Bohnenstange" aufführen sollte, und eine zweite Gesellschaft, die T^if OTrnhöte 15 überhaupt besucht. Bohnenstange" aufführen sollte, und eine zweite Gesellschaft, die btem?aClLmCnhbercn Teil^des Problems angeht, die Frage der ein gvotzes Schaustück „Wildauftrrllirn" mimte und die Realistik fn ficht es damit günstiger. Die Negierung hat über- ihrer Szenenbilder durch Pferde, Schlangen und Alligatoren zu nif sroü«?Ai!^rhinaen bis auf den Felsgrund hinab ausführen erhöhen pflegte. Ern später von Wolverhampton abgehender Zug fniftm die ^Ruinen gegenwärtig sicherer sind, als sie fuhr nun auf den in Gttuigshall haltenden Theaterzug auf, zwei vorher waren ehe das Wasser sie bedrohte. Ettoaö bedenklicher > Wagen wurden gebvochen, urrd die Reisenden erlitten eine schlimme ein großes Sckiausttick „Wildaustralien" mimte und die Realistik um die Tempelruinen aufzuführen und künstliche Insel int Ueberschlveiumungs- als teclptisch unausführbar aufgegeben wasserdichte Mauer rings gewissermassen eine große gebiete auszusparen, hat werden müssen. Das Schicksal der Tempelruinen von philae. In den letzten Dezembertagen ist ein neues großes Kulturwerk in Aegypten, ein weiterer Staudammbei Assuan, feierlich eingeweiht worden, und bei dieser Gelegenheit ist der Plan -rörtert wordeit, die Tempelrttiuen von Philae, die nunmehr ben größten Teil des Jahres von den Fluteit des Nils überschloemmt sein werden, nach England oder gar nach den Vereinigten Staaten ist die Frage der Inschriften in den Ruinen. Diese werden vielleicht von dem Wasser allmählich vernichtet. Der Vorschlag, eine Beschlüsse des türkischen Ministerrates. Konstantinopel, 2. Jan. Der Mini st errat, der um 2 Uhr irachmittags zusammentrat und um 7 Uhr abends noch andauerte, nahm die gestrigen Verhandlungen der Friedenskonferenz zur Kenntnis und beschloß, den otto- manischen Bevollmächtigten neue Instruktionen zu Übermitteln. Es heißt, die Pforte bestehe noch immer auf dem Besitz des Vilajets Adrianopel bis 9)anti und stimme einer Grenzberichtigung zu, der nicht der Charakter einer Gebietsabtretung anhafte. Die Pforte bestehe weiter auch auf dem Besitz der Inseln des Archipels und willige ein, die Entscheidung der Großmächte betr. Kreta und der Gebiete westlich des Adrianopeler Vilajets gemäß den allgemeineit Interessen anzunehmen. Die Presse bearbeitet die öffentliche Meinung dahin, daß es ein großer Erfolg wäre, Adrianopel zu retten. Der türkische Minister des Aeußern erklärte dem Mitarbeiter des Wolffschen Bureaus, die Pforte habe ihren Delegierten in London neue Instruktionen gesandt, die ihnen gestatteten, die Delegierten des Balkanbuuoes wissen zu lassen, daß die Pforte keine Insel des Aegäischen Meeres obtreteii könne, daß sie dagegen geneigt sei, einige Rekti- Zu der Frage nach dem Schicksal der berühmten Tempelruinen imrd nun aus Alexandria Folgendes berichtet: die Befürchtung das; die Ueberstutung der Tempelruinen durch den Ntl gleichbedeutend mit ihrer allmählick;en Vernichtung sei, besteht zu Unrecht, wohl aber wird es künfttg kaum möglich sein, sie zu besichtigen. Vor langer Zeit hatte btc „Socrety of Antiquartes" in London sich an Lord Cromer geroenbet und Protest „gegen jeden Plan erhoben, der die vollständtge Vernichtung jener archäologischen Denkmäler bedeutete, außer wenn klar bewiesen würde, daß ein solck-er Plan für das Wohl Aegyptens unbedingt nötig wäre und daß auf andere Weise die gleichen Vorteile nicht erzielt werden könnten". Lord Cromer hatte geantwortet, die gegenwärtigen tmd zukünftigen Interessen der ägyptischen Bevölkerung dürften nicht der Uittertauchung dex Tempel geopfert werden Sckwn 1894 war die Tempelsrage aktuell, uub dama s schlag Sir William Garstiit vor, die Ruinen abzubrechen und nicht weit von ihrem ursprünglichen Orte auf der Insel Blgeh wieder aufzubauen. Vergl-chen mit dem barbarischen Plane der Ueber- sül rung nach England oder gar in dte neue Welt wäre dies das kleinere Uebel und zugleich die bet wertem billigere Losung des Problems gewesen. Unter den Archäologen entstand aber ein Sturm der Entrüstung und der Vorschlag Garsttns blieb somit Vorschlag. Jetzt werden die Archäologen es wahrscheinlich be- daß sie nickt auf Sir William Garsttn gehört haben, denn Sn bie $ inm nun an Ort und Stelle «en geblieben siZ, s» sind sie nickt dem 'Jitlfluffe entsogen, und, was schlimmer ist 'sind sie nicht sichtbar! Zwischen 3ulr und Ottober liegen sie freilich über dem Spiegel des Wassers, allein Zu dieser Zeit ist bin öi&e in Assuan unerträglich, und nur tm Winter wird Die woll-n zerstreuen fi st. Der alte Brauch, der einst von bett Staatsmännern und auch von ben Staatsoberhäuptern viel geübt wurde, die Neujahrsfeier zu politischen Kundgebungen von mehr ober minder großer Bedeutung $u benutzen, ist im Laufe der letzten Jahre immer mehr zurückgegangen, und eine Neujahrsansprache wie bie Napoleons III. am 1. Januar 1839, welche bas Vorspiel zu einem blutigen Kriegsdrama bildete, wäre in den heutigeir Zeiten, wo btc Kabinettspo-litik längst einer Interessenpolitik ber Nationen Platz gemacht hat, iricht mehr denkbar. Da war die Ansprache des Präsidenten Fallier es bei dein Nenjahrsempfang des diplomatischen Korps auf einen ganz andern Ton gestimmt. Versicherte doch ber Präsident der französischen Republik, baß Frankreich auch in Zukunft i ' der Rolle fortfahren werbe, die Zivilisation zu fördern und die guten internationalen Beziehungen aufrecht zu erhalten und zu 'befestigen. Auf einen nicht minder friedlichen Ton als bie Worte Fallieres war die Ansprache des ungarischen Ministerpräsidenten Lukacs bei der Neujahrsgratulation ber Mitglieder ber Regierungspartei gestimmt. Sprach er boch bie bemerkenswerten Worte, bie in biesem Falle doppelt ins Gewicht fallen, weil sie von einem Staatsmann ber in dem Balkankonflikt besonders engagierten Donaumonarchie ausgehen, baß die Wolken sich allmählich zerstreuen und baß „uns unmittelbar betreffende Komplikationen nicht mehr eintreten" dürften. Diese Hoffnung grünbet sich zweifellos nicht nur auf ben bisherigen Verlauf ber Botschafterreunion unb ber Friedenskonferenz, sondern auch auf die direkten Verhandlungen, die beispielsweise in ber Frage ber Abgrenzung Albaniens im Verein mit bCn Botschafterberatungen zwischen ben Mächten gepflogen werben. In der Tat haben ja auch die Beratungen der Londoner Vertreter ber Mächte bereits zwei einigermaßen greifbare Ergebnisse zu verzeichnen, nämlich einmal bie Einigung über die Autonomie Albaniens unter der Suzeränität des Sultans und zweitens bie prinzipielle Verständigung über die Ueberlassung eines offenen, freien und neutralen Hafens an Serbien auf albanischem Gebiet, ber burch eine internationale Eisenbahn unter europäischer Kontrolle mit Serbien verbunden werben und bie Freiheit des Handels für alle serbischen Waren einschließlich Kriegsmunition sowie bie Zollfrerheit für Serbien besitzen soll. ttnterdeßsen hat auch die am Mittwoch abgehaltene Konferenz ber Balkanbe le gierten, deren Fort Setzung auf Freitag nachmittag vertagt worben ist, trotz des hartnäckigen Feilschens unb Handelns ber türkischen Delegierten bie Verhandlungen wieder um einige Schritte vorwärts geführt. Hat boch die Türkei nunmehr formell sich bereit erklärt, alles Gebiet westlich bes Vilajets Abrianopel abzutreten, unb zugleich ist ein Einverstänbnis zwischen ben Delegierten darüber erzielt worden, daß die Bestimmung der Grenzen Albaniens und seiner politischen Verfassung den Großmächten überlassen wird. Ungelöst sind nach wie vor noch die Fragen, ob Adrianopel den Türken verbleibt oder den Bulgaren ^.fallen sott, inwie- etoeit bie Aegäischen Inseln bei ber Türkei bleiben, und enblich, ob bas Besitzrecht Griechenlands an Kreta offiziell anerkannt werden sott. Man sieht, daß hier noch ein ganzes Bündel schwieriger Fragen zu erledigen ist, aber wenn man über den Kopf gekommen ist, wird man zum Schluß auch über den Schwanz kommen, und wenn auch die Verhandlungen noch des öfteren stocken sollten und von der einen ober anderen Seite mit dem Abbruch gedroht werden würde, so braud)t man das nicht allzu tragisch zu nehmen. Muß man doch fifationen der Grenze des Vilajets Adrianopel vorzunehmen, das aber vollkommen der Türkei verbleiben müsse. Von einem gesicherten Frieden zu sprechen aber gehe zu weit, da die Türkei betreffs Abrianopels unerbittlich sei und unbedingt den K rieg Wiede r beginnen werde, falls diese Stadt nicht der Türkei belassen werde. Die Botschafterkonferevz. London, 2. Jan. Die B o t s ch a f t er k o n f er en z dauerte heute längere Zeit an, jedoch wurde keine Erklärung über die behandelten Fragen ausgegeben. Ein Erfolg der Türken vor Skutari? Konstantinopel, 2. Jan. Die Blätter ntNiien einen neuen Erfolg ber Türken vor Skutari. Die Montenegriner würben banach mit großen Verlusten zu rück geworfen- 300 Montenegriner würben zu Gefangenen gemacht. Auf türkischer Seite sinb brei Soldaten getötet und 45 verwundet worden. 2111» Hessen. Die Lehrer und die Besoldungsordnung. bs. Darmstadt, 2. Januar. Heute nachmittag 2 Uhr sand im großen Saale der Turngemeinde am Woogsplatz eine Versammlung der Lehrer des Großherzogtums statt, zu der der Hessische Landeslehrerverein und der Katholische Lehrerverein eingeladen hatten, um zu der neuen Besolbungsordnung Stellung zu nehmen. Der Saal fast mehr als 1500 Sitzplätze, aber auch in den Gängen standen noch einige Hundert, so daß man von einer wahrhaft überfüllten Versammlung sprechen tarnt. Den Vorsitz führte der Vorsitzende des Hessischen Landeslehrervereins, Herr Hufs, der die Erschienenen begrüßte und ersuchte, die Verhandlungen in Ruhe zu führen. Der Hauptredner, der Landtagsabgeordnete Bach-Mainz gab eine eingehende Kritik der neuen Vorlage. Durch die Vorlage seien die Lehrer, statt den mittleren Beamten in der Gehaltsstufe glcichzukommen, diesen noch ferner gebracht worden. Während die mittleren Beamten, die mit 32 Jahren angestellt werden, ein Gehalt von 2100 Mk. und 480 Wohnungsgeld erhalten, stellen sich die Lehrer mit 32 Jahren, also nach einer 9jährigen Dienstzeit auf 1800 Mk. und 400 Mk. Wohnungsgett^uschuß. Die Vorlage zeige auch, daß man bie Arbeit der Lehrer viel geringer bewerte, als bie der Eichmeister, Baggernreister usw. Dagegen müßte die Lehrerschaft protestteren. Der RÄmer führte barm aus, daß bei keiner Beamtengruppe die erstmalige Zulage -ga-äiger als 153Mk. fei, .Uhr bd ben Leyrerst fei sie'auf lOllMk. festgesetzt. Die Lehrer rangierten zwilchen den Kanzleidienern und Hausbeschließern. Nur bei den Reallehrern bestehe ein Unterschied, dort betrage die erste Zulage 300 Mk., aber immerhin noch 100 Mk. weniger als bei den mittleren Beamten. Auch die akademischen Lehrer hatten einen Grund zur Klage. Gegen eine derartig ungerechte Behandlung müsse die gesamte Lehrerschaft in geschlossener Phalanx vorgehen. Wie die Lehrer den Erhöhungen der mittleren Beamten nicht mißgünstig gegenüberständen, so erwarteten sie auch von diesen, daß sie die Forde- viingcn der Lehrerschaft anerkennen. Hauptlehrer Bach betonte aber auch, daß auch innerhalb der Lehrerschaft mancher Zeitungsartikel besser ungeschrieben geblieben wäre. Wie in Oldenburg die Beamten unb Lehrer gemeinsam vorgegangen seien, so müßte man auch in Hessen l-andeln können. Der Redner ging dann auf die preußischen Verhältnisse ein. Die Regierung habe zwar erklärt, daß sie nicht imstande sei, ihren Beamten die gleichen Bezüge zu sichern, wie Preußen, und daß sich deshalb die Lehrer damit zufrieden geben könnten, wenn sie trotzdem den preußischen Lehrern nahezu gleichgestellt seien. Bach legte nun dar, daß es die Art der Staffelung sei, die die B^üge der heffischen Lehrer bedeutend verkleinere. In Preußen werden die Lehrer mit vierundzwanzig Jahren definitiv angestellt und haben cs nicht nötig, lange zu laufen und zu betteln. Der Redner warf die Frage was 'nun zu tun sei und beawwortete sie dahin, daß man unter allen Umständen an der als richtig anerkannten Forderung fest- Erschütterung, iveiui sie auch durchweg ohne lebensgefiährlicke Verletzungen davonkamen. Als der erste Schreck überwuirden war, harrte der Passagiere aber ein zweiter: bei dem Zusammenstoß waren die Wagen, in denen die Schlangen und der Alligator untergebracht waren, geborsten und die gefährlichen Repttlicn hatten die Gelegenheit benutzt, um die lang entbehrten Freuden der Freiheit auszuwsten. Die größte Aufregung verursachte begreiflicherweise die große Riesenschlange, die unter den Anwesenden eine Panik hervorrief und vielleicht noch schlimmeres Unheil angestiftet hätte, wenn nickst die australische Schlangenbändigerin Miß Cleo die Situation gerettet hätte. Es war kein leichtes Stück Arbeit, das mächtige Reptil wieder zu bändigen und zu seinem Kasten zurückzubriirgen. Inzwischen aber war der Alligator spurlos verschwunden, und er wurde erst 'später entdeckt. Der tückische Geselle hatte im Bahnhof unter einem Gepäckwagen ein Asyl gesunden, von dein aus er drei Gepräckträgern einen heillosen Schrecken einjagte. Die Dunkelheft, in ber sich alle diese Szenen abspielten, trug nicht loenig zur Aufregung der Reisenden bei und erschwerte auch bei- Tierbändigerin ihre Arbeit, well sowohl die Reptilien wie auch der Alligator immer wieder- vor dem Lichte flohen. Mer schließlich gelang es doch, die ganze Menagerie wieder zu- sainmenzubringen, und erst dann konnte mit den Aufräumungsarbeiten begonnen werden. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Max G r u b e hat nach einer Mitteilung des „Hamburger Fremdenblattes" die meiste Aussicht, Nachfolger Hagemanns in der Leitung des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg zu werden. — In Straßburg ist am 2. Januar Geheimrat Prof. Dr. Euting gestorben, der Mitbegründer unb spätere Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek. Euting war ein hervorragender Forscher auf dem Gebiete der syro-ealdäischen Sprache und als Schriftsteller, Maler unb langjähriges Vor- ftanb5mitglieb des Vogesenklubs weithin bekannt. — Das'Befinden Paul Heyses gibt neuerdings zu Bedenken Anlaß. Die von Herzschwäche herrühreirde Atemnot macht dem 83 i übrigen Dichter große Beschwerden. — Die Deutsche Bücherei ist nun ins Leben getreten und vorläufig in dem deutschen Buchgewerbehaus in Leipzig untergebracht worden. Die gesamte deutsche Literatur, die vom 1. Januar an erscheint, ist bort ohne Lücke aufzufinden. Die in Deutschlanb jährlich erscheinenden 6300 Zeitschriften werden der Deutschen Bücherei zur Verfügung gestellt. in Betracht ziehen, baß ber beiderseitige Friedenswille bes Balkanvierbundes und ber Türkei nicht allein baS Verdienst ber Mächte ist, sondern auf ber allgemeinen Erschöpfung aller fünf Ballanstaaten beruht, von denen im Ernst keiner, wenigstens soweit bie verantwortlichen Politiker in Frage kommen, an die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten denkt. Wird aber, wenn auch mit Ach uub Krach, eine Einigung zwischen den Kriegführenden erzielt, und sichren, wie zu hoffen ist, bie jetzt eingeleiteten Verhandlungen zwischen dem Vertreter Bulgariens, dem Präsidenten Da new, und dem rumänischen Gesandten in London, M i schu, über die Kompensationen für Rumänien zum Ziel, daun wird auch die enbgülttge Erledigung der österreichisch-serbischen Differenzen keine unüberwindlichen Schwierigkeiten bereiten. Kann doch jdie derzeitige Auslandsreise des russischen Kriegsministers Suchomlinow als ein erfreuliches Anzeichen dafür begrüßt werden, daß man in stiußland nicht mehr mit einer unmittelbaren Kriegsgefahr rechnet, und daß die von den Offiziösen verkündete Entspannung zwischen der Donaumonarchie und dem Zarenreiche wirklich den Tatsachen entspricht. So läßt sich die Weltpolitik im Jahre 1913 trotz dieser angeblichen Unglücksziffer etwas besser an, als sie im Jahre 1912 aus klang! Die Friedenskonferenz. Zu den gestern mitgeteilten Gegenvorschlägen der Türken hat in derselben Sitzung am Mittwoch V e n i s e 1 o s namens der Delegierten ber Verbündeten folgende Antwort verlesen: Erstens : Die Verbündeten nebmen Kenntnis von der Abtretung der Gebiete westtich des Bil aj e t s Adrianopel unter der bestimmten Bedingung, daß diese 2lb- tretung sich nicht nur auf die okkupierten, sondern auch auf die Gebiete sich bezieht, bie noch nicht vollständig, okkupiert sind. Was Albanien betrifft, so beharren die Verbündeten auf ihren früheren Vorschlägen: zweitens: Die türkischen Vorschläge über das Vilajet Adrianopel sind unannehmbar, da sie zu separaten Mkommen führen müßten und da sie außerdem nicht das verlangte Gebiet gewähren; drittens: die ottomcrnischen Vorsckstäge über die ägäischen Inseln und Kreta sind eben falls unannehmbar. Die Verbündeten halten ihre frühere Forderung auf Abtretung der Inseln unb auf Verzicht aller türkischen R echt.e a.u f a. an jr c.d?t ,4 * — Z u Ehren des Grafen Hülsen-Häseler, der am 1. Januar sein lOjühriges Jubiläum als Generalintendant ber preußischen Hofbühnen feierte, sanb am Neujahrstag im Berliner Opernhause eine jZ-eier statt, an der sich das gesamte Personal ber Oper und des k. Schauspielhauses beteiligte. Dem Generalintendanten wurde eine Festschrift überreicht, die die Ge schichte der Verwaltting des k. Schauspiels unter seiner Leitung darstellt. — Ter gute R u f und die Schaubühne. In der letzten Nummer ber von Siegfried Jacobsohn in Berlin herausgegebenen Zeitschrift „Tie Schaubühne" beichästigtc sich ein Artikel von Theodor L e s s i ii g absprechend mit Hermann S u b ermann s neuem Schauspiel „Der gute Ruf", das in der nächsten Woche die Berliner Uraufführung erlebt. Aus Antrag des Verbandes Deutscher Bülpieuschriststeller erschien am Dienstag ein Gerichtsvollzieher bei deni Herausgeber der Zeitschrift mit einer Verfügung des Landgerichts, die unter Androhung von 600 Mk. Geldstrafe für jeden Fall der Zuwiderifandlung die weitere Verbreitung der betreffenden Nummer untersagte. Die nodj vorhandenen Exemplare wurden mit Besckstag belegt. — D i e Menagerie beim E i s e n b a h n z u s a m in e n - stoß. Tas Enttveichen und Wiedereinfangen einer mächtigen Riesenschlange, eines großen Alligators und einer ganzen Anzahl kleinerer Schlangen war das aufregende unb gefährliche Nachspiel eines Eiscnbahnznsammenstoßes, ber sich am Sonntag in ber Nähe von Wolverhampton auf der englischen Nordwestbahn ereignete und der glücklicherweise ohne einen Verlust von Menscknn- leben endete. Em Sonderzug, in dem zwei reiscmde Theatergesellschaften inttergebradjt worden waren, hielt in der kleinen Station Ettingsl>all. In dem Zuge befanden sich die Pantomimentruppe des „Graitd Theätre", die ,^Jacgues unb die Nr. 2 Erstes Blatt ,63. Jahrgang Zreitag, 3. Januar 1913 jsssessEInlflzlZlzTlIzP zlIT< 171flllTr fe»V1 MCnlCIMCI *JLIlitLMLMCHwä» ÄÄ XZ WVIlVIlVt IW |ViHvw ÄÄ General-Anzeiger für Oberhessen LtzsSL Annahn.e von Anzeigen Hotationsbruct und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vlich- und Steinöruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. Land-'E.Heß: Mr den bis vörnftttags'b'tt!)^ Büdingen: Fernsprecher yr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße |6a. Anzeigenteil: H. Beck. »Arbeiten [L gltfisftr, Minessmg. chW'chuhen, von Kronen / v n Quntt- .arbeiten W“ • zjevamuren- $ „ uQinptniabiit in’ zernioreter^ oten und Gerten. ■ Wertpapieren in Pepats. l«rwaltung rf_ vt-rsduei , ,J , ktiiPdaner etcL 30 , 8MM B&ae S Dlet &. i Labn. ihung von börsen- •positenverkehr- reditbriefen auf alle In- und Auslande& ^ndeuscheinen und nur Waffen in bie Hände. Auch Dankesdriefc der „alten im 'Dienste er (Trauten Beamten müssen unterbleiben. ormalismus in ^eisenheün (Die Kulturbedingungen des Weinstocks unter den Verhältnissen der Neuzeit, mit Lichtbildern). Außerdem findet an diesem Tage nachmittags noch eine Vorführung von Lichtbildern über vom Bauberatungsdicnst ausgeführtc landwirtschaftliche Bauten statt. Am 10. Januar sprechen Dr. Muller- Darmstadt (Was kann der Landwirt ans den neueren Bererbungs- und stammbaum- forsch ungen für seine praktische Tierzucht lernen?, mit Lichtbildern), sowie Geheimer Landes-Ockonomierat Müller-Darm- tadt (Die Anwendung der Glashäuser zur Erzeugung von Tafel- trauben, Obst und Gemüse in England, Belgien und Holland und Lehren hieraus für uns). Nachmittags finden jeweils Bc- prechungen statt. Deiitkbes Rcictz. Die Besitz st euer. Die Fincrnzminister Bayerns, Sachsens, Württembergs, Badens und Hessens, die zu den am Samstag stattfindenden Beratungen über die Gestaltung eines Besitz- steuergefetzes nach Berlin kamen, hielten bereits am Donnerstag abend eine Vorbesprechung ab. Landwirtschaft. ** Vortrags kursus für praktische Landwirte. Der von der Landwirtschaftskammer für Hessen eingerichtete Vor- tragskursus für praktische Landwirte findet vom 7. bis 10. Januar in Mainz int Kötherhof statt. Der Landwirtschaftskammer ist es gelungen, bedeutende Redner zu gewinnen, so daß der Kursus äußerst anregend und lehrreich zu werden verspricht. Die Eröffnung findet Dienstag, den 7. Januar statt. Es sprechen Regierungsrat Dr. Appel- Berlin über Karbosfelkrankheiter^ besonders die Blattrollkrankheit (mit Lichtbildern) und Regierungsrat Dr. Attinger-München Kanu die deutsche Landwirtschaft den Fleischbedarf unseres Volkes decken und welche Maßnahmen Universitäts-Nachrichten. — Marburg. Wie schon ftüfec gcmdbt't, wurde zum ¥la& folger des in den Ruhestand getretenen berühmten Philosophen Geheimrat Professor Dr. Hermann Cohen, des Hauptes und Gründers der Marburger Philosophenschule, der Privatdozent der philosophischen Fakultät an der Universität Halle Dr. I a e n s ch berufen. Diese Berufung hat hier lebhaften Widerspruch hervor- gerufen, weil so der bisherige Lehrstuhl für systematische und historische Philosophie durch einen solchen für Experimentalpsycfe- logic ersetzt wurde. In einem Aufruf Marburger Studenten wird gefordert, daß für den an die Erperimentalpsychologie abgetretenen Lehrstuhl ein neuer für systematische Philosophie geschaffen werde; beim es handle sich hier nicht um eine Angelegenl)eit nur der Universität Marburg, nicht um eine Angelegen feil nur der Philosophie, sondern um ein Lebensinteresse der Universität schlechthin. Eine große Anzahl von Universitätsprofessoren aller deutschen Universitäten, darunter die bedeutendsten Philosophen, haben ihre volle sachlicfe Zustimmung oder ausdrückliche Befürwortung des Aufrufs ausgesprochen. Die Studentenschaft Marburgs und der anderen deutschen Universitäten wird zur Unterzeichnung der Knnd- tzalren müsse, das sei: Meichstdlung mit den mittleren Beamten. 236000 Mk. seien aufoetpenbet wovden, um einigen Beamten höhere Bezüge zu gewähren, weil sich gewisse Härten gezeigt hätten. Es müsse daher die Möglichkeit geschaffen werden, für wehr als 2000 Volksschullehrer die Summe von l’/i Mill. Mk. aufz-ubriugen. Das Ziel sei nur zu erreichen, wenn die Lehrer auS Sad-U und Land, Alte und Junge, einig vorgingen. (Zuruf: Auch die Zweite Kammer.) Selbstsucht sei aber nötig. Entgleisungen in Artikeln und ReHen geben den Feinden der Lehrer Ausland. Ein Säbelduell des' Grafen Tisza. Wie aus O f e n p e st gemeldet wird, sand zwischen dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses Grafen Tisza und dem oppositionellen Abgeordneten Grafen K a r o l y i ein Säbel du ell unter schweren Bedingungen Es wurden 3 2 Gänge gefochten. Das Duell dauerte eine Stunde. Karolyi erhielt mehrere Ritzwunden, Tisza einen flachen Hieb auf die Hand. Die Gegner schieden unversöhnt. Das englische Unterhaus beriet am Mittwoch über das Homerule-Gesetz. Ein unionistischer Zusatzanrrag, wonach das Gesetz für U l st e r keine Geltung haben soll, mürbe nach lebhafter Aussprache mit 294 gegen 197 Stimmen abgelehnt. Im Verlaufe der Aussprache erklärte Bonar Law, wenn die Vorlage dem Lande unterbreitet und von ihm gebilligt würde, mürbe er den Widerstand Ulsters in keiner Weise ermutigen. Wem: aber der Versuch gemacht würde, dieses Gesetz den Leuten von Ulster aufzuzwingen, solange sie der Ansicht feien, daß das Gesetz sich gegen die Wünsche Groß-Gritanniens richte, dann würde er sie in ihrem Widerstand unterstützen. Ein Parlaments streik in Spanien. Eine eigenartige Krisis ist in Spanien ausgebrochen. Die lleberleitung des provisorischen liberalen Ministeriums Roma- none?, der nach Eanaleias' Ermordung eingesetzt worden war, in ein endgültiges Kabinett und seine Bestätigung durch den König hat im konservativen Lager zu Aufsehen erregenden Maßnahmen geführt. Der Führer der Konservativen, Maura, und 92 Senatoren und Abgeordnete haben den Verzicht auf ihre Mandate bei der Kammer und beim Senat eingereicht. Natürlich kommt nun das Kabinett in eine äußerst schwierige Lage. Es wird mdessen heute gemeldet, der König, der am Donnerstag den Vorntz im Ministerrat führte, habe nach anerkennenden Worten Tür Maura dem Kabinett die Versicherung seines Ver- trauens wiederholt. Gras Romanones erklärte, daß der Rück- trstt Mauras die Interessen der Monarchie schwer beeinträchtige. Eine chinesische Niederlage in Tibet. Das Reutersche Bureau meldet aus T sch eng tu: Dreihundert Soldaten nmrbcn bei Hsiaugtscheng durch Tibetaner bet einem nächtlichen Angriff getötet. Tie Chinesen sollen sock)4 Maschinengewehre verloren haben. Amtlich wird als Grund der Niederlage angegeben, daß die Soldaten werl sie das Vertrauen in die genaue Landeskenntnis der Be- Tehlöhaber verloren hatten, den tzsthorsam verweigert hätten und bie Tibetaner die Gelegenheit benutzten, sie anzugreifeu. Nach dem Abg. Vach sprach der Vorsitzende des Katholischen Lehrervereins Schorn, der besonderes Gewicht auf die Emigikeft der Lehrer unter sich legte. Alle trennenden Momente müssen verschwinden, da es sich um eine große Sache handele, die alle angefe. Der Landtagsabgeordnete Dr. Osann sprach davon, daß die imposante Versammlung den Beweis erbracht habe, daß die Forderungen der Lehrerschaft ideeller Natur feint, und daß sie bereckchigt sei auf Grund ihrer Wichtigkeit, derartige Forderungen zu stellen. Er versicherte der Versammlung, daß der Finanzausschuß der Kammer alles tun werde, um den Wünschen der Lehrer möglichst M entsprechen. Versprechen ließe sich zur Stunde nichts. Der Landtagsabgeordnete Hebel erkennt gleichfalls die Wünsche als berechtigt an, es fragt sich nur, ob sie erfüllt werden könnten. Der 2ö>g. ll r stadt - Gießen versicherte den Lehrern die Bereitwilligkeft seiner Fraktion, den Wünschen der Lehrerschaft zu entsprechen. Prinzipielle Bedenken dürfe es nicht geben, nur solche finanzieller Art. Der sozialdemokratische Abg. Busvld gab die Zusick>erung, daß auch seine Fraktion ftir die Lehrer mit allem Nachdruck eintreten werde. Es wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen: „Die Regierungsvorlage vom 7. Detzemher 1912, betr. die Dienstbezüge der Volks schul! ehrer, trägt der von der Zweiten Hessischen Ständekammer als gerecht und billig anerkannten Forderung der gesamten hessischen Lehrerschaft nach Angleichung ihrer Bezüge an die der mittleren Brnrnten des Verwaltungs-, Justiz- und Finanzdienstes, wie sie in Klasse 48 der neuen Besoldirngsordnung aufgeführt sind, in keiner Weise fKechamng. Diese völlige Nichtbeachtung ihrer berechtigten Wünsche muß die Volksschullehrer Hessens aufs schmerzlichste berühren und ihr tiefstes Bedauern Hervorrufen. Diese Empfindungen sind nm so mehr gerechtfertigt, als die Regierungsvorlage bei der Besoldung der Staatsbeamten bestehende Härten und Unstimmigkeiten zu beseitigen sucht, während sie bei den Bolksschullchrern die seitherige Spannung yuifduen ihren Bezügen und denen der vbeh^ erwähnten mittleren Beamten, mit denen sich die Lehrer narf) Vorbildung, sowie nach der Bedeutung, der Verantwortlichkeit und den .Anforderungen des Berufs mit gutem Recht vergleichen dürfen, ganz bedeutend vergrößert und sie dadurch in ihrer sozialen Stellung noch weiter herabdrückt. Eine solch ungleiche Behandlung muß bei der hessischen Lehrerschaft die vorhandene, tiefgehende Erregung und Verbitterung s"wie das Gelüst! der Zurücksetzung gegenüber den übrigen Beamten noch steigern Die am 2. Januar 1913 zu Darmstadt von mehr als 1500 hessischen Lehrern und Lehrerinnen besuchte Versammlung hält die prinzipielle Lehrerroiderung nach Gleichstellung voll und ganz aufrecht und gibt sich der zuversichtlichen iHofsnung bin, daß die beiden Kammern der Stände nur einem solchen Besoldungsgesetz ihre Zustimmung geben werden, das auch die berechtigten Forderungen der Volksschullührer in vollem Umfang berücksichtigt." ** Gießener Karneval. Man schreibt uns: Mit einer Damensitzuny leitete die Gießener Karnevcrlsgesell- chast 1911 die diesjährige Saison am Neujahrstag in Ste 'ns Garten ein; vormittags 11.11 Uhr fand ein humoristischer Umzug statt, der die Leere Kasse der Gesellschaft darstellte. In der 1. Sitzung war ein dankbares Publicum und karnevalistische Stimmung vorhanden. Das Programm bot für jeden Geschmack etwas, Witz und Humor sprühten, so daß bie Karnevalsgesellschaft mit der vorgestrigen Sitzung sich bei den Gießenern wieder gut cinführte'. Nach Einzug des Elferrats begrüßte Präsident H o m b e r g e r mit einem humoristischen Prolog die Erschienenen, woraus Redakteur Neurath durch Verlesung eines satirisch abgefaßten Protokolls seines Amtes waltete. Dem vorjährigen Prinzen Karneval, Fabrikant Joseph Krenter, wurde durch Ueber- reichung eines künstlerisch ausgeführten Diploms die Beurkundung als Ehrenlappenbruder ausgehändigt. Herr Homberger wurde auf Lebenszeit zum Vorsitzenden gewählt. Für Erheiterung der Gemüter sorgten die Herren Berlin- Großen-Buseck, Fröhlich-Köln, Rüdiger, Schwed- l e r und Vogel durch gut verfaßte Couplets und Vorträge, die die Verhältnisse in Gießen beleuchteten. Zur Hebung der karnevalistischen Stimmung trugen auch die von den Herren Hasenkrug, Homberger, Neurath, Stud. Neurath, Schwedler und Weidig verfaßten Lieder bei. Den Glanzpunkt des Abenbs bildeten die Darbietungen der hiesigen Theatermitglieder Frl. Lore Scholz (Gesang), Frl. Elly Thale (Deklamation) und Herr Grosser (Couplets). *’ Sein 25jährige8 G cschäftsj u biläum beging am 2. Januar Fuhrunternehmer Herzberger, Läber- ftraße 3. Bei der Gründung des Geschäfts sing der Jubilar mit kleinen Mitteln an, er hat es aber durch freundliches Entgegenkonuuen verstanden, sein Unternehmen auf die Höhe zu bringen. . ** ?Lci-ne Mitteilungen. Die tu dem gestrigen Be- rtclst des Gieuener Wach° und Schließinstituts mitgeteilten Zahlen beheben Heb auf das letzte Jahr, nicht auf die ganze Zeit des Bestehens des Unternehmens. Landkreis Gießen. — Harbach, 2. Jan. Unser Polizeidiener Peter vartmann und Ehefrau, Anna Marie, begehen am 4 Ion ihre goldene Hochzeit. Herr Hartmann, der 33 John- lang seinAmt bekleidet, mar stets gefällig gegen die Geincinde- glieder und hat sich dadurch allgemeine Ächtung erworben Das Jubelpaar ist noch sehr rüstig und hofft auch die diamantene Hochzeit feiern zu können. Kreis Lauterbach. Schlitz, 1. Jan. Am Silvesterabend wurde, wie n 0U feit längeren Jahren, in der Stabtkirche ein Gott es - sind weiterhin zu treffen, um diese Ausgaben zu erfüllen? Die Referenten für den 8. Januar sind: Handelskammersyndikus Dr. K i 11 c l - Würzburg Die heutige Lage des Weinbaues und die Weinverwertung) und Professor Dr. Remp-Bonn Dagcssragen aus dem Gebiet des Acker- und Pflanzenbaues). Am 9. Januar reden Professor Dr. K r a e m e r - Hohenheim (Fi der Tierzucht' und Prof. Dr. Kroemer-G Aus StaM und fand» Gießen, 3. Januar 1913. ♦* Tageskalender für Freitag, 3. Jan. Stadttheater: ,So'n Windhunb“. Anfang 8 Uhr. ** Landes Universität. Der außerordentliche Professor der Physik Dr. W. Schmidt hat einen Ruf an die Bergakademie in Freiberg in Sachsen erhalten und angenommen. -Ordensangelegenheiten. Der Groß Herzog hat dem RcgierungSbaumcister Karl Pietz zu Mörs die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Kconen-OrdenS 4. Klosse erteilt, und dem Kirchendiener Adam Schmidt JT. zu Ranstadt das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Fu> trcnc Dienste* verliehen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder 1 freiwilliger Feuerwehren wurde dem Theodor Kull- : mann zu Vilbel verliehen. ** Lehrerpersonalien. U eher trag en wurde dem Lehrer ■ Moys Tanz zu Obertshausen eine Lehrefftelle an der kath. Schule zu Groß-Umstadt; dem Schulamtsaspiranten Jak. Wal- ■ ter aus Klein-Welzheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eppertshausen. ** Oberrechnungskammer. Der Großherzog hat den Revisionsgehilfen Karl Daub aus Traisa zum Ob-errechunngs- probator bei der II. Justisikaturabteilung der OberrechnungS- fammer mit dem Amtstitel „Oberrechnungsrevisor" ernannt. ** Tie e r ft e diesjährige Schlußprüfung der Kandidaten der evang. Theologie hat am Donnerstag vormittag im Synodalgebäude zu Darmstadt ihren Anfang genommen. Es beteiligten sich daran 10 Examinanden, von denen 1 auS Starkenburg, 6 aus Oberhessen und 3 aus Rheinhessen sind. •* Zulassungen zur Rechtsanwattschaft. Am 14. Dezember wurde der Notar und Rechtsanwalt Wilh Schott zu Meddersheim zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Meddersheim zugelassen, nachdein ec die Zulassung als Rechtsanwalt bei dem Amtsgericht Orthofen auf- ".egcben hatte; am 16. Dezember wurde dec Reserendor Dr. Friedr. Knöpfet zu Darmstadt zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Groß-Gerou zuqeloffen; ani 17. Dez. wurde der Rechtsanwalt Dr. Friedr. Diehl zu Groß-Gerau zur Rechtsanwaltschaft bei dem OberlandeSgericht zugelafsen, nachdem er die Zulassung bei dem Amtsgericht Groß-Gerou ausgegeben hotte; an benifdben Tage wurde der Gerichts- offissor Karl Rkeisel zu Darmstadt zur Rechtsanwoltschoft bei dein Landgericht der Provinz Starkenburg zugelossen. ** Die erste Sitzung der Stadtverordnete n im neuen Jahre wird voraussichtlich am 8. Januar abgehalten. Die Stadtverwaltung hat einen Antrag, die für ihre versicherungspflichtigen Beamten und Bediensteten bei der Privatbeamtenversicherung entfallenden Beiträge ganz zu übernehmen, abgelehnt. — Dem Fröbel-Kin vergärten wurden durch die Stadtverordneten zu den Kosten der ersten Einrichtung 1000 Mk. als Geschenk bewilligt. .— Der Verkehrsverein erhielt einen einmaligen Zuschuß von 500 Mk. ** Das Beköstigungsgeld für bie Garnisonen des 18. Armeekorps für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1913 ist wie folgt festgesetzt: Als höchster Satz mit 44 Pfennigen für Mann und Tag kommen die Garnisonen Gießen, Hanau und Weilburg in Betracht. Für die tägliche Fleischportiou des Mannes sind für diese drei Standorte rund je 28 Pfg. angesetzt. Für die Gar- ilisonorte Babenhausen, Darmstadt und' Frankfurt a. M. sind an Beköstigungsgelb für Mann und Tag 43 Pfennige, sür bie Fleischportiou 27 Pfennige (runb) berechnet. Für bie Stanborte Butzbach, Mainz sind für ben Tag aus- geworseu an Bekvstigungsgelb je 42 Pfennige unb für die Fleischportion runb je 26 Pfennige. Das geringste Beköstigungsgelb mit 41 Pfennigen für ben Mann unb Tag unb runb 25 Pfennig für bie Fleifchportion wirb in ben Garnisonen Biebrich, Wiesbaben unb Worms gewährt. Hiernach sinb Gießen, Hanau unb Weilburg bie tester- ten Garnisonen bes 18. Armee-Korps, wenn nicht ür bie Stanborte Homsturg v. b. H. unb Offenbach, für welche bie Feststellung bes Beköstigungsgelbes Vorbehalten worben ist, eine höhere Vergütung gewährt werben sollte. Otto‘mar Entlng-Adeyd. Im ollg'opielnen geht ben Dichtern der Ruf. voraus, daß sie selbst die schlechtesten Vorleser ihrer eigenen Werke seien. DoS gerade Gegenteil ist bei Ottomar Enking dec Fall. Ehe er die Laüfbahn des Schriftstellers betrat, gehörte er dem Verband des Köniql. Hoflheaters in Stuttgart an. Daher mag e5 nicht am wenigsten kommen, das; er ein ganz ausgezeichneter Interpret seiner Dichtungen ist und die Zuhörerschaft überall in außerordentlichein Maße zu fesseln wußte. Den jetzt viel genannten Dichter in Gießen zu sehen ist gewiß ein künstlerisches Ereignis und man darf dein Verlauf des morgigen Abends mit berechtigten Erwartungen entgegenfchen. bienst abgehalten, ber sehr stark besucht war. Nach beffen Beenbiguna spielte bie Kapelle Reinhardt vom Kirchturm aus ben Choral: „Das alte Jahr vergangen ist." Tas neue Jahr selber würbe mit längerem feierlichem Glockengeläute, bas bonJauten Prosit-Neujahrsrufen unb öfterem Schießen von ben Straßen her begleitet würbe, „eingeholt". — An bie Stelle bes von hier nach Hopfmanns- felb versetzten Lehrers Reibt kam Schulverwalter Schnell aus Mittel-Seemen, ber bis bahin eine Hauslehrerstelle in Ortenberg betreibet hat. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a. M., 2. Januar. Vermißt wirb seit Sonntag morgen bie Ehefrau bes in guten Verhältnissen lebenben Vorarbeiters Peter Rühl aus dem Stabtteil Bürgel. Die Frau litt seit längerer Zeit an Schwermut, man vermutet beshalb, baß sie sich in einem Anfall von Geistesgestörtheit ein Leib angetan hat. — Ebenfalls verschwunben ist seit ber gleichen Zeit ber 30 Jahre alte Portefeuiller Abam Dörr, ber im Stadtteil Bürgel wohnt. Er begab sich am Sonntag nachmittag nach dem Sportplatz unb wirb von ba an vermißt. Allem Anschein nach ist ihm ein Unglücksfall zugestoßen. rm. Bensheim, 2 Ion Heute nachmittag fand in nichtöffentlicher Sitzung die Bürgermei st erwähl statt. Der Krersamtmann beim KrciSamt Bensheim, RegierungSrat Dr. Löslein aus Heppenheim, wurde einstimmig gewählt. Kreis Wetzlar. -^Lützellinden, 2. Jan. Großes Befremden hat in der hiesigen Eimvvhnersckxlft die Tatsache ferm)rgerufen, daß in diesem Jahre das Neujahrsläuten ausfiel. Wenn man bedenkt, daß es sich um einen seit Jahrhunderten geübten Brauch handelt, so wird man es verstehen, daß man in der Bevölkerung erbittert über den Wegfall der alten schönen Einrichtung ist, die noch dazu ohire Ankündigung und ohne Angabe von Gründen ausgehoben worden ist. Hessen-Nassau. ( ) Marburg, 2. Jan. Das 9jährige Töchterchen Les Zimmermanns Hettche im nahen Beltershausen machte sich vorgestern, als es in der Nähe des Frauenbergs in den Lahnbergen mit noch anderen .Kindern Holz suchte, an einer dort befindlichen WasserleitungStur- bine zu schaffen. Es wurde dabei vom Getriebe erfaßt und grauenhaft verstümmelt. Man brachte das Kind nach Anlegung eines Notverbandes in bie hiesige Klinik, wo es gestern abenb st arb. X. Hanau, 2. Jan. Der nach Berübima größerer Wechselfälschungen in Höhe von runb 100 000 Mk. geflüchtete unb in New York sestgenommene Architekt Jakob Hack ist von ben amerikanischen Behörben ausgeliefert worben unb bereits in Bremerhaven angekommen. Er ist ber Sohn bes Inhabers bei Banfirma Hack, bie vor einigen Monaten mit zwei Millionen Mark Passiven zusammen- gebrochen ist. Die Aktiven bie)er Firma bestehen ausschließlich aus Hausgrnnbstücken. h. Frankfurt a. M., 2. Fan. Unter Führung bes Architekten- unb Jng-enieurvereins hat sich ein größerer Aus) ch u ß mit der Prüfung ber Pläne für bie Universitätsbauten befaßt. Ein Gesamtplan sieht bie Erweiterung des Museums um bas Doppelte unb ben Ausbau bes Jügelhauses in großem Maß stabe vor. Gegen bie Vorlarge machen sich wegen ber starken Geländeans- nutzung unb bie beträchtliche mehr als 20 Meter betragenbe Höhe, ber Gebaube Seb en Fen gettenb. Allcrbings ist ja bas in Frage kommende Grunbstück zwischen Kettenhofweg, Viktoria-Mee unb Jorbanstraße außerordentlich klein. Ter Ausschuß erkennt biese Schwierigkeit an unb schlägt vor, bas Anbitorium unb bas Institut für Chemie ent Weber jenseits bes Kettenhofwegs ober ber Jorbanstraße zu errichten. Nach ber Meinung bes Ausschusses bebars bas Projekt einer grüüblichen Umarbeitung, wenn es allen Au- orberuugen genügen soll. — In ben Vorstaub ber Stabtverorbnetenversammlung ist heute als zweiter Vorsitzender ber Sozialbemokcat Ebuarb Gräf mit ben Stimmen ber Fortschrittler unb Sozialbemolraten gewählt worben. Das Amt des ersten Vorsitzenden würbe lüieber Geheimrat Friebleben übertragen Ter langjährige zweite Borsitzenbe Kommerzienrat Labenburg würbe nicht wiebergewählt. b1' ge&una aufgeforbn-t, die dem Kultusministerium in Berlin über-- miescu werben, soll. — 'Ernannt wurde der bisherige Professor an der Universität Christi ani a Dr. Phil. Wilhelm Friman Koren Bj er kn es vo«1. Januar 1913 ab zmn ordentlichen Professor der Geophysik an der Universität Leipzig. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen tot Samstag, den 4. Ian. 1913: Wechselnd bewölkt, nur geringe Niederschläge, Temperatur wenig verändert. Kleine Tagerchronlt. In einem Hotel in Reichenberg (Böhmen) wurde der Frnan^beantte Franz Lang von seiner Frau, die getrennt von ihrem Mann in Leipzig lebte, und die auf Besuch gekommen war, betäubt und erwürgt. Hierauf erdrosselte die Frau * Höchste Zeit. ,Mas ist denn eigentlich heute Abend mit Ihnen los, Kellner? Erst bringen Sie mir den Frsch und jetzt geben Sie mir .die Suppe?" Kellner .(vertraulich): „Entschuldigen Sie, mein Herr, aber -mit .dem Fisch war es wirklich die höchste Zeit." , _ * Noch schlimmer. „Ach, wie furchtbar muß es fern," seufzt die musikliebende Dame, „wenn ein großer Sänger plötzlich merkt, daß er eine Stimme verloren hat!" „Ja, das muß schlimm sein", entgegnet der Herr, „aber ich denke es mir noch viel schlimmer, wenn er es n icht merkt, daß er sie verloren hat." Berlin SW. 47, Großbeerenitraße 30. Gerichtrsaal. Leipzig, 2. Jan. Das Reichsgericht perwars die Revision des Fuhnnairns Franz- Schwitz, der am 27. November v. I. vom SckMurgericht Duisburg wegen Mordes zum Tode verurteilt worden war. Schmitz hatte am 1. August 1912 in Walsum den Arbeiter Gr über ermordet. denn eine Steigerung der Konkurse in mäßigen Grenzen ist darum nichts auffälliges, weil ja auch die Bevölkerung und noch rascher die Zähl der Gewerbetreibenden Hahr für Jahr anwächst Diese Vergrößerung der selbständigen Existenzen dürfte prozentual nicht viel geringer sein, als die der Konkurse. Weniger günstig freilich wird das Bild, wenn man die einzelnen Quartale bc trachtet. Während das erste Vierteljahr noch eine Verringerung brachte, ist im letzten Vierteljahr die Zahl der Konkurse ganz außerordentlich und zwar um 296, das sind 7,2 Prozent, ange wächsern Hier ist unverkennbar die Wirkung der politischen Wirren und der Geldversteifung. Aber auch diese Steigerung ist noch nicht krisenhaft, wenn man in Betracht zieht, daß im 1. Quartal 1908 die Zahl der Konkurse um 30 Prozent in die. 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Die Mitglieder, foivic alle Jreunde der Sache werden hierzu treundlichn eingeladen._________Der Vorstand. Unserer werten Kundschaft die herzlichsten Glückwünsche * zum neuen Jahre! Dienstmann Karl Wahl und Frau _____Wasch- und Bügelgefchäft, Diezftrakc 12 Friseur- u. Perückenmachei ■ Gehilfen-Verein ----- Sonntag, den 5. Januar 1913, abends 8 Nhr, im kath. Vcreinshaus Feier des 1. Stiftungsfestes verbunden mit Theater, Verlosung u Ball. Freunde und Gönner des Bereins willkommen. Samstag, 4. Januar 1913, um 5 Uhr in der kleinen Aula der Universität : Vortrag ^8^ ver Fran Oberst von Bardeleben ,‘abnn hei: a ... ... .s.tuen Bäue, Carl ™ ehrum,\\ etzlarerWeg, Joh.Seibei, Ludwiggplatz > »echert. Kaiser-Allee, tiebr. Noll, Bahnhofstrasse’ Carl Seibel, Frankfurter Str. (hv,l/ii Mu-Urt „Fidelio“ Giessen M Samstag, 4. Januar, abends 8 Uhr, im Restaurant ccrx FeUenkeller 044 Weilinachtsfeier mit Tanz wozu freundlichst cinladet Der Vorstand. BanBteilrtt von Frl. Laodniann Giesten, Sud-Anlage 7. Beginn des Unterrichts in allen weiblichen Handarbeiten sow.Nunstarbeiten,Brandlnalerci, Ticsbrand, Uhr: Thema: Des Königs Kommen und unsere Bereitschaft. Eingeleitet von Herrn Pfarrer Noos. Abends 8-/2 Uhr: Thema: Du bist doch kein Heuchler. (Herr Pfarrer Ettling.) Mittwoch, den 8. Januar, abends 8V2 Uhr: Thema: Hast du schon das hochzeitliche Kleid? Donnerstag, den 9. Januar, abends 8^ Uhr: Thema: Rechte und falsche Bereitschaft. Freitag, den 10. Januar, abends 8V2 Uhr: Jesus hat etwas für dich! Die Abendvorträge hält Herr Pfarrer Ettling duftet den nennuuten Referenten dienen Prediger Hagmanu, Meng und Andere. (Eintritt frei siir jedermann.032 Ober hessisches Damenheim Samstag, den 4. Januar 1913, abends 8 Uhr, im Saale des Gesel Ischattsvereins Ottomar - Enking - Abend Vorlesungen des Dichters aus eigenen Werken. Eintrittskarten ä Mk. 2.— u. 1.50 (numeriert), ä Mk. 1.— (nicht numeriert), Studenten- und Schülerkarten ä 60 Pfg. in der Ferber’schen Universitäts - Buchhandlung Seltersweg 87 Inh. C. Koch, Gr. Hofbuchhändler Telephon 657 ♦♦♦♦♦ Slaitier Men Direkt: Hermann Steingoetter Freitag, den 3. Jan. 1913 abends S Ubr: 11. Freitag-Abonnem.-Borst. Gewöhnliche Preise. So'n Windhund Schwank in drei Akten von Curt Kraatz und Arthur Hoffmann. Ende 10‘/3 Uhr. SamStag, d. 4. Jan. 1913, nachmittags 3'/- Ubr unter Diitwirk. der Kavelle des hiesigen Jnsant.-Regss. ..Kaiser Wilhelm" Nr. 116. Volks-Preise Volks-Preise Kindervorstellung. ZergesliefelteKater Ein Märchen mit Musik in 4 Bildern von Emil Alfred Hermann. a*,u Ende 6 Uhr. Sonntag, b. 5. Jan. 1913. nachmittags 3'/« Ubr Volks-Preise Volks-Preise Volks-Vorstellung Rosenmontag Eine Otsizierstragädie in 5Ausz. v. OttoErich Hanleben Ende nach 6 Ubr. Abends 7'/, Ubr: unter Milwirt der Kavelle des hiesigen Jnsant.-RegtS. „Kaiser Wilhelm" sJtr. 116. 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Jan. 1913 von nachmittags 3'/» Nhr ab Zusammenkunft mitFamilieimPbiloiovben- Wald (grober Saal) fionjcrt, Reuter b. Imu. Eö wird gebeten, sich recht zahlreich mit Familien ein zusinden lohne Uniform). D3/1 Ter Vorstand. D. 1. Ot. l.-L Sektion Giessen Sonntag, 5. Januar: Rodheim—tzellingsha^en— Dünsberg—Bieber-Giehen lSrereindlokal». 5'/, Stunden. Abi. IO30 Uhr vorm. [v3/1 prosc^t unter preis Beginn am 4« Januar 1915 a Uebertrifft alles von mir Gebotene in preisen u. (Qualitäten Gelegenheitskäuse