Die heutige Nummer umfatzt 14 Seiten. tigkeit nicht drei- oder viermal, sondern überhaupt nicht über- Nov>. die drei am Gretzener Stadttheaten Die tote Stadt von Gabriele d'Annunzio. HuslaiiO. Die Maßregelung des Generals Tageökalcnder aus Dem Jahre 1813. 12. Nov ember. Russen und Preußen besetzen Düsseldorf. Winston Lhurchills großer Irrtum. An Kopfzahl zweimal, an Ausbildung und Tüchtigkeit drei- oder viermal sei die englische Flottenmannschaft der deutschen überlegen! So verkündete Großbritanniens Ma- rineminister Churchill in der Londoner Guildhall. Als Gegenbeweis zu dieser kühnen Behauptung diene zunächst nur/ ein kleines Beispiel: Während der diesjährigen Manöver der deutschen Hochseeflotte in den norwegischen Gewässern verloren wir im ganzen drei Matrosen, einen im Dienst bei wilder See, einen durch Krankheit und einen durch Absturz in den Bergen. Alle übrigen 30 000 Mann fanden sich heil und wohl in Disziplin und Ordnung wieder zusammen. Als die Amerikaner vor einigen Jahren in der Ostsee ankerten, konnten sie nachher kaum noch in See gehen, so viele Desertionen hatten ihre Reihen gelichtet. Und als die Engländer darauf ihren Besuch in Amerika machten, verloren sie von 20000 Mann 2000, also zehn Prozent durch Desertion. Winston Churchill befindet sich also, was die Sec- disziplin unserer Blaujacken anbelangt, ganz sicher in einem Irrtum, in jenem alten englischen Wahn, daß wir eigentlich von Hause aus keine seefahrende Nation seien. Schon der aW Palmerston meinte: „Die Deutschen mögen den Boden pflügen, mit den Wolken segeln (!) oder Luftschlösser bauen, aber nie seit Beginn der Zeiten hatten sic den Genius, das Weltmeer zu durchmessen oder die hohe See oder auch nur Küstcn- gewässer zu durchfahren." Seitdem haben aber nun einmal die Deutschen gelernt, nicht nur buchstäblich mit den Wolken zu segeln, nämlich in ihrer hochentwickelten Luft- und Flugschiffahrt, sondern sic haben eine Kriegsmarine gebaut, die vor 25 Jahren mit 15 573 Mann, 1898 mit 25 015 Mann, >1908 mir 50 536 Mann bemannt wurde. In den letzten fünf Jahren stieg die Personalstärke um mehr als 22 000, nämlich auf 72 889 Mann. Das Offizierskorps wuchs in einem Vierteljahrhundert von 830 und 3394 Mann, und zwar stieg die Zahl der Admirale von 8 auf 35, der Seeoffiziere von 527 auf 2029, der Ingenieure von 48 auf 537, der Aerzte von 87 auf 322 und der Zahlmeister von 63 auf 259. Gewaltig ist auch die Personalsteigerung bei den Deckoffizicren, nämlich von 510 auf 2977 und bei den Unteroffizieren von 2094 auf 14 691 Mann. Allen diesen Zahlen ist allerdings die heutige englische Kriegsflotte in ihrem effektiven Mannschaftsbestande zweimal überlegen. Aber ehrliche Kenner der Flottenverhältnisse in England geben zu, daß Großbritannien mit der Bemannung seiner Schlachtschiffe mit erstklassigem Menschenmaterial am Ende seiner Leistungsfähigkeit angekommen ist. Die Seele der Schiffe aber ist die Bemannung. Deutschland bemannt seine Schiffe nicht mit Söldnern. Wir haben durch unsere allgemeine Wehrpflicht eine unerschöptliche Quelle vorzüglichen Mcnschenmaterials in der eigenen Volkskraft, deren Hebung und Weiterentwicklung durch Sport und Leibesübungen besonders auch unserer Flotte zugute kommen wird. Wir können also auf unsere Matrosen das unbedingte troffen werden. KokowtzowinParjs. Aus Paris wird gemeldet: Präsident P o i n c a r 6 gab am Dienstag zu Ehren des russischen Ministerpräsidenten Kokowtzow ein Frühstück, an dem der russische Botschafter Iswolsky, das Personal der Botschaft, Ministerpräsident Barthon und die Minister des Acußern, des Innern, der Finanzen, des Krieges und der Marine teilnahmcn. Die französische Abgeordnetenkammer, sprach sich mit 311 gegen 133 Stimmen für die Trennung des Prinzips des F ra u en st i m m r e ch t s von der Wahl- Faurie. Ueber die am Montag in Paris unter dem Vorsitze des Generals D u ch c s n c veranstaltete Verhandlung des Disziplinarrates, der mit vier gegen eine Stimme die Vci setzung des Generals Faurie in den nichtak t i v e n S t a n d beantragte, wird noch gemeldet: In der von General D u p a r g e erstatteten Anklage wurde gegen Faurw insbesondere der Vorwurf erhoben, datz er in der Presse Ei?i spruch gegen eine Maßnahme erhoben habe, die gegen ihn noch gar nicht ergriffen worden war. Ferner, daß er sich m seinem offenen Schreiben an den Kriegsminister die Unterstellung erlaubt habe, die Zielscheibe persönlicher Rachegelüste und einer Verschwörung gewesen zu sein, daß er lerne eigene Verantwortlichkeit auf seinen Generalstabschef geschoben habe, indem er vorgab, daß man ihm denselben trotz del- sen Unfähigkeit wider seinen Willen ausg.'drängt habe, und schließlich, daß er die Maßregelung des Generals Besset kritisiert und durch die Erklärung, daß er nicht mehr nach Montpellier, dem Sitz des von ihm befehligten 16 Armeekorps zurückkehren werde, eine durchaus unzuläsfigc Insubordination begangen habe. Der von General Farrric als 1 Zeuge zitierte Krieg snftnister Etienne hat es abgelehnt, - seine Aussage abzugeben, und zwar mit der Begründung, - daß er, da er ja tue endgültige Entscheidung über General : Faurie zu treffen habe, nicht gleichzeitig Zeuge und Richter - sein könne. Generalstabschef Joffre begnügte sich damit, i auf den von ihm erstatteten Manövcrbcricht Hinzuwersen, -tie : meisten Zeugen, die im übrigen lediglich Moralitätszeugen waren, sprachen sich über General Faurie günstig aus. Mch- rere Zeugen wollten an der Art und Weise, wie General- stabschef Joffre die lcyten Herbstmanöver geleitet hatte, Kri tit üben, doch wurden sie von dem Vorsitzerrden zur Sache gerufen. Der radikale Deputierte General P e d o y a und der gleichfalls der radikalen Partei angehörende General des Ruhestandes Per ein gaben nach der Verhandlung in lebhaften Worten ihrer Unzufriedenheit darüber Ausdruck. Man glaubt, daß General Faurie mit halbem Solde in den nichtaktiven Stand versetzt wird. Die Entscheidung wird jedoch erst auf Antrag des Kriegsministers vom Ministerrate ge- StautAus ihre Uraufführung. Die Verfaß erm hat zmn Orr Oer das Florenz des beginnenden 16. Jahrhunderts gewählt, in dem noch der düstere Geist mittelalterlicher Weltflucht mit der auf- glühendcn Lebenslust der vom klassischen öcibcntum genährten Renaissance im Kampfe lag. Mitten in diesem Kampf hinein stellt sie das Geschick der Mutter Maria uird ihres unehelichen Sohnes Angelo. Sie büßt die .Schuld.ihrer Verirrung durch streng entsagenden frommen Magddienst als Weib eines alten Zimmermannes, der sich einst der treulos Verlassenen angenommen, und denkt in ihrem Sohn Angelo einen getreuen Diener der Kirche zu erziehen. Da kehrt ihr Verführer, Giuliano bei Medici als -Herrscher nach Florenz zurück. Ter Sohn stiegt ihm, der ihn zurück fordert zu, freilich nur, um sich bald enttäuscht vor bem falten und feigen Realpolitiker zurückzuzichen, der ihn, den begeisterten Apostel eines neuen Schönheitskultus, seelenruhig dem Ketzergericht der Kirche überläßt. Seine Mutter aber findet in der Verzweiflung über das nach ihrem Glauben verlorene Seelenheil des Sohnes den Mut zu einer Tat des höchsten Heroismus: an Angelos Marterpsahl bcschulbigt sie sich der Ketzerei und Teufelsbuhliclxitt in der Ueberzeugung, den Sohn vor dem Urtcilsspruch des ewigen Richters zu retten, indem sie eine Schuld auf sich nimmt, die sic niemals begangen hat, imh damit das härteste Leid, das ein Menschenherz ertragen kann. Dieser Opfertod — sie bricht unter dem Uebermaß ihrer eigenen Erregung zusammen — ist durchaus konsegiicnt herbeigeführt, während sowohl das Handeln urri der Charakter Angelos wie Giulianos bedenkliche Sprünge btn Motivierung aufweist. Aber die malerische Anschaulichkeit der Sprache, der melodiöse Reiz des Blankverses und vor allem die rührende und schlichte Größe, der Hauptfigur verschaffen dem Werk einen durchschlagenden Erfolg. — Die schwedische Gradmessungauf Sp i tz- bergen ist, dem „Stockholms Tagblad" zufolge, fast beendet. Arbeiten der Kommission wurden innerhalb 15 Jahren in dreißig Abschnitten ausgeführt. Ten Anfang mit den Arbeiten machte Professor I ä d e r i n 1897; die erste Expedition war 1898 nach Spitzbergen abgegangen. Men glaubt, daß die Grabmessungsarbeit es ermöglicht, genauer als bisher bte Länge ber Rotationsachse btr Erbe, die Schwere unseres Planeten sowie andere wissenschaftlich wichtige Faktoren anzugeben. _ Die Lösung des Vineta-Rätsels. Das Vineta- Rätsel erscheint nun gelöst. In dem soeben bei F. A. Perthes in Gotha erschienenen großen Werk „Altgermanische Mecrcsherr- schast" klärt der Verfasser, Dr. Conrad Müller, u. a. auch die historische Grundlage der Sage auf. Vineta ist nämlich nur eine verderbte Lesart von Junrneta, der aus den mittelalterlichen 'Chroniken wohlbekannten Slaven st adt Jumne am Aus- stuß der Oder in die Ostsee. Ausführliche Kunde von dieser Niederlassung gibt der zuverlässige Historiker Adam von Bremen um das Jahr 1075. Dies Jumne lag unzweifelhaft unmittelbar an der Ostseeküste, und die frühere Ansicht der Gelehrten, die das alte Vineta mit dem späteren Julin, dem heutigen Wollin, an der niemals recht schiffbaren Dievenow gleichstellen wollte, muß als irrig ansge geben werden. An der Odermürrdmig .kennt die Stadt auch ein Jahrhundert später, um 1170, der Slavenchronist Helmold, der sie aber bereits als verschwunden, behandelt. „Diese reichbegüterte Stadt soll ein Dänenkönig, mit sehr großer Flotte heransegelnd, von Grund aus zerstört haben: noch sind von jener alten Stadt lieberreste vorhanden." Die Zerstörung Jumnes, die für Helmold bereits längere Zeit zurückliegt, muß zu Beginn des 12. Jahrhunderts erfolgt fein, und zwar kann als Zerstörer mir König Niels in Betracht kommen, der zwischen 1115 und 1119 eine Kriegsfahrt unternahm und die letzte Selbständigkeit ber Landschaft Ium, deren Hauptstadt Jumne war, zerbrach. Wahrscheinlich ist es, daß nach ber Vernichtung ber Stabt bann eine gewaltige Naturkatastrophe ihre Trümmer verschlang und so ihr Bild für immer von ber Erde weglöschte, wodurch die uralte Sage ihre eigentliche Nahrung erhielt. Als die historische Stätte des alten Vineta kann mit ziemlicher Sicherheit das Dorf Loddin chei Koserow in Anspruch genommen werden, denn alle Vorbedingungen treffen hier in vollendeter Weise zusammen: die Erl-ebung der Feste auf einem hohen meerbeherrschenden Punkt und zwar an der alten Odermündung, die Nähe der Insel Rügen und die uralte Volksüberlieferung, die an diesen sagenumwobenen Ort geknüpft ist. Auch die Funde arabischer Münzen sprechen dafür, denn diese alte Ostseekultur war vom Orient aus stark beeinflußt, und Jumne ist eine bedeutende Station auf der großen Handelsstraße gewesen, die die Araber zum Lande des Bernsteins und weiter bis nach Kiew, ber Hauptstadt des Russenlandes, führten. Wie eng diese Beziehung zwischen Ostsee und Orient damals war, geht aus der Tatsache hervor, daß eine Kunde von dem Untergang Jumnes sich sogar in dem großen geographischen Werk des Arabers El-Edrisi erhalten hat. — Ein Chinin-Trust. Man wundert sich darüber, das; bas Chinin, bies wichtige Heilmittel, bem so viele Menschen ihr Leben verdanken, doppelt so teuer geworden ist wie srüher. Tie Times geben die Erklärung dafür, indem sie nachweisen, baß auch bies wichtige Probukt zu einem Gegenstand ber Spekulation geworden ist: es hat sich ein Chinin-Trust gebildet. Tas Chinin, das in Europa hergestellt wirb, stammt fast ausschließlich aus Java, wo bic Holländer vor einem halben Jahrhundert gewaltige Anpflanzungen des Chinarindenbaums angelegt haben. Tie großen Chinin-Fabriken haben sich nun zusammcngetan und mit den Pflanzern von Java einen Vertrag abgeschlossen, ber biese verpflichtet, ihnen jedes Jahr zu einem für alle Mal festgesetzten Preise eine Menge von Chinarinde, die 5000 Tonnen Chinin liefert, zu überlafsen. Die Pflanzer dürfen an andere Firmen, als die, die zu diesem Verbände gehören, keine Rinde verkaufen. Tie Fieberkranken von Europa haben von dieser Gründung des Chinin-Trustes den Schaben. — Kleine Nachrichten aus Kunst unb Wissenschaft. Im Deutschen Theater zu Hannover hatte Hans Schmibt-Kestners Schauspiel „Lutz Löwenhaupt nach jedem Akt vollen Erfolg. legen ist. Was sodann den Seeoffizier-Ersatz anbclangt, so glaubt England durch seine eigenartige Ausbildung der Marineoffiziere uns ganz besonders überlegen zu sein. Tie englische Marine stellt ihre Kadetten schon mit 12 bis 13 Jahren ein und gibt ihnen die wissenschaftliche Vorbildung selbst mit und zwar mit besonderem Zuschnitt für ihren Beruf, während bei uns das Abiturinm oder das Reife-Zeugnis für Prima oder bei Zöglingen des Kadetten korps die bestandene Fähnrichsprüfung verlangt wird. In England wird aber nach der Prüfung zum Seeoffizier ein Teil der jungen Offiziere zur Maschineningenieur--Lausbahn abgezwcigt, eine Einrichtung, die in England selbst bereits starten Widerspruch, besonders von alten Seeofsizieren,Zerfährt, da die tüchtigeren Elemente sich immer zur Seeoffizier-Laufbahn mit ihrer Aussicht auf höhere Stellungen drängen. Tie Wirkung dieses Umstandes? Wir wollen keine direkte Kritik üben, aber die Vereinigten Staaten von Nordamerika haben eine gan;z ähnliche Einrichtung und diese hat sich nicht bewährt. Viele Maschinen-Havarien werden dort den nicht genügend vorgebildeten Offizieren zugeschrieben ! Die deutsche Marinevcrwaltung hat für die Maschineningenicurlausbahu einen besonderen Ersatz ünd ist damit in der Lage, daraus die Besten anszuwählen, ebenso wie dies bei der Zulassung zum Eintritt zur Seeoffizierlaufbahn der Fall ist. Dieser Vorteil ist so groß, daß unsere Ausbildungsmethoden schon allein aus diesem Grunde den englischen vorzuziehen sind. Aber wir renommieren nicht. Als im vorigen Jahre die Probefahrten des britischen Schlachtkreuzers Lion so wenig befriedigten, erklärte die englische Presse, der Panzerkreuzer sei doch der schnellste der Welt, auch in Deutschland würden die Probefahrtsergebnisse viel zu hoch angegeben und man sündige da erheblich mehr noch als in Großbritannien. Das Gegenteil ist die Wahrheit. Tie Deutschen Probefahrten werden stets mit außerordentlicher Vorsicht und niemals unter voller Ausnutzung aller etwa crnwend- Gießen, 12. . Gabriele d'Annunzio, ber burdj seine Sonderlichkeiten unb seine Ueberspanntbeit bauernb von sich reden macht, hat NW auf allen Gebieten der Literatur bewegt, auf fernem mit weniger Gluck, als auf bem bes Dramas. Seinen Bühnenwerken fehlt bte Handlung, ber brarnatische Nerv, und alle Sprachkunst, in ber b An- mmzio wirklich Außergewöhnliches leistet, vermag nicht über bic epische Breite unb die gesuchte Entwickelung seiner Theaterstücke lnnweazutäuschcn. Wie in vielen seiner Werke symbolnieri der UchtA auch in ber toten Stadt das Geschick des.Künstlers, der zwischen zwei Welten schwantt - ber irdischen, animali,c^n, unb der geistigen ober seeliscltzm, unb wie gewöhnlich H auch wer der Ausklang ebenso problematisch, wre bte gaiye .Geschichte- putzend- weishciten umgibt er mit dein Nimbus der Große, Alltäglichkeiten qehcimnist er eine Bedeutung an und weiß }o un ersten Augenblick zu verblüffen. Tic Schönheiten der Sprache vermögen uns zwar eine Weile über den fadenscheinigen Pomp der Geichehntste Negzutäuschen, aber bald vermag uns nichts mehr zu überzeugen daß wir es mit einer wirkliclfen Tragödie zu tun haben, obwohl man den Worten mit ungehaltenem Atem lamchtz Trotzdem war der Abend lehr genutzrnch und mfelnd. Cv war es aber vor allem durch die wundervoll ausgeglichene Darstellung die das Rehofssche (Snfcinblc bot, eine Darstellung, tote sie eingehendes Theater mit beständig ivechnlndem H.^-planna^ hirgentär, niemals bieten kann. Herr W o Her, Frau RehoNS ©atte smelte den Dichter Alessandro, den zwischen leiblichem Verlangen und seelischem Bedürfnis ringenden Mami, mit ttefrn Be^ innerlichung. Ten int Kainot znmchen ®es»jrbc imb aufreibenden Leonardo gab Herr Ersolt mit brünstiger lbütden schäft, die nicht weiß wohin, all nut ihren und Bianca Morri stellte Fri Borchardt überzeu^id "^blutig^dar. Als Amme vermochte Frl. Fürstenau ch noriutämckcn weil ihre jugendliche Stinime keine erwhrene ^an vorzutauschcn Hr. 266 Erstes Blatt 163. Jahrgang Mittwoch, 12. November M3 Der Sietzener An^iger KT Cfc* MM Beznq 4 vr. iS. erf«)eint täglich, außer 'W Jgkgke monatlick75Pi.,vterlel- Sonntags. - Beilagen: A A aä ▲ ▲ A .ährlcch Mk. 2.20; durch viermal wöchentlich M 4k BH M 4w stbhole- u. Zwei riesten SietzenerZoniillenblätter, K JnBk B ÄW ■ Ata monatlich ck Pf.: durch S'Ukt'nnlwöcheull.Kreis- H 83 Ä V HSLt Ny | S O I M M & B8 fcfl JF 0 K die Bost Mk.2.-viertel- VIIIl leli II II 1 ZJL11 wie 111 tCL ÄÄS(5 ▼▼ I ■ l ▼ ▼ ▼ ▼▼ ■ ▼ ■ W Griüeianem Fer»ifprech - Aufchlufse: K w? Aw Verantwortlich für den für die Stebaftion 112, polit. Teil: Ang. Goet;: MW General-Anzeiger für Oderhesten -ZM für die Sagesnvxmnec e. t Kurl Bendt; für den bis vormittags «j Uhr. «otafionsörud VN- Verlag -er vrühl'schen Univ.-Vuch: UN- Ztein-rnckerei H. Lange. Rcöaftion, (ErpeMtion und Druckerei: Zchulstraye 7. Anzeigenteil: H. Beck. Vertrauen sctzcn, daß ihnen die englische Mannsaft au Tüch-, anstalten und den Privaten VolksversicheEgs^esellschaf- - - ■ ....... ' "r ten am 11. Januar 1913 getroffene Abkommen über bic Volksversicherung wird aufgehoben. Der Verband der offcnt lich-rcchtlichen Lebcnsvcrsichcrungsanstalten scheidet mit ge Jenseitigem Einverständnis aus dem Volksvcrsichcrungsvcr bande aus. Der Volksvcrsicheruugsverband wird von den pri vaten Vollsversichcrungs-Gesellfchaftcit fortgesetzt. baren Mittel zur Erzielung eines möglichst hohen Ergebnisses abFehalten, und die amtlichen Ergebnisse sind oft niedriger, niemals höher als die wirklichen. Wir wollen nicht mit Worten tüchtiger sein als andere, und uns gar drei- oder viermal besser zu dünken, fällt uns nicht ein. Wir haben es aber nicht nötig, uns um eine solche Differenz der Tüchtigkeit her ab setzen zu lassen._______________________ Deutsches Reich. Der frühere Reichstagsabgeordnete Justizrat Muller f. Aus Gotha wird der „Vosfischcn Zeitung" gedrahtet, daß dort im Mer von 82 Jahren der frühere fortschrittliche Reichstagsabgeordnete Justizrat Müller gestorben ist, der auch dem Gothaer Landtag lange Jahre hindurch angehört hatte. Eine Versammlung des Volks- Versicherungs -Verbandes die in Berlin tagte; faßte folgenden Beschluß: Das zwischen dem Verbände der öffentlich-rechtlichen Lebensversicherungs- reform cm§. Auch die Sozialdemokraten waren für Me Bertagung der Einführung des Frauenstimmrechts. Ein japanischer Torpedobootszerstörer untergegangen. Aus Tokio wird gemeldet: Der Torpedoboots- z e r st ö r e r A g s a g i r i ist bei der Halbinsel Noto auf einen Felsen geraten. Er ist rettungs.os verloren. Ein chinesischer Räuberhauptmann. Aus Peking wird gemeldet: Ter berüchtigte Räicher- hauptmann „Weiße Wolf", der mit den Aufständischen im Süden Beziehungen unterhält, überfiel die Ansiedlung von Staniangtschou in der Provinz Hunan. Aus der Provinz Hupeh sind eiligst Truppen entsandt worden. Aus der Mandschurei. Es verlautet, Japan habe die Konzession der neuen sechsten Eisenbahnlinie mit Mukden als Kopfstation erhalten. Der Aufmarsch zu den Siebener Ztadwerorürietenrvahlen. Gießen, 12. Nov. Wer den gestrigen lebhaft verlaufenen Verhandlungen des Bürgervereins beigewohnt hat, der steht vor mancherlei Fragen und Zweifeln. Es scheint sich da um zwei getrennte Lager zu handeln, die von sehr verschiedenen Gesichtspunkten geleitet werden. Ter Bürgerverein ist seinerzeit gegründet worden, um das kommunalpoli r che Interesse in der Bürgerschaft wachzuhalten und der Stadtverordnetcn-Pcriammlnng , nützliche Anregungen oder auch förderliche Kritik vorzn- halten. Er hat denn auch im Verlauf seiner jahrelangen Tätigkeit mancherlei Nützliches geleistet und titele interessante und belehrende Versammlungen abgehalten. So ist sein Anspruch auf Mitwirkung bei der Aufstellung von Stadtvcrordnetenkandidaten ganz selbstverständlich und berechtigt. Gestern haben nun die beiden liberaler! Parteien mancherlei Vorwürfe zu hören bekommen. Parteipolitik und die Tätigkeit im Rathause hätten wenig miteinander zu tun, und der Bürgerverein lasse sich nicht beiseite schieben. Prof. Tr. Vogt doii der fortschrittlichen Vollspartei ging demgegenüber aus die Gegengründe ein, und er ließ nm von der Ansicht leiten, daß die Parteipolitik nun eininal insofern auch an das Rathaus gebunden sei, als ja aller- wärts so vielfach die Fehler der Stadtvätcr den jeweils vorherrschenden Parteien in die Schube geschoben würden. Vertreter der beiden liberalen Parteien, namentlich die Herren Krausmüller, Vogt und Urstadt, rieten eindringlich zur Mäßigung und zeigten ein angenehmes Bild brüderlicher Einmütigkeit. Und darin liegen für die Wähler und Bürger doch auch gar manche ernste Mahnungen! Wie war das Bild vor drei Jahren ! Schrille Mißklänge, heftige Fehden un- Redeschlachten erfüllten das kommunalpolitische Wahlfeld, und nicht nur aus das fernere Wirken des Rates der Stadt, sondern auch auf das bürgerliche Zusammenleben überhaupt schien ein eiskalter Reif gefallen zu fein. Ist es demgegenüber nicht hochersreulich, daß bei den jetzigen Komnrunalwahlen der sanfte Irre- densmarsch vorl-eprscht und die Parteien des „Streits schlangenhaarichtes Scheusal" vor den Toren des Rathauses verscheucht haben? Man sollte schon darum, weil dieser Friedensschluß nicht nur den bevorstehenden Wahlen gilt, sondern auch für die Zukunft eine segensreiche Bedeutung hat, über manche Unebenheiten der Beschlüsse hinwegsehen. Die Einigung war eine allgemeine Notwendigkeit. Wäre sic leichter oder schwieriger zustande gekommen, wenn zahlreiche Tritte dabei mitgewirkt hätten? Ter Bürgerveretn hat mit tiollcm Rechte Berücksichtigung verlangt und man kann nichts Unbilliges in seiner Forderung erblicken, an der Vorbereitung der Wahlen durch eigene Vertreter selbst teilzunehmen. Man kann es auch begreifen, daß in seinen Kreisen einige Mißstimmung entstand, als diese Forderung nicht erfüllt wurde. Aber man soll das Versehen der allgemeinen Notwendigkeit einer Einigung beider hiesiger liberalen Parteien zugute halten! Hätten zuviele unpolitische Interessen mitgewirkt, wären die politischen Fi den durch das Garn sonstiger stadtväterlicher Reden a'.lzusehp durchkreuzt worden, so wäre eine gefährlichere und feind- seligere Atmosphäre geschaffen worden, als sie gestern die friedliche Opposition des Bürgertiereins bot. Tiefer hat fid) ja bescheiden darauf beschränkt, vier Kandidaten d.'s gemeinsamen liberalen Zettels durch vier andere Männer zu ersetzen. Das gestrige kleine Gewitter hat die Luft gereinigt, und bald wird uns die Sonne wieder lachen. Was uns die politischen Parteien vorschtagett, ist ja, wie sie selbst zugestehen, keineswegs vollkommen und ganz unangreifbar. Nur die Gefahr der Zersplitterung gegenüber der Geschlossenheit der Sozialdemokratie mußte in Erwägung gezogen werden, und die Korrektur, die der Pürgerverein vorgenommen hat, schafft dem roten Zettel kaum einen Vorjprung, beim daß auf der Liste der liberalen Politiker die Streichung einiger neuer Männer erfolgen würde, war kaum zu vermeiden. Die Vorschlagsliste des Bürgervereins ist dadurch bezeichnend, daß sie keinen sozialdemokratischen Kandidateit enthält. Man ging dabei nicht von politischen Erwägungen aus, sondern davon, daß die neuen Männer allgemein bekannte und in ihrem Bemühen für das Allgemeinwohl als vertrauenswürdig erkannte Persönlichkeiten fein müßten. Ins Unvermeidliche muß man sich auch bei Stadtverordneten- tualfirn fügen! Die Kandidaten des BürgervereinS. ü. Gießen, 12. Nov. Ter Bürgerverein Gießen nahm am gestrigen Abend im Hotel Giitbom in einer außerordentlichen Hauptversammlung, gleich den potilischen Parteien, Stellung zu den Stadtverordneten- wablen, freilich in anderer Weise als diese. Herr B a l. Müller kündigte einen Bericht dec- Vorstandes über die durch ihn gepflogenen Verhandlungen mit den politischen Parteien au und erteilte zu diesem Zwecke Herrn W i n n das Wort. Dieser knüpfte an die Zusage des Herrn ^ustizrats Metz an. dem Bürgerverein eine Anzahl Plätze auf der Kandb datenliste vorzubehalten, beklagte sich aber, daß die gehegte Gr Wartung nicht in genügender Weise erfüllt worden sei. Besonders vermisse man den Namen des Herrn Lehrer Val Müller, an dessen Stelle der des Herrn Fischer gesell worden sei. So erbebe sich die Frage, was nun zu tun sei Nach weiterer Ergänzung dieser Ausjuhrungen vorn Vorstandstisch, zerlegt der Vor sitzend e die bisher allgemeine Frage nach dem War und Wie in die drei llntcrfragen: Solle der Verein au nehmen, was von den politischen Parteien beschlossen worden sei? Ober solle er gesondert verarbeit? Cher in Anlehnung an die »mar noch nicht offiziell veröffentlichte, doch immerhin schon unter her Hand bekannte .".andidatenliste der Parteien die nufn genehmen Nomen streichen? Herr Prof. Krausmuller vermag lernen reckten Grund zur U n z u s r i e d e n h e r t innerhalb des Burger Vereins zu sehen. Es stände doch eine ganze Anzahl inner Mit nlieber auf der Liste, und cs bedeute offenbar eine »deibiflnnQ her betreffenden Herren, wenn man sie nicht als Vertreter des Vereins betrachten wolle. Herr Val. Muller hält es tur belanglos, daß solche Herren in der Tat vorhanden |tum; der Verein lege gerade auf die Zugehörigkeit des einen oder anderen Mitgliedes besonderen Wert. Ter Hauptgrund zur Unynneben- heit sei aber die A r t b c r Behandlung, die man iuh von den politischen Parteien heute gefallen taffen müssen. Herr Löber nimmt Herrn Geh Justizrat Mep in Schutz: bieiet bafce getan, was in feinen Kräften stand, aber die Mehrheit der Venammlung am Sonnabend fei richtunggebend gewesen. Auch Herr Pro». .Krausmüller hebt nochmals die außerordentlichen schwierig- feiten der glücklich zustandcgebrachteri Einigung hervor. Man solle daher doch alles vermeiden, was die bcittbenden ä.inerenzen vergrößern könnte. Ter Verein habe dock wirklich keinen Grund zur Unzufriedenheit; fast die Hälfte der neuen Kandidaten stamme aus feinen Reihen. Denn Persönlichkeiten nicht zusagten, solle man sie bezeichnen und dafür andere Vorschlägen. Ter Vor- 'itzcnde lehnt dos ab. Parteipolitik gehöre nicht ms Rathaus, wohl aber soziales Empfinden und Smtcbcn. xtt Bürgervernn mache keine Cucrtrcibertien, wolle aber nicht für Sünden büßen, die andere begangen haben. Wo bleibt der Seltersberg- Verein? — fragt Herr Seibel, lieber tie guten, aber schließlich doch über den .Hauken geworfenen Versprechungen der niinferfommiffion .die bekanntlich aus den b erben Vorsitzenden der politischen Parteien, ferner je einem Vertreter des Bürgetverei-.s und 3er Bezirksoeremen beuand b.t.agt fich Herr Horst. Herr Löver meint, die Hauptschuld an der beklagten Zurückietzung trage der Bür- ger'oerein selbst. Warum habe er sich gescheut, als erster auf den Plan zu treten und feine Kandidatenliste bekannt zu geben! Tann konnte er den politischen Park en ein Wegweiser sein; nun fei es zu zu svät. Herr Valentin Müller entgegnet, der Verein habe rocht unnötig die '2üifregung in der Bürgerschaft febüren wollen. Nach einem Schreiben des Herrn Justizrats Metz — der Redner verliest es -- sei sie aber Nicht mehr zu verhindern. In diesem Schreiben wird vom Bürgrroereiu unter einigen Versprechungen in Bezug aus die zu erwählenden Kandidaten verlangt, daß er bann auch Tür den Zettel der oolitischen Parteien eintreten müßte. Ter Bürgerver. n, der als gleichbereckmgter Faktor mit den politischen Paneien an der Ausstellung der Liste habe teilnehmen wollen, habe es aber abgelehnt, auf solche Bedingungen einzugeheu. Herr Prof. Boot gibt zu, daß es politischen Parteien schwer alle, ein Kommunalvrogramm zu schaffen. Aber zu einer blossen Entrüstungspolitik habe der Verein doch keine Ursache. Er habe gegen Herrn Val. Müller gewiß nichts, aber weil sein Vorsitzender nicht auf der Liste stehe, die mühfam errungene Einigkeit umzustoßen, sei des Vereins nicht würdig. Herr I n d e r t h a l hält eine Teilung der Mandate nach dm politischm Parteim nicht für richtig. , Tamit ist die Frage nach der Annahme der politischm Listen in verneinendem Sinne erledigt, uiid es handelt sich darum, ob der Bürgerverein gesondert — vielleicht in Anlehnung an die Bezirks- vercine — vorgehen oder die vorhandmen Listen durch Streichungen und Zusätze annehmbar machen soll. Herr Prof. Urstadt warnt vor Ucbereilung. Noch habe er fein Wort gehört, was man denn an den Zetteln auszusetzcn habe. Herr L a u n s b a cb mochte an Stelle des Sozialdemokraten ein Bürgcrvcrcinsinitglied auf dm Schild erheben. Herr Weil schlägt eine allgemcineWählerversammlung am Tonnerstag vor, die über die Berechtigung der Wünsche aller beteiligten Vereine und Gruvven entscheiden solle. Da die allgemeine Stimmung aber einem völligen Verwerten der politischen Listen nicht geneigt ist, sich anderseits auch nicht das Recht der Selbstbestimmung von genehmen Kandidaten rauben lassen will, wird der Vorschlag Weil zurückge wiesen. Dagegen beschließt die Versammlung nach äußerst lebhafter Aussprache, sofort vier Kandidaten aus ihrer Müte zu erwählm und für deren Namen durch Streichung von vier andern auf der gemeinschaftlichen Liste der politischen Parteim Platz zu schaffen. Aus der Zahl der vorgeschlagmen Kandidaten werden mittel ft Zettelwahl berufen die Herren Bal. Müller, W. Hornberger, Ehr. Jnderthal und Arch. Seuling. Es folgt eine Abstimmung über die Kandidaten der polftischm Parteien, von ihnen erhalten Stimmen die Herren: Geh. Kommerzienrat Heichelheim (Natl.j 49, Geh. Medizmalrat Tr. Haberkorn nrags zu leeren. Als KandiDatm wur- I Den genannt I H. Müller unD Karl Zülch. Buckchalter Schütz i schlug Herrn Joh «eori Pfaff vor. Der nach Den heutigen Aus- r führnngen sicher ein tüchtiger StaDtoerorDneter ivcrben mürbe. Aus Staot uns fcanO» Gießen. 12. 2tooeniber 1913. ** Tageskalender für Miuwoct-, 1L. Roo. Stadt- th ea l er: ,T a 5 Geheimnis- Amang • Uhr. Vortrag des Allg. Teutfd- Jranenverem- und evemg. Sem.-slrauenoereinS in der neuen Aula, l'iarrer D. 1 r e u l rf) e n: Teutfche Delbinncn in den BettenmgSkrregen . Umanq h « Uhr. ' ReichSverein lib. Ange'l. und Arbeuer und ^ortfchrull. DolkSoartei: Ceuenll. Serfammi.mg im Felsenkeller öj» Uot. •1’ o c t r n g im »Hotel Schützt, abends 8% llgr über ket- NcherungSanftalt deutscher Hausbesitzer. Kriegsmarine-Ausstellung in der Alten Klinik. • • • Der Großherzog verlieb dem Lebrrr Wilhelm Buchinger zu Horchheim anläßlich seiner mit Wirkung vom 1 November 1913 ab erfolgten Versetzung in den Ruhe- stand die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse deS Verdienstordens Philipps beS Großmütigen. • • Feuerwehr-Ehrenzeichen. TaS Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde vom Groß, herzog an Johannes Knaf und Johannes Heinrich Knaf zu Büdingen verliehen. • • Stabttheater. Schon heute sei auf ba8 nächste Gastspiel hingewiesen, bas ein theatralisches Ereignis für Gießen werben dürfte, da ein Künsllerpaar zusammen auf- treten wirb, dessen Namen unter den allerersten Sternen am deutschen Theaterhimmel glänzen. Helene Feh bin er und Friedrich Kayßler vom Berliner Lesftng.Theater, werden am Mittwoch, den 3. Dezember, ein einmaliges Gastspiel in Ibsen« .RoSmerSholm* absolvieren. ES ist zu wünschen, daß dieser Abend daS wohlverdiente Jnterefie m reichstem Maße findet, schon damit die Direttion daS finanzielle WagmS eines solchen ToppelgaslspieleS nicht zu bereuen hat. " Der Verein der Hausbesitzer läßt, wie man unS schreibt, heute abend im Saale dcS Hotels .Schützt einen Vorlrag halten über die vor einiger Zeit gegründete eigene Versicherungsanstalt deutscher Hausbesitzer für die Mil- ^lieber der Dem Zentrali^rband deutscher Hausbesitzer an- geschloffenen Vereine, über ihre Ausgaben und Leistungen. Den Vortrag hat Verbandssekretär Franz Bessert auS Spandan übernommen. " Vortrag bet Frauenvereine. Man bittet uns auf den Dorkrai bei Pfarrers D.^r euldien nu5 Hirschhorn,den er heute tibend h' .Uhr in der neuen Aula Der Universität über -Heidi n n e i> der B e i r e t n n g 4 f r i e g e- holten wird, nochmals aufnierffam zu machen. Ter Vortrag hat in Tarmikadt groneii Veifall gefimden. In Gießen dürste er auch auf besondere Le>l- nnhme rechnen können, weil Pfarrer Preuschcn in unserer ctaDt au’geivad’kn ist. Auch unteren Frauen soll damit ein voller Anteil an der Jahrhunderikeier geboten werden. 'Nicht nur die Männer bebüren der öelcen, an denen sie Nch begeistern und deren Vorbild ihre Kräfte werft und ihnen Redens ziele steckt, unb nirfit nur unter den fDlönnern sind solche Helden ah finden. Auch unseren Frauen tuen auf ihrem Wege ztir Eniivirflung ihrer'n den lind Kräfte solche begeisternde Führerinnen not. ovulid), die Heldinnen der Befreiungskriege weifen Dafür einen ernsten eg, 3en Weg des CpfcrS. l iefen Weg gu verliehen, ist nn allen, auch den Dlänncm heil am. Tarum sind mit Den Fraiien auch Dicfe herzlich emqelaDen. **3it dergestrigenNotiz „D aS A ktie nbrcrueret- Gelände" im lokalen Teil ist durch ein technisches Versehen die Kennzeichnung als Zuschrift weggeblieben. Wir hatten be- btlv tätdbcrechnuna kann auf keinen Fall stimmen Wir behalten uns weitere ?lusnttmingen für eine der nächsten 'Thimmem vor. Landkreis Gießen. -- Betten häuf en, 11. Nov Bei her heutigen Ber- aeordnetenwahl wurde der bisheriae Beigeordnete L e i d n e r mit 73 Stimmen wiedergewählt. KrciS Alsfeld. — Mücke (Cbcrheffcn), 11. Nov. Aus dem um 7 Uhr 15 Minuten abends von Station Nieder-L h men hier einlauscndcn Personenzug st ü r z t e heute abend zwischen Station Nicbcr-Ohmen und Mücke aus einem Abteil 4. Klasse ein etwa 40jähriger Mann aus dem in voller Fahrt befindlichen Zuge. Mitfahrcnde zogen sofort die N o t- b r em se, worauf Der Zug anhielt unb einige hundert M zurückfuhr, sodaß der Schwerverletzte im Zuge Aufnahme laut. Er st arb im Zuge, ohne das 'Sewußtsein ivieber erlangt zu haben. Tie Persönlichkeit des Verunglückten konnte noch nicht festgestcllt werden. Auch die Frage, lvie daS Unglück entstand, bedarf noch der näheren Feststellung. KreiS Friedberg. L. Friedberg, 11. Nov. In Der heutigen S t a b t ver-- ordnetensitzung. Die unter dem Vorsitz Des Bürgermeisters Baurat Stahl ftnno, wurden zunächst einige Baugesuche geiich- inigt und die Fluchiliiiien für die verlängerte B'smarckstraße und Mainieriorweg ieflgesetzt. Tie Arbc ten ;ur Straßen Herstellung wurden verteilt. Die Rechmmg Der SclüllcrschuU für 1912 wurde alsdann genehmig Ter städtische Zuschuß beträgt 5350 Mk. Zu Beigeordneten für Die ytddifltn sechs Jahre wurden Beig. T amm und Justizrat Winbeder wieDergewählt fi. Butzbach, 11. Roo. Ein Landstreicher brach an der Straße nach Podl-O-önS etwa 20 jungen Cbft- bäumen die Kronen ab. Ter Mensch konnte verhaftet und dem UntelsuchungSaesängniS zugefübrt werden. ? Steinfurth, 11. Nov. Bei einer vom Bad-Nauheimer Hubertusklub heute im hiesigen und ün Opversbofener Felde oer- annaltcien Treibjagd wurden von ctiuo - ' Hasen trotz Des schlechten Wetters zur Strecke gebracht. Starkenburg und Rheinhessen. — Mainz, 12. Nov. Tie Lagerhalle der Schisfahrls- unb Spiditionssirma Hillebrand am Rheinuser wurde durch ein Großfeuer, das vier Stunden wütete, zerstört. Als-Ursache des Brandes wird Kurzschluß vermutet. Heffen-Nassau. Frankfurt a.M, ll.Nov Heute früh schoß sich der Kaufmannsgehilfe A. Kammer st ein Mis H a n au in t«n Zuge zwischen Frankfurt und Höchst eine Kugel in Die Brust. Er wurde in Dos Höchster Kitankenhaus gebracht. CanC'tvirtfcbaff« k. Kirch-G öns. 12. 91ov. Aul Anregung des hiestgen LbstbauveremS würben kürzlich in einem Teil unserer i^emarkun- an den Aevftlbäumen Kleb gürte! angelegt. Man staunte darüber, ivklche Menge ' Frost fpanner Weibchen, bie be- fniintlicb nicht fliegen können, bereit« gefangen wurden. •• IH beadstwtigt, in den folgenden Jahren je einen an bereu -teil bet Keniatfimg in diefer «leite vorzunehmen. hont mnrv de« Vaui.'fchäblmgS, Dessen Rauven in tiefem Sommer viele oum< fast fnhl'royen, Herr zu werden.___________ Vermischte». * Gewalttätiger Ge f a n g e n e r. Aus Breslau, 11. Nov. meldet ein Privattelcgranrm: Heule oorrnittag versuchte brr wegen Beleihigung unb groben Unfugs p zwei Wochen GcfangniS unb drei Wochen Haft ucrurlnUC KEsH Mchen * ^ans. 12, '■i}n ““4,18.“'f' 1913. rZEeia6h | 'ti?"''"Mu 'Ml’« ' LtzKK; Glitzer. 9C über $e '8,n,,*-«iÄ ■ 1 dein ftiinmen. SBir befetten lütt (fft'ten Nummern ter. ’W m . v.-LrvdnM^enDei- t Mrnar ^eigeotintete chergewählt. ifeld. Mv. Aus dem um 7 Uhr : n Nieder-Ohmen hier jte heute abend Zwischen e aus einem Abteil -t. Klasse dem in voller Fahrt be- roqen sofort die Not- lt und einige hundert Meter -rletzle im Zuge Aufnahme das Mvußtsem wieder er* it des Verunglückten konnte licf) die Frage, wie das Um äheren Feststellung. Ä«Ä| SÄgssi Ä12 ronrbe Mk. Zu WILde» 5 ^u^CTllbrtnOffl'N-^auf,ebnfr •Bei einer JcIbe ver- ^nÄ“32^fen etwa Zm yr ledegebra^ »St«»1*"1 SitlA«-^ Mb ic ftng»1 ___- ___ • j?«« **« k? Hi $L<^* FÄHirstEfuthroi B i'en o ck beim Wegführen sich von dem chn oeglettenden Gerichtsdiener Mwitg loszureißen. Bie- iwcE fthlug den Beamten nieder, so daß dieser bewußtlos üLgenblieb. Der fliehende Bienock wurde von anberen Gernytsdienern fefbgenmnmen. König starb alsbald an der erlittenen Schädelverletzung. * Gattenmord. Aus Düsseldorf wird gemeldet: In der vergangenen Nacht wurde der 35jährige Schneider K a u - pausen im Schlafe von seiner zehn Jahre älteren Gattin aus Eifersucht mit einem Brotmesser derartig verletzt, daß er sterbend ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Frau wurde verhaftet. *UntatenderWahlweiber. AusLond on , 11. Nov., werd gemeldet: Im Alcxanderpark wurde das Manclsester Kaktus- baus durch eine Bombe zerstört. Man schreibt da? Verbrechen Vertreterinnen des Frauenstimmrechts zu. Tie Sammlung, die in ldcm PavUlon untergebracht mar, hatte einen Wert von ungefähr 1OOOO Pfund Sterling. In Frenchay bei Bristol brannte nachts ein unbewohntes Landhaus nieder: aus gefundenem Schriftstücken schließt man, daß es sich auch hier um einen Zer- störungsakt der Frauenrechtlerinnen handelt. * Nobelpreisträger. Aus Stockholm, 11. Nov., wird gemeldet: Die königlich schwedische Akademie der Wissenschaft en hat den diesjährigen Nobelpreis der Physik dem Professor >lamerlingh Onnes an der Universität Leider und den Nobelpreis der Chemie denr Professor Alfred Werner an der Universität Zürich verliehen. Die Preise betragen in diesem Jahre ungefähr 197 000 Franks. *Mordtaten. Aus Berlin wird gemeldet: Der 37 Jahre alte Kutscher B o g a n erdrosselte gestern in seiner Wohnung die Mit ihm zusammenlebende 40 jährige Frau Prusseit und deren dreijährige Tochter. Die lO'/.jährigc Tochter der Frau Prusseit wurde lebensgefährlich verletzt. Der Täter ist geflüchtet Zur Entdeckung des Mordes hat der Mörder selbst wesentlich beigetragcn. Er erschien nachmittags bei der 19 jährigen Tochter der Prusseit an deren Arbeitsstelle und warnte sie, nach Hause zu geben, denn da könne sie was schönes sehen. Der Mörder, von Beruf Kutscher, hat meist nicht gearbeitet, sondern sich von der Frau ernähren lassen, mit der er seit zehn Jahren in toilbfcr Ehe lebte. * Typhus. Die Morgenblätter melden aus Mülheint Muhr): In der 3. Kompagnie des 150. Infanterieregiments wurden zwei tödliche Tyvhusfällc festgesteUt. Die .Krankheit ist angeblich aus dem Manövergeländc eingeschleppt worden. Drei Mann wurden sofort isoliert; ein weiterer ist unter typhusver- dächtigcn Erscheinungen erkrankt. , Kleine Tageschronik. Der japanische Torpedobootszersdörer „Agsaqiri" ist bei der Halbinsel Noto auf einen Felsen geraten. Er ist rettungslos verlo ren. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter öieier Rubrik stehenden Artike übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 11. Noo. Einen tiefen, aber wenig erfreulichen Blick in das Getriebe unsers kommunalen Lebens gewährte der Bericht über die Wahl« Vorbereitungen der sreisinnigen Polkspartei. Besagt er doch nicht mehr und nickt weniger, als daß nur die Zugehörigkeit zu einer bestimmten politischen Partei zu der Tätigkeir als Stadrserord- neter befähigt! Nickt danach wird gefragt, ob Jemand Interesse an umernt örtrntiuhen Leben bttimbet, ob er genügend um abhängig ist nach rechts und links, nach oben und unten, um ohne Voreingenommenheit niemand zuliebe und niemand zuleide seine Entschlüsse zu fassen, sondern nur, ob er auch waschechter Parteimann ist, „Eingeschriebenes Michlied", das scheints, der Zauberscklussel, der die Tür zum Sitzungssaal öffnet. Wie weit sich ein derartiges Vorgehen mit dem Begriff Liberalismus, Freisinn verträgt, das mögen sich die Heroen, die in den Parteien die Sache „machen", in einem stillen Stündlein daheim einmal durch den Kopf gehen lassen. Es gibt eine ganze Menge Bürger, und ich meine, es sind wohl noch nicht die schlechteilen, die gut liberal sind (liberal im weitesten Sinne verstanden, die aber angeekelt von der Art, wie vor allem bei den Wfthlcn gearbeitet wird mit den übelsten Mitteln von allen Parteien, sich feiner Partei anschlie ßen mögen, sondern jeweils das kleinste Hebet wählen, es gibt auch eine ganze Menge Bürger, die der Meinung sittd, Partei^ Politik habe nichts mit der Verwaltung unserer guten Stadt Gießen zu tun: sic alle mögen jetzt umlcrncn, bis sie den S§tz auswendig können: Hinein in die Partei, dann kommst Du auch ins Rathaus! Es wäre wirklich an ddr Zeit, daß sich die Gießener Bürgerschaft aufrasite, den ganzen ParteiklütM-l zum Tempel hinaus jagte und dafür Leute wählte, mir um der Sache willen, nidjt für ober gegen eine Partei. Vielleicht erleben wir das ja auch noch, wenn nicht diesmal, bann bei einer späteren Wahl! Hoffen wir das beste! Burmester. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 13. Nov. 1913: Wechselnde Bewölkung, einzelne Regenschauer, etwas kühler, vor« wiegend westliche Winde. Letzte Nachrichten. Kein Besuch des Kaiserpaares in Braunschweig. Berlin, 12. Nov. Tic Meldung von einem Besuch des Kaisers und.der Kaiserin am 17. d. Mts. in Braunschweig ist unzutreffend. Vom 15. bis 17. November weilt der Kaiser in Kiel. Ein Besuch ist vorerst nicht in Aussicht genommen. Aus der Konservativ en Partei. Berlin, 11. Nov. Der engere Vorstand der Dcutsch -Kowservativen Partei hat, wie die „Berliner Neuesten Nachrichten" und die „Kreuzzeitung" melden, am 8. d. Mts. beschlossen, daß in Zukunft Ausschluß aus der Partei bei solchen Mitgliedern unverzüglich eintritt, die zwecks Wahll)ilse mit Angehörigen der Sozialdemokratie verhandeln. In der Einleitung des Beschlusses wird zugegeben, daß solche Verhandlungen von vereinzelten Konservativen auf eigene Faust vorgekommen seien. Gegen die Warenhäuser. Berlin, 12. Nov. In bet letzten Vorstandssitzung der Berliner Konservativen am 7. d, M. ivurde in einem gegen die Warenhäuser gerichteten Beschlüße eine Erhöhung der Um sahst em er über 4 v. H. und ein Verbot der der oberen für die Sicherheit des Publikums .qefihrkcken Stotf werke gefordert und dw Einführung einer Ailralsteuer empfohlen. Ferner wurde eine Ern gäbe an den Minister des Jmwrn beschlossen, worin gefordert wftd, daß jedes offene Ladengeschäft den vollen Nomen des wirklichen Inhabers trägt. Zur Begrün- buitg lwißt es, daß trotz gesetzlicher Bestimmung beispielsweise jüdische Geschäftsleute den guten Namen des früheren dnäftitd»« deutschen Inhabers benutzen. In einem dritten Beschluß wftd vom Justizminister die Ausdehnung des 2lusjchlnsses der Oof- fentlichkeit in Sittlichkcitsprozessen auch auf die Presse gefordert. i Millionen -AnleiheinOffcnbach. m. Offenbach, 12.Nov. Der städtische Ven'assnngs Ausschuß beschloß einstimmig die Aufnahme einer Anleihe von 14 Millionen Mark. Anfänglich war die Aufnahme von 20 Millionen vorgesehen. Von diesen 14 Millionen Mark sind nicht weniger als rund 9 Millionen für werbende Anlagen vorgesehen, dft sich selbst verzinsen und amortisieren. Unter den restlichen 5 Millionen befinden sich etwa 125 000 Mark für die Er Weiterung des städttscken Krankenhauses, eine Million für den Stadthaus-Neubau, 250000 Mark für Volksschul-Neubauten und 673 000 Mark für den Beittag der Stadt zum Umbau der Bahn anlagen. Eine verbotene Jesuitenmission. Posen, 11. Nov. Der hiesige Polizeipräsident verbot eine Jesuitenmission. Er untersagte bei Strafe dem Jesuiten Mieloch- Lemberg die weitere Missionstätigkeit in der Posener Domim kanerkirche. Immer mehr wird Tee, namentlich in den kräftigen Sorten, als tägliches Getränk bevorzugt. Von MESSMER’8 TEE - MISCHUNGEN setzen sich London Tee ü Mk. 2.60 und Englische Mischung •i Mk. 3.20 das Pfd. zum grossen Teil, Ceylon Indian ä Mk. 2.80 und FF. Ceylon Indian ä Mk. 3.50 das Pfd. fast ausschliesslich aus feinen britinch-indlschcn Tees zusammen. Diese vier Mischungen verdienen ihres Wohlgeschmacks, ihrer Feinheit und grossen Ergiebigkeit halber ganz besondere Beachtung. s< r. mfen beim Einkauf Eutoi darauf, luftdichten Blechdosen Dieselben sind jetzt In verpackt und kostet n. Lassen Sie sich nicht Bonbons anreden, sond nach einmalige; Iserkelt nichts Reichsverein liberaler Angestellter und Arbeiter und Fortschrittliche Volkspartei. Am Mittwoch, dem 18. November, abends S1/^ Uhr, im Hotel Felsenteller öffentl. Versammlung für Eisenbahn- und Post-Beamte und Arbeiter. Thema: vll/u Stadtverordnetenwahl. Referenten: Tisiheiidin'ftt-Bcrlin u. LaMaMbgcMiittcr PrgM UrsiM-Wen. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Mittwoch, den 12. November 191.3, abends S’/4 Ehr, in der neuen Aula der Universität Vortrag von Herrn Pfarrer D. Prenschen aus Hirschhorn über Deutsche Heldinnen in den Befreiungskriegen — Eintritt für jedermann frei. ~ D8 n lllgem. Denlscter Fraoemerein, Ortsgruppe Gitta Der eräug. Gemeinds-Fraoenverein Frau Minna Naumann. Frau E. Höhl bäum. Sonntag, den 16. Nov. Oberhess. Geschichtsverein Ordenti. Mitgüeder-Versammlnng Donnerstag, den 20. November, abends 81/, Uhr, im oberen Saale des Cafe Ebel. 4. 1. 2. 3. Tagesordnung: Geschäftsbericht des Vorstandes. Kassenbericht des Rechners. Beschlußfassung über den Antrag Schmeckenbecher: In S 28 der Satzungen des Vereins ist das Wort „gänzlich“ zu streichen. Der § 29 erhält folgende Fassung: Vorstand im Sinne des B. G. B. ist der Vorsitzende sowie der Schriftführer des Vereins. Vortrag des Herrn Prof. Dr. Laqncuv: Leber die Germania de* Tacitus. Gäste sind willkommen. v15/“ GvangeliidierBund LeipzigerQuartett- u. Konzert-Sänger iDir. Eule-Schmidt) — 8 Herren!!! — Brillantes erstklassiges Programm! Borverkaus: Sperrsitz und Logen 1.—Mk., Saal- vlatz 60 Pfg. in d. Bigarr. Handl, d.Herren Zllamp, Scllersweg,Todt,Plock- itraste nebst Filiale, Löb, Bahnhoiser., und Heinz, Kirchenvlatz. Kassenvreis: Logen und Svernitz 1.25 Mk., Saal- ölat» 75 'Big. Ans. 8 Ubr. In(öiciicn s.viel.Jabr. beliebteste Gesellsck.l^» Sonntag, 16. November, 8V4 Uhr: Faniilienabend in Steins Garten. Vortrag des Herrn Prof. v. Dr. Diehl-Friedbe W Ms ueriiMft Htßti ötm iHcforinctor Ülortin Buccr? Der gemischte Cbor des evangelischen Arbeitervereins Hal feine Mitwirkung zugesagt. Du[-* Alle Evarrgeüschcn herzlich willkommen. Eintritt freu 1/1 ist die denk- bar bette Zahn-Bürste weil ne allen Anforderungen cnn'vrichl. Stück Mk. 1.50. Adler Drogerie, Selters- weg Ä, Otto Lckaaf. 17179 Salat-Kartoffeln „Mäuschen" Z per Zentr. Mk. 7.— m. Sack gegen Nachnahme emvuehlt Mz.Ltuttli,z,»ktzl«r. ;A. Salomon & Cie.,Schulstr. in Gietzen, „Alte Klinif", bis (6. Nov. täglich bis 10 Uhr geöffnet Aste Kriegsschiffsklassen (auf und unter Wasser und in der Luft) in großen prächtigen Modellen. Alle See- kriegswaffen in Originalen (Torpedos, Seeminell, Schnellfeuergeschütze usw.). Modell des größten deutschen Schiffsgeschützesin natürlicher Größe, 16 Meter lang. Beschossene Panzerplatte im Original 150 Zentner schwer. Maschinengewehr wird im Schnellfeuer vorgeführt. Eintritt 60 Pfg. Arbeiter, Unterbeamte im Vorverkauf durch Arbeitgeber und Behörden 30 Pfg. Besichtigung der Panzerplatte 10 Pfg. D12/n | Vortrag: Kapitänleutnant Mumm 5 u. Sl/2 Uhr nachm., Sonntags auch lV/2 Uhr vorm. Aeulcher Pottenysrem - — O'--- — — Ortsgvappe Gieszen. Calf Ebel Donnerstag, den 13. u. Freitag, den 14. Nov. Gastspiel des bett bekannten Barieis-Eniemble ErnstBerghaus 4 Damen 3 Herren Amüsantes Programm! Rene Possen'. Urkomische Duette usw.'. Ausang 8 Ubr. 7395 Fleiechbütten Waschbütten Krautfässer Jauchefüsser neue u. gebrauchte empfieblt billigst 17328 Küserei Pb. Lommerkorn, Bleichsttaße 12. striifmofdiineu teil’ zahl. Otto Mül!cr,Magee- butg,Lüneburg. 2 tr-lüihv18/* QffeAbacA.^kMaLrh HyffhäuserTechniHum Frankenhausen Ing.-o.Werkm.-Abt. Gr.Ma$ch.-Lab. Optima-Fahrräder Gült n fUllb»rkt?e Wnldrone ! ! ! Wild West-Drama in ' 3 Akten. Wurde stets bei ! ausverkauit.Häus.vorge- iübrt u. wird auch hierdas । größte Aussehen erregen. I a,J/itl Tic Direktion. Stadtverordnetenwahlen. * Mitbürger! Plank, Wilhelm, Gerbermeister, Stadtverordneter, Gießen, den 12. November 1913. Der Vorstand des Vereins der Fortschrittlichen Volkspartei. Nach vielen ausführlichen Verhandlungen mit den verschiedensten Kreisen der Bürgerschaft und unter möglichster Berücksichtigung der Wünsche des Bürgervereins und mehrerer Vezirksvereine schlagen die Vorstände der beiden unterzeichneten liberalen Parteien unter Zustimmung ihrer Generalversammlungen folgende Kandidaten zur Wahl als Stadtverordnete vor: Brütk, Franz, Hoflieferant, Möbelhändler, Diehl, Johannes, Schneidermeister, Fischer, Martin, Lehrer, Habcrkorn, Dr., Julius, Geh. Medizinalrat, Stadtverordneter, Haggcnmüller, August, Gymnasiallehrer, Heichelheim, Sigmund, Geh. Kommerzienrat, Stadtverordneter, Klingspor, Adolf, Kommerzienrat, Fabrikant, Meyer, Hans, Architekt, Muller, C. H., Schreinermeister, Noll, Adolf, Kommerzienrat, Fabrikant, Noll II., August, Kaufmann, Petri II., Louis, Weißbindermeister, Stadtverordneter, Schmeckeildechcr, August, Landgerichtsdirektor, Wachtel, Fritz, Amtsgerichtsrat, Wenzel, Fritz, Bahnschlosser, Zorn, Karl, Schreibgehilfe. Wir haben uns bemüht, mit diesem Vorschlag das Interesse unserer Stadt und deren einzelner Teile, sowie der verschiedenen Kreise der Bevölkerung nach Kräften zu fördern und bitten wir dringend zur Vermeidung einer Stimmenzersplitterung unter Unterbriirfiiii^ aller ^onderwnnsche obige Herren möglichst einstimmig zu wählen. ID“/« Der Vorstand des Vereins der nationalliberalen Partei.