Die heutige Nummer umfastl 10 Seilen. W. Kropp. Beifall überschüttete. das mit In diesem Zeitbild der modernen Degeneration, das uns die Zersplitterung und Vermorschung der in einem der großen „Kapitäne der Industrie" konzentrierten Willenskräfte bei seinen Kindern zeigt, hat Eulenburg ein dichterisches, wenn auch — der Stoff verhindert das schon — kein dramatisches Gemälde geschaffen, das mit seinen wundervoll kontrastierten und durch den Kontrast einander ergänzenden originellen Charakteren und dem farbigen Glanz seiner anschaulichen Sprache eine Schöpfung von einzigem, wehmütig schönem Zauber darstellt und den Eindruck tiefster, unentrinnbarer Tragik hinterläßt, wie ihn vor ihm wohl noch niemand mit einem so aktuellen Thema zu erzielen vermocht hat. Da die Hauptrollen ausgezeichnet vertreten waren und die Regie (Direktor Wiegand) Stil und Stimmung des Werkes in Spiel wie Bühnenbild mit feinstem Verständnis festzuhalten gewußt hatte, so fand Theaters einverleiben läßt. Denn um zn der Einheit, wie die Duncan-Schule Musik und Tanz verband, zu kommen, bedarf es wohl langer Zeit, unendlicher Geduld und eines ausgeprägten Formensinns. In den Damen Jacobs und Feiftle sowie in Herrn Glo- berger fand die Schule treffliche Vertreter der Gesangspartien. Direktor Max Merz von der Duncan-Schule leitete die Aufführung selbst und erwies sich als sicherer Führer des Diri- gentcnstabcs. Das Theater war nahezu ausverkauft. Neben dem Groß- herzogspaar und dem Prinzen Heinrich von Preußen folgte auch der Förderer der Duncan-Schule, der Maler Hans Thoma, den Tänzen mit gespannter Aufmerksamkeit. * — Erich Schmidts Lehrstuhl und die Fakultät. Ueber die Schwierigkeiten, denen die Wiederbesetzung des Lehrstuhls für neuere deutsche Literaturgeschichte an der Berliner Universität begegnet, wird dem B. T. aus akademischen Kreisen geschrieben: Als Wilhelm Scherer starb, hinterließ er ausgezeichnete Schüler, die seinen Stempel sehr deutlich empsangcn hatten: die Wahl fiel wie von selbst auf seinen .Hauptschüler: wäre Erich Schmidt nicht dagewesen, so hätte man Minor gehabt und manchee- lei andere, die seitdem eigene, zum Teil auch eigentümliche Wege gegangen sind. Erich Schmidt drückte nicht mit solchem Stempeln er war eine freiere und freiheitlichere Persönlichkeit — was für die Schüler mehr angenehm als vorteilhaft zu nennen ist. Dazu kam, daß in den letzten Jahrzehnten die Sonderung älterer und neuerer deutscher Philosophie stark um sich griff und nicht günstig wirkte: den Vertretern des älteren Gebiets fehlte so immer mehr der Zusammenhang mit dem Leben, den sie zum Teil durch Betrieb der Volkskunde mühsam wieder zu gewinnen trachteten: noch mehr kam den Vertretern des neueren Gebiets die wissenschaftliche Tiefe abhanden. Deshalb sah sich die Fakultät nach Erich Schmidts Hinscheiden in sehr schwieriger Lage. Gewöhnt und durch viele Gründe gezwungen, ihre Wahl auf die schon er» probten Ordinarien des Faches zu beschränken, verwies sic auf Professor Köster in Leipzig, der, obwohl vorwiegend auf neuerem, so doch auch auf älterem Gebiete .gearbeitet hat: er war aber nicht zu gewinnen. Statt -dann einen nicht ganz entsprechenden Ordinarius zu berufen, zog sie es vor, zu warten und inzwischen einen vielversprechenden Privatdozenten als Extraordinarius heranzuzielien und ihm eine Entwicklungsprobe zu gönnen: so entstand die Berufung des Dr. Schneider als außerordentlichen Professors, rootiet es allerdings fraglich bleibt, wie die itudic- rciiden Frauen hier zu ihrem vollen Rechte kommen werden. Andere als rein sachliche Motive lagen und liegen der Fakultät völlig fern. Deutsches Reich. Der Kaiser gedenkt am heutigen Montag eine Reise nach Trier, Lieser^, Gerolstein, Bonn und Leipzig anzutreten. Ein Denkmal in Sachsen. In Dresden fand am Sonntag mittag in Gegenwart des Königs, des Prinzen Johann Georg, der Prinzessin Mathilde sowie der Spitzen der Zivil- und Militärbehörden die feierliche Enthüllung des Denkmals statt, das den in den U e b e r s e e k ä m p fen gefallenen Soldaten der sächsischen Armee errichtet worden ist. Oberbürgermeister Beutler übernahm das Denkmal namens der Stadt. Die Reichstagsersatzwahl in Dresden. Bei der Reichstagsersatzwahl im 4. sächsischen Reichstagswahl-» kreis D r e s d e n - N e u st a d t erhielten, wie wir schon meldeten, Dr. Hartmann (Kons.) 14 190, Dr. Klöppel (Fortschrittliche Die Einberufung des serbischen Parlaments. Belgrad, 11. Okt. Das Amtsblatt veröffentlicht einen E r l a ß d e s K ö n i g s, wodurch die S k u p s ch t i na für den 14. Oktober zur ordentlichen .Herbstsession emberufen wird, Wie verlautet, wird der König am 17. Oktober die Session mit einer Thronrede eröffnen. Ein jungtürkischer Kongreß. K o n st a n t i n o p c l, 12. Okt. Gestern hielt der j u n g- türkische Kongreß seine Schlußsitzung ab, um gemäß dem neuen Statut das Zentralbureau der Hauptversamm- lung zu wählen. Der Großwesir wurde einstimmig zum Führer der Partei „Einheit und Fortschritt" gewählt. Enver Bey erkrankt. Konstantinopel, 11. Okt. Enver Bey ist erkrankt. Der Sultan beauftragte seinen Leibarzt, Enver Bey zu behaudcln. Eine Proklamation des Königs der Hellenen. Saloniki, 12.Okt. König Konstantin nahm' gestern auf dem Marsfeldc die Truppenschau ab. Er verlas dabei solgende Proklamation: Offiziere! Unteroffiziere! Soldaten! Ein Jahr ist verflossen, seit ihr zu den Waffen gerufen wurdet, nm die Rechte und die Ehre Griechenlands zu verteidigen. Während dieses Jahres habt ihr in einem kurzen Zeiträume die Grenzen des hellenischen Staates in einem Maße erweitert, das alle Hoffnungen übersttegen hat. Auf'dem Altar des Vaterlandes habt ihr alles geopfert, Euer Leben, Euren Besitz, Eure Gesundheit. Nach so vielen Gefahren, Mühen und Leiden könntet ihr jetzt mit vollem Recht ausruhen. Aber ich bedarf Eurer noch, um das zu sichern, was ihr mit so vielen Opfern erworben habt. Ihr werdet mich wohl verstehen, meine Waffengeuossen. Deshalb bleibt ihr, trotz der großen Sehnsucht, die heimatlichen Stätten wiederzusehen, die sielen treuen und unerschütterlichen Wächter Eures Königs und Eures Vaterlandes. Ich freue mich, wieder inmitten einer solchen Arme« weilen zu können. Der König war Gegenstand begeisterter Kundgebungen. Heute begibt er sich in das Innere des Landes. Nach der Parade der elften Division richtete der K ö n i g an die Offiziere folgende Ansprache: ,^Jch vertraue auf den Eifer und die Tapferkeit, die Sie int Laufe der beiden Kriege bewiesen haben. Dank Ihnen wurden wir Herren der Lage auf dem Balkan. Ich hoffe, daß wir die Herrschaft auch in Zukunft dauernd bewahren. Ich bin überzeugt, daß Sie bereit sein werden, die bisher so heldenmütig bewiesenen überlegenen Eigenschaften, falls es notwendig sein sollte- wieder zur Geltung zu bringen." Tageskalenver aus dem Jahre 1813. 13. Oktober. Das Lützowsche Korps und die Kosaken unter General Fettenborn nehmen die Vorstadt von Bremen ein. die Novität die gespannteste Anteilnahme des vollbesetzten Hauses, zum Schluß den anwesenden Autor wiederholt hcrausrief und Herbert Eulenburgs neuestes Dramac Ans Bremen, 9. Oktober, wird uns geschrieben: Herbert Eulenbergs vieraktiges Drama „Zeit- Wend c" das heute int BremerSchauspielhausam Oster - for seine Uraufführung erlebte, zeigt uns den Dichter romantischer Seelcnkonflikte von einer ganz neuen Seite. Nicht zwar, als vb sie in diesem Drama ganz fehlten; ja der Zwiespalt, der sich zwischen einem ungleichen Ehepaar auftut, bildet sogar den Ausklang des Werkes. Aber das eigentlich den Vordergrund beherrschende Problem bildet dock) eben das der unüberbrückbaren Kluft, die jede „Zeitwende" zwischen zwei einander folgenden Geschlech- tern reißt Eulenberg hat seine Modelle in unserer Zeit selbst gesucht und die typischen Musterexemplare unter ihnen zu einer Familie verbunden, die sich um den Vater des Hauses, den schon dem Grabe entgegensinkeirden Repräsentanten der alten Zeit, gruppiert. Der alte Cornelius ist als Fabrikant durck) praktische Jutelli- aenz und rücksichtslose Energie in die Höhe gekommen. Aber es tst als hätte sich in ihm das Mark de6 Stammes erschöpft. Mtt ohnmächtigem Grimm muß er zusehen, wie sein klügster Sohn, Sebald sich in pantheistischen Kinderträumen eines tatlosen Genies verliert indessen der andere, Lorenz, mit seiner allzu dünnen Haut, vor den Pfeilen und Schleudern des wütenden Geschicks sich hinter die eiserne Maske eines eingebildeten Kranken flüchtet, und seine jüngsten Tochter Gerte einem Abenteurer ins Netz geht, ohne daß er noch imstande wäre, diesen zu entlarven, so sehr er seine wahre mntur ai)nt Seine ältere Tochter Barbara aber hat einen Mann aefeiratet !der allein Instand ilt, das Unternehmen ihres Vaters auf seinen harten Schultern weiterzuschleppen. Grade darum aber, und weil er mit seinen neuen Methoden mehr noch erreicht als der Schwiegervater selbst i- getonnt, hasst ihn dieser am meisten Denn die einzige weiche Stelle in ,einem stählernen Gemüt ift fein «nntifieitfinn „Weißt du," sagt er zu seiner Tochter, „daß es nur Ln7e nicht so schrecklich ist zu denken, daß die Würmer bald in mHrrem Leibe bermnkriechen werden, als da); jemals fremde Leute durch mein Haus laufen könnten?" Aber bet alledem i)t es noch ein Glück für ihn, daß er stirbt, ohne den völligen Zusammenbruch dieses Hauses gesehen zu haben. Denn auch Barbara ift (lange vor tret Verlobung ihrer Schwester) deren jetzigem Bräutigam zum Opfer gefallen, weil sie in der Che mit dem nüchternen Arbetts- menschen kein Genüge fand; als sie jetzt schaudernd dessen nackten Egoismus erkennt und durch ein reuiges Bekenntnis den Weg zu ihrem Manne zurückzufinden sucht, weist dieser sie zurück, denn sein ftnrrrr Ehrbegriff kann über das Geschehene nicht hlntveg; er treibt ihn vielmehr,' der Braut alles zu enthüllen, die sich in ihrer Verzweiflung selbst den Tod gibt. Darmstädter Hoftheater. „Echo und Narziß" von Gluck. Die Duncan-Schule veranstaltete am Samstag im Hoftheater eine interessante Aufführung der kleinen Gluckschen Oper „Echo und Narziß", die von ihrem Schöpfer als Ballett gedacht war. Das Werk, das mit der Darmstädter Aufführung seine E r st a u f f ü h - rung inDeutschland überhaupt erlebte, hat seinen Stoff der griechischen Mythologie entnommen. Echo, die ewig Liebende und ewig Einsame klagt ihren Schwestern, den Elfen, ihr trauriges Los. Sie ist dazu verdammt, einsam in Wäldern und Bergen zu leben. Narziß erscheint und betrachtet sein Bild im Bach. Er verliebt sich in sein eigenes Gesicht. Ihn bestimmen die Götter Kum Geiwssen der einsamen Echo. Er wird in eine Blume verwandelt. Narziß, Echo und Amor, Elfen und Faune werden nur von tanzenden Mädchen dargestellt, während die Gesangsstimmen aus deut Orchesterraum kommen. Die Duncan-Schule l>at mit dieser Aufführung keine leichte Aufgabe gewagt. Mit ihren rhythmischen Tänzen, mit ihren Neigen hat sie mehr als l1/2 Stunden lang nach immer neuen sichtbaren Ausdrucksformen der Musik zu suchen. Wenn ihr dies gelang, so hat sie damit den Beweis einer außerordentlichen Könnerschaft erbracht. Die Musik Glucks bewegt sich in diesem Werk in einfachen Linien. Der große Melodienreichtum unterstützt die pantomimische Handlung auf der Bühne. Merdings ist auch der gute Wille des Hörers nötig, um die künstlerische Einheit von Musik und Tanz zu glauben. Es ist ein großes Verdienst der Bearbeiter (Elizabeth und Augustin Duncan und Max Merz) dieses säst vergessene kleine Werk hervorgeholt zu haben. Freilich handelt es sich hier nicht um eine Oper, die sich ohne weiteres dem Spielplan eines nm so weniger Raum läßt, als ja auch der Prinz äls .Herzog von Braunschweig den Eid auf die Reichsverfaffung leisten muß, in deren Einleitung es heißt, daß die deutschen Fürsten „einen ewigen Bund schließen zum Schutze des Bundesgebietes und des innerhalb desselben gültigen Rechtes." Aber einmal muß man der Verwunderung darüber Ausdruck geben, daß die erneute Erklärung des Prinzen nicht in ihrem Wortlaut, sondern in einer offfziösen Umschreibung bekanntgegeben ist, während doch hier schon eine einzelne Wortverschiebung den Sinn verändern kann. Und zweitens bleibt nach wie vor die Tatsache bestehen, daß das Hauptwort, nämlich das Wort Hannover, auch in dieser zweiten Erklärung nicht enthalten ist. Ganz abgesehen also davon, daß die Versicherungen des Prinzen nur für seing Person gelten, nicht aber für seine Erben, geschweige denn, wenn solche nicht da sein sollten, für die anders weitigen Agnaten, wird mit all diesen Erklärungen und Versicherungen gerade das nicht erreicht, was erreicht werden sollte, nämlich der Eindruck auf die Welfen- p art ei, die zwar in den letzten Wochen eine bemerkenswerte, sehr diplomatische Zurückhaltung zeigt, deren verklausulierte Erklärungen aber erkennen lassen, daß sie nicht daran denkt, die Streitaxt und ihre Endziele zu begraben. Das scheint uns aber der springende Punkt zu sein, und wenn der vierte Reichskanzler Fürst Bülow am 1. Mai 1907 int Reichstage erklärte, „daß mit dem Einzug des Hauses Cumberland in Braunschweig die welfische Agitation in Hannover einen festen Stützpunkt erlangen würde, wenn dagegen nicht rückhaltlose Zusicherungen und ausreichende Bürgschaften geboten werden, ist ohne weiteres klar", so dürfte int Reichstage an den fünften Reichskanzler Herrn v. Bethmann Hollweg von verschiedenen Seiten die ernste Frage gerichtet werden, ob denn nach seiner Meinung diese rückhaltlosen Zusicherungen und ausreichenden Bürgschaften wirklich geboten worden sind? 'Aber freilich, die Frage wird voraussichtlich zu spät kommen, denn die braunschweigische Thronfolgefrage dürfte allem Anschein nach gelöst werden, bevor der deutsche Reichstag oder gar das preußische Abgeordnetenhaus zusammentreten. 'Sie Antwort auf jene ernste Frage wird dem verantwortlichen Staatsmann freilich nicht erspart bleiben, und die Verantwortung, die er dabei der öffentlichen Meinung gegenüber trägt, ist wahrlich nicht gering. ____________________________________________ Lin neues Vordringen der Albaner. V a l o n a, 12. Okt. Sicheren Nachrichten zufolge, fanden zwischen Ipek und Dschakowä zwischen Montenegrinern, Serben und Albanen Kämpfe statt, bei denen die Montenegriner und Serben geschlagen wurden. Die Albanen besetzten Batuscha, einen wichtigen Punkt an der Verbindungslinie Jpek-Dschakowa. C et in je, 12. Okt. An amtlicher Stelle eingegangene Meldungen berichteu, daß die Albaner gestern unversehens mit überlegenen Kräften die ganze montenegrinische Front von Gustinje bis Dschakowa angegriffen haben. Es haben sich heftige Kämpfe entwickelt, die noch andauern. Tie Montenegriner erhalten beträchtliche Verstärkungen. Man hält die Angreifer für Leute aus Issa Boljetinatz, des Bayram Zur und des Riza Begs, die von den Serben bei Prizrend und Ochrida auseinandergesprengt worden waren. Ausreichende Bürgschaften? Die Unzahl der Gerüchte, die in Sachen der braun- sch w ei g i s chan Thr o nf o lg es r ag e verbreitet werden, sind, wie wenig auch davon zutreffen mag, jedenfalls ein untrügliches Zeichen der leidenschaftlichen Anteilnahme, chelche die öffentliche Meinung an der Regelung dieser Frage nimmt. Der Meldung eines Braunschweiger Blattes, daß von 'braunschweigischer Seite ein Antrag auf Aushebung des Bundesratsbeschlusses vom 28. Februar 1907 eingebracht worden und daß als Zeitpunkt für den Einzug des herzoglichen Paares in Braunschweig bereits der 5. November in Aussicht genommen sei, ist alsbald amtlich widersprochen worden. Die Meldung klang auch schon deshalb unwahrscheinlich, weil ein solcher Antrag zweifellos von preußischer Seite ausgehen wird oder wohl ausgegangen ist, denn der bereits vor einigen Tagen verbreiteten Meldung, daß ein diesbezüglicher Antrag von preußischer Seite im Bundesrat eingebracht worden sei, ist bisher kein Dementi entgegen» ges-etzt worden. Als unzutreffend wird dagegen weiter von öffenbar amtlich beeinflußter Seite die Meldung eines Berliner Blattes 'bezeichnet, wonach Prinz Ernst August dem Kaiser gegenüber eine neue Erklärung abgegeben habe, auf Grund deren nunmehr die endgültige Regelung der Thronsolgefrage erfolgen solle. Vielmehr wird betont, daß die bisherigen Erklärungen des Prinzen als „ausreichende Bur gf d) af i cn" angesehen würden, und daß der Bundesrat sick) auf dieser Grundlage mit der Frage beschäftigen werde, ob der bekannte Beschluß vom 28. Februar 1907, der den ausdrücklichen Verzicht aller Mitglieder des Hauses Cumberland aus alle in bezug auf das ehemalige Königreich Hannover geltend gemachten Ansprüche zur Vorbedingung für die Thronbesteigung in Braunschweig mack)t, nunmehr aufzuhe'ben fei. Die von dem Prinzen Ernst August abgegebenen Erklärungen, welche solche ausreichenden Bürgschaften darstellen sollen, sind enthalten in dem ©d)reiben an den Reichskanzler vom 20. April und in dein dieser Tage hierzu von feiten der preußischen Regierung veröffentlichten Kommentar.. In jenem Schreiben an den Reichskanzler betonte der Prinz bekanntlich, daß in seinem', dem Kaiser und Könige geleisteten Treueide das Versprechen liege, „daß ich nid)ts tun und unterstützen werde, was darauf gerichtet ist, den derzeitigen Besitzstand Preußens zu verändern." Da hiergegen eingewendet worden war, daß dieser Eid den Prinzen nur binde, solange er preußischer Offizier sei, wird in oer von der preußischen Negierung verbreiteten „authentischen Interpretation" betont, der Prinz habe erklärt, „daß dieses Versprechen für ihn and) in Geltung bleibe, sobald er deutscher Bund es fürst geworden sei, da es eine Verpflichtung enthalte, die sid) für einen deutschen Bundessürsten von selbst ergebe, und daß er sid) daher an sein Versprechen für immer gebunden fühle." Man wird zugeben müssen, daß diese Erklärung, soweit sie die Person'des Prinzen betrifft, Mißdeutungen Nr. 240 Erstes Blatt 165. Zahrgang Montag, 13. Moder M3 Der fciefiencr Anzeiger AMwniJKsr ä BW Bezugspreis: erscheint täglich, nutzer W M A "wnatlich75Ps., viertel« sSSS flA-t AM A*St A-y y| H 4Ai A MfrMWH WHCnCl vllllvIUvl MK wirtschaftliche Zeitsragen W M W ™ TT H V* @ V ~ Chefredakteur: A Goetz. Fernsprcch - Anschlüsse: N S AM VernMwortltch für den iür die Redaktion 112, pplü. Teil: Aug. Goetz; General-Anzelger für Gberheffen sZW für die . Kurt Bendt; für den bis vormütags 9 Uhr. Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und vruckerei: Zchulstrahe 7. Anzeigenteil: H. Beck. Dolkspartei) 11024 und Bu ck (Soz.) 31150 Stimmen. Buck ijt gewählt. Die ErsätzivaÄ war durch den Tod des Abgeordneten Kaden (Soz.) nötig geworden. Der Sieg des Sozialdemokraten Aalt von vornherein als ziemlich sicher: der Wahlkreis ist seit 1898 rm Besitz^ der Sozialdemokratie. Im Jahre 1912 siegte Kaden mit 31640 Stimmen gegenüber 13 893 antisemitischen und konservativen und 12 363 fortschrittlichen. Die Wahlbeteiligung war diesmal etwas geringer. Aber die Sozialdemokraten haben darunter weniger zu leiden gehabt. Ausfällig ist die Tatsache, daß der konservative Kandidat noch mehr Stimmen erhalten hat als 1912 sein) «antisemitischer Gesinnungsgenosse. Aerzte und Krankenkassen. Aus Leipzig meldet der Aerzteverband: Die vereinigten Kassenverbäude haben die vom Aerztevereinsdund und dem Leipziger Aerzteverband gemeinsam gemachten Friedensvor- schlage rundweg a b g e l e h n t. Sie wollen weder mit den Organisationen der Aerzte verhandeln, noch zeigen sie hinsichtlich der freien Aerztewahl unter Bemessung des Honorars irgendwelches Entgegenkommen. Die den beiden Aerzteverbäuden angeschlossenen -Ilnterorganisationen müssen hiernach den Abschluß von Verträgen mit .Krankenkassen solange «Mehnen, bis ein sosort einberufener Aerztetag endgültig Stellung genommen hat. Ausland. Ein Schiedsgericht. Aus dem Haag wird gemeldet: Es wird die Einsetzung eines Schiedsgerichts zwischen Frankreich, England und Spanien einerseits und Portugal andererseits vorbereitet, das sich mit der Frage der Konfiszierung des Eigentums der zu obengenannten Staaten gehörigen Kongregationen, die seitens der portugiesischen Republik erfolgt ist, beschäftigen soll. Aus Mexiko. Nach den jetzt vorliegenden amtlichen und privaten Nachrichten aus Torreon sind Deutsche weder umgekommen noch verletzt worden. Die Mehrzahl der Deutschen ist in Torreon zurückgeblieben. Einige sind aus dem Wege nach Monterey und befinden sich in Sicherheit. Unruhen in Persien. Aus I s p a h a n wird der A u s b r u ch vo n Unruhen gemeldet Tie Basare sind geschlossen. In Vollversammlungen in den Moscheen wird die Verjagung der Bachtiaren gefordert, die Rückkehr des Prinzen Salar ed Daulehs und des Sultans. In Kerman herrscht ebenfalls Unruhe. Die Bevölkerung protestiert gegen die Besteuerung der Verkehrsmittel. Eine neue Sädersorm in vad-Uauheim. r. Bad-N anheim , 10. Oft. In aller Stille hat sich in diesem .Herbst ein Ereignis voll,zollen, das für das weitere Blühen und Gedeihen unseres Badeortes von weittragender Bedeutung ist. Es ist dies die Einführung der Brunnenbäder in die Reihe der Nauheimer Heilfaktoren. Im Jahre 1901 wurde von dem Vorsitzenden des Aerztevereins Sanitätsrat Dr. Baur die erste Anregung hierzu gegeben. Der leitende Gedanke war, die zahlreichen, stark sohlensäurereichen kühlen Salz- q u e H c it, die vorwiegend zur Trinkkur benutzt wurden, für den Badebetrieb nutzbar zu machen, wie dies in Homburg, Soden und anderen Badeorten bereits mit bestem Erfolge geschah. Daneben sollte einem schon längst von ärztlicher Seite gehegten Wunsche entsprochen werden, neben den stark salzhaltigen Sprudelbädern Kohlensäurebäder mit geringerem Salzgehalt zu besitzen, bereit Verwertung bei blutarmen, nervösen und geschwächten Patienten besonders angezeigt erschien. Wenn es volle 12 Jahre gedauert hat, bis diese Bäderform eingeführt wurde, lag dies daran, daß erst mit dem Baue der neuen Badehäuser und der völligen Um- und Neugestaltung der Trinkturanlagen dieses Projekt verwirtlicht werden konnte. Die Anlage in ihrer Gesamtheit — die Aufspeicherung des Wassers, die elektrischen Pumpvorrichtungen und die Erwärmung ohne nennenswerten Kohlensäureverlust — ist ein technisches Meisterstück, das ihren Urhebern Geh. Rat Dr. Eser und Regicrungsbaumeister Berck alle Ehre ,macht. Die Brunucnsprudelbäder sind wasserktar und von außerordentlich reidjm Kohlensäuregehalt. Sie enthalten nur 1 Proz. Salze gegenüber 2,60 bis 3,50 Proz. in den Sprudelbädern. Sie bilden eine wertvolle Ergänzung der Bad-Nauheimer Kurmittel und eignen sich besonders in den Fällen, in denen eine milde Kur 'angezeigt ist. Vorerst können 500 Brunnenbäder pro Tag abgegeben werden; jedoch läßt sich diese Zahl bald auf 1000 pro Tag und höher steigern. Ans Stadt und Land. Gießen, 13. Oktober 1913. Sammelbriefsendungcn. Die Frage der Po ft zwangs pflicht von Briessen- Hungen hat, seitdem die vielerorts besteh?nden Eilboteninstitute immer mehr den Charakter von Privatvoftanstalten anzunehmen drohen, das Reichsgericht grade in letzter Zeit häufig beschäftigt. Das Reichsgericht ist dabei in den meisten Fällen zu einer Verurteilung der Angeklagten auf Grund des Postgesetzes gelangt. Ulm so mehr dürfte deshalb ein Strafprozeß interessieren, bei dem das Reichsgericht die Ansicht der Post und der Staatsanwaltschaft nicht geteilt hat und mit der Vorinstanz, dem Landgericht I zu >B erli n, zu einer Freisprechung der Angeklagten gekommen ist, weil ihre bei der Beförderung von Sammelbriefsendun- angewandten Manipulationen zwar auf eine Umgehung der Bestimmungen des Postgesetzes berechnet, bei der formalen Natur 'dieses Gesetzes aber doch nicht faßbar wären. Ausschlaggebend in diesem Strafprozesse war der Begriff des U r spr u n g s or t es im Sinne des Postgesetzes und der Novelle vom 30. Dezember 1899, die bekanntlich nach Ablösung der damals besteb.nden Privatpostanftalten die Postzwangspflick- tigkeit auch auf solche Briefe ausgedehnt hü, die innerhalb der Gemeindegrenzen ihres mit einer Postaustali versehenen „Ursprungsortes" verbleiben und in § 2a die Beförderung verschlossener Briefe im Urspnmgsorte gegen Bez>ahlung durch Boten, welche weder die Einsammlung von Briesen gewerbsmäßig betreiben noch im Dienste einer Privatbeförder-ungsanftall stehen, auch ohne die in § 2 des alten Postgesetzes vorgeschriebene Einschränkung expres- ser Bote oder erpresse Fuhre) gestattet. Die Berliner Ober - po st direkt i on hatte nun im Herbst 1910 gegen eine «ranze Reihe Berliner Geschäftsleute, die sich zur Beförderung von Sammelvriefsendungen des geschulten' Personals der Berliner P a ke t fa hr t g ese I l sch a f t St. u. Co. bedient hatten, wegen Vergehens gegen diese Bestimmungen des Pvft- aesetzes Strafbescheide erlassen, die jedoch unter Freisprechung der darin Betroffenen vom Landgericht I zu Berlin für unbegründet erklärt worden waren. In allen Fällen hatten nämlich die M- sender ihre Briefe zunächst selbst nach anderen Vororten gebracht, sic erst dort den B o t e n d e r Paketfahrt- a eseil schäft zur Rückbeförderung und Verteilung in archeren Orten übergeben und nahmen deshalb für sich die V e r g ü n st i gung des § 2 des Postgesetzes in Anspruch, wonach die Beförderung von Briefen, die über die Grenzen des Abseirdungs- ortes hinmisgehen, gegen Bezahlung durch erpresse Bottm zulässig ist. Die §§ la und 2a des Gesetzes formten, so behaupteten die Absender, deshalb nicht Anwendung finden, meil es sich ja gar nicht um eine Beförderung im Ursprungsorte gehandelt habe, auch wenn die Briefe teilweise nach dem Wohnorte der Absender zurückbefördert worden seien. Denn der Ursprungsort sei lediglich der Ort, wo der Absender die Briefe zur Besörde- v u n g aus seiner Hand gelbe. Das Landgericht hatte diese Ansicht der AngelLrgten geteilt und auch deren weitere Behauptung für richtig erklärt, die Boten seien, auch wenn sie Ange steltte der Paketgesellschaft geblieben seien, jeweüs erpresse Boten der einzelnen Msender gewesen, da sie strengen Auftrag gehabt hätten, auf ihren Gängen stets nur die Aufträge dieser einzelnen Msender auszufützien. Gegen diese freisprechenden Urteile des Landgerichts hatten sowohl die Poft als auch die Berliner Staatsanwaltschaft Revision eingelegt, die auch von der Reichsanwaltschaft vertteten wurde, »oelche vor allem geltend machte, das Landgericht habe den Begriff des Ursprung^ortes zu eng ausgelegt. UrsprungHort sei nicht der Ott, wo der Absender die Bttefe zur Beförderung aus seiner Hand gäbe, sondern der Ott, wo die Beförderung überhaupt, wenn auch zunächst durch den Msender selbst, ihren Anfang nehme. Das Reichsgericht hat aber gleichfalls die Ansicht des Landgerichts geteilt und die eingelegte Revision als unbegründet verworfen. Entscheidend sei, so führte es aus, der Begttff des U r s p r u n g s o r t e s. Wenn die Msender, wie tatsächlich fest- gestellt fei, durch expresse Boten wefterbefördern zu lassen, so könne dieses Hinschassen durch die Msender selbst nicht schon als der Anfang der Beförderung angesehen werden, die vielmehr erst mit der Uebcrgabe an die Boten beginne. Ursprungsort im Sinne des Gesetzes sei nur der Gemeindebezirk, wo die Briefe Gegenstand der Beförderung gegen Bezahlung geworden seien. * * * Das Groß herzogliche Paar wird sich im Laufe der Woche zur Ausstellung nach Leipzig begeben und dabei von dem Prinzenpaar Heinrich von Preußen begleitet werden. Die Herrschaften werden im Anschluß hieran einen Besuch bei der Schwester und dem Schwager der Großherzogin, dem Grafen Dohna zu Schlobitten machen. Bei der Rückkehr dürfte dann voraussichtlich das Großhcrzog- liche Hoflager von Jagdschloß Wolfsgarten wieder nach dem Neuen Palais in Darmstadt verlegt werden. * * Der Großherzog empfing am 11. Oktober lfd. Js. den Major Gudewill, Bals.-Kommandeur in Friedberg, den Forstmeister a. D. Graf v. Bernstorff von Angenrod. * * Ordensangelegenheit. Der Großherzog hat dem ständigen Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amt, Kaiser!. Legationsrat Dr. Ernst Schmitt in Berlin, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Kaiser von Rußland verliehenen St. Stanislaus-Ordens 2. Kl. erteilt, ** Oberhessischer Verein für innere Mission. Zu, den alljährlich iviederkehrendeu und fest eingebürgerten Veranstaltungen im Herbst gehört das I a h r e s f e st des Oberhessischen Vereins für innere Mission. Es findet diesmal am 4. und 5. November statt. Brennende Gegenwatts- Iragen werden dabei zur Besprechung kommen. So in der Mitgliederversammlung am Nachmittag des 4. die Fürsorge für die weibliche Jugend auf dem Lande, und in der Hauptversammlung am ^Mittwoch die religiöse Nattir aus dem Lande, lieber jene wird Herr Pfarrer Köpfer mann aus Caub, ein bekannter trefflicher Redner, berichten, über diese Herr Pfarrer Fenner aus Binsförth. Die Versammlung der Helfer und Helferinnen der Jungfrauensache in Ober Hessen wird diesmal mit der Mitgliederversammlung verbunden. Auch die Erinnerung an die große Zeit vor hundert Jahren soll zu ihrem Rechte kommen. Tief senken sich ja auch die Wurzeln unserer Liebestätigkeit und jeder Arbeit für religiöse Erneuerung in jene Zeit hinab. Darüber wird Herr Prof. D. Schian bei dem Familienabend in Steins Garten am Dienstag abend reden. Die Feftpredigt wird der frühere Vereinsgeistliche, Herr Pfarrer Glock, halten. * * S t a d 11 h e a t e r. Es sei auf die für Dienstag festgesetzte erste Wiederholung von Lothar Schmidts „Das Buch einer Fra u" hingewiesen, da die Erstaufführung bei Publikum wie Presse infolge der geistvollen Behandlung des Sujets, wie der vorzüglichen Darstellung lebhaften Beifall gefunden hat. — Die Aufführung der „H°e r m a n n s ch l a ch t" am kommenden Freitag wird als Vorfeier des 100jährigen Gedenktags der Völkerschlacht von Leipzig den Rahmen einer Festvorstellung erhalten und durch einen Prolog gesprochen von Frl. Kitty Sonntag-Blume Ginget eitet werden. * * Die Lichtspielbühne bringt eben einen Film heraus, der zweifellos zu den besten seiner Art gehört. Es ist die bildliche Darstellung des bedeutsamen Bulwerschen Romans „Die letzten Tage von Pompeji", die von hoher Schönheit und eindrucksvoller Natürlichkeit sind. Wir kommen noch auf die Borführung zurück. * • 11 eberfall auf ein Automobil. Ein gemeiner Bubenstreich wurde in der Nacht zum Montag auf ein Automobil verübt, das mit sieben Personen, darunter drei Kindern, besetzt war. Das Automobil ist Eigentum des Herrn Joseph Kr enter, des Besitzers der Gießener Stempel- und Farbenfabrik. Die Gesellschaft trat nachts um 12 Uhr die Rückfahrt von Marburg aus nach Gießen an und wollte gegen 1/21 Uhr die bekannte Nehbrücke in der Talsperre überfahren. Zur Vorsicht hatte der Besitzer die Fahrt verlangsamt und fuhr in der Mitte der Brücke. Plötzlich drangen von links und rechts zwei Männer etwa im Alter von 28 bis 30 Jahren auf die Insassen mit Steinen und Knüppeln ein. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Vorderwand des Automobils erhielt jedoch ein großes Loch und eine Laterne ging entzwei. DaS ist um so bedauerlicher, als der wertvolle Wagen vollständig neu ist und seine erste Fahrt machte. Der Führer hielt das Auto sofort an und die Herren nahmen eine Absuchung der Straße vor, ohne jedoch die Täter noch entdecken zu können. Herr Streutet will, wie er uns mitteilt, sofort der Gendarmerie und dem Marburger 9(uto» mobilklnb — er ist Mitglied des A. D. A. C. — von dem Ueberfall Mitteilung machen. — Der Besitzer hat, wie er uns weiter mitteilt, eine Belohnung von 300 Mark für die Ergreifung der Täter ausgesetzt, auch der Marburger Automobilklub wird zu dem gleichen Zwecke eine Belohnung in Aussicht stellen. Wenn man der Täter habhaft wird, so wird c5 Herrn Streutet nicht schwer fallen, die Täterschaft festzustellen, da die Männer von der einen Laterne des Wagens grell beleuchtet worden waren. Das beschädigte Automobil hat einen Kaufwert von 16 000 Mark. Landkreis Gießen. - m Birklar, 13. Okt. Bei der am Samstag statt- gehabten Beigeordneten wähl wurde der bisherige Beigeordnete Heinrich Müller VII. mit 74 Stimmen wieder- gewählt. Londorf, 13. Okt. Der in dem Freiherrlich von Ra- vencupchen Besitz gelegene Lung ft einb ruck Kahlenberg wurde von den Hessisclvm Steinbrücken G. m. b. H. zu Londorf wieder ^neu eröffnet. Da der Abraum ziemlich hock ist, so hat olnge ö-rnnn beschlossen, die Steine durch eine Luftdruckanlage zu Tage zu fördern. Wie verlautet, soll auch eine Motorwinde erbaut werden, damit die Steine aus dem tief gelegenen Bruck besser und schneller auf die höher liegende Werkstätte gebracht werden können. An einem daranliegenden Teil wird mit Tunnelbau gearbeitet werden. Wie bekannt sein dürfte, wurde der Bruch bereits früher mit Tunnelbau an mehreren ' Stellen betrieben. 1. Grünberg, 12. CH. Der altbekannte Gallus- markt findet nächsten Mittwoch und Donnerstag statt. Zum erstenmale ist eine Verlosung damit verbunden. Die Gewinn- Ausstellung wird im RothauS untergebracht. Kreis Büdingen. Ortenberg, 12. Okt. Am Samstag Bert hier Ge- meindcratswahl stattgefunden. Von nicht ganz 200 Wahlberechtigten machten 115 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Außer den 12 offiziell aufgestellten Kandidaten erhielten noch 26 andere Ortsbürger Stimmen. Man hatte eine regere Wahlbeteiligung erwartet, weil wichtige, in das Gemeindeleben einschneidende Aufgaben, vor allem die Errichtung einer dritten Schulstelle, den neuen Gcmecnderat beschäftigen werden. Wiedergewählt wurde: Kaufmann Friedrich Lenz mit 61 Stimmen. Neugewählt wurden Kaufmann We ck es s er mit 67 Stimmen, Weißbindermeister Rudolf Lenz mit 44 Stimmen und Bäckermeister Beltz mit 40 Stimmen. Die nächst höchste Stimmenzahl erreichte Rechner Kämmerer mit 37 Stimmen. Ortenberg, 12. Okt. Der langjährige Rechner des Vorschuß- und Kreditvereins H. Kämmerer wurde zum Rechner der Bezirkssparkasse Reinheim i. O. ernannt. Herr Kämmerer erfreute sich allgemeiner Beliebtheit, die er sich während seines langen Hierseins besonders durch seine Tüchtigkeit int Kassenwesen und seine gewissenhafte Amtsführung erworben hat. Kreis Alsfeld. Homberg, 13. Okt. Am Sonntag abend gegen */,8 Uhr brach im Hause des Besitzers Strauch in der Neustadt ein Großfeucr aus. Auf dem Boden des Hauses, wo das Feuer entstanden war, verbrannten etwa 10 Zentner Heu. Durch eifrige Bemühungen konnte man das Feuer auf fernen Herd beschränken. Besonders schwer war es, das brennende Heu vom Boden zu entfernen. Man vermutet Brandstiftung. Es ist dies die vierte Brandstiftung in Homberg innerhalb eines Jahres. Kreis Lauterbach. 1. Lauterbach, 12. Oft. Ihre 74. Hauptversammlung hielt die Sparkasse ab. DaS Ergebnis des Geschäfts-- jahreS zeigt ein erfreuliches Bild. Es wurden 224 215 Mk. mehr eingelegt als im Vorjahr, und die Gesamteinlagen stiegen auf 2 650 000 Mk. Der Reingewinn beträgt 9200 Mk. Für wohltätige und gemeinnützige Zwecke wurden nahezu 3000 Mk. bewilligt, lieber 25 Jahre gehören der Verwaltung der Kasse an: Direktor HooS-Lauterbach, Wahl- Angersbach und Bürgermeister Schaaf-Eichelhain. Kreis Friedberg. L Friedberg, 12. Okt. Tie Jagd ist eröffnet. Sehr ergiebig ist in diesem Herbst die Hasenjagd, aber auch Hirsche zeigen sieh in beu Taunusmäldern und auch Füchse sind zu Schuß gebracht worden. - Die chrer Vollendung entgegengehende Kreis - strafte Bad-Nanhe im - Friedberg, welche auf beiden Seiten eine zweireihige Allee erhalten wird, hat von der Nauheimer Stadtverordnetenversammlung den Namen Friedberger Landstraße erhalten. - Unsere Zuckerfabrik hat jetzt zttm Gütcrbahnhof Gleisanschluß erhalten. — Der verunglückte Brcntser au§ Wachenbuchen ist, kaum nn hiesigen Krankenhaus angekommen, verschieden. JL. Nauheim, 12. Okt. Dieser Tage waren 15 Mitglieder der Stadtbehörde des englischen Bades Brighton hier, um unfern Badeort eingehend zu besichtigen. Unser Kurdirektor Oberst von Fran ken berg führte die Herren umher. L. Büdesheim, 12. Okt. Am 22. Okt. findet hier eine Zusammenkunft preußischer Lehrer atts den Bezirken Windecken und Hanau tmd hessischer Lehrer aus den Bezirken Selzerbrunnen und Vilbel statt. — Im benachbarten Dorfe Bisses ist jetzt auch ein Knabe an der Lähmung verschieden. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 12. Okt. Ter Provinzialausschuß in Darmstadt verhandelte am Samstag über die Beschwerde des Grafen v. S ch ö n b o r n - Wiesentheid bei Heußenstamm über seine Heranziehung zu den Kanalbaulbsten im Betrage von 900 Mk. Die Ge^ meinbe hat seinerzeit eine neue Kanalisierung angelegt und wurde auch dem Gräfl. Schloß entlang auf Gräfl. Gebiet ein Rohr gelegt, für welches jetzt der fragliche Bettag verlangt wird. Der Gras weigert sich indessen, zu den Kostet, e'was beizutragen, da das Schloß nicht an einer Ortsstraße liege, das Grundstück wirtschaftlich nicht zum Schloß gehöre und außerdnn ein Verttag vorliege, nach welchem sckon im Jahre 1907 der Gras her Gemeinde gegenüber gestattet habe, lastenfrei einen Kanal einzulegen. Tic Gemeinde bezog sich u. a. daraus, daß in der Hebeliste seinerzeit auch der von dem Grasen anzufordernde Betrag vorgezeichnet und gegen das offengelecfte Register ein Einspruch nicht erhoben worden sei, dock, wies der Provinzialausschuß die Ansprüche der Gemeinde Heußenstamm kostenfällig ab. Hessen-Nasiau. [i Marburg, 12. Okt. In der Nähe des Dorfes Caldern rannte am Sonntag mittag ein Automobil aus Siegen in welchem außer dem Chauffeur der Besitzer und ein Schulmädchen aus Marlmrg saßen, an einer Biegnng der Landstraße gegen einen B au m. Sämtliche Insassen tvurden herausgeschleudert. Der Besitzer, der Kaufmann oder Agent sein soll, wurde auf der Stelle getötet, der Chauffeur erlitt schwere Verletzungen und mußte sofort in die Marburger Klinik gebrachtwerden. Das Mädchen kam mit einigen Hautabschürfungen davon. Universitäts-Nachrichter». — Einweihung des Neubaus der technischer Hochschule in Dresden. Aus Dresden, 11. Okt., wird gemeldet: Heute vormittag um 11 Uhr fand in Gegenwart des Königs, des Prinzen Johann Georg und der Rektoren aller deutscl)en Techtttschen Lwchschulen die Einweihung des Neubaues der Technischen Hochschule in Dresden statt. Nach einer Ansprache des Kultusministers Dr. Beck hielt der Neetor Magnisicus Geh. Hosrat Professor Dr. F ö r ft e r die Festtrde. Es folgte eine Reihe Glückwunschansprachen, worauf der Rektor die Ehrenpromotionen bekannt gab. — 50000MarkfnrRadium. Aus Freiburg i. 23r. 11. Ott., wird gemeldet: Durch eine hochherzige Spende einet Berliner Dame, die ungenannt bleiben will, sind dem Professor Dr. de la Camp für die medizinische Univers i täts- klinik Freiburg 50 000 Mark zur Anschaffung von Radium und Mesothorium zur Verftigung gestellt worden. Sport- — DgsErgebnisdcrSüdwestdeutschenZu- verlässigkeitfahrt. Aus der Konkurrenz gingen punkt frei hervor und werden mit der großen goldenen Plakette ausgezeichnet: Busse, Offenbach auf Adler, Göbel, Gießen auf Adler, Baetge, Magdeburg auf Benz, Müller Darmstadt auf Protos. Bepunktet find und erhalten bic Jib berne Plakette: Ober, Darmstadt auf Adler, Wedel, Offenbach auf Adler, Feh, Darmstadt auf Presto. Die bronzene Plakette erhalten: Bernhard, Darmstadt auf Opel, Assessor Müller, Darmstadt auf Opel, Göttmann, Reichelsheim auf Opel, Krebs, Mainz auf N. S. U. Lnftscl)isfahrt. w. Frankfurt a. M., 11. Ott. Das Luftschiff „Viktoria Luise" wird am Samstag, 18. Oktober, rf« fahrten über Frankfurt anläßlich der Jahrhundertfeier der Völkerschlacht bei Leipzig unternehnieu. Jede Fahrt wird ca.'/-Stunde dauern. — Das Luftschiff „Hansa" unternimmt Kinderwage leihweise Ul' - Färberei Oebr. Rover ÄwÄÄ Chemisches Reinigen u. Färben von Damen-, Herren- n. Kindergarderobe, Vorhängen, Decken, Teppichen, Portieren, Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindermützen, Handschuhen etc. Zirka 1000 Angestellte. D°/Io Einrichtung und Organisation unserer Werke sind in der gesamten Fachwelt als mustergültig anerkannt. T Et A ßJ K K H ’P T E A. hmlomon »'t t'ie. Ri>ftnf>Schlcier' i>raui»Kränze A. Salomon & Cie.,Schulstr. Weißkraut liefert bei Waggonbezug in 100—200 Ztr. Ladung tret jeb. Station, ver Ztr. 2.20 Mk., alles andere Gtemitfc, Rotkraut, Wirsing, Kartoffeln billigst. Jakob Freihant. Biblis iHessen). 6678 Echter westfälischer Pumpernickel L 10pS>-Päckch. u. kl. 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Als die elegante Taube über Kopenhagen erschien, brachte das Publikum den Fliegern begeisterte Ovationen dar. Die 350 Kilometer lange Strecke von Johannisthal nach Kopenhagen wurde in der Zeit von 4 Stunden 23 Minuten zurückgelegt. Wandern un& Reifen. — Neue Aera für die Schynige Platte Bahn. Die von Interlaken, resp. Wilderswil fliir Höbe der, dem Jung- sraumassiv vorgesietlten großartigen Aussichtsempore Schynige Platte (2()00 m ü. M.) hinauführende Zahnradbahn ist in ein neues Stadium ihrer Entwickelung getreten. Ter Uebergaufl zum elektrischen Betriebe hat sich in den letzten Tagen des SaisonbetriebeS, am 7. Oktober, vollzogen. Am Vormittag des 7. Oktobers wurde die neue Leitung nach Schynige Platte unter Strom (1500 Volt) gesetzt und sofort mit den Fahr- und Bremsproben begonnen. Am Nachmittag fuhr man ohne die geringste Störung bereits bis zur Kulmstation. Mau redinet daraus, das; der elektrische Betrieb der Schynigen Platte Bahn mit Eröffnung der Bahn im Mai 1914 in Funktion treten kann. vermischter. * Raubmord versuch im Eisenbahn zu g. Aus Konstanz, 11. Okt., wird gemeldet: Ein schwerer Raubmord ver such wurde gestern asbcnd in dem 9.37 Uhr von hier nach Villingen gehenden Porsonenzug verübt. Zwei I t a - lrenex entrissen einem Aubeitskollegesn seine Barschaft von 200 MaLk und warfen ihn sodann aus dem fahrenden Z u g. Der Beraubte, der durch den Sturz nur leicht verletzt wurde, lief zur Station Petershausen und meldete dort den Vorfall. Es gelang, die beiden Täter sowie drer Mitschuldige in Villingen aus dem Zuge heraus zu verhaften und ins Gefängnis einzuliefern. * Schwerer Straßenbahnunfall. Aus Letmathe wird gemeldet: Gestern abend stieß, ein aus Hohenlimburg Uontmenher Wagen der Straßenbahn in der Räbe des Krankenhauses auf einen von Letmathe entgegenkommenden Wagen und riß diesen mit zurück. Beide fuhren in rasender Fahrt ins Dorf. .Auf dem Marktplatze sprangen beide Wagen aus den Schienen und rissen die Leitungsmasten der Lichtleitung um, wodurch der ganze Ort in Dunkelheit gesetzt wurde. Sechs Personen wurden schwer verletzt: zwei Kinder wurden von den herabstürzenden Leitungsmasten getroffen, eins davon ist schwer verbrannt. * Briefmarkenfälschunsg. Aus Paris wird gemeldet: Hier und in den Provinzstädten wurden massenhafte Fälschungen von noch geltenden Briefmarken entdeckt. Zahl- retche Verhaftungen wurden vorgenommen. — Ein französisches Denkmal für Kapitän Scott. Aus Paris wird berichtet: Die französischen Bewunderer des Kapitäns Scott haben dem so tragisch dahrngegangeucn Helden des Südpols bereits vor Wochen eine Ehrung dargebracht: unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Katastrophe in der Antarktis gab man einer Pariser Straße den Namen Scotts. Aber damit nicht genug, hat man jetzt beschlossen, dem kühnen Forscher in den französischen Alpen ein Denkmal zu errichten, am Eol du Lautaret, wo Scott mit seinem Freunde, dem französischen Polarforscher Eharcot, die Automobilschlitten erprobte, die er bei seiner letzten Reise mitführte. Das Denkmal wird aus einem Obelisk bestehen, auf dem eine Bronzeplakette folgende Inschrift trägt: „Dem Engländer Kapitän Scott, der auf der Heimkehr vom Südpol tapfer mit seinen Gefährten für sein Vaterland und die Sache der Wissenschaft am 22. März 1012 fiel. Kapitän Scott weilte im März 1908 am Col du Lautaret, um seine denkwürdige Expedition vorzubereiten." Das Denkmal soll bereits im kommenden Februar feierlich eingetoetfjt werden. Kleine Tageschronik. Bei dein Abendgottesdienste am Freitag ist in der Synagoge des Marktfleckens Eh oloj ow eine Panik anSgebrochen. In dem furchtbaren Gedränge wurden fünfzehn Frauen getötet und viele verletzt. ©anfceL — Das geplante W a s f e r st a u w e r k bei Gernsheim. Im Heim der Handelskammer in Straßburg, dem alten „Palais de Eommerce" tagte am Samstag, cuiS den Hauptrheinstädten, namentlich ouS Mannheim gut besucht, unter dem Vorsitz deS Kommerzienrats Gttstav S t i n n e s - Mülbeim a. Ruhr die 9. Hauptversammlung deS Vereins zur Wahrung der R h e i n s ch i s s a h r t s i n t e r e s s e n, e. 93., Sitz Mülheim a. Rh. Vor Eintritt in die Tagesordnung gab Direktor Kn echt-Mann- beim unter allgemeiner Zustimmung die Erklärung ab, daß für daS Projekt „Errichtung eines W a s s e r st a u w e r k s bei ® c r n §- beim" der Verein nicht ein treten könne, weil es den Jnter- effen der Rhemschiffahrl entgegen sei. Nachdem Küppers- Duisburg den Rechenschaftsbericht erstattet hatte und sechs ans- scheidende Ansschnßmitgliedcr wiedergeivählt waren, hielt Beigeordneter Dr. Leoni-Straßburg einen Vortrag über die Entwickelung der Schiffahrt auf dem Oberrhein und speziell über die Straßburger Hafenanlagen. Weiter sprach noch Handelskammer, sekretär Dr. Hang- Straßburg über die Zukunft der cisaß-loth- ringischen Kanalschiffahrt und Oberbaurat Her in nun- Essen verbreitete sich, bei gleichzeitiger Vorführung von Lichtbildern, über den Nhein-Wcserkanal. Amtlicher Wetterbericht. Oöffentlicher Wetter dien st, Gießtil. Wetteraussichten in Hessen für Dienstag, den 14. Okt. 1913: Meist beiter und trocken, tagsüber mäßig warm, nachts starke Abkühlung, stellenweise Nachtfrost. Letzte Nachrichten, Die Königsfrage in Bayern. München. 13. Okt. Ministerpräsident Freiherr v. Her t- ling begab sich nach längeren Verhandlungen im Ministerium heute nachmittag nach Berchtesgaden zum Prinzregentcn. Daraus geht hervor, daß die Königs frage in ein akutes Stadium getreten ist. Die Klärung der Angelegenheit, die sich in den letzten Stunden immer mehr zugespitzt hat, wird jetzt nicht mehr lange auf sich warten lassen. Oberstleutnant v. Winterfcldt. Paris, 13. Okt. Oberstleutnant v. Winte-vfeldt soll demnächst in den großen General st ab nach Berlin versetzt werden. Die beiden behandelnden Aerzte hoffen, daß er bei fortgesetzter Krästezunahme hoch im Lause dieses Monats die Reise nach Deutschland wird antreten können. Bon französischer Seite wird man ihm naheleqen, wegen seines schorrungsbedürftigen Zustandes keine Abschiedsbesuche zu machen. Rach anderen Meldungen hat v. Winterseldt bereits in Grisolles das kaiserliche Dekret seiner Ernennung zum Abteilungsleiter des Großen Generalstabes erhalten. n Eine neue Revolut ton m Mexiko? Berlin, 13. Okt Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus London: In später Nacht soll es zu einer neuenTruppen- meuteret in Mexiko gekommen sein. Man befürchtet den Ausbruch einer neuen blutigen Revolution in der Hauptstadt. Lecifemn ausgezeichnet mit der goldenen Medaille aus der internationalen Weltausstellung, Gent 1913. Gibt den Schwachen neue Kräfte, den Blutarmen ucnes Blut, den Schlaflosen erfrischenden Schlaf. , Die Nerven werden beruhigt und gekräftigt, das AuSwhen wird frisch, die Augen klar. Kinder, die in der Entwickelung zurückgeblieben sind, und Mädchen in den Jahren der Reise, finben in Leciserrm ein wertvolles Präparat, um das Blut zu bereichern, und die Entwickelung z» fördern. (283* Preis Mk. 3.— die Z-lasche. Man achte beim Einkauf genau auf das Wort „Leciserrm." In Avvtheken, ganz ndjer von: \C2"h.> Universitäts-Apotheke, Hirsch Apotheke und Pelikan Apotheke Gießen. II. I. d. N.: Peter Stark Wirb er g, den 12. Oktober 1913. Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. Oktober, mittags 3 Uhr, auf dem Wirberg statt. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unabänderlichen Ratschluss gefallen, unseren lieben und unvergesslichen, treusorgenden Gatten, Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder und Onkel Wilhelm Köhler nach längerem, mit grosser Geduld getragenem Leiden heute zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen. nach- 6778 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Warum sind die A n st r c i ch b ü r st e n unb die gewöhnlichen Wichsebürste n die einzig wirtlich praktischen Gegenstände zum Einfetten und zum Gläuzcnbmachcn der Schuhe? Weil nur mit den B ü r st e n die Schuhcreme-Masse gleichmäßig auch in den Falten zwischen Sohle und Oberleder verteilt und bis zum Erglänzen verbürstet werden kann. Warum ist das vorzügliche Pilo, welches mit nur einigen Bürstensttichcn den elegantesten Glanz erzeugt und das Leder erhält, in jedem Laden und in jedem Haushalt zu finden? 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Für die Mitglieder des Akademischen Gesangvereins bleibt das bisherige Abonnement auf 8 Konzerte zu den bisherigen Preisen bestehen: I. Platz II. Platz III. Platz IV. Platz 24.- Mk. 20.- Mk. 16.- Mk. 12. M!;. Joonckamu Mr Bei Amons