rrr. i5z Ml Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. leisten. Zum mindesten soll!- die Forderung der Negierung wieder- l Wchrordnung b- hergeiwllt werden. «Heeres dien st Uhr lhmeu von der eiei der rnnern. tbe Duke l'Enghein to fre Shot". „Bonaparte nach fal- nate Touüainr L' Ouvertüre' .Bonaparte zerstört den pa nand the VII. of his just rights at Bayonne. Bonaparte und wir bc- dcs Wil ■ Bin Stunden. 8 wd 10 Uhr lamtes Darmstadt, K. L. Beircffcnb Befreiung t o m aktiven resdienst infolge bürgerlicher Verhältnisse (einziger Ernährer hilfloser tVcDÜlien ufiu.) in der bisherigen rücksichtsvollen Weise auch in Zukunft Anwendung finden. Angenommen iverdcn ferner Resolutionen, wonach die Soldaten mindestens jährlich vier Wochen Urlaub erhalten sollen, wonach der Urlaub für die berittenen Waffen in erhöhtem Maste gewahrt wird und die Urlaubszeiten für die aus der Landwirtschaft slainmendcn Soldaten tunlichst in der Erntezeit erteilt werden sollen. (binc Resolution fordert Maßnahmen, um d e n T r a i n z u heben, auch eine Aenocrung des Namens in Erwägung zu 4'ehen und dafür Sorge zu tragen, das; die volle Leistungsfähigkeit des Trains für den Fall der Mobilmachung iicher gestellt wird. Gegen diesen Antrag erheben sich unter stürmischer Heiterkeit des Hauses die Konservativen und die Sozialdemokraten. Die Resolution wird im Hammelsprung mit 188 gegen 128 Stimmen abgclehnt. Auffällig war die verhältnismäßig starke Differenz in der Zahl der Ja- und Nein-Avstimmenben. Nachdem eine weitere Resolution durch einfaches Erheben von den Plätzen zur Annahme gekommen war, öffnete sich plötzlich die Ja- Türe, und in einem neuen einseitigen Hammelsprung zog Dr. Oertel an der Eviste, eine ein Dutzend starke Reihe von Käufer« bativen, in den Saal, cm erschütterndes Gelächter im ganzen Hause hervorrufend. triorischen aber unglücklichen Toussaint L' Cnucrtürc". Ter bc- kannte Negergeneral aus Haiti nrirb in Ketten gescssclt, Napoleon vorgcsührt. Es ist zweifellos der Augenblick, wo ihn Leclcrc nach seiner Verhaftung 1802 und seiner Ueberführung nach Frankreich in das Fort (your bei Besancon bringt. 7. „Bonaparte and the infamouö Godoy dcsrauding Ferdi- Abg- Frhr. b. Gamv (Rp.):' Ich kann diesen Wunsch für Ostpreußen nur wiederholen. Geben Sie Ostpreußen den nötigen Grenzschutz durch Kavallerie. Wir müssen c5 verhindern, daß im Falle eines Krieges mit Rußland Ostpreußen mit Russen überschwemmt wird. Tas können wir natürlich nur durch Kavallerie erreichen. (Abg. Lebe- bou (Soz.): Verlegen Sie doch die Garde-Kavallerie nach Ostpreußen!) Ja, was soll dann für Schlesien geschehen? Mit Scherzen kommen wir nicht weiter. (Abg. Ledebour: Das ist unser vollster Ernst!) Was hat denn Ostpreußen verschuldet, daß man es so brutal behandelt? Kriegsminister v. Heerntgcn: Ter Gedankeiigang der letzten beiden Rcdnör ist durchaus richtig. Ich habe in der Kommission die nötigen Auskläruiigen gegeben, welche Vorkehrungen getroffen sind. Die Heeresverwaltung ist sich durchaus ihrer Pflicht bewußt, den deutschen Boden zu schützen. Das Resultat ist die Vorlage. Geben Sie uns die Mittel, unsere Pflicht in vollem Umfange zu erfüllen, darum bitte ich den hohen Reichstag. (Beifall rechts.) Iraymg his osstcers and cowardly deseriing his lroops in Egypt": — Und rechts wie bei allen die deutsche Bilderllärung: „Bonaparte niederträchtig seine Offiziere verrathend und feige verlassend seine Truppen in Egypten." 5. Die Hinrichtungsszene des Herzogs von Enghien, des unglücklichen Emigranten, der unter Verletzung des Völkerrechtes in Ettenbeim in Baden gefangen genommen wurde und einem offenbaren Justizmord zur Einschüchterung der Bourbonen zum Opfer fiel. Die Titel lauten: „Bonaparte öfter a mock trial ordering Redaktion, Expedition unb Druckerei: Schul- ftrafec 7. (irpebitioii und Verlag: e^ä) 51. Rebaltion:d^Aii2. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen» Abg. Merlin (Rp.): Der Reichskanzler hat recht, wenn -er sagt, daß seht der Augenblick des Handelns gekommen sei. Die sechs Ka- vallerieregunenter halten auch wir für nötig schon für unseren Greuzichutz. Die Heeresverwaltung darf keinen Zollbreit deutschen Landes ungesichert lassen. Aber auch die Ostgrenze Schlesiens be- dars eines stärkeren Schutzes als jetzt. Oberschlesien z. B., cm -©ebict so groß toic Elsaß-Lothringen, hat eine ganz unge - nugsnde Militärische Deckung. Und ein großer Teil unseres Nationalvermögens ist in der dortigen Industrie angelegt! Wir wünschen ja nur Kavallerie gegen Kavallerie I Man muß den Teufel mit Beelzebub anslreiben. Machen Sie aus dieser Frage keine Part.lsackie. Geben Sie Schlesien, von dem die Befreiung Deutschlands ausgegangen ist, den Schutz, den cs braucht. Kriegsminister b. Heeringen: Ich kann die Nusführungen des Vorredners nicht unwidersprochen lassen. Er Hot verschiedene Fragen angeschnitten, die in der Budgetkomniission schon erledigt wurden, auf die ich hier in der Oeffentlichkeit nicht so eingehen kann, wie cs notwendig wäre. Ich habe dort auck nachgewiesen, warum es nicht möglich ist, die Gardekavallerieregimenter in die Provinz zu verlegen. Wir haben in der Kommission auch die Notwcndigkeii der sechs Kavallerieregimenter nachgewiesen. Werden sic liicht bewilligt, so bleiben empfindliche Lücken in der Rüstung. (Beifall rechts.) Die Aussprache schließt. Der Antrag R o g a l l a v. B i e b e r st e i n (fonf.) auf Bewilligung von acht Kavallerieregimentern wird mit 302 gegen 67 Stimmen bei 5 Enthaltungen abgelehnt. Tasür stimmte mit den Konservativen nur Die Reichspartei. Der Antrag B a s s e r m a n n (Natl.), die Regierungsvorlage, sechs neue Kavallerieregimenter, wiederherzustellen, wird mit 203 gegen 159 Stimmen bei 6 Enthaltungen a v g e l e h n t. Dafür stimmten mit der Rechten die Nationalliberalen und ein Teil des Zentrums. Es bleibt also bei drei neuen Kavallerieregime n t e r n. Artikel 1, der die Friedenspräsenzstärke auf 659 563 Mann festsetzt, wird angenommen. Der sozialdemokratische Antrag, die U e b u n g s z e i t e n so zu legen, daß die Einberufenen die Möglichkeit haben, an den Wahlen zum Reichstag und zu den Landtagen teilzunehmen, wird a b g e l e h ,i t. Dann wirb über die Resolutionen der Budget- ko m m i s s i o n abgestimmt. Angenonimen werden Resolutionen, wonach die Erivartung ausgesprochen wird, daß n u r V o l l t a u g- l i ch e e i n e ft cl 11 werden, und wonach der Reichskanzler ersucht wird, dafür Sorge zu tragen, daß die Bestimmungen der schem Verhöre ordiniert den Herzog T' Enghein erschossen zu werden". 6. „Bonaparte destroyiug the Patriotic but unfortu- . Abg. Liesching (Vp.): SBir bewilligen die Vorlage nur dem Volk zuliebe. Man lut so. als ob ohne die 3 Reiterregimenter — nichts bewilligt würde, wahrend luir dock) so sehr viel bewilligen! (Sehr wahr! bei der Vp.) Die Kavallerie hat heute nicht mehr die Bedeutung für den Angriff, wie früher. Uno wenn wir sie bewilligen, wissen doch gar nicht, ob sie nach Ostpreußen kommt; die Garnison stimmt der Kaiser. ES kann überdies genug im Innern Landes dislozierte Kavallerie an die Grenze verlegt werden.___ Kriegsminister hat zugegeben, daß das Leben m den Großstädten zum Luxus verleitet; ein Einjährigenkavalleriejahr kostet dreimal mehr wie bei einer anderen Truppe. Auch die Spielerprozesse geben zu denken. Es wäre ganz gut, einen Teil der Kavallerie den Versuchungen der Großstädte, z. V. Berlins, zu entziehen. (Beifall bei der Vp.) Die „Gießener SamtHenblätttr" werben bem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, baS „Krcisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatltch zweunal. Samstag, K Juni M Rotationsdruck unb Verlag der Brülft'scheii UniversikätS - Buch- unb Steinbruckerei. R. Lange, Gießen. Neben Preußen kniet Jerome, mir gefalteten Händen um Gnade flehend. Rechts ipenbfit sich drei bclrönt- Häupter, die mit „E»n- federatwn of the Rine" und „das Rheinische Bündnis'" bezeichnet sind, an Oesterreich, das ober mit der Hand abwehrt. Tie Figuren sind also Perjonifitationcn ihrer Länder uno auch so bezeichnet, Napoleon und Jörornc aber tragen ihre eigenen Namen. Tarin liegt eine feine Unterscheidung der Legitimität. Tem Publikum vor und hinter der Bühne gefällt das „Spiel" so gut, daß die einen die Hüte schwenken und in die Höhe wcrfeit, andere jauchzen und springen und dritte das „Bulletine 29 nie" und „Tespatches" mir frohen Mienen lesen. Hebet der Bühne ist auf kleiner Bildfläche eine allegorische Szene angebracht: Europa kniet vor Victory und empfängt das befreiende Schwert. History zeichnet in einem Buche die Geschehnisse aur. Ein Spruch erklärt oie Szene: Aus seiner Hand das fal- land schwart der Sieg ergriff und sagte: „Sicher nun, (furoim, dcine Freiheit". Dann hängte es hoch in dein Ruhmes-Tcmpel auf, für Rußland eine Trophee so lange da giebt's Zeit. Cixt eine Seite Geschichte da schreibt, fort bciimt soll." Tiefer Spruch stellt mit seinem holprigen Deutsch tr Uebertragung eines eng» liidrcit mit besserer Stilistik dar. Tas fallende Schwert Napoleons steht also in Beziehung zu der Allegorie. Tas Tuch ist ein interessantes Stück aus einer großen Zbit. Karl Weiner. — Ein Gift in der Ausat n. u ngslust der Menschen. Daß empfindliche Personen in einem mit Menschen, überfüllten, schlechtgelüfteten Raum ohnmächtig werden, ist eine bekannte Tatsache. Hrsprünglich nahm man an, daß Mangel an Sauerston und Ucberichuß an Kohlensäure und Ammoniak die Ursache sei. Pettenkoser zeigte indessen, daß der Sauerstoff in solchen Räumen nicht vermindert und die Kohlensäure nicht g. ' nügcnd vermehrt ist, um Krankheitserscheinungen zu verursachen. Tann mürbe die Theorie ausgestellt, daß in der Ausatmungs- lust ein Gift enthalten jein müsse, welches nur sehr schwer nachzuwcisen sei. Nach Versuchen D r. F a r in a chi d i S im Institut für Pathologie zu Genua scheint in der Tat ein Giftstoff in der Ausatmungsluft des Menickien enthalten zi- sein .Kondensationswasser, in dem die Atmungsluft ausgefangen war, wurde Meerschweinchen und Menschen eingespritzt Namentlich letztere bekamen danach Betäubung, AtmungSbeschlcunigung, Zuckungen uhd.,_ so daß es ganz den Anschein hat, als toenn eine giftige Substanz in dem Wasser vorhanden wäre. ! Ä** Sei«„(,[ * Lin historisches Taschentuch. G i e ß c n, 14. ^Funi 1912. Im Besitze von Frau Lina Fischer, Wwc, Keplerstr. 5 hier, bestirdel sich ein rotbedrucktes Tuch in Serviettengröße mit Ab- tÜbungen ans den Napoleonischen Kämpfen mit Europa. Die Bilder sind durchaus der Entrüstung über des Korsen Taten und dem Spott, der seit Dezember 1812 einsetzte, entwachsen. Ter Bildertitel ist zweisprachig: links in englischer, rechts in deutscher Sprache. Die Zahl 55 auf dem äußersten Randc scheint mtr eine Herstellungsnummer zu sein und läßt darauf schließen, daß es wohl ein im Frühjahr 1813 leicht gangbarer Markiartikel war. Rrngs- um läuft ein Bandornainent mit Trauben und Weinblatt. An den 4 Ecken befindeit sich ovale „Porträts" mit folgendem Uittcr- und erklärenden Umschriften: 1. Schill; ohne Umschrift, dieser bedurfte cs nicht, da jener Held zu bekannt war. 2. T- Christophe; Umschrift: One of ten patriots shot at Moskow 25. ^ept. 1812. 3. Hermann Friese; Umschrift One of sour patriots shot at Bremen 5. April 1813. 4. Hoffer. Damit ist natürlich Andreas Hofer gemeint. Auch hier fehlt wie bei Schill die erklärende Um schrist um das Oval, weil sein Name ein vertrauter Klang im Ohre der Patrioten >var. Die beiden Umschriften lassen mich, da sie nur in englischer Sprache gegeben sind, vermuten, datz das Tuch in England hergestcllt ist. Um die Hanptdarstellung in der Mitte des Tuch- nber die Flucht Napoleons ans Rußland gruppieren sich 8 Bilder, die von den früheren „Verbrechen" iso ist C5 gemeint, des Eroberer- erzählen. 1. Bonaparte receiving ^osephine the cast off Mistreß of Barras with the command of the Army or In: rechts die Uebersetzung: „Bonaparte empfangt Josephine, die verworfene Geliebte von Barras mit Befehle über die xst ahcmidie Armee " Ta- Bild zeigt Bonaparte auf den Knien vor ^osevhine. 9 3 inlt) 4 sind Darstellungen aus dem ägytifchen „Cleopatra", die Geschichte einer Königin in 5 Akten nach dem Spiel von Victor Sardou, zu erwerben. In der Hauptrolle spiAt die amerikanische Schönheit Helen Gardner. In den einzelnen Szenen wird eine ungeahnte Pracht entfaltet, übersteigt doch allein der Schmuck der Hauptdarstellerin die Summe von 59000 Dollars, die gesamten Herstellungskosten eine halbe Million. Der Film erzielte überall einen /riesigen Erfolg und erlebte Lunderte von Ausführungen, die ungefähre Spieldauer ist 2 Stunden. Das Schauspiel üt durch die raffinierte Pracht, durch seine dramatische Macht und durch das gänzlicheFshlen jener, orientalischen Dramen sonst so eigenen Schlüpfrigkeiten bemerkenswert. Kurz das Bild ist für Publikum von Mu Hut und Geschmack erzeugt worden. (Siehe Inserat in heutiger Nummer». ♦* Etwas Heiteres vom R e g im e n t s f e st. Als die ^Regimenter der altcn^ Soldaten am Sonntag vormittag in langem Zug durch die Straßen der Stadt an einer dicht gc drängten Zm'chauermeuge vorüber aus dem Trieb, der im Sol datemuund auch „Gottesacker" oder „Knochenmühle" genannt wird, angckommcn waren, sagte einer von ihnen zu seinem Nachbar: „Heinrich, hast du nicht gemerkt. Ivie die alten Kameraden unter wcg§ gar nicht mehr wie früher mit den Mädchen geschäkert Dru ru f der törb |' Bor ersck abei erhi mit > ane J' gan’f ZütM Bec auf in den toä ' ton sch' er 1 1 ben am W< die bei Tut Pr an blättern bedeutend stärker, als bei den harzreichen Nadeln der Koniferen. Mer von der gewaltigen Menge dieser Verdunstung macht man sich gewöhnlich eine ganz unzureichende Vorstellung, »veil man nicht daran denkt, daß jedes Blatt in seiner ganzen Ausdehnung schon eine ziemlich große Verdunstungsfläche darstcllt, die Gesamtheit der'Blätter eines Baumes daher eine gewaltige Menge solcher verdunstenden Flächen vorstcllt. Sehr lehrreich sind einige Beispiele. i®in gutgewachsener Eichbaum mittlerer Stärke, der etwa dreiviertel Million Blätter hat, verdunstet in einem Sommermonat 250 Hektoliter Wasser, das sind also täglich rund 600 Liter Wässer. Ein etwa hundertjähriger Buchenwald verwandelt, nach den Berechnungen Hoevels, jeden Tag ettoa 30 000 Liter Wasser in Dampf auf das Hektar seiner Fläche, und ebensoviel verdunstet ein Hektar eines im besten Wachstum 'befind lich-en Maisfeldes. Diese gewaltigen Wassermengen müssen durch die Wurzeln dem Boden entnommen und den Blättern z-ugeführt werden, cs kreist also im Stamm, Acsten und Zweigen des Baumes ein fortwährender, nach oben steigender Wasserstrom. Durch diese intensive Verdunstung des Wassers an der Oberfläche der Blätter tvird natürlich eine ziemlich erhebliche Verdunstungskälte erzeugt, und diese bedingt die abgekühlte Temperatur in Laubwäldern. Durch großen Wasserverbrauch nnb die Verdunstung der Wälder sind diese die besten und wichtigsten Regulatoren des Feuchtigkeitsgehaltes unserer Atmosphäre geworden. Die ungeheuren Wassermengen, die in Form von Regelt auf die Erde kommen, »oerden durch das Blättermeer in unsichtbarer Dampf- form wieder der Atmosphäre zugcführt, die Wälder bilden also ein sehr wichtiges Glied in diesem Kreislauf des Lebens, und ihre Mac i , bet der und ihnen Schätzchen, Schnuckescheit und so fort zugerufen haben? Is daS nLt c Wunner?" „Na", sagte der Heinrich trocken, „des is faa Wunncr; etzt kenne mersche!" Landkreis Gieszen. — Lollar, 13. Juni. Eine Gemeinderatssitzung findet am Dienstag 17. Juni, abends 8 Uhr im Rathaus statt. Die, Tagesordnung kantet: 1. Elektrische Lichtanlage, hier, Abrechnung; 2. Auflösung der Gemeinde- Krankenversicherung Lollar. Kreis Friedberg. L Friedberg, 13. Juni. Gestern fand hier durch den Kommandeur des Gendarmeriekorps aus Darmstadt eine Besichtigung der Gendarmerie des Kreises statt. — Bad-Ran heim, 13. Juni. Bis zum 12. Juni sind 13 460 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 6920 anwesend waren. Bäder wurden bis znm 12. Juni 143 888 abgegeben. r. Bad Nauheim, 13.Juni.Tas gestrige fünfte Syrnphonie- Konzert der Kurkapette stand unter Leitung des Kapellmeisters Reisser, der zwei Neuheiten — eine symphonische Dichtung „Kors- holm" von Iärneselt und eine Ouvertüre zu „Ilrvasi",deren Konp ponist er selbst ist - zur Aufführung brachte. Die Järneieltsche Musik arbeitet mit starken Mitteln. Neben der Verwendung des sinnländischen Neiterinarsches im Mittelsatz, läßt der Komponist sein Werk im Schlußsatz in die Form deS Lutherliedes „Ein' feste Burg ist unser Gott" ausklingen und erzielt auf diese-Weise eigentlich einen billigen Erfolg. Neiffer hat in seiner Ouvertüre versucht, aus eigenem zu schaffen. In der Hauptsache wirkt er lyrisch und schließt mit einem pompösen Maestoso, das tiefen Eindruck hinterließ, ab. Beide Neuheiten wurden von dem sehr zahlreich anwesenden Publikum mit starkem Beifall ausgenommen. Die mil- wirkenden Solisten, Kavellrneister Schwarz (Flöte) und die Herren Suver (Harfe- und Konzertmeister Wilhelmi (Geige), errangen mit ihren durchweg vorzüglichen Leistungen die dankbare Anerkennung des Publikums. Hessen-Nassau. O Biedenkopf, 13. Juni. Zur 50 jährigen Jubelfeier des Gesangvereins Licderkranz (20. und 21. Juli) hat der Kaiser eine silberne Medaille und die Kaiserin eine Bowle aus der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur gestiftet. veretnrnachrichten. = & n r b c n t e i cl), 1.3. Juni. Die Vorbereitungen zu dem vom 21. bis 23. Juni aus Anlaß de§ 35. S t i i t u n g § f e st c § des Gesangvereins „Frohsinn" stattfindenden G e s a n g s w e t t st r e i t sind im Gange. Arn Samstag findet eine Vorfeier statt. Conntag- vormittag tsi Wettsingen im „Weißen Roß", nachmittags Festzug und daran anschließend Konzert, Gesangsvorträge, Volksbelustigung usw. auf dem Festplatz. Für Montag tft ein Frühschoppenkonzert, für nachmittags Festzüg, Volksfest usw. geplant. — Leihgestern, 13. Juni. Der Gesangverein Eintracht, der eine größere Anzahl von Preisen und Ehrenpreisen errungen hat, wird in diesem Jahre unter Leitung seines Dirigenten Musiklehrer Geruhardt'Gießen an.den Gesangsweltstreiten in Steinberg und Niederweiset teilnehmen. w. Friedrichshafen, 13. Juni. Das heute vormittag von hier nach Baden-Oos überführte Luftschiff „Sachsen" wird an den Iubilälunsfeicrlichkeiten in Berlin nicht teilnehmen, da dazu das Luftschiff „Viktoria Luise" ausersehen ist. Tie Nachricht von einem Verkauf des Luftschiffes „Sachsen" an Oesterreich ist falsch. — Eilt Achtzigjähriger. Ter Senior der Göttinger Juristenfakultät, Geh. Justizrat Prof. Dr. jur. et phil. Ferdinand Fr e u s d o r ss begeht am 17. d. Mts. seinen 80. Geburtstag. Sein Lehrfach umsaßt deutsche Rechtsgcschichte itnb ©taatöredit. Geheimrat Frensdorfs ist zu Hannover geboren. Jin Jahre 1860 erwirkte er seine Zulassung als Privatdozent in Göttingen, wurde hier 1866 zum Extraordinarius und 1873 zum ordentlichen Professor ernannt. Im Studienjahre 1887 88 bekleidete Pros. Frensdorsf das Proreitorat. 1893 ernannte ihn die Universität Erlangen zum Dr. phil. hon. causa. Vermssctztes. — Die 100 Porträts Von A n tino e. Unter der Leitung des französischen Archäologen Albert E a y e t haben auch in diesem Jahre wieder Ausgrabungen in Antiuoe stattgefunden, bei denen interessante Funde gemacht wurden. Das wichtigste Ergebnis der mehrjährigen Arbeiten ist nach EayctS Ansicht eine einzigartige Galerie von 100 Bildnissen. „100 Porträts", erklärte der Forscher dem Mitarbeiter' eines Pariser Blattes, „sind jetzt für die Ausstellung bereit. Die einen sind Wachsbilder, und gerade diese sind wirtliche Meisterwerke. Die andern sind in Ton modelliert und mit farbigem Stuck bedeckt. Einige dieser Bilder sind bereits in den Ausstellungen der früheren Jahre gezeigt worden. Diese Bildnisse verkörpern eine ganze Kultur und enthüllen eine eigenartige Kunst. Ich fordere eine Galerie für sie, in der sic würdig aufgestellt werden können." * E i n schwerer Z u s a m m e u st o ß zwischen einem' Autoomnibus und der Straßenbahn erfolgte am Freitag vormittag in der Brunnenstraße in Berlin. Als aus einem die Straße entlangfahrenden Autoomnilms plötzlich eine Flam m c hcraiisschlug und der Wagen wenige Minuten später in dichte Rauchwolken gehüllt war, verlor, durch die Schreckensrufe des Publikums ver- luirrt, der Ehausfeur den Kops und versäumte, die Bremsen anzuziehen. Der Autoomnibus stieß mit einem aus der abschüssigen Veteranenstraße kommenden Straßenbahnwagen so heftig zusammen. daß dieser aus den Schienen gehoben und um sich selbst gedreht wurde. Dann rannte das Automobil gegen einen Pferdeomnibus, dessen Führer leicht verletzt wurde. Durch den ersten Zusammenstoß wurden vier Personen sehr schwer und zwölf leichter oerlctzt. Insgesamt meldeten sich bisher 28 Personen, die bei dem Zusammenstoß zu Schaden gekommen waren. * Der Kitsch-Maler. Eine köstliche Kaiser-Anekdote wird in der Fcstnummcr von „lieber Land und Meer", die die Deutsche Berlagsanftalt in Stuttgart zum Regierungsjubiläum herausgebracht hat. von M. Rapfilber erzählt. Der Kaiser ist danach über den teilweise scharfen Widersprach, der sich gegen fern Wirken auf dem Gebiete der Kunst nnmbet, gut unter’ Achtet, ^md er äußert sich auch mit einem gewissen Humor darüber. So hat er selbst wiederholt das folgende GeschickUctzeu zum Besten gegeben,, für dessen Richtigkeit er sich verbürgt: „In einer Künstlerlneipc zu Kassel wird kräftig gesachsimpelt und, wie unausbleiblich, kommt auch das Gespräch auf den Kaiser als Mäcen. Künstler schimpfen mit Vorliebe. Einer an der Tafelrunde aber, ein ganz tüchtiger Landschaftsmaler, tut cs den übrigen vorauf und erklärt und bekräftigt es auch mit dem ja unwiderleglichen Faustschlag auf den Tisch, daß der Kaiser nur Kitsch auftaufe. Die Kollegen lachen und wehren ab. Der Kritiker versteift sich auf fein versassnngsgemäß gewährleistetes Recht der Meinirngs- abgabe, und im übrigen fei er ein freier Künstler. Aber Kitsch bleibe nun einmal Kitsch. Ausgerechnet in diesem Augenblick wird ihm ein Telegramm eingehändigt. Er reißt es aus und wird rot bis an die Haarwurzeln. Ganz verlegen schleicht er beiseite und liest nun blau auf weiß: „Die Ausstellungsleitung teilt Ihnen mit, daß Seine Majestät der Kaiser heute nachmittag auf unserer Ausstellung Ihre Landschaft käuflich erworben hat." Künstler find aud) neugierig, und es dauert nicht lange, daß dem Landschafter das Telegramm aus der Brnsttasche hcrausgeangelt wird. Ungeheures Hallo! Endlich erhebt sich cm Professor und spricht - „Lieber N„ wir haben nicht gewußt, daß Sie ein Schund- und 4G—50 81-88 51—55 91-98 78-85 42—48 98—00 47.00-00 00 67-69 Meteorologische Beobachtungen der Station Siegen. Juni 2 3 Wetter 1913 Juni 83-91 68—76 60-68 67-69 66—68 82—88 74-82 49—52 44-48 65-66 63-64 64—67 58—63 53—57 46—52 + 16,4 • C. + 5,4 " 0. Höchste Temperatur am Niedrigste „ „ Niederschlag: 0,2 mm. bis 13. „ 13. Q- y £ Preise für 100 Psd. Lebend- Schlachtgewicht 107—112 97—103 >8-95 7d—88 Mk. 91-98 90-97 Alk. 52-56 51—55 Geborene: an Sohn, Kurt l Ähn, Wilhelm. Sterbef 5' 1. Klaffe, 70 J< 45—49 37—41 30—35 12. 12. M Möbelfabrik liefern v einrichtui Ausiühru nach Zt Kitsch-Maler find. Da Sie als solcher nun aber offiziell anerkannt sind, wird Ihnen wohl nichts anderes übrig bleiben, als aus dieser Korona der freien Künstler auszuscheiden." Geringere Saugfälbcr..... Schafe. Weidernaslfthafe: Mastlärnmer und 'Masthammel . . S ch >v e i n c. Märkte. FC. Wiesbaden. Vieh Hof-Marktbericht vom 13. Juni. Auftrieb: Rinder 89 (Ochsen 14, Bullen 6, Kühe 69), Kälber 124, Schale 44, Schweine 210. m Sabal l'Meüncrusta, alle '" ,, feit d , «nstaersatz, ['erlang. Sie frk. gc Ringfreie T; C,Kupsch, Frai Aufgebote: Vosen, mit Anna 'Hilms Äustav A.ui nna Pauline 3« - Friedrich Wil beide in Bad-Naul Ebcschließ in Wringen, m 23. Feodor Meve Äser in Bad-Aa m Pofen, mit Ä Geborene: Locher eine Tvcht Mallateur Valei - 24. Dem Go Mmum. - 27. «hn, Fnednch LWÜ Heinrich $ Sterbesäl befitt, 74 Jahre Werin, 20 Jahr 36 Jahre alt. Geschäft mittel. Ochse n. Vollsieischige, auSgcmäfletc, höchsten S'chlacht- ivertes un Alter von 4—7 Jahren . . . Tie noch nicht gezogen hak.cn (unqcjod)lc) . . Junge, fleifchige, nicht nuägemäftete und ältere audgemäftete Bullen. Vollfleifchige, ausgew., höchsten Schlachtw. . . Vollsieischige, jüngere Färsen, K ü h e. Pollfleischige ausgeinästete Färsen l/Lihsten Schlachtivertes Vollfleischige ausgemästete Kühe höchflrn Schlachtivertes bis zu 7 Jahren 21 eitere ou§gcmäflcte Kühe und wenig gut ent- rvickelie jüngere Kühe . . . Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber. Feinste Mastkälber Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... Geringere Mast- unb gute Saugkälber . . . Börsen-Wochenhericht. — Frankfurt, 13. Juni. Tas unbefriedigende Ergebnis der Zeichnung auf die Anleihen des Reiches rind Preußens hat gezeigt, ivie ungünstig der deutsche Geldmarkt liegt. Tie 3%igc Reichsanleihe hat mit 75% einen neuen Tiefkurs erreicht. Die Geldknappheit führt dazri, daß die Bestände an festverzinslichen Werten reduziert werden. Diese Ent- wertung der Anleihepapiere ist international. Sie wird dadurch verschärft, daß nach Beendigung des Balkankrieges gewaltige neue Anleihen zu günstigen Bediirgungen kommen. Deutschland, das in der letzten Zeit fast eine Milliarde ausländischer Werte übernahm, wird von neuen ausländischen Emissionen verschont bleiben, weil die Banken eingesehen haben, daß der Kapitalmarkt luciterc Belastungen nicht mehr verträgtMD e m,günstige Lage wird baburd) illustriert, daß keine Äussicht auf Ermäßigung des Reichsbankdiskontsatzes von 6 % besteht, während die Reichsbank im Vorjahre am 11. Juni out 4% % herunterging unb an diesem Satz bis znm 23. Oktober festhielr. Auch in London hat man sich damit abgefunden, daß die Bank nicht ihre Wechselrate von 4% % wird verlassen können. Legten die Geldverhältirisse Zurückhaltung auf, so hat doch auch die Sorge wegen der Weiter- gcftoltung der Wirtschaftslage niederdrückenden Einfluß aus- geübt, wenigsteils noch in der ersten Wochenhälfte, in der die Kurse rückläufige Bemegrmg verfolgten. Daß in dem Geschäftsgänge der Industrie eine Verlangsarnllng eingetreten ist, die die Konjimktnr nach unten drängt und den Preifeit den Halt entzieht, ist heute nicht mehr zu bezweifeln. Meinungsverschiedenheiten können mir über die Ausdehnung und die Tragweite der Abschwächung bestehen. Indessen sollte man sich vor Llebertreibungen hüten, beim die Börse hat dem wirtschaftlichen Rückgang in den Kursen vieler Werte weitgehend Rechnung getragen. Vorübergehend gab es wieder politische Sorgen wegen der Differenzen zwischen Bulgarien, Serbien und Griechenland. Auf das Eingreifen Rußlands machte sich wieder eine ruhigere Auffassung geltend. Hierin lag eine Anregung^ für die Leerverkäufer, die erkleckliche Geivinne sicher stellten. Dieses Bestreben beschränkte sich nicht auf die Ultimomärkte, fonderu verhalf den K a f f n pa p i c r e nzu einer strammen Haltung. Die anfänglichen beträchtlichen Kurseinbußen wurden bis Wochenschlnß ivieder eingeholt, und vielfach konnten noch ansehnliche Kursbesserungen erzielt werden. So gewannen Moenus 5°/^, Daimler 5%%, Durkopp 9% und Kleyer 14%%. Von chemischen Werten konnten Holzverkohlung 7%, Scheideanstalt 9% anziehen. Elektrowerte lagen zum Teil fester. Akkumulatoren Berlin gewannen 10%. Banken und Bahnen sind wenig verändert, ebenso S ch i f f ’ f a h r ts w e r t e. Mont anpapiere haben ihr vorwöchiges Niveau erreicht. Etwas schwächerlagen heimische und fremde Fonds. Privatdiskont 5%B%. l'IOlg« lrb'^a"pS10to ’lschiner Prechstunt Vollsteifchlge Schweine von 80 —100 Lebendgewicht . ....... 52-54 Vollsieischige Schweine unter 80 kg Lebendgeivicht 5V/.-53 Vollstcischige Schweine von 100—120 kg Lebend- gewicht..............53'/,-55 Vollsieischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .......... 52-53% rfettschweine über 150 kg Lebendgewicht . 50-51 WS Geboren^- W W VWlni. - 1. ein W- «ilhelin. - *" , eine Tochter. Gestorbene 6, * 28 Jahre alt, Hahn, Tierarzt, - Wipp -ergo, 1 !3. 750,6 14,4 9,9 81 8 2 9 13. (icnlf<6 tni grefjeu verkauft- und »war nie Io!e nach Gewicht ober Maf; sondern nur in versiegelten Orictznalslaschen 'N Karton nut unserer Schutzmarke (Fischer mit b;m Dorsch), ^cotr floroite, G- w. U v, tzranksurr a. M. Best-ndteilc: Feinster Medizinal-Leb-rtran 150/), primn Glyzerin 50. >, unierplwsphorigsaurer Kalk 4,3. unterphoSphoiig-aurc» -Jintvon 2,u. puio. Trogaut 3,0 icinftcr arab. Gummi puiv. 2,0. Wasser 129,0. 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