nt <60 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. 1 Weller Regen Frage in zn- ?S &S & ® £ Cs) 2 @ - u « Cs) 5 zk fl9 m Uv r’ cZ^ 5 y» e< s IA-» 2ZS 6) CK 8(51* Cb @ ;5 Cb 2.Ö (Siü ° M2.Cs) »2 S' 8 5 E ‘ 2:® Ö 2. » 3'S* »jv S) ÖCr? 2 2 2 3.^ CO CO Cl> S-Cö 5-rt > 1 1 1 Cb 9 2 S 14,9 • 0. 7,4° 9- vitalstcn Interessen des Handwerks berührende friedcnstellender Weise zu regeln. ö# v. tl- • Ä 5f * Cb K g M 3 iatt Bedarf 5x3 6X3 6x4 7x4 S o 2 Verantwortlich für den politischen Teil I. V.: R. Lange. . > « ______ ..............'—.......... ■ Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe». beschluß des Wiesbadener Landgerichts verlesen, der dem Grasen Betrügereien in Höhe von etwa 15 000 Mark zur Last legt. Durch Beschluß des Reichsgerichts sind weitere Fälle, die an anderen Gerichten schwebten, mit der Wiesbadener Sache verbunden. Oberarzt Risch von der Anstalt Eichberg, der den Grafen, der noch immer in der Anstalt ist, 6 Wochen lang auf seinen Geisteszustand untersucht hat, kam zu dem Resultat, daß eine ausgesprochene Geisteskrankheit bei ihm nicht sestzustellen sei: ein gehöriger Intelligenzdefekt sei bei dem Hans im Glück, dessen Leben eine Kette von Torheiten bilde, zu beobachten, verschiedene Psychopatische Züge zeigten sich weiter bei ihm, die zchammengefayt mit dem Jntelligenzdefekt dem Angeklagten den Schub des §51 St.G.B. zuzubilligen nötig mache. Kreisarzt Pils-Wiesbaden schloß sich dem Gutachten an. Der Angeklagte leide an hochgradigem Schwachsinn. Der StaatsanwaltbeantragtedieFrei- sprech ung, ebenso die Verteidiger, woraus das Gericht ihn in allen Fällen sreisprach, die nicht unerheblichen Kosten der Staatskasse aufbürdete, da der Angeklagte für seine Taten nicht verantwortlich zu machen sei. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:e-^112. Tel.-Adr.:AnzeigerDießen» Lnftsehiftahrt. Krefeld, 9. Juli. Auf dem Flugplatz Egelsberg stürzte der Flieger Arns mit seinem Eindecker ab. Er wurde schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt, Ter Apparat wurde zertrümmert. Bukarests. Juli. Bei Kalafat überschlug sich gestern das Flugzeug mit dem Kapitän Fotescu und einem Insassen in 20 Meter Höhe. Tas Flugzeug.fing F- eu e r. Fotescu erlitt im Gesichr und an den Händen Brandwunden; der Fahrgast blieb unverletzt. Die „Siehener Zamtlienblätter" werden dem »Auzriger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Dre „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. - 2 2 j. 5S) Handel. § Verschobene Anleihen der Stadt Barmen. Wir haben jüngst mitgeteilt, daß die Stadt Barmen zu Geboten aus 8 Millionen Mark neue 4 prozentige Stadtanleihf auffor bert. Tie eingelaufenen -Offerten waren aber so niedrig, daß die Stadt es vorgezogen hat, die Emmission der Anleihen aus einen geeigneteren Zeitpunkt zu verschiebe^. CS) _ - ß-3 B 7.«»Ä3 tplatz 2 Engel-Apotheke. bis 10, Juli , 10. . 8reitag. U. Juli 191$ Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Unioersitäts» Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. toiS 2 @^G)2 adt Gießen. "'aniSr «"*!*“» ts., t,9rKtrt fl^ie r-erdinqungß' eben werden. ~ QjnqCbotc nni jein'gtbab™ Höchste Temperatur am 9. Niedrigste , , 9. Niederschlag: 16,8 mnu GericytssaaU Betrügereien eines Majoratsherrn. •4 Wiesbad en, 8. 3lHi- Ein Betrugsprozeß in hohen Kreisen, der sich um die Schwindelafsären des Grafen v. S alber n-Ahli mb dreht, wird in der kommenden Woche i>ie_ hiesige Strafkammer beschäftigen. Ter jetzt 27 Jahre alte Graf hatte, nachdem er die Einjährigen-Prüsung. bestanden, eine Presse besucht und war dann bei den Krefelder Husaren eingetreten. Aus verschiedenen Gründen mußte er seinen Abschied nehmen, worauf er nach Bornhagen übersiedelte, wo seine Mutter ein Rittergut besitzt. Hier führte er seit längerer Zeit ein sehr phantastisches Leben. Er stolzierte auf dem Gutshofe in einer Uniform umher, die er eigenhändig entworfen hatte, und schoß zu seinem Vergnügen die Schweine des Pächters aus dem Gutshofe tot. In solgedessen wurde der Graf entmündigt und seine Güter unter Sequester gestellt. Seine Mutter, die 57 Jahre alte Baronin von Saldeni, geb. v. Kl-ocke, geriet ebenfalls in Vermögensoeriall und ist aus eine monatliche Pension von 130 Mark angewiesen. Trotzdem lebten Mutter und Sohn auf großem Fuße weiter, und die Tollheiten des Grafen nahmen kein Ende. Trotz ihrer prekären finanziellen Lage verstanden es die beiden immer wieder, Geldgeber zu finden, die ihnen Barmittel verschafften. Tie geliehenen Gelder wurden in der unglaublichsten Weise verschleudert für Autos, teure Zigarren, Unmassen von Anzügen usw. Ter Graf soll auch große Summen zur Befriedigung seiner sadistischen Neigungen ausgegeben haben. Schließlich wurden die Geldgeber zurückhaltender, so daß kleine Leute, wie Hotelportiers und Kellner, von dem Grasen angeborgt wurden. Tie meisten Gläubiger ließen sich zur Hergabe von Darlehen durch die Erklärung des Grafen bewegen, er werde sich demnächst mit einer Millionärin verheiraten. Endlich riß einem Gläubiger die Geduld, und er erstattete Anzeige, woraus der Graf und seine Mutter unter Anklage wegen! Betruges gestellt wurden. Tie erste Verhandlung fand vor der hiesigen Strafkammer am 20. Dezember v. I. statt. In der damaligen Beweisaufnahme wurde u. a. festgestellt, daß sich der Graf einmal für 13 000 Mark Anzüge in einem Jahre bestellt hatte. Von einem Viehhändler Schwabe in Halle hatte er Gelder in Höhe von 330 000 Mark erhalten, allerdings nur teilweise in bar. Bei diesem Geschäft soll der Graf betrogen morben fein. Verwandte des Angeklagten bekundeten als Zeugen, daß dieser immer ein verwahrloster und verlogener Mensch gewesen sei. Der Vater des Angeklagten wurde von den Zeugen als ein tüchtiger Offizier geschildert, der sich allerdings auch immer in pekuniären Schwierigkeiten befunden habe. Nachdem gewisse Neigungen des Angeklagten in nichtöffentlicher Sitzung erörtert worden waren, hielt es ein medizinischer Sachverständiger für notwendig, den Angeklagten zunächst einmal in einer Anstalt ans seinen Geisteszustand hin untersuchen zu lassen. Das Gericht beschloß auch demgemäß, und ber Graf wurde sechs Wochen in einer Anstalt interniert. Tas Resultat war, daß er für geisteskrank erklärt und als gemeingefährlicher Geisteskranker in eine öffentliche Anstalt überführt wurde. Tie verschiedenen sonst noch gegen den Grasen und dessen Mutter laufenden Strafanzeigen sollen nun in dem kommenden Prozeß erörtert werden. Tas Gut des Grafen Ringenwalde ist vor kurzem von einem Pächter übernommen worden, mit dem ein Vertrag auf 24 Jahre geschlossen worden ist. Auf das Gut sind 1 300000 Mark Schulden eingetragen, darunter auch solche von kleinen Lieferanten, wie Bäckern und Fleischern. Man hofft, daß man in 24 Jahren so weit sein wird, daß die Verbindlichkeiten des' Grafen und seiner Mutter bezahlt sind. F. E. Wiesbaden, 9. Juli. In der heutigen Verhandlung gegen den Grafen v. Saldern wurde zunächst der Eröffnungs- Die Submiffionsftelk der Handwerkskammer. Die hessische Handrnerkskammer hat in ihrer Sitzung vorn 23. Jmri die Errichtung einer Submissionsstelle beschlossen. In Lmadmerkerkreisen dürfte es bekannt sein, daß die Handwerkskammer es feit Jahren als eine ihrer wichtigsten Aufgaben betrachtet, sich auf dem Gebiete des Submissionswesens zu betätigen, und bab in dieser Hinsicht in den verschiedensten Handwerkszweigen auch Erfolge erzielt wurden. Die nachhaltige Besserung in der Wergeüungsweise der staatlichen und städtischen Behörden, die imr in Hessen verzeichnen können, ist wohl zum großen Teil aus diese Tätigkeit zurückzusühren, trotzdem verstummen nicht die Klagen über Nichtberücksichtigung von Angeboten auf Ausschreiben, nicht nur der lokalen, sondern auch der Reichsbehörden. Besonders gehen die Klagen dahin, daß die Lieferungen immer noch mit- unter den Wenigstfordernden übertragen werden und hierdurch Angebote den Zuschlag erhalten, die sich noch unter dem Selbstkostenpreis bewegen. Der Deutsche Handwerks- und Gewerbe- fdnanertag, der seit Jahren mühevolle Arbeit auf diesem Gebiete geleistet hat, trat am 2. und 3. April zu einer außerordentlichen Tagung zusammen, deren einziger Beratungsgegenstand die Stel- lungnuhme zu dieser Frage bildete. In der Versammlung, bei der Vertreter der größten Bundesstaaten, eine große Zahl von Reichs- tagSsckgoordneten der bürgerlichen Parteien, sowie fast sämtliche deutsche Handwerks- und Gewerbekammern vertreten waren, wurde eiustiumrig die Errichtung einer Haupt stelle für das Ver - di ngm n g s«w esen beschlossen. Die Aufgaben dieser Zentralstelle mögen aus dem nachstehenden entnommen werden. I. Der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag be- fchlleßt, in Gemeinschaft mit den beteiligten wirtschaftlichen Verbänden, die hierzu bereit sind, eine Haupt st elle für das Berd i n g u ir gs w e se n zu errichten. Ihre Aufgaben sollen hauptsächlich sein: 1. Die Vertretung und Verbreitung einheitlicher und gesunder Grundsätze auf dem Gebiete des Verdingungswesens: 2. die Beratung unb Unterstützung der einzelnen Kammern und ihrer Verdingungsämter, sowie der ausfchreivenden Stellen: 3. die Anregung zur Bildung von Lieferungsverbänden und Submissions- gemeinschaften des Handwerks für größere Bezirke. II. Ter deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag richtet an den Bundesrat unb Reichstag die Bitte, zur Durchführung dieser Aufgaben einen jährlich ausreichenden Beitrag zu gewähren. Ein für den Handwerkerstand ersprießliches Wirken dieser Zentrale kann jedoch nur Zustandekommen, wenn diese Bestrebungen energische Unterstützung seitens der einzelnen Handwerkskammern finden, was durch Bildung von S u b m i s s i o n s st e l l e n bei jeder Kammer zu erreichen ist. Andererseits können aber auch die einzelnen Submissionsstellen die Zentrale nicht entbehren, da ja dort Material unb Erfahrungen aus dem ganzen Reiche ge- fanrmclt werden und diese Zentrale in der Hauptsache in be- ratatber Weise den einzelnen Stellen beistehen soll. Aus diesen Erwägungen heraus hat der Vorstand der Hand- werkskarnrner die Errichtung einer solchen Stelle beantragt, der die Plenarversammlung zugestimmt hat. Die Tätigkeit der Stelle wird in einer demnächst ftattfinbenben Vorstandssitzung genauer festgelegt. Haben sich sämtliche deutsche Handwerks- und Gewerbe kümmern erst einmal *u gleichem Vorgehen entschlossen, und stehen vermöge dieser Organisation die verschiedenen Aemter unter sich und mit der Zentrale in steter Verbindung, dann wird es auch gelingen, die immer noch vorhandenen Schäden aus dem Gebiete des Submissionswesetts nach und nach zu beseitigen und diese die Drittes Blatt 165. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger ffir Gberhesien Kauere hiermit: EU m zilM-10-N ' ,, „ 24.50 n 27.- n 31.50 n 42.- n 49.- *V” CC” " O >>] t Su s *5v uv oo to o • S » s cr' Juli 1913 Barometer auf 0° redr>ziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke wrad btt BewSNiung In gehnlel der stchlv. tzimmelöfl. 10 2?' 744,5 14,0 9,7 81 S 2 10 10. 9;- 743,1 12,3 10,1 94 ESE 2 10 11. 1 742,8 12,1 10,0 194 0 still 10 2 e> o eo 8 bc, .M O o M .3 O iö o o «5 t> e o CD C- o o r- 3 S O o r 1O e 'S V - <5 . ti- O lO CO 1O 2 cc lO w A 2 o e» p 5 d CM) ti) . ü *- 00 Sil ® c — = S = L s - §Z 5^ "A^ je O A C A «q:c 2.2 " a E "E _ A3LA - —» Q ** C N Ä-S 5:2 §tLLA-Z r-Ä®o co — en S ö c-« „• i «u.= ,r: 2 cd pc <7 e .-*3 J* 2 <77 “ >o «g* e?M7L2 s^c : 8e * Z&§ -p. p £c o c. öS es3 SCT 6, IM 3 cS e • q ®n o A 3 -E. — o o^r«|= SF . gf ® eo io §111 CTf®O O 06 O B 8 * w Ei^ cts a> ■G* d K; o 1Ö I U :O UP € :O A E^s SÄ <3 5 * "2 t- <31 a ä o A <3 v A- «a —■ o *>D g>C/ »b-r- Q = <3 5 c« L co < o e> t «?*> *6- = o "57 v SA Cl A - IQ ZK 8 o CD I s ie •8* c e Ä e 'S (D i» w <• •#*D £=d !«•% « 2.3 Ö §<77 2] I i i6 cd r-‘ cc E 3 s CQ *» — . ! A - 1 CÖlO^ CO o §:5 äs-: ■gSG °£ « eCQ o A 05i — A C. <3 -D — , A Ms = 'S c- e> r-» 5« E E E v »-»-D ^5 . | S^Z = 3Ä ~ i S u A .j *12 er> 5-* £>£.3 Es E S? 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Wer auch nickt Ministers) schlechten Eigen Nmernvolks t gepfuscht hätte, garischen Volke- Bewegung nur) Dynastie sürchtc Staaten pflegen, machen, wenn ih sende „Muröol bodenständige Ti Bas Tauen tärische Oberleitr Mchichtnchme a Dren gegen die durch hmlitärische und auch vertrag kam es denn, daß Haber General & Ü rüste in oerlusti ws zersplitterte. Win der Gea lMvhntcn bn wbtiltoe, die ii V.chl Der Siche/ erscheint w< Sonntags. - v-rr'"al SichrnerM iiöftirtd tnod blatt färW K, /Dienstag »n< -mcimflf -non »6lt Adresse, f«r ~ ««Mer » ZWh«^V0N- für die ^ag-Ä bis vormittags fanni uCf)r bürg, b?r r®ud ^ulltusÄ^e folgen. «sAn 10 liegt b?Jcfl ! 'einen. KN dem et im LÄL Neefc9Ner I iahrlich^ i irr StnIJusbt 'Zurück I?^ts >i°hte 4«o ^rde K'chistvklA g ^irg^'N $%r iS' b»K d SM k,sW G erste P,. ^m- ??Se der , K'-bni! ?^ni Kfchiffe t de,d Kb <%>* -o-an r-g-sk iLZ-li. ci° ein Berk