Nr. 59 Erstes Blatt <65. Jahrgang Dienstag, 11. Mrz 1915 Der Eichener Anzeiger JiU4qwy 'WtT‘ fB «ezuasprei Z: erscheint täglich, nutzer VH monatlich75 Vs.,viertel- »sä|n| AlZAIT0r IIT|Ti>1411zr VIIV|IVIIVIr 441L1VlUV4 äSBrttjgs wirtschaftliche Zeitfragen V V M 'V M W V W W y ▼ Chefredakteur: A Goetz. Fernfprech-Anschlüsse: MM MM Verantwortlich für den für die Redaktion 112, TWf V politischen 4.ell: August eSS? General-Anzeiger für Gberhessen WsLr ^"Ä^Tagesnununer Rotationsdruck und Verlag der vriihl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei K. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Schttlstratze 7. Land" ^E.Hetz^sür den vis vormittags 9 Uhr. vüdingen: Fernsprecher Rr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaht 10 Selten. Zum Gedächtnis Vater Raiffeisens. Am 11. März d. I. sind es 25 Jahre her, daß Raiffeisen, der ehemalige schlichte Bürgermeister, in einem Orte bei Neuwied am Rhein für immer seine Augen schloß. Man sollte in allen deutschen Landen ehrfurchtsvoll des Mannes gedenken, der sich um die Befreiung, Gesundung und Er starkung des deutschen Bauerntums in außerordentlicher Weise verdient gemacht hat. S-ein Name bedeutet ein Programm; er hat ein festes Band um das deutsche Bauern tum geschlungen, damit kein Braver und nichts Gutes aus ihm verloren gehe. Es war die Zeit nach den Freiheitskriegen; der Feind war besiegt, das französische Joch abgeschüttelt. 30 und mehr herrliche Friedensjahre waren ins Land gegangen, und dennoch wollte das Seufzen nicht aufhören. Hundert tausende, ein gut Teil bester Kraft unseres Volkstums, zogen in ferne Lande und entzogen sich und ihre Kinder der deutschen .Heimat. Raiffeisen wußte, würum! Die Not der ländlichen Bevölkerung schnitt ihm in die Seele. Er sah den kleinen Mann auf dem Lande gegen eine Uebermacht ringen, wie wenn ein Ertrinkender gegen die Meereswellen kämpft. Gewinnsüchtige Krämer, hilfsbereite Geldverleiher nutzten die mißliche Lage des kleinen Mannes aus. Unkenntnis geschäftlicher Fragen und Unfähigkeit, dem Acker- höhere Erträge abzugewinnen, kamen hinzu. Raiffeisen sagte sich, Bauernschaft und Landwirtschaft als die Grundlage des ganzen Volkes müssen auf eigene, feste Füße kommen. Nichts soll dem kleinen Mann im Dorfe die Freudigkeit a!n der Arbeit rauben und ihn am Emporkommen hindern. Das war Raiffeisens Ziel, dafür lebte und arbeitete er bis zum letzten Atemzuge. Und wie erreichte ers? Zu allererst ruft Raiffeisen! und sein Werk einem jeden zu: „Sei brav!" Wer auf diesem Felsengrund steht, ist gerettet. Denn nun hat erden Bürgen des guten Rufes, die Grundlage allen Zusammenschlusses und jeden gesunden Kredites. So wurde Raiffeisens Werk ein wichtiges Erziehungsmittel, daß unser Bauerntum seinen guten Namen zu hüten wußte. Und daraus entwickelte sich das weitere Prinzip sittlicher Solidarität. Was ist cs doch für ein wichtiges Ding um die Nachbarschaft. Sie ist ebenso wichtig als die Vlutsverwandt- sckmft. Es gibt kaum ein schlimmeres Unheil, als einen bösen Nachbar auf dem Lande. Wehe dem Dorfe, darinnen der Geist der Mißgunst, der Lieblosigkeit und des Neides herrscht. Raiffeisens Gcnossenschastswerk hat unser Bauerntum auch zum rechten nachbarlichen Gefühl erzogen; dadurch ist der Gedanke und die praktische Arbeit gestärkt worden, die unter dem Worte steht: „Einer für alle und alle für einen". Ein gewaltiges Maß sittlicher Kräfte ist damit dauernd entbunden worden. Auf diesen beiden Grundpfeilern nun ruht der genossenschaftliche Zusammenschluß unseres deutschen Bauerntums in den Raiffeisen-Vereinen. Wie in der Natur, so kommt es auch in der menschlichen Gesellschaft alles auf den regelrechten Kreislauf der Lebensenergien an. Raiffeisen erstrebte einen großzügigen Zusammenschluß der finanziellen Kräfte der deutschen ländlichen Bevölkerung. Jeder deutsche Bauer soll wissen, wo er seine Spareinlagen sicher unterbringen kann und wo er im Notfälle als strebsamer Landwirt den zu seinem Vorwärtskommen erforderlichen Kredit unter günstigen Bedingungen findet. Er verhalf damit der deutschen Landwirtschaft, festen Boden unter die Füße zu bekommen. .Heute ist sie imstande, selbst Mißjahren mit mehr Ruhe entgegenzusehen, den wechselnden Einflüssen von Handel und Wandel, äußerer und innerer Politik eine starke Geschlossenheit enlgegcnzustcllcn. Es ist denn auch kein Wunder, daß Raiffeisens Werk seit seiner Gründung alle Zeit tüchtige Männer gefunden hat, die ihm ehrenamtlich ihre Kräfte gewidmet haben. Vor 25 Jahren,' kurz vor seinem 70. Geburtstage, wurde der Vater dieses großzügigen Werkes von seiner- irdischen Arbeit durch den Tod abgerufen. Wenn wir heute dankbar seiner gedenken, so wollen wir nicht vergessen: Die Liebe zu seinem VolVe und seine stetige Treue hat Raiffeisen einst zum Handeln getrieben und allen Anfeindungen zuin Trotz den Ausbau des Zusammenschlusses durchführen lassen. Die Kräfte hierfür gewann er selbst aus starkem Gottvertrauen. Dank und Ehre seinem Andenken! Die Iahrhunüerjscier. Berlin, 10. März. Zur Feier der Armee und Landwehr an den Befreiungskriegen waren die Denkmäler Frie drich Wilhelm III., der Königin Luise, das Freiheitsdenk- mal auf dem Kreuzberg, das Denkmal Kaiser Wilhelms I. und die Denkmäler der Generäle aus den Freiheitskriegen 'festlich geschmückt. Die ersteren drei Denkmäler waren mit Ehrendöppelposten der Pasewalker Mrassiere, des Leib- Regiments Nr. 8 und des 2. Garde-Regiments besetzt. Der Kaiser ließ an den Denkmälern Kränze niederlegen und begab sich vor 8 Uhr in das Mausoleum und'besuchte dann das L u i s e n - De n l'm a l im Tiergarten. Die städtischen Behörden Berlins hielten einen feierlichen Kirchgang vom Raihause zur Nikolaus-Kirche ab. In den Garst i so n s ki r ch e n sanden um 10 Uhr Gottesdienste für die Garnison statt. Um 11 Uhr begann der feierliche Gottesdienst im Dom. Zum Gottesdienste im Do kn hatten sich eingefunden: Der Reichskanzler v. Be th m a nn Hollweg, stimtliche Minister und Staatssekretäre, die Spitzen der Behörden, die Generalität, die Admiralität, Abordnungen von Regimentern und Vereinen. Eine Botschaft des Kaisers an das Heer. Der Kaiser hat heute bei der Gedenkfeier am Denkmal König Friedrich Wilhelms III. im Lustgarten folgenden Tagesbefehl bekannt gegeben: _ A n mein Heer! Zum hundertsten Male kehren die Tage wieder, da Preußen sich anschickte, fremdes Joch abzuschütteln. Sieben Jahre hatte das Volk unter dec eisernen Faust des Eroberers geseufzt. Keine Erniedrigung, auch die tiefste nicht — die Heeresfolgc für den Feind — war ihm erspart geblieben. Aber diese harte Strafe für vorangegangene Zeiten des Stillstandes und damit des Niederganges l>at läuternd gewirkt. In voller Schärfe war das Bewußtsein erwacht, daß ehrlos der Preuße nicht zu leben vermag. Nachdem die Schäden in der Or- ganisaiion beseitigt waren, brannte das Heer darauf, ßu zeigen, daß sein innerer Wert nicht erstorben war, daß noch der alte Geist in ihm lebte, der 50 Jahre zuvor einer Welt in Waffen ge- trotzt hatte. Da brach durch Gottes'Fügung der Tag der Vergeltung und Reinigung von erlittener Schmach an. Preußens Aar regte seine Schwingen und stieg zur Sonne einpor. Nach langem Bangen schlug die Stunde, da mein Ahnlferr in den herzbewegenden Worten des Aufrufes „An mein Volk" den Krieg verkündete und die Landwehr aufbot. IM glühenden Zorn gegen den Bedrücker folgte das Volk dem' Rufe seines Königs. Hochauf loderte die Flamme der Begeisterung, ein unversiegbarer Strom von Opferfreaidigieit durchflutete die Lande. Glücklich, wer König und Vaterland sein Gut darbringen konnte, glücklich, wer unter den Fahnen sich selbst ihnen weihen durfte. Die Erinnerung an solche Treue und Hingebung heute nach 100 Jahren — dem Geburtstage der unvergeßlichen Königin — wieder wackHurufen, empfinde ich als hnlige Pflicht. Nicht siegen oder sterben, sondern siegen schlechtweg, ist die Losung in dem. heiligen Kampfe. Gott hat seine Waffen gesegnet. Von Großgörschen über Großbeeren, über die Kastbach, über Kulm, Tennewitz, Wartenburg, Möckern und Leipzig hat es seine Fahnen an den Rhein getragen und hinein in die Hauptstadt des Bedrückers. Sein Weltreich war uiedergcrungen. Mit nie erlöschender Bewunderung gedenke ich der Helden icner Tage. Ich gedenke Scharnhorsts, der in voller Friedensarbeit den Grundstein zur Erhebung Preußens, zur allgemeinen Wehrpflicht gelegt hat, der selbst aber, eines der edelsten Opfer der Befreiungskriege, die Früchte seiner Aussaat nickst reifen sehen sollte. Ich gedenke der Führer des Heeres auf seiner Siegesbahn, Blücher, Bork, Bülow, Gneisenau und so vieler anderer, deren Namen in Flammenschrift auf den Tafeln der Geschichte leuchten. Ich gedenke der ungezählten Opfer-, die mit den Jnbclrufen auf den Lippen für ihren König, für Rulpn und Ehre deszVaterlandes das treue Gelübde mit dem Tod besiegelt haben. Ihr Gedächtnis wird nicht verlöschen, solange Preußen besteht. Der Geist der Kriege des Befreiungskampfes lebte fort in Euren Vätern, als sie.unter meinem erhabenen Großvater den Siegespreis erstrilten, der jenen veitzagt geblieben war, die Wiedergeburt von Kaiser und Reich. Uns aber, dem jetzt lebenden Geschlecht rufen die Heldentaten ruhmreicher Vorfahren die ernste Mahnung zu, das Dichterwort zu beherzigen und wahr zu machen: „Was du ererbt von „beineu Vätern hast, erwirb cs, um cs zu besitzen!" Dann werben auch wir mit freudigem, zuversichtlichem Herzen in den Kampf gehen, falls cs einmal geltensollte, das mit so teurem Blute Errungene zu wahren, Deutschlands Ehre zu schirmen gegen den, der sie anzntasten wagt. Dazu muß aber jeder an seiner Stelle dafür sorgen, daß die Armee ihre Devise nicht nur äußerlich, sondern vor allem im Herzen trägt: Gottesfurcht, Königstreuc, Vaterlandsliebe in der Vollkommenheit, wie sie in den großen Zeiten bewiesen worden ist, müssen das Heer unüberwindlich machen. Der Sieg aber kommt von Gott Darum gelte für uns und jetzt immerdar der Wahrspruch der Helden der Befreiungskriege: Gott mit uns! Ans Breslau. Breslau, 10. März. Zur heutigen Jahrhundertfeier der Freiheitskriege hat Breslau reichen Flaggenschmuck angelegt. Seit dem "frühen Morgen durchströmen große Menschenmengen die Straßen. Das Wetter ist trübe. Prinz Eitel Friedrich traf heute früh hier ein und fuhr gegen ?i 2 Uhr ins Schloß. Vor den Denkmälern Friedrich Wilhelms III. und Blüchers, die reich geschmückt waren, standen Doppelposten. Kurz vor 10 Uhr fuhr ber Prinz, vom Publitum mit brausenden .Hurras begrüßt, am Ring vor und legte am Denkmal Friedrich Wilhelm III. einen Kranz nieder, der folgende Inschrift trug: „Gottes und unser fester Wille werden unserer gerechten Sache den Sieg verleihen." Von hier begab sich der "Prinz nach dem Blücher-Denkmal, wo er einen Kranz mit folgender Inschrift uiederlegte: „Nie wird Preußen untergehen, wenn Eure Söhne stnd Enkel Euch gleichen." Von hier fuhr Prinz- Eitel Friedrich zum Gottesdienst in der Garnisonskirche, wo der Militäroberpfarrer des VI. Armee-Korps, Kousistorial- rat Zierach die Festrede hielt. In der katholischen Kreuzkirche und in der neuen Stzuagoge fanden gleichfalls Fest- gottesdienste statt. Um 12 Uhr war die Parade der Garnison auf dem Palaisplatz. Vor dem Königlichen Schlosse hielt der PrinA eine längere patriotische Ansprache, in der er sagte: Wir stehen hier auf geweihtem Boden, geweiht durch die stolzesten Erinnerungen an jene eiserne Zeit. Hier wurde bem Vaterland die Rüstung geschmiedet und das Schwert geschärft, unter dessen wuchtigen Schlägen des Feindes Macht znsammen- brach. Von hier aus rief der König sein getreues Volk zum' Kampfe ans. Von hier aus geleitete er seine Krieger zu Sieg und Tod und zog selbst mit den Prinzen des Hauses in das Schlachtgctümmcl. - Der Kommandierende General brachte darauf ein Hoch auf den Kaiser aus. Der Kaiser fär die schlesische Jugend. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht folgenden Erlaß des Königs an das Staatsministerium: Ter begeisterten Teil- Elne amerikanische Erfindung. Hiram Maxims „Lärmtöter". Eine allen Feinden unnötigen Lärms hochwillkommene Nachricht kommt aus New Port: Hiram Maxim, der Erfinder des lautlosen Gewehres, will einen „allgemeinen Lärmtöter" crsunden haben, der jegliches Geräusch, von Summen einer Fliege über das Schreien eines Säuglings hinweg bis zum Gehämmer der Schmiede und dem Donnern der Eisenbahn über eine Eiscnbrücke, vollkommen erstickt. Tie Ersindung ist zum Patente aizgemcldct, und deswegen hält der Erfinder mit Einzelheiten noch zurück. Er hat aber einem Vertreter des „New York American" allerlei über die Wirkungsweise seines „Lärmtöters" mitgeteilt, und aus diesem Interview geunnnt man jedenfalls den Eindruck, daß der Grundgedanke, auf dem der „Lärmtöter" beruht, durchaus vernünftig ist Hiram Maxim geht von der Forderung aus, nicht die Schallwellen, die bei der Ankunft im Ohr das Hären unliebsamen Lärmes verursachen, auszuheben, sondern er will sie umwandeln, so daß die ganze Arbeitskrast, die tn ihnen Zteckt, nicht etwa aufgefangen wird, sondern nur in anderer Form, unmcrklich für das mcnschlickw Ohr ihreii Weg fortsetzt. Andere Lebewesen, deren Ohren anders gebaut sind, als die des Menschen, werden dabei der Segnungen dieses „Larmtotcrs" nickst teilhaftig. Durch einen Vergleich aus der Optik erklärt Maxim die Wirkungsweise seines Lärmtötcrs recht anschaulich: ein jeder weiß, daß oas weiße Licht durch ein Prisma m das Spektrum zerlegt wird, das vom Roten bis zum Violetten reicht. Das ist alles, was das menschliche Auge sicht. Außerhalb der Grenzen biefer beiden Farben ist aber noch unsichtbares Licht vorhanden, das ultraviolette, das z. B. von der photographischen Platte noch „gescheit" wird, und das infrarote, das durch einen wissensckwftlichen Apparat, daö Bolometer, nachgewlcscn werden kaiin. Brächte man vor dem Fenster eines Zimmers ein.Prisma an, das nur ultraviolettes oder inftarotcs Licht hereiiüteße, so wäre der Raum für menschliche Augen dunkel, während man darin mit der photographischen Platte noch Aufnahmen machen könnte. Genau so will Maxim es mit den Schalkwellen inachcn: gäbe cs einen dem Prisma entsprechenden Apparat, der nur Schallivellen hcreinlicße, die außerhalb des menschlickzen Hörbereiches liegen, so würde durch eine solche Einrichtiing altes Hörbare vollständig abgesperrt werden. Einen solchen Apparat gibt cs nicht. Maxims Erfindung soll mm in einem Umformer für Schallwellen bestehen. Der Hörbereich des menschlichen Ohres ist im Vergleich zu den zahlreichen Schallerschcinungen nicht allzugroß, und Maxim will alle Schallivellen mit Schwingungs-1 zahlen innerhalb seiner Grenzen durch seinen „Lärmtöter" um | wandeln können. Er bedient sich dabei der Elektrizität und verrät soviel von seiner Erfindung, daß man den Lärmtötcr ein- und ausschaltcn kann. - Der neue Leiter des Frankfurter Schau s p ie l h a n s e s. Tic Frkf. Ztg. nieldct.: Die Gemisckstc Dcpu tativn für Thcaterangclcgcnh?itcn hielt gestern eine. Sitzung ab und erklärte ihr Einverständnis mit dem Vorschlag des Aussichts rats der Neuen Theateraktiengesellsck>aft, Herrn Felix Holländer die Leitung des Schanspielhauses zu übertragen, unter der Be dingung, daß der Stadt gegenüber bem1 laufenden (5tat aus dem neuen Engagement keine neuen besonderen Lasten erwachsen. Die Wahl Holländers kann somit für den Fall, daß cs ihm gelingt, seine Berliner Verpflichtungen zu lösen, als gesichert angesehen werden. Wie es heißt, soll der Vertrag Dorn’ Herbst ab eilte vierjährige Gültigkeitsdauer haben. -- Peter Roseggers Jahrhundertfeier. Man schreibt uns: In einer öffentlichen Erklärung schlägt Peter Rosegger eine ebenso leicht zu erfüllende ivie originelle Art vor, das Erinnerungsjalw 1913 zn feiern. Er sagt: „Deutsch- fremde Streife beabsichtigen die Verdrängung der deutschen Schrift, unserer lieben angestaminten trauten Frakturschrift. Da müssen wir voran, alle zusirnrmen und jeder für sich. Tas Reden allein hilft nichts. Wso nur fdjnturgcrabc zur Tat. Ich Einzelner und Geringer verpflichte mich, von heute ab alles, was ich in deutscher.Sprache schreibe, nur in deutscher Schrift drucken zu lassen. Wem’ das nicht zusagt, kriegt nickfts von mir. Wenn es auch die anderen deutschen Dichter und Schriftsteller (überhaupt, wer etwas zum Truck gibt) so machen, dann haben wir den Sieg. Zn Anfang 1913, des großen Gedenkjahres deutscher Befreiung." — Ein Brunnen Hildebrands für Worms. Tie Stadt Worms soll jetzt einen Brunnen von der Meisterhand Adolf Hildebrands erhalten. Anläßlich seines 70jährigen Geburtstages stiftete der Wormser Ehrenbürger Freiherr von 5)cyl für die Stadt einen Bnmnen, dessen Entwurf und Ausführung Adolf von Hildebrand in München übertragen wurde. — 'F r e i b u r g c r P l a l a t w e t t b c w e r b. Zur Erlangung eines künstlerischen Plakats für den Prinz-Heinrich-Flug halte der Brcisgancr Liistfahrveretn im Hcimatgebiet ein Preisausschreiben erlassen, das 86 Entwürfe eingebracht hat. Das Preisgericht hat nun entschieden: 1. Preis Architekt Walthcr-i Freiburg, 2. Preis Zeichenlehrer R i c s-Freiburg. Trostpreise erhielten Maler Pasguah Karlsruhe, Brisehle-Straßbnrg; lobende Erwähnung Architekt Walthcr-Freiburg, Kunstmaler Laber-Frankfurt a. M., llsli Straßburg, Sachs-Heidelberg, Kunstmaler Münch- Stuttgart, Zeichenlehrer Ries. — Reinhardts Festspielhaus. Prof. Max Reinhardt will nach Berliner Blättermeldungen sein großes Festspielhaus auf der Freuudschastsinsel in Potsdam in Verbindung mit dem 7 Millionen beanspruchenden Stadthallenprvjekt errichten. Unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Vosberg sand in Potsdam eine Sitzung statt, in der mit Reinhardt die Grundlagen für diese Vereinigung fortgesetzt wurden. Danach will Reinhardt ein 4000 bis 5000 Zusckwuer fassendes Theaier schaf'en. da> so gebaut werden soll, daß es durch Entfernung seiner lieberbacljuitg den Charakter eines Naturtheaters erhalten Fann. — Di e Deutsche Bücherei des Börsenvercins der Deutschen Buchhändler zn Leipzig ist nicht allein in allen Kreisen des Bilchhandels freundlich aufgenommen worden, sondern bat sich auch eines sehr anerkennenswerten Entgegenkommens der Btwlcgei' zu erfreuen. Einer Anregung des Börsenvereins folgend, haben sich von den Vcilagsfirmen deutscher Zunge bis jetzt schon die große Zahl von nmd 850 bereit erklärt, der T-eutscheu Bücherei freiwillig von ihren gesamten Verlagswerken vorläufig für die nächsten zehn Jalwe je einen Band unentgeltlich zu iwerweisen. Es ist daher hei-vorzuheben, daß darunter neben den meisten großer Verlegern Deutschlands auch 60 aus Oesterreich-Ungarn und 50 aus der Schweiz zu verzeichnen sind. — Hcbbclfeier in Dresden. Aus 'Dresden, 10. März, wird gemeldet: Das Königliche Schauspielhaus wird den 100. Geburtstag Fri cdri chH eb b els in ganz besonderer Weise feiern. Am 15. März wird „Maria Magdo lena", am 16. März „Agnes Bcrnauer" gegeben. Ferner soll zu Hebbels Gedächtnis am' 10. dlpril „G e novc v a" znm ersten Male ansgeftlhrt und die Spielzeit für das lausende Jalw mit einem acht Werke umfassenden Debbel-Zhklus geschlossen werden. — Tic F e stv o r st el l u n g c n i n M ü n ch c n werden vom 30. Juli bis 16. September stattsinden. Jin Prinzregententheatrr werden die Meistersinger von Nürnberg, der Nibelnngenring, und Tristan intb Isolde mehrmals aufgeführt. Im Hofthcater sind zwei Fcstaufführnngen der Zauberflöte geplant. Im Residenz tbeater werden neben beit Hauptwerken von Mozart vier Sondervorstellungen von Ariadne auf Naxos aufgcführt. beiden ans der edlen Vorbilde nachzustreben, legte der Ncdncr namentlich acht mit dem Einjährigen-Schein versehenen Abiturienten Herz, da ihnen der denkwürdige 9. März 1913 der Tag Entlassung cuiS der Schule geworden. -- Gründerg, 10. März. Die Neumühke ! e p t i s ch e l.'r Aranfen Hessen und Auch im la Grünberg ging durch fraui zum Preise von 4800» Marl an einen Detter des jetzigen Besitzers, Müller Christ aus Heuchelheim, über. Tie Uebernahme erfolgt am 1 April. Der neue Besitzer Mill Mühle und Wohnhaus durch Neubauten und Umbauten vergrößern: mit den Arbeiteri foF am 1. Mai begonnen werden Im Betrieb der Wirtschaft tritt keine Veränderung ein, da diese von Herrn L Ehrist und Frau pachtweise zum Preise von 400 Mk. übernommen wurde Die Feier in Badem Karlsruhe, 10. März Aus Anlaß der Feier zum Andenken an die Befreiungskriege trugen beute die militärischen Dienst- und zahlreiche Privatgebäude Flagg en- schmuck. Die Militärmannschafteri waren dienstfrei. Bei den preußischen Truppenteilen des 14. Armeekorps, dem Jägerregiment Nr. 5 zu Pferd in Kol mar, dem Füsilierregiment Nr. 40 in Rastatt und dem Telcgraph.'n- Lataillon Nr. 4 in Karlsruhe fanden außerdem Paraden zu Fuß statt. Die Haupt fei er des 14. Armeekorps wird erst am 18. Oktober dieses Jahres abgehalten werden. Auch in den anderen Städten Preußens und des Reiches fanden vaterländische Gedenkfeiern statt; in der Hauptsache waren es militärische Feiern. Am 18. Oktober wiro der allgemeine Erinneruilgstag begangen werden. Eine Erinnerungsfeier in Lübeck. Zur Erinnerung an die vor 100 Jahren erfolgte Befreiung Lübecks von der Franzosenherrschaft fand unter regster Beteiligung der Bevölkerung Lübecks und Umgebung eine Gedächtnisfeier statt Ein großes Festkonzert in der Stadthalle, bei welchem 300 Sanger mitwirkten, leitete am Samstag abend die Feier ein Am Sonntag wurde das hanseatische Denkmal in Moelln bekränzt. In sämtlichen Kirchen fanden Festgottesdienste statt, denen die Spitzen der Behörden beiwohnten. Am Nachmittag setzte sich der historische Festzug in Bewegung, der in großen Zügen dem Einzug der russischen Truppen in Lübeck 1813 entsprach Die Stadt war abends festlich beleuchtet. Die Feier in Bremen. Bremen, 10. März. Aus Anlaß der Jahrhundertfeier haben sämtliche öffentlichen und viele privaten Ge bäudc Flaggenschmuck angelegt. Die hiesigen Banken, der Norddeutsche Lloyd und viele Geschäftshäuser schließen ihre Bureaus heute um 2 Uhr nachmittags. Ebenso ist seitens der Handelskammer die Abhaltung der Börse aufgehoben worden. Um 10 Uhr vormittags fand im Dom ein Fest- gottensdienst statt. Hierauf fand auf dem Domhof eine Parade statt. ärztlich in Nie! in Anivru werden. Die Beratung ist für Unbemittelte unentgeltlich'und wird abgehalten an jedem eilten Montag im Monat in der Anstalt für Epileptische in Nieder-Ramsladt. ** Erle dig t ist die Stelle des Vorstands des Finanzamts Lauterbach. Meldeschluß Samstag. " L i e b i g - M u s e u m. Geh. Konunerzienrat Dr. Louis Merck, Darmstadt, stiftete die Sume von 500 Mark für das Liebig"Museum. ** Stadttbcatcr. Der Autor von Andreas Hofer, hat bestimmt -»gesagt, der Generalprobe und Erstaufführung seines Werkes hier am 17 März bcizuwvhnen. Tie „Württemberger Zeitung'" schreibt über die Uraufführung jron Andreas Ho, cr am Stuttgarts Hosthcater am 15. Januar d. 3.: „Dcr Erfolg war, wie schon gesagt, sehr groß, ähnlich dem von „Glaube und Heimat", was viel heißen will. Tas Publikum war von Tiniang bis zu Ende einfach hingerissen und verlangte den Autor schon nach dem zweiten Akt und dann immer wieder zu sehen." ** Denn i ch König wäre! Der zweite Akt dieser indischen Märchenoper, die am Freitag durch das« Darmstädter Ho ftheater aufgeführt wird, spielt am Hofe des Königs von Goa ldargestellt von Hrn. Semper« und macht die Heranziehung des ganzen Ballettkorps nötig, lieber die höfischen Szenen dieses Akts schrieb nach der Erstaufführung die Darmstädter Kritik: Sie trugen dank der Mitarbeit des Indologen Tho mann das OKpräge der Echt heil urid Naturtreue, und die von Helene Thiele-Leonhardt gemeinsam mit Hans Pellar arrangierten Tänze gewährten einen ästhetisclwn Genuß, wie ihn hier wollt selten -ein Ballett verschaffte. Tas war wirkliche Tanzkmrst Mhitf) St. Tennis, Mabel Jong und anbere exotische Tänzerinnen waren offensichtlich die großen Vorbilder, von denen man neben den Anregungen allgemeiner Art auch manchem Detail glücklich übernommen hatte. Die Tarnen des- Balletts, deren farbig wundervolle, schlicht in violett und gelb gehaltene Otovänbcr Hanns Pettar entworfen lZattc, übertrafen sich selbst, und Frl. Huber, die zunächst mit Frl. Crvneberg gemeinsam auf trat, konnte in einem Schlangentanz erneut die Ausdrucksfähigkoit ihres .Körpers und die »Hilft ihrer Gesten bewundern lassen. •• Außerordentlich billige Fleischpreise hat die Klini ks ve rwa ltung bei der Vergebung des Fleifch- bedarfS für die Chirurgische und Augenklinik erzielt. Der Bedarf lvird aus Mk. 110—120 000 im Jahre angegeben. Di? verlangten Qualitäten muffen gut sein. Die .Kontrolle ist sehr streng. Es wurde angeboten Schweinefleisch zu 73’/4 Psg., Ochsenfleisch zu 771/? und 79 Pfg. das Pfund. ** Seine Roheit. Es wird uns mitgeteilt, daß daS Kind nickt geschlagen wurde, sondern auf ein Lattenstück fiel. Landkreis Gießen. -- L i ch, 10. März. Die hiesige hi n d w. Winterschule batte nad< ihrem 8. Jahresbericht das Schuljahr 1912—1913 mt 52 Schülern eröffnet, von denen 20 die obere und 32 die untere Abteilung besuchten. Von den Schülern können vier täglich nach Hause gehen, 40 fahren mit der Bahn und acht traben Wohmmf und bl oft in Lich. Ter Kreis (Ließen ist mit 4G Schülern vertreten, zwei sind aus dem Ureis Friedberg und vier aus dem .streif' Schotten. Die Schule hat 10 Morgen Ackerland für die Zwecke des Versuckisseldes zur Verfügung. Davon sind zwei Morgen von der Stadt pachtfrei überlassen und acht von der fürstlichen Verwaltung gepachtet. Anbauversuche wurden ge« macht mit startosfelii, Winterweizen, Sommerweizen, Gerste und Hafer. Ter Lehrkörper der Anstalt besteht aus 11 Lehrern« darunter zwei im Hauptamt Die öffentliche Schlnßseier finde* am Dienstag, 18. März, im Saale des Marienstifts statt. ----- Grän berg, 10. März. Gestern nachmittag veranstaltete die Höhere Bürger- (Real-)Schu l e ihre in allen Stücken wohlgelungene Schlußfeier mit Abiturienten- entlaffung in der Tttrnhalle, die bis auf den letzten Platz besetzt war. Gesang, Deklamationen von Gedichten heiteren und ernsten Inhalts, zwei flott erledigte kleinere Schulfestspiele, sowie ein kurzer Experimentalvortrag, den ein Abiturient auS dem Gebiete der Chemie hielt, gaben Zeugnis von den schönen Leistungen und dem guten Können der Kinder. Zum Inhalt batte der erste Teil deS reichhaltigen abwechslungsreichen Programms daS menschliche Leben, der zweite die Ereignisse vor 100 Jahren, der dritte dagegen Bilder auS dem Leben deS allen Heldenkaisers Wilhelms L, dessen Todestag gestern gerade zum 25. Male wiederkehrte. Diesen Anlaß benutzte auch der Leiter der Anstalt, Rektor Angclberger, indem er in seiner eindrucksvollen EntlaffungSansprache die Züge im Wirken und Wesen deS alten Kaisers näher belettchtete, durch die seine erhabene, unvergleichliche Person geeignet ist, der deutschen Jugend als vorbildliches Muster zu dienen. Diesem Aus Stadt und Cond. Gießen, 11. März 1913. ** Tageskalcnder für Dienstag, 11. Mörz. Stadt» t h c a t c r. Benefiz für Regisseur Goll: ,S' Nuller l". Anfang 8 Uhr. S e in i n a r k i n d c r g a r t e n. Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Osterse ft.auf der LicbigShöhe.* ** Für die Sitzung der Stadtvervrdncten- Versammlung am Donnerstag, 13. März, nachmittags 5 Uhr, ist folgende Tagesordnung aufgestellt worden: 1. Mitteilungen; 2 Bauaesuch Pfeiffer für die Steinstraße; 3. Baugesuch Langsdorf für Schützenstraße 30; 4. Baugesuch Boller für Bahnhofstraße 53; 5. Vergebung von Fuhrleistwngen für 1913; (>. Ermächtigung des Ober bürgeemeisters zu Ausgaben für das Rechnungsjahr 1913. ** KreiSges u n dheirswescn. Der Großherzog hat den Kreisarzt beim btzreisgesundheilsaint Worms Geh. Medizinü- rat Dr. Teb. Fertig zu Worms auf sein Nachsuchen und unter Ancrkennmrg seiner langrährigeii treuen und ersprießlichen Dienste in den Ruhestand verseil und ihm aus diesem Anlaß das Ehrenkreuz dcS Verdienstordens Philivvs des Großmütigen verliehen, den Kreisarzt bei dem Kreisgesundhcirsamt Lllze» Medizinalrat Dr. Willi. Schäffer in Alzen zum Kreisarzt bei dem Kreis- gesundbcitsamt Wonns, den Kreisassistcnzarzt bei dein Kreis- gcfiinbbutwmit Mainz Dr. 2Ct». Drescher zum Kreisarzt bei bem Kreisgesundheiisamr Lllzen unter gleichzeitiger Verleihung be>s Eltarakters iilv „Mcbizinalrat", bem Kreisassistenzarzt bei dein KreisgesundheitSaml Worms Dr. Otto Fresenius den laufenden Rang eines Kreisarztes verliehen, und den Kreis assistenz.irzt bei dem .».reisgesunbheusarmt Offenbach Dr. Wilh. Z i n V. c r in Offenbach zum Kreisarzt bei dem Kreisgesundbeitsamt Alsfeld ernannt. •• Uebetlanbanlngen van Oberhessen. Bei der Abnahme von Ha«S i u st a l lation e» in den bis jetzt in Betrieb genommenen Ortsnetzen hat cS sich herauSgestellt. daß einzelne HanSbetvohner 'ich unter Umgehung des Elektrizitätsmessers znn» Schaden der Provinz elektrische Energie nutzbar gemacht haben. In einer Ortschaft ronrben sechs derartige unerlaubte Anschlüffe entdeckt. Wenn seither von einer Anzeige abgesehen wurde, so geschah dies in der Au- i’.abnte, daß die Betreffeuden sich deS sirastvürdigcn Charakters 1 bwr Handlungsweise vielletcht nicht beivnßt geivesen sind In Zukimst ivird ,edoch in solchen Fällen unnachsichtlich vor acgQiiqen werden Das weitere vorgehen der Griechen. Athen, 10. März. Der Kronprinz meldet aus Janina, daß vorgestern zwei Bataillone und eine Kompagnie Infanterie, zwei Abteilungen Artillerie und eine Abteilung Kavallerie Paramytia besetzt haben. Die Einnahme von M a r g a r i t i stehe nahe bevor. (£iit;)c(()citcn über die Uebcrgabc des Forts Bisani. Athen, 10. März. Aus Janina werden folgende Einzelheiten über die Uebergabe des Forts B i s a n i gemeldet: Am Donnerstag morgen richteten die Batterien des Forts'ihr Feuer besonders gegen den rechten griechischen Flügel. Tann näherte sich ein türkischer Par- amentär und überreichte dem Oberstleutnant Joannu, dem Kommandeur der griechischen Abteilung, bett folgenden Brief: „Zu meinem Bedauern war es mir nicht gestattet, auf dem Sckstachtselbe zu falten. Ich erhielt soeben den Befehl, daS Fort, bas unter meinem Befehl steht, zu übergeben. Ich bin bereit, den Befehl auszuführen. Oberstleutnant Fonad Bey." Alsbald wurden auf dem Forts uud auf der griechischen Stellung weiße Fahnen gehißt, und das Feuer cbwieg. Vor dem Fort erwartete der türkische Oberst»- leutnant die Vertreter der Griechen, salutierte und sagte in deutscher Sprache: Ich bin bereit, meinen, Degen z u übergeben. Ich bedauere, den Widerstand nicht länger sortsetzeu zu können, aber ich gehorche höheren Befehlen. Bon jetzt ab, hoffe ich, toerben wir aufhören, Feinde zu sein* Der griechische Leutnant schüttelte dein türkischen Oberstletiknant die Hand und weigerte sich, den Degen entgegenzunehmen. Die^lebergabe der Waffen wurde auf 3 Uhr verschoben. nähme der schlesischen Jugend an dem vor nunmehr hundert Jahren begonnenen Werke der Befreiung Preußen dankbar gedenkend, will ich gern genehmigen, daß die zu der ehemaligen Festung Silberbcrg gehörenden Wert, des Forts Spitzberg sowie der großen und kleinen Stroh- Haube den Bestrebungen der auf nationaler Grundlage stehenden Jugcndvereine Schlc sie ns nutzbar gemacht werben. Auch roiH ich zu den Kosten der Herstellung dieser Werke für den genannten Zweck, insbesondere zur Einrichtung geeigneter Unter kunstsräume, aus meiner Schatulle ein Gnadengeschenk von 10000 Markbewilligen Mögen diese Beweise meines 'besonderen Wohlwollens der Jugend Schlesiens ein neuer Ansporn sein, ihre körperlichen und geistigen Kräfte für die hohen Aufgaben zu stählen, die ihr dereinst im staatlichen Leben gestellt sein werden. Möge die schlesische Jugend sich immerbar ihrer Väter würdig zeigen in Gottesfurcht, Königstreue und hingebender Vaterlandsliebe. als geregelt betrachtet werden, während bumcbtlicfi Albaniens Ci? Mächte sich einstimmig für ein autonomes Albanien unter . urovaisch?r Garantie erklärteii lieber einen oder zwei Punkte, bic keine Lebensfragen barftellm, ist noch ein Uebcreinfommen notwendig, um zu einer vollständigen Verständigung zu gelangen, -ite biplomatifchen Gruppierungen der Mächte bleiben unverändert, doch nehmen die Beziehungen zwischen den Grupven an Herzlichkeit zu. Die türkische Regierung erklärte ütb damit cmventatwen, die Vermittlung der sechs Mächte aniunehmen. Wtr erwarten je^t die Antwort der üerbünbeten Machte -üo) hege die zuversichtliche Hoffnung, daß diese bereit sein werden, ZU- zuskimmen Eine weitere Angelegenheit, die in enwm verhältnis- mäßig späten Stadium der Verhandlungen in akuter Form m bic Erscheinung getreten ist, betrifft die Lage und die An'pruche Rumäniens und Bulgariens. Ich freue mxtb, lagen zu können, daß beide Staaten int Begriffe sind, 'ich über bic Annahme der Vermittlung der Mächte zur Beseitigung der zwischen ihnen schwebenden Strcitounftc schlüssig zu werden, -tie Mächte, deren Interessen durch die Vcränderungeii un naben Osten weniger mittelbar berührt werden, haben ernst zusammen gearbeitet, um einen Weg der Verständigung für alle zu unben. In biescr Angelegenheit haben wir in bem einmütigen Wunsche mit Deutschland »ufammcngcarbeitet. Beifall. Dieses Zusammenarbeiten hat nicht nur den Weg der Diplomaten angenehmer gestaltet, sondern cü hat, das ist umerc feste Ucbcrjcugung, auch gegenseitiges Vc r t r a u c n her- vorgerufm, bas zwischen ben beiben großen Mächtegruppen andauern wird. Beifall.Nack Ansicht der brittschen Regierung ist dies alles durch die Botschasterkoiffercnz in London sehr erleichtert worden. Es wird mir vielleicht gestattet fein, der außerordentlichen, idi möchte fast sagen beiiviel- losen G'c b u l d , Entschlossenheit, B e st i m m t h e i t unb Umsicht bcs Staatssekretärs Grey die Anerkennung zu zollen, die gewiß auch Bonar Law ihm nicht verweigern ivird. Hugh Eccil erklärte, cs komme ihm so vor, als ob, wenn bic urnlausenben Gerüchte wahr seien, die auswärtige Politik Englanbs, wenn nicht aggressiv, so dock abenteuerlich )ci. ES sei ein allgemein geglaubtes Gerücht, baß England unter bestimmten Um stäuben unb unter der Verpflichtung, wenn auch nicht vertraglicher Art, stehe, eine bedeutende bewaffnete Macht zur Vornahme von Operationen nach Europa zu entsenden. A s q ii i t f, unterbrach hier den Redner und erklärte, er möchte sogleich jetzt bemerken, daß dies nicht wahr sei. Im Unterhaus wurde die Aussprache über d'e Adresse nach den Erklärungen Hugh Cecils vertagt. Im Oberhaus bewegte sich die Debatte über die Antwortadresse in ähnlichen Zügen wie im Unterhaus. Die Lords nahmen die Adresse an. Die Eröffnung öts englischen Parlament;. London, 10. März. Das Parlament wurde heute mit einer Thronrede eröffnet, in welcher es» heißt: „Die Beziehungen zu den fremden Macksten sind weiter freundschaftlich. Ich bedauere sehr, daß der Krieg an Dauert und daß die Delegierter zu keiner Verständigung kamen. Was sich im Kriege möglicherweise ereignen wird unb die Veränderungen, bic sich daraus ergeben, daS kann nicht ohne Interesse für die Großmääste sein, bic neutral sind und den Berliner Vertrag unterzcickpiet haben. Alle diese Mächte wünschen ernstlich, daß eine Ausbreitung des Krieges verhindert unb ber Krieg fobalb als möglich beendet wirb. Meine Regierung blieb, besonbers bin cf) bic Botschafter in London, in enger Verbindung und Mitarbeit mit den anderen Mächten in dem Bestreben, metdted alle zeigten, nämlich die Gemeinsamkeit der Ansicksten des Vorgehens zu wahren und in allen Punkten, über bic zwischen irgenbwelchcn von ihnen Differenzen entstehen könnten, eine Verstänbigung zu schassen. In diefer Hinsicht ist in hohem Maße ein Erfolg erzielt worben, lieber die Fragen von höchster Wichtigkeit ist im Prinzip eine Verständigung erreicht worden: wenn auch über einige Punkte noch immer Bespreckpingen stattfinben, so hoffe ich boch, baß bic Beratungen unter den Mächten untereinander zu einem vollständig en Einvernehmen kommen, sondern daß sie auch einen wohltätigen Einfluß ausüben werden unb bas Ende des Krieges beschleunigen. Meine Regierung wird fortfahren, mit den anderen Möchtest in bem ernstesten Wurffchc znsammenzuwirken, Enropa den Frieben zu sickstrn. Ter König gedenkt dann des letztjährigen Besuches der kanadischen Minister, welcher einer Besprechung der gemeinsamen Interessen mit den britischen Ministern besonders der Berteidt-gung ziur 0ee galt. Sodann erwähnt er die kürzliche Anlnnfl des BerteidignngSminisderS von Nen-Seeland, die die gleichen Zwacke hatte. Der König drück! die Hoffnung aus, daß solcher' Meinungsaustausch die Solidarität des Reiches fördere. Die Thronrede fährt daun fort: DaS Geschenk eines Schlachtschiffes seitens der malayischeu Staaten, die Zustimiming der Regierung von ^?eu--See- laiib dazu, daß bas von ihr beigesteuerte Schlachtschiff in der Nordsee bleibt, her beständige Fortschritt in der Schaffung einer an st ra l ischen Flotte, die gegenwärtige Debatte des kanadischen Parlaments über die Verteidigung bezeugen, daß der Wunsch nach Aufrechterhaltung der Sicherheit im Reiche allgemein ist Der .Hinrifl erwähnte auch den verbrecherischen Anschlag mif den Bizekönig von Indien am 13. Dezember 1912 und kündigte an, daß die Vorlagen, über die in ber letzten Session zwischen den beide» Häusern keine Einigung erzielt worden ist, nochmals eingebrackst tocrbcti sollen Ter König kündigte ferner folgende Vorlagen an ein Gesetz, betreffend den Ländern»erb in Irland, ein Gesetz, welches die Reichsgarantie für die Anleihe der Regierung im Siban fdutfft, um die wirtschaftliche Lage im Sudan ,yi heben unb den Baumwollbau zu fürdein, OKfetze, welckn? bic Befchästiimug von Kindern in der In biistrie weiter einschranken, die Pluralstimmen aufheben unb ein nationales Unterrichtssystem sckwffen soklen. Die Besprechung. Der Führer-derppwfirion, Bvnar Law, der die Aussprache eröffnete, sprach die Hoffnung aus, daß Premierminister Asquith flbCT die Batkanlagc Mitteittingcn machen könne Bonar Van» ersuchte ivdami um Mitteilungen über bic Ereignisse in Tripolis und Südpersien. Bonar Law sprach sodann seine Verivuiibcrung auS, das; der König in seiner Thronrede radtts von der Vanbc-2 oeilCTbigung erroäbnt hab^ Premierminister Asquith ergriff nach Bonar Law i>a»> Won und sagt« nur Bezug aw bi crirswärtigeu Angelcgenhiten: Ich freue nrid>. i< ftflrlleii zu könne baß burdi die Berakschlagunaen der Bona»' «-i ülri -u *i wichtigsten Punkte eine Verstanbigiuiil ' wvrb n I Frage deS adriatischen Kuüengedi ' / ganges lvirtsä-aftticher An zur st ü st c i S >. ! Kreis Büdingen. ? Büdingen, 10. März. Heute fand hier unter Vorsitz des Kreisschulinspekrors Baldauf eine Lehrerkonseren z ber Bezirke Büdingen, Nidda und Ortenberg statt. Die Tage or»niung umfaßte außer einigen schuttechnischen Fragen den '?(1! o böige n u ü der Volks schüler, Regelung der Zirkulalion ber Kreislehrerbibliothek, Berichte über die Versäumnisse und bic lanbwirtschaftlichc Buckifühnuig nach ben Heften ber Lanbwirtschaftskammer in ben Fortbildungsschulen, bic Au-spräche über bic Erfahrungen mit der ostencichismen SubtraktionSniLthobe und die Bcsckstistigung der im Streife wohnenden Schulamtsaspi- ranten und -aipirantinnen. Zum Schlpfse gedachte noch der Vor sitzende des beute wicdcrkebrenDeu Geburtstages der Sl'öntnin Luffc und des zu erriebtenben Bismarckeenkmals bei Bingen Lehrer i. V Linn von Merkensritz trug ein selbstvcr'aßtes, inhalt) und stimmungsvolles bKdicht über den Altreichskanzler vor und emvfabl den stau» der ausgelegten Bismarckbilder zum Besten des Denk malfonds. Seine Ausführungen hatten reichen Erfolg, bic meisten Anwesenden kauften ein Bild. E ck a r t s h a u s e n , 8. März. Hntte wurde ber von hier gebürtige Lehrer H. Knicket, im Alter von erst 34 Jahren, zur letzten Ruhe geleitet Biele iroHegen unb Freunde des Entschlafene» waren herbeigeeilt, um ihm bic letzte Ehre zu enveisen AIS Vertreter ber »rreisschulkommis- iiou war MTci^dnilrnfpettor Baldauf erschienen Der Ortsgeistliche, Pfarrer P a b st, hielt bic Grabrede. Im Namen bes BezirkSvereins Dübelsheim legte Lehrer Helft ■-inen Kranz nieder Als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft „Junglehrer sprach Lehrer W a kl -Hirzenhain. Ferner .1 urbev noch Kränze niederge.eqt von her Gemeinde unb Zdiictc lauberg, bic in dem Entschlafenen einen treuen unb gewissenhaften Lehrer verlor, und dem Gefaugvereif* B e r a t »i n g 6 st c l l e für E p i -Nam «ladt ivar 1912 vo aenonunen, von denen 14 an ciibnr i, uni) 1 onS Baden flammten oll diese BrrotunaSskelle bcib'ffolt 'i S Qtdile ändert. ll teilt i jnfor 5li htuu b< btn va unb U und cii zwei < -."tonal Vüttm m. ! panlnier HlCIt kNN it r o m l -chlng w ■ eeminc ••(ma 16 -:-h Sck stijandrr -Zander r:felt. 9. Lehrt Ls ^ier an ‘v-bung1 $ bem < neuer * Mit te Schuliestspielc, in Abiturient aus i von den schönen er. Zum Inhalt ilunMichen Pro- die Ereignisse vor i§ dem Leben des Todestag geltem cn Anlaß benutzte elberger, indem -ache die Züge >m beleuchtete, durch geeignet ist, der iu dienen. Diesem .er namentlich den «Ibiturienten ans ,913 der Tag der Ä L- Chnsk ^übernommen Zuürossmutters Zeiten Giessener Lesehalle-Verein. | Mittwoch, den 12. März 1913, abends 8V< Ulir Ortalii* im Hotel Schiit?. Tagesordnung: g» 1. Geschäftsbericht über das abgelausene Vcreinsjahr, in einem halbstüudrgeu Baionektkauipf zugefügt HÄ>en. Ter letzte Ministerrat beschäftigte sich mit lvichtrgen Funkentelegrammen des Kommandanten und des Malis von Adrianopel. Die Bildung einer französisch-italienischen Ge. sell schäft in Frankreich. . Paris, 11. März. Die Bildung einer französisch-üalreni scheu Gesellschaft zwecks Annäherung beider Länder stößt wer, be sonders wegen des Gegensatzes der Mittelmoerpolltik beider Staaten auf Ablehnung. Außer Pichon hat sich dem Komitee noch kein namhafter Politiker angeschlossen. Der Prinz von Wales. London, 11. März. Der Prinz von Wales wird nach den bisherigen Dispositionen bis über das Osterfest hinaus am Berliner Hofe verweilen. Ein Futurist en -Sfan dal. Rom, 11. März. Die Futuristen beriefen für gestern Abend im Theatro Eonstauzi eine Versammlung ein, -in welcher die neuen Apostel ihre Zukunftsdichtung, Zukunftsmusik, Mal- und Bildkimst zum Besten geben sollten. Das in Massen herbeigeeilte Publikum ließ aber die Futuristen gar nicht zu Worte kommen, sondern bewarf sie mit Kartoffeln und Unrat. Schließlich artete der Skandal in eine wüste Schlägerei aus, bei der mehrere Personen übel zugerichtet wurden. Taten der englischen Frauenrechtlerinnen. Wie aus London gemeldet wird, haben Anhängerinnen des Frauenstimmrechts am Montag früh die Station Sa und er _ t o n der Great Western und Great Central Railways bis au, den Grund n i c d c r g e b r a nn t. An dem Tatorte wurden Plakate für das Frauenstimmrecht vorgefundcn. Auf der Station Croxley an der London- and Northwestern Railway brannte es ebenfalls. Mau vermutet, daß der Brand gleichfalls durch Anhängerinnen des Frauenstimmrechts angelegt worden ist. * JSJ« *•« für i.: !°ar bDtlV„nb bk" iu sehen/- n biefn durch £ fÄÄ J uach der Erß- 7en dank bei- Ae der Echt- Nt=8a>itf)«rbt l?ai«« o Tänzerinnen denen man manche . -amen des 111 violett iinb Evvrfen ljatte E Machst mit Ulk in einem1 ' u>res Körpers n. 'schpreise hat lNH des Fleisch. llt erzielt. Ter iahre angegeben. Die Kontrolle cknveinefleisch zu vsg. das Psund, tgeteilt, bah bas rattenstück siel. Tauiende Raucher empfehl, mein, j garanl. unge- Idnsclcll., deshalb sehr bekomm!, u. gesunden Tabak. 1 Tabakspfeife um- fonltzuBPId.melner ftb.. 8 „ jj’aßorrntaBafl „ 5.— 8 „ Aagd-A-nafier „ 6.50 8 „ flott Kanaster „ 7.50 8 „Arankt Kanaster10 - 8 „ jCaUrrbfötter „ 13.5o Kaufmäiniffdierverein Samstag, den 15. März ISIS, abends S Uhr, in unserem Hause Nord-Anlage 15 1. Stock : Drama tn 3 Akten. In diesem hervorragenden Film wird die Lausbalm eines Kausmanns, welcher durch Erb,dmit Gutsbesitzer wird, geschildert. Große Mißerfolge besiegeln den Ruin. Glänzende Aufnahmen, sowie erstklassige Darstellung zeichnen diesen Film besonders aus. ISissEdHhsLaunen Glänzende Humoreske. Das Edelweiss Hochkomisch. Von Ariola nach Andermatt Eine wunderbare Aufnahme aus der Schweiz. Außerdem vorzügliche Schaunummern und Einlagen. Heute zum letzten Male: fTE i /N 1 ehemaliges ToiiiSylva-? ■£“ Licht-Spiel-Hans Cale Ebel • K‘Ä.. Auf vielseitigen Wunsch wurde das beliebte Trompeter-Oorps „Rheoania“ Ab hcuteu. fotgenbe Tage zwei große Sftlflfler j Ein deutscher Kunstfilm I Srak Woronzow mein Verlobter Drama aus der Gesellschaft in 3 Akten, j Im Mittelpunkt dieser scharf durchgesührten Hand- j lung steht die schöne Fürstin Dolowska, die mit glühender Liebe an dem Manne ihrer Wahl hängt, ! dem Grasen Sascha. Letzterer jedoch spielt ein ge- ; wagles Sviel, an dem er zugrunde geht. Mit un- geivöhnlicher Spannung verfolgt das Auge deSZu- schauers die fesselnde Szenenfolge. Sowohl in der I prächtigen Inszenierung als in dem meisterhaften Spiel offenbart sich eine brillante Darbietung. Bus dieses in allen Teilen hervorragende Bild sei ganz besonders hingewicsen :::: Unser zweiter Schlager: Prüchtig koloriert! DasGeheimnis :: einer Frau :: Drama in 2 Akten. Dieses nerreste Sensationsstück behandelt ein ganz neuartiges Thema, ist verblüffend in der Ausstattung, der Regie und dem Spiel. Ferner: Eine wunderbare nordische Komödie: Ho. 75 nnd 76 Gespielt von erstklassigen Schauspielern der nordischen Film-Co. !• Die Spinne • Mimo-Drama. M'ßchtrantzorta.dMm Herrliche Natur-Aufnahme. Eclair-Revue DaS Neueste ans aller Welt. auA iosseriem das übrige vollständig neue Programm solche oft zwecks Verbilligung zugesetzt werden, verbessert es jeden Kaffee in der ausgiebigsten Weise. Die dunkle Stale“ GerLcbtsiaaL. Mainz, 10. März. Bor der hiesigen Strafkammer wurde heute der Rcrufliandel von Mainz-Mombach, bei der der Kanonier Schmelzer vom Fußartillerie-Regimcnt Nr. 3 erschossen worden war, abgeurteilt. Angeklagt waren 10 Personen aus Mainz und Umgebung. Das Urteil lautete: Franz Käst erhält zwei und ein halbes Jahr, die Gebrüder Gustav und Ferdinand Strauß zwei Jahre, Hermann Nienrann ein Jahr, Heinrich Mäher neun Monate, Andreas Schäfer und Johamr Rudolf sechs Monate, Adolf Büttner einen Monat und Jakob Länger drei Wochen Gefängnis. - > > ■ - ■ — ..... 1 1 111 Wetteraussichten in Hessen für Mittwoch, den 12. März 1913: Wechselnd bewölkt, einzelne Regenschauer, Temperatur wenig ver- ändert. Heber Öen Inhalt öer neuen Militärvo läge teilt der „Berliner Lokalanzeiger" aufgrund besonderer Informationen mit: Parfümerien. Seife, Zabn und Kopfbiirsten, Kämme, Haarfärbemittel,Sommcr- sprosscncrcmc. Schwämme, Haarnetze, Kopfwasser in großer Auswahl bei: H.Tichy,Seltersw.43, Ecke d. Goethestraße. 1"'° Oefen und Herde für Stadt und Land! Großes Lager aller Systeme. Besonders günstige Stäup gclcgcnheit f. Bauherren. Sie kauf, am billigsten in dem ersten Spezialgeschäft W. IHirbeck Xachf.. Tel. 283. I0146'-'! Diczstr. V. 'N bet bethi? Seriänntn^ ■t Sefien bt nur»' Ä«' -s rfil’ "'"aMNi'i' Erschienen 'aff -''^nschosl uiihuf',,^ und r 5#ttir iRädebed-Dresden Hotel Excelsior Berlin Königgrätzer Strasse 112-113 Zimmer, Salons und Badezimmer Konferenz- und Festsäle Modernster Komfort Erweiterungsbau k i^t eröffnet A gegenüber d. Anhalter Bahnhof Zimmer mit 1 Bett v. Zimmer mit 2 Bett, v. Helle Ausstellungsräume Ruhigste Lage Aufruf zur Errichtung eines Bismarck - National - Denkmals aus der Elisenhöhe bei Bingerbrück - Bingen. Immer näher rückt der Tag, an dem vor hundert Jahren Bismarck geboren wurde, des deutschen Volkes getreuer Ekkart. Der 1. April 1915 wird Deutschlands Söhne versammeln zur gemeinsamen Jahrhundertfeier. Ueberall in deutschen Landen erheben sich schon Denkmäler und ragende Feuersäulen für den gewaltigen Schmied der deutschen Einheit. Und doch werden sich alle einen in dem Wunsche, ein Denkmal zu schaffen, zu dem jeder Deutsche beitragen kann, wo er auch auf der weiten Erde wohnen mag. So haben sich denn Männer aller Stände, Berufsarten, religiösen und politischen Bekenntnisse zusammengefunden, um diesen Gedanken zur Verwirklichung zu bringen. Nach eingehenden Beratungen haben sie beschlossen, das Denkmal am Rhein zu errichten. Auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück-Bingen, hinübergrüßend zur Germania auf dein Niederwald, soll sich ein Denkmal erheben, würdig des großen deutschen Mannes, der so wunderbar die Kräfte seines Volkes gesammelt und zum höchsten nationalen Ziele geführt hat. Dort, wo im rcben gesegneten Nheingau des Stromes Wasser sich sammeln und brausend die Felsen durchbrechen, ein Bild der unwiderstehlichen Kraft deutscher Einheit, wo von den Ufern blühende Städte, von den Bergen Kapellen und Burgen grüßen, an dem Ehrentor deutschen Heldentums, durch das unseres Volkes Söhne auszogeu zu schwerem Kampfe, durch das sie wiederkehrten mit dem Lorbeer des Siegers: Dort soll des großen Kanzlers Gedächtnis dem deutschen Volke in Stein und Erz erhalten bleiben. Möge dieser Aufruf auch in Hessen kräftigen Widerhall finden. Zum Zweck der Sammlung von Geldspenden hat sich ein Landesausschuß für das Großhcrzogtum Hessen gebildet, der seine Tätigkeit durch Vermittlung von Kreiskomitees ausübt. Das unterzeichnete Ortskomitee richtet an die verehrliche Einwohnerschast >cr Stadt Gießen die herzliche Bitte, sich nach Kräften an dem vaterländischen Werk zu beteiligen. Sammellisten, versehen mit Unterschrift und Amtssiegel des Oberbürgermeisters, werden in Umlauf gefetzt. B7/a Tas Ortskomitee der Stadt Gießen. gebrannt 1.65 1.66 1.80 2.00 2.20 Emil Fischbach i OSTER-ARTIKEL empfiehlt in grösster Auswahl die Konditorei, [1625 : Schokolade- und Zuckerwarenfabrikation : Marktstr. 32 Ludwig Döll Marktstr. 32 o o o o o o o o o Chauffeur-Schule mit Stellennachweis o o o o o o o o o o o o o o o o Hessische Automobil-Zentrale o o o o o o Süd-Anlage 7 o o o o o o o o Sachgemässe Ausbildung wird gewährleistet Prüfungen werden hier vorgenommen. Beste Gelegenheit zur Ausbildung als Herrenfahrer oder Berufs- Chauffeur :: Anmeldung kann jederzeit erfolgen. °voSroYovoY° o<> O <> o <> o <> o <> o <> o <> o Kronenberg & Schilling Telephon 2059 Giessen Gardinen Alle Artikel z. Umzug in reicher Auswahl. in allen Breiten in weiß u. creme, m v. 200 bis 28 Pfg. Brise bise, Paar 200, 150 bis 50 Pfg. Weißu.cremeKongreß-Stoff Meter 65 Pfg. 1. SalomoD 4 Cie. Schulstraße 4. [au/3 Wilk. Hermann, Neustadt12 nie empfiehlt in gröhter Auswahl :: Wasch-Bütten, rund und oval :: Pffanzcntübcl Naffia-Bast Leiterwagen Holzwarcn Bescnwareu Haus-Geräte :: Tur- Vorlagen Garten Rechen Kokos-Stritte Schicbtarrcn Korbwarcn Bürstcuwarcn Züchen-Geräte und Matten :: Oßslerreichische Bäckerei, Konditorei u. Cale; W'aIltoretraR»e 19 empfiehlt für die bevorstehenden Feiertage । Kuchen, Torten, Kaffee- u. Teegebäck1 Zugleich bringe ich mein neu eingerichtetes 1 Caf6 in Empfehlung [01917 ( Georg Erhard. । t. . -Hygienisch-ästhetischer ----- -■ Turn-Kursus für Damen Beginn Anf. April. Näh Nord-Anlage 31 p. , 01«41 Bürgerverein Giessen Donnerstag, den 13. März er., abends 8V Ubr, im Saale des Hotel Einborn MilQlieder-Versammliiiio Tagesordnung: 1. Vortrag dcS Herrn Professor Dr. Rauch: „Tic (Siebener Kunstsammlungen": 2. Besprechung wichtiger kommunaler Augelegenbeitc»: von allgemeiner Bedeutung «Bahnbe crwciicrung, Ausstellungen, Strahen- u. Berkehrsverbältnisse u.a.m.) Wir laden unsere Mitglieder nebst ihren Damen zu recht zahlreicher Beteiligung Blumentische Blumenkrippen Blumenständer bei l7l, Ph. Henkel Möbelhdl., Sonnenstr. 14 Liebigshöhe. i SonncrstaflJ fillljt: KaffeeÜonzert u. Damenverein Gabelsberger Mittwoch, 12. März 1913 Pereinsabend im Poüfeller. — Verteilung der Diplome vom lebten Bezirkowettichreiben. |v" s ein. v16/, _______Der Vorstand._ MM Heu Direkt: Hermann Stelngoetter Dienstag, 11. März 1913, abends s Ubr: Gewöhnliche Preise! ■■ Anher Abonnement. — Unter Mitwirkung d. Kapelle des hies. ,>ns. RgtS. »Kaiser Wilhelm" Nr. 116 Bcnesiz nir Herrn Regisseur Rudoli Moll. S' Kullerfi BolkSstükf mit Gesang in fünf Auszügen von Earl Morre. Ende 10'/. Uhr. a“/• Mittwoch, 12. März 1913. abends 7 Ubr: 19. Mittwoch - Abonn. - Borst. Gewöhnliche Preise. Der Revisor. Komödie in 5 Auszügen voa Nikolaus Gogol. Ende fF/. Ubr. CaJ 4^VAJ LU —-X ——-X —-X —vJ 1727 Mjjf I Saison = €röffnung! I t ES Damen=, Mädchen- und ^indes-ffüfe I Jk Wir bitten, unfere 3 Spezial=Sdjaufenfter für putz zu beachten | Richard Coeruentljal & Co., 225 |