Zweiter Blatt Nr. UO Mtttvsch, R- Mai $13 |65. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. im Residenz IS* tr. ergasse 8 ien mit SIN lung dienen. Wo ein öffentlicher Nachweis nicht besteht, sind die Gewerkvereinsmitglieder verpflichtet, einen eigenen Arbeitsnachweis zu errichten." Die Entschließung wurde angenommen. schlosse statt. Der Großherzog und« der Prinzregent brachten Trinksprüche aus. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. d Brot und Backwaren Die „Lietzener Famkliendlätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ,.Krei$b!att für den Kreis Eietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit- kragen" erscheinen monatlich zweimal. M. uJö handgenaht, nenge» 9|1A tzt M. mH wie durch den Nachweis. Der Verbandstag rät allen Mitgliedern der Gewerkvereine, die Einführung von sogenannten „paritätischen" Facharbeitsnachroeiseu in keiner Weise zu fördern, weil diese von den sozialdemokratischen Gewerkschaften als Kämvf- nlittel und zur Ausdehnung ihrer Macht benutzt werden. Ein Arbeitsnachweis darf nur einzig und allein der Arbeitsvermitt- Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: e-^112. Tel.-Ad r.: Anzeiger G ießen. ib mittelgroße schicker i % fct M. Cale Ebel . li.'Ioho TdepW"* SamSta9' i 18 Mai bZiSSe®«|l;| “ "sS< ff« S .B.H5S Sa<**E .Kim« et'«»148' Besuch öes Prinzregenten Ludwig von Bayern in Darmstadt. bs. Darmstadt, 13. Mai. Die Straßen der Stadt Darmstadt trugen heute ein festliches Gewand. Vom Bahnhose bis zum Residenzschlosse wehten die hessischen, bayerischen und deutschen Fahnen. Lange vor Eintreffen des Sonderznges, der 4.47 Uhr auf dein Bahnsteig einlaufen sollte, standen dichtgedrängt die Menschen in der langen Einzugsstraße. Vor dem Bahnhöfe hielt eine Schwadron der grünen Dragoner. Auf dem Bahnsteige selbst hatte eine Ehren ko mpag nie des Leibregiments Aufstellung genommen. Alle Zivil- nni> Militärbehörden waren vertreten. Kurz vor Eintreffen des Zuges erschienen der Großherzog, der bayerische Generalsuniform trug, und die Großherzogin mit großem Gefolge. Pünktlich um 4.47 Uhr lies der Zug ein. Der Prinzreaent, in großer Generalsnnifoi-m, entstieg als erster dem Wagen, vom Großherzog und der Großherzogin herzlich durch .Händedruck begrüßt. Die P r i n zr e g e n t i n folgte. Unter den Klängen der Nationalhymne schritten der Prinzregent und der Großherzog die Front der Ehrenkompagnie ab. Dann folgte Vorbeimarsch der Ehreniompagnie. In Galawagen mit Spitzenreitern und unter Borritt einer Abteilung Dragoner fuhren die Fürsten zum Resideuzschlvß. In einem zweiten Wagen folgte die Prinzregentin und die Großherzogin; eine weitere Abteilung der Dragoner bildete den Beschluß, Dann folgten in langer Reihe die Wagen des Nolrtssche Die Negierung und die Verabschiedung der Wehrvorlage. Aus Berlin wird uns geschrieben: Zwischen der Reichsregierung und Vertretern der Reichstagsfraktionen hatten in den letzten Tagen Besprechungen über die Beratung und Verabschiedung der Wehr- und Steuervortagen stattgefunden. In diesen Besprechungen hat die Regierung den Wunsch geäußert, die Wehrvorlage zunächst im Ausschuß zu verabschieden und erst nach Verabschiedung dieser Vorlagen in die Beratung der Deckungsvvr.lagen einzutreten, während der Ausschuß die Absicht hatte, nach der ersten Lesung der Wehrvorlage zunächst die erste Lesung der Deckungsvorlagen vorzunehmen. Die Regierung fürchtet mit Recht, daß durch diese Praxis die Verabschiedung der wichtigen Vorlagen sehr verzögert wird und die Wehrvorlage erst Ende Juni Gesetzeskraft erlangen kamt. Der Heeresverwaltung ist aber daran gelegen, die Vorlage bis Anfang Juni verabschiedet zu sehen, damit die für den 1. Oktober 1913 geplanten Neueinstelluii- gen zu diesem Termine auch geschaffen werden können. Namentlich wegen der Neuordnung des Ersatzgeschäftes ist die baldige Erledigung der Vorlage notwendig. Der Ausschuß wird sich bereits in der nächsten Woche mit dieser Anregung beschäftigen. Wahrscheinlich wird der Wunsch der Regierung Erfüllung finden, damit auch das Plenum des Reichstags sich mit der Wehrvorlage bald nach dem Widderzusammeutritt beschäftigen kann. Was tric D e ck uugsvorlagen anbetrifft, so sind in hen Besprechungen die einzelnen Wünsche der Fraktionen betreffs der einzelnen Steuerprojekte eingehend besprochen worden, jo daß die Regierung die Stimmung der Fraktionen genauer flennt1. Die Fraktionen werden sich beim Zusammentritt des Plenums nochmals mit den Deckungsvorlagen auf ®runb der in den Pfüigstbesprechungen erzielten Ergebnisse beschäftigen, da der Ausschuß mit der Beratung der Steuervorlagen erst nach dem 26. Mai beginnen wird. Die Regierung scheint auch nicht ab,geneigt zu jein, eine Treu«» \\ !l 11 9 .?re.y D e chun g s v o r s ch l äg e vorzunehmen und sich zunächst mit der Verabschiedung des W e h r b e i t r a g s zufrieden zu geben, die Beratung der übrigen Deckun gsgesetze aber auf den .Herbst zu ver- s ch te bett , zumal der Reichstag im «Juni kaum Zeit finden py^fte, alle Vorlagen zu verabschieden. Irgendwelche Beschlüsse liegen hier nicht vor, doch herrscht der Wunsch vor, die Wehrvorlage mit der Vorlage über den Wehrbeitrag bis zuiu Regierungsjubiläum verabschiedet zu sehen. Ob das Plenum des Reichstags sich bald nach dem Wiederzufarnrnentritt am 26. d. M. vertagen wird, stebt Beste J^gsqueiie ur FNien! ReellesGewich verbandstag der Hirsch-Duncker'schen Gewettvereine. X Berlin, 13. Mai. Heute begannen die Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereine ihren 18. Verbandstag. Reichstagsabg. Wein hausen (Berlin) erstattete den ersten Bericht über „Das Koalitionsrecht -der Staatsarbeiter". Der Redner führte aus, daß neben der Masse der sogenannten freien Arbeiter das Heer der Staatsarbeiter marschiere, das sich von den Privatarbeitern wesentlich unterscheide. Als Arbeitgeber kommen hier das Reich, der Staat und die großen Stadtgemeinden in Betracht. Deren Arbeiter haben eine gesichertere Existenz als jene anderer Betriebe, weil ihre Arbeitgeber weniger der Konjunktur unterworfen sind und daher von der Konkurrenz unabhängiger sind. Die Arbeits- und sonstigen Verhältnisse dieser Arbeiter sind geregelt. Allerdings sehen die Leiter der Staatsbetriebe etwas ängstlich auf die Privatbetriebe hin aus Besorgnis, daß die Privatindustrie über die staatliche Konkurrenz klage. Das Arbeiterideal des Staatsarbeiters ist eine Art Beamtenideal, der Staatsarbeiter sucht seine Stellung zu festigen, indem er sich dem Beamtenideal immer mehr zu nähern sucht. Das Koalitionsrecht der Staatsarbeiter ist auch für diese ein unbedingt erwünschtes Recht. Gerade weil sie auf die Mitarbeit der Parlamente angewiesen sind, müssen sie auch dafür sorgen, daß i(yre Stimme gehört wird, und deshalb müßten sie sich auch organisieren und Zusammenschließen. Die Zahl der organisierten Staatsarbeiter beträgt zusammen rund 272000, die Gesamtzahl der Staatsarbeiter aber 629 000. Unter den Staatsarbeitern sind mehr als 57 Prozent noch nicht organisiert. Die Organisation der Staatsarbeiter stößt auf große Schwierigkeiten. Die Staatsarbeiter haben freies Bersammlungs- und Vcreinsrccht, wenn sie aber davon Gebrauch machen wollen, äußern die Behörden allerlei Bedenken und verlangen, daß die Arbeiter nur in staatserhaltende Organisationen eintreten. Nachdem aber eine bestimmte Abgrenzung für das Wort „staatserhaltend" unmöglich ist, verbieten die Behörden häufig auch das Kritisieren und Raisonnicren, wie die Vorgänge im Militärverband in München bciuiejeit l>aben. Infolge des Fehlens einer Fühlung zwischen den Leitern der Staatsbetriebe und den Arbeitern entstellen zahlreiche Mißverständnisse, da sich der Arbeiter meist, etwas dörber ausübenden pflegt als der Diplomat. In fast allen Staatsbetrieben herrscht noch immer eine gewisse Abneigung gegen die Organisation an fick, die man mit Mißtrauen betrachtet und das Wort „Streik" gilt vielen hohen Staatsbeamten heute noch als eine Art Revolution. Nun ist usugeben, daß es Betriebe gibt, in welchen im Interesse der vaterläiidischen Sicherheit verlangt toerb-en muß, daß der Arbeiter sein Privatwohl hinter das öffentliche Wohl zurück- stellt: das wird aber nicht allein vom Arbeiter verlangt. Es muß zwischen gemeinnötigen und anderen Staatsbetrieben unterschieden werden. In den ersteren verlangt es die Rücksicht auf das allgemeine Wohl, daß die Arbeiter auf die gemeinsame Arbeitsniederlegung verzichten. Dafür müssen dem Arbeitern entsprechende Werte gegeben werden in Form von Mästen, nicht von Wohltaten. (Lebh^ Beifall.) Der Redner ging dann auf die verschiedenen Forderungen ein, die int Reichstag an die Staatsverwaltung gestellt wurden, so bezüglich der Tarifverträge, der Arbeiterausschi'ifse, der Bezahlung der Wochenfeiertage, Gewährung von Erholungsurlaub usw. Nach einer lebhaften Aussprache wurde eine entsprechende Entschließung angenommen. Das folgende Thema: Das Rechtsverhältnis zwischen Unternehmern und Arbeitern behandelte Gleichauf (Berlin;. Der Redner legte eine Reihe von Leitsätzen vor, in denen es u. a. heißt: „In allen Betrieben der Großindustrie hat das Arbeitsrecht eine Betriebs Vertretung vorzu sehen, die sich anpaßt großen, mittleren und kleineren Betrieben. Eine solche Betriebs- Vertretung besteht aus der Vertretung der Werkleitung, der Angestellten und der Arbeiter. Diese Betriebsvertretung hat mftzm sprechen: über die Grundsätze, nach denen Angestellte und Arbeiter angestellt und entlassen werden dürfest: über Gehalts- und Lohnfragen der Angestellten und Arbeiter: über die Arbeitszeit, besonders über Nacht und Sonntagsarbeitszeit: über Urian Verteilung; übet Fest stelluug, Anwendung nab Verwendung von Ordnungsstrafen; über alle vorhandenem U n t e r st ü tz u n g s e i n r i ch - fungeit; über Beschwerden der Angestellten und Arbeiter." Zm Anschluß an den Vortrag Gleichaufs kam es zst einem Zwischenfall. Der Vertreter des Reichsamts des Innern, Geh. Regierungsrat Siefart wendete sich gegen।eine Aenßernng des Vortragendem, daß die Regierung einen Unterschied in der Behandlung der Ar beitnehmer und Arbeitgeber mache, und befreidmctc diese als m a ß- l o s e Ucbertrcibung und ungerechten Vorwurf. Ebenso verwahrte er sich gegen die Behauptung, daß in Deutschland nicht das Recht, sondern das Faustrecht herrsche und daß bei Streiks Polizei und Militär sich in den Dienst der Unternehmer stellten, während die Regierung nichts tue, um die Sage der Ar beiter zu verbessern. Der Vertreter des Reichs« mts des Innern sprach die Erwartung aus, daß der Vorsitzende diese Angriffe rügen würde, widrigenfalls er selbst den Ver Handlungen nicht länger würde beiwohnen und audi seinem Chef nicht empfehlen könnte, einen Vertreter zu den Beratungett zu entsenden. Der Vorsitzcnrde Hartmann erklärte, keine Veranlassung zu haben, den Vortragenden znrechtzuweisen; in der Versamm lang habe feder das Recht, frei von der Leber weg zu sprechen, und seine Meinung zu äußern. Darauf verließen die Regierungs vertret er den Saal. Eine Entschließung, die Gleichauf vorgelegt hatte, wurde nach einer Aussprache angenommen. lieber „Arbeitsnachweis und Arbeitslosen Versicherung" sprach der Verbandsabgeordnete Schumacher (Berlin!. Seine Ausführungen gipfelten in nachstehender lEntschließung: „Der 18. Verbandstag der deutschen Gewerlvereiite fordert eine periodische Zählung de r Arbeitslosen durch das Reich; ferner erklärt er, daß die Unterstützung der Arbeits losen in erster Linie eine Aufgabe der Arbeiterberussvereine sei. Die. Gemeinden sollten es aber für ihre Pstich: halten, den ansässigen Arbeitslosen nackt einjähriger Ortsangehärigkeit einen Zuschuß M der Organisationsunterslützung zu zahlen. Dieser Zuschuß 'könnte in derselben Höhe den unorgamfierten Arbeits losen als Unterstützung gezahlt werden. Derselbe soll nicht als Armenunterstützung gelten. Weiter fordert der Verbandstag die gesetzliche Regelung des Arbeitsnachweises. Die Gemeinden von 10 000 und mehr Einwohnern sind zu verpstichten, äff ent liche Arbeitsnachweise einzurichten; kleinere Gemeinden können zu diesem Zweck zatsaiumengelegt werden. Dieser öffentliche Arbeitsnachweis ist völlig unbarteiifdji zu verwalten. Wo die Leitung paritätisch ans Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu sammengesetzt ist, sind Vertreter aller am Orte bestehenden 'Organisationen hinzuznziehen. Alle Arbeitslosen haben sich aus dem Arbeitsnachweis zu melden, desgleichen muß jebe: offene Stelle sofort mit geteilt werden. Auf Grund nach auswärts nach gewiesener Stellen hat die Eisenbahn gegen Vorlegung der Bescheinigungen über erfolgte Arbeitsvermittlung die Arbeitslosen für den Preis der Militär- laorrarten pn ine Station des neuen Arbeitsortes zu fahren. Die Tätigkeit des ober der Arbeitsvermittler ist durch ein i Gefolges. Im Residenzschloß werden die Gäste Wohnung Regulativ zu regeln: letzteres darf keine Bestimmungen enthalten, nehmen. Um 1/28 Uhr fand große Galatafel wonach die Arbeitslosen keine andere Arbeit annehmen dürfen, schlosse statt. Der Großherzog und der Prinzr lieber die deursch-sranzöskscheverftan^gungskonferenz wird aus Bern ausführlich berichtet: Tie deutsch-französische Verstäudiguugskonferenz wurde am Sonntag vormittag in der Aula der Berner Universität durch den Vorsitzenden des einbernfenden Ausschusses, Nationalrat Grimm, eröffnet. Den AusgangspunA der Kön- ferenz bildeten, erklärte er, die Rüstungsvorlagen in Deutschland und Frankreich, Ziel der Konferenz die Anbahnung einer friedlichen Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich in der Frage des Wettrüstens. Weitere Be- grüfungsansprachen hielten Gotbat, Direktor des internationalen Friedensbureaus, der sozialdemokratische Nationalrat Greulich, und im Namen der stadtbernischen Behörden der sozialdemokratische Nationalrat M u e l l e r. Im Namen der französischen Abordnung dankte der Senator D'Est0urnel les de C 0 n st an t, Vorsitzender der parlamentarischen Schiedsgerichtsgruppe Frankreichs, für die Einberufung der Konferenz; im Namen der deutschen Abordnung sprach Reichstagsabgeordneter Bebel und wünschte der Konferenz gutes Gelingen. Nach ihm sprach kurz Reichstagsabgeordneter Haußmann, worauf die Sitzung zur Bestellung des Bureaus abgebrochen wurde. Schriftlich oder telegraphisch haben sich entschuldigt die Reichstagsabbeordneten Dr. v. Liszt, Friedrich v. Payer, Müller-Meiningen, Generalmajor Häusler, Südekum. Tie nationalliberale Gruppe des Reichstags erklärte in einem Schreiben, daß sie dem Bestreben nach einer deutsch-französischen Annäherung durchaus sympathisch gegcnüberstehe. Sympathielundgebungen liegen weiter vor von der parlamentarischen Arbeiterpartei Großbritanniens, der Wiener Friedensgesellschaft u. a. Auf Ö Uhr abends war eine Vollversammlung der Konferenz angesetzt, nachdem nachmittags Sitzungen der nationalen Ausschüsse getagt hatten. Tie Vollversammlung könnte indes erst um 7 Uhr eröffnet werden und bildete zugleich die letzte Versammlung der Konferenz. Tas mit D'Estournelles de Constant und Haase-Berlin als Präsidenten gebildete Bureau könnte mitteilen, daß sich die nationalen Ausschüsse auf eine Kundgebung geeinigt haben, um deren einstimmige Annahme ohne Aussprache' das Bureau ersuche. Tie Kundgebung lautet: Die erste Konferenz der deutschen und französischen Parlamentarier, versammelt zu Bern am 11. Mai 1913, wendet sich mit aller Entschlossenheit gegen die verwerflichen chauvini - st i s ch e u Hetzereien jeder Art und gegen die sträflichen Treibereien, die auf bewen Seiten der Grenze den gesunden. Sinn uno bic_ Liebe der Völker zum Vaterland irreznführen drohen. Sie weiß und verkündet, daß die beiden Völker in ihrer Ungeheuern Mehrheit den Frieden,wollen. Sie verpflichtet sich, unverzüglich daran zu arbeiten, daß Mißverständnisse zerstreut und Konflikte vermieden werden. _ Sie dankt von 5)erzen der vom Volk erwählten Vertretung E l s a ß - L 0 t h v i n g e n s , daß sie mit ihren lwch- herzigen Erklärungen die Annäherung beider Länder zu einer werklräftigen Gemeinschaft erleichtert hat. Sie lädt ihre Mitglieder dringend ein,'auf die Regierungen der Großmächte hin- zulvirken, daß sie eine Beschränkung der Ausgaben für Heer und Flotte herbeiführen. Die Konferenz tritt warm ein für den Dom Staatssekretär der Vereinigten Staaten, Bryan, in der Schiedsgerichtsfrage gemachten Vorschlag. Sie fordert demgemäß, daß Konflikte, die zwischen beiden Staaten entstehen könnten, und die auf diplomatischem Wege nicht zu schlichten sein sollten, dem Haager Schiedsgericht unterbreitet werden. Sie zählt auf ihre Mitglieder, daß sie in diesem Sinne eine tatkräftige und nachhaltige Wirksamkeit entfalten werden. Sie ist überzeugt, daß die Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich auch die Verständigung zwischen den (tzroßmächtegruppeu erleichtern und damit die Grundlage für einen dauernden Frieden schaffen lvird. Sie beschließt, daß ihr Präsidium sich als st ä n b i g e s K 0 m i t e c konstituiert, mit dem Recht zur beiderseitigen Kooption. Sie gibt dem Komitee zugleich den Auftrag, neue Konferenzen periodisch oder je nach den Umständen unverzüglich einzuberusen. Diese Kundgebuttg wurde einstimmig und mit begeisterten Rufen: pour la paix, pour la sohdarite internationale von der Konferenz angenommen. Damit war die erste deutsch-französische Verständi-gungslönferenz beendet. Nach der endgültigen Feststellung haben 33 deutsche NeichstagS- abgeordnete, davon 10 bürgerliche, und 164 Abgeordnete der französischen Kammer, sowie 21 französische Senatoren an der Konferenz teilgenommcu. Edelweiss (it5rirkun$ ' Morgen vormittag 10 Uhr wird sich der Prinzregent mit dem Großherzvg und dem Gefolge nach Offenbach begeben, um die technischen Lehranstalten dortselbst zu be- sichtigeu. Ludwigshafen, 13. Mai. Nach Der Begrüßung im festlich geschmückten Stadthaussaale, wo der Prinzregent eine Reihe Ordensauszeichnungen persönlich verteilte, sand eine Nheinfahrt statt zur Besichtigung der Hasenanlagen. Eine ungeheure Menschenmenge, die auf dem Rheinufer wie auf den am Ufer liegenden Schilfen Ausstellung genommen statte, brachte den Herrschaften lebhafte Kunogeoungen dar. Unter Böllerschüssen und den Klängen der Miusittapellet: ging die Fahrt auf. deut Festjchiff „Kaiserin Friedrich", welches von einer flnzostl dicht besetzter Boote begleitet war, zunächst stromaufwärts und dann sttomabwärts zur Landungsstelle zurück. Stad) einer Besichtigung des Betriebes der Ludwigshafener Walzmühle erfolgte um 12 Uhr 30 Minuten unter Böllerschüssen und Glockengeläut die Abfahrt vom Bahnhof nach Speyer. Nach ihrer Ankunft in Speyer begaben sich die Herrschaften in das Regierungspräsidialgebäude, um beim Regierungspräsident das Frühstück eintzunelMen. Der Prinzregent überreichte dem Regierungspräsidenten ein Handschreiben, in dem er den Pfälzern für die herzliche Ausnahme, die Beweise der Liebe, Treue uitö Anhänglichkeit feinen herzlichen Dank ausfp-richt. Vom Regierungsgebäude folgte sodann die Fahrt zum Bahnhof, von wo um 3,08 Uhr die Fahrt nach Darmstadt angetreten wurde. Prinz Karl von Rumänien beim Kenig von Ztaiien. Rom, 12. Mai. Heute abend fand zu Estren des Prinzen Carl von Rumänien Hoftafel statt, an der u. a. Würdenttägern der MinisterpÄisidettt und der! Minister des Aenßern teilnahnrcn. Der König brachte folgenden Trinkspruch aus: „Königliche 5)oheit! Mit lebhaftem Vergnügen begrüße ich Ew. Königliche Hoheit als Gast Italiens und meinen Gast in Rom, aus dem die edle rumänische Nation ihren ruhmreichen Ursprung genommen, von dem sie ihr charakteristisches Gepräge und ihre hohe Mission der Zioilisatioil empfangen hat. Se. Majestät König Carl, welcher die Geschicke Rumäniens mit so hoher Weisheit feitet, bereitete mir durch den Besuch Ew. Königl. Hoheit eine große Freude, entsprechend den engen Banden des Gefühl u'.ld des Interesses, welche beide Völler vereinen und an denen sich die Politik beider Regierungen begeistert. Mit diesen Gefühlen erhebe ich das Glas auf Se. Majestät den König Carl, auf Ihre Majestät die Königin, die ganze königliche Familie und trinfe auf die Wohlfahrt Rumäniens! Prinz Carl enviderte: Sire! Jiief bewegt durch die freundlichen Wotte Eiv. Majestät bitte ich Sie, meinen ehrerbietigsten Dank für den so wohlwollenden Empfang entgegensuncfymen, den Ew. Majestät mir zu bereiten geruhte. Ich werde mich beeilen, meinem geliebten Oheim die so schmeichelhaften Worte Ew. Majestät zu übermitteln und werde ihm von den unzähligen Aufmerksamkeiten berichten, mit denen mich Ew. Majestät zu "überhäufen beliebte, und ebenso von den Gefühlen Ew. Majestät, die so voller Freundschaft für Rumänien sind. Ich wüßte nicht hinreichend auszudrücken, wie mein Herz von Dankbarkeit für Ew. Majestät erfüllt ist. Die Zeichen hohen Wohlwollens und äußerster Güte, die Ew. Majestät gegeben haben, werden niemals aus meinem Gedächtnis verwiesen. Mein erster Besuch in diesem wundervollen Lande wird mir die angenehmste Erinnerung meiner Jugend bleiben. Durchdrungen von den Gefühlen treuer Anhänglichkeit an Ew. Majestät, bitte ich Cw. Majestät mir zu gestatten, mein Glas zu erheben auf Ew. Majestät kostbare Gemudheit, ebenso auf die Gesundheit der Königin und der ganzen königlichen Familie, sowie Em. Majestät gleichzeitig der unwandelbaren Freundschaft zu versichern, toeld>e der König, mein Oheim, für Ew. Majestät hegt. Es leben die Majestäten, es lebe Italien! Ter König verlieh dem P rin zett Carl von Rumänien den Annunziatenorden. noch nicht fest. Wahrscheinlich dürfte feine Pause ein treten, das Haus wird kurze Nachmittagssitzungen von 3 Uhr ab abholden, da neben der Wehrvorlage noch das Staats- augehörigkerLsiFesetz, der Entwurf ich er die Entschädigung der Schöffen und Geschworenen, der Entwurf über die Er richtung ümi Fugendgerichten und das deutsch-russische Lite- ratur-'W'kommen vor der Vertagung verabschiedet werden sollen. Line blutige Schlacht in MexM» New Bork, 13. Mai. Nach einer Depesche aus No- gales (Arizona) fand in vergangener Woche bei Ku- Yam-es im Staate Sonora eine dreitägige Schlacht zwischen amerikanischen Bundestruppen und Aufständischen statt. Nach «einer Meldung des Generals Oregon wurden 500 Mann der Bundestruppen getötet und 200 verwundet. Tie gefangenen Offiziere sollen auf beiden Parteien erschossen worden sein. .Ain Eisenbahnzug mit .Holz und Rohöl ist nach dem Schlachtfeld geschickt worden, damit die Leichen verbrannt werden.___________________ Die internationale Zeerechtskonfercnz. Kopenhagen, 13. Mai. Heute vormittag ist die 11. Internationale Seerechtskonferenz im Landthing-Saale eröffnet worden. Es waren 150 Delegierte anwesend. Die Eröffnungssitzung irtirbe durch den vorläufigen Präsidenten der Konferenz, Landthingspräsidenten Goos, eingeleitet. Außerdem hielten Begrüßungsansprachen der Handetsmi- uister Muus, der Präsident des dänischen See- und Handelsgerichts Koch, der Belgier de Jeune. Die Delegierten sämtlicher Nationen dankten für den Willlommens- gruß, worauf sich die Konferenz mit Koch als Vorsitzendem ionstituierte. Nach einem kurzen Bericht über die Komiteearbeiten seit der letzten Konferenz leitete Professor Hage- r up die Verhandlungen über die Londoner Deklaration ein. Arrche rind Schule. Der neue Bischof von Limburg. Dr. Kilian ist, so lesen >oir in der „Köln. Volksztg.", am 2. November 1856 zu Eltville int Rheingau als Sohn eines einfachen Handwerkers geboren, besuchte dort erst die Volksschule, später die etwa einer Rektoratschule gleichstehende Lateinschule und hierauf das Gymnasium in Hadamar. Nachdem er sich zum Studium der Theologie entschlossen,' bezog er die Akademie in Münster, wo er auch als Einjährig-Freiwilliger seiner Militärpflicht genügte, später die Universität München und trat dann in das Priesterseminar des Erzbistums München-Freising zu Freising ein. Am 29. Juni 1881 zum Priester geweiht, fand, wie wir weiter von dem Kölner Blatte unterrichtet werden, Kilian, weil in der Heimat die Kulturkampfgesetze eine Verwendung in der Seelsorge unmöglich machten und der vom Kgl. Gerichtshof für tirchliche Angelegenheiten im Jahre 1876 zur Entlassung ans seinem Amte verurteilte Bekennerbischof Peter Joseph Blum in der Verbannung weilte, seine erste Anstellung als Kaplan (Kooperator) in dem malerisch schön gelegenen Badeorte Reichenhall in den bayerischen Alpen. Dann wanderte er über die Alpen als Kaplan, an die Kirche der deutschen Nationalstiftung St. Maria dell' Anima in Rom. Er erwarb den Doktorgrad. Mittlerweile war Bischof Blum vom Kaiser Wilhelm 1. „begnadigt" worden und im Dezember 1883 auf seinen Bischofssitz Limburg zurückgekehrt. Er ernannte im Juli 1884 den aus der ewigen Stadt heimgekehrten Dr. Kilian zum Kaplan in Limburg. Aus der Bischofsstadt führte ihn sein Lebensweg nach sechsjähriger Tätigkeit als Religious- und Oberlehrer an das Gymnasium in Montabaur. In dieser Wellung blieb er bis zum Frühjahr 1899. Seitdem gehört er dem Domkapitel von Limburg an und ist als Wirklicher ^Geistlicher Rat zugleich in der Diözesanverwaltung mit tätig. Der neue Bischof steht im 57. Lebens- l'ahre. Er ist ber siebente Bischof der erst im Jahre 1827 mit dem ersten Oberhirten besetzten Diözese Limburg. vertrrterversammlung öes Hess. Landes-Lehreroereinz. ' — Bad-Nauheim, 13. Mai. Heute tagte int „Sprudel-Hotel" die Vertreterversammlung des Hessischen Landes-Lehrervereins. Von den 102 Bezirksvereinen waren 101 vertreten. Ohne Besprechung werden Jahresbericht und Kassenbericht genehmigt. Als Jubiläumsbeitrag zu der 25jährigen Regierungszeit des Kaisers beschließt die Versammlung, von jedem Mitglied eine Mark zu erheben. Die Stiftung soll zur Unterstützung lungenkranker Lehrer verwandt werden. Die seitherige Unterstützung an außer Dienst sich befindliche erkrankte Schulverwalter aus der Kasse des Vereins provisorisch angestellter Lehrer wird von 60 Mk. auf 70 Mk. erhöht. Vom Jahre 1913 an wird mit der Unterstützungskaffe der Ludwig- und Alieestiftung eine Witwcu- pensions-Zuschußkasse verbunden. Diese Kasse hat den Zweck, solchen Lehrerwitwen und Lebrerwaisen, die nach dem Gesetz vom 17. Juli 1912, betreffend die Witwen- und Waisenkasfe der Volksschullehrer, ein geringeres Witwen- oder Waisengeld erhalten werden, als es nach den bisher geltenden Bestimmungen der Fall gewesen wäre, den hierdurch entstehenden Ausfall als Zuschußpension zu ersetzen. Mit allen gegen vier Stimmen wurde der Antrag verschiedener Bezirksvereine, daß der „Schulbote für Hessen" in Zukunft deutsch gedruckt werde, angenommen. Die im letzten Sommer schon von einer großen Anzahl von Bezirksvereinen begründete! H i l f s k a s s e wird von der Vertreterversammlung mit überwiegender Mehrheit gutgeheißen. Ein Ausschuß van zehn Mitgliedern, je zur Hälfte der Hilfskasse und dem Vorstand des Landes Lehrervereins angehörig, soll die Zusammenfassung der bis jetzt schon bestehenden Einzelteile veranlassen und für die nächste Vertreterversammlung einen Satzungs- entwurs vorbereiten. Zur Aufbringung der Beiträge spricht sich die Lehrerversgminlung für die Freiwilligkeit aus. Zur Besoldungsvorlage wird folgende Entschließung einstimmig angenommen: „Die am 13. Mai in Bad-Nauheim tagende Vertreter- Versammlung des Hessischen Landes-Lehrervereins gibt ihrem Befremden darüber Ausdruck, daß die seit einem halben Jahre vorliegende Besoldungs Vorlage der Regierung keine der Dringlichkeit und der Bedeutung der Sache angemessene Behandlung erfährt. Veranlaßt durch die in letzter Zeit bekannt gewordenen Bestrebungen, die Besoldnngsvorlage durch Verkoppelung mit den Deckungsgesetzen für die Wehrvorlage hinauszuschieben, erwartet sie darum von den gesetzgebenden Faktoren, daß sie das Besoldungsgesetz sofort in Beratung nehmen, damit die endgültige Verabschiedung jedenfalls im Laufe des Jahres möglich ist. Die Versammlung ist davon überzeugt, daß das Nicht- zustandekommcu des Gesetzes bis zu diesem Zeitpunkt einer Verschiebung aus lange Zeit hinaus gleichkommt, was für die hessischen Volksschullehrer ein weiteres Belassen in ihrer geradezu unerträglich gewordenen Stellung bedeuten würde. Die Kosten der Wehrvorlage, die von dem gesamten Volke und damit auch von den hessischen Volksschullehrern gerne ge- tragen werden, können und dürfen keinen Anlaß abgeben, den hessischen Lehrern das Diensteinkommen nicht zu gewähren, u>or» aus sie nach den Grundfäyen der Gerechtigkeit und Billigkeit, wie auch nach dem einmütigen Verlangen der Zweiten Kammer vom 8. und 9. Mai d. I. den begründersten Anspruch haben." Im Anschluß an die Bertreterversammlung, die um 5 Uhr ihren Abschluß sand, konnten durch das Entgegenkommen der Bade- und Kurverivaltung die modernen Bade- und K u r - anlagen sowie die neue Saline unter sachkundiger Führung beiichligt werden. Auch die mir der Tagung verbundene Lehr- in i 11 e l a n s st e l l u n g in der Turnhalle der Stadtschule wurde von vielen Teilnehmern besichtigt. Abends fand im großen Saale des „Sprudel-Hotels", der bis zum letzten Play gefüllt war, ein K ommers statt, den Bürgermeister Dr. Kayfer leitete. Gemeinsame Lieder wechselten mit Darbietungen des unter Leitung von Lehrer Bechtolsheimer tresslich geschulten Gesangvereins „Frohsinn", Sologeiäugen des Reallehrers Ehr. Schmidt- Friedberg und Vorsührungen der Turnerinnen -Abteilung und der Fechter r iege des Turnvereins. Die Musik wurde von der Kapelle des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 ausgeführt. Zwischen diesen Veranstaltungen wurden Ansprachen gehalten. Bürgermeister Dr. K a y s e r begrüßte die Lehrerschaft Namens der Stadt und des Schulvorstandes mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog. Oberlehrer Kredel brachte die Grüße des Lehrerkollegiums der Stadtschule und des Bezirksvereins Fried- berg-Bad-Nauheim. Sein Hoch galt dem Vaterlande, lieber die Beziehungen von Elternhaus und Schule sprach Oberlehrer Dr. Strecker, währeird Dr. med. Hahn in einem Trink- spruche des Lehrerstandes gedachte. Lehrer Gommersheim sprach auf die deutsche Frau. Der Festabend nahm einen glänzen- den Verlaus._______________________ X Generalversammlung öes preußischen Rettoremvereinr. = Berlin, 13. Mai. Unter zahlreicher Beteiligung von Delegierten aus der ganzen Monarchie trat heute vormittag hier im Lehrervereinshause der Preußische Rektoren-Berein zu seiner 10. Generalversammlung zusammen. Nach einem kurzen Bericht über die Tätigkeit des Vorstandes int äbgelausenen Geschäftsjahr hielt Univerfitätsprosessor Dr. Lldolf v. Wenckenstern (Breslau) einen Festvortrag über „Volk, Staat, Wirtschaft in Brandenburg-Preußen". Nach diesem Vortrag sprach Rektor Troll (Berlin) über „Lehrerbildung und Leh-rer- laufbahn". Nach einer lebhaften Aussprache wurde die Generalversammlung geschlossen. Deutscher Psaöfinder-Tag. § Magdeburg, 13. Mai. Mit einem lTmpfangsabend im Gesellschaftshause begannen hier die Veranstaltungen des Deutschen Pfadsinder-Tages, zu dem eine große Anzahl von Abordnungen der einzelnen Ortsgruppen eingetrossen war. Den Verhandlungen ging ein Kriegsspiel voraus, das auf dem Craeauer Anger stattsand und dem auch Generalfeldmarschall Freiherr v. d. Goltz beiwohnte. Hieran schloß sich ein Feldgottesdienst, bei deut Militäroberpfarrer S ck l e- gel eine Ansprache hielt. Nach dem Rückmarsch in die Stadt fand ein Festmahl statt. Die eigentliche Hauptversammlung tagte unter dem Vorsitz des Konsuls Bachwitz. ES wurden zunächst einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt, worauf die Frage eines allenfallsigen Zusammenschlusses mit dem Jungdeutschland Bund erörtert wurde. Es wurde schließlich eine Kommission gewählt, welche die Frage weiter bearbeiten soll. Bei den LZorstandswahlen wurde der alte Vorstand wieder- und Generalleutnant v. Mülmann als Schrift sührer neugewählt. Die Entwicklung des Bundes hat es nötig gemacht, noch einen vierten Landesfeldmeister zu schaffen, so daß die Ortsgruppen jetzt in die Abteilungen Nord, Süd, Ost Urid West zerfallen. (Sine große Anzahl von Abgeordneten und jugend- licheir Pfadfindern mackste am nächsten Tage einen Ausflug in den Harz. vezirkstierschau Grünberg. n. Grünberg, 13. Mai. Von schönem, wenn auch nicht ganz heiterem Wetter begünstigt, veranstaltete der Landwirtjchaftskammer-Ausschuß für Ober Hessen heute hier auf dem Viehmärktplatze die erste der drei festgelegten Bezirkstierschauen. Angemeldet und auch aufgetrieben waren 30 Vogelsberger, 35 Saaner Ziegen und zwölf deutsche veredelte Landschweine. In der Gruppe Vogelsberger haben sich die Orte Lauter, Grünberg, Queckborn und Göbelnrod an der Schau beteiligt. Nicht vertreten waren Bingmühle, Weickartshain, Stockhausen und Beltershain. Im ganzen haben 13 Züchter um die Palme gestritten. Zur Kreisschau hatten sich 19 Züchter aus dem Bezirk Grünberg gemeldet; es sind also heute nur 69 Proz. von ihnen erschienen. In der Gruppe Ziegen beteiligten sich Saasen, Queckborn, Grünberg und Stangenrod mit 29 Züchtern, ist gleich 71 Proz. der für Meßen gemeldeten Ausstellern. Die deutjchen Edelschweine stellte Kammerrat L. Clemiu, Hofgut Winnerod, zur Schau. Die Prämiierung der Vogelsberger und der Schweine erfolgte auf Grund des Punktierverfahrens und für die Preisgerichte war es eine schwere Aufgabe, ihre Tätigkeit in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit zu erledigen. Bei ben Ziegen hat man von dem Punktieren abgesehen. Als Preisrichter waren tätig für a) Vogelsberger: Dr. Knell-Gießen, Th. Fischer-Zwiesalten und W. Dünkel-Eschenrod: b) Schweine: Hch. Klink-Calbach und Otto Kock>-Aulen- diebach: c) Ziegen: Oekonomierat Spieß-Friedberg, Kulturtechniker Kunz-Lauterbach uud C. Sinn-Romrod. Anschließend an die Prämiierung sand eine Versammlung in dem Dem Viehmarktplatz nahegelegenen Restaurant statt. Sie wurde geleitet von Dem Vertreter des Landwirtschaftskammer- Ausschusses, Vorstaudsmitglied M o g k. Die Preisrichter bc- richteteu über die verschiedenen Gruppen. Möge die Schau die Züchter aus dem Bezirke Grünberg zur eifrigen Arbeit wieder neu anregen und das Interesse für die Vogelsberger und Saanen- ziegenzucht, sowie der Zucht des deutscknm veredelten Landsckstvcines immer mehr wecken und fördern. Dieser Gedanke kam mehrmals in der Versammlung zum Ausdruck. Auch wurde angeregt, die Tiere auf die Weide zu bringen, denn ohne Weidegang keine Zucht. Während oer Versammlung kamen die Preise zur Auszahlung. Das Prämiierungsergebnis ist folgendes: I. GruppeVogelsbergcr. Bullen: GemeindeQueckborn 1. Preis und Gemeinde Grünberg 2. Preis. Klaffe 3 Kalbinnen: Karl Pitz-Lauter 1. Preis: derselbe 3. Preis und Hermann Velten-Göbelnrod 3. Preis; Klasse 4 jüngere Kühe: Hermann Von Eisf-Grünberg 1. Preis; Ludw. Dörr- Queckborn und Eckhard Niebergall-Göbelnrod je einen 2. Preis: Karl Pitz-Lauter einen 3. Preis; Kaspar Großbaus und Fr. Jockel II.-Grünbcrg je eine Anerkennung. K lasse 5 ältere Kühe: Gg. Fuldat-Grünbcrg 1. Preis: Herrn. Velten-Göbelnrod und Fr. Jockel II.-Grünberg je einen 2. Preis: Herrn. Bon Eiff II.-Grünberg, Karl Pitz-Lauter, Heinr. Eifcrt-Grünberg und H. Von Eiff-Grünberg je einen 3. Preis: Ludw. Don-Queckborn eine Anerkennung. K lasse 6 Fam ilien: Karl Pitz-Lauter 1. Preis; Herrn. Veltcn-Göbelnrod 2. Preis; Herrn. Von Eiff II.- Grünbcrg 3. Preis und Ludw. Dörr-Queckborn und Herrn. Gillcr- Grünberg je eine Anerkennung. Klasse 7 Kleine Sammlungen: Karl Pitz-Lauter einen 2. Preis. II. Gruppe Saanenziegen Klasse 1 Böcke: meinte Stangenrod 2. Preis: Gemeinde Queckborn 3. Preis und Gemeinde Grünberg eine Anerkennung. Klasse 3 Aeitere Ziegen: Ludw. Görnert XIV.-Queckborn Ehrenpreis oes Kreis- ziegenzuchtvereins 25 Mk: Johs. Jäger-Qneckborn 1. Preis: Karl Sauer-Stangenrod und Heinr. Junker II. Queckborn einen 2. Preis: Heinr. Röder II.-Queckborn, Heinr. Eifert-Grünberg, Heinr. Werner-Queckborn und Heinr. Gehringer IV -Ctrintberg je einen 3. Preis: Heinr. Werner-Queckborn, Marl Jäger-Qneck- born, Karl Siegjried-Grünberg. Konr. Mlös II.-Stangenrov, Karl Christ III.-Grünberg, Heinr. Schenck-Grünberg, Karl Erb-^tangcu- rod, Heinr. Klös III.-Stangenrod und Sebastian RieDmann-Grün- berg jc^ eine Anerkennung. M lasse 4 Jüngere Ziegen: Ernst Selrrt-Grünberg 2. Preis: Paul Schmidt I.-Saasen, Peter Schäfer-Stangenrod und Bürgermeister Sckepp-Saasen ie einen 3. Preis: Jobs. Jäger-Qneckborn, Heinrich Klös III.-€tan-j gen rod und Heinr. Knauß, Stangenrod je eine Llnerkennung. III. Gruppe Schweine: Kammerrat Ludw. (Hemm, Hof-; gut Winuerod, fünf 1., zwei 2., zwei 3. Preise und zwei Anerkennungen. Von diesen Preisen wurden bestimmungsgemäß nur die zwei höchsten in Geld ansbezahlt. Die Bestimmung fam auch bei einigen Ausstellern in Gruppe Vogelsberger zur Anwendnna. Vermischtes. * Beim Spiel tödlich verunglückt. Aus Saarbrücken, 10. Mai, wird gemeldet: Ans der Grube „Velsen" vergnügten sich gestern ivährend der Mittags^ pause mehrere jugendliche Bergarbeiter damit, auf einem leeren Kippmagen eine abfallende Geleisstrocke hinunterzufahren. Deibei versagten die Bremsen. Der Kipploagen kam ins Rollen und stürzte an einer Kurve um. Einer der Insassen wnrde aus der Stelle getötet, zwei andere schwer und zwei leicht verletzt. Kleine Cagerchronit. Aut Sonntag früh wurden in einer Bedürfnisanstalt in Berlin zwei frisch abgeschnittene Menschenbeine gefunden. Es ist jetzt festgestellt worden, daß die Persönlichkeit anscheinend gewaltsam getötet wurde. Es ist der .12y2 Jahre alte Volks- schüler Otto Klähn. Abends wurde der Kopf, Rumpf und die übrigen Körperteile in einem Paket an der Haupttreppe des Potsdamer Bahnhofes gefunden. Der Täter und der Beweggrund sind unbekannt. Märkte. k'.v. Wiesbaden. Di ebh ok »Marktbericht vom 13. Mai. Auitrieb: Rinder 31 (Ochsen 27, Bullen 0, Kühe 4), Kälber 14, Schafe 25, Schweine 257. Marktverlaus: Allgemein schleppendes Geschält, bleibt Ucber- stand. Preise für 100 Psd. Lebend- Schlacht- Ochsen. gewicht Dollflekschige, auSgemästete, höchsten Schlacht- Mk. Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 52—56 91—99 Tie noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . 51—55 90—96 Junge, fleischige, nicht auSgemästete uns allere ausgemästete 45—49 82—87 Bul 1 en. Dollfleischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . . 49—53 82—88 Dollfleischige, jüngere 44—48 75—81 Fürs en. Kühr. Dollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 50—54 91—96 Dollflerschige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ... 42—45 79—85 21 eitere ausgemästets Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe......... 44—48 80—87 Mäßig genährte Kühe und Färsen 38—41 70—76 Gering genährte Mühe und Färsen 31—36 62—72 ä L b ec. Lewste Mastkälber . . . 66—68 110—uj ! Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 60—64 100—iu? Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 55—59 92—9« Geringe« Saugkälber......... 48—53 81—90 Schweine Dollfleischigs Schweine von 80—100 Lebendgewicht ......... 54X-56 70—72 Dollfleischige Schweine unter 80Lebendgewicht 54-55 69-71 Dollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 56-57*/, 70-72 Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .......... 55-00 69-00 ch. Nieder-Jngelhcim, 13. Mai. Vor den Feiertagen wurden an den SvargelbauPlätzen ganz gewaltige Alcngen von Spargel auigekaust. Tie Preise, die kurz zuvor etwas gefalle», dann langsam im Steigen begriffen waren, stiegen am Tage vor Pfingsten bis zu 8 0 Mark für den Zentner. Seitdem sind die Preise wieder gefallen, zumal über die Feiertage eine große !!tenge von Spargel geerntet wurde, für den in dieser Zeit keine nennenswerte Abnahme vorhanden war. Jetzt wurden für den Zentner Spargel 1 Sorte in N i c d e r - I n g e 1 y e i in 45 bi5 55 Mark, 2. Sorte 20-25 Mark, in H e i d es h e i m 40—42 Mark für 1. Sorte und 20 Mark für 2. Sorte angelegt. Achnliche Preise wurden auch in G a u a l g e s h e i m bezahlt. Es wird für viele Leser von Interesse fein, daß der heute mit Vorliebe verwendete Dr. Weinrcich's Mottenäther, welcher bekanntlich seit vielen Jahren in den Hofhaltungen Sr. Maejstät Des Kaisers ständig int Gebrauch ist, einen besonderen Vorteil dadurch bietet, daß die mit demselben eingemotteten Kleidungsstücke jederzeit gebraucht werden köimen, olpte daß darunter die Wirfimg des Präparates leidet. Die infolge der l-eißen Tage Ende April bereit eingemottete Wintergarderobe kamt also bei Verwendung von Dr. Weinreich's Mvtteuäthcr jederzeit an kalten Tagen hervvrgeholt und getragen werden, ohne daß es nötig ist, dieselbe nach Benutzung von neuem cinmottcn zu müssen. Dr. Weinreich's Motteuäther ist in allen besseren Drogerien, Parfümerien und allen Apotheken zu haben. rssu.'s Neuestes [b»/» Abführmittel Or Igln olfl eich® Erhältlich in Apotheken Mnn frage seinen Arzt. patentiertes mildes erprobtes 2^0^07 //%>> Extr.Casc sagr.Q16 S 60 Perlen ■Ä A. Diefenbach// zv .Apotheke Reguliert die Verdauung. beliebtestes Mittel zur Regelung des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung für Erwachsene und Kinder. 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' . . 5'2—56 91-99 . . 51-55 90-96 ältere . . 45-49 82-87 L . . 49-53 82-88 . . . 44-48 75-81 ochst« . . . 50-54 Hstrn 427-45 it od- , . . 44-48 . . 38-41 . . 31-36 91-96 79-85 80-87 70-76 62-72 1X0-1’ 100-fi 70-72 69-71 70-711 69-OH . 66-KK . . 00-04 . bb-59 , , 46—53 tbenb« , , 54%*o6 lkwlcht 54-55 lebend. , , 56-o7'/, lebend- . 5s-00 '^'dei: Tvciertaae» ivurbot ‘ ‘gewalüie Mengen «- -uoor etwas geÄ liegen am <»-- ”L,w>- «iw* ti, j««W ™‘ S W ™*\ • hM! )3oAlttmgtn enaibtr nötig/' ." hS ^cric M°nr je»^ mHdeS 3. Ziehung 5. Kl. 2. Preass.-Süddeutscbö (228. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 13. Mal 1013 vormittags. Aef Jode geroirone Nnmmor trind zwei gleich hohe tio- vrinno «refiiJlrh, tust) ewar je einer auf die Lose gleicher hunuaer In den beide» Abteilungen I nnd II Nur die Gewinne Uber 840 Mark sind den betreffenden Nummern In Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck, verboten.) 188 677 98 610 73 742 61 833 86 1013 29 66 682 601 44 (900) 47 746 2216 580 815 79 81 3001 148 269 659 763 990 4375 355 489 848 5176 84 13000] 268 611 33 729 816 1600] 6086 [3000] 136 233 466 511 [6001 736 802 7153 225 336 63 433 87 514 43 98 654 896 8004 [1000] 494 285 366 67 621 71 611 768 803 041 84 9052 [1000] 104 317 74 409 41 49 610 61 728 37 (500) 10012 168 201 [1000] 18 70 407 9 655 83 904 62 11001 65 226 [1000] 342 638 81 614 757 86 843 72 989 12331 *0 459 670 749 836 13063 210 95 |3000 ] 362 89 679 006 61 71 728 43 46 909 24 14623 40 (3000) 41 728 36 821 941 15016 30 43 120 48 1600] 414 43 82 |500] 698 742 892 16083 [1000] 142 338 421 (1000) 604 844 68 17266 473 638 812 983 18226 659 696 [1000] 918 60 19104 263 381 [600] ’ee 492 605 10 812 907 68 20000 436 80 585 87 98 600 12 55 21034 80 [3000] 360 426 476 93 537 [1000] 601 2 772 885 22094 11000] 146 1500 ] 339 30 445 93 513 38 693 23050 114 43 312 84 432 91 570 606 76 711 844 [500] 47 08 [8000 ) 24052 369 568 83 745 818 95 2 5772 26105 25 205 326 030 77 716 856 967 27172 209 377 429 528 29 31 [500] 68 641 744 68 802 82 017 23161 98 279 669 729 45 76 25020 284 414 568 68 049 69 04 913 30058 71 104 85 427 [1000] 39 46 506 90 753 [500] 76 907 [3000] 31063 238 669 837 96 900 76 32116 66 602 607 29 765 916 87 33011 93 111 87 342 64 65 424 849 [3000] 848 34278 342 457 682 756 908 35100 89 1500) 264 808 83 802 92 943 38139 280 522 662 83 739 829 910 37273 [1000] 339 405 75 722 55 [1000] 836 [500] 915 95 38201 15 352 447 730 77 [1000) 824 926 39211 400 20 41 [1000] 538 48 [1000 ) 636 867 961 48039 104 18 281 304 [3000] 18 [10001 89 463 589 94 667 721 816 23 65 82 4105J 239 65 [1000) 89 391 403 34 40 55 [1000] 99 534 80 88 627 63 [500] 723 861 42014 370 703 28 872 949 43033 273 755 73 821 919 [ 3000] 44184 95 (3000) 583 847 927 45023 41 205 20 83 466 573 88 97 11000 ) 621 46138 4114 1500] 568 632 43 798 883 964 47018 [1000] 216 365 11000 ) 82 428 34 886 [500] 922 7 6 40025 74 100 311 700 4S080 200 23 30 409 38 69 531 69 644 707 50556 90 716 810 965 5 1 318 438 [600] 85 500 [3000] 946 5 2167 (1000 ) 58 82 309 83 349 414 620 663 790 865 53027 200 [300] 324 [1000] 456 510 20 22 616 39 727 64 815 918 54276 367 600 608 22 55219 306 463 523 643 (500] 69 705 870 [500] 74 919 [500] 65 56004 35 146 361 62 (1000) 698 023 81 716 94 963 66 87 [5001 57156 1500) 271 537 636 (1000) 97 727 907 58035 77 97 161 209 412 777 [1000] 804 59023 100 [1000] 40 564 680 85 967 [1000] GC110 21 241 570 713 [1000] 74 962 61015 [1000] 128 28 304 34 46 [500] 489 599 624 71 723 967 [ 30001 62039 118 67 99 233 [600] 376 410 537 748 830 908 63162 94 239 325 438 60 7 4 562 64 [3000] 99 824 64019 129 92 217 [10000] 39 318 27 44 453 65 722 72 65286 84 300 35 463 77 537 047 728 969 75 GG213 702 829 07049 55 71 107 47 59 253 654 714 68074 374 96 601 41 763 [500] 983 69068 69 37 4 415 22 86 70290 95 446 792 935 71162 67 245 365 668 820 69 83 977 7 2094 [600] 200 375 400 47 [1000] 71 579 73043 430 04 616 24 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Prämien m 8WOOO 2 Gewinne tu 600000. 2 zu ,$60000. 2 zu 160000 2 zu 100000, 2 zu 75000, 2 z, 60000, 4 zu 60000 6 zu 40000, 18 zu 30000 34 zu 16000, 86 zn 10000, 218 zu 6000, 2794 zu 3000. 6763 zu 1000, 7908 zu 500, Z. Ziehung 5. Kl. 2. Preuss.-Süddeutsche (228. Königlich Preuss.) Klassen-Lottcrie Ziehung vom 18. Mal 1913 nachmltlngs.________ Auf Jede gezogene Kammer sind errel gleich hohe <»e- ninno gefallen, und zwar Je einer zef die Loze gleicher Nummer in den holden Abteilungen I und 11 Nur die Gewinne über 240 Mark Bind den betreffenden Nummern In Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 325 426 98 635 795 1020 69 138 76 609 [1000] 97 99 738 870 2018 80 161 632 769 883 915 3074 115 317 442 76 631 606 738 902 4068 242 301 401 667 954 5088 116 216 322 46 637 702 60 868 6023 329 38 633 814 44 967 76 7026 100 36 463 [600] 694 843 45 964 8041 [1000] 45 241 64 72 81 373 449 [600] 77 89 601 89 602 792 96 8125 88 361 420 666 652 86 112 [600) 736 88 98 (500] 936 10021 128 CI 86 (1000] 246 66 324 432 559 605 12. 841 66116 217 20 326 60 630 821 920 12067 320 408 60 661 008 66 098 13042 [600] 100 227 8321 62 71 [5001 699 701 825 936 14038 162 544 80 SOI 909 15031 (10001 42 78 90 333 39 41 [500] 640 [1000] 678 89 718 86 906 66 59 16147 60 343 631 819 17114 53 [600] 78 01 [1000] 249 412 [600) 87 631 644 89 723 936 60 1 8 233 04 [1000] 344 814 [600] 941 19069 96 112 244 43 681 919 121 749 900 504 036 320 89 650 77 737 836 984 20111 28 30 283 443 646 71 86 649 794 838 21036 68 219 62 439 608 786 974 22000 13 43 92 97 200 4 [1000I 7 [1000] 301 9 627 [1000] 68 810 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78 604 44 878 79 994 180040 65 108 [1000] 47 66 380 605 641 718 94 871 913 196013 360 432 [30C0] 85 644 76 87 887 191023 145 433 42 756 833 966 102111 79 266 [ 500] 664 718 824 018 [1000] 193029 90 (600] 133 63 278 770 373 976 95 [500] 1S4192 495 7 51 822 1 05 016 102 267 310 435 739 903 54 106009 818 317 441 004 57 86 00 747 898 99 197072 158 [5001 62 274 303 47 65 [3000] 423 64 611 91 [1000] 704 41 07 803 28 198143 62 77. [500] 396 438 745 882 199109 661 (1000) 800 997 200027 48 [6000] 77 398 414 60 542 59 76 [1000] 750 847 928 201063 179 218 83 328 423 644 84 93 700 903 17 202061 90 335 49 (500) 406 (500) 14 710 20 3042 43 570 663 82 637 [3000] 64 67 835 78 938 13000 ) 20 4204 [3000] 398 607 [1000] 90 703 803 205317 410 52 611 771 206188 282 95 [1000] 375 473 535 624 [600] 867 901 25 34 2 0 7 0C0 (500) 132 41 211 11000] 72 379 88 430 75 633 805 65 [1000] 208104 23 33 40 42 49 72 386 430 641 662 (1000) 871 209153 74 234 (1000) 68 77 372 645 69 70 829 918 210031 [1000] 422 53 648 706 806 973 211138 368 408 633 849 74 212071 123 90 327 [600] 36 461 76 213053 596 697 712 (600) 30 978 214016 134 86 49 711 98 825 (10001 215054 79 176 ________ [1000] 62 505 609 868 355 423 702 6 2 2 2007 62 [1000] 660 ------------------ - - __ 69 73 78 79 985 225132 33 50 321 [3000] 483 95 551 87 668 792 814 20 950 2 2 6 205 464 744 908 2 2 7 063 226 329 522 61 89 622 840 968 22®Ö53 140 48 789 963 70 229006 78 161 311 78 83 [600] 402 [500] 570 76 (500| 872 963 223005 65 70 . 83 87 6 987 224008 151 98 430 522 45 62 671 768 624 76 783 (1000] 939 [1000] 2 3 0’57 358 64 63 1 745 879 900 (10001 23 1 019 76 86 206 413 20 44 647 50 63 939 232050 109 383 422 42 [500] 711 34 2 3 3001 214 363 486 641 786 869 Vergebung von Bauarbeiter]. Die zur Wiederherstellung der evangelischen Kirche zu Gröningen notwendigen Erd- u. Maurer-, Zimmer-, Steinmetz- (Lungstcinwcrkstücke), Schlosser-, Glaser-, Schreiner- und Weißbinderarbeiten sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsuuterlagen liegen auf beni Bureau des Unterzeichneten, Regierungsgebäudc, Landgraf- Philipv-Platz 3, Zimmer Nr. 18, während der Dicnststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind verschlossen und portofrei spätestens bis zum Dienstag, den 20. Mai l. Js., honn.lOl/2 Uhr, bei dem Unterzeichneten einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt zum gleichen Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. — Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 3. Mai 1913. b*°/s Der Großherzogliche Kreisbauinspektor. Hechler. Liesernngsvergebung. Für die Großh. Univcrsitäts - Augenklinik Gießen soll die Lieferung des Bedarfs an Weißzeug und Kleidungsstücken durch öffentliche Ausschreibung vergeben werden. Die Liefexungsbedingungen und die Muster können bei der Kliniksverwaltnng nachmittags von 3—5 Uhr eingesehen, die Bedarfsliste gegen Erstattung der Selbstkosten daselbst bezogen werden. Angebote und Proben sind getrennt und verschlossen — mit entsprechender Aufschrift versehen — bis zum Eröffuungstermin Jienötaü, den 20. Mai 1913, narinittags 11 Uhr, bei der KlinikSvcrwaltung einzurcichcn. Zuschlags- frist 14 Tage. Gießen, 2. Mai 1913. Großh. Direktion der Universitäts-Augenklinik. Bossius. Ba/fi sämtliche Sorten in frischer Füllung bei Emil Fischbach iftGifti Das gilt auch für den Haarwuchs. — — Nach Anstrengungen sportlicher oder beruflicher Art sollte man jedesmal gewissenhaft die Kopfhaut mit vr.Dralle's Birkenwasser rnassieren. — — Ein wohliges Behagen, eine ungeahnte Erfrischung und Belebung ist die Aolge. — °- Und baä Wichtigste: Die Organe der Kopfhaut leben förmlich wieder auf. — — Das lästige Jucken verschwindet sofort, Haarausfall und Kopfschuppen werden verhütet, der Haarwuchs wird mächtig angeregt, vorzeitiges Ergrauen vermieden. Pflegen Sie das Haar, solange es noch da ist. — — Wundermittel, die auf kahlen Köpfen einen neuen Schopf hervorzaubern, gibt es nicht! — — Zahlreiche ernste ärztliche und private Gutachten. Dr. Dralle's Birkenwasser, die echte Originalmarke, ist inApothekeu,Drogerien, Kriseur- und Parfümerie- Geschäften zu haben. Preis Mk. 1.85 und 3.70. Els! Eis! Meine Eiswagen gehen ab 1. 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JL Warenschulden 863.74 Stammguthaben 325.— Berwaltungskost. 219.65 Mankovergütung 100.— Reservefonds 3000.— Betriebsrücklage 812.55 Reingewinn 1162.08 6483.02 6483.02 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1911 66 Zugang in 1912..........4 Abgang in 1912......... 3 Mitgliederbestand Ende 1912......67 Ser MsKnd des LandmrW. Konsm-Pcreinö I e. K. in. nnbeslhr. SMW zu Bemn. Ludwig Ranft II. Ludwig Klos II. Direktor. [3235J Lagerhalter. Eis! Eis! Ab 1. Mai gehen meine Eiswagen regelmäßig und empfehle ich kristallklares Natur-sowie Kunst- Eis im Monats- und Saison-Abonnement zu billigen Preisen. — Abonnement kann zu jeder Zeit beginnen. Prompte Bedienung. Eiskellerei and « K B*©CSlSlei*J Bier-Handlung Steinstratze 48 2884 Telephon 581 Hack- und Häufel-Pflüge in ucrfdi. Ausführungen empfiehl: 12L5 Mosentlial, Liebigstr. 13. Fernsprecher 77. hack-«.Häufelpflüge empfiehlt 3113 J. B. Häuser Neustadt 56. Tel. 660. 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