Nr. <90 Zweiter Blatt _ 165. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag«. Y ▲ gL A A A ▲ AA A A Y AA werden dem Ä|g I / | .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da« Mc 9 W- B 3 ■ IL I R Q M öLÄ Z.L ,.Kreisblatt für den Kreis «iehen" zwei.nal KM r|l YH wöchentlich. Die .,cand»itt1chaftllchen Seit- • »— , < |r«g<." «fernen mona.lid, .n>«maL (oCnCtübllnjCi^Ct fÜt (ÖÖCtl}CffCH ßreitag, 15. August 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universität- • Buch- und Eteindruckerei. R. Lange, Dietzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strotze 7. Expedition und Verlag: e^6)51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: A,i-eigerG»etzen. Gemeinnützige RcdjtsausfunftsftcIIen. lieber die Rcchtsbelchrung der minderbemittelten Volkskreise im Jahre 1912 bat die Abteilung für Arbeiterstatistik im Kaiser lichen Statistischen Amt in einer Sonberbcilagc zum „Reichs arbeitsblatt" interessante Angaben gemacht. Die Erhebungen süt daS Jahr 1912 haben einen ziemlich weiten Umfang angenommen. Namentlich ist auch die Rechtsauskunftsettellung der Bercinigun gen von Privatangesteltten in die Statistik rinbezogen worden Im allgemeinen erstreckte sich diese Statistik nur auf diejenigen Rechtsauskunft.stellen, die an alle Besucher ober an minder bemittelte unentgeltlich ober gegen eine geringe (Gebühr Recht s- aud Fünft erteilen. Insgesamt verzeichnet der Bnicht 9 16 Äus - kunfts stellen, die zusammen nicht iveniger als 1 841 364 Auskünfte erteilten und 468 028 Schriftsätze anfertigten. Äus den Einzelheiten heben wir hervor: Gemein^iche und staatliche Rechtsauskunftsstellen haben für 1912 im ganzen 119 auf die Anfrage des Statistischen Amts Berichte eingesandt. Tie AuSkunslserteilung erfolgt an alle oder nur an Minderbemittelte. 3n einigen fallen, z. B- in Gotha, wird in prioatrechtlichen Angelegenheiten nur an solche Personen Auskunft erteilt, die mit nicht mehr als 2000 Mark Jahreseinkommen veranlagt sind. Einige der betreffenden Stellen haben gewisse Rechtsgebietc von der Auskunftserteilung ausgeschlossen, davon sechs das Strafe recht, rtür Auskünfte erhebt keine dieser Stellen, für Schrift- fatze einige, Gebühren. Zuschüsse vom Staate bezogen 44 Stellen, darunter drei solche, von über 3000 Mark. Von Streifen erhielten 15 Stellen-Zuschüsse, von Handelskammern 5, von Handwerks Kammern 3. Rechtsauskunftsstellen gemeinnütziger Vereinig trugen bestanden 32, gegen 29 im Vorjahr. Auch hier zahlten Staat und Gemeinden sowie andere öffentliche SVorporationen Zuschüsse. Mit wenigen Ausnahmen gehören die gemeindlichen und ftaat Men Auskunftsstellen sowie die gemeinnütziger Vereinigungen dem Verband der deutschen gemeinnützigen und unparteiischen Rechtsauskunftsstellen in Lübeck an. Dieser Verband gründete 1912 eine Zentralstelle zur Bekämpfung der Sckivindelfirmen. besonders auf fy?m Gebiete der Grundstücks und Htipothekenoermitt hing. Eine Flugschrift, in der das Geschäftsgebaren der Schwindel- firmen dargestellt ist, mürbe von der Zentralstelle an sämtliche Amts- und Landgerichte, an zahlreiche Rechtsanwälte und an die Zeitungen versandt. Tic Zentralstelle ersuchte um Mitteilung aller Betrngsfalle von Schwindelfirmen und erklärte sich zur Auskunsterteilung in diesen Angelegenheiten bereit. Durch einen Erlast des preutzischen Ministers für Handel und Gewerbe wurde diese Einrichtung zur Bekämpfung der Schwindelsirmen den Han delsvertretungcn und Regierungspräsidenten empfohlen. Sehr interessant sind auch folgende Mitteilungen: Von der öffentlichen Rechtsauskunftsstellen in Lübeck wurde in Verbindung mit dem Haus- und Grundbefitzerverein Lübeck ein Einigungsamt für Mietsstreitigkeiten eingerichtet. Ter Haus und Grundbefitzerverein erklärte sich bereit, in seinem Mietvertragsformular die Bestimmung aufzunehmen, datz Ansprüche aus dem Mielverhältuis vor Gericht durch Silage und Widerklage nicht geltend gemacht werden dürfen, bevor die Einigung vor dem Einigungsamt erfolglos versucht ist. Die Geschäftsordnung sieht ür die Leitung des Einigungsamts einen unparteiischen Vor- ipenden — den mit der Leitung der öffentlichen Rechlsauskunfts- telle betrauten Oberbeamten deS Stadt und Landesamts — sowie je 6 Beisitzer aus der Zahl der Vermieter und der Mieter, sowie die gleidK Zahl von Ersatzmännern vor. Bon Rechtsauskunsts- und Schutzstellen für Frauen, die von Frauenvereinigungen eingerichtet find, haben 93 berichtet. Auch hier sind Zuschüsse, freilich in recht geringer Höhe, vom Staat, von Gemeinden und von privater Seite zu cr- zeichnen. Die Frauen-Rechtsauskunsts- und -schutzstellen sind zumeist deut Rechtssckmtzverband für Frauen in Halle a. S. ange- schlossen. Mit ftattlidten Zahlen erscheint in der Statistik die 0e- neraltom miffto n der Gewerkschaften Deutschlands, die über 119 Arbeitersekretariate und 211 Auskunftsstellen der Gewerkschaftskartelle berichtet. Die Sekretariate wurden von 526 002 männlichen und 106 413 weiblichen Arbeit- n hmern und deren Angehörigen in Anspruch genommen. Von den Auskunftsuchenden waren 484 628 organisiert. Tas Zentralarbeitersekretariat, das nur die Vertretung vor dem Reichsversicherungsamt übernimmt, erledigte im Berichtsjahre 2343 Sachen. Ter Verband der Deutschen Gewerkvereine (Hirsch- Tunckri beridnet über die Tätigkeit von 9 Arbeitersekretariaten, von 29 Auskunftsstellen (1911: 30) und 17 Auskunstsbureaus (1911: 11). Tie Sekretariate werden von einem bestellten Beamten verwaltet und sind den ganzen Tag geöffnet. die Rechtsauskunfts stellen werden nebenamtlich von Agllanonsbcamten geleitet und haben bestimmte Sprechstunden: in den Auskunstsbureau teilt ein Gewettvereinsmitglied, das noch in Arbeit steht, nad' SkAus seiner Arbeitszeit Auskunft Im ganzen wurden ins B< richtsjahre 58 365 Auskünfte erteilt und 11 185 Schriftsätze an gefertigt gegen 52260 bzw. 11115 im Jahre 1911 und 39413 I bzw. 9180 im Jahre 1910 Von den Auskunftfudxmden war?n 10 856 organisiert, 17 509 keinen Verbänden angcschlossen: neben 53 327 Männern suck'ten 5038 Frauen Rechtsberatung. Neben den Ausgaben für die Sekretariate, Auskunftsstellen und Bureaus in Höh' von 36 866 Ml' gaben nack) dem Jahresberichte 13 Ver bände 11 790 Mk. für Redtssckutz aus Dem Vertreter am Reichsversicherungsamt gingen im Berichtsjahre 330 neue StrriN'acken zu. davon waren 314 Unfall« und 14 Invaliden sacken. Zuzüglich der aus dem Vorjahre iibern.mrmcncn Sachen wurden 304 erledigt und 12 wegen Aussichtslosigkeit abgelehnt Zn 51 Fallen wurde ein tarier Erfolg, in 57 Fällen ein teilweiser Erfolg erzielt. In der Statistik find wester vertreten dir christlichen Ge tperffd’aftcn, eine p.'lnisdx Berufsvereinigung, die konfessionellen evangelisd^en und katlrolischen Bereinigungen und die Rechts auskunstsstellen polnischer Vereinigungen. Arbeitgeber« rechtsauskunftsstellen bestehen im Betriebe der preutzi scheu Berg«, Hütten» und Salinenverwaltung, sowie in einigen großen Privatbetrieben, wie z. B. in der Farbenfabrik vorm Friedrich Bager u. Eo. in Leverkusen. Ter Deutsche Buchdrucker verein in Leipzig hat schm im Jahre 1910 eine Rechtsauskunsts stelle für das deutsche Duchdruckereigewerbe errichtet. Noch nicht sehr weit fortgeschritten ist die Reckstsbelehrung für die ländliche Bevölkerung, obwohl auch Iricr bereits crrrcultdK Anfänge zu verzeichnen sind. Neuerdings bemühen sich audi die Landwcrtsd-astskammern, der 'Deutsche Landwirt schaff sr.rt und das Preutzisd)e Landesökonomiekvllegium um den Aushau dieser Ginridtung. Ebenso erteilen die ländlichen Ge nossensck asten eine umfangreiche und in stetigem Matze wachsende Rechtsauskunft. Unter den gemeindlichen und staatlichen Rechtsauskunftsstellen und denen der gemeinnützigen Bereinigungen erstrecken einige ihre Tätigkeit auf das Land oder sind gar für das Land bestimmt So sind die Bolksauskunftsstellen in Mobilrg und Gotha für die ganzen Herzogtümer, ferner die Rechtsauskunftsstelle in Rudol floht für die Oberherrschaft des Fürstentums Sckwarzburg zu ständig. Eigene Rechtsaustunftsstellen haben die Greife Köthen, Gelseniirck n, Osthavelland, Solingen, St stz, Mettmann und Wor bis errichtet. Bom MtcioL.mtmunaloerbaiü> Insterburg ist am 1. ?lpril 1913 eine öfst-ntliche gemeinnützige Reckstsauskunftsstelle geschaffen worden. Auch der Kreis Pr.-Holland beabsichtigt eine Rechtsauskunftsstelle einzurichten, für die der Kreistag 600 Mk. in den Boransck-lag eingestellt hat und die von den Raiffrisen-Or- ganisationen unterstützt werden fort. Bon den gemeinnützigen Ver einigunaen stehen auch der ländlichen Bevölkerung zur Verfügung die Rechtsauskunftsstelle für den Kreis Gelnhausen, für den Kreis Hirschberg, des Kreis Steinburger gemeinnützigen Vereins und die des gemeinnützigen Vereins des Kreises Rendsburg. Auch die städtischen und die sonstigen von gemeinnützigen Vereinen errichteten Rechtsauskunftsstellen dehnen ihre Wirksamkeit zum Teilauf das umliegende Landgebiet aus. Von Landarbeitervereinigungen gewährt der Deutsche Landarbeiterverband, welcher der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands angeschloffen ist, Rechtsauskunft und -schütz, ferner der christliche Zentralverband der Forst-, Land- und Weinbergsarbeiter Deutsch" lands, Essen iRührt. Auck der Mlgemrine Stallschweizerverband, Plauen, und der Allgemeine Sckweizerbund, Leipzig, haben den Rechtsschutz ihrer Mitglieder übernommen. Eisenbahn- und poftassiftenten. Wir werden um Aufnahme folgcncer Ausführungen gebeten: Am 10. Juli hat Herr Minister v. Breitenbach einer Abordnung des Eisenbahn-Assistenten-Verbandes milgeteilt, datz den Assistenten der preutzisch-hessischen Eisenbahnverwaltung vom näck>- ft en Etatsjahr ab eine Erhöhung ihrer Gehaltsbezüge zugedacht ist. Das Anfangsgehalt, bisher 1650 Mark jährlich, wird künftig 1800 Mark und das Endgehalt, bisher 3300 Mark, soll vom nächsten 1. April ab 3600 Mark betragen. Es war eine sehr liebenswürdige Handlung des Herrn Ministers, datz er diese Freudenbotschaft den Vertretern der Eisenbahnafsistentenschaft persönlich verkündete. Grotze Freude herrscht nun in dieser Beamtenklaffe, die, wie einmal im Abgeordnetenhause gesagt wurde, die Kerntruppe des Eisenbahnbetriebes barfttlli. Die GedallSfrage hit für die betreffende Beamtenkategorie nicht nur eine materielle, sondern eine ebenso grotze ideelle Bedeutung, denn mit biefer Gehaltserhöhung wird die (fifenbabnaffiüentenidiait wiederum, wie bereits ui den Jahren 1907 ben Postassistenten gleichgestellt Die Postasfistenten erbeben aber, wie sie in einer von mehrernt Zeitungen veröffentlichten Zuschrift erklären, den Anspruch, eine höhere Stellung einzunehmen, als die Eisenbahnassistenten. Um diesen Anspruch begründen zu können, stellten sie künstlich einen Unterschied zwischen Cberpoflaffiftcnten und Postasfistenten her, der in Wirklichkeit nicht epftiert, und behaupten überdies, ,chie Laufbahn der Oberpostassistenten weiche von der Laufbahn der preutzischen Eisenbahn-Assistenten ab". Es ist richtig, datz die Oberpostassistenten bis zum Jahre 1895 eine besondere, höhere Gehaltöskala befapen als die Postasfistenten. Im Jahre 1895 wurden diese beiden Gehaltsklassen, deren Trennung keine innere Berechtigung hatte, zu einer ttzeballsllasse verschmolzen. Jeder Postassistent, der sich nidsts Erheblid>es hat zu Schulden kommen lassen, erhält nach 5 Jahren den Titel Oberpostaffistcnt. Eine Veränderung der dienstlichen Stellung und eine höhere Besoldung wird dadurch nicht herbeigeführt Audi bei den Eisenbahnassistenten ist dasselbe Titelverhältnis in Kraft. Auch der Elsenbahnassistent erhält nach 5 Jahren vorwurfsfreier Dienstzeit ben^Titel Ober- bahnaffiflcnt, ohne datz damit eine höhere bicnftlidtc Stellung und eine höhere materielle Bewertung verpknüpft ist. Es ist erllärlich, datz die Cbcrpoftafiiftenten sich deii früheren Vorzug einer höheren Elebaltsklasse zurückwünsck>en. Da ihr Wunsch aber keine innere Berechtigung hat, wird er kaum je in Erfüllung gehen und auch die Gutachten von Professoren, die sich der „Verband mittlerer Post- und Telegraphenbeamten" zu öcrvbaffen gemußt hat, können nichts daran ändern. Es lätzt sich nicht an- nehmen, datz die Postverwaltung zu einem organisatorisckren Fehler, den sie erkannt und deshalb abgestellt hat. wieder zurückgrelfen! wird, nur weil die betreffende Beamtenklasse sstb in die sachlich durck>aus begründete Äenderung nicht finden will. ES soll nicht bestritten werden, datz der Wirkungskreis der Postassistentenklasse sich in letzter Zeit erweitert hat und datz ihr Dienst schwieriges und komplizierter geworden ist. Das gilt aber nickt nur von den Obervostasftstenten der Postverwaltung, sondern ebenso sehr von den jüngeren Assistenten, die ja denselben Dienst haben, wie ihre mit dem Titel „Oder" geschmückten Kollegen. In noch höherem Grade aber ist dies naturgemäß der Fall bei der gesamten Eisen- bahnafsistentenllasse infolge der ungeheuren Entwicklung dcS Eifcn- bahnverkehrs. Wenn die Lberpostassistenten behaupten, „ihr Rang und Dienstverhältnis entspräche genau dem der preutzischen Eisenbahnbetriebssekretäre", so hoben sic sich, ohne es zu tvollen, damit selbst ab absurdum geführt. Nämlich schon feit Jahren werden Eisenbahnbetriebssekretäre nicht mehr ernannt; ifjrc Stellen werden in Eisenbahnassistentenstellen umgeroanbcU und ihr Dienst wird bereits zum großen Teil von Eisenbahnassistenten versehen. Mit dem letzten der noch lebenden Eisenbahnbetriebssekretärr wird diese Stellung demnach oussterben und ousschlictzlich der Ässisten- tenllasse übertragen sein Wenn die Oberpostassistenten also der Ansicht sind, datz diese Stellung „genau" der ihrigen entspräche, so haben sie damit selbst erftärt, datz der Dienst der Eisenbahn- assistenten auf derselben Höhe stehe wie der ihrige. Datz der Dienst der Eisenbahnassistenten dem der Postassisten- ten in feiner Hinsicht nachsteht, sondern im Gegenteil schwerer, verantwortungsvoller, gefahrvoller und, wegen des vielen Nachtdienstes, gesundheitsschädlicher ist, ist übrigens von Ministern und Abgeordneten wiederholt anerkannt worden. Was die Vorbildung betrifft, auf die sich die Postasfistenten häufig berufen, so seien hier die tatsächlichen Bestimmungen und Verhältnisse kurz erwähnt 3 7 der Postafffstenten sind Militäranwärter. Die Zioilanwärter der mittleren Postbeamtenkarriere, die die übrigen 1 7 stellen, brauchten bis zum Jahre 1900 nur eine abgeschlossene Volksschulbildung Nachweisen: seitdem wird von ihnen das Zeugnis der Reise lür die Sekunda einer neun- stufigen höheren Lehranstalt verlangt. Viele Poftgehilsen besitzen darüber hinaus das Einjährigen-Zeugnis. Die Eiseubahnaffisten- ten ergänzen sich zu 2/3 aus Militäramvärtem, das übrige Drittel setzt sich aus ehemaligen Eisenbahn-Supernumeraren, die die Fack>- Prüfung 1. Klasse nicht bestanden haben, und aus ehemaligen Unterbeamten zusammen. Von den Eisenbahn-Supernumeraren wird das Zeugnis der Versetzung in die Obersekunda einer neun- stufigen höheren Lehranstalt gefordert. „Bewerber, welche die 9ieifc für die Oberprima einer neunftufigen höheren Lehranstalt erworben Haden, werden vorzugsweise berücksichtigt", heitzt es aber wörtlich in den Bestimmungen. Bei dem großen Andrang haben tatsächlich nur noch Abiturienten und Oberprimaner ^lussicht aus baldige Einstellung. Autzerdem können Unterbeamte, die sich wo; eine Schweizer Reife vor 200 Zohren kostete. Reick an fdrönen Erinnerungen, aber vielfach mit leerem Beutel kehren jetzt die Ferienreisenden nach Hause zurück, und seufzen wohl, wie teuer es hock, unterwegs ist, und wieviel das Reisen kostet. In solcher Stimmimg wird es manchem einen Trost bereiten, datz frühere Fahrten in die Fremde noch bebcuienb viel mehr Geld verschlangen, und ein Tourist des 18. Jahrhunderts, unternähme er heute seine „grotze Tour", die Hände überm Kopf zusammen schlagen dürfte ob der großen Billiget, der er überall begegnet. Die Reisekosten aus einer fernen Vergangenheit genau Ni berechnen, ist sehr schwierig, da fdten exakte und vollständige Eingaben erhalten sind. Deshalb gewinnen besondere Wickttigkeit die Recknumten über eine Schwerzerreise im Jahre 1731, die der preutziscke Gerichtsrat d'Alenevn seiner vorgesetzten Behörde, dem Generaldirektorium, emgerricht hat, und die unter den Akten des Geheimen Staatsarchivs zu Berlin bewahrt werden. Der Beamte batte von König Friedrich Wilb.'lm I. den Auftrag erhalten, zu den wegen ihres Glaubens hartbedrängten Waldensern, die vor den Verfolgungen des Königs von Sardinien nach der Schweiz geflüchtet waren, zu reisen und zu prüfen, ob unter ihnen tüchtige Handwerker und fleitzige Ackersleute wären, die in Lst- preutzen angesiedelt werden sollten. D'Wen<7vn trat am 4. März 1731 seine Reise von Berlin aus an und benutzte bis Frankfurt a. M. die „orbtnairc Post", der er für ''eine Beförderung und für die seines Dieners, foimc 120 Pfund Ueberfradxt 39 Taler 22 Groschen zahlen mußte. Am 12. März kam er in Frankfurt an. Die Rückreise auf^der- selbeu Strecke kam ihm billiger zu stehen. fic kostete nur 32 Taler 12 Groschen, dauerte aber dafür viel länger, vom 27. November bis ■jum 16. Te;cmbcr. Die 25 Mellen von Frankfurt nach Straffburg mutzte der (tzerickcksrat, da fcinc Post ging, in einer Landkutsche SurürÖt'gen, für die er 10 Taler 8 Groschen betagte. Dafür brauchte er aber auck' mehrere Tage, während man heute in rin paar Stunden die Strecke zurücklegt. Von Straffburg nach Basel gelangte er mit der „reitenden Post"', also dem schnellsten damaligen Beförderungsmittel, in einem Tage. Für die 10 Mellen weite Fahrt vvn Basel bis Bern bezahlte er 10 Taler 12 Groschen Von dort machte er dann während seines ganzen drrivierte!lährigen Aufenthaltes in der Schweiz vielfache Reisen in Geschäften, aus deren Speien hervorgeht, daff das Reisen zu Wasser billiger war als die Fahrt mit Post oder Wagen. Das den Unterhalt anbelangt, den der Gericktsrat für sich und seinen Diener auf der Reise bestritt, so waren ihm an „Zehrungskosten" 2 Rrickstcller täglich für sich und 12 Groschen für seinen Bedienten bewilligt. EL lätzt sich jedoch feststellen, daß d'Meneion seine Diäten nicht völlig aufbrauchte, sondern datz er den Tag über für seine Person mit 1 Taler und 8 Groschen auskam. Für einfache Leute gestalteten sich die Lebensverhlltniffe viel büliqer. Das erhellt aus den Aufwendungen, die der Beamte für btc Verpflegung der an geworben en Seidenweber auf der Rück reife nach Berlin machte. Die Zehr ungelösten für diese Leute und ebenso für den Diener des Gerickusrates schwanken zwischen 4i 2 und 6 Groschen pro Tag. Auch Leute der höheren Stände, dte aber jticfrt mit solcher Beguemlichkeit reiften, wie unser &t- ricktsrat mit fernen Mxm Diäten, konnten wohlfeiler leben. Aus den Rechnungen geht hervor, daß sie etwa 12 Taler für den Tag brauchten. — siegreich Maire, der die Reifekostenberidste d'Alen^ons im -)lrckiiv für Kulturgeschichte oeröffentlieht hat, kommt nach eingehenden Umersuchungen zu einem imeressanten Ergebnis Die Reise führte von Berlin über Halberstadt und Kassel nach, Frankfurt a. M., dann nach Bern, Neuchätel, Gens, Lcmsannc: dann wurden zwei Abstecher, ein längerer an den Genfer See und in das Waadtland und ein kürzerer nach Lausanne gemacht, und dann die Rückreise auf bemklbcn Wege angetreten. Die Transportkosten für zwei Personen betrugen zusammen ungefähr 245 Taler. Die Verpflegungskosten beliefen sich während der 91/? Monat dauernden Reise auf etwa 490 Taler. Der Herr gab dabei für Kost und Quartier 1 Taler 8 Groschen aus, nach unserem Gelde also 4—4i 2 Mk , der Diener 6*2—6 Groschen ober 70 Pfg Eine läTigere Reise in die Schweiz konnte also tm Jahre 1731 sckon mit 300 Talern unternommen werden. Um aber diese Kosten richtig riwzuschätzen, muff man bedenken, daff der Kawstvert des Talers damals sehr verschieden von dem heutigen nxrr; man mutz den Wert des Talers von 1731 mindestens auf das Sechsfache des heutigen Tret Markstückes veranschlagen Danach stellt sich das Verhältnis so, datz der tägliche Unterhalt den Reisenden etwa 25 Mark pro Tag und seinen Diener 4—4i, Mark kostete. Tas sind Snnnnen, wie sie heute nur wohlhabende Rrivnde anlegen. Die Beförderungskosten auf den von dem Gericktsrat benutzten Stierten würden aber heute für zwei Personen in der Nveften Klasse höchstens 120 Taler betragen. Die Reisenden haben fo mit 245 Talent nickt das Doppelte, sondern das Zwölf tacke ausgeyeben. Das Reisen an und für sich ist also in der Zell des Dampfes und der ElekfriMtäl jedenfalls viel billiger gMvrden. — Ein neolithisches Dors. Aus Frankfurt a. M. wird uns berichtet: Unter der Führung von Prof. Dr. Wolff besichtigten die Mllglleder des Geschichtsverrins und zahlreiche auswärtige Gelehrte das vor einigen Monaten entdeckte und jetzt völlig'fteigelegte Dorf aus der jüngeren Steinzeit, einer prähistorischen Siedlung, wie sie an Eigenart bisher an keiner anderen Stätte Teutfchlands gefunden wurde. Au' einem 300 Meter langen und 200 Meter breiten Gebiet der Hilffchen Ziegelei zwischen Steinbach und Praunheim befinden sich zahlreiche grone und kleine Wohngruben. Von diesem Gelände wurde jetzt eine Fläche von 90 Mtt. Länge und 12 Mtr. Breite gründlich untersucht, loobri man 20 Wohngruben fand und 12 von ihnen vollständig ausräumte. An einer 16 Meter langen Grube konnten in gleichen Abständen vom Rande 35 Pfostenlöcher nachgennefen werden, die nach dem Innern der Grube gerichtet waren. Hierdurch wurde der — bisher einzige — Beweis erbracht, datz die Wohngruben überdacht mären. In Gegenwart der Gesellschaft wurden noll- die Pfostenlöcher einer kreisrunden Grube freigelegt. Neben den meisten Wohngruben befanden sich zahlreidre Brandgräber, andere enthielten mehrere Vertiefungen, die Hcrd- und Wohnraumen dienten. Ta derartige neolithische Wohngruben mit Pfostenlöchern in Deutschland bisher nicht gesunden wuroen, dieses Gräberfeld aber in den nächsten Tagen bereits den Ziegelarbeitern zum Opfer fällt, hat das Frankfutter historische Museum rin genaues Modell der neolfthifchen Wohngrubengruppe an» fertigenJaHen, um so auf diese Weife ein Bild dieser vorgeschichtlichen Stätte zu erhalten. Wie Prof. Wolfs mitteilte, ivaren alle Wohngruben der Wetterau wie überhaupt dieser Landschaft den geschildetten gleich, doch find ihre auffallenden Merkmale durch den tiefpftugenden Dampfpflug beseitigt worden. — 25 neue Statuen in Paris Tie Tenkmälerwut in der Srinestadt scheint trotz der Kaffandra-Rufe, die in jüngster Zeit von verschiedenen Sellen erhoben wurden, iwch im Wachsen begriffen zu fein. Tie Verwaltung der schönen Künste hat sich dieser Tage mit dem Plan zur Errichtung von 25 neuen Statuen beschäftigen müssen, die fo bald als möglich Paris schmücken sollen. Es banbrit sich um zahlreiche große Persönlichkeiten der gallischen Gristeswelt, die durch Manumente verewigt werden sollen, um Mme. de Staöl, um Barbey d'Aurevilly, Villiers de l'JsloAdam, Edouard Eolonne u. a m. Daneben aber kommen auch abstrakte Begriffe zu ihrem Recht. Die Flugkunst z. B. erhält ihr Denkmal und der „Ruhm der Kolonien". Dann werden ganze Verbände verherrlicht, fo „bie Frauen von 1870/71." Solch hübscher Ideen gibt es noch mehrere. Der „Figaro" aber bittet angesicÄs dieser neuen Denkmalsflut, man solle doch wenigstens auch noch etwas Platz für die Zukunft übrig lassen. „Unsere. Enkel werden auch ihre großen Männer haben: denn es gibt deren jetzt mehr und mehr. Wo werden sie sie kinsetzen^ in jahrelangem Dienst bewährt und die die Assistentenprüfung abgelegt haben, zu Assistenten befördert werden. Auch diese Beamten, die meist als Eisenbahngehilfen eingetre- ten sind, weil sie nicht die Mittel besahen, auf ihre Einberufung für die mittlere Karriere zu warten und jalwelang ohne Gehalt zu supernumerieren, sind häufig im Besitz des Einjährigen- oder Primaner-Zeugnisses oder kommen auS einem anderen Berufe, wie aus dem Kausmannsstande, Lehrerstande usw. Nach alledem wird wohl kein objektiv und gerecht denkender Mensch den in schwerem, verantwortungsvollem Dienst stehenden Eisenbahnassistenten die ihnen für das nächste Jahr zugesagte Bcsoldungserhöhung und die damit abermals hergestelltc Gleichstellung mit den Postassistenten mißgönnen. Aus Hessen. Aus den Vorbemerkungen zu der vergleichenden Uebersicht der Ein- ronrmen- und Vermögenssteuer im Großherzogtum Hessen für das Steuerjahr 1913 gegen das für 191*2 ist nach der amtlichen Statistik hcrvorzuheben: Ter Hauptausschlag der direkten Staatsfteuern für 1913 hat ein überaus günstiges Ergebnis geliefert, während für 1912 nur ein Betrag von I8V2 Millionen Mark und damit gegen 1911 ein Mehr von 630 000 Mark veranlagt worden war, hat der Hauptausschlag des Jahres 1913 den Gesamtbetrag von 19 650072 Mark 00er ein Mehr von über einer Million oder von nahezu 6 Proz. erbracht. Diese bedeutende Zu- nahme im Ertrag der direkten Staatssteuern für 1913 ist naturgemäß in erster Linie bedingt durch einen günstigen Abschluß der Veranlagung zur Einkommensteuer. Diese bringt bei einem Gesamtaufkommen von 14941 145 Mark gegenüber dem Vorjahre ein M>ehr von 843 087 Mark oder von nahezu 6 Proz. und damit beinahe 80 Proz. des gesamten diesjährigen Steuerzugangs. Fast die Hälfte dieses Zugangs an Einkommensteuer entfällt auf die Provinz Starkenburg. Trotzdem somit auf Starkenburg der größte Teil des Zugangs entfällt, ist auch diesmal, wie im Vorjahre, der Einkommensteuerertrag in den Finanzämtern Beerfelden und Seligenstadt zurüctgegangen. In allen übrigen Finanzämtern ist eine Zunahme zu verzeichnen, die absolut und relativ größte Zunahme hat das Finanzamt Mainz III aufzuweisen, das nicht weniger als 143 000 Mk. oder 22,8 Proz. an Gnkommensteuer mehr als im Vorjahre veranlagt hat. • Die Städte des Landes weisen durchweg einen Zugang an Einkommensteuer auf. Tie relativ größte Zunahme hat Bensheim zu verzeichnen, desseu Einkommenfteuervetrag sich bei einem Gesamtaufkommen von 138 581 Mark um IOV2 Proz. erhöht hat. Die relativ geringste Zunahme l)at Bingen mit einem Mehr von 2,9 Proz. erfahren. In absoluter Beziehung steht Alzeh an letzter Stelle. Worms bringt cm Mehr von 9,47 Proz., Gießen von 5,13 Prozent. Im ganzen Großherzogtum sind in diesem Jahre zur EinkoTnmensteuer 10456 Personen mehr als im Vorjahre, zusammen 393 509 Personen zur Einkommensteuer veranlagt. Von diesen kommt die Hälfte mehr auf Starkenburg, während Oberhessen nur 2202 und Rheinhessen 2286 Steuerpflichtige mehr, wie im Vorjahre, hat. Arbeiterbewegung. Ter Marburger Bauarbeiterausstand dauert weiter. X Marburg, 14. Aug. Gemäß dem in der letzten Stadtverordneten sitzung mit allen gegen eine Stimme gefaßten Beschlüsse, der Magistrat möge noch einmal versuchen, den Frieden im Baugewerbe wieder herzustellen und die strittigen Parteien zu einigen, hatte der Oberbürgermeister auf heute Einladungen zu einer gemeinschaftlichen Sitzung ergel-cn lassen. Während die Vertreter der Arbeiter wie früher geneigt waren, in Verhandlungen einzutreten, haben die Unternehmer geschrieben, daß sie sich auf Feine Verhandlungen Anlassen, sie seien jedoch geneigt, die Arbeiter nach Bedarf einzustellen. Tie Arbeiter haben dies Anerbieten abgelehnt, und so besteht der Ausstand, der sich auch in anderen Berufen schon unangenehm fühlbar macht, so lange iveiter, bis die Kalamität auf andere Weise zu einem Abschluß gebracht wird. Aus Stadt und Gießen, 15. August 1913. Reisermfall auf einer Zwischenstation. Hastet der Eifenbahufisktts? In der jetzigen Reisezeit dürfte «eine Entscheidung des Reichsgerichts interessieren, die sich mit der Frage besaßt, ob und wann ein Unfall, den ein Reisender beim Aussteigen aus dem Zuge auf einer Zwischenstativn erleidet, als Betriebsunfall anzusehen ist, für den der Eisenbahnfiskus aufzukommen hat. Tas Reichsgericht bejaht diese Frage, und zwar mit der Begründuncl, daß das Aussteigen des Reisenden auf den Zwischenstat'ionen bei hinreichender Aufenthaltsdauer von der Eisen- balnwerwvltung g e st a 1 t e t und allgemein üblich sei und daß sogar vielfach der Aufenthalt grade 31t dem Zwecke länger bemessen werde, um den Reisenden GMegenljeit zum Einkäufe von Erfrischungen 3111 geben. Der Kläger nmr während einer Eisenbahnfahrt, als der Zug auf der Z w i f ch e n st a t i 0 n O st r 0- wo hielt, beim Aussteigen gefallen und hitte sich crbcblid) verletzt. Auf seine gegen den Eisenbahnfiskus erhobene Kla,re batte das Oberlandesgericht Posen als Berufungsgericht entsdsteden, daß ein Betriebsunfall vorliege, der den Eisenbahnfiskus haftbar mache. Zu demselben Ergebnis getaugte auch das Reichsgericht, das zu der Frage des näheren ausführt: Tas Reichsgericht hat bereite wiederholt ausgefproelren, daß Unfälle der Reisenden beim Aus- steigen aus den Eisenbahnwagen ohne weiteren Nachweis als mit dem Betriebe der Eisenbahn zusammenhängend anzusehen feien, und daß es Sache der Eisenbahnverwaltung sei, im einzelnen Falle besondere Umstände darzutun, die eine alNveickrende Annahme zu rechtfertigen vermöchten. Diese Rechtsprechung, an der festzu- halten ist, hatte freilich durchweg Fälle zum Gegenstände, in welchen tiu Reisender am Zielpunkte seiner Reise beim Aussteigen aus dem Zuge einen Unfall erlitten hatte, während der Kläger, als er in Ostvowo beim Verlassen des Zuges zu Fall kam, noch nicht am Zielpunkte seiner Reise angekommen war,.sondern sich nur auf dem Bahnhof etu-vs zu taufen und dann die Fahrt mit demselben Zuge forlznfetzen beabsichtigte. Tiefer Umstand rechtfertigt aber keine abweiä-ende Beurteilung. Tenn, wenn das Aussteigen aus einem haltenden Zuge überhaupt ein zu dem Eisenbahnbetriebe gehöriger Vorgang ist, so tarnt es in rechtlicher Hinsidst zu dem keinen Unterbiet) madjen, ob das Aussteigen am Zielpunkt der Reise oder nur während des Aufenthalts auf einer Zwischenstation erfolgt, zumal das Aussteigen auf den Zwischen statiouen bei hinreichender ?lufenthaltsdauer von der Eisenlwhnverwaltung gestattet und allgemein üblich ist, vielfach sogar der Aufenthalt grade zu dem Zudecke länger bemessen ist, um den Reisenden Gelegenheit zum Verlassen des ZugeS zwecks Einkaufs von Erfrisdumgcn zu geben. Eine abweidxnde rechtliche Beurteilung hat das Reichs gericht nur dann cinttetrn lassen, wenn ein Reisender einen Unfall nicht beim Ausstckgen selbst, sondern nach dessen Beendigung auf dem Bahnsteig erlitten hat, z>. B. beim Verlassen des Balm- hofs auf dem Bschnsteig infolge Glätte zu Fall gekommen ist. In solche»: Fällen ist das Vorliegen eines Betriebsunfalls verneint worden, weil es an einem unmittelbare»! Zusammenhänge des Un falls mit einem besonderen Betriebsvvrgange fehle, insbesondere auch fein durch den Eisenbahnbetrieb gebotener Anlaß zu besonderer Elle bestehe. Inwieweit dieser Grundsatz äüf den Fall anzuwendeu ist, in welchem ein Reisender wahrend einer kurzen Fahrtunterbrechung auf dem Bahnsteig hinstürzt, bedarf gegcnnxärtig fritier Erörterung, weil der Kläger, wenn seine Darstellung richtig ist, während des Aussteigens selbst zu Fall gekommen ist, und der Sturz gerade darauf beruht, daß der Rand der Kiesaufschüttung bei dem durch das ?hteftetgen verursadsten heftigen Ausstößen des Fußes des Klägers nachgegeben hat. Tie Annahme des Berufungsgerichts, daß hiernach ein Betriebsunfall vorliege, ist daher nicht rechtsirrig. ** Elektrische Ueberland-Anlage. Am Samstag, den 9. d. Mts., abends 6 Uhr wurde der Betrieb der Fernleitung Kraftwerk Wölfersheim—Rieder-Florstadt—Kon- radsdorf—Lißberg—Hirzenhain mit den Abzweigen nach Nidda und Schotten unterbrochen. Die Ursache der Störung bestand darin, daß durch Sprengarbeiten im Basaltbruch zu Ortenberg gewaltige Steine über die Straße geschleudert wurden und sowohl die Leitungen der Ueberland-Anlage als auch die der Reichspost durchschlugen. Die Betriebsleitung setzte sofort die Strecke bis nach Konradsdorf wieder in Betrieb. Die Repa- rattirarbeiten in Ortenberg rourbcit sofort aufgenommen und waren abends 10 Uhr beendet. Unmittelbar darauf konnte die Stromlieferung nach Ortenberg, Hirzenhain, Nidda und Schotten wieder ausgenommen werden. • • 200 Mark Belohnung. Nachdem im hiesigen Schlachthofe wiederholt Kalbfelle zerstochen wurden, hat die Metzgerinnung die seinerzeit festgesetzte Belohnung auf Ergreifung des Täter? von 50 Mk. auf 100 Mark erhöht. Gleichzeitig hat sich die Stadtverwaltung bereit erklärt, eine Belohnung von 100 Mk. auSzusetzen. Bisher ist es trotz der eifrigsten BeobaAttmg seitens der Verwaltung des Schlachthofes nicht gelungen, den Täter festzustellen. Der Verlust, der den Metzgern durch diese Beschädigungen erwächst, ist ein bedeutender; »vird doch durchschnittlich für jedes Loch im Fell 1 Alk. in Abzug gebracht. Vielleicht sporne»» die 200 Mark Belohnung zu schärferer Beobachtung auch von Seiten der Metzger an. * • Städtische Steuern. In den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt wird an die Zahlung des zweiten Ziels Gemeindesteuern und Kanalgebühren für 1913 gemahnt. Nach den wiederholten Bekanntinachungen des Oberbürgermeisters »verden besoirdere Mahnzettel hierfür nicht mehr zugestellt. Die Zahlung kann noch bis zum 30. August ohne Koste»» bei der Stadtkasse erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt die Beitreibung, wobei die PfändungSkosten erhöbe»» werden. * * Papier, Früchte, Obstreste und sonstige Abfälle sollte man nicht auf Bürgersteige und Straße»» »verfen. Hierdurch »vecdei» die Straßen verunreinigt und Gefahre»» für die Passanten hervorgerusen, die durch Äusgleiten auf Obstrestei» und dergleichen zu Falle kommen und sich erheblich verletzen können. (Siehe amtliche 'Bekanntmachung.) ** Das Ueberhändnehmen der Landstreicher und Spitzbube»» wird.nahezu beängstigend. Kaüm ist der schwere Einbruch in Beltershain ausgeführt, da haben an- scheinend die gleichen j»,gendlichen Gauner eine neue Untat ausgeführt, und zwar im Pflanzgarten zwischen Garbenteich und Lieh. Als hier mitten in» Walde mehrere Mädche»» mit dem Verpflanzen von Bäumchen nsw. beschäftigt wäre»», trat plötzlich ein gutgekleideter junger Mensch in den Pflanz- gcirten. Er fragte nach dem Förster, und als die ahnungslosen Mädchei» sagten, er sei fort, erklärte er, daß er und fein Freund sie jetzt alle erschieße,» würde. Die Mädchen flüchteten auf der anderen Seite dc§ Gartens hinaus und liefen nach Garbenteich zu, hinter ihnen die beiden Spitzb»»ben mit Revolvern, aus denen sie mehrere Schüsse abgaben. Em auf dem Felde arbeitender Mann ergriff mit den Mädche»» die Flucht. Die Gauner verfolgte»» die Fliehenden bis vor das Dorf, um dann wieder in» Walde zu verschwinden. Landkreis Gießen. A Klein-Lin den, 13. Ang. Die hiesigen Mitglieder des Eisenbahn-Konsumvereins Gießen — etwa 70—80 Personen — hielten in der „Deutschen Eiche* eine Versammlung ab. Es wurde beschlossen, eine Zweigstelle im hiesigen Orte zu errichten. Die Eröffnung soll am 1. Oktober im Hause de§ Bahnarbeiters Wilhelm Lenz im „kühlen Grund" erfolgen. Kreis Friedberg. L. Fri edberg , 13. Aug. Nach einen» Beschluß der Stadtverordnetenversammlung wird das hier in Garnison kommende Bataillon bei seine»»» Eintreffen festlich empfangen und bewirtet werden. — Nachdem 21 Lehrer des Hessenlandes dahier einen Zeichenkursus mitgemacht haben, wird demnächst wiederun» im Seminar für Volksschullehrer ei»» Kursus für Biologie und Naturlehre abgehalten »verden. — Heute traf eine Abteilung Mainzer Pioniere hier ein, um das alte Wasserbassin 511 sprenge»». Das frei werdende Gelände »vird zu Bauplätzen verwendet. tz. Bad-Nauhcirn, 14. Aug. Ta in Horn bürg v d H verschiedene Personen vorn Hose des Zaren eingetroffen sind hat sich die Meinung verbreitet, diese Erden die Vorder ei ttmger'i für eine Kur der Zarii» in Bad-Rau heim treffen. Mas Gerücht, die Zarin würde im Herbst wieder die hiesige Kur gebrauchen, »st auch von verschiedenen Zeitungen verbreitet worden Terngegenüber erklärt aber das HofmarsckMamt in Tarrnstadt daß von einem demuächstigen Besuch der Zarenfamilie in Hessen und von einem Kurgebrauch der Zarin in unserer Badestadt nichts bekannt sei. — Vilbel, 13. Ang. Am Samstag morgen gegen 5 Uhr gab cs einen Zusammenstoß zwischen Dresch, maschinenarbeitcrn und drei Herren von Vllbel, in dcffcn Verlauf der Kaufmann Anton Brod, in Vilbel drei Messerstiche erhielt. Die Stiche am Kopf und an der rechten Hand waren derart, daß sofort ärztliche Hllfe in Anspruch genommen werde»» mußte. Der kleine Finger der rechten Hand mußte bis auf das letzte Glied abgenommen werden. Der Mefferheld, in Frankfurt wohnhaft, ist verhaftet roorben. Starkenburg und Rhein heften. m. Offenbach a. M., 15. Aug. Stadtvervrdnctcn- ö e r 1 ammlung. Rach mehrwöchiger Pause ttaten gestern die Stadtverordneten zu ihrer ersten Sitzung nach den Serien zu fainmen. Unter den Mitteilungen gab der Vorsitzende Oberbittner- meister Dr. Dullo der Versammlung Kenntnis von dem Ausgang, des Stte»tverfährens bezügllch der Verlelluuig des Titel« Ven »cherungsamtmann an den amtierenden Vorsteher des hiesigen Versicherungsamtes burd» die Stadtverodnttenver- sammlung, der front Kreisamt beanstandet worden mar Tas von der Stadt dieserhalb anhängig gemachte Streitverfahren ist nunmehr in der letzten Instanz zu Ungunsten der Stadt entschieden worden. Ls in anderen hessischen Städten ähnliche Titel ver- llehen wurden, sollen nunmehr Erkundigungen darüber eingezoge» werden, ob man dort ebenso borgegange»» ist. — Zu den Wald- Erholungs statten Frankfurts tourbe ein Beitrag von 300 Mark und dem Verein für Vogel- und Geflügelzudst 50 Mark öpr Stiftung eines Stadtpreises für die 6. hessische Landes- geftugelausstalltmg in Offenbach gewährt. — Um der Zweiten- H ypot Heren nv t entgen 95 473 Mark. — Für die Ausstattung der neuen Sani t ä t s wa che wurden 400 Mark nachbewilligt. — Für die Llbgabe von Kaffee während der Arbeitszeit an die Hafenarbeiter wurden 900 Mark und für die Beschaffung von Diensttleidung, Seife, Handtücher für diese Arbeiter 600 -Mark bewilligt. — Zum Schluß gabs noch eine Debatte über die Entsendung .von Stadtverordneten zu der Leipziger Baufachausstellung. Kreis Wetzlar. w. We tzlar, 14. Ang. Um die erledigte Stadt- bau»»«eisterstelle waren insgesamt 196 Bewerbungen eingegangen. Architekt Fritz Böhm aus Pforzheim wurde ein- stimi»»ig voi» unserer Stadtverwaltlmg für diesen Posten auserschen. Heffen-Naffau. h. Frankfurt a. M., 13. Aug. Die städtische Sparkasse hat infolge des e»npfindlichei» Kurssturzes mancher Wert-, besonders Staatspapiere, 503 012 Mark i^ren Wertpapieren abschrciben müssen; ebenso mußte sie zur Deckung der Kursverluste weitere 351 884 Mark den Re- server» entnehmen, wod»,rch sich die Rücklagen auf 239 113 Mark verringerten. Wandern und Reisen, Räder. Rund um Gietzen. W e»lbu r g—Knotcn—D r»ed 0 rf. Um 7.20 Uhr fahren wir ng.ch Weilburg. Den schwarzen Str»chen folgend gelangen wir »ueist durch Wald nach Merenberg, ^as Torf wird von einer Ruine beherrscht, deren Turm be- stc»gbar »st. Von oben prächtige Rundsicht nach allen Seiten. Hartrad II. von Merenberg war mit Irmgard von Gleiberg vermählt. Oestlich von Merenberg liegt die Höhenburg, ein 395 Meter hoher Berg mit Resten eines Ringwalles. Voi» der Ruine führen rote Keile, die bei Basig wieder auf die roten Punkte treffen. Wir folgen ihnen juciter und gelangen teils durch Wald, teils burdj Feld an der im Gestrüpp versteckten Maienburg vorbei nach Mengerskirchen, einem Flecken mit altem Schloß, der Endstation der Kerkerbadchahn. Von hier führen die Zeichen nach dem 604 Meter hohen Knoten, lieber ihn führte ehedem die Rheinstraße nach Dillenburg. Er beherrscht den südöstlichen Westerwald. Der Einsiedler, das Petermännchen t»on Elsoff, der hier gelebt haben soll, ist 'eine in Sagen bekannte Figur.*) Vom Knoten wenden wir uns nach Münchhausen und Triedorf, das sdwn früher genannt wurde. Die Wanderung dauert 5—6 Stunden. Von Driedorf benutzen wir die Bahn nadj .Herborn und Gießen. In Driedorf erreichen wir den Zug 4.52 und haben dann in Herborn noch Aufenthalt, die Stadt zu besichtigen. Sauterba ch—H oherodsko pf—Ilbeshausen. Ter Weg nach dem Hoh-erodskopf ist mit blauen Kreuzen gut bezeichnet. Wir wandern zunächst durch schattigen Wald nach Frischborn, betreten dort die Landstraße nach Hopfmannsseld, die wir aber bald wieder verlassen, um von neuem Waldpfade auf zu suchen. Von Hopfmannsseld geht es über Eichen rod der Land- sttaße entlang nach Eichelhain. Von hier aus besteigen mir, immer den Zeichen folgend, den .Hoherodskopf. Rach Ilbeshausen gelangen wir der Obenvaldsttaße nach, die mit blauen Dreiecken bezeichnet ist. In Ilbeshausen dürfen wir den Besuch der Teufelsmühle, einem Holzbau in» Renaissancestiel, nicht versäumen. Zu dem Akarsch, der vorwiegend durch Wald führt, brauchen wir 7 Sttmden. H u n g c n—S ch 0 t t c n. Eine schöne halbtägige Wanderung, die mit der Besteigung des Hoberodskopfs von Schotten aus zu einer cineinbatbtägigen verknüpft werden kann und fast ganz durch Wald führt, ist die von Hungen nad) Schotten. Wir fahren mittags 12.34 Uhr »rach Hungen und folgen den blauen Sttichei». Tie Wanderung dauert drei Stunden und berührt keine Niederlassung. Etwa 3/i Stunde hinter Düngen treffen wir aus eine Eisensteingrube. Rach etwa 2 Stunden kreuzen ton weiße Striche, die von Gonterskirchen nach Storn- fels führen. Wir kommen noch in der Nähe des Schcllcnhofs vorbei und erreichen nach 3 Stunde»» Schotten. Ehrin gsha u sen—Mücke. Von Ehringshausen wandern wir durch das liebliche Feldatal, den sog. hohlen Grund, aufiEs über Dbernborf nach Schellnhausen. Tieser Weg ist wegen seiner Schönheit besonders empfehlenswert. Von Schellnhausen benutzen »vir die Landsttaße über Ermenrod nach Ruppettenrod, wo wir auf die gelben Kreuze treffen, denen wir bis Mücke folgen. Ter Weg ist etwa 4 Stunden lang und fühtt kaum durch Wald, ist aber wegen des reizenden hohlen Grundes sehr zu empfehlen. Wer noch eine gute Stunde weiter wandern will, folge den gelben Kreuzen bis ©rihtberg. *) Born Knoten schöner Mick über den Westerwald. Int Süden der fischreiche Seeweiher, im Osten Greifenstein, Großer und Klemer Feldbcrg, Hohensolms, Dünsberg und Himberg. Im Tale glänzt die Dill und Herborn. Gießener Strafkammer. Gießen, 12. u. 13. Aug. Der Landespotizeibehörde überwiesen sind durch Urteile des Schöffengerichts Friedberg z»«i Bettler bezw. Landstreicher, von dener» der eine wegen Bettelns 5 Wochen Hast, »vorauf 2 Wochen Untersuchungshaft aufgerechnet tvurben, und der andere ivegen Bettelns und Landstreicherei je 3 Wochen, zusammen 6 Wochen Haft erhielt, auf die eine Woche Untersuchungshaft angercchnet ist. Beide verfolgen Berusimg nur wegen der ausgesprochenen Uebcrweisung; die des erstere»» hatte Erfolg, die des letzteren nicht. — Sodann wurde ein falsches Einmarkstück eiu gezogen. — Zur Zurücknahme seiner Berufung entschloß sich vor Eintritt in die Verhandlung der Hausburfche R. von R.--W., der von dem Schöffengericht Butzbach wegen Bedrohung verurteilt worden ist. Vertagung mufjte einfrefen in zwei Sachen wegen Viehseuchenvcrgchens, da den insgesantt fünf Angeklagten die Ladungen noch nicht zugegangen sind. Freisprechung erfolgte in der bereits einmal zwecks Vornahme weiterer Ermittelungen vertagten Sache gegen H. Schl. I. von R., da sich inzwischen ergeben hat, daß der Regierimgsbezirk Kassel, aus dem Schl. Schweine nach R- eingeführt hatte, zur Zeit dieser Einführung entgegen der früheren Annahme seuchenfrei war, uitb ba bei 9fnfldSfiqtr den für dielen Hall im Srn8 Al-ielb tu be dbadxttnbm Bvrfthrift.n Genüge qekiftrt bat — ©egen da-> Nahruugsluietelgesetz r)tl der IMfrrribeftfrr B «n 1 insofern im Ttrrober 191? verLohen b*n, als er fahrlässigerweise gcwässene Milch verkaufte. Tie eingehende Beweisanrnadme ergab, dost er et tatiäckiich hin- sichtlich der als qewZskert befundenen Magermilch an der ausreichenden Kontrolle seiner Leute hat selben lassen, weshalb er wegen Ucbfrtrehmg unter Aushebung des Urrnls des Schönen' geeicht-, da- ihn freigeivrochen haue, zu 10 Mk. Geldstrafe, evenrnetl 5 Tage öafr, verurteilt wurde. Einbruchsdiebstahl Drei ausländische Arbeiter ^Sckmruck, Chwalbogowski und Pawlowetz) lind beschuldigt, in der 'Juuht vom 4. aus 5. Juni 1913 tzu Friedberg in einem 0kWütt5buTtau .ingebrochen und hart außer Aeinigkeiten eine Kassette mit über 1500 Mark Auslöh «ung-gelbe rn entwendet »u hoben. Tie Beteiligung an dem (Ein- bruch-diebstahl kannte nur dem Angeklagten Sdnnuck nachgewiesen werden, von dem da- Gericht als erwiesen annimmt, dal; er in Gemeinschaft mit einem vielen, körperlich „kleinen" und tatsächlich vorhandenen Unbekannten, deri die Beschuldigten aber nicht nennen wollen, den Einbruchsdiebstahl, nachdem er sich am Morgen vorher zu ungewöhnlicher Zeit in dem Bureau hatte auS löhnen lassen und dabei das Vorlmndenfem einer grasten Geld summe sestqestellt hatte, in der Weise ausgeführt hat, dast er dem kleinen Unbekannten die nötigen Deriungen gab und während dieser den Einbruch verübte. Schmiere stand. Ten beiden anderen Angeklagten konnte indessen chrc Beteiligung an dem Tiebstabl selbst nicht mehr naä-gcwiesen werden: sie sind nach Lage des lieutigen 'Bewei-zergebnisseS, dessen Bervollständigung nicht mehr möglich ist, nur über führt, von dem gestohlenen (Held bekommen uns gewusst zu haben, dass diese- L^eld durch einen Diebstahl von Schmuck und deni Unbclannten gewonnen war. — Die Angeklagten haben sich, obwohl sie nach Lorback wallten und offenbar zur Ber- wischung ihrer Spur, nach dem Einbruch in aller Frühe nach Nieder Wöllstadt begeben und sind von da nach Frankfurt gefahren Tort idKiiitcii sie sich neue Kleider und £)üte usw. an, vergasten auch nicht, sich Brownings zu kaufen, von denen sie aber keinen Gebrauch machten, als sie im Babnlwf zu Frankfurt, bis wohin man ihre Svur bereits verfolgt hatte, mit Fahrkarten nach (Sor bad) in der Hand verhaftet wurden. — Die Angeklagten find auch dringend verdächtig, auf ihrer Morgenwandernng in einer Arbeit- bube eingebrochen und daraus verschiedene Estwaren entwendet »u haben; indessen sind sie nicht vollständig überführt, so dass insoweit Freisprechung zu erfolgen hotte. Wegen deS Diebstahls erhält Schmuck ein Fahr sechs Monate Gefängnis, wegen.Hehlerei werden v hwalbogowski und Pawlowetz mit je einem Fahr Gefängnis bc straft Ta die Angeklagten hartnäckig leugneten/etwas von dem Diebstahl zu wissen, und ihnen sogar durch Bernehmung des bett. Frankfurter Kriminalbeamten ihr dort abgelegtes teilweises Ge ständnis bewiesm werden mußte, so sah iidt das Gericht nicht veranlastt, aud) nur einen Tag der Unterfnd)ungshost aufzurechnen. (BcricbtsfaciL - Dad -No uheim , 14. Aug. In der heutigen Schöffen- gerichlssitzung kam u. a. ein Fall wegen BeaiiUenbeleidcgung und 'Bedrohung zur Berhandlung. Der Lehrer B. batte nm 2. Juni einen Zungen wegen einer Ungehörigkeit bestraft, ohne dabei aber das flefct’4id;e ZüchtigungSrech: überschritten zu haben. Trotchem ober suchte der Baker des Schülers, der Maurer B St. VI., dem Lel ter Borhaltungen zu mach.'N, und liest sich dab.i zu ftbnxi.it Trohnngen und Beleidigungen hinrrifcn Tas Gericht verurteilte den Angeklagten St. zu einer Gefängnisstrafe von 8 Tagen und zum Tragen der Kosten der Berhandlung. Staatliche Käfcfontrolle in Holland. Der ofsizieUe Äaatsonzeiger von Holland veröffentlicht ein ßkfcv, das olle Maßnahmen für eine Kanttolle des >täses unter Aiisucht der Negierung anfzahlt. Zalstreich und kampli-iert find diese Bvrschrchttn, dur6aus angemessen dem guten flhif, den der halländische Köse befnt, und den materiellen Nutzen, den er seiner Heimat bringt. Zunächst erlitten alle Läse, die aus Voll milch l)ergestellt sind, eine besondere Marlierung, bestehend in einer Wiedergabe des niederländisdx'n Wappens in blauer Tinte, die auf ein durchstchliges Kaseinplättchen gedruckt wird und in grvsten Biichstaben die Umschrift trägt: „Mederländische Köse-- FontroUe unter Reichsaufsicht". Sodann dürfen Mitglieder der einzelnen LontrollbelZorden nur Personen und Körperschaften sein, die eine angesehene bürgerliche Stellung einnehmen und einen guten Ruf besitzen. Tie ttmittolle garantiert, das; der hergestellte #»ic nnt Snffe von itufatobombnuer Milch ohne irgendwelche Lu- setzung von fremden Fetten gewonnen ist, baf. der AeiflftnU de- tradrnm Shnein» wenigstens 45 Pro» beträgt und dar. dos Ber höltni- des Wassers nicht die normalen Grenzen überfm., Berlin. (Preis drosch. 2 Mk. geb. 3 Mk.) Die Um schlag-zeiclmuna bringt ein Tango-Paar des Spaniers Gose, und damit ist das tßvag ramm dieses Bcut?. ? gelbnnzeichnet. Die herr- fcheude Tangomaine — das ungeheure Interesse an den modernen Tänzen ist die Tendenz dieses Breviers, das mit zahlreichen Pdotaarapdien und S«drM-Tabl«up die i'diuienge Angabe de- Sttvstunierrutts übemunnn. 100 Zeichnungen i»erpovULndigen den Schmuck tnrieS Buches. handel. — Deutsche Maschincuausfuhr. Vom Verein bad* sder MafäAnenbauansballen wirb uns grickneben: In brr Nummrr vom 7 b. M. Ihrer grsdritzten Zeitung bringen Sie in dem Abschnitt „Politische Tagesscliau" unter dein StichN'ort „Terctsche MaschineiUiii.sukn'" nne Na ..Deutschen Violcksnnettd«ftliche> Korre- spvndenz" fluiummmr ^iuredumg unserer allnunitlidim Aufstellung üI^tT die beutidr Maschinene.n und -anSfnhr Wir erlauben uns M den Ausstihrungeii bc9 Artikels ni banerfcn, bar Ine ton der genannten K orrespondenz au-arheiide Beanstaiidung der ton uns gebrachten Ein und Ausfuhrzal/eii vollkommen unbegründet ist. Wir haben durchaus nicht einen Vergleich der (Ein» und Ansfuhrftifern für die ersten ?albcil»res 191.3 zusaminengeitellL und. daneben auS bestiimincn i-raTrifdrn Rü.cksidRen, die wir bn der Aufttellung unserer Statistik beobachten, das Ergebnis de- aanzen Jahre- 19 12 beigefügt, wie wir das regelmäßig in j e d er Monat-ftatistif tun. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Sottesdienst in der Synagoge ^Süd-Anlage), G a m3 tag, den 16. A ugust 1913: Vorab end: 7.30 Uhr. Morgen- 8.30 Uhr. Nachmittags. 4.00 Uhr. LabbatauSgang: 8.3.» Uhr. Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. Goetz. Gold>' CM nl3^e’J „2 Pi. in der llniucrfität»- Slpotbeke z. gold. E-nacl, in den Drogerien (*. Seibel, Milbiuacr, Ä. t'ioli, C. Schaaf u. 3 t1 4 Sabi1 3M, bo< 3-, do. 3" bo. 4 W 3-;, do. 3'1, do. 3 do 3'/. Lreu 3 do. 3 do. 4 .fiantl n J 3 ® 4 Helf's' 4 do. 3'lp do. 3-/, do. 3 do. 3 ßö-hs'l 4 Württe 37, do. 37, do. 37, d«. 3 Bi 4 4 4 b 4 4 4 3 3 4 4 4 do. ein do. E do. do, 4 DeM Elisa b'j.Oksi. 6 w 3 Lchrrc 6'k to. M 47, Svinlt 4 do. b Lolgar. 17,, Gnech. 17. d°. . 4 3tolwni ^ertue io. do. 3lumö ko. bo. bo. bo. 27,, 4>/s De(i. <2 47. do. P do. 'S 47,M < t bo, ( i bo. E i bo. £1 to, ®i 3*1, bo. ' 3 do. ■d'j ed)TO< J7> dc 3 dl 37, CcKw! 4 End. 4 Epan, 87, Wb 4 iii: 5iti<63banl -irontsvrti Badische l to to. V to. örtiLSii SwHii Ijjlll , Üttd «in ytoi'if. b. AM saä K Bank für handel und Industrie OitötrlaSung Sietzen St, 94.70 flrutrfr. gar. . öorl t.-Shm. nft. gar. 2040'4040 M. do. da. M. do. Preußische LonfolS JL v. do. do. .... Badische Anleih« v. 1901 imL 1909 mn. S.-Anl. v. 1887 v. 1889 I. v. 18H9 II. Rg. . . ebgtft do. do. von 1892 n. 94 do. 100.40 62. do. 94.60 82.50 v. do. do. v. E.-V.-Anl. . 5 84.50 37, 4 Tghptische unifizierte. ab 91.50 4*/t Japaner Ker. II v. 1905 37, do. v. 50.50 M rvns. innere . do. Eisenbahn-Prioritäten 82.60 ab 1907 Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 607« 37, Südd. Eisenbahn-Grs. Darmstadt «uslündlsche. d. v. 1898 v. 1904 87i do. do. do. Würzburg v. 1899 unk. b. flr v. 1888 37. do. 4 90.50 405Oe Lire Erlangen v. 1900 unk. b. 1911 . . greiburq i. B, v. lOOOtünbo. ab 1905 L 6. 86.50 96.70 5 bo. cinbtitL Rente (conv.) do. 52.80 93.50 fr. 4 4 «Ließen do. lk.v. 71 u (9. Wien Kommunal t. G. 4 Oest.-Ung. 6tlb. 1873/74 i.®. Brünn-RS. 72 stf. i. ®. 100 69.90 1892 u P. to< u v. 1888 u G. 61.60 v. 1901. v. 1909 u G. 1000/2000 M. i. 82.50 Aktien do. 27.10 Lire 86.30 Anatol. Eisend. .'inatoi. 86 u. 68. . . i. 1894 v. 1905 unk. b. 1915 Staate oder vrov inzi ak-gara«'. Heff. LaudeS-Hyp. Bank Ser. 12—13 ». 1875 abgest v. 1900 . . v. 1903. . 6. 1896 . , 63.50 96.80 96.- ansländlscher Transport* Anstalten. .2000 M. . . ö.fl. Reute do. Llente Rente Masch-Kley-r. . , Hrlyner . . E Fab.ürschttlch. Hamb.-Auu-PlklfL sllordd. Lloyd . . Provinzial- und Commnnal- Obligationen. iWvrkau-fiasan unk. 1915. . . . Russische Südost 97 flcuerfr. gar. . do. da. , M. N. P. . Kasseler Laudes-Lredtlausl. uuk. . . Hessische Si.-AnL v. 1899 bo. v. 1906 .... 2*/10eübitaI.(3Renb.)5r.A-H. . 4 ToScanische Central. . . 6 Westsicillan 0. 1879 , , 8'/, Gouhardbahn . . . . , 8% Iura-Simplon v. 1894 . 4 Schweiz. Central v. 1880 . 3'/, bo. 37, bo. 31/ bo. 87, do. Dlaooheim 4 Siciliauischc steuerfr. u G. do. do. b>. do. do. 97.75 83.- 83.- 74.20 8230 72.50 72.50 07.- 81.70 76.70 96.50 96.50 83.10 do. bo. bo. do. bo. bo. do. 79.85 87.10 81.60 72.20 69.30 bo. i. ®. (S. II «ranz.) 2040 Tortg. S. B. v. 86 (Cairo Vatxa) . 4 & CtaatSb. v. 83 , I—VIII $m. . IX Gin. , v. 1885 , (ErgSnzgS.-N.) „ n. 1895 sts. ®. 91.— 83.46 94.80 89^0 92.90 92.90 92.90 93.30 93.80 88^0 88.50 84 30 84.30 93.60 93.60 83.40 83.60 83UJÜ 92LO 92^0 9230 92,30 do E. tc. tz. to. S. de. 8. 400 „ 400 400 „ . . d.fl. , . 2JL . . 6-fL 31/ üissingen v. 1886, 1888 u. 1903 4 «üln v. 1900 S. 19 e. 22 6.25 6.27 6.23 6.26 6. 17 6. 24 do. bo. do. bo. bo. 96.20 93.- 84.50 85.80 86.— 95.50 96.40 91.80 88.— 8>!^0 87410 Zementf. »torlstadc -119.50 Lhem. Bad. Ainlin 545.— 'Bleiu.Lild.Br. 93.25 SrieSH. Llekrr. ^33.— 84.26 83.W do. dv. do. 71.60 71.90 70.40 72.90 74.30 73.10 66.40 2*/J6 LivorneS. Lit. C. D. u. D/2 4 6ard. Sec. stsr. gar. I u. II 8430 74.20 8 MU 74.30 96.50 88.— 85 JO 91.30 84 JO 94.70 94.70 94.70 95.80 85.20 85.20 Bk. 6. 18 küudb.ad. 1908 Lissabon v. 1886 . . , 2000c Moskau Her. 30-33 unk. b. 1913 3’/l0 llieapel fiaatL gar. . . loOOr 1 Stockholm v. 1880 6. 401-470 unt. b. 1913 Ser. 1—190 u. 301.310 6cr.311.350 uatb. 1913 B)dk. Ser. I verl. 6125 r. 1901 kündb. ab 1908 . . obgeft. t. 1887 v. 1891 abgest. v. 1896 V. 1898 v. 1902 Ser. N kündb. ab 1907 bo. do. do. do. do, do. bo. do. do do, do, do. do. da. Rhein, bo. do. do. y/, 33 to. HyP.--lkL.Lk. M.60O/120O Nhrm firedubk. M.6OO/10M/120O Rhein. Hyp.-Bank v. 1904 ontilgb. b. 1901 kündb. ab 1906 to. Hyp.-üred.^. M. 600/1200 Di iueld. Bdkr. (Greiz) An. B. M. luOO Miueldsche. Sredüb. . 3)1.300/1200 ihatlb. s.XlschL 6.1-VIDk. 300/1200 81/, ffrk. HyP.-Bk. Ser. 19 । 3*/, do. bo. kommunal Ser. 1 unk. 1910 83.70, 83.70 97.20 84.80 , 500 200 . 500 .1000 do. do. do. bo. 98 unk. 1909 stsr. gar. bo. 1901 uncv.b. 1915 stf. g. tc. Psdbr. do. do. do. Berk. Hup -Bk. (vr. Ißommrj abgest. 807, abgest. 80*/, tote, do. 41/, M ecklb. Hyp. il do. 6er. 3 abgest. . . v. 1903 unk. b, 47, Bukarest v. 1884 conv. . do. v. 1905 Dkexik. amort. innere Ser. I—IV . Pes. do. conl. Lusiere v. 1899 steuerfr. Lstr. ®old-Anl. v. 1889 .... Lons. E. L. Ser. I il II 39 ®old-Anl. ®m. III v. 1890 . Hiaatd-Renie v. 1898 do. v. 1902 steuerfr« Lold-Lnl. v. 1894 steuerfr. . Nheinprovinz Au»g 20 n. 21 unk. b. 1902 I to. „ 22 u. 23 . . . . 3'/," do. , 10, 12-16, 24-26,29 3',, Heff. Provinz löderheffen 3‘, do. do. Etarkendurg 37, Frankfurt a. M. 2ü. N u. Q abgest. e S rem. 93.90 »V, ?7, ft d7, »V. -v. - 4 Heidelberg 4 bo. 3«/ bo. 3‘/w to. 3i/, Karlsruhe 37 bo. 8 bo. Znvest-Aul.. 37, Zürich v. 1889 . . 6 Stadt Buenos-Aires v. d.fl. Kr. . fL7 Llr. SO Llr. 10 — &t,15 Lire 150 — Lire 45 — Lire IO —.- . f.fl.7 34.80 t. fL 100 560.— d.fl. 100 ,502.— 6. fl. 10 ; Fr.400 157.80 fr. 400 d. st. 100 , -.— UireÜO 75.— Franz-Iosef . . 1. 6. 200/1000 Kaschau-Odrb. v. 1889 t. 8. . . gar. 408/2040 . . . 2040c 47, do. v. 1898 4( Kopenhag. v. 1901 unk. 1911 2043c 4'/, Chile Svld-Anl. v. 1889 6 ühinesische EtaatS-Änl. v. 1895. . Lstr. 81/, Ulm v. 4 Wiesbaden p. 1900* kündb. ab 1905 Humdols Mafch. . 117,00 Laurahütte. . 16A.75 ^tulheimer Bergw. 162.10 Itordd.Wollkämm. 138,10 Oberschles.iL.-Iud. 7,573 PhüMk Bergw. . 255.7, !tthnu-!»aff..Bgw. 219^5 Rhern. Stahlwerke 159.7 SOebeck Montan . 179,90 Schles. Verg-Zlnk 380.75 Wegelm L Hübner 171,25 Westeregeln ÄUali 180.60 . «iorz. Akt, 93.75 Echafshoui, Bankver. . Südd. Bübenkrrdit-Bauk Ungar. Kredndank . , lln'.ondank (Wien) . . Wiener Banloerem. . Würudg. Bankanstalt. tc. BereioSbarU do. ba, 97 1. Suropälsche. 4'/, Bosnien u. Hercegov.v. 1902 uni 1913 4 do. do. . . . . . 5 Bulgar. Tab. Anl. v. 1902 L ®. . 17 ®ricch. C^B. 0. 1890 steuerfr l»/l# bo. iRonopol-Anl, v. 1887. , 4 ‘ Italhr.ische Rmte...... 27.. bo. do 1. ® 47 Oest. Silber-Rente 47* do. Papier-Rente ..... 4 do. Hold-Rente. . .... . . Bahr. E^B -Anl unk. b. 1906 S^B. n. Villa, «ul. . . bo. LoubeSkultnr-RrNte' . . .. 1902 lündb. ab 1908 3* ', do. p. 1905 . . 37, Offenburg v. 1898 kündb. < Pforzheim v. 1899 kündb. Frk, Hyp.-Bk. Set. 14 6er. 16 do. 8. 1897 87, 8: 8* I. 4 Augsburg v 1901 uuk. d. 1908 3 bo 3'/, Schweiz. Cidg. (A.-®.) unk. b. 1911 4 Eerd. amort. . 1895 (405) . . . bc. EtaatS-Rente , CrtL E.-B. St. ech.-Verfch. (conv. Elifad. Obl.) i ®. steuerfr. . .vfl.®. b'/.Oest. E^B. 6t. L ch.-verfch. (conv. Franz-Fofef) 1 6ilb. steuerfr. . 8 cesterr. Lokalb. (verstaatl.) 5'/ bo. S.-B. St. Sch.-Berfch. (abgest. Ciisad.-A.) t. steuerfr. Pp. . . Portog. untflz. v. 1902 Ser. I . . Io. vntsiz. v. 1902 Eer.Ill . , do. Spez. Simnän. conv. Rente 1881/88,92, 93 3'/,Hambg. Hyp.-Bk. 31/, bo. do. 107.30 Fr. 99.50 Fr. j 87.- , 8.'.50 „ 100.20 3)1. 8I8>) , 84.30 , 84.30 , 84.30 , I 85.1Q Augsburger . . t . . vraunfchwelg .... Fliinländischr . . . fr «bürget . . . lLenua . . . . . , Mailänder . ... Liailändee l'iciningcc .... . . Ocstr. 0. 1864 . . . . Oestr Kredit 0. 1858 . . . RudolfS-Ttiftung . . . Türkisch bo. ...»Uttüno. Ungar. EtaatS Beuettauer • « - - • • Prag-Dux v. 1896 sts. Raab-Oed.-Ebenf. , do. bo. v. 91 „ bo. bo. d. 97 bo. to. v. 1889 bo. to. v. 1891 Lest. Süd (Lomd.) stf. bo. I E abgest. . bo. IIIE uni b. 1905 41/ Ruff. EtaatSanl. v. 1905 . , * '* to. Lonsolid.-Anl. v. 1880 bo. bo. bo. Homburger Et^Anl.amrt.l9OOn. 1909 bo. bo.o.1887,91,93,99 Kursblatt des Gießener Anzeigers -x vom 14. August 1915. 47, Land». Kreditbank Pfandbr. T-V tc. bc. Vit. 5-P. . . . 4y, Lisenwerk- Lollar r. 102 ... 47, Eiektr. üJert Homburg r. 103. . 4 2. Atlant Telegraf .... Frauken-Allee, garam. 0. Frankfurt 4 do. 3 ‘/^ do. 4 Stuttgart »7, do. 4 Trier v. Franks. Hof r. 105 Reue Boden r. 102 ... , , do. do. r. 101 .... ' Ung. Lokalbahn Serie I r. 105 bo. bo. Serie U r. 102 bo — ... 37, Bremer St.-Ani. v. 1888, 92. 99 . bo. bo. v. 1896 unk. 1912 . bo bo. v. 1902 unt. d. 1912 Bohr. Hvp.-u. Wechselbk. |,fU 500 131*» Berttner HondelSg. . 2)1 500/1000 97, to. Hyp.-«t. Sil A IN. 1000 6'/, to. do. Lil. B M. 1000 67, v'cph Gentner. nzert. iü Wn>c. khwanen. vorm. 9r, W> -chc. zchimM ’remSlotdl. n3unl ist findet Arild» . Aricgergral'cr schließend Konzert statt. Zusom-oen' unt Haberkasten, sowie Hassia- und legen. „ sehr erwünscht., HS- SiTanz j.Verkaut t-Garke? Die Heuti ML cp$3 KM .'nne inte '°rt. 6e Absolute Feuchtigkeit Wind- richtung Temperatur der Lust Relative Feuchtigkeit Barometer auf 0° reduziert M.««'M® D S= und revision "Mnlich zurück ben 9i9ebe tes Ä 3 bO ~' o-wÖ Die S«i* Men. 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CO □ 3 ® ,3 w £ ^-^5 — T- ^‘op EMinus, wie ei kühnlich ». 19b sS Sonntags, viermal'" •f'ösS'S6 -■E p S of?“ rt ttR'ro E-.—- —- 2-0 «* E Ü, — 5,2 Ev Ek O 2." ™ 2 <-* za w <- 2 O O er » k'VS00 unt arg b über N^gen soll 2. « o tOOl- »0 K a> o»os « c Qi ® 2 §; = - ro io Windstärke “ Grad der DewüIKung