MI I I i ZI NI U abgeleitet, Reicht steckt in bei Rom- Sic Vorlage s Finanz, Reiches zu ößer gelvesei eichsregiemng und es ibi n ist. Wir :e Grundlage mn uns abce dagegen Eis' viegend. Der ergesehen fv, ; Reserve von ährte Fi- )Ui Schul« i worden sei. Au .Unnveo, ^and. pt in die (b,c heutige & trotz MU CQ.; .^cen fic,%buno Min dei ° t°,er ent, nmöl>9tn, 11 ^ilPricht: Mensen tcn gelten? "e «er, Weis- v,c nötigen helmnis, 1 für die W bei der w, wird uns ^ungcn des !E1 ^en 6oj.: ? betont, bak Mdirekte !- Mterliegt. Mn da ganz -ner ch aller, wrde doch die es Reiches - Fedensalls - iro wir die Je» Erben zu ommunen und Fragen 1908 elegt worden, antragen, e nochmals er solchen un- , bann wollen it au-!omrneil die sie in den Susklärung zu iMegung des any jtutfäe t fei, fönnai il den Um« «d seder. U* inz kitunmlc ät in Äetragc >tl der lieber, । deckte. 2atz ।c den Bc rotz die,er c Vorlage je LU bk' orzeichne - Hovember 1911 aber btt Beisall rechts-t :rmiöigtcit und b. Sei-) 8?® «reifen % . $c§ ,ollen Sa den M rieben tonnen ic Abgeordnete LoIlöoersatNtN' wir seienie* öie Landwirt^ n diesem A- (Gebt rch-g ' Mahlern! «nten nehmen. u erheben nbia versagen 8uhn , ctictar . •■riDirti^oft Stunbe ftf* gewaliig^ auße? '^teilen v.,j, btt ^^'leucrung äs «s* fS#« * X»11,6" «aß* ’i,h® * v 1"r‘ (fein<" ng q r,tL alle" r "E rlich' 165. Zahrgang Wien, 11. April. Neue Freie Presse" meldet: Ü-H ' inigtcn Staaten. in den Städten der nordamerikanischen Union saft durchweg Steffter ist 1917 weiter Erstes Blatt P mm — wraiumTWiM Die heutige Nummer umfatzt 20 Seiten. — Wertvolle Stiftungen. in Rn in ver^rl'ene Fräulein Henriette Hertz, Eigentümerin des beka"nien Pffaizo Snncari, hat diesen fimftgcirhirfttlicf) wertoollen Besitz nebst der darin befindlichen reichen Bibliothek Hertzinna, dem Vernehmen nach der 5? a i s e r - W i l h e l m - G e s e 1 l s ch a f t vermacht, roäh1 rend ihre Sammlung an Kunstwerken, darunter ein tvertoollcr Filippo Lippi den italienischen Staatsmuseen zugedacht ist. — Das Stadttheatcrin Hanau, verbunden mit dem Kurhaustheater Bad Homburg und dem Stadttheater Offenbach am Main, Direktion Adalbert Steffter, versendet über die am 6. Zlpril beendete -6 te Winterspielzeit folgende statistische Ueber - sicht: Es wurden in Hanau, Offenbach a. M. und Bad Homburg zusammen 262 Vorstellungen gegeben. Zur Aufführung kamen auf dem Gebiete des Schauspiels und der Operette u. a. die Neuheiten Gudrun, Magdalena, Tie Zarin, Hinter Mauern, Ein Waffengang, Eva, Der liebe Augustin, Grigri usw. Es gastierten u. o. Professor von Poss art, Alexander Moissi, Irene Trief ch, Agnes Sorma usw. Tirektor die Direktion der vereinigten Bühnen bis zum Jahre übertragen worden. — Ein deutsckes Wandertheater für Nr. 85 Der Gleyrner Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich EirherierZamilienblätter; zweimal wöchentl.Nieis- . blatt für den Breis Giehen (Dienstag und Freitagl; zweimal monotl. Landwirtschaftliche oeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, . Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: In der Untersuchung über die erzwungenen Religions- Wechsel in albanischen Gebieten erklärte der Erzbischof von P r i z r e n d , daß die Montenegriner zum Nachteil der katholischen und mohammedanischen Bevölkerung, zwangsweise Konversionen in großer Zahl vornehmen. Der Erzbischof verlangt das Einschreiten der Mächte, um diesen Mißbräuchen ein Ende zu bereiten. s v e r h a n d l u n g e n halben .ic Annahme der Wehr vorlagen Vorschläge manchem demokratischen Blatte eine rechte Enttäuschung bereitet haben. Denn es fehlte bei ihm der vielleicht erwartete laute Protest gegen die neuen Riesenausgaben, und er übte nur eine durchaus sachliche Kritik an den Staucrvvrlagen. Ueberhaupt waren bis heute die Verhandlungen inr allgemeinen würdig und erfreulich. Taß die Linke an den neuen Bedürfnissen der Heeresvorlagen Kritik üben würde, und daß zahlreiche Wünsche und Forderungen in Bezug auf die Organisation unseres Heerwesens wieder erwachen würden, war ja vorauszusehen. Auch Herr Bass ermann und Herr Paasche haben solche Wünsche geäußert, wie z. B. die nach einer Reform des Militärstrafrechts und nach einer unvoreingenommenen Auswahl der Offiziere. Nur die sozialdemokratischen Redner haben sich die ungründlichen und fadenscherni- Samstag, 12. April Bezugspreis: monatlich 75Pf., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abholc- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— vicrtel- jährl. ausjchl. Benellg. Zeiletipreis: lokal 15Pi., auswärts 20 Pieiuiig. Ehefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Vom Ba'kan. Entschädigung Montenegros? London, 11. April. Nach einer Information bef' Muter-Bureaus erklärte der montenegrinische Minister des Aeußern in Cetinje, Montenegro sei weder ein Vorschlag unterbreitet, noch seien Verhandlung gen der Mächte m itih müder ein eterritorialc oder finanzielle Entschädigung eröffnet worden. Serbien stellt die Feindseligkeiten vor Skutari ein. Belgrad, 12. April. Hier herrscht tiefe Nicdexgefchlagcn-- feit, daß das serbische Oberkommando gestern telegraphisch die Einstellung der Feindseligkeiten vor Skutari befohlen hat. Jr Montenegro herrscht allgemeine Verzweiflung, da die Montenegriner nach der. Wsage der Serben außer Stand gesetzt sind, die Belagerung fortzusetzen. Ein albanischer Thronkandidat. Wien, 12. April. Die Triple Entente hat den Prinzen Wilhelm von Schweden als albanesischen Thronkandidaten vorgeschlagen. Prinz Wilhelm ist 29 Jahre alt und der zweite Cohn des Königs von Schweden. Seine Gattin ist die russische Großfürstin Maria Paulowna, eine Tochter des Großfürsten Paul. Seine Mutter ist eine Cousine Kaiser Wilhelms. Das Schreckcnsregiment in Albanien. geu Argumente zu dtutzen gemacht, wonach eine vermehrte Rüstung nicht her Zeitlage entspreche. Die Fortschrittliche Volkspartei will im Ausschüsse an eine sorgfältige Prüfung der neuen Bedürfnisse herantreten, und auch das Zentrum hat ein solches Vorgehen in Aussicht gestellt, nur klang seine Prognose int allgemeinen freundlicher. Konservative, Zentrum und Sozialdemokratie haben darin tibereingestimmt, daß ein und dieselbe Mehrheit sowohl die Heeres- wie auch die 'Deckungsvorlagen erledigen möchte. Gesichert erscheint vor allem die Annahme des „Wehir- beitrages", natürlich mit den wünschenswerten Abänderungen, die sämtliche Parteien» fast übereinstimmend ' gefordert haben. Tic Stempelsteuernovelle intb die Beibehaltung der Zuckersteuer werden wohl auch angenommen werden. An den übrigen Vorlagen des Herrit Kühn wird vieles untgestoßen werden. Die Besitzwachselabgabe ist scharf kritisiert worden, und über die Besitzsteuer wird es harte Kümpfe geben. Wiederum wurden die Wünsche nach der Erbschaftssteuer oder der Reichsvermögenssteuer erhoben, und es wird sich die Frage erheben, ob noch einmal eine weitere Verständigung Basser- mann-Erzberger aus dem Plane erscheinen wird. Die bisherige Art der Auseinandersetzung im Reichstag läßt die Hoffnung berechtigt erscheinen, daß mit Sachlichkeit und gutem Willen die bei der Kürze der Zeit und der Vorbereitungen freilich schwer auszusindcnden gemeinsamen Wege im Interesse des Landes schließlich doch geebnet werden möchten. Auzcigcr Gießen. V f ' ® ’ Annahme^von Anzeigen Rotationsdruck und Verlag der yrühl'schen Univ.-Vuch- Md Zteindruüerei R. Lange. Redaktion, Expedition Md Druckerei: Zchulftrahe 7. bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhosstrahe 16a. wieder entfacht und im Bunde mit dem stets verstäitdnis- vollen Frankreich Uebe.rraschungen für uns bereit hat. Für diesen gar nicht unwahrscheinlichen Fall muß Deutschland Vorsorge treffen. Man darf sich aber aufrichtig darüber freuen, daß dem König Nikita aus dem russischen Brunnen diese kalte Tusche zuteil geworden ist! Das ist in der Tat ein Zwischenspiel, das dem Montenegriner noch wirksamer den Kops zurecht setzen wird als die Flottendcnronstration. Diese bedeutet nn Grund für den winzigen Heldett eilten Achtungserfolg, mit dem er sich aber, so rät die Petersburger Stimme, zufrieden geben soll. Welch kalter, strafender Hohn wurde über Nikita g ns gespritzt! Ohrte Sentimentalität setzt hier Herr Sasonow den überströmenden Panslawisten auseinander, daß das Rasseninteresse mit Nikitas Plänen nicht übereinstimme. Dieser wird geradezu als ein Allerweltsquerkops hingestellt, der immer auf eigene Faust handeln wvttc und ।eine Montenegriner nut-losen Massakres preis- gegeben habe. Sein Streben nach einem „montenegrinisch gefärbten Albanien" wird grimmig verhöhnt. Die Montenegriner seien schon unfähig, einige Tausend katholischer und muselmanischer Albanesen, welche seit 35 Jahren an den Grenzen Montenegros wohnen, sich zu assimilieren. Mit dieser Strafpredigt wird die finanzielle Entschädigung, über die Herr Sasonow kein Wort verloren hat, natürlich auch ad absurdum geführt. Die kräftige Rechtfertigung der amtlichen russischen Politik vor den Widersachern im eigetteit Lande hat also noch eine Nebenwirkung, die der Verfasser der Erklärung wohl nicht nachhaltig in Erwägung gezogen hatte. Hatte Rußland nur darum ait der Flotten- oemonstration nicht mitwirken wollen, weil es besser als die europäischen Mächte auf seine Würde halten wollte? Bedeutet die russische Enthüllung mit ihrer überraschenden Darlegung der Verhältnisse von Skutari auch für Europa nicht einen leisen Hohn? Trotzdem bleibt es dabei, daß Herrn Sasonows Erklärung im Interesse einer klaren Würdigung der internationalen Lage und der bevorstehenden Aufgabe des deutschen Reichstags die Luft gereinigt hat. Nicht im Sinne etwa der „Frankfurter Zeitung", die noch immer alle erdenklichen Momente in Beweise gegen die Hecrcsvorlageii untrechnet. Tas ist allerdings ein ganz vergebliches Beweis; mit braunen Ornamenten. Blumen und Laubschmuck durch- wirken lichtvoll die Reihen. Das gesamte Erdgeschoß birgt die Abteilung für Geschäft S b e d a r s, vow 'Diktaphou bis herab zum Bleistift, vom Uebermodernsteu bis hinauf zum Altväterlichen. Was in diesen Maschinen für den Buremtbedarf gegenwärtig geleistet wird an Feinheit, Präzision und Sicherheit, davon bietet gerade diese Abteilung eine tmgewöhnlich grobe Auswahl. Dann folgen Ver- vielsältigunasapparate in den vielfältigsten Formen. Der Reklame ist die Galerie eingeräumt. In erster Reihe stehen hier die S amm ela u s st e l lu n gen des Vereins deutscher Reklamefachleute. Sie zeigen in ihren Abteilungen, "welche Höhe die Reklame erreicht und welche Verbreittmg sie int modernen Leben gefunden hat. Dann folgt eine mnster- giltig Zusammen gestellte Ueberäch^ über das Bu ch o e w erbe und die Graphik; h'er findet der Kenner wahre Kabine11stückchqn des Buchgewerbesleißes. Man sieht Buckd ^el im Werte von hnnderten von Mark, Diplome von fast unschä'Barem Wert. Von fessclndent Reiz ist auch die Uc^-eriefet über Papierarten. An der Buchgewerbeausstellung haben sich die ersten deutschen Verleger beteiligt. Die Eröffnung der Abstellung sand in Gegenwart des Regierimgspräsidentcn von Meister, vstle Festaäste und Vertreter der Handelstrmmern Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Offenbach, G i e ß'c n, Friedberg und Hanau statt. Goetz; für „Feuilleton", „Verinischles" und ^Genchlsfaal": St. 91 eu- ralh; für „Stadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. durch große Geldschwierigkeiten in ihrem Fortbestand bedroht und hierdurch auch genötigt sind, den Kassenstandpuntt in der Auswahl des Spielplans gelten zu lassen, so tritt der große deutsch- amerikanische Nationalbund nun eifrig für die Begründung einer deutschen Wanderbühne^ in den Vereinigten Staaten ein; diese soll Städte, wo ein starkes Deutschtum oder lebendiges I n tcreffc an deutscher Kultur besteht, aufsuchen und ausschließlich der Pflege des klassischen und modernen deutschen Schauspiels und Lustspiels, mit Ausschluß der Operette und der niederen Posse, gewidmet sein. Wie die Mitteilungen des Vereins für das Deutsck»- tum im Ausland berichten, sind bereits zwei ernsthafte deutsche Unteruehmungen, das Harzer Bergtbeater des Dr. E. Wachler und das mit Förderung des Vereins für das Deutschtum im Ausland begründete „Deutsche Theater für Südame- r i k a" mit dem Nationalbund in Verhandlungen eingetreten. — 2 400 Jahre alte „Geschä stsbücher". Bei den jüngsten Ausgrabungen, die von der Universität von Pennspl- tiania in Nippur veranstaltet wurden, ist ein hochinteressanter Fund ans Licht des Tages getreten: in einer Art Gewölbe fand man die „Geschäftsbücher" einer Firma, die üor_ 2400 Jahren blühte. "Das Gewölbe must in jenen vergangenen Tagen denselben Zwecken gedient haben, die heute die Stahlkammer einer Bank erfüllt. Die wich.igsten Dokumente eines großen Geschäftshauses waren hier verwahrt, freilich nicht in Form von Rechnungs- bücheru, sondern in Auszeichnungen auf TontäsAchen, wie man sie int Jahre 487 v. Ehr. benutzte. Die Firma Muraschu Söhne in Nippur, in deren Geschäft wir durch diese „Bücher" einen Einblick gewinnen, must ein bedeutendes und ausgedehntes Unternehmen gewesen sein. Sie war in der Zeit König Ar- taxerxus I. gegründet worden. Wie der New Bork American zrWmgrsestspieie des Darmstädter yostheaterz. Darmstadt, 11. April. Gestern wurden die FrühlingSsestspiele mit „Rheingold" sort- qesetzt. Auch dieser Wend sand wieder eine seitlich geittmmtc Gemeinde. In der ganzen Hofloge faßten der Großherzvg, ine Großherzogin und mehrere Gäste. Den starken Eindruck, den „Tristan und ^ivlde machte, erzielte der gestrige Wend nicht. Leo Blech, der den^ingenten- stab führte, ist wohl auch ein guter Musiker, aber nicht die Persönlichkeit wie Nikisch. Er ist mehr korrekt als überwältigend. Auch er ließ dem Sänger den Vorrang, vielleicht sogar an manchen Stellen über Maß. Aus der Bühne durste mau sich an reiner Kamst erfreuen. Eine ganz ausgezeichnete Leistung al-.' Darsteller und als Sänger gab Heinrich Hensel aus Hamburg als Loge. Ter feine Schliff feines edlen Organs latzr viele Schattierungen zu, die gerade dieser Partie sehr zu statten kommen. Den Wotan sang Herr Frttz Feinhals aus München. W Leistung des Künstlers ist ja allgetnem bekannt mnd' tragt ahm mit Recht überall Lorbeeren ein. Ein trefflicher Bassist ist Hem Fenken aus Mannheim. Auch snnetz Darstellung; zeigt emen außergewöhnlichen Könner Frau Rusche-Endorf sang die Frtcka. Selbst in dieser kleinen Partie zeigte sich die große ^unstlerm Von den Mitgliedern der Darmstadter Hosbuhne Mahnet!. sich vor allem Herr Leo Schützenborf als Alberich am?, i'crl. Jacobs mtsaltcte als Erda ivicbcr ihre große Gesangskunst, die fte sichi r noch einmal zu den Höhen ihres Berufes tragt, a.re Rherntochttr- szeue blicb inusikalisch manche Feinheiten schuldig. Emen guten Miwe.gab^ Hei^rbie öerr Richard Lert besorgt hatte, war besonders in den „Tiefeti des Rheins von eindringlicher Wirkung. Die „lustigen Frauen" konnten; sich hier wirklich tum- meln und marett nicht aus innen beängstigenden kleinen Raum zusammeiigedrängt. Gut gelungen waren auch die Klüfte des ^^lm^Sonntas wird Leo Blech die „Walküre" dirigieren. mühen. Die Reichstag setzt schon ergeben, daß für t fern Pessimismus zu hegen ist. Tee fortschrittlichc Äbg. v. Payer mag mit seiner gestrigen Rede über die DeckungS- politi$d?e Wochenschau. Gießen, 12. April. Die gestern veröffentlichte russische amtliche Erklürnng ist eine höchst anffallcnde, außergewöhnliche Maßregel. Sie enthüllt das Programm der russischen Politik, die bekanntlich sonst immer nach dem Grundsatz gemacht wurde: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Warum nun diesmal die Ausnahme? Man hat in der letzten Zeit häufig die Annahme gehört, Sasonow, der Minister des Auswärtigen, tverde den Widerständen der Panslaw-isten weichen müssen, die beim Falle von Adrianopel sich so stürmische' Künd- gebunaen leisteten und nachher in der Duma so bitter Beschwerde darüber führten, daß die Amts- und Polizeigewal tcn ihren Straßentumulten nicht mit dem gewünschten Verständnis entgegengekommen waren. Darauf hat heute Herr Sasonow, der noch unerschüttert in der Gunst des Zaren steht, die Antwort erteilt. Er will die Panslawisten teils beschwichtigen, teils zur Vernunft bringen. Daher in erster Linie diese ungewöhnliche Ofsenhcrzigkeit. Dann aber sollte der Welt gezeigt werden, daß die russische Politik in dcn Londoner Beschlüssen keineswegs eine Niederlage erlitten habe, wie vielfach behauptet wordeu war. Wiener Zeitungen hatten die heftigste Sprache geführt, indem sic erklärten, der widerspenstige Ftönig von Montenegro finde in Petersburg heimliche Unterstützung. Nachdem das internattonale Geschwader die Blockade eröffnet hat, mußte Herrn Sasonow daran liegen künd zu tun, daß nicht er einen Mick- zug habe untreren müssen, und so limitterte er' die russische Politik so, wie es ihm heute am besten in den Kram paßt. Was kann es schaden, so rechnete er, wenn man dabei offen das Mslawenbanner einmal entrollt, da die Tatsachen ja doch so deutlich gesprochen haben und der deutsche Reichskanzler in dieser Richtung schon unbestreitbare Feststellungen gemacht hat? So darf mun jdenn, wenn man das Fazit aus der rnssi- fchen Enthüllung ziehen will, feststellen, daß Rußland von den Slawenstaaten, die es nach Kräften unterstützt hat, für die Zukunft noch Großes erhofft. Das ist eine Bestätigung dessen, was Herr v. Bethmann Hollweg in dieser Beziehung für die Lage der germanischen Völker besürchten oder vielmehr erwarten zu müssen glaubt. Daß, cs eine Kollision der widerstrebenden Interestett zwischen den verschiedenen rnffischen Völkent gibt, das ist von Petersburg ausdrücklich zugegeben werden. Wird sich diese Kollision in Zukunft nicht wiederholen, nachdem 'Rußland versicherte, daß es mit Hilfe und Opfern für seine slawischen Brüder niemals, sparen wird? Zwar hat Herr Sasonow auch den Satz veröffentlichen lassen: „Die Verschiedenheit der Rassen braucht durchaus nicht zu einem Gegensatz unter den Rassen zu führen". Nun, so hat es ja auch der deutsche Kanzler nicht gemeint, daß notwendig in der nächsten Zukunft ein großer Rassenkrieg entbrennen müsse. Daß aber die Panslawisten im Bunde "mit den aktionstuftigen Baltanvölkern neue Vorstöße planen könnten und daß das Deutsche Reich als Bundesgenosse Oesterreichs in diese Wirrnisse hincingezogcn werden müßte, das ist doch nicht von der Hand zu weisen, lind wir wissen es noch gar nicht, ob an Stelle Sasonows nicht übers Jahr ein munterer Ponffawist die Funken beritt "cc, wurden viele Hunderte von Tontciscln entdeckt, die zeigen, daß sich die Firma mit den verschiedensten Handelszweigen be- bestt äftigte: sie verkaufte Juwelen und Edelsteine, vermittelte Grimdttückgeschäste, venvaltetc Vermögen usw. Unter den zahlreichen Kontrakten und Kaufabschlüssen, Die ans dcn Taseln ncr Zeichnet stehen, interessiert besonder.- ein Garantieschein, in dem der Firma Scl;adenersab verfproch.'n wird für den Fall, daß ein Smaragd aus einem Goldring vor 20 I.ihren heraus- sällt. „Bel-Ld-iddina und Belsttnnia, Sohne von Bel und Hatin von Bazuzu", so lautet das interessante Schriftßück, „sprechen also zu Bel-nadin-sttnmtu, MurascbuS Söhnen: Was den Gold- ring mit dein Smaragden an geht, so garantieren wir, daß zwanzig Jahre lang^der Smaragd nicht ans dem Goldving fallen wird. Sollte der Smaragd früher heraus'allen, so w rdcn wir Bel-nadiU' sttnmili einen Schadenersatz von 10 otücf Silber leisten". >Dü Rechnungen erstreiken sich auf einen Zeitraum" von über 50 Jahren. 'Tie Firma war hauptsächlich als Agent für eine Anzahl von _ c. - . . • . bt e V er- reichen Persern txilig, die ilyr Vermögen nicht selbst verwalt« Ta die ständigen beut)dien Theater wollten. Dir Kranifurter Aurftell-mq für Eeschäfisbedarf und Neklame, h. Fr an kfu rk a. M., 10. April. die Festharle ist heute die Ausstellung für-Geschästsbedars und ^Reklame eingezogen, eine Schau, wie sie in solcl)em Umfang LstWd noch V gehabt hat. Mehr als 3000 Quadratmeter sind von den Ausstellungsgegenständen bedeckt. Vieles kehrt zehn-, hundertsach wieder unter der Fülle des Gebotenen. "Sott) wird man nicht müde durch das Einerlei. In ruhiger, vornehmer Gc sttflossenheit ftndet alles in dem in der Mitte der Halle stehendem GlaSkuppclbau jeutet Brennpunkt. Wle Stände sind gleichmäßig, | Serbischer Boykott gegen Oesterreich. Tie Wiener ..Neue Freie Press"" meldet aus Belgrad' In einer Versammlung sämtlicher kommerzieller Kammern des Landes wurde nach kurzer Airssprache einstämmig b es chl o ss e n , we^en der Halt u n g O e fte r - reichs in der alban'suchen Frage gegen di" Monarchie den Boykott zu v reklamieren und die Ve "bündeten aufzufordern. sich ihm anzn schließ en. Der serbische Boykott österreichischer Waren soll erst ein'"etzcn, wenn Oesterreich seine Haltung gegen Serbien nicht ändert. Die Streitsraaen um Saloniki und Monastir. Die Wiener „Nene Freie Presse" meldet: Nach Meldungen cu^ diplomatischen Kr"i'en besteht unter den Mächten die N"iguna, Salo'ffff den Gri"ckien zirzuiprechen Bulgarien hält abei' an seinen Ansprüchen aus Saloniki fest und ist zum Äenß ersten gegenüber Griechenland entschlossen, wenn dieses nicht freiwillig verzichtet. Ebenso hält Bulgarien unter Be- rusrmg aus den Allianz vertrau gegenüber Serbien seine Ansprüche auf Monastir aufrecht. Es scheint, daß sich Serbien und Griechenland einander Bulgarien gegenüber in ihren Ansprüchen aus Monctt'ir und Saloniki unterstützen. Ein türkischer Kriegsbericht. Konstantin ovel, 11. Avril. Der amtliche .Kriegsbericht meldet: Gestern sand am Vormittag ein unbedeutendes Artilleriegefecht aus dem linken Flügel der Ts ch a t ald s ch a li n i e statt. Danach herrschte mif diesem Flügel wie aus den übriaen Punkten der Linie vollkommene Ruhe. Vor B u l a i r hat sich nichts neues ereignet. Gestern feuerte ein griechifch es Torpedoboot einige Schüsse geaen die Küste von Aivali und wandte sich sodann gegen Edremid. Durch das Bombardement wurden einiae Häuser zerstört, aber sonst kein Schaden an gerichtet. Die Regierung trifft Vorforae zur Verteidigung der Küste sowie zur Aufrechterhaltung der Reiste und Ordnung. Cetinie, 11. Avril. (Agence Havas'0 Ein Schiff der internationalen Flotte hat in den Gewässern vor Antü- vari die 'F a ch t d e s' K ö n i g s N i k o l a u s a u f g e b r a ch t, welche Mehltransporte eskortiert hatte. Der Kaffer und seine Käste. Homburg v. d. H., 11. April. Der Herzog vvn Cumberland empfing um 11 Uhr den Reichskanzler, welcher etwa eineinhalb Stunden bm dem .Herzog verweilte. Um 12V» Uhr besichtigten die Majestäten mit ihren hoben Güsters die Ertöserkircke. Der Kaiser hörte heute vo^m-ttag die Vorträge des' Chefs des Zivilkabinetts und des Chefs des Marinekabi-; netts und empfing um lOV? Uhr den Reichskanzler.! H"ute mittag ist FawiAentafel, an welch"r auch Prinz und - Prinzessin Friedrich Karl von Hessen teilnehmen, und für die Umgebungen Marschalltafel, an der letzteren nimmt der Reichskanzler teil. Homburg v. d. £>., 11. April. Die kaiserliche Familie, die eumberländifchen und die badi''chen Herrschaften, sowie Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen machten nachmittags eine AutomobUfahrt zunächst nach Schloß Friedrichshos, welches unter Führung Seiner Majestät selbst besichtigt wurde. Die Fahrt gb’g dann weiter über Königstein, Oberreiffenberg und Schnritten hierher zurück. Die Taunuslandschaft unter einer m ehrere Zentimeter hoben Decke vor: Neuschnee bot einen reizvollen Anblick. Gegen 6 Uhr erfolgte die Rückkehr. Sämtliche genannten Herrschaften nahmen darauf den Tee in den Gemächern des Herzogs und der Herzogin von Cumberland, auch Prinz Eitel Friedrich, welcher kurz vorher hier ein getroffen war. Nach dem Tee verließen die hessischen Herrschaften Homburg. Um 8 Uhr ist gemeinsame Abendtafel, an welcher auch Prinz Eitel Friedrich und der Reichskanzler teilnehmen. Die Abreise der cum'berländisch en Herrschaften erfolgt morgen nachmittag um 3 Uhr nach Karlsruhe. Heute abend 10 Uhr reifte Prinz Eitel Friedrich ab, ebenso der Reichskanzler. Aus Stadt und Land» Gießen, 12 Avril 1913. Gewerbepolizeiliche Regelung des Anskunflswesens. Die einheitliche Regelung des gewerbsmäßigen Aus- kunftswesens ist zurzeit Gegenstand von Erhebungen des deutschen Handelstags. Die gesetzliche Grundlage hierzu bildet § 38 Abs. 4 G.-O., wonach die Zentralbehörden befugt sind, Vorschriften darüber zu erlassen, in welcher Weise die Inhaber von Auskunfteien ihre Bücher zu führen und welcher polizeilichen Kontrolle über den Umfang und die Art ihres Geschäftsbetriebs sie sich zu unterwerfen haben. Ferner kann die gewerbsmäßige Auslünftser'-eüung auf dem Weg des Verwaltungsstreilverfahrens untersagt werden, wenn Tatsachen vorliegen, die die Unzuverlässigkeit des Gewerbetreibenden inbezug auf diesen Gewerbebetrieb dartun. Von der Befugnis des § 38 Abs. 4 G.-O. ist von einer Reihe von Bundesstaaten (u. a. von Preußen, Bayern und Baden )Gebrauch gemacht worden. Es besteht daher die Befürchtung, daß besonders die in den Großstädten benachbarter Bundesstaaten bisher ansässigen Winkelauskunfteien ihren Siü nach Hessen verlegen, wenn sie hier leichteren Ueberwachungsvorschriften unterstehen. Um ein Urteil über den Umfang des Interesses an einer besonderen Regelung des Auskunftswesens in Hessen bilden zu können, werden vom Ministerium Erhebungen eingezogen: 1. welche Auskunfteien, die sich mit der gewerbsmäßigen Auskunstserteilung über Vermögensverhältnisse und persönliche Angelegenheiten befassen, in den hessischen Kreisen ansässig sind: 2. ob und in welchen Fällen in den letzten fünf Jahren Anlaß geboten war, gegen derartige Gewerbetreibende auf Grund des § 35 G.-O. Antrag auf Untersagung des Gewerbebetriebs zu stellen; 3. ob überhaupt Mißstände auf diesem Gebiet beobachtet worden sind, ohne daß es zu einem Antrag nach § 35 G.-O. gekommen ist; 4. ob es für notwendig ober zweckmäßig gehalten wird, besondere Vorschriften für die gewerbsmäßigen Auskunfteien zu erlassen. ** Tageskalender Völkerkundliche Ausstell- n n g der Bastler Mission in der alten Kl'nik. Geöffnet bis 23. April, Sonntags von 11—7 Uhr, Werktags von 9—1 und 3-7 Uhr. Bioarav b-L i ch t s p i e I e: Täglich Vorstellung. B a k o i S K a m m e r - L i ch t s v i c l e: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. Ober hessischer Kun st verein. Gemäldeausstellung fnt Turmhaus am Brand. Geöfsnel täglich (mit Ausnatnne von Samstag) von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr, Mittwoch nachwsttag von 3-5 Uhr. Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöfinet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich. Anlaaemusik am Sonntag mittag 12 Uhr in der Süd. Einlage (nur bei guter Witterung). Svielplan: 1. Ouvertüre Aitr Operette „Tie Amawne", von ?r v. Blon. 2. Fantasie ans der Overette „Der Gra' von Lure'nbura", von Lehar 3. Bnvvchen dn btft mein Augenstern. Maischlied aus der Overette ..Vnvpchen". von Z. "ülbert. 4. Walzerirämue, Walzer aus der Operette „Ein Walzertraum", von O. Strauß. * " Ordensangelegenheit. Der Großherzog hat dem Marine-Oberassistenarrt d. R. Dr. Hans Karril- l o n in Weinheim die Erlaubnis zur Annahwe unb zum Tragen der ihm von dem Prinzregenten Luitpold verliehenen Prinz-Regent-Luitvold Medaille in Bronze am Bande der Jubiläums-Medaille, deut Vizekonsul Fabricius in Kairo die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem Großherzog von Oldenburg verliehenen Ritterkreuzes 2. Klasse mit silberner Krone des Haus- und Verdienstordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig und dem fürstlich Erbach-Schönberaiscken Haushofmeister Phil. Dubois zu Schönberg die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von dem Fürsten zu Waldeck und Pyrmont verliehenen goldenen Verdienstmedaille erteilt. •• Kath. Vfarrpersonalien. Der Dekan Hch. Esten selb zu Rieder-Saulheim wurde zum kath. Pfarrer von Bodenheim, der Pfarrer Matthäus Daus zu Herbstein zum kath. Pfarrer von Gonsenheim, der Pfarrer Michael Eich zu Oben«haufen zum kath. Plärrer von Binnen und der Kaplan Herrn. Moser zu Darmstadt zum kath. Pfarrer von Klein-Krotzenburg ernannt. ** Lehrerpers onakien. Ter von dem kath. Pfarrer und dem Ortsvorstand von Mainflingen auf die erste Lehrerstelle zu Mainflingen präsentierte Lehrer Rud. F e r k i n g h o f f zu Mainflingen wurde bestätigt. ** Er l e d i g t ist eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Wald-Michelbach. Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Der Rechtsanwalt Iiistizrat Adolf Lindt zu Darmstadt bat die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Starkenburg aufgeaeben. ** Ehrenurkunde. Regierungsrat Knöpfet in Darmstadt wurde die Ehrenurkunde für wissenschaftliche Mitarbeit au der Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1911 verliehen. Die Urkunde ist eine Radierung von Max Klinger. ** Die Völk er kund liche Missionsausstel- lung sindet dauernd reges Interesse, und wir lind heute in der Sage, folgende Betrachtungen einer Besucherin wiederzugeben : Endlich bin auch ich dazu gekommen, der Ausstellung einen Besuch abzustatten. Ich war sehr angenehm überrascht über deren Reichhaltigkeit, so daß ich mich schließlich darauf beschränkt habe, di smal nur den chiue'i'chen Teil eiugehmd zu betrachten. Was da in zwei Zimmern ausgestellt ist, ist wirklich sehenswert. In dem einen ist rechts das Zimmer eines Mandarinen (Beamten) zu sehen. Welcher Teamtenklaffe der Bewohner, der in Lebensgröße dar- gestelkt ist, angehört, konnte ich allerdings nicht ausfindig machen, da mir die Rangunterschi"de an der Tracht (verschiedenfarbige Knöpfe auf dem Hut und Stickereien auf dem Rock) nicht gAiufig sind. Neben ihm steht einerseits ein Schreibtisch mit Schreibzeug usw., andererseits ein sehr einfaches Bett. In demselben Zimmer befindet fich weiter ein Frauengemach mit einer chinesischen Frauenfigur. Auch vor ihr steht ein Tisch mit Näht- unb sonstigem Hausgerät. Ferner befindet sich in demselben Zimmer die Darstellung einer chinesischen Bauernwirtschaft mit der Pflege des Reises, 'des hauptsächlichsten Nahrungsmi'tels großer Teile Chinas. Bei dem zugehörigen Hause fällt die Fensterlosigkeit auf. Dieselbe Fensterlosigkeit bemerkte ich auch an dem Modelle einer größeren Haus anlag e, die in demselben Zimmer steht. Dafür sind aber'Schießscharten angebracht, ein Beweis der Unsicherheit der Gegend. Ten letzten Teil dieser Haus- anlage bildet eine Ähnenhalle, die bann im zweiten Zimmer noch besonders in ber wirklichen Größe aufgestellt ist. Sie zu beschreiben würben zu weit führen, wie ich auch einiges sonstige übergangen habe. Ich kann nur auf das bringenbfte raten, selbst hinzugehen unb auch bie anderen Teile der Ausstellung einer genauen Besichtigung zu unterwerfen. Für eingehende Erläuterung und Führung, besonders durch Damen, ist hinreichend gesorgt. F. H. ** O b e r h e s s i s ch e r Kun st verein. Auch die 4. Ausstellung des hiesigen Kunstvereins, die seit acht Tagen neu ist und nahezu 90 Bilder und Plastiken aufweist, hat in den Sammlungen der Künstlervereinigung „Schwarzwald", Prof. Fritz, Prof. Willroider u. a. recht viel Schönes und Gutes aufzuweisen, so daß die Ausstellung wieder gut besucht war. Voraussichtlich kann ein Teil der Bilder nur kurze Zeit hier bleiben, da sie bereits für größere Sommerausstellungen angemeldet sind. Ein baldiger Besuch sei deshalb sehr empfohlen. ** I n Bakofs Kammer-Lichtspielen gelangt gegenwärtig das große historische Filmschauspiel „K ö n i g i n Luise", 2. Teil, zur Vorführung; das Stück bringt in packender Darstellung Szenen aus Preußens schwerster Zeit. Die Rolle der Königin Luise wird von Frl. Hanm Arnstadt, preuß Hoychau- spielerin, Berlin gegeben. — Für bie Gießener Iugenb gelangt bic „Königin Luise", 2. Teil, nachmittags 4 Uhr, s. Ingend- vorstellungen, zur Vorsührung. Jede Vorführung der „Königin Luise" wirb durch einen von Richard Norbhausen verfaßten, von Direktor Bakof gesprochenen Text eingeteitet. ** Ter „Iinpcrator" kommt nach Gießen! Man schreibt uns: Zwar nicht in Natura, bazu müßte wohl in bet Lahn erst ein geeigneter Anlegeplatz geschaffen iverden: aber im Bild. Es ist der hiesigen Ortsgruppe des Bundes der lcchn.-industriellen Beamten gelungen, eine erhebliche Anzahl vorzüglicher Lichtbilder von diesem Wunder moderner Technik zu erhalten. Sie wirb biest Bilber zusammen mit Aufnahmen anderer bedeutender Dampfer am 23. April im Saale des Hotel Einhorn in einem oifentließen Vortrag, zu bent jedermann ein- geladen ist, zur Vorführung bringen. iS. einstige in der heutigen Nummer.) Bei dem lebhaften Fnteresse, bas man überall diesem größten Sä-isf ber Welt entgegenbringt, ist wohl anzu- nebmen, baß der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt sein nnrb. ** Winter im Frühling. 9(u§ ganz Oberhessen werden starke Schneefälle gemeldet. Auf dem Hoherodskopf liegt der Schnee 25 cm hoch und ist vorzüglich zum Schilauf geeignet. Es herrschen 70 Kälte. Auch au§ den anderen deutschen Landesteilen werden starke Schneefälle und außerordentliche Temperaturrückgänge gemeldet. ’• Selbstmord. Ein IKjähriger Handwerks-- lehrling hat sich an seiner Arbeitsstätte erhängt, offenbar infolge einer plötzlich eingetretenen GeifteSftöruna. ** Dem Ticrschutzverein für Hessen wurde von Fräulein Auguste W a l h e r aus Seeheim eine Spende von 1000 Mark für allgemeine Tierschutzzwocke testamentarisch überwiesen. *" Aus der Wetterau wird uns geschrieben: Wie in weiteren Kreisen bekannt geworden fein wird, stehen die Gemeinden Bellersheim, Mufchenheim nnd O-bborn- hofen zurzeit mit den mahgebenben Stellen in Unterhandlung, den ansaedehnten Grundbesitz ihrer Gemarkungen, den Standes- herrschasten S o lms - B r o u n s e l 8 unb Solms-Laubach gehörig, käuflich zu erwerben, um ihn als Bauernland abzugeben. — Ein volkswirtschaftlich bedeutsames Unternehmen, ha§ Nachahmung verdient. Wie wir Hören, soll nicht beabsichtigt sein, außer dem in diesen Gemarkungen belegenen, weiteren standesherrlichen Besitz zum Verkaufe zu stellen. Landkreis Gießen. )(L i ch,11. April. Der Bezirk,,G i e ßie n" des Hessisch- Nassauischen (Main-RHeingau) Verbandes Gubelsber- gerscher Stenographen hält seine Frühjährs-Ver- tretertierfammlung am 20. April hier ab. Mit dem Bezirkstag ist ein Wettschreüben verbunden, wozu wertvolle Ehrenpreise vorhanden sind. Der Verbandsvorsitzende, Handelslehrer Müller-Mainz, wirb einen Festvortrag über „Aus der Werkstätte des Meisters" halten. Kreis Alsfeld. ok. Alsfeld, 11. April. Gestern wurde m einer Sitzung des Gemeinderats von Altenburg über den Anschluß der Gemeinde Altenburg an das hiesige ElektrizitatSwerk beraten. Der Gemeinderat, ber das Projekt sehr begrüßt, beschloß, durch einen Sachverständigen die ungefähre Zahl der Anschlüsse und der Lampen prüfen zu lassen. Darauf wird die Stadt Alsfeld einen Vertragsentwurf vorlegen. O V aden r o d, 11. April. In großer Gefahr schwebte ein hiesiger Landwirt durch das Durchgehen seiner Pferde. Er hatte Pfuhl auf den Acker gefahren, als die Pferde scheuten und durchgingen. Der Besitzer suchte die Zügel zu halten, wurde aber zu Boden geworfen und eine Strecke geschleift, dann mußte er die Zügel fahren lassen, unb die Pferche raffen weiter. Sie kccmen daheim im Hofe mit dem beschädigten zerfetzten Wagen an. Der Mann hat weiter keinen Schaden genommen. Kreis Schotten. d. AuS dem oberen Vogelsberg, 10. April, ist seit heute mittag ein heftiges Schneewetter zu verzeichnen. Der Schneefall ist von solcher Heftigkeit, daß er in den wenigen Stunden eine Höhe von 10—15 Zentimeter erreicht hat und noch stets durch das anhaltende Weiterschneien im Steigen begriffen ist. Doch ist anzunehmen, daß der Schnee nicht lange feine Haltbarkeit behaupten wird. (a) Her chenhain, 11. April. Immer noch dauern die S ch n e e st ü r m e fort. Die durchschnittliche Höhe der Schneedecke ist bis auf etwa 25 Zentimeter gestiegen; stellenweise liegt er sogar bis zu 50. Zentimeter dick. Auch hat er nicht mehr den Anschein, als ob er in kurzer Zeit wieder schmelzen würde, denn der inzwischen eingetretene Frost macht eine längere Dauer ber Schneedecke möglich. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 11. April. Tie Kirsch bäume in unserer Umgebung stehen in voller Blüte. Auch die Birnbäume fangen zu blühen an. Bis jetzt haben die letzten rauhen Tage keinen Schcrden gebracht. Heute nacht hatten wir zwei Grad Kälte. (s) Bad-Nauheim, 11. April. In der heute nuch- mittag unter Vorsitz des Bürgermeisters Dr. Kayser abgehaltenen Sitzung der Stadtverordneten stand nur ein Punkt „Behandlung von Baugesuchen", ber- etne längere Vorgeschichte hat, zur Verhanblung. In der vorletzten Sitzung hatte Stcchtv. Bauunternehmer Peter S t a m m den Vorwurf erhoben, daß der Bürgermeister —entgegen den Beschlüssen der Versammlung — Berichte an das Kreis amt mache, die dazu führten, daß verschiedener! Baulustigen ungeahnte Schwierigkeiten erwuchsen. Im Anschluß an diese Sitzung erschien in einer hiesigen Zeitung eine Reihe von Artikeln, welche den früheren Regierungs- baumeister, jetzigen Architekten Raht, zum Verfaster hatten. Dieser führte zahlreiche Fälle an, in denen der Bürgermeister den Gesuchsstellern durch seine den Akten beigelegten Berichte in den Arm gefallen feilt sollte. 'Iir der heutigen 3x/2 stündigen Sitzung gab es eine glänzende Rechtfertigung für den Bürgermeister und zwei seiner Beamten, den Stadtbaumeister Schmidt und den Bureaugehilfeit Werle. Unter etwa 10 Fällen konnten nur zwei Kleinigkeiten gefunden werden, bei denen nicht ganz korrekt verfahren wurde. Bau- und Finanzausschluß • hatten sämtliche Mten geprüft und empfahlen der Versammlung folgenden Beschluß: Die Stadtverordnetenversamm-' lung hat von einem Schreiben und drei Zeitungsartikel des Architekten Raht Kenntnis genommen. Sie weift - nach Prüfung der Akten die Vorwürfe gegen die Versammlung, den Bürgermeister und zwei Beamte als durchaus ungerechtfertigt zurück. Der Beschluß wurde mit Ausschluß eines Falles 'einstimmig angenommen. Starkenburg und Rheinhessen. rm Darmstadt, 11. April. In einer unter dem Vorsitz des Aby. Nebel abgehobenen Sitzung von Kassevorstanden, deren Spar- und Darlehnskassen seither dem Haas'schen Verbände angeschloffen waren, empfahl der Direktor Klimm- Lorsch den Anschluß an die Landwirtschaft!. Genossenschaft Regensburg, die einen RevisionSverband hat. Der Aufforderung ist eine Anzahl Kassen gefolgt. m. Offenbach, 11. April. Mit der Bahnhofsfrage unb dem Wegfall mehrerer Züge beschäftigte sich gestern eine dringende Stadtverordnetenversammlung. Oberbürgermelfter Dr. Dullo berichtete über die "bisherigen Verhandlungen zwischen der Eiseilbahu- Verwaltung, ber Hanbelslummer unb bem hessischen Ministerium. Die Llüspleichsforberungen Offenbachs bestehen hauptsächlich in ‘ber Errichtung eines neuen Bahnhofsgebäudes, ber Durchführung ber Kaiserstraße unb Beseitigung ber Lokalbahn in ihrer jetzigen Form, wofür ber Oberbürgermeister von Frankfurt bereits seine Rrttwirkung zugesagt hat. Nach Ausführungen des Dr. Katz, ber auch bic rechtliche Seite bes Staotsvertrages beleuchtete, würbe ein von diesem gestellter AntraA einstimmig angenommen, in dem es heißt: Die Stabtverorbnetenver- sammlung beschließt: In liebereinfthnimintfl mit ber Handelskammer, bic das Halten der Züge L. 53, 54, Dr 11,(12 unb '67 als ffürOffenbach nicht unentbehrlich erklärt hat, einzuwilligen, daß diese Züge in Offenbach nicht miehr halten sollen, sobald bic Eisenbahn- Verwaltung Gegenleistungen hierfür gewährt hat, die bie Benachteiligungen, die Handel unb Industrie erfahren könnten, ausgleichen. Die Stadtverorbnetcnversammlung verlangt zunächst folgende Gegenleistungen, behält sich aber ausdrücklich,vor, daß sie ergänzt werden, nachdem die Hand?lskämm.'v ihrerseits noch ihre Wünsche unterbreitet hat: 1. Die Eisenbalmverwaltung verpflichtet sich, für entsprechende Anschluß zöge an bic für Offenbach ausfallenden Züge zwischen Hauptbühnhof Offenbach und .Hmiptbahuhof Frankfurt M sorgen. 2. 'Tie Eisenbalmverwaltung trifft Emrichamngen, durch bie eine Verschlechterung der Posta- 4. -J-+ unb fr von ^Aulsbc'n ro- - n ft der Ter cme d . -$rfirij fiatte (.reite *Ä.“e » terbWni WV?, an riefe 5ffentli»e« B«rsl|evn »« TePWhe Ro, vermischte» A Schiklub r-i-a-L-,-- 71 i[t ds73 Umzug ofifeebad Misdroy o . 15 Lincrustaersatz, „ D5/; 9iiebev(nnc in Giesten bet: Herrn Ke^rl Jnghardt i!..Mühlfir. 2^ fori^inal Höhenluft- SoflcISherfl»»»- ’To.l Holliiyaldhaiisc« (500 m) Bad Salzhausen S t a t.I lbeSh a u f c n,P ostHerb- iiotel-Restaur»ntWcil ft ent tCbcrbeffen) Tel. 6. crstklass. Haus. Prosp. frei. _ , , w i liefert in jeder gewünschten toteto alte? Art xssss, iI-Restaurant Gaudes, $Är8-e”: td, Zirnmer mit Pension. Mittag:- i. Reichhaltige Abendkarte. b 10. April, itl vetter zu oer» »fftiqfeit, daß et -15 Zentimeter >e Weiterschneien hmen, daß der n wird. in noch dauern itMe hohe bei Megen-, (teilen« rid. Auch hat et rzer Zck itnebei- ingetretene Frost ie möglich. Annahmestelle bei J. Kaan jr. Kreuzplatz 10 Tel 893 (ul7) Tel.893 B 6 Hausbesitzern 25°/«, Rabatt aut Lincrasta! hte belanntgegebcrt. Im übrigen wurde her Veranstaltung seitens des Herrn Fabrikanten Dr. Seife i r. ein wertvoller Prrs- menseldstecher als Preis gestiftet, der demjenigen Flieger zuteil werden soll, der sich durch gute Beobachtung bei Lösung militärischer Aufgaben auszeichnet. Es darf wohl angenommen werden, bat, angeregt durch diese Spende, noch andere Freunde,des Flugwesens sich finden werden, die in dieser Form die Veranstal- rung förddrn helfen. rFärbereiund L Chemische Waschanstalt. Höhkn-Luftkurort „Hochwaldhausen" Internat. Pension ^Materna", direkt a. Wald. Auf Wunsch veget. oder bintet. Kost. Ziv. Preise. Niih. d. F. Nikol. [SlJ, Giessen-Lollar, den 11. April 1913 O3OOI Prinz-Heinrich-Flug 1913. Der Grostherzog hat das Protektorat über den hessischen Teil des Prinz-Heinrich-Flugs übernommen. Austerdem ist dem Bereut für Luftsckisiahrt ui_ ©tefecn von dem Ministerium des Innern für den Bereich des Grotzherzog- tums .tzes'en eine Geldlotterie bewilligt worden, deren Vertrieb die Herren Buchacker in Giesten und Ohn acker m Darmstadt Verlang. Sie frk. gcg. frk. Linkrustamappe A. Rin^freie Tapeten - ündustrie C.Kupscli, Frankfurt a. ML, Altega^e 11_______ Magnesia - Düngekalk der Kcilinkslhüst Miitiitog in ßrtntcidi hat sich auch in Gärten u. bciCbitbäumcn glänzend bewährt Wir beabsichtigen jedem Radfahrer undjedem, der es weiden will, i- Deutschland ein praktisches Ge schenk unter gewissen Bedingungenvöllig kostenlos zuzusenden, und zwar ist dies eine amtl. Gau karte des Deutschen Radfihrer- Bundes, die bei größeren und kleineren Touren gan z unschätzbare Di nste leistet. Geben Sie uns Ihre genaue Adresse auf einer Postkarte an.Wir bemei ken hier, daß es sich um eine vornehme Reklame handelt, aus derSie kostenlos Nutzen ziehen * Ein Muttermörder. Äus Phnnont, 11. Aprrl, wird gemeldet : In der vergangenen Nacht schlug ctit 16 jähriger Junge namens Jgge seine Mutter, eine Witwe, die ihm wegen einiger von ihm verübten Diebstähle Vorhaltungen machte, nut einem Beile nieder und flüchtete In Emmern bei Hameln, wo er sich bei einem Gastwirt ctnlogicrcn wolttt, fiel dem Wirt sein verstörtes Wesen auf; die Polizei wurde benachrichtigt, die den Burschen sestnahm. Er gestand, seine Mu t ter erschlagen und mehrere Einbruchsdicbstählc, u. a. auch tn Hannover einen Juwelendiebstahl begangen zu haben, wobei er vier Komplizen gehabt haben mttt. Die Mutter des Morden, zu erfolgen. Gießen, am 26. Mürz 1913. Für den Aufsichtsrat: Die Gr. Schulleitung: Dr. Krausmüller. Traber. Echte Lincrusta, alle Färb., ä Mtr.v. 45 Pf. an| „ fert dek.n.lack. „ „ 80 „ , / Lader ♦ Sommerfrifcben Pensionen Samstag und Sonntag Schifahrt (Hohcrodötopf) Hotel-Restaurant Balbach, Biedenkopf Inh. Fritz Wenk 8“ < Gilt bürgerliches Haus, 4Mm. vom Bahnbot. Auto-Garage. Pens. v.At. 4.00 an. Franz.Billards. Ausschank Balbachicker Biere. - Anerkannt giuc shirfje. - Weme enter Firmet Jagdschlösschen Dutenhofen Tel 423. Beliebter Ausstugsort. Gartenwirksch. Terrasse aroher Saal, schöne Kollegzimmer. Neu! Kegelbahn. Nettt Inh. Gg. Peil. 029/1 Ein deutscher Torpedoboot gestrandet. Tas deutsche Torpedoboot V 3 ist bei Swinhoeft an der Hommerschen Küste auf den Strand gelaufen. Tie Mannschaft ist gerettet. Wir erhielten folgende Meldungen: Stettin, 11. ?lprtl. Bei dem heute vormittag herniMN- den Nordwest-Schneesturm strandete bei Swinhoeft zwischen Misdroh und Tivenow das Torpedoboot ,,V 3". Kurz dar-- auf sind von Swinemünde der Kunstmannsche Bergungs^unpser „Äerlules" unter Mitnahme von Marinemannschaften des Panzer- treuzcrs „Friedrich Karl" und des Kreuzers „Köln" zur Hilfeleistung nach der Urtiallstelle abgedampft. Um sieben Uhr abends wurde gemeldet, das: die Mann s ch ast des Torpedobootes gerettet und in Misdrov gelandet wurde. Ter Bergungsdampfer „Herkules" uiw der Kreitz er „Köln" befinden sich wieder an der Unglücks stelle. Zu dem Unfall wird noch gemeldet: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sollte von bem Lehrgeschwader ein Angriff auf die Festung Swinemünde geniacht werdm. Zu diesem Zweck fuhren die Schüfe in die öltcnc eee und versuchten, nächtliche Larrdimgsmanöver an der Küste, £ne durch die Festungsartillerie und Infanterie verteidigt wurde. Als man gegen Morgen zurückfuhr, wurde das Torpedoboot vermiU. Einige Schiffe, die sich auf die Suche begaben, sichteten es bei yJas* droch wo es von den starten Wielleu nmljerge trieben wurde. Xie Kohlen waren ihm' ausgegangen, so dast es manöverier- unfähig wurde. Tie Hilfsschiffe versuchten, sich dem'Boot zu nähern und Taue anzubringen: diese wurden aber vom L-turm zernsten. Durch Funkentelegraphie wurde die Marinestation L-ivinemunde um die Absendung weiterer Hilfsschiffe ersucht. Trotz aller Muhe gelang cd nicht, das Boot in den Hafen zu Id^cppen. ®cgcn 3 Uhr wurde es zwischen Misdroh und Swinhoeft, ctwa^ lou Mtr. vom Strand entfernt, auf Sand getriebe il * Mehrfach er Mord-anschlag. In Krause n b a ch b-K Aschaffenburg schiug der 34'ährtge L-and- roirt Heinrich Bauer seine Ch frau und ihre Mutter nut einem' Beil nieder. Darauf floh er aufs Feld und erhängte sich. Beide Frauen sind tödlich verletzt. :ue Tat ist auf häuslichen Unfrieden zurückzuführen. * Unachtsame Eltern. In Aschaffenburg fiel das drei Fahre alte Töchterchen des Bauamtsasiessors Leitolf beim Spielen in einem Garten in ein Wasserbecken und ertrank. Amtlicher wctterbeUcht. Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 13. April 1913: Unbeständig, Regen- und Sclmeefcdauer, kühl, Nachtfrost. Schneebericht des Schilluds Gießen. Hoherodskopf: 25 cm Sehne, 7 Grad Kälte. Schibahn sehr gut. MclinWiMklM- unD MsklstrW- Maschinen unlerGaran- tte, sowie Licht- u. Kraft- anlaacn übernimmt in jedem Umfange Eleklrizitäts - Gesellschaft m. b. H. (d"'1 Arthur Ncn,nanuL(5o. Gietzen,Kreuzvl.6,Tet.917. 100,000 Radfahrer gesucht * Zum- Tode des Gymnasiasten Thiemann in Charlottenburg lässt der Staatsanwalt durch das Polizn- präsidium erklären, da st die Sachlage so wenig geklärt sei, bau bie fffchen Verhältnisse in Offenbach ticrfyltct wird. 3. stie Konzession und das Gelände für die Lokalbahn wird der Stadt Offenoack überlassen unter noch festzusetzenden Bedingungen. 4. "Dcis Empfangsgebäude der Stadt Osfeickach wird durch ein •neue» erseht und die Durchführung der Kaiserstrahe unter der Dahn neben diesem Em.pfangsgebäude vorgesehen. 5. Tie Ge- päckbeförderung von Hauptbahnhof Frankfurt nach Offenbach - durch die Eisenbahnverwaltung wird in noch näher zu vereinbarender Weise garantiert. ch. Gaulsheim, 11. Avril. Gegen 8 Uhr abends geriet das Holzlager der Firma Gebr. Himmelsbach in Brand. Ter eine der Holzschuppen mit der Autohatle und dem Pferde- stalle waren in Brand geraten. Der Brand war im Pferdestalle entstanden und breitete sich mit großer Schnelligkeit über sämtliche Gebäude und die Holzstöße aus. Tie im Schuppen vorhandenen Karbidvorräte trugen wesentlich zur Ausdehnung des Feuers bei. Tie Feuerwehr sand bei ihrem Eintreffen an der Brandstelle ein riesiges Feuermeer vor. Nur ihrem tatkräftigen Eingreifen und der herrschenden Windstille ist es zu verdanken, daß der Brand auf seinen Herd beschränkt werden konnte, ^ie Kraftwagen und die Pferde konnten gerettet werden. Dagegen sind die Gebäude und die darin ausgeipeicherten Vorräte an Abfallholz ein Raub der Flammen geworden. Nach fast zweistündiger Arbeit war das Feuer zum grössten -teil gelöscht, wahrend int Inneren das Karbid noch mehrere Stunden rauchte. An den Löscharbeiten beteiligten sich die Feuerwehren von Bingen und Kempten. Der Gebäude- und Materialschaden tst groß und soll nur zum Teil durch Versicherung gedeckt setn. Hessen-Nassau. Frankfurt, 11. April. In der heutigen nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung stand als einziger Gegenstand dte Wahl des zweiten Bürgermeisters auf der Tag^vrdnung. Das Ergebnis war Stadtrat Dr. Luppe 38, Stadtv. Dr. Heilbrunn 18, Stadtrat Prof. Bleicher 14 Stimmen. Luppe ist gewählt. Gesellige Buiammcnkmnt im „Augustiner". t0301-* i11 fieQen, Ns Vortrag üjk W.SPINDLtf p. j^äerlth.G.und, ■ SpindlersfeldbeiCöp.enic irschbäume in lüte. Auch bi: fetzt haben dicht. heute nachi i der heute netf- ?r. ti-ahfer ab et en ftanb im esuchen", dc. vbW innehmr Dete: >x Mgermeisist düng - Bericht: daß verschieden Mchsen. Jm Aü' hiesigen Zeitung ßren Kegierun^ siim Verfass:: In, in denen der seine den Men /sein sollte, ö" ' Mgl°nr°"dk elfter uSM chmidt«d°^ j Fällen tonnten bei denen nifflt ;ä"S* »J sie mein Kersanon- S B durchaus , 5?Aw«*! die nicht sofort 'fot war, ist heute 'vormittag den Derlchmtge« erlegen. , Kleine Cagerchroml. In der Nahe von Santa Andreas ist Menw überfielen Banditen einen Zug, erbeuteten Silberbarren nst Werte von 60000 Dollars und töteten acht Passagiere. Die städtischen KörpersckTaften von H alb er ft a dt betmllrcsten znM Regierungsjubiläum des Kaisers 25 000 Mark als Gnrndftoa für den Bau eines Waisenhauses oder eines Metten Volksbrause Hades und ferner 3000 Mark als Beitrag für die JubstaumSspendr der Provinz Sachsen. PfianzenhübeSj Waschbütten, Schiebkarren, Leiterwagen empfiehlt billigst (2340 Pb. Sommerkorn Käserei, Bleichstranc 10. 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Das ganze Saargebiet hat tarken Schneefall. Der Schaden an den blühenden Baumen ist c^ct^ltdl g Q r t # 12. April. Auch heute schneit es sehr lebhaft. Auf den umliegenden Höhen sind brs zu 25 Ztm. und auf der schwäbischen Alb bis zu einem halben Meter Schnee gefallen. Die Obstbäume haben großen Schaden er litten. Teilweise sind die Telephonverbindungen unterbrochen. Dresden, 12. April. Bei 5 Grad Kälte schneit es hier heftig. * Tie bulgarisch-rumänische Frage. Petersburg, 11. April. Heute sand vermutlich die lefetc Sitzung der Botschafter ko nfer c n z zur Regelung des bul ga risch-rumänischen K o n f l i f t S statt, ^ic von den Pertretern der Großmächte vorgeicklagene Losung soll von der bulgarischen wie der rumänischen Regierung für annehmbar befunden worden sein.___________ Botel Hessischer lot, Butzbach. Inh.: Fr. Kimm — Telephon 10 Erstes Blaus am l>latze, direkt a. ä. Bahnhof Vorzügliche Küche. :: la- Weine. IBiesice Biere nnd Münchener Hofbran. 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Dabei sind die Preise der Plätze >o gewählt, da st "auch Minderbemittelte die Landungen und Auflttege mtt- cmsehen können. Kinder bis zu 14 Jahren in Begleitung Erwachsener haben freien Zutritt. Auch für eine beichrankte An- rahl Automobile, deren Insassen den Flug Pont Wagen aus besehen wollen, wird Platz geschaffen werden. Dte Verhandlungen mit der Deutschen Lustschifsahrts-Aktiengesellschast sind soweit gediehen, dast wobl mit Sicherheit wieder auf die Landung eines Zeppelin-LuftschifseS gerechnet werden kamt. Nähere Einzelheiten werden demnächst durch Anzeigen und Pla- KkmMWMyMM Der Unterricht in dieser Lehranstalt beginnt m IicMaü, Örn K.Mi ö.§., nallimiitligg l llhr. Neuannieldungen Haden auf Bordruckfortnularen bis spätestens am 24. April d. I. im Gewerde- schulgedäude — Kirchstraße 16, Zimmer Nr. 8 — finden Sie In^PferAu^wa^hi voph&IS j.B.Häuser Lemvsreh,ldi^v.Xuchenäer-Äs Nei_ie>faidi56 von Hochwald und Bergen umgeben Wasserleitung, Kanalisa'ion,elek. Schön, Liebigstrane. 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Bund der techn.-industriellen Beamten Ortsgruppe Giessen.(D‘-7t IMMtanaf Deutschlands grösster und berühm- J tester Schauspieler auftreten (&**/< ® Programm Samstag bis Dienstag: Das letzte Mei Hervorragendes Drama aus dem russischen Volksleben in 2 Akten. □ n rl rz5 DooJ der berühmte französische kl II U iti UvvU) Komiker-Artist, spielt die Hauptrolle in der glänzenden Humoreske Lehmann und sein Liebchen Als Einlage der grosse, Aufsehen erregende Sensationsfilm Die Heldin ?on Moulin-Rouge Dramatische Szene in 3 Akten. [a12/« Oie Geschwister Stellmann Hochinteressanter Variete-Akt und das übrige wie immer erstklassige Programm Aus vielseitigen Wunsch Wiederholung „Vie Räuber aus Maria-Rulm" Schauspiel in süus Auszügen aus der vaterländischen Geschichte des 14. Jabrhunderts von H. C. Cuno am kommenden Sonntag, 13. April, abends präz. 8 Ubr im kathol. Vereinshaus ----Borverkauss-Karten daselbst. ---i-- Cafe Ebel Telephon 586 Jnb.: Karl Ohm Burggraben Täglich Konzert der Original - Zigeuner - Kapelle 9 Personen * „Lyra“ 9 Personen Kunst: -eaiW National Kostüme: Gesang: Anfang wochentags 7'l2 Uhr, Sonntags 3'/> Uhr Programm 20 Psg. [19501 Programm 20 Psg. Hausfrauen! Am 15. und 16. ds. Mts., nachmittags von 4 Uhr ab, findet im Saale des Restaurants „Metropol“ Blockstrasse Kochvortrag über die auch hier schon bekannten Xamtera Grudeherde statt. Kein Herd der Welt kocht — bratet — und backt so vorzüglich und billig. Verbrauch an Brennmaterial 6—8 Psg. in 24 Stunden. 2423 Es ladet hierzu crgebenst ein Ludwig* Kröll Telephon 655. Blockstrasse. Auf (03027 nach dem Inxplatz! Morgen Eröffnung von Aarujskl,LihgirkkI,LW- Mf, LWOmkr usw. Samstag, 26. Avril, abends 8V3 Uhr findet imBeretnslokal im Cass Ebel die satzungsgemähe Frühjahrs- Hanptversnmmlung statt, wozu einladet v13/4J Ter Vorstand. KKW Samstag Premiere Spieldauer des glänzenden Programmes ca. 2V? Stunden Deutschlands grösster und berühmtester Schauspieler auftreten (au/4 akols Kammer Lichtspiele H Luise 91. Teil lockstraise 12 Die wortzenlchäu Das Neueste aus aller Welt. Der Elefant als Lebensretter Toller Humor. an den Ufern des Sdiloffcs Dees Herr!. Naturaufnahme. W Geöilnet 10—8 Uhr. Täglich Militar-Kdnzerte. = W Ausstattungen und Einrichtungen. W Graphik und Buchgewerbe. U Organisation. W Ein tolcheS reichhaltiges Programm ist den werten Einwohnern von Ehesten noch nie so gezeigt worden. au/ GESCHÄFTSBEDARF UND REKLAME FRANKFURT a. M„ FESTHALLE , 10.-20. APRIL 1913 □□ Das Kommt vom rtafdim Komischer Schlager. Der gelicbm "RXX3W- Ueberrasch. Burleske. Coiübopftrei^e Urkomische Posse. UM «NM Deutschlands grösster und berühm- ® tester Schauspieler auftreten (ftu/4 Ab heute Samstag der neue Riesen-Spielplan in genialer Zusammenstellung, rr Graf Von Monte Christo Nach dem gleichnamigen Roman von Alexander Dumas in 3 Akten. Dieser Roman ist äusterst spannend in seiner Art u- vereinigt die bestenKräste der amerikamschenBühne- Die Regie, Ausstattung und szenische Darstellung ist unerreicht und einzigartig'. Wer den Roman gelesen hat, wird nicht eher ruhen, bis er den Hilm gesehen hat. Wer den Roman nicht gelesen hat, must den Film sehen. Deutscher ßunftfilm: im Glück vergessen Drama aus dem Leben in 2 Akten. Ein Film aus dem Leben, das sagt alles. Ohne Ueberlreibung sehen wir hier das Wirken und Walten des Menschenschicksals. Keine Phase ist unnatürlich u. die verehrten Besucher werden von Anfang bis zum Ende in atemloser Spannung gehalten. Mer ier Menschheil Tragödie in 2 Akten. Hrftorrsch-vaterlandnches Gemälde in 3 Akten, ßmtnlle: Art. §onna ArnM vm Kgl. (jfMuidljm Berlin. Die Königin Luise II. Teil S Sehenswürdigkeit I. Ranges. Die Königin Luise II. Teil Bor jeder Vorführung einleitender Text, versaht von Rich. Nordhaufcn, gesprochen von Direktor Bakof. Für Liebe, Leben und Reichtum Hervorragendes Drama (Amerikanischer Film). Bonteius als Ladendiener Vorzügliche Humoreske. Mrocta M Glänzendes Drama (Edison-Gesellschast). Der Hafen von Barcelona Herrliche Naturaufnahme. Emma ist EinWaschfest wie es sein soll! findet am Freitag, den 18. April, nachm. 4 Uhr, im Hotel a,3/< Einhorn statt. 02980 Schlüter § 32 der Satzung. In Uniform, Dienstanzug. Ostend Sonntag den 13. April Tanzmusik Es ladet freundlichst ein teure Wäsch« Es wird praktisch vorgeführt werden, wie es möglich Ist, auch bei beschränkten Raum Verhältnissen die Hause nach fortschrittlichen. Das geheimnisvolle ===== Fenster ===== Ganz hervorragend. ■ ~ . B12/« Der Vorstand. \CJ» 'm Hl ausgegangen Reizende Kontödic. hygienischen Grundsätzen zu waschen. Alle Damen, die eine Zeit, Arbeit und Geld sparende, die Wäsche schonend blendend weiß waschende Waschmethode (ohne Wunderwaschmittel) kennen lernen wollen, werden zu dieser praktischen Vorführung höflichst eingeladen. Eintritt frei. ,frau Chr. "Reumann. Turnverein m M Heute Samstag abend 9 Uhr auf der Turnkneivc MoilatsvechmmlNg lDortrag). Sonntag nachmittag: Wochenrevue der B. K. L. Tagesereignisse. Giessener Freiw. Feuerwehr SrhcntL MitzliehttM'smmlilng findet am Montag, den 21. April 1913, abends S’/2 Uhr, int Restaurant Frankfurter Hof mit folgender Tagesordnung statt, wozu wir die Kameraden hiermit einladen. l. Mitteilungen und Jahresbericht. 2. Kassenbericht- 3. Jabreörechnung für 1912/13 tt Entlastung des Rechners. 4. Voranschlag für 1913/14. 5. Etwaige Anträge gemäs; Samstag, den 12., sowie am 14., 15., 16., 17., 18., nachm. 4 Uhr: Jugendvorstellung mit der Königin Luise II. Teil u. verseh. Schaunummern. Eintrittspreise: I. Platz 20 Bfg., II. Blatz 15 Bfg. a"/« Msluü L Äiffenbttg. Um zahlreiche Beteiligung bittet v°h Der Vorstand. Werl tarmanD Deutschlands grösster und berühm- ® tester Schauspieler auftreten au/4 «US nt. s5 »> **£ ”1 fr Wp*enttid>. W ftagfH" W*" Der Mili Die gestern ver soll wegen der stM- estellt werden, bis über die Frage £ JnstruktwM- mann ersucht den Baden und Sei Lasten durcg Ver;u die Militärkonventw Die SoziallEl gegen den Mili usw Generalmawr erklarm, .daß W&. daß es l'ch m w Interesse der u Befehlshabern uderl- Diszi-lin wW.Ic träte -ms beurteilen lichcs Mitglied Stadtgemeinde die Militarbedi schen Behörden haben. Es handle ich der Sozialdemokratie, Die sozialdemokra gezogen. . Der Etat sordett die deutschen Fü wand van 346 000 s. Crin Zentrumsmitgliei einzelnen an bent h die Zahl der Adjutani burg-Schwerin. Zwei ten des Fürsten, von grafen von Hessen. Beseitig» ngder zen mit Ausnah Der Kriegsmini Bezug und hält es Zwischen Fürsten nnd bleiben. Er bittet ui des Voranschlags lö Aber der Aussch dritte Lesung des G diesem Jahre, den, eine Entscl Minister bittet nochw Aenderungen von Zi Handlungen ein,wirt Fürsten fönne dock §a nach dieser 0 Wanderung der Sach Frage svsvrt vrMM, auch t)Dn ’ctJ W U str Sb'.c5 dem bisbe- als eine Politik nne Streichung voro ^Eichen Adiutants nur geben veriügba Lre zwölf 2 demotrateu bi ÖQHet_ geneljni 4? fflleivnb seien^ ^ bnlteller Bei den atü aber d,< SÄ Einlw SSI mefn Sffi1 Eindruck Sd/utEen 2c StattL ? gegeben, keit r W. kommando " 5 '" - eben in x^^-.dre i teS-s ’sS.’ä ft J)nuni zu SQtt >' Menzolle^ b Autant £ A des NL ^geinä^j^iutan!, ?^tschl' v, "en Kattun Werden ent: bk bc„Su! »Wrl >>^°ruck , die < l.Un93ertlliu btn Qy hn9l ^end q p L ?1 n c flr brden^nscht U9rofec A-- ""Ng bi, Ar bk Ä1«H NSW