anberen Parteien gleichfalls ablehnen. Praktisch bebrüten alle diese Pläne, die Eisenbahnüberschüsse mit mindestens fünf bis sechs Millionen statt der vorgesehenen zwei Millionen zu den laufenden Ausgaben heranzufiehen. Bisher sind aber in 14 von 15 Jahren die reinen Ueberschüsse unter der Summt von vier Millionen geblieben. Die Meinungen scheinen sich in dieser Hinsicht geändert ru haben. Als er, Redner, im Vorjahre die Festsetzung des Anteils der Verwaltung an den Eisenbahneinnahmen auf zwei Millionen, anstatt wie erst vorgesehen IV2 Millionen, anregte, habe man ihm widersprochen, heute gehe man weit darüber hinaus und an eine Verwendung der Eisenbahnüberschüsse zu Vermögensausgaben zum Zwecke dar Verbesserung der Eisenbahnrente denke man überhaupt nicht mehr. Die 1. Kammer habe damals eine Bindung in dieser Richtung abgelehnt, er, Redner, lehne dagegen eine Bindung in anderer Richtung lediglich für das Steuerinteresse der 1. Kammer ab. lieber die späteren Ueberschüsse muß von Fall zu Fall je nach Lage der Verhältnisse entschieden werden. Kann die Steuererhöhung für 1915 unterbleiben und eine Entlastung ber unteren Klassen ftatffinben, bann ist das schon eine respektable Leistung. Haben wir bann noch Gelb, bann liegen andere Aufgaben näher als eine allgemeine Steuerherabsetzung. Vor allem bie Herabsetzung der Sternpel- fteuern, die Uebernahme der Volksschullasten auf den Staat und «mberes Jedenfalls sollte, man das Fell nicht eher verteilen, Iipor der Bär erlegt ist. ' Auf alle Fälle aber werden die Beamten, die bei der Erhöhung schlecht weggekommenen Pensionäre und Witwen, die Schreibgehilfen usw. cs nicht verstehen, wenn man ihre Wünsche mit dem Hinweis auf die Finanzlage zurück- Rveist, während wir uns hier darüber unterhalten, was wir mit den erhofften Ueberschüssen anfangen sollen. Es ist ebenso sehr vor unberechtigtem Pessimismus wie vor übertriebenem Optimismus zu warnen. Der Redner bespricht sodann die Notwendigkeit der Revision des Eisenbahnvertrages und kriiisiert scharf das 5)inausziehen der Verhandlungen über die dieserhalb gestellten Anträge. Der Eisenbahnvertrag in seiner jetzigen Gestalt sei ein großes Hindernis für eine allgemeine deutsche Eisenbahngemeinschaft. Zur Reichspolitik übergehend bespricht der Redner die Besitz st e u e r f r a g c im Zusammenhang mit der zu erwartenden Militärvorlage. Obwohl nach dem Antrag Bassermann-Erzberger die Besitzstcuervorlage bis zuni 30. April 1913 eingebracht sein SS'Ä* ■ rc|lfl9 JL Lieft. fil >»it! . flJ H1 ch ele«Uti ™luge llüge ^zahig.io^ nzüge Anzahlg. isyv Ppiche" pdinen Nationen Aur den Reichrtagsaurschirssen. :: Berlin, 13. Febr. Der Marinevoranfchlag im Bubgelausschuß In der heutigen Sitzung des Budgetausschusses wurde durch eine Mehrheit von Zentrum, Sozialdemokraten il n d Polen bei Stimmenthaltung der Volkspartei eine Ent - l IIIMI H I! --I--- Studentenschaft selbst eingerichteter Vortrag über ein derartig patriotisches, der Ewörterung besonders würdiges Thema, nur von ein paar Studenten besucht war. Tie Anforderungen an die Studierenden sind groß. Taß sie nach ihrer hatten Tagesarbeit nickst jeden Llbendvottrag besuchen wollen, i|t selbstverständlich, sie sollen auch der Erholung und dem Sport sich hingeben. In diesem Falle darf die geringe Beteiligung der Studenten immerhin bemerft werden, da die Ankündigung diesen Vortrag ausdrücklich als zur Vorfeier der nationalenGebenk- t a g e gehörig bezeichnete dem gegenüber etwaige Abneigung gegen die Veranstalter nicht in Betracht kommen sollte. Tas alles ist aber nur beiläufig. Die Absicht dieser Zeilen ist eine andere. Die Studentensck>aft veranlaßt Vorfeiern. Sogar unser Theater bat durch die ausgezeichnete Aufführung von Bir ts Drama „Aus eiserner Zeit" solche Vorfeiern rechtzeitig mit inauguriert. Temgegenüber kann man sich nur wieder verwundern, daß die Universitätsstadt Gießen, sonst nicht zurückhaltend in Festen, sich Über eine eigentliche Hauptfeier vollständig ausschweigt. Es handelt sich hier doch wahrhaftig nicht um patriottsches Hurrageschrei. Einer großen, einer gewaltigen Zeit soll gedacht werden, in der zu höchsten Zielen nicht bloß Widerstand und Kräfte, sondern alle herrlichsten Mächte des Gemüts, nicht nur bei Männern, sondern mich bei unseren Frau ei' unaufhaltsam hervorbrachen. Wären wir denn freie Deutsche ohne diese Opfer unfercr Väter? Hätten wir unsere Kultur ohne diese Vetteidiger, die Gut und Blut ohne Nebengedanken hergaben, nicht für sich, sondern für die Zukunft des Vaterlandes, für uns! Wir wollen keinen Siegesjubel wiederholen, der vor 100 Jahren aus den Herzen quoll, aber wir wollen der Vorfahren und ihrer Taten gedenken in feierlicher Weise. Das ist Pftickst, das ist Erhebung, das ist auch Hebung, zu gleichen Opfern bereit zu sein, wenn das Vaterland noch einmal in Gefahr geraten sollte. Warum hört man in Gießen kein Wort von einer solchen Gedenkfeier? Wir kennen die Sparsamkeit unserer Stadtverwaltung und wir schätzen sie, aber wenn etwa nur diese Rücksicht davon abhalten sollte, der Begeisterung und dem Gefühl unauslöschlicher Dankbarkeit freien Lauf zu lassen, dann Fann man nur wünschen, daß etwas Idealismus auch einmal der Stadtverordnetenversammlung vom Himmel gesandt werde, um diese stumme Gleichgültigkeit aufzuwecken. Ist die Stadt Gießen wirklich nicht in der Lage, Opfer für Imponderabilien zu bringen, die höher stehen, als die schönste Bilanz, dann hoffen wir, daß die Universität mit ihrer Stnbentensckfaft, obwohl nur das Stieskinb der Stcwt, an ihre Stelle tritt, um mit Wort und Fackelschein die Erinnerung zu feiern an unsere große Zeit und ihre Träger. Prof, Dr. A. Hansen. Vom Konzertvereiii wird uns geschrieben: Beethovens Missa solemnis wird jetzt zum dritten Male ißieyen aiifgeführt. Sie ist jedem Musikfreund so bekannt, daß iberflümg 'erscheinen dürfte, auf Einzelheiten dieses urgcroaltigen Werkes, welches nur noch in Bachs H-moll-Messe und der Mat- 'Ihäus-Passion Rivalen auf dem Gebiete des geistlichen Ora- loriums hat, einzugehen. Taher nur einige historisch interejfante (Erläuterungen: Eine äußere Veranlassung war es, die ,ie in neuerer Zeit den Kunstverständigen naher brachte, .die Feier Ler 100 Wiederkehr des Geburtstags des großen Meisters (geb. Zu Bonn 17. Dezember 1770). Von dieser Zeit ab wuchs das Verständnis und die Hingabe an das außerordentliche Werk, dcw ton berühmten Chorvereinigungen, wie dem Riedelverem in Leip- Zig, dem Philharmonischen Chor in Berlin u a„ m regel- rniäßigen Aufführungen immer wieder vorgefuhrt wurde. Zum «rsten Male vollständig kam die Meße 1824 m Petersburg mit richt sonderlichem Erfolge zu Gehör, wie es bei der damaligen Beurteilung der letzten Werke B. erklärlich-war. .^n deuftchen Landen erlebte sie die Uraufführung 1830 in dem Städtchen Wormsdorf in der böhmischen Lausitz, das sich damit einen unvergänglichen Ruhm erwarb. Erst- der Vorführung auf einem -rheinischen Musikfeste im Jahre 1844 gelang es, die Auftnerk- iimfcit größerer Kreise zu erregen und weitere Aufführungen cn anderen Orten zu zeitigen. Betthoven war es nicht vergönnt gewesm, das Werk als Ganzes zu Gehör zu bringen. Er batte es für den Erzherzog Äudols komponiert, feinen begabten Schüler, und hohen Gönner, ler 1819 zum Erzbischof und Kardinal von Olmutz ernannt und 1820 eingeführt worden war. Auch die Klaviersonate, op. 106, -ist ihm gewidmtt. 1818 begauii Beethoven bie Me,se und schrieb 1819 das Credo. Doch zur Einsetzungsfeier konnte die noch un- lollenbctc Messe nicht aufgefühick werden. 1822 entschuldigt sich 1er Meister bei dem Erzherzog. Am 19. Marz 1823 erst konnte er rim eine Kopie überreichen. Die Schwierigkeiten des Werkes galten damals für unüberwindlich. , Heutzutage kennt feder ^iisi- ^alische die Messe und bewundert ihre alles überragende Große, Mackstsülle und die Tiefe religiösen Empfindens Wo dieses Werk mit ausreichenden, gut vorbereiteten Kräften auf geführt Wrbe, war die Wirkung sttts eine begeisternde und ergreifende. -Auf die Criginalbartihir, die in der Berliner Bibliothek auf- ^ewahtt wird, schrieb Beethoven die Worte: „Bon Herzen ^kam 's, zum Herzen soll es gehen" und in einem Briefe wom -3. ^san. 1823 bezeichnete er das Werk als „das gelungenste feiner Geistes- ttobuttc". unserer Seewohr ganz anders Landheer. DasZcntrumer Gi H die Hälfte der Gerichtskoften. und Neue sagen 1106 Fü Hinsch Grossn: allen n Pfarrei Fi sonder; bei di von Schöffen bei den Jugend ftrafkammern wurde ab- gelehnt, ebenso die Einführung von S P ez i a l s ch ö f f e n. Weiter wurde die Zulassung der grauen a b g c l e h n t mit 14 gegen 12 Stimmen, und ebenso die Zulassung der Lehrer zum Schösfenantt mit 14 gegen 11 Stimmen: für diese Forderung stimmten nur die Fortschrittliche Bolkspartei und die Sozial- oemoTraten. Die Ankunft Ser kaiserlichen Zamilie in Berlin. Berlin, 13. Febr. Prinz Ernst August der mit der Kaiserlichen Familie hier eingetroffen ist, erhielt heute die Ordre, nach der er bei dem Ziethen-Husaren- Regiment eingestellt ist. Der Prinz reichte jedem Offizier die Hand. Im Lustgarten folgte der Vorbeimarsch des Ziethen-Husaren-Rcgiments in Aigen. .Hierauf gingen die Herrschaften ins Schloß, irw sie im Pfeilersaalc von den Obersten, Ober- und Bizeoberhofchargen empfangen wurden, deren Glüedmiinsche das Brautpaar darauf entgegennahm. Deutschland; wiitschastliche Lage im Krieg. Gießen, 13. Februar. Der vom alldeutschen Verband (Ortsgruvpe Gießen) veranstaltete Vortragsabend war sehr zahlreich besucht. Ter Vorsitzende, Freiherr von Liebig, gab einen allgemeinen lieber- blick über die letzten Weltereignisse und wies darauf hin,' daß nur eine starke auswärtige Politik den Frieden erhalten, unser Ansehen stützen und uns vor wirtschaftlichen Schäden bewahren könne. Tie Negierung sehe ein, daß sie seither mit unzulänglichen Mitteln gearbeitet habe, und die in Aussicht stehende, durch die öffentliche Meinung geforderte Militärvorlage liefere den Beweis, daß der alldeutsche Verband wieder einmal recht gehabt habe, als er schon vor Jahren auf die in unserem Vcr- teidigungswesen vorhandenen Lücken aufmerksam machte. Ten militärischen Vorkehrungen aber müßte die für den Kriegsfall notwendige wirtschaftliche Seite als ebenbürtig erachtet werden. Damit erteilte er Amtsgerichtsrat Lattmann -Schmalkalden das Wort zu dessen Vortrag „Die wirtschaftliche Lage Deutschlands im Kriegsfalle". In seinem ersten Teile führte der Vortragende aus, wie der Krieg von 1870/71 auf die wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands wirkte. Die erste Folge der Kriegserklärung war natur ■ gemäß eine ungeheure Ängst, eine kaum zu beschreibende Panik, die sich im Steigen und Fallen der Kurse an der Börse, im Sinken der Preise der Rohstoffe zeigte. Tas Herausziehen des baren Geldes aus dem Verkehr bedingte eine gefährliche Geldkrisis, womit ein Heraufgehen des Zinsfußes bis 10 Prozent Hand in Hand ging. Äirch die Annahme der Landung bet französischen Flotte litt der See- und ganze Auslandslfandel, unser Wirtsckxlstslebeu nmrde schwer erschüttert. Auch für die Landwirtschaft bedingte das naturgemäße Fallen der Getreide- Preise ganz bedeutende Verluste. Aber schon nach den Schlachten bei Metz trat größere Ruhe ein, hervorgerufen durch das Zutrauen zu unserem siegenden Heer. Die ängstlichen Kreise bekamen wieder Mut, nach der Katastrophe von Sedan sank der Zinfuß wieder auf 4*'. Prozent. Tas Wirtschaftsbild verschob sich immer mehr zu unseren Gunsten. Es gelang, die Märkte, die vorher Frankreich gehörten, uns mehr und mehr zu sichern. Dies war der Fall in der Rübenzuckcrindustrie, in der Montanindustrie und in der Handschuhfadrikation, bezüglich deren eine Handelskammer berichtete, daß die Bestellungen aus Amerika nicht alle zu erledigen waren. Tie Herstellung der für den Kriegsbedarf nötigen Artikel ermöglichte die Herübernahmc von Arbeitskräften aus anderen, zur Zeit lahm liegenden Industriezweigen. In der nun folgenden 3. Periode, die nach der Kaiserkrönung zu Versailles ihren Anfang nahm, machte die Börse ei» glänzendes Geschäft. In der sicheren Annahme baldigen Friedens zeigte sich der allenthalben sicher zu erwartende Aufschwung. Gelder wurden flüssig. Ein neues ungeahntes wirt- schaftliches Leben setzte ein, das sich, von manchen Kreisen abgesehen, im allgemeinen in aufsteigender Linie bewegte, nicht zum wenigsten bedingt durch die anfangs bcr_80cr Iahte einsetzende deutsche Wirtschaftspolitik Bismarcks Sehr interessant nxtren die Bemerkungen des Redners über die Art und Weise, wie man deutscherseits die für den Krieg nötigen Gelder beschaffte, wobei bervorgehoben zu werden verdient, daß die Kriegs- an lei de größtenteils von kleineren und mittleren Geldleuten gezeichnet wurde und daß die Finanzgrößen anfangs vollständig versagten, sich sogar, wie das Haus Rotschild in Frankfurt, Fü Hern Sw teiü^ an der französischen Anleihe beteiligten. Erst nach den großen Waffen taten unserer Armee rückten sie aus ihrer Reserve heraus. Was nun die allgemeine Weltlage anbetrifft, ist der Redner der Ansicht, daß ein Krieg zwischen Teutsckland und England wohl kommen werde, nicht weil wir ihn wollen. Wir haben kein Interesse, einen Krieg zu wünschen: im Gegenteil. Mer Deutschland bat jetzt schon die geistige Führung übernommen, es ist nur eine Frage der Zeit, dann bat es England in allen Stücken überholt, kaufmännisch, technisch, wirtschaftlich. Tas muß zu einer Auseinandersetzung führen. Und die große Kriegsgefahr, in der wir, ohne unfern Dillen, vor anderthalb Jabren nachweis, bar schwebten, muß uns veranlassen, die Augen offen zu haben und gerüstet zu fein. Tie leisten dem Vaterland keinen Dienst, die in Paris den Glauben erwecken, ein großer Teil des deutsche, Volkes antworte int Ernstfall mit einem Streik, sondern du richtige Vaterlandsliebe besteht im Erkennen des wahren Sach, rerhalts und entsprechendem Handeln. In seinem zweiten Teil befürwortete der Vortragende bi Fragen: Was kostet ein Zukunftskrieg? Wie gestaltet sich bi wirtschaftliche Lage im Kriegsfall? An der Hand der durch bi Kriege in den letzten Jahren entstandenen Kosten lBurenkri Russifch-japanischer Kriegs und auf Grund r>erfd>iebcnttüf) au gestellter mutmaßlicher Berechnungen kann man annehmen, b ein Krieg uns täglich rund 18 Millionen Mark kosten kann, macht fürs Jahr 6500 Mark oder ungefähr 1 40 unseres Ritional-M vermögens ober den 6. Teil des Jahreseinkommens. Beschälst werden diese Kricqskosten durch die im Juliusturm in Svanda» vorhandenen 120 Millionen Mark, sowie durch Anleihen, wobei zu bemerken ist, daß dieses Geschäft sich nm so einfacher und besser gestalten wird, ie günstiger unsere Lage im Frieden ist ie mehr auch unser Volk darüber aufgeklärt ist, daß das Geld int Katt eines Krieges nirgends besser aufgehoben ist, als auf bei SVorkassen und daß ein starkes Schwert zu Wasser und zu San) auch hierbei von der besten Wirkung ist. Im Fall eines ffriegtj. j wird man natürlich bestrebt sein, den Gegner wirtschaftlich in ieber Weife zu schädigen Ties geschieht durch Entziehung der Rohprodukte, Sperren der Greinen und durch den wirtschaftlicher Boykott ganzer Lander. Das sicherste Mittel, gegen solche Maßregeln geschützt zu sein, ist die wirtschaftliche Befreiung vaw Auslande. Wir haben zu unserer Landwirtschaft,das Vertrauen, daß sie infolge noch intensiverer Wirtschaft und infolge der Durchführung der inneren Kolonisation noch mehr als seither die Erträge steigert und so die selbständige Ernährung des Volke- gcwährleistet. Daß auch die andern Faktoren, daß besonders die Svndikate sich im Fall eine» Krieges ihrer Pflicht gegen das Wirtschaftsleben bewußt sein mögen, das darf wohl billig erwartet, dürfte aber fetzt schon auf gesetzlichem Wege geregelt werden. Zuletzt wandte sich der Redner an das gesamte Volk, dessen Bestreben dahin gehen müsse, in sittlich-religiöser Beziehung auf der Höhe zu sein Er schloß mit den Worten: ..Wir wolle« alle den Frieden, aber ein Appell an die Furcht darf fein Ech- in Deutschland finden." (Lang anhaltender Beifall.) verelnrnachri^ten. ♦* Kriegerverein Gießen. Tie Hauptversarmm hing fand am Mittwoch abend im Verein ^lvkal statt. Herr Waas erstattete den Kassenbericht, her für da" nbnrfaufene Jahr mit 2179.16 Mk. Einnahme und 2167.23 Mk s?(ir-cp be abschließt. Das B-wmöaen ausschl. Inventar und BibNetb! beträgt 4870.10 Mk Nach dem Bericht des ersten Schriftführers M ö b u s zählte der Verein zu Ende des Jahres 382 Mitglieder. Seit Bestehen dos Krieaenvcreins find an Unterftühungen 12 297 Mk. verausgabt worden. Tie Vorstandswahl batte folgendes Ergebnis: Als erfter Borfinm- der wurde Staatsanrnalt Trumpert einstimmig wiedergewählt: als zweiter Bowi«'en.der Herr Möbus, der eine Wiederwahl als Schriftführer mit Rücksicht auf ferne 25jährige Amtstätigkeit ab lehnte, neu-, und als Rechner Herr Waas wiedergetvählt. Erster Schriftführer wurde Herr H ö n i g. Weiter wurden die Herren Haupt, Moser, Kling, Rohleder, Heß, Rück, Dickors, Stichs. Stoll, Gerate Schiffnie und Welz wieder- und Müller. Nickel fr. ittW Wachsen neugewählt. Mit einem vom ersten Vorsitzende« auf den Kaiser und Großherzog von Hessen ausgebrachten 5)och schloß die Versammlung. im Tonn, dormikwgs Rosenberg, f Holz zur Bi 1 En 8 Ei< 16 16 2 Tu 7 - 1 , 54 Stück M Rni. Auc vuchenknüppe "uchenreis, 2 1!® Rni. Tu vMnstock. . Freitag L"Wag$ 91 । U.Lehmgr otrstugcri: hfl» ^*5 Slü M'kischeit, : SK 25 8 tl8' 87 'Wmmf Bersrod, N echte Osram-Lampe muss die Inschrift „O^hAM“ tragen — tberall erhältlich. Aueigcsellschaft Berlin 0. 17 C"k tatajlit Abteilungen bau. Papierin Elektrochemie bwndereLMa tVitwter 1.1 iwteok Tat zeWn u.'Sal erkennrmg d u. Preussen 1 bau- n. Mas Herbst oder 20. Mai. Bu ffeffen post SO Pfff. Arbeiterbewegung. m. Offenbach, 13. Febr. In der Schuhfabrik von L Liebmann Oöassia, die rund 400 Arbeiter beschäftigt, baber. 239 organis iertc Volla rbeiter ihre Kündigung eingcreichl. Den Anlaß zu dem Vorgehen bilden Lohndiffercuzci., die dadurch hervorgerufen wurden, roeü die Firma Lohnkürzung«» eintreten lassen will. Tie Firma begründet ihre Maßnahme m* schwierigen Geschäftsverhältnissen, den außerordentlich gefteigertt» Lcderpreisen ufw. der Artillerie. , - - ° Von nation {liberaler Seite wurde als Komeguenz eines Beschlusses eine Ausdehnung der Verkürzung der Dienstzeit auf die ganze McttLiic befürchtet, während doch die Verhältniise bei ~ " geartet seien als gegenüber dem ,vulu,ytl.t. ______ /klarte, daß es die Ueber» tragung a u r *b i c Marine ablehnen würbe. Schließlich wurde die Entschließung des Zentrums mit der obenerwähnten Sie Zleischnot vor dem Deutschen candwirtschoftrrat. ~ Berlin, 13. Februar. Tie Tagesordnung des heutigen dritten Berbandlungstages des Deutschen Lanbwirtschafisrats wies als erstes Thema auf „Tie Organisation der deutschen Fleijchversorgung". Die Berichterstatter v. Stockhausen (Berlin» und Obersürgermeiiter von Wagner (Uhni legten gemeinsam eine Entschließung vor, in der zur Abhilfe die Bildung und der Ausbau von Vieherzeugungsund Viehverwertungsgenossenschaften empfohlen n>erden, ferner langfristige Lie'ernngsvorträge und Zusammenschluß brr Fleischer in genossenschaftlichen Organisationen. Der erste Vortragende ivanbtc sich entschieden dagegen, daß die Landwirtschaft an bet Fleischteuerung des letzten Jahres schuld gewesen sei. Selbst ein Bericht aus gegnerischem Lager habe zugegeben, daß die Schuld an. der Dürre und der Futtermittcllnapph.il lag. Tie ablehnende Antwort der Städte auf den Vorschlag, langfristige Lieferungs- Verträge abzuschließen, sei nur eine Ausflucht gewesen und sei ans das mangelnde Verständnis der Städte für die Lanbnnrt- schaft zurückzufülwen. Ter zweite Vortragende, Oberbürgermeister Wagner empfahl vor allem die Bildung von ländlichen Pro» butlivgenossenschasten, als bereu Abnehmer bie Städte in Betracht kommen sollten. In der Aussprache bezeichnete es Ministerialrat v. Braun (München, als falsch, wenn man behaupte, daß die Uebernahmc der Fleischvcrsorgung seitens der Städte einen Schritt zum soza- liftisckxn Zukunflsstaat bedeute. Tie Stabte hätten schon vieles im öffentlichen Interesse übernommen, ohne Schaden gelitten zu haben. Hofbesitzer Bieber (Ochsenwärder) meinte, daß der wachsende Wohlstand mit an der Fleischteuerung schuld sei. Die Arbeiter wollten jetzt nicht mehr bas Fleisch essen, das sie früher ge- gesfen haben. Landesökonomiorat B ckh (Rathsberg bei Erlangen) erblickte die Ursache der Fleischteuerung in den hohen Preisen für Magervieh. Das folgende Thema der Tagesordnung betraf die „wirtschaftliche und soziale Hebung der Landarbeiter". Hierzu lag folgende Entschließung vor: Der Deutsche Land- wittsckxlfttat hält die wirtschaftliche und soziale Hebung der Landarbeiter für eine der wichtigsten Aufgaben der landwirtschaftlichen Vertretungen und er empfiehlt dieselbe auf jede Weise zu fördern, um einen ausreichenden seßhaften Landarbeiterstand wieder heranzuziehen. Dies um so mehr, als in der Zunahme der ausländischem Arbeiter bie Industrie unb Landwirtschaft bei gleichzeitig steigender Landflucht eine ernste Gefahr für die gesamte Bolkswirtsckwft und Jbie Ernährung jxs Volkes namentlich für den Kriegsfall erblickt worden mnß und eine mißbräuchliche Ausdehnung der Freizügigkeit auf jugendliche Arbeitskräfte vielfach Platz gegriffen hat." Als Vortragende zu dem Thema waren besttmmt Landrat v. Batocki (Blcdau) und Reichsrat Freiherr v. Thüngen- Thüngen. Mehrheit angenommen. , , . . Beim Titel „Zulagen für Offiziere" beantragt bet Berichterstatter Fortfall b er Zulagen für die oberen Chargen und dementsprechend Kürzung des Postens um 12 000 Mark. Ter Staatssekretär begründete die Notwendigkeit der Zulage mit der außerordentlich hohen Zahl der unterfteuten Offiziere und Beamten und den hieraus sich ergebenden Verpflichtungen Ter Str eich ungsantrag wurde indes angenommen. Beim Titel „Aus 5ands zulag en" bezweifelt der Berichterstatter die Notwendigkeit eines Marineattaches in Buonos Aires. Ter Staatssekretär gibt Aufklärung darüber, ein Marinoattachö für die südamerikanischen. Staaten sei ein Wunsch des Auswärtigen Amts. Von n at i q n a IJ i be- raler Seite wird der Posten mit Rücksicht auf die Beschäftigung unserer Werften verteidigt, woran gerade das Reich ein Interesse habe. Ter Staatssekretär betonte weiter die müitariicbc Bedeutung dieser Stellen. Ein Sozialdemokrat ist priirzipiell dagegen, wie er erklärt, aus deutsch-patriotischem Interesse, um das stetig wachsende Wettrüsten zu beschränken. Tic Abstimmung wurde auf morgen vertagt, um erst die Meinung des Auswärtigen Amtes zu hören. Beim Kapitel „Jndienslhaltungen" beantragt der Berichterstatter, daß die Zulagen (Tafel- und Mossegelder) nur bezahlt werden für die Tage der dauernden Abwesenheit bei Fahrten auf hoher See. Er bittet um Aufstellungen über die Höhe der danach zu streichenden Kosten. Staatsjckrotär v. Tirpih gab hierzu folgende Erklärung ab: Ich glaube, es ist niemand in dieser hohen Kommission, der sich nickst ganz klar darüber ist, daß ich an dem Tage, an dem dieser Antrag Gesetz wird, aufhören werde, Staatssekretär dos Reichsmarineamts zu sein. Ich halte diesen Antrag für gänzlich undurchführbar. Freie Verpflegung für Offiziere unb Mannschaften in Seo und im Hafen ist unerläßliche Vorbedingung für einen geregelten Ticnftbctricb an Bord Solange bie preußische und deutsche Marine besteht und in allen fremden {Marinen ist freie Verpflegung vorhanden. Mohr habe ich in dieser Angelegonl>oit nicht zu sagen. Ein Z o n t r u in s r e d n o r bleibt dagegen bei der Notwendigkeit von Tafel- und Messegeldern bei nur kurze Zeit dauernden Fahrten, sowie nur beim Liegen im Hafen. Ebenso ein Sozialdemokrat, der Auskunft wünscht über die jetzt geltenden Bestimmungen über bie Auszahlung solcher Gelder. Morgen Weiterberatung: dann follen auch die Bestimwungen über die Mcssogclber unb Aufstellungen über ben pekuniären Effekt gegeben werden. Ter Wahlprüfnngsausfkbutz erklärte heute die Wahl des Abg. Dr. Arendt (Rp., Mannsfeld) für g ü l t i g. Anahme der grundlegenden Bestimmungen be8 Leuchtolgesetzes in zweiter Lesung. Der Leuchtölausschuß trat heute in die zweite Lesung ein. Hierzu lag eine Rcihc von Anträgen vor, gemeinsame Anträge der Rationalliberalen und Volkspartei, Anträge dor Sozialdemokratie und solche vom Zentrum. Ein Antrag des Zentrum s verlangt erneut die Vorlegung weiteren Materials, sowie bie Vorlegung der Verträge. Zahlreiche Vertreter dos 3 c ii t r u m ü bemühten sich in vielfacher Wiederholung früherer Ausführungen um den Nachweis, daß die Versorgungsmöglichkeit nicht gegeben sei. Boi der Abstimmung über den grundlegenden § 1 wurden die beiden ersten Absätze in der Fassung dor Rogie- rungsvorlago, der dritte Absatz in der Form angenommen, daß die Ucbertraaungsbeftlgnis des Bundesrats „an Dritte" goslrichen, aber die Ucbeitragung an, eine Aktiengesellschaft ermöglicht wurde. Es heißt jetzt: „Sofern das Reich die im Absatz 1 bezeichneten Befugnisse nicht selbst ausübt, können sie durch den Bundesrat an eine Aktiengesellschaft iVortriol'sgcsMchaft gemäß den Varschrifteii dieses Gesetzes übertragen worden." So wurde ber §1 mit den Stimmen aller Parteien gegen das Zentrum, von dein der Abg. Zehnter mit dor Mehrheit stimmte, an- genommen, und mit derselben Mehrheit auch der 8 2 mit der Aondcrnnq, daß die Konzessionsdauer statt auf 30 auf 20 Jahio festgesetzt wird und eine Konzessionsverlängerung nur mit Zustimmung des Reichstages gestattet wird. Morgen Woitorboratung. Der Ausschuß für die Jugendgerichte. verhandelte beute über bie Frage der obligatorischen Einführung der Jugcildgoi-ichtc, die Zulassung der Frauen, der G.'ist- lickicn und der Lehrer als Schöffen. Die sozialdemokratischen Und voltsparteilichen Redner verlangten die Eingliederung in den gosanilcn Gerichtsoerfassungsorganismus unter Streichung der Worte: „besonders geeigneter Pcrwnen". Mit einem Vertreter dos Zentrums, der schwere Bedenken gegen die Zulassung der E^eist- lichen als Schöffen erhob, bekämpfte auch Dr. Müller-Meiningen, der seinerseits die Zulassung der Frauen und der Lehrer beantragte, die Zulassung von Geistlichen im Interesse des religiösen Friedens und der Geistlichkeit selbst. Besonders gefährlich fei. daß der Geistliche als Schnlaufsichtsbeamtcr der Vorgesetzte des Lehrers sei, dos airdoron Sck)öffon. Ein Nattonalliberaler, Pro- sossor v. lialTer, schloß sich dom fortschrittlichen Redner an, wieder holte die Bedenken gegen „Spczialschöffon" und beantragt, btc Frauen bei der Verhandlung gegen Mädchen als Jugendschöffen zuzulaffen, da die Fran besonders sachverständig für solche Verhandlungen sei. Ein iiationanibcratcr Redner trat im Gegensatz zu seinem Partcigonosfon für Spozialschoffon ein unb beantragt, daß in einem Verfahren nur ein Lehrer ober ein Geistlicher, nicht beide zusammen als Schöffen funktionieren können. Ein polnischer Abgeordneter verlangt den Ausschluß der Volksschullehrer, da diese in Posen Germanisatoron seien. Hiergegen wendet sich ein Ro- giernngSvertreter. In der Abstimnunig wird die Einführung des Obligatoriums der Jugendgerichte bei den Amtsgerichton nad) den fortschrittlichen Anträgen mft 18 gegen 9 konservanve unb Zentlnmsstimmen angenommen. DaS Obligatorium für bie Jugcndurafkammorn gelangte mit 14 gegen 12 Stimmen zur Annahme. Dor Antrag ber Sozialdemokraten auf Einführung f chließuug befchloffen, die für das nächste ^ahr eine Vorlage auf Einführung der 2jährigen Dienstzeit der Marine-Infanterie und Matroien-- Artillerie fordert. Staarssekretär v. Dir Pitz äußerte seine schwersten Bedenken gegen die Annahme dieser Entschließung, un Interesse der Marine unb ber Landesverteidigung überhaupt. Es müsse an ber dreijährigen Dienstzeit festgchalten wer den, wenn die Durchführung der Aufgaben der Matroien Artillerie, die mit denen der Fußartillerie nicht verglichen worden können, nicht in bedenklicher Weise beeinträchtigt werden sollen. Tie Fortschrittliche Volkspartei enthielt sich der Abstimmung mit Rücksicht auf das vielfach None in den Er- klärnngen des Staatssekretärs, das erst zu prüfen sei. Tagegon wurden vom Zentrum die Einwendungen der Verwaltung nicht zu hoch eingeschätzt in .Erinnoriing an die Vorgänge bei Verkürzung der Dienstzeit für das Landheer. Im übrigen würden, wie der Borttotor des Zentrums meinte, die Schwierigkeiten durch Organisationsänderungen behoben werden können, namentlich bei Gictzcner Strafkammer. Gieße«, 12. Febr. Viehseuche vergeben. Der Landwirt I. K. III in Hergersdorf batte Anfang November vor. Jahres eine Schafherde aus Preußen in das Grotz- Herzogtum eingeführt und dabei eine Reihe kroisamtlicher Anordnungen nicht befolgt Die Strafkammer erblickte in biesm Untcrlassungon zwei Übertretungen der Verordnung und erkannte auf eine Geldstrafe von zweimal 10 Mark. Biehseuchovergchcn. Dor Landwirt H. Fl. in Froionstoinan hatte anfangs Oktobcr vor. Jahres eine Kuh, die er in einem benachbarten vreußischrn Torf gekauft hatte, in sein Gehöfte, in bem noch anderes Klaue,- vich untergebracht war, eingestellt. Es tvurbe auf zwei Geü- strafen von je 15 Mark gegen ihn erkannt. Konkubinat. Die Wäscherin Ww. O. M. in Büdingen war bon bat Schöffengericht Bübingen mit 14 Tagen Haft bestraft toorhei, weil sie, obwohl bereits im Januar vor Jahres wegen KonkubinaS mit einer Geldstrafe bestraft, gleichwohl das außereheliche Zusammenleben mit bem Arbeiter I. B. nicht ausgegeben hatte. Ihre Berufung gegen dieses Urteil führte zu einer Herabsetzung, der Strafe auf 10 Tage Haft. Unbegründete Berufung. Wegen der lieberrocijunn an bie LandeSpolizoibehördc urb der damit drohenden Unterbringung in ein Arbeitshaus batte bei wegen Bettelns bestrafte Metzger G B. von Trois a. b. 2bc Berufung gegen ein Urteil dos Schöffengerichts eingelegt. Diöe wurde indessen mit Rücksicht auf die vielen Vorstrafen weg«» Bettelns und Landstreicherei als unbegründet verworfen. Unbegründete Berufung. Der Spinneroibesitzer H. B. in Lauter war wegen leicht« Körperverletzung, begangen an Betriebsleiter H. G, von bfii Schöffengericht Grünberg zu 20 Mark Geldstrafe verurteilt worden Die Strafkammer verwarf die Berufung. In der Privatklage fache des H. E. in Gießen gegen den A R. daselbst wegen Beleidig«» kam es zu einem Vergleich. Miteinbegriffen wurde zugleich aun eine an dom Schöffengericht anhängige Privatklage der Partei«- Die boleidigenben Aoußerungon wurden hiernach zurückgenommn: unb jeder Teil übernahm bie auf feiner Seite entstandenen Kost« Osram Drahll amp e n Unzerbrechlich. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden Wieseck, den 14. Februar 1913. 1098 Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 01116 Herrn Karl Beck, QWostoata a. D. Giessen, den 14. Februar 1913. £'3 1. ca. 110 cbm seine trostreichen Worte. Pfarrer Hepding für // Februar 1913. Hausen, den 14. 01146 I. B.: Berth. D “/, 4 B «/. Rödgen. B«A von vorn. Bei unflünftiner Witterung findet der Verkauf in 3. Kl. = 1,39 Fstm. B“/9 ii 10 44 Bu/e 8. Schneise. 108 Die i Fichtenwerden Ort. 1102 HO-) Gelegenheitskauf - II II Teilnahme, be- Blumenspenden guten Vaters ii u II II 2. 3. 4. 5. 6. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Georg Müller IV. Kinder: Willi Beck. Anna Beck. Bruchsteinmauerwerk Backsteinmauermerk Gemchausmauerung Betonqcwölbe ii qm ii Für die Hinscheiden Danksagung. vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem meiner lieben Gattin, unsrer guten Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante sagen wir = 5,89 ---- 2,42 = 4,40 = 2,42 = 7,94 = 0,60 der Wirtschaft Stroh in Reiskirchen itntt. Grob-Rechtenbach, den 12. Februar 1913. Der Büracrmeister. Kleinere Abweichungen im Festinhalt nicht berücksichtigt. Langd, den 13. Februar 1913. Großh. Bürgermeisterei Langd. Dleyer. 1084 Fichten-Derbstangen mit 49,45 Film., 100 Fichien- Reisstangeu mit 1.46 Fstm., 4 Rm. Eichen-Scheitbolz, 29,18 Fstm.,- 228 4. Kl. - - 1., 392 2., 740 3. und 850 5. SU. arte anfangs Cft Marten vreM M anderes urdt auf Ml i#*-* messer — 7,41 Fstm. Eich nstämme 5. Kl von 25—29 Ztm. Durchmesser — 24,82 Fstm. Eichenstämme 6. Kl. bis zu 25 Ztm. Durch' messer — 37,64 Fstm. Der Kaufpreis ist pro Festmeier anzugebcn. Gebote sind nach Klassen getrennt zu halten, Fichten stock. Freitag, den 21. Februar 1913, von vormittags 9V, Uhr ab, wird in den Distrikten Brand, Luh, Lehmgrube und Wamberg folgendes Holz Giessen (Bleichstrasso 40), den 13. Februar 1913. (früher Ederetrasse) Die Beerdigung findet Sonntag, den 16. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Langd soll nachfolgendes Holz auf dem Submissionswege Holzversteigerung im Gcmcindewald zu Bersrod. Donnerstag, den 20. Februar 1913, 8 Rm. Nutzholz. Nadelholz: 1 Stamm 2. Kl. ----- 1,45 Fstm.) 63 3. Kl. liau- u. Maschinenbaufache. । Beginn des Studiums im Herbst, oder zu Ostern. Aufnahmen vom 18. April bis 20. Mai. Besinn des Unterrichts 22. April. Programm Bregen postfreie Einsendung von 60 Pfg., Ausland 80 Pfg. Iss13/») Das Rektorat. Die trauernd Hinterbliebenen: Lina und Anna Baum e bmivivnsamt statt, ö«! r da- abMaufnt 7.23 M 'tegrj* *ar und Mich» ersten Schch i Ende des atiht- ervereins finbej wrden. Die s erster Aoriste '"stimmig tötete. ■ üöbus, berflij icksichl auf fräQ und als RM hriftfuhrer imst en Haupt, M bl Ltoll.««‘ , ffidtf iT. Ui jten 8oT\ü\atb Lützgebrach vormittags 9V2 Uhr ab, kommt in den Distrikten Rosenberg, Mittelschlag und Struth nachverzeichnetes Nntzholzversteifternng. Aus dem Gemeindewalde Volpertshausen kommt Samstag, den 22. ds. Mts., von vormittags 10 Ubt ab, in der Wirtschaft von Wilhelm Möglich zu Volpertshausen folgendes Holz zum Berkaus: Eichen: 2 Stamme 1. Kl. — 6,44 Fstm.; 132. Kl—20,66Fstm.: 55 3. Kl. = 35,43 Fstm.: 15 4. Kl. — 3,61 Fstm. und 6 Nm. Svalien l.Küferholz). Groft-Nechtenbach, den 12. Februar 1913. Der Bürgermeister. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher sonders für die zahlreichen Kranz- und bei dem Hinscheiden unseres lieben, Versteigerung: Eichenstamm Eichenstämme ii H Buchenstämme H Nntzholzversteiaernna. Fm Gemeindewalde von Reiskirchen werden am Freitag, den 21. dS. Mts., von vormittags 10 Uhr ab, Eichen: 1 Stamm 1. Kl. «= 2,57 Fstm.: 3 2. Kl. --- 4,17Fstm.; 81 3. Kl. — 48,54 Fstm.; 45 4. Kl. — 9,95 Fstm. und Todes-Anzeige. Gestern abend verschied nach langem Leiden unser lieber Vater Zuschlagsfrist 2 Wochen. Verzeichnis der Vorkommen der» Arbeiten: Erd- und Maurerarbeiten: Herrn Heinrich Osswald II. sagen wir allen, insbesondere der hiesigen Krankenpflegerin für die liebevolle Pflege, sowie dem Tarn- und Kriegerverein für die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Grosser Posten Damen-Wäsche Reisernuster, aussergewöhnlich billig .SG sagen wir unseren innigsten Dank. Itos Die Holz zur 8 16 16 2 7 34 Stück Fichten-Derbstangen = 1,94 Fstm. 190 Rm. Buchenscheit, 5 Rm. Eichcnscheit, 340 Rm. Vuchenknüppel, 11 Rm. Fichlenknüppel, 220 Rm. Buchenreis, 22 Rm. Eichenreis, 28 Rm. Fichtenreis. 118 Rm. Buchenstock, 7 Rm. Eichenstock, 10 Rm. 4. 5. 6. 2. 3. 4. unseres lieben unvergesslichen Gatten, Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels des Pianos, Flri larmouiums bei weitgehender Garantie und günstigster Kauf- u. Mietbedingung. Stimmung, Reparatur Transport Ständiges Lager von 250 bis 300 Instrumenten. Bei Miete Eigentumserwerb laut besonderer Bedingung. Stets gebrauchte Instrumente zu jedem Preis. Vermietungen 2 bis 12 Mark monatlich. Vertretung von Sei i iedmayer&Söhne, Steinweg, Ibach, Kaps, Römhild, Dörner, Hörügel, Spaethe, Ackermann usw. 102 AugustFörster Giessen und Lieh Bahnhofstr. 65. Tel. 367. J. Kaan jr. Kreuzplatz 10 1001 Fernspr. 893 <____________________________—. Grossherzcgliche Technische Hochschule zu Darmsladl. Abteilungenf. Architektur, Ingenieurwesen. Maschincn- g bau, Papieringenieurwesen, Elektrotechnik, Chemie I (Elektrochemie u Pharmazie). Allgemeine Abteilung (insbesondere f. Mathematik u. Naturwissenschaften), Kursus ü. Geometer I. Kl. Prüfungen zur Erteilung des Grades eines Diplom-Ingenieurs u. der Würde eines Doktor-Ingenieurs. Fachprüfungen. Reichsprüfung für Pharmazeuten u. Nahrungsmittel-Chemiker. < Gegenseitige Anerkennung der Diplom-, Vor- u.Hauptprüfung in Hessen ii. Preussen für den Staatsdienst im Hochbau-, Ingcnieur- vcrgebcn werden: Eichenstämme 4. Kl. von 30—35 Ztm. Durch- da keine Zusammenrechnung statlfindet. Die Offerten sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Freitag, den 21. d. M., nachm. ll/2 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Langd einzureichen, wo alsdann die Eröffnung statlfindet. versteigert: 213 Stück Fichten-Derbstangen — 7,97 Fstm., 209 Stück Fichten Reisslängen = 2,48 Fstm., 10 Rm. Fichtenscheit, 3 Rm. Eichenknüppel, 12 Rm. Kiefern, knüppel, 25 Rm. Fichtenknüppel, 52 Rm. Neis, 87 Rm. Fichtenstock Zusammenkunft an beiden Tagen nn Bersrod, den 12. Februar 1913. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. Reuschling. W« w.,1»" B betolt n»® i?, austetehe!lche^ Grossmutter, allen unseren herzlichsten Dank. Besonderen Dank Herrn üeiiwich. Baum im 82. Lebens‘ahr. Um stille Teilnahme bitten 150 400 150 „ 900 „ Chaussierung Steinhauerarbeiten: ca. 7,50 cbm Lungsteine Zimnierarbeiten: ca. 44 cbm Tannen u.Kiefernholz Dachdcckerarbeiten: ca. 300 qm Dachdcckung Svcnglerarbeiten: ca 140 m Kandel-u Abfallrohre Trägerlieferung: ca 8o00 kg eiserne Träger. Alsfeld, den 13. Februar 1913. Der Großh Kreisbauinspektor. Waschanstalt „Schwan“ empfiehlt sich int Reinigen v. WWe jeder Art. 194 — Elektrischer Betrieb. — Bei dauernder Behandlung garantiert blütenhelleWäsche bei absoluter Schonung. Xas»w#*che bei prompt. Lieferung ?r. e6et, 12. Febt f hatte Änsmqs timen in da? GW - trn«amtlt*fr ! r erblickte inj» rdmmg nnd maß mJ-I ^stderD ry,r teWT Fönen, M Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Es sollen vergeben werden: Freitag, den 21. Februar d. Fs., vorm. 10 Ubr, die Maurer-, Zimmerer-, Dachdecker-, Schreiner-, Schlosser-, Glaser-uWeikbindcrarbcitcn, sow.dieEiien- liekcruug zwecks Einrichtung einer Sammelhei ungs- anlage in den Gebäuden des Realgymnasiums an der Ludwigstrahe. B14/v Freitag, den 21. Februar d. Js., vorm. 10'/? Ubr, daS Aus- und Abschlagen des Freibades, Bolksschul- badcs, sowie der Lchutracländer für die Pferdcschwemmc. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen aus dem städtischen Hochbauamt aut Einsicht offen. Angebote aus Bordruck, der daselbst erhältlich, find bis zu den genannten Terminen dorthin einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. Die Zusammenkunft ist an der Grünberger Strafte an der 2. Schneise._______________________________________ Holzvcrstcigcrung Donnerstag, den 20.Fcbrnar 191.3, vormittags 9‘/2 Ubr beginnend, in den Distrikten Gra selb, Charlottenwald, Fungsernbolz «Abt. 94, 98, 122) Forst wartei Glichen II, Foritwart Arft, Hochwart: 47 Eschen-Derbstangen mit 3,24 Fstm., 294 Fichten-Derb stangen mit 28,47 Fstnt., 2 R m. Eichen-Nutzknüvpel l4 Mtr. lang), 31,4 Rm. Buchen-, 8 Nm. Eichen-, 3 Rm. Fichten- Scheitholz, <>7,4 Nm Buchen-, 3 Rm. Hainbuchen-, 66.8 Nm. Eicken, 4 Nm. Erlen-, 2 Rm. Asven-, 6 Rm. Kiefern-, 20,8 Rm. Fichten-Knüppelholz, 2,5 Rm Buchen-, 15,8 Rm. Eichen-Stockbolz, 2020 Wellen Buchen , 2210 Wellen Eichen-, 60 Wellen Fichten-Reisig, lgröfttemeils DurchforstungS- ,vellen). Die Zusammenkunft ist auf der Licher Strafte an der TRALESIIDTE B a‘z/il A.SalomonitCie. g gyiätesser* Pickel im Gesicht u. am Körner beseitigt rasch und zuverlässig Zucker’« Patent-Medizinal-Seife, ä St. 50 Pf. (15°/nifl) und 1.50 M. <35°/»ig, stärkste Form). Nach jeder Waschung mit Zuckooh- Crcme, Tube 75 Pf. u. 2 M., nachbehandeln. Frappante Wirkung, von Tausenden be- ställgt. Zu haben in der Uni vcrsitäts Apotheke, Kirsch Apotheke, bei August Noll. E. Seibel, Wilb.ttilbingcr, Ctto Schaaf, E. Karn, E. Noll u. W. Schrader, Drog. (ßl13/1) assfcl EU • Mren gjl ÄLZ'ß K 5 I ,™6b« Ms .J*t als auf l1 Sunb $u ä Ml eine? * ^tuehunq f, te» »irMaitlitc Mx.svlchr Mai \ Wmnq * y ."irobie her Dut4 seither j, Monte rer Michj flfet i dm wohl biü> getkqk das flciamte ■ehgwfcr dMiete» „Dir wolle bart kein U W.) zl Stadt. Wohuungsnachweis Gießen, Asterweg 9. Es sind au vermieten: B14/2 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 3 Wohnungen von 7 Zimmern, 4 Wohnungen von 6 Zimmern. 7 Wohnungen von 5 Zimmern, 10 Wohnungen von 4 Zimmern, fünf Wohnungen von 3 Zimmern, 7 Wohnungen von zwei Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern ohne Küche, 1 Wohnung von 2 Zimmern mit Küche, 5 möblierte Zimmer, 1 unmöbliertes Zimmer, 2 Werkstätten, zwei Laden, 1 dreistöckiges Lagerhaus mit Pferdestall und Heuboden. 3« mieten gesucht: 33 Wohnungen von 2—6 Zimmern. tftädt. Arbeitsnachweis liessen. Asterweg 9. Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Elektromonteur, 1 Schlosser, l unverheirat. Knecht, 1 Haucchursche, 1 Dienstmädchen. Lehrlinge: 2 Maler und Lackierer, 2 Mechaniker, 1 Metallgiefter, 2 Kaufleute, 1 Schreiner, 1 Meuaer, 1 Bäcker, 1 Spengler, 1 Schlosser, 1 Schmied, 1 Glaser. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 jung. Spengler, 1 Tapezier, 1 Schmied, 2 Schreiner, 2 landwirischaftl. Arbeiter, 1 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Schuhmacher. ES suchen Arbeit: 1 Konditor, 1 Bäcker, 1 Wagner, 1 Schmied, 2 Metzger, 1 Frilieur, 1 Schneider, 2 Schreiner, 3 Bau- und Maschinenschlosser, 1 Buchbinder, 1 Sattler und Tapezierer, 1 Former, 1 Dachdecker, 1 Spengler, 3 Schuhmacher, Anstreicher und Weibbinder. Maurer, Hausburschen, Erdarbeiter, Taglöhner, landwirtschastl. Arbeiter, Putz-, Wasch- u. Hausfrauen, 1 Rechnungsführer, 1 Buchhalter,, 1 Handlungsgehllse. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Mechaniker, 2 Elektro« techniter, 3 Kaufleute, 2 Bureaugehtifen. Gatt- und Schankwirtschaftspersonal: Kellner, Aushilfskellner, Zapfer. fB“/> Vergebung von Bauarbeiter! u. Lieferungen. Die zur Errichtung eines Schulhauscs nebst Lehrerwohnungcn für die Gemeinde Merlau erforderlichen Rohbauarbeiten und Lieferungen sollen ;auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Arbeitsbeschretbnngen und Bedingungen sind auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten zum Selbstkostenpreise erhältlich. Die Angebote sind frei und nut entsprechender Aufschrift versehen bis zum 28. d. Mts., vormittags 10'/» Uhr, an den i Unterzeichneten einzureichen. Zu dieser Zeit erfolgt die Eröffnung der Angebote. Bl,/vl Die Pftaster- u. Ehaussicrarbeiteu für den Ausbau der Strafte euilang der Main-Weser-Balm zwischen der Damm- und Schillerstrahe und der auschlieftenden Teile der Damrn- und Schillerstrafte sollen Freitag, den 21. bet. Mts., vo> mitt. 1VI, Ubr, vergeben werden. Die Berdinaungsumerlagen liegen auf dem Tiefbauamt offen und sind Angebote auf Bordruck bis zum vo»genannten Zeitpunkt dahin einzureichen. — Zuschlagssrist 4 Wochen. Die zur Verlegung einer 12,750 km langen Wasser leitung erforderlichen Fuhrleittnngen, sowie Erd- und Maurerarbeiten sollen öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen usw. liegen auf unserem Wasserwerk zur Einsicht offen. Die Erd und Maurerarbeiten werden nicht getrennt vern"ben. Angebote sind unter Benutzung der beim Wasserwerk erhallt. Bordrucke bis zum 26. d. Mts., vormittags 11 Ubr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an das Wasserwerk einzureichen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. B14/. Bei der Stadt Gieften ist zum 1. Avril 1913 die Stelle eines weiteren PollziehuugSbcaniten (Psaudmeittcr) zu besetzen. Die Anstellung erfolgt widerruflich nach Maßgabe der Satzungen betreffend die Dien stver Halm ine der Beamten der Stadt (Rieften vom 6. ftuni 1911. Mit der Stelle ist ein Ansanasgelialt von 1660 Mk., steigend alle drei 3nbrc um 140 Mk. bis znm Höchstgehalt von 2500 Mk., solvie Ruhegehalts- und Hinterbliebenen-Berfvrgung nacl> Maftgabc der erwähuieil Satzungen verbunden. Jnio- lange die ztabt die Stellung des BureanS und der Heizung und Beleuchtung desselben nicht selbst übernimmt, erhält der Pfandmeister hierfür eine Vergütung von jährlich 180 Mk. , , Bewerber müssen die Prüfung 2. Kategorie im Finanz- fach oder für Gerichtsvollzieher bestanden haben. Meldungen sind unter Beisckluft von Lebenslauf und Zeugnissen bis zum 1. März 1913 an den Oberbürger- meiitef der Stadt Gieften einzureichen.____________B"/> Die Herstellung von Kabelgräben und die Stellung von Hilfsarbeiter« für das Betriebsjahr 1913 soll öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen sind während der Dienststunden in dem Amtszimmer der städtischen Elektrizitätswerke und der Straftenbabn, Lahnstrafte 28, einzusehen. Angebote unter Benutzung der dortselbst erhältlichen Bordrucke, sind bis zum Dienstag, den 25. Februar ds. Js.. nachmittags 3 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an genannter Stelle einzureichen.B14/2 Die Viefcrung von Pahnkies zu Kabelverlegungen ftir daS Betriebsjahr 1913 soll öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen sind während der Dienststunden in dem Amtszimmer der städtischen Elektrizitätswerke und der Straftenbahn, Lahnstrafte 28, einzusehen. Angebote unter Benutzung der dortselbst erhältlichen Vordrucke sind bis zum Dienstag, den 25. Februar d. Jk., nachmittags 3 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift ver- sehen an genannter Stelle einzureichen.B14;.. Holzvcrttcigeruna Montag, 17. Februar 1913, vormittags 91/., Ubr, in den Distrikten Lichte Eiche. Sandberg, Philosophenwald, Kuhstall, Hainchen (Abt. !), 10, 19, 20, 23 bis 25), Forstwartei Gieften I, Förster Brück, 4fiÄ 'Ä*•' 274 ©tonaen ।15 Rm. Buchen-, 5 Rm. Birken-, 4 Nm. Eichen-, 27 Nm. 1 XM-,Ö ' fl ^fern-, 5,2 Rm. Ftchien-Kmivvelholz, 31 Rm. Kiefern-, tw/mnt f n m nnn her Ktrafte nach Nau-! ^Rm. Fichten-Stockholz, 1750 Wellen Buchen-, 1350 Wellen Zlisammenkuusl beim Saatkamp an der iDtrane naa> r/cau- i7'>a Wellen Kiefern-, 450 Wellen 7vid)tcn«')?eiiio !U». ..wA.iMitinor flxrittounn hnhpt her 9sprfrmt ttt Viuieii , M.JU «ruin dimciii, »u ui ii ,zyiuiim l in». Bekanntmachung! ■ —MW Mb. Ber billige Schuh-Verkauf“ wird trotz der enormen Leder Verteuerung fortgesetzt ÜÄU Dames - Halb- Schuhs Prcssfalten und Lackkappen Mk. 3.65 Mk. 5.95 Eine Menge bessere Kinder-Stiefel führung Mk. 3.95 dabei auch farbige . Obige Offerte bildet einen seltenen Gelegenheitskauf W OLFFS Schuhhaus i« Versteh, ist eines der seltensten Angebote, welche» in Herren- und Knaben - Stiefeln Je gemacht wurde. Zu diesen Preisen dürften die Vorräte nicht lange anhalten, daher rascher Kauf sehr zu empfehlen. Mk. 3.75 i» 3.95 » 4.95 Mk. 2.15 _ 2.35 „ 2.55 „ 3.10 Mk. 3.95 n 4.45 „ 4.95 Derby-Moliere-Halbschuhe mit und ohne Lackkappen, auch in ganz breiter Form, ohne Kappen, Grösse 36—42 36-42 36-42 Grösse 36—42 36-42 36-42 Damenstiefel Derbyschnitt, amerik. Form, saubere Aus- zum Schnüren mit Schnallen mit Gummizügen starke holzgenagelte Bodenarbeit. 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