Kreisblatt w »e« Kreis Gletzen E Bö« 163. Jahrgang Die heutige Nummer umfatzt 10 Selten, xa Bürgerkrieges^ bildeten an der Denkmals-Tribüne eine Ehrensache. 5 s r. 6 0' ä r> - 1 L - * » p" Erster Blatt V 8! L kr Im Anschluß nn die Enthüllnng des Carl Schurz-Denkmals fand in der Wohnung des Kaiserlichen Generalkonsuls Dr. Fal cke .d-bnkral Park South ein Festmahl statt, an welchem nutzer dem Kaiserlichen Botschafter Grafen v. Bernstorff und den Sperren des Generalkonsulats teilnahmen die Jöerrcn Carl Schurz jun., Hermann Ridder, ferner der Präsident des Schurz-Denkmal--Komi- tces Garrison Villard, der Präsident der Germanistischen Ge- hon Amerika Professor Carpenter, der Sekretär dieser Gesellschaft Professor Tombv jun., der Bankier Edward Adams und die Professoren Goepel und Kiliani vom Kaiser-Jubiläums- komitee. H l t I* I rs r-*. Rach dem Enthüllnngsakte setzte sich eine große Parade nr Bewegung, in welcher außer Bundestrnppen und M ilizorgani- laüionen, die gesamte deutsche Vereinswelt New Ports vertreten *v aus späterer Zeit, bis Ende des 48. Jahrhunderts, ausgestellt werden. Die Aämpse zwischen Bulgaren und Griechen. Athen, 12. Mai. (Meldung der Agence d'Athsnes.) Bei dem von Sofia gemeldeten Kampfzwischen Griechen und Bulgaren im dtordwesten von Plavi handelt es sich um einen unbedeutenden Zusammenstoß zwischen einer griechischen Patrouille von vier Mann und einem bulgarischen Telephonposten, der sich guf dem von den Griechen besetzten Gebiet befand. Bedeutender ist folgender Zwischenfall: Die Bulgaren waren vor ungefähr einem Monat in das von den Griechen besetzte Gebiet östlich von Saloniki eingerückt. Die griechische Neuerung hatte die bulgarische am 17. April verständigt, daß sie die erforderlichen Verteidigungsmaßregeln treffen werde. Bulgarien erklärte darauf, daß Die bulgarischen Truppenbewegungen eingestellt würden, zog jedoch die Truppen nicht zurück. Als die Bulgaren sahen, daß die griechischen Truppen gemäß der vorher Bulgarien gegebenen Ankündigung verstärkt wurden, griffen sie die Griechen a m 8. u n d 0. M a i b e i V u l t s i st a u n d E l e u t h e r i a mit Artillerie an. Der Kampf war ernst und ausschließlich auf die Bulgaren zurückzuführen. Die griechische Regierung erklärt, daß allein die Bulgaren dafür verantwortlich seien. Sofia, 13. Mai. Die Agence Bulgare meldet: Der ununterbrochene V o r rn a r sch d e r g r i e ch i s ch e n T r u p- pen in dem von bulgarischen Truppen besetzten 'Distrikte von Pravista, wo die Bulgaren nur schwache Abteilungen zurückgelassen hatten, verursachte in der letzten Zeit eine Reihe von Zwischenfällen, aus denen hervvrgeht, daß die Bewegung der griechischen Truppen die Besetzung von Pravista,. Leftera und anderen wichtigen strategischen Punkten zum Ziele hatte. Besonders häufig waren diese Zwischenfälle bei der nahe der Eisenbahn gelegenen Brücke von Valtschischta und im Hafen von Leftera, wo die Griechen stets die An greifen den waren. Ein regelrechter Kampf begann, nachdem sie Verstär- lungen erl)alteu hatten. Die Bulgaren erwiderten anfäng- lich nicht das Feuer der grieckstschen Truppen. Die Größe Die preußischen Landtagswchlen. Am Freitag, dem 16. Mai, finden die Ur Wahlen, am Dienstag, dem 3. Juni, die W a hlen d e r Ab g e o r d- n et en zum preußischen Ab geordneten h ause stakt, die für ein halbes Jahrzehnt über die Zusammensetzung der zweiten Kammer entscheiden. Wo infolge der Frist- oder G!ruppenwahl die engeren Wahlen an diesen Tagen nicht durchgeführt werden können, müssen die Wählen der Wahlmänner spätestens am 28. Mai, die der Abgeordneten spätestens am 9. Juni abgeschlossen werden. Wahlberechtigt ist jeder selbständige Preuße, welcher das 24. Lebensjahr beendet hat, im Vollbesitz der bürgerlichen Rechte ist und nicht aus öffentlichen Mitteln Armenunterstützung erhält. Die Wahl ist öffentlich; der Wähler geht an den Wahltisch, nennt seinen Namen und seine Wohnung and sodann die Namen der Urwähler, die er zu Wahlmännern wählen will. Tie vielbefehdete Dr ei klasse n- einteilung geht in der Weise vor sich, daß in jedem ürwahlbezirk die Gesamtsumme der Steuerleistungen fest- zestellt wird, wobei diejenigen, welche keine direkten Steuern zahlen, mit dem fingierten Satz von drei Mark eingestellt iverden. Die ganze ^umme wird durch drei geteilt, das erste Drittel, das also die höchsten Steuerzahler umfaßt, Nldet die erste Klasse, das zweite Drittel die zweite Klasse und das letzte Drittel enthält die misera contribuens Plebs. Bei den Wahlen von 1908 betrug die Gesamtzahl der Wühler -der ersten Klasse nur 293 402, die der zweiten Klasse 1065 240, während die dritte 6 324 079 Staatsbürger dritter Klasse umfaßte. Freilich bringt es die Drittetung in den Urwahlbezirken mit sich, Haß man in dem einen Bezirk mit demselben Steuerbetrag in der ersten Klasse thront, mit dem man in dem länderen Bezirk zur dritten degradiert wird. Rangiert doch auch der Reichskanzler v. Bethmann Hollweg nebst etlichen Staatssekretären und Ministern nur in der dritten Klasse. Das dokumentiert am besten den Widersinn des Drei- klassenshstems mit seiner Bemessung des Wahlrechts nach dem Geldbeutel und nach dem Zufall. In dieser Verkehrheit des Wahlsystems, welches der ganz überwiegenden Mehrheit der Wähler nur einen verschwindend geringen Einfluß einräumt, liegt einer der Gründe für die außerordentlich geringe Wahlbeteiligung bei den preußischen Landtags- nmhlen, wozu dann als zweiter, wohl noch wirksamerer ^rund die Oe ff en t licht eit der Abstimmung tritt, Ät-efexn Hindernis für den wahren Ausdruck des Volkswillens bedeutet da die wirtschaftliche Abhängigkeit vieler Wähler Lar Waylbeeinflussung auf der einen «Seite und dem Terro- msmus der Sozialdemokratie Tür ynd Tor öffnet. Nahmen Loch her den letzten Landtagswahlen int Jahre 1908 von -682 721 Urwählern nur 2522656, d. h. 32,84 Prozent an der Wahl teil, während bei den Reichstagswahlen von 191* ein Königreich Preußen von 8 890 427 Wahlberechtigten sieb - 515 273, d. h. 84,5 Prozent, beteiligten. Der höchste Prozentsatz der Wahlbeteiligung wurde bei den Konflil'tswahlen hon 1862 mit 34,3 Prozent erreicht. 1908 betrug die Wahlbeteiligung 32,84 Proz. Bei diesen Wahlen entfielen auf die Parteien folgende Stimmen nach ihrer Anzahl geordnet: Sozialdemokraten 598 522, Zentrum 499343, Deutsch-Konservative und Bund der Landwirte 369 399, Iationalliberale 318 589, Fortschritt!. Volkspartei 120593, Freikonservative 63 612, Dänen, Welfen und Lütauer zu- s mimen 135 38/, Antisemiten 8959, unbekannte 'Parteistel- üntg 178554. Ganz anders als dies Stimmverhältnis war natürlich eben infolge der Dreiklasseneinteilung das Ergebnis der Wahlen, denn es wurden gewählt: Konservative, 104 Zentrum, 65 National- 2 ’t?» „ S5 «Sc ; I Das aus der Meisterhand des hervorragenden deutsch ameri- lmiischen Bildhauers Karl Bitters hervorgegangene Denkmal | tourbe durch Schurz' Tochter Agathe enthüllt. Der Enthüllungs- j eK sand in Gegenwart einer riesigen Festmenge und der höchsten didtischen Beamten statt und gestaltete sich äußerst eindrucksvoll. ■G- öor und nach der Enthüllung wurde unter der Leitung von : Dr. Felix Jaeger ein stimmungsvolles musikalisches Programm ! absolviert. In dem Augenblick, in dem die Hülle fiel, stimmte em Massenchor deutscher Sänger Kreutzers „Tag des Herrn" an, d'km noch einige weitere Lieder folgten. Bürgermeister Gaynor, 3iw deutsche Botschafter Gras Bernstorfs, Kongreßmitglied ;! Wichard Bartholdt von Missouri, dem Staate, den Schurz während 3jd'kr Bürgerkriegswickren vor dem Abfall von den Nordstaaten ■ • b-wahrte, George Me Aneny, Präsident des Stadtteils Manhattan, / fctoic der frühere Botschafter Choate, Präsident des Festausschusses, '' mlten Ansprachen. Choate verlas ein Schreiben des P r ä s i - b : n t e n Wilson, in dem der Präsident ausführte, eines der fickreulichsten Elemente des amerikanischen Nationallebens sei die - !!t°He, welche die auf der anderen Seite des Ozeans geborenen I Männer in ihm spielten, die Amerika zu ihrem dauernden Heim Mwählten, den wahren Geist der amerikanischen Eiurichtimgen er- msten und sich ganz in den patriotischen Dienst der Förderung Iber Gerechtigkeit und Freiheit stellten. Solch ein Mann sei Shurz gewesen. Nr. UO Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich GiehenerLamilienblätter: zivennal wöchentl.Urcis- blntt für den Kreis Giehen (Dienstag^ind Freitag); zweimal, monatl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, »SB2 General-Anzeiger für Oberhessen g« lür die Tagesnummer RotationrdruS und Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und 5teindruckerei N. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftratze 7. bin bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Ur. 269 Geschäftsstelle Bcchnhosstratze |6a. Anzeigenteil: H. Beck. > JIM ' ~2 '1 . Der „Umsckau" zufolge wird P. Schwidtal aus Posen eine Expedition nach Kairo nnter- nehmen, nm die Praxis der mohammedanischen ^er- Orden zu studieren und dabei u. a. das ekstatisckic Phänomen der Levitation, d. h. des freien Sich-in die.Luft ^stzustellen. Die Expedition wird mit Mitteln durltigeführt, die der amerikanische Milliardär Andrew Carnegie zur Verfugamg gestellt hat. , , ~ Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen ! 7 a J dicsiahrige 7. Iahresversainmluug der e s e l l r -d i' L? c,u i s w e r Nervenärzte tvird vom 29. September bis 1. Oktober (mit Empfangsabend am 28. September) in Breslau .abgehalten werden. der Verluste ist nicht festgestellt. Dia bulgarische Regierung hat ihren Gesandten in Athen beauftragt, Protest gegen die Haltung der griechischen Truppen zu erheben, eine Untersuchung der Vorfälle, sowie eine Bestrafung der Schuldigen zu fordern und die Ergreifung der notwenoigen Maßnahmen zur Verhütung neuer Zwischenfälle zu verlangen. Die bulgarischen GesaMtverluste. Sofia, 13. Mai. Minifterpräsident G e s ch o w erklärte in der Sobranje, da die Lage sich nicht geändert habe, bedauere er, die versprochene Erklärung über Pie Politik der Regierung nicht abgeben zu können. Er verlas eine Verfügung, wodurch die Tagung des Parlaments geschlossen wurde. — Nach den amtlichen Feststellungen betragen die Verluste der Bulgaren int Balkankriege 330 Offiziere und 29711 Soldaten an Taten, 950 Offiziere und 52550 Soldaten an Verwundeten. Außerdem w erden 3193 Mann ve rmiß t. Zur Uebergabe vou Skutari. Der Berliner „Lokalagzeiger" meldet aus San Giovanni d i Medua: Tie in o n te n e g rin i s ch e n T ru p- pen ziehen weiter ab und werden sich wahrscheinlich, wie vertraglich vereinbart, auf 10 Kilometer von Sku- tari entfernen. Die Uebergabe dürste ohne Störung erfolgen. Tas internationale 1000 Marrn stänke Lan- dungskorps ist in vier Abteilungen und eine Ehrenwache von 16 Mann jeder Nation mit Flagge eingeteilt. Deutschland stellt fünf O s f i z i e r e u n d 95 Mann, die zur Abteilung eins und zwei gehören. Außer der Eh-ren- uxiche finden auf den Flußdampfern „Skutari" imb „Mafalda" die Befehlshaber der Mächte — für Deutschland der Kommandant der „Breslau" — als Vertreter der internationalen Konferenz Platz. Beide Dampfer sollen von der Bojanamündung um 8 Uhr morgens absahren. Zunächst wird die Ehrenwache landen und die Befehlshaber empfangen; dann erfolgt die Ausschiffung der Abteilungen. Nach Uebergabe der Stadt dur'ch die Behörden wird die montenegrinische Polizei durch die gelandeten Truppen abgelöst. Jede Nation schützt einen Stadtteil. Deutschland ein Dreieck etwa von der Stadtmitte nach dem Ostwall. Tie Truppen jeder Nation fiihren je ein Maschinengewehr, jeder Mann trägt hl>0 Patronen und üne Tagesration Die Zählung aus der Insel Rhodos. Rom, 12. Mai. Die „Tribuna" meldet aus Rhodos: General Ameglio und die italienischen Ortsbehörden haben heute die Zählung Rhodos beendet. Sie zeigt folgendes Ergebnis: Muselmanen 4890, Juden 4290, Griechen 4246, Katholiken 318. Tie Bevölkerung zählt insgesamt 13 744. — Tie „Tribuna" hebt gegenüber den Behauptungen panhellenischer Blätter hervor, daß aus der Zählung unwiderleglich hervorgehe, daß die griechische Br- völterung in sehr starker Minderheit sei. Ein griechisches Auswanderungsverbot. Athen, 12. Mai. Die Regierung hat die Seebehörden angewiesen, die Auswanderung von Personen von 16 bis 41 Jahren streng zu verbieten. Tie Stimmung in Rumänien. Bukarest, 12. Mai. In der Teputiertenkarnmer erklärte Ministerpräsident M a j o r e s e u auf eine Interpellation des konservativen Abgeordneten Greeianu über die durch die Erklärungen des Führers der konservativen Partei Carp geschaffene Lage, die einzigen tönstitutionellen Faktoren, die über die Richtungslinie und das Schicksal der Negierung entscheiden könnten, seien der König und das Parlament. Der Versuch einer Aktion, seitens welcher Pel-sönlichkeit er auch immer erfolge, würde, wenn er eine ?onstkwttorreNe Mrfung hckbeu formte, ein Zeichen ver Anarchie imb ein bürgerliches Pronunziamento fern. Da die Frage nun aber einmal gestellt sei, bitte er die Kamme-r, durch ernt deutliches Votum ihren Entschlnß^undftug-^Vien. Grecianu schlug eine S8er = trauenstages ordnungvvr. Tie Liberalen erklärten, sie würden dagegen stimmen, da es sich um eine inner» politische Frage handele. Bei der Abstimmung stimmten 35 Abgeordnete für die Tagesordnung, 15 liberale Abgeord- itete stimmten dagegen, 16 Abgeordnete enthielten sich der Abstimmung, darunter sechs Minister, und 10 von den Erklärungen des Ministerpräsidenten nicht befriedigte konservative Abgeordnete. Abenteuer eines deutschen Offiziers in türkische» Diensten. Konstantinopel, 13. Mai. Oberleutnant Wagner, der wahrend der Bela ger ungs z-ei t als einziger deutscher Offizier in türkischen Diensten srch inÄdrianopel befand, wurde nach dem Fall der Festung in Philippopel als Kriegsgefangener festgehalten. Er erreichte gestern nach gefahrvoller Flucht Konstantinopel und meldete sich wieder zum Dienst im Kriegsministerium. Forderungen der Armenier von der Pforte. Konstantinopel, 13. Mai. Eine Abordnung der armenischen Nationalversammlung unter Führung des Patriarchen Arschoruni überreichte dem Großwesir eine Denlschrift über die Wünsche der Armenier nach einer verfassungsmäßigen Regierung, Rückgabe der von den Kurden weggenommenen Ländereien, Bestraftmg der kur- discheu Räuberei. Schußmaßregeln gegen künftige Ausschreitungen. Die Denkschrift führt weiter aus, daß die Zustände' sich ständig verschlechterten und daß die klein- asiatischen Mohammedaner an eine völlige V e r n i ch t u n g de r A r m e n i e r z u d e n k e n s ch i e n e n. Tie Denkschrift'beklagt sich über den Nichtempfang der Abordnung des Patriarchates durch den Minister des Innern und fordert energische Maßregeln zugunsten der Armenier, Einwirkung der Pforte auf die Behörden, die Presse und -die Bevölkerung, um Katastrophen für die Armenier und unheilvolle Folgen für das Reich zu verhüten. Nach Aenßerungen armenischer Delegierter habe der Großwesir die Treue der Armenier, die Tapferkeit ihrer Soldaten gelobt und die Durchführung von Reformen versprochen, jedoch hervorgehoben, dazu gehöre Zeit sowie innen und außen Ruhe. Die aus den verlorenen Ländern ausivaudernden Mohammedaner sollten nicht östlich von Anatolien,. sondern näher an Konstantinopel augesiedelt werden. Der Großwesir erklärte den Richtempfang der Abgesandten des Patriarchates als ein Mißverständnis. Deutyckes Das Jes ui t en g e seh. Me wir aus Dundesratslreifen hören, wird ein Beschluß über die Aufhebung des Jesuitengesetzes vom Bundes rat vorläufig nicht gefaßt werden. Zunächst werden mit Hilfe der Einzelstaaten die Erhebungen über die verschiedenartige Gesetzgebung auf dem Gebiete des geistlichen «Orbenswesens in den Einzel- staaten fortgesetzt, um Klarheit über diese Fragen zu gewinnen. Wann der Bundesrat sich mit dem Beschlüsse des Reichstags beschäftigen wird, läßt sich nicht übersehen, frühe- Isdens jiLoch im Herbste. Ausland. Staatssekretär v. Jagow in Wien. Wie aus Wien berichtet wird, wird Kaiser Franz Josef am Mittwoch nachmittag den Staatssekretär b. Jagow in besonderer Audienz empfanaen. Am Donnerstag abend findet Tafel statt, zu der außer dem Staatssekretär auch der Fürst von Hohen- zollern geladen ist, der aus Bukarest ankommt. Die deutsch-englischen Beziehungen. Die „Bossische Zeitung" meldet aus London: Bis- eount Morley, parlamentarischer Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amts, ist nach Berlin ab gereist. Er hatte eine längere Konferenz beim König. Der deutsche Botschafter und Sir Grey verbrachten Pfingsten zusammen auf dem Landsitz Wilsford Manor des liberalen Politikers Lord Glenconner. Ein Besuch des Königs von England in Petersburg? Wie ein Berliner Blatt aus Petersburg erfahren haben will, wird der Zar König Georg von England in Berlin nach Peter Hof einladen. Der Besuch wird für Mitte Juni erwartet und soll drei Tage dauern, von denen einer für eine Truppenschau int Lager Krassnoje Sselo bestimmt ist. Der Heere sausschuß der französischen Kammer sprach sich für die Vorlage betreffend die Forderung von 420 Millionen für nationale Verteidigung aus. Deutßcke Kolonien. Ein Gefecht mit Eingeborenen in Neu-Kamerun. Aus Neu-Kamerun wird ein Gefecht mit 'Singeborenen gemeldet, in dem der Pi?, e seid wedel der Schutztruppe Fritz Siewertfen aus Niebüll gefallen ist. Ta in dem Muni- Bczirk im "April fortgesetzt Karawanen von Eingeborenen angegriffen worden waren, hatte der Oderleiter der Grenzerpedition: im Süden, Major Zimmermann, Siewertfen mit 29 Soldaten dorthin entsandt. Bei der Erstürmung eines Dorfes am 17. April erhielt Siewertfen einen tödlichen Halsschuß. Außerdem fiel noch ein Soldat, während die «Eingeborenen engedlich 30 Tote hatten,______________________________________ Prinz-heinrich-Mig. 3. Tag. K. N. Gießen, 13. Mai. Dar 3. Tag des Prinz-Heiurich-Fluges sollte cigcntüd) ein Ruhetag sein, aber die Ungunst des Wetters hat es anders gefügt. Von den 24 Flugzeugen Haden bisher mir 10 Koblenz erreicht: die anderen sind ausgeschieden oder liegen irgendwo im Gelände und müssen adgerüstel werden. Leider hat sich dabei auch ein schwerer Unfall ereignet, denn LeuMant Sommer (Flugzeug Nr. 6) ist bei Nassau abgestürzt und hat einen Beckenbruch, sowie innere Verletzungen erlitlcn. Er wurde in das Lazarett nach Koblenz gebracht. Tie Untersuchung ergab, daß die Verletzungen anscheinend nicht lebensgesährlick sind. Weitere Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kämen, sind bisher nicht bekannt geworden Einen schioierigen Tag hatte ctudr beute die Nebenetappe Gießen zu überwinden, da noch einige Flieger hier landeten und eine ganze Anzahl von Kraftwagen borfuhr, um sich nach bdnt Schicksal ihrer ^Flugzeuge zu erkundigen, bi.- in alle Winde zerstreut waren. Schon mit Tagesgrauen mußten die .Herren der Leitung auf ihren Posten jein, und als die Sonne aufging, da begann für sie ein rechter Tag der Langeweile. Grade, der gestern abend noch angelommen war. rüstete sein Flugzeug ab, da es zwar eine große Schnelligkeit enl wickelt, überfeine Tragfähigkeit hatte, um es mit der Bahn abzusenden i5r hatte die Tragflächen versuchsweise mit einem neuartigen Stoch beziehen lassen, der sich aber anscheinend wegen seiner Glätte nicht bewährte. Tas Flugzeug Nr. 5, das gestern hier landen mußte, weil das Kühlwasser heiß geivorden war, hatte beim Niedergehen das 'Absperrungsgitter dimchbrochen, wobei eine Strebe, des Fahrgestells zersplittert war. Während es noch ausgebessert wurde, landete das Flugzeug Nr. 9, das gestern in 42 Minuten von Wiesbaden nach Gießen gefahren war und damit die kürzeste Zeit gefahren hatte, von Kassel um 9,28 Uhr. Tie Flieger waren ant Morgen ohne Frühstück aufgesahren und wie man sich auf dem Flugplatz erzählte, hätte sie nur der Hunger zur Landung getrieben. Ein Schaben am Kühler scheint aber doch die Haupt- ursache gewesen zu sein, bemt die Herren hatten sich schon lange und wiederholt gesättigt, ehe sie wieder aufstiegeu. An dem großen Aufenthalt trug allerdings ein bis jetzt noch nicht aufgeklärtes Mißverständnis die Schuld, beim die Oberleitung des gesamten Fluges hatte mitteilen lassen, daß der hiffige Aufenthalt nicht in die Flugzeit eingerechnet würde. Diese Mitteilung wurde allerdings später widerrufen, und obschon der Wind wieder teifer geworden war und sogar Böen austraten, stiegen die Flieger bald nach der entscheidenden Auskunft nach Koblenz auf, nachdem Nr. 5 etwa eine Stunde oorher abgcflogcn war. Nun begannen für die Leitung die eigentlichen Qualen, denn wenn es schon kein Vergnügen ist, in der Unterhialtung mit Fliegern, die intereftant über ihre Fahrten zu plaudern wissen, beständig durch die schrillen Klingeln der Fernsprecher gestört zu werden, o kann man es gewiß nicht unter die Genüsse des Lebens rechnen, wenn man Stunde um Stunde auf gemeldete Flugzeuge warten muß, die sich mit hartnäckiger Bosheit nicht blicken lassen. Manche Mitteilung zwar, die Fernsprecher oder Kraftwagen bringt, regt etwas an, aber dazwischen gähnt doch die Langeweile, die durch die stumpfe Müdigkeit der Glieder nicht gemäßigt wird. Unheimliche Mengen von Zigarren lösen sich in Ranch aur, und auf den ftreifigen Wölkchen reitet der Wunsch in den Himmel: wär es doch zu «Ende. Aber: — Immer wenn man meint, jetzt sei es zu Ende, bann kommt eine neue Nachricht, die den Aufenthalt wieder nutzlos um ein paar Stunden verlängert. Die Zigarrenkisten leeren sich ungewöhnlich schnell, und die Zuschauer sehen den Aum Mchtstun berurtcilten Leitern neugierig zu: so wie man fremdländische Tiere betrachtet: halb von oben herab, halb von unten herauf. Zwei Flieger wollen noch bon Kassel kommen, und obschon mit dem vorrückeirden Tag die Wahrscheitüichkeit, daß sie wirklich noch kommen, immer geringer wttd, muß doch der ganze aufgebotene Apparat in Tätigkeit bleiben. Südlich erfahrt man denn, daß der eine aufgegeben hat, und der andere erst morgen ‘1 arten will. Also: nun kann man endlich gegen Abend ab ziehen, und alles rüstet sich zum Airfbruch, da erscheint fern am Horizont ein Flugzeug und scheint fid?i zu nähern. i'Sinen Augenblick nur ist es sichtbar, dann verschwindet es im Lähittal. Nun beginnen hastige Nachforschungen. Alle Ortschaften der westlichen Umgebung werden angerufen, ob in ihrer Nähe ein Flieger gelandet sei. Viele haben ihn gesehen, wenige wissen etwas Bestimmtes. Es muß B l ü t h g e n sein (Flugzeug Nr. 1), der wegen zu geringer Tragkraft bei Marburg seinen Begletter ausgesetzt hatte und bann bei Niedergirmes gelandet war. Endlich meldet Wetzlar, das Flugzeug sei nach Koblenz gesteuert, und gleich darauf kommt ans Weilburg die Nachricht, daß der Flieger sehr dicht über der lErde gewesen sei itnb laut gerufen habe. Auch in Lohndvrf will man das Rufen gehört haben, obwohl es ausgeschlossen ist, daß eine menschliche Stimme das Rattern des Motors übertönen kann. Mer für uns ist nun nichts mehr zu tun, und endlich gegen 9 Uhr Tann man an den Aufbruch denken. Das Zeppelin-Luftschiff, das am Sonntag hier landen sollte, bat des schlechten Wetters wegen von der Fahrt Mstand genommen. Seine Landung ist nun für einen späteren Termin vorgesehen-, Die Organisation des gesamten Fluges bewährte sich im allgemeinen recht gut. Die Begleit- und Lastautomobile waren auf telephonischen Anruf der Flieger stets bald zur Stelle. Nicht menig trug hierzu die vorzügliche Organisation der Post bei, die den außergewöhnlichen Anforderimgen an Gesprächen mit einer Schnelligkeit nachkam, daß. auch die Herten, die gewohnheitsmäßig viel telephonieren, des Lobes boll mären. Die zweite Etappe war die schwierigste, da bie Orientierung über ben besaiteten Höhen außerordentlich schwierig war. Bei Wahl der Lustlinie konnte der Kurs nur mit Hilfe des Kompasses gefunden werden. Auch am 2. Tage durchzogen, nachdem sich der Nebel stellenweise gelegt hatte, noch zahlreiche Gewitter die Flugstrecke, so daß auch die Leistung dieses Tages rühmend herborgehoben werden muß. Koblenz, 13. Mai. Prinz-Heinrich-Flug 1913: Heute nachmittag trafen noch ein: 2t. Kastner Nr. 5 um 3.28 Uhr, erner Lt Coerper Nr. 9 4.10 Uhr. Bon 4—7 Uhr fanden auf dem Flugplatz Schauflüge statt. DaS Militärluftschiff Z. 2 bon Köln traf gegen 5 Uhr über dem Flugplatz ein, landete aber nicht und fuhr gegen V26 Uhr wieder nach Köln zurück. Der Statt zur Etappe Koblenz—Karlsruhe ist auf 4 Uhr festgesetzt. Das Luftschiff ,.Viktoria Luise" trifft gegen 7 Uhr von Frankfurt kommend hier ein und landtt zum Passagierwechsel. Prinz Heinrich fährt morgen früh von hier nach Karlsruhe; ob er dem Start beiwohnen wird, ist zweifelhaft. Wetzlar, 13. Mai. Lt. Blüthgen, Nr. 1, landete heute nachmittag nvischen 6 und 7 Uhr bei Nieder-Girmes, um dort seinen Beobachter wieder aufznnekmwn, den er bei einer Notlandung, die er in der Nähe des Dünsbergs borgenommen hatte, weil sein Propeller fehlerhaft war, abgesetzt hatte. Nach kurzem Aufenthalt setzte er seinen Flug fort. Koblenz, 13. Mai. Wie die Oberleitung des Prinz- Heinrich-Fluges mitteilt, ist Frankfurt als Kontrollstation bestimmt worden. Die Flieger werden also den Flugplatz Rebstock passieren oder dort niedergehen, um Benzin und Del ttuzu- nehmen. Der Abstug bon Koblenz ist von 4 Uhr ab freß- gegebeit. § Marburg, 12. Mai. Von drei Fliegern, die heute in später Nachmittagsstunde über die hiesige Gegend kamen, mußte einer in der Nähe von dem Dorfe Beltershausen in der Nähe des Frauenbergs landen. Aus Stafct visrH Cattfo» Gießen, 14. Mai 1913. Balkon- und Fensterschmuck. In der Jahresversammlung des Obst- und (^atten- bauvereins gab der Vorsitzende «Simon einen Rückblicks über die Tättgkeit des Vereins seit der Umgestaltung des Obevhessischcn Obstbauvereins. Die Mitgliederzahl ist im Wachsen begriffen, und das Interesse ftir die Sache hat sich gehoben, da jetzt nicht mehr bloß der Obstbau allein, sondern alle Zweige des Gartenbaues gefördett werden. Stadtv. Helm gab im Namen des Verkehrsvereins seiner 'Freude Ausdruck über die Bestrebungen des Obst- und Garteubereins inbezug auf die Verschönerung der Häuser der Stadt durch Ausschmückung der Fenster, Ballone und Vorgärten. Der Verkehrsoerein habe stets dazu angeregt, auch zwei Broschüren hercritszugeben: „Blumenschmuck" und „Gießen im Blumenschmuck", es bleibe aber noch viel zu tun übrig. Hieraus bcrbreitcrc sich Herr Dr. Hofmann in seinem Vortrage über den Balkon n nL» F e n st e r s ch m 11 ck zunächst über den Wert und Nutzen der B l u m e n p s le g c für das Herz 11 n d Gemüt des M e n s ch c n, über die Schönheit und den guten Eindruck, das freundliche, anheimelnde Aussel-en und die liebliche Pracht eines Hauses, einer Straße, eines Dorfes, einer (Kanen- und Blumenstadt, wo die Anlagen, die Vorgärten, die Balkone und die Fenster mit ihrem frrrliclcit Pflanzen und Blumen schmuck den Fremden so freundlich begrüßen und den Einheimischen so toon Herzen erfreuen. Seinen weiteren Darlegungen über die Art und Weise der Ausführung des Fenster- und Balkonschmuck"?, über die -Auswahl der empfehlenswertesten Pflanzen imi> Blumen, über die Abwechselung und Wirkung der Farben der, Blumen, über die Blumentövft und Blumen'.ästen folgte die Versammlung mit großem Fnierefse, das noef) gehoben wurde durch eine kleine Ausstellung brauchbarer Balkon- und Fcu st erbt um en, Blumentöpfe und Blumenkästen bvn Holz, Blech und Zementsandstein, Anrpeln usw., die von hiefigen Fachleuten in dankenswerter Weise arrangiert war. Btt der Aussprache, die dem Vortrag folgte, beantworteten Dr. Hoftnamr und Gärtnereibesitzer Weber 61c aus der Versammlung beraub gestellten Fragen in ausftihrlicher Weise. Stadw. Löber begrüßte es aufs freudigste, daß auch die Frauen durch ihr «Erfcheinen chr Interesse für die Sache bekunde:-nr, da gerade sie es ja seien, die das Heim und Haus uns so berfdänten. — Es wurde noch angeregt, in geeigneter Weise dafür zu inirEen, daß die Vorgärten der Stadt, die zum Tttl recht öde iint> traurig aussehen, zum Tttl auch mit Obstbäumen uni) sogar mit Gemüse und Kohlköpsen bepflanzt seien, in besserer, nnirbiger Art gehalten werden möchten, cbtl. sei die Stadtverwaltung zur Herausgabe einer Polizttverordmmg über die Bepflanzung der Borgatten zu veranlassen. Wenn eine Stadt das Recht habe, bei dem Bau eines Hauses die Anlage eines Vorgattens zu verlangen, so Muß sie lvohl and: vorschrttben können, 11t welcher Weise die Vorgärten zu halten sind, ob als Zier- oder als Nutz- und Gemüsegärten. Rttiüichkttt und sauberes ^LuSsehen stt das erste Erfordernis. das Man an einen Vorgarten stellen muß. ")luch Straßen ohne Vorgärten wie die Lndwigsttaße, Eöiuten ein schöneres Aussehen erhalten durch eine entspreckkende ATrpflanzullg der sotten Zwischenräume zwischen den Häusern mit Rasen, Birken und Sträuchern. Von einer Seite wirrde betont, der Vorstand möge daraus hinwirken, daß die Vettilgung der Blutlaus vom Staat und der Stadt ernschafter und wirksamer betrieben werden möge, damit nickt die Anpflanzung^von Apfelbäumen mit der Zeit gcurz fraglich werde. — Zum Schlüsse "lud Dr. Hosmann noch ein zum Besuche der Jahresversammlung des O be r h e s s. O b ft bau vc r ei n» , verbunden mit dem 25jährigen Jubiläum des Vereins, am 1. Juni in Butzbach, ebenso zur Teilnahme der Frviueil und Mädchen an einem Gartenbaukur su>, der in der letzten Woche des Monats Mai in Friedberg stattfindot. Hierauf folgte ciue Verlosung pvn Blumenstöcken, Büchen: und Gegenständen der Blumenpflege. * ♦ •• Landesuniversität. Der Grotzherzog hat den ordentlichen Profeflor in der philosophischen Fakultät der Landesuniversität, Geh. Hofrat Dr. Alexander Naumann unter Anerkennung feiner langjährigen mit Treue und Eifer geleisteten sehr ersprießlichen Dienste auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober 1913 ab in den Ruhestand verseht. ** Lehrerpersonalien. Dem Schulamtsaspiranten Karl Hahn aus Alsfeld wurde eine Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Schlitz übertragen. •’ Bahn Personalien. Verliehen wurde den Schlosserlehrlingen Müller und Jahn in der Eisenbahn- Hauptwerkstätte Fulda die von dem Kaiser und König für besonders fleißige und tüchtige Handwerkslehrlinge der Staats- eisenbahnmerkftätten gestiftete Medaille, dem ersteren die Medaille in Silber, bem letzteren die Medaille in Kupfer. Ernannt wurde Neseroe-Lokomotivführer Gerdig zu Stockheim zum Lokomotivführer, Eisenbahngehilfc Nahm in Stockhausen zum Unterassistenten. Versetzt wurden Bahnmeister Schuart von Butzbach nach Arnsberg (Elberfeld), Zugst'ihrcr Busch von jLaubach und Janson von Gießen nach dlschaffenburg. Belohnungen erhielten: Wagenmeister Kliffmüller, Stellwerksschlosscr Lepper, Zugabfertiger Junker, Drehscheibenwärter Müller, die Streckenarbeiter Müller III., Habermehl, Weber II., Sculing und Schwalb, sämtlich in Gießen, für Entdeckung und Beseitigung bctriebsgefährlicher Schäden. **Eine Provinzial-Ausschuß-Sitzung findet am Mittwoch, den 21. d. Mts., vormittags 3/49 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Enteignung von Gelände zur Verbreiterung der Nollgasse in Gröningen; hier Ausspruch der Enteignung. 2. Die Festsetzung der Dicnstbczst'ge des Bürgermeisters zu Ober-Mörlen. 3. Gesuch bc3 Burgervereins Romrob um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft mit Branntweinausschank. 4. Klage des Forstmeisters Spengler in Bübingen gegen bt'e Landwirtschaftskammer für Hessen wegen Heranziehung zu deren Beitrag en. * • 3ur Beseitigung vonDoppclbesteuernng^n ist eine Vereinbarung zwischen den Großherzogtümcrn Hessen und Luxen: bürg abgeschlossen worden, die den mit anderen Staaten abgeschlossenen Verträgen entspricht. • • Ein wertvoller deutscher Schäferhund befindet sich seit einigen Tagen im Hundeasyl als herrenlos. Der Eigentümer kann ihn bei bem Polizeiamt in Empfang nehmen. "Der Bauersche Gesangverein ist von ber Großh. Kurbirektion Vab-Nauheim für Sonntag, 17. August engagiert. Der Verein singt an biefcm Tage im Nachmittags« sowie Abenbkonzert auf ber bortigen Kutterrasse. * • Zeugin gesucht. Am 4. Apttl l. IS., nachmittags, würbe am Schiffcnberger Weg ein 31/3 Jahre altes Kind von einem Fuhrwerk überfahren :inb von einer un* bekannten Frau in ein HauS gebracht. Es gelang bis jetzt nicht, die Frau festzustellen, bie als wichtige Zeugin in Betracht kommt. Sie wirb gebeten, sich auf ber Zlriminal- abteilung beS Polizeiamts zu melben. ** Unter ftüßungbeiunvers chulddte r Stellenlosigkeit. Die Gnnpifyrmtg der Stellenlosenversichc' .nmg ist ein Weg der Selbsthilfe der Oraanisatiouen, um ihre Mitglieder bei irnverfchuldcter Stellenlosigkeit tn?r 'bereit tvirffchaftlichen Folgen zu sichern und sie davor zu schützen, aus Not ungenügend bezahlte Stellungen Lützw rtelyuen ober aus Furcht vor Stellenlosigkeit in imgccig-- neteit Stellen zu bleiben. Die verbündeten Kaufmännischen Vereine für weiblick>c ^Angestellte haben darum in ihrer letzten Hauptversammlung die Einführung der Stellen' l vse uv ersicherun g für ihre Mitglieder beschlossen. Sie ist am 1. April in Kraft getreten. Ern besonderer Beitrag wird für sie nicht erhoben, nur vrutz das Mitglied, tvelcheS sie in Anspruch nehmen null, mindestens ein Jahr einem Orts verein angehören intb seinen Vereinsverpflicyvungen pünktlich nachgekommen fern Die Voraussetzungen, ui:ter denen die Stellenlosigkeit als unverschuldet angesehen wird, sind durch das Stellenlosen' verficherungsftatut festgelegt. Landkreis Gießen. )( Lich, 12. Mai. Seit einigen Tagen haben wir cndlie das clektti'che Licht. Große Menschenmengen sammelten in bei: ersten Tagen abends auf den Straßen, inn das neue Ow zn bewundern — Eine schöne Sitte hat lief) hier erpalicn. auch nachdem die Konsirmation auf den „wttßen" Sonntag vee legt worden ist, nämlich der Brauch, das Pfingstfest mit Maie zu schmücken. In der Maricnstiststirchc war wieder eine Jinjw Birken aufgestellt, die den weiten Raum schmlickten und n ■ würzigem Geruch erfüllten. — Eine recht rege Tätigten eiMau. die hiesige Jungdeutschlandgruppe. Eine Anzahl Herren W in dankenswerter Weise die Führung auf Wanderungen uno Uriegsspielen übernommen. Fast alle 14 Tage ist die Grutt in Icfetec Zeit ausgerückt. Gestern machte sie trotz des ylcgcniDaa.*-« einen Frühmarsch nach Gießen zum FlugfesL. Ruttershausen, den 13. Mai 1913 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Ludwig Bittendorf. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei' dem Hinscheiden unserer guten Tochter und Schwester sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. beni mannstraße 11. [03999 Kulante Bedinpunfren. 241T2 Prima Referenzen. Nachweisbar grosse Erfolge. "W geb. Barnass ot)ia des Generalstaatsanwaltes Preetorius, des Kreisrats, zahlreicher Aerzte, Anstaltsdirektoren und Freunde enthüllt wurde. ®ct). Mcdizinalrat Prof. Dr. Sommer- Gießen würdigte in ötr Festansprache die Verdienste Ludwigs. Das Denkmal erheben wurde !>hn in der EiscM 1 Inkasso- Bureau Bismarck- Auskunftei Bismarck- Wetterauslichten in Dessen für Donnerstag, den 15. Mai 1913: Wolkia t'tö heiter, tiiervitter, warm. . bd# 1 .M Hfl1 Pielte sich heute früh in einem Hause auf dem Kaiser »Friedrich-Ring ab. Dort hatte sich ein Einbrecher nach i« verübter Tat im Kester verborgen. Als der Hausbesitzer norf) beriebtet: Bei der Gegenüberstellung im Gerichtlich-Medi- zinischen Institut gestern abend blieb der Mörder kalt und gleichgültig. — Die „Berliner Morgenpost" erfährt: Die Frage, ob er den Major gekannt habe, verneinte der Mörder zuerst, gab aber später zu, er wisse, wer der Offizier war. Das Verhör mußte abgebrocl)en werden, da der Täter durch die Verletzungen, die ihm die wütende Menge zugefügt hatte, erschöpft war. Später gestand er, daß er die Tat bewußt begangen habe, weil er Anarchist sei. Er sei zu diesem Zwecke um 11 Uhr nach München gekommen und hätte ohne Mithilfe gehandelt. Ein Johann Straß, ist sowohl bei der Berliner wie bei der Münchener Kriminalpolizei vermischtes. Mordanschlag auf den Attache der preußischen Gesandtschaft. !Die Lose dieser Lotterie werden sehr schnell geräumt fein, schleuniger Stauf ist daher zu empfehlen: Die Lose ä 3 Mk. (Porto und Liste 30 Pfg. extra) sind in Lotteriegeschäften und Loseverkaufsstellen zu haben, mich durch das bekannte Bankgesckxift Ludw. Müller Kpoet. ** Radsport. Der Gan 9a des Deutschen Radsahrerbundes unternahm am 1. und 2. Pfingstseiertag eine Ganfahrt an d e n Nhei n. Die Tour begann am ersten Tage in Bad Langen- fchwalbach, führte durch das herrliche Wispertal nach Lorsch— Bacherach—Boppard, am zweiten Tage nach Koblenz-Ehrenbreitenstein—Bad Ems. Der Radklub „Ger m a n i a" Gießen beteiligte sich, als Verteidiger der bei diesen Touren bestehenden Wander-Eh reu kette, die schon dreimal von ihm errungen wurde, wieder mit der größten Anzahl seiner Mitglieder und errang dadurch die Anwartschaft auf diesen wertvollen Preis. — Fünftägige M o t o r r a d - P r ü f u n g s f a h r t des Allgemeinen Deutschen Automobil-Elub ('21. D. A. E.). Die für das erneut an regem Interesse gewinnende Motorrad so wertvolle Fahrt hat Freitag, den 9. Mai mit der Abnahme der Maschinen in Erfurt begonnen. Im Laufe des Freitag Nachmittags stellten sich 37 Maschinen der Abnahmekommission, die übrigen Fahrzeuge sind Samstag früh 6 Uhr vor dem Start (7 Uhr) in Erfurt ab- genommen worden. Als das Startsignal gegeben wurde, schickte der Starter weit über 50 Kraftfahrer auf die Strecke, die über Weimar—Jena—Gera—Zwickau—Chemnitz nach Freiberg i. Sa. 98,2 Kilometer) führt. Visitkarten liefert billigst Briihl'sche Univ.-Druckerei Gießen. Letzte Hacbrjdjten. Fa st lauter Notlandungen. Worms, 14. Mai. Der Otto-Doppeldecker mit Leutnant L> aller mußte wegen Motorschaden bei ^Rheindürkheim landen. Er kant dabei so hart auf, daß er die Werterfahrt aufgeben muß. Frankfurt a. M., 14. Mai. Schlegel ist 'in Neu- stadt a. d. ö. gelandet, ©ibbeffen, der um 7.04 hier gelandet war, stieg 7.38 wieder auf. Carganieo liegt mit bc* Nchüdigter Luftschraube bei Mainz. Tehlen mußte 8.22 bei Mörfelden eine Notlandung vornehmen. Kastner, der 6.58 in Düsseldorf aufgestiegen war, ging um y29 bei Geilhcim in der 9iäl)e von Höchst nieder. Beaulieu mußte wegen heftiger Böen bei Mainz niedergehen. Karlsruhe, 14. Mai. Der Flieger Staebi ist um 8.51 von Koblenz kontmend hier glatt gelandet. Die Geburt eines JUNGEN beehren sich anzuzeigen Hcrmacn ßammerschlag und Frau Lenl dem Ver- Schöne Wnschpfälilc und Wasckneilstiitrcn, sowie alle Sorten Garten-, Baum- u Nosenpsählc in all. Grüßen, Grbsenrciscr und Bohnen stangen, daö Hund. v.7Mk.an und einen Wurf jungeDackel- hnnde, waclname Aaste, empfiehlt K. Gerth, Land- Oberwachtmeister Bvlländer, der ihn kontrollieren nwllte, mit einer Browning Pistole und verletzte den Militärattache der preußischen Gesandtschaft, Major von Levinski, durch zwei Schüsse in die Brust. Ter Major wurde in einer Autodroschke in die Chirurgische Klinik gebracht, wo er bald nach seiner Einlieferung starb. Der Täter wurde verhaftet. Der Polizeibericht über die Schreckenstat in der Möhlstratze meldet: Als der Attache der preußischen Gesandtschaft, Major v. Levinski, heute nachmittag kurz nach 1 Uhr auf dem Heimweg von der Gesandtschaft die Prinz-Regentenstraße passierre, wurde er von deut ledigen 34 Ialwe alten Zinngießer Johann Straßer aus Nieder-Alteich, Bezirksamt Deggendorf, t>on hinten angeschossen. Der Major zog den Säbel, um sich bei Angriffs zu erwel-ren. Der Ober-Wachtmeister Bolländer, der auf einem Dienstgange begriffen war und dem Major zu Hilfe eilte, wurde durch mehrere Schüsse niedergestreckt und blieb tot amPlatze. Major von Levinski konnte sich noch eine Strecke weit schleppen, bis er an der Maria-Theresien-Straße zusammenbrach. Nach seiner Ueberführung in das chirurgische Spital verschied er, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Der Täter wurde festgenommen; er ist vollkommen geständig. Der Mörder ist vielfach und schwer vorbestraft. Bei der polizeilichen Vernehmung erklärte er auf die Frage, warum er die unselige Tat verübt habe: Aus Wut! Er versicherte, daß er den Major nicht gekannt habe. Die Polizei bezeichnet Straßer, wie die „M. N. N." melden, als Anarchisten. Berlin, 13. Mai. lieber die Ermordung des preußischen Militärattaches in München wird dem „Berliner Lokalanzeiger" Kreis Alsfeld. h Ruhlkirchen, 13. Mai. In der Antrift erlitt ein Die 2. Straßburger M ü n st e r - Ge l d - L o t t e ri e, deren Zielmng bereits am 27., 28. und 29. Mai stattfindet, bietet wieder Bar-Geld-Gewinne von 75 000, 30 000, 20 000, 10 000 Mark usw., die für nur 3 Mk. gewonnen werden können. — Universitäts-Nachrichten. — In M ü n che n ist der Privatdozent für Pädagogik an der dortigen Universität, Leminardirektor a D. Stn- sdienrat Dr. Phil. Barl Andreae, inr Mter von 72 Jahi- ren gestorben. Von 1893—1905 war er Mtglied dar Kammer der Abgeordneten für den Wahlkreis Kaiserslautern. — Deutsche Freie Studentenschaft. In der Psingst- woche, beginnend nm Dienstag, den 13. Mai, bis Freitag, den 16. Mai, fand in Weimar die 13. Tagung der Deutschen Freien Studentenschaft statt. Wie alljährlich sind Vertreter der Freien Studentenschaften sämtlicher deutscher Hochschulen zu erwarteu. Die Beteiligung wird diesmal voraussichtlich um so stärker und das Interesse der Oefsentlichkeit an den Verhandlungen um so größer sein, als der freisludeuttsche Innenkampf, der sich um Programm und Organisationssorm der Freien Studentenschaften dreht und der seit drei Jahren eine ununterbrochene Ver- schärsnng ersahren hat, endgültig zum Abschluß gebracht werden soll. Neben der Tagung der Deutschen Freien Studentenschaft findet am Pfingstmontag, 12. Mai, und Dienstag, 13. Mai, der 8. Bundestag des F r e i sl u d e n t i s ch e n Bundes statt, in dem die Verbände ehemaliger Freistudenten zusammengeschlyssen sind. Auf der Tagesordnung des Freistudentifchen Bundes stand u. a. ein Vortrag von Handwerkskammersyndikus Dr. Heinzig-Berlin: „Die Stellung der freistudentischen Bewegung tu der Pädagogik" und citt von Lichtblldervorträgen unterstütztes Doppelreferat von Ingenieur A. Thimm-Tüsseldorf und Dr. R. Eorwegh-Leipzig über „Die studentische Wohnungsfrage". — Der Privatdozent an der Berliner Universität Dr. Georg Ebelin g"hat einett Ruf als ordentlicher Professor der rontani- schett Philologie an die Universität Stiel angenommen. — Geheimrat Brot. Dr. Georg Loeschcke, Ordinarius der Archäologie an der Universität Berlin ist zum ordentlichen Tiit- fllieb der philosophijch-hiüorifchen Maste der prenßtschen Llkadenue der Wissenschaften geivählt worden. — Der Senat der Technischen Hochschule zu Dresden hat nur einstimmigen Antrag der Mechanischen Abteilnng dem Kommerzienrat Panl Sack itt Leipzig in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste tun die vorbildliche Entwickelung vorteilhafter neuer Arbeitsverfahren in Schneede und Gießerei beim Bau landwirtschaftlicher Maschinen die Würde eines Doktor .Ingenieurs verliehen. Gerüststricke und Rollseile! In den von mir seit längeren Jahren eingeführten und im Gebrauch fielt bestens bewährten Gerüststricken au8 prima russischem Hanf unterhalte ich stets ein Lager von en. 300 Dutzend und bitt daher itt der Lage, prompt und zum bitt. Tagespreis zu liefern. Ludwig Lazarus Astcrlvegk'rr Fermpr.505 [2556J MusWcta Licbigstraße 63 2873 Feine Hemn-WWe Familien - Wäsche Naßwäsche GMtiien-Wäschmi bei prompter Bedienung Eilwäsche ohne PreiSansslhIag durch einen Schuß selbst entleibte. Man fand bei ihm zahlreiche Silbersachen vor. w Wiesbaden, 13. Mai. Im benachbarten Frauenstein verbrannte das drei Jahre alte Töchterchen des Tagelöhners Strahl, das in Abwesenheit der Eltern mit Streichhölzern gespielt hatte. Als die Mutter zurückkehrte, fand sie das Kind verkohlt im brennenden Hause vor. w Fulda, 13. Mai. Der seit zehn Tagen vermißte elfjährige Knabe Neichardt, der Sohn eines hiesigen Wirtes, ist heute mittag aus einem Neben wasser der Fulda a l s Leiche geborgen worden. Spielende Kinder hatten ein Ohr aus dem Wasser ragen sehen. Nach Lage der Sache dürste ein Selbstmord deS stets heiteren Knaben nicht vorliegen. Ob der Junge einem UnglückSfall oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, konnte noch nicht festgestellt werden. Kassel, 10. Mai. Auf dem hiesigen Oberstadtbahn- hofe wurden heute nachmittag 121/» Uhr zwei zum Markte in Kassel gewesene Bauernfrauen, die in ihr Dorf zurückkehrcn wollten, von der auf dem Perron drängenden Menge uuf das Gleis gedrängt und von dem nach Bebra bestimmten Personenzuge, der um die fragliche Zeit zusammenrangierte, überfabreit. Der einen Frau wurde der Kopf abgefahren, der andern der Brustkasten zerquetscht, so daß der Tod eintrat. Eine Untersuchung ist eingeleitet. !r. Grotzherzog losopWn Fakultät tx Alemider Naumaiu 8tr 20 Inh.: J. Güsters 8tr-20 Gcgr. 1902 empfiehlt sieh zur Gegr. 1902 Einziehung v. Forderungen aller Art Einholung von Auskünften im In- und Auslande, sowie zur Anfertigung- von Schriftsätzen, Gesuchen und Zahlungsbefehlen etc. besteht auS einem einfachen Denkstein, auf dem eine Marmor- i Kaiser unb Königü leset angebracht ist, auf der Bildhauer Scholl-Darmstadt München, 13. Mai. Heute mittag nach 1 Uhr ersckwß ß Ev. in Berlin, Werdersckwr Markt 10, sowie I. Stürmer, in der Möhlstraße ein anscheinend geistesflestörter Mann den ° Straßburg i. Langstr. 107, zu beziehen. [hv-V.-, in den Listen der Anarchisten eingetragen. * * Einbruch in einem Bankhaus. Aus Breslau wird gemeldet: Am Psiugstsountag drangen Einbrecher in das Bankhaus von Stejin u. Co. in der Karlstraße ein, arbeiteten sich von dem .steiler des Grundstücks durch die schweren Wetonmauern dis zum .Mrssenraum durch, erbrack)en zwei große Geldschränte und erbeuteten ungefähr 500 Mk. Silbergeld, darunter österreichische utid russische Silber- münzet,. Vorsichtigerweise hatte der Kassierer, wie stets am Sonnabend, die gesamten Barbestände in den Stahl- panzerschrünt'cn uutergebracht, so daß in den Schränken der oberen Kassen räume nur wenig Geld vorhanden war. Die Firma ist durch Versicherung gedeckt, sie erleidet an dem gestohlenen Bargelde feinen Schaden. Die großen Stahlpanzerschränl'e, welche die Depots enthalten, sind unversehrt geblieben. * Schwere S Eisenbahnunglück eines b u l - garischen Militärzuges. Aus Sofia, 13. Mai, wird gemeldet: Neuere Feststellungen über den Unfall des bulgarischen Militärzuges auf der Strecke Buk-Drama haben ergeben, daß die ersten Meldungen stark übertrieben waren. Es wurden sechs Soldaten getötet und vierzig ü er ton n bet. Die Lokomotive des Militärzuges wurde beschädigt. * Gattenmöroeriu. Aus Breslau wird gemeldet: Der mit seiner Frau in Scheidung liegende Kapellmeister Paul Sch in i b t ist von ihr erschossen worben. Die Frau erschoß sich nach der Tat selbst. * Opfer der Berge. In einer Gletscherspalte am Fuße des Grand Combin wurden von Walliser Bergführern die Leichen von zwei deutschen Touristen mit Namen Santze und Seitz, ausgesundcn, die vor drei Tagen ausgebrochen waren. Die Leichen wurden nach Fionnah gebracht. Bekanntmachung. Am Freitag, den 23. Mai d. I., nachmittags, 3 Uhr, findet zu Lich im Gasthaus zum Löwen unsere ' diesjährige ordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Rechnung 1912. 2. Vorstandsund Ausschußwahl. 3. Voranschlag 1913. 4. Die Streichung von Herdbuchtieren, die trotz wiederholter Aufforderung nicht vorgeführt wurden. 5. Die diesjährigen Zuchtviehauktionen und Faselmärkte. 6. Tierschauen. 7. Anträge und Mitteilungen. Zur Teilnahme werden eingeladen die Vorstandsmitglieder, die Vorsitzenden der Ortszuchtvereine, die Bezirksvertreter und Veremsmitglieder, sowie die Freunde und sonstigen Interessenten unserer Zuchtbestrebungen, ferner auch die Gr. Bürgermeister derjenigen Gemeinden, welche korporative Mitglieder sind. Ein recht zahlreicher Besuch ist erwünscht. Zugleich werden alle Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises, insbesondere diejenigen, in deren Gemeinden Mitglieder unseres Vereins sind, ersucht, vorstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise veröffentlichen zu lassen. Gießen, den 13. Mai 1913. Der Direktor des Kreisrinderzuchtveremö Gießen (Simmentaler). Weicker. .. Autor ihn herausholen wollte, schlug der Einbrecher ihn ' nieder, so daß er blutüberströmt zu Boden stürzte und gab ! mehrere Schüsse aus dem Kellerfenster ab, die einen zufällig vorbeigehenden Passanten Hamm lebensgefährlich verletzten. (Ein großes Schutzmannsaufgebot drang mit gezogenem Säbel imb schußbereitem Revolver in den Keller, vermochte jedoch nicht des Verbrechers habhaft zu werden, der weitere Schüsse ügab. Schließlich setzte die Feuerwehr den Keller unter Nasser, worauf der Einbrecher den Kampf aufgab lind sich chllß-S'Hung omMgS %9 Mr.« | ifeignung von :ünit\a,tx\\ ’lr rvE bre DünSkj- bdtn. 3. ibniS zum Letrirb ie utzschont. 4. «ta» |tn gegen die S* lonziehungz" ZoppclbesteueruO n den Grobhrrzogtu-^ iloficn worden, die krönen entspricht- cher Lchäierhun nndrasyl ol§ Herren^ 3 Polizriawt m Cn < Gießener Fisclihaus Tagt. Labnsische, Sckellfische, Nabliau,Rotzungen Schollen usw. Komme Donneröt. a. d. Fifchmarkt, Brandplatz. zts~ Apollo-Pulver -Wvk zum Befestigen lossitzcndcr künstsicher Zähne, sehr zu empfehlen, per Dose l»0 Pfg. i. d. Apotheken u. Drogerien ob. direkt von Geo Doctzer, Frankfurt a. M. 3. Ihv27/2 Herein | für Sonntag, J ^ IOgc unül«** r,n “nb ö unb • in au^Sl i»e 1 Unb ioZ1lni> W T' Wh-I.'T Ilf Altung njunq der 9UCtau5to ‘tiens zu *>iti i. in d 'S,*« lrenbaukursuä ! m imtbbtrg stM^ Men'löcken, 8g* Reisender Schade aus Neustadt einen Schlag ans all, sofort erlag. Krei^ Friedberg. (L) Friedberg, 12. Mai. Zurzeit wird rührig an Jenen Bahnhof gearbeitet. Bis Mitte Juli soll er dem 1 « WrrZ -n Käst f spra^Lea I ^ebr übergeben werden. — Der Stand der Saaten ist ver- I Itältnismäßig flut. Auch die Futterkräuter und die Wiesen stehen I «uit. Der letzte Frost hat den Apselbämnen nicht geschadet. Die I Blüten der Frühbirnen, Frühkirschen und Johannisbeeren sind I erfroren. h. Bad-Nauheim, 12. Mai. Der seit längerer Zeit i «eplantc Bau einer elektrischen Bahn vom Bahnhof nach Len Kuranlagen upd den besuchtesten Ortender Nachbar- | Ichast scheint sich zu verwirklichen. Finanzminister Dr. B rann jat dieser Tage eine Besichtigung der geplanten Linien vor- ' genommen und im Anschluß daran mit den Vorständen der 1 ikm- und Badcverwaltung itbcr die Angelegenheit verhandelt. — Zum Andenken an den Kuraufenthalt der Kaiserin Elisabeth »on Oesterreich im Sommer 1898 hat die Stadtverwaltung einen licugeschaffenen Platz am Ernft-Ludwig-Ring Kaiserin-Eli- jabcth - Platz benannt. Starkenburg und Rheinhessen. w. D a r m stabt, 13. Mai. Der König von Würt- ke in berg hat sich heute mittag nach Stock st abt am Rhein begeben, itnt einer Jagbeinladung des Freil)ermr v. Hehl zu entsprechen unb wirb am Donnerstag wieber hierher znrückkehren. nt. Offenbach, 13. Mai. Das 20jährige Dienst- I mäbchen Marie Jäckel aus der Bieber strafte versuchte sich heute mit Salzsäure zu vergiften. Mäs Mädchen, bas erhebliche Mengen zu sich genommen hatte, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Das Motiv ber Tat ist unbekannt. rm. Heppenheim, 13. Mai. Hier wurde dem lang- n r.m Zrtue unb 6$ ■ ,chrigen verdienten Dmektor der Landesirrenanstalt Geh. 1 ’:,n 91a^)it^en r; B Mcdizinalrat Dr. Georg Ludwig ein Denkmal gesetzt, ' den Ruhksianb vechx 1 >as in Anwesenheit der staatlichen und städtischen Behörden, nn CchulamtSaspiranie M Erstelle an bet hShkx | Reiche Hofmeisters. Dieser hinterläßt eine Frau mit fünf U Kindern. w. Homburg v. b. H., 10. Mai. Ein schweres $( u t om o b Hun glücf ereignete sich heute nachmittag auf der Landstraße nach der Saalburg an der KarlHbrücke. Ein mit fünf Personen besetztes Automobil aus Friedberg über« Wschlug sich und sämtliche Insassen wurden verletzt, ■ bccl) nur einer trug schwere Verletzungen davon und wurde n ach dem Homburger Krankenhaus transportiert. h Er onbe rg, 12. Mai. Auf Anordnung der Unter- seichungskommission wurden am Samstag alle Möbel der Zcau Zimmermann, die bereits verkauft waren, wieder in d as HauS gebracht, eingehend untersucht unb gemessen. ; Zahlreiche photographische Aufnahmen wurden dabei gemacht. lWeichzeitig fanden Vernehmungen statt, über deren Ergebnis Stillschweigen bewahrt wird. w Cronberg, 13. Mai. Der Fremdenverkehr »im Taunus war während der Psingstfeiertage ganz außer- «z ordentlich. Die Cronberger Eisenbahn beförderte an b■ Bester Aufenthalt und vorzügliche Verpflegung. Hotel und Sommerfrische zum Gossberg Fernsprecher 11. S®/5 Dieses Zelt besteht aus Eisenkonstruktion und ist auseinandernehmbar. Das Dach und die Seitenteile bestehen aus prima wasserdichtem rotgestreiften Segeltuch. Das Zelt ist ringsum verschließbar, kann in drei verschieden. Größen geliefert werden und ist kauf- und leih-