Drittes Blatt |65. Jahrgang Eichener Anzeiger Erscheint ÜHNch mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Oberhessen Die „Gießener Zamilienblätler" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Ureisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Dir, „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Dienstag, U- Mär; W Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindrnckerer. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 9tebaftion:e=g®112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. 44—48 50-54 89—97 ent- . 45 00-47 00 96—98 107—110 98-107 90—97 83—88 81—82 30-81 78—85 71-76 74—80 84—91 70—76 67—74 40—43 44—49 35—39 30-31 64—66 59—64 54—58 49—52 Mk. 50—55 49—54 Lebend- Schlachtgewicht 46-50 42—45 Feinste Mastkälber Mittlere Mast* und beste Saugkälber . Geringere Plast- und gute Saugkälber Geringere Saugkälber...... Scha fj. Weidemastschafs: Masllämmer und Masthammel . . S ch w e i n j. Stets neue günstige Erfolge! Vioson hat bei meinem 71 jährigen Bater geradezu überraschend gewirkt, die Nervosität verschwand allmählich, er bekam einen, normalen Appetit und sein Magen wurde derart gestärkt, das; er bald ivieder gut essen konnte. Er fühlt fidi auch im allgemeinen recht wohl und hat seht ein gesundes Aussehen, wie man es bei Leuten in seinem Aller selten findet. Hermine Lasius, Linden, Limmerstr. 61. Unterschrift beglaubigt: 25. November 1912. Wendte, Stal. Notar. Bioson, Blechdose läirka 12 SHlol Mk. L—, rhältlich in Apotheken, Drogerien. b*/» Mk. 91—96 89—95 80-87 A eitere ausgemästete Lühe imö wenig gut wickelte fi>ngere Lühe Aiäßig genährte Lühe und Färsen . . . Lä t bei. Früher waren 40 Pferdekräfte für den Motor vorgesehen, sic sind dann aber z-n 50 nbergegangen. Wir hatten in dem ersten Anssckreiben eine bestiminte Fahrtgeschwindigl'eit vorgeschrieben. Aber keine der einreichcndcn Firmen, mit Ausnahme einer, wollte diese garantieren und letztere nur dann, wenn ein bedeutend stärkerer Motor eingebaut worden wäre. Da die Fahrgeschwindigkeit von zu vielen Umständen abhängt, haben wir bei der zweiten Ausschreibung diese Bedingung ganz weggelassen. Der Motor ist nicht umsteuerbar. Um nun die Schrarchen rückwärts lausen zu lassen, liegen zwei Möglichkeiten vor, entweder man kann bie Schrauben verstellbar einrichten oder Man läßt sie durch ein Wechselgetriebe rückwärts laufen. Bei dem Lahnscknff ist die erstere Art gewählt. Die Flügel der Schraube könneii so gestellt werden, daß sie einmal das Schiff vorwärts, das andere Mal rückwärts treiben. Man farat sie sogar ganz senkrecht zur Achse des Schiffes stellen, damit sie, wenn das Schiff geschleppt wird, deni Wasser gar keinen Widerstand entgegenstellen. Früher wurde das Shstem der zwei Motore stark betont. Wir sind heute davon abgekommen, weil sonst ein Maschinist nötig gewesen wäre. Jetzt kann der Steuermann von seinem Stande, aus den Motor beobachten, ber übrigens so einfach und stark ist, daß er äußerst leicht zu bedienen ist. Wir hoffen deshalb im ^Interesse der Wirtschaftlichkeit mit zwei^Mann Besatzung auszukommen. 9(ud) von dem System der zwei Sclnauben sind wir abgefqmmen. Es heißt immer, daß eine Schraube die Kanalsohle aufwühle. Das ist bei der seitherigen Anordnung der Schraube und des Steiierruders auch ber Fall. Durch den Rudersteven nnirbe das durch die Sckraube ausgewirbelie Wasser direkt gegtw die Kanal- sohle geschleudert und wirkte dort wie ein Drillbohrer. Indem man nun statt eines Steuers deren zwei an beiden Seiten anwendet, kann das Schraubenwasser frei nach hinten abfließen und bringt die Kanalsohle nicht mehr in Gefahr. Da die Ruder jedes für sich steuerbar sind, svird das Schiff nicht 'o leicht steuerlos, wenn eins davon besckädigi wird. Dis Steuerrad ist zum .Herablassen eingerichtet wegen der Wetzlarer Eisenbahnbrücke. Schwierigkeit wer- den wir Mit dem leeren Schiff wegen des nötigen Tiefgangs haben. Die Brennstofftanks sind in den Hinteren Teil des Schiffes verlegt und in zwei besondere Teile getrennt, damit, wenn der eine leer ist, Wasser als Ballast ausgenommen werden i'ann. Um die Schrauben vor denr leichten Zerbrechen beim Berührendes Bodens zu schützen, befindet sich unter ihnen einp eiserne Stange, die dann zuerst den Bodeir berührt, und so schon manchen Stoß abhält. Wir haben auch eine elektrische Anlage in das Schiff hinein- gebaut. Durch eine abstellbare Riemenverbindung treibt ber Motor eine» Dynamo, ber bas Schiff mit elektrischem Licht versorgt nnb aud zur Betätigung von Hebeweri'zeugen verwandt werden kann. Infolge ber elektrischen Beleuchtung kann bie Arbeitszeit verlängert luerben und durch die elektrisch .getriebenen Krahne -macht das Laden und Löschen an Plätzen, die keine Hebewerkzeuge besitzen, keine Schwierigkeiten. Zu dem' Schiffe gefrören auch Schiffer. Sie huldigen meist dem Grundsatz, daß das Wasser zur inneren Anwendung nickt geschaffen sei und lieben da stärkere Stoffe. Die Folge ist, daß das ganze Schiff dadurch in Schwankungen gerät. Ter beste Apparat gegen solche Schwankungen ist nun bie Schifferfrau. Damit diese nun gern Mit auf das Sckiff geht, frabett wir so weit es bei dem besckftänkten Raume möglich war, die Wohnräume des Kapitäns gemütlich eingerichtet. Ein Raum von 3x5 Meter ist als Schlaf- und Wohnraum' gedacht. Die Betten sind so eingerichtet, daß sie weggeklappt werden lönnen. Um es der Frau bequem zu machen, ist über dem Auspufftopf des Motors, welckier durch die heißen Gase sehr stark erhitzt wird, eine Art Ofen ein gerichtet, wo die Frau ihr Essen kochen tanu. Das.Kühlwasser des Motors wird zur Heizung des Zimmers benutzt, indem unter dem Fußboden die Leitung hergeht, also auf die Art wie in früheren Zeiten die Römer ihre Wohnungen geheizt haben. Daß elektrisches Hickst in den Räumen vorhanden ist, ist selbstverständlich, ebenso bient int Sommer ein elektrisch betriebener Ventilator zur Lufterneuerung. Auch die Drucklust, bie zum Anlassen des Motors nötig ist, wirb in den Dienst der Familie gestellt. Ter Behälter des Mwassers und der Fäkalien steht mit dem Reservoir ber Trucklust in Verbindung und befördert diese Stoffe über Bord, sobald nur der Hahn aufgedreht wird. T-er Redner schließt, inbent er hofft, daß bei (ber Inbetriebnahme des neuen Bootes auch Herren von Wetzlar sick es ansehen werden. Bergrat G r ö fr l e r dankt dem Redner für seine interessanten Ausführungen und bemerkt dann weiter, daß man nun die Er- gebnffse der Probefahrten des Schiffes abwarten müsse. Die Probefahrten würden wohl einschließlich der Verlängerung deS Schiffes 20 Monate in Anspruch nehmen. Es würden dann noch bie sicher noch entsteheirdeu Schwierigkeiten, die der Kanalisierung entgegengestellt würden, hinweggcräumt werden müssen, so daß im Jahre 1916 ber Kanal in beit Voranschlag eingestellt werben könne. Bis zu bieser Zeit würben in der Kanalfrage selbst wohl keine weiteren Fortschritte erzielt werben. Er glaubt nicht, baß, bie Ueberschreitungen bei bent Schiffsbau irgendwie ins Gewicht fielen. Tie Lafrnschsffahrtsgesellschaft verfügt heute über ein Kapital von 48 600 Ml. Nach menschlichem Ermessen sei dieser Betrag o hoch, daß man damit auskomme. Wie der Vorsitzende mitt eilt, zeichnet sich das Jahr 1912 dadurch aus, daß sehr große Ausgaben gemacht wurden. Es kommt dies daher, daß die Kosten für die Agitation, Reisen nach Berlin, um Besprechungen mit den Abgeordneten abzuhalten, für die Jahre 1910 bis 1912 im vergangenen Jahre liquidiert wurden. Die Gesamtausgaben betragen 10 201,45 Mk., hiervon sind zu Agitationszwecken, darunter Reisen 2532 Mk., ausgegeben worden. Für bie Anstellung einer Hilfskraft beim Wasserbauamt Dietz würben 2200 Mk. aufgewendet, die Ausarbeitung des Projekts für das Schiff hat 1600 Mk. gekostet, 1000 Mk. sind bei der Lahnschiffahrtsgesellschaft als Stammanteil eingc^ahlt worden, für einen Vortrag wurden 200 Mk. verausgabt usw., die übrigen! 2000 Mk. sind regelmäßige Ausgaben. Als Einnahme sind 1912 1485,87 Mk. verzeichnet. Der Vorsitzende klagt, daß die Beiträge so verspätet eingeben. So sind 1913 mehrere hundert Mark ein- gcgangen, die eigentlich schon im Jahre vorher eingehen loflten. In Zukunft soll bie Angelegenheit so gehandhabt werden, daß jeder, der auf eine Mahnung nicht zahlt, einen Postauftrag erhält. Die Rechnung 1912 ist von Kreisarzt Sanitätsrat Tr. Braun und Fabrikant Coers geprüft worben. Tas Vermögen betrug am 1. Januar 1912 10 750 Mk., am 1. Januar 1913 2034 Mk.> hierzu tont;iien noch bie 1000 Mk. Einlage bei ber Lahnschiffahrts^ gesellschäft. Tie Rechnung ist richtig befunben roorben, bis auf 45 Mk., welche von einem jungen Mann, zum Teil durch Fälschung von Unterschriften, unterschlagen würben. Die Versammlung beschließt, ben Verlust auf die Kasse zu übernehmen und dem Vorstand Entlastung zu erteilen. Vom Vorstand wird versichert, daß Vorkehrungen getroffen wurden, um' derartige Vorfälle für dis Zukunft unmöglich zu machen. Tie nächste Hauptversaminlung soll in Niederla Hirstein stattfinden. Der Vorsitzende empffehlt diese Wahl unter .Hinweis darauf, daß ben Mitgliedern Gelegenheit gegeben werden könne, bas Lahnschiff zu besichtigen, was wohl für jeben Interesse Haber bürste. Schafs t Schweins 402. Marktverlaui: In Großvieh bleibt bei gedrücktem Geschäft ziemlicher, bei Schweinen bei ruhigem Geschäft geringer lieber- stand, bei Kleinvieh geräumt. Preise für 100 Pid. Lahnkcmalverein. d. Wetzlar, 9. März. Henke nachmittag fand in deut Saale der Loge die Jahresversammlung des Lahn- kanalvereiws statt. Ten Vorsitz führte Bergrat Gröbler, Generaldirektor Lier Buderusschen Eisenwerke. Den Bericht über die Tätigkeit des Vereins und den augen- bliÄichen Stand der Kanalisierungsfrage erstattete Tr. M e t s ch k c. Er berichtete über die Versammlung in der Universitätsaula zu Gießen, wo über die wirtschaftliche uni) technische Seite der Lahn- kanalisieritngsfrage und über das .Lahnboot Vorträge gehalten wurden. Später fand in EmS zwischen Vertretern der preußisch- hessischen Regierung und den Interessenten des Lahngebietes eine Konferenz statt, wo die wirtschaftliche und technische Seite be- sprock>en wurde. Hier gab der Vertreter der preußischen Regierung die Erklärung ab, daß der Minister bereit sei, der zu gründenden .Lahnsckftffahrtsgesellschaft ein zinsloses Darlehen von 20 000 Mk. zur Verfügung zu stellen. Zur Erbauung und Erprobung eines Lahnsckiffes mürbe die Lahnschiffahrtsgesellschaft gegründet und der Minister gab anstatt des Darlehens von 20 000 Mk. eine Beihilfe von 7000 Mk. Der Lahntanalverein trat der Lahnschiffahris- gesellschaft mit einem Anteil von 1000 Mk. bei. Von städtischen unb Kreisverbänden, sowie von Betrieben und Privaten wurden zusammen 40100 Mk. aufgebracht. Das Schisfckien wurde, der Reederfiriua Schaulmch und Krämer in Koblenz-Lützel in lAustrag gegeben, _bic es soweit fertig gestellt Hai, daß es wahrscheinlich! anfangs Juni in Betrieb genommen werden tarnt. Nachdem das Boot ein halbes Jahr durch die Gesellschaft auf der Lahn ausprobiert ist, wird es einer rheinischen Schiffahrtsgesellschaft zur Verfügung gestellt, um es auf dem Rhein und Main Lauren |yu lassen. Weiter ist der Verein noch für die Interessen, des Lahn Vanals tätig gewesen, als der 13. Ausschuß des preußischen Ab- geordnetenhaitses in bent Wassergesetzentwurf die Unterhaltungs- Pflicht des' Staates an der Lahn gestrichen hatte. Infolge einer Denkschrift wurde dies in der zweiten Lesung wieder geändert. Dies ist von großer Wichtigkeit, ba bei ber Kanalisierung der Lahn mit ben vorhandenen Sch lensen rin richtungen gerechnet ist unb beten guter Zu stand vorausgesetzt wird. Der Vorsitzende fügt ben Mssührungen hinzu, daß man jetzt in ein Stabium des Wwartens gekommen sei. Es müssen nunmehr erst einmal bie Ergebnisse ber Versuchsfahrten des Lahn- schiffes abgewartet werden, was wohl 1V? Jahre in Anspruch nehmen dürfte, bis man der Kanalisierungsfrage näher treten könne. Der Redner erinnert bann an die im preußischen Abgeordnetenhause angenommene Entsckstießuiig, wonach die Kanalisierung der Mosel, Saar und Lahn so gefördert werden sollte, daß die Eröffnung der Kanäle gleick,-zeitig mit ber des Rhein-Hannover- kanalS stattfinden könne. Den Kanal Rhein-Hannover hat man in Angriff genommen und die anderen ruhen lassen. Tier Minister hat bezüglich der Mosel und Saar erklärt, daß deren Kanalisierung gegenwärtig nicht tunlich sei, über bie Lahn hat er nichts gesagt. Um den Interessenten vorläufig etwas zu geben, wurden Tarifermäßigungen in Aussicht gestellt, die die Vorteile ergeben sollen, welche bie Kanalisierung von "Mosel und Saar gebracht hätten. Diese Ermäßigungen sollen mit>dem Moment in Kraft treten, wo der Rhein-Haunoverlänal in Betrieb genommen wird. Im Wgeordncnnhause hat nun ber Vertreter ber Mosel- und Saar- ritteressenten, Abg. Röchling, gesagt, das ist nur eine Abschlagszahlung, wir bleiben auf unserem^ Standpunkt der Kanalisierung ber Mosel nnb ber Saar bestehen. Damit ist auch unser Standpunkt gekennzeichnet, wir müssen ebenfalls auf der Kanalisierung der Lahn bestehen bleiben. Es ist dies auch schon darum nötig, da die TarisermÄßigungen nur der Eisenindustrie zu gute kommen und die anderen Betriebe, die durch den Kanal Vorteile erwarten, nicht an den (Srtnläfeigiingen beteiligt sind. Tie Kanalisierung der Mosel und Saar wird kommen und mir würden ins Hintertreffen komiuen, wenn die Lahn nicht kanalisiert würde. Andererseits ist nicht anzunehmen, daß bie Lahn vor ber Mosel unb Saar in Angriff genommen wird. Aber bis zu dieser Zeit müssen alle Vorderoirungen getroffen und alle Schwierigkeiten aus deut Wege Markte. Gießen, 11. März. 9)1 n rftbericfrt. Auf heutigem Mocken-' markte kostete: Butter das Pfiind chOO—1.15 Mk^ Hühnereier 1 Stück 7—8 Big., 2 Stück 00 Pfg., Enteneier 1 Stück 8—0 Pfg., Gänserier iSt. 10 Pi., Läse das Stück 6—8 Pfg., Kasematte 2 Stuck 5—6 Pfg., Tauben pr Vr. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Halmen pr. Stück 1,50—2,50 Pik., Guten vr. St. 2,00-3,00 Mk., Gänse das Pfd. 70—80 Pfg^ Lchsensleisch pr. Pid. 92—100 Pfg., Rindfleisch vr. Pfund 90—94 Pfg., Luhfleisch 80 Pfg.. Schweinefleisch pr. Pfund 90—110 Pfg., Lvalbfleisch pr. Psd. 94—98 Pfg., Hammelfleisch pr. Pid. 70—96 Pfg,, Kartoffeln vr. luO Kg. 5.00 bis 5,50 Alk., Weißkraut das Stück 10 bis 20 Pfg., Zwiebeln ver Ztr. u>,00—8,00 Mk., Milch das Liter 22 Pfg., Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk^ Birnen das Pfund 12 bis 15 Pig., Aepfel der Zentner 10 bis 15 Mk. Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. F.C. Wiesbaden. Biehh o> -Mark tbe ri cht vom «.März. Austrieb: Rinder u? ^Ochsen 44, Bullen 0, Kühe 53), Kälber 32, vertniscbter. * Vierzig Kinder ermordet. In Lodz ist die Polizei zahlreichen Verbrechen einer Hebamme auf die Spur gekommen. Es war eine Anzeige gegen die Frau, eingelaufen, daß in letzter Zeit mehrere neugeborene Kinder, die ihr übergeben worden waren, in ihrer Wohnung gestorben seien. Bei einer Haussu.chung fand man fünf verweste Kindes le ich en. Die Hebamme war bereits aus Lodz geflüchtet. Es lönnen ihr angeblich vierzig! Kindesmorde nachgetviesen werden. schiff mußte eine Vertiefung angebracht werden, um frier,eine Winde unterbringen zu können. Der Läiigsverlxind ist ebenfalls stärker gemacht worden. Zu seiner Breite ist das Schiff verhältnismäßig lang, es verhält sich wie 1:9. Toi' Gangfrord um das Schiff iß auf 60 Zentimeter bemessen, um den Schiffern zu ermöglichen sicher und bequem das Schiff zu umgehen. Dafür ist aber der Gang über die Mitte des Schiffes über den Lucken in Forffall gekommen. Wenn der Firstbalkon weggenommen ist, hatckian eine drei Meter- freie Ladeftäche. In dem kleinen Schiffe sind drei Laderäume von 6fr., Meter Länge vorhanden, in dem vergrößerten stehen fünf solcher Räume zur Verfügung. Diese Qtäume sind jeder für sich wasserdicht, so daß. einer oder der andere voll laufen kann, ohne daß das Schiff gefährdet ist. Das Schiff ist gedeckt eingerichtet, die Lucken werden aus den Firstbalkon aufgelegt. In die vor handenen zwei offenen Pumpenrohre fömten Masten eingesetzt werden, an benot Hebewerkzeilge angebracht werben können, wenn in einem. Hafen keine Hebewerlzeuge unb Sriäfrne vorhanden sind. Ihn ein Verbeulen der Laderäume zu verhütem sind der Boden und die Wände mit Holz verkleidet. An den Seiten ist die auS 4 Zentimeter dicken Fichtenbohlen bestehende Bekleidung nur enteil Meter hoch, so daß ber Gangbord frier überragt unb daburch bie Kalk- unb Bas alt steine nicht direkt an die Seitenwände an schlagen Tonnen. Der erste Raum hinter dem letzten Laderaum bient dazu, die Sachen ber Schiffer zu verstauen, die sie mcht augenblicklich benötigen. Er ist fünf Meter breit unb enteil frort). Ter Motorraum ist ebenfalls wasserdicht eingerichtet, daß bei einem Brand ober Explosion sich das Feuer nicht auf die anderen Teile des Schiffes ausdehnen kamt. Er ist sehr geräumig, ba ber Motor nicht viel Platz wegnimmt unb sehr hell. Er erhalt sein Licht burch ein Sberlichtsenster von 3V2xl,20 Meter Grosse^ Ter Steuermann kann an seinem Rabe bequem den Gang des Motors beobachten. Aus die feste Verbindung deS Motors mit dem Schiffskörper ist großer Wert gelegt worden, um Vibrationen einzelner Teile zu vermeiden. Tie Kraft des Akotors wirb möglich)! gleichmäßig auf das vor ihm liegende Sckiff übertragen, ^.er Motor ist ein Glühkopfmotor ber Firma Swiderski m -etpzig. Er besitzt keine Ventile. Es findet bei jedem Hub eine Explosion statt. Die Arbeitsweise ist kurz folgende: Bei dem Zuruckgeheit des Kolbens saugt dessen Stange Luft an und diese Luft wird ui ben Zhlinber eingefüfrrt, woburch bie Abgase entfernt werden. Beim Hochgehen bes Kolbens Mießeti sich bie Oeffnungen fnr Luftzufuhr unb Gasabgang. Die Luft im Zylinder wird komprimiert und im letzten Augenblick, wenn der Kolben am höchsten steht, wird vielleicht ein Fingerhut voll Brennstoff eingefpntzt unb zur Explosion gebracht unb bas Spiel beginnt von neuern. Es soll nun noch versucht werden, die Betriebskosten des Motors herabzusetzen, indem man zwei Brennstoffbüsen anbringen will, durch deren erste 1/10 des teueren Rohöls eingespritzt werden -soll, ivenn sick) dieses dann entzündet hat, wird durch die andere .^.üse 9/10 des billigeren Teeröls nachgespritzt. geräumt sein. k ‘ .. Direktor Bansa aus Limburg erklärte, daß der Minister der öffentlick eu Arbeiten nicht mit Unrecht gesagt habe, daß er, bevor er den Ausbau bet Lahn zu einer Sckftffafrrtsstraße befürworten könne, wissen müsse, ob sich das projektierte Schiff bewähren würde. Er habe deshalb die 7000 Mk. gegeben. Auch von anderen Seiten sind die Mittel reichlirt) geflossen. Ihn' bei dem nicht zu hohen Verkehr eine Rentabilität des Kanals zu erreichen, müsse man damit rechnen, daß die vorhandenen Anlagen nach Möglichkeit benutzt werden können. Tie Größe des Schiffes Mußte deshalb banacfr eingerichtet werben. Als Länge kommen 45 Meter in Betracht, wegen ber Schleusen von Kal kosen unb Lahnftein. Das Schiff, das in Ban gegeben ist, wird vorläufig 12>/_> Meter kürzer gebaut, weil es die alten nassauischen Schleusen bei Ems passieren soll. Wenn es bann für ben Verkehr auf dem Rchin unb Maui zur Verfügung gestellt wirb, wird es in der Mitte auseinander genommen unb um 12-;2 Meter verlängert. Es wirb dann für ben Verkehr von Duisburg nach Frankfurt benutzt. Tie Breite des Schiffes wird 5,10 Meter betragen. Um nicht zu umlangreiche Baggerungen zu veranlassen, wird ber Tiefgang auf 1,50 m bemessen. Bei diesem Tiefgang kann es jetzt schon von der Lahmnündung bis Ems verkehren. Aurt? die Höhe des Scknffes ist von ben vorhandenen Anlagen abhängig. So ist bie Elsenbahnbrücke bei Wetzlar nur 2,80 Meter über dem! Wafferspiegel. Um ba gut durchzukommen, ist eine Höhe von 2,20 Meter vorgesehen. Es ist interessant, baß ich aus einer alten Schrift des Jahres 1809 festgestellt habe, baß bie damaligen Rfreiiischiffe dieselbe Große anfwieseii, die alten Lahnnachen faßten 40 Zentner. Bei der Kleinheit ber Sckiffe war deshalb Wert darauf zu legen, daß es möglichst viel fähn, um innerhalb eines Jahres eine große Leistung vu erzielen Ein weiteres Erfordernis war das, daß das schiff recht stark gebaut wurde, um' dem Ausstößen auf Grund, was bei der Lahn nicht ausgeschlossen ist, zu begegnen. Wir sind deshalb über bas vom Germanischen Lloyd geforderte Maß lnnausgegangen. "Als Motor ist ein 50pferbiger Swiderskimotor gewählt worden, der jetzt auf dem Bremsstaird in Leipzig ausprobiert wird Die Kosten des Schiffes, die ursprünglich Mit 30 000 Mk. veranschlagt waren, werdeii um 10 Prozent überschritten werden und rund 33000 Mk betragen Es kommt das daher, daß infolge des Staatsznschusses bie l.lligcren hollänbischen Schiffbaufirmen nicht in Betracht gezogen werben bürsten, auch i|t das Schm starker gebaut unb ber Motor um 10 Pferdekräfte starker gewalstt worden, wie vorgesehen war. Es ist dabei frinzuweisen, daß die Tragfähigkeit des Schiffes, die mir 210 Tonnen angenommen war, 235 Tonnen beträgt. Die Grfröbimg der Tragfähigkeit hat also mit de- Ban summe gleichen Schritt gehalten. Die Lieferung des Schiffes von der F-irrna Schaubach und .Kramer in Koblenz-Lutzel, einer anerkannten Schiffsbauanstalt, ist für den 1. Juni in Aussicht gestellt Das Srt>iff wird dann zimackyt auf eigene Rechnung der Lahnschiffahrtsgesellschaft ein halbes Jahr fahren, um bann auf dem Rhein und'Main von der RHein-See-L>ck)iffafrrtsgesellschäft ansprobierr zu werden. Wie schon gesagt, gehen die ^tarkever- hältnissc über das geforderte Maß hinaus. Besonders ist der Bug kräftig konstruiert, um Eisarbeit standhaften zu können. Auch sonst weist das Schiff gegen den ursprünglichen Plan einige Aenberungest auf, so sinb die Decke etwas höher, auch das Mittel- fdjiff hat in der Hchhe 30 Zentimeter tzugesetzt erhalten. Am, Porder- Dollfleischigs Schweine von 80-i-lOO k" Lebendgewicht 63-64 Vollfleischst;s Schweine unter 80kg Lebendgewicht 62'/,-63 VoUsleischige Schweine von 100—120 kg Lebend- sewicht 64'/,-65'/, 81—82 VoUsleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht 64-00 80-00 O cb s e n. Vollflekschige, miSgemästete, höchsten Schlacht- wertes int Alter von 4—7 Jahren .... Tie noch nicht gezogen haben (nngejochts .. . Junge, fleischige, nicht ausgeinäslete und ältere auSgemästete ..... . . ..... Bull en. Dollfleischige, ausgeiv., höchsten Schlachtiv. . . Pollfleischige, jüngere ..... Zä ri en. $bü ()•. Pollfleischige ausgemästete Färssn höchsten Schlachtioertes PoUsleischigs ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis z„ 7 Jahren ... Wenig gut entwickelte Färsen I <> O« W » s 3 2 © 3 •a> <<>er —, e » 2. S'.o -> o K — "5 <* — s 3 3. ~ ® = “ 9 £ 3 2 2-3< 3^ 2 .2 3 O>» «§> 2 c - c jg3 3 Co _ O" B rt CM 3 Cb *= er 3 2 er S^' §2rs o^po- .—, — — 3- <3 er — er- 2 er 2 2 G = t: S'r.i-* S"- - ■ §D-r '-■ 3 3 ~' cr—' 3 2.3 3 **■© ö p G er— 2. er 2- 00 '^3 =,@ 3* 00 2‘ — 'S __ 3 1—___ —* 2 CC —« r» 5-3 = - O- g‘B 2 r» •-' O —- o N- ä®.. 3 - 3 — er r*- 3-'3> SCcb ' «• — ^2=° 22 —- 3 — ' V- taS ' ^•<2 *5 3§o n«o ’ 'S « g z = » —:"" »ST co o 6)30 3’3'3 6) y - r* 3 s -1 ®fiQP er B Cb äco Cb-3 3 °- b rj äft 2.0 f = 2- or ^L's *»• o 3 . 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