Nr. 222 Zweites Blatt ? 163. Jahrgang Mehener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Oberhejfen Tie „Siebener Zamilienblätter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitsragen" erscheinen monatlich zweimal. Montag, 22. September M3 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindnickerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:e^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Potttische Tagesschau. Die badischen Landtagswahlcn. Tic nationalliberale Partei Badens veröffentlicht ihren Ausruf für die bevorstehenden Landtagswahlen. In diesem Aufruf weist sie einleitend auf das Gedenkjahr 1913 und das Regierungsjubiläum des Kaisers hin und den Segen, der dem deutschen Volke durch die 2o jährige Friedensherrschaft erwachsen ist. Auch die Erledigung der Wehrvorlage wird anerkennend betont. Ter Aufruf weist sodann aus das Wahlabkommen mit ber Fort schriftlichen Volkspartei für ‘Sie .Hauptwahl hin und aut das Zusammengehen dieser beiden Parteien mit der Sozialdemokratie für die Stichwahlen als Abwehr der drohenden klcrikal-kon- servativen Mehrheit. Diese Wahlabkoimnen ließen aber, wie in früheren Jahren, allen daran beteiligten Parteien, also, auch der nationalliberalen Partei, die volle inmere Freiheit. Die nationalliberale Partei sei und bleibe trotz des Wahlabkommens insbesondere eine scharfe Gegnerin der Sozialdemo- kr a t i e. In dem Aufruf wild dann das Programm der Partei entwickelt: diese wünsclN unter anderem die Einführung der Verhältniswahl und die Verlängerung des Dotationsgesetzes. Zum Schluß wird ttoch die Ausdehnung des Verkehrsnetzes von Baden durch neue Eisenbahnen und Einrichtung von A u t o m o b i l l i n i e n sowie nachdrücklich die Versorgung des ganzen Landes mit elektrischer Kraft gefordert. Am gestrigen Sonntag haben die K o n s e r v a t i v e n in Karlsruhe einen Parteitag abgehalten, wobei als erster Redner der Abg. v. Heydebrand das Wort ergriff. Die Furcht vor den Folgen einer konservativ-klerikalen Mehrheit sei unberechtigt. Die Konservativen würden sich rückschritt- lick>en Bestrebungen des Zentrums auf kulturellem Gebiet wider- fehen. Der Großblock besorge die Geschäfte der Sozialdemokratie. Immer mehr würden die Grenzlinien zwischen bürgerlicher und antibürgerlicher Gesinnung verwischt. Die Sozialdemokratie habe es daraus abgesehen, 'das Volk in zwei Lager zu spalten. Dann konnte es natürlich nicht ausbleiben, daß er auch das bekannte Ministerwort von der Sozialdemokratie als einer großen Bewegung zur Hebung des vierten Standes nrit ironischer Betonung einlaufen ließ. Die Liberalen hätten eine schwere Schuld auf sich geladen dadurch, daß sie sich an der Seite einer solchen Partei, wie die Sozialdemokratie sie darstelle, befänden. Sodann wandte sich Herr v. Heydebrand der Besprechung der Stellung der Konservativen im Reichstage.bei der Erledigung der Deckungsvorlagen zu. Von einem Block der Linken glaube Herr v. Heydebrand nicht, daß er auf die Dauer positive Arbeit leisten könne. Das Zentrum aber werde an einem Block der Mitte deshalb kaum großes Interesse haben, weil es durch diesen Block der Mitte mithelfen dürste, die Geschäfte der Linken zu besorgen. Mach weiteren Reden wurde eine Entschließung angenommen, in der sich der Parteitag einverstanden erklärt mit der Haltung der konservativen Rerchstagsfraktion in der Frage der Wehr- und Deckungsvorlagen, darauf schloß Prinz zu Löwenstein die Versammlung. Während der Versammlung kam der Wah la u fr uf zur Verteilung. In ihm heißt es u. Kl.: „Ohne unserem evangelischen Standpunkt etwas zu vergeben, kämpfen wir anderSeitedesZentrums gegen alle Feinde christlicher Kultur, gegen alle Forderungen, die von einer materialistischen Wissenschaft erhoben werden; denn wir verkennen nicht, was wir mit den Katholiken gemeinsam haben . . . Den kommenden Landtag wird die Frage des Proporzwahlrechtes beschäftigen. Auch die Konservativen haben dem Antrag an die Regierung auf Vorlage eines Wahlrechts, das sich auf dem Proporz aufbackt, zugestmimt. Es kann aber keine Rede davon sein, den Proporz einzusühren, wenn nicht andererseits dafür gesorgt wird, daß den natürlich staatserhaltenben Schichten unserer Bevölkerung ein vermehrter Einfluß auf die Gesetzgebung zugesichert wird. Die roh- mechanische Anwendung des Proporzes mit feiner geistlosen Herrschaft der Zahl würde eine Verstärkung des sozialdemokratischen Einflusses in unserem Staatswesen für alle Zeiten bedeuten. Soll die Proporzwahl nicht zu einer neuen scharfen Waffe der Sozialdemokratie werden, so ist es nötig, daß die landwirtschafttreibende Bevölkerung und die der kleinen Stäidte in ihrer natürlichen Bestimmung für Staat und Gesellschaft im Gesetz gebührend Berücksichtigung finden. Es darf bei dieser Wahl nicht ausschließlich aug. großstädtischen Rücksichten verfahren werden. Die Stimmen sollen nicht nur gezählt, sondern auch gewogen werden." * Für die Versetzung des deutschen Konsuls Schlieben bon Belgrad nach Quito wird der „Köln. Ztg." als Grund anaeaeben daß er gegen den Willen des deutschen Gesandten in Belgrad bei der Rückkehr des Königs Peter das Konsulat beleuchtet und beflaggt habe. Die „Köln. Ztg." bemerkt dazu: Die Tatsache mag an sich nicht gerade bedeutsam erscheinen; aber sie kennzeichnet sich im Zusammenhang mit der politischen Rolle die Herr Schlieben in Ueberschreitung seiner Besugnme in Belgrad und früher auch anderwärts zu mieten suchte, als eine Kundgebung nicht nur gegen Oeßerreich-Ungarn, sondern auch ,7g°n di° amtlich- Politik d-s D-ut'ch-a R-ich-s. Nicht einmal her russische Vertreter Hartwig, der durch lerne osterreicknemdliche Politik einen großen Ruf hat, batte sich zu einer solchen Temoiv ftration öeranlaüt gefühlt. Daß sich die. Leitung der österre,chnchen «RntiHf durch die fortgeicpt olterreichieindliche und Serbien be- gü^stigende Haltung e.nes deutschen Beamten beschwert fühlte, kann man ihr nicht verübeln, und es wäre kein Wunder, wenn |ie darüber in Berlin Klage geführt hätte. Der „Vorwärts' über den Jenaer Parteitag. Der Vorwärts" äußert seine Befriedigung über den Parteitag'und meint, es sei nützlich gewesen, daß auch die Kritik am Parteivorstande ausführlich zum Worte gekommen sei. Bemerkenswert ist, daß das Zentralorgan den F-euilletonismus der Rede" in der Parte: beklagt, und damit hat das Blatt allerdings recht beobachtet, wenn es schreibt^^n Auseinandersetzungen innerhalb der Partei nicht allzusehr mit den Waffen des Witzes und schillernder Geistr eich eleien zu kämpfen suchen Man hat mit Recht vor übertriebenem ^-eutlle- ronismus in der literarischen Behandlung poltttscher Dinge gewarnt, es scheint uns aber nachgerade am Platze zu sein, diese Warnung auch vor dem Feuilletonis- mus der Rede zu erheben. v Wir wollen wahrhaftig niemandem zumuten, sorgfältig jeden witzigen oder selbst boshaften Einfall in der Partcidiskussion zu unterdrücken, aber man sollte seine Reden erst recht nicht auf Schlager dieser Art an le gen, auf Schlager, die in der Sache auch nicht das geringste beweisen! Vielleicht war Bebel — wenn man seine Reden vom ästhetischen Standpunkt aus betrachtet — gar zu ernst und sachlich. Aber seine Reden entschädigten dafür zehnfach durch den tiefen Ernst, durch die innere Wärme, Die jedes Wort durchglühtc, jeden Gedanken durchleuchtete. Diese innere Wärme vermissen wir jetzt so manchmal bei Partcidebatten, bei denen es sich doch um das Wohfl und Wehe der Partei handelt. Und wir wissen, daß das nicht nur unser Eindruck gewesen ist! Heer und Flotte. Ein Vergleich der Flottcnstärken. Für den Stärkevergleich von Flotten bieten die Zahlen der Wasserverdrängung immer noch die beste Grundlage. In ihnen kommt die Kampfkraft am deutlichsten zum Ausdruck. Einer im neuesten „Nautilus" enthaltenen bezüglichen Zusammenstellung entnehmen wir folgendes: Es beträgt die Wasserverdrängung aller im Mai dieses Jahres fertig gewesenen Schiffe in England 2 232 630, in Deutschland 964 849, in den Vereinigten Staaten von Nordamerika 854 520, in Frankreich 729 540, in Japan 527 050, in Italien 330 520, in Rußland 317 970 und in Oesterreich- Ungarn 222590 Tonnen. Das in diesen Zahlen einbcgrif- fene, als veraltet anzusehcnde Material, d. h. alles, was vor dem Jahre 1894 vom Stapel gelaufen ist, beziffert sich für England auf 238 400, für Deutschland auf 76 245, für die Vereinigten Staaten auf 107 970, für Frankreich auf 94 870, für Japan auf 35 730, für Italien auf 94 000, für Rußland auf 55 090 und für Oesterreich-Ungarn auf 20 850 Tonnen. Somit führt die italienische Kriegsflotte den verhältnismäßig größten Bestand an veralteten Schiffen, während Deutschland nicht ungünstig dasteht. Zu beachten ist, daß die Angaben des „Nautilus" sich lediglich auf die vorhandenen Kampfschiffe beziehen, also Schul-, Troß- und sonstige Schiffe ohne Gefechtswert außer Betracht lassen. Was die Neubauten anlangt, so steht auch hier England mit 624 710 Tonnen an der Spitze. Es folgen Rußland mit 414_890, Deutschland mit 308 768, Frankreich mit 273 900, Italien mit 228 220, Japan mit 208 820, die Vereinigten Staaten mit 200100 und Oesterreich-Ungarn mit 64 510 Tonnen. Hinsichtlich des umfangreichen russischen Neubauprogramms muß bemerkt werden, daß seine Durchführung noch weit im Felde steht, da die dortige Marineverwaltung erst noch dafür Sorge zu tragen haben wird, daß die für den Kriegsschiffbau im eigenen Lande notwendigen Werften geschaffen werden. Der sozialdemokratische Parteitag. ~ Jena, 20. Sept. Der heutige letzte Verhandlungstag des sozialdemokratischen Parteitages begann mit einer Besprechung über die Maifeier. Ebert «Berlin) wies auf die Schwierigkeiten hin, die sich aus der Llusführung der früheren Parteitagsbeschlüsse, insbes. des Beschlusses ergeben, daß die nichtfeiernden Parteigenossen ihren Arbeitsverdienst am 1. Mai an den Maifeierfonds abführen sollten. Eine große Anzahl der Genossen hat sich geweigert, dies zu tun, so daß sich große Schwierigkeiten ergeben haben. — Nach kurzer Aussprache, in der bedauert wird, daß ein so hohes Ideal wie der Weltseiertag so verhunzt worden ist, wird ein Antrag des Parteivorstandes angenommen, in welchem dem Beschluß des Leipziger Parteitages 1909 hinzugefügt wird, daß der Parteitag von den in Bureaus und Redaktionen der Partei und der Gewerkschaften angestellten Parteigenossen erwartet, daß sie ihren Arbeitsverdienst am 1. Mai an den Maiseierfonds abliefern. — Nach dem Bericht des Beschwerde-Ausschusses wird das Ergebnis der Vor- sta ndswa hl mitgeteilt. Zu Vorsitzenden sind gewählt H aa] e und Ebert, zum Kassierer Braun und zu weiteren Vorstandsmitgliedern Geh risch, Molkenbuhr, Hermann Müller (Berlin), P f a n n k u ch (Berlin), Scheide mann (Berlin), Bartels (Wernigerode) und Frau Luise Z i e tz (Hamburg). Ein Antrag, welcher verlangt, daß die preußische Landtagsfraktion dafür wirken solle, daß der Austritt aus der Kirche kostenlos sei, wird angenommen. Tie Wahl des Ortes für den nächsten Parteitag wird dem Parteiausschuß überlassen. In dem nun folgenden Schlußwort führt der Vorsitzende Ebert, nachdem er den Genossen von Jena und den Vertretern der Presse gedankt hat, folgendes aus: „Wie auf den übrigen Parteitagen, so sind auch hier über die Art des Massenstreiks und dessen Provaganda die Meinungen auseinandergegangen. Volle Einigkeit herrscht aber über das Ziel, zu dessen Erreichung, wenn alle anderen Mittel versagen, eventuell ber Massenstreik angeweiidet werden soll. Tie Treiflaffenlcbmad) muß beseitigt werden, koste es, was es wolle! Unser Entschluß ist klar, nicht nur für die Partei, sondern auch für die, welche sich der Beseitigung des Treiklaffenwahlrechts wldersetzeil. Wenn es sein muß, werden wir zum äußersten Mittel greifen. Es ist io, wie ein Parteigenosse getagt hat: Entweder werden wir ein freies Wahlrecht in Preußen haben, oder ivir roerben den Massenstreik haben. Für untere Gegner war bie Tagung eine bittere Enttäuschung. Sie setzten ihre einzige Hoffnung in die Selbstzersieischung der Partei. Gerade an diesen Parteitag haben unsere Feinde besondere Hoff- nungen geknüpft. Mit Freude fönnen wir konstatieren, daß bet aller sachlichen Schärfe tmsere Verhandlmtgett getragen wurden von gutem kameradschaftlichem Geiste. Wenn wir in die Heimat zurückkehren, tun wir es mit dem Gelöbnis, in alter Treue unser Bestes einznsetzen für die Partei, für die Befreiung des Proletariats aus wirtschaftlicher und politischer Unterbrücfung. Seiten lassen wollen wir uns von dem glänzenden Beispiel tmseres Meisters August Bebel. So trennen wir uns mit dem alten Schlachtruf: „Tie deutsche, die internationale Sozialdemokratie, sie lebe hoch!" Tie Delegierten stimmten dreimal in ber. Ruf ein und fangen darauf bie Arbeitermalseillaise. Hieraus erklärt ber Vorsitzende den Parteitag für geschlossen. V * . - a Nach dem „Vorwärts" ist die Entschließung des Genosser Wurm nach einer von ihm angenommenen Ergänzung mit starker Mehrheit - 336 gegen 140 Stimmen - angenommen worden. Große Mehrheit fand auch ein Antrag, der der Fraktion die Zu- ftimnumg zu ihrer Haltung ausspricht. Erster Deutscher „wünschelruteu-Cag". ** Halle a. S., 20. Sept. Der Verband znr Klärung der Wünschelmtensrage hält unter dem Vorsitz von Dr. mcb. Aigner (München) seinen 1. VerbandSlag ab. Zur Tagung sind zahlreiche Ehrengäste erschienen, unter ihnen der Oberpräsident der Provinz Sachsen v. Hegel und der Prorektor der Uni« versität Halle, Geheimrat Strauch, die von dem Vorsitzenden hcrzlicl, begrüßt wurden. Den crllen Vortrag hielt Dr. Aigner über den gegenwärtigen Stand der Wimschelrutcnsrage. Die Geschichte der Wünschelrute läßt sich, so führte der Redner auS, sehr weit zurückverfolgen. Eine Wünschelrute ist ein frischgeschnittener Gabelzweig der Weide oder Haselnuß von etwa 20 cm Länge und der Stärke eines Fingers. Während man früher Ort und Zeit deS Schnittes, dann den Feuchtigkeitsgehalt für die Fähigkeit der Rute in Betracht zog, erkannte man endlich, daß die Elastizität deS Werkzeuges die Wirkung hervorruft,so daß man jetzt an Stelleder brüchigen Holzrutc Fischbeiustäbchen und Metalldrähte benutzt. Die Handhabung ist sehr einfach: der elastische Stab muß sich in labilem Gleichgewicht befinden, und er sucht dann nach oben und unten in vertikaler Richtung auSzu- weichen, sobald ein Wasserlauf überquert wird. Die größte Mehrzahl der Menschen kann allerdings ohne die Reaktion zu spüren, nut einer Wünschelrute Wasserläufe überqueren. Mindestens 5°/0 ber Menschen sind aber in der Lage, den Ausschlag der Wünschelrute festznstellen. Das Aussuchen untcrlrdlschcr Quellen bot sehr reichliche Gelegenheit zu be- dkiitilngsvollen praktischen Versuchen, die Bohriingen haben stets den Be- fund des Rutengängers bestätigt. Die Nuteiigängerkunst kann auch beim Aufsuchcn von Lcuungsdefelten erprobt werden. Dies ist in einem Falle geschehen, der die Münchener Städtische Gasanstalt betraf. Dort wurde em fortgesetztes Sinken deS Druckes der Warmwasscrleitung und rin Fallen des WasserstandeS in dem dazu gehörigen Wasserreservoir sestgestellt. Als Grund hierfür konnte nur ein Leitung-defekt in Betracht kommen. Der Rutengänger des Städtischen Wasser« iverks konstatierte zwei 40 Ecntimetcr von einander entfernt liegende Stellen als Bereich deS Defekts. Eine Nachgrabung an der bezeichneten Stelle ergab, daß eine undichte Muffe den großen Waffcrverlust verursacht hatte. Nach Abstellung des Schadens war der Druck in der Wasser- leitung sowie der Bestand im Reservoir unverändert. Hierdurch ist zweifelsfrei der große Wert der Wünschelrute festgestellt. Der Redner geht darauf des längeren auf die physikalischen Erklärungen der Wünschelrute ein. Bei dcu Erfolgen, die die Wünschelrute namentlich in der letzten Zeit zu verzeichnen hatte, darf man auf keinen Fall davon sprechen, d >ß die Wünschelrute abgetan sei. DaS gerade Gegenteil sei der Fall. Den bisher bekannten Anschauungen über die menschliche Physiologie und besonders denen über die Abhängigkeit deS menschlichen Organismus von den Natnrkräften, die ihn umgeben, können wir durch Erforschung der Wünschelrute wertvolle Ergänzungen zn Teil werden lassen. — Der durch zahlreiche Lichtbilder erläuterte Vortrag erntete lebhaften Beifall. (an-wirtschaslliche Kreisfdiau vüdingen. I. Büdingen, 21. Sept. Unsere Kreisstadt steht seit Freitag unter dem Zeichen der Landwirtschaft, und die Ausstellung, die sie zusammengebracht habe, darf wohl ohne Uebertrcibung als mustere gültig bezeichnet werden. Der Ausstellungsplatz befindet sich in der Nähe der Saline. Direkt am Nebeneingang ist die Halle für Pferde errichtet, von denen 70 Tiere (Belgien und Oldenburger) ausgestellt sind. Daneben befindet sich die Halle für Simmentaler Rinder, deren 120 Stück aufgetrieben waren. In den Schweinebuchten war die stattliche Anzahl von 55 Tieren ausgestellt. Biegt man links ein, so kommt man zu der Halle, wo die Kuh des kleinen Mannes, die Ziege, ausgestellt ist. 100 Stück der blendend- weißen behenden Tierchen schauen den Besuchern treuherzig entgegen. In dieser Halle finden wir auch das Geflügel, welches mit 125 dtummern glänzte. Begibt man sich wieder zum Ausstellungsplatz zurück, so kommt man zur Halle für die wissenschaftliche Abteilung. Diese Hallo ist in einzelne Nischen eingeteilt, und in jeder bietet sich dem Beschauer ein schönes, lehrreiches Bild. Besonders hervorzu- heben wäre die Darbietung der Deutschen Ammoniak-Verlaufsvereinigung, des Külkstickstosf-Bureaus, der landwirtschaftlichen Winterschule Büdingen, des landwirtschaftlichen Instituts der Landesuniversität Gießen, der Kulturinspek- tion Friedberg, des Ministeriums des Innern, Abteilung für Landwirtschaft und Gewerbe, ferner der Landwirt- schaftstämmer für Hessen und des Landwirtschaftskammer« Ausschusses für Oberhessen. Hier finden wir auch noch kleinere Ausstellungsgegenstände, wie Separatoren, Hilfsmittel für Vogelschutz, ein Vogelschutzgehölz usw. In der letzten Ausstellungshalle sind die Erzeugnisse des Ackerbaues und der Oftzucht in geschmackvoller Weise mit viel Arbeit und Fleiß zusammengestellt. Auf dem von den Ausstellungshallen begrenzten Raum sind die Maschinen- und Geräteausstellung, sowie die Vergnügungsstätten untergebracht. Von gutem Wetter begünstigt, wurde am Samstag die Ausstellung durch den Vorsitzenden des Landwirtschafts- kammer-Ausschusses, Landtagsabg. Breidenbach-Dorheim eröffnet. Die Kreisschau des Kreises Büdingen hat nicht nur alle Erwartungen erfüllt, sondern weit übertroffen, und wenn auch einzelne Aussteller bei der Preisverteilung leer ausgehen mußten, so dürfen sie keineswegs entmutigt sein, sondern müssen sich das Gesehene zu nutze machen. Große Arbeit hat die Einrichtung der Schau sowohl dem Land-- mirtschaftskammer-Ausschuß für Oberhessen, als auch den verschiedenen g-estausschüssen verursacht. Alle haben ihre Aufgabe vorzüglich gelöst. Der Besuch war außerordentlich groß; die gesamte Bevölkerung des Kreises Büdingen und der angrenzenden Gebiete schien zusammengesttömt zu sein. Um die Mittagszeit, besonders aber als der Festzug im Gang war, wanderte eine riesige Menschenmenge durch die Stadt nach dem Festplatze. Die Eisenbahn konnte kaum den Verkehr bewältigen und sah sich genötigt, Sonderzügc bis Nidda einzulegen. Einen Glanzpunkt des Festes bildete dor Festzug. Er wurde an der Gasfabrik aufgestellt und bewegte sich unr i/23 Uhr durch die Straßen zum Festplatz. Es waren darin mehrere sehr schöne Gruppen auf Wagett dargestellt: Eeres- wagen, Iagdwagen, Pomona und Flora, Schützengesellschaft, Milchwirtschaft, Brauerei Nidda, die .Kirmes in Rohrbach (gestellt von Amtmann Bär-Rohrbach), die Spinnstube von Wallernhaufen, .Bacchus- und Büdinger Erntewagen A l a s s e 5. Mutterstuten mit im cbroan ('Vif; ^tibba L Rcickerl-Allwiebermus; 2. 50 Mk. Marl Treiber Glauber« 40 Ml Will, Ditzel-Herrnhaag; Anerkennung 10 Mk. Clio M Gemeinden Cbcr ViddcrSheim. Wenings und Bleickenback M l a s i e 3. 3äfrr(inq3fdröfe Ebrsnpreis 25 Mk. Edmund Milchwirtschaft. Klasse 1 Bauernbutter 1 Pi- je 20 Mk. Gg $><&. Ted* mann Bleichendack. V. Widders heim I Borsdor' 2 15 Mk Gq vjachjen und Pdck. Ruhl»Diebach am Haag. Klasse 2. Vauernkäse. 1. Br. 20 Mk £ Diddersbeim I.. Borsdort: 3. je 10 Mk. Minna.Albert-Sandhos, Hch. Kemp, LIL. Bindsacdicn. Klasse 3. Molkereibutter Twlome Sxb. Pitcher.-eiter-, Molkerei l^lenoisenickailen zu Bübingen und EckartSdauicn. M lasse 4 Molkereikäse. Diplom Molkerei Büdmgen. (Schluß folgt.) helni WIH Düdelsheim und Martin Urich Düdelsheim. K l a s s e S a m m l u n g e n. 1. Pr. Büdingen, 2. Taucrnljeim, 3. Nidda; lobende Ancrkeimung Berstadt. Geflügel: A Wassergeflügel. Klasse 1 LammelNasse. fiant-1 merebrenpreiic. ,e 15 Mk. Phil. Cstbeim Eckzrll und Karl Vetter Gruttbsckwalhewi. 3 Phil. Haas Nidda 5 Mk. Mai i e 2. OMnfe: 2 Pr. S M' W Moogk III.-Echzell. Klasse 3, Enten: 2. Pr ic 8 Mk. Otto -pengler-Grund- schwalhciui. Pb. Cstbeim Ectjzcll und Heb. Fiscker-Setters B. Klasse 4, Leuten. 3. Pr. Karl Flemming-Bübingen 4 Mk. Oellügelhöfe: Ehrenpreis der Stadt Büdingen Heinrich Fischer Setters. C. Hühner, Klasse 5, Sammel Nasse für Hühner. Kam- merebrenpreiS 15 Mk Wild Sckuckdardt-Gettenau: 1 Pr Gon 2., 8 Mk, W,lh. Heß II.-Echzell. D. Tauben. Klasse 5, Strasser: Ehrenpreis der Sparkasse Nidda. 10 Mk., Lehrer yeinn(f)-.v)öd)iL Klasse 12, Kröpfer 1. Pr., 6 Mk.. Rich Wolt-Enolder- bad): 2, je 4 Mk. Phil. Cstheim-Eckzell und Rick. Wott- Effolderbach; 3., 2 Mk., Phil. Csthcim Echzell und ff. Sch. Adam Kl ässe 6 Italiener Kamwerebrenpreiie je 15 Mk Will | Selmchdardl Gettenau und Herrn £e 't*olb «Meitauni: l 12 Mk ! Mlb Mtaft-Seltrrt: 2 u" 8 Mk ?Htch Wnl- -rkvrbadf. Gust Reitu-rl ^unb 1 Mk Hch bischerSs besetzt wird. Als Ersatz bezw. in die Stelle wird unter Ernennung zum Zahlmeister überwiesen Unter- zahlmeister Nuppel vom 18. Armeekorps. * Gerichts Personalien T-er Großherzoy hak ernannt; am 20. September den Cbcranttsrichtcr der dem Amtsgericht Lampertheim Wilhelm Traut wein zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Worms unter Erteilung des Charakters als Amtsgerichtsrat, den Amtsrichter bet dem Amtsgericht Fürth Amtsgerichtsrat Friedrich Biekelhaupt zum CberamtSrichter bei dem Amtsgericht Dald- Michelbact', den Cberlandesgerichtsselretär an dem Cber- landesgericht Dr. F^ranz Bittet zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Gerau, den Gerichtsasscssor Dr. Rudolf Evcrling in Darmstadt zum Cderlandesaerichts- selrelär an dem CberlandeSgcricht, sämtlich mit ki'irhin^ vom 1. CI tob er 1913 an, und den Ämlsrtchler bn dem Amtsgericht Cbc »Ingelheim (R'org Hausmann zum Cberamtsrichter bei diesem Geric1>t. — Tex Groß her,Zs0g hat dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß Umstadt Fritz Schade und dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Csfenbach Hans Küchler den Cha^aLer als ÄmtS- g e r i ch t s r a t erteilt. ♦* Verleihung von Eh re n-U r ku n d c n au unselbständige Personen deö H a n d w e r ke r- standes. Die Handwerkslammer zu Darmstadt wird wie in früheren Jahren an unselbständi men de werkcrstandes, oksellen, Gehilfen usw, welche nttndi'sttms 25 Jahre in ein und demselben Betriebe ununterbrochen läkig gewesen sind, als Anerkennung für die treue Ai Ebren-Urkunden verleihen. Bei dem wirtschaftlichen Aufschwung, den eine große Zahl Berufsgruppcn in den zwei letzten Jahrzehnten genommen hat, ist ein öfterer Wechsel ui dem Personal wie früher zu verzeichnen. Ein Aushalten von 25 Jahren bei ein und demselben Meister gehört immerhin schon zu den Seltenheiten und setzt Treue, Fleiß, Chrlichkcit und rechtschaffenen Sinn Dorai» Diesen Pr - innen ;iir Anerkennung und anderen dienend, sollen die vorgenannten, einfacl-en, aber ui lUrw Ausführung lünstlerisch gehaltenen Ehren-Urtunden verliehen werden. - Verleihungs-Bestimmungen: 1. Die Verleihung erfolgt alljährlich an Weihnachten. 2. Die Anträge zur Verleihung sind von der gewerblick welcher der Arbeitgeber angehört, bei der Handwerkskammer zu Darmstadt bis spätestens 1. Rovemcr l. I. emzu- reichen. Den Anträgen ist ein ausführlicher Lebenslauf beS .1)1111111] Borgeschlagenen, sowie ein von dem Lelricbsinhaber ausgestelltes, oNSpolizeilick beglau-bigtes LrbeitszeugniS, das gleichzeitig den Nachweis der gen ununterbrochen Dienstzeit in ein und demselben 'betriebe enthalten muß, sowie ein von der Polizeibehörde auSge st elltes L eu mu nds z eugniS bet zu schli eßen Silberne Hochzeit feiern morgen, Dienstag, Herr M lasse l Aellere 3eiH ^bcr WidderSdeim; :V ff fflaar Vmdmchien, S- Hopp N - Seltt-rs, Wild. Heß II-Echzell. Wild tVvfrl 3dteu. >.xd RooS-1 «rmngs. P strauSgrül, G. F. Zwp.Drebach, C. Dörner unb (Jd’Ull Ttzodor Spanier Nidda, start D unb “Ä'Ä’s »nb Zusahehrenprcis 45 Mk. Gemeinde Berstadt. 2. 15 Mk. Gemeinde Sl a s) e 5. ÄJJX ”!^nbar tEm oder in^Ailch m 4 d Lauernheim: zwei 3. je 10 Mk. Gememdo Echzell. mehr Kalb.n* tx. ft:„ s?' Klasse 2. Bbcke ungeichaufelt, mmdeNens cm Jahr alt. Groth IV Wenmgs 1. Pr. W JKl »m.„iTfiSb II Ä»X '«emeiäe Tübel * teiXÄmUVwh.' Hch. Ostheim'Gettenau; 2 Konrad Hoftmann-Nidda, Ludw. Hepp- Aug Mutter l.-Berstadt, Vtto Äacv-^aiiernyauien u o ner Büdingen, Daniel Dobra Büdingen, Aug Völlcr-Bleickicuback», Kammer-stoabenn. q>nrfifonrmnt Ebrenvreis des Wilh. Müller VI. Bingenheim und feil!). Größer Berstadt; 3. Gg. K l as l e 6. mtf WW« ve- .«rcuter-Nidba, Hch. Lauer Echzell, Hch. Herzberg, i Gettenau. Fr. strelsrmderzuckitvcrcms Buomgen, 100Mk^ Aug. Mimcr . Aböls Dieichenbach, Rc.ner Bleichenbad), -lug Cstbeim H.- Berstadt: 1. Schall und Gg. Wild Schmidt Bst ding ••: lobende Anerkennungen Groll, IV -WemngS und ffa^Ruvvel-DaNerntamen.. . i «Sm SnSro-tHanftabt, «a. Mrratcr'ftlibba, «ob. 9lug. Mrait u. Cid,■-JJatlerntawn unb »di Mcmw III.-SrnbrnAlcn. 4 40-TOL Bleickxmbad,, start Storck II Berstadt, Hch. Lon Düdelsheim, Hch. Friedr. ftammer-Stockheim; Anerkennung je^Mk -ilb. - Will, Böä-cr Bingenheim und Gustav Braun Gettenau. Bleidenbach unb Hch. Acwm " rich-Wallerndausen. Klasse 3 Ziege,ib, tragend oder in Milch, mit mmdestens fflaife 7. Kleine Sammlungen. -. Pr. 100 JJct. a.up- Vier Schaufeln Lobende Anerkennungen Karl Sckmlz I «Büdingen, ffrasl-Bleichenbach. . „ „ 1 . Teter Sinn Tübelbbeim. £xb. Malier «erftabt, Tbcob. Meller- Klasse 1 Gber über em gabt aU^Seu t) ajes Lbel Gettenau und Christian Sdjäier Büdingen: lobei,de Anerkennungen ' ch w e, n. Vr 40 Mk. Gemeinde M b ). itKBWLWKW« $ $"a f?e 6 .Wegen 1 -Liri 15 <9H. Start Setter (Mrunb- 2- 40 M. Karl Flemming-Bübingenl 3. 30 Mk. »emetnbe mlheim: 2 10 Ml - 3 » Mk Joh. Düdelshe.m. Wirld-Dauernbeim: lob Anerkennung Wilh, Meuser-Büding«. .K l a i '.c 8 Eber unter l « t. des ^ndw. Klasse 6 Ziegenlämmer, mmdstens cm Jahr alt. I Bezlrksverems, 45 Mk., Hch. Klink Kalbach. -. 30 Mr. derfelve^ Ehrenpreis 20 Mk. starl stod? Düdelsheim: 1. und Zusatzehrenpreis! Klasse 9. «auen »ber 12 Monate alt. Ehreiwrns der 15 Mk Hck,. ströll Bleidn-nbad,. I Preis 10 Mk Ctto Herz. I Stadt Büdingen Hch. Klink-Kalbach, j-Vr. 45 M7. und 2. ,30 Mk. berger-Götlenau. 2. Preise ic 5 Mk. Hch. Scheuermann-Echzell, Ctto Koch-Aulendiebach: B. KUnk-Kawach, K. Flemming-Bu Alben Eckhardt- Echzell, Wild. Größer -Berstadt: 3 je 3 Mk. Hch. dmgen: 3. H. Klmk-Kalbach, Ctto ffoch-Aulendieback .3V Ernst XVIII Tüdelsbeim, Hch. Scheuermann IV Eduell 2) und! Klasse MV ^auen unter 1- Monate alt. 1. \ 40 iL Aug. Böller Bleichenback); Anerkennungen Wild. Möbs I Cchzell, R. Schneider-Robrbach: 2. Mk Ctto Koch-Aulendiebach und P Kleinielder Tüdelsbeim, Ang. Ostheim II.-Echzell, Hch. Wil-1R. Schneider-Rohrback; 3. D. Klmk Kalback und -tto Koch- Aulendieback. - <- fflassk 11. Kleine Sammlungen. 1. Pr. 100 Mk. F. H. Ditzel'Eckarlshausen: 2. 50 Mk Knickel-EckaNshausen Klasse 12. (Kroße Sammlungen. 1. Pr 150 Mk. Ctto Kock-Aulendiebach; 2. 100 Mk. H. Klink Kalbach; 3. 50 Mk. K. Flemming-Büdingen. Schafe (ausbezahlte Preise 652.50 Mk ). Klasse 1. Böcke mit mindestens 4 breiten Zähnen. Ehrenpreis Edmund Rodrian>Ei'backerbos; 1. Pr. 30 Mk. Gemeinde» Scküserei-Geis Nidda; 2. 20 Mk Edmund Rodrian: Anerkennung Schäferei Wallernbausen und Wenings. K l a s s e 2. Böcke mit nicht mehr als 2 breiten Zähnen. Ehrenpreis 25 Mk Gemeinde Bindsachsen: 2. Pr. Schäferei Dieback. 3. (^meindesckäferci Taurnibeim: Anerkennungen die Vom landwirtschaftlichen Bezirlsvercin, Mctzgerwag^n, ^rni Klasse 1-, Ziegengespann und endlich Feierabend. CekonomieratAndra ven . . , o Pr 8 Mk. Ctto Kramer- leitete den Feshuq. .. . I Hinkirchen. An die Prämiierung schloß sich das Festessen in der Klasse 17, andere Rassen. Ehrenpreis vorn Geflügelzucht Festhalte. Das Hoch auf den Großherzog brachte Krersrat (y^n 15 Mk. Wilh Heß U.-Echzell: 3 je 4 Mk. Herrn. Böckmann aus. (Landtaqsabg. Bär sprach auf den Fürsten I Leopold-Gettenau uno Hch. Binding VII. j£d»eli. Wolfaana. der Büracrmeister von Büdingen bewillkomm- Klasse 18. Zierhübner 1 Pr., 12 Mk., Hch. Mogk-Echzell; ffeiflcu. s Kock-Düdelsheim. , Am Sonntag nachmittag tras der Minister des ^nnern, Klasse 16, Brünner. 1. Pr, 6 Mk., Peter Maul- Exzellenz v. Hombergk zu Bach, in Begleitung des Mutt- Aestnrod. , c- «vkx sterialrats Holzingcr ein Ferner erschtencn Provinz,al »lasse 21, Tümmler. Ehrenpreis der -Vanasse Nidda, birchor Gehrnmerat Dr Usinger, Fürst SSolsgang, tue fürst- 10 Mk., Eduard BSrMldda, 3., je 2 Mk., Konrad Betz-Kc,enrod iiche Familie und der Präsident der Landwirtschastskammer und Eduard Bär-Nidda^ Walter-Lengseld. Auch die Reichstagsabgg. Dr. Werner und » l a.. / '^ben tauben. 1. dr., Strack statteten der Ausstellung ihren Besuch ab Karl Lanack-Rwd^ 3 Ak K l 3 6 2. 4 SJlf., 3. 2SRL Hierauf wurde das prämiierte Vieh vorgefuhrt; dann ^nd Bar^Nidda war Konzert und Tan; auf dem Festplatz Vienenwirtschast. Montag werden die Preise ausgezahlt, nachmittags Ehrenpreise für Gesamtleistung, 20 Mk, L. Hübner Nidda findet BollS- und Jugendfest statt. Ehrenpreis 10 Mk. und Förster Fuusl-Christincnhof,^bcrsclbe cm Die Breisverteiluna Buck: ferner erhielten Geldpreise: 10 Mk. Lehrer Srrack-Orlcs- , r , . a Die PrelSveNkttUNg kaufen, 8 Mk. Th. Klink-Tüdelsheim, 5 Mk. L. bubner-Nidda, hatte folgendes Ergebnis: Nidda, 4 Mk Lehrer Strack-CrleSliausen, 3 Mk.^h. «lmk-^udelS- Pfcrde (Rclnier) 6rim, ein Buch für beste Leistung Lehrer Sttack-Crleshausen, . . 3 . - c a lofcenbc Anerkennung für Blenenwohnungen und Gerate L. Hub- Klasse 1. Mutterstuten mit im Lame des Jahres ‘icialL1- m-hh ä neu Fohlen, Stad Detter Grundschwalheirn Ehrenpreis des Ändes- ncr JUDDa- minhfr V1 Ctto Riillmann-Mutel- -immentaler Rinder Gründau, 120 Mk : 3. Rudolf Lehmer-Geiß Nidda, 80 Mk.; Richtervrotokoll für Simmentaler Rinder; es wurden Anerkennung Karl Flemming Büdingen, Fr. Hck. Dietzel-Eckarts-1 insgesamt 3800 Mk. Tür Preise ausgegeben. hausen und Karl Becker I Wallernhausen t . .Klasse 1, Bullen, 3—4 Jahre a_(t. Ehrenpi and- lasse 2. Nachweisbar gedeckte und tragende etuten. I toiTttoV pserdezud lvereins, 60 Mk., Robert Mickel Cber Mockstadt, 1. Pr. Geiß-Nidda. l.Pr 70 Mk. Friede. Kammer-Stockheim, 2. Br. K Adolf Mickel Cber Mockstadt 60 Mk.; 3. Pr Hch Baumann- 50 Mk. Weigandl-Groß-Bleichenbach und Hch. Nazarenns M Eckartshansen und Will'. Tihel-Herrnhaag je 40 Mk. Büches, 3 Pr te 30 Mk. Marl Schaub Wenings, Georg Ettert 11- C l d e n b >t r g e r. Weninqs, Georg Greuling II.-Bleichenbach und Herm. laut. Jahr gefallenen Fohlen. Geiß Nidda, Anerkennungen je 15 Mk. Hch. Scheuermann GcMell, eins 150 Mk. Wilh. Beckmann IV., Gg. Greuling, I. Hck. Belten, G. Wilh. Em- David Löffcrt und seine Ehefrau geb. Erb. Kreis Friedberg. = Bad-Nauheim, 21. Sept. Am 24.-25. September wird die .Freie Bädcrvercinigung^ zum dritten Male im Kurhaus zu Bad-Nallheiw. tagen. Der Verband wurde im Sommer 1911 gelegentlich der Hauptversammlung des Verein« der Kurort- und Mineralquellen-Jnkcressenlen zu Bad-Nauheim gegründet, um einen engeren Zusammenschluß der größeren Kurorte Westdeutschlands auf wirtschaftlichem Gebiet herbeizuführen. Im Jahre 1912 führten die erzielten Ergebnisse bei der Tagung vom 27.—28. September zu fetterem Zusammenschluß. An der diesjährigen Tagung werden die Kurdirektoren der Bäder Wildbad, Baden-Baden, Kreuznach. Wiesbaden, Homburg, EmS, Neuenahr^ Wildungen, Pyrmont, Bad-Nauheim teilnehmen. Starkenburg und Rheinhessen. ----- O s s e n b a ch, 20. Sept. Ter Fabrikant LouiS Feistmann hat anläßlich seiner silbernen Hochzeit der Stadt eine Stiftung von 20000 Mk. vermacht, welche zur Stärkung der Jofxs und Friederike Feistmann-Stlstung, btc von ihm im Jahre 1903 in Höhe von 50 000 Mk. errichtet wurde, ihre^Verrvendung finden soll. Hefsen Nassau. h. Fulda, 19. Sept. Die Zentrale für drahtlose Telegraphie. Tie große, von Ingenieur Schneider gcbaute drahtlose Sendestation ist jetzt dem Betriebe übergeben worden. Auf Anordnung der Reichspostverwaltung müsien die Zeitzeichen, die bisher mit einer Wellenlänge von 1000 Metern gegeben wurden, auf 2300 Meter ausgedehnt werden. Ein zweiter Senbeturm von 38 Metern Höhe ist un Bau begriffen. Beide Turme gehen später in den Besitz der Postverwaltung über. Nach Fertigstelltmg dieser beiden Stationen werden auf den verschiedensten Rhönbergen transportable Stationen für EmpfangSvcrfuche errichtet, um die Jortpflanzung der Wellen durch das Gebirge auf große Ent- tCmungen darzutun. Die «kiniixihllng öes l?anöclsfammergebäuöc$. n Gießen, 21. Sept. Am Samstag mittag rmammcltcn fick in dem neuer«* tden Handelslammcrgedäudc an der Lonpstraßr, das nach Entwürfen ix.- Arckitektcn Hamann erbaut worden ist, eine groge Vermischtes =■ + 16,4' C. Beobachtungen der Station Sieben. Höchste Temperatur Niedrigste , am 20. bis , 20. „ 21. September 2L eines falschen Fünfmarkstückes, das auf der landgräfl.-hess. Landesbank in Friedberg in Zahlung gegeben worden war, wurde erkannt, da die Nachforschungen nach einem bestimmten Later lern A ilAM «rAwon ist die an Milde, Feinheit und Alien voran AuSgiebigteil seit vielen Jahren glänzend bewährte und M v F F hO 15 H S Ci f®* --rzt/cch warm empfohlene “ v Geriebtssaal. Sanchez und Tochter. Madrid, 21. Sept. Das Urteil gegen den Hauptmann Sanchez ist jetzt, nachdem es vom obersten Kriegsgericht bestätigt worden ist, auch öffentlich bekannt gegeben worden. Sanchez wurde, wie man vermutet hatte, zum Tode verurteilt. Seine Tochter erhielt zwanzig Jahre Zuchthaus. Ergebnis hatten. Mit einer D e t e kt i v g e f chi cb t e Vnsversitäts-Ncrchrrchten. Erich Schmidts Lehrstuhl. Wie die „Hvchfchulkvrr." erfährt, wird die von dem verstorbenen Geh. Regierungsrat Professor Dr. Erich Schmidt an der Berliner Universität bekleidete Professur zum bevorstehenden Wintersemester noch nicht wieder besetzt werden. Zur Ergänzung des Lehrplans auf germanischem Gebiete, insbesondere auf dem der neueren Literaturgeschichte, ist für das nächste Semester kommissarisch der Privatdozent an der Universität zu Bonn, Dr. Hermann Schneider herangezogen, der auch, wie wir hören, an der Leitung der neueren Abteilung des Germanistischen Seminars beteiligt sein wird. WegenViehseuchcn vergehens wurden mit Geldstrafen von je 15 Mk. bestraft: der Viehhändler A S in Gambach, der Landwirt I. St. in Renzendorf, der Steinbrecher Gg. P., der Schäfer K. Ö., der Landwirt Gg. &., der Taglöhner F. K. und der Landwirt K St., samtlw) in Arnsheim. Dagegen freigesprochen wurde die Ehefrau V W. in Babenhausen. r Wegen schweren Diebstahls, durch den er sich 2 Kistchen Zigarren aus einer Kegelbahn verschaffte, wurde der 14jährigc Arbeiter K. .A. von Gedern Mit 3 Tagen Gefängnis bestraft. auf den GVroühmog. _ , ,. _ , , ____ Bei dem sich anschließenden Fcstes, enim Hotel Grotzherzog von Hessen trank zunächst Geh. KommerzienratH erchel heim aus Kader und Reich. Kommerzienrat Grünewald (Alsfeld) hielt einen Trinkspruch auf die Gäste, in deren Namen Provinzial birettor Geheimerat Dr. Usinger rn äußorsthuinorvoller^ form vollendeter Rede erwiderte. Zum Schluß iprach Bankdirektor Pareuä, der Vorsitzende der Handelskammer in Darmstadt. Am NLontag ist dies Gebäude zur allgemeinen Besichtigung geöffnet. Interessenten können, wie man uns, mittedt, die nut zahlreichen Abbildungen geschmückte, stattliche Festschrift auf Wunsch umsonst erhalten. Gießener Strafkammer. Gießen, den 19. Sept. Zur Verhandlung ausgeblieben ist der Agent P. M. in Bad-Nauheim, der wegen .Untreue angeklaat ist. Da er ordnungsgemäß geladen war, wurde Vorjührungsbefehl gegen ihn erlassen und Termin auf den 4. Nov. 1913 bestimmt. Diebstahl int Rückfall beging der vielfach vorbesttafte Arbeiter F. H. von Hagen, der in einer Wirtschaft in Klein-Linden ein Geldtäschchen nut 6,50 Mk. stahl. Strafe: 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung von einem Monat Untersuchungshaft. Auf Einziehung Straßburg. Der ordentliche Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität zu Straßburg.- Dr. Gustav Störring hat einen Ruf nach Bann als Nachfolger des an die Universität München übersiedelnden Professors Külpe erhalten. Kiel. Ernannt wurde der bisherige o. Professor Dr. theol. et phil. Ernst Sellin in Rostock zum ordentlichen Professor in der theologischen Fakultät der Universität Kiel; ihm wurde der Lehrstuhl für atttestamentliche Theologie als Nachfolger des Geheimen Konsistorialrats Prof. A. Bostermann übertragen. — Ter Privatdozcnt Dr. Hermann Mutschmann in Der lin hat den Rus an die Universität Königsberg in, P r mi- qcnonrmen und wird die außerordenttiche Prvftsiar der Elastru. Philologie zum 1. Oktober 1913 übernehmen. Er wird dort Nacfa folger von Prof. Jensen. seien. Der Kaufmännische Verein danke der Handelskammer für die Förderung seiner 3ntercffen, bie gleich lacn den allgemein».n Interessen von Handel und Industrie. . c^,v* Als 'Vertreter der Kaufmannuchen Fach,chule entbietet ÄKorpt lehret Knaus; die besten Wünsche des faufmämtu'cbcn Nach Wuchses. In voller Würdigung der großen Bedeuwng einer guten, besseren Ausbildung der jungen Kaufleute habe die klammer in Gemeinschaft mit dem Kaufmännischen Verein vor 20 Zähren die Kaufmännische Fachschule ins Leben gerufen- und ihr bis heute ihre volle Aufmerksamkeit zugewendet. Ihr verständnisvolles Interesse an dem kaufmännischen UMrrrickftÄvricn fabc ne bekundet, als sie das von dem Redner vorgelegte Programm durch- führte, und zusammen mit der Handelskammer zu Friedberg vor 10 Jahren die Konferenzen für die Lehrer an kauftnamiftchen Unterrichtsanstalten ins Leben gerufen habe. Zum Schluß sprach Prof. Dr. Krau sm ul le r für den Ortsgewerbeverein, den mit der Handelskammer leit Jahren und Jahrzehnten gleiches Interesse und persönliche Beziehungen bet' bänden - Sein Wunsch sei, daß es auch lernerhin .so bleiben möge. Hierauf hielt der Handelskammersyndikus Dr. Zeidler einen Vortrag über Die Stellung der Handelskammern iw heutigen Rechtsstaat. Nack)dem er diese Stellung unter Zugrundelegung eines reichhaltigen Materials eingcfaitb erörtert hatte, kam er zu der Frage, ob es notwendig iei, die Handelskammern einer Reform zu unterziehen. Nach dem nut großem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß Geh. Kommerzienrat Heichelheim die Feier nut einem Hock; ÄnzaA von Ehrengästen mit den Mitgliedern der Handelskammer, l um in Gegenwart zahlreicher Vertreter auswärtiger Handels- > tammern sowie der staatlichen und städttschcn Behörden die Weihe "des neuen Hauses festlich zu begehen. Als Vertreter der Regie- rung war der Minister des Innern, Erzellenz Hombergk zur Vach und Ministerialrat Hölzinger erschienen; die Provinz v«- trat Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger, die ^>tadt Oberbürgermeister Mecum, die Oberpostdirektion Darmstadt Oberpostdirektor Mi 1 kau, die Eisenbahndrrektion Frankfurt a. ..i. Negierungsboumeistcr Dr. Walloth, die Reichsbank Direktor Behling, den Hess. Handelskammertag Kommerzienrat Dr. Bamberger. Auch sämtliche Gießener Behörden waren vertreten. In dem festlich geschmückten großen Sitznngsiaal de-, w- bäudes, dessen ebenmäßige Abmessungen der Raumgestaltung des Archftetten alle Ehre machen, begrüßte der langiährige, verdienstvolle und opferfreudige Vorsitzende der Handelskammer, Gey. Kommerzienrat H e i ch e l h e i m die Erschienenen nut einer warmherzigen Ansprache, indem er besonders des Vertreters der Re nierunq, der Abgeordneten der auswärtigen Handelskammern, des Architekten Hamann, sowie der am Bau beteiligten Handwerker und Arbeiter gedachte. Seine mit lebhaftem Beifcül au- genommene Weiherede, die von freudiger Genugtuung itbet: öie glückliche und ohne jeden Unfall vor sich gegangene Dolttndung des Hauses erfüllt war, klang in dem Wunsche aus, daß das neue Heim der Handelskammer nicht nur eine Zierde der Stadt, sondern auch eine Stätte segenbringender Arbeit lern möge. Kommerzienrat Schirmer gibt zunächst ^^^uniger Rede einen Ueberblick über die Wohnungen, die die DandAskammei seither innegehabt hatte, und dankt dann dem Geh. ^Er,ienrat Heichelheim, der nicht nur den Grund unb Boden für dm Bau gestiftet habe, sondern auch die namhafte Summe von 60 000 Mk wobei er sich gleichzeitig bereit erklärt habe. die M^rkosten leihweise zur Verfügung zu stellen. Als sichtbares Anfan des Dankes für die hochherzige Stiftung habe Handriskammer be^ schloffen, sein Bildnis in Bronze an ber etatte aufzusttllen, wo er künftig als Vorsitzender seines Amtes walten weri^. Kommerzienrat Schirmer enthüllte alsdann ein von dem Bildhauer Kloetting modelliertes Reliefbildnis des Stifters, das in_ ber großen Nische bes Saales seinen Platz gefunden hat. Er gedachte bann noch der Frau des Geheimrates Heichrilxnm, die bet brr Auswal l der Innenausstattung wertvolle, Anregungen gegeben habe, unb schloß mit.dem Wunsche, bat; Derr und Frau Geh Kommerzienrat Heichelheim ihrg.Hulb noch lange ber Handels- zur Buch übermittelte mit Der,- lichen Worten die Glückwünsche der Staatsregierung, indem er der segensreichen unb rastlosen Tätigkeit^er Handelskammer gedacht^ Getreulich habe sie in ben vier Jahrzehnten ihre^ Beitehens die Gesamtinteresfen von Stadt unb Industrie wahr genommen und freimütig habe sie stets ihre Anschauungen verirricnauch wenn sie von der herrschenden Auftastung in l^.-^clspolitftck>en Fragen alrgewichen seien. Biel sei durch ihre ^iittattve erreich^ worden, vor allem bei Verbesseriing der Berkehrsverhältnisse und bei der Errichtung der Reichsbanftiebenstelle, die ja ^rade jetzt zu einer Reichsbankstelle umgewandelt wurde, ^n ^enJafaes- berichten habe die Kammer mit Befriedigung auf bic ftett Ber- rnehrung und die kräftige Entwickelung der Betriebe m ihrem Bezirk Hinweisen können. Daß sich die wirtschaftlichen Kraftt durch die Tätigkeit der Handelskammer auch m Zukunft immer weiter entfalten möchten zum Wohle unseres Heftenlandes, das sei der sehnlichste Wunsch der Regierung, ^as Bedurfnu' nach »meni neuen Heim habe sich schon längst gebieterisch geltend gemacht; daß dieser Wunsch heute schon erfüllt werden konnte, das verdanke die Kammer dem schon so oft ut freigebiger Weise b tätigten Gcnieinsinn ihres bcrmaligen Vorfttzen^n, d^ Herrn WL°mm^ienr->ts fceidjelljeim 3bm «^e.babet We »ar atlem Tank unb Anerkennung. Als äußeres Zeichen her Gvoßherzog ihm das Ehrenkreuz des Verdtenstordens Philipp-- des Vmütig-Ü v-rli-l)-u7d°s et mit herzlichen Glnckmunschen hatte sich die Strafkammer zu befassen tn der Verhandlung gegen 1. den früheren Polizeibeamten und jetzigen Inhaber eines Wach- und Schließinstituts F. F. in .Frankfurt a. M wegen Freiheitsberaubung, Amtsanmaßung, Nötigung und unbefugten Tragens einer Uniform; 2. den Versicherungsage,iten E. G. in Frcmksurr wegen Beihilfe zur Nöttgung unb Amtsanmaßung und 3. bie Efaftau des Ingenieurs M. St. in Bad-Nauheim wegen Beihilfe zur Freiheitsberaubung unb Nötigung. F , der kurz vorher in ben Bad-Nauheimer Hotels seine Dienstt als, Detektiv an- geboten hatte, war von bem amerikanischen Kurga,te R. mit ben Nachforschungen nach einer Vorstecknabel im Werte von 20 000 Mark, bie ihm int Grand-Hotel abhanden gekommen war, beauj- traqt worden, unb machte sich, ba eine Belohnung von 1000 Mk. für bie Wiebererlangung ber Nabel ausgesetzt war, mit be,onberem Eifer an bie Verfolgung ber Sache. Sein Verdacht fiel auf ben im Gianb-Hotel beschäftigten 14jährigen Pagen K. M. von ö-rieb» berg, ben man ben Diebstahl zumutete. F. machte sich an ihn heran unb versuchte zunächst burtf) gütliches Zureben, ihn zu einem Gestänbnis zu bringen. Als bies nichts' fruchtete, ging er zu schärferen Mitteln über. Er stellte sich ihm in einer Uniform vor bie M. für bie eines Polizeibeamten falten mußte, unb forbertc ihii unter ber Drohung, er werbe verhaftet, zu einem Gestänbnis auf. In seiner Angst gab M. die Tat auch zu, aber nur, um bald darauf aufs neue seine Unschuld zu beteuern. F., im festen Glauben, M. sei der Dieb, ging dann sogar soweit, ihn mit in die Wohnung seiner Schwiegereltern in Bad-Nauheirn zu nehmen und ihn hier von seiner Schwiegermutter, der Angeklagten St einen ganzen Tag überwachen zu lassen. Am nächsten Tage suchte er bann mit Hilfe bes Mitangeklagten G. aus ihn einzuwirken, um ein Geständnis und Auskunft über den Verbleib ber Nadel zu erlangen. Inzwischen hatten aber die Eltern des M. von der Sache erfahren, ihren Sohn nach Friedberg zuruckgefatt und Anzeige erstattet. Die Strafkammer erkannte gegen F. wegen Amtsanmaßung auf eine Geldstrafe von 100 Mk. unb wegen unbefugten Tragens einer Uniform auf 20 Mk., im übrigen erging Freisprechung, ba bie gesetzlichen Voraussetzungen ber weiteren Straftaten nicht gegeben waren. ^Ti^'Ueberreichung bes Ordens war von lebhaftem Beifall Namen der Stadt brachte, . Oberbürgermeister M e e il m freudigen Willkommengi-uß. Es fei Zugleich die SMe der Stadt, für die die Handelskammer emtrete,. und es sei fem herzlichster Wunsch, daß die Handelskammer im neuen Heim »um Besten der Stadt m eiter arbeiten möge wie r, d D-? R-kd», P°°s. Dr. Eck. überbifacfrte.. bic Muckn-kiM- ber Universität zur Vollenbung bes neueii, schonen Baues. Mit MMMMM OMELESL-L ber Ob-rposlbirekti-tt Darmstadt überbringt EVsZL-Srs-L-Z vierzig Jahren, also seit ^c,teyen v Handels sei. Er -?ügUcher Gradmeftei fur^d.^ »eom g vierzig Beamte an MW- daß >m mährend siS bie Zahl 6C,nÄ"er^ ten 6 heuischenGlückwünsche, indem er der Hoff- Ä&e eine Statte des Fortschrittes unb ^e^^r Aifait^ seicht Bankier Rambn» ber Smbäätamm' ?i P^jidenien. Durch Neustabt al-, .^rrrerer unb geborener Darm feine nahen Beziehungen mit ^rcuben nach unb statte stabter komme er zugleich mit bem Wuniche, feine herzlichsten GluMvu iw Hanbelskammern Gießen L Frantturi, die Ä gÄtt in Sübbeutfchlanb wäre, immer so ungetrübt ^iri wie t)i-bcr^ überbringt bie Grüße unb Glück- -^°nkb'wr Gelino r - ^ar^^^ ^b bie wiberittel- wünfche ber Wetzlarer -- ^nmmCm bei ber ben Nvrben bes rinden ^^^''^.ÄM^ßenden Bahn hervor, betonte aber, faß KALK ÜfiSlSSil*5. 'ßrrioro.Stnflcb. nn C. 3 km. voitlaa. Paderborn, hx 1 Gesucht Aum 1. ob. 15. Okt. ah Aivci flinbern ein besseresMädchen mit guten Zeugnissen. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle des Gicbener Anzeig. 115193 *21 m C»inborn $0(6 - Sieflel obMdkn WilbelmuraKc 1 'Berietzung eine berrfchaftl. 0-Zimmern'. nebii Bad iifro. •Aum 1. Oktober ob. fvni. ah vcrm 2tab. bei *21lthoff und Vicbim'rr xt im Vabcn. 075111 Zwei nr. 3-Ztmmer Wohnungen An vcrm. Schott Stroiic 17». ’.ii crfr. Part. r. CittttS . Niibl, In der Großh. 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Rothe nrif Knorr 6//) Thlr. Reinertrag 600 Mk. Nutzung-wett 1*24 Tblr. Reinertrag ,\06 Tblr. ID*', 120 Mk NutzungAwert :*i Mk- Nutzung-wert Rcrnertrag Reinertrag Reinettrag Reinertrag Reinertrag 0.47 Tblr. XS3 Tblr. s.±> Thlr. 1060 SIL Nutzung-wert 150 Mk. Nutzung-wert 77» Mk. Nutzung-wert 90 Mk. Nutzung-wett 2a/< qm........ Flur st Nr " 7 daselbst \ bl Wohnbau» mit I __ Hofrauni 'Htnter >2 a 75qm gebäude) .... I c) Waschküche . ■ J versteigert werden. Wetzlar, den 10. September 1913 Königliche» Amtsgericht II. reicht, in Empfang genommen werden. Gießen, den 22. September 1913. Bekanntmachung. In unser GenosienschastSregistcr wurde heute bei der Spar- und Darlchnskasie Langd e.G.m.u.H, eingetragen: AuS dem Vorstand scheiden auS: 1. Pfarrer Lahr. 2. Otto Sann, zu Vorstandsmitgliedern bezw. Stellvertretern solcher wurden neu icstellt: 1. Wilhelm Graf, 2. Otto Sann, beide Tie Großher;ogliche Handelskammer gez.: S. Heichelheim, Geheimer Kommerzienrat. in Langd. Hungen, 18. September 1913. Großherzogliäui Amtsgericht. Präservativ-Cream bente fuß-Salbc für Militär, Touristen, ,>ager Landwirte ufiu. Uw »Ich war am Leibe mit einer Mechte behaftet,welche mich durch da- ewige ducken Tag unb Nacht peinigte. In 14 Tagen bat Zucker** Pntent-Jlcdl- zlnal-Scifc das liebel beseitigt. Diese Seife ist nicht 1-50 9)1., sondern 100 M. wert. Serg.M." hSt.50Ps.(15° ..in» und 150 M. i35°Mn, stärkste norm). Dazu Znckooh- Crcmc «50 und / > Pf.' in der Universität» Vvotbeke, Hirsch Nvotbcke. bei *21 un. Noll, Earl Seibel, Wilb. ftitbinncr, Otto Schaaf, Gmil Marit, (ernst Stoll und W. Schrader, Drogerien. (sPM _ n /■ «nn ......... am fl November 1913. vormittag» 9 , Uhr. durch da- unter- zeichnete "Bericht — an der Gertcht-stelle — Zimmer Nr. 2 Bekanntmachung Wir bringen hiermit zur Kenntnis unserer Bezirksangehörigen, daß sich unsere Diensträume von heute ab in unserem Hause, Lonystraße 7, bc» inden. Eine Besichtigung der neuen Räume ist vährend der Zeit vom 23. biß 27. September in >en Nachmittagsstunden von 3—5 Uhr gestattet. Daselbst kann auch die Festschrift, soweit der Vorrat 1 ha 23 a 64 qm...... bl ArbciterhauS, d stall mit Scheune.......... d) Prenbau»........ c) Sefici und Maschinenbau» . Jlur 9 Nr. 13 vor dem Sicchhof Acker 2 a 57 qm...... Rlur 9 Nr. 11 das. Acker 10 a 07 am Flur 9 Nr. 61 ouim Pfarracker Acker 4 a 20 qm...... ölur 9 Nr. 14 vor dem Siechhof Oedland 1 ha 4S a 71 qm. . . .■>hir 9 Nr 15 daf. Acker M a 61 qm ,>lur 9 Nr h daselbst Hau-garten NiebergirnteS Band 19 Blatt 637. Mur 12Nr. . unter bem Brühl, Wiele 21 a 96 qm ...... jjrlur 9 Nr. 12 vor bem Siechhof Nr. 4a. ai Ningofen mit Hosraum RöhrlesFlaschenhierß sollten daherauf keinem Tische fehlen, sie bringen Freude und wirklichen Genuss. IC”/» Röhrles Biergroßhandlg. Marburger Str. 7 Tel. 344 ,Tn Dosen au 25. 40, 77> Pfg. Adler - l>rogcrfc Otto Schaaf, SelterSweg 39. 2üsz.2lepfclmost täglich frifch bei Wilbelm Maner, Baiser- Allee 27 (Zum Srotobil) *,M Telephon 34H. Obstverfteilzernnq. Die Gemeinbe Vitb versteigert ihre biesiahrige Obst» ernte, feinste Tafel unb vrima 2r'irtfchaft-aofcl, sowie Birnen und Zwetfchen. Dienstart, den 23. Eevt. 1VI3, beginnend vormittag» 9‘, llbr, am Walbeingang an ber Hattenröder Strage unb anschliefienb nn diese Versteige« runo au der Nonnenröther Stratze. Vitb, den 18. September 1913. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Lich. Dörrn er. (Be/, Zwangsverfteigernng. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in den Gemeinden Wetzlar und Wetzlar Ntedergirmes belegeneu, im Grundbuche von da Band 13 Blatt 18 und Band 19 Klatt 637 zur Zeit der Eintragimg des Versteigerung-, vermerke.- auf den Warnen des Kaufmanns Srttz Bevlcr zu Wetzlar eingetragenen (tzrundstückc Wetzlar Band 13 Blatt 18 Flur 9 Nr. 4 Haarbachstraste ^lr. 3, HauSgarten 12 a 12 gm ... Stur 9 Nr 6 bafclbiL Worten, di fVebcrviebftoU 47 a 40 qm . . Flur 9 Nr. 5 bafelbst, a» Wohnbau» mit Hofraum unb HauSgarten Freiw.lrtigemg. Degen UmzugS nach Vid) lasse ich Dienstag, 23. Scv tember, noebm. 2 llbr, in meiner Hofreite versteigern: 1 Nlähmaschine, einfvannig mit Deichsel u. Schere, sowie Handadlage, 1 Schneeschlitt., 1 Pflug, Selbstgänger, eine eiserne Pslugfchleifc, 1 eiserne Egge, 1 Slartofielvflufl, einen Wagen. 1 Halbverdeck, mehr. Dreschflegel, 1 ^egmüble, 1 grobe, fomie mehrere kleine Bütten, INollseil sürMctzger, Pferde» fomie .Shibnefd)irrc, 1 dvvvelfv. nndleinsv.Zügel, Hau»- unbMücbenflcräte, eine ei ferne Kinderbettstelle, eine fast neue Sitzbadewanne, Bohnenstangen, Erntestricke, Backtrog, Backbretter, eine grobe HundShüttc, 1 federst tz für Wagen und andere Gegenstände. 07326 HttWil fiat itfinbad). Versteigerung Dienstag, den 23. d. M. nachm.2UbrinNenftabt7»5 dahier wird die Plöbel Ber- steigernng vom 9 d. M. fortgesetzt. E» und noch vorhanden: 2 Sofa», 2 Zienische, (tzar- nitur Bezüge, Gardinenstoffe unb Ningdand. Besatz und Gallerieborben sowie Sosa» gefielle: Berfteigeruurt bestimmt. Born, GcrichtSvollzteher in Wichen. 6151 Versteigerung. Mittwoch, den 21. Sevt. b. 3-, nachmittag- I , Ubr, 7?ortsetznng her Waren Bersteigerung im Bieker scheu Saale Neustadt 55. i”'1 Es kommen zum Attsge- bot. Damvfmafch., treib» bare Modelle dazu. Trans- miffioneiL Thermometer, Brillen unb Zwicker aller Art GW»Awickeriohnei>afs . Schutzbrillen-Bauernbrillew Monorle.Brillen- u.Zwicker- ehii u. a.; fodann 1 Partie Strobhüic und ein Zimmer büfett nnaffiu eicheni. Bersteigerung bestimmt. ’" eis, lcr.>^enchi»voUzieber. Roggenbrot nnrnnticn rein emofieblt u. RiHAcnbartjcr Mnble. Tel.77v«mt «iehea. JA. Salomon 4 Cie.,Schulstr. Allg. Deolsch. Frauenverehi Ortsgruppe (Hielten. iluefunftftcUc für zrauendcnife. trrouen u. Mädchen er halten uuentgeltlich Nat unb Auskunlt für alle Berufe imaltenNathau». Marktplatz 14. Dienstag nachmittags von 61/, bi» 7", Uhr. D*f- Rechtrschuhstelle. grauen tt. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft inRtcht'5angclcgendcittll im alten NotbauvMarkt- Platz 14 Mntwoch nach- mntagS von tP/4—8 Uhr. Alle Magen- u. Darmleidende. Zuckerkranke. Blutarme ufro. eilen, um zu gefunden, bas echte Sofie tcrlhv*/, *ti mon«.hrol, "Wl verseh, m. Sireifbanb u. schwarz-roeist- roter Schutzmarke. Siet- echt u. fnfch zu hab. r: (kieken bei (