Ne. 36 Erscheint KgNch mit Ausnahme bei Sonntags. Sie „Gießener ZamiNenblStter- werden bem ,5lngetgere otermal wöchentlich beigelegt, bai „Kretsblatt (flr Öen Kreis Lietzen- zweimal »vöchentlich. Die „LandwtrUchastltchen Leit« tragen- erscheine» monatlid) zweimal. 163. Jahrgang Mittwoch, 12. Februar 1913 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Cberheffen JRöfaHönSbrutf und Verlag der 8rO6Pfd)eii Unu>cc|iläts - Buch- und ©teinöntftctcu Vt. Lange, «Sieben. Nedafilon. «Expedition und Druckeretr Schul« (traue ?. Exoedltton und Verlag: fcSad 6L Reüattwnr^ÄÄ 11L Lci.»Adr^ An-eigerGietzew mit 'Mb. Deutscher Reichstag. 109. Sitzung? Dienstag? den 11. Februar. Am Tische des Bundesrats: D r. L t s c o. Präsident Dr, Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr folgender Ansprache: Die Resolution Bassermann-Schiffer um Vorlegung eines Gesetzentwurfs, wonach olle von Behörden oder Beamten ergehenden Entscheidungen, Bescheide, Beschlüsse, Anordnungen Verbote und anderweiten Verfügungen, deren Anfechtung an die Innehaltung einer Frist gebunden ist, am Schluß die Eröffnung mit- halten müssen, innerhalb welcher Frist, in welcher Forni und bei welcher Stelle die Anfechtung anzubringen ist. Ter Redner bespricht den bekannten Konflikt des Oberlandesgerichtspräsidenten in Frankfurt a. M. -mit der dortigen Rechtsanwaltschaft. Das von ihm ausgesprochene Verbot der Substituierung von Anwälten, die nicht in die Listen des Oberlandesgerichts eingetrgaen sind, ist gesetzlich unzulässig. Es wäre interessant, zu erfahren, wie sich der Staatssekretär dazu stellt. Beachtung verdient der Wunsch der Rechtskonsulenten nach ihrer Regelung ihrer Gebühren. Wir haben zum Staatssekretär volles Vertrauen und hoffen, daß er weiter wie bisher erfolgreich für d i e R e ch t s e i n h e i t i m Reiche wirken möge. Abg. Dr. Oertel (Kons.): Entgegen der Haltung der Sozialdemokraten werden wir für den neuen Reichsanwalt stimmen. Diesen umgekehrten Weg nach Damaskus machen wir nicht mit. Gegenüber dem Abg. Landsberg stelle ich fest, daß mein Freund Holtschke nicht gesagt hat, daß wir dem englischen Beispiel, die Prügelstrafe einzuführen, folgen sollen. Er hat nur zur Erwägung anheimgcgcben, ob es nicht möglich und zweckmäßig sei, für die Gesellschaft, die infolge des englischen Gesetzes über den Kanal herübexkommt, abschreckendere S t r a f mi t t c l zu wählen. Diese Erwängung möchte auch ich empfehlen. Ich will nicht auf die Prügelstrafe eingehen, so verlockend es auch wäre. (Heiterkeit.) '2(6er die Zeit ist kostbar, das wäre Zeitdiebstahl, und wir sollen vorläufig noch nicht stehlen. (Heiterkeit!) Aus nationalliberalen, freisinnigen und selbst sozialdemokratischen Blättern könnte ich hierfür einige interessante Belege anführen. Als absoluter Laie kann ich hier keine juristische Weisheit vertreten, will auch nicht als Pärteipolischer sprechen, ich möchte nur die Presse und das Schrifttum gegen einige zu sehr verallgemeinernde Beschuldigungen verteidigen. Die Klagen, daß die Presse gewisse Tinge nicht in der richtigen Weise behandelt, sind berechtigt, aber nicht allenthalben. Man kann ihr nicht zumuten, über Verbrechen, die die Bevölkerung beschäftigen, zu schweigen. Tie Presse kann die Kriminalbehörden recht wohl bei ihrer Arbeit unterstützen und ihr wertvolle Hilfe leisten. Solche Mitteilungen können aber auch irrefiihren, Dem Verbrecher die Flucht erleichtern. Deshalb müssen derartige Mitteilungen mit großer Vorsicht aufgegeben werden. Der Kr,- ininalbehörde wäre anheimzugeben, ob sie nicht ein derartiges Zusammenwirken möglich machen soll. Diese Mitteilungen der Presse sollen aber im kleinen Kreise bleiben. Tie Art aber, wie ein Teil der Presie die Verbrecher verhimmelt, in die Seele dieser Leute hinabsteigt, ihre Bilder verbreitet, KleiNigkeilen aufbauscht und den Mann zum Helden de^ Verbreck-ertums macht, mißbillige ich entschieden. Aber die Presie int allgemeinen ist gegen jenen Vorwurf doch in Schutz zu nehmen. Eine vornehme, ihrer Veraiitwortung bewußte Presse aller Parteien verurteilt das aufs allerentschiedenste. Die Art z. B., wie von Sternickel eine psychologische Analyse in einem hiesigen Blatte entivorfen wurde, ist geradezu himmelschreiend. Hiergegen muß die Presie einheitlich Front macheii. Tas sck)ärfste Wort, das darüber hier im Reichstage gefallen ist, ist meines Erachtens noch nicht fchars Richtertums- _ . _ J Gestern ist schon 5te Aerzteveretnsfrags be- sprachen worden. Anscheinend will men alle Berufsvereine unter die Willkür der Verwaltung bringen. Ich gönne dem Bund der Landwirte die Eintragung ins Vereinsregister von Herzen. Ich fordere aber jetzt alle liberalen Vereine auf, sich auch cintragen zu lasien. . Da werden wir einmal sehen, ob gleiches Recht in Preußen herrscht. (Sehr gut!) Wer gibt Herrn v. Dallwitz das Recht, den preußischen Gerichten tn der Aerztevereinssache eine Direktive gn geben? Wenn die Gerichte nicht so oder sa entscheiden, dann verlangt der Minister Bericht. Man hört geradezu den b u r e a u k r a t i s ch e n R e v o l v er knacken. Das ist ein ganz unzulässiger Eingriff der «er. waltuna in die Unabhängigkeit der Richter. Es ist traurig, daß sich der preußische Iusti-Minister das gefallen laßt. Wenn er keinen Sinn dafür hat, so sollen die Richter wenigstens wissen, 9CnUj)ic Oeffentlichkeit des Gerichtsverfahrens taste ich nicht an, und nur durch die Presse wird sie tn der Hauptsache vermittelt. Vielleicht beklagt man sich, oft das Gegenteil von den Tatsachen in dem Preßbericht zu finden; aber vergeßen Sie nicht die großen Schwierigkeiten gerade bet der Gerich^- berichterstattung. Kein Blatt ist imstande, durch einen Redakteur oder auch nur einen eigens Beauftragten sich den Bericht erstatten zu lasien; es ist auf gewerbsmäßige Berichterstatter angewiesen. Das sind gewissenhafte, wahrheitsliebende, ihrer Verantwortung bewußte Leute; aber es gibt auch andere, und in der Eile des Zeitungsbetriebes müssen diese Berichte meist unmittelbar in die Setzerei, und eine Nachprüfung ist da nicht mehr möglich. Man sollte aber die Art der h a l b e n O e f f e n t l i ch k e l t, die jetzt üblich geworden ist, etwas einschränken, daß man die Oesfent- lichleit ausschließt, aber dem Gerichtsberichterstatter die Befugnis gibt, dazubleiben. Gewiß gibt es Prozesse, bet denen es wünschenswert ist, die Oeffentlichkeit zu unterrichten, auch wo es in das Gebiet des Unsittlichen geht. Also ganz ausschließen will ich die halbe Oeffentlichkeit nicht. Aber vielfach ist es ein Unfug, der abgestellt werden muß. Leider partizipieren daran Blätter — nicht die Presie der Sozialdemokraten, auch nicht die Blätter der Rechten und die liberalen Parteiblätter —> sondern Blätter, die aus der Parteilosigkeit ein Geschäft machen, deren einziges Geschäft die Rücksicht auf die Abonnenten und bereit G'eschmack ist. Sie wenden sich an Leute, die in den trockensten Gerichtsberichten spuren nach einem Körnchen von Schlüpfrigkeit. Das dürfen wir nicht dulden; wir müssen die Leserschaft auch zu einem reinlichen Geschmack erziehen, und an den Pranger gehören die Leute, die solchem verderbten, perversen Geschmack der Leute Rechnung tragen. Auch ich begrüße die Ankündigung eines Gesetzes gegen Schmutz und Schund. Die Herren auf der linken Seite werden diesen Kampf mit uns führen. (Zuruf links: Wir fuhren ihn schon!) Wir sind manchmal int Stich gelassen, aber ich gebe zu, eS ist in den letzten Jahren besser geworden, auch in der Presie, durch die Organisation, die gegründet worden ist- Und ich erfülle eine Dankespflicht, wenn ich dem früheren Avg. Roeren bezeuge, daß seine unermüdliche Arbeit zu dieser Organisation geführt hat. Gott sei Dank greift d,e Polizei scharf zu, nicht mit dem Rutenbesen, sondern mit der esifernen Ho'"e. Besser geworden ist es auch bet den Gerichten, die sich früher zu vergeben glaubten, wenn sie als reaktionäre Bekampfer des Schmutzes erscheinen könnten. Es ist eine treffliche hochstgericht- lidie Entscheidung, daß der, der irgend eine Anpreisung von Büchern oder Bildern zu unsittlichen Zwecken ^mand zukommen läßt, wegen Beleidigung sich strafbar macht. Das ist im Volke draußen noch nicht bekannt, und ich mochte fedem Empfänger einer solchen Schmuhanpreisung raten, den Verschleißer Wen Unrats vor den Kadi zu holen. Es kommen aber noch Freisprechungen vor, die ich unmöglich verstehen kann, vielleicht unter dem Eindruck gewisser Sachv e r st a n bt g e w Auch biese lehne ich nicht ganz ab aber es gibt öweierler Cm^ber- stänbige. Die bestehenden Gesetze genügen noch nicht. Sie ge- nügenQja, um bie gemeinsten Zoten unb Eindeutigkeiten von ber Jugenb fernzuhalten, aber es M eme Art von Literatur, bte es versteht, bie Spekulation auf bie Schlüpfrigkeit nut einem Mäntelchen ber Wissenschaftlichkeit. Medizrn, Volkskunbe, ber so- genannten Gesellschaft.skunbe zu uw-"""'- mit Afterwissenschaft unb Afierkunst bie Leser vergiftet. .Qarum begrüßen wir bie tn Aussicht gestellte Vorlage. Abg. List (Natl.): Wenn gestern Herr Laubsberg als Meinung seiner Freunde 'gesagt hat. bewußte Rechtsbeugung werfen sie den Richtern nicht vor, aber sie könnten sich von den Anschauungen, die sie mit ber Muttermilch eingesogen hätten nicht freimachen, f°.^ das mn hartes Urteil. Gewiß können bie Richter nicht ihr soziales Milieu verleugnen, aber sie sinb bestrebt, sozialen Erforbernisiennach beiten Kräften Rechnung zu tragen. Vorwurfe nach dieser Richtung müssen wir entschieden zurückweisen. Ich erinnere nur daran wie viel in Süddentschland gerade gegenüber der (0^1^010^011^011 Vreßbeleibigung ber § 193 angewendet wird. — Diefuie Bern e i s w ü r d i g u n g ist unserem Richterstanbe noch nicht genug in Fleisch unb Blut übergegangen; es ergehen noch viel zu viele for- mtle Urteile. Heute besteht bei ben kleinen Geschäftsleuten geradezu eine Gläubigernot. Bei ben Sicherungsuber eignungsver- tränen handelt es sich im Gegensatz zu ben dublizilatsprinzip be§ B. G. B. häufig nur um eine Umgehung bes Faustpfanbrechts hier müßte man reichsgesetzlich bie Eintragung in ein Register verlangen, aus bem solche Uebereignungen ersichtlich sind. %er Of senbarungseib muß eine Gestalt erhalten, die Schiebungen unmöglich macht. Sa§ hat der deutsche Hanbelstaa verlangt. Die Kosten sinb für bie kleinen Gläubiger ?u hoch Tie Schutzfrist muß verkürzt werben. Der Resolution der Reichspartei über bie Zwangsversteigerung unb ber Antrums- resolution über dmi Zwangsvergleich außerhalb bes Konkurses können wir zustimmen. Die Denkschrift bes Reichsstistizamtes von 1906 geÄ von einer gewissen Voreingenommenheit gegen diesen Zwangsvergleich aus. Man hort auS aöemnur dasN Die Vorteile werden verschwiegen, sie lasien fT$ ab“ u^fc,cr nötigen Kautelen im Interesse des Kleingewerbes s hr wohl er reichen Der R e ch t s a n w a l t s st a n b ist überfüllt. Eine Numerus clausus ist aber nicht ersorberlich. Die Kosten sinb gestiegen, namentlich bie Bürokosten, burch die Angestellten- berfi&rung, bie Einnahmen sinb gefallen durch bie Sonbergerichte unb öffentlichen Rechtsauskunftsstellen, gegen bie ich "N sich n Als einzuwenben habe. Ich möchte baher bitten, daß bas Reichs justizamt eine Statistik über bte E1 n k 0 m m e n s Verhältnisse ber Rechtsanwälte erhebt. -' A In ber Frage bes Urheberrechts bin ich mit Dr. Müller-Meiiiingen ganz einig. Ich könnte nut ihm Schulter an Schulter stehen, soweit bas bei ber Höhe unb Beschaffenheit unserer Schultern möglich ist. (Heiterkeit.) Wir hätten gern dem Urheber einen längeren Schutz gewährt. Wir sind in bem Kampf unterlegen — ehrenvoll. Vielleicht hätten wir gesiegt, wenn nicht bie gewaltige Persönlichkeit bes Heimgegangenen Abg. Richter sich seinem Freunbe Müller immer hinbernb in den Weg gestellt hätte. Wir haben uns seitbcm getröstet, aber die Sache ist wieber aktuell geworben, da bie Schutzfrist für ben Parsifal abläuft. Auf biese besonbere Frage will ich nicht eingehen, weil sie bas hohe Haus noch beschäftigen wirb. , . , Aber es ist boch sehr zu erwägen, ob ein Dichter, ber m seinem Trama bie tiefsten Tiefen bes Lebens, bie Mysterien ber Religion behandelt, nicht das Recht haben soll, seine Aufführung zu verbieten, da er es nur für das Lesen bestimmt hat. Dw Bretter, die einst die Welt bedeuteten, dienen heute ja vielfach nur ber Halbwelt. Es kann sich um ein politisches, ein patriotisches ober auch ein soziales Drama hanbeln — die Aiss- führuiig gegen den Willen des Dichters ist ein bitteres Unrecht gegen seine Persönlichkeit, gegen seinen Geist. Der deutsche Reichstag tut eine Pflicht bet Kultur, wenn er ben Person- lichkeitswert bes Dichters mehr schützt als bisher. Das ist keine agrarische Frage (Heiterkeit), keine Frage bes Eigennutzes, (onbern eine Frage unb Pflicht ber Kultur. (Beifall rechts) M. H.I Eine freudige Botschaft geht durch das Reich. Die einzige Tochter unseres Kaiserpaares (die bürgerlichen Parteien erheben sich von ben Plätzen, währenb die Sozialdemokraten sitzen bleiben), Ihre Königliche Hoheit, die Prinzessin Viktoria Lui,e von Preußen, hat sich gestern mit Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Ernst August, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, verlobt. Ich erbitte vom Reichstag die Ermächtigung, zu diesem glückverheißenden Ereignis- Seiner Majestät dem Kaiser unb Ihrer Majestät der Kaiserin wie ben Hohen Verlobten bie Glückwünsche bes Reichstags aussprechen zu dürfen. .(Lebhafter Beifall.), Die Ermächtigung ist .erteilt worden. kurze Auslage. Abg. Dr. Müller-Meiningen (Vp.) fragt an: Ist bet Reichskanzler bereit, über bie letzten Vorgänge in ' Peking bezüglich bes Zustanbekommens ber Sechs- j mächte-Anleihe Auskunft zu erteilen, insbesonbere über ) die Verteilung ber Beratungsstellen bei ber Vergebung ber An- ' leihe und deren Folgen? Geheimrat Lehmann: Mit der chinesischen Regierung ist ein Vertrag über eine Anleihe von 25 Millionen Pfund Sterling für Reorganisationszwecke zustande gekommen. Die chinesische Regierung hatte der Anstellung von drei ausländischen Beratern fougeftimmt, und für diesen Zweck sind ein Däne, ein Italiener atno ein Deutscher borge schlagen. Aus dem Kreis der an der Anleihe interessierten Mächte ist darauf hingewiesen worden, daß bei den Vorschlägen ber chinesischen Regierung, abgesehen von Deutschland, mehrere Staaten unberücksichtigt bleiben würben. Es sinb baher Verhandlungen eingeleitet worben, in welcher Weise die Beraterposten unter die beteiligten Mächte zu verteilen wären. Deutschland nimmt dabei einen Posten für s 1 ch in Anspruch. Die Verhandlungen darüber sind bisher noch nicht zum Abschluß gekommen. Es darf schließlich gegenüber ent- gegenstchenben Preßnachrichten ausbrücklich betont werben, baß sich bie Einwenbungen gegen ben ursprünglichen chmesiichen Vorschlag in keiner Weise gegen die Persönlichkeit des Deutschen richten. AWmmungen. Es folgen nun die Abstimmungen über einige zurück- gestellte Resolutionen und Anträge. Namentlich abgestimmt wird über eine sozialbemo- Iratische Resolution, bie schon bei ber zweiten Beratung des Gesetzes über bas Fleischeinfuhrprovisorium abgelehnt worben ist bie bann in abgeänberter Form bet ber Dritten Beratung von neuem eingebracht würbe, unb Die nun heute erst zur Abstimmung kommt. Sie forbert ben Reichskanzler auf, bet den verbündeten Negierungen dahin zu wirken, daß in derselben Weise, wie für bie großen Stäbte, bie Einfuhr von frischem Fleisch unb Schlachtvieh in allen Gemeinde n zugelasien wirb, in benen bie ersorberlichen Schutzeinrichtungen gegen Verbreitung ber Viehseuchen vorhanben sinb. Die Resolution wirb mit 173 gegen 162 ehmmen bet einer Enthaltung abgelebt. Mit den Antragstellern stimmten auch die Fortschrittler. . . _ Die Re 1 0 luti 0 ii der Volkspartei aus Errichtung eines Jnstiiuts für die wissenschaftliche Erforschung Der M i lchw i r »schafl wirb nut ben Stimmen ber Volkspartei, ber Soziaibemokratie unb Polen angenommen. Bei ber Abstimmung über eine sozialbemokratische Resolution auf Reglung b- s Krankenpfleger- wesens bleibt bas Bureau zweifelhaft, so baß Hammel- Iprung erfolgen muß. Die Resolution wirb nut 190 gegen 118 Stimmen a b g e ! e b r. t. Eine polnische Resolution, die eine Untersuchung ber gesunbheitlichen Verhältnisse ber Bergarbeiter unb ber gesunbheitl'chen Vorkehrungen auf ben Bergwerken Obe^sch esiens forbert, wirb angenommen, ebenso eine sozialbemokratische Resolution, bie diese Untersuchung aus das ganze Reich gusoehnen will. Bet Zuslizelal. (Dritter Tug.) Abg. Dr. Miitter-Meigingen Dr. Oertel sieht mich so scheu an. Er scheint ein böses Gewissen zu haben. (Heiterkeit.) Warum ist er nicht für bie Oeffentlichkeit bei ben Militärgerichten? Er macht ein zweifelhaftes Gesicht. (Heiterkeit.) Herr Dr. Oertel sehnt sich nach einer neuen Lex Heinze. Der Schmutz kommt vornehmlich aus bem Auslanb, aus Ungarn unb Hollanb. Die Hauptsache ist: Mehr Selbstzucht in ben besseren Ständen. Erst kürzlich war in Wien ein Schmutzprozeß, unb ba stellte sich heraus, baß vor allem G e i ft l i di e , Ablige unb Offiziere babei beteiligt waren. (Hört! Hört!) Der Kampf wirb uns burd) bte Verwaltungserzesse ber Polizei erschwert, wenn man bie „Weber unb „Maria Magbalena" von Heyse verbietet. Der Staatssekretär wirb sick) mit einer neuen Lex Heinze nicht bie Ringer verbrennen. Wir bekämpfen bie Schmutzliteratur, wo wir können. Aber wir warten ab, ob ber Staatssekretär eine Segalbefinition für bie Schmutzliteratur finbet. Schänblich ist die Verstümmelung unserer Klassiker. Das ist gerabezu eine perverse Roheit, biese sinnlose Schänbung unserer Dichter, z. V. Liliencrons. Man sollte einen Schutzverband gegen Die Verhunzung der Klassiker bilben. Aus sogenannter Sittlichkeit, aus Prüberie entstellt man bie Werke unserer Dichter. Dem neuen Reichsanwalt stimmen wir zu. Das Zentrum ist nur aus begreiflicher Verärgerung dagegen, nicht aus sachlichen Gründen. Wir verlangen Schutz gegen die pathologischem gemeingefährlichen Amokläufer, die »Urlauber aus den Irrenanstalten. Wie ist es möglich, daß bie Werke von Schriftstellern, wie bie Hans Hyans, beschlagnahmt werben, obgleich ber Verfasser freigesprochen ist? Gelten bie Bestimmungen über ben Schutz ber Gräber auch für bie Aschenurnen? Notwenbig sinb kriminalistische Institute. Fort mit bem Wust von sich wiber- sprechenben Polizeiverorbnungen. In einem Vunbesstaat mutz eine uneheliche Geburt brei Monate vor ber Geburt angemclbet werben. (Heiterkeit unb Hort! Hort!) Staatssekretär, ber solche Verorbnungen mit eisernem Besen weg- fegen würbe, ber würbe sich einen ewigen Namen wachen. iPal? enjustiz. Die Sozialdemokraten werfen den Richtern vor, daß sie a u s V 0 r i> r t e i l das Recht gegen d'e winber- bemittelten K'asien falsch anwendeu. Das ist nicht richtig Wir bekämpfen jeden plutokratischen Zug. „Viele süddeutsche.R'chter kommen aus ganz ärmlichen Verhaltnisiew Nie wurde em Ver- mögensnachweis von ihnen gefordert. Die Rechte, bie ® e ft ar p und Genossen, greifen ja unsere Richter geradezu an, weil sie ihnen bei den sozialpolitischen Paragraphen zu milde sind, unsere Gerichte sind intakt. Sie sinb ängstlich bemüht, leben Ver- dacht ber Parteilichkeit zu uermeiben. Exzesse kommen vor, aber das sind Ausnahmen. Wo kommen sie nicht vor? Hat nicht ein Parteilag einen Mann verurteilt, ohne fein Werk zu kennen. (Unruhe b. d. Soz.) Gewiß, ich meine Ihren Fall H,lde- brand! Das war ein ungeheurer Rechtsbruch. (Sehr richtig!) Nun ein Fall aus dem Wahlkampf. Dr. Neumann-Hofer wurde bei einer Wahltour überfallen und mit Steinen beworfen Der Attentäter wurde nur mit 50 Mk. bestraft. Der Richter in Lemgo hat sich nicht entblödet, von Reklamesucht, von frivoler Stirn usw. in bezug auf seinen politischen Gegner Dr. Neumann- Hofer zu sprechen. (Hört! Hört!) Die höhere Instanz hat den Lemgoer Amtsrichter freilich in erfrischender Weise belehrt. Im Fall Hildebrand vermisse ick das. (Heiterkeit.) Und im Greifswalder Prozeß hat man konservativen Zeugen mehr geglaubt als nicht konservativen. Es scheint jetzt zur Regel zu werden, daß Strafanträge wegen Beleidigungen gegen konservative Parteigänger von Amtsweaen erhoben werden. Dr Wendorff bat jetzt gegen ben konservativen Agitator Jorban klagen müssen, unb eine Verurteilung zu 500 Mk. er- xielt Der Staatsanwalt m Gust" 0 w hatte aber ein Einschreiten abgelehnt. (Hört! Hört!) Er hat sich in gerabezu frivolen Rechtsausführnngen bemüht, nachzuweisen, baß Dr. Wenborsf nicht beleibigt sei. Das Gericht war dann freilich anderer Ansiqt. .. ... Das sind schwere Entgleisungen,, aber sie sind nicht zu ver^ allgemeinen^ Der erste Staatsanwalt in Greifswald hat z. B. . ein Schöffenurteil als einen Hohn auf die Recht- ! s p r e ch u n g bezeichnet. (Hört! Hört!) Es wird immer politische Fanatiker geben, denen es an Takt sehlt. Das beste 1 Mittel dagegen ist die völlige Unabhängigkeit des deutschen Ord an Herrn Lisco reiben. Preise für lOOUtb. Schafe ‘J, Schweine 372. - tp gewicht 84-93 46-49 höchsten 87-95 49-53 höchsten 90-92 43 50-44 50 78—80 62-6400 77-78 61‘/,-62 Hört! bei den Soz.) Und '?Ibenariu> macht Rechts- Beifall 36—39 30—31 «fhnliche Ausführung und tvi. d Tcrbsn - Aikiki i f^nabmc b vJ. Rannen WttC "mtlidicv ,3j 21 Ichnci mit 9, ,-r-iürik, ( «"Lilbl1 fet niit v .’weilun unb VÄ ■j'V’föA 'M Stet tfc 51 Gietzener Strafkammer. )( Gießen, den 9. Februar. Schwerer Diebstahl. Der Hausbursche F. B. bei dem Wirt K. D. in Gießen hatte, angeblich weil sein Dienstherr ihm das Flaschenbier weg- schloß, eine Geldkassette erbrochen, daraus 126 Mark gestohlen und damit das Weite gesucht. Offenbar empfand er aber alsbald Reue über seine Tat: denn in Hamburg stellte er sich selbst der Polizei. Da er erst 17 Jahre und somit noch nicht voll strafmündig ist, verurteilte ihn das Gericht unter Annahme mildernder Umstände zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat, aus die 10 Tage Untersuchungshaft in Anrechnung kamen. E i n b r u ch s d i e b st a h l. Der Schweizer F. W. B. von Käsemark war im November v. Js. aut dem Rinderbüger Hof beschäftigt, gab aber seine Stelle aut, weil er mit einem Knecht Streit bekam. Am Abend des nächsten Tages kehrte er nach dem Hot zurück und schlich sich in das Haus ein. Hier stieg er in die Stube des Knechts, mit dem er sich entzweit hatte, erbrach einen Handkoffer, dem er ein Portemonnaie mit 34 Mark entnahm und stahl außerdem eine Hose, ein Metzgerin esser und aus einem unverschlossenen Schließkorb ein Sparkassenbuch über 100 Mark. Ein Teil des am nächsten Tage ab= gehobenen Geldes verausgabte er. Strafe: 1) Monate und 2 Wochen Gefängnis, abzüglich eines Monats und 2 Wochen Unter- suchungshaft. Der Angeklagte nahm die Strafe sogleich an. Sittlichkeitsverbrechen. Der im Armenhause zu Friedberg wohnende 45 jährige verheiratete Arbeiter A. Sch. batte sich im Sommer v. Js. an mehreren Mädcl>en unter 14 Jahren, die in demselben Hause wohnten, vergangen. Strafe: 1 Jahr 6 Monate Gefängnis abzüglich eines Monats Untersuchungshaft und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren Berufungsverwerfung. Der Knecht G. M. von Wisselsheim war vom Schöffengericht Bad-Nauheim wegen -körperverletzung zu 3 Monaten und 3 Wochen Gefängnis verurteilt worden, die beiden Mitangeklagten, die Wirtschaftsinhaber I. und W. N. von Wisselsheim, dagegen waren sreigesprochen worden. Dieses Urteil mürbe von M. wegen der Strashöl)e und von der Staatsanwaltschaft wegen der Freisprechung der beiden N. angefochten. Die erneute Verlwndlung vor der Strafkammer führte zur Verwerfung der beiderseitigen Berufungen und zur Bestätigung des schöffengerichtlichen Erkenntnisses. Späte Sühne. Der Maurer G. B. von Günthers war vor mehreren Jahren auf der Fahrt von Nieder-Gemünden nach Fulda von dem kontrollierenden Bahnbeamten angehalten worden, weil er keine Fahrkarte hatte und den Beamten durch eine ungültige Karte zu täufrfxn suchte. Ta er bei dieser Gelegenheit die Bahnbeamten mit Beleidigungen überhäuft hatte, war Anklage wegen Betrugs und Beleidigung erhoben worden. Sein Aufenthalt wurde indessen erft im Herbst vorigen Jahres bekannt. Tas Schöffengericht Homberg batte ihn in eine Gefängnisstrafe von 8 Wochen genommen und außerdem Haftbefehl gegen ihn erlassen Auf die Beratung des Angeklagten ermäßigte die Sttafkammer die Ge- langnisstrafe auf 6 Wochen und rechnete ihm außerdem die Untersuchungshaft aus die Strafe an. Wegen Ucbcrtrctung der Wan berge werbe st euer hllrrt*^bic-?an-cI^tc d. und A. F. ton Büdingen Strafbescheide trlyaltciL ^chonengericht B. war aut ihren Einspruch zu einem ^reifpruch gekommen. Zu demselben Ergebnis führte auch die Verhandlung vor der sttafkammer. Tas Gericht nahm an, baß eine Dorbenge ^citcHung erfolgt sei und somit die Tätigkeit i; i Ungeklagten außerhalb des Rahmens des Wandergewerbes liege. Ja, ist das jetzt anders? Ist das nicht die ganze Politik in Preußen? Lachen rechts?, Wie geht man gegen die Aerzte vor? Tie Bureaukrakie steht auf dem Standpunkte^ Jedermann muß einen Borge fetzten h a v en. Ter Redner erzählt einen Fall, der ihm passiert ist, mit dem er das illustriert. Auf die aüjeitigc Heiterkeit sagt er: M i r t ft wirtlich zum heulen! Jede Freiheit des einzelnen, jede Initiative mit den besten Zielen wird unterdrückt zugunsten der Bureaukratie. Der Redner erörtert die Frage deS Turnunterrichts. Ein Elternverein, der mit den Kindern zusammenkommt, wo die Kinder unter Aufsicht der Eltern spielen, wird verboten, weil er erst eine behördliche Konzession haben muß! Wenn die deutsche Mutter mit ihren Kindern spielen will, bedarf sie einer Konzession unserer Behörde. Herr Müller-Meiningen,das ist I h r V e r- e i n s g e s e tz , das ist die erste Blockfrucht, die Sie „der deutschen Frau in den Schoß geworfen haben". Wir wißen, auf welchen Gebieten wir mit Ihnen zusammen zu kämpfen haben, aber in dieser Beziehung machen wir Ihnen keine Konzessionen. Würden Sie erleben, was wir alle Tage erleben. Sie würden die Erbitterung, die wir über die Klassenjustiz bekunden, nicht als lieber- tieibung ansehen. Es ist der Arbeiterschaft gelungen, einen jehr großen Teil der jungen Arbeiter aus der Kneipe herauszuholen. Fängt man nicht schon im vierzehnten Jahre an, bann ist es zu spät, und daran hindert uns die politische Polizei, die preußische Justiz und insbesondere das Oberverwaltungsgericht. Ist es jemand eingefallen, die Jugendwehr für politisch zu erklären? Sie aber (nach rechts) sitzen mit gekreuzten Armen da und lächeln hämisch. Die Konservativen sind gewöhnt, daß die Justiz ihnen die Hasen in die Küche treibt. Der Redner spricht zum Schluß über die Strafreform. Jetzt sollen einige Sachen boripeg genommen werden, die Verschärfung des Nöti - gungs rechts. Es foH wieder gemacht werden, wie beim Vereinsgesetz, wo die kleinen Fortschritte die Rosinen waren, mit denen den Herren der Kuchen mundgerecht gemacht wurde. So soll es auch hier sein: Ein Kuchen, vor dem c8 jedem denkenden Voß 5o8 Parlament gegen biepn Eingriff ist. Notwendig ist ein deutsches Richtergefetz und die Reform deS DisziplinarrechtS. (Beifall.) Staatssekretär Dr. Lisco: . .. , . . / Ich werde ganz genau, wie auch das Parlament es will, immer für die Unabhängigkeit des Richters eintreten. Ob gerade in dem hier erwähnten Falle in diese Unabhängigkeit eingegriffen ist, ist noch nicht gesagt. Ich laste vollkommen dahin- gestellt, ob diese ärztlichen Vereine wirtschaftliche Geschäfts- betriebe sind, ober ob fte Jdcalvereine sind. Sie haben sich ver- ereinigt um gemeinschaftlich ihre sämtlichen Honorare von einer Geschäftsstelle aus einzutreiben. Tas dürfte schon ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb sein. Ter Minister des Innern ist dieser Meinung. Der Erlaß des Ministers soll aber keineswegs eine Direktive für die Richter sein. Er soll die Gerichte nur aufmerksam machen, e 6 sollen Anregungen sein. (Lacken links.) Das ist ein Recht, das der Minister hat, wie eS jeder von Ihnen hat. Ich erinnere z. B. an die Ausführungsbestimmungen zum Handelsgesetz von 1899 Dort handelte es sich um zulässige und unzulässige Eintragungen ins Handelsregister. Artikel 3 bestimmt, daß die Gerichte, die Beamten der Staatsanwaltschaft, die Polizei- und Gemeindebehörden und Notare von den zu ihrer amtlichen Kenntnis gelangten Fällen einer Unterlassung der Anmeldung dem Registerrichter Mitteilung zu machen haben. ES handelt sich also um eine Mitteilung. Das hat auch der Minister deS Innern beabsichtigt und nichts weiter. Bei der Einziehung von Kun st werken war bereits in dem früher vorgelegten Entwurf der Strafprozeßordnung angeordnet worden, daß der Beteiligte vorher gehört werden soll. Diese Bestimmung wird auch in dem neuen Entwurf aufgenommen werden. Aschenurnen werden ebenfalls al5 Grabdenkmäler angesehen werden können, soweit sie äußerlich als Ruhestätten erkennbar sind. Das Motoproprio quantavis dilizen t i a hat in Preußen keine Gültigkeit: ich kann nur auf die Ausfuh- rungeiVdes Ministers des Auswärtigen im preußischen Abgeord- netenhause Hinweisen. Eine Erhöhung der Revisionssumme ist nicht in Aussicht genommen. Wir wollen aber eine geordnete Rechtspflege sichern und würden gegebenenfalls dafür neue Senate fordern oder eine allgemeine Revision der GerichtSverfastung abwarten. Auch das Verfahren beim Offenbarungseid wird am besten erst bei einer Reform des Zivilprozeßverfahrenö erledigt. Im übrigen würde ich empfehlen, alle solche Einzelfragen erst bei der allgemeinen Revision des Prozeßverfahrens zu regeln und nur in ganz dringenden Notfällen jetzt schon einzugreifen, lieber den Konflikt in Frankfurt ist mir amtlich nichts bekannt. Die Sache gehört aber in letzter Instanz vor das Forum des Reichsgerichtes, und dieses wird darüber entscheiden. Die Aeußerungen des Aba. v. Trampeczynski, daß der preußische Minister des Innern gegen^ Die Reichsverfassung handele, weise ich zurück. Schon mein Vorgänger hat eingehend nachgewiesen, wie streng und gewissen- haft die Bestimmungen der Reichsverfassung beobachtet werden. Auch das agrarpolitische Gesetz in Preußen ist sehr eingehend auf feine Zulässigkeit geprüft worden, und es ist vollständig gesetzmäßig zustande gekommen. Wenn der Abg. v. Trampczhnski weiter sagte, die Politik müste vor der Tür der Gerichte Halt machen, so geschieht das ohnehin. Um seine Aeußerung zu charakterisieren fehlen mir die Worte. Abg. Heine (Soz.): Es find so viele hochwichtige und interessante Fragen ge- ftteift worden, daß leide.' die 8m* nicht reicht, auf sie einzugehen. Nur das Wichtigste. Herr Oertel fragt, warum unser Kommis- sionsmitglied wegen seiner Stellung in Sachen des sechsten ReichöanwaltS dementiert ist. Nun, ich kenne jemand, der, nachdem er höchst wichtig' Aeußerungen gegen wichtige Persönlichkeiten getan, sich dann wie der alte Wrangel hlgstellte und sagte: Ick dementiere mir! Warum das Zentrum gegen den sechsten in dem sich die -Zweidecker befanden, zu erbrechen und in Brand zu stecken. Als sie entdeckt ivurden, ergriffen sie die Flucht und entfeinten. Die Militärbehörde! glaubt, daß der Urheber des Attentats die Absicht lstttte, bic Flugzeuge zu zerstören. Die Polizei dagegen neigt der Ansicht zu, daß die Uebeltäter gewöhnliche Aebe waren, die sich der großen Benzinvorräte hatten bemächtigen wollen. * Französischer Werber? In Munster am Stein wurde am Sonntag der in Kirn ivohnhaste Zahntechniker Bechtold unter dem dringenden Verdacht, für die Fremdenlegion als Werber tätig zu sein, v er hastet In der, Begleitung Bcchtoldts befand sich ein junger Mann aus Frankfurt a. M., der mit einer Fahrkarte nach Belfort versehen war. Heute früh weilte ein Polizeibeamter aus Münster am Stein in Kim, um in der Wohnung des Bechtoldt eine Haussuchung vorzunehmen. * Gl ü ck im U n g I ü cf. Der aus Südafrika stammende Maler Soloma Dospek begab sich nach Tripolis, um gegen über der berühmten Brenengruppe zu malen. Plötzlich verlor er das Ilebergewicht und stürzte in den 90 Meter tiefen Abgrund. Ein Glück im Unglück war, wie dem „Berliner Tageblatt" cv- meldet wird, daß der Maler, bevor der brausende rdjlunb ibn verschlang, im Gestrüpp hängen blieb und sich an einem Felsvorsprung festklammern konnte Mit großer Mühe gelang es, den Künstler an einem Seil aus seiner heiklen Lage zu befreien. * Hochverrat? Ein dem „Berliner Tageblatt" zugehendes Gerücht will wissen, daß das Mitglied einer sehr bekannten preußischen Oftiziersfamilie in der Mitte der vergangenen Woche unter dem Verdacht des Hochverrats verhaftet und in das Moabiter Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden sei. Der Verhaftete soll jedoch nach einer mehrtägigen Haft gegen eine hohe Kaution gestern aus dem .Gesangnts enUasten worden sein. ** Die Rettungsstation Stolpmünde der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: Am 9. Febr. von deut schwedischen Dampfer „Tor", gestrandet östlich der Molen von Dtolpmünde, mit Getreide von hier nach Kopenhagen bestimmt, neun Mann gerettet durch Rettungsboot „Generalpostmeister" der Ost-- ftation. -- Tie Rettungsstation Horumersiel der gleichen Gesellschaft telegraphiert: Am 8. Febr. von einem Schleppdampfer, Kapitän Niatchen, gestrandet auf Mellum- platc, mit zwei Pontons, von Helgoland nach Wilhelmshaven bestimmt, vier gerettet durch das Rettungsboot „Meta Hartmann" der Station Bottsfahrt sechs Stutrden. II 1 • e liefert billigst rfle BrOhPscM Kuverts mit Firmt! nungSruf wegen seiner Bemerkung im ersten Teil seiner zweistündigen Rede, daß die Reichsanwaltfckaft sich im Prozeß gegen Liebknecht einer politischen Gehässigkeit und Ehrabschnelderei schuldig gemacht habe; der Präsident verliest die Aeußerung im Zusammenhang unter andauernden Rusen der Soz.: Sehr richtig! Gut gesagt! Die Rechte begleitet den Ordnungsruf mit Beifall. Abg. Dr. Bell (Zentr.): Wir lehnen den sechsten Reichsanwalt aus sachlichen Gründen, nicht aus Animosität gegen den Staatssekretär ab. Wir sind mißgestimmt, aber nicht gegen ihn, sondern gegen den Reichskanzler und werden diese Mißstimmung bet der bald kommenden Gelegenheit auch sachlichen Ausdruck geben. Die Leichenverbrennung ist eine Anschauungsfrage. Das bayerische Epistopat hat in seinem Erlaß nur sein Recht und seine Pflicht wahrgenommen, unsere Weltanschauung zum Ausdruck zu bringen. Eine solche Frage mit Scherzen zu behandeln ist umvurdig. Der Redner trägt einige Einzelwünsche für eine vorläufige Rechtsreform vor; so z. B. in bezug auf das Schutzbedürfnis von Leuten, die nicht geisteskrank aber unter Voraussetzung des § 51 freigesproch-'n sind Er wendet sich dann zu den Fragen des Richter- und des Anwaltsstandes. Die unsoliden Elemente aus Richter- und Staatsanwaltsstand sollen ausgemerzt werden, gewiß, aber auch bei den Rechtsanwälten. Dieser Stand muß ei dem kolossalen Andrange vor Proletarisierung geschützt werden. Aber die Verfehlungen Einzelner soll man nicht dem Stande zur Last legen. Er wendet sich gegen den Abg. Heine. Das ewige Wort Klasienjustiz werde im Volke anders verstanden, als er zu unterlegen suche. Mittwoch, 1 Uhr: Der sozialdemokratische Wahlrechtsantrag. Schluß 7 Uhr, Kett' rii Eiligen- ' Das rtaw SeschästA it« °°-d°nd „ob» ii*. ii»« »°n '• ziiii berechn^ •W bei st • i( -i Gcschä'tsi :.ir in Gem In alle Meiling “ Die Gefch itMats, de jftrfonen bej Mer zuj äi bestellt ts lltn, wenn L Grundstü , Pacht- o! Jadr ab 1 Prokum l Angestell Gehalt Der bis! tin Amt als Gießen, Gr der tz A samst 9 Uhr üqrm , STfticbii I. Kl. - 2,(* M stichieni reiSslanqen. „ Echcilei müpuel, R bolz 70r], JÄ Mcifcu b°lj 106, fC) Das Li, werben uln Nuskuiifi^ Achten faßt hat. (Unruhe im Zentrum.) Freilich habe ich damals die Aufregung, mit der Herr Lisco seinen Amtsvorgänger Nieberding in Schutz nahm, nicht recht verstanden. Wir haben doch alle Nieberding gekannt und wußten alle, daß er ultramontan war. l(Unruhe uno Lachen im Zentrum.) Ja; das bürgerliche Gesetzbuch zeigt an verschiedenen Stellen Spuren von der Nachgiebigkeit des damaligen Staatssekretärs gegen die Kräfte jenseits der Alpen in der römischen Kirche. Ich wünschte nur, daß der jetzige Staatssettctär diesen Kräften etwas mehr Energie zeigen würde. Von uns ist es eine Demonstration, wenn wir den Reichs- anwalt ablehnen. Die Schuld ist noch nicht verjährt, die die Reichsaiiwaltschast im Prozeß gegen nuferen Liebknecht auf sich geladen hat, als Ols- hansen gegen diesen Mann, der nichts als seine politische lieber» zeugung vertrat, Zuchthaus beantragte; Solange die Reichsan- waltschast sich nicht scheut, einen polnischen Gegner die Ehre ab» Zuschneiden, so lange mag sie sich ihr Brot von denen sich erbitten, • B’/3 B'2/2 Bilanz am 31. Dezember 1912 e 3. Kl. 40—44 ein Dm. = 5,98 fm 991 kostet Grubenholz 85 6768 41 Die Zahl Bilanz per 31. Dezember 1912 // Ende 1911 e Bilanz am 31. Dezember 1912 ult 49-53 335 — k tt if 65 67 >- v 1056 ii it u II Jft, 570.— 87-* 71"'; 12 19 63' 191** 61V, ausgetreten sind in 1912 (durch Tod^ demnach Bestand Ende 1912 . . Reform-Butter Marke „Samtes“ O-Begctabile Margarine» Los 3 aus Abt. 17—29 — id» Passiva. Mitgliederguth. Aufgenommene Kapitalien Kreditoren Reservefonds Bctriebsrücklage Dividenten Jft 209.81 3794.49 2569.11 215.— Aktiva. Kassenbestand' Warenvorrat Debitoren Inventar 01 Jung, Direktor. PH. Rinn III. während 1912 gingen ab mithin Bestand der Mitglieder Ende 1912 . 50 Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde am 6. Februar 1913 eingetragen bezüglich der Firma Ealkwerk und Dampfziegelci Abendstern, Gesellschaft Mt beschränkter Haftung in Gießen: Die Firma ist jn Tonwerke Abendstern, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen abgeändert worden. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung Md der Vertrieb von Ton und Ziegelwaren, Kalk, Terrazzosteinen und Marmormehl, sowie die Er -eugung und der Vertrieb aller einschlägigen Neben- i«d Nachprodukte. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere ähnliche Unternehmungen zu erwerben und sich an solchen ;u beteiligen. Das Stammkapital beträgt 20000 Mk. Geschäftsführer ist der Bergwerksbesitzer Karl Schultze in Köln-Lindenthal. Der Gesellschaftsvertrag ist am 27. Januar 1913 'm folgender Weise abgeändert worden: Die Gesellschaft wird, wenn nur ein Geschäftsführer vorhanden ist, durch diesen vertreten. Wenn ;Wci oder mehr Geschäftsführer vorhanden sind, so ist jeder von ihnen zur Vertretung der Gesellschaft allein berechtigt, wenn dies wie beidem Geschäftsführer Schultze bei seiner Bestellung bestimmt ist. Fehlt diese Bestimmung, so wird die Gesellschaft durch ; zjyei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. In allen Fällen sollen auch zwei Prokuristen m Vertretung der Gesellschaft berechtigt sein. | Die Geschäftsführer haben die Genehmigung des Beirats, der aus mindestens 1 und aus höchstens 3 Personen besteht, und dessen Mitglieder nicht Gesellschafter zu sein brauchen, oder wenn ein solcher nicht bestellt ist, der Gesellschaftsversammlung em- zuholen, wenn sie „ 1. Grundstücke erwerben, belasten oder veräußern, 2. Pacht- oder Mietverträge auf länger als ein ^^^Grotz-Ned)tenbach, den 6. Februar 1913. Der Bürgermeuter. 7—9 cm Dm. --- 1L42 fm 8, 9c, 16, 22a u. b 2-1 u. 25 8 u. 9 cm Dm. ---12,97 fm = 39,11 = 43,27 = 13,97 = 1,80 = 8,74 = 31,44 = 21,21 5p’ 50-W 46*49 47*50 42-46 Koiisum-Vcrciii e.G. m.u.H, Klein-Lindcn Ter Borstand. Die Mitgliederzahl betrug । es traten in 1912 neu ein 90*^ 88-5» 84*$ 83^ 74-81 45*4« 33*39 30*31 64^66 Passiva Per Geschäftsguthaben der Mitglieder ' 46*0° Holzversteinerung der Gemeinde Wißmar. Städtischer Secfischmarkt Jeden Donnerstag nachmittags 3 Uhr beginnend in den Marktlauben. Bum Verkauf kommt nur beste, frischeste Nordsee wäre zu billigen, lediglich die Selbstkosten deckenden Preisen. Die Verkaufspreise sind an den Standen angeschlagen. |l’ '2 Diese Woche grobe Zufuhr von Sckellnfck, Bratfisch, Eablian, Seelacks,Schollen und grünen Heringen zu billigen Preisen. Aktiva Jlt Saasen, den 7. Februar 1913. (1048 LlmdwirA. Soniiii;i=$trein e.G.in.n.H., Sflßien. Der Direktor: Der Lagerhalter: Der Rechner: Wilhelm Schepp. Heinrich Wagner. Adols Schmidt. i «’/,■* guthnben 1964.— Reservefonds 2830.16 Bctriebsrückl. 2891.55 Restgehalt 183.35 Reingcwinn 2391.88 RonsumVermn Giessen «. rmgegend. Gegründet 1901. — Tel. 898 2 300 Mitglieder. Bäckerei Empfehlenswerte Bezugs' quelle für ö-amilien. Nenn Verteilnngsstellen. Z&'~ Spar Einlagen "SH werden mit 4°/0 verzinst.lO'/r Neueintritte können tag= lid) erfolgen. 'Jiacb Bablung von 50 Ptg. Eintrittsgeld ist man vollberechtigt. Nkitglied. P. Reu schling IV. I Weber. 1058 71-7j 63-" 98''® 92** 78-3° le am rJL’U rücksichtigt. Oppenrod, am N. Februar 1913. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. An Kassenvorrat 1147.44 Warenvorrat 4190.38 “ ' 2'1 der Mitglieder betrug Ende 1911 . 56 während 1912 gingen zu....... \ 57 7 gesucht I Wgau gelungen I J®nqi eines I ff Md m| ^9,'legte I und intn: I aud) | b durch gewandt I Wt in Jreibim I ^.Mgen Mannrzl da vergaß, die I " btt I ff ^>ftUU I bau ber Lchvind-1 falsche Frei-I dünnigen. $0^: H 'Nchshasen betübt I chuppen. Ausl dem Militär-1 )ieder ein Ein-^ . den Schuppen, l erbrechen unbu wurden, er » ■ Mitärbehöchil ie Absicht hatte, 8 igegen neigt M K Aebe waren, 8 nächtigen wollen« linst er am Sich. rite Zahntechnik 8 für die Jremben g in der Begleitung E Frankfurt a. war. heute ftii I Stein in §in,l jung vorzunehmki I dafrika itmnmte I roolir, um gege I Plötzlich verlaie I t tiefen Äbg«. > er Tageblatt v t: ’tiix Z&urt’ vn' mb 'sich -n einen fett M gelang n^iubrirticn. ?r Tageblatt" jii- ’ieb einer sehr be tt ber vergangener rrats verhafie -ingeliefert worbe mehrtägigen M Gefängnis enmtfi (pmiinbe btd iffbrüchiger tek- »dischen TampsL l Atolpmnde, ck nmt, neun Mm, Mister",derchl unterfiel d«| frebr. von W L-mfMttM . nach Wilhews- lCS fRettungSbooi] ,rt sechs HtunMI Holzversteigerung. nn Hegwald, Abt. 6 u. 8, und Heiloh, Abt. o, der For Uw artet Van25rcnSbSl?-r@d)citcr, Rm.: 750 Buche 1. Kl., 70 2. Kl.,- Stniiuuel Ihu ; -500 Buche 1. Kl., 33 2. Kl., 10 vainbuche: Reisia Rin.: E Buche, 150 Eiche , 28 Erle; Ilm ■ 180 Bucke 1. Kl-, 2.i 2. Kl., uu Hirne. Rur das Holz aus den Distrikten Ctsenkaute 1 und 4 wird vorae;eigt. Das übrige •’OoIä, welches man voih.'r einseben wolle, wird beim Feuer an ^rSchutzhutte am Sausiiblwea versteigert. Zusammenkunft uormutagv lOUpr ani der Hungen - Schot teuer Stratze am Bergwerk im ^iitr° Giiciitaiiic 4. Blau unterstrichene Numinern kommen nicht »umAusgebot. Rädere Auskunst erteilt der Grogh. Forstwarl i'ylöbr au Langd. EichelSdori, den 10. Februar.1913. Grofch. Öberwrsterei Eicheisdorf. Walter. “Ereile rv Nutzholz-Versteigerung. SÄ, ’»• S! VCrtSid)C«: 7 Stämme 3. Kl. = 3,29 Fm., 1 Stamm 4. Kl. = 0,21 Fm. und 3 Rm. Nutzholz- Eicken: 5 Stangen 3. und 18 Stangen 4. Kl. RadclllolA: 1 Stainni 2. KI. = 132 0>n.,118_Stainme 301= 51,66 Fm., 326 Stamme 4. Kl. — o7,.i0 onu, 253, Stangen 1., ID St. 2., 106 St. 3-, 43 St. 4. Kl. und '7'JSuTänunÄunft' Distrikt' „8heck" in der Nähe des Geichäfts- mobtliar53,77 10% Abschr. 5,37 48.40 Debitoren 948.43 Emballage 39.50 6374.15 5a „ 20—24 „ „ =48,69 ,, 5b „ Los 1 aus Abt. 1, 2, 7, 8, 9, 13 "14 u. 16, 13—19 cm Dm. = 71,32 fm Los 2 aus Abt. 3 u. 18 = Die Zahl der Mitglieder betrug Ende Während 1912 gingen zu 5 Wahrend 1912 gingen ab 3 Daher Stand der Mitglieder Ende Dienstag, den 18. ds. Mts. kommen von vormittags 91/., Uhr ab bei Wirt Woli in Wisrmar Aiirn Verlaut. Distrikt 36 Wolfsgruben. Eicken: 12Rm. Knuvpel, Buchen: 160 Ihn. Scheit und Knuvvel, WM .)ttn. Dutch- sorstungsreiser. Fickten: 3 Rm. Rundholz, - SJlti. lang, 8 Rin.' Knüvvel. Distrikt 40 Wolrsgrabrn. Ftrbte: 1 Stamm, etwa '/« Fstm., 3 Rm. Rundholz, -^)h.. lang, 2 Rm. Knüvvel, 147 Stück Derbholzitgngen. D'ttrtkt 7» Reillenstciucrwald. Kiefern: a Stamme mit 2,86 Fstm., 55 lim. Brennknüvvel, 40 Rin. nnaumearbeitete Reiser. Distrikt 21a Homberg. Kiefern: 34 Rm- ^ennknuppel, 20 Rm. unausgearbeitete Neuer. Ttstrikt 17 Lstelvach. Fickte: 33 Rin. Knüvvel, 8 Rm. Stöcke, 10 Nm. amge- arbcitetc u. 300 Nm. nicht aufgearbeitete Neuer. Dtltrtkt 13a Toter Mann und 14a K cii ucl s Heck. Buck en. 270 Nrn. Scheit u. Knüvvel, < Nm. stocke, 4b Nm. Nenci. - Das Holz aus Distrikt Wolfsgräben kommt Anerst und das aus dem Toten Mann und der Kennelsheck nicht vor 1 Uhr nachmittags znm AuSgebot Krosdurf, den 10. Februar 1913. Der Bürgermeister. Heater- und Ball- Tücher, Hauben, SckalS, Hand sch., Fächer, Taschen, Strümvse, Bänder, Svihen, Seidenstoffe (a7/13 Salomon&Cie. Reingewinn 156033. 4.15 I. M. Schulhof Telephon 119. — Prompter Versand nach auswärts. [45 ^•Sselttische 11, kopflos, seine Nordseefische, treffen morgen früh ein bet: [231 GeorgWaiienfels Marktplatz nur 21. Borausbestellungen erbeten 4. „ 30 -39 „ 5. „ 25—29 „ 6. „ 22—24 „ 3. „ 30—35 „ 4. „ 25-29 „ 5. „ 19—24 „ Kreditoren 2592.45 ReservefondS1210.— Betriebsrücklage 676.37 Oppenrod, am 25. Januar 1913. LmiMrWfMtt Koiism-Bereiil, Der Direktor: Der Lag WesS. Ludwig Balser II. 1055 Ludwig Passiva. Jfb Per Mitglieder- Drainage' röhren in all. Grützen liefern billigst Tonwerke Abendstern G. m. b. H. Abendstern I1057 «früher Ang. Gabriel jr.l. 10260.94 . 119 , . 4 123 . . 3 . 120 „Mein Kind hatte eine FBechte, die allenMitteln trotzte, wohl auch verschwand, aber immer wieder auftrat. Zuletzt ver» suckle ich ZuckersSaludcrma u. bin erstaunt, wie schnell u. gründlich daS liebel dadurch beseitigt wurde. C. Vielen. Dose 50 Pf. n. 1 M. 1 stärkste Form, bei W. KUbingcr, Seltersweg /9a, A. Noll, Bahnhoütratze 51, E. Noll, 5laiser-Drogene. E. Seibel, Frankinrier Str. 39, Ctto Sckaas, Seltersweg 39, E. Karn, Schulstrane. (aah Eilt! Garantiert! 22. Februar Ziehung der günstigen 50Pfg. Geldlotterie 1617 Geldgewinne OOO Mk. Hauptgew. (1044 Mk. 1616 Geldgew. 6HO Mk. 11 L.5M5 Porto u. Liste 25 Pf. enips. Lotterie> Unternehmer J. Stüimer, Straßburg i. E., Langstr. 107. Giesrcn: Die Kgl.Lotterie- Einnehin. u. all. Loseokauisst. erteilt. Lich, den 7. Februar 1913. B*’/2 Gronlle'A "imfancrirfit________ Jahr abschließen, 3. Prokuristen bestellen oder entlassen, 4. Angestellte, die mehr als 3000 Mark jährliches Gehalt beziehen, anstcllen oder entlassen. Der bisherige Geschäftsführer Louis Frech hat sein Amt als solcher nicdergelegt. . h1-rhp„. Gießen, den 11. Februar 1913. B«/t ■rben. _________Großherzoglichcs Amtsgericht.__________ Cichenstamn "Bekauntrnachaug. « " In unser Hqai>-lsregist-r wurde heule bei^der stirma Moses Chambre in Lich eingetragen: Dem ^ines-rnMin. Kausmann Max Chambre II. in Lich ist Prokura ^ RtsomhmS.Kmzvlsihä Gewässerten Sfodkiito hochfein, tafelfertig, sowie MIM, Gabliau, Rchmigen, Zander empfiehlt (741 C. G. Itteinhenn Bahnhofstr. 59 — Tel. 66. Kun-u. Seefische ver Zentner „Holz Achtung! Kanimcrjaßer Wwarr empfiehlt fickzurVertilguna von Natten. Mäusen, Sckwa- ven, Wanzen u. Ungeziefer ^der Art. Schrtftl. Angeb. unt. 1063 an d. Gtetz. Anz. erb. 5 Fichtenstäm. 3. Kl. 30-38 cm Dm. = 5,48 fm _____ 18 „ 4. „ 25—29 „ „ =13,84 „ Holzversteigernng. 196 Jui Licker Stadtwald, Distrikt Kleinhäuserberg und 270 Irttiiigsbänserkovs, werden Tonerstag, den 13. Februar _ _ ... □913, vormittags 10 Uhr, an der Kretsstratze nm Wald- ey;,ut(,n\VAm 5h Kl eingang von Lich nach Nieder-Besnngen anmngenb, nach 24o Ftchteustam. od Mi. .Zusammenkunft an demselben Platze versteigert: I 53,49 fm ^tuöknüvvel, Rm.: Eichen 34 (2,20 Meter langt. I997 ^icktrnstäm 5b Kl. Eckeiter, Nm.: Buche 9tdsch. 20, Eichen 10, Fickten Rdsch.12. 2.2.1 FMenpam. finiivDel, Nm.: Buchen 200. Eicken 110, Kiefern 10. 41,01 fm Stöcke, Nm.: Eichen 70, Fichten 80. 18Z Fichtenderbstangen Reisig in Wellen eingebunden, 4. Durchforstung 15500, ) s)|f Elchen 2400. L»/r Los 1 aus aüt. 9, Lich, den 6. Februar 1913. , 169 Fichtenderbstaugen Grotzherzoglicke Bürgermeisterei Lich. o aus Abt 18 u. 19 ---------------- 208Fichtenderbstaugeu 8 u. 9 cm Dm. = 11,89 fm Hvlzververgerung Los 3 aus ». 21a der Gräflichen OberfSrsterei Arnsburg. 35 Fichtenderbstangen 10—12 cm Dm. --- 4,(0 trn Samstag, den 13. Februar, nach SuiammenEunft Los 4 aus Abt. 3, 7, 9c k> Uhr vormittags im Kloster Arnsburg^Derdeit^vetsteigert. 21ß Fichtcnd rbstangcn 10—12 cm Dm. = 22,69 fm jvtfhteiutämme IV. Sri. = 2,601^11111., o2 <51 co t en na naeii | o ) _ _ .,. •< n . o -in I af = 2,06 Fstm., 97 Fichten'tangen 11. Kl. 4^Fstm., Los 0 aus Abt. 8, 16, 11, 18, 19 199 Fichtenstangen III. Kl. = Fstm., 1^3 3W. Fi ästen- 213 Fichtenderbstaugen 10—12 cm Dm. — 20,36 fm Los 6 aus Abt. 20-27. Knüvvel, Rill.': Buche 101,3, Eiche W, Nadel- und Weick- Der Kaufpreis ist pro Festmeter auzugeben *•!,» un“W Die Gebote sind nach Sorlun-nt-n und Klassen bolA 106, ferner 800 Knlturreinigungsivellen lmeist Eiche', sowie nach Losen getrennt zu hallen, da keine Zu. Die Offerten sind verschlossen, mit paffer FichteN-TtaMk^holzU.DerbstaNgeN- ^^ags2UH^ Bürgermeisterei Anne- Verkanf. tob einzureichen, wo alsdann die Eröffnung IN Die Fürstlich Solinsiscke Oberförster^'i Hohensolms G^enwart die erschienenen Bieter stattsindet Mrts. ' Kleinere Abweichungen in. F-stinhalt werden ÖStritt BuckcnbergLos 1 sämtliches NntzholA mtt berücksichtigt. Ausnahme der Reisstangett^119Baustamme iM2480^itm, Annerod, den 7. Februar 1913 ÄÄiWUm aa,\ Großherzoglich- Bürgermeister-. Annerod. SlMÄn Holz-Submissron. 2- Äl-iSS Ääß W den Waldungen her Gemeinde 2pp°..r°d in den Äb.-!lunä°n°l- tt, und s. mN soll solqendes Holz ans d-m Subnnstwnsweg vergeben Reisstangen, «innerhalb Nr. 1 und l-L) -- w -önm amme i » Los 1. L^Kü'mN r,M ftitm.n67l ^innnen :i. ; 3 Ki-sernstiimm- 3. RI. 31-34 cm Dchm. = 2,54 fm 9 „ 4. , 25-28 , . = 5,97 „ itlÄT&n IFicht-stomm 3 Kl. SlEDchm.- 1.36 fm 74/80, Ä/6-114 Baustämme mit 18,99 Fstm., jowie nach Losen getrennt zu halten, da keine Zu- Kl, 170 ©tangen.3 Äl. menrechnung stattsindet. 43°^taugen ?Kl!^i0°S?angen"3."Kl'.^30 Stangen'5..Kl. Die Offerten sind verschlossen, mit entsprechender DiKk?e Sckeuernwald und Heakovf: Los 10 samt-1 Nufschrist zu versehen, bis zum Dienstag, den 18 Fe- ZiK-?tm'"L Ständen l^l° K SUmÄ 2 Kl, bruar, nachm. I V- Uhr auf Großh. Burgermetsteret M Stangen 3 Kl r t Oppenrod einzureichen, wo alsdann die Eröffnung Das HolA ist an Weg.e Drückt- Der Berkaus ge^chte^t W Kleine Abweichungen werden nicht be- unter den allgemeinen HolAverkailfsbedinMngen, roetaje |iaii|uiuvi. auf der Oberförsterei zu Hohensolms 'b. Wetzlar» emge sehen werden können. Der ^"ständige Belamsbea Fürstlicher Förster R e g e s in Hohensolms zeigt das,HolA auf Verlangen vor. Die chebcke sind aus ledes wo Festmeter und Stange bis etnschltetzlick ..iontag, den 17. Februar an die Obersörsteret abzugeben. Holzversteigerung. Es werden oeriteigert: ,,, 5. Montag, den !7. Februar, vormittags'/,1V Uhr, in der Wirtschaft des Herrn Mar Becker au Beltershain ans den Distrikten Laubacbskopf, Haut, ^chsenstall iism., Schntzbezirk Reinhardshain: _ ... Stämme: 3 Eicken III. Kl. = 2,2/ 10 Uhr, in der Wirtschaft des Herrn Hrch. Sckulthen; zu r um da aus den Distrikten Winkelrain, Hinterster .vlick Buckwaldv- kops, Kaspershaag, Bilskopf, Dingertvald, Heiltgenberg, BrandbolA, Geiselstrauck itfm., SckutzbeAirt Lumda: Stämme: 5 Eicke I V. Kl. ^^>stui., 6 desgl. V. K . = 3,28 Fstm., 2 desgl. VI. Kl. = 0,64 Fstm, 2 Buche IV. Kl. = 1,41 Fstm, 2 Kiefern III. Kl. - 1,/a öitiu, .) desgl. N Kl. = 3,18 Fstm, 5 desgl. V. SU. = 2,12 Fstm, 1 VnrdjeM V. Äl. = 1,03Fstm.; Derbstang.:o0Fichte---3,71 »yltm.; Jim. «dicitei. 235 Bucke, 14 Hainbuche, 8 Eiche, 38,5 Klewr, Ficchei , Knüvvel: 124 Buche, 11 Hainbuche, 39 Eiche, 109 Kteter, 35 Fickte: Kniivvelreisig: 28 Fichte: Gewohnltckes Net- sig: 378Buche, 16 Eiche; Stocke: 6 Bucke icin. Iw Buche arob, 14 Eicke, 80 Fickte. Das HolA ist vorher etnAuseben. Tie untcritridjencn Nummern komme n Nicht zu in A iw - gebot. "Nähere Auskunft erteilt au I. Forstwart Eichenauer- Reinhardshain: au II. Forstwart 3' m mer-Lumda. Grünberg, am 8. Februar.1913. ° /» (Grotzherzoglicke Qber,oriteret Grunbcrg. Holz-SubmiMou. Aus den Waldungen der Gemeinde Annerod soll folgendes Holz auf dem Submissionsweg ver- 1500.— 2538.43 1165.59 200.— 814.39 6788.41 Llktiva Jfb An Kassa-Konto 3206.50 „ Waren 6104.40 , Mobilien 89 95 ,, Utensilien 21.06 „ Debitoren 839.03 1U260.94 Hm Donnerstag, den iz. und freitag, den 14. februar Reste-Cage 6in grosser Posten schwarzer und . will y 1 vuuvi wvi miiw / farbiger Besätze weit unter preis > . Ä ä -* * - * Ä Ä A A'-Ar - Gebr. Imbcuöcr Markt 9 -10 a*7: A. Hartmann Seltersweg 8IV10 Fernruf 2064 Aussteuerhaus weg 79a, öffentlich ausgeführt u. bitten C*lu 3u den bcNtcn Hauptkatalpg u.Muster stehen gerne zu Diensten Paket 15 Pfennig Ss kommen sämtliche in den letzten CUochen entstandenen Reste und Roben knappen JVIasses zu aussergewöhnlich billigen preisen zum Verkauf. 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