Zweiter Blatt 163. Jahrgang M. (89 Gießener Anzeiger Erschein» tiqlich mit Ausnahme des Sonntag-. General-Anzeiger für Gberhejjen Tie „Oiehener Zamilienblätter" werden dem ,yn$nqere viermal wockenllich beigelegt, das „Itrdsblatt fir den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtichaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Donnerstag, 11. August 1913 Rotationsdruck und Verlag der Vrubl'fchen Universität-- Buck- und Steindruckerri. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition unb Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: ol. Redaktion:«^ 112. Tel.-2ldr.: AnzeigerDießen. Die Katastrophe in Somalilanö. Ted britische Somaltland-Protektorat ist eines der Soraenlmder des Äolonialamles in London. Bei einem Flächeninhalt von noch nicht 70000 englischen Quadrat meilen -ahlt es 300000 Einwohner, die sämtlich fanatifd)c Mohammedaner sind und mit chren Herden ein fteteS Ro madenleben führen. Nur an der Stifte haben sich unter der englischen .Herrschaft einige kleine Städteivesen, wie Berbera, Zetta. Bulhar, entwickelt Die Unmöglichkeit, die Bewohner zu unterwerfen — man erinnert sich der jahrelangen ' !,Geren Sümpfe mit dem „tollen Mullah" — und die iie i for. aufgewandter beträchtlicher Kosten zu er schließen, l#it 1910 die britischen Behörden veranlaßt, das flanke Hinterland, das ohnehin durch den Vertrag von 1K9< mit Abessinien verkleinert worden war, aufzugcben und sich mit der Ausübung einer rein nominellen Herrschaft zu be gnügen Heute sitzen nur in den drei obengenannten Hafen orten britische Beamte. Die indische Samelreiier 9lbtcilung, die von den -ter wischen ziemlich nahe der Stifte mit Uebermacht angegriffen und gegen das Innere zu abgedrängt worden ist, befindet sich nach den berichteten Verlusten, die den größten Teil thrcr Streitmacht ausmachen müssen, in einer sehr peinlickfen Lage. Von ihren weißen Offizieren ist einer gefallen, einer verwundet. Bei der Truppe sind kaum andere als diese beiden gewesen. Genügend? Verstärkungen, die jene bei ihrem Rückzug auf dem langen Weg zur Stifte aufzunehmen vermögen, sind, so ersähet die „Voss. Ztg.", die ganze So malilüste entlang nicht vorhanden. Militärische Hilfe müßte erst von Aden her über den Golf kommen, lvas immerhin Zeit benötigt. Sie kommt vielleicht zu spät. Tas auswärtige Ami in Conbon lyird um eine Erklärung nicht verlern fein, die l^übwegs plausibel erscheint, und im äußersten ytoifall hat man ia das beguetne Sck-tagivori von dem „mad Mullah", dem tollen Mullah. Er, den man in England bereits, nnbri nwbt der Wunsch der Vater des Gedankens nror, tot gesagt hatte, soll iviriud wieder aufgetaucht sein und an der Spitze d.r Denmsd-c stehen. In» Britenreiche.erinnert man sich n-ock recht deutlich der Zeit, wo man mit dem tollen Mullah die ungfwgciien üinder schreckte Ter Mahdi der Somalis, Hab- säü Mohammed Ben Abdullah, dem der Ehrentitel Mullah beigelegt wurde, weil er nidit nur als ein großer Ieldherr, sondern auch als ein sehr großer Religionslehrer gilt, l)at sich den Ruf eines energischen, kraftvollen Häuptlings erworben, dem insbesondere die Jtinift eigen war, den mohammedanischen Fanatismus Hegen die Europäer zu entflammen. Die Engländer aber betitelten ihn den tollen Mullah, anscheinend weil sie es als eine L^errücktheit ansalien, gegen das britische Weltreich die Wagen zu crlicf^cn Unb doch hak er es mtt einigem Erfolg getan, und die Somalis, ein den Abben'iniern venvandter äthiopischer Vvlksstamm, haben sich dabei als einer der kriegerischsten Volksstännne Afrikas erwiesen. Von 1899 bis 1904 hotten die Engländer zusammen mtt den Italienern gegen den Mullah einen blutigen, kostspieligen Krieg geführt, in dem sie ihn solange „schlugen", bis sie sich, nMbent die Italiener schon vorher einen Separatfrieden mit dem Mullah janet wohl ein Recht beanspruchen dürfen, als deutsche behandelt zu werden, diesen Hotels den «Rüden zu kehren. . . _ Vielleicht merken diese dann dock an ihrem raß derartige Taktlosigkeiten Deu^sckeit gegenüber nicht angebracht sind. Die Wirren in der wü^ttembergifchen Sozialdemokratie wurden von kein Reichstagsabg. Hildenbrand in einer Rede beleuchtet, die er bri seinem Scheiden aus Stuttgart hielt. Hildenbrand, der, wie berichtet, nach Hamburg zieht, sagte der .Schrßäb. Tagwacht" zufolge bei einer AbschiedSfeicr: Die Entwicklung der Partriverbältnstse in Stuttgart bat mick in den letzten Jahren nicht befriedigt. Ein persönlicher Ton und so mancherlei andere Erscheinungen traten auf, die auch meine Arbeit erschwerten und die Strafte unnütz verzehrten. Ich habe das getraefhi. Als aber in jener Versammlung, wo der eben aus- gebrochene Kamps bei Bosch besprochen wurde, mir Unterstellungen gemacht worden find, die ick nicht für möglich gehalten hätte, da faßte ich den Entschluß, zu gehen. ■ Mein Reick Stags Mandat werde ich zunächst b-ei behalt en. Haben wir neu zu wählen, bann werde ick nicht im Wege stehen, wenn diB Partei mit einem anderen Genossen vor den Wahlkreis tritt. Wird aber gewünscht, daß ick später den ersten württembcrgischen Wahlkreis im Reichstag weiter vertreten oll, so nnrd sich auch darüber reden lassen. Daneben bleibe ick Gesellschafter der „Schwäbischen Tagmadit" und halte so die Verbindung mit Württemberg aufrecht. Mit meinem Weggang mache ick einen Strick) unter die Tätigkeit, die ich hier in mancher lei Gestalt ausübcu konnte Tic Zeit mußte kommen, wo es zu zeigen galt, daß man nicht an den Mandaten klebt, daß nickt persönliches, sondern sachliches Interesse für meine Handlungen bestimmend war. 15. Deutscher Handwerks- und Gewerbekamniertag. ~ Halle,^13. Ang. Rach Eröffnung der Sitzung referierte Handwerkskammer- syndikus Dr. Wien deck (Hannover, über das Thema „Schutz der Arbeitswillige n". Er betonte die Notwendigkeit eines erhöhten gesetzlichen Schutzes gegen den zunehmenden Mißbrauch des Koalitionsrechtes, der durch willkürliche Arbeitseinstellung^, Bedrohung Arbeitöwilligei, Verleumdung von^Arbettgebern usw. immer häufiger ausgeübt werde und zu ick .veren Schädigungen vieler Handwerksmeister führe. Zudem befolgten manche Berufsverbände die Taktik, einzelne Handwerksbetriebe durch die Presse und mit Unterstützung einzelner Bevölkerungsschichten zu bohkottieren. Die bisherigen Gesetze und Verordnungen haben nicht vermocht, dem Handn-erk hiergegen einen wirksamen Schutz zu geben, weshalb es notwendig fei, das Koalttionsrecht unter ein Sondergesetz zu stellen, ähnlich wie es zum Schutz der Bauforderungen oder des lautern Wettbewerbs auf anderen Gebieten geschehen ist. Ter Vortragende schlug als geeignete Mittel gegen eine Ueocrspan- nung des Koalitionsreck ics eine Reihe von Maßnahmen vor und befürwortete im Anschluß daran die Ausdehnung deS Ge^ fetzes im Interesse des gesamten Mittelstandes auch auf die Boykott satte, die mit politischen oder kommunalen Wahlen zusammen- hängen. In feinen weiteren Ausführungen betonte er, daß hin sichtlich des Streikposten stehens das Reichsgericht zu einem mehr als milden Urteil gekommen fei und sogar als zulässig erllärt habe und daß die Versuche, die Gewerkschaft für entstandene Schäden haftbar zu machen, stets nur einen sehr fragwürdigen Erfolg gehabt hätten. Daß die vielgepriesenen Tarifverträge auch fein geeignetes „Friedensinfttument" seien, wie man sie genannt habe, fei im jüngsten Werftarbeiterstrcif aufs neue ju Tage getreten. Im Reichstag hätten nur die Konservativen und vereinzelte Dlbgeordnete anderer Parteien für einen erhöhten Schutz der Arbettswilligcn gestimmt, so daß sogar in Abgeordneten- freisen das Wort gehört wurde, das Reichsparlament folge in seiner Mehrheit nur. der Doktrin der Gewerkschaften. InderAusspra che betonte 9tbg v. Malkewitz (Stettin), daß die beiden Schuldigen, gegen welche sich die Anllagen des Referenten richteten, die Regierung und der Rrick'stag seien. Wenn die Regierung sich nicht bald auf ihre Pflicht besinne, werde sie die Arbeiter direkt der S^ialdemokratie in die' Arme treiben. Der Zentrumsabgeordnete Malermeister Irl (Erding) be* Sri dm etc als dritten Schuldigen an der ganzen Misere den Handwerkerstand selbst, namentlich jene Handwerksmeister, 4ne lieber einen Sozialdemokraten in den Reichstag schicken, als einen Vertreter der reck-tsstehcnden Parteien. Unter lauten Bravorufen der Versammlung wurden hieran' die von dem Vortragendeit aufgestellten Leitsätze einstimmig angenommen. Urtier „Abschätzung u n,d Beleihung von Grundstück e n"'spracki sodann der Ersitzende der Handwertskammer Dan-ig, Maurer- und Zimmemirister Herzog, der in feinen Leitsätzen als die Grundlage einer Gesundung des ganzen Boden sreditwesens die Gesundung der Arundstücksabschätzung, bezeichnete, die aber nur zu erlangen fei durch kollegiale Nachprüfung seitens unter staatlicher Aufsicht stehender Tarämter, die von höheren technischen Staatsbeamten geleitet werden müssen. Zur Durchführung der von ihm näh« erörterten Einrichtungen verlangte der Referent die Errichtung von Tax- und Grundi'chuldämtern, und zwar nicht nur vorübergehend, sondern für dauernd. Der Gegenberichterftatter, Handwertskammersyndikiss Schröder Wiesbaden-, trat ^diesen "Anschauungen durchaus bei und forderte insbesondere örtliche Schätzungs- und Taxämter, und eine Beleihung von Grund und Boden gemäß einer sachgemäßen Schätzung des Bau-, Boden- und Nutzwertes und namentlich eine Aenderung der Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches dahin, daß die Erträgnisse der Grundstücke, wie Mieten usw., in erster Linie für die Hypothekzinfen haften. Tte sämtlichen Leitsätze wurden dem Ausschuß alsw?aterial überwiesen. Zu diesem Thema lag noch ein Antrag Tanzig vor, wonack) die bundesstaatlichen Regierungen gebeten werden sollen, ähnlich wie der Entschuldung des ländlichen Grundbesitzes auck der Entschuldung städtischer Grundstücke ihre Aufmerksamkeit .zuzuwenden. Sckweinermrister P ftl u g e r, Vorsitzender der Handwerkskammer Regensburg, behoickelte sodann die „Unterstellung von Berufskrankheiten unter die Un'allversickerung' . Er vertrat die 2lnsickt, daß in der Hinterbliebenen-, Kranken- und In validitätsverückerung für gewerbliche Berufskrankheiten ausreichend gesorgt fei, weshalb eine weitere Ausdehnung der Unfallversicherung auf gewerbliche Berusskrankbciten nicht zu empfehlen sei. In der Aussprache betonte Malermeister Sami di Tarrn- stadt, daß wichtiger als diese die Rrichsversickerung berührenden Tvragcn die Krantienversickerung und namentlich die Einführung eines Krantienverfickvrungszwanges für die Handwerker fei, ähnlich wie ein solcher Zwang für die Arbeiter besteht.v Obermeister Falk -Mainz, der Vorsitzende der Darmstädter Handwerkskammer, empfahl, von einer Beschlußfassung abzuschen, dagegen dafür zu sorgen, daß der Ausschuß der deutschen Berufs- gcTtonenidxrfrcn noch rin weiteres Mitglied des Handwerks- und Gc wer bekam mertege s fo-?t>türe. Die Leitsätze des Berichterstatters wurden darauf angenommen. Der letzte Punkt der Tagesordnung betraf die „Beteiligung der HandweriZ- und Gttverbekammern an der Ausstellung „Tas deutsche Handwerk 1915" zu Dresden". Hierzu betonte der stell- t'^rrretenbe Stadtverorftnetemwrsteher Buckbinderobermeistcr Un - rasck Dresden, daß sich der 15. Deutsche Handwerks- und Ge- werbekarnmertag dahin, ausfprechen solle, daß er mit einer Beteiligung der öcutfdxm Handwerks- und Gewerbekammern an dieser Ausnellung einverstanden sei, alle Handwerks- und Gewerbekan'- mern um Unterstützung ersuche, und erwarte, daß die Kammern alle Handwerker und Gewerberreibenden ihrer Bezirke aus die Ausstellung aufmerksam macken, und demselben behilflich sein Die Beriannnlung frimntfr einstimmig zu. 3 m englischen Unterhaus erklärte Llovd George in bezug auf die vermehrten Ausgaben aller Ressorts, cs sei nicht die geringste Aussicht auf eine Ermäßigung der Rüstungsaus gaben vorhanden, das Gegenteil fei der J-all Es wäre nutzlos, diese Tatsack»? zu verbrimlicken. Alle Länder litten fick gegcnkci.i t zu großen -?lus- gaben gereizt. Ehe nickt eine volll.mmene Vei n mOigung und ein vollständiges Zusammenarbciten unter den Ländern hingestellt sei, um den Rüsttingsausgaben Einhalt zu tun, sei keine Mö- seit vorlwnden, diese cinzuschränken. Ein Land allein wurde dadurch sich in eine zu große Ostsahr begeben. George fuhr »ort: Vielleicht fei ein iM.rnatümaleS Zusammenwirken nickt unmöglich, besonders nad; den Ereignissen des lausenden Jahres, tvv es der öffentlichen Meinung zum Beivufstfein gekommen fei. wie schrecklich und verderbllck d.rKrieg für das industrielle und f.'ziale Leben der betroffenen Länder fei. ■ ■ ----- ■ Peaitidn* Kolonien. In Samoa ist vor kurzem die Wurde deS Ober« Häuptlings abgefchafft worben, der den Titel ,Aili eili' führte. An feiner Stelle werden künftig zwei Vertreter der ersten famoanifchen Iamilien ber, deutschen Negierung cttS Ratgeber zur Seite flehen, lieber die 9lrt und Weife, wie die Samoaner von dieser Neuerung in Kenntnis geseift wurden, lesen wir in einem Briefe an die ,Hamburger Nachrichten* u. a. folgendes: „'Dicht als hundert Häüviliuge halten sich im alten samoanifcken VcrsaimnlungShause in Mulinum zusaimnengeluudcii und harrten voll sragckider Spannung des Neuen, da» ihnen diele Stnude bringen sollte. Ter Gouverneur erschien in groster Uniform, mit einem Stabe von Beamten, und eröffnete in feierlicher Iorm die Sitzung, (fr sprach den Häuptlingen seinen Tank dafür mit-, daß sie ihr bei seiner Abreise gegebenes Versvrechen, sich auch ivährend seiner Abreise ruhig zu verhalten und mit der Regelnng schwieliger l’lnqelegcnhciten dis zu seiner Rückkehr hatten. Dann kam die Botschaft samoanische Volk: „Tlotaafa ist der letzte Aili Sili nickt wieder verliehen werden. An Vertreter der höchsten samoanischen um der 9?egierung Ratgeber und Heiser zu sein. Tie sollen den flamen »Fautua^ erhalten. Aus der Tupuaiamille ist der Hui^pt- (ing Tamalese gewählt worden und ans der Plalietoafamilie der Häuptling Tann/ Tamasese und Tann erhoben sich und schwuren auf die entrollte deutsche Jahne den Eid der Treue. ES lag ein kirchlich- stierlicher Ernst über der Versammlung. Tie Nede des «Gouverneurs'war ein Meisterstück in der Berücksichtigung der Eigenart samoanischen VolkSempstudenS. Zugleich aber klang ans dem ernsten und festen Ton die Warnung vor Opposition/ Ans Stafct und Land. Diesten, 14. August 1913. "Von der Landes Universität. Der Droßherzog bat den ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der LandeSuniversität Tr. Wilhelm vau Ealker in Diesten auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober 1913 auS dem Staatsdienste entlassen. •• Pfarrdien st-Nachrichten. Der Großherzog hat dem Pfarrer Jakob Fischer zu 2ttten-Buseck die evang. Psarrstelle zu Rodheim v. d. Höhe übertragen. Psaner Eßlinger zu Auerbach wurde auf sein Nachsuchen vom 9ln» tritt der Psarrstelle Nodheim v. d. Höhe freigegeben. •* Die Gießener Affäre Nofeuthal. Man schreibt unS: Die Untersuchung gegen den Immobiliaragenten Isaak Nosenthal und dessen Schwager und Prokuristen Willi Bärmann, die vom Untersuchungsrichter LandgerichtS- rat Schmäht geführt wird, ist schon abgeschloffen. Die 9ln- klage wird gegen beide Angeklagte wegen Untreue, PetrugS und Unterschlagung erhoben werden. Das in den Akten enthaltene Material bildet einen stattlichen Band; eS ist vor einigen Tagen zur weiteren Veranlaffung an den Staatsanwalt Trümpert überwiesen worden. Jedenfalls ist vor dem Herbst nicht an eine Verhandlung' zu denken. Wie man auS llreisen, die mit Nosenthal verkehrt haben, erfahrt, hat dieser nicht unerhebliche Betrage bei Pferderennen förmlich gewerbsmäßig gesetzt, in ber trügerischen Hoffnung, dabei einmal einen größeren .Schlager* zu machen. Es wird behauptet, daß N. bei allen großen europäischen TurfS stets auf 'verschiedene Pferde gesetzt hat, und zwar, wie er selbst scherzend erzählte, je 25 Pfennig, womit er wohl soviele Mark gemeint hat. Rosenthal soll durch die schlechte wirtschaftliche Lage, die feit Jahren auf dem Jmmobilienmarkt herrscht, bD seinen VermittlungSgeschästen in den letzten 4—5 Jahren kaum noch soviel Geld verdient haben, wie er Unkosten int Geschäft hatte. Natürlich hat Nosenthal auch große Nach- läffe auf die von ihm verkauften Wechsel gegeben. Die Annahme, daß R. bei dem Zusammenbruch Spieß-Homburg mit größeren Beträgen .hängen geblieben' fei, soll durchaus falsch fein. R. verfügte zwar stets über eine größere Anzahl Spießscher Blankowechsel, hat auch diese Gefälligkeitsakzepte stets, wo er solche anbringen konnte, in Verkehr gebracht, jn der Hauptsache aber, um in seinem Jutereffe Geld daraus zu machen, das er fast täglich zur Deckung solcher fällig werdenden Papiere brauchte. Spieß, ber kürzlich in Gießen war, bestreitet, daß R. durch den Konkurs seiner Firma nennens- wert in Mitleidenschaft gezogen sei, im Gegenteil hätte die llonkurSmaffe Spieß von Nosenthal noch Geld zu fordern. TaS Ende deS Treibens deS Rosenthal und Bärmann wurde dadurch herbeigeführi, daß man anfangs des Jahres den Leuten hinter die Schliche gekommen war. Tie täglich fällig werdenden Wechfelfummen waren nicht mehr durch Verausgabung neuer Wechsel zu beschaffen und eS stand 311 befürchten, daß daS Spiel der Angeklagten schon damals verloren gehen würde. In dieser Situation erfand man einen neuen Trick; man nahm einem Briefträger feine Ersparnisse für 11000 Mk. Wertpapiere ab, in gleicher Weise glückte zu warten, treu geholten deS R a i f c 1 8 gx da« gewesen. Ter Titel wird diele Stellen sollen zwei Familien berufen werden. bereits ober de um sich Ter Pr. tiigcr v ebenso l über k' des La also de alterbi ments D Eigene Bedeui Ter ® erseht Sonnt' viern Girhen rwet'U blatth (W rwen', wirtsö Ferns! sÜr bi Verla Adres Wi Hanoi !ür b bis v die.ftit bic gej über al gemäht aorie de W v unau^ai Sitte V lichen f De ühernti durch i Darnac liche l bei d alle eil Er I)«t bent F trug i abzusü Komit & neurs Lichte demF Zeichn, veranl nur v ntant) Staat tätig'! ci gegen Susi qelder Veschl Bizegi will a das A bell S den ® MD klage, 1 dem K< Ai m U> ^ermö Senc der er fonberi der Fi der M, in ber bekannt lährige« ^rg l Jmb Ra JJforeit yWrife Q tat Water ir &» K 5“ bei eit m Die k •• *er ferner ' ^den? *'« d yTab i «"W KÄ frfi ^tex > 46-47 96-98 Meteotologisch< Beobachtungen der Station Gietzen. Well« August =■ Höchste Temperatur Niedrigste „ 12. vor- 13. GeVSchtsjaaL. Siiederschlag: 1,7 mm. F.C. Bad-Orb, 13. Ang. Samir bie Welt nicht mit Verantwortlich für den gesamten-edaktionellen Teil: Aug. Goetz. Armbruch. Aug. 19L: 16,3 13,7 12,3 Sonnenschein Bed. Himmel 63.00—66.00 62.00—64.00 63.00—66.00 63.00—66.00 Mk. 113-117 108 —114 98-103 8,6 9,5 10,2 62 81 >6 750,0 749,1 746,6 82.00-84 00 80.00—82.00 80.00-8300 80.00—83.00 + 17,0 ' C. + 8,7 J C. Alk. 61—70 64-67 58—61 SW W SSW auf seinem Grundstück au der Bkihnlinie Frankfurt a. M.-Bebra t. ein Rcklameschild der Jasmahi-Cigaretten-Fabrik aufgestellt. Vom Schöffengericht erhielt er wegen Uebertretung der Vorschriften gegen ----- w . r die Verunstaltung landschaftlich hervorragender Gegenden 3 Mark durch und warfen den Straßenwart Lr st manu zu Boden. Geldstrafe. Interessant war die Begründung des Urteils, die das Der Wagen ging über Listmann hinweg und verletzte ihn energische Einschreiten gegen die Aufstellung derartiger Reklame- erheblich. Er erlitt schwere Verletzungen, darunter eine tafeln ausspricht, da mau sonst nach Jahren wahrschemlich durch Nierenquetschung. Der Landwirt erlitt einen doppelten j Bretterzäune hindurchsahren müsse. inann den 13. Preis. Ebenso errang der letztere Turner bei dem Wetturnen am 3. August auf der Wilhelinshöhe bei Kassel den für Die ^aiweserziequugvun|mli. [ivyi m Schwierigkeiten, da einige Grundbesitzer für ihre Grundstücke sehr hohe Preise fordern. Infolgedessen^ hat der Landeshauptmann die Erwerbsfrist bis zum 15. August hinausgeschoben. Wenn bis dahin eine gütliche Einigung nicht erzielt ist, wird sofort das Enteignungsverfahren ein- Airchliche Nachrichten. Israelitische Neligionsgesellschaft. Gottesdienst. ^abbatfeier am 16. A u g ust 1913: Freitag aenb 7.20 Uhr. Samstag irmittag 8.00 Uhr. Predigt. Samstag nchmittag 4.00 Uhr. Sabbat-Außstng 8.35 Uhr. Wochengottchienst: Morgens 6.00, abends 7.15 Uhr. Märkte. fc. Frankfurt a.M. V iebbo f-Marktbericht vom 14. Aug. Austrieb: Rinder 82, darunter Ochsen 00, Bullen 10, Kühe und Färsen 67, Kälber 137, Schafe 72, Schweine 610. Tendenz: Kälber lebhaft, Schafe ruhig, Schweine lebhaft, lieber- stand. Preis für 100 Pfd. Lebend- Schlachi- gewicht KZ. Vilbel, 14. Aug. Der Kreisziegenzuchtverein Friedberg veranstaltet mit Unterstützung des Landwirtschaftskammer-Ausschusses in Gießen und des Markt- komitees zu Vilbel am 26. August, vormittags 9 Uhr, in Vilbel eine Ziegenprämiierung mit daran anschließendem Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) am 12j5i§ 13. Schweine. Dollfleischige Schweine von 80-100 kg Lebendgewicht Vollfleischige Schweins unter 80 kg Lebendgewicht Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht Lollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht . . Kälber. Feinste Mastkalber Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . Geringere Saugkälber Schafe. Stallmastschaie: Mastlämmer und süngere Masthammel . . Kosten ohne Nebenarbeiten auf 3000 Mk. festgesetzt. h. Frankfurt a. M., 12. 9hg. Nach Lljähriger r Bad-Nauheim, 13. Aug. Miß Maggie Tepte- Paris erzielte mit ihrem gestern im großen Saal des Konzerthauses gegebenen Liederabend einen ehrlichen und schönen künstlerischen Erfolg. Sbatte das Publikum die junge, hochbegabte Künstlerin bisher nur als Sängerin kennen gelernt, so konnte sie gestern beweisen, daß sie auch eine reize,rde, graziöse Schauspielerin ist. Trotzdem das Programm nur französifchen Inhaltes war, fand die Künstlerin reichen Beifall und dürste Bad-Nauherm für Maggie Teyte — die Künstlerin ist in Deutschland noch ziemlich unbekannt — der Ausgangspunkt neuen Ruhmes fern. — Vor einigen Tagen wurden einem hiesigen Kurgast aus der ausgeschnittenen Handtasche I u w e l e n im Werte von oOOO Mk. und eine Bank-Anweisung im Betrage von 3500 Dollar g e stöhlen. Der Spitzbube hat versucht, die Anweisung in Baden. Baden zu Geld zu machen, hat aber kein Glück damit gehabt, da das Geld sofort gesperrt wurde. Die Verhaftung des Verbrechers konnte bis heute nicht erfolgen, da er sich auf der Bank Mau tut gut, sich von Zeit zu Zeit daran zu erinnern, daß von all den Maßnahmen, die der moderne Mensch zur Gesunderhaltung seines Körpers vornehmen muß, die richtige Pflege der Zähne beinahe die wichtigste ist. Wenige ahnen, daß schadhafte Zähne nicht nur unser Wohl'finden erheblich beeinträchtigen, sondern — neue UntersPmgen haben das in überraschender Weise bewiesen — häng den Ausgangspunkt mannigfachster Krankheiten bilden ktncn, deren Ursache oft rätselhaft blieb. Als richtig kann ei> Zahnpflege nur dann bezeichnet werden, wenn die zahnzerswenden Gärungs- und Fäulniserreger, die sich im Munde tgljch neu bilden, auch täglich unschädlich gemacht werde. Das ist nur zu er- reichen durch den täglichen Gebruch eines antiseptischen Zahnpflegemittels. Die Wirkungsweise des Odolsjst eine ganz eigenartige. Während andere Mund- und Zajireiuigungsmittel, soweit sie für die tägliche Zahnpflege übeiaupt in Betracht kommen, lediglich während der wenigen Seknden der Mundreinigung ihre Wirkung ausüben, wirkt das )dol noch st u n d e n l a u g, nachdem man sich die Zähne geput hat, nach Diese einzigartige Dauerwirkung ist aller Wqrscheinlichkeit nach darauf zurückzuführen, daß sich das Odl beim Mundspülen förmlich in die Zähne und die Munfchleimhäute einsaugt, diese gewissermaßen imprägniert undsp gleichsam einen antiseptischen Vorrat hinterläßt, der nijj stundenlang den zahnzerstörenden Fäulnis- und Gärngsprozessen entgegenwirkt. Neubau sehr zu begrüßen. d. Dillenburg, 13. .Aug. Der Vorstand unseres Verschönerungsvereins hat jetz die Entscheidung über die Modelle für den auf dem Karls'latz zu errichtenden Jubiläumsbrunnen getroffen. AlsTag der Enthüllung wurde der 18. Oktober in Aussicht genommen und die Höhe der Ziegenmarkt. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a. M., 14. Aug. Die neuen Netz a l t s b e st i m m u n g e n der Stadt für das Lehrerpersonal haben bisher die Genehmigung des Großh. Ministeriums nicht gefunden, weil die oberen Schulbehörden versuchen, eine Abänderung der Vorschriften zu , erreichen, b,ie die Stadt gegenüber dem für den Stadtteil Bürgel noch bestehenden standesherrlichen Vorschlagsrechte aufrecht erhalten will. Erfaßt auch dieses Vorschlagsrecht war. Es waren wieoeryou Äusuwien am gme nisse vorhanden, aber fast regelmäßig trat nach den ersten Flügen Regenwetter ein. Die Brnt ist zahlreich, dagegen fehlt es an Honig: folglich sehen sich die Imker genötigt, auch in biejem Winter ihre Völker mit Zucker aufzufütterm wodurch bekanntlich für manchen Imker die Liebe zur edlen Sache stark ichwmdet. 151 O XD w ± 2 B c- sK-x« CO-o s-eII Kreis Büdingen. -ü. Kohden, 13. Aug. Heute nachmittag fiel beim Abladen von Stroh die 49jährige Landwirtin Wilhelmine Merz vom Gerüst in die Scheuertenne; sie erlitt einen Schlüsselbein- und Schädelbruch. Bis heute abend hat die Frau das Bewußtsein noch nicht wiedererlangt. Vor einigen .. w labten erlitt die Verunglückte einen Unfall und trug damals Tätigkeit scheidet der in den weitesten Keifen als glanzender einen schweren Schenkelhruch davon. Darsteller bekannte Schauspieler Edgar Bckz aus dem Ver- Kreis Alsfeld. bande des Schauspielhauses aus. Der Gund feiner 93er- ! W. Alsfeld, 12. Aug. (S tad tv orsta nds sitz u n g. abschiedung dürfte in persönlichen Differenze» mit der Jn- Schluß) Vergebung der Kanalarbeiten am Roß- tendanz zu suchen sein. — Für die Erwerbung cm Radium markt nsw. Gemäß dem Vorschlag der GroM Kultur-Inspektion Krebsbehandlung in den städtischen Krcakenhäusern und der Baukommission wurden die Zuschläge,erteilt: ^ie Erd- hiesiae Bürger bisher 180 000 Mk. leihwise gegen SÄ' ÄwÄ einen soh/geringen Zin- ,ur Verfügung gestellt. & Stadt bafe die Maurerarbeiten an Jakob und Heinrich Kmeriem zum beteiligt sich ebenfalls nut einem entsprechenden Betvg, der Angebotspreise der Firma Niesten abgegeben werden. Tie Lieferung crft nach Wiederbeginn der Stadtverordnetensitzungen zu Weder Zementrohre soll Otto Leidner übertragen werden, und fällst^ia- ^fordert ivird. die Rohre nicht den Vorschriften entsprechen, wll W. Egner für u sinnen 12 Aua Der Verkauf des Geländs die Lieferung in Betracht kommen. Die Rohrklappen erhielt die h Ufingen, y. AUg. yr -oernruT \ Michelbacher Hütte in Nassau, die Lieferung der Sinkkasten Jean für die Landeserziehungsanstalt stoßt in letzter Stunde au sTeru u. Co. in Gießfen, die Lieferung der Deckkasten die Buderus-' ~ «• ' «i- scheu Eisenwerke in Staffel zu ihren Angebotspreisen zugeschlagen. — Lieferung von Randsteinen. Dem Josue Loeb in Mayen wurde der Zuschlag für Lieferung von 800 lsd. Metern Randsteinen zum Preise von 4,99 Mk. pro Meter frei Ber- wendungsstelle auf Abruf übertragen. — Zu dem Gastwirt) chasts- konzessionsgesuch des Kantineiiwirts Lorenz H i n t er ed er, zurzeit in Schwarz, wurde mit Rücksicht darauf, daß es sich nur um eine vorüber gelinde Anlage während des Bahnbaues handelt, die Bedürfnisfrage bejaht. — Das erforderliche Gelände zum Bau der Kantine wird Hintereder gegen eine Abgabe von 5 Pfg. für den Quadratmster pachtweise überlassen, jedoch nicht länger als mrf die Dauer von 2 Jahren. Der erforderliche Dispens wird ebenfalls erteilt. — Verschiedene uneinbringliche Posten wurden geleitet. h Flörsheim, 12. Aug. Eine nach allen Richtungen hin ästhetische Ausgestaltung des Ortsbildes sucht der hiesige Verkehrsverein durch ein sehr beachtenswertes Merkblatt zu erreichen. Dieses enthält eine Fülle von knappen Sätzen, die int kategorischen Imperativ Anweisungen über die Pflege niedergeschlagen ! der Straße, der Gebäude, Zäune und Mauern, der An- ch Ruppertenrod, 13. Aug. Bei der heute hier lagen, des Blumenschmucks drinnen und draußen enthalten., stattgefundenen Gem ein d era ts w ahl stimmten von 173 Weitere Sätze mahnen zum Schutz der heimischen Tier-und Wahlberechtigten 115 ab. Aus der Wahl gingen hervor die NM,,,»nwelt. seitherigen Gemeinderatsmitglieder Heinrich Nahrgang mitl^, ' , 100 Stimmen, Otto Horst mit 83 Stimmen, Karl Kratz I. IVrrilKttnfhriditett mit 71 Stimmen. Als Ersatzmitglied wurde neu.^ewahlt tonnte bei dem toi Mit 10- Stimmen. Köninck,am Sonntag, den 10. ds. Monats ftattgehinbenen Rhönbergtunifest Ruppertenrod, 13. Aug. Wie sehr die Kanincyen- k. ^arfcv ^onfurrenA sehr schöne Preise erringen und zwar er- zucht in unserem Orte blüht, das zeigt die Anzahl der Tiere, hielten: Turner Otto Kröck den 3. Preis, Turner Ad. Kreiling den die jetzt vorhanden sind; diese Zahl beträgt 300 Stück. 4. Preis, Turner Willi Schmidt den 7. Preis, Turner W. Volk- Einen solchen Ausschwung hatte die Zucht ber Sani^en mannen ^benfofbeT^nfiel ben schon einmal vor einigen Jahren genommen, um dann 9an3 31 wieder zu sinken, so daß nur noch wenige Exemplare ist über die Verhandlungen mit unserer Finna eine, den Tatsachen nicht entsprechende Angabe gemacht, um deren Richtigstellung, auf Gruud ö-s Presse-Geseßes, ivir hiermit böfl. bitten. Die Stadt Alsfeld verlangte von unserem rechtwinkelig abge- grcnzten Anwesen zur Erweiterung des Bahubossplatzes einen Abschnitt unseres Geländes in der Form eines Dreiecks, von etwa 150 qm Große. Dadurch wurde unser, auf gemauerten Funda- menten stehender, gezimmerter und mit Falzziegeln gedeckter Slroh- schiippen mitten durchschnitten. Wir stellten der Stadt Alsfeld keine Geldfordermig, sondern boten ihr einen Tausch an, ba sie an einer Seite mit dem Reit eines zu fchließeudeu Fußweges von etwa 180 qm Fläche an uns grenzt und an anderer Stelle mit einem kaum noch dem Verkehr bienenben Pfad von ebenfalls etwa 180 qm Fläche. Von dem stiißiveg erbaten wir von ber Stadl zwei Quadratmeter für einen und für den Rest drei Quadrat- meter für einen von dem Fußpfad, wobingegen wir uns verpflichteten auf Deiorinationskoslen, Kosten für Versetziiiig der Einfriedigung und des Slrohschuppens zu verzichten. Das ist elivas gaiiz bladeres als ivas Ihr Herr Artikelfchreiber sagt, der behauptet, wir hätten unser Geläiide mit dem dreckachen Wert als bas ber Stadt angesetzt. Er verschweigt, baß wir für die Hälfte des Geländes mir einen Austausch im Verhältnis von zwei zu eins verlangten, und unterdrückt lueitec die Tatsache, daß wir auf Deiorinationskosten unb Kosten für Versetzung von Einfriedigung imb Schuvpen verzichketeii. Tie Stabt bot uns durchweg zwei Quadratmeter für einen an und verlangte binnen 10 Tagen eine Erkläruna, ba sie anderrüalls bas Enleigimngsverfahreii einleiten iverde. Tiefes schroffe l^or- gehen veranlaßte uns das Aiigebot abzulehnen. Mit der Bahnverwaltung selbst, die einen viel größeren Ge> (änbeffreifen von uns verlangt, haben wir uns schon vor Jahresfrist verständigt. Tie Verhandlungen verliefen dauials glatt und rasch. Die Alsfelder Möbelfabrik schreibt uns: Alsfeld, 12. August., wbie"^bn""rur"'Töluna ^es ^Geldes ^bestelltH In Ihrem gefchätzteu Blatte erschien am 8. August d. I. in[ bnatt?"Sr änge^\at^°IUng ' ' I 4 Artikel über Wfelder Eisenbahnfragen. In demselben handm waren. — 9 n n f P r a rf? 1 fand Vieh- und! Br eVterU u g^e n a g'el t w'i r d. Ein Landwirt aus Aickenau hatte Krämermarkt^hiesta?:,'totobei^Jid) Mundstück an der Mhnlime Frankfurt a. M.-Bebra fall ereignete. D-ie Pferde eines Lanowirts gingen mit einem mit Sck)toeinen beladenen Wagen s der Rockelsgasse Preis: l/i Flasche lMona' ausreichend) M. 1.50, ’/a Flasche N. —.85. [c”/, bi«Z bei einer Beamten-Witwe und zwar in Höhe von 5500 Mark; eine andere Witwe in Heuchel- Herrn wurde um 4000 Mark erleichtert. Einer Wirts- wrtwe schwindelte man 11500 Mark Wertpapiere ab und deckte mit diesen Beträgen einen Teil der laufenden Wechsel, um Luft zu bekommen. Tie Wirtswitwe bekam aber Reue, daß sie an Rosenthal eine so große Summe au§ dec Hand gegeben hatte, sie verlangte ziemlich ungestüm ihre Papiere zurück, ging zu einem Anwalt, der nun glaubte, durch scharfes Vorgehen und mit der Drohung, die Sache der Staatsanwaltschaft zu unterbreiten, seiner Auftraggeberin das Geld retten zu können. In die Enge getrieben und um sich einer ihnen angedrohten Verhaftung zu entziehen, flüchteten ------- ,--------- .... Rosenthal und Bärmann nach der Schweiz, von wo sie aber halten will. Erfaßt auch dieses Vorschlagsrecht nur noch eine ";&■ T-,!«».-« ................. wie viel Zinsen sie beim Ankauf der faulen Wechsel von R. toa^ren ^,er Pe-rfassungsausschuß sowie der Schulvorstand bekommen haben. ~ e ,, haben diese von dem Ministerium erneut vorgeschlageuen SlUÄt.”Ä SUW'sJÄiäiS h>ar Es waren wiederholt Aussichten aus gute Trachtverhalt- dem „Hintersand" eine Volksschule für 18 Klassen. Da unsere Schule auf dem Berge gelegen und der Ausstieg im Winter für die Kinder äußerst beschwerlich ist, so ist der Kreis Schotten. i Lin Zusammenstoß der Zirkur Barnunt 4- Groß-Eichen, 12. Äug. Heute abend gegen filit tlNeM ElseNbahNZUg. e iihr npripf ein 12 ^abre alter 'Iiinae in ein hiesiges! Der „Berl. Lokalauz." meldet aus New Port: Bei Richsielb LnLpr Tnh frnt fnfort Hn im Staate Nebraska stieß in der Nacht auf Mittwoch ber aus Sagewerk. Der ^0 d trat sofort ein. Lo Wagen bestehende Sonderzug des Zirkus Barnum- — RebgeshatN, 12. Aug. Bet Wittgenb 0 r n kam I gg n i {e«' mit einem Pers oueuzuge zusa in men. Mehrere Zirkus- es tzu einem Zusammenstoß zwischen dem Forster und einem lvnflCn [tü^ten um, 13 Perfolieu wurden schwer verletzt. Die 93er- Wilddieb. Bei einem in der Schlinge gefangenen Rehbock wirrung wurde durch das Brüllen der wilden Tiere, die sich hielten zwei Männer Wache, um den Wilddieb auf frischer jn den Menageriewagen befanden, noch gesteigert und erreichte Tat zu ertappen. Der Förster hatte inzwischen den Wilderer ihren Höhepunkt, als es mehreren Löwen und Tigern gelang, ab gefangen und forderte ihn aus, die Waffen beiseite zu sich aus den Trümmern zi^, befreien und ^s Weue zu fucheu. fegen. Der Wilderer wandte sich, ohne geschossen zu haben, Eiue^Kömpagme Millz ist abgegangen, um die Bestien emzufaugen. our Nucht und entkam. Kleine Tageschronil. Kreis Friedberg. Fra u Dr. Schapiro, die von Mainz als Polizeiassistentin L Friedberg, 13. Aug. Von nun an können die nach A l to na berufen war, ist bisher noch.nicht angestellt, angeblich P 0 st - K r <1 s t w n gen »u Fahrten innerhalb der Stobt, Ner. ^och rE^Stoots^^N^nb srer Bahnhof bis Post ober Kaiserstraße, benutzt werden. Der I Fahrpreis beträgt 15 Pfennig. — Nächsten Sonntag werden Ter Oberbürgermeister von Mannheim, Paul Martin, die fünf hiesigen Krieqervereine ihre Gravelottefeier ab- ist am Mittwoch morgen 8 Uhr nach einem Telegramm der „Neuen holten, b-stchenb in Geböchtnisseier ous bem Fr.ebhose unb sM«. Gottesdienst in den Kirchen zu Friedberg und Fauerbach. ^r^-cr .Handelsgericht eröfsnet den Konkurs .über das Vermögen .des wegen riesiger Betrügereien verhafteten Aero- plan f a b ri f (i n t e n Deperd ussin. Die Passiva betragen 40 Millionen Mark. . . , Wie der „Fränk. Kurier" meldet, flüchtete der 1 cit 26 Jahren bei der Konfcktionsfirma S. Huttmann in Nürnberg bedienstete Buchhalter Samuel Kohn nach Hinterlassung Meier Schulden mit seiner Familie nach Amerika. Bis jetzt sind 15 000 Mark Veruntreuungen sestgestellt, doch sollen diese bedeutend höher sein. Kohn war ein leidenschaftlicher Pokerspielcr.