Nr. 11 Dienstag, 14 Januar 1913 Gießener Anzeiger Erschein! täglich mH AuSnahmr btf TonntagL General-Anzeiger für Gberhesfen 163. Jahraang RolattonSdruct an» Verlag öei Br Ohllchev UnwersitütS • Buch- und StetnDrudeceL tit Longe. Gietzen. Die „Slehener LamiltendlStter- werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da» „Kreisblatt für den Kreis Lietzen" zweimal Wöchentlich. Die ..Landwlrtichastllchev Lett» fragen" erlcheinen monatlich troeimaL Redaktion. Expedition and Druckerei: Schul- strotze ?. Expedition und Verlag, 6L Redaktlon:^^ 112. Lel»»Adru AnzelgerDieben» Mb Deutscher Reichstag. 89. Sitzung, Montag, den 18. Januar. Am Ti'che des Bundesrats: Dr. Lisco. Das Haus ift, sehr schwach besetzt Präsident Dr. Kaem^f eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Sie Neuregelung des Versahrens gegen Zugendliche. Zur e " st en L -frag steh, der Gesetzentwurf, der noch vor der allgemeinen Revision bir Strafprozeßordnung aus dein vor zwei Jahren im Reichstage verhandelten und damals nicht zustande gekommenen Reformgeseb in der Hauptsache die Vorschriften über das Verfahren gegen Jugendliche herausnimmt. Die Reichstags- kommiffion hat dama's diese Vorschläge in ihre,, Grundzügen gebilligt und noch verschiedenen Richtungen weiter ausgebaut, und die fetzige Vorlage hat in der Hauptsache die ergänzenden Vor- schlüge der Kommifsicn mitübernommen. Die Jugendlichen sollen möglichst vor dci mit einen. Strafverfahren verbundenen Schäden bewahrt werden, und eine Bestrafung soll ganz unterbleiben, wenn nach Lage der Sache Erziehungsmaßregeln vorzuziehen sind. Ist ein Strafverfahren unvermeidlich so ioU es Der Jugenrursoig Rechnung tragen Besondere Kindergerichtshöfe sind schon jetzt vielfach eingerichtet; deren Zuständigkeit soll nunmehr erheblich erweitert werden. Der Jugendliche soll, wenn Erziehungsmaßregeln der Bestrafung vorzuziehen sind, überhaupt nicht vor den Strafrichter gebracht. sondern an den Vormundschaftsrichter überwiesen werden das kann auch selbst bei Verbrechen der Fall sein. Das Jugend gericht. auch in der Berufungsinstanz, soll das Recht haben, zugunsten von Erziehungs- und Besserungsmoßregeln das Verfahren einzustellen: der Jugendliche soll unter die Aufsicht eines Für sorgers gestellt werden können: die Unterstützung der Fürsorgebehörden und der Fürsorg-'vereine wird in weitem Maße ermöglicht; soweit Jugendliche mit der Untersuchungshaft nicht verschon' werden können, sollen sie vor schädlichen Einflüssen im Gefängnis möglichst behütet werden; die Hauptverhandlungen gegen Jugendliche sollen möglichst gesondert werden, und durch Ausschluß der Oefrentlichkeit sowie eine Reihe anderer Maßnahmen sollen die nachteiligen Einwirkungen, die sich auf der Hauptverhandlung für den Jugendlichen ergeben können, nach Möglichkeit abgewendei werden. Auch die Anwendung des Strafbefehls gegen Jugendlich» wird beschränkt. Staats'ekretär Tr. Lisco macht über die ?lbsichten dieser Bestimmungen kurze Ausführungen: Die Frage der Jugendlichen hat in den letzten Jahrzehnten immer wachsende Aufmerksamkeit gewonnen. Ueberall sind die besten Kräfte am Werke, auf das geistige und körperliche Wohl der Jugend hinzuarbeiten, und dabei ist das Problem der Behandlung krimineller Jugendlicher mehr und mehr in den Vordergrund gerückt. Im Jahre 1910 wurden Personen zwischen 12 bis 18 Jahren wegen Verbrechen und Vergehen in der Zahl von 51 350 vor den Strafrichter gebracht. Vielfach wurden die Folgen durch bedingte Begnadigung gemildert, von der in sehr weitgehendem Maße Gebrauch gemacht ist. Auch die Anordnungen der Justizverwaltung haben erfolgreich gewirkt. Aber das bat doch nicht ausgereichtz und jetzt soll die dringende Abhilfe erfolgen. Der Staatssekretär schließt mit einem Danke an alle die Kreise, die sich auf diesem Gebiete in warmer Liebe betätigt haben. Aba. Stad^-a^^n fSwz.): Die Vorlage zerfällt bei genauerer Betrachtung so ziemlich in Nichts. Tie Hauptschuld an der Häufung der Verbrechen Jugendlicher trägt der Staat, wenn nickt die alleinige Schuld Der allein berecktigte Grundsatz: Jugendliche sollen erzogen, nicht bestraft werden, wird von dem Entwurf nickt voll berücksichtigt. Wenn der Entwurf in seiner jetzigen Form Gesetz würde, so wäre sicker nickts gebessert. Was der Entwurf bessert, das hebt die Begründung und Ausführung der Bestiminungen wieder auf. Dringend erforderlich ist die Heranziehung der werktätigen Bevölkerung und besonders auch der Frauen zum Scköffen- und Gesckworeuenamt. Das Einschreiten der Staatsanwaltschaft ift bedenklich, weil sie nicht immer unparteiisch vorfleht. So wurde ein Dienstmädchen, das bedinflt verurteilt war. nack ihrer Verheiratung zur Abbüßung der Strafe abaebolt. weil sie sick nicht gut gehalten habe. Und worin bestand ihr schlechtes Verhalten? In der Verheiratung mit einem Sozialdemokraten! (Hört, hört! bei den Soz.) Wir verlangen, daß die Vormundsckaftshehörde unter Zuziehung von Laien die Entscheidung über die Einleitung eines Verfahrens gegen einen Jugendlichen treffen soll. Ganz entschieden find wir gegen die Ueberweisung an b i e. Zwangs- erziehungsan st alten, die die Jugendlichen nur zu Verbrechern erziehen. Wir verlangen weiter Heraufsetzung des ftrafmündigen Alters. Kinder von zwölf Jahren sind kein Objekt der Strafgerichte. Die Strafmündigkeit sollte mindestens auf 15 Jahre beraufgefetzt und im Einzelfall immer die Frage des Bewußtseins der Strafbarkeit untersucht werden. Aba. Dr. Pfleger f'Qpnfr.): Wir beantragen Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Der Entwurf stellt eine bewußte Halbheit hin und wird mit der Dringlickkeit der Materie begründet. Würde die Regierung die Dringlichkeit auch anerkennen, wenn diese Regelung des Verfahrens auch erhöhte Aufwendungen für die Rechtsvflefle in sich schließen würde? Es besteht in vielen Kreisen die Besürcktung, daß gerade durch diesen Entwurf die zu verlangende Schaffung eines Jugendreckts und einer Jugendgerichlsbarkeit weit binauSaeschoben wird. Aber immerhin ist es besser, etwas als nichts zu bessern. Die D u r ch - brechung dcS Leflalitätsprinzips, die der Entwurf bringt, können wir nicht milmacken, weil sich dann die Vorwürfe der Klasse nju st iz häufen und der Staatsanwaltschaft eine zu weitgehende Machtvollkommenheit eingeräumt würde. Die Grundgedanken und die Ziele des Entwurfs sind zweifellos gesund und werden von uns begrüßt. Er kann einen bedeutsamen Fortschritt in unserer Rechtsentwicklung bringen. Er kann unsere Jugend heranziehen zur Verantwortlichkeit gegen sich selbst und gegen die Allgemeinheit. Abfl. Dr. van balk-'r WrifT): Ter vorliegende Entwurf ist ein Teil der vorbereiteten Strafprozeßreform. Es ist an sich bedauerlich, raß diese Frage durch ein Spezialgesetz geregelt wird. Andere Gesetze dieser Art werden daher folgen müssen. Der Entwurf entspricht lang gehegten Wünschen des Reichstages, und das Problem muß in der Tat bald angegriffen werden. Es bedeutet, daß wir auf dem Gebiet des Jugendstrafrechts mit der Strafe allein und der Strafe im Vordergrund nichts ausrichten können. Wir haben alle den Wunsch, die Jugend im Vertrauen zur Gesetzgebung zu erziehen. Es liegt dabei viel in der Haiid des Richters. Wir haben wohl das Vertrauen zu der Staatsanwaltschaft, daß sie ihre Sache hier gut machen wird Aber am besten wird doch der Vormund- ichaftsrickter au fern? Stelle 'N Den Vordergrund des Verfahrens treten. Wie aber auch das Verfahren gestaltet wird, so soll doch das Jugendger.cht in vollem Umfange ausgebaut werden. Wir haben auch all-- Ursache, den Organisationen auf dem Gebiet der Jugendpflege dankbar zu sein, namentlich unseren Frauen und Mädchen, die hier tätig gewesen sind. Wir haben volles Vertrauen zu ihnen, das sie das Entsprechend? leisten werden. Taruni sollten auch Frauen Schöffen sein können, iiainentlich wenn es sich um Mädchen handelt. Hier können sie besonders Gutes leisten. Sind wir aber dieser Ansicht, so müssen wir auch in dieser Züchtung gesetzgeberisch vorgehen. Männer würden in solchen Fällen öfter zu milde sein. Der Strafe werden wir nach wie vor bedürfen, das ist keine schädliche Re- oktion, nur schwächliche M'Ide können w'.r nicht brauchen. Wir wollen mit allen Mitteln zu helfen, der. Mitteln der Strafe und ?er Erziehung. Wir wollen Milde, aber auch vor allem Gerechtigkeit. (Bravol) Abg. Dr. Giese (Kons.): Auch wir stimmen dem Gesetz zu und freuen uns, daß es uns vorgelegt wurde Es ist erfreulich, daß die Jugend von der Berührung mit den Gerichten ferngehalten wird. Wir haben wohl einige Bedenken. So haben wir z. B. einen solchen Respekt vor der Lieo"nswürdigkeit der Damen, daß loir sie lieber nicht in einem so ernsten Am: wie das der Schöffen sehen würden. Mit der Einschränkung des Loyalitätsprinzips sind wir einverstanden, ebenso daß in weiteren Fällen die Oeffentlichkeit ausgeschlossen werden kann. Doch erscheint uns die hier vorgeschlagenc Einschränkling des Loyalitätsprinzips als zu weitgehend. Abg. Dr. v. Liszt (Vv.) : Mit lebhafter Freude und Genugtuung begrüßen wir unsererseits ein Vorgehen auf dem Gebiet der Jugendgerichlsbarkeit Allerdings hat sich unsere Freude etwas gemilDert, als wir von dem vorliegenden Entwurf Kenntnis erhielten. Er entspricht nicht den Fortschritten, den die Bewegung überall und namentlich in verschie- denen Staa'en des Auslandes gemacht hat. Bahnbrechende Arbeiten darüber sind in ihm nicht erwähnt worden. Von Jugend- staatsanwälten und Jugendgerichtshöfeu, die mehrfach in Tätigkeit sind, kommt in der Vorlage nichts vor Das ist uni so bedauerlicher, als w'- auf die Reform des Strafrechtes noch lange Jahre werden warten können. D ! e be b i n ’ t e Verurteilung ist eine durch vns durch reformbedürftige Maßregel. Es muß für lange zurückliegende Strafen ein- Rehabilitation geben. Die Zusammensetzung des Jugendgerichtes muß ausdrücklich im Gesetz fest- qelegt werden; in irgendeiner Beziehung müssen diese Gerichte obligatorisch gemacht werden. In Bayern ist das heute schon ein« geführt. Da müßte es auch «n Preußen gehen. Die Durchbrechung des Legalitätsp'i:-zi;>s geht mir in dem Entwurf viel zu weil Wir brauchen dafür eine klarere und bestimmtere Form. Die Sachs 'st wichtig gsnuo um in einer Kommission von 28 Mitgliedern beraten zu toerhen; w-r beantragen demgemäß eine solche. Abg. Posviech (Vole): Mit besonderer Gründlichkeit muß in der Kommission die Frage geprüft w-iden, c'- Frauen als Schöffen zugezogen werden sollen. Die Fürsorgeerziehung gilt als Strafe und darf deshalb nur im äußersten Falle ar "wandt werden Wir haben aber die Erfahrung geni< cht, daß au8 nationalen Gründen die Kinder polnische- Eltern in Fürsorgeerziehung gesteckt wurden, um die Estern zu strafen. Dieses verfehlte Mittel zur Germani- fierung der Polen ist beispi'''°weise beim Wreschener Schul- streik angevandt worden. Verwerflich und unsittlich ist jene staatliche Jugendpflege, die der Jugend die Muttersprache rauben will. Abfl. Warmnth (Np.): Bei aller Hnchacktnna vo. unteren Frauen muß ich dock der Forderung wwerspreck-'n, sie als Schöffen heranzuziehen. Ick halte Frauen nicht für geeignet, Richter zu sein. Es ist doch nicht berechtigt, wein der Abg Stadthagen von den Fürsorge-ErziehungS' Anstalten sagt in ihnen würden die jungen Leute zu Verbrechern erzogen. Diese Anstalten wirken doch außerordentlich segensreich Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen. Die Vorlage geht an eine Kommission von 28 Mit- iliedern. Sie revidierte pariser Debeteintunif mm Schuhe des peroerblidien Eigentums. Staatssekretär Dr. Delbrück: gibt der ersten Lesung dieser Uebereinkunft und dem Gesetzentwurf zu ihrer Ausführung ein kurzes Geleitwort. Abfl. Dr. Jnnck (9?afl.)e Wir halten es für unsere Pflicht, gerade im Deutschen Reichstag immer wieder auf die Wichtigkeit solcher Staatsverträge h>u- zuweisen, die, wenn sie auch nur das geistige Eigentum betreffen doch zu den erfreulichen Erscheinungen in den Beziehungen der Völker gehören Es ist interessant, wie der Nnionsgedanke immer weiter und schärfer ausgebildet wird. Jetzt sind schon die Bestrebungen im Gange nach Schaffung eines einheitlichen Rechtes auf dem Gebiete des WurenzenhenrechteS, ein Weltmarktsrecht. Die Klarheit und Uebersicktlickkeit unseres Rechts ist eine Forderung die man immer und immer wieder erheben muß. Der Redner betont u. a die No'wendigkeit der Regelung der öerbanbSfrage. Jetzt ist wieder ein großer Fortschritt auf dem Gebiet des Rechts gelungen, nicht nur des nationalen, sondern, des internationalen. Das wird untere guten Beziehungen zu den anderen Völkern stärken (Beifall) Die Vorlage geht an eine Kommission. das Relchsami Ses Znueru. (Erster Tag.) Dazu liegen eine Reihe Resolutionen vor, die mit zur Debatte gestellt sind, Abg. Fischer (Berlin, Soz.): Auf dem Gebiete derSozialreform geschieht gar nichts mehr. Von den Februac-Erlassen spricht heule kein Mensch mehr. Die preuß-sche Thronrede bezeichnete die Wahlreform als dringendste Aufgabe. Tie tbnigstreuen Parteien aber treiben damit — um parlamentarisch zu bleiben — Fußball. Genau so gehen die Reichsbehörden mit den Februar-Erlassen um. Minister Delbrück geht sogar schon so weit, daß er den Arbeitern das Koalitionsrecht abspricht. Das war wohl feine Rede ex abrupto. ilVir aber fürchten uns nicht, denn die Entwicklung steht nicht still. Das beweisen die 110 Sozialdemokraten hier im Hause und die i'A Millionen Stimmen im Reiche. Sozialer Geist ini Reich samt des Innern? Ach, du lieber Golt. Das ist derselbe soziale Geist, der bei der Reichsversicherungsordnung dir Landarbeiter und Krankenkassen entrechtet hat, und der die Witwen und Waijen nut Hungeiprämwn abzufinden hat. Ja, die Agrarier wollten sogar ein Geschäft damit machen. Es wäre ihnen gelungen, wenn wir sie nicht gebrandmarkt hätten. Der Redner verliest eine amtliche Verfügung, wonach die Generalkommissionen davor getuarnt werden, Gehälter zu zahlen, die über das normale Maß hinausgehen. (Hört! Hörtl) Es heißt da: „Es empfiehlt sich, nur jüngere Kräfte anzunehmeu (Hört! Hörtl) und diese durch noch jüngere zu ersetzen, wenn die ersteren sich verheiraten wollen." (Hört! Hört! und Pfuirufe.) Bei den Kanalbauten verwendet man nur Galizier und Russen, damit man an den Löhnen spart. Und wenn dann ein Streik kommt, bann holt man die Kleinkalibrigen unb bie Maschinengewehre heran! Ein Beispiel vom Germanischen Museum in Nürnberg. Dort wird eine Kraft verlangt, mit abgeschlossenem Unwersitätsstudium in Kunstgeschichte. Monatsgehalt — 100 M (Lebh. Hört! Hört! und Entrüstungsrufe.) Das ist der soziale Geist, der bei uns herrscht. Und nach einer Verfügung aus Marinekreisen wünsckt man, daß die Marineingenieurc und Seeoffiziere nicht aus denselben Familienkreisen stammen. Die Ingenieure sollen in die Kreise heruntergedrückt werden, zu denen sie gehören (Hört! Hörtl), denn die ehrliche Arbeit der Hände schändet ja! Das ist diese elende Hochnäsigkeit, die nur danach fragt, woher ein Manu kommt. Ein Mann kann berliebctt und verludert sein, wenn er nur aus hohen Kreisen stammt. Schon das genügt alles, um den Staatssekretär a l - Sünden bock a b z u s ch I a ch t e n. Ganze Stöße von Resolutionen sind unberücksichtigt geblieben, und da bestreitet der Staatssekretär, daß man von einem Stillstand der Sozialreform sprechen kann. Bei uns aber — das ist das hervorstechendste Moment unserer ganzen Sozialpolitik — gilt allein der Wille Preußens, der Wille des preußischen Junkertums. Noch nie ist eine Regierung in solch beschämender Abhängigkeit gewesen, wie die jetzige. Wie die Bettler müssen die Minister an die Junker heran- treten, wenn sie etwas erreichen wollen, und das geht so herunter bis zu Baaatellen, wie die Einführung einheitlicher Wahlurnen für daß ganze Reick Tie Reichsregierunfl würde diesen einstimmigen Wnnfck des Reichstages gern erfüllen, aber der Reichspolizei m ini st er erlaubt es nicht. (Hort, hört? bei den Soz.) Dr. Delbrück scheint einen förmlichen Bittgang beim preußischen Minister des Innern, v. Dallwitz, gemacht zu haben, er möge seinen Widerstand aufgeben, da jetzt auch bie Konservativen an der Kundgebung des Reichstages beteiligt seien. Der Reickßstaatssekretär muß im Reichstag nach dem Willen des preußischen Polizeiministers, vielleicht gegen feine bessere lieber zenanng polemisieren unb argumentieren. Ist bas nicht geradezu beschämend? lGroße Unruhe bei den Soz.) Auch der Reichskanzler, der ja zugleich preustifcker Ministerpräsident ist, muß hör dem Willen der preußischen .Kanalrebellen zurück- weichen. Im Jahre 1910 wurde ini preußischen Ministerrat im Hinblick auf den damaligen Widerstand der Konservativen die 'neMifnfcraf>ima über diese Angelegenheit vertagt, und der Reichskanzler fah sich gezwungen, fein Bedauern cniszndrücken, daß er nickt in der Lage fei, feine Zusage noch in dieser Tagung ein- zulösen. Und derselbe Reickskanzler stellt fick hier hin unb erklärt stolz: Meine Regierung steht über ben Parteien. (Stürmisches Gelackter bei den Soz.) Hnurrenb muß er tun, was bie preußischen Junker wollen, unb knurrend unterlaßen was sie verbieten. Wenn diese gottgewollte Abhängigkeit nickt gar so beschämend wäre, dann müßte man darüber lacken. kSehr aut! bet den Soz.) Die Situation ist jetzt ähnlich wie vor zehn Jahr-m bei Einführung der Wahl- nmfchläge Tie Reichsregierunfl scheint zu wissen, daß die Landräte a la Halem und bie Wablkommisfare ä la Sckwetz auf bie Instruktionen pfeifen. Das erklärt auch, warum der Reickskag immer wieder Beschw^rd«- erheben muß über bic skandalöse Wahlbeetnfluijung, und das feit zehn Jahren jeder Landrat sich lustig machen kann über den Deutschen Reichstag, der es bis zur Stunde nicht fertig bringen konnte, daß die preußifch'N Landrate zum politischen An st and erzogen werden. (Sebr gut! links.) Ich denke, jetzt wird der Reichstag das Zugeständnis der Wahlurne vielleicht bekommen aber ich bin dessen nicht ganz sicher. Denn eß sollen vor kurzem Anweisungen an die Kommissare her preußischen und der deutschen Regierungen er g, an - e n jein, daß s i e alle Vorlagen, bie be m Reichstag zugehen, erst be r preußischen Staatsregierung zur Begutachtung übergeben. (Stürmische Entrüstungszurufe links.) Ich weiß nicht, ab diese Anord' ung durch das Bestreben geleitet ist, die erforderlich'' Einheitlickkajl in der Politik des Reiches und Preußens zu fördern. • (Gelächter links.) Der Staatssekretär, dessen Vorgänger einst erklärt hat, ein Staatssekretär, der die Staatsarbeiter au-3 der Gewerbeordnung ausschlösse, märe ein Staatssekretär gegen die Sozialreform, erklärt jetzt, bie Staatsbetriebe verfolgen gar keine wirtschaftlichen Interessen. Gewiß, bie höchsten Gerichte haben diesen Standpunkt bestätigt. Der Zusammenhang zwischen Reichsamt des Innern und dieser Auffassung der Gerichte ist ganz klar. Tie juristischen Autoritäten, ach, die verstehen es ja. in das Gesetz das Gegenteil dessen hineinzuinterpretieren, was bet Gesetzgeber hineinlegen wollte. War denn da? Reickrsgericht je etwas anderes als da? In. ftrument, durch das sick die Regierung für ihre Politik die juristische Begründung geben läßt? Weshalb war denn damals der Widerstand gegen den Sitz des ReickSgerickts in Berlin? Hier handelt es sick aber gar nickt um juristische Fragen, sondern uni den sozialen S'nn der Gesetzgebung und die soziale Pflicht des Reichsamts des Innern. Wenn das Gesetz so lautete, wie es jetzt der Staatssekretär interpretiert, dann müßte er eher heute als morgen vor den Reichstag treten und eine Abänderung des Gesetzes verlangen, das sozial so schmählich, so widersinnig, so gemeingefährlich ist. Bezeichnend ist, daß die Zentrumsarbeitersekretäre fein Wort deö Tadels dagegen haben. Zum Gaudium aller Arbeiterfeinde jubeln fie dem Staatssekretär zu. Ihr Vorgehen gegen ben sübbeutschen Eisenbahnverband allein schon nimmt ihnen jedes Recht, über Terrorismus zu Hagen.' '(Unruhe urt Ztr.)' Die christlichen Arbeiterführer sind sa jetzt in einer ungemütlichen Situation. Was die Siebe des Staatssekretärs für die christlichen Gewerkschaften wert ist, das Laben Sie ja letzten Sonnabend im preußischen Landtag und dem Munde des preußischen Handelsministers gehört. Machen die Christlich-Sozialen mit ihren Forderungen Ernst, dann fliegen sie auf die Straße. Das ist dis Liebeserklärung. Ja, wenn sie Verräter sind zugunsten des Unternehmers gegen ihre Klassengenossen, dann häuft der Staatssekretär Lorbeer auf Lorbeer auf sie. (Lärm beim Ztr. Der Redner apostrophiert unter dem Beifall seiner Freunde dem Zentrumsabg. Coßmann.) Die bischoflst Deklamation der Eneyklika ist das Narkottum, das bei d^r Operation die Schmerzen mildert. Ich traue aber den katholischen Arbeitern das Verständnis zu, daß sie sich fragen, für wen die Eneyklika ist. Die katholischen Unternehmer, bte können nach der Eneyklika ruhig mit den Evangelischen, den Jüdischen, ja selbst mit den Freimaurern zusammen gegen die Arbeiter vergehen. Tie liberale Preste hat geglaubt, daß bte letzte Rede des Staatssekretä's Delbrück eineVerbeugung vor dem Zen. trum gewesen sei und eine Empfehlung für die Nachfolge im Reichskanzleramt. Wer aber die Stellung der Regierung zur Arbeiterbewegung kennt, dem mußte diese Rede als ganz selbstverständlich erscheinen. Peinlich wäre die Situation für den Staatssekretär wohl nur geworden, wenn der Papst eine Ency° klika gegen die Unternehmer erlassen hätte. Aber das brauchte er nicht zu befürchten. Für bie Nichtbesitzenben hat man nur bie Bettelsuppen der christlichen Charitas. Die katholische Kirche "?ht uberaO auf feiten bec Ausbeuter. Wie Sozialdemokraten treiben Arbeiterpolitik um der Arbeiter willen. Deshalb begrüßen wir jede Organisation, die die Interessen der Arbeiter vertritt. Wir können warten, denn unser Reich ist nicht von heute, (Lebhafter Beifall bei den Soz.) Staatssekretär Dr. Delbrück: Es lag nicht mehr in meiner Absicht, heute auf die Ausführungen des Vorredners im einzelnen einzugehen; ich hielt es sür richtig, darauf erst zu erwidern, wenn auch die anderen Parteien zu Worte gekommen sind. Ich möchte nur eins feststellen: Der Abgeordnete Fischer hat in seinen Ausführungen ein Votum, daS ich in meiner Eigenschaft als preußischer Staatsminister an das preußische Staatsministerium gerichtet habe, als Material benutzt, das nur durch einen groben Vertrauens bruch (Sehr richtig rechts, Unruhe und Lärm links) in seine Hände gelangt sein kann. Ich kann nur sagen, daß ich mich dagegen verwahren muß, baß Material, das in dieser Weise in die Hände des Reichstags gelangt ist, gegen die Regierung vertoendet wirb. Daß ich mich verwahren muß, liegt in Ihrem unb auch in unserem Interesse. Mit Rücksicht auf bie Achtung, bie wir vor Ihnen haben, unb wie Sie, wie wir hoffen, auch für uns haben. Wenn Sie das Material in dieser Weise beschaffen — (Tie weiteren Worte des Staatssekretärs gehen in der brausenden Zustimmung der Rechten und der stürmischen Unruhe der Sozialdemo- kraten verloren.)^ Abg. Fischer (Soz.):' Die Aeußerulig des Staatssekretärs befremdet mich gar nicht. Der Vorwurf des Vertrauensbruchs trifft mich nicht. Ich weiß nicht von wem ich das Material habe (Lachen rechts), ich habe auch nichts dazu getan, es zu bekommen. Der Staatssekretär hätte recht mit seiner Verwahrung, tvenn sie nicht von einer Seite käme, die jährlich Tausende und Zehntausende benutzt, um solchen Ver- IcauenSbruch zu begehen. Wir können im Reichstage ebenso dagegen Verwahrung einlegen, daß sie eine Geheimpolizei unb auB unseren Steuern Elemente besoldet, die in unseren eigenen Räumen des „Vorwärts" solchen Mißbrauch treiben. Es ist deshalb von unser r Seite kein Mißbrauch, wenn von dort eine solche nichtswürdige Praxis nicht verurteilt wird. Sie werden deshalb entschuldigen, wenn ich nicht viel Wert auf Vie heutige Verwahrung lege. (Unruhe rechts, Beifall bei den Soz.), Präsident Kaempf: Sie dürfen gegen die Negierung nicht den Vorwurf erheben, daß sie eine nichtswürdige Praxis betreibt. Dienstag 1 Uhr: Kurze Anfragen, Weiterberatung. ßchluß gegen 6 Uhr. Gedenket der hungernden Vögel! Aur Stadt und Land« Gießen, 14. Januar 1913. ** Ausz e ich uuiiflcn beim preußischen Ordens- s c ft. Es erhielten den Roten Adbi Orden 2. Klasse mit Eichenlaub die Generalmajoren Noel de ch e n, Kommandeur der Hess. .Fcldartilleriebrigade, F r a n t c, Kommandeur der 2. Hess. Ju- jauteric-Brigadc, unb von Rand n w, Kommandant von Darmstadt; den Roten Adlcrorden 4. Klasse den ^aupt eu.cn Lcsz ner int 5. Hess. Infanterie-Regiment Ar. 168, K rüg von Nidda und von Liens er im Groß!.. Hess. Artilleriekorps, 1. Hess. Feldartillerie-Regiment Nr. 25, Oberstabsarzt Dr. Binder, Regimentsarzt des Leib-Dragoner,Regts. (2. Hess.) Nr. 24, Stabsveterinär Dr. Jacob beim Leib-Trag.-Regt. <2. Hess.) Nr. 24, die Kriegsgerichtsräte B u x m ann und Dr. Heß bei der Hess. Division; den Kronenorden S. Klasse Oberstleutnant z. D. Freiherr Treulich von Buttlar-Braudenfels, Kommandeur des Landwehrbezirks II Darmstadt; den Kronenorden 4..Kl. Zeughauptmann Lempen beim Artilleriedevot in Mainz, dem Ober-Militär Intendantur-Sekretär Buggisch bei der Imen- bantur ber hessischen Division, den Oberzahlmeistern Block beim Inf.-Regt. Prinz Karl (4. Hess ) Nr. 118 unb Klein beimVcib- garbc-Jnf.-Regt. (1. Hess.) Nr. 115; das Kreuz des Allg. Ehrenzeichens; das Allgemeine Ehrenzeichen in Silber der Vizewacht- meifter Mehring im Garde-Drag.-Regt. (1. Hess.) Nr. 23, bie Garbe-Sergeanten Knodt, Roth in ber Hess. Gardc-Unteroff.- Kornp., Unterzahlmeister Rein eck im Inf.-Regt. Prinz Karl (4. Hess.) Nr. 118, Garn.-Verwalter Unterinsp. Frick, zugeteilt bem Garbe,Trag.-Regt. (1. Hess.) Nr. 23, Unterzahlmeister Lenz im Garbe-Trag.-Regt. (1. Hess.) Nr. 23, Sanitäts^Vizefelbwebel Horn im Leibgarde-Inf.-Regt. (1. Hess.) Nr. 115, Sanitätsseldw. Schwinn am 2. Hess. Felbart.-Regt. Nr. 61, Feldwebel Krauß im Inf.-Regt. Prinz Karl <4. Hess.) Nr. 118, WachtmeisterD ecken- b a ch, Vizewachtmeister Koch im Großh. Art.-Korps, 1. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 25, Vizewachtmeister Kluska im 2. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 61, die Unterzahlmeister Etling im Leib- gardc-Inf.-Negt. (1. Hess.) Nr. 115, 23 eit ft ein im 5. Hess. Inf.-Regt Nr. 168, Feldwebel Vogel im Inf.-Regt. Prinz Karl (4/ Hess.) Nr. 118. ** Der Konzertverein eröffnet die zweite Reibe seiner winterlichen Konzerte am Sonntag, 19 Januar, in der Aula mit einem K ü n st l e r a b e n d, ber vielen eine freubi>c Ueberraichitng bringen wird. In letzter Stunde ift ein Künstler gewonnen Worten, der bei unseren Musikfrennben von früher her in lieber Ermne» nng unb ungeteilter (Äunft fleht. „Wenn man sich einen Pianisten vorstellt*, so äußerte stch jüngst ber Kritikei des Wiener „Mer'ur" über ihn, „ber bie Vorzüge aller anbcren lebenben Klavierspieler in sich nfleitt vereint, ober besser gesaut, bem keinerlei s bwache Seiten seiner Knnst nachaetvirfen merben können, betten kolossale Technik nicht burdt geringeres musikalisches 2lnsbriicksvermögen gleichsam wettgemacht wirb, besten Anschlag so singend ist, baß man meinen sollte, er müsse bie Force dieses Mannes bilden, besten Oktaven- und Terzenleichtigkeit so oder irdischen Plangelhastigkeit bar sind, daß mau wetten wollte, seine Kantilene könne nicht ebenso gepflegt fein, — kurz, wenn man sich einen Virtuosen denkt, von dem fein üerr Kritiker, ja nicht einmal ein .Kollege sagen könnte, was er steh bester vollendeter wünschte, so hätte man mit ast dem feine abstrafte Idealfigur, fein theoretisches Phantom, sondern ein höchst lebent>e§, sogar Konzerte gebendes Wesen gezeichnet': nämlich Wilhelm Backhaus." Der Künstler fehu von einer Amerifareise zurück, auf welcher _ er die größten vianistiseben Triumphe der letzten Jahre erzielte. Die dortige Presse Hat ihn als den müßten Pianinen gefeiert, der in neuerer Zeit bem amerikanischen Publikum erschienen ist. Sie schätzt in ihm vor allem einen Künstler, ber an die Seele rührt, und sagte bei seinem Weggange: „Hier ist einmal em Künstler, den man nur schweren Herzens wie einen lieb gewordenen Freund scheiden sieht." Auch anderwärts erfreut sich Backhaus gleicher Beliebtheit, wie ans bem Bericht der Rigaer „Rundschau" vom 14. Dezember 1912 bervor- öeht, ber den Künstler alio begrüßt: „Gestern gab es auch musikalisch ein unerwartetes Geschenk: einen Klavierabend von Wilhelm Backhaus 1 Ein Geschenk, das — wie es sich für ein solches ziemt — ohne alles geheime Mäkeln einzig mit aufrichtiger Erfrentheit entgegengenommen werden konnte." Auch für uns bedeutet das Auftreten des Künstlers eine musikalische Festgabe, da es nur einem Zufast zu verdanken ist, ihn für den 19. gewonnen zu Haben. Er war für diesen Tag bereits für Cambridge versagt, hat übe? zu gimften Gießens das donige Konzert abgesagt, wost'ir ihm sicherst b aste Musikfreunde zu Dank verbunden sind. Außer Herrn Backhaus wird eine jugendliche Geigerin, Fräulein Evangeliue A n t h o u y aus Loudon mitwirken, die im vergangenen Jahre in Darmstadt berechtigtes Aufsehen erregt .hat. Tie Begleitung hat Herr Professor Trautmann in zuvorkommender Weise wieder übernomn'ien. Landkreis Gießen. Ettingshausen, 12. Jan. Gestern abend hielt der Gesangverein seine Ha u ptv er s a m in l un g ab. Für - den aus dein Vorstand ausgeschiedenen Darinhändler Johs. Opper IIP wurde Zimmermeister Heinrich Seipp I. gewählt. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darm stadt, 12. Jan. Der 12anbe§verein vom Roten Kreuz hielt am Samstag nachmittag seine Hauptversammlung unter dem Vorsitz des Ge° nerasteutnants z. D. Korwan ab. Zu Ehren der verstorbenen Mitglieder Geh. Medizinalrat Dr. 9ceidbardt und Oberho'marschall v. Westerwester erhoben sich die Auweienden von den Silzen. Tie auSscheidendeu Vorstands- unb Aufsichtsrats- mitglieder Rittmeister Tiesieubach, Bürgermeister Müller und Ingenieur "Müller wurden wieder, an Stelle von Westerwester wird Kammerherr v. Oettinger, für Kommerzienrat Hicklei "Minckterial- n.t Weber, für Ncidhardt Major "Maas neu gewählt. Auch der Vorsitzende Korivan wird durch Zuruf wieder gewählt. Tie Rechnungen für 191011 wurden genehmigt. "Rach dem von dem Schatzmeister Hauptstaatsfassedirektor Dexheimer erstatteten RechniingLbericht haben sich die Einnahmen ans den Zweiovereinen nach dem neuen Voranschlag um Mf. 2600 erhöht. Tie Ausgaben für die Sanitätsnu.nufchaften betragen "Mk. 2600, für bie Ausbildung der Pfleger innen M. 2500, für bie Ergänzung der Lagerbestände Mk. 0000, für Unterstützung von Invaliden Mark Bei Nervosität (Neurasthenie) — welches Kräftigungsmittel? Dieser Frage müßte eigentlich die weitere iyrcige voraus-! gehen, ob es überhaupt Sinn hat, Neurasthenie, bei der1 es sich doch anscheinend mehr um Störungen rein seclisckfer Natur handelt, mit Nähr- und Kräftigungsmitteln beeinflussen zu wollen. Neurasthenie heißt Nervenschwäche. Und zwar sind nicht nur ein paar Nerven schwach, sondern alle die unzähligen Nervenfäserchen und Nervenzellen, aus denen unser ganzes Nervensystem, mit Gehirn und Rückenmark sich zusammen setzt. Lediglich schwach, nicht ctlva^ zerstört oder in Unordnung geraten; beides würde unheilbare Geisteskrankheit, Nervenlähmung zur Folge haben. Weshalb aber diese Schwäche? Alle Teile des menschlichen Körpers, so auch Nervenzellen uni) Fasern, müssen, um richtig funktionieren zu können, fortwährend Nahrung ausnehmen, sie verarbeiten,! und das Verbrauchte wieder avgeben. Aufnahme und Abgabe müssen sich die Wage halten. Sind die Einnahmen nicht genügend, oder die Ausgaben zu groß, so wird bald 1 aller Arbeitsstoff verbraucht. Die Leistung des betreffenden Teiles läßt nach, seine Kraft erlahmt. Die Neurasthenie beruht, wie wir jetzt wissen, auf solcher Störung im Stoffwechsel der Nervensubstanzen, in ihrem „Haushalts- oder Bndgetgleick^ewicht." Und zwar sind bei den Nervösen die Einnahmen vermindert. Bei Laien besteht allerdings meist d-ic entgegengesetzte Ansicht, wonach Nervöse Leute sind, deren Nerven sich infolge Ueberanstrengung „verausgabt" haben. Man nennt die Neurasthenie die Kranklfeit der modernen Zeit, die in ihrer Hast immer höhere Anforderungen an das Nervensystem stellt und es vorzeitig erschöpft. Das trifft sicher teilweise zu, wenn auch nicht ausschließlich. Denn Neurasthenie gibt es, solange überhaupt Krankheiten und insbesondere 'erschöpfende, schwächende Krankheiten existieren; solange der Mensch Hunger und Entbehrungen kennt. Wenn, wie kaum zu leugnen ist, unsere Zeit mehr| Nervöse schafft, so sind die hohen Anstrengungen, die sie uns überhaupt zumutet, sicher nicht allein schuld. Denn nervcnmitnehmende Aufregungen „ftrieg, Pestilenz und böse Zeiten" boten frühere Jahrhunderte auch reichlich. Angespannteste rastlose Nerventätigkeit, leisteten schon immer große Künstler, Gelehrte, Politiker, Feldherren und Forschungsreisende, ohne der Neurasthenie zu verfallen. Es ist eben, wie wir wiederholen, diese Erkrankung eine Störung im Stoffwechselgleichgcwichr des Nervensystems. Dafür spricht auch, daß sie häufig im Gefolge aller zehrenden, das Körpergewicht herabsetzenden Leiden, so besonders aller Stoffwechsel und Berdauungstrankheiten auftritt. Magen- und Darmleidende werden schließlich alle mehr oder weniger nervös. Für den Arzt gilt es deshalb als Grundsatz, in jedem Falle von Neurasthenie auch den Ernährungszustand zu beben. Dazu werden heutzutage zwcck- mäßig künstliche Nähr- und Kräftigungsmittel mit verwandt. Mrn inöchte cs scheinen, als ob beim Neurastheniker gerade solche Mittel angebracht wären, die besonders Nerven ernähren können, lind eine eifrige Reklame empfiehlt dann auch in neuester Zeit Präparate, die sic als „Konzentrierte Nervennahrung" -bezeichnet, weil sie die angeblich wichtigsten Bestandteile der Nerven enthalten. Aber die Wissenschaft kennt keine direkte Nerven- nahrung. Wie wäre es auch denkbar, ein so ungeheuer kompliziert, aus unendlich vielen, noch gänzlich unerforschten Stoffen zusammengesetztes Werk wie unser Nervensystem, erneuern, ernähren zu wollen, indem man ihm irgendeinen einzigen oder wenige seiner Bestandteile zuführl. Es spielt aber für die Ernährung des tierischen wie auch des menschlichen Organismus bekanntlich das Eiweiß bezw. dessen Bausteine, die Hauptrolle. Deshalb werden auch die Eiweißkörper als Nährmittel für Nervöse von den Aerzten mit Vorliebe empfohlen. Besonders, wenn es sich um ein so reines und leicht verdauliches, weil bereits aufgeschlossenes Eiweiß handelt, wie es z. B. itt der Somatose gegeben ist. Die Eiweißstoffe der Somatose sind schon auf eine höhere Berdauungsstufe übergeführt, so daß sie nicht, wie die üblichen Nährstoffe selbst, den ganzen Verdauungsprozeß 5000. Ter Voranschlag findet Genehmigung mit bem Rechte der gegenseitigen Ueberlragung einzelner Posten. Ten Jahresbericht erstattet ber Vorsitzende. Tie Zahl der Zweigvereine ist von 54 auf 59 gestiegen. Tie Zahl ber Schwestern ist auf 482 gestiegen, bie Zahl ber Helferinnen auf 153. lieber bie S a n i t ä t s f o l o n n en berichtet Generalarzt Tr. L i n b e m a n n, baß in Hessen jetzt 30 Kolonnen mit rund 1500 Mitgliedern bestehen. Neu würben solche im letzten Jahre m Ober-Ingelheim, Eberstadt und Erzhausen gegründet. Tie ständigen Rettungsmcmnschasten sind im letzten Jahre in 8 00 Fällen in Tätigfeit getreten. "An Jiwaliben-llnterstützungen wurden i. I. 1911 Mf. 1- 294, 1912 Alf. 11 200 ausbezahlt. (ßcricbtsfaal. w. Perlin, 13. Jan. Im Prozeß Sattler bekundeten heute zwei Zeugen, sie hätten die Geschäfte Sattlers für korrekt gehalten, da ihnen Rechtsanwalt Jaffe diese als korrekt 'bezeichnete. Der Vorsitzende' forderte daraufhin den "Rechtsanwalt Jaffe auf, die Verteidigung vorläufig niederzulegen, da er gleich nach der Pause als Zeuge vernommen werden solle. Landwirtschaft. * Wiesendüngung. In einer mittleren Ernte von etwa 30 Zentner (von 1 Morgen) Wiesenheu sind uiujcjäln 45 Pfd. Stickstoff, 20 Pfund PhoSphvrfäure und 60 Pfund Kali enthalten Abgesehen vom Stickstoff, der wenigstens zum Teil aus der Lust entnommen wird und daher nur teilweise tbcr bei überwiegendem Vorhandensein von Klee- und Wickenarten gar nicht ersetzt zu werden braucht, sind zum Ersätze der entnommenen Nährstoffe 1—11/2 Zentner Thomasmehl und 4—5 Zentner Kainit'oder etwa li/2 Zentner lOprozeittiges Kalisalz notwendig. Bei größeren Ernten und da, wo die Wiese verbessert werden soll, ist dementsprechend stärker zu düngen. Vor allem gebraucht die Wiese sehr viel Kali, waS noch vielfach, besonders auf nährstoffarmen Böden, nicht genügend beachtet wird. Ebenso ist auch eine Kalkdüngung alle paar Jahre auf den meisten Wiesen unerläßlich.__________ Sport. Innsbruck, 13. Jan. Bei dem gestrigen Bobrennen in K i tz b u e h l um die M e i st e r s ch a f t T i r 0 l s stürzte der Bob Dr. R e t t i g s-München um. Tie Schwester Rettigs wurde schwer, die übrigen Fahrer leicht verletzt. Ter Bob eines Innsbrucker Herrn überfiihr zwei Knaben, einer erlitt einen Ober» schcnkelbruch. Vermischter. ’ Große Wäsche in N 0 m. Italien gilt nicht gerade als Land der Reinlichkeit und seine Hauptstadt hat, in diesem Punkte nicht viel voraus, aber, waS Bett- und Leibwäsche anbelangt, ist der Römer peinlich sauber unb deswegen wird in Nom fleißig gewaschen. Anders allerdings als in Teutschland, und die deutschen I ?trlm jfiaqbeburg 2fl(lC Hf 1*1» X« die Gewinc Xuma 1. Ziehung 1 (228. Königli Zlehuaß v [ifalflibetg kclen litolau ! MS tzS Ns 1 '1J' «ate, nMr' id«- FS Cfitcrrcta) ÜMsbewAlN SSL Kerita erhöhte (Ohne Oewihi 80 373 li; 466 643 986 3 4211 I100J 386 4199 220 602 ( 620 45 856 95 £ 273 93 706 10051 135 < 72 412 160OJ 57 14093 216 '357 Hausfrauen würden mit dem Verfahren vielleicht nicht i mmer einverstanden fein. Wachstätte ift gewöhnlich der laufende Brunnen I (loutHiia) im £>ofe, bei bem sich zu diesem Zwecke ein mehr ober minder großes Steinbecken befinbet. Sie genügt, denn gekocht wirb bie Wäsche nicht. Zur großen Wäsche (bacato) wird zuerst durch Abkochen von Kohlenasche eine Art Lauge (lescivai hergestellt, mit der man die zu reinigenben Geaen'iänbe bcbanbelL Tann werben diese in das Brunnenivasser getaucht und auf bem Rande des Beckens oder auch auf einem Brette mit der Faust ober, was ber Wäsche wenig bekömmlich ist, mit einem Steine geklopft. Schmierseife wird nur manchmal verwendet. Gemangelt wird die Wäsche nie, die Trehrolle ist unbekannt. Das Bügeln ober Plätten geschieht fast nie im Haufe, sondern wie bei uns in besonderen Plättinstituten, wo bie Plätterinnen (stiratrice) genau so hantieren, wie bei uns. * Gefährliche Zeiten. Ein Fremder spazierte am letzten Sonntag abend nichtsahnend durch die Neuhauserstt'aße zu Münck-en. Plötzlich blieb er starr vor Schrecken stehen, gab seinem Begleiters einen Stoß in die Saite und wies auf eine lange Mcilschenmajse, die vom Bahnhof durchs Dor hereiuström te. Zitternd ob der cuieiieu Worte, horchte er: „Ist der Landsturm schon mobil?" Der andere beruhigte ihn: „Tas sind Schiläufer!" * Kindermund. Ter vierjälMge Herbert fragt bei Tych: „Mutter, wie ist das eigentlich mit dem Essen? Fällt das direkt in den Magen hinunter oder rodelt es hinunter?" Getreidc-Wochcnbericht b?T Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrals vom 7. bis 13. Januar 1913. Tas seit einigen Tagen herrschende Frostwetter war bisher I nur im Westen und Süden des Reiches 'von Schneefällen begleitet, [ so daß Besorgnisse für die ohnehin schwach in den Winter gc- I fommenen Saaten bestehen. Auch sonst fehlte es in der Berichts- I woche nicht an befestigenden Anregungen. Die westeuropäischen I Verbraucher, die im Hinblick auf die große Welternte bisher nm I für den unmittelliarcn Bedarf gesorgt hatten, sahen sich in il)rer ■ Erwartungen insofern enttäuscht, als bie unter günstigen Verhält- I nissen cingebrachte La Plata-Ernte noch keinerlei Truck auf die Preise ausgcübt hat. Vielmehr ist durch die in der letzten Wockie erzielte Einigung in der Kontraktfrage das Geschäft mit argentinischem Weizen leblwfter in Gang gekommen, wobei die Exporteure sich die Gelegenheit, höhere Preise durchzusetzen, nicht 48 664 772 655 47 54 71 759 H 228 379 565 78 20116 33 31 98 842 2 2228 3k 222 40 427 556 315 655 2 5065 1 698 813 952 21 Ncc tidj war am ?ci »3 650 810 911 30331 410 61 605 3 2076 193 ■ 131 340’5 190 c 61 752 36040 2k M 854 84 938 31 40108 271 7 607 4 2 554 748 9 682 4 4070 429 6 17 1100) 737 8; 47121 211 319 48015 251 80 4. 50207 68 IU 617 38 740 52411 53080 119 366 7f 739 941 Ä> ,’f 5‘ 6K 849 5 7492 K N7 59194 229 351 Wl32 87 276 972 63' 78 81 419 904 24 321 4C6 M 686 V Ml 199 815 951 16182 296 4< 07 37 8 8 2 87 7 4 29 319 77 436 1 •U9 734 92 819 76172 442 73 i 80173 253 82473 gi3 47 , 68 8 4392 506 892 86043 84 197 468 523 58 89026 54 5, 80170 385 624 2- 905 921 626 66 1100] öl 208 25 99 524 X. 689 67O 798 3*8 476 771 800 I durchlaufen müssen. Der meist geschwächte Verdauungs» , apparat bei Nervösen braucht zu ihrer Verwertung deshalb ! viel weniger Arbeit, als wenn man ihm unverändertes j Eiweiß anbietet, wie es in den gewohnten Speisen (Fleisch, 1 Eier usw.) enthalten ist. Dre Somatose besitzt außerdem noch die sehr wertttollc i Eigenschaft, die Absonderung der wichtigen Verdauungssästc zu verbessern und überhaupt den ganzen Verdauungsapparat zu einer erhöhten, gewissermaßen neubelebten Tätigkeit anzuregen. Damit verbunden ist eine natürliche ! Wiedererweckung und Steigerung des Appetits, der als ! unentbehrliches Gewürz zu jedem Mahle gehört. Mit den bisherigen Ausführungen soll freilich nicht i gesagt sein, daß Nervosität nichts weiter als eine bloße Ernährungsstörung sei; ein enger Zusammenhang zwischen , beiden ist aber oft nachweisbar Tie auch vielen Laicn bekannte Tatsache, daß heftige seelische Erregungen, be- i sonders Verdruß und Aerger, „sich auf den Magen schlagen", wie man landläufig zu sagen pflegt, — bestätigt unsere These. Wenn hier nun von der Somatose als von einem für Nervöse besonders geeigneten Stärkungs- und Kräftigunys- mittel gcsprock)en wird, so würde es nicht genügen, dies allein auf rein theoretische Behauptungen und Vermutungen : zu stützen Auch die Präzis, die immer noch das ausschlag- ! gebende Urteil spricht, hat den äußerst günstigen Einfluß der Somatose bei Nervösen vicltausendsach bestätigt. Wer die ausgezeichnete Wirkung dieses Mittels selbst einmal I । erprobt hat, wird nicht unterlassen, bei allen Störungen । im „Haushaltsgleick>gewicht" der Nerven, die sich in vor- , gerückten Jahren besonders oft bemerkbar machen, immer wieder feine Zuflucht zur Somatose zu nehmen. Man verlange die Somatose in der nächsten Apotheke oder Drogerie. Außer der bewährten Pulverform ist die neue flüssige Somatose durch ihre beqüeme Gebrauchsweise besonders praktisch und beliebt. Sie ttnrd in zwei Geschmacksarten „süß" (mit Himbeergeschmack) und „herb" (mit Suppenkräutergeschmack) verkauft. Preis der Original- I flasche M. 2.50. ' C31/u. 4 « WtMi Worn ’^irtiA . J?eu ?ebafiet.welcheii,j |&^U(fenS «ncker’s pn L «Mii ",c,c Tc EL«- (+ 2) 194 (+ 190 (+ 3) (+^) (4-l’/2) (+2*/,) ) (- ) Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai (4- 2.25). Amerika erhöhte bei starkem' Aal jede gezogene Kammer «Ind znei gleich nahe tie- »at die lx>*e gleicher Kammer I» den beiden Abteilungen I and II SIS (Nachdruck verboten.) (Ohne Gewähr.) (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 11 20 40 836 602 72 822 SIS 616 768 141340 837 222 40 427 656 622 49 84 815 (200J 981 24113 271 808 92 911 30381 410 60 1100] 780 971 31124 67 216 21 531 432 983 81 586 660 773 924 68 165309 26 736 958 45035 88 100 65 472 62 779 166285 434 783 815 65 167030 164 281 933 4 6238 414 534 48 48186 96 715 51003 277 454 617 38 740 52416 99 606 716 83 877 t100| 984 >200] I 62236 406 92 SS 749 ,Zch war am Leibe mit einer M0 amt vorAlibi innen. B“/, MöWl'Me 351 K r ä ni e r. 6. Januar 1913 hin. B14/i Armenann an jedermanns Einsicht offen. Bw/1 158 Gießen i. 8 7 045 12 960 943 679 785 883 183003 72 338 461 762 «46 74 918 64 78 98 194081 191 273 617 >400) 769 911 195046 173 445 82 11001 604 710 34 37 34 113067 160 337 56 861 92 966 81 114017 18 67 201 347 93 670 698 933 76 533 781 343 545 667 737 798 72 699 12359 46 75 402 601 107 618 612 303 135 996 638 763 888 244 984 854 746 684 525 607 934 398 161 704 4 2 687 985 405 927 718 804 549 657 303 615 612 962 424 962 836 974 604 703 903 610 371 640 95 122052 431 42 82 1300] 511 14 797 >1001 123138 344 498 689 650 124217 369 715 60 125087 147 58 75 [300] 911 24 132013 872 79 135506 690 810 403 SOS 573 623 640 614 946 889 464 766 421 711 (+ ( + 64-7 953 543 164 1200] [1001 41 52 1) ) 2) 3) 1) 495 428 417 124 ( + (- (- 779 98 860 76 158066 122 236 76 11001 528 703 >100] 79 29 221 678 676 989 161622 458 902 163020 220 83 307 60 905 32076 193 475 549 63 95 [100] 33006 8 47 199 231 34035 190 344 650 703 911 60 35207 41 342 647 91 762 36040 253 73 681 841 977 37333 676 609 46 94 854 84 938 38107 39191 493 736 49 820 7 2 925 97 982 44070 429 697 87 >100] 737 823 47121 211 319 75 ♦9015 251 80 435 5 0207 68 >100] Leipzig Rostock Hamburg Düsseldorf Köln Frankfurt a. M. Mannheim Strastburg München 33110 574 77 634 34437 778 84 988 404 539 886 933 36166 457 572 884 33102 [100] 610 39019 [100] 92 96 67 331 90 413 74 905 41386 409 662 36 711 814 42 88 104069 127 252 302 685 778 899 994 105176 308 631 ,109] 701 6 804 932 >300| 85 106231 331 820 1 0 7050 132 392 463 889 1 08052 794 171321 437 90 856 173030 151 63 797 907 175244 45 177527 629 54 766 211060 06 115 SO 71 296 337 437 981 65 212048 65 00 266 794 213033 728 903 63 618 873 917 1 96143 44 >200] 231 335 40 675 197013 >10000) 38 70 93 >100] 127 222 85 469 7„-f 836 198069 114 268 307 [100] 446 199024 67 308 600 85 863 2OO026 101 94 796 848 201082 396 670 90 809 54 202161 329 637 792 203051 269 346 465 601 204021 379 661 659 >6001 969 205066 77 233 76 947 67 200126 67 >300) 87 472 562 617 44 45 961 78 207047 397 383 208071 73 182 316 47 669 770 884 995 209002 113 61 206 76 428 534 42 876 210007 37 70 177 419 617 85 $63 1300 ] 81 787 648 627 43 819 5 3285 87 565 87 58 34 631 787 35017 252 89 37306 732 37 187 359 602 40053 155 168180 253 743 808 13 19 169010 120 89 634 37 40 46 79 933 170538 86 691 171204 336 760 172580 96 91 983 173265 333 634 56 628 36 17 4281 175048 1400) 79 304 633 728 862 176583 Die Rechnung der Armenkaffe Gieffen für 1911 liegt ob 15. Januar d. IS. 8 Tage lang auf dem Städtischen 157020 692 159381 471 160125 162084 344 164101 476 116 261 627 779 997 1154 612 40 911 (2001 2251 364 683 821 3214 33 64 445 12001 SIS 22 4130 302 409 32 1100) 44 898 5056 [100] 264 96 312 603 754 69 800 6418 729 813 70 7298 716 [100] 805 76 8126 [300] 23 97 299 356 441 43 109045 74 358 65 92 684 722 76 110180 531 69 99 111164 209 349 959 112204 824 656 2X8 6 89 3-46 28 905 02154 284 360 70 619 31 937 9'3076 >400) 86 >100) 614 890 94024 286 364 607 791 95025 25 99 524 33 92 610 72= 28 42 860 96017 223 490 670 796 885 969 79 9 7320 466 558 862 98082 475 771 800 99044 159 349 616 765 82 240 423 25 718 79 819 979 0201 [100] 924 10070 433 695 821 11330 48 62 513 731 77 13260 472 602 731 14207 40108 271 73 449 657 964 [ 200 ] 41264 329 807 42554 748 913 16 19 87 4 3206 11 376 439 91 1OOC94 699 678 793 817 101108 19 295 315 [100] 7ö2 839 76 102081 132 329 64 730 892 163 <37 761 104153 336 693 SSO >100] 105106 77 612 [300] 34 >300] 731 106062 354 717 814 930 67 82 782 879 972 63015 [100] 419 76 607 844 64067 204 78 81 419 904 24 65528 736 SS 925 66064 113 274 321 406 503 886 67104 66 399 68670 743 69131 36 601 799 815 961 70182 296 430 66 71021 614 902 72232 67 87 91 378 82 87 74 54 >2001 863 73124 252 992 74001 53080 119 366 78 771 72 994 54066-324 ISS 941 63 76 55142 289 310 'S 713 04 HO4 849 57492 632 634 703 922 58468 827 59194 229 356 62 608 24 983 63132 87 276 821 61 73 [200] 61297 80 781 170161 267 72 453 504 763 890 172137 96 214 86 311 699 676 939 174033 46 99 408 626 723 1 3 5 535 >300] 618 35 702 878 136161 427 676 99 945 72 99 137119 >300] 66 689 665 742 |l00j 68 889 1 38111 723 1100) 139006 209 670 026 849 140013 612 710 851 65 141136 322 42 458 29 319 77 436 791 75029 250 875 76002 61 72 4 19 734 92 SIS 924 7 7063 193 331 934 7 6573 7*9172 442 73 632 80178 253 384 602 686 81058 604 883 82473 813 47 908 64 96 83071 116 331 432 676 (- (+ ä; 719 848 SS 901 45 115209 744 81« 25 11 <^15 117181 226 499 686 721 SIS 118554 119005 63 95 276 716 847 120044 545 610 900 121032 79 159 647 775 390 626 825 92 946 126000 197 288 312 734 127152 35’ 71 450 128462 73 635 79 129329 94 459 663 798 924 130531 70 78 799 131450 [100] 848 SO 196 757 133011 150 288 470 644 66 700 134059 157 336 >100] 627 41 836 73 83 934 [200] 107290 304 836 983 95 108164 357 664 652 785 977 109359 639 46 64 732 >300] 967 96 110474 731 87 860 046 11 1216 330 96 417 683 SSO ? 1 12006 334 75 466 859 78 83 931 1 13010 3.-6 613 25 66 921 36 114087 420 90 751 859 74 115037 99 173 588 668 765 1 16621 30 63 205 351 461 670 117023 60 247 411 630 >100] 891 118135 47 331 695 679 90 856 1 10628 68 126 653 730 85 902 >100] 12 120292 395 513 121078 1200] 101 27 379 81 673 846 122138 49 60 436 >10001 70 123463 938 124026 64 638 83 696 897 960 125017 125 258 490 SS 506 28 720 125135 223 34 341 786 926 127231 474 767 128048 142 206 16 62 31Ü 04 752 71 129067 86 98 648 67 87 799 871 981 130160 349 >200) 52 645 131061 101 632 132165 326 494 541 733 813 133325 46 522 709 864 134302 1 77281 466 721 87 817 902 >200] 96 178330 95 [1Ö0J 40 876 940 69 170059 SO 196 493 612 39 180161 296 389 586 633 792 181080 473 182504 40 607 808 183031 443 81 814 69 184128 1400] 92 428 768 >100] 185000 486 IJ6031 178 260 82 187146 245 347 416 582 626 188467 609 774 814 84 986 189174 >200] 764 190069 76 >400] 186 243 314 92 651 812 191073 231 385 618 98 803 >400] 192168 >10001 Nur die Gewinne über 50 tynrk sind den betreffenden Nummern in Klammern belgefilgt. 190 185 188 195 190 195 178 212.25 In den Wagen der städtischen Straffenbahn wurden vom bis 31. Dezember 1912 folgende Gegenstände gefunden: 1 Hutnadel, 1 Berliner Illustrierte Zeitung, zwei wollene Tücher, 2 Herrenschirme, 1 Aktenmappe Nur die Gewinne über 50 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigetiigt. 912 68 142 378 485 637 >100) 38 66 716 14347g [200] 623 30 73 888 907 144049 119 72 391 443 84 SSO 145123 73 1300] 878 146192 13001 837 907 147053 604 74 783 969 148139 603 79 767 019 97 149077 291 403 776 83 946 15C102 394 760 15,1261 152616 19 956 153031 687 656 792 154404 21 618 38 706 155101 95 239 382 635 606 16 916 36 156240 60 324 480 82 714 99 Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Giehen l. d. Lahn,- hier. Aulweggebiet. Zum Zwecke der ortsüblichen Beräffentlichung weise ich hierdurch auf die in Nr. 8 des Giencner Anzeigers vom 10. Januar 1913 veröffentlichte Bekanntmachung des GroffherzvgI. Feldberetnigungökommiffär, Friedberg vom Holzversteigeruna Donnerstag, den 16. Jan. 1913, vormittags 9‘/a Uhr, in den Distrikten FörsterSbrunncn, Steinrutsche u. Blatte >Abt. 77,80,81) Forstwartei Giehen II, Forstwa' t Arft, Hvchwart: 2 Rin. Eichennustscheit, 11,2 Rm. Hainbuchennuhscheit (2 Mtr. lang, gemischt mit Knüppel), 206,5 Nm. Buchen-, 72 Rm. Eichen-, 10 Nm. Hainbuchen-Scheitholz, 109,8 Nm. Buchen-, 69 Rm. Eichen-, 17 Nm. Hainbuchen, 0,6 Nm. Birken-Knüppellwlz, 33Nm. Buckien-, 29Rm. Eichen-Stock- Holz, 3030 Wellen Buchen-, 720 Wellen Eichen, 150 Wellen Hainlmchen-Neing. [B10/1 Die Zusammenkunft ist auf der Licher Strahe an der 8. Schneise beim Sleinbruch. 205 208 208 211 215 215 219 1. Ziehung 1. Kl. 2. Preuss.-Süddeutsche (228. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 13. Januar 1913 nachmi'iaRS. zMist mit arg° m wobei die 6 1. Ziehung 1. Kl. 2. Preuss.-Süddeutsche (228. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 13. Januar 1913 vormlftacs. [100] 829 150u0 313 78 419 568 682 701 [100] 856 79 16326 466 651 77 938 17102 16 214 .53 93 599 803 937 18189 363 98 465 72 622 [300] 816 10231 436 (100) 2O204 90 069 97 729 49 836 [100] 78 954 21126 301 696 .743 67 906 22127 381 429 75 92 612 (ICO) 960 23373 426 63 607 24101 80 207 32 330 439 740 856 25075 711 26050 242 63 317 *27093 125 36 795 28076 374 604 17 836 61 20079 451 81 527 98 691 859 30013 49 73 100 391 434 70 75 [200] 659 822 31311 413 693 918 82 32053 174 86 307 464 508 BaumskWer Lerg M." ä St. 50Pf.<15"/oig> und 1.50 M. M°/.ig, stärkste Renn). Dazu Zuckooh- Cremt* m 75 Pf. und 2 M.' in der Univerntäts Avo- Ifjete, Kirsch-Apotheke, bei Noll, Carl Seibel, 'M Kilbinger, C. Schaaf, (ffunl Karn, Ernst Noll und W. Schrader, Drogerien. 80 373 1133 86 687 683 967 2011 13 110 24 <56 643 986 3178 244 1100] 448 676 602 >100] 867 4211 1100] 386 408 93 683 ’97 5160 425 636 66 735 6199 220 602 622 841 7062 72 83 164 277 460 608 620 45 856 95 959 8183 93 437 846 935 9030 130 54 Z73 93 706 10051 135 435 515 60 11436 761 82 853 12149 n 412 >600] 672 81 683 778 13062 73 147 709 928 1*093 216 '357 433 659 714 3’6 83 962 >100] 15013 4-i 564 772 855 977 16018 254 >300] 490 17096 642 47 64 71 759 18149 498 1100) 864 997 10044 103 36 228 379 665 76 638 41 79 713 20116 33 317 87 93 413 693 847 21150 62 207 37 98 842 22228 361 70 421 66 680 702 5 959 23034 99 6$ 84392 606 606 >100) 725 824 85000 552 4 8$2 86043 84 106 82 693 749 830 39 906 24 ' 1$7 468 523 686 88066 463 [300] 807 [100] 64 89026 64 56 423 75 816 33 >2001 67 90170 385 887 748 9 1 021 163 288 668 Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Giehen. Der Doranschlag der Plockischcn Stiftung für 1013 liegt vom 15. Januar d. I. ab, 8 Tage lang aus dem Städtischen Armenamt zu jedermanns Einsicht offen. B‘4A :tt nagt sei Ivö > K-allt bttS bitt Holzversteigernng in der fürstlichen Oberförftcrei Lich Montag, den 20. Januar, Vormittage« 91/» Uhr, int Distrikt Meilbach: Scheiter, Nm.: 8lil Buchen, 6 Elchen; Knüppel, Nm.: 203 Buchen, 10 Eichen, 11 Weichholz- Stocke, Nm.: 325 Buchen, 11 Eichen: Neisholz-Wellen: 9450Buchen, 420 Eichen, 700Weichholz, (880 Fichten: 36 Buchen Schnitt holz = 29,07 Fitm., 1 ElSbccr Stammholz (25 cm Dnrckim.), 8 Fichtcndauholz — 2,31 Fstm., 4 1 Fjchten- Dcrbstanaen = 0,62 Fstm., 360 Fichten-Neisstaugeu — 3,63 Fstm., 82 Nm. Jichtcn-Schichthanfcu. Die Zusammenkunst ist auf der Straffe Lich-Hattenrod, wo sie der Bicittalweg BurkHardsfeldenGliederbessingen Dienstag, den 2l. Januar, vorm. 9'/2 Uhr, in den Distrikten Fuchsürauch, Kellersberg und Hüter: Scheiter, Nm.: 75 Buchen, 4 Eichen, 2 Kiefern,- Knüvvcl, Nm.: 57 'Buchen, 30 Eichen, 25 Nadelholz: Stöcke, Nm.: 36 Buchen, 12 Eichen, 15 Nadelholz: Neisholz-Wellen: 3610 Buchen, 900 Eichen, 140 sonstiges Laubholz, 140 Nadelholz: 6 (Sieben in Schlvelienholzitärke — 2,40 Fstm., llEichcn-Pfoftcn o,67 Fstm., <> Buchcn-Abschnittc --- 6,31 Fstm., 1 Elc«bccr 0,27 Fstm. (24 cm Durchm.), 1 Kiefer Schnittholz - 2,42 Fstm. (45 cm Durchm.), 16 Kiefern 10,67 Fstm., Schnittholz und Bauholz (2 Stöcke über 10 cm Durchm.), 78 Fichten Bauholz = 21,17 Fstm., 81 Fichteii-Derbstangen 4,14 Fstm. Die Zusammenkunft ist auf dem chausnerten Weg von Kolnhausen nach dem Höler bei der Sentersbrücke lKvln- häuserkovf).BW. 639 737 136004 9 13 >100] 68 230 379 137117 583 766 138019 216 43 98 960 139107 12 360 84 605 863 140014 203 87 405 694 .61 864 77 456 564 142028 156 290 374 434 cie genügt, beim getot iäe ibacito) wird zum '21ri^liü'.ige_ (lescivai .: l?::en ;mibe bebanbeli er gttaudit und aus de: em Grelle _ mit bet 100] ISO 228 28 70 628 809 [100] 81 [200| 146171 291 304 745 829 148513 654 69 725 140297 331 433 WgssMstkMsWWalh Marburg. Str. 49 Gietzeu Marburg. Str. 49 wird wie seither weilergeführt Gefl. Aufträge, die proniptest und sachgemäß ansgeführt werden, höflichst erbeten. — Kostenanschläge mit billigster Berechnung stehen gerne zu Diensten. ci,/i 2) ) • % istblf. j • be» Für Mais war Argentinien fest, auch Eigenverbrauch seine Forderungen. (- ) (— ) 881 983 180008 37 103 94 240 638 607 41 833 82 1100] 181027 120 310 1100] 73 495 594 [1001 856 94 182064 293 364 183940 184002 71 102 56 321 704 65 95 988 185531 622 186230 719 955 187465 678 790 188033 161 382 406 840 180006 301 456 612 80 626 952 , „„ „ 190007 100 540 795 191371 907 64 192106 410 658 766 193076 876 991 194050 67 260 441 504 719 195176 93 26v 312 521 27 48 786 89 847 952 196081 347 402 553 990 197168 88 460 783 806 108083 155 62 421 596 776 903 27 199367 429 68 769 200008 292 347 777 201142 45 >100] 55 309 492 663 72 87 >100] 610 202024 70 206 615 70 805 67 203344 651 857 204084 195 493 665 748 831 205180 82 350 95 403 39 582 799 840 60 906 30 48 206 85 415 31 619 654 84 860 207035 49 140 406 540 6 2 616 2 0 8 2 8 74 640 713 2 0 9111 210 671 860 972 210169 206 475 783 91 859 211384 509 604 66 793 886 212204 673 734 49 59 877 213054 66 102 6 45 486 655 966 Nch und BrlMhch-Perstkillttllng. Mittwoch, den 15. ds. Mts., vormittags tt Uhr, soll im Steinbacher Gcmcindewald, Distr. Geseng, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Stämme: Eiche: IV. Kl. 4 St. 3,20 Fstm., V. Kl. 8 St. 3,75 Fstm , VI. Kl. 29 St. 6,07 Fstm.; Fichte: IV. Kl. 7 St. 4,80 Fstm., V. Kl. 250 St. 58,03 Fstm.; Derbstangen: Eiche: 7 St. 0,48 Fstm.; Fichte: 690 St. 53,90 Fstm.; Scheit: 119 Nm. Buche, 2 Nm Eiche-Nnndscheit; Knüppel: 53 Nm. Buche, 6 Nm. Eiche, 11 Nm. Fichte; Reisig-Wellen: 2400 Buche, 150 Eiche, 3100 Fichte; Stöcke: 43 Nm. Buche, 5 Nm. Eiche, 44 Nm. Fichte. Zusammenkunft morgens 9 Uhr im Geseng an der Lehmkaut. Das Fichtenbrennholz wird am Vormittag mit dem Stamm- und Stangenholz versteigert. Daran anschließend kommt das Buchen- und Eichen Nutz- und Brennholz. Steinbach, am 9. Januar 1913. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. Kartoffeln Alle Sorten prima Sveise- U Salatkartoneln empfiehlt J. Weisel (59 5 on n en ft v. (>. Tcleph. 88. Pest April 260.25 (+ O.o<>), Paris Jan. 229.55 (4~ 4.05), Liverpool März 167.90 [ff- <>.9O), Chicago Mat 143.70 (-f- 2.35). 'Jioqqen: Berlin Mai 177.00 l-s- 1.50). Haler: Beilin Mai l -4.5"(4- 1,75). Futtergerste: Südruss. frei Hamburg unverzollt schivim. 14f'.8O (4- 1 50), Dez. 146."0 (4- 2.50), Febr.-März 43.50 t-j- 1.50). Mais L'a Plata fchwim. 113.50 (+ OoOjj Mixed Jan. 112.50 (+ 2.00) Mark. 171 164 176 188 181 181'/, 185 187* o 184 «rinne ireleurn. end 150029 191 208 357 84 438 696 628 780 94 151256 72 310 566 69 666 848 72 901 54 152248 319 656 841 153391 625 629 154064 67 205 451 721 155038 241 83 668 667 95 156290 365 606 12 826 986 157189 451 158244 [ION 569 604 992 99 150117 692 743 51 58 71 86 967 81 1500] 160052 205 73 498 769 161726 [200] 952 162096 127 48 226 400 85 702 805 69 62 980 163247 468 530 34 64 95 742 43 164062 353 458 769 803 19 987 165011 43 715 72 166242 347 50 551 63 863 167667 696 168182 92 223 74 324 669 870 903 rcAAAi 49 82 169135 67 71 362 71 1100] 483 653 Zur Kräftigung der Knochen. Zarte, schwächliche Kinder erstarken bald,'wenn sie Scotts Lebertran-Emulsion eine Zeitlang regelmäßig bekommen. Weit schmackhafter und zuträglicher als gewöhnlicher Lebertran, wird sie meist gern genommen, ist leicht verdaulich, und ihre günstige Wirkung läßt nicht lange auf sich warten. Scotts Emulsion befördert den Ansatz festen Fleisches, sowie die Entwickelung kräftiger Muskeln, ihr Einfluß auf den Knochenbau ist unverkennbar. Infolge der allgemeinen Kräftigung fangen die Kinder bald an, mehr Teilnahme und Lebenslust zu zeigen, und ost schon nach kurzer Zeit wird man sie freudig umherspringcn sehen. Freilich muß es die echte Scotts Emulsion sein, die beim Einkauf ausdrücklich zu verlangen ist. Cn/t mit Inhalt und ein Damenschirm. . . Obige Sachen können ans dem Bureau der Elektrizitätswerke und der Stradenbalm, Lahiistraste28, Zimtner4 in Empfang genommen iverden. ß /i Jagd-Verpachtung. Samstag, dcn 8. Februar l. I., nachm. l*/_. Uhr, soll am hiesigem Nathaus die der Gemeinde Nieder- Ohmen gehörende Wald- und Feld-ffagd in 2 Abteilungen nur weitere 6 sichre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Das Jagdgebiet liegt direkt an der Bahnlinie Gieffen-Fulda. Tie Bedingungen werden vor der Ber Pachtung bekannt gegeben. Niedcr-Obmcn, den 9. Januar 1913. Grosth. Bürgermeisterei Nieder Ohmen. N e e b. hv10/1 al verwindet. ©emanuS : unbekannt. Tas $ügtk 'andern wie bei uns i herinnen (stiratrice) » 809 42093 268 324 40 [100] 420 60 678 343 926 43029 215 92 416 59 840 905 44009 331 595 45010 119 61 87 280 503 29 82 732 83 871 957 46004 573 928 47148 337 775 998 48076 170 454 710 819 49 939 44 49126 42 213 434 58 576 622 61 930 50281 482 686 887 51226 69 73 343 [100] 57 554 768 52062 94 816 957 53135 89 [5001 338 466 600 730 854 54195 674 748 820 59 55018 267 337 68 635 [200] 975 56214 53 672 704 839 934 57584 [100] 58542 50517 600 [300] 64 60568 657 71 80 975 96 61025 60 151 329 551 62079 283 63068 143 238 8’8 64033 435 5’9 634 65073 [200] 94 120 216 65 382 408 96 636 49 59 681 90 811 66032 66 62 71 91 413 816 67076 135 611 89 730 921 39 46 68062 82 655 948 59 [100] 60050 85 [100] 112 57 85 309 442 49 56 674 872 89 905 98 7O607 72 > 35 829 93 97 [100] 953 67 71114 458 594 692 872 7^4 ~ 562 783 73493 602 655 72 707 17 35 837 40 74155 216 25 624 617 606 903 75049 146 91 717 822 67 963 7C305 487 629 735 44 77014 390 570 848 78024 .0 269 632 70098 167 81 237 80002 14 23 177 700 818 79 901 23 60 81692 82 245 632 724 982 93 98 8 3281 >100] 315 439 668 819 942 84004 69 575 69' 775 85425 647 656 706 822 86050 154 228 389 642 68 744 912 87607 85 88060 123 482 765 925 62 80139 258 483 845 81 900 67 90124 293 94 324 433 532 62 819 954 90 01019 691 804 49 92286 317 511 13 650 836 84 991 9 «36 671 666 819 94056 293 527 95117 88 206 365 456 (100) 507 781 862 96042 428 47 683 636 735 97185 [100] 257 724 98 021 40 97 98021 225 32 377 78 880 99028 219 >200] 421 563 939 100086 429 537 743 820 101133 75 470 697 102173 208 369 608 747 936 193308 87 467 657 629 Alle im Jahre 1893 geborenen Militärpflichtigen, sowie diejenigen, welche dieies Alter bereits überschritten, aber sich zur Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der Musterung in 1912 zurückgestellt worden find, und entweder in Gieffcn ihren gesetzlichen Wohnort Haben, oder sich als Studierende, Schüler von Lehranstalten, Haus- und Wirtschastsbeamte, Dienstboten, Handtuitgs- biener, Lehrlinge re. hier aufhalten, werden hiermit auf- nciorbevt sich behufs Eintragung ihrer Namen in die NekrutieruiigSstammrolle in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar d. IS. auf dem «.tandeSamt im Rathaus, am Marktplab, zu melden, und dabei, wenn sie dahier nicht geboren sind, ihren Geburtsschein, oder wenn sie bereits an einer Musterung teilgenommen haben, ihren LoiungSfchein vorzulegen. Wer die Anmeldung unterläfft, wird mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark ober mit Haft biö zu drei Tagen bestraft, von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen und etwaiger Ansprüche auf Zurückitellung 2C. für verlustig erklärt. Bezüglich der zurzeit der Meldefrist vorübergehend abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Bormünder, Lehr-, Brot- oder Fabrikherren zur Anmeldung verpflichtet. Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grund § 32, Pos. 2, Lit. a, b, c, d, e, 1 und g der Wehrordnung sind rechtzeitig aus dem Standes- Es sind folgende Stistungszinfen zu uevpcben: 1. 12 Gaben von je 20 Mk. an hiesige Arme aus der HosgerichtSrat von Krug-Stiftung: 2. 8 Gaben von ic 20 Mk. an hiesige Arme and der Friedrich Lonn Stiftung: 3. 2 Gaben von je 89,03 Mk. an einen unbescholtenei' hilfsbedürftigen geborenen Gieffener Bürger [Witwer» und an die Witwe eines solchen [geborene Gieffenerin bevorzugt) auS der Julins und Minna Kohlermann Stiftung. Meldungen nimmt das Armenamt, Asterweg 9, bis 1. Februar entgegen.B14/• 383 806 20 176045 92 865 --- 917 178178 84 607 26 [100] 757 849 179265 708 tÖJw«oBtennei Me der Bo! hmri- • ,-r-N Bob eines Inn-. 11 cintr erlitt einen Ober- -äS-5 ■ ;6al)le u«l« "‘«Ss '?ic 'QRtoait ' J Pt .. H H »4« AM empfiehl» vorteilhaft WrBmiMli eittgel)tn ließen. Auch Nordamerika steigerte seine Forderungen, jtmal Rußland nach wie vor nur spärlich mit Offerten am Markte vertreten ist. In Deutschland ist guter Weizen knapp und namentlich zu Exvortzweckcn in lehter Zeit mehr becsdhrt, auch für ausländischen Weizen, der diesmal in stärkerem Maste zur Beimischung benötigt ivird, macht sich rege Nachfrage geltend, so dast sich ein ziemlich lebhaftes Geschäft entwickeln konnte. Im Lieserungs- geschäft zog Weizen um etwa 2 Mark an, zumal zu den unter i Deltmarktparilät stehenden Berliner Preisen mit Abgaben ge | jögert wurde. Roggen war gleichfalls fest, da die MM en bei , j chlendem russischen ^Angebot auf die mästigen Jnlandszufuhren i angewiesen sind und auch der Export wieder mehr Ansprüche ' stellte. Im Lieferungsgeschäft brachten sich diese Berhältnisse iiarch einen Preisforlschritt von IV2—2V< Mark zum Ausdruck. '.Uiif dem Hafermartte beschränkte sich das Interesse lediglich auf feine Ware, während mittlere und geringere Qualitäten schleppeit- 0druD' jllen A .televhon 165 Neustadt 11 iiic A. inir lavdwirtschaftltchc Gerate ,r ji tnnu" und Bedarfsartikel.__ -lieber spLiiertc am ruhaiicrftw zuMÄri ’ben, gab seinem Aeglnm Mit vingt -laciiDa 12«! r 111 tn nicht gerade atz bt bat_ üi dielein Punkt: Leibwäiche Qnbelanqt, j[ t.rcitb in Rom fleißig uilar.j, uub die beutle melleidjt nicht immer eit» id) der laufende Brunn«: cm Zwecke ein mehr ob« bericht tn ^andtvirtlthaMiS jar 1913. d >oswck1tr war W ‘Ton ■dmfiiilftn begl«L in vcn Sinter ? ,fhltr a in der W ,n' ?ie irettcuropnW ,_.F- bisher v M-un, iafren iÄ jjj . untcr qünttigtn . rt tanln irud «gt :: n 6tx lctztch Sm Flechte I be daftet,welche mich durch das nvige Jucken Tag.und Nacht peinigte. In 14 Tagen hat Zucker’» Patent-Hedi- Iinvcränder: rinal-Seife das liebel be- - ■ iint ,;Yleilt Icitint. Diese Seife ist nicht . -petien 150 sondern 100 M. wert. •“''.'täts’t1 ?’:i w»'e3*"U I I5a»by-4 usstattunken a«/t j, Salomon & Cie. RTFN in jeder beliebigen Schriftart undKartonsorte, , . sowie mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen liefert zu mäßigen Preisen die BrühPsche Univ -Druckerei 316 655 25065 117 389 459 781 26027 123 267 637 67 I SS8 813 952 27334 66 >3001 953 28232 416 26 72 ■2 93 650 810 911 20169 328 541 610 Die Marktpreise für t;icb und Frucht uud die tzliesteuer Jleisch- und Brotpreise am 13. Januar 1913. Schlachtvielwreise in F ranks urt a. 'DL Fleischpreise in (Siest en Ochsen Kälber Schweine 50 Ka. Schlachtgewicht 83—101) 'Mk. Kg. Schlachtgw. 98-112 VL '/, „ „ 86-88 „ ’/, Kg. 92—100 Pfg. ’/, , 92—91 v '/, „ 90-110 „ Getreidepreise in A! a n n fr c i in Brotpreise m Gissten Weizen li>0 Mq. 21.25 21.50 Mk. Roggen 100 Kg. 18/25-18.50 Alk. 1 Wembroi 3 >ig. r-6 bt i., | Schwarzbrot 2K'g.48 Pfg. Weizen Roggen Hafer (l önigsberg - (- ) 171 ( + 2) - - ) Tanzig 207*/n(-- 1) 170 (+ 3) 170 (- 3) Stettin 19t [-- 2) 166 ( + 1) 166 (+ 1' ^osen 195 1) 166 (4- 2) 166 (+ 4) Äreslau 193 (- ) 164 (+ 2) 162 (- ) Berlin 200 (+ 1) 173 (- ) 200 (+ 2) Magdeburg 196 (- ) 167 (- ) IHo (- ) Valle 199 (4- 2) 173 ( + 2) 200 (- 4) rvtrnn 4oon«Ind «wel flnlr.h nnhe He- Wien« 4h 6 «'761 1» elnei ff dlf Loit- gleichet Hannu te i«b oetdeu AblnllnniceD 1 end 11 te cs gCS§ 6/5 o »> o'-s. u< c» ? iS8 Die heLi Sn 61" Btjol 2 @61 5 CSS CSS CS CSS CS6' ^cs ■5' P.Ö -te.- LSS'S 's» 5 ss Ö . -iL CS Sco 5T9 5 5-61 ■'S. to '.tos^tig CK 3 ssr.y 43® » 61A 2 5 3 « « 5»-31 3 a 2 MJ 'S 3 ^,2r°=" or CS GO 13“ 02 L 3. - xs^ SftS äa 2 5'tS^ es • n J — 1 M r? Q 3 ~ 3. 3 H 5~g pn ’* n <*u S K) CStSu»" 2 CS «- 61 E ^S> to S> « CS; ö 00 ©S'C cu 2,"10 ^CS^a CS 3 IS» 15» ® K DZ 2-3.' 3 S v» c, to e ®§ 'S o*S o S a 2 5^2 Wg §‘ □ 2 <=■ W8_^3ö«^ ?? Öq —.