Nr. M Drittes Blatt 163. Jahrgang Erscheint tiizlich mit Ausnahme des Sonntags. isere jitncrn Staatsminister er. briei des Grasen Schaumburg. ^dhof Dl!, j Lber 34,000 ähnlich lautende schriftliche Anerkennungen! les Landes zu einer Art Waffenmuftenmg auf. chic Ken ||K V- rOo*8 t,r W Prcisschießen beteiligten, weist aus Darmstadt und Bcssungcn 78, aus Arheilgeir 39, Pfungstadt 40, Sberftabt 30 Schützen auf, insgesamt 299 Schützen. Von jenem Erlast des Landgrafen an sind fortlaufende Auszeichnungen vorhanden. Im Jahre 1574 wurden die Schützen auf Befehl zum Schiesten nach Zwingenberg berufen, weitere 25 SclMtzen der .Kwiegsunruhen halber nach dem Hof Häulcin. Weiter war Schiesten in i^tod-ftabt unb in Worms, 1576 Schiesten in Heppenheim, 1577 in Seeheim uff. feNESTLEl Altbewährte Nahrund 1 fürKinderundKranke | Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e=i@51. Redaküoru^d 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Die „Eichener Zamtlienblättcr" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Büchettlfch. ■*- „Hessische Ehroni k" , Aconatsschrift für Familien- und Ortsgeichichte, begründet und herausgegebeu von Dr. Hermann Bräuning-Oktavio und Professor D. Dr. Wilhelm Tiehl im Verlag der L. E. Wittich'schen Hoibuchdruckerei Darmstadt. II. Jahrgairg 1913, Helt 4. Inhalt: Bibliothekar Dr. Philipp Losch: Ter Urias- ■ <5erid?teiaaL I tu Irren ha usc erschossen. Wien, 7. Mai. Der Büudermord in der Irrenanstalt von Quarto bei Gmua, wo der Wiener Jinanzkommissionar Dr. Wilhelm Grimus Ritter von Grimsbcrg seinen irrfümigcit Bru der Anton ernwrdete, ist noch nicht aufgeklärt. Man nimmt an, daß Wilhelm dem Leben seines Bruders, den er sehr herzlich liebte, ein Ende gesetzt habe, nm ihn nicht weiter leiden zu sehen, oder aber, daß er ihn durch UnvorsiMigkeit beiin Hantieren mit einem Revolver tötete. Wilhelm Grimus, Ritter von Grimsbcrg, wurde gestern nacht einem Verhör unterzogen, bei dem er behauptet haben soll, der Tod seines Bruders sei durch einen unglücklichen Zufall verursacht worden. Im März kam Anton von Grimsbcrg in Genua an; da er für seine Umgebung gefährlich schien, wurde er am 28. März in die Irrenanstalt Quarto gebracht, und seine in Wien wohnenden Verwandten wurden sofort davon verständigt. Sein Bruder Wilhelm von Grimsbcrg, kam vor einigen Tagen in Genua an, suchte sofort seinen Bruder auf und wollte ihn mit sich nehmen, um ihn einer Wiener Anstalt zuzuführen. Gestern früh Tarn Wilhelm in die Anstalt und bat, einige Zeit mit seinem Bruder allein verweilen zu dürfen, was ihm aber abgeschlagen wurde, weil der Kranke in den letzten Tagen sehr unruhig und aufgeregt war. Wilhelm lyielt dem Wärter, der ihn am Eintritt hindern wollte, entgegen, das; er die ILrlaubnis dazu erhalten habe, und der Wärter 'fügte sich. Als später gegen sechs Uhr abends der Wärter Wilhelm aufforberte, die Zelle nach der Anstaltsordmmg zu verlassen, versprach biefer cs iljm auch. Kaum aber hatte der Wärter bic Zelle wieder verlassen, als ein Schuß ertönte. Ms der Wärter wieder in die Zelle stürzte, sand er den Kranken, mit einer Schußwunde in der Brust, tot aus dem Boden liegen, während Wilhelm den Körper des Toten mit Küssen bedeckte. Die Meder-Modauer Genossenschaststnse. & bs. Darmstadt, 10. Mai. Der Angeklagte Isaak hat sich von seinem Unwohlsein soweit erholt, daß er heute wieder vernehmungsfähig ist. Er gibt aber an, daß er in der Nacht zwei Öhnmachtsanfälle gehabt habe, daß er sehr unter Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit leide. Der Staatsanwalt bemerkt, daß er es sich wohl gedacht habe, das; cs mit Isaak so ^kommen werde, denn er sehe in diesem von Isaak angegebenen Svmptoincn nur ein Schuld- bewußtsein. Die ärztliche Untersuchung habe aber ergeben, daß Isaak völlig normal sei, daß das Körpergewicht nicht abgc- nommen habe usw. Die Verteidigung Isaaks widerspricht hier mit aller Entschiedenheit. Wenn der Staatsanwalt bei seiner Behauptung bliebe, daß Isaak nur vorgebe krank zu fein, Dann müßten sie die Ladung eines fremden Arztes beantragen, damit man zu einem vollkommenen unparteiischen Gutachten komme. Als Zeuge jüirb heute der Nachlaßverwalter Pallmanns, der Kaufmann Schneider vernommen, der au Hand der Bücher Pallmanns, über die Geschäftsverbindung zwischen diesem und Isaak Auskunft gibt. Auch die beiden Sachverständigen haben sich mit den Büchern Pallmanns beschäftigt und machen ihre Bekundungen. Beide sind der Ansicht, daß von einer gOrdneten Buchführung keine Rede sein, könnte. Es finden sich verschiedene Zahlungen an Adam vor. Der Angeklagte Adam bestreitet nicht, Zahlungen von Pallmann in Empfang genommen zu haben, aber auch er lAdam- habe Zahlungen an Pallmanii geleistet. Schon frühzeitig wird heute bic Sitzung geschlossen. IsaaE wurde nicht mehr vernommen, um ihn soweit wie möglich zu schonen. Die nächste Sitzung wurde auf Mittwoch vormittag 9 Uhr-festgesetzt. k :: Bad Dürkheim Konferenz zur bekämpsunq der Tuberkulose. 8 Berlin, 8. Mai 1912. In Anwesenheit von Vertretern der Reichs- und Staatsbehörden fand heute vormittag im Reichstagsgebäude die 17. Generalversammlung des unter dem Protektorate der Kaiserin stehenden Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose statt. — Die Rache des Bestohlenen. Ein Stadtbahnräuber niußte sich gestern in der Person des mehrfach vorbestraften Händlers Albert Biesecke vor der 1. Strafkammer des Landgerichts III verantworten. Der als Zeuge auftretende Arbeiter Poctsch hatte schon vorher zweimal das Pech gehabt, in der Stadtbahn von sogenannten Stadtbahnfledderern ausgeplündert zu werden. Er schwur deshalb dieser Verbrecherkategorie blutige Rache und spielte von nun ab in seiner freien Zeit bic Rolle des freiwilligen Polizisten. Er fuhr mit einer Monatskarte täglich in den Abeiibstundcn mit den Stadt- unb Ringbahnzügen und stellte sich schlafend. Auf diese Weise war cs ihm schon einmal gelungen, einen jener gemeingefährlichen ^Langfinger abzufassen. Eines Abends, als er wieder „auf Posten" war, stieg der jetzige Angeklagte Biesecke zu ihm ins Abteil. Als er den „Schlafenden" erblickte, stieß er ihn wie zufällig mit dem Fuße an, dann fiel er gegen ihn, um zu erproben, ob P. tatsächlich schlafe. Dicht hinter dem Bahnhof Zoologischer Garten knöpfte er dann seinem Opfer die Weste auf, um die Uhr loshaken zu können. In diesem Moment fuhr Poctsch mit den Worten: „I, du Halunke, jetzt habe ich dich!" hoch; es kam zu einem Handgemenge, bei dem der Angeklagte versuchte, bic Eoupslür zu öffnen unb Poctsch auf die Gleise zu werfen. Aus dem Bahnhof Tiergarten wurde ber Verbrecher nach heftigem Kampfe überwältigt. Mit Rücksicht daraus, baß im Interesse der Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln gegen derartige gemeingefährliche Verbrecher vorgegangen werden müsse, erkannte das Gericht auf zwei Jahre Zuchthaus und die üblichen Nebcnstrafen. Dienstag, 15. IHat 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. $ G rii nbung einer a m erilani sch e u Einkaufs- g e s e l l s ch a f t. Unter Dem Namen American Departement Stores Company hat fick, wie der („Evnfectionär"- mitteilt, jüngst eine Einkaufsgesellschaft mit dem Sitze in New Port gebildet, deren Aufgabe es ist, in den wichtigeren Fabrik- und Handels- puntten Europas Waren in großen Mengen ein- und aufzukaufen, die dann durch bic Mitglieder ber „Adsco" — so lautet auch ihr eingetragenes Warenzeichen — in Der Union verkauft werden. An Der Spitze Der Verwaltung der Adsco steht ein im Warenbasar- tvefen besonders erfahrener Fackmami, Mr. Harry Edgerton Olliver in New Port. Tic Kaufkraft der neuen Eintaufsgesellschast wird mit 400 Millionen Mark jährlich angegeben. Eine Fusion oder eine KonfoliDiemng ober gar ein Trust Der Mitglieder ist nicht beabsichtigt. Es handelt sich vielmehr lediglich um ein Zusammengehen zur Verbilligung des Einkaufs. Ter Verkauf Der Waren, sowie Die Verwaltung Der Betriebe und Die sonstigen Geschäfte der Mtgliebcr werben nicht berührt. Der Vorsitzende, Staatssekretär des .......... ................. Dr. Delbrück, sprach sich emgehend über Stand und Gang der Arbeiten des Komitees aus. Das Netz der Fürsorgestellcu sei fester unb dichter geworden und ihre Zahl habe bedeutend zu- tiand „auf der Wiesen bei Bessingen" statt: es hat „den 7. Oc- ivbris Anno 1573 angefairngcit unb ist Den 10. ejnsdem wider laußgeganngen". Der Landgras hatte auch eine Ehr en scheibe gemistet, Die vom Nagel bis zur Ecke anderthalb Ellen groß war: ier erste, von ihm gestiftete Preis war ein „guater Ochsen sampt einer Decken, so zusammen 30 gülden wert sein solle". „Ein jeder «ochütz, welcher umb solchen Ochsen schiessen wirt, der soll nit mchr- bitald als dreh Schuss in ein Untier;erte gluckscheiben, welche ein >2le breit vom Nagelt in die runde sehn unb Hundert gemailter Schutzengange weit, vom Anstands bangen solle, aus freiem schwebendem Arm one einichen Vortheil tbucn und schiessen. Eß sollen such alle Buchsen, es seien Jener- ober Schwamm Rbör, welche zur Wherr und vor dem Feindt zu gebrauchen füglich seindt, zu- gelassen wern." Nicht,nnintereffant ist in diesen A.nordmmgcn des Landgrafen, daß neben jedem Schießen auch allerlei epie.l geübt und ein Glückshafen errichtet werden sollt- den ,,,Hoffm.eistcr Gilbrecht von Karban" errichtete. Er sollte Dafür 20 THaler verwenden unb Gewinne von 5 Thalcrn abwärts als Gewinne geben und ,,in welchen Hassen die schützen unb Meniglich Mcmß- und Weibs- Qterfonen, jung und alt, wer dieselben auch seyndt, nach eines ftben Wolgefallen eine jede Person ein halben Batzen inlegen solle". Auch eine Glücksscheibe war eingerichtet, auf der man emen Hammel, ein limbisch Hosenckuch, 5 Eln Barchets psw. ge-) tmnnen konnte. Das Verzeichnis ber Schützen, die sich an dem Geheimer Postrat Karl -re üfläurt- >« Tingelbey: Stammbaum Der Familie Tiugeldey. — Dr. Hermann Bräuning-OktavioProfessor D. Tr. Wilhelm Diehl. — Professor I). Tr. Wilhelm Die!,l: Beiträge 311 einer hessen-barmstäbtischen Lehrermatritel. — Älrchivar Dr. E. Knetsch: Tie Wolfsburg und die benachbarten Häuser am Schloßberge zu Marburg. — Regie- ruugsrat Tr. Biklor Würth: Wappen blühender hessischer Bürger- geschlechter. SDiit drei Llbbllduugeu. — Oberlehrer unb Stadt-- archivar Ferdinand Dreher: lieber Friedberger Apotheken. — Kleinere Mitteilungen: Sophie Sommering. — Friedrich u. Thu- dichluu. — Wilhelm Staedel. — Bücherschau. — Aus Zeitschriften. — Austausch. — Auskünfte. — Familientage. — Nachrichten. Preis: Jährlich 12 Hefte: 6 Mark. — B e l h a g e n & Klasings Volksbücherei bringen unter ihren neuesten, soeben erschienenen Heften wiederum einige heraus, in denen ßch in geradezu vorbildlicher Weise Wort und Bild vereiiieu, um eine deutsche Landschaft vor unfern Augen erstehen zu lassen. Das O.berbayrrsche Hochland hat Al a x i m i l i a n Krauß beschrieben ; den Rhein hat A u g n fr Triuius geschildert; den deutschen Wald würdigt nach seiner wirtschaftlichen und künstlerischen Bedelituug Dr. Walther Sch 0 euiche u. Alle drei Bändchen sind reich, auch farbig, iUüftrierl und eignen sich gerade in der Reisezeit zu Geschenken für sich und andere. Zu ihnen gesellen sich zivci Hefte, Die Die literarische und die kiinskgeschichtliche Abteilung der Volksbücher bereichern: eine warmherzige Biographie Gottfried Kellers von Rolf Brandt und eine gerecht abwägende Darstellung Wilhelm von Kaulbachs von L. N e v i n n y. Die Volksbücher kosten, >vie bekaiint, je 60 Pf. Reinige' Äff-® .qaiier:?iC; Hess mor" Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Sberheffen genommen. Eine schwierige Frage ist noch Die Der llnterbringung von Unheilbaren, Deren Aufnahme in Heilstätten sich als nicht praktisch erwiesen hat. Man Dürfe jedoch nicht erlahmen, bis auch hier ein Weg gefunden sei. In den letzten 16 Jahren seien für die Einrichtung von Heilstätten durch Private zehn Millionen Mark aufgebracht und auch verwandt worden, vom Zentralkomitee in Derfclbcn Zeit 2l/2 Millionen. Der Kammer Herr Der Kaiserin Freiherr v. B c h r - P i n n 0 w begrüßte die Versammlung im Namen Der Protektorin. Ter Geschäftsführer Professor Dr. N i c t n e r machte hierauf einige geschäftliche Mitteilungen und teilte u. a. mit, daß in Den Tagen vom 22. zum 25. Oktober zum zehnten Mal die Internationale Konferenz für Tuberkulose-Bekämpfung tagen werde, und zwar in Berlin. — Sodann erstattete Professor Nietner den Geschäftsbericht. Danach hatte das Zcntral- lomitce am 1. Januar d. Js. 1456 Mitglieder. Während des Berichtsjahres 1912 sind 29 Mitglieder Durch Den Tod, 27 auf ihren eigenen Wunsch ausgeschieden. 4 Mitglieder mußten gestrichen werden. 43 neue Mitglieder sind beigetreten. Unter Den verstorbenen Mitgliedern waren wieder einige, welche Dem Zentralkomitee besonders nahe gestanden haben. Zu diesen gehörte Der frühere Präsident des Kaiserlichen Gesundheitsamtes, ber lange Jahre hinburch dem Präsibiiim des Zentralkomitees angehört hatte, Wiril. Geb. Rat Dr. Köhler. — Die Einnahmen im Jahre 1912 setzten sich zusammen aus Den Mitgliederbeiträgen in Höhe von rund 36 000 Mark, dem Reichszuschuß von 60 000 Mark und dem Ertrag der ersten drei Geldlotterien in Höhe von 125 000 Mark. — Für H c i m ft ä 11 e n und andere tuberkulöse Einrichtungen sind im Berichtsjahre 155 400 Mark bewilligt worden. Der Geschäftsbericht enthält Dann verschiedene Unterkavitel über bic Fürsorge für die Lungenkranken, die vorbeugenden Maßnahmen, Die Ermittlung, Auslese und Gruppierung Der Kranken, über bic Bekämpfung des Lupus und Den gegenwärtigen Stand Der Tuberkulosebekämpfung. Im Jahre 1912 starben 59 509 Menschen in Preußen an Tuberkulose. Der Prozentsatz gegen 1910 ist um 0,63 Prozent zurück- gegangen. Hierauf würden noch 'zwtziwissenschäf flicke Vorträge gehalten und zwar von Stabsarzt Dr. Ritter lEDmundstal-Siemers- walde) und von Oberstabsarzt Dr. Stürtz (Köln) über „Heilstätten und Krankenhaus in ber Versorgung ber Lungenkranken". LebensiuW iurtj ... yagen- gen WjL? fyr »*' ***& * eflplehliae "•Jedoie" "S5** «•ei»!19 erfifl 14 tf ES |J8 hessisches Schiitzenwesen in alter und neuerer Seit. I5in geschichtlicher Rückblick zum Jubiläum der Darnlstäbter Schützengilbc. Das 350jährige Izchiläuin ber Privilegierten Schützengesell- schafl Darmstabt ist an sich, zwar in erster Linie wohl ein Ereignis mehr fokaler Natur, aber bic ruhmreiche alte Vergangenheit Der Darmstädter Schützengildc ist nicht nur mit Den wechselvollen Schrcksäten der Stadt Darmstadt, sondern auch mit Denen des ganzen Hessenlandcs unb vor allem mit Denen seines Fürstenhauses so eng vcrkiulpft, daß ein Rückblick auf die Geschickte Der Schützengilbc für bic Allgemeinheit volles Interesse bc- änfprncheik bars. Landgraf Philipp ber Großmütige hatte sich betannttief) schon im Jahre 1527 ber Reformation an geschlossen unb sie allgemein in seinem Lande cingcfülyrt. Die Klöster unb Deren Güter wurden eingezvgen unb Der llniversität Ötarburg zmn Äeschettk gemacht. Itt Darmstabt stand zu jener Zeit eine Kapelle wüf Dem 5)ciligen-Krenzverg und eine Dem heiligen Martin geweihte auf Dem Herrgottsberg, Die beide abgebrochen unb die dazu gehörigen geringen Güter veräußert wurden. Um jene Zeit imirbe auch der SchmaltälDiscke Bund gegründet. Dem Philipp als eins Der hervorvagetchsten Mitglieder airgehörlc. Aber Die unter Den Häuptern des Bundes herrschende Uneinig leit hatte zur Folge, daß zunr Nachteil Der Sache jedes für sich operierte und feine Kräfte zersplitterte. In die damalige Obergrafschaft Katzenellenbogen rückte Der kaiserliche General v. Beuern ober Büren ein. Mit einem Heer von 4000 Reitern unb 10 000 Mann zu -Fuß, Darunter viele spanische und italienische Kohorten, überschwemmtc er Das Terrain, Die das flache Land und besonders die Damals beseitigte Stadt Darmstadt zum Hauptziel ihrer Angrifle machten. Zweimal gelang es Den Truppen unb ber tapseren Bürgerschaft, Den Ansturm Der Feinde siegreich zurückzusckflagen, bis Die Stabt einer Uebcrrii'nprckung zum Opfer fiel. Tic Folge war ein fürchterliche Plünderung und Brandsckatzuitg, bei welcher auch bas alte Schloß in Die Luft gesprengt wurde. Landgraf Philipp selber wurde in die Gefangenschaft geführt und konnte erst 1552 wieder in sein Land zurück!ehren. i$r ließ die ärgsten, bis dahin rühig^liegen gebliebenen Trümmer Der Stadt beseitigen und auch Das Schloß notdürftig zum Wohnsitz für feinen zweiten Sohn Ludwig l-errichten. Nachdem, Dann beim Ableben Philipps 1567 das Land unter seine vier Söhne verteilt unb ber jüngste Sohn Georg bic Obergrafschaft .Katzenellenbogen mit der Residenz Darmstadt erhalteil hatte, begann für .Stadt irnd Land eine neue, glänzendere Periode, wie sie ja aus ber Geschichte hinreichend bekannt ist. Es ist -aus Grunb ber vorhandenen Dokumente mit Sicherheit anzunehmen, baß schon unter Landgraf Philipp das Schützen- wesen eine sehr fürsorgliche Unterstütznng und Förderung erfuhr. iStan hat in einem alten Kasten auf Dem Rathaus sehr interessante Nachweife Darüber aufgefunDen. So ist z. B. eine Stadt-Rechnung aus dem Jahre 1556 entdeckt worden, in Der es heißt: „9 Wbns ('eine frühere westdeutsche Silber -Scheide münze 1 Den Arnwrust schützen geben für ein Viertel Wein auf Auffahrt Christi, nach alter Gewohnheit. 4 Gulden 20 Eflbns Den Buchfenschütz en geben, als man sie gen Frankfurt auffs Schiessen schickt. Waren auch in Gernsheim auf dem Schiessen." Unb aus Dem Jahre 1569 heißt es: „Den Buchse.nschützeir auf Den Schiessberg beim Am chressen 7 Albus -für ein Viertel Wein. Beim Äbschicsien l Guldeir." Aus der Bcnrerkung „nach alter Gewohnheit" ist Der Schluß m ziehen, daß schon längere Zeit vorher in Hessen besondere Schützenvereinigungen bestanden unb Schießwettstreite ftattgefun-- ben haben, ehe man 1556 Mitglieder der Darmstädter Sckützen- gilde zür Beteiligung an Schießen nach Frankfurt und Gernsheim entsandte.' .Auch ein Dokument timt 1573 spricht von Der Beteiligung an einem Schießen zn Bensheim, wie vor Alters. Die Darmstädter Schützcngesellschafr hat zunäctst einmal das Jahr 1563 als ihr Gründnngsjahr angenommen. Es erscheint aber nach Dem Vorbemerkten durchaus nicht .rusgeschlossen, daß sich gelegentlich auch mxfi ältere UrCunbcn und Beläge tiorfinben werden, durch welche die Gesellsthaft in die Lage versetzt loerticit könnte, ein noch viel früheres Geburtsjahr nackznweiscn und darnach vielleicht schon in Kürze ihr 400jähriges oder gar noch älteres Jubiläum zu begehen. .Die jetzige 350jährige Jubelfeier ist zugleich mit der Feier ber zehnjälchigen Erbauung, ihres schönen eigenen Sckieß- Hauses an Der Griesheimer Ehaussce verbunden, bas am 6. Juni 1903 in feierlicher Weise eingeweiht würbe. Aus der sehr umfangreichen Chronik ber Gesellschaft, Die der Alt- unb Ehrenschützen meister I. H. Kraft schon vor mehr als 30 Jahren in dankenswerter Weise und mit bewunderungswürdigem Fleiß an Hand des im Groß!;. Staatsarchiv befindlichen Altenmaterials angelegt hat, geht hervor, daß unter den Hofbeamten jener Zeit der Landgrafen Philipp uni) Georg auch ein Jägermeister und ein Oberförster figurierten und daß schon Unter ersterem große Jagden stattfandeu unter Beteiligiurg von 200 Pferden. Bei einer Eoauhetze im Fahre 1559 wurden in wenig Tagen 1100 Stück Wildbret und bei einem Treibjagcn etwa 150 Hirsche erlegt. Die Jagd wurde zu Fuß und zu Roß betrieben und das Schi cs-instrument war noch lange Zeit hindurch die Artnbrusl, weil Die Gewehrmacherkunst nur langsam dazu kam, sicher treffende Jagdgewehre zu liefern. Bei Dem großen Interesse, das Die bciDen genannten LanD-s- fürften dem Jäger!eben im allgemeinen zuwendeteir, ist es zweifellos, daß auch von ihiten das Schützcnwesen eiftig gefördert wurde, um so mehr, als ja Die in Gilden bereinigten Schützen zugleich eine sehr tüchtig/- unD im Waffen Handwerk erprobte. Stütze für die Wehrkraft des Landes bildeten, gleichsam ohne Kostenaufwand einen SunDfhirm in Der Stunde Der Gefahr. Das älteste vorhandene Dokument, worin Die Schützengesell schäft zum erstenmal als solcku anftritt । gemainc Schicßgesellsckast <;u Darmstadt) und vom Landesfürsten, Georg I., zu einem_nll gemeinen Landesschicßen aufgefordert wird, datiert vom 1. September 1573. Der umfangreiche Generalverles fordert alle Schützen » von Mk. 1^5 an per Meter, in asten fczrOlli VßllwO Farben, franko und schon ver- Oa Oll hilhlisK an1?/ 1115 geliefert. Reiche EiS'i MeJ 6 WOUy Mustcrauswah^umgehenD. FD7/10 G« Henneberg5 Hofl. I. M. b. deutschen Kaiserin, Zürich, Auch Ser hartnäckigste Kosten hält den erprobten Wybert-Tabletten nicht stand, so steht in einem der zahlreichen Zeugnisse über dieses ausgezeichnete Mittel zu lesen. Wer irgend zu Erkältung neigt, viel zu sprechen hat, seinen Kals schonen muß, läßt sie nie ausgehen und nimmt sie regelmäßig, wobei er immer von neuem ihre erfrischende und wohltuende Wirkung verspürt. Die Schachtel kostet in ollen Apotheken u. Drogerien 1. Wk Niederlagen tu Gießen: Pelikan-Apotheke und Löwen Drogerie i r 0 5 n b F- fi/ rc fe 5 6)x LS 89 ?o >-9. to Uu §*» x s i? •S'1 e? o s er ’5> 'S! — c — ■ D r ~ «b ■er- -S>'®ü *0 2. •X'x" 2_ cd ZT. r-v ■HZ.." K-RZ rt- —CO 2 LO S.Ö9 ^(slto s öS COOCD *a sag — ®ä*r s —öox 2.X o " 2^^e- - 5 er? -9. D C= <-s «aß —■ x '-• o ö» Xi gl 00 öl g! om ^CD -..•0”5" ,® 2 h-.cS ©RgOt-T* x -- r° -c- » 3-cS K ö o-ft •8'tju J> — ^is» x ZS §J3^ #2 = CD „o q x • ■ ^"l-i ÖD 3 «e rt»2 Gl»®- <-t e o 3" ® J?E« 'CO'tS —* o —. LL^ CD O — rt —■ " ”7Q er_. CD §1= ps 2 5 2-R, - S-g-^ä" 3 9 rt 2'8 § 9 CD "CD äs xxx x’ooci^w o'o'X’er 2a tr CD <1 ÖS- 2 5? £ Z 2 ■? .CD D HA- CD „. rs —>r-^.*=' 2.5 2 - grt 2 CD «= X.CT <-« H’_ »g§- CD„ «& 's rs b ö£ • 9 Z.K to^;~ = rt CD n SSrt rt - er _. »TsT er 2«3 » rt IO rt'cD — .er o-p ° " ?o 2 « S 2. A- m tort rt =>^2 «• © r — -w© -* "rt **x CD " tt? Z/ " S^rt co -D ritifa Ue-2. CD rt's:, rt,X »' D rt ^2 — oreg' S rt (d LZ^" ÄST2 Oti X. rt S a Sf^cr c/. r* «S "-D». ^"rt1 (rt. ® er 2. " '-■=-2 ®2toS|t.wg ?ä’fes§T® x 2 C rt 2 5 — 5"£ S 2. 5.x*.** c SS to ’' 2.2. S ?S 2 -2, 'rt' 2. D7 CD 2 2 boto ro-=-?DA O: ro J31 CTrt er s S-cS'2.'- 'g‘rt‘2’" ÜS'O D-- Sw 2 §-§£.- rt ~ D 'O .—. ~er er e=i x x GvSt- d —~:j o-2-H e !X rt ' 3 " =L.„. r- CD Jgs8' er — ert — " X- -- rt 2 x —. S a X 2U-D -> rtS^p.Ortrtrt _ -^.S tSrt or — .CD Of tc~ = ZS.- GLA^FTW rt Iäo-ZS'2 xx-»x. , ' S^rt CD - cd er5-5 • 2 rt Q. ,__, rt Q g-— S o ‘77 —D rt'® x Ä ÖU XCrt ■ ZI » S2 2. ^-§agr. 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Rang t ^liiveg neb in der britti | Das bo1 I klasMsysteni I dem Ofcfbbei | des Wahlsm' I der Wählei' I räumt, lieg I geringe Wa tvaisien, tto| bw.; i ^KkW Wbeutet, der KW rismus bf ; doch bei i 7682721 [ der Wahl I M Köniar I ‘515273, I rnttsatz der ] ton 1862 n I ^ieiliguno I we Parteic I ordnet • § I M-ltoir | -wtwnaltibe ^bikonserva ! wnmen 13,5 S 1785.$ I J® natürli, ' Mbnis ^Sonse;