Nr. 26t Der Siebener 2Ui$frgA erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Eiehei.er^amUienttätter; zweimal wöchentl.Nreir- blatt ör den Xreis Sieben (Trr rstag und Freitag); zweimal inonatt. Landwirtschaftlich« Zejtftagen Feruknech-Anschlüsse: snr die Redaktion 112, De ,lag u. Expedition 51 Ad reffe iür Depeschen: Anzeiger «ießen. Annahme von Anzeigen ffir die Tagesnummer bis vornrittaqs 9 Uhr. Erstes Blatt 165. Jahrgang Donnerstag, 15. November 1915 Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Gderheffen Rotations^nitf und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Such- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: 8chulftrahe 7. Bc;nqSvr7t-: monatlich 75Vi.,vienel- iährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Alk. 2.—viertel» jährl. ausschl. Beilellq. Zeilenpreis: lokal 15xVu auswärts 20 Pkenniq. Ehesredakteur: A Goetz. Perantivortlich für den polit. Teil: Aug. Goetz; für „Feuilleton', .Vermischtes'und „Gerichts- scial": Karl Rcuralh; iür .Stadt und Land" : Kurt Beudt; für deu Anzeigenteil: y. Beck. Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Tagcskalender aus dem Jahre 1813. >13. November. Die Franzosen unter Davoust verlassen Ratzeburg. — König Friedrich Wilhelm III. von Preußen kommt durch Hanau und reist nach Frankfurt weiter. Var Geheimnis von Malta. In den Häsen von Malta haben sich ungefähr 70 britische Kriegsschiffe, 8 Dreadnoughts, 3 große Schlachtkreuzer und das übrige Torpedojäger und Torpedoboote zusammengesunden, eine Flottenmacht von solcher Stärke, wie sie sich noch nie im Mittelmecre aufhielt. Und jeder, der über diese gewaltige Flottenentsaltung Englands nachsinnt, muß zu dem Schlüsse kommen, daß diese vielen Schisse bei Malta nicht ankern, um Kohlen zu verbrauchen und ihren Matrosen Gelegenheit zu geben, sich die interessanten Küsten von Groß- La Valetta oder wie man wohl auch sagt, von Malta anzusehen. Natürlich sind in der internationalen Presse bereits eine Reihe von Vermutungen darüber aufgetaucht, was wohl die englische Flotte jetzt so spät nach der Balkan-Liquidation im M^ttelmeere zu suchen habe. Man spricht von den schwebenden Fragen der wirtschaftlichen Aufteilung Klein-Asiens, man spricht von der ägäischen Jnsel- srage, von einer Sicherung des gefährdeten Cypern usw. Aber olle diese Probleme können doch nicht den Grund zu einer so umfangreichen und kostspieligen Konzentration englischer Kriegsmacht fern von den Gestaden der Nordsee ab- gebcn. Man weiß, Malta ist für Englund nicht nur der Grundpfeiler seiner Machtstellung im Mittelmeer, sondern mns der wichtigsten, wenn nicht das wichtigste Glied in der Kette maritimer, militärischer und kommerzieller Stützpunkte die das Mutterland mit Süd- und Ostasicn verbinden. Die Entfernungen Maltas sowohl von Gibraltar wie von Port Said und dem Suezkanal betragen rund 1800 Kilometer. Die als Flottenstation für alle Vorgänge im Orient so wichtige Suda-Bai auf Kreta ist 900 Kilometer entfernt, das ebenfalls englische Cppern, das die Ausmündung der Landwege und der künftigen Eisenbahnen nach Mesopotamien und Indien beherrscht, 1700 Kilometer. Von Malta aus kann Italien in Schach gehalten werden, ja eine solche Flottenmacht, wie sie jetzt bei Malta liegt, vermöchte mit Leichtigkeit die Vereinigung der österreichischen und italienischen Flotte beziehungsweise ihr Hervorbrechen aus dem adriatischen Meere zu verhindern. Aber es ist im Augenblick und auch für die nächste Zukunft kein plausibler Grund zu finden, warum sich die Spitze der jetzigen Flottenaktion Englands gegen die mit Deutschland im Dreibund verbündeten Mächte Oesterreich-Ungarn und Italien richten sollte. Das Geheimnis von Malta liegt wo anders. Ter tiefere Grund der englischen Flottenkonzentricruno ergibt sich aus dem Verhältnis Frankreichs zu England, aber nicht etwa, wie geschäftige Federn zu verkünden wußten, aus einem englisch-französischen Geheimabkommen und Komplott, gerichtet gegen Deutschland, sondern aus einem verborgenen, aber immer mächtiger und deutlicher werdenden Mittelmeergegensatz Frankreichs gegenüber England. Die Stellung von Malta ais Beherrscherin der Straße des Weltverkehrs ist durch die Besetzung und Befestigung von Biserta durch die Franzosen tatsächlich in den letzten Jahren arg geschädigt worden. Denn Biserta besitzt einen ausgezeichneten, sozirsagcn unangreifbaren Hafen mit einem unbegrenzten, reichen Hinterland, unter dessen Kanonen diese Weltverkehrsstraße liegt, ähnlich wie die Einfahrt in Weser und Elbe unter denen von Wilhelmshaven. Frankreich glaubt sich heute dem Ziel seines Ehrgeizes, das Nordwestbccken des Mittelmeeres zum französischen See zu machen, wesentlich näher gekommen. Dieser Glaube soll trotz aller Freundschaft und Verbrüderungsfeste zerstört werden. Es ist anzunehmen, daß England gemäß oen Geheimverträgen mit Spanien, die der englischen Flotte die Benutzung der spanischen Häfen gestatten sollen, bei'Verwickelungen mit Frankreich sofort, von Malta und Gibraltar aus, wenn Frankreich nicht zuvorkommt, den herrlichen Hafen Mahon auf Minorka, den cs schon einmal, 1713 bis 1783, besetzt hatte, besetzen wird. Italien ist auf diese letzten geheimen Dinge vorbereitet. Es kann sich in Zukunft einmal die herrlichen Häfen von Syrakus, mit dem Malta heute im engsten Verkehr steht, oder Trapani, das zugleich den Eingang in das italienische (Tyrrhenische) Mittelmeer decken würde, zu Trutz-Maltas ausbauen. Und Deutschland? Wir im Deutschen Reich haben angesichts der englischen Flottendemonstration keinen Grund zur Nervosität. Wenn England seine Schiffe nach dem Mittelmeer abkommandiert und so den furchtbaren Panzerring vor Deutschlands ^Lordseekästen lockert, so ist dies nur ein gutes Zeichen, das die deutsche Marineverwaltung ja auch bereits damit beantwortet hat, daß sic zwei ihres stärksten Schiffe auf Reisen über den Atlantischen Ozean entließ. Deutschland kann vielmehr der Demonstration von Malta fast als tertius gaudens zusehen. Die Sonnta muhe im han-elsgewerbe. Dem Reichstage ging der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe zu. Der grundlegende Paragraph 1 lautet: Im Handelsgewerbe dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter, vorbehaltlich besonderer Vorschriften, am ersten Weih- nachts-, Oster- und Pfingsttag überhaupt nicht, im übrigen an Sonn- und Festtagen nur wie folgt beschäftigt werden. Im Betriebe mit offenen Verkaufsstellen ist die Beschäftigung bis drei Stunden zulässig. Die höhere Verwaltungsbehörde kann für die Orte, in denen die Bevölkerung aus der Umgegend an Sonn- und Festtagen die offenen Verkaufsstellen aufsucht, eine Beschäftigung bis vier Stunden zulassen. Die Gemeinde oder ein weiterer Kommunalverband kann durch statutarische Bestimmung die dreistündige Beschäftigung für alle oder einzelne Gewerbezweige auf kürzere Zeit einschränken oder ganz untersagen. Die Polizeibehörde kann für jährlich sechs, mit Genehmigung der Höheren Verwaltungsbehörde für weitere vier Sonn- und Festtage, an denen besondere Verhältnisse den weiteren Geschäftsverkehr erforderlich wachen, die Beschäftigung bis zehn Stunden zulasscn. Im übrigen Handelsgewerbe kann die höhere Verwaltungsbehörde sowie durch statutarische Bestimmung die Gemeinde oder ein weiterer Kommunalverband die Beschäftigung bis zwei Stunden zulassen. Für das Speditions- und Schiffsmaklergewerbe sowie andere Gewerbebetriebe, insoweit in ihnen Güterversendungen mit Seeschiffen vorgenommen werden, kann in gleicher Weise die Beschäftigung bis fünf Stunden zugelassen werden. Die höhere Verwaltungsbehörde kann für jährlich höchstens sechs Sonn- und Festtage, an denen Deutsche Heldinnen in den vesreiungskriegen. Gießen, 12. Nov. Die Gießener Frauenvereine, der Allgemeine \beutfdye Frauenverein' Ortsgruppe Gießen, und der evan- «gelische Gemeinde-Frauenverein, hatten am Mittwoch zu einem für jedermann freien Vortragsabend geladen. Der Einladung hatten denn auch nicht wenige Damen entsprochen, so daß die neue Aula der Universität recht .flut besucht war. Zum Vortragenden hatte man Pfarrer D. Preuschen aus Hirschhorn gewonnen, der über das Thema „Deutsche Heldinnen in den Befreiungskriegen" sprach. Die Gießener Frauenwelt hatte sich damit die Möglichkeit geschaffen, auf eigene Faust eine Hundertjahrfeier zu begehen. Und daß bic, Frauen Deutschlands volle Berechtigung haben, das Fest der hundertjährigen Befreiung aus vollem Herzen mitzufeiern, das ging aus dem Vortrage hervor, der in begeisterten Worten die segensreiche Mitwirkung der Frau an der Erlösung Deutschlands schilderte: Man kann sehr im Zweifel sein darüber, wo eigentlich der Heldenmut der Frau zu suchen sei. Es gibt einen Heldenmut, der zur mannhaften Streitbarkeit führt, der auch den deutschen Frauen in der Zeit der Not nicht fehlte. Manches Mädchen zog als Mann verkleidet mit in den Krieg, wie Eleonore Prochaska, die durch ihren tragischen Heldentod bekannt wurde, und manche glich einer Johanna Stegen, die im ärgsten Kugelregen den Soldaten die Patronen zutrug. Das ist treue Kam ercü) schäft zum Mann, wie sie auch von den Frauen der Germanen erzählt wird. Doch ist dies nicht das größte Heldentum der Frau. Weit größer ist ein anderer Heldenmut, von dem die Öffentlichkeit nichts erfahren hat, denn er blieb im Schoße der Familie verborgen, wenn eine Mutter zum letzten ihrer Sühne sagte: „Es ist nicht nötig, daß du wicder- kommst, aber es ist nötig, daß du deine Pflicht tust. Das ist der wahre Heldenmut der Frau und der Grundstein des deutschen Heldengeistes. Als alle, auch die Rtutigsten, verzagten, da war es die Frau, die den Funken der Begeisterung wach erhielt und ständig schürte. Gerade in diesem Sinne steht die Königin Luise als Muster da, denn immer wieder sprach sie dem verzagenden und schwankenden Gemahl Mut zu. Sie war es auch- die dem Freiherrn von Stein, auf den das Vaterland als Retter blickte, solange aufrecht hielt, wie es ihr möglich war. Noch segensreicher war die Wirksamkeit der hessischen Fürstentochter Wilhelm Marie von Hessen-Homburg, die, in kleinen Verhältnissen unter der Obhut eines verbitterten Vaters ausgewachsen, mit ganzer Seele an ihrer hessischen Heimat hing und dann 1803 als Vertraute der Königin Luise nach Berlin kam und hier im „goldenen Käfig" eine lange Leidenszeit zu bestehen hatte. Sie mußte mit der Königlichen Familie flüchten, ihr ältestes Kind starb am Anfang der Fahrt, ihr zweites unter den Unbilden der Reise; dazu sah sie das Vaterland im Staube, ohne helfen zu können. Und doch suchte sie zu tun, was sie schuldig zu sein glaubte. Mit ihrem Gemahl, dem Prinzen Wilhelm, zusammen wollte sie sich dem großen Eroberer als Geisel stellen. Der Plan mißglückte, doch eine andere Aufgabe wartete ihrer: die Königin starb, und der Prinzessin gelang es, den ganz gebrochenen König wieder aufzurichten und ihm seine Pflichten ins Gedächtnis zurück- zurufen. Dann schlug die Schicksalsstunde, die die Entscheidung bringen sollte. Wieder war es Prinzessin Wilhelm, die zuerst erkannte, was nottat. Sie erließ einen Aufruf an die deutschen Frauen, in dem sie die Gründung eines Frauenvereins vorschlug, der den Kämpfern 'ein Helfer sein sollte; sie selbst wollte an der Spitze stehen. Das war der Anfang jener großen Opferwilligkeit der Frauen: „Gold gab ich für Eisen", wodurch auch die Männer die moralische Kraft zum Streite fanden. Da blühte der weibliche Heldenmut und zagte nicht, angesichts der furchtbaren Kriegsgreuel und der entstandenen Seuchen. Das schwache Weib stellte sich in den Dienst der Nächstenliebe und nahm die Verwundeten ins eigene Haus, um sie dem Vaterland zu erhalten. Solcher Heldenmut ist weit höher zu bewerten als sellrst der auf dem Schlachtfelde. In unseren Tagen ist er verschwunden, meint mancher, und doch wird er zur rechten Stunde wiedeo glühen, denn die deutsche Frau wird stets dieselbe bleiben. Aber eins lehrt uns die Erinnerung: „Der Geist, der ein Volk groß und stArk macht, muß ausgehen von der Frau." K. B. 9 besondere Verhältnisse einen weiteren Geschäftsverkehr er- forderlich machen, die Beschäftigung bis vier Stunden zu- lassen. Italienische Spione im Dienste Frankreichs. Rom, 12. Nov. Gestern wurde hier ein gewisser Tullio M e - nozzi verhaftet. Den Blättern zufolge handelt es sich um einen Spionage fall. Menozzi war seinerzeit wegen Fahnenflucht und Diebstahls vom Mailänder Gericht verurteilt worden. Seit Mai begab er sich zweimal von Rom nach Genf. Sein Helfershelfer war der Kavallerieseldwebel Robert Petrigli aus Rom. Dieser entwendete wertvolle Schriftstücke, die Menozzi photvgra-- phierte und dann zurückstellte, um nicht entdeckt zu werden. Nach dem „Giornate d' Italia" betrieb Menozzi die Spionage für Rechnung eines französischen Funktionärs, mit dem er vor einigen Monaten ein Uebereinkommen getroffen hatte. Auch Pe- triglia wurde verhaftet. Man sand bei ihm auf beit Dienst ber Kavallerie bezügliche Schriftstücke, welche er Menozzi übersenden, sollte. Dieser gestand ein. daß er für Rechnung einer geheimen» Agentur handelte, die ihren Sitz in Gent habe und ihn beauftragte, Manuskripte zu photographieren und die Photographien ihr zu übersenden. Bei Menozzi wurden außer Mobilmachungsplänen für Kavallerie auch ein Code fürden Kriegsfall gesunden. Man nimmt an, daß Me- mozzi außer Petriglia keine Mitschuldigen habe. Der „Tribuna" zufolge hatte eine französische Agentur, welche die Spionage organisierte, an Menozzi geschrieben und ihn aufgefordert, ihr Abschriften gewisser Toftrmente zu verschaften und ihm 4—5000 Franks versprochen. Deutsches Reich. Die Feier der Thronbesteigung! König Ludwigs III. von Bayern begann am Mittwoch früh in München mit einem Gottesdienst in der Metropolitan-Kirche zu Unserer lieben Frau, an dem der König und die Königin sowie die Prinzen und Prinzessinnen des Königlichen Hauses tellnahmen. In der Kirche hatten sich mit einer großen Zahl anderer Geladenen auch die Mitglieder der beiden Kammern des Landtages eingefunben. Nach Beendigung ber gottesdienstlichen Fcicr fuhren der König und die Königin unter Ge- schützfälut und unter dem Jubel ber begeisterten Volksmenge zur Königlichen Residenz. Auch in allen übrigen Kirchen fanden Festgottesdienste statt. Nachmittags fand im Großen Dhronsaale des Festbaues der Königlichen Residenz eine L an d e s huld ig uitg statt. Um 2^2 Uhr betraten der König und die Königin unter Vorantritt des zronrglichen großen Dienstes den Thronsaal und begaben sich an den Dhron. Geschutzsalut und Fanfaren verkündeten den Eintritt der Majestäten. Nachdem der König und die Königin am Throne Platz genommen hatten, brachte Gras Karl Ernst Fugger von Glött, der Präsident der Kammer der Reichsräte, die Huldigung des Landes bar, bie in ein Hoch auf ben König ausklang. Darauf spielte die Musik bie Nationalhymne. Der König bankte in bewegten Worten. Ein Vertrauensvotum für Lanbrat a. D. Rötger. Das Direktorium bes Zentralverbanbes beutscher Jnbu- striellcr beschloß in seiner Sitzung am Mittwoch, an ben Vorsitzcnben, Lanbrat a. D. Rötger folgenbes Telegramm zu senben: „Das Direktorium bes Zentralverbanbes beut- scher Jnbustrieller nahm in ber heutigen Sitzung Gelegenheit, sich mit ben Vorgängen im B r a n b t -P r o z e ß zu beschäftigen, insoweit sic ben Vorsitzenben betreffen. Das Di- Hk. Entdeckung eines neuen Kometen. Der „Umschau" infolge ist auf der Remeis-Sternwarte zu Bamberg von dem Astronomen Dr. E. Zinner ein neuer Könnet; entdeckt worben, der bereits eine deutliche Schweifentwicklung zeigt, vorläufig aber nur im Fernrohr als Gestirn von der 10. Größenklasse sichtbar ist. Der Komet steht gegenwärtig nahe beim Stern Beta im Sternbild Sobieskischer Schild. Dieser Komet 1913 e ist der fünfte in diesem Jahre aufgefunbene, aber, da der vorige 1913 d sich identisch mit dem bekannten periodischen Kometen von Westphal erwiesen hat, kann 1913 e nur als vierter, neu entdeckter Haarstern in diesem Jahre gelten. — Die operativ e Behandlung von Lungen- blutungeu. Unser medizinischer Mitarbeiter schreibt uns: Von Jahr zu Jahr erobert sich die Chirurgie immer mehr Gebiete, die vordem ausschlleßlich von ber internen Medizin behauptet wurden. Vor allem ist es jetzt bie Lungentuberkulose, unb zwar die schweren Fälle, die allen medikamentösen Behandlungen trotzen, die ein beliebtes Arbeitsfeld ber Chirurgen geworden ist. Tic Tendenz aller chirurgischen Eingriffe ist die, die erkrankte Lunge ruhig zu stellen, aus ber Erfahrung heraus, daß nicht funktionierende Organe schneller ausheilen. Am bekanntesten unb zurzeit am meisten im Vordergrunb stehenb ist bie Anlegung eines sogenannten künstlichen Pneumothorax, indem man in ber Brustsellraum über einer Lunge Stickstoff einströmen läßt. Ter Ueberdruck, ber dann hier entsteht, bringt augenblicklich die Lunge zum Zusammenschrumpfen. Neben dieser Operation, die früher für sehr gefährlich angesehen wurde, jetzt aber durch Verbesserung der Technik für relativ harmlos gilt und gute Erfolge aufzuweisen hat, gibt es noch mehrere andere Methoden, bie ähnliche Wege geben. So hat man vorgeschlagen, ben Zwerchfellnerv zu durch- schneiden, um durch Lähmung des wichttgsten Atemmuskeks auch die Atemtätigkeit der Lungen zu beseitigen. Neuerdings wird auch, besonders bei häufigen unb schweren Lungenblutungen, ein von dem Königsberger Chirurgen Friedrich angegebenes Verfahren angewandt. Bei diesem werden bie Rippen, an deren Hiitter- wand sich bas Brustfell ansetzt, entfernt. Darauf fällt bie Lunge zusammen. Das Maß ber Lungenschrumpfung ist um so größer, je mehr Rippen fortgenommen werden. In einem Falle wurden sogar die oberen neun Rippen von der .Knorpelknochengrenze bis 5 um Rippen winkel „reseziert". Es versteht sich von selbst, daß diese Ruhigstellung nur auf einer Seite vorgenommen werden kann, mir daß bie andere Lunge ziemlich intaft sein muß, um das Atemgeschäft genügend besorgen zu können. Natürlich wirb man sich nicht entschließen, diese operativen Eingriffe früher anzuwenden, als die anderen Behandlungsmethoden versagt haben Aber es ist keineswegs sicher, daß sich in absehbarer Zeit ein Umschwung vollziehen wird, und man versuchen wird, gerade im Anfang auf düse Weise des Uebels Herr zu werden. bat, um nun die die schäften anzulreffen uns, weil die alten, war, befindet sich am AnSsterben bei mächtigen Bäume abgeholzt worden sind. LreiS Büdingen. 11. Nov. Heute fand die Gemeinde- Kreis Alsfeld. * Ober-Ohmen, 12. Nov. Unsere Gemeinde erhält endlich nach langer Bemühung eine Wasserleitung. Ouellen liegen bedeutend naher, als sie vorher in 9lu8- »* TageSkalender für Donneistaa, den 13. November: G, iellschast für (5 r b • und Völkerkunde, tr.cdjuh- Homburg: Forschungsreise noch Pamir, 1911—1913. (Mit Licht- l'ilbern) In der Neuen Aula. * - Stadttheater. Die Aufführung von Emil RosenowS Kater 2ampc* am nächsten Sonntag nachnnuag bei frit weiterer Kreise auf dieses verbrecherische Treiben lenken, das noch viel zu wenig bekannt ist und infolgkchessen bis jetzt noch lange nicht genug bekämpft nrirb. ** Schiffs 1 iste für billige Briefe nach den Ver einigten Staaten tron Amerika (10 Pfg. für je 20 Gramm»: T ic Pvrtoermäsiigung erstreckt sich nur aus die Briefe, nicht auch a n s B o st k a r t e n, Drucksachen usw. und gilt nur für Briefe nach den Bereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nachanderen Gebieten Amerikas, z. B. Canada. „George Washington", ab Bremen 15. Nov.: „Kronprinzessin Cecilie", ab Bremen IM. Nov.: „Kaiserin Auguste Viktoria", ab Hamburg 22. Nov.: „Prinz Friedrich Wilhelm", ab Bremen 29. Nov.: „Kaiser Wil- Helm II ", ab Bremen 2. Dezember: „Bremen", ab Bremen h. Dezember: „Amerika", ab Hamburg 11. Dezember: „George Washington", al- Bremen 13. Dezember. Pomckluß nach Ankunft der Frühzüge. '?Ulc diese Scksifse sind Schnelldampfer oder solche, die für eine bestimmte Zeit vor dem Abgänge die schnellste Betör derungsgelegenheit bieten. Cs empfiehlt sich, die Briefe mit einem Leitvermerke nie „direkter Weg" oder,,über Bremen oder Ham bulg" zu versehen. sicht genommen waren. Damals wollte man sie von RebgeS- bain her nehmen, ein Weg von ztvei Stunden, jetzt in der Nähe des OhmlanfeS zwischen Unter-Seibertenrod unb hier, eine gute halbe Stunde. Tie Quellen liefern so viel Waffer, daß es nicht nur für unsere Gemeinde, sondern auch für die Gemeinde Ruppertenrod reicht, das bcunit eine gute Gelegenheit erhält, ebenfalls zu einer Wasserleitung zu kommen. △ 91 uB dem Ohmtal, 12. Nov. Die KreiSstrasten- verwaltung, die sich der Obstbaumpflege in so anerkennenswerter Weise widmet, läßt auch in diesem Herbste wieder größere 9lnpflanzungen von Obstbäiiinen im Ohmgeb et aus» führen. 91 n die KreiSstraße zwischen Wettsaasen und Kirschgarten kommt eine lange Reihe von Zwetschenbäumen, an den Weg zwischen Ruppertenrod und Groß-Eichen Apfel- bäume, und an den Verbindungsweg zwischen Ober-Ohmen unb Zeildach sollen 150 Nußbäume gepflanzt werden. Die Anpflanzung von Nußbäumen ist besonders zu begrüßen. Der Nußbaum, der früher in großer Zahl in unseren Ort- lern gaben etwa 560 ihre Stimmen ab. h. Weilburg, 12. Nov. Bei den Dahlen zur zweiten Klasse der Stadtvcrordnctcnsitzung wurden Prof. Gropius und '.'lpothekenbesitzer Klein wiedergewählt. In der ersten Klasse wählte man Brauereibesitzer Kurz wieder und an Stelle des ausgeschiedenen Professors Dr. Euler den Brauereibesitzer Hel big. ----- Hanau, 12. Nov. In Nie der-R öden bach, Kreis Hanau, ist, wie wir meldeten, der 72jährige Nacht- Wächter Schaaf bei der Nachkirchweihe von jungen Burschen aus Hanau mit einer Ziehharmonika niedergeschlagen worden. Schaaf ist an den erlittenen Verletzungen gestorben. Die fünf Täter sind ermittelt; zwei davon wurden verhaftet. Tie Namen der Täter sind: die Taglöhner Jean Beyer, Johann Reimann, Franz BertuS, der Silberarbeiter Georg Gerlach, sämtlich auS Rieder-Rodenbach, und ein Taglöhner aus Langenselbold. S?. Tübingen _____ ____ .. _ ratSsitzung unter dem Vorsitz deS Bürgermeisters statt. Ilm Empfang von Fürstlichkeiten, die sicher mehr Gewicht aus die herz liche Begrüßung durch die Bewohner als aus Schmuck legten Sodann müsse bei Ausführung von öffentlichen Dau ■ t c n mehr aus praktische Einrichtung als auf kostspielige Ausführung gesehen werden. Es sei durchaus notwendig, daß ein Gemeimveseu eine gesunde Grundstücksvolitik treibe, Geländespe- kulation müsse ausgeschlossen sein, denn hohe Bodenpreise bedingten hohe Mietpnnie Den Hausbesitzern, die sich zurzeit aus verschiedenen Gründen in keiner rosigen Lage befänden, mässe geholfen werden, ohne die Mieter zu belasten. Das könne gescheiten birrch Beseitigung des Umsatz- unb Verkaursstempels, teilweise Beseitigung der Wertzuwachssteuer unb durch Erleichterung der GeldbeschaN'ung. Zum Schluß kam er auf die Hauptsacl>e. näm lich die Stadlverorbnetenwahl, ju sprechen Von bürgerlicher Seite seien 91Tb ei ter ausgestellt worden, waS gewiß im Sinne eines sozialen Ausgleichs sehr begrübt werden müffe. Leider habe der B ü r g e r n e r c i n den Arbeitervertreter Zorn gestrichen, ohne tut Prinzip sowohl als auch persönlich etwas gegen ihn vorbringen zu können Uipsomchr müßten alle liberalen Männer, nicht bloß seine Arbeitskollegen, selbst auch die souildnnoklatischen Arbeiter, die leider durch ihre eigene Schuld außerhalb ständen, für Herrn Zorn em treten, den er als einen intelligenten unb strebsamen Mann nur empfehlen könne. Der Kandidat der liberalen Arbeiter unb Angestellten, Herr Zorn, entwickelte fobamt sein Programm, bas im ivescntlickren sich mit den Aiisführnngen seiner Vorredner dickte. Heroorzubebcn ist babei, daß er im Interesse der Arbeiter den Bau der elektrischen Bahn nach W i e s e ck unb Klein-Linden, die sich in auch fidxr rentierten, sür umtmgänglich n roenbi die Erbauung eines städtischen Krankenhauses, Schaffung eine> ftäbti)(bcn Bemnten unb Arbeitsrechts, Absäwsfung der Er bebung bee Cltno-J auf Kohlen, Erhölning der ort'üblidien Tagelöhne, Durchführung der Einheitsschule, damit es auch dem minderbemittelten, aber gut veranlagten Schüler möglich sei, in höhere Stellen auf zu rücken, finb Uxeitere Forderungen, für die er hn Falle seiner Wahl einzutreten gedenkt Die Aikssprache, an her sich die Herren Wohlmutb, Beckmann. Tiftbcnhöricr, Prof Urstadt. Zorit. Riegel und Sckimidt beteiligten, l-rachkte niclüs wesentlich Neues. Nach einem Schluswort Tisckvndörfers. Worin et sich besonders gegen die Ausführungen der sozialdemokratisclien Redner tvanbte, schloß der Vorsitzcnbe die recht anregend verlaufene Versammlung. Die beiden liberale n Parteien kündigen für nächsten Sam'tag abenb eine öffentliche Versammlung an, die im Gaiö Leid ftattiinbeii soll und bet der von beiden Parteien Redner »um Worte kommen werben In einer Besprechung der Äkrtrcter der beiden liberalen Pardeien. hte üdi mit den nächsten Arbeittit für die Stadtverordn. tenwahl beschäftigte, tarn auch der in der Zeitung veröffentlichte Bericht über die national liberale Versammlung zur Sprache Es nnrrbc babei von den Ver- treten, der nationallilvraleu Parin er Härt. baß b,e Ausfübrun M'n der Referenten keinerlei ucrlf^nuv Aens..-nmqen enthalten hatten. tute dieS ans dem Veritte von mantN-r seile heraus gelcfen worden ist. Der Vorsitzende Habe sich lediglich aus fach- lulvn Gründen gegen die Annahme der Resolution der Fortschrittlichen VolAparter ausgesprochen. Aus Stadt und Land. Gießen, 13, November 1913. Tie bevorstehenden StadtverordnetenwaHlcn Die Ortsgruppe Gießen des Reichsvereins liberaler Angestellter und Arbeiter uhd die Fortschritt lictie Bolksparter hatten die Eisenbahn unb Postbeamten unb Arbeiter zu einer öttent ltchen Versammlung im „Felsenkelle^ emgdaben, um zu den bevorstehenden Ltadtverorbnetenwahlen (Stellung »u nehmcn Als erster Redner »oar der Vorsitzende des Reichsvereins liberaler An gestellter unb Arbeiter Herr Dischendörfer- Berlin gewonnen worben, brr, auf einer Durchreise begriffen, gerne bie Gelegenhett ergriff, das allgeimine Programm der fortschrittlichen Volkspartei nach seiner koiirmunalpolitilchen Seite hin zu beleuchten und bic alten liberalen Forderungen auf die Gemeinbeangelebenbeiien au zuwenben. Ohne auf bie besonderen Verhältnisse Gierens eingehcn zu können ober zu wollen, zeichnete er in formgewandter Dar fteüuug die allgemeinen Richtlinien, bie bei der Verwaltung einer nach liberalen Grunbsätzen geleiteten Kommune maßgebend inn ,nüssen, so daß ber Boden rür bie AnsNihrungen bes folgenden Redners gründlich vorbereitet war Landtagsabg. unb Stadtv Professor Urftabt wandte sich voll unb ganz den zur Zeit bic Bewohner ber Stadt Gießen intercificrenbcn Angelegenheiten zu Er führte aus: Eins ber Schlagwörter, womit man einen großen Teil der Wählerschaft auf seine Seite bringen könne, sei bas Wort Sparsamkeit. Unb boch könne die Sparfauu häufig vom Ucbel fein, wenn man nämlich großzügige, für bie Bewohner eines Gemeinwesens lohnenbe Unternehmungen um beswillen ablehne, weil sie Gelb kosteten, bas man vielleicht burch eine Anleihe bc schaffen mußte. Talmi gehöre, daß mau die großen Betriebe wie Gasbeleuchtung, Wasser- und Elektrizitätswerk, Straßenbahn und Ueberlandientrale nicht in bie Hänbe von Privaten gelangen laste, bie bann nach Belieben schalten unb walten könnten, sondern sie in städtische Verwaltung nehme Man müsse babei auch mitunter etwas wagen. So werbe es schließlich, um den Ausbau der elektrischen Bahn in ber Richtung nach ft t o f b o r f und bic für bas Erwerbsleben Gießens so wichtige Erbauung ber Hinterlandbahn zu ermöglichen, nicht zu umgehen sein, die Biebertalbal.n, bic nun einmal im Wege fei, auszukanfen. Nicht sparen bürfc man ferner bei sozialen Einrichtungen Gießen habe von jeher viel für Volksgesunbheit mtb VolkSlraft getan Er wünsche, baß zu ben vorhanbenen sanitären Anstalten unb Einrichtungen eine Waldschule hinzutrete, bie für bic minder bemittelten ftinber von großem Segen werben konn - Durch die Ausarbeitung einer neuen Arbeitsordnung sei für bie stäbtischen 9Irbriter ein recht angenehmer Fortschritt mielt worben (Hegen bic Arbeitslosigkeit müsse rechtzeitig Vorkehrung getrotfen werben, aber nicht von Fall zu Fall, bas genüge nicht, sondern durch eine auf kommunaler Grundlage beruhende Arbeitslosenversicherung. Sparsamkeit muß bei allen Luxusausgaben vor walten. Der Redner erwähnt das Schmücken der Straßen bei in Frankreich Dem „Figaro" zufolge hat bie Kriegsverwaltung Ab ficht, bic Herstellung der Armeeflugzeuge selbst in Hand zu nehmen und auch eigene Fabrrken zur Erzeugung von Motoren unb Schraubenflügeln zu errichten. Dieser Plan habe unter den Flugzeugerbauern, von denen viele ohnehin mit großen finanziellen Schwierigteiten zu kämpfen haben, lebhafte Erregung hervorgcrufen. DolkSpreisen ist die unbedingt letzte der amüsanten Komödie. Tie Vorbereitungen zu der neuen GesaogSpoffe ,Film- 3aüber', deren Erstaufführung am Sonntag abend unter der Regie von Rudolf Goll flatlfmbrt, lassen eine abgerundete flotte Aufführung erwarten. In Hatiptpartien stnd in dieser Neuheit beschäftigt bie Herren Goll, Grosser, Rotteck. Dolck unb Schubert, sowie die Damen Martini, minder., NathusiuS, Frenz el unb 6tettner. ** (Eine Mitgliederversammlung des Haus', besitzeroererns Gießen fanb gestern abend unter dem rror- sitz des Kaufmanns Inderihal bet DerbdlhttSmaBig gutem 'uche im Hotel Schütz statt. Nach der Begrüfmng 'orach Verban^- frfrctdr Franz Dessert aus Spandau als Vertreter der Veruwe- rungSanwft deutscher Haus- und Grnndbetttzer über den Abschluß der $m'tdierung uhd ihre Vonetle D-.c Crwlac anderer iatiunen Ixtbtn gezeigt, daß raun auch roimcbanlin) eine Jtaan werden müsse, deshalb habe der Verband ictzl auch eine r.cmme- rungsanstalt erridnet, beinc in Höhe von 1000 Mark gezeichnet. Sekretär Bepert crflärt noch, daß auch eine Betriebsversicherung durch bic eigene Gesellschaft möglich ist. Dann entspann sich eine Aussprache über WassergclderHebung. Reiß erklärt, es solle angeregt roerben, daß bas Wassergelb beim Verbraucher erhoben 10erbe. Rechtsanwalt Raab itdlt fest, daß diese Art ber Erhebung in Frankfurt sich nicht cmpschlc, dadurch sei der Wasserverbrauch ganz gewaltig gestiegen. Launsbach glaubt die Wasscrgcldfrage am br.cn gelöst zu haben dadurch, daß er in jedem Stock eine Wasseruhr angebracht hat. Raab empfiehlt die diesbezüglichen Drucksachen des Vereins. Bauunternehmer Becker wünscht, daß bie Hausbesitzer von ber Stadt wieder Bescheinigungen über den Wasserverbrauch erhalten. Horst bringt zum Schlüsse bic Stabt- verorbu etc 11 wählen zur Sprache und bedauert unter leb haftem Brifall, daß bie politischen Verciuc ben oerbienten Vor- itzenden Jndcrthal nicht in die ftanbibatenliftc gesetzt haben. Er littet, ibn trotzdem zu wählen. Inberthal erklärt, scmc Entichlicßung falle in ben ersten Tagen. Nachdem noch mehrere Redner für die ftanbibatur Indertl-al gesprochen unb allgemeine Zustimmung gefunden 'batten, sand die schön verlaufene Versammlung ihr Ende. ** Mädchenhandel. Man schreibt uns: Anknüpfenb an bie Mitteilung in ber letzten Montagsnummcr Ihres geschärten Blattes, baß in ber Nacht zum Sonntag 89 MädchenIjaubler in Warschau festaenommen wurden, weisen wir auf den Vortrag fjin, ben J-rau Iultizrat Aldefelb -Wetzlar am nächsten Moniag über ben Mädchenhandel halten wirb. Er will bic Aufmerksam- goldenen Hochzeit feierten heute die Eheleute Philipp Eifer in aller Rüstigkeit. Der Jubilar bekleidet schon lange Jahre das 9lmt eines Gemeinde Einnehmers. Kreis Lauterbach. R. Lauterbach, 12. Nov. Die ZkriegersanitätS- kolonne vom Roten Kreuz zu Fulda hat in dankenswerter Weise das ihr vom dortigen LanOkrankenhaus zum Betrieb übergebene Kranken-Automobil auch dem Kreise Lauterbach zum Transport von Verletzten oder Erkrankten nach einem beliebigen Krankenhaus bereitwilligst zur Verfügung gestellt. Ta im Kreise Lnuterbach ein geeigneter ftrankcütransportwagen nicht vorhanden ist und sehr oft Schwerkranke in ganz ungeeigneten Bauernivagrn zuni nächsten Krankenhaus gebracht werden nriifjen, ist das Automobil mit Freuden zu begrüßen. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 12. Nov. Heute vormittag 11 Uhr fand in der Burg-Allee die Pferdemusteru-ny des hiesigen Bezirks statt. Trirchyehcnds wurden nur schöne. Pferde der ftornmisfion üorgcfuljrt. — Die Zentrumspartei wird gutem Vernehmen nach bei der Stadtverordnetenwahl für die nationalliberalen Kandidaten eintreten. ? Bad-Nauheim, 13. Nov. Die gestrige Haupwersamm- hing des Bürger- und S tadtv e r kc h r s v e r e i n s gab einen Einblick in bic Tätigkeit im abgclaufencu Geschäftsjahre. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden, Rechtsanwalt Dr. Brücher, trug der Schriftführer, Prof. Dr. Stockhausen, den Geschäftsbericht vor, dem zu entnehmen war, bap ber Verein bie brennenbeu fommunaTpolitifdien Fragen stets im Auge behalten hat. U. a. beschäftigte sich eine öffentliche Versammlung mit der zurzeit wohl am lebhaftesten erörterten Frage, mif der Auf bringung der Kosten zur Kanalisation, die von der Gemeinde ganz erhebliche finanzielle Opfer ^verlangt. Die verschiedensten Eingaben wurden jerner an die Stadtverwaltung, das Finanz- miniftertum unb die EisenbahnbeHörde gerichtet, bic sich mit Steuer fragen iftanalsteucr, Gemeindeumlagcngesctz, Filial- und Billettsteuei) und mit ftUrangelcgenbeiten befaßte. Em erfreuliches BUd bot ber Kassenbericht des Rechners Klingcmcicr, wonach dem Verein nach reichlicher Unterstützung anderer gemeinnütziger Unternehmen ein Barvermögen von 5fd Mark verbleibt. Auch im neuen Geschäftsjahre sollen wieder Unterstützungen genährt werden, so dem Vvlksbildungsverein 10 Mark, der Bcr- kehrSkommifsivn 50 Mark. Eine ausserordentlich lebhafte und anregende AnSsprackie, an der sich vor allem Notar Stahl, Bmimeister Kraft, Beigeordneter Lenz und einige Stadtverordnete beteiligten, schloß sich an ben Geschäftsbericht und an zwei von Baumeister Kraft gestellte Anträae an, von beiten sich der eine mit ber Deckung der Kosten her ftanallaften zum Gegenstand Hatte und sich Hauptsächlich auch nut der Heran- ziehung des Fiskus befaßte. Nach Angaben de- Stabt! wrbneten Rosenthal soll ein Teil ber S&often auf bic Hausbefitzer, rin Teil auf bic allgemeinen Steuern gcfd^lagcn werden. Die Kraft- sck)en Anträge wurden einstimmig angenommen. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 12 Nov. Unsere Landwirtschaftliche Wintersckmlc wird in ihrem neuen (22.) Semester von 23 Schülern, 12 im ersten und 11 im zweiten Kursus, bo sucht. Zwei Schüler find aus den Nachbarkreisen Ufingrn und Biedenkopf. Dr. koch ist für den verstorbenen Direktor Eourtin als Leiter der Schule eingetreten. — Dutenhofen, 12. Nov. Unser Dorf hat seit einigen Tagen elektrisches Licht aufzuweisen, womit es von der Leitung Wetzlar—Lollar versorgt wird — 'Auch die Zusammenlegung der Feldmark in einer Größe von 500 Hektar macht gute Fortschritte. Dutenhofen hat zu beiden Seiten der Lahn große Wiesen, aber nur 23 Hektar Wald. Baugelände ist hier sehr teuer, die Bautätigkeit war in den letzten Jahren sehr rege. Starkenburg und Nheinheffen. § Offenbach, 12. Nov. Um auch ben minderbemrtteRen Schülern der BolksschulNassen das Wandern zu ermöglichen, veranstaltete heute abenb der „W anbcrfalfc" — eine Dandcr- vereinigung von Schülern hi cf iger Lehranstalten — inttvr Leitung des Oberlehrers F i s ch e r in der GoctheturnHalle ein Konzert, das einen Reinertrag trott einigen hundert Mark ergab. Außer ber WcfangS unb Instrumentalabteilung des „Wanderfalken" wirkte noch ber Bariwnist, Lehrer Franz Hoß mit. Die erste ft naben nahe der VR ksfckmlc erfreute durch ben Vortrag einiger Volkslieder unter Leitung des Lehrers Eduard Sander. Heffen-Naffau. [1 Marburg, 12. Nov. Bei den heutigen Wahlen un Stadtverordnetenversammlung wurden von der dritten Wählerabteilung die aus-geschiedenen Sttrdtverord- nehm Töpfermeister Karl Eckh ar d t, Zeichenlehrer Heinrich Becker, Burcauvorsteher Ferdinand Erd en berget und Landcsrentmcistcr Karl Strvinsky wiedergewahlt. Sic brachten es auf 3.50 bis 480 Stimmen. Weitere sechs Kandidateii, darunter vier einer sozialdcmokratifchei, Silbe, erhielten durchschnittlich nur 50 Summen. Bon 2276 Wäh- jur Verbreiterung der unteren Bahnhosstraße das nötige Gelände zu erhalten, mußte gegen den Besitzer Dr Rosenthal- Berlin bas Enteignung-verfa hren cingelntct werben Der Pro- vinzialausschuß batte als Vergleich vorgeschlagen, daß bie Stadt l Mark pro Quadratmeter bezahle unb bie beftebenbe Einiriebi- gung aus ihre Kosten zurücksctzcn lasse. Lepierrs ist bereits geschehen. Um einen längeren Prozeß zu vermeiden, stimmt her Gerne, nderai auch dem übrigen Vergleichsvoranschlag zu. — In der vorigen ^emcinderaiskitzung hatten schon die Verhandlungen über ' lLu ' d' V n UTverträge von Gelände mit dem neuen \ ntt«r des trüber Breioenbachschen Anwesens ben Wemrinbcrat bc- mrartmt .veutf heaen bie Pläne bestimmter vor. Der (Hemcinbc- rab Nimm! zu und beauftragt ben Bürgermeister, die Verträge namens der ^tabt abzuichhe^n. Durch Mcien rausch erhält bic ^emeinbe von oben ber u: den auf dem Wttdenstrin brimblitbcn Auriichtepnnklen einen Zu.mnq. mich kann der Fußweg nach der oberen D-hldtrododt Dtthmtcrt werden. - Sodann cherden suche nach der Eröttnung einer Gaüwinfchatt und nach Auszab- lung von Krankengeld bamlltgt — Dte Einführung erner Fj(ia fteuet für Büdingen wird bei* Ion en unter dem Vorbehalt, datz die xuiyvX. in Budinacn bestehenden jwrnluüen davon nicht be- tionrn rotibcn — Das e». Pfarram: ermcht denGemeinderat, ms-WTemien. daß die Konfirmation ber K'nber am ypcr.inngungen abgebttlicn wurden, ichlägl der Ge- mcmberal vor, die betretenden Kirdieninmi am 1. ^erincriage stattfinden ;u lai-en — Bri Beratung deS 1913er. Voranschlags war der Beitrag, den die lebhafte unb ;at Tiachi, M Btodwer- encht und an von denen sich Masten zum nt der heran» Mtverordneten dausbescher, ein )en. Die Kraft- dtvrrtschastliche Smester von n Kursus, bereisen Usingen jenen DrrÄtor Dorf hat M en, womit es Mb. - MH ex Größe von nM® W nurNMr arMigkeit war i. ninbrtbrffe 'nnöalichen, ver -dne *** _ unter W9 Ertrag -i-«« Sander. SS sS «* r>»L^ SH&# r-Rodenbach' WbS» iÄ'r; h Bsd H am bürg v. d. H., 11. Nov. Heute fanden Äe ©taiht'oer ori)n * Unter der Maske. Die Mvrgenblätter melden aus Berlin: Abwechselnd in der Maske einer Hausiererin unb nt bet einer vornehmen Dame führte eine erst 19 Jahre alte Schwindlerin seit vielen Monaten in den westlichen. Vororten und im Zentrum dreist angelegte Diebstähle aus, wobei sie insgesamt für etwa 50 OOOMarkJnwclen erbeutete. Sie wurde jetzt auf frischer Tat ergriffen unb bem Untersuchungsgefängnis zugeführt. * Ein reicher Taglöhner. Aus München wird gemeldet: In der Wohnung eines kürzlich verstorbenen Taglöhners fanden die Erben zwei Sparkassenbücher in Höhe von 30 000 Mk. * Bei einem U eberf all auf eine Postkutsche erschoß nach einer Meldung aus Kielze (Russtsch-Pvlen) eine Banbe Wegelagerer einen Passagier, verwundete drei schwer unb raubte die Reisenden aus. Im Laufe des Oktobers waren in der Umgegend elf Reisend c durch Räuber ermordet Nwrden. * Selts amer Todesf all. Aus Tornow wird gemeldet: Bei der Rückkehr von einem Reit aus flu^g stieß das Pferd des Grafen Zamoyski in der Dunkelheit mit einem Fleischerwagen zusammen. Die Deichsel drang dem Grafen in die Brust; er war sofort tot. • Rodelnde Spatzen. An einem Tage beobachtete ich, so plaudert ein Mitarbeiter des Kosinos-tiandiveisers (Stuttgart), wie ein Sperling in die Dachtraufe meines Hau es hüpfte, aus- rutschte, in das Ablaufrohr fiel und unten hercmskciin. Tiefe Rodel- fnhrt schien ihm sehr zu gefallen, denn er flog sofort wieder in die Dachtraufe, luiebcrholte die Rodelpartie und rief andere Spatzen herbei. Tiefe stellten sich furchtsam an den Rand der Dachtraufe unb sahen feinem Kunststück zu. Endlich versuchte es auch ein anderer ihm nachzumachen, und als er sah, rote angenehm es war, widmete er sich nut Eifer dem neuentdectten Sport. Seinem Bei' spielte folgten die anderen ohne ztl zögern, und bald war die ■■m Rodelbahn, nämlich die Dachtraufe, ein sehr stark besuchter Tummelplatz. Markte. — Nidda, 12.Nov. Heute wurde hier der Martinimarkt abgehalten, der trotz des regnerischen Wetters sehr stark mit Ferkeln befahren war. Die Preise blieben aus bet bisherigen Höhe. Es kosteten 8 Wochen alte Ferkel 30=36 Mk., */4 Jahre alte 50—55 Mk. das Paar. Springer und Einlegeschweine mnrben mit 90—110 Mk. bas Paar bezahlt. Die Preise für fette Schiveine sirrd in den letzten Tagen etwas herunter gegangen; die Metzger zahlten 56—57 Psg. Lebendgeivicht oder 72—73 Pig. Schlachtgewicht. Tas Angebot in Schlachtschweinen ist aber zient- lim groß. — Der Kram ermarkt roac nicht so stark besucht wie in früheren Jahren, aber immerhin noch gut besucht. Ein Kinernatographenbeslyer ntachte sehr gute Geschäfte. w-chenü. ltevrrßcht öer€o6e$fäDe L d. Stadt Sietzen. 45. Woche. Vom 2. bis 8. November 1913. Einwohnerzahl: angenommen xu 32 400 (iitfl. 1600 Mann Militär). SterdlichkeitSziffer: 16,04 efw nach Abzug von 6 Ortsfremden: 6,42 0/w. Riitbec Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, tote vtel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von austoärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen. ES starben am Zusaimnem Erwachsene: im öont L Lebeusfahr: 2.-15. Jahr) Diphtherie 1 (1) — — 1 (1) Blntkranfheiten 2 (2) 1(1) — KD Bltltvergistttng 1 1 — Niereiientzuttdung 2 1 1 —- Tuberkulose 1 (1) 1(1) — Schlagfluß 1 1 —• Krebs 2(2) 2(2) — — Sutnnta: 10 (6) 6 (4) 2 2(2) . WetterauSsichten in Dessen Ific Freitag, bett 14. Nov. 191S: Veränderliche Bewolkiing, Nachlassen der Regettfälle, kühler, westliche bis norbroefUtche Winbe. Letzte Nachrichten. Zusammenstoß ztoisch-en Feuerwehr unb Straßenbahn. Frankfurt, 13. Nov. Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Fcuerwchrwagen unb einem Wogen bet Straßenbahn würben heute morgen gegen 6 Uhr fünf Feuerwehrleute unb zwei Insassen bes Straßenbahnwagens leicht verletzt. Freisprechung. Hamburg, 13. Nov. Die Strafkammer sprach den wegen fahrlässiger Tötung angeklagten Untersekundaner Keßler, der int Mai bei einer Nachtübung ber Wandervögel den Sohn des Lehrers Drongert durch einen Schuß tödlich verletzt hatte, frei, weil der Angeklagte in Notwehr gehandelt zu haben glaubte. EinmißltebigerGcistlicherinHamburg. Hamburg, 13. Nov. Am Montag soll eine vertrauliche Besprechung des Geistlichen-Konsistoriums stattfinden, in der besonders über das Wirken des linksstehenden Pastors Wilhelm Heydorn verhandelt werden wird. Heydorn, der vor zwei Jahren trotz orthodoxen Protestes von Burg auf Fehmarn nach Hamburg kam, nachdem er kurz vorher mit dem Kieler Konsistorium einen scharfen Konflikt gehabt hat, erregte großes Mißfallen durch einen Artikel über August Bebel. Arbeitslosenunter ft ützung in Sachsen. Dresden, 13. Nov. Die sozialdemokratische Fraktion der Zweiten Sächsischen Kammer brachte einen Antrag ein, der zwecks ausgedehnter Unterstützung der Arbeitslosen durck) Regierung und Gemeinden verlangt: Es soll ein Fonds gebildet werben, zu dem die Gemeiitde^, uameutlick) auch die Sparkasscn-Ueberschüsse verwendet werden sollen. Die Regierung soll für Arbeitslosenunterstützung erstmalig 300 000 Mark in dem Voranschlag einstellcn, um den Gemeinden die Hälfte ihres Unterstützungsaufwandes zurückzuerstatten. Der Spionagefall in Rom. Rom, 13. Nov. Offiziell wird die Wichtigkeit der di^rch M e n o z z t und Petriglia verratenen Tatsachen in Abrede gestellt. Sie sollen nur allgemeine Formations- und Ausrüstungsverhältnisse der Kavallerie betreffen. Giessener Konzert-Verein Sonntag, den 16. November 1913, 5V< Uhr, in der neuen Aula D. ü. I)e. A.-V. Sektion Giessen W. Dürbeck Nachf., Inh.: Albert Höss Diezstrasse 6. Diezstrasse 6. 7426 Sonntag, IG. November: Schotten - Gackerüeiu - Hohe- rodrkovs — Breungeshain — Schotten. 4'/- Stunden. Abfahrt 818 Uhr vormitl. Iv®/t Sonntagskarre Schotten. Pmtrittakarfpvi ■ 1- Platz Mk. 3.—, H. bis IV. Platz Mk. 2.—, unnumeriert hezw. TT11, . Stehplatz Mk 1.50, Stwlentenk;. ten Mk. 1.-sind in der Musi- kalienhandlunff von Ernst Challier, Telephon 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. v3;11 Schlager.' Exerzieren einer fl Fiisilicr-Kompagnic 8 Sebr intcrcff. Aufnuhine. r 1 3tu Wald und auf der Heidr B ft Hochkvm. Szene, z.Lachen I Komischer Schlager! fi Ndolar will heiraten! C Hervorrag. Komödie in H 2 Akt. Lachen ohne Ende. B Groß. Sen,.-Schlager! Der Blalkisnkrivgc! E oder: Der eiserne Tod! | Bon gewatrig. .ttn'zenier. 8 Spannend v.Ans.b.Enbe. 8 j H Wochenübersicht 8 des ltnion-Tbeaters! g 8 "RcueileS ans aller Welt: I Lassen Sie sich nicht irre führen! Wollen Sie wirklich einen guten, billigen Ofen kaufen sei es Landofen, Irischer Ofen oder Amerik.in: r Dauerbrandofen. Grösste Auswahl in emaillierten Herden mit Gasanschluss und Warmschrank Dieselben bekommen Sie in dem ersten Spezialgeschäft. Keine grossen Spesen und deshalb billigster Umsatz, kleiner Nmzen. 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'Wurde stets bei auSverkaust.Haus, vorge- htbvt ti. wird auch hier das größte Aussehen erregen. Tie Direktion. genannt das Schmuck- a kästchen von (ließen. | Dicustag 11.»Mittwoch 3 12., Donncrstaa 13. n. ’ Freitag 11. Novcnibcr: J Fedes Bild ein großer : । Einladung zur 28. General-Versammlung des Vereins D“/n Hessisches Lehrerinnenheim am 22. November 1913, nachmittags 4 Uhr, im Rntbanstaal au Darmstadt. Tagesordnung: a) Knffenbericht; b> Jahresbericht: c) Voranschlag flir dn?> nächste Bercinsjabr: d) ErgänzungSwalil des Vorswudes,- e) Deutsche Arbeit im Osten unseres Vaterlandes, Eindrücke und Erinnerungen einer Teil- nehtncrin der 13. Generalvcrmminlung des Allgemeinen deutschen Lehrerinncnvercins in Posen Pfingpen 1913 iFräulein S. Wultber-:l)tainz>. Gesellige Vcreinignng im Lcbrerinncnlreim. Um recht zahlreiche? Erscheinen bincr Der Vorstand. a/cMtu/n, ßßhmä-Fahrräägr flnb ren anübrrtrefitMt 60!t a. fiattbarkdL ötrlewe «d nltörlf, nenOnttiaterrHre. etrlanjen€lrtef!m, toft Sclcetmto edr.e« Aaurikaialogei. H. Tlmmetm, Hannover 106 Inhaber Henld Ranft. Gegründet 1862. Mnnnov. NihmaxJunen end Fahrradwerke. [(aff üel Donnerstag, den 13. u. Freitag, den 14. Nov. (washpiel des beft bekannten Variete-Ensemble ErnstBerghaus 4 Damen 3 Herren Amüsantes Programm! Neue Poffen! Urkomische Duette ufto.! Anfang 8 Ubr. 7395 gparsamefrauen iTcufitit stricke!. Sternwolle■ llliünöorftcm [deren Echtheit garantiert dieser] auf jedem Etikett und Umband und die Aufschrift Fabrikat der Aus reiner Wolle herqesteflt nicht einlaufend nicht filzend Das Beste gegen Schweifsfuß 9- Qualitäten. Auf Wunsch Haines»» Bezugs Pickel, Flechten, Furunkel usw. werden prompt durch Providol Seife D. R. P. beseitigt. Durch tägliche Waschungen wird jugendfrischer, rosiger Teint erzielt. Pre vro Stück <80 Pf., Pr bestück 50 Pf. 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Leider ist ein gemeinsames Vorgehen nicht in wünschenswerter Weise gelungen, da der Bürgerverein der Ansicht ist, daß die Stadtverordnetenwahlen nicht allein V0M Standpunkt der Parteipolitik vorbereitet werden dürfen. Daher unterbreitet er der Wählerschaft nachstehend eine eigene Kandidatenliste. Bei Aufstellung derselben ging man von der Ansicht aus, dah man, um tunlichst eine Stimmenzersplitterung zu vermeiden, die bereits bekannten Listen zu Grunde legen und nur geringe Aenderungen an ihnen vornehmen solle. Wir glauben durch Empfehlung unserer Kandidaten den weitesten Kreisen der Bürgerschaft — insbesondere den politisch nicht gar- zn sehr befangenen - zu entsprechen und bitten unsere Mitbürger am Wahltage ihre Stimmen abgeben zu wollen für die Herren: Brück, Franz, Hoflieferant, MelhiiMer Haberkorn, Dr., Julius, 8eh. Mizinalrat, Miierorbii. Heichelheim, Sigmund, 8eh. Kommerzienrat, LtaStoerorh. Hornberger, Wilhelm, Kaufmann Inderthal, Christian, Wrikant Klingsper, Adolf, Koinmerzienrat, Fabrikant Meyer, Hans, Architekt Müller, Emil Heinrich, Lchreinermcifler Müller, Valentin, Lehrer Noll, Adolf, ftommerjifurut Fabrikant Noll II., August, Kaufmann Petri II., Louis, WeiMnberineifler, Ttabtoerordieter Plank, Wilhelm, Kerkermeister, Ltabtverordiicter Schmeckenbecher, August, Lanbgcrichtsbirektor Seuling, Louis, Architekt Wachtel, Fritz, Amtsiserichtsrat Wenzel, Fritz, Bahnfchlojser. Bürgerverein Giessen Samstag, den 15. ds. Mts., abends 8’J2 Uhr, im Cafe Leib Alle Wahlberechtigten sind freundlichst eingeladen. ZW* Freie Aussprache. 1 Der Vorstand des Vereins der Der Vorstand Fortschrittlichen Volkspartei. des Nationalliberalen Vereins. Metz. vi«/t Körte, Steins Garten SDangeliicherBund Annerod, uasthaus zur Krone Jiatg. Krtitß, Schlachtfest *?'on 2Ubr ab töctmeiftb mit «rant an'chliestcnd Mevcliuvve. ' Sonntag, 16. November, 81/, Uhr. Familienabend in Steins Garten. Vortrag des Herrn Prof. D. Dr. Diehl-Friedberg: Ras ucröuntt ütiien htm iRtiormalor DlirtinSnttr? Ter oemiftbte libov des cvanncliidicn Arbeitervereine bat >eutc Mnivirkuna Aiiacfant. D‘T* iHUc Evangelischen herrlich willkommen. Eintritt frei. Am Sonntag, den 16. November: IRilitärkonzert Berliner Besetzung (12 Musiker) Anfang 4'/, I hr. "" F.l■tritt 30 Pfg. 2. Bezirksgsilügel- Husitellung anderkumda von Law-taa, den bi» Montag, den 17. November, mit Verloinim am 17. Novcmvcr. Ter -Lioritaub. Deutliche Milalitber-^ersammlW Montag. 17. Rov.. abends s- . llbr. im Oolel Srtniu. Fr. JeetUrat Aldcfcld-44 rtalar: Der Mädchenhandel. Verein für Frauenstimmrecht. Eintritt frei. [v»/ul jedermann willkommen. Nur noch heute und morgen zum letztenmale die drei grossen Sensations-Schlager V'. ' / 7 v . / Samstag, den 15.. Sonntag.den 16., und Montag, den 17. November 1913 der große 4VeltNchlagvr von Irban Gaad. In der Hauptrolle Asta Nielsen in Die Suffragette! Mimisches Schauspiel in 5 Akten. Hochkomischer Schlager in 2 Akten. Al* dritter Schlager: Hie Waldrose Großen 4Vihl-4Vc*t - Drama In 3 Akten Ein Film mit u änderbaren, landschaftlichen und abwechselungs- reichim. dramatischen Szenen. Der ( herlall der Indianer und die Verfolgung auf Leben and Tod sind cinzi dastehend. Abgesehen von der Schürfe der Handlung entzückt die Darstellung vor allem durch die Pracht der gebotenen Naturaufnahmen in» wilden Westen. Dieses Drama halt die Zuschauer von Anfang bis zum Ende in atemloser Spannung und erregt dasselbe berechtigtes Aufsehen. O genannt das Schmuckkästchen von Giessen Q -d Ö i SeHersweg--01 AI* erster groaner Schlager: Der Balkankrieg od. der cl*erne Tod! Aufsehenerregendes Drama in 2 Akt. n. Das Milieu ist naturgetreu. E> führt den Zuschauer in das Leben und Treiben des Balk.inkrieges. und er sieht das Lieben und ilasHcn der Krieger. Ein Bild von ergreifender Tragik ! Wie Bulgarien der Türkei den Krieg erklärt. Interessant und spannend ist es auch, wie die Bulgaren Tschorlu besetzen. Ergreifend ist die Szene zwischen Mann und Frau, der sie des Treubruchs verdächtigt während seiner Abwesenheit Al* zweiter Schlager: Adoiar will heiraten 11 MlteMita Dir.: Hermann Stringoetter. Freitag, brn 14.9?oV.1913, nbcnbn»enbacher Wühle. IcLTTOSInuGienen. 14. XlTgonp III. 9'A. - Untere Käte Vitiifpicl in 3 Akten von Herbert £vnri Paoico. (Snbc 10» . Uhr. |C»/u T4aIffC - Mit der Stabtauflane der beutiaen Nummer wird ein ,4luablatt der Jrirmo Och. Halb fleiich verbreitet, auf bao die Leser besonders numicrt» am gemacht feien. ,74iS