165. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 84 Erscheint iSglich mit Ausnahme des Sonntags. (rb) Darmstadt, 10. 9(pri[. Fi nanHaus- .Kühler, Osann und Oien, betr. die Nieder-Moda u c. r GenossenschaftsLank und der Gründung der neuen Zentral- betr. txi§ Einkommen- und V enn öge n s steuerges etz, wurde Tie Megierung's- heften zcn Bewegung nicht beabsichtigt. Sowohl von volksvarteilicher wie nationallibcraler Seite totrb ’ gegenüber der Sozialdemokratie die hohe Bedeutung einer all- Antrag Leun, betr. die Einführung von Jag derlanb- ni starten, der in Verbindung mit einer diesbezüglichen die Oberrechnungskannner hat darin mehrere Beanstan-' düngen gemacht, besonders' die, daß aus Anlaß der Landesausstellung 1908 die Kosten für verschiedene bauliche Em-- rid; hingen, z. B. für den Lichthof der Bad-Nau- Heimer Bade-Anlagen, nicht nach den früheren Bestimmungen dem betr. Unternehmer zugeteilt, sondern auf die Staatskasse übernommen wurden. Der Ausschuß, hat den Beanstandungen der Oberrechnungskannner zugestimmt. Ter Antrag Tr. Osann und Gen., betr. den Domänen- schuß der Zweiten Kammer trat heute vormittag unter Vorsitz des Abg. Tr. Osann zu mehrtägigen Bern- hingen zusammen, um die rroch rückständigen Beratungsgegenstände zu erledigen. Die Vorstellung in Betreff des Liebig-Laboratoriums in Gießen soll zunächst noch eine Besprechung mit der Regierung erfahren. Ter der die der erledigt erklärt werden, da in dieser die Ausstellung von Jaaderlaubnisscheinen nicht gestattet ist. Der Antrag Ans Hessen. Aas dem Finanzausschuß der Zweiten Kammer. Die „Hirhener Zamiliendlätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 8eir- fragen" erschemen monatlich zweimal. Von volksvarteilicker Seite wird in Bezugnahme aut einen Fall in Sachsen die Verwendung von Militär zu Belastungsproben als ganz ^ungehörig und gefährlich bezeichnet. Ter sächsische Militärbevollmächtigtc glaubt, daß in dem angeführten Falle in vorsichtiger Weise verfahren worden sei und jedenfalls in der guten Absicht, ein Unglütt zu verhüten. Jedoch werden von verschiedenen Seiten grundsätzliche Bedenken gegen die Verwendung von Menschen zu Belastungsproben erhoben. Ein sozialdemokratisches Mitglied erhebt Beschwerde gegen die Verwendung von militärischen Mitteln für Jungbeutscb- l a n d und die ganze nationale Jugendpflege. Das gibt dem G c n e r a l m a j o r W a n d e l Anlaß zu einer Darstellung der Beziehungen der Heeresverwaltung zur nationalen Jugendpflege. Irgendwelche Etatmitrel stehen nicht zur Verfügung und werden daher auch nicht verwendet. Wie in allen anderen Ländern, so hält allerdings die Verwaltung die Förderung der nationalen Jugendbewegung, der körperlichen und sittlichen Ausbildung der Jugend für notwendig und sie werde daher mit den ihr zu Gebote stehenden Mitteln sich dafür einsctzen. Tie Militärpersonen, die sich beteiligen, tun das auf Grund freiwilliger Meldung, niemand werde gezwungen und in seinen dienstlichen Pflichten geschädigt. Die Ausmärsche erfolgen an dienstfreien Tagen. Man könne es nur mit Dank begrüßen, wenn sich geeignete Leute freiwillig d,rzu bereitfinden. Richtig sei es, daß militärische Gebäude, soweit Platz vorhanden, den-Wandergruppen zur Verfügung gestellt werden, jedoch ohne Aufwendung von Geldmitteln. Militärischer Drill sei bei d er g a n - Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaklion:S^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Aus den ReichstagsausschMn. :: Berlin, 10. April. Der Militärvoranschlag im Bndqetansschuß. d r ä n g e n v o n p a r t e i P o l i t i s ch c. n D in g e n z u v e r m e i - den. Demgegenüber hält die Sozialdemokratie eine Politisierung der Jugendbewegung für unzweifelhaft. Von Zentrumsscite wird eine Unterstützung der Schützende reine mitmilitärischen Mitteln angeregt. Es würden dadurch dem Reiche später erhebliche Summen erspart. Der Kriegminister steht zwar dieser Sache sympathisch gegenüber, äußert aber doch mancherlei Bedenken: insbesondere würde die ganze Wasfcnindustrie Opposition üben: die schweren Militärgewehre würden sich auch für die Jugend nicht eignen. Von der Sozialdemokratie wird vor einer Unterstützung der Schützenvcreine durch staatliche Mittel gewarnt. Der Kriegsminister verteidigt wiederlwlt die Auffassung der Armee, daß es auch ihre Aufgabe sei, den Patriotismus in das Volk hinein- zutragen. Parteipolitik liege dabei vollständig fern. Auch werde kein militärischer Drill in die Jugendbewegung hineingetragen, und wenn da unb dort ein Parademarsch ausgcführt werde, so entspreche das höchstens den Wünschen der beteiligten Leute selbst, wie ihm das in feinem aktiven Dienst bei Reservisten vorgekommen sei. Von nationalliberaler Seite wird nach dem Stande der M i l i t ä r st r a f r e ch t s r e f o r m gefragt und der Wunsch geäußert, daß die Kriegsgerichtsoffizicre eine besondere Vorbildung erhalten. Der Regierungsvertreter gibt zu, daß die Neugestaltung des Zivilstrafrechts auch eine Neugestaltung des Militärstrafrechts nach sich ziehen müsse. Es nehme deshalb auch ein Vertreter des Kriegsministeriums an den Beratungen des Strafrechtsausschusses teil. Eine besondere Ausbildung der Kriegsgc- richtsofsizierc sei schwer: es müßte das auf den Kriegsschulen geschehen: die Offiziere würden aber das wenige, was sie lernen könnten, im Laufe ihrer Dienstzeit rasch wieder verlernen. Ter Ausschuß ging dann über zur Beratung der einzelnen Positionen des Voranschlags. Eine lange Erörterung setzte ein bei dem Kapitel, in dem 649 000 Mark für Gouverneure, Kommandanten und Platzmajore gefordert werden. Die Volkspartei beantragt, den Gouverneur in Ulm zu streichen, sowie die Kommandanten in Altona, D a r in sta d t, Glatz, Glogau, Karlsruhe und Stuttgart. Von den Regie rungs Vertretern werden die lebhaftesten Bedenken gegen diese Streichung geäußert und zahlreiche Angaben über diese Kommandanturen, insbesondere die in Dresden und ' Stuttgart gemacht. Zur Streichung der Kommandeure in D a r m- stadt und Karlsruhe werden staatsrechtliche Bedenken an- ; geführt, unter Hinweis auf die Militärkonventionen mit Hessen und Baden und die Bündnisverträge. Man dürfe diese Dinge nicht leicht nehmen. Aus dem Ausschuß wird jedoch die staatsrechtliche Festlegung der beiden Kommandeure bestritten. Von nationalliberaler Seite wird betont, daß diese Milrtärkonventionen keineswegs die Festlegung der einzelnen militärischen Stellen enthalten können. Wenn bei solchen Abstrichen soviel mck staatsrechtlichen Bedenken operiert werde, so heiße das mit Kanonen nach Spatzen schießen. Auch Vertreter des Zentrums und der Volkspartei bestreiten die verfassungsrechtliche Festlegung. Im einzelnen könne man ja im Zweifel sein, welche Kommandanturen gestrichen werden müssen. Das Zentrum will seine Entscheidung bezüglich der Kommandanturen im Osten sich Vorbehalten bis zur Erledigung der Wehrvorlage, die große Veränderungen im Osten nach fick ziehe. Nachdem wiederholt die Bevollmächtigten der süddeutschen Staaten schwere Bedenken gegen die Streichung der Kommandanturen geäußert hatten, wird in Aussicht genommen, die Entscheidung mit Rücksicht auf die staatsrechtliche Seite der Sache zu vertagen. Morgen Fortsetzung. Aeitag, 11. April 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Aquisitonsfonds, wurde vorläufig zurückqestettck. Mo Vorstellung des .Hausbesitzervereins in Mainz, betr. die steuerliche Ueberlastung, wurde unter Anerkennung ver schwierigen Lage des Grundbesitzes für erledigt erklärt. Bezüglich der Vorstellung Schneider-Gießen in Betreff eines St ew p e l e rlaff e s schloß sich der Ausschuß der von der.Regierung hierzu geäußerten Auffassung an und beschloß, der Vorstellung keine Folge zu geben. Tie Vorstellung der Unterbeamten, betr. die Gehckltsverhültnisse der Gerichts- und Kr ei samt-Hi en er, beschloß der Ausschuß zu 'befürworten. Tie Vorstellung unverheirateter Staatsbeamter, die Vorstellung Bad-Naicheims und die Anträge der Abgg. Grünewald, betr. W o hn u n g s g e l d für Gießen, die Anträge der Abg. Reh, betr. Alsfeld, Abg. Tamm, betr. Friedberg, und Äbg. Stöpler, betr. Lauterbach, beschloß der Ausschuß, für die Beratung "der Besoldungsordnung, zurückzustellen. Bezüglich der Vorstellung der Radfahrer-Union, betr. Tarif *60 des' Urkundenstempels und bezüglich der Vorstellung der Bürgermeister, betr. Anfhebung der Steuerfreiheit für Fahrräder, sowie der Vorstellung des Hessischen Radfahreroundes betr. Fahurad- fl euer beschloß der Ausschuß, mit Rücksicht auf die finanzielle Lage weitere Steuerbefreiungen nicht eintreten zu lassen und die Vorstellungen äbzulehnen. Weiter soll der Vorstellung der Einwohner von Richen wegen der Hagelschäden vom 7. Juni 1912 keine Folge gegeben werden. Die Regierungsvorlage, die Forstnutzungen betr., soll zunächst einer Besprechung mit der Regierung unterzogen werden. Der Regierungsvorlage, betr. den Verkauf von Gelände bei Rüsselsheim wurde zugestimnrt, desgleichen dem Verkauf von Gelände bei Nierstein. Der Antrag des 2lbg. Molthan betr. Ersatz der Kommunalsteuer für die Angestellten der preußisch-heffischen Eisenbahngemeinschaft wurde vom Ausschuß angenommen. geben zu können: Tic neueste Verwend mig größerer Mdnsclr-r Lände renn erfolgt im' Interesse der Bekämpfung der Fleifchleucrung zu Zwecken der Errichtung von Schweinemaststationen. . In Befolgung des Grundsatzes, ba& die Gememdcn in die Fäden der allgemeinen Wirtschaftspolitik dann cingmfen tollem wenn das freie Spiel der Kräfte versagt, btc Hilfe des Staates unzuläugliä' ist und schwerwiegende Fragen de- Mlgeni.einwvhls in wirtschaftlicher, sozialer und hygienischer Hinncht mir dem ejncl f+tfjeu hat die Stadt 111 nr in Verbindung nut ihrer Nachbarstadt einen Teil der städtischen Fleischversorgung selbst übernommen. Sic hat mit einer unter Leitimg des Regierungsrats Mich in Ncri-lllm fteTreuhcn Genossenschaft in Weißenhorn, die jetzt schon int eigenen Betrieb jährlich über 1000 Ferkel erzeugt und an die Landwirte der Umgebung ab gesetzt hat, sich ins Benehmen gepetzt. Diese GenossemckAfc hat ihren Betrieb so erweitert, datz sic bisher etwa 1000, vom 1. Januar 1913 aber 2500—3""" v'ir spn Dadarf der Städte Ulm und Neu-Ulm bereitstcllen kann: . richtet in der Nähe auf einem von diesen unentgeltlich bereit gestellten Grundstück eine Mastanstalt, in der die Schweine bis ztmr Gewicht von 110 .Mogramm gemästet werden. Tw Gebäulichkeiten bestehen aus 3—5 ganz einfachen, räumlich weit aus- einauberliegcnben Bretterschuppen mit einer Futterzentrale. -tic Kosten des Baues toerben von ber Genossenschaft getragen, aber von den Städten verzinst. Ebenso trägt die Genossenschaft die ganzen Kosten und das Risiko des Betriebes. , , Tic Kosten für die Fütterung (Fultergerste, Fleisch- irnb ö'iW mehl' verpflichten sich die Städte durch Anweisung eines lautenden Kredits unverzinslich vorziischiescn. Tie Deckung des Vorschuges erfolgt nach und nach durch! Abnahme der Schweine zu dem uu voraus bestimmten Preise. Sicherheit wird den Städten durch Einräumung eines Pfandrechts an den Schweinen und an den Versicherungspolicen gegeben. Jedes in dec 2lüstalt eingestellte Schwein wird zu durchschnittlich. 60 Mk. versichert. Tic fertcg- gemästeten Schweine werden Hon den Städten ber Genosicnf chatt abgekaust irnb zwar für die nächsten fünf Jalwc zu deM Eiirkauis preü' von 63 Wik. für den Zentner Schlachtgewicht Sder 50 Mk. für den Zentner Lebendgewicht. Die Städte geben die Schweine zum Selbstkostenpreis an jene Megtzer ab, die sich verpflichten, das Fleisch zu dem von der Stative rmaltnng festgesetzten Preis' zurzeit ‘87 Psg und vom 1. Januar 1913 78 Pfg. pro Psund int Laden M verkaufen. Tie Läden müssen durch eine Auf schickst mit'der Preisangabe kenntlich gemacht fein. Ter Preis stellt sich! also wesentlich untrer dem in der letzten Zeit verlangten Durchschnittspreisen <"8 Pfg. bis 1 Mk.). 'Die Qualität des Fleisches ist sehr gut. CKircbc unfc Schule. Die Erkrankung des Papstes. Der „Osservatore Romano" schreibt am Donnerstag abend: Gegenüber den Berichten verschiedener Blätter können wir festsbellen, daß der Papst seit Mittwoch morgen bis jetz-t keine Fiebertemperatur gehabt hat und daß fein Zustand anhaltend befriedigend ist. Immerhin bedarf er besonderer Schonung, die bei Jnftnenzafäklen gewöhnlich nötig ist. Das „Giornale d'Italia" schreibt: Wir können auf das Bestimmteste erklären, daß der Zustand des Papstes nicht besorgniserregend ist. Tie Krankheit ist ein sehr leichter InfIneanzarückfall in Form eines Bron- chialtatarrhs niit leichtem Husten und geringem Schleimauswurf. Das Fieber hat niemals 38 Grad überschritten. Herz und Nieren arbeiten vorzüglich. Es wurde keine Spur von 'Eiweiß gefunden wie beim ersten Jnfluenzaanfall. Wenn nichts Unerwartetes eintritt, wird der Papst i n z w e i Tagen vollständig wiederhergestellt sein. polstrfche Scrgestzck^n. „Gemeindegrundeigeutum und Fleischteuerung. Der Oberbürgermeister von Ulm H c i n ri ch von Wagner veröffentlicht in den bekannten wissenschaftlichen Vierteljahrsheften des Bundes deutscher Bodenresor- mer, dem „Jahrbuch der Bodenreform", eine Reihe von Aufsätzen: „Die Bodenreform in der Praxis d e r G em ei itbc". In dem demnächst erscheinenden 2. Heft dieses Jahres (Verlag Gustav Fischer, Jena) berichtet er auch von den Maßnahmen, die weitblickende GemciudeVer- waltnngen zur Bekämpfung der Fleischnot durchführen können, ohne zu auswärtigem Fleisch Zuflucht nehmen zu müssen.* Wir sind in der Lage, schon jetzt einen Auszug onnn für hr't1 gemeinen Förderung der Ausbildung ber bcutschen Jugend her- Ih'ff-'H frrmf 1'ic er / vorgehobcu. Es sei darum auch zu begrüßen, wenn die Milckär- bereit-! Verwaltung ohne Schädigung,ihrer eigenen Aufgaben ihre Htsts- mtttcl, Ercrzcerplatze und Kaiernen zur fBeriunintg stelle. Exzepe wären allerdings zu bedauern und insbesondere sei das Hinein- Eine Reihe von Beschwerden und Wünschen fallt in bcnUaeiT. Sitzung des Budgetausschusses zur Erörterung, auf ber Kriegsmiuister und seine Vertreter sich äußerten. Von Sozialdemokratie wirb beanstaubet, baß in Kursen für R e- s c r d e u n t e r o f f i 5 i c r e auch nichtmilitärische Gegenstände behandel werden, ossenbar in politischer Absicht. Die Militärverwaltung bestteitet das: die Kurse seien durchaus sterwülig itnb c§ handle sich um rein militärische Gegenstände. In ihren wei- teren Beschwerden beanstanden die Sozialdemokraten u. a. ein Eingreifen ' militärischer Behörden in die Wirts ch aftlich e n Kämpfe zwischen Unternehmern imt) Ilrberteru. In Stolp seien den Spediteuren während eines A u s st a u d c s u ! saren zur Verfügung gestellt worden. Tie Militärverwaltung teilt die allgemeinen Bestiminungen über die Verwendung von Militär zu mchtmilitärischeu Zwecken mit, die Beschränkungen aus- erlegciT, erstens bei Gefahr für Leben und Eigentum, zweitens vnf erhebliche Störungen des össentlichen Verkehrs. Im Stolper- Fall scheint allerdings dem Kriegsministerillm em E r n g r e r sc n bes Militärs nicht notwendig gewesen zu sein: da ber Ausstanb aber inzlvischcn aufgehort l>abe, sei em Ein greisen des Kriegsmimsteriums hmsäNrg geworben. Weiter werben Bcschwci'befälle angeführt gegenüber der württembcrgischen Militärverwaltung wegen ber Versagung der Mitwirkung einer Musikkapelle bei einer Theater auHüItruhg in einer Separatvorstellung, die von ben dortigen Gewerkschaften veranstaltet wurde. Der Vertreter des tourttem bergischen Kriegsministeriums hält diese Vertagung für berechtig, unb wird barin von einem Mitglieb des Zentrums untersttr-lß währenb ein Mitglied der Volkspartei die Versagung dieser Mu Wirkung für kleinlich erklärt. Ein Sozialdemokrat fuhrt weiter als Beispiel für den „Terrorismus de r M r l i t ar bei waltung" den Fall eines Molkereibesitzers Arnold in Potsdam au, der der Sozialdemokratie für Versammlungen seinen Garten zur Verfügung gestellt habe und deshalb von den militärischen Behörden geschäftlich ruiniert wor ben sei Der Kricgsmimster sagt spätere Biitteilungen über diesen Fall zu, ivenn ihm das Material zugegangcn sei. Bon sozialdemokratischer 'Seite wird eme Beseitigung der bunten Uniform gefordert und die Ausrüstung der Mannschaftcii mit ber felbgrauen Uniform. Der^Kriegsminister tritt tiefen Ausführungen entgegen, btc zuni Deck eine Uebertreibung enthalten. Einen gewissen Stolz auf feinen Jwcf müsse ber Soldat doch haben. Ueberflüssiger Tand werde auch von ber Militärverwaltung nicht gewünscht. Die Verlvcndiing ber feldgrauen Uniform sei gar nicht niöglich, weck biy setzt die er gewußt, baß Verluste eiugetreten waren. Glauben Sic denn, baß da auch nur ein Mitglied eingetreten wäre? Au- gekl.: Es sind Leute an uns hcraiigctrctcn, bie lausende Kredite wollten. Da wurde ihnen dann bedeutet, daß nur au Mitglieder Kredite gewährt werben könnten. Vors.: Konnten benit bei ber Lage ber Kasse überhaupt noch Krebite bewilligt werben? Hierauf kann ber Angeklagte keine bestimmte Antwort geben. Er behauptet, baß keiner hätte ahnen können, daß die Kasse vor dem Ruin stünde. Der Vorsitzende hält ihm nun vor, baß er boch selbst einmal geschrieben hätte, wenn es so weiter ginge, ftünbe die Bank vor dem 9hiin. Sachv. Reg.-Rat Bastian: Welche Schritte hat der Angeklagte getan, um die Bücher in Ordnung zu bringen, die ihm Nusllärung über die Wechselschuld der Kasse bringen sollten? Angell.: Die Wechsel waren nicht eingetragen. Sic wurden ein-- gelöst und das Koitto Adam dasür belastet. In ber Wechsel- geschichtc waren wir uns alle nicht llar. Der Angeklagte vermag aber timtber keine Auskunft zu geben, welche Schritte zur Kckar- üellung getan würben. Sachv. Reg.-Rat Basttan: Ist bas Vertrauen, was Niebcr-Mobau dem Kommerzienrat Ihrig geschenkt hatte, gerechtfertigt worben ober nicht? Angekl.: Dies Verlraueu hat niemals eine Erschütterung erlitten. Damit ist die Vernehmung Becks beenbet Kommerzienrat Ihrig: Ich bin von 1883—1899 in den ^teuften des Vcrbanbcs tätig gewesen. 1899 wurde ich Direktor der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank. Mir lag die Lci- tung ob. Mit ber Verwaltung des Depots habe ich nichts zu tun gehabt. Heber Niedcr-Modau war mir schon als Geschäftsführer des Verbandes bekannt, daß dort feine guten Zustände herrschten. Die Rechmmgsführung des Adam war mangelhaft gewesen. Die Genossenschaft soll auf einen bestimmten Bezirk beschränkt sein. Es sollten auch nur Geschäfte mit ben einzelnen Mitgliedern gemacht werden. In Nieder-Mobau ist man aber weit darüber NÜn volksvarteilicher Seite wird die V c r w e n d n n g v o u . .. r kür kinematographischc Aufnahmen unter Spa r- U nd Darl ehn skas 1 e sott morgen zugleich mit B-'uanabme auf den D a n z i g er Fall, andemderKron bett jüngsten Vorkommnissen bei der Landwrrtschaftlichen p"inz beteiligt fei, beanstandet. Der Kriegsmiuister er n.-s. klärt jedoch, bar, es in Danzig geradezu umgekehrt liege, nämlich, tlulL ,UUvu.„ vu» « u.. . - i kaffe vom Finanzmisschuß mit ber Regierung einer näheren daß das Militär in höchstem Maße durch bas Ueberhanbneimien I ^^ ^ ^ng unterziogen werden. Der Antrag Ulrich u. Gen., von linematosraEchen AttsnalMen bÄastmt werd-, und auch m . . . . -- - dem berührten Fall sei bie 'Aufnahme ohne Wissen bc^-> Regimentv Ausschuß rür erledigt erklärt. ' wonach bii Ur »« die RachimchmLcn für das M-tssahr 1Ä)7 kinmiawgraphlsch-n Ausnahmen nicht Münjcho nnb billige. und 1908 gatot M cmgehender Erörterung Veranlasiung-; hknmlsgegangen. Bevor der Verband bestand, existierte schon der Spar und ShrbitDcrein. Er hatte ausgedehnte Geschäfte, tueit über die Grenzen des Landes hinaus. Unsere Ausgabe n>nr es nun, in jedem Orte, ttx> es möglich war, eine Genossenschaft zu errichten. Der Aieder-Modaucr Kasse wurde mehrmals bedeut, t, das; sie Geschäfte, die nicht zu ihren Befugnissen gehörten, abstoße. Durch unsere Gründungen ist der Sparverein etwas zurückgegangen. Tie Genossenschaft hat sich nicht befriedigt mit dem Personalkredit ihrer Mitglieder, sondern ist weit über ihren Rahmen hinaus- gegangen. Der Sparverein bat die ganze Provinz Starkenburg als Bereinsbezirk in Anspruch genommen. 1905 war uns bekannt geworden, dass der Sparverein sicher Gelder aus Wechsel bei anderer Instituten beschafft hatte. Es wurde mehrfach angcsragt, ivio es mit den im Umlauf befindlichen Wechseln stünde. Tie Hessische Bank bat, ivic wir hörten, aus Grund von Sicherheiten von Rieder-Modau Wechsel diskontiert. Tamals erschien eine Notiz in einem Mainzer Blatte, wonach in Nieder-Modau ein Verlust von 90 000 Mark eingetreten sei. Wir haben uns sosort erkundigt und erhielten tn*n Bescheid, daß keine Veruntreuungen vorgekom- incn seien. Es handele sich lediglich um einen gewährten Kredit in dieser .Höhe. Die 4ldamschen Wechsel mürben dann gegen Sicher- Hf von der' Genossenschaft einge.löft. Ein Beischer sragt den i'lngeklagten, wie denn Nieder-Modau Dazu käme, für Adam Sicher- Leit zu gewähren. Vcws.: Sind die Sicherheiten Adams geprüft worden? Ange kl.: Nein. Ich habe mich darauf verlassen, dass die Hessische Bank diese Prüfung besorgt hatte. Wir haben die Wechsel eingelöst, um hinter die Geschäfte zu kommen. Bors.: Wußten Sic den Grund des Geschäftsverkehrs zwischen Pallmann und Nieder-Modau? Haben Sic sich danach erkundigt? Angckl.: Wir haben die Ausschlicßtichteitserklärung verlangt. Weil wir kein Geld gegeben haben, ist er auf Abwege gekommen. Bors.: Haben Sic nicht gefragt, was besteht eigentlich für ein Grund, für Pallmann und Isaak so fyobe Wechsel auszustellen? Angekl.: Das haben wir gefragt, und es ist uns auch das Versprechen gegeben worden, das; das nicht mehr Vorkommen sollte. Ter Verband hat auch Nachforschungen nach den Wechselverbindlichkeiten gehalten und gesunden, daß davon nichts in den Büchern stehe. Ter Verein wurde nun vor die Alternative gestellt: entweder entlaßt ihr eure Vorstandsmitglieder oder wir brechen mit euch ab. Tarauskän trat dann Adam zurück An Veruntreuungen bat aber niemand gedacht. Bors.: Ist das nicht schon eine Veruntreuung, wenn er seinen Verein durch derartig hohe Wechsel belastet? Angekl.: Das war nur ein Verstoß gegen die Ansschlicßlichkeitscrklärung. Bors.: Haben Sic sich darum gar nicht gekümmert? Angekl. : Dem Verbände gehören GOO Gc- nossenschasten an, da konnte ich mich nicht um alles kümmern. Ans Grund der Rcvisionsprotokolle, die wir uns erzwungen haben, haben wir darauf gedrungen, daß jetzt eine solche Wirtschaft aui- höre. Fälschungen sind dem Adam aber auch damals noch nicht zugetraut worden. 1908 ist die Genossenschaftsbank für Nieder - Modau cingetretcn. Wenn sic das nicht getan hätte, wäre Nieder- Modau ins Unglück gekommen. Wenn meine Sanicrungsvor- schläge damals durchgegangen wären, hätte sich das Unglück über» Haupt vermeiden lassen. Wenn ich gewußt hätte, daß es sich um gefälschte Wechsel handele, hätte ich meine Finger davon gelassen. 'Meine Nachforschungen haben weiter ergeben, daß auch Blanko- sormulare ausbegeben waren. Pallmann ist aufgesordert worden, sämtliche noch in seinem Besitz befindliche Blanketten zurückzugeben. Es sind dann auch 2 oder 3 Stück eingeliefert worden. Von Isaak und Pallmann habe ich damals eine schriftliche Erklärung emgefordert, daß sic keine Blankoformularc mehr besäßen. Angekl. Isaak: Ich habe feine Formulare besessen. Iustizrat Dr. Bender hat Mir erklärt, daß ich dann ja die Unterschrift ohne jedes Risiko leisten könnte. 9hir daraufhin habe ich nnterschrieben. AngeU. Ihrig: Ich drang nun daraus, daß Adam und Roßmann aus dem Vorstande überhaupt ausscheiden. Dies geschah auch, obwohl von vielen Seiten der Versuch gemacht wurde, die beiden zu halten. Der Angeklagte Ihrig macht nun eingehende Ausführungen über Wechsel- und Hhpotheken-Schiebungen. Eingehend nnrd auch ein Delkredersonds von 55 000 Mk. erörtert, der zu gunstcn Nieder-Modaus bestimmt sein sollte. Tie Anklage erblickt hierin eine Entschädigung für Nieder-Modau, deren Ursache sie sest- stcllen will. Ihrig kommt dann auf die Vorgeschichte der gestern behandelten Erklärung zu sprechen. Diese Erklärung, die die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglicder verpflichtet, für den Ausfall von 275 000 Mk., der 1908 festgestellt wurde, aufzukommen, bezeichnet der Angeklagte als eine durckmus vollwertige Forderung. 'Denn diejenigen, die unterschrieben hätten, besäßen laut Auskunft der Finanzämter zusammen ein Vermögen von weit Der 1 Million Mark. Von einer Formsache könne leine Rede sein. Ter Verein war baber auch berechtigt, die Bilanz dementtprechend abzuschließen und auch eine Dividende zu zahlen. Es wird vom Gericht bemerkt, daß cs cttoas neues sei, wenn die Finanzämter Auskunft über das Vermögen geben. Ter Angeklagte betont, daß die Auskunft nur gelautet habe, daß alle diejenigen, deren Namen unter der Urkunde stünden, zusammen ein so hohes Vermögen besäßen. Heber die einzelne Person dagegen wurde eine Auskunft nicht gegeben. Es folgt nun eine Auseinandersetzung, ob es angängig sei, diese Urkunde als ein vollwertiges Aktivum in die Bilanz ein- zustellen. Tie Sachverständigen Reg.-Rat Bastian und Jensen Frankfurt o. M. erkennen die Vollwerligteit an. Ein Beisitzer fragt den Angeklagten, ob er nun der Ansicht war, daß die Kasse vollständig lebensfähig war. Kommerzienrat Ihrig bejaht diese Frage ans das bestimmteste. Hier wird die Sitzung um 3 42 Uhr abgebrochen und bis morgen vormittag 81 ■> Uhr ausgesetzt. Der 5jallmannprozch. Berlin, 10. April. Nach zehntägiger Verhandlung ist vor der ersten Strafkammer des Landgerichts der große Spieler-Prozeß zu Ende gegangen. Nachdem gestern die Plädoyers beendet lvorden waren, wurden l?euie sofort nach Eröffnung der Sitzung die Angeklagten zum letzten Wort vcrstattel. Mle drei bitten um ihre Freisprechung. Nach ehua vierstündiger Beratung verkündete der Gerichtshof folgendes Urteil: Es wörden verurteilt der Angeklagte Stallmann wegen Betruges zu einem Jahr Gefängnis und drei Jahren Ehrepverlust: neun Monate der erlittenen Untersuchungshaft kom men in. Anrechnung. — Der Angeklagte Kramer wurde wegen versuchter Erpressung zu d r e i I a h r c n G e f ä n gnis unb fünf Jahren Elwverlust verurteilt: drei Monate gelren durch die Untersuchungshaft als -verbüßt. — Ter Angellagte N i e m e 1 a wird freigesprochen. - In der sehr ausführlichen Begründung wird int wesentlichen daraus verwiesen, daß cs das Gericht für feststehend mach.ct, daß gegen Niemela falsch gespielt wordcn ist. Für Falsck spiel spricht die Wahl des Spieles rouge et noir und auch das Ierreißm der Karten, sowie die Aeußerung iktiemelas gegenüber Bergell, daß er, Niemela, die Ueberzengung habe, daß falsch gespielt worden sei. Tas- Stallmann bei dem Spiel verloren hat, schließt das Falschspiel nicht ans. Niemela ist der Mittäterschaft des Betruges angcklagt, er lann -inbeji'en als MUttUer nid.r in Frage kommen, weil er bei dem Spiel mit Tippe nicht beteiligt war. Seine Handlungsweise könnte höchstens als vorbereitende Handlung in Betracht kommen. Tcm Angeklagten Jftramer wird versuchte Erpressung zur Last gelegr Tie Behauptung KramerS, er sei freiwillig von dem Versuch urückgerreten, verdiene keinen Glauben. Tie Slraje gegen Stallmann wurde mit Rücksickst daraus so gering gemessen, das im Vorproz-eß Bujcs auch nur ein Jahr ctlxxücn habe: neun Monate Untersuchungshast wurden abgerechnet init Rücksicht darauf,, daß. fick' Stallmann bereits seit dem 30. Marz. v. I. in Untersuchungshaft befindet. — Niemel a muß,e freigesprochen werden. — Wegen der außerordentlich verwerflichen Handlungsweise .Kramers war eine empfindliche Strafe ant Platze. —Mit Rücksicht ans die ehrlose Gesinnung, die sowohl Stallmann wie Mranter gezeigt I>abciL waren beiden auch die bürgerlichen Ehrenreck^e abzuerkennen. Ter Angeklagte Stallmann verzichtete ani das stiechtsmittel der Berufung, während Kramer erklärt, mts die Berufung nicht verzichten zu wollen. Aus Anfrage teilt der Verteidiger Stallmanns, Dr. Julius Meper I., der Nat. Ztg. folgendes mit: „Das Urteil gegen Stallmann ist mir insofern nicht überraschend gekommen, als dieselbe Straftammer in dem vorhergehenden BujeS-Prozesse bereits zu der gleichen Ansicht gekommen ist, daß beim Spiel im Fürsten- hos 'falsch gespielt worden ist. Die von dem Vorsitzenden gegebene, Begründung, daß das Gericht selbst nicht wisse, welche betrügerischen Tricks angeweitdet seien, haben mich Don der Schuld Stall-- m a n n s n i ch t ü b c r z e u g c n f ö n n c n , ba ich den Standpunkt vertrete, daß jedem Angeklagten zum mindesten nachgewiesen werden muß, in welcher Weise er die Gesetzverlctzung begangen hat. Stallmann hat aus mähten Rat auf das 'Rechtsmittel her Revision verzichtet, da er doch nur noch drei Monate zu verbüßen hat, der Revisionstermin in Leipzig aber erst später angcsekt wer- dcn iuürbe, und Stallmann, selbst wenn das Urteil aufgehoben und er später sreigesprochen werden würde, mindestens noch 6 Monate Untersuchungshaft leiden müßte. Vsrm Achtes» * Falscher Feueralarm in einem B erli ner Theater. In der .Kurftirstcu-Oper in Berlin erlitt eine Äus- sührnng der Opernschule der Kammersängerin Elella Gerster dadurch eine unliebsame Unterbrechung, daß plötzlich eine Time im zweiten Rang kurz hintereinander „Feuer!" riei. Es entstand eine teilweise Panik, lieber 100 Personen sprangen von ihren Plätzen auf und stürzten fluchtartig nach den Ausgängen. Als- balö trat ein Oberfenerwehrmann auf die Bühne und teilte mit, daß nicht das geringste passiert sei. Tie Vorstellung ging alsdann weiter. Tie Dame, welcher die Fenerrufe ausgestoßen hatte, gab bei ihrer Vernehmung an, daß sie plötzlich von Angftzu- ftänben befallen worden sei. öcm&e! und Verkehr, voLkswirtßchaff-, --- Die Hehligenstacdt u. C o. - A k t i e n g e se l l- schäft in Gießen zahlt für das Geschäftsjahr 1912 eine Dividende von 10 Proz. «gegen 8 Proz. i. B. bei reichlichen Abschreibungen. , n T ? f fc n b a cb , 9. 9lpril. Die seit mehr als 30 Jahren bestehende, tu der Industrie rühmlichst bekannte Dampfkessel- sabrik von G. Rochow, hier ist unter der Firma G. Nochow, G. m^ b. H., in eine Gesellschaft umgewandelt worden. o n f u r je in Hess en. lieber das Vermögen der »nrina Robert Streck»r, L'eberbnnbhntg in Offen bad), iuürbe nm 27. Februar das KonkiirsverMbren eröffnet, ba die Zablnugseinsiellung der Gemeinschuldnerin nachgeiviesen ist. Rechtsanwalt Tr. Rothscbttb zu Osfenbacb mürbe zum Konkurse vermalter ernannt. Konkurskorberungen sind bis zum 14. Avril bei dem Amtsgericht Offenback) nnzumelden. — lieber das Vermögen der Firma „Karl Stückrath", Inhaber Kaufmann Karl Stückrath von ließen, mürbe am 31. März das Konkursverfahren eröffnet. Kaufmann V. "JUtboff in ließen wurde zum Konkurs- verivalter ernannt. Konkurssorderunaen sind bis zum 19. April bet beut dlmlsgericht Gießen anzumelden. — lieber das Vermögen des Arthur Philips, Weinbändler in Mainz, Inhaber der Rmua .Philips & (£o/, wurde am 3. April bas Konkurs- verkalnen eröffnet. Rechtsurattikant Rehm in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 21. April bei dem Amtsgericht Mainz anzumelben. Vom Mütterchen die Frohmrtur. Einen so schönen Abend habe ich lange nicht mehr erlebt. Ich war so seelenvcrgnügt, wie in meiner ersten Studentenzeit. Alle Sorgen vergessend, hatte ich dem Frohsinn die Tür geöffnet durch 2 Stück der echten -Hola-Pastillen Piarke Tallmann lDallkolat) und heute verspüre ich weder Kopfschmerz noch schlechte Laune. Eine Schachtel Dallkolat Alk. 1.— in Apotheken und Drogenhandiungen. D29/3 Jedenfalls in der Universitäts-u.Hirsch-AvMheke. Ferner: Adlers- Drog., Eemral-, Kreuz-, Löwen- u. Germania-Drog , sowie Ernst Noll. SS9®/12 haben sich zohlreichs Fahrer gewöhnt, Wybert- Tabletten mitzunehmen. Die staubige Luft, dos rasche Almen greift die Kehle an, sie wird froh« Ken, der Kols rauh und die Stimme heiser, besonders wenn man sich noch von der Fahrt erhitzt dem Zuge ausgesetzt hak. Dann wirken ein paar sie im Munde zergehen, lindern sie die jöeifer- und schaffen einei^ freien .*öal5. Der Preis ist in allen Apotheken unb Drogerien 1 Mark pro Schachtel. Niederlagen in Gießen: Pelikan-Apotheke und Löwen-Drogerie. - Fs Ä 5. 2 =, q-j?S' er Z ro" tr" c'C's 5 er£~ r-, «o q er er 2 • ■ r' rz x => ** = ? rr. 'Xo.t- >< c s «■ «o"'—.erd' o 2 £ = § 2 9 S (SM M rf- *- o •5 =• O E ä 2 cs Ut, o • g $o S o ED üu ■% C: 2 «•> , 3 > r> -«u . S 'S' E w- S a fi H.’"’ 3 tot-2. - £ @ E g” p <3 cc ^ —* tZö S 0 » “ " K r?‘ 2. 2 ra « _j- - 8ZZ S»3 P CJ1 3 o I -t Ö «I Sft = 5-’ ■ Jx.» 3 0 . ,5 — c — rz 2 S s 5 o , Q c/ S^--> f ty re 2 o <-> C"S S —. ID O' a g£3,$C *3 "X- ' 01 er p r* s ty13 er 3 M rv's; 72=- ri:® — 2.Z S'to^ S -2- er-^Vf 250 £ 9° 2 uv" K D 5 = s-Z-'D 10 10. 11.! _ «0 «O "C s 0 —3 -1 • X- tO to Barometer aus 0° 0 1— Ci to reduziert EL ~cr. a> O' Temperatur der Lust a- r> 02 S- to Ui ö- ^Ibjolute s " p.g <0 «0 —1 to CD Feuchtigkeit 0 a* O QD CD - & <=*- SS *3 00 Wind- SS •Ä richtung SS #2 to to to Windstärke 0* _L. (Brob ■—' tu d«r Bcwöskmng 0 Ä to CD O in ,Zehntel bet flchtb. yimmelsll. Ö d-+ Crt S 0’ _o ® 0 «• SS *-0 p p 3 'S L Z rar* • V • J #*> SS to c< o 7? as 01 o o & c 8 n 2 X) AI (£/ c,icf>crecra • CD r» ro a>'* _ c'e ♦212 = Ls = O T w to o vr us “ CT O 2 O. 2 S “ -S « "" P:=S« ^c^3 2 « D s «Ä (f>. 3LZ er 2 D = n P 3 n,e(s) s 3S e * ($)=■- 2. ra ä* D " 3 NZ ="S'S-: o r- 2' I I I I lä3 •z ü' Ci tO Q § C< 8 8 P; r° 12 5 -« a » S' - 3 33 er-- 'S = 'S ,? P 3 • —I f— — r- er p D 'C r? s " E e. rv 2 n —-CO 3 S- E L"tsr- e o 2.er-- S-^5 Z 3 e 3 ti p'" 5" S'*~ C o 2 — *$v 2^2 i‘A —-Uu S'E P 2 — " 2.S: CD ro 2 TZ VX> ri « 3 - er -2, 2 •E'P o 2-e c5 -ti er p' 2 0®^ 4» O £ <•? 07 Nni. 500 W-llcn^ 19 Rni. Sch' 3400 Wellen.^ 24 9xtn- Sch 39OO Wellen, Die Ztisanimenk! ^Großen-Linden, Grohh. Burger Kergebung^w Die zur Errich v-hrerwohnungen K, gelt erforderliche \ U und M»w »cinmauerroen, n ib. 720 qm •«!« 2, Stcinhauercirbeiler 3’ Zimmerarbeit ird.< 4. Dachdeckercirbeiteil 5, Spenglerarbeiten l 6. Trägerlieferung (1 sollen auf dem Wege neben werden, rlroeit qen sind auf dem Am zum Selbstbstenpreisc sind frei und mit en zum 23.5..WM01 Unier;eich'ieten eiryi iolgt die Eröffnung de IuWgsfrist zwe Alsfeld, den 10. ' Der Großh. 3-3 taj-! Am Lamstag, 10 Nhr, versteigeri BsMiH II Hk UWk- 5 Miiai I itafl Nentlich meistbiete ^'effpunkt für Kau Winie 13 Gntle Frankfurt a. 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Lackierer, 1 Zriseur, 1 Tapezier, 1 Glaser. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 jung. Schreiner, 1 Steinmetz, 1 Schneider, 1 Spengler. 2 Sattler und Tapezierer, 2 landw. Arbeiter, 2 Dienn- mädchen. Es suchen Arbeit: ül Tapezier, 1 Bäcker, 1 Installateur, 2 Schuhmacher. 1 Gärtner, 1 Gartenarbeiter, 2 Bau und Maschine» schlosser, 1 Schreiner, Werffbindcr ».Anstreicher, Mmirer, Erdarbeiter, Taglöhner, landwirtsch. Unechte u.Arbeiter, Haus burschen, Putz-, Wasch- und Kauffrauen, Packer und Lagerarbeiter. Lehrlinge: 1 Schlosser, 1 Kellner, 1 Kaufmann, ein Mechaniker. Gast- und Lchankwrrtschattögewerbc Neuner, Aushilfskellner, Zapfer. (B'1« Spinat, fein, passiert, sandfrei Preißelbeeren . . . . . 10-Pfund-Einier Heidelbeere,» ...... Kirschen, rot u. schwarz, mit Stein Mirabellen, rheinische . . . do. feinste Metzer . . Pflaumen, süß, mit Stein . . Feine Essiggurken 2-Ltr.-Dose 4-Ltr.-Dose Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. In der Zeit vom 10. bis einschliefflich 30. Avril 1913 werden die sämtlichen städt. Straffrnkauäle gespült. Während dieser Zeit sind die Nückstauverschlüsse an Grundstücksentwasserungen verschloffen zu halten. B*\ Gießener Bauvorschriften. Die battvolizeilichen Bestimmungen der Stadt Gieffen sind neu zusammengestellt und gedruckt worden. Druckstückc sind zum Preise von 3 Mk. bei dem Sekretariat der Büraermcitterei erhältlich.iß7 ; * Springmanns Schuhwaren-Haus ü Giessen, Bahnhofstrasse 58 Aschaffenburg Fulda Wärzbarg Schweisfori •Hf & Schwarze und braune Segeltuch-Schnür-Halbschuhe 27-30 31-35 Nr. 22-24 26-26 36-42 40-47 27-30 31-35 36-42 Nr. 22-24 25-26 40-47 4.50 Damen-Halbschuhe Die grosse Mode 36—42 Mk. 1.50 und 0.05 Dansen-Lasting-Morgenschuhe 3.45 2.25 3.05 1.65 Dauerh. Damen-Wichsleder-Schnürhalbschuhe, genäht u. holzgen. 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