Erstes Blatt 165. Zahrgang Gietzener Anzeiger JDie heutige Nummer umfaht 14 Seiten. nt bcmfclbcn Maße näher, als es das geschichtliche Recht der einzelnen deutschen Fürsten und Länder entwertet und herabdrückt." £ w r.nz.1,.. ^fies 163. Jahrgang Mittwoch, \1. Februar 1913 erscheint täglich, außer ÄW W '*<' FH «ezuaSpre. Sonntags. - Verlagen: ▲ le A A Kg ▼ monatlich 75 Pf., oiettel- v'eriiial wöchentlich M IMk Ak A A A AA WiM AA A A Ä A A. A A jährlich Mk. 2.20: durch SietzenerKamiUrnblätter, M W W Abhole- u. Zweigstellen L7^^ochentlN.ei§- M WM W ly OIIO HT fl HI yl> H 11 MM monatlich 65 Pf.: durch blatt für den Breis Siegen M W W W WM pl^7 W W .fix H jr I BH A Q fi ■ H die Post Alk. 2.—viertel- (Dienstag und Freirag): M W M, W ■ ■ ■ ■ «T ■ H HB Nf H ■ H Br ■ jährl. ausschl. Vestellg. zwc'E '.'wnail. Land: W' A/ L-L'M W Mk^- W M W . gL Mk/M H W M yk, k-4 M.W W . ■ Zeilenvreis: lokal 15Ps^ wirtschaftliche seitfragen V W W M H Br E WB ausivärls 20 Mennig. Anschlüsse: U M w v ™ M V VW V V Chefredakteur: A. Goetz, ßir die Redaktion 112, Verantwortlich für den Verlag u. Expedition 51 Z?-1 < * * e. politischen Teil: August jää: General-Anzemer für Oberhessen Annahme von Anzeigen x ™ v/V v(( V * „Gerichtssaal": K. Neu- °"s ° “ 6 Derla9 öer brüh! scheu llniv.-vuch. und Lieindruckerei R. Lauge. Redaltlon, Srpedition und Druckerei: Schulftratze 7. Ä.f“r^S'adt und n' budmgen: Zernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhosstrahe ,6a. Anzeigenteil: H. Beck. Die erledigte Partei. Mair schreibt uns aus parlamentarischen Kreisen: Are Verlobung im Kaiserhause und die bevorstehende Regelung der braunschweigischen Thronfolge ist für eine Parier be§ Deutschen Reichstags zur Sch'icksalsftage qe- worden: Was geschieht mit der F ü n f m ä n n e r f r a k t i o n ? e t We l f enp a r t ei? Die Anhänger des altert hannöverschen Königshauses hatten sich im Fahre 1869 als „Deutschhannoversche Rechtspartei" zusammengetan und werden seitdem die „Welfen" geheißen. Man hat sich bisher iin parlamentarischem Leben schlecht und recht mit ihnen abgefunden. Wie in alleii Staatswesen, zu deren Aufbau dre Zertrümmerung oder Einverleibung von anderen Staatsgebilden hat beitragerr müssen, so haben wir auch iin Deutschen Reich regionalistische Wähtergrüppen, die glauben, ihre besonderen Wünsche bei keiner der großen politischen Parteien richtig gewahrt zu sehen. Die regionalen Gruppen kann mau einteilen in Protestler und Parti- kularisten. Die bedeutendste der protestlerischen Gruppen ist die polnische Fraktion, die bedeutendsten unter den Regionatisten sind die Welfen. Im Reichstage von 1903 brs 1906 waren es sechs welfische Abgeordnete. Vier bczw. fünf suchten, obwohl Protestanten, bei der Zentrumspartei Anschluß. Die Wahlen von 1907, kurz nach dem zweiten Bundesratsbeschluß gegen das £>au§ Cumberland ließen jene kleine Partei auf zwei .Häupter zusammenschrumpfen. Die Partikularisten waren nur noch vertreten durch den hannoverschen Welfen Götz v. Olenhusen, der sich dem Zentrum als Hospitant anfchloßund einen braunschweigischem Welfen, Herrn v. Damm, der der wirlschafllichen Vereinigung beitrat, also als Partikularist eigentlich garnicht mehr zü zählen war. Im Reichstag von 1912 sind wieder fünf Welfen erschienen, diesmal mit Hilfe des Bundes der Landwirte. Das Zentrum hatte das Interesse an den Welfen verloren. Jedenfalls bewies die neue Fünfmännerfrakiion, daß die Idee des Wetfentums auch auf parlamentarischem Gebiete noch lebte. Man darf nicht vergessen: Es gibt auch noch eine hessische und eine mecklenburgische Rechtspartei, eine braunschweigische und eine hamburgische Rechtspartei. Alle diese Richtungen sind seit dem Jahre 1892 auf ein Programm der deutschen Rechtspartei geeinigt, das so ziemlich d n Rekord an politischer Rückständigkeit hält. Am meisten verständlich erschien ja immer noch das Streben der braun- schweigischen Welfen nach parlamentarischem Ausdruck der welfischen Thronfolgeforderungen. Auch die hannoversche und die hessische Rechtspartei können sich formell immer- lp.n auf frühere historische Zustände berufen. Was aber die mecklenburgische und gar die hamburgische Rechtspartei eigentlich wollen, deren Heimat doch niemand etwas zuleide getan, hat, ist bis heute recht schleierhaft geblieben. Aus de^r „Grundsätzen der deutschen Rechtspartei" nur eine kleine Probe: „Deutschland muß allen deutschen Stämmen und Ländern ein gemeinsames Vaterland sein. Der Ausschluß einzelner Teile kann durch ein Bündnis mit fremden Staaten und' Rationen nicht ersetzt werden. Ebensowenig darf die Vernichtung einzelner selbständiger Glieder Gesamtdeutschlands zugunsten anderer u n g e s ü h n t bleiben, wenn nicht immer n c u e Rechts- b r ü ch e erwachsen sollen. Jedes Beharren auf solchem Wege bringt Deutschland dem Cäsarismus und f ob amt der Republik in ytod) deutlicher sind die Grundsätze der jetzt in Frage gestellten deutsch-hannoverschen Rechtspartei des Reichstags: „Das Recht ist wieder herzu stellen, wo es gebrochen wurde: die Aufhebung der Annektionen auf friedlichem, rechtmäßigem Wege, insonderheit Wiederherstellung Hannovers unter seinem angestammten Königshausc int Rahmen des Deutschen Reiches, ebenso Abänderung aller Gesetze, die diesem Grundsätze nicht cnt- fpreel-cn, z. B. Zivilstandsgesetzgebung." Das Programm der Welsen verlangt auch: „Föderative Ordnungen in Reich und Staat- Wiedervereinigung mit Oesterreich durch staats- und bundesrechtlichen Vertrag in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht." Die fünf im Reichstage sitzenden Welfen sind die Abgeordneten Alpers, Colshorn, v. Meding, v. Schelm und v. Wangenheim. Ludwig Alpers, Lehrer in Hamburg ist Deutsch-Hannoveraner, seit 1895 erster Vorsitzender der großdeutfch-föderalistischen Hamburgischen Rechtspartei Hermann Colshorn, Besitzer des Rittergutes Wiedenhausen, war schott 1903 bis 1906 Mitglied des Reichstags. Hans v. Meding ist Klostergutspächter in Wulsssode. Frhr. Arnold v. Schele ist Rittergutsbesitzer in Schelenburg, Inhaber preußischer Ordeti und — Kammerherr des Herzogs Ernst August von Cumberland, ein alter Parlamentarier, der schon 1898 bis 1906 im Reichstag faß. Seit 1892 wirkt er in der Deutsch-Hannoverschen Partei, besonders im Ausschuß- und Zeitungskomidee. Frhr. Adolf v. Wangenheim ist lvohl der bekannteste Deutsch-Hannoveraner, er ist Mitglied des Zentralvereins für Deutsche Binnenschiffahrt und Reichstagsabgeordneter seit 1881. — Diese fünf welfischen Abgeordncteit sind von ihren Wählern in den Reichstag geschickt, um für die Wiederherstellung des Königreichs Hannover zu wirken. Eine Revision dieses Wählerwillens erscheint nm Platze. iDie politische Logik verlangt, daß die fünf Welfetr ihre Mandate niederlegen. Einer Wiederverwendung nnter anderen Gesichtspunkten im parlamentarischen Dienste steht ja später nichts im Wege. Die Festtage in Karlsruhe. Karlsruhe, 11. Febr. Heute mittag um 1/21 Uhr fand auf deut Schloßptatz die Parade v 0 r d e m K aiser statt. Die Garnison stand in Paradeaufstellung feldmarschmäßig und empfing den Kaiser unter präsentiertem Gewehr. Die Kaiserin und die anderen fürstlichen Damen sahen der Parade vom Balkon des Schlosses zu. Prinz Ernst August von Cumberland und Statthalter Graf Wedel waren bei der Parade gleichfalls zugegen. Rach der Parade hielt der Kaiser vor dem versammelten Offizier- lorps Besprechung ab und nahm sodann militärische Meldungen entgegen. Karlsruhe, 12. Febr. Rach den bisherigen Dispositionen wird der prinzliche Bräutigam Mittwoch abend mit der Kaiserlichen F a m i l i e d e m Kaiser nach Berlin folgen. Prinz Ernst August will ins preußische Heer eintreten. Berlin, 11. Febr. Wie das Woff-Bureau erfährt, bat Prinz Ernst August, Herzog von Braunschweig und Lüneburg, seine Verlobte, die Prinzessin Viktoria Luise, um Aufnahme in die preußische Armee. Der Kaiser wolle diesem Wunsche willfahren und bett Prinzen in bas ZiethenHusaren-Regiment entstellen, das Regiment, welches seinen Großvater und Urgroßvater zum Chef hatte. Aus der braunschweigischen Landesveriammlung. Braunschweig, 11. Febr. In der Landesversammlung teilte sofort nach Eröffnung der Sitzung Staatsminister v. H a r t - wieg dem Hause die Verlobung der Prinzessin Viktoria Luise mit dem Prinzen Ernst August mit. Die Mitteilung wurde mit lebhaftem^ Bravo aufgenommen. Der Staatsminister fuhr dann fort: Se. Hoheit der Hcrzogvegcnt und mit ihm das ganze Land begrüßen diesen Vorgang mit aufrichtiger, herzlicher Freude und Genugtuung und mit hoffnungsvollem Ausblick in die glückverheißende Zukunft des Herzogtums. Zurzeit werden sich politische Folgen daran nicht an sch ließen. Wann dies der Fall sein wird, steht dahin. Es ist dringend erwünscht, daß die Regierung, die Landes- Versammlung und das ganze Haus sich auf die Kundgebung' ihrer großen Freude und Genugtuung beschränken. Ich möchte der Landesversammlung ergcbenst anheimstellen, in eine politische Erörterung nicht einzutreten. (Bravo!) Der Staatsminifter teilte sodann mit, daß anf Befehl des Herzogregenten anläßlich des frohen Ereignisses alle D i c n st g e b ä u d e am 11. und 12. Februar zu flaggen haben. Er erhärte, daß seitens des Staatsministeriums dem Kaiser, der Kaiserin, dem Herzog von Cumberland, der Prinzessin Viktoria Luise und dem Prinzen Ernst August telegraphisch die ehrfurchtsvollen, herzlichsten Glückwünsche dargebracht worden seien. Präsident Kreisdirektor Langerfeldt erklärte im Namen der Landesversammlung seine große Freude über die Verlobung. Alle hofften, daß diese Verbindung von segensreichen Folgen auch in politischer Beziehung sein werde. (Bravo!) -Er erbat dann die Ermächtigung, an die Fürstlichkeiten telegraphisch die Glückwünsche der Landesversammlung zu übermitteln und schloß zum Zeichen der Freude die Sitzung, die auf morgen vertagt wurde. Glückwünsche des preußischen Abgeordnetenhauses. Berlin, 11. Febr Der Vizepräsident des Abgeordnetenhauses Tr. Krause eröffnete die heutige Sitzung mit folgender vom Hause stehend mtgehörten Ansprache: Das Haus ist durch eine überaus freudige Botschaft überrascht: Am Großhcrzoglichen Hose in Karlsruhe fand gestern die Verlobung der einzigen Tochter des geliebten Kaiserpaares, der Prinzessin Viktoria Luise, mit dem Prinzen Ernst August, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, statt. Ich nehme an, daß das Haus es sich nicht versagen will, seine Teilnahme an dem glücklichen Ereignis auszudrücken. Ich erbitte für das Präsidium dia E r m ä cht i gu n g, dem K a i s e r p a a r e, dem hohen Brautpaare und dem Vater des Bräutigams, H erzog von Cumberland-, die Glückwünsche des Hauses au s z u s v r e ch e n. (Allseitiger Beifall.) Sollten die allerhöchsten Herrschaften die Glückwünsche nicht persönlich entgegennehmen wollen, werde ich mich für berechtigt halten, fie fchriitlich darzubringeit. Dem Herzog oon Cumberland loerbc er sie mit Genehmigung des Hauses schriftlich aussprecheii. * Ueber die Verlobung in genealogischer Beleuchtung schreibt 'Dr. Stephan Kekule v. Stradonitz im „Tag": .,Pnnz von Cumberland" ist so falsch, wie es überhaupt möglich ist, obwohl man gerade diese Titulatur sehr oft liest und hört, denn der Titel „Herzog von Cumberland", dem der Vollständigkeit halber eigentlich noch hinzugesügt toerben müßte: „Herzog (Duke) von Teviotbale und Graf iEarl) von Armagh" ist ein, nebenbei bemerkt, 1799 für Ernst August, beit späteren König Emst August II. von Hannover, t 1851, geschaffener, auf Königs, auf englischer Verleihung beruhender Hock?adels-Tites, der sich nur nach dem Reckite der Erstgeburt vererbt und bei Lebzeiten des Vaters dem Sohne nicht zukommt: einen „Prinzen von Cumberland" gibt es gar nicht, und wer daraus Wett legt, den Prinzen Ernst August, also den Bräutigam unserer Kaisertochter, durchaus mit seinem Großbritannischen Ädelstitel zu bezeichnen, der kann gar nicht anders, als ihn: „Earl of Armagh" nennen, wie ihn die bttännten genealogischen Nachschlagewerke Englands Anton Brudner. Vom Kottzert-Verein wird uns geschrieben: Das Chor- und Orchestettonzert der Meininger Hofkapelle am nächsten Sonittug erhält eine besondere Note durch die erstmalige Aufführung einer Bruckner sch en Sinfonie in Gießen. Dieser An- 'laß mag einen kurzen Bcttcht über sein Leben rechtfertigen. An- ton Bruckner, 1824 zu Ansfelden bei Linz geboren, stammt aus denkbar armen Verhältnissen. Er ist, wie Schubert, dem ' Lcbullehrerstattde entsprossen. Nach dem frühzeitigen Tode des Vaters wurde der .Knabe, der 11 Geschwister hatte, im Stifte -St. Florian ausgenommen. 1841 wurde er Schulgehilfe in Windhag mit einem Gehalte von monatlich 2 Gulden. Das andere mußte er sich als Fiedler, der den Bauern zum Tanze aufspielte, föerbietten. Als er 1851, int Alter von 27 Jahren, stellvertreten- .ber Organist in St. Florian wurde, mochte er sich bei einem Jahresgehalt von 80 Gulden und freier Station als Krösus gefühlt haben. Rach einem erfolgreichen Probespiel stellte man ihn 1856 zum Domorganisten von Linz ein. Er war über 30 Jahre alt, als er sich auf die Schulbank fetzte, um das Hand- iverksmäßige der musikalischen Wisseirschast zu lernen. Bei der Reifeprüfung meinte Hofkapellmeister Herbeck: „Er hätte uns prüfen sollen!" Trotzdem studierte Bruckner in seiner herben Selbstkritik zwei Jahre weiter. In der Folgezeit feierte er als Großmeister des Orgelspiels in Paris und London glänzende Triumphe. Unter dem erhabenen Eindruck seines ganz persönlichen Spiels und der Genialität seiner Improvisationen er- ichauerte das Publikum. Die sehnlichst erwünschte Anerkennung -ls Komponist blieb ihm aber noch lauge Zeit versagt. Abgesehen t>on der Befriedigung, die er darüber empfand, daß Richard Wagner die Widmung der 3. Sinfonie annahm und ihre Aufführung in Aussicht stellte. Der Mangel an Erfolg schüchterte öruckncr derart ein, daß er sich lange Zeit an keine Sinfonie mehr icrantrautc. Erst in seinen letzten Lebensjahren wurden ihm mancherlei Ehren zuteil. Der Kaiser ließ dem altersschwachen Komponisten eine Wohnung im Schlosse Belvedere nnräumen. !lm 11. Oktober 1896 starb der von den Gebreck>en des Alters K'imgesuchte als Junggeselle, beim zum Heiraten hatte er nach Kinern Aussprüche „vor lauter Musizieren" keine Zeit. n Die Einschätzung Bruckners als des größten Sinfonikers seit oeethoven, wie ihn Brahms genannt hat, ist noch jung. Bruckner «ehörte bis ins Greisenalter zu den großen Unbekannten. Seine Verehrung für Richard Wagner ist dem rührend demütigen Mann -um Verhängnis geworden. "Wien, die Stätte seiner Wirksamkeit, =Mr die Hochburg aller verbisseiten Wagnergegner und so war J? erklärlich, daß ihn die herrschende Partei einfach totschwieg, '.ckr den Grad der Verkennung und Verleumdung )tnd »n>ei ""' M lHlönMZ-ch'piele bezeichnend: Als Bruckner seine zweite nie nirbLndt». um erbringen konnte und sich selbst half, indem er sie zur Schlußfeier der Wiener Weltausstellung aufführeit ließ, brach Hanslick den Konzertbericht vor der Sinfonie ab. „um nicht der Schmach z-u'gedenken, die dem Ü-Püsikoercinssaale angetan worden fei". Kleinlicher noch war das Verbot an seine Schüler, denen es bei Strafe sofortiger Entlassung untersagt war. ihren Lehrer nach Ausführung einer Sinfonie mit einer bescheidenen Blumenspende auszuzeichnen. — Mitte der 80 er Jahre fing man an, seine Bedeutung als Komponist zu erkennen. Der greife Tonkünstler durfte die Erfolge seiner Werke noch erleben. Rikisch, Levi, Mahler, Mottl, Muck und Löwe wurden seine Apostel. Die ersten Aufführungen feiner Sinfonien in Leipzig, Berlin und München lösten unermeßlichen Jubel aus und die Tageblätter veröffentlichten das Dankschreiben Paul Hevses an Bruckner nach der Münchener Aufführung. Die beispiellose Verkemtung in der Heimat wurde nun dort durch glänzende Ehren gesühnt. 1891 ernannte ihn die Wiener Universität zum Ehrendoktor. Dabei ttchtete der Rektor, Mols Exncr, die denkwürdigen Worte an ihn: „Ich der Rector magnisicus, beuge mich vor dem ehemaligen Lehrer von Windhag." Hans Richter war es, der ihn in Wien zum Siege führte: heute sind Brucknersche Sinfonien dort volkstümlich und überall an der Tagesordnung. Bruckner hat ein Streichguartett, drei Messen, den 150. Psalm, das Te Deiim und neun Sinfonien geschaffen. Die letzte, unvollendet gebliebene, hat der fromme Mann, der zeitlebens ein Kind blieb, dem „lieben Gott gewidmet". Als die bedeutendsten ragen die 3., 4. und 5. hervor. Besonders die hier zur Ausführung kommende 3. gilt als Muster Brucknerscher Kunst, die namentlich^ int Adagio und Scherzosatze von bestrickendem Wohlklange ist und eindringlich und warm zu jedem für die Sprache wahrer deutscher Kunst Empfänglichen redet. * — E i n neues Schauspiel von Franz Bcperle in. Man schreibt uns aus Hamburg, 10. Februar: Der Dichter des vielgespielten, theaterkräftigen „Zapfenstreich" geht in seinem jüngsten Schauspiel „Frauen", das am Montag im Hamburger T h a 1 i a t ly e a t c r seine erfolgreiche Uraufführung erlebte, einen schönen, neuen Weg. Er verzichtet auf jedes große und laute Theater und sucht seine Wirkungen in der Intimität fein pointierter Dialoge, der tastenden Entfaltung aparter Seelenvorgänge und den ganz nach innen schlagenden Flammen menschlich ewiger Leidenschaften. Ein Künstler steht zwischen zwei Frauen. Ein heißer, nach allen Sensationen der Liebe hungriger Mensch gleitet aus den Armen einer aus selt samem innerem Reinheitsbedürfnis heraps kühlen, aber tief und schön empfindenden Gattin in die heißeren und raffinierteren Umarmungen einer zügellos der Liebe „nd der Freiheit der Kunst lebenden Sängerin. Tas Stück schildert den leidvollen Kampf der Gattin um den Mann, der rettungslos der Rivalin verfallen scheint, trotzdem diese ihn längst preisgegeben. Es ist wie hin Kampf der himmlischen Liebe mit der irdischen. Wer liegt? Der Dichter gibt keine Antwort. Er kann keine geben, weil der Mann sich nicht entscheidet. Weil er den Weg nicht findet, der entweder aus dem Glück zur Liebe oder aus der Liebe zum Glück führt. Weil für' ihn die Erotik das erste und die Frau das zweite ist, wkil er aus beiden keine Einheit schaffen kann. Die überaus saubere Technik, die schön flutenden, von innen heraus bewegten Wellen des geistvollen Dialogs und die Menschlichkeit der seelischen Vorgänge weckten starkes Interesse und verschafften dem glänzend gespielten Schauspiel einen ehrlichen Erfolg. — Düsseldorfer Festspiele 1913. Aus Düsseldorf wird uns geschrieben: In Düsseldorf tagte unter dem Vorsitze des Oberpräsidenten der Rheinprovinz Staatsministers Freiherrn v. Rheinbaben die Mitglittierversammlung des Rheinischen Goethe- Vereins für Festspiele in Düsseldorf. Das Jahr 1913 bringt Gedenktage dreier Dickster: Friedrich Hebbel, Otto Ludwig und Theodor Körner. Deshalb solleir nach einstimmigem Beschluß der Versammlung die Festspiele diesen Dichtern gewidmet fein. Friedrich Hebbel wird vertreten sein mit zwei Wderken: „Die Nibelungen" und „Agnes Bernauer". Von Otto Ludwig werden gegeben: „Die Makkabäer" und der dramatische Entwurf „Torgauer Heide". An diese Szenen, die in der Zeit des großen Friedrich spielen, wird sich zweckmäßig Lessings „Minna von Barnhelm" anschließen. Körners „Zrinh" wird als Schüler- nnd Volksvorstellung die Festspiele beenden. Als Zeit wurden die Tage vonr 29. Juni bis 17. Juli bestimint. Die Regie übernimmt wieder Geheimrat Max Grube. Hs. — Eulenbergs „Bolinde" int Dentschen Schauspielhaus zu Hamburg. Am Samstag abend erlebte Herbert Emlenbergs Liebesstück „B e l i n d c" im Hamburger Deutschen Sclznuspielhaus seine Erstaiifiührung. ' Die Regie lag in den Händen Tr. Carl Hagemanus und der Erfolg mar ein durchschlagender. Es ist iutereffant, daß der Hamburgische Korrespondent schreibt: „Dasselbe Publikum, das gegen Eulenbergs „Alles um Liebe" wilde und leidensckmftliche Opposition machte, füllte am Samstag abend sämtliche Ränge 'des Schauspielhauses bis auf den letzten Platz, folgte dem Stück mit gespannter Aufmerksamkeit durch alle Szenen und gab zuletzt mit Beifall keine Ruhe, bis es den Dichter wieder und wieder vor die Rampe gejubelt (hat." — Sudermann in seiner Heimat. Aus Königsberg i. Pr., den 9. Febr., wird uns geschrieben: Alljährlich fährt Sudermann zum 6. Februar, zum Geburtstag feiner betagten Mutter, nach seinem stillen .Heimatsort Hehdekrug, und diesmal hatte er sich bereit erklärt, mit seiner Reise einen Vortragsabend zu wohltätigen Zwecken zu verbinden. Ein zahlreiches Publikum hatte sich dazu aus Heydekrug und Umgegend, aus Memel Aus yeffen» Palme hält! Em Unfall. Ei b die sich als Anhänger des Bundes der Landlvirte bekannten, herbeigesührt worden. Die „Freie Bereinigung" will eine einheitliche, iwn außen unbeeinflußte Politik treiben Tie Vereinigung will unbeirrt den Weg der mittleren Linie gehen, sie ist keine Kampforganisation Die Der- 1 | einigemg folgt dem Führer der Partei im Reichstag, Sa)fei* mann. Ter Redner ging dann auf die Stellung der natio^ ■ uallibcralen Partei zu den anderen Parteien ein. Zwer * OK'gner hat die Partei: Zentrum und Sozialdemokraln. I Die Partei will für die neue HeereSvorlage eintreten, ne j ist auch für den Schutzzoll, der sogar noch für die Industrie erhöht werden möge 'Der Redner behandelte dann be allgemein bekannten Gegensätze der ncttionakliberalen Part« zu den anderen Parteien. „ ; K , - o k . In der Aussprache sprach zunächst Dr. Osann, d« bclaniircn Vertu, tcn zuruckgeMagcn wurden, kein.Landung s- Unterschiede unterstreicht, die zwischen der national- vcrinch unternommen worden ist. In der Tschataldtcha- __. j. MtniT-nnrtoi firffphim Äx linic ist zu keinem bedeutenden Zusammenstoß gekommen, liberalen und der Fortschrtttlich -olkspar l 9 • Was die ixühinh'i Tallipol i betrifft, genügt es, zu sagen, daß wendet sich dann gegen einige Uirnd)hßreuen in oen » die Türken in der schlacht von Bulair mehr a l s führungen des Dr. Linse: insbesondere lrpd oie on dem Redner des Abends unrichtig toiebergegeben sprechen. Tic Türken können imaginäre Siege eninden: das morden slautt?000 T°,C Unb $mVUnbttC m"6 ä" W«-- L" Än'Äd-»k Ar» Ä J Sofia, 11. Febr. ^lgence Bulgare.) Tic bu l g ar is chen 'N an n. Äachdein Dr. Linse noch das -^chtußu-ovt Truppen zogen sich fünf bis sechs Kilometer weit in neue Stcl-! schließt die Versammlung gegen -1 Uhr nachts. bereit«, daß dre Türken an Baden gcivonnen nnd schon einiae bulgarische Gefangene gemacht haben. Die Kämpfe auf der Halbinsel Gallip o li bauern an Türkische Truppen griffen die Höhen bei Examilo an, vertrieben die Bulgaren und eroberten zwei von den dort auf- Lbrloen'S ausdrücklich verzeihnen. Vrin; -Emst Augutt, ein I b mrtf dbet Fürstensproß, dem Blute nack. wie kaum em anderer I unter den Sproßen der christlichen, recnerawen. Homer 'Euro- pas, ein Enkel und Urenkel hannoverscher Könige fusttt auch den Titel eines „Prinzen von Großbritannien mch Irland Ttrm.it D vor allem eine wiMiae B^tsver^ndtsck«ft gekenn- zeichnet, in der er zu ferner hohen Braut stehr. Georg M., König Von Großbritannien und Kiirftirst von Hannover sett 1760 Könia von Hannover 1814, + 1820. Jtatte aus seiner Lhe imt Soptnc Eh-rlotte von Mecklenburg--Ltrclitz, nner Tante der Köniain Luise, neben vielen anderen .Kindern einen <2vhn. 5ouarb Angust, den bekannten Herzog von Kent", t 1820, den Vater der Königin Viktoria I von Großbritan-nien und Irland, und einen lüngnm Sobn: Ernst 9£naufi II., Kmia von Hannover >liehe obr^brr nck mit Sricbmte Volt »icJtcnbura.streliV. einer leiblichen Nichte seiner vorgenannten Mutter ^ophic Charlotte von Mecklcnburg-Strelil-, vermählte. Beide und dic Urgroßeltern des reuigen Bräutigams. Der Herzog Eduard Anon st von Kent ist aber der Urgroßvater des letzt regierenden Königs Georg V von Großbritannien und Irland, »va,s man nicht bergen en daN, weil durch Vermittlung ihrer Grostnruttcr von Vaters Stttc h£, der Kaiserin und Königin Friednch, dtt.VrinzAin Viktor, i Lutte auch ihren'eits „vom Herzog von Kent abftammt: sie ist dessen Ur-Urenkelin!, König Georg V. von Großbritann'^m und Irland ist ein rechter Vetter ihres Vaters, Kai'er Wil Helm II, und mit ihrem Bräutigam tet die Pnnzeffin also ein7n starkeii Trovt'en Este-Weliftchen Hannover-Großbntan'.ii- sckren Blutes gemeinsam, der dadurch noch eine Ventiirkung ca sahrt. auch auf der Ahnentafel der Kaiserin und Kmigrn Au au st e I Viktoria ein „Englisches Feld" in der Reihe der 16 Abnei erscheint, indem König CbristianVIßvon Dänemark und Norwegen, t 1808, eine leibliche ' Schwester des Komas Georg III. von Großbritannien und ^nnovcr die Vrinmftn K^oimcMa- tbilde, gestorben 1775, zur Gemahlin batte, und fchl'-stich bei Mutter des vorbezeichneten Königs Ebrisftan VII. c'cy c’”c geborene Prinzessin von Großbritannien und Irland (Lmse, ge- storben 17al> war.die ^^^^sEkcit Dänischen Bsutcs zwischen Braut und Bräutigam, die mit der Mutter des Brauttgams, der Brinzessin Thpra von Dänemark zusammenbongt. hier nur andeutungsweise einnehen, um noch auf die Mecklenburg - <2tr cli Bli't^verwandttchgft hinzuweisen, die in deni Vorstehenden schon enthalten ist Friederike von Mecklenburg-^rrelitz, die Gemah v- des Königs Ernst August II. von Hamioder, mar eme ningcr Schwester der unvergeßlicheii Königin Luise, fo daß / also d'e Eltern dieses Geschmristcrpaarcs: , der Herzog Karl II. Ludwio Friedrich von Mecklenbiirg-strelitz, gestorben 1816, und seine Hesfen-Darmstädtische Gemahlin, auf den beiderfeittgen Mnen tafeln des hohen Brautpaares, und zwar wiederholt, zu finden «ud Tamit luängt-dann aber endlich auch eme starke Bin Mischung Hessen Darmstädtischen. M'ites in beiden Ahnenbtteln ^ilsarnmen, unter der der weltgetthichtlick'e Reichs-General-Feld marschall: Prinz Georg Willem von He-sen-Darinstadt, gestorben 1782 mit seiner Gemahlin aus dem Saufe Lemingen fWar- Ouife' Albertine von Leiningen-Dagsbura-He'desbnnil, beinnbrr' bervorgehoben werden mag. Tast auch der Herzog. Fried'n- Euaeii von Wüttteniberg. gestorben 1797, der mit inner G mahlin Friederike Dorothee Sophie von Brandenburg-Schwed auf den Mnentweln fast aller regierender Hauvter Europas beiderseits nicht fehlt, interessiert mehr den Fachmann Enge Verschwägerung und Dlut^venvandtschaft verbinden somit dos hohe Brautlxrar, doch nicht zu enge Gememfamke' des Blutes! Möge aus dieser Verbindung nur Gluck erblühen wie der Engel der Versöhimng unb des Friedens über fie die hingen zurück, nachdem bei T' chataIb l di a bie dcr Türken auf bcr ganzen Linie z uru^Q cf^Iag wvr^n raren, ausgenommen a ut bem a Utz c r ft en r c wten Flügel, wo die Truppen bem Urewgeuer- bei^turftichen ^cknffe im Marmarameer und im Gotte von Bueiukftchekmechchc cmsgeietzt raren. Die-Verluste der .Bulgaren ftnb unbedeutend. Dre türkischen Verluste sollen groß fein. ~ ■ Bor Bulair verschanzen nd) die bidganito ihren Stellungen Der Feind lietz nch gciterni nicht blickcw Tie Bulgaren säuberten das Schlachtteld von den Leichen der gefallenen Türken, bereu Zahl sich auf fünf* bis sechstausend Mann und l u n f zi g ft i zi er e beläuft. Tie türkischen Kreuzer b c > ch o s) e ng e ft c r n den ganzen Tag b ic linke Flanf c der BuIgatcn, >a6ei wurde ein Mann getötet, einer leicht vettetzt. Die turn scheu Truppen, die am 8. und 9. Ni der AuSsprach,' namentlid) des au-Lautes verrät sich der Ost- preußc. Ostprellße ist ei' auch ganz in feiner reckenhaften Eriche i nun g, und die Freirde über den Aufenthalt in feiner Jitamuften Heimat und bei seiner Mutter leuchtet ihm aus den Augeil, wie er nach Beendigung feiner Vorträge für den rauschenden Skifall dankt und von der Bühne steigt, um den vielen alten und jungen Freundinnen seiner Btutter die Hand zu küssen und mit Freunden und Bekannten zu plaudern. — Ein neu cd Leuchtgeschoß, das für die Praxis schuftige Wirkungen mnvricht, ist, wie der „Schiffbau" mitteüt, in den 'Kruppschen Werkstätten geschaffen worden Bei dem neuen Geschosse sind mehrere Leuchtkörper in einer gemeinsamen Hülse eingeschlossen. Nach einer bestimmten Flugdauer des Geschosses werden sie durch die Entzündung einer Pulverladung ansgeftoßcn. <^cj ber Benutzung des Ltmchtgiffclwsses wird der Zeitzünder io ein- gcfteUt. das- die Ladung sich erst entzündet, mciui das Geschoß auf feiner Flugbahn die absteigende Linie erreicht hat. Bei bem Frei- merben der Lciichtzkörpcr eiufaltct sich unter^ber Eimvirkung des cit vorgestern ist auf bem rechten Flügel Tschatalbschas keine Veranbcrung I eingetreten. Dieser trieb ben Feinb in der Richtung aut Akalan zurück. Bei dem Angriff einer aus Freiwilligen bes linken I türkischen Flügels bestehenden Erkunbigungsabteilung erlitt ber Feinb ciftc Niederlage. Die Erkunbigungsabteilung drang in Tsckataldscha ein und besetzte die Stabt. Der Feind räumte bic Höben von Buluk, die Tschataldscha im Westen beherrschen. Die türkischen Streftkräfte, die sich in Papas Burgas fefttetzteu, § nahmen auch bie westlich Papas Burgas gelegenen Hohenkamme. Nur zehn Bulgaren konnten sich retten. Die türkttche Kavallerie besetzte Bogados. Die Bulgaren ziehen sich westlich zuruck Eine amtliche Meldung besagt: Tie G r i c ch c n unternahmen am 3. Februar einen neuen erfolglosen A n grif sauf Iania, fie mußten sich zurückziehen. An der Norb- front ist keine Aenbcrung zu verzeichnen. . Zu B u l a i r herrschte gestern Ruhe. Sieben ober acht griechische Scküffe bennben sich an ber Küste von I mb ros. Zwei Türkische und bulgarische Siegesmeldungen. Die bulgarische Heeresbiplvmatte ist gereiz-t. Wenn man die ttirkischen mit den bulgarischen Meldungen vergleicht, kommt man zu der Meinung, daß es den Türken mindestens nicht schlecht gehe. Die Türken haben Vorteile errungen, und ivenit eS wahr ist, daß fie über neue Trnppen- verstäickungen verftigen, die noch rechtzeitig auf dm Kriegs- schanplatz gebracht werden können, versteht man den bulgarischen Ölrimm. Alle „kategorischen" Erklärungen au. Sofia können nichts daran ändern, daß es mit dem an- gekündigten bulgarischen Siegesz>uge einstweilen nichts ist. Türkische Siegesmeldungen. K o n st a n t i n o p e l, 10. Febr. (8 llhr 30 Min. abends). lDie Abendblätter berichten von großen türkischen Erfolgen bett Janina. Essad Pafcha soll dort erneu Scheinrückzug gemacht haben. Tie Griechen hätten darauf den türkischen Flügel angegriffen, welcher den Griechen eine furchtbareNiederlage beigebracht habe. Beim Rückzug sollen 1800 Griechen unter dem Feuer des Forts Bisani getötet worden Die wiedereröffnete zweite Kammer. bs. Dar m st a d t, 11. Febr. Die erste Sitzung der wieder eröffneten Zweiten Kammer (siehe Sitzungsberichts verlief in aller Stille. Eine ganze Reihe kleinerer Anträge, Anfragen und Vorstellung imrrbr .nTotf erfehiat. und zu Aussprachen kam es eigentli Kurze Nachrichten aus Sun ft unb Wissen- [(haft An Stelle des verstorbenen Präsidenten Prof. Dr Mischler tvurbe der Minister a. D. Honorarprofessor für politttck'e Öckonornie an der Wiener Universität Geheime Rat rr Robert Mever mit ber Leitung ber statistischen Zentralkommusion daselbst betraut. - E i n weiblicher E h e f a r z t. Zur Leite rin ber Augenabtttlung ber Charike.'-Poliklniik m Budapest lvurde Fräulein Dr. med. Bella Gliury berufen. RadehoJ • Dresden., Das Beste Soennecke /Federn * was die ^W^Sc^eibFedem-Fabri' " kation zu leisten vermad uswehl 25 Pf • 1 Gros 012: M 2.50 A necken Schrelbfedem-Fabrik Bonr^M Ttubenstr. 16 . Leipzig Marktl^^^ rüssei 1911: Gränd"PrixJ^^ Handel APOlH.fECHER’SJ Sicherer 8m, «W SBÄSS ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Kultursichel mit Beil Werkversammlung halten. Wetteraussichten in Dessen für Donnerstag, den 13. Febr. 1913: Mein Detlev unt) trocken, tags mild, nachts Frost, ruhig, Morgennebel. wird bei Weber's Feigen=Kaffee R63 Märkte. Schweinemarktbericht vom 5. Febr. Schweine. Volkfleischige Schweine von iieTiriMii™«™»™! > Beste Bettenfüllung^ sind die vorzügl. füllenden, sehr elast-, echt chinesischen Monopoldaunen i ges. gesch.i Pfund M. 2.8k» ZttPsund genüg.zu grobem Oberbett. Bers. geg. Nachnahme. Verpackung frei. Gustav Lustig Berlin 8154. Prinzenstr. 46 £k Kräht. Nkttsedern-Lprilal. V Bk gflrfill« D'vls Iarb8. Deutscbes Rerev. Wechsel auf Diplomatenposten. Die „Norddeutsche Allg. Ztg." schreibt: Wie mir hören, ist als Nachfolger des Fr hr n. v. Janisch auf dem Polten eines preußischen Gesandten in Darmstadt der bisherige Botschaftsrat in Paris, Gesandter Frhr. v. d. Lancken- Dakenitz in Aussicht genommen. An seine Stelle tritt der derzeitige Botschafter in Tokio, v. Radowitz, der auf lemem! bisherigen Posten durch den Legationssekretär bei der Gesandt- sthnft in Tanger, Lcgationsrat Dr. Nhomberg, ersetzt wird. Ausland. Eine neve Arbeiterschutzkonferenz'. Vermischtes. * Eisenbahnunglück. Aus Erfurt, 11. Febr, er halten lvir folgende amtliche Meldung: Gestern abend 8 Uhr 30 Minuten entgleiste der Pcrsonenzug 806 bei der Ausfahrt aur>' dem Bahnhof Vieselbach infolge falscher Weichenstellung am dem Gleis 4 durch Auffahren auf einen Prellbock beim Endste-l werk. Die hinter der Lokomotive laufenden drei Güterwagen mit Militärpferden, die nach Würzburg und Ludwigsburg bestimmt waren, sind hierbei ineinander geschoben, worden. Der Kanonier Wolpert vom Regiment Nr 29, ll Batterie in Ludwigsburg wurde getötet, ebenso drei Pferde. Der Material schaden ist erheblich. Verletzt wurde sonst niemand. Bis zur Wiederaufnahme des zweigleisigen Betriebes um 3 Uhr nachts wurde der Verkehr zwischen Vieselbach und Erfurt eingleisig ausrechterhaltcn. Die Untersuchung ist eingeleitet worden. Aus Mexiko. Berlin, 1. Febr. Auf der hiesigen mexikanischen Gesandtschaft ist eine Depesche des. Auswärtigen Amtes in Mexiko fcon heute mittag eingetroffen, die besagt: Tic Meldung von der ^llidankung des Präsidenten Madero ist falsch. Tie G o n - »ern eure der Staaten hallen treu zur Regierung. Tie Regierung ist .Herrin der Stadt. Die Revolutionäre hallen nur eine Zitadelle außerhalb der Stadt besetzt. Mexiko, 11. Febr. Seit heute vormittag um 10 Uhr xjt der Straßenkampf im Gange, von starkem Geschütz- fleuer begleitet. der in keinerWeise vermischt oder gefälscht werden kann. e des Äbg. Sol'- I hessischen W ! r einen fr“'- i arlei, bei Der schweizerische Bundesrat lud die Staaten Euro- Tas in einem Rundschreiben zur Teilnahme an einer Konferenz int September in Bern ein, die ein neues internationales Ueber- «inkommen betr. den Arbeiterschutz feststellen soll. in Erfüllung gehen mögen. ** Stadttheater. Herr Hermann Norden, der vier Jahre unserer Bühüe angehörte, feiert am Sonntag abend mit dem Lustspiel „Die Herren Söhne^ sein, Abschiedsbenefiz. Der beliebte und liebenswürdige Künstler hat seinen zahlreichen Freunden so viele angenehme Stunden durch seine Kunst bereitet, daß die allgemeine Anerkennung für ein volles Haus sorgen wird. Daß die Vorstellung gediegen werden wird, dafür bürgt die bewährte Regie des Benefizianten. — In dem Gast- piel des Berliner Friedrich Wich lmstädtischen Schau'piel- hauses mit Eulenbergs „Belin d e" am morgigen Donnerstag spielt neben Lissi Nordau in der Titelrolle Herr Wolfgang Neff, der Oberspielleiter genannter Bühne und des Harzer Bergtheaters Ä-ale am Harz die Rolle des Hyazinth, den der Dichter einen Menschen vom letzten Adel nennt. Der Eugen wird durch Herrn Otto Kustermann vom Kleinen Theater in Berlin dargestellt und der Roger wird von Herrn Emil Waldmann gegeben. Auch alle anderen Rollen sind individuell besetzt und das Werk ist nach den genauen Angaben und unter den Augen des Dichters einstudiert, so daß jedes Gastspiel bisher einen Triumph für den Dichter und sein Werk bedeutete. Der künstlerische Leiter der ersten Herbert-Eulenberg-Gastspiele spielt das Stück in fast allen großen Städten und wird die 'bedeutenden Plätze in Holland mit Herbert Gutenberg bekannt machen. ** Vom Alldeutschen Verband wird uns geschrieben: Vor wenigen Jahren noch war die Volksstimmung in Frankreich nicht kriegerisch. Tie AbrüstungsPläne des Herrn Herve fanden ebenso G h"r wie die Rckren des Herrn Jaurös über die Eins hrnng des Milizshsteins, und ein einigermaßen ernstes Auftreten Deutschlands genügte, um T-elcasses Sturz zu erzwingen. Die Politik von Kiderlen-Wächter hat die Lage verändert; Frankreich verdankt ihm Marakko, und die Wiedererweckung des kriegerischen Geistes: mit Eifer rüstet die ganze Nation zum Kriege. Die Schwäche- Politik unserer Regierung hat die Lust zum Krieg fortwährend erh'iht Der spanischen Regierung liegt zur Zeit ein Vorschlag der französischen Regi-rung vor, das Morokko-Mincnreglement abzuändern, in einer Weise, die einer Entrechtung der deutschen. Unternehmungen gleichkommen würde. Der Alldeutsche Verband behält also auch hier mit seiner Voraussage recht, das Marokkoabkommen wolle keineswegs unser Verhältnis zu Frankreich bessern, sondern immer neue Konflikts Hervorrufen. So ist die Frage unserer Kriegsbereit!chaft die Tagesfrage in Deutschland geworden: über die militärische Bereitschaft ist bereits ausführlich gestochen werden; sehr vielen wird der Vortrag des Amtsgerichtsrats Lattmann, der morgen Donnerstag stattfindet, über die wirtschaftliche Bereitschaft DeutMands willkommen sein. *• Sein vierzigjähriges Dienstjubiläum begeht heute Steiger Menges auf dem Gießener 93 raun» ü e i n b e r g we rk. Von seinen Vorgesetzten, Kollegen und Untergebenen wurde dem beliebten Beamten zu seinem Ehrentage gratuliert. Ter Grubenvorstand, die Direktion und der frühere Arbeitgeber, Herr Fernst, vertreten durch seinen Generalbevollmächtigten Herrn Ang. Pascoe von Dutenhofen, ließen dem Jubilar für seine treue Pflichterfüllung Geschenke überreichen. m übrigen ging W inte sich jm dv ' Kreis Friedberg. =-- Bad-Nauheim, 11..Febr. 1912 sind 35'876 Kurgast c anwesend gewesen, das sind 1083 mehr als 1911. 3)et Mehrbcsuch entfällt mit etwa 900 Gästen auf Deutschland, wahrend das Ausland nicht viel mehr stellte, und Rußland sogar weniger schickte. Die Kurgäste wurden wie folgt untergebracht: in der Stadt 32 449, im Militärkurhaus 368, im Postgenesungsherm 231, im Konitzkpstift 1144, im städtischen Krankenhaus 39, im Emmaheim 43, im Elisabethhaus 1109, in der israelck. Kinder- Heilanstalt 291, im israelit. Frauenheim 118, im israelit. Acanncr- hcim 36, außerhalb von Bad-Nauheim 48. Die höchste Zahl der gleichzeitig anwesenden Kurgäste betrug am 25. 3uh 191- = 8291 Personen. Bäder wurden abgegeben in den staatlichen Badehäusern 449918, im Badchaus des Kvnitzkystills20 859, im Elisabethhaus 15 380. Es wurden abgegeben Solbäder 27 327, Thermalbäder 153107, Thermalsprudelbäder 131 258, Sprudel, bädcr 171132. Hiervon entfallen auf die Quellen VH 141 XII 238 948, XIV 61925, VII und XII 40 521 Bader Der Sprudel XII lieferte sonach die meisten Bäder Die höchste.Tages- bÜberzahl betrug am 22. Juli 4260. Starkenburg und Rheinhessen. w Darmstadt, 11. Febr. Das Großh erzogspaar von Sachsen-Weimar-Eisenach ist heute nachmittag 41/, Uhr zum Besuche des Großherzogspaares hier ein- getroffen. Auf dem Bahnhofe wurden die Herrschaften von dem O^oßherzogspaar empfangen. Alsdann wurde die Fahrt nach dem Neuen Palais angetreten. Die Abreise erfolgt voraussichtlich Donnerstag vormittag. eh. Bingen, 11. Febr. Die Handelskammer wählte zum Vorsitzenden der Handelskammer für 1913 Kommerzienrat Vogt-- Binaen und zu dessen Stellvertreter Kom- tzd Gießen, 12. Febr. Die Gewerkschaft Gießener Braun st oinwerkc norm. Fernst wird ihre diesjährige Gc- am V. März auf dem Oberhof ab- Kabinettsweiif I in Japan. Tokio, 11. Febr. Das Kabinett ist zurück- -tz-streteu. Admiral Yamamoto wird morgen zum Ministerpräsidenten ernannt werden. Baron Kato bleibt .Minister des Aeußern. Die politische Krisis führte zu ernsten Tumulten. Schließlich wollte der Pöbel die Richtung nach dem Schloß des Fürsten Katsura einschlagen, wurde aber durch em knckes Polizeiaufgebot, das blank zog, daran gehindert. fc. Frankfurt a. M. Anfoetrieben waren 13 7 . 80 bis 100 ka Lebendaewickst 61.50—64.00 'l'if., Schlachtgewicht 7^00 —sO-OO-lUf., vollflcischiqe Schweine unter 80 kg Lebendgewicht gi.5!> — 64.00 Mk., Schlachtgewicht 78- 80/0 Alk.: vollsteischige Schweine von 100—120 k» Lebendgewicht 61.50—64.00 Mk., Schlachtgewicht 78.00—80 Mk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 150 k" Lebendgewicht 61.60-64.00 Mk^ Schlachtgewicht 78.00—80 Alk. Mittelmäßig, bleibt Ueberfland. merzienrat Landau-Bingen. _____ _____ Hessen-Nassau. ' h. Frankfurt, 11. Febr. Heute ist in der Sitzung der Stadtverordneten eine Klärung in dem Schnlstreit um die V o r - schulen herbeigeführt worden. Die Stadtverordneten nahmen mit 40 gegen 14 Stimmen folgende Anträge an: Die an Mittelschulen und höheren Lehranstalten bestehenden Vorschulen dürfen vom 1. April 1914 ab keine Schüler mehr aufnehmeii, werden also aufgelöst. Bei Neubauten von Mittel- und höheren Schulen dürfen teilte Vorschulen mehr eingerichtet werben. Das Lehret der unteren drei Klassen ist so zu gestalten, daß es zur Aufliahnu in die entsprechenden Klassen der Mittelschulen und höheren Schulen befähigt. Wird das Ziel nicht erreicht, dann smd Einrichtungen zu treffen, die den Uebergang in eine andere Schule erleichtern. Der Magistrat hat bis zum 1. Juli 1913 einen entsprechenden! Lehrplan bezw. eine dahingehende Vorlage vorzulegen. durch die verschlossene Packung gewährleistet. Sie verhütet jede Verunreinigung and der dichte Verschluß bürgt für die stets gleich bleibende Güte des Weber'schen Feigen=Kaffees, r gewählte [teiltet Fr. Id -r io 1. rhech te mittag wäft plötzlich einen [Jo daß er dM et rourbe, w- ij» )ie ärztW N der Zustand,d« inenb teine W jng ab und wurde :et. ^3 AäiidehuusL Dr AebernB W-ch. hlt: te ;'>!• bi, ftp! feit M mehr als stiuer. 18 Semlin: ^lden, daß '"ven und Zwei bul- Zenommen ene9ro soll ^sthtschum -rmeldung aus ^i Skutari etötet oder «eien unter den tndeten. r Bestes Kosmetikum d.W clt.z.PfieEe d.Füße, Kein Wundiaufen. kein Geruch mehr. Von ärztl.Autoritätsehr cmpfohl. Zu haben in alt Droz.u.Apoth.Pre>sMl.- V'o nicht erh61tl.erl.eez. Einsdg.v.M 1.15 Franko- Versand direkt v-Fabrik Hans Fecher. Frankfurt a. Al. 28 |fD.R.G.]£ Ns 280848 ganze Länge 45 cm M a. Extr.-Qual. Stahl. Unübertroffen zur Freistellung v. Kulturen Entfernung v. Forslunkräutern, zu Läuter- ngen, Ausvutzen V.Jagdstiegen.Stck.Mk.3.70. Ernst Steinhaus» ißcrbobl i. LL. l0>/» ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ (!tti sozialdemokratisches Ketzergericht. Vue Versammlung des svz>ialdeinokra- 1tfd)cn Wahlvereins Gießen faß am Montag abend Mer den Stadtv. Krumm zu Gericht, lveil er in der Stadtberordneteti-ö8ersammlung bei der Beratung der Ailial steuer frage einen Schritt vom Wege g ein acht Hat. Die Versammlung nahm nach längerer Aussprache gegen eine Stimme folgende langatmige Entschließung an: „Die am 10. Februar 1913 stattgefundene General- terfammlung des Sozialdemokratischen Wahlvercins Gießen kann sich mit der Zustimmung des Stadtverordneten Genossen .Krumm zur Filial- und Warenhausfteuer nicht einverstanden erklären. Tie Kersammlung erblickt in dieser Art der Besteuerung eine Sonder- tezw. Ausnahmcsteuer, die auch iwch die Gefahr der Abwälzung in sich birgt, sei es, daß die Steuer auf die Konsumenten, das Personal oder die Produzenten bezw. Lieferanten abgewälzt wird, wodurch auch wicded die in diesen Bettstbeii beschäftigten Arbeiter in letzter Linie die Geschädigten sind. In dieser Steuer muß sie einen Kampf gegen die Entwicklung «blicken, den die Sozialdemokratie nicht unterstützen bart. Tank fcr wissenschaftlichen Arbeiten von Karl Marx und Friedrich Hügels, sah die Sozialdemokratie deutlich die Ursachen des Nieder qangs des Kleinbetriebes int Gciverbe wie auch int Handel. Sie wußte, daß es sich hier um ein historisches Gesetz 'innerhalb -er kapitalistischen Wirtschaftsordnung handelt, das durch die Gesetzgebung nicht aufgehoben und in seiner Wirkung nicht gehemmt werden kann. Tic Sozialdemokratie ist selbstverständlich für eine erhöhte Heranziehung des Großbetriebes auch im Handel zu den Kosten des Laushaltes von Staat und Gemeinde, entsprechend ihrem Pro Hrammsatzc von der progressiven Einkommensteuer (Punkt 10 des Erfurter Programms). Allen übrigen Versuchen zur Einschränkung des Großbetriebes im Detailhandel hat die Sozialdemokratie siets prinzipiellen Widerstand entgegengesetzt, was die Ver- fammlung anerkennt, und demzufolge auch fü r richtig gehalten hätte, wenn Genosse Krumm gegen diese Steuer gestimmt hätte. Außerdem bedauert auch die Versammlung das Verhalten des Genossen Krumm int weiteren Verfolg dieser Frage, wo derselbe es für notwendig fand, durch seine Artikel gegen die girmo Schade u. Füllgrabe, in einer bürgerlichenZeitung eine bürgerliche Stadtverwaltung zu verteidigen, w o er (Krumm) zuerst persönlich gar nicht angegriffen war, und in diesen Artikeln nicht nur die Filialsteuer als gerecht,bezeichnete, sondern auch noch wünschte, die Steuer möge noch höher geschraubt werben. Eine solche Stellungnahme des Genossen Krumm kann tie Versammlung nicht billigen. Sic weiß fich darin eins mit der Stellungnahme der Gesamtpartei." Herr Krumm schreibt entschieden ein besseres Deutsch pls seine Widersacher. Wir glauben nicht, daß der Beschluß auf sein verstocktes Gemüt besonderen Eindruck machen luird. Man sieht wie es um die Geistesfreiheit bei der Partei der Brüderlichkeit bestellt ist! Interessant und von Bedeutung ist es-aber auch, daß die Herren der bürg erlich en Stadtverwaltung grundsätzlich fs-ind- lich gegenüberstehen! '* Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Grafen Eberhard von Schwerin in Jriedelhausen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem Kaiser von Gbipa verliehenen Ordens des Doppelten Drachens 3. Klasse 2. Stufe erteilt, sowie nachstehenden Personen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen von dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin verliehenen Auszeichnungen erteilt: dem Oberhosmeister Dr. Frei- Herrn von Leonhardt des Großkomturkreuzes des Greifenordens, dem Leibkammerdiener Jak. Dern der Silbernen Verdienstmedaille am Bande des HausordenS der Wendischen Krone, den Hoflakaien Lconh Knapp,. Wilh. Schüler, Friedr. Frank und Paul Bott der Silbernen (Friedrich Franz-)Medaille. ** Der Verein Hessischer Geometer II. Kl. hielt am Sonntag im Kaisersaal zu Darmstadt eine außerordentliche Hauptversammlung ab, die von etwa 140 Mitgliedern und mehreren Landtagsabgeordneten besucht war. Die Versammlung befaßte sich mit den äußerst ungünstigen Anstellungsverhältuissen sowie der Nichteinreihung in die Gehalts!lasse der mittleren technischen Beamten. Auch die vollständig unzulänglichen Gebühren der Zrivatgeomter II. Kl. waren Gegenstand der Besprechung; ebenso die Einreihung in die Angestelltenversicherung, da hiermit dargetan ist, daß die Geometer II. Kl. nicht als Anwärter für den Staatsdienst in Betracht kommen. Nachdem die Berichte über die einzelnen Puuk.e erstattet waren, nahmen die Abgeordneten Dr. Osann und Henrich das Wort und versicherten, die nach Lage der Sache wahlberechtigten Wünsche der Geometer II. Kl. eingehend prüfen zu wollen. Zum Schlüsse wurde folgende Entschließung gefaßt: Die von etwa 140 Mitgliedern besuchte außerordentliche Hauptversammlung des Vereins Hess. Geometer II. Kl. hegt zu den gesetzgebenden Körperschaften das feste Vertrauen, daß ihre schon seit Jahren vvrgebrachten Wünsche um Vermehrung der definitiven Stellen und Gewährung der Anwartschaft auf solche, Einreihung in die Gehaltsklasse der mittleren technischen Beamten, sowie Erhöhung der Gebühren der Privatgeometer II. Kl. endlich orla.lst ' . sS»»"! bestell . stclstll,tn H LsS ichti- 11,1 J| Mischen-Honig i» Frisch Obstinarmclade Erdbccr-Marmcladc Rheinisches Apfelkraut Apfel Gelee Himbeer-Gelee Erdbecr-Gclee empstehlt in bekannt vorzüalichen Qualitäten :: :: mit Zugabe der Rabattmarken :: Aus Stadt und Land. Gießen, 12. Februar 1913. ♦* Tageskalender für Mittwoch, 12. Februar: Stadt- Jheater: „Niobe." Anfang 7 Uhr. . Vortra g des Recht-cmwaltÄ R aa b im Hausbefltzer-Verem: Sie B e l a st il n g von G r u n d undBoden. Abends 8 /..^lhr im Hotel Schütz. * ___ Letzte Nackricbten. Hessische Zweite Kammer. bs. Darmstadt, 11. Febr. Die Zweite Kammer begann heute mit der Beratung des Haupt Voranschlags. Zu Beginn der Sitzung bat Präsident Köhler, nicht auf die Besoldungsvorlage einzugehn. Abg. Dr. Osann, der Vorsitzende des Finanzausschusses, besprach dann in großen Zügen die hessische Finanzlage. Vermittlung in der rumänisch-bulgarischen Frage. Paris, 11. Febr. Nach dem „Echo de Paris" vermitteln die Mächte zwischen Sofia und Bukarest, um das Zustandekommen einer freundschaftlichen Lösung der Streitfrage zu gewähren. Die Mächte halten es für billig, Rumänien eine Grenzberichtigung zu gewähren, die seine Grenze int Südosten um 20 Kilometer verschiebt. Ein Grubenunglück in Amerika. Eharlestown sWestvirginien), 11. Febr. Sieben Bergleute und drei Bergbeamte wurden infolge einer Explosion getötet und 27 Bergleute verletzt. ___________________ N. •t, 11. Febr. : Zweiten San? r stille. Sine d Vorstellungen nn es eigentlich chtelmocher und r bessere Fahr. )l. beschäftigten , Munster usw. ?n Antrag tont eutige Tag her- Werse, wie die jranfpirt a. R- behandelt Nun« jöiig bezeichnete, Besonders bi? chast im Bereit Gelegenheit imb in eine ZaW> =rr**- il Febr radr. u. ÄS t abeni an W' ' •'S*!* •Big. b» 5i, & rifcckon ndrE'A pr.Psd. 5-Vfd.-> Eimer 10-Pfd.- Eimer LVPfdz Eimer 0.35 1.75 3.20 7.50 0.35 1.60 2.50 6.00 0.54 —— 4.50 — 0.60 2.50 — —» 0.50 2.30 4.00 9.50 O.M) 3.40 —■ — 0.80 3.40 — — □ Chauffeur-Schule mit Stellennachweis 0 □ 0646 □ 0 0 Hessische AutomobilZentrale Süd-Anlage 7 0 o o o o Mal- li. Zeichenschule Gi ündlicher Naturaufnahme. Drama. Aular Schwarzer Betrug Drama Humoreske tarnen - UM MgkMbeoercin ftßufmönniitfierjkrtiii. jtcd. Kalbfleisch Telephon 285 Scltersweg 12 Erklärung! Maskenball Tchellfiscl) groß 45 Pfg. E. Quatscher, Privatier. ssV, Porträts • Kleinplastik • dekorative Bau-Plastik • Grab-Denkmäler Ich nehme hiermit die gegen Herrn I. M a i e r am Mittwoch mittag auf dem Bahnhosspl. ausgesprochene Beleidigung, er sei ein Affe, weil er am Hellen Werktage in Lackschuhen herumlause, als Verleumdung öffentlich zurück. Herr Maier bewies mir, daß er nur Erdal-Schuhcreme verwende, welches aber gerade so glänzte wie Lack. TRAUERHÜTE |a2/i| A.SalomonACle. Bildhauerschule im Atelier, Frankfurter Str.10 Anmeldungen zum Unterricht täglich 2-3Uhr Liebigshöhe.» MntrMWWjr: Kaffeekonzert Sachgemässe Ausbildung wird gewährleistet Prüfungen werden hier vorgenommen. Beste Gelegenheit zur Ausbildung als Herrenfahrer oder Berufs- Chauffeur :: Anmeldung kann jederzeit erfolgen. 65 Pf. 40 Pf. 40 Pf. 50 Pf. 40 Pf. Johannes Ködding = Atelier für Kunst-Bildhauerei-- am Samstag, den 15. Febr., abends 7,61 Uhr in der Turnhalle, Stcinstraße. Geheim-Karten für Mitglieder sind zu haben bei nnserm I. Vorsitzenden Herrn Schlossermeister M. Torr, Nord-Anlage 18. Freunde und Gäste können durch unsere Mitglieder eingeführt werden und stehen hierzu Einlaßkarten ebenfalls bei unserem I. Vorsitzenden in beliebiger Anzahl zur Verfügung, v3;, Eintritt nur gegen Vorzeigung der Einlaßkarte. » •••••••• o<>o Steinfurth (Mal Längerfest u. Fahnenweihe des Gesangvereins Frohsinn v. 21. bis 23. Fuui 1913. Zur Uebcrnabme der Festwirtfkhaft auf dem Fes« plav am Bahnhof wird ein tüchtiger und solider Fcstwict gesucht. Bewerber «vollen ibr Angebot bis zum 1. Mär« 1. Is. bei dem Unterzeichneten, woselbst auch die dingungen zur Einsicht offen liegen, euireichen. < (10W Der Vorstand. I. 21.: Eberhard Jung, Rechner des Vereins „SUR.” Kartoffel- Pflanzloch- Maschine ^einziger Allerlei 2 Pfd.-Dosc 80 Pf. 4- „ » HO Pf. Knabenpensioiiäl Goelheschule, Olienhach a. M. privat-Neal und Handelsschule, erteilt Siniäl'rigenzellgnlr. Guie Verpfleg u.Aussicht. Sorgf.Ueberwachd.Schulart». ®ro[$.(Bat1. 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Etwaige Anträge von feiten der Mitglieder müssen bis zum 13. lsd. Mtö. bei dem Borfitzenden, Earl Valentin, schriftlich eingcrcicht werden. .... Wegen der wichtigen Tagesordnung wird dringend utn Erfcl>ei11en der Mitglieder ersucht.893 ©aseeeee • ®@»®»ee© Mineaiatooraph Bahnhofstraße 54 01054 neben Hotel Schütz Mim Banne des ammons! Spannendes Drama in 3 Akten. Eifersucht Humoreske, gespielt von Max Linder. Iie Wnotc Zer LuMbmg-Arleil Giessener paedagogium Wegen der Neueinrichtung der Schule Bleichstrasse. 6 werden Anmeldungen für das am 3. April beginnende Schuljahr schon jetzt erbeten. Direktor Brackemann BiNmarckstr asscGa.C”j Donnerstag, 13. Fedr., 81!« Uljr in Steins Karten: Oeffentlicher Vortrag Amtsgerichtsrat Lettmann (Schmalkalden) „Die wirtschaftliche Lage Deutschlands im Kriegsfälle“ Eintritt 20 Pfennig. vs/2 Mitglieder frei VcranKaltet «am 2llldcutschcu Verband. Oeifenfl. Vortrag des Herrn Landes-Wohnungsinspektors Grctzschel, Darmstadt, über D'7, Wohnungslrage unii Wohmogsreiornt Dienstag, den 18. Februar, abends 8*/2 Uhr, im Saale des Hotel Einhorn. ---.. Anschließend freie Aussprache. — Technischer Verein Gießen. Deutscher Techniker-Verband, Zweigverw. Gießen. Tonnerotag, 13. Mm, abends 8'sUhrannM, in der großen HnioerM-Anla: VI. öffentl. Vortrag Herr I. F. Leich-Spitta, Berlin Die deutsche Ostmark mit Lichtbilder. Eintrittskarten sind zu 1 Mk. abends an der Kasse zu haben. Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. Garderobe ist abzugeben, Gebühr 10 Pfg. v'°,', Engländer ert.lTnterr. Mr. C’usden. (O97G7| Ludwigspl. 1411. "KMtAXZOSE (aus Paris) erteilt l nterricht. Schriftl. Angeb. unt. 0887 a. d. Gießener Anzeig. erb.