IS rt Die heutiqe Nummer umfaßt 10 Seiten. Lieferung D*/. este m $ Kondoflet te ihn sein! dher Anstalt rung der deutschen Landwirtschaft a) auf der bisherigen Kulturfläche (Berichterstatter v. Lochow-Petkus), b) durch Vermehrung derselben (Berichterstatter Beseler-Kunrau), c) durch innere Kolonisation (Berichterstatter Professor Dr. Sering-Berlin). Der Kaiser nahm im Verlauf der Sitzung das Wort zu einem Bortrage, den er an Hand einiger Notizen, im übrigen rei, hielt. Er sagte ungefähr: Ein Vortrag des Kaisers. Ich hatte vor zwei Jahren die Ehre, Ihnen eine kurze Skizze über die Arbeiten zu geben, die von mir in der Nähe von C ad inen unternommen worden sind, um die Wiesen zu meliorieren und mehr Futtermittel zu bekommen. Ich erlaube mir nun, Ihre Aufmerksamkeit auf kurze Zeil in Anspruch zu nehmen u nd Jhlneu einige Zahlen als den Erfolg der fertigen Arbeit vorzulesen, der sich nach der Wiesenmelioration eingestellt hat. Sie verzeihen, wenn ich Sie schon mit etwas Statistik langweilen muß. Ter Kaiser führte nun eine Reihe von Ziffern an, aus denen eine überraschende Steigerung des Futter- unb, sonstigen Erträgnisses der meliorierten Wiesen hervorging, und fuhr dann fort: Die Melioration ist nun beendet und hat sich bewährt. Es hat sich ermöglichen lassen, das durchzuführen, was wir beabsichtigt haben: Steigerung der Cadiner Erträgnisse. Andererseits lonnte auch das lebende Inventar vermehrt und auch der Körnerbau vergrößert werden. Vor der Melioration waren 780 Morgen Merbauland bestellt, nach der Melioration 1000 Morgen. Tic Ernte stellte sich vor der Melioration auf 600 bis 700 Fuder- Getreide, nach der Melioration auf 1300 bis 1400 Fuder. Vor der Melioration hatte ich 16 Pferde, nach der Melioration 90, darunter 16 edle Zuchtsturen, also Remontcn für die Kavallerie. I ch beabsichtige, die hier gemachten Erfahrungen weiter auf einem Vorwerk zu verwerten, auf dem ich den Pächter hinausgeschmissen habe, weil er nichts taugte. (Lebhafte Heiterkeit.) zu meiner eigenen großen Verwunderung bald zum Referendar und doctor juris. Ülber nach zweijährigem hartem Staatsdienst als unbesoldeter königlich preußischer Reserendarius besann ich mach, durch mehrere Reisen nach Italien erweckt, auf mich selbst. wurde Tramaturg und Schriftsteller und verschrieb meine Seele mit meinem Blut dem Theaterteufel, dem ich noch heute ganz und 'gar ergeben bin. Ein Jahr lang diente ich urttvck sFerdiiuurd Bonn, dem Berüchtigtem und 4 Jahre unter der unerschrockenen Luise Dumont am Düsseldorfer Sä>auspiethaus. Tort habe ich die schönen heidnischen Knnstgottesdienstc an den Sonntagmargen eingeführt und geleitet. Seit 4 Jahren erst habe ich mich völlig frei gemacht und lstluse auf einer Wiese dicht am Rhein in Kaiserswerth und freue mich meines Lebens und der schönen Natur, die mich umgibt. Mein Bestes sind meine Dramen — lies sie, lies sie, lieber Leser, wenn du mich und unsere Zeit kennen lernen willst! Unter ihnen ward „Belindc" im November des vorigen Jahres zum Kummer einiger Pedanten und vieler Philister'mit dem „Schillerpreis" des deutschen Volkes geehrt, ^ch hoffe für meine Zukunft, daß sich immer mehr beweisen kann, das' ich dieser Krönung würdig bin. Ich habe keine Furcht vor meinen Feinden. Meine Freunde liebe ich ganz unermeßlich." Bullenkälbern hat die interessante Erfahrung ergeben, daß ihr altes Naturell sich wieder herausgestellt hat. Sic sind als Zuchttiere kolossal leistungsfähig, und ich hoffe, sehr bald mit zwei Zuchttieren im Gespann große Wagen mit schweren Gewicht schleppen lassen zu fönnen. Man kann auch genau sehen, daß, tote tn der Herde das beste Tier die Leitung übermmmt, so auch die Zebukälber sich stets an der Täte ihrer Herde befinden. L,azu möchte ich noch folgendes bemerken. Die Inder erklärten die Zebus für außerordentlich flüchtige, also schnellaufende ^iere, und ich hofte, daß es auch bei uns möglich sein wird, aus den Kälbern schnelle Gespanne heranzuziehen, die sehr viel mehr leisten und schneller mit dem Erntewagen hereinkommen werden als Die Tiere, die wir bisher verwenden. Wlerdings möchte ich es bezweifeln, daß es mir gelingt, dem Oberlandstallmeister in Tra- kehneii ein Rennen mit meinen Zebukälbern anzubieten. (Heittr- leit.'! Aber vielleicht wird sich doch in absehbarer Zeit manches bei der Landwirtfä^lft in Westpreußen ändern. Im übrigen möchte ich insbesondere nach meinen Erfahrungen den ersten Sah des von bem' Herrn Referenten vorgebrachten Antrags durchaus unterstreicheii, wonach es außer jedem roeifet steht, daß die deutsche Landwirtschaft technisch imstande ist, nicht nur dic ießige Bevölkerung des Landes, sondern auch die .kuns- tige vermehrte Volksmenge mit den wichtigsten Nahrungsmitteln, insbesondere mit Brot, Fleisch und Kartoffeln genügend zu vcr,orgen. Dem Vortrage des Kaisers folgten lebhaftes Händeklatschen und Bravorufen. Der Präsident Graf v. Schwerin dankte dem Kaiser für seine Ausführungen und für das Interesse, das er sozusagen als landwirtschaftlicher Berufsgenosse an der Entwicklung der deutschen Landwirtschaft überhaupt nimmt. Eine Ansprache des Reichskanzlers. bislang nicht veröffentlicht. In die Zeit, über die das Besehlbuch. Aufschluß gibt, fällt auch das berühmte Bombardenient von Kopenhagen. Eindringliche Instruktionen über den verzweifelt gefährlichen Angriff aus die dänische Hauptstadt werden da gegeben. Am 26. März kreißt es, daß die, Schlachtschiffe zu Beginn des Kampfes große Boote aussetz.cn sollen. „Jedes dieser Boote", so geht es dann weiter, „ist mit sechs Marinesoldaten und einer Anzahl Matrosen zu besetzen: sic sollen je drei Ka-ronaden (eine Art kleiner Schiffshaubitze) enthalten. Tie Mannschaft soll mit Entermessern, Euterbeilen tnib Piken reichlich versehen sein." lieber Nelsons Taktik werden hier also interessante Ausschlüsse gegeben. Wenn auch alles in die damals üblichen steifen Formalitäten gefaßt ist, so spricht doch aus Mehr als einer Stelle Nelsons Genie. Weiterlsin gibt das Bcsehlbiich .Kunde von Nelsons Ausrufen an seine Flotte, als Napoleon beabsichtigte, durch einen plötzlichen Angriff auf die britische .Küste ein Heer nach England lffnüberzuwerfen. Zu einer Zeit lagen französische Schiffe ständig zur Ausfahrt bereit. Dem gegenüber befahl Nelson, daß die eng- lisäien Schiffe Tag und Nacht sich bereit halten sollten, um auf die geringste Aufforderung hin die Sinker zu lichten und den Feind anzugreifen. „Ta unser Erfolg zu einem großen Teile von unserer Eimnütigkeit abhängt, so ersuche ich nachdrücklichst, daß keine Eifersüchteleien in den Reihen aufkommen. Die Weisungen des älteren Offiziers oder die Anregungen eines der jüngeren Offiziere sollen mit der größten Bereitwilligkeit befolgt oder geprüft werden. Ich habe Vertrauen auf das Urteil und die Bereitwilligkeit eines 3ebcn in meiner Flotte, und ich kann ihnen versichern, daß ich in meinem Berichte an die Wmiralität allen denen, welche sich auszeichnen, das höchste Lob zuerkennen werde." — Das Fiasko des Nilba Mines von Assuan. Die ^Eröffnung des großen Staudarnmes von Assuan ist am 23. Dezember 1912 unter glänzenden Feierlichkeiten vor sich ge gangen. Aber die Enttäuschung ist, wie der Zeitschrift „Ter Horizont" in einem Brief aus Kairo berichtet wird, nicht ausgeblichen. Nach der Ansicht des genialen Ingenieurs Sir William Willcocks ist der DamM völlig ungenügend. Er müßte noch einmal von 113 auf 118 Meter über dem Meeresspiegel erhöht werden. Ta die jetzige Anlage, deren Risse schon heute das Wasser stark durchsickern lassen, eine zweite Umarbeitung überhaupt nicht aus' halten kann, so wird ein neuer Damm von ausreichender Höbe an günstigerer Stelle errichtet werden müssen. Tie bisherigen Jrrttimcr werden Aeghpten die Summe von 50 Millionen Mark kosten, aber wenn die Idee des Reservoirs wirklich durch- geführt ist, wird sie jährlich eine Milliarde Ku b i k nre t c r Wasser mehr geben, und das würde die ungeheuren Stollen schon lohnen. Hitleute nheit -aa5dnß ‘ÄS onari«*111”1® • Art*"*®1 — Der 10 0. Geburtstag des Dichters Otto Ludwig in Eisfeld wurde durch eine Feier am Denkmal des Dichters festlich begangen. Am Abend fanden Aufführungen aus den Stücken Ludwigs durch Bürger von Eisfeld statt. Tie Stadt ist festlich geschmückt, besonders das Rathaus, das Denkmal Ludwigs auf dem Schloßplatz und das Geburtshaus des Dichters. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter des Geh Staatsrats Trinks-Meiningen als Vertreter des Herzogs, deS Geh. Hofrats Trillius, des Landrats Götting-Hildburghausen und des Oberbürgermeisters Schüler-Meiningen als Vertreter des Landtages sand um 11 Uhr vormittags am Denkmal Ludwigs eine ^eftfeier statt, die durch Gesang der vereinigten Sängerschaften Eisfels eingeleitet wurde. Bürgermeister Claus-Eisfeld hielt eine Ansprache, in der er Otto Ludwig als den großen Sohn Eisfelds feierte und dessen große Liebe zu seiner thüringer Heimat her- vochob. Er legte im Namen der Stadt einen Kranz am Tenkrnal nieder, ebenso fast sämtliche Vereine der Stadt. Mit dem Gesang „Wie könnt ich dein vergessen", wurde die Feier abgeschlossen. kf Nelsons Bcfehlbuch. Eine Nelsonrcliguie von ganz hervorragender historffchcr Bedeutung gelangt in diesen Tagen in London zur Versteigerung: Nelsons Bcfehlbuch, das die Zeit vorn 20 Februar bis zum 22. Ottobcr 1801 umfaßt. Vor kurzer Zeit erst ward dieses historische Merkbuch, das als vernickM galt, durch einen Zufall aufgefunben. Sein Inhalt ist zumi größten Teile n Neuenweg4 Telephon 653 Qualitäten - Lackier* aren, Hannen nnd eisen. um 1 Plock- 1 straße Gieszcner Stadttheater. Niobe. Es ist schon ziemlich lange her, baß Oskar Blumenthal den Schwank der Brüder Paulton für die beutfchc Bühne bearbeitet hat, aber trotzdem fand er bei seiner gestrigen Aufführung ein recht beifallsfreudiges Publikum. Und der Grundgedanke ist auch lustig genug, um ein paar Stunden recht angenehm zu vertreiben Niobe, eine hochversicherte Statue, wird, in dem Traum eines 8ersicherunasdirektors lebendig und bringt ihn m. allerhand !uftig?Mronteuer, die wie ein Wirbelwind über die Buhne Hetzen. Die feine psyckwlogische Durcharbeitung aber, tote toir |ie z. B. ms dem Traumspiel von Hans Sonnenstoßers -Höllenfahrt kennen >ehlt hier allerdings, denn twr gute Verfichtrimgsdi^ Dinge, die ihm völlig unbekannt find, aber es erhöhtZEich iwch den Ulk, wenn er im 4,raum mancherlei von^llt-Hellas meß, vas ihm in feinem bürgerlichen Leben nicht geläufig ist. Die Darstellung, die Herr Norden leitete, war flott und fieubig, unb i>te Mitwirkenbcn hatten, selbst ihren Spatz ^demdrottigen^vuk Als Niobe zeigte sich Fräulein Baj or in fröhlicher Naivität und hielt burd) den luftigen Zwiespalt zwilchen antiker Lebensart und nobeiner Umgebung die Zuschauer m beständigem Lachen. Als Direktor in tausend Nöten jpielte Herr Norden eine gute Rotte mit temperamentvoller Hingabe Eine famo e Figui machte Fräulein Scholz als Helene, obwohl sie etwa-.- ubertitob. Auch tne übrigen Mitwirkenbcn, die meist in kleinen Rotten beichastigt Dareu, machten sich verdient. Zu nciinen sind die Juamen 93 re hm, »e Bruvn, Dagnh sowie die Herren Brudtam und Grosser-Braun, der für den erkrankten Herrn Jensen em- zesprungeii war. * — Herbert Eulen berg, der Dickster der „Belinbe", die beute," Donnerstag, im hiesigen Stadttheater ^K^dmonal des Friedrich-Wilhclmstädtischen Theaters tn Serini auf wird, läßt folgende Sclbstbiographie verbreiten, die wir nuferen Lesern nicht vorenthalten wollen: „>;ch bin am . y* des sogenannten Jahre, 1876 zuerst, soweit rchnnchents inen kann als Mensch auf diesem Stern erschienen. Meine Eltern, liebe brave Leute, die zu meiner Freude heute noch leben, J1 in Gottesfurchr und anderen Tugenden, die ich ^e -mm größten Teil abgelegt habe. Ich hatte sehr viel unter der HumaNi|t,|chiii Schulausbiloung zu leiden, die nur auf dem Ghmnasmn Köln zuteil geworden ist. Ich halte die lateinische Sprache noch heute für die größte Berderberin un,eres eigenen Muttcidcutfch, weil sic unserer Satzbildung und unserer ^vrcchlvinlcdurchaus entgegengesetzt und fremd ist. Als ich mich endlich^init »1 ^vhren ~~ o Energievergeudung! — von dec Schule trennen bmnte, studierte ich auf Wunsch meines Baters Jura. Ich brachte cs Kaiser- und Uanzlerreden. Die Tagung des Deutschen Landwirtschaft s- rates erfreute sich wieder besonderer Auszeichnungen. Der Kaiser war nicht nur anwesend, sondern er beteiligte sich an der geschäftlichen Sitzung auch mit einer Ansprache. Die früher bei derselben Gelegenheit zeigte sich der Kaiser dabei auch als amüsanter Plauderer. Geschäftskundig in die landwirtschaftlichen Fortschritte seiner eigenen Güter eingeweiht, betonte er den Nutzen der Meliorationen und erzählte sehr ungeniert, daß er einen Pächter, der nichts mehr getaugt habe, „hinausgeschmissen" habe, um das betr. Gut „in eigne Regie" zu übernehmen. Seine Untcrnehi- nkunaen und Versuche hätten den Beweis erbracht, daß die deutsche Landwirtschaft ihre Produktion steigern könne. Zum Schlüsse drückte er mit erhobener Stimme seine Ueber- zeuaung aus, daß Deutschland nicht nur jetzt, sondern auch für die Zukunft den Nahrungsmittelbedarf feines Aolkes zu decken vermöge! Die außerordentliche Vielseitigkeit des Kaisers ist be- ’hnnt; sie hat neben hohen Vorzügen, die bei dieser schwung- »olleu Persönlichkeit anerkannt werden müssen, auch einige Bedenken. Diese wiegen indessen weniger schwer, als bei den anderen Autoritäten, denn der Kaiser vermag als Anreger und Förderer auf den verschiedensten Gebieten .tatsächlich viel gutes zu wirken. Um so erfreulicher ist es, daß er sich innerhalb der konstitutionellen Grenzen hält, und die Führung der Geschäfte den verantwortlichen Beamten überläßt. Der Reichskanzler ergriff beim Festmahle das Wort, (und seine Rede beschäftigte sich denn auch unmittelbarer mit den nächsten politischen Aufgaben. Man darf seinen Worten entnehmen, daß er wegen der Besitzsteuerfrage an bic Opferwilligkeit der Rechten appellieren will. Um Ostern, so verkündete er, werde über die neuen Vorlagen »erhandelt werden. Im übrigen klang sehr viel Wohlwollen für die Landwirtschaft aus der Rede heraus. Bei dem Optimismus des Reichskanzlers in der 'Auffassung ’ber Jage ist es nur verwunderlich, daß er was Volk über "die Absichten in der Deckungsfrage so lange im ungewissen läßt. Berlin, 1.2. Febr. Der Deutsch" Landwirtschaftsrat setzte heute im Herrenhaus von 10Vi Uhr ab seine Beratungen fort. Zu Beginn der Sitzung erschien der Kaiser, empfangen vom Präsidenten Grafen Schwerin-Löwitz, dem Reichskanzler, den Ministern Tr. Delbrück, Freiherrn | b. Schorlemer-Lieser und dem Präsidenten v. Wcdel-Pies- fcorf. Graf Schwerin-Löwitz begrüßte den Kaiser, indem er ihm für sein Erscheinen dankte und fuhr dann fort. Wir dürfen in der wiederholten Anteilnahme an Linseren Beratungen mit stolzer Freude den erneuten Beweis I Les warmen lanoesväterlichen Interesses erblicken, welches I Se. Majestät an der Entwicklung der deutschen Landwirt- Kchaft nehmen. Mit dem erneuten Gelöbnis treuester Er- i zebenheit für Eure Majestät verbinden den untertänigsten | Glückwunsch für die frohe Verlobung der Prinzessin Viktoria I Luise mit dem Prinzen Ernst August von Cumberland. | Se. Majestät der Kaiser Hurra! Hurra! Hurra! Der Kaiser dankte durch .Verneigung und nahm auf Ler Ministerbank Platz, neben ihm der Landwirtschafts- vninister. Darauf wurde in die Tagesordnung eingetreten, vvelche lautet: Maßnahmen zur weiteren Produktionssteige- Jch möchte aber nicht unterlassen, zu bemerken, daß biese schönen Erträgnisse zum guten Teil bem hervvrragenben Material SU verblinlcn ist, bas ich von Herrn Lo cho to-Petkus bekommen habe Ich bin etwas eitel unb stolz barauf, baß ich ber Erste toar, bet ben Roggen, ben ich von Herrn Lochoto bekommen habe, in jener Gegenb ein geführt bat. Er war bort ganz unbekannt, bis ich ihn angebaut, unb bic Landwirte ber Umgegend wurden dadurch au fm er Ham, baß im schweren Regensommer vor zwei ober brci Jahren, wo bas ganze (Stetreibe ber übrigen Felber vollständig niebergebrüdt war, sie zu ilA'em Erft^u.ccii auf meinem Felde, das mit bem Roggen bes Herrn von Lochoto bebaut war, die Aehrcu stehen sahen so gerade wie Ulanenlanzen. Ta waren eines Tages mehrere Landwirte über ben Weg gefahren, ber an dem erwähnten Felde vorüberführte, waren ausgcsticgen, und es hatte sich da eine Wagenburg gesammelt. Mein Werwaltcr rannte herbei, da er dachte, es sei irgend etwas passiert, und fand eine große Reihe von Landwirten, die nun fragten, wie es komme, daß das Getreide frier so gerade stehe. Er setzte ihnen nun auseinander, was für guten Roggen er benutzt habe, und da ergab sich, daß matt in Westpreußcn von diesem Roggen noch nichts gewußt habe. Als nun im' Herbst der Roggen cingebradjt wurde, drängten sich die Leute vor meiner Scheune um ben Roggen, und prügelten sich förmlich darum, um Körner zu bekommen. Ich hatte da ein a ns - gezeichnetes Geschäft mit dem Roggen gemacht. (Lebigste Heiterkeit.) Ich sehe nun, fuhr der Kaiser fort, aus den Gesichtem einiger Herren die Neugierde, zu erfahren, was wohl aus dem Bos indicus maior geworden ist, von bem ich hier vor zwei Jahren erzählte. Wso bie Kreuzung hat sehr gut eingeschlagen, und Herr Hagcnbeck yat mir eine ReiIse von älteren Zuchtbullen abgekauft, um sie in den Kolonien zu verwenden. Bei meinen eitert Beim Festessen des Landwirtschastsrates erhob sich der Reichskanzler und hielt folgende Ansprache: Hochverehrte Herren! Die freundliche Begrüßung des zweiten Vorsitzenden erwidere ich — und ich bin sicher, irrt Nomen aller Gäste sprechen zu können — mit herzlichem Tank. Ich bin der liebenswürdigen Einladung zu bem heutigen Festmahl mit ,yreuben gefolgt Freilich, neben der Ernte — wie soll ich sie qualifizieren! — für den Landwirt ist es ein heikles Ding, zu sagen, rote tue Ernte gewesen ist. Ich möchte sagen, neben ber gute n Ernte brachte uns bas Jahr selbst auch einige Meinungsverschiedenheiten. Ich weiß bie Landwirte billigen nicht alles, was ich in letzter Zeit im volkswirtschaftlichen Gebiete veranlaßte. Trotzdem müssen Sie mir gestatten, daß ich gern zu Ihnen komme, d a ß i ch m t ch w o h l b c i h n c n fühl e. (Beifall.) In ber Einladung sehe ich ein Zeichen, daß • es nur bie Ueberzcugung ist, was uns in ben Fällen trennt, wo wir einmal glauben, verschrobene Wege gehen zu muhen. Wir haben bic Ernte des letzten Jahres in Frieden bergen können unb ich lebe ber Hoffnung, baß ber beutsche Landmann auch fürderhin ungestört seiner Arbeit wird nachgehen können. (Beifall.) Das Friedensbedürfnis, das, wie ich glaube, alle Großmächte beseelt und das uns hoffentlich auch über bic Balkankrisk hinweghelfen wird, hat die gesundeste Grundlage in dem überall lebendigen Bedürfnis, bie Kräfte ber Nationen in immer fortschreitender Arbeit zu entwickeln. In welchem Maße bie beutsche Laub Wirtschaft darauf angewiesen ist, immer mehr zu schaffen und zu produzieren, um' ihren Platz im Volksganzen aiiszusüllen, bas nässen Sie selbst am besten, das haben uns die letzten Jahre unb bas haben uns die Verhandlungen von heute vormittag eindringlich gelehrt. Ich bitte ben Deutsch. Landwirtschafts- rat wie bisher, so auch fernerhin, diese Entwicklung kräftig zu fördern. Ich hoffe, daß ich in der großen Frage ber inneren Kolonilation im beutschen Lanbwirtschaftsrat immer einen treuen unb starken Bunbesgenossen haben werbe. (Beifall.) In dem Jahre, das wir begonnen haben, wird es kein Fest unb keine Feier geben, in bic nicht Hunbertjahr-Erinnerungen hinüberkling en. Lassen Sie uns a l s B e st e s bavon den Opfermut Nr. 37 Erstes Blatt 163. Jahrgang Donnerstag, 13. Zebrnar 1913 ass ÄXA6»A«eAwM«t*A$AA»Ä ss=s VnCnvIivI ZliHvlüvl NLS Seittrol-Anzciger für Merheften 8SK- ür"d1^T^g"snmnnier Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Buch- und Sleindruckerei R. Lange. Redaktion, Srpedilion und Druckerei: Zchulstrahe 7. Land": E.Heß- ^är den vis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. sestbatten, der 1813 unsere Väter erfüllte. Wir werden w diesem Jahre unsere Rüstungen au Lande öcr ft arten müssen. (Lebhafter Beifall.) Darin sind alle verantwort licken Stellen, das will ick hier hervorbeben, eines Sinnes fteb Haftes Bravos und das Volk, wenn ick es reckt "erftebe. mi'f daß, wer wehrfähig ist, auck Soldat wird. ^Lebhafter Beifall Reick, Staat, Dans und Dos und uns mit allem, was he an Dab und Gut für Seele und Leib umschließen, zu heilig, als daß wir he nicht mit den äußersten Mitteln gegen den Krien und die .^riensaefahr zu sichern und zu verteidigen entscklohen wären. lBeffall.- Tarin ist, davon bin ich überrennt, die Nation einig und wird es auch bleiben, wenn wir im Reichstag — u m Ottern wird es sein — die Vorlanen verbandeln. lBeftall > Aber Ovfer wird es losten. Gott hat dem deutschen SMf eine Stelle aus dem Erdball annewiesen und unsere Geschickt'» so gefügt, daß Opfer, große Opfer unser schweres erbtet! sind. Sie willig zu bringen, sei unser Stolz. (Beifall.) Sie, meine Derren, und ick darf mich zu Ihnen rechnen, sind als Landwirte mit dem Boden der Deimat besonders eng verwack'en: aus diesem Deimatsboden sprießt nicht mir Korn, das uns nährt, sondern aus ihm sollen sich immer aufs neue, Fleth, Zähtg- feit, Genügsamkeit und Zuversicht venüngen, bte im Wechsel von Iahnehnten und Jahrhunderten unsere Vater und Urväter im Sckweiße ibres Anaelichts im Saatkorn in ibn ein» gesät haben. Dalten Sie diele Güter auch fernerbin in fürwra- licker Obhut, dann wird der Boden, auf dem wir steben. niema/s wanken Daß sich dies bewahrbeiten möge, daraitf erbebe ick mein Glas mit dem Rufe: Die deutsche Landwirtschaft lebe hoch! (Lebhafter Beifall.) (Eine Pause im Krieg. Die letzte Meldung au# Sofia betont, daß die Nackt 12. d. Mts. auf dem gesamten Kriegsschauplatz ruhig verlaufen sei. Bis dahin reichen unsere heutigen Nachrichten. Das Bombardement von Adrianopel war am Dienstag heftig fortgesetzt worden, aber ohne Erfolg. Ein Sturmangriff der Bulgaren wurde nach vierstündigem Kampfe abgeschlagen. Die letzten Meldungen lauten: Konstantinopel, 12. Febr. Ein amtlicher Blickt besagt: Vorgestern eröffneten die Fort Eatalr.ja und Basii- teve, die zu den Befestigungen 'Adrianopels gehören, gegen die feindlichen Batterien eine heftigcKano- nabe, die bis zum Anbruch der Nacht dauerte. Der Feind machte einen überraschenden Angriff gegen unsere Ostfront. Es entwickelte sich ein erbittet» terKampf, der vier Stunden dauerte. UnsereTrup- pen hielten die Stellungen. Feindliche Flug- schiffeschleudertenBombenindieStadt, doch richteten diese keinen Schaden an. Bei Tschataldscha rückten von unserem reckten Flügel ausgeschickte Erkundungsabteilungen bis nordöstlich die .«Hügelketten von Akalons und östlich von Kalfak-i vor. Nach den Erklärungen zweier bei Tacklttepe gefangener Bulgaren ist der Feind damit beschäftigt, B e f e st i g u n q e n bei Sinekli zu errichten. Seine Kavallerie so^t sich in Tschorlu befinden; das Hintertreffen und das Gros des Feindes gegenüber unserem linken Flügel halte die Linie Silivri-Kadiköi besetzt. An der Küste von Bülair hat sich nichts Wichtiges ereignet. Sofia, 12. Febr. Der gestrige Tag verlief vor TschataldschaundBulairruhig. Der Feind unternahm keine Aktion. Die Bulgaren verschanzten sich in ihren Stellungen vor Bulair und fünf Kilometer westlich von der Tsckataldscha-Linie. Die Beschießung von Adrianopel dauerte den ganzen Tag fort mit Unterbrechungen. Der Feind er- ividerte das Feuer ans schweren Geschützen. Aus Aussagen von Türken, die in dem Kampf um das Dorf Oktali in der Gegend von Tschataldscha am 9. Februar gefangen wurden, geht hervor, daß die Bulgaren, die drei Bataillone stark waren, zwei üirkischen Regimentern gegenüberstanden. Die türkische Batterie bei dem Dorfe Izzedin mußte von Infanteristen gezogen werden, da die Pferde erschöpft waren. Die Wiener „Neue Freie Presse" meldet aus Konstaitti- nopel: Am Dienstag wurde der erneute Versuch der Bulgaren, bei Jenikoej, südwestlich vom Derkos-See, dieTschataldschaliniezudurchbrechen, nach heftigem Kampf siegreich ab gewehrt. Der Geschützdonner war bis spät abends in den Vororten Peras hörbar. Der Berliner „Lokalanzeiger" meldet aus Konstantt- uopel: In offiziellen Kreisen ist man über die übertriebenen bulgarischen Siegesmeldungen auf Gallipoli empört. Die türkischen Verluste betrügen nicht mehr als 800 Mann. Die Bulgaren seien keinen Schritt vorwärts gerückt und die türkischen Truppen seien in ihren Verschanzungen bei Bulair geblieben. Der Wiederbeginn der Friedeusverhandlungen steht in den nächsten Tagen bevor. Konstantinopel, 12. Febr. Der interimisttsche M a r i n c m i n i st e r Mahmud Pascha weigert sich, das Marineministerium zu übernehmen, es wird demnächst ein anderer Marineminister ernannt. Schritte des Dreibundes zugunsten Rumäniens. DaS „Neue Wiener Tageblatt"" schreibt: Anläßlich des schleppenden Ganges der Verhandlungen zwischen Bulgarien und Rumänien hat sich Rumänien wiederh olt an die Mächte gewandt, damit diese auf ein b eschleu- nigteres Tempo der Verhandlungen und die Erfül- lu n g d e r r u m ä n i s ch e n F o r d e r u n g e u in Sofia hin- wirkten. Dem Wunsche Rumäniens entsprechend hat speziell das Hiener Kabinett, unterstützt von Deutschland und Italien, sich schon wiederholt in Sofia verwendet und wird es auch weiter an einschlägigen Bemühungen nicht fehlen lassen, die hoffentlich in kürzester Frist zu einer auch im wohlverstandenen Interesse Bulgariens liegenden Befriedigung Rumäniens führen werden. Regierungswechsel in Braunschweig? Der Berliner „Lokalanz."" meldet aus Gmunden: „Es verlautet hier bestimmt, daß die Thronbesteigung des Prinzen Ernst August von Cumberland in Braunschweig erfolgen werde, unter Gründung einer Nebenlinie des Hauses Braunschweig-Hannover, die die deutsche Reichsverfassung anerkenne und alle Ansprüche auf Hanrwver aufgebe." Prinz Ernst August und Prinzessin Viktoria Luise werden nach ihrer Vermählung nicht unmittelbar als Herzog und Herzogin in Braunschweig residieren, sondern noch längere Zeit am Berlin-Potsdamer Hofe verweilen Eine Versammlung der Vertrauensmänner der deutsch- hannoverschen Partei in Hannover erklärte in einer Entschließung, es liege für die Partei keine Veranlassung zur Ernstellung ihrer politischen Tätigkeit vor. In niedersächsischer Zähigkeit würde sie für die unvcrjähr- baren Rechte des Hauses Braunschweig und des hannoverschen Volke# weiter kämpfen. Ein Automobilunglück des Herzogs Ernst August vou Braunschveia-Lüneburg. Karlsruhe, 12 Febr. Die Karlsruher Festtage sanden heute .Abend leider einen bedauerlichen Abschluß durch einen Unglücksfall, der sich kurz nach 7 Uhr in der Akademiestraße ereignete. Das Automobil des Prinzen Ernst August, des Verlobten der Kaisertochter, in dem der Prinz selbst saß, überfuhr den 16 Jahre alten Lehrling Ludwig Gänger, wohnhaft in der Waldhornstraße d"r b'im Spielen mit Kameraden bttndlings in das Automobil hinein- gerannt war und von diesem überfahren wurde. Der junge Mann trug einen Schädel- und einen Armbruch und außerdem mehrere Rippenbrüche davon und wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Der Prinz hatte sich an der Verbringung des Verletzten in das Krankenhaus noch beteiligt, worauf er in einem dem Prinzen Max gehörenden Artto- mobil die Fahrt zum Bahnhof fortsetzte.__________________ Aus Eine Landeßversammlung der Zentrnmsvartei. In D a r m st a d t fand am Dienstag eine Versammlung des Landeskomitees der Zentrumspartei statt, wobei nach dem „M. Iourn." fast alle Landtagsabgeordneten anlvelend waren. Generalsekretär Diehl erstattete den Kassenbericht und den Tätigkeitsbericht. LanVtaqsabg. M ö l- t h a n hielt einen Vortrag über das hessische Budgel. Justiz- rat Dr. Schmitt sprach über die politische Lage. Die Deckungsfrage würde mit der Militärvorlage selbst zu er» ledigen sein, wobei selbstverständlich zu beachten sei, bast die schwächeren Schultern nicht weiter belastet würden. Das Zentrum würde niemals Anlaß geben, daß ihm der Vorwurf gemacht werden könnte, es habe nicht die zur Wehrfähigkeit Deutschlands notwendigen Mittel bewilligt. veuticbes Der Kaiser ist am Mittwoch vormittag ans Karlsruhe wieder in Berlin eingetroffen. Er begab sich sofort ins Schloß. EineDenkschrift betreffend Ergebnisse der Erwägungen über die Errichtung einer Pensionskasse für das nicht pensionsberechtigte Betriebs- und Arbeiterpersonal der Militärverwaltung ist dem Reichstage zugegangen. Es wird auch in Zukunft bei der jetzigen Versorgung verbleiben, die aus lausenden Jnvalidenunterstützungen, laufenden Witwenunterstützungen, Erziehungsbeihilfen für Waisen, Sterbeunterstützungen und einmaligen Unterstützungen besteht. Die Anfechtungbehördlicher Entscheidungen. Die nationalliberale Fraktion des Reichstags hat zum Fusttzvoranschlag den Antrag gestellt, die Verbündeten Regierungen um Vorlegung eines Gesetzentwurfs zu ersuchen, wonach alle von Behörden oder Beamten ergehenden Entscheidungen, Bescheide, Beschlüsse, Anordnungen, Verbote und anderweiten Verfügungen, deren Am fecktung an die Innehaltung einer Frist gebunden ist, am Schluß die Eröffnung enthalten müssen, innerhalb welcher Frist, in welcher Form und bei welcher Stelle die Anfechtung anzubringen ist. Ausland. Englische Furcht vor deutschen Luftschiffen. Der konservative Abgeordnete Hunt fragte im englischen Unterhause den Kriegs Minister, ob er wisse, daß Deutschland fünfsehr große starreLustschiffe besitze, die ohne Gefahr nachts fahren können und fähig sind, große Mengen von Explosions st offen mit sich zu fuhren und auf die englischen Docks, Schiffe und Magazine zu schleudern, und fragte weiter, ob England ein Luftschiff von mehr als ein Drittel Größe des kleinsten dieser fünf Luftschiffe besäße. Der Kriegsminister bejahte beide Anfragen unb gab ferner zu, daß England keine großen Luftschiffe gebaut habe. Darin "liege aber keine Nachlässigkeit, lieber getroffene oder noch zu treffende Maßregeln sich zu äußern, lehne er ab. Die Flottenverständigung im' englischen Unterhaus. Im englischen Unterhaus wurden an die Regierung zwei Anfragen ro^qcn der Erklärung des Staatssekretärs v. Tirpitz go richtet. Da Churchill abwesend war, erwiderte Parlamcn ts- sekret är M a c Namara, Churchill denke, daß es besser sei, zu Watten, bis die Budgtts vorlägen, und dann bei der Besprechung des Marinebudgets die Frage im ganzen zu behandeln. Inzwischen wünsche er der allgemeinen Genugtuung Ausdruck zu geben, die durch den freundschaftlichen Ton erweckt worden sei, der die jüngsten deutschen Reden in der Marinefrage charatterrsiert habe. (Beifall.) Die neue Reglernn g in J apan. Aus Tokio wird gemeldet: Mmiral 9) a m anto t o nahm den Posten des Ministerpräsidenten an. tzeer und Flotte. Wilhelmshaven, 12. Febr. Dem Chef der Marinestatton der Nordsee, Admiral Graf Baudissin, wurde das Ehrenbürgerrechtvon Wilhelmshaven verliehen. Bürgermeister Bartelt betonte dabei die großen Verdienste, die Baudissin sich um Wilhelmshaven, speziell um die Förderungen der künstlerischen Besttebnngen erworben habe. Aus Stadt und Land. Gießen, 13. Februar 1913. * * Tageskalender für Donnerstag, 13. Febr. Stadt- lheater: Gastspiel des Friedrich-Wilhelmslädtischen Schauspielhauses in Berlin: »Befind e“. Anfang 8 Uhr. VL Vortrag des Laufm. und des Orlsgemerbevereins. Herr I. F. L e u tz - S v i t t a»B e rl i u: D i e deutsche O st m a r f Abends 8X Uhr in der Neuen Atila. Dortrag im Alldeutschen Verband. AmtSgericktsrat Latt- mann- Schntalkalden: DtewirtschaftlicheLageTeutsch- land« im Kriegsfall. Abends 8'/« Uhr in Stein« Garten. Vortrag im oberhessischen Geschichtsverein: Vroftssor Tr. Vogt: Tie hessische Politik von 1863—1871. Abends 8^ Uhr im Cafö Ebel. * * * Zur Bildung der G e s ch w o r e n e n l i st e für die am 3. März 1913, vormittags 9y» Ubr, beginnende Sitzungs- Periode des Sckmmrgettchts wurden nachstehende Hauptgesckworenc ausgelost: Adam Ferdinand Burk, Landwirt in Ober-Mörlen: Professor Dr. Karl Helm in Gießen; Karl Block, Fabttkant in Büdingen; Karl Melior, Bürgermeister in Vonhausen: Wilhelm Kooß, Kaufmann in Alsfeld; Johann Adam Weitz II., Gemeinde- rechnet in Dorn-Assen heim: Adolf Welz, Kaufmanit in Gießen: Jakob Braun, Metzgermeister in Gießen; Georg Nikolaus Übrig. Gutspäcküer in Rommelhausen; Georg Weiß II., Landwirt in Altenburg; Heinrich Jung IV., Landwirt in Ostheim: Heinttck Kratz II , Landwirt in Lindbeim; Ernst Niemann, Restaurateur in Gießen; Ludwig Hanner, Kaufmann in Büdingen; Julius Brücke!, Landwirt in Vohl-GönS; Heinrich Wilhelm Schäfer II., Landwirt in Altenstadt; Kchpar Ludwig Hohler. Beigeordnete-, in AnZenrod: »einrich Euler, Landwirt in Ober-Breidenbach Karl 'S ehrt, Postfekr etär in Gießen; Theodor Schmieder, Apo- ÄStr" .«5 tiit gR Mrbtt v« -ncöberg. d -i-onrad IjfLel U’Sm UI Smal ,3 Koranicr ii sprwx e feinen U Julien ge^ .'nenunene JfnittfetW ::nebmigt, L Einsu i.-ucr wir -aikhLigt- - rontanb, w ikttcl san ■teilen zu W 0 ®r filier zw'sc dnoachten den einer N NUhrc ? viunb te te »Ito. alles R. K & »eliiL n,|e SS? Kreis Alsfeld. w. Alsfeld, 12. Febr. Stadtverordneten-I sitzung. Anwesend: Bürgermeister Dr. Völsing als Voi» | sitzender, Beig. Weitz, sowie 11 Stadtvorstandsmitgliedec: I Wie alljährlich, faßte auch für dieses Jahr der StadtvorstatH I den Beschluß, einen Prämienmarkt, verbunden null Pferde- und Fohlenmarkt und zwar am 28. I abzuhalten. Eine Verlosung von Vieh und landw. Geraten I soll wieder damit verbunden werden. Der Vertrieb bar I Lose soll in Hessen und den Nachbarkreisen Kirchhain mÜ I Ziegenhain stattftnden. Bon der FeldbereinigungsgeseL' I schäft ist auf Anreaen der Eisenbaynverwaltuna beabji*- I ttgt, einen rechts der Eisenbahnstrecke Gießen-Fulda tnr. I Altenburg nach Alsfeld bestehenden Weg an bei | Seifenfabrik von Gustav Duchardt weg fallen zu lafseni I und dafür einen parallel der Bahn laufenden Serbin* I dungsweg von Altenburg nach Alsfeld I schaffen. Der Stadtvorstand erhebt hiergegen namens dm I Stadt Einspruch geaen den von den Felddereinigungsgesel I schäften Alsfeld und Altenburg projektierten Verbindungt-- I weg rechts der Strecke Gießen —Fulda Lwischen Altimburr I und Alsfeld, da ein ausreichender Okuno zum Fortfall der bestehenden Weganlage an der Seifenfabrik bei Km. 61,K nicht variiert. Der Einspruch erftredt sich nur soweü, aÄ । die Gemarkung Alsfeld in Betracht kommt. — Eine Eft--' f gäbe mehrerer größerer Stromabnehmer um R«" | battgewährung vom elekttnschen StromverbrauS I wurde entsprechend dem Vorschlag des Elektttzitätswerk!- I ausschusses abgelehnt. — Dem Gesuch des V.-H. C.-Zweik I Vereins Alsfeld um 'Uebernahme der vor dem soiribe® s geschaffenen Rodelbahn auf die Stadt steht der Statz: I Vorstand sympathisch geaenüber, zuvor soll jedoch die Fraf»- der Haftbarkeit der Äadt für etwaige Unfälle geprü '• werden. i. Ilsdorf, 12. Febr Bei der Bürgermeistel-' wähl wurde an Stelle des seitherigen Bürgermeisters C der Landwirt Wilhelm Belten gewählt. Obwohl von txn Gegenseite die größten Anstrengungen gemacht wurdeu. — Die Agitation dauerte bis zum i. Februar um Ntttternaoü — erfolgte die Wahl Bettens einftimmig; einige der treuen des Altburgermeisters und er selbst enthielten im j tbefer in Gießen: Ernst Legler, Buchhändler in Gießen: Geo^ Möckel, Bürgermeister in Fauerbach v. d. Höhe: Otto Rarb- schlag, Kaufmann in Gießen: Friedrick Leivold. Gutspächter « M ünzenberg: Georg Enunerich Wilhelm Hanstttn, Rentner in Friedberg: Bernhard Duchardt IL, Sattler in Alsfeld; Gustav Müller, Bankvorstand in Gießen: Karl Grünewald II.. Koamrer- ftenrat in Alsfeld: Georg Renscher, Fabttkant in Aelsield; ftärt Wallach, Bierbrauereibesitzcr in Alsfeld. * * Tie 8. ordentliche evangelische Landes^ fhnode wird ihre 19. Sitzung im Synodalgebäude zu Dann- stadt am 25. Februar, vormittags 10 Uhr, mit folgender Tage-^ ordnung abhalten: 1. Eröffnung der Sitzung und Gebe. 2. Ansprache unö Mitteilungen des Präsidenten. 3. Verkündigung neuer Einläufe. 4. Berichtsanreigen. 5. Verpflichtung neu nr- qrtretener Mitglieder. 6. Wahl Prüfungen. 7. Dahl eines zweiter Präsidenten Geb. Schulrat Sckaub Ofienüach hat dies Amt nieder, gelegt'. 8. Wahl eines Mitgliedes des FinanrausschufseS, ett:. eines Stellvertreters. 9. Beratung und Beschlußfassung über; 1. Eingabe des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes, OttsgrupE Darmstadt, usw., Erweiterung der Frauenpflichte, und Rechte im kirchlichen Gemeindeleben betreffen!. 2. Anträge der Llbgeordneten D. Herrmann und Genossen Walter, die Epiphaniaskollekte betreffend. 3. Antrag des Mj. Marr, das Gesangbuch betrerrenb. 4. Vorlage des Cbn- konsistoriums, die Auslösung der evangelischen Landpfarrei Crfci- bach und Bildung je einer Pfarrstelle zu Bieber und Mühlhei, betreffend. 5. Vorlage des Oberkonsistottums, NacksorderunA b-- züglick der Rubttk 35 des Voranschlags des Zentralkirckx'nwndS für 1910/14; hier die Gehaltsverhältnisse des Verttnsgetsilichrn für Innere Mission betreffend. • • Eine Bürgermeister-Konferenz sand st, Felsenkeller unter dem Vorsitze be§ Bürgermeisters Leun- Grosien-Linden statt. Tabei gab e§ Besprechungen über Au«, stelluna von Ursprungszeugnissen, die Beglaubigung von Rentenquittungen und die Dienstbezüge btr Bürgermeister und Bürgermeisterei-Gebühren. Die An. regunq, im Sommer einen AuSffug 31t unternehmen, sand Zustimmung. Der AuSflug soll von Koblenz rheinabwärtS bis Köln führen. • • Der Ortsgewerbeverein hielt am Dienstag abend im Cafs Ebel seine 4 Monatsoersammlung ob, die von un. aefähr 60 Personen besucht war. Nach verschiedenen Mitteilungen des Vorsitzenden und einem kurzen Vortrag einte Vertreters der Württembergischen Feuerversicher» ungsgesellsckaft a. G. in Stuttgart, mit der der Veren einen BeqünstigungSvertrag abqeschloffen hat, über bt Vergünstigungen für die VereinSmitqlieder, bildete die Frage über die Veranstaltung einer Gewerbeausstellung in Gießen im Jahre 1914 den Hauptpunkt der langen, sehr lebhaften Aussprache. Beschlüsse wurden noch nicht gr- saßt. Ein ?lrbeitsauSschuß wurde mit der Prüfung der ganzm Frage beauftragt * * S t a d 11 h e a t er. Nochmals sei auf das heutige. Ensemblegastspiel des Fttedrich Wilhelmstädttscken Schalt- spielhauses in Berlin mit Herbert Eulenbergs „Belinda hingewiesen. — Als letzte Schülervorstellung ist für Sam-- tag, 22. Februar, Theodor Birts vaterländisches Schau- spiel „Aus eiserner Zeit"" angefeht worden. Tie Vorstellung beginnt nachmittags 31/2 Uhr. • • Die Hassia-Bezirksvorsteher von Oberhessen werden nächsten Sonntag hier eine Versammlung abhalten. ** Vom Verein für Frauenstimmrecht wird uns geschrieben: Der 21 Februar wird uns mit ein:i der bedeutendsten Frauen unserer Zeit bekannt machea Dem Verein für Frauenstimmrecht ist cs gelungen, Dr Am-i Augspurg, für einen Vortrag zu gewinnen. Sie wird über „Rassenkultur und Frauenbewegung" sprechen (siehe Anzeige). Dr. Augspurg ist von Gebutt Norddeutsche, Hannoveranerin, lebt aber seit 25 Zohrev in Süddeutschland, in und um München. Ursprünglich Künstlerin, wurde sie durch ihr Interesse an der Frauen bewegung zum Studium der Rechts- und Staatswissen> schäften geführt. Die gründete den Deutschen Verband für Frauensttmmrecht und führte zehn Jahre hindurch dessen Vorsitz. • * Städtische Armenpflege. Gestern abend fand im Stadlverordneten-SitzungSsaale eine Versammlung bei Organe der öffentlichen Armenpflege statt, in der Privatdozenl I Dr Hohlweg einen Vortrag über „Verhütung und Br- I kämpfung der Tu berkul ose- hielt. * • Zum vierzigjährigen Dienstjubiläum fofi I Steigers Menges im Gießener Braunsteinbergwerk sei mtl» I geteilt, daß im Namen der Arbeiter Herr Weller dm I Jubilar beglückwünschte und ihm einen prächtigen Strauß 1 überreichte. -Fr' lilng. de deutsche Kiger G hier statt, gierungsra meisten in Daren erfö wurde in Zra^e erbt mruckhalte Mg einer gestellt roc mürbe ein treten toii wesende C Aonfer der Sre tijchen Ar und löste daß man warten t abends f anstaltet Büdingen vrMuig 'roü W koMu Unteres führte mißbre aus de: rat Dr an der Wege 1 aufgab, klarung nament sonders schor & Bortrag brauch gäbe", bahnung motiv fük Semnini bemies e ivie der starken $ Weit d lüttßriebank fimbtl Eisenach SZZZüewiiML zusMark: 45000 jt^SOOOO iKeineB W Ziehongs=Veriegung Ziehung am 6.n.7Marz19l3 i f» A«»fcM®a> UVdd'Iifterie ei auf das hvch mstädtiscken H (bergs „BeliM llung ist für eori ^erlä irdisches SÄ etzt iporben. A lhr- her von Dkl ne Versammsi : üm Dienstag J n9 ab, die oon J verschiedenen JN ^fn Vockag ä ^uerversich^ mit der der hoffen hat, über 1 c, bildete die 'erbeausltellii^ iptvunft der lanj 'rden noch nicht s Prüfung der gad stimmrechtiL >ird uns mit rat it 6 damit elungen,pt M mnnen. Tie aenirewegurs $6 \\x von 6g Der seit 25 Zm ichen. Ursprünge 'sse an der » und StaatMl Deutschen fahre hindurch^ (Seilern abend * \ Versammlung 1 , in der Privat^ Verhütung und' enstjubiläuni -j 'leinbergwerk M Herr Welles n prächtige" 6» öölA-K ■ä t,nW!» dtverordnetl £t. Lölsing « tvocstanb^2 .ft( Verbundes । zmar am 28J und ■jft Äertriee^I ldberennguW^ t Gießen-W°Z W -sd tf-d Wf-et B q ä&d L nitf®'1 ,n 5m ■ÄSl i*?*« E •«a fetfni fflnb 1 Leisters Leu- Zungen über Ü .b,t Beglaubig ''"Nbezüqe J Muhren. Die fcj unternehmen, ft, °blenz rheinabivL Meteorologische veobachtungen der Station Gietze«. Wetter 4- 8,21 C. — 0,6*0. Die feinst, holländischen zvir-w/w Schellfische UrciMcigS' Die röhren Sonnenschein Klarervumnel Reis, Dunst Febr. 181: - - o ’ti Ä Mlrinzk, Avrikoscii, SBirncn, Srnnttttn, Kcm.Lbft.GoldBiimcii, Plirsick, SksGlt, PftjiA, iingesGlt, 1 Mumn, IweWtll in besten Qualitäten und verschiedenen Preislagen bei Emil Fischbach. ZsZ Die Wirren in Mexiko. New York, 13. Febr. Die South-Paeisique-Bahn erhielt Anweisung, sich für den Transport gröberer Truppen- abtcilungcn bereit zu halten. Washington, 13. Febr. Das Staatsdepartement erhielt ein Telegramm, daß der Telegraph nach Moneray durchschnitten sei. TRAIERHCTEI laVil A.Salomonvnrde em Reingeminn von 2392 Mk. et- zielt; die Btitgliederzahl beträgt 120. vereinznachrichten. — Hau seil, 12. Rebr. Der 1 64 gegründete Turnverein Hansen beabfiditiat, 1914 sein 50jäbrigeS Jubiläum «u feiern. Um das iteft mit den Bundesveremen des .L'abifTimdbcra- Ttlinerbnndes" begeben zu fönnen, bat er bei dem am 16. d. Bits, tagenden Bundes-Turniage beantragt, ihm das Lundes-Turniest für 1914 zu übertragen. Amtlicher Wetterbericht. Ocffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Dessen für Freitag, den 14. txebr. 19131: Margennebel, water langsam austlarend, meist trocken, etwas kalter» stellenireise 'Jiadjtiroft. auf Eis in la. fernster lcbendsrischer Ware soeben eingetr. u. billigst bei Äug. Wallenfels Marktplatz 17 Telephon 262 Prompter Versand auch nach auswärts. (84 J - = ä und Cabliau sind chtflctroffen und billigst zu baden bet: 1288 Georg Wallenfels Marktplatz nur 21, Tclcvbon 46, gegenlid. der Engelapotheke. Märkte. Limburg a. d. Lahn, 12. Febr. Fruchtmarkt. Durch- schnittsvreis pro Dialter. Roter Weizen (nafiauifcber) 16,90 Dik., weißer Weizen (angebaute Frerndfortens 16,40 k., Korn 13,00 Dik., Gerste: ^uttergerlte 10,50 Dik., Braugerste 12,25 Ulf., Hafer 8,00—9,00 Dik., Erbsen 0,00 Mk» Kartoffeln 4,00 bis 5,00 Mk. Mädchen und Frauen mit dünnein, brüchigem oder schwachem-Haar, dcrenSehn- fndjt prächtiges, volles und üppiges Haar ist, fei folgendes bewährte und billige Rezept zur Pflege deö Haares empfohlen: Wöchentlich 1 maliges Waschen des HaareS mit Zucker*« kom- 6iniertemKräuter-Shani- poon (Paket20Ps.), daneben regelmäßiges kräftiges Einreiben deö Haarbodens mit Zuckers ©riflinabKrttu- ter- H aarwasser (Flasche 1.25) unb Zucker’* «SyCAtab Kräuter Haarnührfett (Dose60Ps.). Großartige Wirkung,von Tausenden bestätigt. Echt bei A.Noll, E.Noll, (s*. Seibel, O. Schaaf, E.Karn, W.Kilbinger, Drogerien, u. H. Tickv, Parfümerie. (sPVt Zwiebel schöne, gesunde Ware zu 2 Mk. der Zentner bat abzugeben 1081 LiWiind Rosknbam FrankfurterStraße 29. ^6 5 * fc Z ® ä E So’ s *91 * . £ ck» y 5 b ; fr “4 t s-sa s ß =- sA-S« COj» vermachtes. • Acht Arbeiter verbrannt. Aus Remscheid, 12. Febr., wird gemeldet: In der Bergischen Stahlindustrie ver- brannten iirolge Platzens e i u e § Be >itils beim (dteßen acht Arbeiter durch flüssiges Eisen. Einige Arbeiter sind s ch iv e r verletzt. Kleine Tageschromk. Die „Kreuzzeitung" meldet: Am Dienstag abend ist die Seniorin des Bismarckschen Geschlechts, Fräulein Hedwig von Bismarck, eine Cousine und Spielgefährtin des Reichskanzlers, im 98. Lebensjahre entschlafen. Tie Verstorbene mar am 10 August 1815 — wenige Monate nach der Geburt ihres Vetters — in Schönhausen geboren. Sie schrieb im Mter von 95 Jahren ihre Lebenserinnerungen. . In Genua ist der Post- und Pastagierdampser „Regina Margherita" gestern abend am Landungsplatz aus unbekannter Ursache voll ständig untergegangen. Personen sind nicht umgekommen. Der in der Nähe liegende Ueberseedampfer „Sannio" wurde beim Umkippen des sinkenden Schiffes stark beschädig. rahmt von musikalischen Darbietungen die trefflich vorgetragen, reichen Beifall fanden und zum Gelingen der Veranstaltung wesentlich beitrugen. x Bao-Nauheim, 12.Febr. Das Jahr 1911 hat dem städtischen Krankenhause eine erhebliche Frequenz- teigerung gebracht. Während 1910 nur 398 Personen lationär verpflegt wurden, stieg deren Zahl 1911 auf 5 16. Todesfälle sind 16 vorgekommen, davon 10 durch Herzleiden verursacht. Operationen wurden 158 ausgeführt; Todesfälle sind im Anschluß daran keine eingetreten. Leitender Arzt des Krankenhauses ist Dr. Haeberlin. Starkenburg und Rheinhessen. h Steinbach, 12. Febr. Tie Verpachtung der Waldjagd der hessischen Exklave am Altkönig brachte gegen früher eine Steigerung von 800 ans 1560 Mark. Pächter wurden ein Cronberger und zwei Frankfurter Herren. ch Erbach a. Rh., 12. Febr. Beim Fischen gelang e5 dem Herrn Job. Schnntt von hier einen Stör, der ein Gewicht von 7 9 Kilogramm hatte, einzubringen. Der riesige Fisch muß wohl zum Laichen so wett den Rhein heraus- gekommen sein. Achtung! Achtung! Morgen, Freitag, den 14. ds. Mts., von morgens 1/..10 Uhr an verkaufe ich am Hotel Felsenkel >er zu Giessen zwei Waaaon Waren: Feinsten ir. Blumenkohl, Stück •’on 20 Psg an, fr. Endivrcn, Pfund 2o Pfkb, Schwarzwurzeln, 2 Pfund 35 Pm, eine KMe — netto W Mund - 3.25 Mk., 10 Pfund ZwtcbcM 40 Pfä-. per ASK«-, Apfelsinen - Z'tronen «fto. alles äußerst btlltg. 1Ubd- Klein aus Coln. Schlaflos- iflfeit, die Kranke, Nervöse, Herzleidende so oft herunterbringt, Mattigkeit, Avpetit- mangel, Stuhl u.Urm bestern sich schnell, wenn man regel- mäßig Altbuchhorster Marksprndcl Stark- quelle trinkt. Schon nach kurzem Gebrauch dieses vorzüglichen Heilwassers werden Männer u. Frauen seine wohltät. Wirkung emvsinden, der Körper tommt zu Krätten und die alte Spannkraft und Lebensfreude kehrt zurück. Bon zahlr. Professoren und Aerzten glänz, begutacht- Fl. 65 n.95'Bf. in d.Univerntätö- Avotheke z. gold. Engel u. in den Drogerien C. Seibel, W. Kilbinger, Aug. Noll, O.Schaas u-Erntt Noll. slu/i Seine Arbeit tut Gic beim Kochen der Wäsche, dem die enorme Wasch- u Bleichkraft des Giotil's u/, Stunde kochen, dann ausspülen und die Wäsche ist schneeweiß. Per '/? Paket 30Pfg. Fabrikanten Hanauer Seifenfabrik J.Gioth, G. in. b. H. Niederlage bei Wilhelm Wagner,Gieße»,Steinstr.45 ID“/«] NuhgefUiael. Brut- HM eier, Zuchtgeräte liefert ttteftüaellws i.Mergentbcim 188. chv^/», Katalog gratis. Aivchliche Nachrrchten. Irraelittsche Rdtgionsgemdnöe. Gotterdienst in der Synagoge (Süd-Anlage), Samstag, den 15. Februar 1013; Vorab end: 5.30 Utjr, Morgens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Schrifterttäruug. SabbatauSgang: 6.30 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Sotterdlenst. Sabbatfeier am 15. Februar 1913: Freitag abend 5.15 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr, Sabbat-AuSgang 6.30 Uhr. Wock.enaottesdieittt' Dloraens 7.00, abend? 7.00. Letzte Nnckricbten. Hessische Zweite Kammer. bs. 2 a r m st a d t. 13. Febr. Die Zweite Kammer setzte: heute die Beratung des Hauptvoranschlags fort. Abg. Henrich (fortfchr. Volksp.) verbreitete sich über die Stellungnahme seiner Partei zum Voranschlag. Die Anregung des Finanzausschusses der Ersten Kammer wegen des Abbaues der Steuererhöhung sei agitatorisch unverwertbar und praktisch nicht durchführbar. Weiter trat Abg. Henrich mit besonderer Schärfe für eine Revision des p r e u ß. i s ch - h e s s i s ch e n Gemeinschaftsvertrags ein. Weiter sprach er über das Gemeindesteuer- wesen und ging dann auf die Angriffe des sreikonservativen Abgeordneten von Kardorff auf die süddeutschen Staaten ein. Staatsminister Dr. v. Ewald sprach über den Antrag des Finanzausschusses auf UeberführunL des Groß- herzoglichen Familieneigentums in den Staatsbesitz. Dieser Ueberführitng ständen fast un^ überwindliche Schwierigkeiten gegenüber. Jedenfalls müsse der Staat an das Großh. Haus eine bedeutende Entschädigung bezahlen, und es müsse die Zustimmung des Vertreters der beiden Prinzen eingeholt werden. Hierauf spricht Abg. Ulrich (Sozialdem.). , --Friedberg, 12. Febr. Die Hauptversamm- lung des Hessischen Landesverbandes des deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke fand dieser Tage im Hotel Trapp hier statt, unter Leitung des neuen Vorsitzenden Geh. Regierungsrates Dr. Dietz zu Darmstadt; Vertreter der meisten in dem Verbände vereinigten Hessischen Kreisvereine waren erschienen. Nach einer Begrüßung des Vorsitzenden wurde in die Tagesordnung eingetreten mtb zunächst die Frage erörtert, wie der bisher in der Oeffentlichkeit etwas zurückhaltende Landesverband neu belebt, und durch Schaffung einer geeigneten Satzung auf eine gesunde Grundlage gestellt werden tonne. Zur Vorbereitung der neuen Satzung wurde ein Ausschuß gewählt, der demnächst zufammen- treten wird. Hierauf hielt der in der Versammlung anwesende Generalsekretär des deutschen Vereins, Professor Gons er von Berlin, einen Vortrag über die Aufgabe der Kreisvereine. Der Vortrag gab den in der praktischen Arbeit stehenden Vereinsmitgltedern reiche Anregung und löste eine lebhafte Aussprache aus, die erkennen ließ, daß man von dem Vortrag eine nachhaltige Wirkung erwarten darf. An die Mitgliederversammlung schloß sich abends eine öffentliche Versammlung an, veranstaltet vom .Kreisverein Friedberg, Schotten und Büdingen. Der Kreisvorsitzendc Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg begrüßte die Anwesenden, besonders den Landesvereinsvorsitzenden Herrn Geh. Regierungsrat Dr. Dietz, wie die Vertreter der Stadt, des Predigerseminars, der konfessionellen Gemeinden und der Jugendwehr, die ihr Interesse an der Arbeit des Vereins bekundet hatten. Darauf führte er aus, wie jeder Stand die Schäden des Alkohol- mißbrauches zu befürchten und zu bekämpfen habe, auch aus der Arbeit des Vereins Vorteil ziehe. Geh. Regierungsrat Dr. Tietz stellte wachsende Beteiligung aller Volkskreise an der Arbeit fest, betonte die bei aller Verschiedenheit der Wege mit den Abstinentenvereinen gemeinsame Kampfes- aufgabe, zeigte aber auch, wie notwendig noch die Aufklärung über die Alkoholgefahr sei und wie alle Stände namentlich auch die Frauen gegenüber dieser Gefahr (besonders bei Trinkerrettung) große Aufgaben hätten. Professor Gonsser hielt sodann einen fes>elnden einstündigen Vortrag über das Thema: „Der Kampf gegen den Mißbrauch geistiger Getränke eine nationale Auf- a a b e". Ausgehend von den: bekannten Müllheimer Eisenbahnunglück, dessen Ursache der Alkoholmißbrauch des Lokomotivführers gewesen war, und das damals 14 Tote, 84 Verwundete und 1 766100 Mk. Entschädigung gekostet hatte, bewies er, wie die Alkoholnot das ganze Volk schädigt, und wie der Mißbrauch des Alkohols die drei Säulen eines starken Volkes die Gesundheit, den Wohlstand und die Sittlichkeit des Volkes untergräbt. Die Ansprachen waren um- Frische, rosige Haut bekommen blaß und müde aussehende Kinder, wenn die ’JJiutter ihnen eine Zeitlang regelmäßig die gute, hohe Nährkrast besitzende Scotts Emulsion eingibt. Hand in Hand mit einer Besserung des Aussehens geht eine allgemeine Kräftezunahme. Auch die Eßlust wird wieder reger, und an Stelle verdrießlicher sieht man pausbäckige, gesunde Kinder herumhüpfen. ',l Aber es muß die echte Scotts Emulsion sein! her Stimme. Möchten nach den aufgeregten Dagen und den vielen Streitigkeiten in unserer Gemeinde wieder friedliche Zeiten kommen. Kreis Sch Een. st Schotten^ 12. Febr. Stadtvorstandssitzung. Anwesend waren Bürgermeister Kromm, Berg. Zinser und me Gemeinderatsmüglieder Hofmann, Meiski, Pröscher, Schlitt, Weitz, Schlörb VIII., Zeunges und Schlörb V. Die Arbeiten für den Rohbau dor Rektorwohnung, außer den Erd- und Maurerarbeiten, die bereits vergeben find, wurden an folgende Bewerber vergeben: die Steinhauerarbeit an Melchior Boll in Friedberg, die Zimmerarbeit an Wilhelm Neumann hier, die Dachdeckerarbeit an Martin Meuer hier, die Spenglerarbeit an D. Konrad hier und die Grobschlosserarbeit an K. Hupfer und K. Wießner hier. Der Widerspruch eines V i e h b e f i tz e r s gegen seine Heranziehung mit zwei Stück Vieh zu den Faselunterhaltungskosten mußte abgewiesen werden, weil festgestellt ist, daß der Reklamant zur Zeit der Viehausnahme und auch das ganze Jahr zwei sprungfähige Rinder bezw. Kühe im Besitz gehabt hat und er auch tatsächlich 1912 zweimal mit einer Kuh bei dem Bullen gewesen ist. Rach den im Voranschlag niebergelegten Bestimmungen wird von jedem Stück sprungfähigen Muttervieh Sprunggeld erhoben und macht es keinen Unterschied, ob auch jedes sprungfähige Tier zu dem Bullen geführt wird oder nicht. — Die am 31. v. M. vorgenommene Nutzholzversteigerung mit einem Durchschnittserlös von 17 Mk. für den Festmeter Fichtenstämme wurde genehmigt. — Die Entwürfe je einer Ortssatznng über die Einführung einer Warenhaus- und Filial- steuer wurden mit den ant 11. v. M. beschlossenen Steuersätzen genehmigt. — Auf Anregung des Kreisamts beschließt der Stadt- Vorstand, vom 1. April 1913 an die Gemeindesteuerzettel sämtlich in verschlossenen Umschlägen zustellen zu lassen. □ Gro ß »Eichen, 12. Febr. Ein hiesiges Kind im Alter zwischen zwei und drei Jahren fiel in einem unbewachten Augenblick von der Bank und brach dreimal den einen Arm. Kreis Friedberg. in all. Größen liefern billigst Tonwerke Abendsiern G. m. b. H. Abendstern I1*7 (früher Aug« Gabriel it*). 11. bis 12. Februar 11. , 12» 1911er Büdesheimer- Bubenstück- :: Naturwein:: per Fl. M. 1.25 Ao Austerlitz, Weinhandlung, 1908 Frankfurter Ttraßc 11. 1 Eilt! Garantiert! 22. Februar Ziehung der günstigen 50Pfg. Geld Lotterie 1617 Geldgewinne 1OOOO Mk. Hauvtgew. 11044 4000 Mk. 1616 Geldgew. 6000 Mk. HL.5 Mk. Porto u. Lifte 25 Pf. empf. Lotterie. Unternehmer J. Stürmer, Straßburg i. E., Langfir. 107. Fn Gießen: Die ftßl. Votierte’ Einnehm, u. all. LofevkaufSsi. Keinen linsten mehr bei Gebrauch von Habn'ö Spitzwegerich - Brust - Bonbons-, vielfach anerkannt, Begutachtet v.HerrnDr. Setbier. Engros-Niederlaac Klinacl- böfer & DilacS, Gießen, Nord-Anlage 7. hv14/i Nrrivertzitäts-Nackricbten. hk. Klansthal, 10. Febr. Der Privatdozent für Physik an der Technischen Hochschule zu Stuttgart ^r. Julms Wallot (aus Oppenheim) ist in gleicher Eigenschaft an der hiesigen Bergakademie zugelassen worden. tEuHicbivvrtbrt. Frankfurt a. M„ 12. Febr. Militärischer Ueberlandslug. Die Fliegeroffiziere der Station in Darmstadt führten in den letzten 3 Tagen größere Ueberlandflüge aus: Leutnant Reinhard, der bekannte Flieger, mit Oberleutnant B l u m e n b a d) als Beobachter und Leutnant v. Mirbach mit Lentnanl von Beera, als Passagier flogen auf ihren Euler-Doppeldeckern von Frankfurt nach Heidelberg. Leutnant Reinhard nahm seinen Weg über Darmstadt in einer Höhe von 1600 Metern, Leutnant von Mirbach über Mannheim, ferner Leutnant Sommer nut Hauptmann o. Dewall, dem Führer der Darmstädter Station, als Passagier von Darnrstadt über Mannheim nach Heidelberg, wo die drei Flugmaschinen in Abständen von wenigen Minuten ankamen und zwar um 4 Uhr 55 Minuten, 4 Uhr 59 Minuten und 5 Uhr 4 Minuten. Tie Offiziere wurden von den s^dtt- fchen Behörden begrüßt und waren abends Gaste der ^tadt. Äm 2 Flugtag ging der Flug nach Karlsruhe Wetter, wo die Flieger das Großherzogliche Schloß umkreisten, um dem Brautpaar ihre Huldigung darzubringen. Der Rückflug erfolgt heute über Heidelberg nach Darmstadtt_______________ 12 2" 62.5 6.8 59 12. 9'1 62 6 0 1 3,9 13. 7 61,3 — 0,7 4,0 IOK Ein ordentlicher zur Teilnahme an dem V 839 Dclevhon 230. Eintritt frei. Der Vorstand. 1022 Arbeit gesucht. Anfang 4l/g Uhr. 01101 Steins Garten BRAUBACH L FISCHER Färberei und chem. Waschanstalt GIESSEN Beste Arbeit :: Rascheste Lieferung Grösster Betrieb dieser Branche in Hessen D’/i 01090 anw Marburg H. Tlmmenn Hannover 106 iß. Zu erir. Wien- Anz. beim n. d. B. 11078 ■Qtrdiitrnüe 13. 840 K. 79/12 B» . vicble mim zu in 600 Nenbeitk Neuheit! alltvrftrahc 21, adcn. > u. 1087 an den Gietz. Ä nzeig. Mietgesuche Stellengesuche Stellengesuche Geldverkehr Versteigerungen Vermietungen Verkäufe^ Verschiedenes Gut. Vobn luirb zu> i. d. Gescküstsst. d. < Zur bevorstehend. Waage u. 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