Ur. I9L Ter »ietzener Anzeiger creftetm täglich, außer Sonulags. - Beilagen: viermal loixbentlicf) GießeverZamilievblSNer, zweimal wöchentl.Xrei§- vlatt fßrzen Xreis «iehen (Dienstag und Freitag»,- zweimal monatl. Land- Mirlichaftliche Leitsragen Fernivrech - Anschlüße: für die Redaktion 112, Derlaq u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Sitfcm. Lima h me von Anzeigen für die TageSnuminer bil vormittag? 9 Uhr. Erster Blatt 163. Jahrgang Zamrtag, sb. August 1915 \ ii rt A . knionailich75Pi^viertel« GletzenerAnmger Pera>,tivortl»ch für den General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag -er vnihl'fchen Univ.-Vuch- nnö Stcinörnderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftrahe 7. ^'^r den Seschäslrftele vüdingen, vahnhofstratze 16a. Anzeigenteil:'r>. Beck. Die heutige Nummer umfahl 14 Seiten. politische wochenschatt. , Giefzen, 16. August. . ~xc Sozraldcmokratic hat einen neuen, schweren Sclilag ttlutcn. Sic Beklagt einen inneren Stillstand, eine Lau heil unb Unzufriedenheit ihles Massenanhanges, so daß ihre Führer nach neuem Rüstzeug nmschauten, um die Zuversicht toxcber zu beleben und der Agitation wieder Erfolge zu sichern. Da ist der Mann ins Grab gesunken, der allein früher imstande gewesen ist, die Geister aufzupeitschen und die revolutionäre Idee zu entzünden. Bebel war es gewesen, der nach Wahlniederlagen die rote Parteifahne mit ungebrochenem Mute hochhielt und -nach als beinahe Siebzig, jähriger, nach den Blockwahlen des Jahres 1907, unentwegt das ^Rorgenrot des Zukunftsstaates verkündete, der bei allen Gärungen innerhalb seiner Partei wie ein strenger Jupiter die feindlichen Götter wieder beruhigte Bebels Stanie war das Panier der Massen, die es mit Jubel begrüßten, wo es sich zeigte und damit bewiesen, daß das demokratische Gleichheitsideal zerberstet vor der lebendigen tzerrschergeivalt der Persönlichkeit! Und nun ist der alte Führer, der schon längere Zeit stille geworden war, so daß Unsicherheit und Mißmut in die Reihen der Partei einkehrten, ganz von der Bühne abgegangen. Was wird die Folge sein bei der notorischen Eifersucht und Unverträglich- lichkeü der Führer zweiten Gradeü, die der Umsturzpartei noch verbleiben? Wo ist unter ihnen ein überlegener Geist, dem die Massen folgen, der die Unbotmäßigen zügelt und die in taktischen Meinungsverschiedenheiten getrennten Heercshaufen eint? Wem gehört die Zukunft, den Radikalen oder den Revisionisten? ES begibt sich das seltsame Schauspiel, daß manche Blätter der äußersten Rechten herzlichere Worte finden beim Tode des bedeutenden Parteimannes als verschiedene Organe demokratischen Charakters. Bebel hat die demokratischen Großblockenthusiasten eben so manchesmal enttäuscht? Er wollte nicht nur nicht in einer Linie mit der nationalliberalen Front stehen, sondern er hat auch so manchesmal die freisinnige und demokratische Bruderl-and zurückgewiesen. Darum wird jetzt von dem äußersten Linksliberalismus seine Bedeutung als führender Politiker verkleinert und ihm die Schuld daran zugesprochen, daß die Erfolge der Linken zurückgeblieben seien. Freilich hat Bebel in den letzten Jahren mitunter auch dem Hyper radikalismus, wie er in Ledebcmr und Rosa Luxemburg das Haupt allzu kühnlich erhob, manche strafende Lektion erteilt, im ganzen aber gehörte sein Herz der marxistischen Ägi tation, und revisionistische Neuerungen in der Taktik wies er beharrlich zurück. Wie aber stehen heute, nach Bebels Tode, die Großblockaussichten, die nicht mehr in die Parole: „vvn Bassermann bis zu Bebel" ausklingen können? Wir sahen, daß an dem Tage, da Bebel sein Leben aushauchte, die Berliner Genossen in zahlreichen Versammlungen dar über stritten, ob bei der gegenwärtigen Stagnation im Parteileben nicht endlich das frisch-fröhliche Horn der Mchfenstreikparole geblasen werden solle. Und es fielen wieder viele harte Worte gegen das auf dem Boden des heutigen Staates stehende Bürgertum, das durch den all gemeinen Massenausstand endlich mürbe gemacht und niedergeritten werden solle! Tie Revisionisten um Frank, Tavid und Bernstein haben es bei dieser unzweifelhaft immer mehr um sich greifenden Stimmung in ihrem Lager wahrlich nicht leicht. Und wenn auch den zaw dernd lauschenden Massen noch mit einigem Nachdruck die Bedenken und Gefahren des Massenstreiks für den Einzelnen und für die sozialdemokratische Bewegung giseint wurden es wagte doch kailin einer der Führer, sich gegen die baldige Anwendung des neuen Gewaltmittels auszusprechen. Aus dem bevorstehenden Par teitage in Jena werden zwar die Gegensätze wieder einmal sehr deutlich zum Vorschein kommen, aber den Sieg wird doch wohl auch hier der Radikalismus davontragen, der zwar nicht wagt, den Termin zum Losschlagen anzusetzen, der aber den Mund desto voller nehmen und den verblendeten Parteimassen mit dem Schwenken des neuen roten Sturmbanners neuen Mut einzuflößen suchen wird. Im Reichstage aber, wo 111 Genossen ihre Kunst zeigen sollten, ist die Partei nicht vom Flecke gekommen. Und gegen die Taktik, Die bei der Erledigung der Heeresvorlage und ihrer Deckung von der sozialdemokratischen Fraktion eingeschlagen worden ist, hat sich darum lauter Widerspruch erhoben. Wird man in dem roten Parteilager noch etwas vom Parlamentarismus erwarten, nachdem oer letzte große Kämpe aus denkwürdiger Zeit das Feld geräumt hat? Wird der Schwerpunkt der sozialdemokratischen Tätigkeit künftig nicht mehr als bisher außerhalb des Parlamentes liegen? Dann wurden die bürgerlichen Großblockidcologeii nichts zu hoffen höben. Doch es ist müßig, jetzt schon Zukunftsbilder an die Wand malen zu wollen. Der große Kladderadatsch, den Bebel erträumt hat, liegt sicherlich noch in weiter Ferne . . . Vielleicht geht aber ein innerer Parteikladderadatsch bald von statten, sodaß die Revisionisten ihre eigenen Wege gehen und |)a5 Ziel des Zukunftsstaates immer mehr umnebelt wird. Das national gesinnte Bürgertum durfte dem dahingeschiedenen alten revolutionären Kämpfer Gerechtigkeit zuteil werden lassen. Er glaubte wirklich an seinen Zu- lunftsftaat! Temperament und Eharakter, treue, zähe Arbeit für die Klasse, aus der er sich mit beispielloser Energie heraufgearbeitet hatte, ehrliche, innerliche Ueberzeugung. sic machten diesen Menschen, der so unversöhnlich in seinem Kampfe war und doch ein ganzer Mann genannt werden mußte. Darf man bestreiten, daß er in seinem Sinne Gutes gewollt hat? Daß dem Staate und der Gesellschaft Fehler und Unvollkommenheiten anhaften, daß bei der Verteilung der materiellen Güter den Mühseligen und Beladenen oft ein trauriges Los verbleibt, dieses Empfinden hat die leidenschaftliche Seele dieses drängenden Politikers so tief durchzittert, daß seine Einseitigkeit uns nicht abstoßend berührt und daß seine Jagd nach Utopien, sein blinder Kampf gegen die ganze Staatsordnung menschlich verständlich erscheinen kann. Denn Bebel blieb auch in seinem persönlichen Leben aufopfernd und anspruchslos. Bürgerliche Tugenden zierten ihn: Fleiß, Strebsamkeit, schlichter Familiensinn. Wenn man ihn einst auf der Höhe seines Wirkens sah, wie er mit dem Feuer seiner Beredsamkeit Tausende elektrisierte, wie er mit siedender Ueberzeugung das Unrecht darlegte, das der Staat an den armen und niederen Schichten begehe, da konnte es einen wohl überlaufen, als sei es keine unedle Sache, die dieser Mann mit feinen donnernden Angriffen führe. Dazwischen zeigte der Fanatiker dann auch Proben eines herzhaften Humors, der einen anderen Winkel seines Herzens nicht unvorteilhaft erhellte. Freilich hatte Fürst Bülow reckt, wenn er dem lebhaften Kritiker immer wieder cntgegcnbielt, daß ihm die rNarhait über feine positiven.Ziele mangele, daß er einzelne Vorkommnisse in ungerechter und verhetzender Weise verallgemeinere und daß die sozialdemokratischen Ideale, namentlich vom Zukunftsstaate, im höchsten Grade verschwommen seien. Die Zeiten dieser Rede- lämpfc sind nun vorbei. Heute haben in Bebels Lager theoretische Wächter und zankende Literaten das Wort. Ob sich die Massen nun durch das Zauberwort „Massenstreik" einsangen lassen und dem Ruse eines Berliner Genossen folgen wollen, welcher meinte, das; jetzt die Zeit gekommen sei, wo die Massen neue Opser bringen müßten? Nach dem neuen Jenaer Parteitag wird man ja wohl sehen, wohin die Reise geht. Die Türken regen sich! Während die Frage bon brainila vorläufig in den Hintergrund gerückt ist, weil Rußland fein Revisionsbemühen allmählich zurückzieht, tritt das Adrianopelcr Problem wieder hervor Bon verschiedenem Seiten wird heute übereinstimmend gemeldet, daß die Pforte in einer neuen Note an die Botschafter nicht nur an ihrem früheren Standpunkt festhält, also auf dem Besitz von Adrianopel besteht, sondern noch droht, Gebietsteile über die Maritza hinaus zu besetzen und einen Truck auf Bulgarien auszuüben und es zu direktem Einverständnis mit den vollzogenen Tatsachen zu zwingen. Tie Begründung dieses Vorgelzenö, daß die Bulgaren in den von ihnen besetzten Gebieten mit lieb ergriffen gegen die türkische Bevölkerung fortführen, ist wohl etwas künstlich zurechtgemacht. Hand in Hand mit dem diplomatischen Schritt der Pforte gehen die Vorbereitungen der Heeresleitung, die in Mrianvpel und Kirk Kilisse rege militärische Rüstungen vollzieht. Wir erhalten folgende Meldungen: Eine neue türkische Rote in der Frage von Adrianopel. Petersburg, 16. Aug. Die Botschafter Deutschland-, Oesterrcickrs, Frankreichs und der Türkei und die Gesandion Rumäniens und Serbiens hatten mit Safonow längere Unterredungen. Der lebhafte Meinungsaustausch unter den Diplomaten wurde durch die gestrige Zirkularnote der Türkei l>ervorge- rirfcn, die in Form eines .Anhanges an die alte Antwort ben Mächten übergeben wurde. Obgleich der Inhalt noch geheim gehalten wird, verlautet aus gut informierter Quelle, die Petersburger diplomatischen .Greife ständen stark unter dem Eindruck der Erklärung der Türkei, nicht nur Adrianopel behalten zu wollen, son^ dern auch ern st eGegenmaßregelnzuergreifen, falls Bulgarien nicht die Greueltaten auf bem eroberten ehemaligen türkischen Gebiet einstelle. Obgleich die Türkei prinzipiell mit der in der Antwort des Groß- wesirs an hie Mächte erwähnten Grenzlinie einverstanden sei, so behalte sie sich doch vor, eventuell das Gebiet jenseits der Maritza zu bcfcfxn, um Bulgarien zu jünngen, direkte Verhandlungen mit der Türkei zu führen. Durch) diese soll der Beschluß der Londoner Konferenz hinfällig gemacht werden, »vas den endgültigen Verlust Abrianopels für die Bulgaren bedeuten würde. In einer weiteren Depesche aus Konstantinopel heißt es: In Adrianopels und Kirk Kilisse herrscht fieberhafte Tätigkeit. Die dortigen Stellungen werden durch täglich neu ei n treff enbe Truppenteile verstärkt Besonders in Kirk Kilisse wird Tag und Nackst an den Befestigungerr gearbeitet. Es herrscht hier aber bezüglich einer Verständigung mit Bulgarien eher Optimismus, denn in türkischen Kreisen, die mit der Stimmung in Bulgarien vertraut sein müssen, werd Mac-Mahon und Bazaine in den Tagen vom 18. bis 22. August 1870. . Emile Olivier, der Neswr der französischen Historiker, setzt rm „hiaulois" seine interessanten Veröffentlichungen über den Krieg von 1870 71 fort. Seine jüngste Arbeit enthält wertvolle Auf schlüfse über die Beziehungen zwischen Mac-Mahon und Bazaine tn den kritischen Tagen von Metz. Vom 17. August an war Mac- Mahon oberster Leiter der französischen Kvieasoperationen. Er wurde von Palikao und vom Ministerrat auf das dringendste gt> bctcn, iofort dem arq bedrohten Bazaine zu Hilfe zu eilen. Mac- Mavon in in einer überaus kritischen Lage. Er weiß nicht, welchen er einschlagen soll. Der direkte Weg ist versperrt: Bazaine kann nur noch nach Norden oder nach Süden ausbrechen. Wenn olio Mac-Mahon ihm zu Hilfe eilen will, so muß auch er ftd> » vordwärt" oder südwärts bewegen, aber et* bleibt ohne jene Nachricht von Metz. Vorläufig sucht er Palikao durch ein -"legramm zu beruhigen: „Sagen Sie bitte dem Mmmerrat, da» cr auf mich zählen 'kann, und daß ich alles tun werde, um mich A»Pne .u vereinigen." Er muß warten. Endlich am Abend oes 18. August erlw.lt er von Bazaine ein Telegramm: „4 Uhr la nachmittags. In diesem Augenblick wird ein Angrin, der vom -^ntg von Preußen persönlich geleitet wird, mit beträchtlichen Mraitcn ausgeführi: die Truppen 'halten sich bis letzt gut, aber ote '-oatterien mußten das Feuern einftellen." Genaues über den einzuichlagenden Weg ist aus dieser Depesche nicht zu er,eben. Daraus Stunden bangen Schweigens. Die Nacht vergeht m grau Ungewißheit. Endlich am 19. August V-1 Uhr erhält er -epeiche Bazaines vom Abend vorher: „8 Uhr 20 abends, sch komme soeben vom Schlachtfelde zurück: der Angrm war chr lebhaft. In diesem Augenblick ,7 Uhr> hört das ’jhicr aus. ln,e» Truppen bleiben in ihren Stellungen". , Mac-Mahon begreift, daß irgendetwas geschehen mutz. Ltilt- IC9cn hätte so viel bedeutet, wie: wir können nicht oorrücken. -r schickt Bazaine folgende Depesche: „19. August. JEknn ^ic ich glaube, gezwungen werden, in den nächsten rtiinbcn neb -u.rükkzuziclien, so weiß ick bei der großen Entfernung zwuchen Slr und Ihnen, nicht, wie ich Ihnen zu Hilse kommen kann ohne ^aris 5U entblößen. Wenn Sie etwas anderes beichlretzen. Innen Aw es mich sofort wissen". Der 20. August vergebt ohne Nach- cckt vom Schlachtfeld. Mac-Mahon befindet sich in Berzwelsl.mg U'bcr die Karten gebeugt, sucht ec chnen das Geheimnis der Ret- * -ng und den Ausgang der blutigen Kampse zu entreißen. Er tirbe nicht zögern, wenn er vor sick eine klare, mthtarudjc Aui- ?cbe hätte- er würde sie, koste es, was es wolle, aussuhren, aber ir das Ungewisse hinaustappen kann und dars er nicht, u.er Gelenke, einen treuen Waffengefährten im stufte lassen zu müssen, biü schien es mir durchaus notwendig, Paris zu decken und Frankreich die einzige, ihr noch zur Verfügung stehende Armee zu erhalten". Er entschließt sich deshalb zu warten, bis er von Bazaine genauen Bericht bat. Er telegraphiert an den Ministerrat: „8 Uhr 45 Min. morgens. Tie Erkundigungen ergeben, daß die drei feindlichen Armeen so ausgestellt sind, um Bazaine den Weg nach Brieh, Verdun, Saint-Mihil abzuschneiden. Ta ich die Rückzugslinie Bazaines nicht kenne, obwohl ich bis heute morgen marschbereit war, denke ich, daß ick bicrblciben muß, bis mir der Bericht gekommen ist, ob Bazaine nach Norden oder nach Süden aus- geroieften ist." Gegen Mittag reißt ihn eine Mitteilung Stössels aus feiner ruhigen llcbedegung. Tiefer machte ihn auf die Nähe der feinbüdten Kavallerie und auf die Gefahr nned Uebersalles aus- merffam. Mac Mahon schrie ihn an: „Sie haben mir schon einmal gesagt, daß diese Kerls verteufelt tapfer find: eine Abteilung Mabillerie könnte nach einem Nachtmarfch bereits übermorgen da fein: „Wir müssen deshalb morgen nach Reims aumbrechen." Dies bedeutete in Wirklichkeit nichts anderes als: Riuk- zug auf Paris. Von Reims aus konnte sich Mar-Äkahon nicht mehr mit Bazaine vereinigen. Aber sein ganzer militärischer Instinkt galt Paris. Er telegraphierte an Palikao: „20. August, 4 Uhr 4Ö nachmittags. Ich werde morgen nach Reims ziehen. Denn Bazaine nad. N irden ausbricht, werde ich nickst mehr imstande fein, ihm $u Hilfe zu kommen: wenn er nach Süden durchstößt, so könnte ick- ihm bei der großen Entfernung auf keinen Fall nützlich fein." Palikao antwortet in einem Telegramm um 5 Uhr: ,<3d) betrachte es als durchaus unumgänglich, daß Sic Bazaine zu Hilfe eilen. Bedenken Sie den moralischen Effekt, den die Erfchmung Ihrer Armee auf die verlassenen Truppen machen Muß, die sich so heldenhaft geschlagen haben." Am Ntorgcn des 21. August setzt sich Mac-Mahon nach Reims in Bewegung. Er hatte mittlerweile durch Rvudrr erfahren, daß sich der >tzronprinz gegen Paris bewege. Er muß ihm also zuvor- komrnen. Palikao macht nochmals den Versuch, chn zur Hilfeleistung für Bazaine zu gewinnen. Es nützt aber nichts. Mac- Mahvn NTidersprichr entschlossen. Er muß Paris decken, und setzt sich am 2o. August dorthin in Bewegung: „Den Tod im Herzen," sagte cr, „habe ich diesen Entschluß gefaßt. Ich weiß wohl, daß ich der Feigheit, einen Bafsenkameraden im Stiche gelassen zu haben, beschuldigt werde. Aber über meinen eigenen Ruhm fetzte ich das höhere Interesse Frankreichs. Ich durfte cne letzte Armee, die vielleickst bald vor Paris mit den gesamten deutschen Streitkräften kämpfen mußte, und vielleicht den Sieg gewinnen könnte, nickst auss Spiel feren." Diesen Gedanken hat er auch in dem Aufruf an die Armee, in dem er seine Handlung verteidigt und an die Tapferkeit der Soldaten appelliert, ausgedrückt. ♦ — VvndenSckicksalenderGrönlandexpedition des. Hauptmanns Koch ist noch nacfeutragen: Die Expedi-; tion bestand außer dem Leiter aus dem deutschen Meteirvlogchr Dr. Wegener,^ dem dänischen Matrosen Larsen und dem Isländer Bifus Sigurd son, und wurde von dem Saxiff Godt- baab am 24. Juli 1912 auf dem Eise an der Lstkuste Grönland gelandet. Sofort nach der Landung entliefen 13 von den 16 mit- gebrachten Ponhs. 'Es gelang jedoch, 10 wieder einzusangen, am 1. September hatte die Expedition mit dem gesamten Material Kap Stop erreicht. Das neue EiS bot jedoch große Schwierigl'nten, da es noch nicht tragbar war, und die Eppedition verlor em Motorboot, das unter ging. Erst nach Verlaus von drei Wochen war das Eis stark genug, um Sd^itttn und bic Pferde zu tragen. Dr. Wegener kam dabei zu Fall und brach eine Rippe, er über- wand jedoch diesen Unfall bald, worauf bte Expedition am 13. Oktober das Winterquartier beziehen konnte. Trotz großer An- frrengungen gelang es der Expedition nicht, Königin Luisen-Land zu erreichen, und Hauptmann Koch besck^oß dah-.'r, auf dem Inlandeis zu überwintern, und nickst auf dem Lande. Tas Wimer- hauS, das den Namen Borg erhielt, wurde 15 Kilometer östlich von dem mittleren Teil Von Königin Luifen-Land errichtet. Dann mürben die Pferde bis auf fünf geschlachtet, welche mit übemrnfern sollten, und das Fleisch der getöteten Pferde wurde als Kraftfutter für die letzten fünf verwandt. Chtbe Oktober wurde eine Schlittenreise nach Königin Luisen-Land unternommen Be: biefer 'kürzte Hauptmann Koch in eine 12 Meter tiefe Gletscherspalte und brach das rechte Bein. Drei Monate darauf war er an das Winter Haus gebunden, und die Sck,litten reife konnte erst im Mir; wieder ausgenommen werden. Am 20. April verlief r-te Erpedit^n das Dmterauartier mit fünf Schlitten und fün' Pferden, um den 1200 Kilometer langen Marsch über das Inlandeis noch der West- ckuste Grönlands anzutreten. Sie mußt: u. a. w?o?n schleckten Wetters unter einer Klippe 35 Stunden lang ohne Speise liegen, da der Proviant auwezohrt war. Am 15 Juli wollte man weiter- ziehen, aber die Teilnehmer waren so erschöpft vor öunaer, Kalte und Feuchtigkeit, daß sie nicht vermochten, sich einen Weg durch den tiefen Schnee zu bahnen. In diesem Zustande erfolgte ihre Rettung durch das Boot des Paslvrs Chemnitz. — Ein Filmdrama Gerhart Hauptmanns verboten! Aus E h r i ft i a n i a wird berichtet: Die Polizei benachrichtigte sämtliche Kinematogravhen-Besitzer und Filmverkrufer der Stabt, daß sie voraussichtlich dieBorführungdesFilms „Atlantic", der die Filmdramattfierung des gleichnamigen Romans von Gerhart Hauptmann barftellt, verbieten werde. Tie endgültige Entscheidung könne die Polirei allerdings erst binn treffen, wenn sie den Film gesehen habe. Sic glaube jedoch, daß der Film sich Nickst zur Bonührung eignen werde, weil wohlbekannte tragische Episoden des Inhalts zur Volksbelustigung dienten. kf. Joseph auf der Bühne. Ter Joseph der Bibel ist bekanntlich schon mehr als einmal als dramatischer Held bar# [eftdlt worden, noch nie aber in einem so glänzenden Rahmen, Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Beiershausen bei Fulda geriet die dreijährige Tochter des Schreiners Eydt unter einen Haufen zusammenstürzender Bretter und wurde dabei getötet. — In Cam - berg war der Sohn einer dortigen Familie nut KartoffelauS- hacken beschäftigt und hatte sein nc lud von den beimtleiten Opernhausmitgliedern Robert Hutt und Karl Gentner ge- jungen. Ferner plant die Intendanz einen Verdi-Zyklus ** Burg-Gräfenrode, 15. Aug. Durch Kreisrat , o ake (Friedbe/g) wurde gestern Wilhelm Hahn als Bürgermeister in sein Amt eilige fuhrt. Das neugewählte Dorfoberhaupt zählt erst 25 Jahre und ist das jüngste Mitglied unter seinen hessischen Kollegen. Starkenburg und Rheinhessen. r. Offenbach, 15.Äug. Das Kapitel der Beamten-- Veruntreuungen und Verfehlungen in Offen-- bach ist wieder um zwei Fälle bereichert worden, einmal handelt es sich um. den Friedhofsverwalter Otto Stein und ferner um den Hafenmeister Armbruste r. Bei der Friedhofsverwaltung sind größere Unregelmäßigkeiten auf« gedeckt worden. Friedhofsverwatter Steitz bat offenbar schon seit mehreren Jahren Anschaffungen für seine Person und seinen Haushalt auf die Stadtkasse verrechnet. Er hat zu diesem Zweck R e ch n u n g en ge fä l s ch t, indem er auf diesen Scheinlieferungen für die Friedhofsverwaltung aufführte,'deren Richtigkeit er bescheinigte. Mit den so zur Anweisung gelangten Beträgen hat er dann seine privaten An. schaffungen bezahlen lassen. Eine Reihe von hiesigen und auswärtigen Firmen hat den ungetreuen Beamten dabei unterstützt. Sie haben in vielen Fällen Zahlungen angenommen, die auf Anweisungen von Rechnungsäbschriften mit unrichtiger Bezeichnung des Liezerungsgegenstandes geleistet worden sind. Steitz wurde bereits seines Anckes enthoben; die Angelegenheit ist der Staatsanwaltschaft übergeben worden. — Der zweite Falt betrifft den Hafew- meister Armbruster, der sich wiederholt Unbotmäsfiw. keiten gegen seine Vorgesetzten hat zu schulden komme« lassen. Bei einer Vernehmung machte ein Zeuge Angaben, die veranlaßten, die Disziplinaruntersuchung auch auf andere Gebiete auszudehnen. Dabei stellte es sich heraus, daß Armbruster seine Stellung dazu mißbraucht hat, sich von Geschäften, die im Hafen Kohlenlager unterhielten, fort» geletzt verbotene Vorteile zu verschaffen. Er hat von ihnen Kohlen bezogen und nicht nur die weitgehendste Stundung des Kaufpreises in Anspruch genommen, sondern sich auch Kohlenrechnungen ohne Bezahlung quittieren lassen. Auch or semen Dienstpflichten zuwider auf eigene Rechnung als Schiffsmakler tätig gewesen. Wegen dieser Dienstvcr- fehlungen ivurde gegen ihn das Disziplinarverfahren mit dem Endziel der Dienstentlassung ohne Pension eingeleitet. ** Der hessische Land? sv er ein vom Roten Kreuz, als Landes verein der Kaiser-Wil- Helm-Stiftung für deutsche Invaliden bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen: „Dankbar erinnern mir uns in diesen Tagen wiederum der unvergeßVichen, glorreichen Zeit, die uns in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts den Sieg und die Gründung des Deutschen Reiches gebracht hat. Auch nach Erhöhung der Pension^- bezuge der Kriegslnvaliden und Kriegshinterbliebenen durch cLC. Reichsgesetzgebung, bleibt noch Raum genug dafür, unseren Dank für die großartigen Leistungen unseres tapferen Heeres dadurch zil betätigen, daß wir in der Zeit des 2. September in Gotteshäusern oder bei sonstigen Vereinigungen durch unsere Gaben dazu beitragen, das Los der Opfer des damaligen Krieges auch weiterhin besser zu gestalten, als Reich und Staat es allein vermögen. Wir wenden uns daher an die Pfarrämter und Kirchen- vorstände mit der herzlichen Bitte, bei den betreffenden Gottesdiensten Kollekten für jenen Zweck zu erheben Unsere Zweigvereine ersuchen wir, für die Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Sammlung eifrig zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen anszustellen. Wir bitten endlich, die Erträgnisse der Sanimlungen durch Posteinzahlung an unseren Schatzmeister, Herrn 1. Hauptstaatskassendirektor Dexheimer, Neckarstr 13 Tarmstadt, einzusenden." ** Der Allgemeine Verein für Ar men - un d 9C -Xu festen hat seinen Jahresbericht für 101^ drucken lassen. Der Bericht liegt der Stadt au klage der heutigen ^mmer bei. p 9 r ’* ö7/)rplanänöerung. Der Personenzug 416 Ah lal,rt "b 16- August wie folgt: Sieben - h£> 944'?ben9nUh®“?en'’l>f-Cn 9-V' bis 934'/,, Wetzlar 9427, bt8 944 /,, MbShousen 9^2 bis 953, Burgsolms 957 bis 958 SmmTete 1 Kerkerbach 1108'/, bis 1109'/' Esch Hosen 1 1££/s bis 1114-/., Li.nburg 11T9-/S £ Diez 1132 bis 113d, Fachmgen 1139'/, pjZ 1140i/ cqnfr- 21 üein 1146% bis U47-A, Gaurenburg 1Ä ÄTwÄ-’ Hof 12£ö bis 1297 und weiter wie bisher. — ^r?9?rn- Dainrngen ist ein recht zerrissenes, völlig bewaldetes und im Innern unbekanntes Gebirgsland. In der Nacht ^m ?o. zum 26. bezog die Truppe bei strömendem Regen unweit Ulekeit Lager In der Frühe des andern Tages wurde Nnt einigen Barmngern der Eilmarsch auf Ulekeit angetreten. Der Führer beabsichtigte, die Leute einzukreisen und aufzufordern. sich zu einer I n 1 Co u Ueberfall zu ergeben. Soweit die ge- rmge ^ahl der Soldaten es gestattete, wurde der von dichtem Ge- ÄIaA.JI,nftent Den nun folgenden Versuch, fid) keil Ukteit verständlich zu machen, beantworteten diese sofort diirch^nen Angriff mit Speeren, Aex t e n , K e u l e n Lmhbn'IL11 e***f*_ ,-Ä^ vbon-Anschluh. 15130 5M3 Statt jeder besonderen Mitteilung. jimKr Für alle Teilnahme und Freundschaft, die uns während der Krankheit und bei dem Tode unsrer lieben Heimgegangenen bewiesen wurde, sprechen wir unsern allerherzlichsten Dank aus. Neue Kartoffeln la. Welterauer, Derle von Erfurt und Kaiserkrone, versend. ä SRI 2.75 oro Zentner intl. Sack. 2L Simon II., Karb-Bersandgeich^ Echzell i.d. Wetterau. Tel.-Änschl. r-7 ■■ w--<- WWri. Ments Nr. 4 L ^gust, in Ein überaus wirksames Mittel aegen veraltete Mageuleideir und Verstopfung. Die raschen und sicheren Erfolge, welche mit Stomorvgen erzielt wurden, machten es weit und breit zu einem bei übten Hausmittel. Stomvxygen ist ein vollkommen darmloses Sauer- stoss Präparat und ist in jeder ^lpothekr erbältlidx Man nimmt es am besten dreimal täglich, und zinar je 1 bis 2 Tabletten zwischen den Mahlzeiten. Tie Erfolge bei Magenverstimmungen, Ber,topfung und den vielen Leiden, welche diese liebel nach sich rreden, sind geradezu glänzend. Tie Säure im Magen wridmrinbet, man hat kein Herzklopfen mehr. Die Sck>merzen in der Leber und den Nieren, sowie im Lücken treten nicht mehr aus. Tie Nerven werden gekräftigt. Stonrorvgen wird von vielen bedeutenden Aerzten verordnet, da der Sauerstvss, n-nchen es ent- hält, eine Wirkung hervvrrust, wie man sie günstiger kaum beobachten kann. Es ist allgemein bekannt, bajj Sauerstosf die verbessert^ es reinigt und kräftigt aber auch den Magen und chie Nicren uiib töfet die Keime, nycldK* huusig die Uri'adje schwerer jkrankherten sind. Jeder Apotheker sührt Gtomoingcn, oder wenn er es nickst bat, fann er es Ihnen beidiassen. Ein Versuch wird jeden von der Vorzüglichkeit dieses Präparates überzeugen. tiv /»■ (Bitte ausschneiden) Für die vielen Beweise der Teilnahme bei dem Ableben unserer lieben Schwägerin, Tante u. Grosstante Fräulein Anna Briel Briihl'frtze Univ.-Druckerei Sichen. Die Beerdigung ist Sonntag den 17. August, i mittags 2SA Uhr, vom Trauerhause Kirchstrasse 14 NeneKartoffeln DT.C-uolität emvnehlt billigst J. Weinol TeL 88. Sonnenirraste 6.143” rch fand hin Beigeordncle öc der Gast- nftimmifl ac- früher Mal! Letzte nadirichten. Keine Reise des Kaisers nach Korfu. B e r l i n , 16. Aug. Osegenübcr einer Meldung, der Kaiser wurde in der ersten (septemberroodje in Korfu einrrefscn und dort Irn Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ph. Jung XVI., tinlam. Klein-Linden, den 15. August 1913. • Vüchertisch. ^Aus Hesses Volksbücherei (Leipzig) sind zwei neue hübsdre Bücher erschienen: Boni köstlichen Humor. Bd. 5: „W icner H umo r": Nr. 843—846. Eine köstliche Auswahl des echten „Alt-Wiener Humors", der schon eine besondere Abteilung in^ einer Humorsammlung bea ns druckten darf. Von Abraham a Santa Clara, der derb genug über den heiligen Ehe- stand tzu predigen weist, bis zu Zkraßniggs Bersckuvundenei Bank dehnt nch eine lange Zeit, und eine bcträdjtlidK Anzahl von luftigen „Raunzern" schildert die Licht- und Schattenseiten der „G'müatlicksteit" ihres geliebten Wiens. Tas andere Buch ist von O. Z ulius B i e r b a u m und betitelt: „Z u r Kurzwei l". Heitere (^schichten. Mit einem Geleitn-ort von "sfritz Troop. Giessen, den 15. August 1913. [5329 — 1 c. N c n, Porker „Germani a", Lebcns-Versiche- rnnqs-6'ewllschast (Europäische Abteilung in Berlin veröffentlicht in dem Inseratenteil dieser Nummer einen Auszug aus ihrem Zahrc's Bericht. Tie Aktiva haben sich um etwa 6 Millionen Jiarf vermehrt und belaufen sich nunmehr auf über 202* . Mil :: 'in 11 Mark. Tie ..... .... Zwiebelkuchen Montag, Mittwoch u. Freitag von 9 Uhr ab. (43!*; Ilvrhüchkkr Voll.Mäusb Grüne Nadler! ».ffcii «ttMkchtt 520 Sonntag, den 17. Slugutt! Turngang mit Durnivieleu. Abmarsch 7 Uhr vormittags von der Turnballe. Aktive Turner, ZöglingS- uud Schülerabtcilnng. Leiter: Turnwart Erb und Vorturner Wahl, sv^. 25 /» Rabatt auf Lincrusta! Echte Lincrusta, alle Färb., ä Mtr.v. 45 Pf. an)_2 7- n fertdeknJack. „ „ 80 _ „ Linerastaersatz, „ . . , , w 15 n „ Jj; Verianff. Sie frk. geg. frk. Linkrnstamappe A. Kingfreie Tapeten - Industrie C. Knpsch, Frankfurt a. BL, Altegasse 1 vom König Konstantia emvsangen werden, wird der „Boss. Zeitung" von zuständiger Stelle mitgeteilt, das; der Kaiser in ' Korfu reisen werde 3n der ersten Sev- temdcrwoche nimmt der Kaiser an den grosten Manövern in B ofen teil. — Tie „Deutsche- Tageszeitung ' nimmt von dieser Meldung Notiz und schreibt, die Reise bange davon ab, ob die Choleragcsahr im Südostrn behoben werde. Die neue Winzerbewegung in Frankreich. Paris, 16. Aug Tie Unzufriedenheit der Bevölkerung deS Departements Aube mit dem Gesetz, durch welches t>ie Weine dieses Departements von der Zulassung zur Ebampagnererzeuaung an. geschlossen worden sind, drückt sich hauptsächlich in der Form eines Streiks der Gemeindeverwaltung aus. Dieser Streif greift immer weiter um sich. In einer Versammlung der Dinzersvndilatc in Bar-sur Aube wurde eine Entfchliestung gefaxt, mddie den Maire und den Okneralrat dieser Stadt zur Niederlegung ihrer Aemter ausfordert Ter Maire erklärte sich zum Rücktritt bereit, falls die Gemeinderäte sich für den Streik entscheiden sollten. Internationale Taschendiebe. Paris, 16. Aug. Auf dem Pariser Nordbahnhof wurden drei internationale Taschendiebe verhaftet: der 81 jährige Teutfche Julian Barden, der ebenso alte Belgier Lev ar de und der 27 Jahre alte Engländer Frederik Nobles. mme ■ ' --- ■ < Ss '".Met 3tt. 1 Qm bereit. 7ln 'leinde-. T ^'bknd an *nnach A„, Bf unb fertig Frau Johannes Häuser I. Wwe. geb. Reuschling heute nachmittag um 5 ühr im Alter von 79 Jahren abzurufen. . . c|"cm Schlage 20 000 bare Mark gewinnen kann der- temae, welcher sich ein Vos der III. Alsfelder Oiclbloiteric, wo die garantiert amll. und 12 September ftnttrnbet, taust. a£CI- i,n nQn*£n (Geldgewinne, zusammen L'»0t>0 Mark Ä. "Fracht- Voic a 1 Mark sind au haben in allen blakale kenntlich gemadnen Berkanspstellen. sowie bei der ^.oltertebank (0. m. b. H. (''ifennd), c^eneral-Tebit. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigetgeliebte Grossmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante u in . Ä ’cböuen ■ .nit b,,*b ie, $6o> * &f,J • 87<9, i, J Mk. V n9 W;. nNtd morgen ^urngang icscn, daß das ld- und 5-orft- : Mild. Gerade iers unbeachtet Walde drohen '»n zuin ^utr Diese Aneig. dlrahl, sondern Strafgesetzbuchs Beamtet« in Offen- den. Einmal )tto Steitz er. Bei der sgkeitcn aus« at offenbat eine Pech« net Er Hal idem er auf altung auf- so zur Än- rivaten An- iejigen und inten babci mflcn angt' isabfchristm leaenstandcs eines Äiutes ^anwaltschast t den Haftn- Unbütmajiiy [ben konn«e» iiqe Anspl'^ auch aus x heraus, oap hat, sich.vo" sg SS lasse". Zl-lch me er in ein!)aclici «öardef. « fcls r rb, h” dkrgh'sMargarine-Gesell (haft S ft £ 5IeLf am 14. Auqu't das ihr-« 25icbr. Bestehen- .Ns Berrreter der Reairrunr wskmte Regierunaöra: Kamlah, als Vertreter der Handelskammer .Krefeld deren B.riiyen- (Sch. Kommer;ienrat Teurfen une Snndikus Tr ^cjtz der ^mer bei. ^er Ofeneral-'Direvor des Derks, Herr Vco ran den Jöngb, warr einen ^kückblick auf den desckvidenen Anfang des Untcrnchmcns und grdack-te in anerfcnrtCJitx-n Warten des fiüderen Yeners Herrn Manger und aller Mitarbeiter, durch deren A^sd^ruer k » <™inLa . ?eraangenen Viertrlwkrt.lndeN der Aunckr'.'ung des Werkes berbeigeführt worden ist, denen es im besonderen zu danren ist, dan der Margarine die Anerkennmig zuteil wurde, die ihr als einem Nahrungsmittel forme in allen Bevölkerunqskr.isen gezollt nnrb. Er dankte sodann den gegemvönig im Ti en ft des Unternehmens stehenden Vertretern, Ängestcllten nnb Arbeitern, brrnt Zahl auf fast 2500 amnracf-jot ist, und teilte mit, das' - lc^cm ^iwz'lnen zugecoehlen Gratifikation, zu Gunsten des ^erstmals und zu Ehren des Begründers der s^irma eine .^n Z.iistuna^ mit einem Gruirdkapital von 11® "eben prruicit ist. fernerhin ivurdc den in Cleve und Kellen bestehenden DK.'.fahrtseinrichtungen eine Reihe von Schenkungen überwiesen. Dermtfcbfes* Zwei lli arden Ferngespräche im Jahre. «Die Zai l der Ferngespräche, btc in Teutsch'.and jetzt jährlich ge- '(Ü6rt nrerden, beträgt nach der neuen amtlichen Statistik über zwei Milliarden, genauer 2074 Millionen Tavon entfallen aus Gcodtacspräche 1697 Millionen, aus en anorga in schon Eisenpräparate nicht vom Organismus verdaut nxr den lallten, mithin gar nichts jum Ersätze beitragen konnten. Es nstirden daher in die Therapie jene zalfllosen -.'rganischen Eisen Präparate ein geführt, die das Eisen an einem Eiweiststoff gebunden enthielten, ali> gewisscrmasren den Substanzen glidxm, mit denen im Blute das Eisen -u Hämoglobin sich verbindet. 9tun bat sich aber in neuester Zeil ein Umsckmmng in den ?In)dxmungcn über die Art biT Achuahme und ?lnpafsung der Nahrung im lebertden Crganir mus rrollzogeii Man weist fetzt, dast die i5iiocistkörper einen Der wickelten llmbildungsprozes; durd.mack)en müssen, eh? sie die per ingenen Bausteine des Wrpers zu ersetzen imstande sind Die Eiweistiubstawzen werden bis zu fast anorganischen Säuren, den Aminosäuren, abgdxuit, um erst dann wieder zu einem körpereigenen Erweist^auf synthetisd>em Wege wieder zurüäver- manbeit zu werden Ter Entoecker dieser fundamentalen Tatsack ?, der Hallenser Phnstotoge Prof. Abderhalden, dehnte neuer dingS feine Untersuchungetl auch auf das Schichsal der in der Nahrung enffoaftenen, zunäck-st organisch fcftgcbunbcncn Eisen und .Kalkstilze ans. Er stellte künstlick-e Berdanungsversuche an, d. h er ^unterwarf lileisch dem Einflüsse des Peroauungssasb-s Pankreatin und konnte nad) einiger Zeit in diesem freies Eisen vermittelst lchemifchi-r Reaktionen Nachweisen. Ter Organismus übernimmt Ibad Eisen «also nicht in organisch gebundener, sondern in inbifV ■wnter Tsvrm als Element. Ebenso verhält es sich mit dem Mali'. ?Tast diese Vorstellung die richtige ist, geht and) daraus herv?r, ldatz es gelingt, Tiere mit Mutsalzen oder K'nodvnasche als einzige .Quellen anorganischer Nahrung zum Wachsen zu brntgen. Man 'kann daher mcht mehr annebmm, daß die alten Eisenpräparate Mnrkungslioser sind als die modernen djemtfefoen. Aber weit über !diesen Einzelsatl hinaus weitet sich das Problem. Weder sind «bie in ber natoTHdyn Nahrung entlwltenen anorganischen Stoffe tdurch chemische Stoffe unersetzbar, tud> ist dies bei den organisch, n Etweißen, 'sfetten und Kvfolelmdraten der Fall. Tas bebeutei aber nickus anderes, als das; es über kurz oder lang möglich sein pnrd, eine chemische Nahrung, die konzentrierter ist als bw natürliche, hcrzustellen. Die ArbZten Abderhaldens gelten Jett langem dieser Frage, und fast sck-eint es, als sollten wir von deren Lösung heute nickst mehr allzuweit entfernt sein. n u n^,t ne TM Das > irtflng. l|drff walte W As lereia öer Casliirle von Giessen end Dögegeni e.f. Unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Kollegen Jakob Steinmeyer geziemend in Kenntnis setzend, ermchen wir um zablreiche Beteiligung bei der am Sonntag, nachmittags 2'. Uhr. ftattnnbcnben Beerdigung. D1-/* Der Vorstand. Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, ben 17. August 1S13: .Lolkig, zeitweise Regen, Temperaratur wenig geändert. . — Passiva betragen 189 718 549 Mark. Als Trvtdende für 1912 sind ausgeworsen 3 739 ’XX) Marl Abg? schlossen wurden im vergangenen Zafore 10164 Versicherungen für 89 783117 Mk. Kapital und 15 054 Mk. Rente, davon in ?^^3934 Versicherungen für 32 669182 Mk. Kapital unb 4984 Mk. Rente. Todesanzeige. Heute früh 5 Uhr verschied unser liebes Söhnchen Edmund im Alter von 6 Wochen. Tie trauernden Hinterbliebenen. Familie Edmund Rath. Wiesech den 16. August 1913. Die Beerdigung findet Somttag vormittag 11'/« Uhr statt. (06501 Tapeten! v. 10Pf. an,Gold Tapeteno. 20 Pf. an tn den schönsten u. neuesten Mustern. Man uctL kostensr.Musterb.Nr.5t-t. lO'/' Gebrüder Ziegler, Lüneburg. Trauungen inEngland besorgt Brock’«, Ltd. 188, TbeOrovc Hammersmith, London, W. s!*/j Ocsetzanszng M Pfg. ^iic Arühkartchtli der Welterau Perle und Kaiserkrone, per Zentner zu 2.75 Mk. ver- sendet inner Nachnahme Konrad Oaub, EchzcH. s"» Neue Kartoffeln! Ia. Wetterau. Svetiewarc vro ,'jtr. Mk. 2.75 mit Sack, Neue Zwiebeln per Zentr. Mk. 3.00, versend ab Echzell unter Nachn. Ludwig Erb, Echzell in d. Wetierau, Mar« tosfelversandgeschäst. — Tete- (friikftriikr empsiehlt billigst 15132 M. 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