Sil tal«< Die heutige Nummer umfakl 14 Seiten. ■h Gretzener Stadttheater ^Sß* 4 ie« gerung. in der Wuscht 913, naimittiji tcitraudj: bicbci if. 3. RL Bucha Reis. 2. bis 3. L Mr. lang), 13 S nachm. von 3 Ilii ,°M i”«' AR z Holz- 6 ii üp.. 179 Rm.M tnüpp. 12 Shtlg-'■ D'„ Daß ein Dichter zu uns sprach, ein Dichter mit einem heißen, blutvollen Herzen, das war der entschiedenste Eindruck, den Herbert Eulenbergs Liebesstück Belinde bei.seiner ein entschiedeneres Verhalten an den Tag legen, als es die deutsche Regierung bis jetzt getan hat. Mexiko, 13. Febr. Der Kampf begann heute vormittag uni1 8 Uhr durch Artilleriefeuer der Bundestruppen, die die Auf- ständigen mit einem dichten Regen von Schrapnells überschütteten. Tie Aufständigen leisteten hartnäckigen Widerstand und erwiesen sich.als ausgezeichnete Schützen. Die Bundestnippen verwandten größere Geschütze mit guter Wirksamkeit. Madero drückte die Hoffnung aus, Tiaz noch vor Anbruch der Nacht zur Uebergabe zu zwingen. Tie Bevölkerung ist geflohen oder verbirgt sich in den .Häusern. Tie Insurgenten sollen den Bahnhof der mexikanischen Nationalbahnen im Mittelpunkt der Stadt Mexiko niedergebrannt haben. Der Schaden würde 400 000 Dollar betragen. Man sieht, der Knoten ist gut geschürzt und die dramatischen Spannungen entwickeln sich in unaufhörlichem Fluß, ja sie werden selbst durch einen so zimperlichen Aestheten wie den eitlen Bruder Belindens nicht gestört, sondern sogar, wenn auch mehr äußerlich, noch gefördert. Tiefer „Mensch vom letzten Adel", der nie seine Handschuhe ablegt, und dessen aus der Ferne Angebetete Teliziosa sich schließlich als ein buckliger Bildermakler erweist, ist eine köstliche Satire auf das ftubenblasse, lebensunfähige Aesthetentum, das auch dem Sonnenmenschen Eulenberg das Leben schon schwer gemacht hat. Im übrigen aber ist es neben der vollkräftigen Gestalt Eugens die am sichersten und plastischsten gezeichnete Figur des Werkes, und mit feinem Bedacht hat Eulenberg ihn als Bruder Belindens auftreten lassen. Auch in ihr lebt etwas von der überspannten Art dieses sonderbaren Schwärmers, auch sie verschließt sich gegen die Bedingnisse des realen Lebens, um ihren romantischen Erwägungen uachzuhängen, auch sie ist gewissermaßen immer mit Handschuhen im Dasein her umgegangen, ohne tiefer in das Leben einzudringen und auch sie hat schließlich ihr Leben ohne jeglichen Gewinn vertändelt. Auch in den Nebenfiguren zeigt der Dichter eine feste Hand, und neben der lieblich-sentimentalen Cäcilie erscheint der kernige, sichere Ignaz, beide mit wenigen Strichen prächtig gezeichnet. Ein besonderes Wort verlangt noch Eulenbergs Sprache. Kräftig und bildhaft stürmt sie vorwärts, voller Klang und Wohllaut, und so sehr ist er sich ihrer Kraft bewußt, daß er sein modernes Stück in Versen geschrieben hat, in guten, sichergefügten Versen. Das klingt und singt in wohligem Rhythmus, entzückt und berauscht und wird wohl bei der Lektüre des Werkes, das bei E. R o w o h l t in Leipzig als Buch erschümen ist, noch viel eindringlicher und melodiöser wirken, als von der Bühne herunter. Nicht so sehr ist die Technik zu loben. Die Menschen kommen uui) gehen nach Bedarf — nicht nach einer inneren Notwendigkeit — die Türen stehen nie stell —. Auch sonst könnte man manches beanstanden — aber was will das ff l’13- er: Die Vereidigung öcs neuen Erzbischof; von Köln durch den Kai er. Berlin, 13. Febr. Heute mittag 12V» Uhr fand die feierliche Vereidigung des Erzbischofs von Köln, Dr. v. H a r t m a n n , im Königlichen Schlosse statt. Der Erzbischof traf vom Hotel „Royal" aus im Königlichen Wagen um 12V> Uhr am Königlichen Schlosse ein und fuhr Ä' $4 ---L UN«. reue Christen, meist Fraü'en und Kinder, nied erg em etz elt und verstümmelt. »Mißglückte Landungsversuche Enver Beys. Konstantinopel, 13. Febr. Authentischen Nachrichten zufolge sind die Landungsversuche Enver Bey's mißlungen. Ungefähr 20 000 Mann versuchten zwischen Rodosto und Tscharkeoj zu landen, stießen jedoch auf eine größere Truppenmacht und mußten sich zurückziehen und wieder einschiffen. Sie sollen jetzt nach Gallipoli dirigiert werden. Der Standpunkt Schefket Paschas. Konstantinopel, 13. Febr Der über die Wahrheit der Nachrichten aus London, daß man kurz vor der Wiederaufnahme der Friede nsve r fy aad- lung e n stehe, befragte Großwesir erklär e, die Nachrichten entbehrten nicht der Wahrheit. Die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungeii oder die Fortsetzung der Besprechung mit den Mächten, so fuhr der Großwesir fort, ist natürlich. Die Verhandlungen können auf Grund der Antwortnote der Pforte wieder ausgenommen werden. Er habe das Großwesirrat übernommen, nicht allein zu dem Zweck, den Krieg fortzusetzen, sondern dazu, alle Anstrengungen zu machen, um unter solchen Bedingungen, die soviel als möglich die Interessen des Landes wahren, den Frieden zu schließen. Die Regierung wird den Krieg fortsetzen, wenn sie es für diesen Zweck für nützlich erachtet. Tie militärischen Aktionen zeigen, mit welcher Energie die Regierung entschlossen ist, das Land zu verteidigen: aber es ist die Pflicht der Regierung, auf diplomatischem Wege auf den Frieden hinzuarbeiten. Die Regierung beschäftigt sich also mit dem Schicksal der den Mächten überreichten Antwortnote und wird sich bemühen, auf der Grundlage dieser Note den Frieden zu schließen. Ein Straferlaß der türkischen Regierung. Konstantinopel, 13. Febr. (7 Uhr abends.) Dias amtliche Publikationsorgan veröffentlicht ein provisorisches Gesetz, das für alle bis zum 11. Februar begonnenen politischen Verbrechen Straferlaß gewährt, außer für Kriegsniederlagen und moralische und materielle Unterstützung des Feindes. Der Straferlaß erstreckt sich auch auf die Vorgänge vom 23. Januar. Das Gerücht von einem angeblichen Rücktritt des Ministers des Innern wird anrtlich bi-mentiert. Der Minister des Innern Hadje Adil, der seit drei Tagen nicht im Ministerium erschienen war, wohnte heute einer Sitzung des Ministerrats bei. Außer den amtlichen Berichten liegen keine Meldungen vom Kriegsschauplatz vor. Ein neuer Trupp bulgarischer Gefangener ist hier eingetroffen. Zahlreiche Flüchtlinge, christliche und mohammedanische, kommen aus Gallipoli an. Eine Verschärfung der rumänisch-bulgarischen Frage. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus W i en : Die rumänisch-bulgarische Krise hat sich jetzt so verschärft, daß die demnächst erfolgende Absendung eines Ultimatums Rumäniens an Bulgaren nicht ausgeschlossen erscheint, zumal mit einer rumänischen Ministerkrise gerechnet werden muß. schließlich besagen, wenn so viel Kraft und Können in einem Werk steckt. An seinen Fehlern erkennt man auch den Künstler, und daß Fehler manchmal Tugenden sind, das hat unser lieber alter Bulthaupt bewiesen, der alle unsere großen Dramatiker nach dem Splitter richtete und mit seinen eigenen Dramen kaum eine Hand zum Beifall lockte. Die Darstellung durch die Berliner Gäste, die Wolfgang Neff, bis auf den letzten Auftritt, wo zwei Herren die Gäste „symbolisierten", mustergültig leitete, holte die Feinheiten des Werkes so ziemlich heraus, nur die Verse gingen manchmal gar zu sehr verloren. Fr. Lissi N o r da u gab der Belinde die glutenwarme Seele, die sich verzweifelt an ihre Liebe klammert, um nicht gestehen zu müssen, daß sie sich selbst untreu wurde. Sie goß Feuer und Kraft in ihre Rede, und wenn sie mitunter auch vielleicht zuviel vom „Weibchen" an sich hatte, so entbehrte chre Darstellung doch nicht der heroischen Größe. Ihren Bruder Hyazinth, den Menschen vom letzten Adel, spielte Herr Wolfgang Neff mit einer so feinen, bis ins letzte sorgfältig ausgeglichenen Kunst, daß seine Darstellung die reifste Leistung des Abends war. Haltung, Gebärde und Ton konnten nicht glücklicher zueinander abgestimmt werden. Treu und bieder war Otto Küstermann als Eugen, ein guter Sprecher, und im Affekt bedeutender, als in der Gelassenheit. In der einfachen Natürlichkeit seines schlichten Auftretens Tag eine geruhige Größe. Roger, dem Jüngling gab Herr Emil Waldmann Jugend und Leidenschaft, etwas fahrig zwar, aber doch auch wieder von bestimmtem Ausdruck. Im Verein mit Frl. Marianne W a l l o t, die seine Sck)wester Cäcilie recht lieb spielte, brachte er dic ergreifende, wunderbare Szene, da er den weißen Ball zieht, schön zur Geltung. Einen festgefügten, scharf um» rissenen Charakter schuf Herr Willy Klotz, in ihrer subtilen Ausführung eine vorzügliche Leistung. — Leider war das Theater nicht so besetzt, wie es die Direktion bei einem so außergewöhnlichen Anlaß wohl hätte erwarten dürfen. Die drei Vorträge, die zu gleicher Zeit gehalten wurden, erklären das zur Genüge. K. N. MM greis W Freitag, ta er GastwirtM )vri. Distrikt H - 7 stammt w . m. W M • sdjuybc»- STi ul. U toiui* -53 Ztni Dune ■«'ÄS | nv mciit tollem «[ XL'1I°V > dorben und gestorben hielt. In den Armen seines' Weibes 1 „jgert 1 finbet er einen jungen Mann, zur Hochzeit bereit, ganz von ötr" L. jn seiner Liebe erfüllt. • Und keiner will weichen, denn beide It M h-aben ein Recht an das Leben und an Belinde, das Weib, has | beiden Treue geschworen hat. Hart stoßen die Nebenbuhler | aufeinander, einer muß weichen, und in einer Szene, die |! bJn holdestem Liebreiz ist trotz aller Schwere, losen sie IflOli Mr ihr Schicksal. Roger zieht aus der .Hand seines Schwesterchens den weißen Ball, der den Tod bedeutet, und 'll erschießt sich. Nun beginnt der Kampf des Mannes um M\ I >eiu Weib, p^s haltlos um den Liebsten jammert. Und als |U , er sie zurückgewonnen, als sie erkennt, daß ihre eigentliche ' Liebe ihm, dem Treuen, gehört, dem starken Lebenskämpfer, n , ’ । l0« schaudert sie davor, daß sie ihn vergessen konnte, schaudert c? a.ßi#* - U’Le davor, daß sie ihn vielleicht wieder vergessen könnte und «L5Mtr. H0I. >i Rammertoälh Holz wird vor urich Honig in vrogh. Jorsnv r auf dem iogL lammerwald. Cbmttt. . «w5 M. z-y'gmg Stettag, I,. z-bruar IN? erscheint täglich, außer V ® Sf6* L r » -JS88 13a * A M A ** A ** MS AA aaIa,aaa SSSpÄ bssssIniizMAnAr >1 iftAt/ iArr?ssE1? »Ä«; VJULilvILVL 411LiVLilVL SSKW für die Redaktion 112, tvjp WM Vera.ttwortltch für den MW General-Anzeiger für Oberheffen WM für die Tagesnuininer Rotation$ön«f und Verlag der vrühk'schen Univ.-Vnch- und zieindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und vruckerek: Schuistrahe 7. Lanr)"^E.Hetz^für den vis vormittags Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschastrstelle vahnhosstrahe |6a. Anzeigenteil: H. Beck. aW t ‘^olsoerfcmf* ?1/110 Ubt J woselbst h. «mitt, io j langen iMn >13. 'tt-Cbmcö. wie SiU.. •i »Ä Mexilo und wir. . AlS vor etwa 12 Jahren, so schreibt'uns unser Berliner Mttarberter, ein Engländer im Staate Sonora von Banditen ermordet wurde und die Untersuchung des Falles sich ermge Wochen vergeblich hingezogen hatten, drohte der vrtttsche Gesandte in Mextkv mit der Uebcrfenbung der Pässe Jrnb^t?urf) '^ust sehr scharf auf. In kürzester Zeit waren dre Mörder ergriffen, überführt und zum Tode verurteilt' Die Ermordung der Deutschen in Covadonga dagegen hat immer noch keine Sühne gefunden, obwohl die Mörder bereits feit geraumer Zeit hinter Schloß und Riegel sitzen. Der Verteidiger zieht mit allen Mitteln den Prozeß in die Länge Die Verhandlung sollte im Januar statt- ftnben. Sie hat immer noch nicht begonnen. In Mexiko wbt jetzt der Bürgerkrieg, und es ist keine Aussicht vorhanden, daß der Gerichtstermin eröffnet wird. Dem ■beutfeben Gesandten, Konteradmiral a. D. von Hintze wird zum Vorwurf gemacht, daß er, statt mit der Faust auf den -"sch M schlagen, im roten Frack Maskenbälle in Mexiko mitgefeiert und sonstige Liebenswürdigkeiten mit den regierenden Kreisen der mexikanischen Republik ausgetauscht hat. Die Deutschen in Mexiko senden Brief und Brief nach der deutschen Hermat mit Klagen über die unerträglichen Zustände draußen und tun big en ihre energische Opposition für den Fall an, daß sich deutsche Banken bereitfindein sollten, für die mexikanische Regierung eine größere Anleihe unte^ubrinigen, ehe die Covadonga-Ängelegenheit durch Hinrichttmg der Mörder geregelt ist. Sind diese Klagen dem neuen Staatssekretär des deutschen Auswärtigen Amts bekannt? Erscheint auch ihm die geforderte Entschädigungssumme von 400 000 Mark für die Covadonga- Opfer als großer Erfolg der deutschen Diplomatie und wie gedenkt er gegen die Verschleppung des Prozesses zu prote- Itieren? Welche Maßnahmen gedenkt die deutsche Regierung angesichts der außerordentlichen Gefahr zu ergreifen, in der zurzeit unsere deutschen Landsleute in Mexiko, ihre Frauen und Kinder und die deutschen Interessen schweben? Die deutschen Handels- und Kulturinter- essen in Mexiko stehen an dritter Stelle gleich nach denen der Vereinigten Staaten und Großbritanniens. Ten Engländern und Amerikanern gehören in Meriko die Bergwerke und Eisenbahnen, den Franzosen die Läden mit Schnrttwaren, den Schweizern die Juwelenläden. Den Deutschen gehören die Eisenwaren, viel Tabak und besonders der Kaffee, der in der Hauptmasse im Staate Vera- cruft gewonnen, seit 20 Jahren aber unter anderem in steigendem Maße in Soconusco gebaut wird und größtenteils nach Hamburg geht. Aber auch fast das gesamte Eiu- wanderungsgeschäft liegt in deutschen Händen, und für die sehr zahlreiche deutsche Kolonie erscheinen in der Hauptstadt Mexiko zwei gute redigierte deutsche Wochenblätter, die „Deutsche Zeitung von Mexiko" und „Der Wanderer". Leider haben von jeher, schon zuzeiten des Präsidenten Porfirio Diaz, das deutsche Auswärtige Amt und seine Vertreter in der Republik es ängstlich vermieden, den be- I redjtigten Reklamationen unserer deutschen Landsleute ein •Ibers: ,, rnehr als platonisches Interesse zu schenken. Immer waren . 90: 73 ♦ es Uncle Sams Hühneraugen, genannt die „Monroe-Doc- I tnn", der man deutscherseits nicht zu nahe kommen wollte. 111M ' S Aber das Register der Beschwerden deutscher Pflanzer, Kauf- OundB'.lA^M beute und Industrieller in der Republik wurde größer und größer und hat außer dem erwähnten ungesühnten Kapital- ' verbrechen von Covadonga noch eine ganze Liste schwerer « Untaten aufzuweisen. Hoffentlich wird der neue Staats- SoU klaßenv^ sekretär v. Jägow beim Schutz der deutschen Interessen AtlOu* I Belinde. 1CIUh(J* Ein Liebesstück in 5 Aufzügen von Herbert Eulenberg. ’ wetben iitf ' Gießen, 14. Febr. bei der Wendeltreppe vor: mit ihm Kapitularvikar Domherr Dr. Kreutzwald und Kaplan Beryhaus. JmRitter- faal erwartete der Kaiser den Erzbischof in Gegenwart des Reichskanzlers, des Oberstkämmerers Fürsten zu Solrns-Baruth, des Ministers des Königlichen Hauses, Grafen zu Eulenburg, des Iuftizministers, des Ministers des Innern, von drei Kabinettschefs sowie des Kommandanten und der diensttuenden .Herren des Hauptguartiers. Ter Kultusminister, begleitet von dem Unter» staatssekretär Dr. v. Ehappius, geleitete den Erzbischof nebst Gefolge in den Saat und stellte ihn dem Kaiser vor, woraus die Vereidigung auf das Evangelienduch erfolgte. Tic Kaiserin empfing darauf den Erzbischof im Pfeilersaal. Um 1 Uhr war F r ii hst ü ckS t a se l beim Kaiser. Ter Kaiser saß zwischen dem Reichskanzler und dem Erzbischof. Heute abend 8 Uhr findet Familientafel bei den Majestäten statt. Eine Ansprache des Erzbischofs. Rach der Vorstellung durch den Kultusminister richtete Erzbischof Dr. v. Hartmann eine Ansprache an den Kaiser, in welcher es heißt: Daß Ew. Majestät geruhen, diesen Eid Allerhöchstselbst ent» gegenzunehmen, darin erblicke ich dankbaren Herzens einen neuen Beweis der wohlwollenden Gesinnung, welche Ew. Majestät gegen die katholische Kirche hegen, deren Diener zu sein ich die Ehre habe. Als Erzbischof von Köln werde ich es mir nach den besten Kräften angelegen sein lassen, die Gesinnungen der Anhänglichkeit und Treue gegen die Dynastie auch in den Herzen der meiner Obsorge anvertrauten Gläubigen zu schützen und zu pflegen. Es erscheint mir das um so notwendiger, je kühner und verwegener die Mächte des Umsturzes und der Verneinung an den Fundamenten des Thrones wie des Altar es rütteln. Auf der anderen Seite ist es um so leichter, je einmütiger die begeisterte Liebe und Verehrung gegen den gegen« roärHgcn Träger der Krone alle Kreise durchdringt. Ew. Majestät hatten die Gnade, in diesem Jahre meiner bisherigen Kathedrale ein vrächtiges Glasgemälde zu schenken. Es gibt einen welthistorischen Moment wieder, wo Papst Leo III. Kaiser Karl den Großen im Hostager zu Paderborn aufsucht und um seine Hilfe bittet. Wenn ichs wage, bei diesem feierlichen Akt die innige Bitte auszusprechen^ Ew. Majestät wolle der katholischen Kirche und den Allerhöchlt Ihren Untertanen des katholischen Glaubens das so oft bewiesene gnädige Wohlwollen immerdar erhalten, so vertraue ich darauf, eine ebenso huldvolle Aufnahme zu finden wie Papst Leo III. bei Karl dem Großen. Die Kailerrede. Dann erfolgte die Vereidigung auf das EvangelienbUch, worauf der Kaiser folgende Worte an den Erzbischof richtete: Ich habe mich bewogen gefunden, das eidliche Gelöbnis der Treue, welches Sie, hochwürdiger Herr, soeben abgelegt haben, selbst entgegenzunehmen. Die Pflichten und Mühen des bischöflichen Amtes, aber auch sein reicher Segen sind Ihnen nicht fremd. Als Bischof von Münster haben Sie schon die Aufgabe erkannt und erfüllt, die Ihrer oberhirtlichen Führung anvertrautm Seelen in allen christlichen Tugenden zu unterweisen, sowie die Eintracht unter allen Bewohnern des Landes zu erhalten und zu pflegen. Ich habe daher zu Ihrer Er- wählung zum Erzbischot des ältesten Bischofsstuhles meiner Monarchie gern meine Genehmigung zugesprochen und erteile Ihnen meine landesherrliche Anerkennung. Sie haben an jenen denkwürdigen Vorgang erinnert, als Karl der Große von dem Papst Leo III. und Ihrem ersten Vorgänger auf dem bischöflichen Stuhl in Münster in schwerer Gefahr und Bedrängnis und Hilfe angerufen, an der Spitze seines Heeres den Papst herzlich begrüßte, ihm seinen mächtigen Schutz zusagte und dann, wie die Ueberlieferung meldet, Hand in Hand mit ihm in den neu erbauten Paderborner Dom einzog , um gemeinsam Gott den Herrn zu preisen. — Dies weltgeschichtliche Ereignis ist ein lehrreiches Beispiels fürden Segen eines vertrauensvollen Verhältnisses der Kirche zu dem höchsten Träger der Staatsgewalt und enthält zugleich eine ernste Mahnung. Ihre bisherige Amtsführung gibt mir die Zuversicht, daß Sie, dieser Mahnung eingedenk, auch in Ihrer neuen Wurde Ihre Geistlichen und Gemeinden lehren und an halten werden, mit der Anhänglichkeit an Ihre Kirche zu verbinden treue Ergebenheit gegen mich und mein Haus, warme Liebe zum deutschen Vaterlande und Gehorsam gegen die von Gott verordnete Obrigkeit. — In diesem Vertrauen will ich Sie meiner königlichen Huld und meines landes väterlich en Wohlwollens für Ihre Diözesanen sowie für alle meine Untertanen katholischen Glaubens in Gnaden Vers ichern und Ihren Eintritt in das neue Amt mit meinen besten Wünschen begleiten. Gottes Segen sei mit Ihnen! Aus ßeffen. Ans bet Kammer. bs. Darmstadt, 13. Febr. Das Beispiel des Finanzausschusses der Zweiten Kammer, der den .Hauptvoranschlag so rasch erledigt hatte, hat Wunder gewirkt. In zwei verhältnismäßig kurzen Sitzungen hat das Plenum heute die allgemeine Besprechung zum Voranschlag beendet. Ein derartiges Tempo ist bisher noch nie angeschlagen worden. Diese schnelle Erledigung war darum möglich, daß sich die Redner von fast jeder parteipolitischen Reiberei fernhielten, und wo man sich solche doch nicht versagen konnte (wie Herr Ulrich), Neidete man sie in möglichst liebenswürdige Form, so daß Entgegnungen überflüssig wurden. Dazu kommt noch, daß die Parteien diesmal nur je einen Redner vorgeschickt hatten — und das merkwürdigerweise ohne vorherige Absprache. Geht es in dieser versöhnlichen Art weiter, so besteht die Möglichkeit, daß das Budget in den ersten Tagen des März unter Dach und Fach kommt. Allerdings redynet man noch damit, daß es bei den Besprechungen über die einzelnen Abteilungen des Voranschlags zu Zusammenstößen kommen kann: so besonders bei der Abteilung: Ministerium des Innern. Der Redner der Fortschrittlichen Volkspartei, der 9(bg. Henrich, ist immer sehr sachlich, also keiner, der sich auf den Tribünen viel Freunde erwerben kann. Er arbeitet sich immer mit großer Gewissenhaftigkeit in ein umfangreiches Zahlenmaterial hinein. Natürlich trat er als Parteiredner wieder für die Revision des Eisenbahngemeinschafts-Vcr- trages -ein. Diese Forderung ist bei der Fortschrittlichen Volkspartei schon zu einem Dogma geworden. Unter der Aufmerksamkeit des ganzen Hauses trug der Staatsminister Dr. v. Ewald seine grundsätzlichen Bedenken gegen den Beschluß des Finanzausschusses der Zweiten Kannner vor, der von der Regierung die Vorlage eines Gesetzentwurfes zur Ueberführung des Großherzoglichen Fa- milieneigenttcms in Staatseigentum fordert. Was er dagegen anzuführen wußte, war staatsrechtlich von großem Interesse, und die Landesvertreter nahmen seine Ausführungen auch ohne jeden Widerspruch bin. Voraussichtlich lvird man diesen Gedanken auch nicht weiter verfolgen. Tut man es aber dennoch, so geschieht es eigentlich ivvhl nur ’M Prinzips wegen. Daß diese Frage aber Im Sinne des Beschlusses des Finanzausschusses beantwortet werden wird, ist kaum anzunehmen. Der Abg. Ulrich benutzte die allgemeine Besprechung Ivicber zu einer btalarebc, die voller Anklagen gegen die schlechte Gesellsd-astsordnung war. Ulrich und seine Freunde allein wissen, wie dem Staate und dem Reiche zu helfen ist, ihnen allein ist die Erkenntnis der Wurzel alles Uebels verliehen. Diesmal hatte es der Offenbacher besonders auf den Minister des Innern abgesehen, von dem er behauptete, daß ihm die Bestätigung des Offenbacher sozialdemokratt- schen Beigeordneten EiAnert sicher nicht leicht geworden sein mag, eine Behauptung, deren Richtigkeit wohl der Minister auch selbst bestätigen wird. Auch zu der in Aussicht stehenden Wehrvorlage sagte der Sozialdemokrat sein Sprüchlein her. Natürlich brauchen hnr kein Militär; man schafft es nur aus Lust am Soldatenspieleu. Verständigen möge man sich? Aber man kennt ja das Lied, das die Sozialdemokratie immer singt. In einem Hause aber, wo man doch vor Männenn zu sprechen hat, denen man redliches Verständnis für politische Tinge zutraucn darf, und wo es vor allem darauf ankommt, praktische Politik zu treiben, fallen derartige Bolksreden doch wohl aus dem Rahmen. E>n sozialdemokratischer Antrag. bs. Darmstadt, 13. Febr Tie sozialdemokratische Fraktion des Landtages hat in Bezug auf die Gerichtsschreiber und Schreibgehilfen folgenden Antrag eingebracht: „Die Äbgg. Adelung und Genossen beantragen zu Kapitel 89 des Hauptvoranschlags, 58 Stellen ministeriell verwendeter Gerichtsschreibergehilfen in Hilfsgerichtsschreiber (Assistenten--stellen umzuwandeln. Zu Kapitel 12 beantragen dieselben Abgeordneten, die Prozentzahl der angestellten Schreibgehilfen auf 40 Prozent zu erhöhen, ferner die Beitragsleistungen zur Angestelltenversicherung ganz auf den Staat zu übernehmen." Deuffcbet Reick. Beim Reichskanzler. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Beim Reichskanzler fand am Donnerstag.abend ein Diner für das Präsidium und die Fraktionsvorsitzenden des Reichstags statt. Aus Stafct ttnö tand. Gieße n, 14. Februar 1913. Die hessische Politik von 1863—1871. Im Oberhessischen Geschichtsverein sprach gestern Abend Professor Dr. Ernst Vogt über die hessische Politik von 1863 bis 1871. Er führte aus, daß es eine trübe Zeit für Hessen sei, über die er sprechen wolle. Der Kämpf um die staatsrechtliche Verbindung Deutschlands und Oesterreichs war der eigentliche Inhalt der hessischen Politik jener Zeft. Hessen war ein kleiner Mittelstaat, der durch seine Lage so recht als YNittler zwischen Nord- und Süddeutschland geeignet war. Der Staat war nicht einh itlich zusammengesetzt. Am schwersten wog daß der Hess sche B amtenftaat durch Denunziationen, Beförderung usw. charakterlos gemacht wurde. Dagegen sorgte er für Handel und G.w r've, namentlich aber für die Landwirtschaft. Die auswärtige Politik stand ganz unter der Leitung des Ministers von Dalwigk. Er war persönlich liebenswürdig und verstand es, sich 20 Jahre lang unter den schwierigsten Verlhiltnisseu zu halten. Dalwigk war großdeutsch-sörderalistisch, antipreußisch und hessisch-partikularistisch. Seinen Rückhalt hatte Heften an Rußland, dessen Kaiserin die Schwester des Großherzogs war. Dalwigk war ein Anhänger der großdeutschen Politik. Dalwigks Abneigung gegen Preußen beschränkte sich nid# auf Gesinnung und Worte, er trat überall für die Interessen Oesterreichs ein, namentlich auch in den Zollvereinsfragen. In der Schleswig-Holsteinischen Frage nahm Hessen entschiedene Stellung für die deutschen Landsleute; er suchte vergebens, Oesterreich zu einem entschiedenen Vorgehen in der Schleswig-Holsteinischen Frage gegen Preußen zu veranlassen. Bei dem Kriege von 1866 tonnte Dalwigk mit Recht erklären, daß er sich mit seiner Haltung für das Recht erkläre. Oesterreich ging mit großem Pessimismus in den Krieg. Der für Hessen ungünstigste Fall traf ein und Dalwigk mußte nach Nikolsburg gehen. .Am 29. Juli hatte Dalwigk eine längere Unterredung mit Bismarck, in der er seinen Rücktritt anbvt, wenn Hessen dadurch bessere Bedingungen erhalten könne. Preußen verlangte die Abtretting Overhessens, do'.ch wollte Dalwigk von der Trennung durch den Main nichts wissen. Bei den end- güttigen Friedensverhandlungen in Berlin bot Preußen für Oberhessen die Rheinpfalz oder Unterfranken. Mit russischer Hilfe kam Hessen endlich zum Ziel. Hessen verlor dabei nicht allzuviel. Es trat mit Oberhessen in den Norddeutschen Bund ein und auch Hessens Post kam unter preußische Verwaltung. Hessen blieb auch jetzt noch bei seiner antipreußischen Haltung und suchte mit Nachdruck die Konsolidierung der deutschen Verhältnisse unter Preußens Führung nach Möglichkeit zu stören. 1867 wollte Preußen ganz Hessen in den Norddeutschen Bund aufitehmen und stellte günstige Bedingungen, Dalwigk lehnte aber ab. Die Stimmung des Landes war für die Einigung, aber Dalwigk blieb nach wie vor ablehnend. Aus den Beziehungen Dalwigks zu Frankreich ist ihm der allergrößte Vorwurf zu machen. Das zu frühe Losschlagen Frankreichs fürchtete Dalwigk nickst so sehr, als Napoleons Sturz. Als die Schlacht bei Gravelotte geschlagen war, erklärte Dalwigk, er wollte gerne dem König von Preußen als Kaiser huldigen, wenn er Elsaß-Lothringen Deutschland zurückgewinne. Im März 1871 verlor dann endlich Dalwigk die ihm liebgewordenc Macht, er wurde in Gnaden entlassen. Er fühlte sich nicht von Bismarck besiegt, sondern von Roon und Mollke. Preußen habe hauptsächlich seinen Sieg dem militärischen Zu ammenbruch Oesterreichs und Frankreichs zu verdanken. Dalwigks Politik war vor und nach 1866 falsch zu nennen. Dalwigk hat nach Bismarcks Ansicht die Verzögerung der deutschen Einheit um mehrere Jahre erreicht, aber es war dadurch möglich, die Einigung Deutschlands schöner und herrlicher durch zuführen, als es früher möglich gewesen wäre. Das ist ein allerdings ungewolltes Verdienst Dalwigks. Dem Vortrag folgte lebhafter Beifall, dem Ober- bibliothekär Dr. Ebel mit kurzen herzlichen Worten Ausdruck gab. * *♦ Tageskalen der slic Freitaa, den 14. Febr.: Stadttheater: ,Ter Retter in der Not.' Anfang 8 Ubr. A ka d. W a rt b u rg b un ö: Vortrag des Generalleutnants d. Henning: Rom und die Germanen. AdendS 8 Uhr in Steins Garten. . ** Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Direktor der Bolksover in Wien Rainer Simons zu Wien die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem )vönig von Württemberg verliehenen Ritterkreuzes 1. Klasse des Friedrichs-Ordens erteilt. . ** r allgemeiner Dorfkirchentag in Ber - LJn- . x2ni. meutern her hat in Bad Salzhausen der erste Dorfürchenkursus stottgeiunden. Ihm folgt nunmehr im An- Ublunc an bte 17 Tagung des Deutschen Vereins für ländliche Wohltahrts- und Vermalpflege der erste allgemeine Dorstirckvn I tag am Donnerstag, 20. Februar ! Landwirte, Berlin SW., Dessanerstra grvver en ilenb ar legt und ü. a. den Bromberger Manat bauen unb das Land fiiltv I verieN-lassen. Im zweiten Teile seines Vortrags ging ^tr Leutz-Spitta näher auf die Arbeit der AnsiedlungSkommckfi» ein und führte Bilder von Dörfern mit ihren Kirchen. Schulrr unb blitzsaubernen Häusern vor. Der Redner wies noch aut bit großen Verdienste hin, die sich der Deutsche Ostmarkenverkä i durch Aufklärung und Förderung des deutschen Gedankens il i der Ostmark erworben hat. Er legte die Ziele des Vereins bar I und berichtete über seine Erfolge. Begeisterter Beifall brr zahl reichen Zuhörer dankte dem Redner für feine sachlichen unb intcr essanten ?lus führungen. ** Ein Kursus in statischer Berechnung vor Baukonstruktionen fur Bauhanbwerker unb Bau tcchnikcr, den die Zentralstelle für die G?werbe in Darm ft a b t von Ingenieur Ackermann zum dritten Male abbalt'-n (56t. nimmt am Samstag, 15. Febr., seinen Anfang, sofern sich ernt ausreichende Teilnehmerzahl cinfinbet. Eine Anzahl Anmeldungen liegen bereits vor, jedoch müßten sich iwch weitere Teilnehma melden, was in dem Kursus am Samstag-Nachmittag noch ge> schehen kann, um frin Zustanbekonnnen zu sichern. •• Eichbk ft immunqen. Wir verweisen auf die im heutigen Kreisblatt veröffentlichte Bekanntmachung des Polizei« amteS über die Vorschriften iür die B e s i tz e r e i ch p f l i ch t i g er Meßgeräte und die Bestimmungen der Maß- und Gr« wichtSvolizei. ** Einbruchsversuch. In der Nacht auf Tomterltee versuchten Diebe in einer Fellhandlung am Krosdoefet Weg einzubrcchen, wurden aber durch den großen Hofhund verscheucht. Sie ließen drei große Pappschachteln, in denen das g» stohlene Gut verborgen werden sollte, am Platze zurück. Leiber ist dabei der wertvolle Hofhund verunglückt. Er war an einer Kette befestigt, sprang aber über die Einfriedigung und blut mit der Kette hängen, so datz er erdrosselt am Spalier ousgo ftinden wurde. Ermittelt wurde, daß die Pappschachteln von einem Unbekannten in einem hiesigen Geschäft gekauft wurden. ** Kellerbrand Gestern abend gegen y«10 Uhr rourb: in einem Hause der Kaplan s gass« ein Kellerbrand enthaft Die herbeigebolte Feuerwehr löschte den Brand unb stellte fest, daß ein Holzbalken in der Decke brannte. Die Entstehungsursache wird zurückgeführt aus die am Nachmittag von städtischen Av beitem ausgeführte Schnakenvertilgung durch Ausbrennen bti Kellers. ** Erster Ausflug der Dienen. Am DienStap und Mitttvoch waren Frühlingstage und die Bienen konnten ihren ersten Ausslug, den sogenannten Reinigungsausflug, vornehmen. Gleichzeitig muß eine Prüfung der Futter« Vorräte erfolgen, denn noch immer sind die Bienen auf diese angewiesen. Nach Aussage der Imker sind die Bienen bis jetzt recht gut durch den Winter gekommen. Kreis Alsfeld. OK. Alsfeld, 13. Febr. Zweimal konnte in der letzten Tagen im Kreise Alsfeld das Fest der goldenen Hochzeit gefeiert werden. In Ni ede r-Gem ü nden wurde sie von den Eheleuten Konr. Herbst gefeiert. Sn erhielten zur Erinnerung das Bild des Großherzogs, ntü eigenhändiger Unterschrift versehen. — In Ohmes der Altbürgermeister Schmitt und seine Gemahlin das 50jährige Ehejubiläum. Das Jubelpaar erhielt durch Shei- rat Dr. Heinrichs ein vom Grosiherzog verliehenes Bill mit Unterschrift. Der Bischof von Main^ sandte wen« falls ein Glückwunschschreiben. — Das Schulerbadtr der neuen Stadtschule wurde in dieser Woche jum erfteti Male in Benützung genommen. Bon den 892 Kn aber unb Mädchen der Stadtschule badeten 264 Knaben und 228 Mädchen. Das Volksbad erfreut sich ebenfalls eines seht guten Besuches. r Fried' lärm' ßfcää! Ö’js SWS 3 S t a ns J: • nagt Ä Mzclci' sind von krSfaW”™1' Süff von der Ä Stimm ^niommen. Ikklar, gönnt«« eine ö ßaisefstra" £ buitbertiabri ♦ Eine N £1ranfalf' iS an er-Ges. Cleve. Visitkarten billigst Brühl’sche Druckerei. Um mit meinem Lager in kuranten Schreib- u. 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Das Zustandekommen des öster- reichisch-- russischen Ausgleichs in der albanischen Frage ist gesichert. Im Marz wird Großfürst Nikolaus m einer besonderen Mission des Kaisers nach Wien gehen. Lollar, am 13. Februar 1913. Großh. Bürgermeisterei Lollar. Schmidt. Kreis Wetzlar. Wetzlar, 12. Febr. Im Hotel Kessel findet am nächsten Sonntag eine Zusammenkunft ehemaliger Angehöriger dr-s Kaiser-Franz-Joseph-Regiments und des Kai - serin - Alcxander - Regimcnts statt zur Beratung über die Hundertjahrfeier in 1914. Morgen Samstag, den 15. d. Monats verkaufe nochmals am Felicnkcller sämtliche Waren zu den gleichen Preisen wie benie._______PVsl_______Klein ans Cöln. Wolle. Halbwolle, Baumwolle usx erhalten prachtvolle,echte Färbungen. Es kosten zu färben: 1 Kinderkleid lOPfg. 1 Bluse 10 Pfg. 1 Frauenkleid 50-75 Pfg. Alle Farben in Päckchen a10u25 Pfg. Ausdrücklich.HeilmannTFarben mit » Schutzmarke Fuchskopf im Stern fordern. Fabrikanten: Gebr. 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Die Stadtv erord nelenv e rsamlm lung in Saarbrücken nahm einen Antrag an, der die kine m at o g r a p hischen Ber- -retfinung n • riet unb werbt in Dm Kale abhaltniS ng, formt sild b »zahl Ameld-? tticücre lafrfc Nachmittag Ml dem .... rvtiftn aus chung de? W eiiipflW r Maß- und» 4 magenleiäen ■ Stuhlverstopfung8 Hämorrhoiden. Tausende. Personen jeden Standes, verdanken ihre Heilung unserer Broschüre mit bewährten Heilanweisungen einer erfahrenen Krankenschwester. Kostenloser Versand an jedermann durch die Debeka-Centrale in Wiesbaden A. 92 3»fnieii5iridei Kinder auch bei rauhem Welker gern, ohne an eine Erkältung und ihre Folgen zu denken. Aengstliche Mütter holten sie dann gern im Zimmer, obwohl die Zimmerluft sie verweichlicht und zu Erkältungen noch eher geneigt macht. Nichtiger ist es, ihnen bei ungünstiger Anlage BtÖhleP Jg’. Heute, Freitag, den 14. Febr., von abends 6 Uhr ab: Kreis Friedberg. L. Friedberg, 13. Febr. Am Samstag findet am Gymnasium die mündliche Matu.ritätßprüfung statt. 27 Abiturienten werden sich dieser unterziehen. Starkenburg und Rheinhessen. (ro) Darmstadt, 13. Febr. Der Grostherzog und die Grobherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach sind heute vormittag 11 Uhr wieder von hier abgereist. Sic wurden tron dem Grostheyogspaar zur Bahn geleitet. I>s. Darmstadt, 13. Febr. Die heutige Sitzung der Stadtverordneten beschäftigte sich mit kleineren Vorlagen. G c Heimer Kommerzienrat Heichelheim und Frau in Giesten haben der Stadt Darmstadt zum-ehrenden Andenken an ihre verstorbenen Eltern resp. Schwiegereltern 25 000 Mark zur Verfügung gestellt, deren Erträgnis zu Gunsten würdiger und bedürftiger Personen in Darmstadt bestimmt ist. Die Stiftung wurde angenommen und den Stiftern der Dank der Stadtverwaltung ausgesprochen. Weiter hat die Versammlung die Einführung einer Bilettsteucr beschlossen. Die Steuer beträgt 10 Prozent des Eintrittspreises, mindestens jedoch 5 Pfg. für den Einzeleintrittspreis. Unentgeltlich ausgcgebenc Eintrittskarten sind von der Steuer befreit, wenn sic als solche von dem Oberbürgermeister anerkannt sind. Sie müssen mit dem städtischen Dienststempel und dem Vermerk „steuerfrei" versehen sein. Der Ertrag der Steuer ist auf 25 000 Mark veranschlagt. Karten unter 20 Pfg. sind von der Steuer befreit, ebenso ist das Hoftheater von der Bcsteuerung ausgenommen. Die Vorlage wurde gegen die Stimmen der drei sozialdcnwkratischen Stadtverordneten angenommen. Letzte 21 acht ich teil. Aus der Hessischen Zweiten Kammer. Darmstadt, 14. Febr. Das Haus tritt heute in die Einzelberatung des Staatsvoranschlags ein. Die Kapitel 1 und 5 werden ohne Aussprache erledigt. Bei Kapitel 2 bringt Abg. Mergell (natl.) Wünsche seines Wahlkreises auf Erl-altung der Oberförsterei Zipfen vor. Bei Kapitel 3, Weinbaudomänen, sprechen die Abgg. Korell (fortschr. Vp.), Molthan (Zentr.), Wolf (Bbd.) und Best lnatl.X Gehcimerat Dr. Becker geht näher auf die Arbeitsverhältnisse bei denen Domänen ein. Zu Kapitel 6 haben Abg. Dr. Osann (Ntl.) und Genossen einen Antrag über den Domäne-Aquisilionsfonds gestellt, der im Gegensatz zn dem vom Ausschuß gestellten Antrag steht. Abg. Dr. Steffan (Ntl.) begründet den Antrag. Die Abg. Dr. W c b c r (Bbd.), Molthan (Ztr.), Henrich (Fortschr. Volksp.) und Ulrich (Sozd.) wenden sich gegen den Antrag Osann und geben ihrer Verwunderung Ausdruck, daß Abg. Dr. Osann um gefall en ist. Kein Werber für die Fremdenlegion. Kreuznach, 14. Febr. Der unter dem Verdacht, ein Agent der Fremdenlegion zu sein, verhaftete Zahnteckmiker Köhler Die Gemeinde Lollar beabsichtigt einen fetten Bullen zu verkaufen. Angebote pro Zentner Lebend gewicht sind bis zum Etöffuungstermin Dienstag, den 18. Februar 1913, nachmittags 6‘/2 Uhr, bet hiesiger Bürgermeisterei einzureichen,woselbst auch die Verkaufsbedinaunaen einzusehen find. Gm erstkl. deutsches Fabrikat, habe ich vorteilhaft übernommen und verkaufe solche wieder sehr billig. Es bind hauptsächlich schwarze und farbige Damen-Halbschube und Pumps in Lack- und Chevreau- Leder, auch Stiefel in braun, grau und allen Modefarben in den Nummern 37 und 38. Herren - Schuhe und -Stiefel in den Grössen 41 u. 42 in schwarz und braun, auch Lackstiefel und Halb-Schuhe, bieten ebenfalls billige Gelegenheits-Käufe. |aw/2 Die Preise für die Reisemuster sind Die Lieferung und Ausführung der Beschlagarbei- ten für die Fenster, die Lieferung und das Einsetzen der Verglaserarbeilen, sowie die Lieferung und Herstellung von Holzfenstern ohne Beschlag und ohne Verglasung für den Neubau des Emv- sangögebäudes auf Bahnhof Friedberg sollen getrennt nach Losen vergeben werden. Zeichnungen und Angebotsmuster liegen im Geschäftsgebäude der Bauabteilung I zur Einsicht aus und können, solange der Vorrat reicht, gegen vorto- und bestellgeld- freie Einsendung von folgenden Beträgen bezogen werden: a) Beschlagarbeiten - Angebot mit 1 ZeichnungMk.2.— b) Berglaserarbciten ° Angebot Mk. 0.70 c) Holzfeusier-Angebot mit 2 Zeichnungen Alk. 2.50. Die Angebote werden am 27. Februar ds. Js. geöffnet und zwar die zu a) um 10 Uhr, die zu b) lOVz Uhr und die zu C) um 11 Uhr. (Id14/:; Zuschlagsfrist 3 Wochen. GlroRb. Hess. Eiseubakn- Bau-Abteil. I, Friedberg. an staktunyen in Zukunft iftn! das Doppelte bestelle rt. Kinematographische Vorstellungen, die als volkserzieherisch erkannt sind, unterlieg«» der Steuer nicht. Beim Reinigen einer Düngergrube isn Langen-Rcins dorf (Bezirk Krimmitschau) wurde der Gutsbesitzer Friedrich, dessen Solm und ein Knecht von giftigen Gasen getötet. Auf dem Schacht „Erbprinz" bei Aderstedt wurden durch niedergehendes Gestein sieben Bergleute zum Teil schwel verletzt. Der Romanschriftsteller unb ?lkademiker Marcel Prevost hat als Schiedsrichter in dcn Zwist zw schon dem Dramatiker Kistenmäker und bem Kritiker Abel Hermant entschieden, dast feinerlei Anlast zu einem Zwcikantpse vorliege, da die Kritik Hermants weder einen mittelbaren noch unmittelbaren Angriff gegen Kistenmäker enthalte. Soeben frisch eingetroffen: Feinster Pariser KOPF-SALAT einzelner | <•> 3 35 nr Kopf J Ä Pfg- Kopfe v v Pfg. Schade & Füllgrabe Bahnhofstraße 26 \ Tclephon 186 Ludwigstraßc 20 \ 1 Walltorstraße 24 (AM/s ng am i, in denen Heater- und Ba^ Tücher, Hauben, Schals, Handsch., Fächer, Taschen, Strümpfe, Bänder, Spitzen, Seidenstoffe (a7/18 SS noch V ) 95ehln, '' -V Illi, ft*} I >inNen;; 8 daraus \ \NW \ Q’h nödii lV ofcinnl, Ue” Sötni] e,nct PM Ie rcheit LSu‘ie, J Wt Bi°g^ ^nnischx habend inv "raiumcllen y Die L Vjttt aus fe • I[|ioticrtai 9ih ^sag noch ’gL* Ht uniit. Aden brich A eme mehr fr 3tit btt 16 dahin von» 31 ent Batik da Gwtzehü! dn Ihftc fi ^tigc Königs Wtt hoben jo >uhalteit bernrot >n erst viel ffc. ^Mg btt jetzig MWttaöifi rdenMöffer L astv. und in k '19, Dhorn, M inbae weisen s ät in Win , infolge bet b igtcitcn im berbanb. $ti pnbe mit C' bmschaft sm! füllig herab, -mtfm bcm C durch ben 5hi Aroßm Kurfi Zeitalter Zri ilungtn des fii d Rustlonb. i lussicbler lag lr :t ben Amd- lnischen ita!; nb bas Loitblie Trsgs iluntrilbtW-tf Archen. 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Gießener An zeig, erb. 2- 3 Zentner gelbe Rüben bill.abzg.Schillerstr.2Sp."'" kxzcllcnz m Henning, Homburg ti. d. §. Rom und die Germanen Der Voyftand. Evangelischer Wund Wir bitten unsere Mitglieder um zahlreiches Erscheinen zu dem heute abend in Steins Garten statt- NB. Etwaige Anträge von feiten der Mitglieder müssen biö zum 13. isd. Mts. bei dem Vorfitzenden, Carl Valentin, schriftlich eingereicht werden. Wegen der wichtigen Tagesordnung wird dringend um Erscheinen der Mitglieder ersucht.893 Freitag, den 21. Februar, 8l/2 Uhr abends, im Hotel Großherzog von Hessen Oeffentlicher Vortrag von Dr. Anita Augspurg aus München Menkultur unii Frauenbewegung üchtiger Disponent für Kolonialwaren engros (Gebiet: Hessen- Nassau) per 1. April bei hohem Gehalt gesucht. Lebensstellung zugesichert. Ausführliche Angebote unter 01109 an den Der Mer in der Kol Lustspiel in 3 Akten von Franz von Schöntya» und Rudolf VreSber. Ende 10*/, Uhr. Sonntag,d. Iß.ftebr. 1918 abcuts H Ubr: Kleine Preise! Kleine Preise! Benefiz für Herrn Regifieu: Hermann Norden. Die Herren W Lustspiel in 3 Akten von OSkar Walter u. Leo stett- Ende 10'/, Uhr. a1 >, ncIi rank, 1 Küchen tisch, 2 Küchen- Nlühlen. (a* */ Mittwoch, den (9. Hebruar (9(3, 81- Uhr abends im Hotel „Grofiherzog von Hessen" stattfindenden 54. ordentl. Generalversammlung crgcbenst eingeladen. Gießen, am 11. Februar 1913. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates: L. Petri II. Perfekte Rock- D.Tiilleriarbeileriniei find, dauernde Beschästigung. Frieda Gerstenhauer, Wilhelmstr. 8. Konz ». ."ktthovcns LJuhig m’d iwlrfjee T^-'i-asNon t£S5 l»t, ei gerungen: Fä 4,j»nn 17 - ■ntflnbni« uni . ^hinten Phill Ä Nü\ * ** 5 e ooi ^-^liche ^lung der erlebte S i?r’ in : xlht .®hf Wrrn £t( ' «fttljoben । kr 18iqWo,'ic •2i) rnm - ife $19 Mi Wifj -^vie sÜ Ä,le N N l e unb1 Einz Ine Möbel Schrünkc.Vertikow, Hütet in. Bücher- Mchriinke, Divan», Schreihti*che, Teppiche, Kinderbetten Kinderwagen aul bequeme Teilzahlung die jeder selbst bestimmt Voranzeige. 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