Nr. M SoMersmg. 15. Alai WZ Erscheint ta-Lch mtt Abnahme des Sonntag». 1 Die ^alTitenMtur soll in Zukunft so betrieben sollen. ,1 -erzogin an f ife Ebel Karl Oh» tephon 586. äg, 417. und • Ew. Kgl. Hoheit spreche Ich der Prinzessin und meinen ausrichtigen Dank aus für die Worte warmer Begrüßung, die iSto. Kgl. .Hoheit zugleich im Nanren der Fran Großh Rotationsdruck und Verlag bet Brühl'schen Universiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Der prinzregent von Vayern in Darmstadt und Offendach. Die Trinksprüchr. Darmstadt, 14. Mai. Bei der gestrigen Galatafel zu Ehren des Prinzregenten von Bayern hielt der Groß- Ye r z o g folgende A n s p r a ch e: Bald 20 Jahre sind verflossen, seitdem ich Eurer Königl. Hoh. nunmehr in Gott ruhenden Herrn Vater, den Bruder meiner verewigten Großtante Großherzogin Mathilde, als Gast in meinem Hause begrüßen durfte. Wie damals, so hat auch heute Darm stadt Festcsschmuch angelegt, um den herzlichen Empfindungen Ausdruck M geben, welche Hessen und sein Fürstenhaus dem Regenten des fdjönen Nachbarlandes und seiner l-vheu Gemahlin entgcgcn6ringcn, dem Prinzen aus dem erlauchten Königshause, mit dem nahe verwandtschaftliche und freundsckraftliche Beziehungen seit Generationen mein Haus verbinden. Von ganzem Hmzen txnßen die Großherzogin und ich Euere Königl. Hoheiten will - kommen und bitten, unseren tiefempfundenen Dank für die Ehre Ihres Besuäxs entgegenzunehmen. Euere Königl. Hoh. haben das reiche E r b c der Sympathien aller Deutschen angetreten, das der hochselige Prinzregent Luitpold, das Vorbild eines deutschen Fürsten, yörterlassen hat. Dos über die Grenzen des Bayernlandes hinaus bekannte tiefe Verständnis Eurer Königlichen Hoheit für alle Fragen der Volkswirtschaft, für die Bedürfnisse des Verkehrs, der Landwirtschaft, der Gewerbe und für die im Hause der Wittelsbacher traditionelle Pflege der Kunst knüpfen das Band .noch fester, welches das deutsche Volk mit seinen Fürsten verbindet. Möge Bat;ern auch ferner bin unter dee Führung seines Regenten blühen und gedeihen, möge reicher Segen seinem Königshause beschieden sein und ungetrübt die Freundschaft erhallen bleiben, die mein Haus mit ihm verbindet! Alle Empfindungen der Freude und des Tankes fasse ich zu lammen in dem Rüfe: So. Königl. Hoh. der Prinzregent und Ihre Königl. Hoh. Frau Prinzessin Ludwig von Bayern, sie leben Hoch! Hoch! .Hoch! Der Priuzregent erwiderte: ffarz Und r°lants arben Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« ftraße 7. Expedition und Vertag: 51. Redaktion:112. Tel.-Adr.:AnzeigerGieben. Tiroler Kapelle jelweiss“ Mitwirkung von werden, daß. Palmwein ohne Vernichtung der Bäume hler- gestellt werden kann. An Europäer will der Gouverneur Palmenland verpachten, wenn sie sich verpflichten, keinen Raubbau zu betreiben. Das Gouvernement will sogar die Anlegung von Pa lmöl wer ken in die .Hand nehmen. Große Sorge machten dem Gouverneur bisher die menschenarmen Bezirke in Südlogo. .Hier soll An s i e dlun gsp ol i ti k getrieben werden, indem' man Reger aus Nordtogo seßhaft machen will und sie siir Baum- wolltulturen interessieren will. Man hat festg'esteklt, daß in den Südbezirken für Bäittuwolle günstige Bedingungen vorliegen, daß hier, wo Baumwolle fast gar nicht an- gebaut wird, wertvolle Gebiete erschlossen werden könneit. Der 'Gouverneur will ferner das Schulwesen weiter ausblauen, tritt dafür ein, daß! Eingeborene bei kaufmänni- scheu Unternehmungen mit selbständigen Posten betraut wer- dm und daß der Eingeborene zur Erkemrtnis kommt, daß durch Fleiß und Arbeit er viel erreichen kann. Die Kolonie zählt bei 70 000 Ein geborenen nur 3 00 Weiße. Der Gouverneur will die Eingeborenen dazu anleiten, an der wirtsck-astlichen Hebung der Kolonie mitzuatbeiten, ohne dadurch ein ftlebercheben der Eingeborenen über 'die Europäer zu begünstigen. Es ist auch gelungen, die Missionen für landwirtschaftliche Pflege zu interessieren und durch sie Musterpftanzungen anlegen Ku lassen. Die „Sleheuer Zamitt-ndkätter" werden dem „Anzeiger" viermal ivöchenllich beigelegt, daS „Kreis&kiit für den Kreis Sichen" zweimal roöctieniltd). Die „Landwirtschaftlichen Seit» (ragen" erscheinen monatlich zweimal. rif das Prinzregentenpaar ans, worauf die Nationalhymne gespielt wurde, welche das Publikum stehend anhörte. In >er Zwischenpause nahmen die Herrschaften int Foyer den Tee ein. Offenbach a. M., 14. Mai. Der Prinzregent von Bayern und der Großherzig trafen gegen 11 Uhr vormittags von Darm- Itobt hier ein. Tie Herrschaften, besichtigten die unter der Leitung des Architekten Hugo Eberhardt stehenden Technisckjen Lein anstalten. Nach Besichtigung der Ausstellung von Arbeiten der ü u n st g ew e rb e s chnl e wurde der Bange w e r kschu l e und der M a schi n e nbau s chn l e ein Besuch ab- geslattet. Daran schloß sich eine Besichtigung des Ateliers von Professor Eberhardt und des Bildhauers Karl Huber, sowie der Werkstätten der Anstalten. Professor Eberhardt, bem Oberbürgermeister Dr. Düllo und Regierungsrat G a ß n e r wurde der St. Michaelsorden dritter Klasse verliehen. Zuletzt besuchten die Herrschaften noch die Offenbacher Lederwaren-Fabrik von Krumm. Der Besuch dauerte etwa eine Stunde, worauf sich die Herrschaften im Automobil nach Darmstadt zurückbegaben. Der Prinzregent und der Münchener Mordanschlaq München, 14. Mai. Die Korrespondenz Hoffmann meldet: Der Prinzregent Ludwig von Bayern hat von Darmstadt ans an Kaiser Wilhelm folgendes Telegramm gerichtet: Soeben erhalte ich die Nachricht, daß der Militärattachee der preußischen Gesandtschaft Major v. Lewinsky von ruchloser Hand ermordet worden ist. Ich bin auf das schmerzlichste berührt, daß ein trefflicher Offizier Deiner Armee in München einer so entsetzlichen Tat zum Opfer gefallen ist, und ich bitte Dich, meiner aufrichtigen Anteilnahme versichert zu sein. Ich habe das Staatsministerium des Kgl. Hauses und des Aeußern beauftragt, sofort einen eingehenden Bericht über das tiesbe- dauerliche Vorlommnis zu erstatten. Tie Korrespondenz meldet noch: 'Der Prinzregent wird sich bei der Beisetzung des Majors von Lewinsky durch den Kgl. Generaladjutanten General der Kavallerie z. D. Freiherr v. Könitz vertreten lassen, der im Auftrage des Prinzregenten im Trauerhause einen Kranz niedergelegt hat. politische Tagesschau. Der Reichstag wird bis zur Sommerpause außer der Wehrvorlage und den Decknngsvorlagen noch eine Reihe anderer Vorlagen verabschieden. Fn erster Lime handelt es sich um zwei Vorlagen, deren Verabschiedung dringend erwünscht ist, das Staatsangehörigkeitsgesetz und den Entwurf über die Errichtung von Jugendgerichten. Die Verabschiedung dieser Vorlagen wird kaum auf Schwierigkeiten stoßen. Ferner sollen die dem Reichstage kürzlich zugegangenen Entwürfe 1 über die Diätengewährung an Schöffen und Geschworene und über das deutsch-russische Literatur Mkommen, sowie die beiden demnächst zugehenden Entwürfe über die Gewährung freier Bahnfahrt an die Reichstagsabgeordneten während der Legislaturperiode und betreffend die Einführung der Konzessionspflicht für Kinematographen-Theater noch beruhen und verabschiedet werden. Wenn die Geschäftslage des Reichstags es zuläßt, soll auch der Entwurf über die Errichtung kines obersten Kolonialgerichtshofes noch jetzt dem Reichstage unterbreitet werden. Man nimmt in parlamentarischen Kreisen an, daß der Reichstag sich spätestens Ende Juni auf den Herbst vertagen wird. T- Die Beförderung von Spätlingsbrtefen ist, wie uns aus Berlin geschrieben ivird, seitens der Post wesentlich eingeschränkt worden, da die.se Einrichtung mir wenig benutzt wurde. Bekanntlich können Briese gegen ein Naclchorto von 10 Pfg. bei bestimmten Aemtern für entfernt liegende Bahnhöfe bis etwa 20 bis 30 Minuten vor Abgang der betreffenden Züge aufgeliefert werden und werden mit diesen Zügen befördert. Im Durchschnitt wurden bisher bei den 13 Aemtern, die solche Briese annehmen, nur etwa 20 Briefe pro Tag ausgeliefert. — Auch die von der Post getroffene Einrichtung der Abholung von Eilsendungen aus der Wohnung nach telephonischer Antrag- stcllung wird vom Publikum sehr selten benutzt. uns 'zu richten die Güte hatten. Der- Empfang, den wir am Hofe Ew. Kgl. Hoheiten und in der Residenzstadt des schönen Hessenlandes fanden, hat uns durch seine Herzlichkeit erfreut und gerührt. Darmstadt hat uns im Festessckmmck willkommen geheißen, die Bevölkerung hat uns den Gruß aufrichtiger Shmpatlste citt boten. Ich erblicke hierin den Ausdruck gegenseitiger Zuneigung, in der Hessen und Bayern in treuer Nachbarschaft miteinander- verbunden sind und stets verbunden bleiben mögen. Ew. Kgl. .Hoheit haben das nahe Ver ivandtschaftsverhältnis erwähnt, das zwischen unseren Häusern besteht und liaben meinen hochseligen Vater, durch dessen Schwester diese Beziehungen erneut worden sind, Warle hoher Wertschätzung und Verehrung gewidmÄ. Ich sage Ew. Kgl. Hoheit warmen Tank dafür und ebenso mich für die herzliche Kundgebung ohrou den Vertrauens, mit der Ew. Kgl. Hoheit meinen Regierungsantritt begrüßen Ich hoffe, daß eS mir vergönnt sein wird, in treuem Zusammenwir!en mit Ew. Kgl. Hoheit an der Förderung der vielseitigen Interessen zu arbeiten, in denen unsere Häuser und unsere Länder sich berühren. Diese^ Interessen haben ein gemein sames Ziel: die Wohlfahrt unserer Staaten und aller ihrer Berufs stände, das Ansehen und d i e G r ö ß e des ganzen deut ichen Vaterlandes. Der Erreichung dieses Zieles alle Kraft tu widmen, ist die vornehmste Aufgabe unseres fürstlichen Berufes. Tarin weiß ich mich mit Ew. Kgl. Hoheit eines Sinnes. Ich bitte Ew. Kgl. Hoheit den Dank und die Freude über den überaus gütigen Empfang in den Wunsch kleiden zu dürfen: Möge Ew. ttfiL Hoheit lange Jahre reich gesegnet wirken, möge dem Lande Hessen eine blüheride Weitermtwistelung in allen Zeiten beschieden fein. Se. Kgl. Hoheit der Gvoßherzog, Ihre Kgl. Holwit i>ie Frau Großherzogin und das gesamte Großl-erzogliche Haus leben hoch! Darmstadt, 14. Mai. Ter Prinzregent von Bayern em> 1ir(a heute vormittag im Residenzschloß den Oberbürgermeister Tr. , Hauptversammlung de; hessischen Landeslehrerverein;. Bad-Nau heim, 14. Mai. Nach einem eindrucksvollen Kirchenkonzert in der Tankeskirche, bei dem Frl. Wehrheim, Lehrer Diehl und Konzertmeister Schach t ebeck mitwirkten, begann heute früh um 10 Uhr unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung int Konzertsaal des Kurhauses die Hauptversammlung des H c s s. L a n d e s - L e h r e r v e r e i n s. Für die Schulleitung war der Leiter, Geheimerat Süffert, für die Kreisschulkommission Kreis - rat Schliephake und Schulrat Süß, für die Stadtverwaltung Bürgermeister Tr. Kayser, für das Friedberger Seminar Seminar- Iobrer Höcker, für den Geschästsfübrenden Ausschuß des Deutschen Leltrcr-Bcreins Rektor Günther-Berlin erschienen. Um 10 Uhr eröffnete der Obmann des Landes-Lehrervereins, Hauptlehrer Huff-Darmstadt, mit herzlichen Worten die Versammlung. Besonders der Willkommen an den Leiter der Schulabteilung, Herrn Geheimerat Süffert, und die Hoffnung, daß er solche Eindrücke mituehmen möchte, um gern wiederzu kommen, fand bei Lehrern und Lehrerinnen lebhaften Beifall. Diese Versammlung sei ein Feiertag für die Teilnehmer, darum seien die Lehrer stolz auf sie. Als Erzieher dürfen diese nicht bloß auf die Schulwäitde sich beschränken, sie müssen als Volksschuilehrer ihre Tätigkeit hinaus ins Volk tragen, ein lebendiges Gewebe inniger Arbeits- und Kulttiraemeinschaft schassen. Tas Gedenken an das Erinnerungs- fahr 1813 muß in jedem das Bestreben lebendig machen, daß auch der letzte im Volke wahrhafte Vaterlandsliebe und Opferwilligkeit pflegen möge. Alle als Erzieher sich vorantwoi-tlich Fühlenden verlangen beute für die * eine staatsbürgerliche Erziehung. Das allgemeine, gleiche, geheime Wahlrecht setzt das vormis. Der Gedanke Steins, nicht nur von oben alles Heil zu crloartcn, verlangt Bildung als Voraussetzung, aber nicht nur allgemeine Menschenbildimg, sondern mich Bildung und Erziehung zum gottesfürchtigen und treuen Staatsbürger. Drei Tugenden waren es, die das erniedrigte Preußen wieder auscrstehen ließen: Treue, Ernst unb Kraft. Die wollen >vir betätigen im Beruf, als Staatsbürger, im Verein. Für den Landes-Lehrervcrcin gilt der Wunsch, daß durch diese Tugenden er bald seine sich gestecktm Ziele erreichen möge. ^Lebhafter Beifall.) Geheimerat Süffert dmikt für den Willkommengruß und besonders für die freudige Zustimmung, die er in der Versammlung gefunden hat. Er fei gerne hierhergekommen, um die Grüße der vorgesetzten Behörde zu bringen. Sie bringe den Bestrebungen der Lehrer Verständnis, ihrer Arbeit Anteil, ihrer Organisation Vertrauen entgegen. (Stürmischer Beifall.» Vertrauen gegen Vertrauen! (Bravo!) Das sei aber auch der Behörde gegenüber nötig, ohne das eine ersprießliche Arbeit nicht möglich wäre. Die Behörde lebe des Glaubens, daß die idealen Aufgaben nur erreicht werden könnten, wenn dabei mithelfe ein materiell gesickerter Lehrerstand. (Lebhaftes Bravo und Händeklatschen!) Das Zusammenarbeiten könne nicht geschehen, wenn jeder Teil seinen Standpunkt allein durchsetzen wolle, sondern nur durch Versenken in die Umstände und Gründe, die den anderen bestimmen. Vertrauen, auch wenn Anschauungen einmal auseinander gehen, oder es den Anschein dazu hat. Die Schulabteilung hat den Willen, alle Anregungen des Vereins vomririlslos zu prüfen Er wünscht, daß die Tagung rocht gute Erfolge zeitigen möge. (Stürmischer Beifall.) Kreisrat Schl iephake-Friedberg spricht über das gute Emvornohmen zwischen Lehrerschaft und KreisschulkomMission und äußert sich anerkennend für die von den Lehrern außerhalb der Schule im Dienste des Gemeinwohls geleistete Arbeit, ilebhaftes Bravo!) Bürgonnrister Dr. Kayser, der im Auftrage der Stadtverwaltung und des Schulvorstandes spricht, nennt die Für- sorge der Stadt Bad-Pauheim für ihre (Schulen ein Vermächtnis aus früherer Zeit. Seine Mitteilung, daß die drei ersten Schuljahre für sämtliche Kinder gemeinsam seien, findet bei der Vor fammfung lebhaftes Interesse. Die Tatsache, daß Volksschule und höhere Schule in Bad-Naul)rim im Lehrplan organisch vor bunden seien, machten eine besondere Vorschule überflüssig. Tie Turchschnittsklassenstärke betrage nn der Stadtsclpile 38, was vor allem dem Entgegenkommen der Sck)ulbehörde zu verdau Feit sei. Seminarlehrer Höcker überbringt die Grüße des Friedberger Seminars. Seminar unb Volksschullehrerstand fühlten sich durch gleiches Gristosstreben verbunden. Rektor Günther Berlin spricht im Namen des Geschäftssührenden Ausschusses des Teutsäun Lehrervereins. Tie unruhvoUon Iol>re für den Landes Mehrer- nstta"' * W qA hlW „-lidJ- A ■ MB* t seiner Gattin SÄ ,tree M rw L M-Ii» Deutychc Kolonien. Einen it eiten wirtschaftlichen Aufschwun§ der deutschen Kolonie Togo will der neue Gouverneur Herzog ?bdolf Friedrich zu Mecklenburg hevbci- führen Luvch Ernsührung von neuen Verwaltungs- m a ß n a h m e n. Ans B e r l i n wivd uns bariUber geschrieben: Der IGouverneur will aus ixer Kolonie eine Art Mu st e r ko to n io schaffen und im Gegensech zu vielen Afrilanern will er zu diesem Zwecke die (Ängebovenen nicht nur als Plantugenapsteitor gelten lassen, sondern er will sie veranlassen, selbst Plantagen anzuilegen undi sich selbst wirtschaftliche Werte zu schaffen. Die (Ängieborenen- Verhältnisse in Togo sind für diese Experimente viel günstiger als anderSitvo: der Togonoger ist int allgemeinen intelligent und arbeitsam. Der Gouverneur will für die Eingeborenen Leyrkurse für den Kakao and an und die Del» patmenlültur einrichten. Die Regiierung soll beides nady* helfend fördern, und durch Landwirte sollen den Eingeborenen die Anpflanzung und die Behandlung! von Kakao gezeigt und sie zu sachgemäßer Oelpalmenkultur angehalten werden, wobei ebenfalls Lehrmeister eingestellt werden Zwetter Blatt 165. Jahrgang Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Sbrrhrfien vor ‘24. Tagung des Evangelisch-sozialen Kongresses, die mit einem Festgottesdionst unb einem Begrüßungsabend eingeleitet wurden. In der heutigen ersten Hauptversammlung hielt der Vorsitzende dos Kongresses Professor D. Otto Baumgarten (Kiel) die programmatische Ansprache, in der er'u. a. ausführte: Evangelisch- sozial und staatstron ist dasselbe, evangelisch-sozial und an die Nation gebunden ist eines. Dor gegenwärtige Rückblick auf die Zeit vor hundert Jahren und auf die Regierungszeit des Kaisers predigt uns das Gefühl für den großen Staat Friedrichs des Großen. Tiefem Staate fühlen wir uns verbunden. Wir sind stolz auf die aus der Regierungszeit unseres Kaisers hervor- leuchtenden Februar-Erlasse. Und wenn sie auch noch so traurige Nebouerscheinnngen gegeben haben, wir wollen sie nicht aufgebeu. Wir werden im Gegenteil weiter darauf bringen, baß ber Staat bic Schiitzgesctzgcbung ausbehno unb weiter ansbaue. Wir haben es aber auch ompfunben, baß unsere ganze Arbeit abhängig ist von ber Wehrkraft bos Staates Unb worben boshalb niemals seufzen über Blut- unb Wehrsteuern, die siir die Erhaltung dieses, uns allo tragenden Staates nötig sind. Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Kaiser unb bcn Hamburger Senat. Nach weiteren Begrüßungsansprachen sprach Hauptprebiger Dr. Ehr. Geyer (Nürnberg) über „Die Pflege ber Religion in ber Großstabt". Nach dem Rebner bebürfen bic kirchlichen Mittel zur Pflege ber Religion in ber Großstabt ber Ergänzung, nicht nur unter bem' Gesichtspunkte, möglichst viele Menschen religiös zu erreichen, fonberu noch viel bring en ber unter bem anberen, neue, religiöse Gemoinschasi.sbilbungon anzilbalmon. Ms solche Mittel empsehlon sich namentlich Diskussionsabenbe kleineren Umfanges, Besprechungsabenbe, Blätter mit Gelegenheit zu religiöser Aussprache für bie Leser unb religiöse Büchersammlungen. Tie ge- bUbeten Laien müssen zur religiösen Arbeit ermutigt unb möglichst ausgiebig herangezogen werben. An bcn Vortrag knüpfte sich eine längere Aussprache. In der zweiten Hauptversammlung behanbolte Frau Helene v. Forster (Nürnberg) bas Thoma: „Familie unb Persönlichkeitskultur". Sie ging bavon aus, baß die Familie in früheren Jahrhunberten ein geschlossenes Ganzes, eine Lebensgemeinschaft war, an ber alle Glieber der Familie persönlich kräftigen Anteil nahmen. Die Organe des Staates, der Gemeinde und der sozial- politijchen Betätigung sind verpflichtet, das lose gewordene Gefüge der Familiengemcinfckmft wieder fester zu schließen und für die Hebung der Perfönlichkoitskultur sozialpolitische Maßnahmen zu ergreifen, ebenso für die geistigen unb ethischen Bildungsbestrebungen Zweigorganisationen zu schaffen. Ein Wiebererwachen der Persönlichkoitskultur in der Familie bedeutet eine Werl- ftrigerung des ganzen Volkes, ein Sinken dagegen eine Minderung der geistigen, ethischen und wirtschaftlichen Güter aller Volksklassen. Nach einer Aussprache wurden die Verhandlungen auf morgen vertagt. Heer und Flotte. Wechsel in Ma rin ekv m m an do stellen. Berlin, 14. Mai. ckontreadmiral Trummler, zweiter Admiral des ersten Geschwaders und zurzeit El>ef der Mittelmeer-Division, wurde von der erstgenannten Stellung enthoben. Kontrea'dmiral Schaumann, Inspekteur der zweiten Marineinspektron, zugleich, mit der Vertretung des zweiten Admirals des ersten Geschwaders beauftragt, ist zum zweiten Admiral des ersten Geschwaders ernannt worden. Ein Unfall in der Marine. Berlin, 14. Mai. Ans dem mit der Hocksieeflotte bei Helgoland übenden Torpedoboot „S 148" wurden infolge e in er M afch inen Havarie der esamtjugend), burd) staatsbürgerliche Erziehung und Belehrung einen guten Grund für deren spätere staatsbürgerliche Betätigung legen. 3. Zur Erreichung dieses Ziels ist aber erforderlich, daß Schul organisation, Lehrstoff, Lehrplan und Arbeitsweise dementsprechend gestaltet find. Ihnen hat darum die Lehrerschaft stets volle Aufmerksamkeit zu widmen. Bei Neugestaltungen oder Mänderungen sind die Wünsche der Lehrerschaft von den maßgebenden Stellen zu berücksichtigen. ,4. In der beruflichen Aus- und Weiterbildung der Lehrer muß die staatsbürgerliche Bildung mehr gepflegt werden. 5. Die Ausgabe, die Jugend zu tüchtigen Staatsbürgern heranzubilden, wird voll und ganz nur ein den anderen lin Betracht kommenden) Ständen in staatsbürgerlicher, sozialer und materieller Einsicht ebenbürtig zur Seite gestellter Lehrerstand lösen können. Nach Schluß der eindrucksvoll verlaufenen .Hauptversammlung sand ein Festessen im Kurhause statt, wobei ein Teil der Shir> kapelle konzertierte. Darnach harten die Teilnehmer der Hauptversammlung durch das Entgegenkommen der Kurdirektion freien Zutritt zum Konzert auf der Terrasse, das Professor Hans Winder- stein persönlich leitete. Die Aieöer-Modauer Genoffenschaststtkse. bs. Darmstadt, 14. Mai. , In dem Prozeß gegen Adam und Genossen wurden die Sitzungen heute wieder ausgenommen. Der Staatsanwalt legt zu Beginn zwei Gutachten vor, die dahin lauten, daß der Angeklagte Isaak, der während der letzten Verhandlungstagc ein kränkliches Wesen zur Schau trug, durchaus gesund ist, und daß seiner weiteren Vernehmung keinerlei Bedenken entgegenstünden. Das Gericht setzte daher die Vernehmung Isaaks fort, wenn auch mit mvglickister Schonung. 'Es soll Klarheit geschaffen werden über den Verkehr zwischen Isaak und .Adam und darüber, welchen Zweck Isaak mit dem sogenannten Delkredere von 55 000 Mark verfolgt habe. Isaak will diesen Poften nicht als eine Zuwendung an Nieder-Modau aufgefaßt wissen. Zu einer .Klärung der Sachlage aber kommt es nicht. Der Staatsanwalt hält dem Angeklagten eine Anzahl Wechsel vor in einer Gesantthöhc von weit über eine Million. Er fragt ihn, ob ihm denn dieser Wechselverkehr zwischen Adam und Pallmann gar nicht aufgefallen sei. Isaak behauptet, daß ihm das nicht ausgefallen sei. Die Verhandlung wendet sich dann weiteren Einzelheiten zp. Nach einer Pause wird der Angeklagte Ihrig rernonimeat. ES Werben Briese und Protokolle verlesen, aus denen hervorgeht, daß die Landwirtschaftliche <^enossensch>astsbank mehrmals bei der Nieder-Modvuer Kasse über den Wechselverkehr Auskunft eingehölt habe. Auf die "Frage, warum denn Ihrig nicht eingeschritten sei, antwortet, er, daß cv hierzu keine Veranlassung gehabt hätte. Diese Ausgabe falle dem Revisionsverbande zu. Es kommt auch ein Revisionsbericht des Revisors Brauer zur Sprache, in dem von vorgekommenen Unredlichkeiten des Adam die Rede ist. Mer auch dann wurde von der Bank nichts unternommen. Die Verhandlung schließt um 1 Uhr. Morgen 8r/z Uhr Fortsetzung. Aus Sta&t «Md Gießen, 15. Mai 1913. Mahnung zum Matzhalterr in der Kreditgewährung. In der „&nibiv. Genossenschafts-Zeitung für Brandenburg" findet sich nachstehende Mahnung zum Maßhatten in der .idreditgewährung, die auch bei am seren Kassen Beachtung finden sollte: „In letzter Zeit haben wir verschiedentlich die Beobachtung machen müssen, daß Sparund Darlehnslassen in vereinzelten Fällen viel zu Ijofre Beträge an die '.Mitglieder ausleihen oder festlegen. Wenn man bebenIt, daß die ländlichen Kreditgenossenschaften ba^u berufen sind, den Personalkredtt der Mitglieder zu befriedigen, so sollten derartige über die Wirtschaftskreditbedürfnisse der Mitglieder hinausgehende Beträge nicht gewährt werden. Auch liegt in den jetzigen geldknappen Zeiten besondere Veranlassung vor, bei der .Kreditgewährung Maß zu hatten. Schließlich darf noch darauf h'ingewiesen werden, daß Schwierigkeiten, in die einige Genossenschaften in letzter Zeit geraten sind, lediglich auf die über die Verhältnisse der Genossenschaften und der Mitglieder hinaus- aehenden Kreditgewährungen zurückzusichren waren. Deshalb warnen wir vor allen hohen Kreditgewährungen und namentlich vor solchen, die nicht in den Rahmen und zu den Aufgaben der Spar- und Dort eh ns lassen gehören, ganz energisch. Tie Dartthensgewährung auf Hypotheken an Nichtmitglieder innerk-alb und außerhalb des Vereinsbezir^ ist ebenfalls unstatthaft. Die ländlichen Genossenschaften müssen ihre Tätigkeit auf einen eng begrenzten Bezirk beschränken, damtt den Verwaltungsorganen die Uebersicht über die Vermögens- und sonstigen Verhältnisse der Mitglieder nicht verloren geht, andernfalls werden Verluste, Ausfälle und unliebsame Ueberraschungen für die Mitglieder nicht zu vermeiden sein. Die Genossenschaften, die Darlehen auf Schuldschein und >u>potheten ausgeliechen haben, müssen daraus achten, daß nicht nur die Zinsen vierteljährlich oder halbjährlich entrichtet werden, sondern daß auch aus das >vapttal regelmäßige Abz.; die Mehrernte an gesunden Kartoffeln betrug 14 193 483 Tonnen oder -ft 41,8 v. H. Für das Erntejahr vom 1. Juli 1911 bis 30. Juni 1912 standen unter Berücksichtigung der Lbussaat sowie der Ein- und bandel i ** Sd&iiti •iniqteil 5h iif Portomnai mi Postkarten, in bereinigten Stbidtn Ameril lttamlmrg 15. Zni-eraior"^ al i Renten 27. Jdiier Wilheln sh Hamburg 5. 1.3uni; „Saii' lugufte Sitton1 tinit ber Frühz Hiiit, die für t Hrbcrun^gel fit einem Leist -ri Hamburg" X. b n n a n lijdier Aul Minigsjchwiei «ckmmiung li- dst 11 [ 'Kfuhrt ~. L kL Ei» li y 'iierseiicb»"^ j ^cbrachene - l -rerj A.'1'is I ..tun auch nn “ I jr ick beste» I »iftaerköuigs. • | Siiitn eie IM ■ jfim das per ■ jgn Richemond ■ "orten wäre, °i ■ aber Batow ■ ici eiruiflc, i»n; K ?cutli I (tue mich leben ■ annöerte er da. ntidrbi.m h btt «!' ’ytiiiebth, 5^Ä ILK! s-K LW GZ ???>Muuna ',,.k l"ll: »trgrL’rt “U(6 di? til 'k'tel md gen»? feÄ0"'’ «hÄ3^ ^sU unterricht , Alterung an dir Fracht lötrbcn. bet Redner dann «.worunter Mtcn, zum teil MechisMs von Ulye unterricht deriammlung in ^"lichcr Fragen etn Mttagsmhl 01 Ausflug nach en. etDOflel* ha, in od eine lieber- ’ unbewohnte bauz in wohnliche!, Zu- mit einem öoiib* iir.nnn in der Nähe walirr ist nnqeleqt. W lciiiq als Rachl- ine waldreiche Um- >> gelegene Valdori i) n. Tie badiiche berg-Triberg nach ihr 4O;äbrrqos Üc- eigentlime viebirgs» m Zähre 1873 dein »d 135 Zriicken und 'aiirtaebirqsiiorf be! in für bieic 52 Silo- hoch und betrugen normalen Personen- Fenen-Londerzügen z aii§aeocbeneii er- e der LchwarzwA iqe wurde mit #u- veiglkiüq aukqebau!. erregen auch heute 1 Äeionudemng bei nedjidnben Ai/dm Zierlicher 'Kirfum ebeiWrxu k bet MW«*5 I bto iniltieiKD^ g von 20 Psg. i, Abteilung 30 06 191- -'A/ I gon 1 s • / mchißahrls-W^ , q'iarf betragente ÄitvttÄmicn.M ).nh emichlic?' 1 ■ . or <])}t twnai “'u tu Reba aber $ • 000 liegciu mir no* nur teiliveilt °n nlo 'iicictiichaltch v elantntsr? Ilm Ä Strluft w» L1eine Weckla"- $h itcrc W ^Srgemöbnltdt alle Mionotk 2r'^na5 S* daii m-r^ s«. itnim äu uL i J rr.rb W $ r gngt SdieierUM Tätlichen RÄ 19L DaE»! rmE ar S *;,r 2,1° 1.48 1,68 E 1,0 E 13,07 12,*' 5,9 L,?- rt V ^ntfe ,rti': *®u5fiiTrr für menschlicke und tierische Ernährung und für ge« werblitlre Zwecke zur Verfügung auf den Kopf der Bevölkerung an Roggen 140,1, Iain Weizen 82,3, an Spelz 5,3, an Gerste 97,0, an Hafer 110,4 und an Kartoffeln 438,8 Kilogramm. Vermischte-. * Die Verbündeten kaufm Vereine für weibliche Angestellte halten ihre Hauptversammlung vom 20. bis 22. Juni in Breslau ab. Der Magistrat hat den Festsaal des Rathauses zur Verfügung gestellt. Der Hauvtverhandlungs- gegeustand ist die Verkäuferinnen frag c. In einer Abenö- vcrsammlung wird über die Ausbildung, wie über die Lage der Verkäuferinnen gesprochen werden. In der geschlossenen Vertreter- Versammlung stehen innere 'Angelegenheiten zur Verhandlung, so Ausbau der Stellenvermittelung, die Regelung der Krankenkassen frage, die Leitung der IulgcndgrnP - pen u. a. m. Im Anschluß an die Versammlung ist eine Reise ins Ricsengebirge geplant, die unter sehr preiswerten Bedingungen vorbereitet ist und die schönsten Punkte der schlesischen Bergwelt berührt. kf. Ein Scherz vom alten Dumas. Ter unlängst infolge bev Verseuchung einer Wasserleitung in einem Pariser Stadtteil ausgebrochene Typhus hat einen Leser des „Gaulois" an einen Scherz Dumas' des Aelteren erinnert, der zum Tyvbusneber in, wenn auch an den Haaren herbeigezogener, Beziehung steht. Dumas war sehr befreundet mit Vatout, dem Sekretär Louis Philivvs, des Büraerkönigs. Da kommt eines Tages ein Bekannter zu Dumas. „Wissen Sie schon, Vatout ist tot!" — „Ach! Der Aime! Tot? Wie ist denn das gekommen?" Mau erzählt ihm darauf, daß im Schloß von Richemond das Trinkwasser auf irgend eine Weise verseucht worden wäre, daß selbst die ganze königliche Familie erkrankt sei, daß aber Vatout allein gestorben sei. „Bah! Der Höfling!" war das einzige, was Dumas zu dieser Geschichte bemerkte. * Deutlich. Sie: „Sag’ mir, Liebster, wie würdest du ohne mich leben?" — Er sah ihr tief in die Augen: „Billiger!" erwiderte er dann. Sandel nnd Verkehr, ** Schisfsliste für billige 5S riefe n ach den Vereinigten S ta a t c n v o n Amerika < 10 Pfg. für je 20 g). Die Portoermäßigung erstreckt sich mir auf Briefe, nicht auch auf Postkarten, Drucksachen usw., und gilt nur für Briefe nach den Bereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anderen Gebieten Amerikas, z. B. Kanada. „Kaiserin Auguste Viktoria" ab Hamlmrg 15. Mai: „Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 20. Mai: „Imperator" ab Hamburg 24. Mai: „Kronprinzessin Eecilie" ab Bremen 27. Mai: „George Washington" ab Bremen 31. Mai: „Kaiser Wilhelm der Große" ab Bremen 3. Juni: „Amerika" ab .Hamburg 5. Juni: „Prinz Friedrich Wilhelm" ab Bremen 7. Juni: „Kaiser Wilhelm II." ab Bremen 10. Juni: „Kaiserin Auguste Viktoria" ab Hamburg 12. Juni. >Postschluß nach Ankunft der FrühzügeO Alle Schisse sind Schnelldampfer oder doch Schiffe, die für eine bestimmte Zeit vor dem Abgänge die schnellste Beförderungsgelegenheit bieten. Es empfiehlt sich, die Briefe mit einem Leitvermerke wie „direkter Weg" oder „über Bremen oder Hamburg" zu versehen. X. Hanau, 14. Mai. Die Fabrik g e s n n d h e i t s teeh- ii i s ch e r Anlaae n Heinr. A m end hier befindet sich in Zahlungsschwierigkeiten. Eine heute abqcljaltcne Gläubiger Versammlung bat einen Ausschuß gewählt, der einen genauen Stand der Firma vorlegen und entsprechende Vorschläge unterbreiten soll. Tie Neberschuldung i ! beträchtlich; öie Passiven betragen etwa 700OJO Mk. Die Höhe der Aktiven ist noch nicht genau bekannt. Ein Konkurs soll nach Möglichkeit vermieden werden. Märkte. Ter Schottener Priimiicrimgßmarkt. (ft.) Schotten, 14. Mai. Gestern sand hier der weithin bekannte Schottener P r ä m i io r u n g s m a r k t lBnllen- utarft) statt. Es waren aufgetrieben 24 Bullen, 88 Stück Rind Vieh, 275 Schweine uitb etwa 100 Ziegen. Die Preise für Rinder und Schweine waren durchweg hohe, ebenso für Bullen, allerdings war hier nur geringe Nachfrage. In Gemeinschaft mit dem Landwirtschaftskammerausschuß für -Oberhessen hatte die Stadt «Schotten eine Prämiierung veranstaltet, die folgendes Ergebnis hatte: A. Vogelsberger Rasse. 1. Rinder: 1. Preis Hch. Konrad Fischer, Rudingshain mit 12 Mk., 2. Karl Hofmann, Betzenrod rind Otto Linker, Wingershausen mit 8 Mk., 3. Theodor Dambmann, Rudingshain, Heinrich Henkel II., Eschenrod, Georg Müller, Betzenrod und Karl Merz II., Betzenrod mit ß Mk., 4. Karl Fritzges VI., Götzen und Karl Fischer II., Rudingshain mit 4 Mk., Anerkennung: Wilhelm Schmidt, Alten Hain, Eduard Adolph, Sichenhausen und August Frank, Rudingshain mit 3 Mk. — 2. Kühe: 1. Preis Theodor Adam, Eschmrod mit 15 Mk., 2. Ludwig Deubel, Götzen mit 12 Mk., 3. Heinrich Fritz, Rudingshain und Karl Boß, Rudingshain mit 8 Mk., 4. Karl Fischer, Rudingshain mit 5 Mk. — 3. Aeltere Kühe: 1. Preis Theod. Möser, Busenborn mit 15 Mk., 2. Karl Dambmann, Rudingshain mit 10 Mk., 3. Theodor Weber I , Eschenrod und Joh. Hch. Hartmann, Rudingshain mit 8 Mk., 4. Karl Merz II., Betzenrod mit 5 Mk., Anerkennung: Gg. Müller, Betzenrod, Heinrich Henkel II., Eschenrod und Karl Alt, Betzenrod mit 3 Mk. — 4. Bullen: 1. Preis Willrelm Deubel, Rudingshain mit 20 Mk., 2. Wilhelm Schmidt, Alt en ha in 15 Mk., 3. Fohs. Nippel IX., Sichenhausen und Bürgermeister Weber, Eschenrod mit 10 Mk., Anerkennung: Hrch. Kd. Fischer, Rudingshain, Karl Klein, Eschenrod, Georg Müller, Betzenrod und Heinrich Strauch I., Eschenrod mit 5 Mk. 8. S i m m e n t a l e r R a s s e. 1. Bullen: 1. Preis Hrch. Bender VII., Langsdorf mit 20 Mk., 2. Georg Seipp II., Ober- beffingen und Ernst Schombert, Groß-Eichen mit 15 Mk., 3. Hrch Zinßer, Stumpertenrod, Heinrich Scharch, Stumpertenrod und Wilhelm Betz, Melbach mit 10 Mk., Anerkennung: Karl Serth, Vadenrod, Gustav Lind, Geiß-Nidda. .Hch. Nahrgang, Stumpertenrod, Johannes Schneider, Reichlos, Christ. Lesctzhom, Wölfersheim, Wilhelm Eifer, Reichelsheim und Philipp Stoll, Gettenau mit 5 Mk. — 2. Rinder: 1. Preis Karl Schlörb V., Schotten mit 15 Mk., 2. Hch. Döring, Ober-Seibertenrod mit 8 Mk., 3. Fried. Lind, Eichelsachsen, Konrad Repp, Rudingshain, Heinrich Vierheller, Eschenrod und Theodor Repp I., Michelbach mit 5 Mk. ©flauer Ziegen. 1. Böcke: 2. Preis Christian Linker, Breungeshain mit 4 Mk. — 2. 91 eitere Ziegen: 1. Preis Heinrich Kniese, Schotten, Ernst Fischer, Schotten, Heinr. Adolf, Scholten (z-wei 1. Pr.) mliit ti Mk., 2. Christian Kirchner, Schotten, Karl Ludw. Stotz, Laubach, Johs. Adolf, Schotten, Hch. Kromm I., Schotten, Johann Mehrer, Freienseen und Heinrich Rullmanu, Kölzenhain mit 4 Mk., 3. Johs. Adolf, Schotten mit 3 Mk., Ernst Fischer, Schotten lobnc Geldl, Adam Hofmann, Wohnseld, Heinrich Wießner, Wohnfeld, Karl Keller, Freienseen, Heinrich Friß, Schotten, Heinrich Kniese, Schotten und Johann Mehrer, Freienseen nut 3 Mk., Anerkennung: August Heck, Schotten. Johs. Rausch, Kölzenhain, Friede. Neumann IV., Schotten und Ludwig Meier, Schotten mit 2 Mk. — 3. I ü n göre Ziegen: 1. Preis Ernst Fischer, Schotten und Christian Kirchner, Schotten mit 6 Mk., 2. Karl Keller, Freienseen mit 4 Mk., Heinrich Adolf, Schotten »ohne Geld«, Heinrich Ruhl, Schotten mit 4 Mk., 3. Heinrich Wießner, Wohnfeld, Theodor Grandhomme, Schotten und Friedr. Neumann IV., Schotten mit 3 Mk. — Zertziege: 2. Preis Heinrich Straub III., Schotten mit 4 Mk. — 4. Mutter- lämmer: 1. Preis Heinrich Rullmann, Kölzenhain mit 3 Mk., Ernst Fischer, Schotten l ohne Geld!, Heinrich Eber heim, Schotten mit 3 Mk., 2. Karl Mehrer, Schotten mit 2 Mk., Heinrich Adolf, Schotten (ohne Geld), Johann Mehrer, Freienfeen lohne Geld) und Karl Mehrer, Schotten «ohne Oklb). — 5. Bocklämmer: 1. Preis Johann Mehrer, Freienseen mit 3 Mk., 2. Friedrich Köhler, Götzen (ohne Geld), Heinrich Adolf, Schotten (ohne Geld), 3. Heinrich Adolf, Schotten lohne Geld). Insgesamt wurden für Prämiierung 530 Mk. aufgewendet, wozu der Landwirtschaftskammerausschuß für Prämiierung der Vogelsberger Bullen und Saanen-Ziegen 170 Mark Zuschuß geleistet hat. Die Verteilung der Preise fand um 1 Uhr auf dem Marktplatz statt. — Hieran schloß sich die Verlosung von 10 lebenden und 190 — t:— ---------------------™ i-i — ■imei-mr ren»ran «■um mil ieehiwi>ilin anderen Gewinnen, im Werte von zusammen rund 3000 Mk. an. Am Nachmittage war auf dem Marktplatz ein reger Verkehr, da an diesem Tage die Bewohner der umliegenden Orte nach alter Sitte Schotten besuchen. Für Unterhaltung war bestens gesorgt. Erst früh morgens wurde der Marktplatz leer. * fc. Frankfurta.M. V iehho f-9)1 a rk t bett ch t vom 15. Mai. Auftrieb: Rinder 12], darunter Ochsen 60, Bullen 1, Kühe und Färsen 60, Kälber 855, Schale 91, Schweine 531. Tendenz: Kälber lebhaft, geräumt, Schafe ruhig, geräumt, Schweine langsam, bleibt Uebersland. Preis für 100 Pfd. Lebend- Schlachtgewicht Kälber. Mk. Mk. Feinste Mastkälber 67—70 112—117 Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . 61 — 66 103—112 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 55—60 93—102 Schafe. Ctallmastschafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . 46—47 96-98 Schwein c. Vollfleischige Schweine von 80-100 kg Lebendgewicht 55.00—57.50 70.00—7300 Votlsleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 53.00—56.00 68.00—70.00 Dollsleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 55.00—57.00 70.00—73.00 Vollsleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht 54.00-57.50 70.00—73.00 Limburg a. d. Lahn, 14. Mai. Nruchrinarkt. Durchschnittspreis vro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17,75 Mk., weißer Weizen (nngebaute Fremdsorten) 17,25 Wk^ Korn 13,00 Mk., Gerste: ,Kittergerste 10,50 Alk., Braugerste 0,00 — 0.00 Mk., Hafer 7,00—8,50 Alk., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln Mk., 4,00-0,00 AU. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) ic. Frankfurt a. M., 14. Mai. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.*) Amtliche Notierungen der heutigen Frucht marktv rei fe. Weizen (hiesiger) 21.50—00.00, Kurhessischer Mk. 21.50—00 00, Wetterauer Alk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Alk. 17.75 bis f'O.Oü, Gerste (Wetterauer) Alk. 00.00—i;0.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Nied Alk. OO.('0—00.00, Hafer Mk. 17.50—19.00, Mais Mk. 15.7., bis 16.00, Weizenmehl 0 Alk. 322:0—32.75, Weizenmehl I Alt. 30.50—30.75, Weizenmehl JH Alk. 27.25—27.50, Noggen- mehl 0 Mk. 27.75—28,00, Roagenmehl 0'1 Akk. 26.50—26.75, Roggenwehl I Alk. 00.00—00.00, Weizenkleie Alk. 10.60-11.80, Weizenschalen Alk. 11.00—11.15, Roggenkleie Mk. 11.25—11.50. Malzkeime Alk. 13.00—13.25, Biertreber 11.00—14.26, Raps Mk, 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. Die zeitweise Unfähigkeit zur Fassung eines klaren Gedankens beruht vielfach auf mangelhafter Blntzirkulation und nicht zuletzt auf schlecht gepflegter Kopfhaut. - Zweckmäßige Pflege derselben geschieht durch das inner Lennug eines staatlich geprüften Chemikers hergcftcnie Eau de Cologi)c=.Stopimaiicr Godefia der Parfümerie- Fabrik Dr. Leidester & Cie., Godesberg a. Rh. — Godefia befreit infolge feiner start antiseptischen Eigenschaften den Haarboden von allen gesundheitsschädlichen Bakterien, belebt zugleich die Kops- ncrucn und führt den Haarwurzeln gerade die zu ihrer Erhaltung nötige Nahrung zu. Es verhindert Sstuwvenbildting, verhütet Haarausfall und schafft gesunden üppigen Haarwuchs. — Zu haben in allen Apotheken. Parfümerie-. Drogen- n. beff. Friseurgefch. fss6/5 Scho» anno 18 war es, als nebenstehende Schutz für 4tpotheker Schweizerpillen kam. — ahmungen. — A. ° Richard Brandt, i-1 L'"' v-'j 77 Marke unter gesetzlichen Richard Brandts Mir warnen vor Nach, vorn». Apotheker Schaffhausen (Schweiz) WWW L ZZ fc. Zwangsversteigerung. Das nachstehend bezeichnete Grundstück, das zur Zeit der Eintragung des Bersteigerungsvermerks auf den Namen der 1. Johann Heinrich Enders der Dritte zu Gießen, 2. Juliane Enders geb. Schön, ioepfen Ehefrau daselbst im Grundbuch eingetragen war, soll Samstag, den 28. Juni 1913, vorm. Sl/2 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht im Juslizgebäude, Zimmer Nr. 18, versteigert iverden. Die Bersteioeruno erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Persteigerungsvermerk ist am 16. April 1913 in das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Derfteigerungsvernierks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Bersteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlbses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung deS Verfahrens herbei- znfuhren, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 3. Mai 1913. Großherzogliches Amtsgericht. (L"/s Bczcichnttntt des Grundstücks. Grundbuch für Gießen, Band 14 Blatt 674: Flur 1 Nr. <595 176 qm Hofreite in der Kaplansgasse (Kaplansgasse 12) Mk. 26500 Keld bahn fahr i Friflifurta.M. Amt I, Ibw. Zwangsversteigerung. Das nachstehend bezeichnete Grundstück, das zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen des Hermann Flick und dessen Ehefrau Christine Wilhelmine geborene Ruckstuhl als Gesamtgnt der Errungenschaftsgemeinschaft im Grundbuch eingetragen war, soll Samstag, den 7. Juni 1V13, vorm. 9 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht im Justizgebäude dahier, Zimmer Nr. 18, versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangs- vollstrecknng. Der Bersteigerungsvermerk ist am 20. März 1913 in das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht auzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Bersteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Bl7/4 Gießen, den 4. April 1913. Großherzogliches Amtsgericht. Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Gießen, Band 19, Blatt 867: Flur 4 Nr. 207 — 472 qm Hofreite in der Stephansmark (Bismarckstr. 6) M. 74000 Bekanntmachung. In unser Genossenschastsregister wurde heute bezüglich des Vorschuß- und Kredilvereius e. G. m. u. H. zu Langsdorf eingetragen: Heinrich Roth XI. ist aus dem Vorstand ausgeschieden und an seine Stelle Heinrich Roth V. getreten. Lich, den 9. Mai 1913. b,6/6 Großherzogliches Amtsgericht. (Sublim • hochfeinste Margarine der beste deutsche Butterersatz \ SH .Mea 3 - 8° 'n::; ice: «Ps :ä:; itti :si iss: :::::: Eis! Eis! Bade- und Schwanen- ... Häuser Kataloge u. Referenz, gratis Boote illerÄFl ObcrlnusUzer Spez.ial- Flach-Bootswcrft H. Fröhlich Wittichenau O.-L.IG Ab 1. Mai gehen meine Eiswagen regelmäßig mit) empfehle ich kristallklares Natur sowie Kunst- Eis iui Monats- und Saison Abonnement zu billigen Preisen. — Abonnement kann zu jeder Zeit beginnen. 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