m. 2^0 163. Jahrgang Zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. vertretettag der Nationalliberalen Zugend. auf die Pflege des Reichsgcdankcns wie auf die Wahrung der Interessen Ihres Heimatstaates bedachtes Wirken gestaltete Ihre Tätigkeit als Mitglied des Bundesrates zu einer für das Reich und Bayern in seltenem Grade ersprießlichen. Für alle diese treuen, unschätzbaren Dienste, welche die Geschichte Bayerns ehrenvoll verzeichnet, sage ich Ihnen l>erzlichen und aufrichtigen Dank. Möge Gott Sie noch lange Jahre freudiger Schaffenskraft mir und dem Lande erkalten. Das ist der von Herzen BonimendelWunsch, mit dem Ich Ihren 70. Geburtstag geleite. Mit der Versicherung huldvollster Gesinnung bin Ich Ihr wohlgeneigter Ludwig, Prinzregent. _______________ Ein verstimmter, von innerer Krankheit geplagter Mann ist Fürst Katsura gestorben. Noch im vergangenen Jahr hat er Europa bereist, und in Petersburg traf ihn damals die Nachricht vom Tode des Mikado. Jetzt ist er seinem kaiser- ichen Herrn nachgcfolgt. jung angenommen: „Der Jungliberale Vcrtretertag erkennt die hohe Bedeutung der Religion für Volk und Staat an. Er ist überzeugt-, von der Notwendigkeit des Bestandes und der staatlichen Anerkennung der Kirche und religiösen Gemeinschaft als Ausdrucksform religiösen Gemeinschaftslebens. Unsere Gesetzgebung in religiösen und kirchlick>en Angelegenheiten ist mit der Entwicklung des religiösen Lebens in der Gegenwart nicht fortgeschritten. Sie entspricht nicht den liberalen Forderungen nach Gerechtigkeit, Gewissenfreihcit und nach Erziehung zum friedlichen Zusammenleben der verschiedenen Glaubensbekenntnisse im nationalen Staate. Der Vertretertag fordert daher die nationalliberalcn Fraktionen int Reich und in den Einzelstaaten auf, mit Nachdruck eine Reform der einschlägigen staatlichen Gesetzgebung zu betreiben, die den Tendenzen des Liberalismus Geltung verschafft. Als besonders dringend bezeichnet der Vertretertag die Reform der Rechtsstellung der Dissidenten, des Verhältnisses des Staates zu innerkirchlichcn Fragen und der Stellung des Staates zur Schule." ^Leipzig, 12, Okt. Nach einem Vortrag des ersten Vorsitzenden des Reichs- vcrbandes, Rechtsanwalt Dr. Robert Ka uffman n-Stuttgart wurde nachfolgende Entschließung angenommen: „Der Vertrctcrtag spricht der Nationalliberaleu Reickss- tagsfraktion und ihren Führern Bassermann und Schiffer ilfrcn Dank aus für die außerordentlichen Verdienste, die sic gemäß der großen Tradition der Partei um das Zustandekommen der großen Wehrvorlage und ihrer sozial gerechten Deckung sich erworben haben. Der Vertrctcrtag erwartet nunmehr von der Regierung, daß sie sich der Notwendigkeit einer imperialistischen Politik nicht länger verschließt und daß sic daher von den Machtmitteln, die ihr der Opfermut der Nation zur Verfügung gestellt hat, int Gegensatz zu bisher Gebrauch macht und soweit es möglich ist, den unentbehrlichen Zuwachs an Macht und Gebiet verschafft. Zu diesem Zweck ist eine bis auf den Grund gehende Reform des diplomatischen Dienstes dringend erforderlich. Nickt Adel und Vermögen, sondern die Befähigung muß der einzige Maßstab für die Vertreter des Deutschen Reick>es im Auslande sein. Wir erwarten, daß unsere nationalliberale Neickfstagsfraktion mit allen erdenklichen Mitteln auf die Durck)- sctzung dieser Forderung drängt. Wir verlangen ferner, da ßdic Angelegenheiten der auswärtigen Politik int1 Reichstag eingehender behandelt werden. Es darf insbesondere nicht, wie so oft, die Volksverttctung in wichtigen Dingen mit inhaltlosen Reden der Regierung abgespeist werden. Um dies durchzusetzen, muß vor allem auch unsere Partei mit dem größten Nachdruck auf die Durchsetzung der konstituttonellen Forderungen ihrer Entstchungszeit lver- antwortliche Reichsministerien, Staatsgerichtshof) hinwirken/ Montag, 13. Moder 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Unioersitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Tie „Gießener ZamUienblätter" werden dem -Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblntt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Surft Katsura f. Fürst Katsura, der das Zeitliche gesegnet hat, darf als der bedeutendste Staatsmann Japans nächst dem Marquis Ito gelten. Wegen seiner großen Vorliebe für deutsches Wesen und seiner Begeisterung für deutsche Einrichtungen erfreute er sich auch bei uns besonderer Beachtung. Er hatte sich in die militärische Organisation Deutschlands schon im Jahre 1870 eingclebt, als er in Potsdam Leutnant war. Seine Kenntnisse vertiefte er bet einem spateren Aufenthalt in Deutschland, wo er dem alten Kaiser Wilhelm persönlich nahetrat. Seine Gattin war zum Chri- 'tentum übergetreten, und er selber sprach fließend deutsch. Der verstorbene Fürst, der ein Alter von 65 Jahren erreicht hat, reicht zeitlich noch ins alte Japan hinein und in die Kämpfe des Jnselvolkes mit der vereinigten Flotte der Engländer, Franzosen und Amerikaner, an denen er, kaum 18 jährig, teilgenommen hat. Als die Japaner, die sich bis dahin mit derselben Hartnäckigkeit wie die Chinesen gegen das Eindringen europäischen Einflusses abgesperrt hatten, ihr Verhalten änderten, war Fürst Katsura einer der ersten, die für Europa eintraten. Besonders auf militärischem Gebiet verdanke er Deutschland fast alles. Nachdem er 1875 bis 1877 den Posten eines japanischen Militärattaches in Berlin bekleidet und sich, nachdem er vorübergehend tn der heimatlichen Verwaltung gewirkt, im Japanisch-Chinesischen Krieg hervorgetan hatte, wurde er zum Gouverneur der gerade eroberten Insel Formosa ernannt. Im Jahre 1898 wurde er Kriegsminister und 1901 (als Nachfolger des Marquis Ito) Ministerpräsident. In dieser Eigenschaft betrieb und vollendete er den japanischen Bündnisvertrag mit England, wodurch Japan zum ersten Male in die europäische Politik eingriff und den ersten Anstoß zu der großen Auseinandersetzung mit Rußland gab, die dann einen für Japan so ehrenvollen und vorteilhaften Verlauf nahm. Die Unzufriedenheit der japanischen Bevölkerung mit den Friedensbedingungen erschütterte zwar nach und nach die Stellung des Fürsten Katsura, ohne ihn jedoch ausschalten zu können. Im Gegenteil: noch wiederholt wurde er mit der Kabinettsbildung betraut. Hatte ihm die Unterzeichnung des Bündnisvertrages mit England bereits den Grafentttel eingebracht, so wurde er nach der glücklichen Annexion von Korea im Jahre 1910 in den Fürstenstand erhoben. Bis zum Februar 1913 ist dann Fürst Katsura der eigentliche Lenker der Geschicke Japans geblieben. Vorbildlich wirkte er für sein Land in der Wehrfrage. Obwohl er mit ungeheuren finanziellen Schwierigkeiten zu Sümpfen hatte und ihm kein „Wehrbeitrag" zu Hilfe kam, hat er viel auf diesem Gebiet erreicht. Freilich will es scheinen, als ob ihm das japanische Volk sein rastloses Bemühen in dieser Richtung nicht hinreichend gedankt hätte. Man beobachtete die Verlegenheiten, in denen er sich befand, sah, wie er durch äußere und innere Anleihen sowie durch alle Arten von Steuern die Mittel zur Durchführung seiner großzügigen Pläne zu beschaffen suchte und wollte dieser Milttcir- politik nicht folgen. Das aufgehetzte und aufgewühlte Volk zwang ihn schließlich, sich zurückzuziehen. Seine großen patriotischen Verdienste bleiben gleichwohl hervorragend und werden vielleicht erst dann wieder auch dem japanischen Volke im rechten Lichte erscheinen, wenn es seine starke und energische Hand vermißt. Und das kann schon sehr bald sein. Die Ausschuß- und vorftandzwahlen bei den Krantentaffen. Man schreibt uns: Bei allen Krankenkassen in Hessen mit Ausnahme der Landkrankenkassen werden demnächst zum erstenmal nach den Bestimmungen der Reichsversicherungsordnung Wahlen stattfinden. Die Reichsversicherungsordnung schreibt vor, daß das Verhältnisrecht angewendet werden muß, daß also nicht mehr die Mehrheit der Abstimmenden die Verwaltung der Krankenkassen hat, sondern daß jedeParteinach Maß- gabederfürsie ab gegebenen Stimmen ander Verwaltung beteiligt ist, also Vertreter in den Ausschuß und den Vorstand sendet. Angesichts der Neuheit der ganzen Sache erscheint nun eine nähere Aufklärung darüber notwendig, und es ist Pflicht aller Arbeitgeber und Versicherten, besonders derjenigen, die auf dem Boden der heu> Ligen Gesellschaftsordnung stehen, daß sie alle von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen. Die Beiträge zur Krankenkasse sind fast allenthalben vom 1. Januar 1914 ab erhöht worden, und da ist es doppelt nötig, daß sich alle Beteiligten auch für die Verwaltung der Krankenkassen interessieren. Die Wahlen zum Ausschuß der Krankenkassen werden durch den jetzigen Vorstand geleitet, soweit diese Kassen nach dem 1. Januar 1914 weiter bestehen oder als allgemeine Ortskrankenkassen ausgestaltet werden. Es werden weiter bestehen: 1. Alle Betriebskrankenkassen, die über 100 Mitglieder zählen, 2. die Jnnungskrankenkassen, 3. die besonderen Ortskrankenkassen Merkur in Darmstadt, Ober-Ramstadt, Neu-Isenburg, Mainz-Kastel, Mainz- Kostheim, Alzey, Nierstein, Ober- und Nieder-Jngelheim. 4. Ausgestaltet werden die Ortskrankenkassen der Städte Mainz, Darmstadt, Offenbach, Worms und Gießen, die Ortskrankenkasse Heppenheim a. d. B., Michelstadt, Dieburg, Oppenheim, Bingen, Friedberg, Lauterbach, Büdingen und Weisenau. Bei neu e rr ich t e t en O r t s k r an k enk as sc n, wie z. B. für den Landkreis Darmstadt, Groß-Gerau, Offenbach, Bensheim, Mainz, Worms, Alzey, Gießen, Schotten und Alsfeld, bei welchen ein Vorstand noch nicht, besteht, leite: ein Vertreter des betr. Versicherungsamtes, resp. Kreisamtes Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e^A öl. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen, blC ^Damit die Verhältniswahl auch tatsächlich durchgeführt wird, ist es erforderlich, daß bei den Bezirkskrankenkassen und den großen Städten nicht am Sitze der Kasse, bezw. in einem Lokal, gewählt wird, sondern daß an jedem Orte, den die Ortskrankenkasse des Bezirks umfaßt, gewählt wird und daß in den großen Städten Wahlräume tn den verschiedensten Teilen der Stadt geschaffen werden, damit den wahlberechtigten Arbeitgebern und Versicherten die Wahlgelegenheit möglichst leicht gemacht wird. Auf dem flachen Lande, wo vielleicht noch eine Landkrankenkasse besteht, bei der eine Wahl durch Arbeitgeber und Versicherte nicht stattfindet, ist für die Abhaltung der Wahl des Ausschusses der allgemeinen Ortskrankenkasse ein Zeitraum von Nicht mehr als 2—3 Stunden erforderlich. Wenn eine Ortskrankenkasse in 2—3 Wahlbezirke eingeteilt ist, so kann gleichwohl in jedem Orte des Wahlbezirks gewählt werden, nur sind die abgegebenen Stimmen in allen Orten eines Wahlbezirks für Feststellung des Wahlergebnisses zusammenzuzahlen Wenn hierbei auch vielleicht einige Mark Kosten mehr für die Wahlen entstehen, so darf dieser Kostenbetrag ui keiner Weise ausschlaqgebend sein, wenn es gilt, zu verhüten, daß einem Teil der Wahlberechtigten das Wahlrecht beeinträchtigt oder unmöglich gemacht wird; dies würde jedoch der Fall sein, wenn Arbeitgeber und Versicherte mehrere Stunden wett laufen müßten, um ihr Wahlrecht ausüben zu kounen. Es läge nicht im volkswirtschaftlichen Interesse, wenn wegen geringfügiger Kosten 20 oder 25 Wähler re einen halben Tag versäumen würden. Es miiß also bei den demnächst stattfindenden Wahlen die Forderung erhoben werden, daß an alten Otten eine W ah lgelegenheit geschaffen und wenn möglich auch em Sonntag als Wahltag bestimmt wird. _______________ ________________- Kchezm Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Deutsche ICoIoeticit. Unruhen in Neu-Kamerun. Nach einer bei dem Gouvernement in Kamerun ein- getroffenen Meldung des Postenführers von Sembe sind im Sembebezirk Ende August Unruhen ausgebrochen. Sembe liegt in der östlichen Ecke des Gebietes, das durch das deutsch-französische Abkommen vom November 1911 dem Schutz- ebiet Kamerun zunewachsen ist. Es liegt ungefähr 100 Kilometer in der Luftlinie westlich des französisch gebliebenen Ortes Wesso. Tie Dörfer in der Umgebung des Postens verhalten sich ruhig; jedoch wurden! in Lesrapides am Sembe und in Symbot am Ma- jembe Faktoreien der Konzessionsgesellschaft Ngoko Sanga Anfang September geplündert und nieder- gebrannt. Die Warenverluste sollen erheblich fein. Eine Abteilung der französischen Grenzexpedition unter Führung des Oberleutnants Karcher wurde auf dem Marsche nach Ngoila am 19. September fünf Stunden von Sembe entfernt angegriffen. Zwei Farbige wurden getötet, einer verwundet, zwei Lasten gingen verloren. Karcher konnte jedoch mit fünfzig Trägern von Sembe und fünfzehn Mann vom Begleitkommando nach Ngoila weitermarschieren. Für den Posten Sembe besteht keine Gefahr. Sembe ver- fiigt über 29 Gelvehre und ist zur Verteidigung eingerichtet. Ter Bezirksleiter von Jutaduma war mit einem Büchsen- macher, Maschinengewehren und 50 Polizeisoldaten bereits auf dem Wege von Jukaduma nach Sembe und muß inzwischen dort eingetroffen sein, desgleichen der Assistent Kehm, der mit 14 Soldaten unterwegs ist und weitere 15 Soldaten, die folgen sollten. Der westlich an Sembe stoßende Bezirk Eta verhält sich ruhig. Tie Unruhen beschränken sich offenbar auf ein Gebiet von wenigen 'Quadratmeilen, wo sich die Autorität des Europäers noch nicht genügend durchgesetzt hat. Der Kieioer Ritualmordprozeh. Kiew, 11. Okt. Der Staatsanwalt fragte den Zeugen Sck utzm ann L e s ch t echen ko, ob der Umstand, daß bei der Auffindung der Leiche aus der Jacke des Getöteten ein Leinwandlappen l)erausgezogen und dann wieder in die Tasche zurückgesteckt worden sei, in das Polizeiprotokoll ausgenommen wurde. Dec Zeuge erinnert sich nicht daran. Der Staatsanwalt bemerkte, der Laupen h a,b e eine große Bedeutung. Aus Antrag des Verteidigers Grusenberg wurden diese Worte in das Protokoll eingetragen. Kiew, 12. Okt. Interessant gestaltete sich die Vernehmung der Vertreter des angesehensten hiesigen Lokalblattes, die über ein Zusammcntrcssen mit der Mutter und dem Stiesvater des Ermordeten, sowie über die Tättgkest der Lokalpresse int Interests der Aufklärung der Mordtat berichteten. Der eine der beiden Journalisten, Bartschewski, bekundet, daß eines Tages die Mutter und der Stiesvater des ermordeten Knaben bei ihm auf einem Bureau erschienen seien, um einzelne Mitteilungen über -en Knaben zu mack-en. Dabei seien beide, die Mutter sowohl wie der Stiefvater Juschtschinskis, ausfallend ruhig gewesen und hatten keine Spur von irgendwelcher Besorgnis oder von Kummer merken lassen, der Mann habe sogar uwhnack gelacht. Der zweite der Journalisten Ordinski, will von einer Wäscherin erfahren haben, daß zwar alle Welt den Mord den Inden zuschiebe, sie wisse aber genau, wer die Tat vollml-rt habe; der Zeuge erklärt außerdem, gehört zu haben, daß Juschtscknnski von einigen Verwandten und einem Brüderpaar namens Mille ermordet worden sei. Großes Aussehen riesen d§e Aussagen des als Entlastungszeuge vernommenen Schuhmachers Jakonetschny hervor, der in sehr scharfen Worten einen der .Hauptzeugen der Anklagebehörde, den Laternenanzünder Schackowski), als einen lügnerischen, leichtfertigen und absolut unzuverlässigen Trunkenbold bezeichnet. Weiterhin bezeichnet dieser Zeuge die Aussage einiger anderer, daß verschiedene Schulkinder durch den Zaun des mehrfach genannten Fabrikgrundstücks geschlüpft, daß Beilis mehrere von ihnen angegriffen und namentlich den Juschtschinsli weggeschlevpt habe, als unrichtig. Zu jener Zeit, als die Zeugeii das beobachtet friben wollten, habe der fragliche Zaun überhaupt keine Lücke belegen, so daß damals die Kinder aus den Fabrikhof gar nicht gelangen konnten. Wenn Juschtschinski tatsächlich von Beilis von dem Grundsttick verschleppt worden wäre, hätte er, Zeuge, das unbedingt sehen müssen oder wenigstens durch sein Töckterchcn, das mit den anderen Kindern gespielt habe, sofort erfahren. Die Zeugin Z a b l u d s k a j a, die mit den Eltern Juschtschinskis int gleichen Hause wohnt, behauptet, daß die Mutter des Knaben sehr aufgeregt war und stark geweint habe, als sic von der Tat hörte; der Stiefvater habe auswärts gearbeitet und komme stets nur am Ende der Woche nachhause. In der für die Mordtat in Frage kommenden Nacht sei der jetzt ermordete Knabe bei seinen Eltern zuhause gewesen. Wenn in dem Hause irgend etwas vor- gekommcn wäre, hätte sie, die Zeugin, es unbedingt bemerken oder hören müssen. , , „ , _ < , Eine weitere Zeugin befunbet, daß noch am ersten ~age bey Prozesses die Wera Tschcberjak einen der als Zeugen vernommenen 1 Knaben dahin zu beeinflussen gesucht habe, daß.erau^sageniolle er habe selbst gesehen, wie Beilis den Juschtschmskt weggeschleppt übrigen Zeugenaussagen boten wenig Interessantes. zum ^Geburtstag des bayrischenGesandten in Berlin, Grasen von und zu Lerchenseld schreibt die Bayerische Staatszeitmig: Graf Lerchenseld, der sich einer beneidenswerten geistigen mid .... -wische erfreut, kann an diesem Tage auf 4 5 Jahve korperftchen $tiW ' vorbildlicher Pflichterfüllung im Dienste 8urü*auen. Im Verlauf- einer Stad) semes Karriere ist es ihm beschteden gewesen in raschen wie g n^ $ { f den verantwortungsvollen Posten ^^^^Ä^n^G^cchn^ten beim Berliner Hose gerusen zu werden, des bayenlcken i um $at)ern hochverdienter und vom den .sH^ ^mise heraus geschätzter Diplomat, bekleidet hatte. Königlichen »aus Bundesrat hat er nut uxi= Sachkenntnis an der Er- ermudlichem J^chsocschäfte tcilgenommen und dank dem Ver- lcdigung der ckeiws. i - '«z^^^ens, in das er mit den fünf hältnis ^5^^eustchen Reiches zu treten wußte, wiederholt das versönlichen Ansehens in der Entscheidung wichtiger Gewicht se nes perionuwfeiner Wirksamkeit als stimm- gel^'d Eck ^ndesrats hat er es allezeit verstanden, füllendes Mitglieo o Interessen mit jener »ThHflebanfcnä zn vereinigen, die IM Fntercssc begründet ist. nQ1 DcrPrinzregent richtete an den Grafen nachstehendes Handschreiben• $ ist Ihnen Geschieden, am Mein lieber Graf Lerckeni^ unb Ästigkeit das 70. Geburts- 13 Oktober m KAArzAcMn Glück- und Segenswünsche sind fest zu leihst. Meme tferzii entgegensetzen Er Ihnen zu diesem S^^mraen Anlaß, meinen warmen Dank für bietet nur einen mulw lenste zu bekunden, die Sic, lieber die vielen hervorragen ~ Staate in einer langen und Graf, dem leisteten Seit 45 Jahren im Staatsdienste ehrenvollen Laufbalst. m^en£ Gesandter beim preußischen stellend und seit 33 Jahren ' ) Jahrzehnten rrfolgreichcr Hoie beglaubigt, enttaueie.i ^rksamkeit. Gestützt auf umfassende »FJOt SÄ «FS ~ Leipzig, 11. Okt. Mit einer geschlossenen Vertreterversammlung im „Reichs« hos" nahm die diesjährige Tagung des Rcichsverbonds der Nationalliberalcn Jugend ihren Anfang. — Nachdem der erste Vcrbandsvorschendc, Rechtsanwalt Kauffmann «Stuttgart) die Tagung mit einem Gruß an die Erschienenen eröffnet und der Versammlung den Eintritt mehrerer neuer Vereine angezeigt hatte, gab der geschäftsführende Vorsitzende Engels (Köln) den Berick)t über die Tätigkeit im vergangenen Jahre bekannt. Die öffentlichen Verhandluiigen begannen mit einem Vortrag des Pfarrers Dr. Förster (Frankfurt a. M.) über „V c r - hältnis von Staat, Kirche und Gesetzgebung". Nach einer regen Aussprache wurde folgende Entschlic- Sn Stehplatz 1.50 Mk- it«*JapeBe MoUnsky II. Platz 6.- Mk- '• bndw. Wällner, *son, Hegar. Gast: Alt). In der Aula, te Palmen^arten- i. Budapest (Violine), er. r, Dresden (Bariton), Violine1. In der Aula, avisson, Natterer, dert, Kgl. Kammer- (Sopran), Herr Pro- ivieri, Herr Professor Io). In der Aula. Hoftapelle,Leitung: b. Bach: Der ata- ninger Hofkapelle, idtkirche. Streichquartett, iollnhal*, Hegav. L&ndel, (Senheaihei- ische Gesangverein, Orchester. Leitung: e. tag statt, alle übrigen la düng- n die Plätze des Vor- Abänderung in einer 13 bei Herrn Ern s ingen entgegen und Inh. M*- - n -Täglich * a Di,.: InmeriertenPläto-. “"desAkademisd® Konzerte zu denk ß-Mk. Itz (sämtliche Plätze (k. sind numenertj. Iv8/«, Eine Kundgebung in Prag. Prag, 12. Oft. Nach einer von zweitausend Personen, meistens, I s r a e l i t e n, besuchten P r o t e st v e r s a m m l u n g gegen den Kiewer Ritualmordprozeß versuchten mehrere hundert Teilnehmer vor dem russischen Konsulat eine Kundgebung. 'Die Polizei sperrte die zum Konsulat führenden Straßen ab uni) räumte die umliegenden Seitenstraßen. Vier Personen wurden festgenommen. Aus Stadt und Gießen, 13. Oktober 1913. Trin k e rfü rs o rg e stel l e für Stadt und Landkreis Gießen, Gießen, Asterweg 9. Sprechstunde: Jeden Dienstag abend von 6l/2—8 Uhr. * ** Die Freiwillige Gail sch e Feuerwehr Gießen beging am Samstag abend in der Turnhalle des Turnvereins sein 58. S t i f t u n g s f e st, zu dem neben den Mitgliedern und Freunden der Wehr eine große Zahl von Ehrengästen und Vertretern der städtischen freiwilligen Feuerwehr und der Heuchelheimer Wehr erschienen war. Unter den Ehrengästen sah man die Herren Regierungsrat Lan- g ermann, Stadtbaumeister Branddirektor Braubach, die Stadtverordneten Professor U r st a d t, H a b e n i ch t und Winn. In der Ansprache begrüßte Hauptmann Wenzel die Erschienenen und wies mit Dankbarkeit auf das gute Einvernehmen mit den vorgesetzten Behörden hin. Regierungsrat Langermann sprach der Wehr den Glückwunsch des Provinzialdirektoriums aus, er schloß mit einem Hoch auf den Großherzog. Den Glückwunsch der Stadtverordneten überbrachte in humorvollen Worten Professor Urstadt, während Stadtbaumeister Branddirektor Braubach die warme Anteilnahme des Oberbürgermeisters an der Entwicklung der Wehr zum Ausdruck brachte. Ein Diplom für 15jährige Dienstzeit überreichte er dem Mitgliede Ludwig Schneider. Zeugmeister Riebel sprach im Namen der städtischen freiwilligen Feuerwehr. Die darauf folgenden Darbietungen zeugten von dem Bestreben der Wehr, auch in der Pflege der Geselligkeit nicht zurückzustehen, wenn es gilt, Geburtstag zu feiern. Der Gesangverein „Heiterkeit" brachte unter der Leitung des Lehrers Becker stimmungsvolle Lieder zum Vortrage. Musiker der hiesigen Infanterie-Kapelle führten den musikalischen Teil der Vorträge aus. aus. Ein nettes Lustspiel „Duft" wurde von den Damen Fräulein L i n d e n st r u t h, Wink und Richter und den Herren Gröninger und Meinhardt mit Erfolg aufgcführt. Den Beschluß bildeten stimmungsvolle lebende Bilder „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!", zu denen Herr Weiß den verbindenden Text sprach. Bevor man zum Tanz überging, brachte der Hauptmann einige cingclaufene Glückwunschschreiben vom Oberbürgermeister Mecum, von der Frankfurter freiwilligen Feuerwehr, von der der Stadt Wetzlar, vom Geheimen Kommerzienrat Heichelheim und von Herrn Raimund Wagcnschein zur Kenntnis. •* D i e Haselnußsträucher haben in diesem Herbste nur geringen Fruchtbehang. Auch die Eichen tragen durchweg keine großen Fruchtmengen. Wenn die hierauf bezügliche Bauernregel sich bewahrheitet, hätten wir einen gelinden Winter zu erwarten. Landkreis Gießen. -m Hungen, 13. Oft. In der evangelischen Kirche wurde nm Sonntag das Erntedankfest gefeiert. Eine Menge schöner, auserlesener Früchte aller Art waren am Altar niedergelegt worden, die später dem Krankenhause zur Verwendung überwiesen wurden. Auch am Abend sand ein Gottesdienst statt, bei dem die Kirche zum ersten Male in elektrischem Licht erstrahlte. — Am 28. ds. Mts. findet hier Bürgermeisterwahl statt, da die Amtszeit des allseitig beliebten Bürgermeisters Fendt abgelaufen ist. Kreis Schotten. 4- Schotten, 10. Olt. Unter sehr zahlreicher Beteiligung ans allenTeilen des Landes fand auf dem Lehrer- cheim die diesjährige Hauptversammlung des Vereins „Lehrerheini Vogelsberg" statt. Den Verhandlungen ging nach einem gemeinsamen Mittagessen die Weihe .der Backes-Ei ehe voraus. Der 1. Vorsitzende, Lehrer Ludwig D e r n-Offenbach, wies in seiner Festrede auf die großen Verdienste hin, die der ehemalige Obmann Backes sich um die Erhaltung des Lehrerheims erworben hat. Schulrat BackeS-Groß-Gerau, ein Sohn des Gefeierten, dankte im Namen der Familienangehörigen für die dem Vater erwiesene Ehrung. Bürgermeister Kro m ni - Schotten übernahm das finnige Denkmal im Namen der Stadt, und gelobte, es allezeit zu schützen und in Ehren zu halten. Darauf nahm die Hauptversammllmg im großen Saale des Heims ihren Anfavg. Nach kurzer Begrüßung durch den Vorsitzenden und durch den Obmann des BezirkS-Lchrervereins Schotten, Lehrer Karl Linck-Rudingshain, nahm die Versammlung zunächst die üblichen Berichte entaeaen, die durch den Schriftführer Gg. Dir lamm, Nieder-Eschbach, und den Rechner Fr. Held, Schotten, geboten wurden, Nach der NechnungSablage betrugen die Einnahmen Mk. 8998,64, denen eine Ausgabe von Mk. 8977,96 gegenüberstand. Die von Clarins, Langen, inS Leben gerufene Stiftung „Lehrerfrauendank an Vater VackeS" ist auf 2500 Mk. angewachsen. Nach dem durch den Vorsitzenden dargebotenen Jahresbericht ist die Zahl der Mitglieder wieder um 121 gewachsen und die Schuld auf Anteilscheinen hat sich im letzten Jahre außer der regelrechten Amortisation um volle 1000 Mk. vermindert. Ter Voranschlag wurde mit 3410 Mk. in Einnahme und Ausgabe gutgeheißen, für Vorarbeiten zur Erlangung einer Geldlotterie 100 Mk. bewilligt. Zur Rückzahlung wurden 6 Anteilscheine ä 50 Mk. auSgelost. Die auSscheideuden Vorstandsmitglieder Deru-Offenbach, König-Mainz, Dirlam- Nieder-Eschbach, Spieß-Mörfelden, Trinka nS-Darmstadt wurden durch Zuruf wiedergewählt. Gemäß den gestellten Anträgen wurde beschlossen, einen Fonds für baldige Erweiterung deS LehrerheimS zu gründen und der Errichtung eines Luft- und Sonnenbades näherzutreten. Nach mehrstündigen angeregten Verhandlungen übermittelte Lehrer ClariuS-Langen dem rührigen Vorstände den Dank des Vereins. Kreis Friedberg. r. Bod-Nauheim, 10. Oft. Ein Studien- auSschuß, bestehend aus dem Magistrat und den Stadtverordneten des bekannten englischen Seebades Brighton, besuchte heute nachmittag unser Bad und machte unter Führung des KurdireftorS Oberst v. Frankenberg einen Rundgang durch unsere Badeanlagen. Besonders eingehend wurden das Kur- und KonzerthauS besichtigt, da Brighton die Absicht hat, ein neues Kurhaus zu bauen, und die Herren des Studien- ausschuffes beauftragt sind, Eindrücke zu sammeln. Kreis Wetzlar. r. Kinzenbach, 11. Oft. Der älteste Bewohner und Veteran Johannes Bevler wurde am Freitag nachmittag von dem Kriegerverein, deß'en Gründer er war, und vielen anderen Leidtragenden zur letzten Ruhe gebettet. Der Verstorbene genügte seiner Militärpflicht im zweiten Garderegiment von 1849—1851 und stand im 85. Lebensjahre. Lin Dampfer in Srand. Wie wir in einem Teil unserer Auflage noch am jSamstag bekanutgegeben haben, ist der Dampfer Volturno, der sich auf 10. Oktober auf der Fahrt nach Rotterdam befand, einer Meldung aus Liverpool zufolge, auf offenem Meere in Brand geraten. Nach einem drahtlosen Telegramm sollen 121 Personen gerettet worden sein, doch sollen bei Namensaufruf 26 3 Personen gefehlt haben. Nach den neueren Meldungen scheint die Zahl der Vermißten geringer zu sein, doch ist das Unglück immer noch fürchterlich genug. Uns gingen seither folgende Nachrichten über den Unfall zu: Liverpool, 11. Oft. Die Cunard Line hat heute früh 6.20 Uhr ein drahtloses Telegramm von ihrem Dampfer „Carmania" erhalten, wonach der der Uranium-Linie ge- gehörige Dampfer „Volturno", der auf der Fahrt nach New Hork begriffen war, am Morgen des 10. Oktober um 9.20 Uhr in 48 Grad 25 Min. Breite und 34 Grad 35 Min. Länge in Brand geraten und int Stiche gelassen worden sei. Die Ueberlebenden seien alle aufgefunden worden. Tie Zahl der Personen, welche durch 16 zu Hilfe geeilte Dampfer gerettet worden sind: Carmania 11 Personen, La Touraine 40, Minneapolis 30, Rappa Hanneck 19, Czar 102, Narragansett 29, Aevonian 59, Kroonland 90, Großer Kurfürst 105 und Seydlitz 36, im ganzen 521 Personen. Unvollständige Listen.der Geretteten befinden sich an Bord der „Carmania" und werden von Queenstown abgesandt werden. Ter Proviantmeister des „Volturno" nennt folgende Zahlen der an Bord befindlichen Personen: 24 Passagiere 1. Klasse, 540 3. Klasse und 93 Mann Besatzung, insgesamt 657 Personen. Von dem Dampfer „Kroonland" wurden ausgenommen der Kapitän der 1., 2., 3. und 5. Ingenieur und zwei Telegraphisten. An Bord des „Narragansett" befinden sich die Bäcker und der Steward der 3. Klasse, an Bord des „Czar" der Proviant meister und der Arzt, an Bord des „Großen Kurfürsten" 19 Personen, deren Namen noch nicht bekannt sind. London, 11. Oft. Die „Evening News" meldet aus Fishguard: Als der Dampfer „Carmania" den drahtlosen Hilferuf der „Volturno" empfing, setzte er sich mit Volldampf in Bewegung; mit mehr Heizern machte er zwanzig Knoten gegen den rasenden Sturm. Er erreichte die „Volturno" am Mittag und fand das Vorderteil in hellen Flammen stehen. Das brennende Schiff rollte heftig und seine Schrauben hatten sich in die Bootstaljen verwickelt, welche sechs Boote zu Wasser bringen sollten. Von diesen kamen jedoch nur zwei vom Schiff ab, während vier andere durch furchtbare Seen an den Schiffsseiten zerschmettert wurden, wobei alle ihre Insassen ertranken. Tie „Carmania" versuchte vergeblich, ein Boot zur „Volturno" zu senden und manövrierte dann 100 Fuß von ihr entfernt. Man sah die Passagiere eng auf dem Hinterteil des Schiffes zusammengedrängt, während die Besatzung versuchte, die Flammen zu bekämpfen. Acht große Dampfer erschienen im Laufe des Nachmittags. Als sich gegen Abend der Sturm gelegt hatte, setzten alle Schiffe Boote aus, die aber die „Volturno" nicht erreichen konnten. Bei Einbruch der Nacht benutzte die „Carmania" ihre Scheinwerfer, um die mit den Wellen kämpfenden Schwimmer und Boote aufzufinden. Um 9 Uhr abends brachen die Flammen mittschiffs durch. Darauf erfolgte eine Explosion und nunmehr war das Schiff dem Untergang geweiht. Es wird sodann eine anschauliche Darstellung gegeben von dem Schauspiel, wie sich die „Volturno" von mächtigen Dampfern in einem Kreis umgeben sah, auf deren Decke sich Tausende von Passagieren befinden. Infolge der bergehohen Seen war es unmöglich, Hilfe zu bringen. Um 9.30 Uhr hörte man nahe der „Carmania" Geschrei und sah Zwischeudeckspassagiere mit Rettungsgürteln im Wasser. Ein Scheinwerfermann wurde an Bord geholt. Andere Schreie starben bald dahin. Bei Tagesanbruch schwamm die „Volturno" noch, die Passagiere waren noch auf dem Hinterteil zusammengedrängt. Der Seegang hatte wesentlich abgenommen. Eine Flottille von Booten umgab das Heck der „Bolturno". Schreckensszenen an Bord. London, 11. Ott. Die hier vorliegenden neuen Meldungen über den Untergang des Dampfers „Volturno" lauten wesentlich zuversichtlicher, als die ersten Nachrichten, u. in einzelnen Telegrammen, die zuletzt aus Newyork eintrafen, wurde dieZahld er Opfer mit nur ne unzehn angegeben. Der Brand auf dem „Volturno" brach im Borratsraum aus und breitete sich infolge des heftigen Windes schnell auf das ganze Vorderschiff aus. Es wurden sogleich drahtlose Hilferufe ausgesandt,^ die den Erfolg hatten, daß nach etwa drei Stunden der erste Dampfer in der Nähe des Schiffes erschien. Es war dies die „Carmania". Im Laufe des Nachmittags trafen noch eine Reihe großer Dampfer ein, amerikanische, englische, russische und die deutschen Schiffe „Seydlitz" und Großer Kurfürst". Alle diese Schiffe legten sich in einem großen Bogen um das brennende Schiff und versuchten bei dem herrschenden Sturm nach Möglichkeit an das Schiff heranzukommen. Erst gegen Mitternacht gelang die Rettung eines Teils der Passagiere. Die Besatzung des Schiffes wurde in der Hauptsache gerettet. Während des Brandes auf dem „Volturno" sollen sich auf dem Hinterdeck, wo sich die Passagiere zusammendrängten, wahre Schreckens szenen abgespielt haben. Hunderte von Personen soller. bwfi umdieRettungsboote gekämpft haben. Um 1Ü Ultz abends explodierten die Kessel, und dies verschlimmerte t>ie Sage. Der Vertreter des Londoner Bureaus der Cauadian Northern Steamfhip Company fugte, er fürchte das Aller- schlimmste und habe keine Hoffnung, daß von den v e r m i ß t en 2 3 6 P e r s o n e n (?s noch irgend jemand lebt. Tie Passagiere waren fast sämtlich Auswanderer, namentlich Russen, Polen und Galizier. Der „Volturno" wurde vor fünf Jahren für den Auswaudererdiciist gechartert und kann tausend Passagiere befördern. Die Offiziere des Dampfers waren Engländer, die Mannschaft bestand hauptsächlich aus Holländern. Das Schiff gehört der Canadian Northern Steamship Company, war aber von der Uraniumdampfer- gesellschaft gechartert. Ter Wert des Schiffes wird auf 45 000 Pfund Sterling geschätzt. Es soll in voller Höhe versichert sein. Das Rettungswerk des „Großen Kurfürsten". Bremen, 11. Oft. Von dem Dampfer „Großer Kurfürst" des Norddeutsck>en Lloyd traf ein drahtloses Telegramm von der Unfallstelle des „Volturno" ein, das folgendermaßen lautet: Wir empfingen die Hilferufe vom „Volturno" am Donnerstag nachmittag um 4 Uhr aus dem 48. Grad 50 Min. nördlicher Breite und 35. Grad 6 Min. westlicher Länge. Der „Volturno" wurde in total brennendem Zustande gefunden. Das Feuer entstand anscheinend durch eine heftige Explosion im Vorderschiff, wobei verschiedene Passagiere und Mannschaften getötet wurden. Elf Dampfer befanden sich an der Unfall- stelle. Es wehte ein heftiger Nord-Nordweststurin bei hoher See mit Dünung. 2 Boote des „Großen Kurfürsten" waren die ganze Nacht von 9 Uhr abends bis 3.15 Uhr früh unterwegs. Eine Annäherung an das Wrack war säst unmöglich; die Rettung war nur durch Ueberbordspringen möglich. Der „Volturno" sandte ein Boot mit fünf Manu, welche ausgenommen wurden, während das Boot gleich darauf sank. Vom „Großen Kurfürsten" wurden insgesamt gerettet:, 86 Passagiere, zwei Offiziere, ein Maschinist und 16 Matrosen. Insgesamt von allen Schiffen wurden 523 Personen gerettet, zirka 100 Personen werden vermißt. Die „Carmania" und „La Touraine" suchten die Unfallstelle ab. Nach zwei vollbesetzten Booten des „Volturno" wird gesucht. Ein Erfolg ist unwahrscheinlich. Das Wrack bleibt für die Schiffahrt gefährlich. Die Schiffbrüchigen sind wohl versorgt und gut placiert und setzten die Reise fort. Die Unfallstelle. Das Unglück hat sich mitten im Atlantischen Ozean zugetragen. Die Stelle liegt in nordwestlicher Richtung von den Azoren auf der großen Schiffahrtslinie, aus der die Ozeandampfer zwischen Newyork und Europa verkehren. Daher erklärt es sich, daß dem brennenden Schiff in kurzer Zeit so viele Dampfer zu Hilfe eilen konnten. Das Meer ist an der Unglücksftelle etwa 4000 Meter tief. Hamburg, 12. Oft. Wie eine der Hamburg-Amerika- Linie zugegangene Radiomeldung besagt, befand sich ihr Passagierdampfer „Graf Waldersee" gleichfalls beim „Volturno". Die Passagiere und Mannschaften des „Volturno" waren aber bis auf die in den vermißten Booten des „Volturno" befindlichen Personen bereits von den anderen Schiffen ausgenommen worden. „Graf Waldersee" kreuzte zehn Stunden erfolglos bei der Unfallstelle, um die vermißten Boote aufzufinden. Bremen, 12. Oft. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Seydlitz" meldete heute morgen 5 Uhr drahtlos: „Retteten Sechsundvierzig vom „Volturno"." UnivcriitätdsTlad?ric^tctt* — Prozessor Dr. Friedrich Schulthetz, Ordinarius der semitischen Philologie inKonigsbera i. Pr, bat einen Rui an die Universität Straßburg i. E. ginn Frühjahr 1914 erhallen und angenommen. Er wird dort Nachfolger des nach Göllingen gebenden Prozessors E. Littmann. Kleine Caqeschronik. In Münchsdorf bei Kassel entstand Feuer. Bis mittags waren 1 5 Wohnhäuser abgebrannt. Acht Familien sind obdachlos. In Drage (Schleswig) wurde der 80jährige Landmann Wehden in seiner Wohnung von Einbrechern erschossen, die eine größere Summe raubten. Lingesanöt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 11. Oft. Von einer hiesigen Frau erhalten wir folgende Zuschrift? Ich bin ein altmodischer Mensch, habe aber ein starkes Interesse an den Strömungen der Neuzeit. Deshalb habe ich int vollgepfropften Saal die abendlichen Borträge des Allgemeinen deutschen Frauenvereins angehört. Zunächst den über den Geburtenrückgang, über den ich mir bisher noch kein graues Haar hatte wachsen lassen. 1 Fräulein Dr. Bernays bewies haarscharf, daß die ntobeme Frauenbewegung mit dem Geburtenrückgang absolut nichts zu tun hat. Nachdem ich nach Art der altmodischen Menschen alle ihre Worte im Herzen bewegt habe, muß ich zugeben, daß der Geburtenrückgang im allgemeinen der Frauenbewegung nicht in die Schuhe geschoben werden kann. Im Gegenteil glaube ich, daß sie den angeführten Hauptursachen dieses Uebels nach Kräften entgegenarbeiten möchte. Andererseits bewirkt aber die Frauenbewegung, die jedes Mädchen durch die Wahl eines Berufs selbständig zu machen sucht und dies schon in hohem Maße erreicht hat, aber dadurch eine Verminderung der Eheschließungen. In alten Zeiten nalrm das Mädchen aus guter Familie, nachdem es, am Fenster seine Jugend verhäkelnd, etwa vergeblich auf den Mann seiner Liebe gewartet hatte, schließlich in der Regel den Ungeliebten, der ferne Achtung, eine gute Stellung und eine Glatze befaiV Es wußte, daß es Pflicht und Trost sei, dem ungeliebten Gatten zu gehorck)en. Das Schreckgespenst beruflosen Altjungserntums hat Tausende und Abertausende in die Ehe getrieben. Ein befriedigender Berus schützt vor diesem Sckrritt der Verzweiflung« Ebensosehr bietet er auch eine Belvahrung vor Verführung, der sonst mehr Mädchen zum Opfer fallen würden. Auch die berufstätige Frau in der Ehe mutz die Zahl ihrer Kinder beschränken. Woher soll sie die Zeit nehmen, ihnen die Honig- l.ärte abzuputzen? Es existiert also doch in vielen Fällen ein > Zusammenhang zwischen Frauenbewegung und Geburtenrückgang, | wenn auch der Wegfall gerade dieser Geburten im Einklang steht I mit dem verfeinerten Moralempfinden des Einzelnen. H. Jede echte Osram-Lampe muß die Inschrift „Osram“ tragen. - UeberaU erhältlich. Auergesellschaft, Berlin 0.17 ' Un terbrecMidh 70% S&omeispariiis Brillantes weiSSeSfiChf 26 647 762 840 940 124112 664 66 727 806 125000 414 49 138061 112 28 646 86 841 232 153127 646 154162 219 319 98 804 955 36099 164 272 391 711 939 37141 231 659 89 259 72518 720 802 18 878 204036 131 341 439 64 60 695 663 73 90085 670 933 [4001 54 59 91108 301 39 215018 36 293 638 714 867 [500J 216322 72 461 217001 194 1500] 974 218020 162 89 322 [500] [1000] 423 97 516 86 650 470 600 891 101359 94 102070 203 228131 382 90 497 734 910 Neuheiten Bas in reizenden vornehmen Herbstblusen SIM Hemdenblusen brikat, prima Wäschenäherei Baumwolle, Halbwolle und reine Wolle Dee Honigtöpfe - SSu/( welche Frau Marie Schmidt Metallbetten Holzrahmenmatr-Kinderbett. Telephon 484 ReuHadf 2/4 07337 Rabattmarken des Rabatttparvereins Schiffenberger Weg 8 III. Giessen it 606 600 804 83 33144 49 328 35094 242 370 93103 92 P99 680 850 468 228 403 728 780 682 615 726 863 934 68 82 712 62 661 290 660 399 680 618 600 906 103319 463 636 735 56 836 62 1 04005 288 307 23 64 624 41 742 105163 316 510 633 106126 244 63 434 437 856 450 662 2G5027 370 601 739 832 838 92 108 998 826 426 779 88 881 910 1 39031 515 491 888 948 [400] 141514 241 343 433 966 1 43102 39 825 144020 36 42 63 319 686 209197 211011 214019 230 711 570 877 701 829 646 16 622 13409 15046 17068 99 773 74228 76094 78268 79151 61 94 611 28089 31348 [400] 618 43120 632 99 62277 638 90 64 546 69 919 205 650 143085 425 651 147087 812 69) 803 505 279 Vertreterin erstklassiger Dresdener Mass-Korsettfabrik 509 578 668 784 608 938 575 628 77 821 200 82 884 782 443 410 918 452 377 907 91 140088 143 78 396 46 142062 92 112 283 431 42 671 609 210115 79 377 015 725 96 212222 413 618 213523 743 298 633 697 236205 754 84 862 38 911 82 943 45 61 71 601 2O3220 354 963 208114 : des Norddeutschen MN 5 vhr drahtlos [ um"." 340 63 62 403 87 644 360 919 614 80 883 77343 482 99 469 68 76 87 [400] 613 619 27 277 651 787 809 848 134028 163 344 659 606 [400] 69 135409 45 [1000] 63 646 722 36 39 860 136243 412 70 879 84 991 137004 123 308 22 413 19 606 74 639 703 38 830 223128 225101 146 234 290-424 34 723 91 855 201002 617 23 30 38 735 971 202243 61 801 665 812 [400] 99 847 155082 288 416 206 405 960 77 157073 896 935 159708 892 268 640 67 [500] 606 775 163213 313 [500] 86 360 96 126062 81 237 46 69 656 [600] 69 127060 220 415 647 741 871 126387 494 99 657 19 986 129121 [500] 48 [400] 222 77 440 617 719 130438 68 82 801 13 1 091 281 390 420 69 762 96 902 132495 98 689 797 930 133318 billiger und besser sind als Steinkohle. 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Katal. fr. Eisenmöbelfabrik Suhl i. Thür. thv30/«) Nur die Gewinne Ober 192 Mark sind den betreuenden Nummern in Klammern bei gefönt. Bekanntmachung Die Gemeindekrcmkenversicherung Mendorf a. d. Lumda wird am 31. Dezember 1913 geschlossen. Forderungen sind bis längstens 31. Dezember 1913 geltend zu machen, andernfalls Zahlung verweigert wird. Mendorf a. d. Lumda, den 11. Oktober 1913. Großherzogl. Bürgermeisterei Mendorf a. d. Lumda. Nein. 6775 in größter Auswahl empfiehlt Porzellanhaus höwerfi Bediitein 142022 71 200 5 384 S4 489 533 608 29 228 641 144116 98 793 96 969 1 45194 247 602 740 834 64 943 146238 688 960 79 300 [400] 11 602 742 857 1 48276 484 545 839 965 149325 481 795 99 885 39 617 813 60799 61196 223 63 351 870 930 66 [600] 959 6 3399 436 [400] 821 64130 239 300 44 65340 47 447 82 632 655 704 826 66274 420 661 820 00 996 67206 433 781 94 [400] 843 671 748 876 45334 511 647 76 762 824 956 376 487 622 780 81 859 68 81 47256 306 872 96 423 [600] 28 49074 93 131 397 99 479 763 883 60266 51418 760 [400] 818 52190 474 92 454 164201 307 422 13000] 637 918 1 65065 153 82 550 703 97 936 166019 687 780 82 908 39 94 168064 445 646 847 169798 816 69 170783 171008 302 31 172404 10 65 92 603 27 94 604 711 816 960 173116 [400] 662 715 62 89 [5000] 849 922 174213 488 553 62 782 175277 88 466 862 176039 67 133 [400] 481 575 653 737 177087 116117 211 94 [4001 425 45 517 754 86 967 117003 453 [400] 505 95 607 847 939 118133 89 451 62 690 671 119932 120046 219 522 1 21126 [400] 266 364 686 664 [1000 ] 777 896 924 1 22188 244 SOS 466 619 668 828 123057 153 694 936 45 1 2 4677 791 898 935 1 25165 323 126226 576 766 849 57 127098 104 337 57 73 440 63 85 552 678 964 128060 126 298 484 635 655 660 76 129092 665 [400] 766 963 85 130127 364 88 924 70 1 3 1 309 652 68 930 132 929 1 33026 69 146 71 203 331 420 601 811 [4001 988 [400] 134122 202 (400) 330 482 135012 205 59 81 659 652 78 766 (600001 136035 268 517 738 137132 66 384 525 647 76 94 710 990 138007 11 27, 349 [500] 487 691 804 73 93 952 [400] 139210 47 375 94 634 140372 635 696 792 908 83 1 4 1012 14 114 441 70122 435 84 689 71799 72015 23 346 79 489 612 15 26 7 3142 96 702 7 4143 244 374 696 7 5023 56 198 287 [1000] 691 801 99 76349 676 62b 780 940 263^516^400^ 805 92° ?®188 205 692 97 915 78023 m Atlantischen nordwestlicher Rich- cchisfahrtslinie, au| rk und Europa ver- n brennenden Schisj le eilen konnten. 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Klasse der S. Preussisch-Süddeutschen Klassen-Lotterie findet vom 7. November bis 8. Dezember 1918 statt 8 0081 85 174 298 326 669 808 98 131112 222 466 632 92 820 28 [400] 8 2356 790 887 8 3054 90 94 299 334 433 8 4031 135 356 85084 139 261 368 430 776 819 936 86047 352 9t 1600) 87111 72 395 673 88012 868 89174 91 963 65 90013 20 264 399 91218 360 613 94 [600] 747 92022 628 642 9 3456 697 951 94656 823 70 95268 96 463 74 647 96107 366 418 46 686 776 880 97130 296 327 419 628 98062 139 66 279 420 72 98 517 52 606 714 880 [400] 998 99569 87 100189 239 92 436 543 725 101461 533 841 62 917 18 36 102056 669 916 74 103070 684 916 93 1 04013 7 5 260 333 604 48 708 829 1 0 5 583 796 815 93 106152 206 446 637 706 107U19 42 332 519 696 877 11)8106 201 539 871 760 912 109464 920 110065 481 112109 324 66 659 807 939 113062 382 610 768 [400] 114213 553 84 787 839 115397 Für ein gut eingerichtetes und flott beschäftigtes Fabrik - Onternehmen wird zwecks Erweiterung IICapitaE gesuchi Schriftl. Angebote unter 08165 an den Gietzener Anzeiger. [500J 682 618 92 877 922 82071 296 382 489 357 788 860 94397 ------ 18 45 332 611 97168 777 £3013 99099 169 307 44 475 605 Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 468 636 37 98 896 1008 82 182 343 93 47 cm 2002 628 [400] 751 840 3081 111 268 437 612 2oq coo,7 33 4332 44 05 614 5136 263 87 516 740 ISOOni rkv62?«981 7326 84 95 479 713 873 V122 77 L3000J 557 648 778 85 9242 476 644 760 67« Trfn4^?7,7«679 88 767 81 11034 115 273 495 l4nn?4«rA4no<,12,2?3 95 356 493 952 13009 76 188 ßTRÄ3v6Ä 14403 845 60 93 15368 417 (4°01 Sn3n9,3? 16=01 610 764 821 67 904 65 83 17140 So [4toJ 761 878 840 (40°] "3 18186 368 Sinn?«4« 873 992 2 1 007 241 61 74 98 453 99 riRflnn?7««2 .90° 22137 229 321 607 649 2 3034 2^607 01 823 l3000] 807 24134 216 371 836 61 97nii nloL4?, 01 26024 48 195 271 397 663 641 00° 24 *9Oni-1,624 U000001 630 G34 86 28202 600 qt??0 0 100 382 63 433 606 732 824 61 dR7 I26 989 3 1006 287 600 674 918 3 2214 Inn 7or n?01« 33 758 34320 36 527 694 35169 233 26 33 92 404 18 606 610 916 36312 416 48 699 JJ146 3 8027 103 354 3 9685 806 ««„7®283 315 454 530 681 87 727 815 41413 708 4dnda RR 4don 7«oo 6001 860 43594 641 710 66 974 stfl°vurde dliziere be§el U1$ r'tand Inn c Uraniuwb Kn, Mirfat" M.L •■«"ft“; Ä. Ä '-Sorbet- ,ld). Qn der Unfall, * SM »ter- roar m|t unmöglich- 'M« möglich^ Mann, welche auf, darauf sank, amt gerettet- 86 '^d 16 Matrosen. ^Perionen gerettet, ue „Carmama" und Qb. Nach zmei boll» 1 gefucht. Ciu Erfolq t kur die Schiffahrt M verargt und gut Blusenflanelle in reicher Auswahl Rubrik stehenden Artikel um gegenüber keinerlei liefen, 11- 0kt. wir folgende. Mnst. itfM Ärf-zu l,lte l,m^iuaeben, daß dec al Sfljfi hie jedeI rauenbemegE ii felb^L MrÄ cnet^ hat, „ahm allen ö . 1Clnc WW nb nne ®l«Ln Hatten eein ""Al Merntiinis eiu'loien.A W W* M'tt 1», LermhrunL 2 Ziehung 4. KL 3. Preuss.-Suddeutsche (229. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Zich,,ng vom 1L Oktober 1313 vormittags. 4Lr ^MP'ne Nammer 11 n