Nr. 265 Erscheint ti-IIch mit Ausnahme des Sonntag». Die „Oiehener ZamUienbläNer" werden dem .Anzeiger' viermal ivöchenllich beigeleat. da» „XreisdlaN für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Tie „Lsn-wirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Zweites Klatt 163. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesien Dienstag, U» November (913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheo Universiläls • Brich- und S'.eindrnckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition unb Tnicfcrei: Schul« straße 7. Expedilion und Verlag: öl. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: 'AnzeigerGießeu» polihfcbe (Zagcsfcbntt. Auiundstns Vorträge ^in Flensburg. Die amtliche „Nordd. Allg. Zlg." teilt mit: ?ur Bestattung von Ansnalmcen von dem gesetzlichen «prachvcrbote zuständige Regierungspräsident hatte die Zulassung der rwrtveglschcn Sprache in dein vorliegenden Fall deshalb ab- . &*c. namentlich auch unter dem Deckmantel des ^prmvenkamvics in den nationalumstrittencn Gebieten der Sckles- Nordmark sich bergenden antideutschen Bcircbungen den ölTentlidrcn Gebrauch der dänischen oder einer dem bänndicn >^wm fast gleichlautenden Sprache in einer öffentlichen Ver- Mmmlunq zu Flensburg unerwünscht erscheinen ließen. Erhöht wurden diele Bedenken unter anderem auch dadurch, daß im x°n-?ln ,^5^TC Eesangsvorträge des Kanimcrsängers Herold in ,®t)Ta(^c von den dänischspreckenden VcrsammlungSteil- vomEn in Flensburg zu deutschfeindlichen Kundgebungen miß- droucht worden waren; andererseits lagen besondere Gründe zur Genehmigung einer Ausnahme von der Regel des 8 12 RVG. sofern nicht vor, als Roald Anmndsen die deutsche Sprache beherrscht, und die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Freusburgs der deutschen Nationalität angelfört, die dänische Minderheit aber sehr wohl deutsch spricht und versteht, Hiernach JxC mn‘ *u nahe, daß die Zulassung eines von dänischer Seile angeregten Vortrages in einer dem dänischen ^biom verwandten Sprache sehr leicht als ein Erfolg der dänisch gelmnten Agitationsparlei ausgebeutct werden könnte. Da ander- iolts dem gleichzeitig angekündigten deutschen Vortrag Amundsens reinerlei Schwierigkeiten bereitet .worden waren, so ergab sich Ichon heraus ohne weiteres, daß die Nidchzulassunq der norwegi- schen Sprache sich weder gegen den Inhalt des Vortrages noch gegen die Person des Vortragenden richten konnte. Wenn trotzdem der Minister des Innern den Regienmgs- vrälchenten zu Schleswig ersucht hat, den Gebrauch der uor- wcgilchen Sprache bei dem Amundsenschen Vortrage in Flensburg zu gestatten, so ist dies lediglich aus dem Grunde geschehen, um auch den Schein zu vermeiden, als wollte man cs einem Mann von so überragender Bedeutung und von so hohen wissenschaftlichen Verdiensten lvic dem Entdecker des Südpols gegenüber in Deutschland irgendwie an dem gebotenen Entgegenkommen fehlen lassen. Die Nachricht, daß das Verbot der norwegischen Sprache nach- träglich aufgehoben sei, weil der § 12 des Vereinsgcsetzes auf wissenschaftliche Vorträge keine Auivendung finde, ist hiernach unrichtig. Wenn das Verhalten des Regierungspräsidenten nicht zu tadeln war, so ist die Entschließung des Ministers erfreulich und anzuerkennen. Es ist den Dänenfreunden zumt Bewußtsein gekommen, daß die deutschen Beamten auf der Wacht sind und andererseits ist gezeigt worden, daß man Vertretern der Wissenschaft weitherzig gegenübersteht. • Trunkenheit ist auch für den Studenten kein Milderungsgrnnd. Aus Berlin wird uns geschrieben: Den Kampf gegen den Alkohol wollen jetzt auch die U.niversitätsbehörden aufnehmcn. Bisher galt beim Studenten Trunkenheit als strafmildernd, während im .Heere Trunkenheit als strafverschärfend galt. Den goldenen Mittelweg will jetzt die Bonner Universität sbehördc einschlagen, nachdem in letzter Zeit die Ausschreitungen infolge von Trunkenheit gerade in Bonn sehr zugenommen haben. Die Bonner Behörde hat, wie man uns schreibt, folgenden Ukas erlassen: „Bei den zu unserer Entscheidung kommenden Tiszi- plinarfällen machen wir wieder und wieder die Erfahrung, daß von den angeschuldtgtcn Studierenden starke oder gar sinnlose Angetrunkenheit als Entschuldigungsgrund geltend gemacht wird. Einzelne Fälle aus neuerer Zeit veranlassen uns daraus hinzuweisen, daß wir dieser Art der Verteidigung im allgemeinen eine Bedeutung nicht bci- zumessen und die Trunkenheit als Milderungsgrund nicht anzuerkennen pflegen. Von einem durch langjährigen Bildungsgang im Charakter gefestigten Angehörigen der Universität muß ein solches Maß von Selbstzucht und Willenskraft erwartet werden, daß er sich nicht durch übermäßigen Alkoholgenuß um die Beherrschung seiner Sinne und Handlungen bringt. Handelt er gegen diese Pflicht, so hat er auch die Folgen zu tragen." Diese Auffassung wird auch von den Berline r Uni versilätsbehörden und dem preußischen Kultusministc rium gekeilt. Zur Ehre Berlins sei mitgeteilt, daß der Berliner Universitätsrichter wenig Gelegenheit hat, Strafen wegen Trunkenheitsdelikte zu verhängen. Am Rhein und im Süden ist man trinkfroher als im nüchternen Norden. ♦ Eine Acnderung des Drucksachenportos durch Schaffung von neuen Tarifstufen soU von den Ver- trchuigcii des Handels beim Reichspostamt beantragt werden. Es soll keine Verbilligung des bestehenden Tarifs eintreten, er bleibt erhalten. Er soll aber durch Zwischenstufen ausgestaltet werden, ohne daß die Ausgabe neuer Marken notwendig wird. So sollen 150 Gramm z. B. 8Pfg (5- und 3 Psg. Marke), 550 Gramm 23 Pfg. kosten. Die Höchstgrenze für Drucksachen soll nicht nur 1 Kilo, sondern wie im Weltpostverkehr 2 Kilo betragen. Ein Einnahmeverlust wird durch diese Neuerung schwerlich für die Post eintreten, vielfach aber eine Arbeitsersparnis, dentt wer jetzt Drucksachen im Gewicht von 150 Gramm versendet, teilt diese in zwei Briefe, bei Massensendungen fällt die Porto ersparnis ins Gewicht, die Post hat aber doppelte Arbeit. Zu den Zta-iveror-netenwahlen in Giehen. Die Hauptversammlung der Nationalliberalen. g. Gießen, 11. Nov. Der National liberale Verein Gießen setzte gestern abend die Reihe der parteilichen Entscltließungen bezüglich der demnächstigen ^-tadtoerordneten-Wahlen durch eine Haupt- Versammlung im „Kaiserhof" fort. Herr Professor Körte, Rektor der Universität, streifte den Gang der politischen, auch kommunal-politischen Ereignisse der letzten Zeit und erwähnte namentlich das Abkommen mit der Fortschrittl. Volks- p art ei, das auf dem Boden der Gleichberechtigung der beiden liberalen Parteien zustande gekommen sei. Es sei vielleicht durch das.Dazwischentreteu des Bürgervereins und verschiedener Bezirksvereine die Möglichkeit einer Veruneinigung gegeben, insbesondere durch den Wunsch der Sozialdemokraten nach einer stärkeren Vertretung int Stadtparlament, habe sie doch anfänglich ganze 14 Sitze gefordert. Aber nachdem man sich der Fvrtschr. Volkspartei zu Gefallen bereit erklärt habe, für den ausscheidenden Herrn Krumm — falls er nicht wieder kandidieren wolle — einen anderen Sozialdemokraten auf der Liste zuzulassen, bestehe begründete Aussicht auf einen friedlichen Ausgleich der verschiedenen Interessen. Unter kein en Umständen könne frei lich eine Kandidatur.Beckmann in Frage kommen; die Sozialdemokratie verfüge aber auch über andere, ruhigdenkende, relativ gemäßigte Männer, etwa die Herren Fourier, Andreä oder Diehl. Da die Sozialdemokraten ein gemeinsames Vorgehen abgelehnt hätten, brauche die Nationalliberale Partei keine übermäßigen Rücksichten zu nehmen. Ter Anspruch der Sozialdemokratie auf Beibehaltung ihrer bisherigen Mandate habe da gegen eine gewisse Berechtigung, umsomehr, als man ja auch bereit sei, den Katholiken aus Gründen der Parität ein solches zu gewähren. Nachdem die Herren Fabrildittektor Man, Kaufmann Möbs und Amtsgerichtsrat Wachtel al? katholische Kandidaten genannt worden seien, habe man sich schließlich auf den letzteren geeinigt. Damit sei nun den Wünschen der rechts stehenden Parteien genug getan, und mau dürfe durchaus nicht die n a t i o n a l l i be r a l e Kandidatur Wenzel als eine weitere Verbeugung gegen rechts bezeichnen. Lange bevor Herr Kling Herrii Wenzel auch als ihm und seinen Freunden genehm bezeichnet habe, sei an diesen Herrn von nationalliberaler Seite geoacht worden. Herr Wenzel sei zwar nicht organisiertes Mit glich der Nationalliberalen Partei, aber gut liberal und habe ein Herz und Interesse für die Arbeiterschaft. So gut sich die Fortschrittlick>e Volkspartei bemühe, Arbeiter zu ihren Bestrebungen heranzuziehen, habe auch seine, de> Redner.-. Partei Veranlassung, einen Mann wie Herrn Wenzel, der vielen "er- sönlich gut b kaunt sei und überall den alle be en Hin r. ! mache, als Kandidaten zu bezeichnen. Herr Wenzel habe auf Ehre.c- wort erklärt, kein Antisemit zu sein und auch die Herren Kaufmann, Metz und Krumm wollten und könnten das nicht von ihm behaupten. Seine Unterstützung durch den d r i ft I i rf> e n Gesellenverein sei kein Gruiid zu gegenteiliger Annahme. Weiter kam Herr Prof. Kürte auf die n a t i on a 11 i b e r a 1 e n Kandidaten zu sprechen. Auf die Partei kämen nach dem Waltt- abkommen mit den Freisinnigen sieben Herren. Davon würden die Herren Dr. Haberkorn, Geh. Kommerzienrat Heichelheim und L. Petri II als seither bewährte Stadtverordnete selbstverständlich wiedergewählt: neu zu besetzen wären also vier Mandate. Dafür schlage der Vorstand folgende Herren vor: Kommerzienrat Klingspor (Vertreter der Großwdnstrie, Landtagskandidat), Landge'ricktsdircktvr S ch m c ck e n b e ch e r oder Landgerichtsrat Neuenbagcn (ein Jurist nötig. Herr Rechtsanwalt Kaufmann hat entschieden ahgelehnt), A e n z e 1 (trotz der ungerechtfertigten Bedenken des Herrn Stiebet: man dürfe diesem Druck nicht weichen) und Lehrer Hag gen Müller ials Lehrer der Gewerbeschule in Fühlung mit Handwerkerkreisen, Vorsitzender des Beamtenvereins, Unterstützung durch die Bezirks- vereine Nordwest und Südwest) oder Architekt P a n l M ü l le r. Tie Herren Klein nnd Küchel haben entschieden abgefeimt. Herr Pros. Kransmüller scheidet aus, da bereits sein Schwiegervater Stadtverordneter ist. Herr Prof. Kransmüller, obgleich entschiedener Gegner der Sozialdemokratie, möchte das Kompromiß mit der Fortschrittlichen'Volkspartei nicht durch Ablehnung jeder sozialdemokratischen Kandidat nr über den Hausen wersen. Wollen die Freisinnigen freilich mehr als einen Sozialdemokraten ins Stadtparlamcnt bringen, mögen sie es auf Kosten ihrer eigenen Mandate tun. Auch Herr Pros. Körte will den Fortschrittlern nicht unnötig vor den Kopf stoßen. Die Führer der Nachbarpartei hätten sicher den ehrlichen Wunsch, mit den Nativ- nallibcralen zusammenzugehen. Wenn die Sozialdemokraten jetzt über ein allgemeines Zusammengehen anders dächten, hätten sie sich ja direkt an den Vorstand der s)?ationallibera(cn Partei wenden können. Ebenso bittet Herr Dipl.-Jng. Müller, das Abkommen nicht an dem einen Sozialdemokraten scheitern zu lassen: selbst ein zweiter sei zu ertragen. Von Seiten der Sozialdemokratischen Partei habe man ihn telephonisch gebeten, die Meinung der Versammlung in dieser Hinsicht herauszufordern. Herr Kommerzienrat K l i n g s p o r erklärt, die Fortschrittliche Volkspartei habe iorrckt gehandelt, wenn sie mit den Sozialdemokraten in Unterhandlungen getreten sei: dazu war^jie in aller Form ermächtigt gewesen. Für mehr als einen Sozialdemokraten sei er allerdings nicht. Das Wa hl ab kommen mit der Fortschrittlichen Volkspartei, einschließlich Ueberlasjung je eines Mandats an Sozialdemokraten und Katholiken, wird darauf angenommen. Es folgt die Besprechung über die n a t i o n a 11 i 6 c r a l c n M andate. Herr Prof. Körte erklärt, nicht länger mitarbcitai zu können, wenn man sich von der Fortschr Bolksp. a n d i c W a n d drücken und Herrn Wenzel fallen lasse. Das würde man in Arbeiterkreisen mit Recht sehr übel auffassen. Desgleichen versichert Herr Prof. Krausmüller, daß cs nach der fortschrittlichen Resolution kein Zurück mehr gebe. Er selbst habe Herrn Wenzel zu feiner Kandidatur ermutigt, weil er überzeugt fei, Wenzel sei nicht Antisemit. Ein vor einigen Tagen erschienener Artikel der „Kleinen Presse" habe zwar mit einer gewissen Absicht gesagt, die Nationalliberalen wollten an Stelle Troß' Wenzel präsentieren, aber das laufe nur auf eine offenbare Schädigung seiner Kandidatur hinaus. Herr Wenzel habe die Absicht gehabt, in die Natt. Partei einzutreten, könne es aber in diesem Augenblick sickwr nicht, um sich nicht in falsches Lickst zu setzen. Herr Prof. Körte weiß, daß die Sozialdemokraten die Kandidatur Wenzel furchten. Er schlägt darum vor, an die Fortichr. Volkspartei einen .höflichen Brief des Inhalts zu riayten: Wir halten an der Kandidatur des Herrn Wenzel fest: Wenzel ist nicht Antisemit. Daß er bei uns nicht organisiert ist, lündert nicht, ihn auf die Liste zu setzen. Einem Bedenken dB.! Herrn Kommerzienrat Kling- s p o r, ob es nicht vielleicht doch zweckmäßig sei, wenn Herr Wenzel freiwillig zurücktritt, entgegnet Herr Prof. Der „Grotze Meyer" Wer kennt nicht die alte Börsenanekdote,»wie ein schalkhafter Besucher dem andern eine Wette vorschlägt, er werde zwölf der Anwesenden und jedem allein dieselbe Mitteilung mack)en und jeder werde darauf wortwörtlich dasselbe sagen. Ter Aufgeforderte ^aubt das nicht und geht ruhig die Wette ein; der Schlau köpf aber gewinnt sie glänzend, i'.rdcm er aufgeregt auf ein Opfer nach dem andern losstürzt mit der Frage: „Haben Sie schon gehört, der Meyer hat Bankrott gemacht?" Mit der Regelmäßig feit des Automaten erfolgt zwölsmal nacheinander die hastige Gegenfrage: „Welcher Meyer?" Es gibt ia zahllose Maier nut a und c, mit i und y, die sich höchstens fürs Auge untcrsdw'.den und in Handel und Wandel tätig find. Allgemein bekannt aber, soweit die deutsche Zunge klingt und gelesen wird, ist doch nur ein Meyer, der Meyer schlechthin, vhne Vorname, von allen andern des Namens unterschieden durch die seit der Vater Zetten übliche Verbindung mit dem Begriff des Konversations-Lexikons. „Haben Sic denn sckwn im ,Meyer' nahgesehm?" kann man jedem entgegnen, der über irgenoeuie Sache int unklaren ist, die nur irgeitd- nrie von allgemeinem Interesse sein kann, und der Gefragte wird die Antwort verstehen nnd sich recht ost nnt der flack)en Hand an die Stirne fahren. Auch der geneigte Lefer ist nch selbstverständlich sckwn bei unsrer Ueberschrift sofort darüber klar gcroeicii, bah der ,Große Meyer" nichts andres sein kann als das welt bekannte Konversations-Lexikon*), das jetzt ni sechster Auflage mit 20 stattlichen Bänden wieder vollständig vorlicgt. Wie oft mag in den seckfs Jahren feit dem.Erscheinen des Anfangsbandes der neuen Bearbeitung der „Grotze Meyer inkognito am Stammtisch das große Wort geführt haben! hat die ganze Tafelrunde bei der Berührung einer schwimgen tfragc in dankbarer Bewunderung den gründlichen Auseinander,etzungen des Freundes gelauscht, ohne daran zu denken, datz der gelehrte Redner kurz vorher mit heißem Bemühen seine Weisheit ans dem soeben erschienenm Bande des großen Meyer"^^«chopft und dann das Gespräch nnt ,d.lauer Berechnung „auf vas Gebiet zu lenken verstanden hat, über das er fetzt ,o gründlich Bescheid weiß. Es ist ein harmloser und nützlicher Ehrgeiz, der so zwar *) Meyers Großes Konversations-Lexikon. Ein NachsÄage- werk 'des allgemeinen Wissens, ^^te ^nzüch n^arbenct-. und vermehrte Auflage.^Mehr als 150 000 AttlrelundVer Ä^Iämn9Fm 1L7 uÄu522 (darunter 18(F Forbendrucktaseln und 343 s^büarch'ge Kortenbei- laaeni sowie 160 Tertbeilagen. 20 Bande in Halbleder gebunden zu je 10 Mark. (Verlag des Bibliographischen «jnfHhit» in stichtigepflückt^^Lorbeeren einheimst, aber dock zugleich der bequemen Belehrung der andern dient. Und selbst roem einer den Kniff merkt, wäre es unrecht und unschön, ihn zu verraten oder zu tadeln. Früher gefielen sich wohl manche Fachgelehrte darin, mit cinent leichten Spott auf die Bildungsstufe herabzublicken, die aus denc Koiiversations-Lexikon ihr Wissen schöpft. Heute ist das anders geworden, und wer noch solckM Exklusivität huldigt, dem konnte es mutatis miltandis ergehen wie dem Professor, der den Kandidaten fragt, ob er zufällig wisse, welcher Gkbenf tag heute sei. Die prompte Antwort, es sei der Geburtstag Napoleons oder sonst eines großen Mannes, setzt den Professor in Staunen, und er fragt mit der grimmigen Laune des Era rninators, woher der Kandidat das wisse. „Auch vorn Abreiß kalendei" lautet die selbstbewlißte Antwort. Ist es auch immer hin noch nicht Sitte, so ohne weiteres herauszusagen, daß man mehr oder weniger seine „Bildung" dem Könckersations-Lexikon verdanke, so wird es doch niemand mehr unterschätzen dürfen. Ter Umfang des allgemeinen Wissens ist so rapid angewacksen, daß gerade der Fachgelehrte sich darauf beschränken muß, einen immer kleiner werdenden Ausschnitt in selbständiger Forschung zu beherrschen — für alles andre wird ilym der „Große Meyer" ein ebenso willkommenes, ja unentbehrliches Hilfsmittel sein, nm nicht den Zusammenhang mit dem Ganzen und mit seiner Zeit zn verlieren, wie dem ungelehrten Zeitgenossen. Nock trägt ja der roste Me^er'" die h'rkömrnliche Bezeicknung eines .^on- vcrsationS-Lexikons, hvie schon vor 200 Jahren das „Reale Staats-, Zcitungs- und Konversationslexikon", das 1704 zu Leipzig erschienen ist. Aber der Name trifft doch nickt mehr recht zu, besser ist der Nebentitel „Nachsckzlagewerk des allgemeinen Wissens". Ter „Große Meyer" hat es auch längst nicht mehr nötig, durch ein an gehängtes Verzeichnis der Mitarbeiter an jedem Bande das alte Vorurteil zu zerstreuen, daß ein Konversations-Lexikon von fingmertigen Kompilatoren und Abschreibern verfaßt werde. Jeder größere wissenschaftliche ober technische Artikel verrät einen Verfasser, der mit der vollen Beherrschung des Stosses die seltenere Gabe verbindet, das Wichtige selbständig herauszuarbeiten und allgemeinverständlich darzustellen. Ter Redaktion verbleibt dabei freilich noch die nicht minder schwierige Aufgabe, das Verhältnis der einzelnen Beiträge zum ganzen Werke räiumlich zu regeln unb wo nötig auch zu kürzen, ohne den Sinn zu ändern. Es steckt eine riesige Arbeit int „Großen Meyer", die der Fernstehende höchstens ahnen kann. Ter Ruhm und die Volkstümlichkeit ist kein Erbe, das von einer Auflage auf die andere übergehen könnte: wer sich die Mühe gibt, die vorletzte Auflage in einzelnen Artikeln mit der jetzigen Bearbeitung zu vergleichen, bekommt so ein Bild des rastlosen Fortschrittes in Wissensckiaft und Leben aus allen Gebieten. Und wie inhaltlich immer wertvoller und zuverlässiger, ist der „Große Meyer"' auch stets praktischer für den Gebrauch bet mehr nab mehr wachsenden Kreise geworden, denen er sich als hilfsbereiter Freund und Leiner bietet, um aus jede Frage, die nur einigermaßen einen festen Kern enthält, die rascheste und bündigste Antwort zu gehen. Wer nicht täglich unb stündlich damit zu tun hat, Auskunft zu geben oder sich selbst zu orientieren auf Gebieten, die außerhalb seines Bildungsganges liegen, der kann sich kaum »otstellen, was alles in dem „Großen Meyer" zusammengetragen ist. Jeder Beruf, jedes Fachiitteresse besitzt im „Großen Meyer" ein Nack>- schlagebuck für Ein-elhciien, die dem ^))edädftnis leichter eiitsallen, ein Repetitorium aus dem neuesten Standpunkt der Wisseusckfast. Und selbst wer völlig ratlos, nur im quälenden Gefühl der Unwissenheit sick) bemüht, seine Bildung zu erweitern, dem kann der gewissenhafte Helfer nur den freilich etwas amerikanisckrn Rat geben, in irgendeinem Bande des „G)roßen Meyer" zu blättcnn und die Bilder anzusehen, bis er ans einen Artikel stößt, der ihn tiefer intcrefficrt, und ihn dann von Anfang bis zu Ende zu lesen, lns zur Angabe der Süd)er und Hilfsmittel am Schlüsse. Jedenfalls ist das nützlicher und unterhaltender, als in irgendeinem Bücherverzeichnis lfcrnmzusuchen und bloß nach dem einladenden >ilang eines Titels ein Buch zu wählen, das dann in der öffentlichen Bibliothek bestellt wird. Bei der Benutzung einer Bildungsbibliothek, die einen Lcsesaal zur Verfügung stellt, gibt' der „Große Meyer" in seiner heutigen Ausgestaltung die beftc und kürzeste Einführung: er ist zu diesem Zwecke selbst der kleinsten Volkslesehalle als Grundstock zu empfehlen. Dazu empfiehlt ihn aber schon seine fast unbcgreirlidx* Billigkeit. Ter Deutsche beschwert sid) gern über die hohen Preise für bessere, besonders wissenschaftliche Vückcr. Ter Tnrckichnittspreis von 30 Pfg. für den Truckbogen bei einfachem Satz kann aber an sid) nicht als hoch bezeichnet werden: bei sd)wad?cm Absatz verliert der Verleger beträchtlich. Nun gibt jeder der 20 Bände des „Großen Meuer" rund 60 Bogen, dazu noch rah1rcid)c Tcrt- beigaben, Uebersidsten, Stammtafeln, Tabellen, Abbildungen im Text, farbige und schwarze Bildertafeln, Karten, Stadtplänc — nach dem üblichen Maßstabe wäre der Band mit wenigstens 30 Mark zu berechnen, er kostet aber im festen Halblederband nur 10 Mark. Wie ist das überhaupt nur möglich? Selbstverständlich nur bei einer Organisation der geiftigen Arbeit unb der Technik der Herstellung, wie sie das Biblioqraphisd)e Institut als eins der allergrößten deutschen Verlagshäuser int Lause von Generationen geschaffen hat — aber dock zugleich auf der Grundlage des Bildungsstrebens eines Kulturvolkes von 80 Millionen unseres geschlossenen Sprachgebietes in Mitteleuropa und weitern 25—30 in der Zerstreuung übet den Erdball. Beim „Großen Meyer" geht eben alles ins Große, das ist das Geheimnis seiner Unüber- trcsflichkeit — wenigstens bis zur näd>sten Auslage! — und feiner Verbreitung. Wer ihn nicht schon besitzt, müßte ihn sid) unbedingt anschaffen! F. G. Schultheiß. verlad nach einer kurzen Bause der Setter der Versammlung, Heinrich Riegel. Es sind folgende: Richard Andreä, Geschäftsführer; Georg B^ckrnann, Kontrolleur: Ivh. Tie hl, Schneidermeister: Dcb. Fourier, Geschäftsführer: Adam fco bmeier, Gasuvitt: Albert Le O, Rechner: Heinrich Männche, Lagerhalter: Josef MaiBr, Glaser: Heinrich Roll, Geschäftes uhrer; Adam Bolz, Schneider. In der nun folgenden Aussprache ergriff nochmals Stadtverordneter Vetters das Wort zu einigen Erklärungen über die Stellungnahme der sozialdemokratischen Abgeordneten zur Rathausfrage und zur Verlängerung desStraßenbahn netzes bis Wieseck. Er hob hervor: „In den letzten Wochen ist ein lebhafter Streit um die Rathaus frage ausgebrochen Wir erklären offen, ^aß wir für die Verlegung in die alte Klinik gestimmt haben. Tod) der Bau drängt noch nicht: das; er ausgeführt wurde, haben wir auch nid* vorausgesetzt. Seit Jahren wird schon über die Frage verhandelt, und früher haben die Sachverständigen ausgesprochen, daß Tid) die Klinik sehr wohl zum Rathaus umbauen lasse. Jetzt mit einem Male erklären sie — wir find keine Sachverstän digen und konnten das nicht beurteilen —, die Kosten würden beim Umbau größer sein als bei einem Reubau. Was die Ent fernung von der Mitte der Stadt anlangt, so ist der eigen! siche Mittelpunkt der Stadt etwa das -Hotel „Großherzog von Hessen": dodi kommt nichts darauf an, die Entfernungen sind in Gießen nidit gros;. und Verwendbarkeit und Braudcharkeit des Gebäudes ist die Hauptsache. Wenn dafür gesorgt wird, bin ich keinesfalls der Meinung, das der Umbau durchaus durchgeführt werden must: wenn die Sachverständigen die Klinik für einen alten Kasten erklären, habe ich keine Ursache, auf den Umbau zu dringen. In der Hauptsache hatte uns der Umstand zu unserer früheren Meinung geraten, dast wir ein immerhin wertvolles Gelände, das die Stadt teuer hat. kargen müssen, nicht unbenutzt lasse« wollten. Das Gerücht, dast ein Wetzlarer Industrieller sich um den Kauf des Geländes beworben habe, sich aber an dem geforderten, zu hohen Preise gestoßen habe, trifft nicht zu. Wir haben alle Interesse daran, Industrie in unsere Stadt zu ziehen." In weiteren kurzen Worten trat der Redner für den projektierten Strastenbahnbau nach Wieseck ein. Da fid) niemand weiter zum Worte meldete, schloß der 23 er» handlungslciter die Sitzung — gegen 11 Uhr — mit dem Wunsche, die Anwesenden möchten, da sie sich durch ihr Schweigen mit den vor geschlagenen Kandidaten einverstanden erklärt hatten, nunmehr nm Wahltage die Kandidaten wählen und auch vorher unter der Bürgerschaft dafür agitieren. Krausmüller, Herr Lvenzel werde fest bleiben, um nicht den Schein auf sich zu laden, als sei er doch Antisemit. Rach weiterer Unterstützung der Kandidatur Wenzel durch die Herren Müller, Fix, Petri, Lerch und Klingsvor — der letztere fände allerdings nichts dabei, wenn Herr Wenzel förm- Hdj in die Partei träte — stimmt die Versammlung ihr vollzählig zu. Ohne Aussprad)e wird die Kandidatur Kl in g - spor angenommen. An dritter Stelle wird Herr Landgerichts- bireftor Schmeckenbccher gewählt, an pierter — durchZettel- abstimmung — Herr Gymnasiallehrer Haggenmüllcr. Ium Schlüsse des ersten Teils macht der Vorsitzende Mitteilung von einer Strömung im Bürgerverein, bei den Wahlen mit den Sozialdemokraten zusammenzugehen. Er schliestt daran öie Bitte, sich an den Verhandlungen im genannten Verein zahlreich $u beteiligen, um etwaige Quertreibereien zu verhindern. Es folgt die Borstandswahl. Herr Prof. Körte erklärt, es nicht für richtig zu halten, dast er während der Zeit seines Rektorates Vorsitzender einer politischen Organisation bleibe. Doch sei er bereit, dem Vorstand auf sonstigem Pouen anzugehören. Aus Vorschlag Krausmüller wird darum Herr Morn- merzienrat Klingspor als erster, Herr Professor K örtern zweiter Vorsitzender gewählt. Tie Zusammensetzung des übriger Vorstandes bleibt die gleiche. Die Regelung sich etwa noch er gebender Schwierigkeiten wegen >er Wahllisten soll ^adi- des Vorstandes sein. Herr Architekt P M ü l l e r erstattet bin K assenbericht, und es wird il m Entlastung erteilt. Endlich macht Herr Pros. Korte noch Mitteilung von den in Aus sicht genommenen Vortragen Moldenhauer, Stresemann Fleischer im Lause des Winters und drückt seine Freude über den friedlichen Verlauf der Hauptversammlung aus. Herr Prof. K r a u s m ü l l e r dankt, dem Vorstande, insbesondere Herrn Prof. Körte, für seine aufopfernde Tätigkeit. Ende 11 Uhr Oefstntliche Wählerversammlung der Sozialdemokraten. bt. Giesten, 10. Rov. Eine öffentliche Wählerversammlung hatte das sozialdemokratische Wahlkomitee zum Montag abend im nvlosseum einbe- rufen, die sich eines guten Besuches zu erfreuen hatte. Zu der dem Referat gemäß der Tagesordnung folgenden Aussprache meldete h’d) niemand zum Wort, nur der Referent selbst gab nod) einige^ Er klärungen ab. And) bi-' Ausfüllungen des Referenten, des Stadt verordneten Vetters, waren mfi-i und sachgemäß und hatten nicht das mindeste mit einer Wahllltze zu tun. Und ebenso wurden sie ausgenommen. Der Redner führte etwa folgendes aus: „In der letzten Zeit kann man bei Gemeinderatswahlen lebhaftere Beteiligung beobachten, als das früher der Fall war. Manchmal werden die Kämpfe sogar sehr hitzig und man darf sich darüber freuen, wenn dabei um Grundsätze gestritten würde, >vas leider meist nid)t der Fall ist. Ohne Zweifel hat die ^Sozialdemokratie das Verdienst, durch ihre Beteiligung an beir6®nb(eu und die Ausrottung ihrer Forderungen das Interesse an den Gemeindewahlen und der Gemeindepolitik gesteigert zu haben. Sie mieüe auch Erfolge: in Hessen zählten wir im fehlen Zähre 447 sozialdem. Gemeindevertreter, die fid) auf 151 Orw verteilten. Es müßten deren viel mehr fein: allein das veraltete und ungerechte Wahlrecht, das trotzdem wieder in die neuen Gemein^egesetze ausgenommen wurde, wirkt zu un- ftunsten der minderbemittelten Bürger und Wähler. Daß die Hälfte der Gemeindeeertreter dem höchstbesteuerten Drittel der höchstbesteuert, i) Wählbaren angehören muß, wird selbst von Gegnern al" eine ungerechte sZevorzugung der Besitzenden erklärt. Ungerecht wirkt auch die Bestimmung, daß die relative Mehr- beit der Stimmen entscheidet: nach Ausfall der Offenbacher Wahl befduverten sich die unterlegenen Gegner darüber Sachlid) haben sie bnmil recht: aber warum haben ihre Vertreter im Landtage bett sozialdemokratischen Anträgen auf 6infü(yrimg des Protz o r t i o n a l w a l, l r e ch t s nicht zuaestimmt9 Solange die zialdemokratie unter einem ungerechten Wahlrecht leidet, regen sich die Herren nicht aus: erst wenn sie es selber zu ftihlcn bekommen, schreien sie. — Hier führt der Redner noch weitere soziald. WalXrechtSforderungen an. Den Stadlgemeiuden liegen henke weitere, größere Aufgaben ob, Ausgaben, an die man vor wenigen Jahrzehnten nicht dachte. Eingel end bat sich die Sozialdemokratie mit diesen beschäftigt und die gewonnene Erkenntnis in ihrem Kommunalvrogramm niedergelegt, das für ihre Vertreter zur Richtschnur dient. In ihrer Gesamtheit lausen diese Programmfordentugen daraus hinaus : das (Gemeinwesen in kultureller, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht vorwärts zu bringen. Die hauptsächlichsten Forderungen sind: In Bezug auf die Selb'ipern altung größere Selbständigkeit gegenüber den staatlichen Behörden: Erweiterung des städt. Enteignungsrechts: Beseitigung der Verpflichtiing, Gcmeindemittel für kirchliche Zwecke aufzmvenden. Ferner direkte, tzrogressive Einkommensteuer: Beseitigung indirekter. Verbi m ' t uent, Uebernahime der Schullasten aus den Staat: Deckung des Gemeindebedarfs aus den Erträgnissen der städtischen Betriebe. Aufwendungen für militärische und dvnaslische Ztvecke dürfen nickst gemacht werden. Auf ist noch zu tun; in erster Linie ist die Einheitsschule anzustreben. And, für die Gesundheit der Schulkinder muß nod) mehr gesorgt werden, Schulspeisungen sind vorzunehmen. Allerdings wollen wir nicht verhehlen, daß in Gießen schon viel in dieser Beziehung getan worden ist. And) Fürsorgeanstalten für nod) nicht schulpflichtige Kinder sind aus Genieindekosten zu erridsten oder weiter auszubauen. Die Sozialdemokratie tritt ferner stets für entsprechend ■hohe Gehälter der Lehrer ein, muß es allerdings dann aber auch fordern, daß die Volkssd)ull>ild)lng den modernen Ansprüchen in jeder Beziehung genügt, was bisher nicht immer der Fall ist. DaS B e ß a t t u n g s w e s e n bedarf and) in Gießen einer Besserung, besonders da zu hohe Gebühren gefordert werden. In der Bodenpolitik muß auf Vermehrung des städtischen Grund und Bodens hingearbeitet werden: .ein großer Teil des Gelände- gehört jetzt wenigen privaten Besitzern. — Hierbei bezeichnete der Redner den Erwerb des Aktienbrauerei-' g e I ä n d e s keineswegs als einen Fehler, wie von verschiedenen Seiten behauptet werde. — Die Stadt hat dafür zu sorgen, daß genügend Heine und gesunde Wohnungen gesdwffen werden. In den Arbeiterverhältnisfen bleibt viel zu wünschen übrig. Hier muß die Anerkennung der gewerkschaftlichen Organisationen verlangt werden: auch Ferien und Ruhegehälter find zu erstreben, wobei Invalidenrente nicht angerechnet werdni dürfe. Weitere Aufgaben sind Arbeitslosenfürsorge und Lebensmittelbeschaffung. Tao sind die Forderungen, die wir stellen und die auch die neuen Stadtverordneten zu vertreten haben. Bei den bevorsleben den Wahlen sind 17 Vertreter zu wählen, mein1 als die Hälfte der Stadtverordneten Rach dem Stimmenverhältnis gebühre» uns mindestens zwölf Sipe. Es mären Verhandlungen »vegen einer gemcifnmcn Liste mit der Fortschrittlichen Volks Partei im Gange, die ihrerseits mit den Rationalliberalen verbunden ist. Unsere Partei wäre soweit, wie nur möglich, entaegenackommen: allein das nnS gemachte Angebot war zu genug ES sollten danach nur zwei Plaue der Sozialdemokratie überlassen bleiben: and) würde sich kein Sozialdemokrat dazu Dcrftclnm. einen Rationalliberalen zu wählen " 311 in Schluß empfahl der Reserenl der Versammlung die brngtldüagcnen zehn Kandidaten, die alle au>5 Arbeiter- kreisrn stamniten, zur Wahl. Die Namen dieser zehn Kandidaten Aus Stadt und Land. Gieße n, 11. November 1913. ** Das Aktienbrauerei-Gelände ist in neuerer Zeit wieder zum Gesprächsstoff geworden. Tie Stadt hat das 83 234 Quadratmeter umfassende Gelände für 600 000 Mk. erworben. Tie Gebäude haben einen Brandversicherungswert (nicht etwa zu verwechseln mit der ortsgerichtlichen Taxe) von 260000 Mk., so daß für den Ge- iändewert 340000 Mk. in Rechnung kommen oder für den Quadratmeter rund 4 Mk. Einkaufswert. Die Stadt hat nun bereits Gelände von dem ehemaligen Besitz der Aktienbrauerei zur Bebauung verkauft und -ba für für den Quadratmeter 15 biv 16 Mk erhalten. Weiter aber gehen jährlich an Mieten für das Brauereigrundstück rund 5000 Mk. ein, ein Betrag, der sich bei dem demnächstigen Ablauf der Verträge zweifellos steigern wird. Durch die Erwerbung des ehemaligen Brauereibesitzes aber ist es der Stadt möglich geworden, ohne Schwierigkeiten in jener Gegend ßtraßen anzulegen, ohne gezwungen zu sein, mit einer Reihe von Eigentümern, die Phantasiepreise für das Straßengelände fordern könnten, ergebnislos zu verhandeln. • * Beim Arbeitsnachweis waren im Oktober 138 offene Stellen gemeldet worden, von denen 135 besetzt wurden. Von den Arbeitsuchenden fanden 55 nach außerhalb und 77 in Gießen Arbeit. Von den plazierten Arbeitskräften waren 45 Handwerker und 90 ungelernte Arbeiter. An Arbeitskräften in jeder Branche ist zurzeit ein gewisser Ueberfluß vorhanden, doch gelingt cS meist, durch den orga- nisieiK'n Arbeitsnachweis die Leute unterzubringen. • • 3 n der Herberge zur Heimat kehrten im Oktober 1275 Gälte (gegen 1150 im gleichen Monat bcS Vorjahres) em. Unter diesen waren 391 Wanderer (259), die gegen Arbeitsleistung da? Obdach und die Verpflegung annahmen. 884 Gäste (891) waren Selbstzahler. • • Kriegs marine-AuS st ellung. Das imposanteste Stück der Kriegsmarine-Ausstellung in der alten Klinik ist die 30,5-Ztrn. - Sichnel l adekan one, das größte Geschütz der deutschen Marine, die Hauptwaffe der neuesten Linienschiffe, daS als Modell auS Holz in natürlicher Größe vertreten ist. Das Modell ist 17 Meter lang und ist von der Finna Dietlein in Magdeburg nach Zeichnungen der Gußstahl- sabrik Friedr. Krupp naturgetreu angefertigt worden. Ein modernes Linienschiff hat 10 solcher Riesengeschütze, die paar- ivcise in einem Panzerturm stehen. Die Kanone feuert zwei Schuß in einer Minute, schleudert Geschosse von 900 Pfund 30 Kilometer weit und zerschlägt aus Entfernungen voii 7000 Metern jeden vorhandenen SchiffSpanzer, d. h. etwa 30 Zentimeter. Die Eröffnung des Feuers wird auf etwa 10 000 Meter stattfinden. Es ist das erste Mal, daß eine solche Kanone in einer Ausstellung gezeigt wird. Landkreis Giefien. s. Burkhardsfelden, 9. Nov. Der SchulhauS- anbau ist jetzt im Rohbau vollendet. Er umfaßt cinm Schulsaal nebst Lehrerwohnung. Der innere AuSbau wird im Laufe deS nächsten Sommers erfolgen, so daß mit der Vollendung im Herbst die Errichtung einer dritten Schul- klaffe erfolgen dürfte. — Die hiesige Zi garrenfa brik der Firma Noll-Gießen hat sich als zu klein erwiesen. Sie umfaßt daS frühere Anwesen der Herren v. Grolrnann. In diesem Jahr hat die Firma einen stattlichen Neubau errichten laffcn, der noch im laufenden Jahr in Betrieb genommen . werden soll. Kreis Alsfeld. — Alsfeld, 9. Nov. Interessante G rabste ine eines alten Alsfelder Geschlechtes hat man bei der WieberhersteNung der Wa lp ur g 18 k i rche aufgefundeu. E aandelt sich um die 1628 erloschene adelige Familie vou Liederbach und van Haun. Viele der künstlerischen Denkmäler der Familie find in früherer Zeit gerftört oder verschüttet worden. Kreis Lauterbach. I. AngerSbach, 9. Nov. Lehrer Gockel, der seit 20 Jahren hier als VolkSschullehrcr wirkt, blickt auf eine Amtstätigkeit van 47 Jahren zurück. Am vorigen Mittwoch erschienen auS diesem Anlaß da? Lehrerkollegium mit dem Pfarrer, der Bürgermeister und der Schulvorstand im Hause deS Jubilars, um ihn zu beglückwünschen. Bürgermeister Rodatner sprach den Dank der Gemeinde auS. Lehrer Mauer sprach int Namen des Lehrerkollegiums. Lehrer Gockel gab einen kurzen Ueberblick über die SchulverhÄt- niffe vor 47 Jahren. Kreis Friedberg. (h) Friedberg, 10. Nov. Die Stadtverordn e- ten wählen sind auf den 18. November angesetzt worden; sie finden zum erstenmal nach der neuen hessischen Städto- ordniing statt. Bisher gehörten dem Kollegium 15 Stadtverordnete an, eine solche Zahl sieht auck) die Ausschreibung der neuen Wahl von fünf ausscheidcnden Mitgliedern wieder vor. Da aber Friedberg als neugebackene Garnisonstadt und durch weiteren Zuzug jetzt mehr als 10000 Einwohner erreicht haben dürfte, muß auch nut Rücksicht auf die neue Städteordnung die Zahl der Stadtverordneten auf 18 erhöht werden. ? Friedberg, 10. Rov Der Bezirks-Lehrer« verein Friedberg-Bad-Rau beim bat einen zusammenhängenden Vortragszyklus eröffnet Seminaroberlehrer Dr. Vogel wird eine Reihe von Vorträgen über Psychologie, besonders über Tierpsychologie halten. 0 Butzbach, 10. Rov. Im Anschluß cm den gestrigen Kolonialvortrag des Hauptmanns Leszner wurde, wie berichtet, die jüngste Abteilung der Deutschen K o l o - nialgesellschäft gegründet, Der sofort 37 ordentliche und 18 außerordentliche Räitgliedc r beitraten. Die beute erfolgte Vorstandswahl hatte das folgende Ergebnis: 1. Bors Direktor K l erneut, 2. Bors Major Stempel, 1. Schriftführer Ass. Riedel, 2. Schritts Karl Seippel, 1. Kassenwart Dr. Rumpf, 2. Kassenwart Fabrikant Tröster, Beisitzer Hauptmann Leszner. Starkenburg und Rheinheffen. d. Mainz, 11. Rov. Zu dem Revolverattentat >es Oberrealschülers Kaufmann auf den Lehramts- assessor Wittig wird behauptet, daß die gesamten Schüler der Klasse schon seit einigen Tagen davon wußten, da» Kaufmann den Revolver trug und das Attentat auf den Lehrer beabsichtigte. Leider hat keiner der Schüler eine Anzeige gemacht. Heffen-Raffau. h. Weilburg, 10. Rov. In den heutigen Wahlen zur dritten Klasse der Stadtverorbnetensitzung wurden die bisherigen bürgerlichen Übertreter Kaufmann Nathan Reifenberg und tfriebrid) W. Weber wieder- und als Ersatzmann Postsekretär Seelbach neugewählt. Candwtrffdxtff, § Aus der nordöstlichen Wette rau, 10. Nov. Ein Obstbaumbesitzer in Bloteld zählte dieser Tage an dem .Nlebgürkel eines Apkeldaumes etwa 170 Schädlinge, meist Männchen de« ZrostspannerS. Dieser Schädling tritt in manchen Gemarkungen überaus zahlreich, in andern wieder weniger stark auf. Kem Landwirt sollte daher Zeit und Ausgabe scheuen, diesem Infekt durch Anlage von Fauggürieln zu Leide zu gehen. ? Frauken dach am Dünsberg, den 10. Rov. Das Jahr 1913 war hinter dem Dünsberg dem Landmanne recht günstig; denn der Ertrag von Feld und Wiefc war ausgezeichnet, wenn auch daS Erntewetter im allgemeinen zu wünschen übrig ließ. Die Winter- ausfaat ist jetzt überall glücklich zu Eude geführt worden, dazu wird von Jahr zu Jahr immer mehr künstlicher Dünger in der Landwirtschaft eingeführt. — Der Zuckerrübenbau in der Provinz Hesien-Raffau bat eine ganz e»hebliche Steigerung erfahren. Die An- lieferungen in diesem I.ihre von Zuckerrüben an die Zuckerfabriken, die nunmehr abgesd;lossen sind, betrugen insgesamt in Hesfen-Nasfau 145 188 Kilogramm trotz des kalten Somine,-:-. Angedaut waren in diesem Jahre 5313 Hektar gegen 5158 Hektar in 1912 und 4467 in 1911. Wie Scotts Emulsion hilft! Von meinen ZwillingSkindern Plülomina und Anna machte mir letztere infolge ihrer Schwädftidffeil große Sorge. ÜDährend ihre Schwester ein kräftiges Mädchen war, blieb Anna mehr uhi> mehr zurück, und man konnte selbst mit 19 Monaten bei ihr an Gehversuche noch nicht denken. Als id) ihr aber auf Anraten ber Hebamme eine Zeitlang Scotts Eniulsion gab, konnte ich cs beinahe selbst nicht glauben, daß ein sold-cr Umschwung, rote der sich nun zeigende, möglich sei. Denn nach einigen Flaschen stellte sich Anna auf ihre Beinchen, ihre Gesichtsfarbe wurde rosiger und ihre ganze Entwickelung machte so schnelle Fottschritte, daß sie ihr Schwesterchen bald einholte. Heute gebt sie so gut wie diese, ist ein munteres Gcschöpfchen, daS uns durch seinen guten Appetit, seine roten Bäckchen und sein frisches Aussehen viele Freude macht. lge» ) Frau Magdalene vuchschufter. Druidbrlm in SS>waben, den 6. Jan. 1918. Wie Scotts Emulsion den Kleinen im buchstäblichen Sinne auf die Beine hilft, ist wirklich staunenswert. Ter Lebertran in ^Verbindung mit Kalk- und Natron-Sulzen kräftigt Knochen und Muskeln und wird in dieser Form von den meisten Kindern mit Freude genommen. Leicht verdaulich — schmackhaft — gern genommen. Toch stets Scotts Emulsion verlangen! c, u Scott« ömutfion wird von un6 auo'wlieglt» im «rohen ntrfaufL und ,war nie löse nach Oen>i<6t oder Mah. 'andern nur in verüegrlten Original flasche» ie harten mit unserer Schutzmarke (Aischer mit dem Dorsch). Scott k tioronc *. m. b i\, tzrankiun a. M. Äehalt, te.: feinster M«di,inal-Veb«rrran 1503 prinu OUugarin 5M, unrervüodvborigsaurer »aik C3 uutervhodobortglaurr» Jiotron 1A tmle. Tragant 3.0, feinster arad. Gummi pulo iA Wasser 189A Ulkodol 11A Hterg» aromatische Smulstoa mit Zimt«, Mandel« und »auithcriaSl se » tropfte. Wer nie die Rächte hustend sas;, ber begreift kaum, welche Wohltat ber Welt mit Fays ächten Sodener Mineral-Pastillen neitbenti worden ist. Die Pastillen, die aus zur Kur benutzten Heilauellen der (Kemeinde Soden itammen. wirken lindernd, loienh u. beruhigend, trenn man fhe vor d. Schlafengehen nimmt, u. fic bekärnvfen auch die schwersten Hnitenan'älle. wenn man sie n. Vorschr. verwendet. Man achte aber auf d. Namen »Fay" u. die annl-Vefcheinig. d Bürgermür.- Amt. Bad Sod. a.T. aus roeib.ÄontroUftr. Pr.GPsg.d. Schacht. Saxlehner's Bitterquelle HUNYADIJÄNOS Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit, Blutandrang, etc. <’hwöha/: Dosis: i Wamraks oo/r. Gießen, den 10. November 1913, .7376 Wir danken allen Freunden und Bekannten herzlich für die vielen Beweise der Liebe und Teilnahme beim Heimgange unseres geliebten Kindes. Familie Wilhelm Schmäht Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, daß Sonntag abend 8 Uhr mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater Herr Otto Steih Schneider nach langem, schwerem, in Geduld getragenem Leiden im 48. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Steih geb. Dörr nebst Kindern. Gießen (Marburger Straße 58), den 9. November 1913. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. November, nachm. 3 Uhr, auf dem neuen Friedhöfe statt. 7381 rau, 10. Noo. &n an bem Rlebgürtel teift Männchen btf ioxt miV ÄtmWV durch ).Nov. DaS^ahr lW ! recht günstig; denn (zeichnet, wenn auch das brig liefe. Die Winter- >e geführt worden, dm lstlicher Dünger in der : Provinz Hessen-Nassau g erfahren- Die An- n mt die Zuckerfabriken, -gesamt in Hessen-Nassau iers. Angebaut waren jeftar in 1912 und 4467 -utigen Wahlen zur wurden die bisherigm Reifenberg und rsatzMnn Poslscketär nina md Ama machte grosse Sorge. Bchad blieb Anna mehr und 9 Monaten bei Man ihr aber auf Anmtm "ion gab, konnte uf) r Umschwung, S-MZ buchstäblichen, icn E wl Zer Ws -'S-- dorM 16OA priou Sltagaa sggäg •'*' Hi« S fei m. ^use '"d- 7?» *•*« ■ a»9eftw0|il\nc° wÄÄ',; BÄ? ®»s te-5 I« 3J «rdkMlichk Sie bette Jay Stempel tf- Karl Seippes ’ientoart Fabrikant ner. 'fsen. olveratientat Ü den Lehramts« -e gesamten Schüler >avon wußten, Haß s Mental auf den r der SGler eine 60 463 527 601 764 810 117634 66 662 90 118330 12 7 002 9 155 285 353 60 699 1 28000 2 3 81 243 Nur die (Nachdruck verboten.) Gewehr.) 134031 189 95 99 335 415 54 508 804 35 135172 155221 390 407 [30001 638 706 805 158013 37 [1000] 444 93 531 706 95 919 37 11000) 64 73 418 614 610 36 301 2LJ01 104 06 8 761 836 991 28106 618 6*3 [1000] 31 138 634 879 961 31610 844 151 222 89 735 97f 79 96 [500] 899 731 80 837 58 9,2 92 174187 385 464 717 96 117 67 267 468 506 11 666 99 921 201108 88 365 583 674 643 74 884 87141 A bis 8 Z Sie muh die Hälfte der ©tnbtcorönunfl der 1. 2. B ’/“ Rodheim a. d. B., den 10. November 1913. 09023 307 666 10 416 033 72 141 44 510 6 455 607 724 92 548 71 028 111 507 110 357 773 550 929 927 81121 82136 84147 85240 67 953 21025 45 5 94 320 58 [1000] 841 49 82 992 935 99 667 442 797 902 584 207 [1000] 23 85 (600 ) 681 617 449 75 809 933 131038 52 625 56 723 165 343 784 816 966 262 86 111271 282 379 768 37 114114 13 978 14 622 903 67 91 937 737 800 893 986 876 760 933 99 735 887 606 783 705 801 843 142161 143101 347 435 74 751 (1000) 218 227 662 61 189 60 822 77 (Ohne 173 17 60 73059 (500) 183 321 72 89 437 [500] 564 67 880 767 908 74050 [500] 343 60 421 75^20 89 128 221 370 472 605 20 42 839 916 61 96 78026 85 90 [1000| 161 286 428 506 605 24 66 753 906 22 77069 858 728 1 4 5 506 939 1 46183 347 96 572 803 147 038 610 92 1 48 008 139 76 222 24 42 300 23 87 452 148011 172 [1000] 362 Gewinne über 140 Mark sind den betreuenden Nummern in Klammern beigefügt. M, n> ru CO 94 673 716 803 14 990 26114 477 »40 800 20031 34 174 220 98 656 (1000 ) 68 782 30063 [500] 329 907 3 1 389 670 660 97 3 2021 37 363 459 88 [600) 515 619 742 11 12 15 (Ortsgericht] (Ortsgericht) 60 723 913 30054 32116 302 369 [1000] 188062 85 141 41 44 [3000) 46 084 714 821 76 180139 215 62 359 429 585 Do Hal .Qn Mu Nu 108284 97 337 338 457 630 34 200003 37 int Seitenbau Türe rechts im Seitenbau Türe links. 840 915 73 37018 138 475 509 608 992 3»098 80 93 207 98 677 637 52 61 892 901 39134 371 96 613 932 40141 401 71 93 652 801 905 81 99 4 1 298 403 669 617 64 , , 10051 89 120 59 441 642 885 86 993 11066 184 222 305 20 507 617 30 674 942 1 2136 [500] 200 79 96 300 609 82 614 44 588 13072 183 80 399 449 Sol 912 49 60 [3000] 14104 44 [500] 55 396 434 665 910 32 1 5039 44 111 25 460 77 79 864 931 73 1 8 1 80 623 856 82 1 7018 77 111 284 602 99 775 855 931 18134 219 63 463 767 890 929 19023 444 [1000] 282 679 560 9 709 866 1710891 729 (3000) 861 911 38 173205 701 13 033 79 95 175178 79 246 [1000) 766 850 915 73 (3000) 138079 137 532 73 704 837 99 927 139090 94 268 375 470 504 140076 [500] 91 145 204 [500] 21 84 373 412 141233 348 [500] 70 407 17 81 608 879 [500] 651 802 117054 290 532 [ 500] 610 29 805 64 963 78 118318 1500) 14 15 126 628 74 605 119190 243 85 83 [3000) 90 348 84 [1000] 446 77 540 664 735 837 902 120119 396 602 635 [500] 45 1500] 67 93 9» 915 1 2 1 023 467 80 588 1 22 04 6 213 91 336 87 467 82 572 644 1 23122 48 265 354 413 37 526 43 658 71 768 535 [ 30000’ 124135 222 96 [1000 ] 311 14 42® 612 69 64 2 534 39 63 086 12SO66 72 (500]I 86 245>30» 403 43 «49 77 [500] 727 29 39 500] 41 963 1 2 6021 38 58 362 455 716 910 36 (500) 75 127027 43 51 90 ”36.B12 « 15001 S».T 73« «; UJ>« }™1 ” A 698 [ 6001 643 832 39 80 992 1 29083 133 267 369 12*207 333 79 415 21 802 78 [500] 988 130023 206 74 346 832 42 92 402 60 91 132106 [600] 213 33 362 [600] 97 [500] 494 98 603 43 68 680 89 2 46 48 5 65 1 918 8 3 223 459 811 48 88 Ö09 860 905 14 22 39 80 89 [500] 110091 ISO 15 47 418 872 81 956 92 120012 184 205 473 613 73 756 868 1 22085 122 [1000] 891 123035 [500] 283 456 78 650 94 610 852 [600] 124003 143 269 324 432 89 505 [1000] 125149 251 [1000] 405 10 21 41 54 500 12 66 645 75 986 1 28170 321 467 85 670 670 738 814 68 72 942 108177 1500] 260 473 855 821 67 108106 75 297 698 928 97 110361 421 39 686 638 738 921 [500]' 329 811 90 931 [3000] 112066 [ 3000 ] 96 843 113267 419 667 7 35 7 2 62 1 924 [1000] 244 396 569 1600] 681 974 115139 245 [1000] 383 476 616 861 922 68 82 116022 102 317 661 Steuerquiltung nachweisen. Gienen, den 7. November 1913. Der Oberbürgermeister. Mecum. Im Gewinnende verblieben 2 Pr&mlen ro 300000 2 Gewinne tu 600000. 2 »u 150000, 2 zu 100000 . 2 760000, 2 tu 60000, 4 zu 50000, 4 tu 40000. 22 30000, 34 tu 15000, 94 tu 10000 . 218 zu 50000, 2866 3000. 5730 tu 1000. 7894 ru 600 11, 99 173 217 363 528 68035 (500) 58 487 97 641 763 888 916 92 60086 122 73 317 [500] 66 [800] 643 741 62 73 87 887 937 70049 79 446 89 617 811 71183 233 346 620 816 961 72000 66 143 91 238 469 690 609 11 724 Kur die Gewinne Ober 240 Mark sind den betreffenden Nummern In Klammern beigefügt. , Iß 40 134 [500] 49 83 [1000] 231 472 1010 138 37 78 9« 310 46 56 504 76 671 762 953 2077 193 299 333 673 [1000] 3045 174 775 4009 379 635 617 82 705 [3000] 22 96 [3000 ) 5027 141 216 [3000 ] 59 306 25 (1000 ) 536 87 802 [1000] 95 902 6 30 46 89 91 98 6021 259 [600] 338 44 461 81 84 603 28 880 702 27 900 13 24 68 7170 88 232 346 (600 ) 436 (1000) 621 832 [1000 ] 68 832 80 8093 158 68 444 540 9096 182 [1000] 548 728 802 5 69 18125 56 334 412 66 568 889 867 11047 128 321 445 7 3 941 44 1 2290 375 459 ( 500 ) 825 734 830 13038 48 [1000] 55 74 160 (1000 ) 318 76 765 844 14002 54 95 (600] 115 649 746 883 43 48 903 15516 624 737 [3000] 801 933 16016 27 [1000] 287 [1000] 345 524 34 625 811 38 (600) 17114 230 418 032 46 60 18004 696 856 941 19120 28 52 202 32 351 54 73 [600] 634 56 868 Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen. 3. Ziehung 5. KL 3. Preuss.-Söddeutscho (229. Königlich Preuss.) Klassen Lotterie ‘ Ziehung vom 10. November 1813 nacbmUtaga. Wählbaren angehörcn. Bon den im Amt verbleibenden Stadtverordneten gehören 17 diesem Dritieil an. ES tnuü daher mindestens einer aus deni höchstbesteuerten Dritteil der Wählbaren gewählt werden. Alle Wahlberechtigte» werden hiermit eingeladen, an dem gedachten Termin sich persönlich einzusiudeu und ihre Stimme abzugebcn. Zugleich wird daraus auimerksam gemacht, dast diejenigen, welche mit der Entrichtung der Kommunalsteuer zur Zeit der Wahl sich länger als aroei Monate im Nüch stände befinden, ,ur Abstimmung nicht zugelassen werden, nnd dast daher alle diejenigen, welche am 14. November mit der Entrichtung der im Monat Juli fällig gewesenen Kommunalsteuer im Rückstände waren, nur dann zur Abstimmung zugelassen werden können, wenn sie einen solchen Rückstand noch bis zur Wahl absühren, und dast dies geschehen, dem Wahlvorstand durch Vorzeigung ihrer Bekanntmachung. Die Rechnung der israelitischen Religionsgemeinde Gießen für das Rj. 1912 und der Voranschlag für 1914 liegen zur Einsicht der Interessenten 8 Tage bei dem Uilterzeichnelen offen. Gießen, den 7. Noveniber 1913. Du/n Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. I. V.: Moritz Strauß. 600 52 707 64 902 44279 511 633 878 [1000] 974 45 220 401 77 635 65 719 919 4 6 331 [600] 68 470 92 641 641 766 987 4 7260 316 [600] 99 [600] 436 60 507 13006] 698 763 4 8002 62 213 [1000] 20 53 363 6 5 62 626 723 858 98 953 48061 267 384 488 526 83 773 50096 152 69 274 98 312 25 23 63 81 4 48 556 673 776 904 33 51049 162 81 217 362 634 52070 234 329 506 36 622 41 78 857 934 48 53126 292 417 96 [1000] 663 [1000] 96 821 38 54090 100 2«8 [500] 635 394 901 55209 15 397 850 91 56166 323 63 653 762 869 995 57066 144 353 (1000) 478 616 763 937 47 82 89 58087 154 369 [500] 77 425 34 504 655 [500] 707 10 [1000] 59029 77 162 376 431 653 [3000] 789 861 934 80079 * 500] 126 61 244 300 464 622 66 78 83 787 932 61085 217 63 616 844 62219 [ 600 ] 334 657 682 63133 38 87 311 78 460 62 526 77 696 756 952 64185 282 92 97 [1000] 388 530 628 [1000] 737 890 65176 686 [600] 703 99 66002 643 653 901 67090 94 89 5 7 014 88 194 387 305 69 67 58026 364 441 374 444 729 75 60029 127 346 418 62475 636 (600) 77 712 97 63358 67 [600] 512 23 69 624 6 5 231 69 411 73 176 205 7 110000] 664 88 666 741 44 856 78016 271 314 [500] 457 [600] 600 [600] 79120 258 82 662 832 983 80007 43 63 68 159 93 387 640 709 [600] 90 037 321 [600] 666 629 704 79 974 1 91143 905 64 192023 84 112 16 227 406 8 86 193104 60 [600 ] 203 707 194127 VttMM.TraubeiMji eingctrossen. (6762 Weinstube Seibel. Gleichzeitig bringe ich das oorzügl. Fürtteuberg-Bräu in empfehlende Erinnerung. mit den Buchstaben beginnen: *" im Zimmer Nr. 7 3. Ziehung 5. KL 3. Preuss.-Sflddetrtsche (229. Königlich Preuss.) Klassen Lotterie Ziehung vorn 10. November U13 vormittags. 179670 96 165 295 372 500 712 97 186173 93 216 321 61 97 536 97 605 33 68 181134 40 217 620 28 [1000 ) 739 «9 981 182060 288 411 78 742 644 940 46 95 183014 184162 [500 ] 48 382 455 81 [1000 ] 600 [506] 788 M9 18504'3 255 63 [1000 ] 419 71 667 616 953 [ 3000] 188139 1500] 639 93 694 [600] 729 37 187040 102 217 89 310 55 319 58 418 643 909 [600] 80 188012 85 [500] 109 49 344 98 445 [500] 629 67158 403 65 567 80 _ 68349 [ 500 ] 660 754 69281 [500] 331 73 609 601 170173 228 315 58 [1000] 11« 239 418 41 530 [600] 60 172253 682 86 89 826 972 M 244T74 344 4^92^-63-6 97 749 (50«] 179223 90 94 325 84 404 [1000] 8 616 19 68 631 769 Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme und vielen Kranzspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Vömel bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Briefträger Konrad Platt, o 233 39 58 344 81 421 [500] 699 ( 500) 139178 234 421 69 97 663 707 974 93 1 37 120 35 601 (30001 9 ----- ----- 88 12 613 869 938 .. ----- 648 79 83 [1000] 84 894 934 195082 195 435 631 [3000] 85 964 1 96021 29 43 67 308 34 714 42 60 197023 105 305 27 481 612 98 672 800 35 41 603 66 67 691 860 65 74 1 99052 33337 474 662 [1000] 701 61 801 34312 80 81 440 45 672 802 [3006] 733 48 877 3 5143 [1000] 68 250 416 731 895 909 36018 242 335 593 753 876 [600] 927 87 37115 232 308 46 539 72 [600] 81 [500] 84 696 735 54 897 995 38037 48 [1000] 225 316 46 75 933 39070 606 646 747 [600] 828 48092 133 60 [6000] 67 266 394 96 688 [600] 96 860 919 4 1 066 71 78 114 289 [6001 313 61 560 730 [600] 68 823 56 968 4 2215 74 [500] 440 571 633 34 763 925 85 43044 91 593 630 796 901 [1000] 5 [500] 44411 97 624 71 46110 340 604 13 627 833 43037 87 126 38 223 43 69 317 40 49 400 67 542 699 740 47 329 657 738 66 831 82 [1000] 43020 81 158 66 (1000) 376 49023 53 81 271 306 444 49 689 736 846 50 129 42 7 2 29 1 410 95 615 42 96 878 768 93 104018 41 82 229 69 397 400 39 617 61 77 788 812 90 ( 500 ) 931 90 1 0 5 255 71 [1000 ] 482 608 13 [1000] 703 21 63 836 980 [600] 97 1 06024 29 209 38 706 80 1 30 [1000] 10 7 226 30 488 608 688 [500] 740 887 --- — — — — — 994 [3000] 298 349 591 663 1 088 510 35 65 930 2070 166 307 474 652 749 94 947 3042 136 242 48 88 605 70 749 77 819 67 4216 308 26 488 664 662 789 [3000] 93 944 89 5078 403 27 633 634 769 878 993 6025 99 [500 ] 219 65 560 65 646 714 24 51 835 68 921 55 67 7147 93 421 [500] 48 547 725 8134 933 38 97 9377 401 678 897 98 157340 44 [1000 ] 444 93 631 706 158036 114 237 342 431 674 883 934 159064 (1000] 270 360 80 661 83 671 [500] 757 78 202 50 81 653 640 144086 96 123 41 230 35 400 507 33 [1000] 613 722 62 42165 [600] 503 66 __ 720 29 897 [3000] 932 48030 239 379 524 40 41 78 433 [3C00] . 130375 90 568 722 877 918 31 60 151110 [500] 69 87 219 36 619 641 54 751 902 1 52168 1500] 532 [1000] 627 877 1 53113 209 486 680 784 [1000] 961 154117 75 676 430 646 616 [1000] 714 16 859 1600] 66 73 260 68 76 657 727 [600 ] 879 904 (10001 328 (600) 486 606 66 [ 600 ] 96 636 83 8 6002 6 127 67 373 432 507 601 72 676 794 979 8 8063 143 (600 ) 228 47 74 51 70 767 941 89084 169 207 428 51 62 665 653 [1000] 611 13 917 220167 212 97 387 617 731 68 867 74 221120 34 67 306 412 509 77 622 794 916 [600] 96 222038 89 626 763 942 223439 98 601 760 98 [600] 822 45 [3000] 65 224179 89 660 738 47 78 (600] 994 2 2 5 025 62 161 219 (6001 417 67 547 678 717 827 910 30 22 6033 404 6 64 83 700 13 [1000] 960 227202 39 69 77 309 39 640 [1000] 626 [10Ö0] 37 80 796 814 933 2 2 8167 [600] 305 406 95 96 934 228061 130 48 68 [30001 225 375 536 861 948 84 89 238057 75 224 367 748 [6061 231028 110 230 420 640 759 (600) 822 [1000] 23 2344 444 76 622 62 619 78 709 880 962 233030 166 208 450 96 99 697. 657 966 1 1800-11 78 475 630 603 714 [500] 274 386 631 34 84 [3600] 770 841 998 l’^nß UOOOl 262 442 555 749 08 1 83090 108 202 435 83 (MJ61 813 20 28 184036 429 614 801 [1000] 186376 561 [3000] 710 21 28 659 90 913 186059 253 386 698 810 SG (600] 924 1 87120 376 617 716 1 88170 39 301 ö M 63 40 1 558 91 11000 ) 660 1 89049 [600] 77 160 [500] 307 82 645 [3000] 66 96 758 83 810 923 75 180293 806 84 [6001 437 [1000] 78 620 [10001 45 191182 302 36 44 86 622 711 865 912 192035 100 1600] 43 200 [1000] 790 [1000] 801 18 78 911 193073 136 [1000 ] 220 [ 3000] 020 65 834 1 84018 195084 126 449 51 671 (1000 ] 736 94 [500] 97 839 16001 906 [ 6001 73 1 96207 739 [WO] 50 840 93 197016 71 176 330 403 722 40 827 82 87 (500] 965 198086 328 446 1600] 84 604 5 831 [1000 ] 44 81 931 199018 [3000] 316 93 411 527 609 52! 84 812 983 2000 41 56 142 [3000) 444 536 704 201045 [ 5001 53 288 [600] 343 446 69 512 [1000] 825 966 07 29 2084 186 218 88 454 631 731 824 611500] 80 2O3090 236 303 41 47 61 78 674 955 2 94033 167 240 363 419 94 604 61 665 710 30 2OS373 1500) 615 22 722 296055 135 473 613 625 791 207038 168 226 99 452 513 32 603 700 (600) 29 46 78 [10000] 834 2 9 8 024 28 7 7 262 460 654 674 [10001 738 78 ein sch l. Di Hai Kl Mo No Sta 74 602 736 89 , , „„„ 210130 46 200 [1000] 12 6 25 899 (1000) 211007 36 83 100 33 359 660 714 801 6 2 1 2122 69 200 34 332 85 732 841 931 2 1 3360 498 585 617 [10001 905 65 214400 (1000) 16 783 933 64 215132 |600] 228 40 83 438 62 684 2 1 6017 45 257 690 690 (1000) 810 68 979 2 1 7038 46 176 222 481 622 81 638 99 1600 ) 792 827 65 926 ) 30001 2 1 8039 126 32 55 309 49 634 88 90 651 781 [600] 218131 244 477 692 629 72 824 226012 23 132 [3000] 329 [500] 66 403 [600] 27 636 968 7 6 22 1 015 32 41 42 96 106 26 367 687 701 893 917 2 2 2034 63 379 496 606 760 831 987 2 23000 227 66 335 66 413 663 92i 1690] 64 96 224667 (30^1 237 316 474 635 91 811 711 (3000) 89 [1000] 861 969 [600] 22 5068 150 278 (1000) 86 97 443 524 llOnn) 660 723 69 228049 162 230 387 546 83 778 99 803 66 70 963 227082 96 153 [1000] 266 327 37 662 797 929 2 2 8114 63 408 611 67 [3000] 701 985 229036 187 275 930 461 626 700 89 230019 (600] 194 214 62 831 61 23 1 047 199 334 85 689 939 2 3 2086 177 96 251 66 78 723 28 885 23 3036 62 206 306 79 626 833 763 83 967 85 863 [600] 76 51339 50 [1000] 608 80 646 737 828 92 916 52016 256 [10061 322 440 49 540 68 610 33 703 53172 259 613 [500] 78 77 652 707 20 830 953 78 54006 26 47 122 40 282 459 642 604 [600] 32 72 T70 828 [ 500] 55 206 317 52 438 1500] 505 89 798 878 993 53076 (600) 201 333 51 (3000] 533 647 917 68 - ‘ ------ 430 617 93 813 [3000 ] 88 923 620 854 924 59108 67 90 624 87 61170 309 88 412 [1000] 83 849 66 85 926 78 70 619 897 [lOOO] 64415 [500] 638 930 63 6 6356 893 641 [1000] 62 747 58 918 160038 39 80 111 292 [1000] 716 46 161017 462 70 627 62 645 741 [1000] 920 162101 16 66 444 656 60 613 61 761 [3000 ) 806 921 163377 91 731 822 (30001 72 1 64007 97 163 322 34 432 94 618 601 23 781 34 67 943 90 1 66058 )600] 214 37 653 (10001 713 40 63 809 959 [1000) [5061 166350 647 856 66 1 6 7056 ( 500) 71 426 510 (500) 79 606 25 707 [600) 96 842 [1000] 168014 45 218 397 471 519 22 823 822 [500] 944 169010 43 Tie Wahl der Mitglieder der Stadtverordneten Versammlung. Dienstag, den 18. November 1913, vormittags von 11 llbr bis nachmittags 7 Ilbr, wird die Wahl von 17 Stadtverordneten der Stadt Giesten vorgenommen. Davon sind 12 auf 9 Jahre, 2 aus 6 Jahre und 3 aus 3 Jahre zu wählen. Die Wahl findet int Stadthause — Gartenstraste 2 — statt und zwar für die Wahlberechtigten, deren Namen Nack Artikel 36 ... ---------------- .. ... Stadtverordneten dem höchstbestenerten Dntteil der 728 (3000) 60 907 73 82 89 __ „„ 600-49 [3000] 259 384 544 631 727 [1000] 91077 143 276 413 41 539 760 832 7 4 88 973 9 2 044 141 [500] 44 446 789 93102 64 278 324 747 (1000) 76 870 962 94186 238 609 25 716 35 71 [1000] 839 957 9 5 046 110001 287 95 367 438 69 676 701 849 96095 186 99 333 97187 293 632 604 988 98048 68 90 170 217 342 437 69 627 64 94 675 95 758 977 99082 86 161 76 457 1600] 748 60 [3000] 972 [500] 100108 338 60 603 711 808 12 15 55 92 963 74 10 1 003 185 305 406 614 64© 714 (600) ^19 22 99 (3000) 102184 688 796 [500] 97 16000) 925 86 103012 186 238 384 526 79 660 778 865 1O4000 9 35 62 171 238 621 701 842 69 105010 196 449 64 762 70 [3000] 950 1 06228 329 [10001 59 500 91 830 65 847 (1000) 107146 .1000 ] 240 384 (600) 559 SS ?61 1600) M 820 56 ( 5080) 108078 85 140 223 S 708 98 819 48 966 73 1O0229 488 866 7 59 817 110123 24 551 721 44 111000 111 46 246 328 69 436 617 618 82 (1000) 783 1 12011 24 434 61 86 15001 606 60 613 68 928 113013 104 206 8 [1000] 594 839 114081 96 184 204 388 511 13000) 705 838 92 ?600) 965 115026 31 206 608 20 ( 30001 763 116351 735 [500] 20015 195 238 493 765 81 882 84 21006 [1000] 35 41 293 [500] 579 88 [1000 ] 634 78 22050 65 223 33 88 358 415 [1000) 670 370 928 23050 182 253 78 [500] 91 455 672 079 860 968 24049 168 366 t-»0 25126 212 424 95 637 642 [10001 91 701 ' 20781 924 27063 161 75 240 [75 000) 407 Es ist wiederholt die Wahrnehmung gemacht worden, dast sowohl Eigentümer als auch Mieter Schmutzwasser in die Strastenrinnsteine, in die Sinkkasten der Regenkanäle oder auf die Bürgersteige gietzen, damit es in die Kanäle abläust. Nach der Polizeiverordnung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschlust an die städtische Kanalisation in der Provinzialhauvtitadt Giesten betreffend, vom ersten. August 1904, ist hnv AuSgicnen von Hans-, Wirtschafte«', Stall- und sonstigen Abwässern in die Straffenriurf steine, sowie das Einschütten von Schmuftwafter in die Regcnwassereinläuse des getrennt entwässerten Gebiets verboten nnd strafbar. _____________B / Tie zur Unterhaltung der Gebäude des Realgymnasiums erforderlichen Schreiner- nnd Weiirbinderarbciten sollen $ienßty, dcii 18. Slwcmto #. I., wrm. 10 llljr, öffentlich vergeben werden. .. Tic Unterlagen liegen nur dem stadtiicheu Hoch bau- anN zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Termin dorthin einzureichen. — Zuschlagssrist 14 Tage. Bu/n Es sind in der nächsten Zeit zu vergeben die Zimen auv: 1. der Echternach Stroh Stiftung und der Labroisse- Stistuug. Etwa 140 Ztr. Kohlen an ^tadtarme. Ver- teilungstcrmin: Erste Woche im Zanuar 1914. ' der Ludwig Theodor Felsing-stittung 1/1,43 Mk^an 10 in Giesten geborene, würdige Arme und 34,29 Mk. anfiwürdige Witwen. Beriet lungstcrmin: 7.JanuarlR4. 3. der Friedrich Biirking-Ttiftung in Gaben von 150 Mk. an bedürftige und würdige Bewohner Giestenö,Familien- häuvter oder einzelstehcnde Personen. Verteilungstermin: Weihnachten. 4. der Minna Keil Vogt-Stiftung Gaben von je 70 Mk. ■289039 111 65 218 490 879 2 1 0135 365 7 0 416 85 717 97 871 938 211133 371 604 730 937 2 1 2177 604 919 21 49 64 2 1 3027 48 [1000] 108 564 57 [1000] 692 833 [500] 62 76 950 97 214211 45 401 79 632 [600] 718 988 93 215025 [1000] 360 451 618 33 726 815 19 924 35 216001 174 553 7 2 73 80 93 679 715 48 97 910 2 1 7015 130 234 97 716 70 218141 202 68 94 362 86 434 (500] 581 006 780 884 [600] 948 219112 76 79 278 303 407 45 20074 184 212 379 463 614 762 922 63 [500] 364 426 633 853 73 22011 19 286 343 933 23328 53 616 67 652 [SOO] 789 24163 422 50 542 64 711 24 78 849 53 984 26052 132 35 48 309 48 63 420 527 88 733 (500) 933 20026 41 [600] 273 624 [3000] 71 83 826 2 7 205 322 428 606 53 600 59 706 848 85 18 856 11600) 921 201108 88 365 583 674 843 74 2 0 2374 413 47 721 937 57 2 03348 131 45 243 90 93 624 688 824 204290 [500] 787 76 83 603 68 976 20 5 011 77 80 99 233 [1000] 85 302 468 [600] 84 [1000] 607 661 737 874 80 [600] 936 206036 46 196 223 61 [500) 445 74 [3000 ] 543 63 657 877 937 41 71 20 7 011 14 191 92 309 60 418 67 710 75 810 32 89 88 847 86 20 8 010 67 265 72 611 604 58 717 801 903 10 97 29 0013 ( 600 ) 69 107 14 [600] 68 289 347 99 425 43 23 69 87 [3000] 797 811 7 0333 420 [3000] 650 69 [3006] 793 873 71051 121 32 209 396 442 610 (10001 72092 117 33 224 307 34 50 480 568 610 966 7 3013 88 107 454 702 [1000] 891 903 65 82 (500) 74026 208 314 55 83 620 73 650 760 819 75293 374 84 498 633 766 60 958 89 94 ( 500) 7 6 001 (100)0 35 208 67 390 7 7 072 190 (3000] 430 665 608 792 808 26 954 78002 [500] 306 46 49 463 90 705 70 991 79091 199 307 83 88 406 13 560 63 80 97 663 850 (1000] 80032 138 73 422 78 95 (500) 653 912 81095 331 411 [500] 77 89 82014 55 224 (500) 90 343 806 [500] 23 33 85 727 942 77 83069 374 [600] 563 78 898 84015 118 6 5 328 731 996 8 5 002 22 ( 500 ) 339 70 445 634 787 8 6279 405 26 564 91 987 8 7 011 15 34 143 211 461 418 888 916 34 88155 84 329 423 765 [10000] 976 [1060J 80036 64 183 292 426 541 [500] 59 90032 275 (600 ) 371 416 28 654 732 91167 450 <1000] 60 71 445 782 824 87 933 92049 67 98 340 [500] 88 97 564 ( 3000) 676 863 0 3079 [3000] 260 66 321 82 677 04213 43 313 93 533 77 625 708 850 53 63 930 48 0 5 323 [1000] 733 64 86 800 948 9 6027 46 62 (1000) 76 120 33 226 378 412 44 636 61 637 746 73 666 900 9 7 032 64 178 309 36 524 830 -60 [500] 08068 80 567 706 15 62 847 82 906 7 85 ' 8013 264 421 [600] 28 679 98 655 786 819 M 905 100151 534 644 734 972 [600] 101033 47 158 320 87 627 42 801 975 1 02066 104 38 [600] 490 603 47 91 792 1 03164 233 7 6 86 13000 ] 431 69 650 317 33 641 74 616 [1000] 99 903 17O970 96 362 63 467 515 33 (1000) 670 745 [600 ) 47 [1000] 98 833 49 63 ( 5001 17 1 081 197 271 460 [506] 640 [600] 656 884 947 1 72140 233 [1000] 65 456 76 851 918 18000) 173163 253 300 472 726 69 1506] 906 71 76 33111 ------ --------- 34082 [ 500] 161 280 392 [3000J 630 57 913 35006 153 [3000] 377 512 32 43 [1000] 600 736 36059 104 66 [ 500 ] 338 411 611 790 NN drei in Giesten wohnhafte, würdige und bedürftige Handwerksmeister oder Witwen von Handwerkern, evangelischer Konsessiou. Nur selbständige Handwerker oder Witwen von solchen können berücksichtigt werden. Verteilungstermin: Weihnachten. Bn/n Meldungen ans Armenamt, Asterweg 9, bis 30. No- vember 1913._____________________________________________ In den Wagen der städtischen Stratzenbahn wurden in der Zeit vom 1. September bis 31. Oktober d. I. nachfolgende Gegenstände gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Paar Damenhandschuhe, 3 Damenschirme, 2 Kopftücher, 1 Autoschleier, 2 Herrenschirme, 1 Svazierstock, 1 Stahlftock, 1 Paar Glacehandschuhe, 1 Kinderschirm, 1 Taschenmesser» 1 Pantoffel, 1 Karton Briefpapier und verschiedene Briefmarken. . Die obigen Sachen können auf dem Bureau der Elektrizitätswerke und Strastenbahn, Lahnstratze 28,. in Empfang genommen werden. Bu/u [3000] 702 891 936 55 81 ------ ----- — — [500] 67 660 787 810 968 133085 175 274 389 465 692 635 81 93 747 860 999 175031 49 66 110 224 344 548 171243 308 401 15 [000] 35 7 68 862 1 7 7 047 607 58 705 36 945 (10001 178171 382 748 826 497 911 81 130165 [1000] 99 617 85730 [500] 822 922 »J 1 *11!। ui -> 150 272 620 89 781 978 1 321'6 f>4« 74 710 76 ! I >>00 »05 133013 24 139 223 (500 ) 471 517 '9 1344'1 640 8'"i "’2 1352'3 [600] 40 306 H0001 28 48 526 771 832 961 76 [500] 136015 38 09 169 225 335 [1000] 89 482 670 777 940 (30001 59 72 901 137326 1500] 56 83 738 [600] 52 826 907 130039 160 307 99 407 605 82 13000] 844 [500] 980 i30007, (500) 100 206 20 29 676 1600]I 712 80 869 71 140061 114 89 344 563 69 667 787 986 [1000] ru, Ti 73 13 421 34 60 • 28 1<«!1 > ' -*> ■ Ml; 330 405 636 616 920 57 [1000] 76 89 382 13000) 435 623 74 729 910 46 71 1^°’ l*4”^ 112 281 478 85 500 10 31 69 6«7 41 LUUS 91 203 IW 864541748°l50^5 }FZS M 8« 148039 187 83 217 43 52 88 90 304 803 49 87 989 140177 221 334 [500] 423 565 88 676 751 831 65 [t>00] 99 150069 302 460 589 99 650 7 0 7 26> 908 15 1 048 145 536 688 794 ?17 26 9511500) 152073 [500] 79 315 427 34 [500) 52 613 46 600 64 760 246 3^1 44?56 577 [5000) 792 820 106045 101 [1000] M [6001 235 308 28 459 638 67 961 156012 68 74 MW 730 853 96 979 88 1 57163 316 21 61 70 4W1 AR Bl 720 52 84 [600] 838 158121 224 385 450 [500] 835 (1000 ) 900 13 1 50036 119 46 [1000] 14001 559 84 690 7 37846 978 160036 162 97 349 89 471 94 539 048 707 896 161043 46 406 671 707 25 [600] 90 lS00] 900 47 67 971 162083 280 446 51 631 669 735 844 163-46 322 410 20 98 617 791 980 164136 298 438 (600) 508 ™ to5 68 16 5053 176 236 69 429 67 1 654 726 17 44 90 818 902 28 166040 [600) 53 82 206 324 69 465 706 48 [600] 91 860 960 98 [500] 167 052 124 779 809 6 1 970 [1000] 72 1 68 200 22 360 61 71 557 712 838 71 938 63 1 60 011 39 151 222 89 735 977 79 Auf JedP m-oeeae Sommer sind ewel gl eh* höbe 6e- wtnae gefollee, end »war Je etaer o«f di« Vo,« gleicher Sommer In den beiden Abtellenren I end II Ang Je4e gezogene »oniner eied zwei gfeteh hohe Gewinn» eretnllen, irnd zwar Je einer aof die Ix>ne gleicher .Wnznmer In den bohlen Abfefleegon I end II Vermietungen 6 Zimmer <€rfe Schillerstr. 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