Die heutige Nummer umfatzt 12 Seiten.
für die Redaktion 11$, Verlag 11. (fcrpefcilion 61 Adreffe hir Tepeftben:
nommcnen und hier burrf) Moni» encfrtrn Abgeordneten foulen», thnc interessantePersSnluVttt in dem Kabinett tft au* der UnterrüfiUmimftcr i o t a n i. ein fAroermthfr Pariser Advokat, der in ferner Sünden Maienblüte für Me Revolution tm .Hcugabclsiirne der Gewalt i(tm>anntc, jetzt aber von Tnlunfl und dergleichen ni*t» mehr wissen will
im franzöftsdnm Tsfizierkorp», And so denn zu hem ursprünglich für die Marine
veutscbes lleidy.
Sine Uebereinlunft, detr Mahregeln gegen Pest. Cholera und Gelbfieber, die auf der Internationalen Sanilätskonferenz zu Pari» am l « Januar 1912 non den Bevollmächtigten von 4" Staaten, danintor Deutschlands, unterzeichnet worden war, m dem Reich- tage zur i Genehmigung vorgclcgl worden. 4. u interniiuo- nale Sanitätskonfercnz batte die Ausgabe zu prüfen, tnwie- wen die Bestimmungen der Sanitütsübereinkunn non Ickll» im .vtnbltd auf die inzwischen gemachten winenichaftlichen Fortschritte und gesaminelten pralllschen Crlabrungen Hm als abanderungs- und ergänzungsbedürftig erweisen. Tic neue Nonfercnz halte zum Abschluß einer neuen llc-bcreinruntt geführt Tie weientlichste Neuerung dieser Uederemkunst de- Hehl in der Ausnahme zahlreicher Bestimmungen über da» Gelbfieber, an denen allerdings Deutschland kein uninittel^ bares Interesse hat, da das Auftreten dieser KrankdeU m Deutschland so gur wie unbekannt ist und eine Ausbreitung, der ftrnnfbcit selbst bei Einschleppung n.chk ui ^befürchten ist. weil der llebenräger des Gelbfieber» -e,ne Stechmücke» m Deutschland nicht vorkommt. Immerhin wird da» Interesse der deutschen Schutzgebiete und der deutschen Reede- reim, die ihre Schisse Gelbsieberhäsen anlausen lassen.
Das Kabinett Voumergue-Laillaur.
Ta- nach langwierigen Bemühungen und nachdem niet)- rett andere fl'ombinationni gescheitert waren, endlich ziu» stände gekommene -a binett Toumergue wird man, obwohl der Ministerpräsident zwei Portefeuilles, nämlich außer dem Präsidium auch das bc» Aeußcren übernommen hot, füglich als das ftübinctt Toum e rflue-Gai llmir z-erchnen müssen, denn Gaülaur, der sa auch der Führer bei dem Sturze Barthou- war, ist die Seele de» jetzigen >4 -abi- nett- der Republik, über dem gleichsam als Geist über den Wassern der frühere Ministerpräsident (Hemrnceau schwebt, der „krankheitshalber" die llebernahmc eine» Portefeuille- abgelehnt hat, ober Innter den Shififfen die Träljtc ziehen wird _ . _
Wenn etwa die französisdren Offiziösen den Beriuch machen sollten, das »abinett Toumergue als ent Samm lungskabinett auSzuacben, so wird man das als eine tromme Täuschung zitrücktveiien müssen. Gerade an diesen stonzen tration-versuchen sind ja die vorangegangenen Bemühung 'n, ein Kabinett zu bilden, gescheitert, und das Ministerium Toumergue ist ein ausgesprochen radikales Ladin e t t, dessen Mitglieder der vadrkalen Partei angeboren di- aus zwei ft-on-essionsschnlzcn, nämlich den Handels- Minister David und den stolonialminister Lebrun, btf brr demokratisch sozialen Eintrachtsgruppe, der sogenannten Cutente dSmokrattque et sociale, angehören, die wahrend de- Kampfes um die drettährrge Dienstzeit zur Unterstützung de- Kabinett- Barthou bepninhct worden war
Toumergue selbst ist ein ausgeprägter Radikaler, der allerdings als Mitglied bei .Kabinette Combe», Ele- mrnrenii und Briand stets bemüht gewesen ist. Zwischen den Radikalen und den anderen republilanischeu Gruppen möglichst enge Beziehungen herzustellen, und dem auch jetzt nod» eine starke stkeigung zum Lager der gemäßigten Linken nach gesagt wird «bei Toumergue steht unter dein Kommando de- Dillanzministers Caillaur und Clemenceaus, d.e beide dem linken Flügel der radikalen Partei angeboren, und die bei dem Sniez Bartlwus gezeigt haben, hast fic icgliches Uebereinkommen nut der Rechten verabscheuen. Tara in ve- da Toumergue Absage au, Absage bekam und deshalb zum Schlu.st gezwungen war, das in den jetzigen kritischen .zelten doppelt schwierige Amt deS Auswärtigen noch alS Anhängsel
mit zu übernehmen. .
Rebenbe, bemerkt dürste der Einfluß Caillaur hierdurch noch verstärlt werden, da der Ministerpräsident einmal durch die auswärtige Politik von der Betätigung in der inneren abgclenlk werden und ihm durch die Leitung des Aeutzeren zugleich eine größere Reserve auserlegt wird Große Schwierigkeiten bat auch die Besetzung des .ft'nca»- Ministeriums bereitet Bon den zuerst genannten Generalen D u b a i l und S a r r a 11 fürchtete man hei ihrer sehr au», aevrägtcn Stellungnahme eine Berscharsunn des Konslikts
f^nröfisclien Tmz'erkorv», .unb so entschloß man sich
Jtanben St. lnöre.
Zu feinem 100j Ihrigen Todestage.
«r,r ?tricbbof de- „goldenen Mainz" birgt ein merk- toürbtar? Grad bei 31 a n b 0 n St « n b r 6 #. bf» f bemalt ar a Präfekten d'S T«xrrtcmrnti von DonnerSberg Am 10. ^e-em^e. hnlleit'-."tat 'ich 100 Jahre, daß bteirr außerordentliche, du iHutrm und m zusam'nrngeiei'te Mann, denen Leom d.r beraäabt starb Montauban Tarn und Ola rönne ist lerne OVburL ffite" dort itrnrbe er 1749 mooren und von Jesuiten, die de^ e^L, q;ovc Beübung bald erkannt^ bauen, erzogen. Dmb
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h-c Unar um Main mann und e ermann va m*rben. Ällan bann kömni-n für den Nngeberdigen, fnmmitb im VcbenSoenuU Unter- tmid-n en. Stunden 0-. Melancholie und des -''veitrlS er studiert L Vologi' und imrh in der Heimat retormterter .Bubu^- ber mit «luden ter Beredsamkeit die V er .eit den egt a namiichen eher Seht eine naie ?.rt herauf: Frankreich wird von ber Revolution üschüdwN Bonbon St. AndrS, brr längst cm .charter Lritiker her hi rrxhcnbnt Reg.erungSMißwirtsäai: war "Miäe tetzt, wo inn VI an n-ar' in Paris. T*r einstige Prediger des aon ichen
rt*n< wurde eines der radikalsten, unbarmberufen Mitalieder Sä n ventS. in dem er auw ü r 'n I ab 9 om a Lub- rnifl» XVI stimm e Auch ar inner -teste mitten '^».^»nhon ~t ' -'lnM*v mtacmöbnlidtf •' iht f 'n uc.rrr.bar, >o ba» :. n d ^awdiner bi.- M a r i n e ve r wa l t un g übertragen «AJja in fernem Vfd au?, denn er wurde dadurrn erntgrrntaFdi bet .ad. Lr uim Zrr aclanantboi v einer der ^.ak-biner entruät ,war
flUQ> ci in £»aft genvmmen — tue Anstaqc wart ihm vor, kan-.o et- «arme uifltunbe gendtet ui haben - und zum Tnbe mruirilt aber dre Amnestie von 1 «9 > rettet* den bei nabe Mot-nm fft «ine niih: 'N -
tn A! gi«- r. dann in ^mnrna. i'.chke ei als to krank'e'ch "*rtrreifen iu wahren, mode-, er fdü r^ltd» m : rfrax 6k?ana^nidaii arnet ?eon St A-.-rs ertxiltvne uaer imn -abrr 2 S Serferrualen. et>e die Stunde der Beweiunz udtug.
-ein SLicstal wurde Ra voleon
GA den, ban ber Coric d n früheren ^afobmern gerade Nicht t^ar aber >anö.m St. Anpr» stand doch m letner Crnrntt..
Ravoleons Iu9en> war die Dankbarkeit Cr veraas büü arnnben 3. Andre in Toulon .bn, den armen SÜ i xv-unhuann emmobfen hatte Auch nwttfe er bic Xfiero^ntlitbrn n-.tiakeitcn des tru.der.n Iatobiner- als B» fl-R> n Stil? ;u rourxaen. so kam er al-.' ene» ÄTnX un
r/ . «n einzelnen Siclleit kam non Zeit zu Zeit der '-lle^^a.odiner b^i bem laiicrlidrn Beamten und Reich-baron- --um ^.urckbru* Lt
-ü leVHasten Anteil an der firdTTUcmblubett ^Kwcbung
— (Sine neue ft o.it öbte von Karl 3*5nberr. AuS W, ett nird uns geidtriebrn: Eine ^rftdufiübriing von Sd.önberr ist □inner ein Ereignis, au* wenn sich einmal bitt erwartete Begeisterung nicht einstellt, den sonst ein Wert be-l Dichters ün (Hefolge batte Tic im Deutschen B 0 l k S t b e a - t e 1 zum erstenmal aufgefübrte ftvmödie „DieTrenkwalder" ,st eine an scharf geschauten Bauerngestalten reiche Dichtung, die jrfvd; nicht gain öl? neu anspricht, da sie eine dritte, alferbinn-s vollständige Umarbeitung des „Sonntrendtag" barftcllt. Tie alte Poliche,Serin bat sich als jungei CH.1v ib rcraangcii und beul
folniffmrn Buben, oen die üt reuige Frömmelei verfallene MuttcB Tbwlogen werden Iah, daß er, fel^'t frei von Schuld und ftcMe, iie dereinst vor t'kitt entsühne Aber die Lu.w. aas ber ihr Leben nun einmal gebaut ist, gebiert immer weitern Trug, und <4 geschieht, daß Martin, brr ehrlichste, wacker st e der Sohne, sich von ter Mutter mir einer Biuerndirn perbnraten Iah, bic vost d-m jungen Th ?logen ein ftin) unter dem Kerzen trl.it. An, sudunt-iag des Paares — es ist der non Schon Herr mit alt inner starken, ujml ahfdicn Wirkung erwchlte und motioii* ber- inertctc Sonnwendiaq — stürzt ha^ L'ugengebaube zusammen. Ter Tk)ti*eibmn wird von ihrem ältesten, kranken 3* 'irai^ die Maske obererliien. Martin sicht sich um alle- Glück betraget, und S?an5 wirft den schwarzen :Hocf ab, den er do* nur zu ll nehren getragen hätte. Ein kräftig, akzentuiertes Drama n»D hier auf dem Weg -um tragischen Ziel aber Schönberr bot c4 zur üvmöb'e getvenbet, bic (5ttnk jener Intellektuellen nicht a-i t nd, zu deren ber-,en er zu svr -f eil berufen ist. Und mag b.'br ber harmonisch versöhnende Schluß, der den armen betrogenen Mar- tm nach schwerem ftimw bewegt, das Weib zu behalten und mit i!'i einem neuen Leben entgeienzugeben, noch so sehr au bei tiefsten '.latur deS Bauemgrmuics empfunden sein: das Publikum schien twh dieser LSfung bcs ftonflikts nirf’t jene warme 3uitim- m-ina geben zu wollen, sic es einer weniger aemoUtrn Tragik n,chr Dcnrcbri Halen dürste Freilich stand auch bic Armut der (fieiflniiie in den „Trenkwalrern" einem großen Erfolg im Wege, iür die das ganz oortrcnliche und reich.- Evi'o->--nwerk des ?tü-keS riebt aani rfm'rfxat'tgen mochte Tie vertre'!l'che Aufführung, die in einigen Szenen vüerdinq^ eine iorgfältig-re Regie vertragen hätte, wurde der Jhtmöbie sehr gerecht B'son^rs Herr Lackner atz: Martin Bottcheider und sfräulein Waldow als WalliahrtSweibl schusen prachtvolle, ganz durchlebte Figuren
— Die lothringische Akademie versammelte sich am Sonntaa in Nancy zu einer feierlichen Sitzung, um bic diesiähiigc P r e i S 0 e r t e i l u n g vorzunchmen. Zwei Preise waren ausgesetzt al5 „ttrii be beoou^ment", also alS Tret» wo „hingebenr-c Auwvferung". Preisträger sind ber v£0'ixnt ber beiden „Souvenir-". Herr Jean, ber wr seim: Tätigkeit in <-othnmm einen Preis von 000 Fr-s. erhalten 'sll. und Paul B 0 u r i 0 n , Redakteur am „Nouoellistc^ in uolntar, bc rannt al» Korrespondent des „Malin", ber 200 FrcS. erhält.
T e r Gesetzentwurf über bic Aufbesserung der Altpensionärc wird im Bundesrat erst nach /teu* fahr beraten werden lieber bic Detkungsvorlafle zu dusem Entwürfe, dem sogenannten Totalisatorgefetz, jinben zurzeu noch Besprechungen zivifchon bett verbündeten ^^aierungen tatL Eine GlcichstMuntz der Altpensuniarc mit bnt Wcu- pensionären ist nach Lage der Dinge gan.zlich auSge chloijen. Tie neue Vorlage wird im allgemeinen einen recht bejchm- denen Unisang hoben und wesentliche ^rderinigen der Altpensioncire nicht erfüllen.
Schwedische Gäste in Siel. Tie CHükrc und Unter- osfiziere einer Abordnung deS schwedischen >?uiarenregimcnt- stionvrinz "traten am Montag nachmittag von Bornhoeved kom« wend in Aid ein. Auf ihrem Ritt wurden sie von Llfizieren des Hnsarenregimenis „ftaifer ^iaiu Joseph von Oesterreich, ftbmg von Ungarn" ischleSwig lwlsteiniiches Nr lt» begleitet Zur Begrüßung waren der Stadtkornnwiidant und eine Anzahl ONiziers ber Vieler (Mannion den Gästen cntgrqrngrrittrn, bic nunmehr den canv-n Weg zu Pferde uirücfgclcgt haben, den das siegreuhe ,chive- t'iidie Regiment vor einem Jahrhundert cenonimtn hatte "'ald nach Üjrer Ankunfl besuchten die Dfmicrc und Maunschastcn das Flotten« ilaggschi'' „Friedrich ber Oüotze", wo ein Fmbist eingenommen wurde. Später waren die schwedischen C’iisiere Gäste im Del er Offizierkasino, während für die Mannschaften Fostlichketten m Wik rorgesehen sind. . , ä r
Der oldenburgische Kriege rbund beschlos; am Sonntag mit seinen 2.V) Vereinen, die 20 000 V.fhtflltebcfl umfassen, auS dem allgemeinen deutschen ft rlege r b 11 n b auäzu treten al- Protest gegen bic Breo- Inner Beschlüsse, unb die Beiträge ber Mitglieder zu erhöhen. Ter oldendurgischc ftriegcrbunb ßtinibet eine eigene Unterstützungskassc mit einem Grunbkapital von 18000 Mk.
Ter Gcsamtvorftanb beS Allbeutschen Verbandes tagte am 7. Dezember inRemscheid An erster Stelle berichtete der Vorsitzende ReästSomvalt E l a ß über die Vorgänge in Za dem. In der daraussolgenden Besprechung wurde seinen
genommen, um später auf den rechten Fuß deS Verkehrs mit dem Bischöfe der neu begründeten Tiözese Mainz zu kommen: er batte zu oft Generale anstellen und abier-en helfen, um geduldig »hau idKtt wenn die Mnn'cKille beS Reiches in feinem Bezirke ver'^ren u^Hien, wie \n erobertem Lande In letzterer Begehung entwickelte er e-.nen Mut, über den fein ftaifer im stillen »ich freute wie beispielsweise in rvnem ^-aHe, in welchem er b*m Marien Vnlor Xi. ^rfniTTieren legte und vor der Verbaming beSsclbeii, wer bem flai'er s-lbst sagte, nicht »urückc-schreit wir- Noä» einmal bra& d e gante Wut des Mannes Über das Militär ans, als er im Jahre 1813 die Wadm-bmung machte, baf^ ivrber die Armee- rrrmaltung, noch die Generäle sich um da- Sttnhal ber anncn T vwr deS »I n.-geS kümmerten. Er suchte bas von hinderen Ver säumte, so gut wie tunlich, nachuibol 11. er trug corae um die Crrrich;ung von Lai-retten, um die Pst ege ber ftranfm, ja, cs bat'c den Aniä^m, als iurfr er sörmlich beit Tob, um nicht länger 3oige zu fein der entsetzlichen Not, bic ihn umgab und ber er nickt steuern konnte." . , - ,
(Shi jüngerer verdienter Fonctier, Pfarrer Heinrich Bew- tolsdeimcr ui Giesen, urteilt in seiner Schriit Rhein- Hessen ;m Zeit ber Franzoienhrrrichafl" wie folgt über 3eanbon
To lange er dem Tn ganz eure pa als em? Eilige Pst icke ani'eden nrr.xn. jeher einen
Stein e ' fern Grad iu tragen unb ihm cm einfaches, aber b'hres Tenf^n! :u -mefn-n. aus dem fein Name mit unauslöschlichen Buchstaben wir- at''chnrbnt werben Man wird nnfeben. daß, wenn b-.r Vfoanaeribeit durch ent Gegenwart übertroffen wird, rt Gutenberg aN-m ist, dem wir dides »erbtnfen."
Am Ende konnte es auch von Ieanbon St. Andr^, der so wild begann, beifm:
Gerettet ist da- edle Glied Ter Geisttrwelk vom Bösen: Wer immer ftrrbenb nzfi bemüht, _ Ten tonnen wir erlösen. Ä. Früher.
Nr. 289 List« Blatt 165. Zahrqanq Dienstag, 9. Vezttttv« l91s
Ter »leltecr JHV M d _ ■ 1(11^75^1.wertet-
M Gießener Anzeiger
»tttschaftltcheLeUfraaeM ” MM Verantwortlich für den
Feriilprech - A nicht äste : polil. Teil: A ug. Gaatz:
General-Anzeiger für Oberhessen ZWO
RotohonUnd n» »trief ixt »riecht, „» SttlUndtrtt H. £«m«. Hrteftie«. grptMtio« end Bradtrel: Sch-IItt-»t 7. fr B«-.
Jedenfalls liegt, wie ausgesprochen rabiLrl ba» »abi- nett auch ,st. kein Anlast vor. es, wie der rechtsslehenv. ..Figaro^ e» tut. als das ..ft ab in et l der Revolution" zu bezeichnen TaS frtilirfi liegt Har zutage, daß die Bildung dieses Minister,um- ebenso eine Niederlage der Rechten wie des Präsidenten Tnn* c ar * bedeutet, ber sich mit leiden schastlicheni. wenn auch vergeblichem Eiser für daS Zustanbdlinnmen^'ncs ftonzrn- trationskabinetts ins Zeug gelegt batte Die ?HabiLiien sprechen beim auch offen von ber ersten großen _cknapp be- Präsidenten, aber cs fragt sich, ob ihr Iubelgeichret nicht verfrüht tfr, denn es bleibt nbyiroarten, wie das Sabinctt dem Senat und der ft .immer gegeiuiber nd) be haupten wird, in ber bic Robitälcn trotz ber ihnen ftu- gejagten Unterstützung der So'ialistvn eben ohne Htlfc ber gemäßigten Rcpublilaner über feine Mehrheit vrrfugen. Wohl ober übel mirb man auf bic VerwirNichung der Hauptpunkte des radikalen Programm- verzichten mu,scn, denn wenn man die Einkommensteuer selbst tn der Kammer durchbekäme, würde sie doch im Senat Irfrcitcrn. -ic beit elfte Frage aber ist für ba» tahinett die brr Rente n- steuer, denn über bic verlangte 5 teuer frei bett brr Äcntc fiel Barthou, und diese Steuer wirt' ihr leidenschaftlicher Befürworter Eaillaux durchzusetzen versuchen müssen.
Da» die Stclhma be? ffabinett? zu ben Fragen ber auswärtigen Politik betrifft, so dürfte im wesentlichen derselbe Faden weiter gesponnen werden, wenn auch eine so ausgeprägte bentfcfifcmblidK HalNmg wie unter Barthon von dem an sich maßvollen Doumcraue wohl t.ium zu er warten ist E» ist heute von Interesse, daran zu erinnern, daß Toumergue im Jahre 1906 bei ber Beratung des Handelsverträge» mit bem Zarenreiche die,em in sehr unliebenswurdiger 'Seife den Bvrwurs gemacht hat, daß eS „immer nur nimmt unb nie gibt". Allein Frankreich hat seitdem immer Wieder gegeben, unb es wirb auch unter Donmergue, wenn er c» erlebt, dem Alliierten weiter pumpen, vielleicht weniger in ber immer schwächer werden ben Hoffnung auf Revanche als vielmehr, um mit ber Ho,s- r.ung auf die .° -erner Vorgängen führten, sondern daß diese die. ton allen Kennern der Verhältnisse hn ReichÄand seit langem torhergesehene Folge einer zielbewußten Verhetzung -es elsässischen Volkes durch i)ü Welschlingc waren. An zweiter Stelle berichtete Sxrr Zeitungs- Verleger Tr. Pohl, Berlin, über Deutschlands Belange in der asiatischen Türkei. Zum Schluß sprach Iustizrat S chna uß-Leipzig über „Unser Volkstum und die Regierungen". Seine Ausführungen gipfelten in Folgendem: „Volkswirtschaft, d. h. bie Gesamttätigkeit eines Vol res zur Befriedigung seiner Bedürfnisse hat nicht Zweck an sich, son dcrn Mittel zum Zwecke zu sein, das Volk zu erhalten und zu kräftigen und seine Entwicklung zu fördern. Daher dürfen gcietzlrche Maßnahmen auf dem Wirtschaftsgebiete weder nur den Interessen Einzelner dienen, noch einseitig aus Mehrung des Reichtums l>e- schränkt werden. Diese Regel scheinen aber unsere Regierungen in manchen sehr wichtigen Stücken völlig außer Acht zu lassen und auf einige dadurch entstandenen Schaden muß umso nachdrücklicher hingewiesen werden, als sie geeignet sind, unser Volk in seinem innersten Kerne zu bedrohen.
Ausland.
Das neue japanische Flo t t en p r o g ramm enthält den Bau eines Schlachtkreuzers, der kürz-lich in Yokosuka auf Kiel gelegt worden ist, und den Bau von zwei Schwesterschiffen, die in nächster Zeit in Nagasaki und Kobe auf Kiel gelegt werden sollen.
Die Tanzwut in Deutschland.
Gießen, 8. Dez.
Die Hessische Vereinigung für Volkskunde hielt heute abend im Saale des Hotels „Metropol" einen Vortragsabend mit dem Thema „Tic Tanzwut in Deutschland" ab. Der Vortragende, Dr. med Martin aus Bad-Nauheim, machte zuerst einige kurze Bemerkungen zu seinem früheren Vortrag „Dessauer Foltertröge" und zeigte einen solchen Trog, in den man die liebel- later l-ineinlegte und zum Geständnis zwang, int Bilde.
Danach ging er zu dem obigen Th-'ma über. Er nannte den Berliner Arzt Hecker, der als Autorität in der Schilderung der Bolkskrankheit des Mittelalters gilt und dessen Aussührung der Historiker Hirsch mit Zusätzen versehen hat. Nach den Forschungen, die der Redner in mehreren Schriftstücken ange^elll hat, sieht mit Sicherheit fest, daß die große Straßburger Tanz- wut--Evidemie 1518 und nicht, wie es in einzelnen Chroniken heißt, 1418 ausbrach. Tie Krankheit wurde auch der große Veitstanz genannt. Auch den Stadtschreiber Sebaßian Brandt aus SLraßb!trg führte der Redner bei seinen Quellen an. Acht Tage vor Maria-Mag)al"na fing zuerst eine Frau an. Tag und Nacht zu tanzen, nach 4 Tagen warm es 34 Männer und Frauen, welche die Tanzwiir befi l. nach einigen Wollten gab es schon 200 Tanz- wutige. Schließlich verbot der Rat der Stadt jegliche Musik, die Kranken^wurden nach St. Veit gefahren und um den Allar geführt. 3t. Veit befind't sich bei Zabern. Tie Straßburger Veits- tanzcpidemi ' ist für Mediziner und Theologen interessant Manche Bräuche bei der Krankheit lassen sich bis in die heutige Zeit nachweisen.
Ter Vortragende schilderte dann die Fahrt nach St. Veit und die dortige Behandlung der Kranken, auch zeigte er mehrere Bilder, welche die Tanzwut veranschaulichten. Schließlich beschloß der Rat ton Straßburg, den Kranken Gelegenheit zum Tan'.en zu geben, bis sie sich zu Tode tanzten. Man stellte die Zunft- sälc zur Verfügung, sorgte für Musik und kräftige Männer, die mit den Kranken abwechselnd bis zu deren Erschöpfung tanzten. Man benutzte den Tanz als Heilmittel. Äerzte verordneten Einrichtungen, in denen die .Kranken gedreht und geschaukelt wurden, bis sie bewußtlos niederfielen. Wer einem andern im 15. und 16. Jahrhundert den St. Veitstanz anfluchte, ivurde bestraft. Als die Krankheit sich wieder erhob, schickte man die Kranken zu beliebigen Heiligen, da man dem St. Veit allein nicht mehr die Heilkraft zutraute. Ja, man -wandte sich infolge des Einfluss^ der Protestanten mehr ton den Heiligen ab und begann die Bibel zu lesen.
Die Stadt Basel wandte ähnliche Methoden zur Heilung an Nack Schenk aus Freiburg nahm man auch im Breisgau Zuflucht zu den heiligen Veit und Johaimes dem Täufer. Schließlich bürgerte es sich ein, am St. Veitstag zu tanzen, damit man das Jahr hindurch Vor der Käankhit verschont blieb Ein Gießener Professor Horst — 1688—1722 — enählt. daß er in Ulm eine Frau gewroch-n, die alljährlich dieses Mittel anwandte, eine batte dies 20, eine artbnr gar 32 Jahre wiederholt. Von der Kucke wirroe am St. Veitstage die Tanzmusik gestellt. In Italien fand man ähnliche Bräuche gegen den T a r a u t e^l - tanz.
Die Bezeichnung St. Veftstanz- von der flavischen Gottheit Swantewile — oberster Gott (Lichtgott) her volabisckm Slaven besonders gefeiert aus der Insel Rügen — ist nach ben Forschungen des Vortragenden nicht zutreffend. Tie Veitstänzer in Zürich wanderten nach der Wasserkirche und tanzten. Im Jahre 1374 qinq die Tanzwut in Belgien los. Eine Limburger Chronik schildert daß der heilige Johann als Helfer angernsen wurde. In V l a m - land herrschte derselbe Glaube in der Bekämvfting der Tanzwut wie in Straßburg. Man dachte sich, die Kranken seien vom Teufel besessen und der müsse ausgetrieben werden. In der Echtcr- nacherSpringvrozessionist sichtlich das Ende des Veitstanzes und seiner Bekämpfung zu erkennen: die Proze-sion wurde von Bcsckof Willibrord cingehlfrrt. Die interessanten Ausflihrungen wurden durch eine Anzahl Bilder aus jenen Zeiten illustriert
Stadt nnd Land.
Gießen, 9. Dezember 1913.
** Tageskalender für Tientag. den 9. Dez.: Stadt- theater: .Kammermusik." Anfang 3 Uhr.
Gießener Freilandgrnvpe. Vortrag V a a f ck e : „Freideutsche Jugend und sreideutscher Jugendtag". In der Aula abends 8!L Uhr. *
"Der Großherzog hat den Bezirkskassierer der Bezirkskasse Ulrichstein Karl Schäfer zu Ulrichstein in gleicher Diensteigenschaft an die Bezirkskaffe Lampertheim versetzt. — Zugleich ist die bisher offene Stelle des Bezirkskassierers zu Ulrichstein, fomie die Stelle des Be- zirkSkaffe-Assistenten bei Großh. Bezirkskaffe Mainz I. erledigt.
” 9l us dem Schuldienste. Uebertragen wurde der Schulamtsaspirantin Marie Bell ans Münster, Kreis Die- bürg, eine Lehrerinstefle an der Volksschule 511 Eppertshausen, in demselben Kreise.
** lieber bic Prüfung der Geometer erläßt der 'Grvßb. Kommissär für die Prüfung der Geometer zu Darmstadt scklgende Bekanntmachung: Die Kandidaten für die 1. Klasse, welche sich der am 9. März 1914 beginnenden Prüfung unterziehen wollen, haben bei Vermeidung der Nichtberück'ichtigung spätestens bis zum 26. Januar 1914 bei Großh. Ministerium der Finanzen, Abteilung für Steuerwesen, unter Verwendung des gesetzlichen Ein- gabestempels von 1,50 Mk. schriftlich um Zulassung nackzusuchen. Die gleiche Bestimmung ist auch für diejenigen Kandidaten für die 2 Klasse maßgebend, welche sich noch anläßlich der vorerwähnten Prüfung einer Nachprüsung unterziehen wollen. Dem § 8 der Verordnung vom 31. August 1874 gemäß ist dem Zulassungs ^esuck der Nachweis über die erhaltene Vorbildung beizissügen, ins besondere sind die Sitten - und Studienzeugnisse der besuchten öffentlichen oder Privat-Lehranstalten, sowie das Zeugnis über mindestens einjährige praktische Einübung bei einem im Großherzog- Ium beschäftigten Geometer 1. Klasse vorzulegen. Die Kandidaten
haben außerdem zufolge 5 1 der ^Verordnung vom 15. Juli 1885 einiährigen Besuch der Großh. Technischen Hochschule zu Darmstadt nachzuweifen. Tie Zeugnisse, welche einen Bestandteil der Personalakten bilden, sind im Original vorzulegen und haben die Kandidaten entweder beglaubigte Abschriften derselben zu anderen Zwecken zurückzubehalten oder es sind, falls die Original- zeugniffe zurückverlangt werden, außer diesen auch noch beglaubigte Abschriften mit vorzulegen.
** Die weiße Dame (ton Boieldieu), die als eritc Opernvorstellung dieses Winters am Freitag durch das Hoftheater und die Hofmusik zur Aufführung kommt, wurde, wie uns der Theaterverein schreibt, in Darmstadt zum Geburtstag der Großherzogin neu einstudiert und dort sehr beifällig aufgenommen, wie es diese harmlos hintere, elegante und musikalisch feinkultivierte Oper des liebenswürdigen Boieldieu verdient. Da wir in Gießen in den letzten Jahren keinen französischen Vertreter der komischen Oper, ausgenommen Auber, zu hören bekamen, so empfahl sich schon deshalb die Aufnahme dieses seinen Werks, zumal in Darmstadt die Hauptrollen ausgezeichnet besetzt sind. Tie Anna singt Olga K a l l e n s e e, bereit Gesangskunst wir int letzten Wärter in der Rolle der „Mfarta" schätzen lernten, die.nicht nur eine glänzende Koloraturtechnik besitzt, sondern auch sehr spielgewandt ist. Der George Brown, der einen ausgezeichneten lyrischen Tenor verlangt, liegt in den Händen von August Globerger, der seit dem vorigen Winter dem Hoftheater angehört, in Gießen aber noch nicht gesungen hat. Seine Leistung in den bisheriger! Aufführungen war über alles Lob erhaben. Ten Gaveston gibt Kammersänger Stephani, den wir von zahlreichen Parltcn bereis kennen, und zu dessen Empfehlung jedes Wort überflüssig ist. Die Jennh singt Margarete B e l i n g - S ch ä f e r, erst seit diesem Winter int Verband des Hoftheaters, uns in Gießen aber bereits sehr vorteilhaft bekannt durch ein Gastspiel, das sie int Sommer 1912, damals int Verband des Mannheimer Hoftheaters, als „Lustige Witwe" gab. Als Dirigent waltet Paul Ottenheimer, der neue Hoskapellmeister, seines Amtes, als Regisseur Otto N 0 w a ck, der Nachfolger Valdeks, der sich in Darmstadt durch eine Reihe vortrefflicher Neu-Inszenierungen bereits einen Namen gemacht hat.
** Das Union-Theater bringt, wie immer, auch für heute und die folgendem Tage wiederum ein paar ganz hervorragende Schlager. Wie uns die Direktion mitteilt, wird das fünfartige Drama „Die Laune einer schönen Frau" oder „D e r s ch w ar z e T 0 d" auf vielseitigen Wunsch für einige Tage verlängert. Dieser Film besitzt eine glänzende Inszenierung, und die berühmte, auch in Gießen gut bekannte Künstlerin Ritta Saschetto, die in diesem Drama die Hauptrolle spielt, macht das Drama zu einem der besten, was bis jetzt geboten worden ist. Die Besichtigung dieses Dramas und auch der übrigen durchaus gelungenen Bilder des Programms ist zu empfehlen.
** U e b e r Schilauf und Wintersportplätze des Mittelgebirges und der Alpen/ wird Privatdozent Dr. D e m 0 l l morgen abend im großen Hörsaal der Universität sprechen. Der Vortrag, der auf Veranlassung des Akademischen Ausschusses für Leibesübungen^ vom Gießener Schiklub übernommen wurde, wird durch eine große Anzahl von Lichtbildern wirksam unterstützt werden. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich war, ist der Vortrag für jedermann unentgeltlich zugänglich.
** Besondere Wag e n für Schiläufer. Einem Antrag des Gießener Schikstubs folgend, hat sich die Eisen- bahndircJion Frankfurt a. M. dankenswerterweise veranlaßt gesehen, besondere Wagen 3. Klasse für Schiläufer einzustellen. Die Wagen werden Samstags und Sonntags in den von Schneeschuhläusern am meisten benutzten Zügen verkehren. Dadurch wird es den Schiläuferin ermöglicht, ihre Sportgeräte im Auge zu behalten und die übrigen Reisenden werden durch die langen Bretter nicht belästigt.
** Jungdeutschland. Am Samstag fand in Darmstadt .eine Sitzung des Laudesausschusses des Hessischen Landesverbandes Jungdeutschlanb ft. tt. Der Vorsitzende, General Frhr. v. Hehl, berichtete über bte Arbeit in deit-letzten Monaten, Generalleutnant Bernhard über die letzte Sitzung der Bundesleitung nn,d der Vertrauensmänner d s Gesamtbundes in Berlin. Als wichtigstes Ergebnis der Beratung sei hervvrgehol:n, daß der Landesausschuß auf Antrag des Vorstandes beschloß, am 4. Marz nächsten Jahres einen zweiten hessische n Jugendtag und zwar in Friedberg zu veranstalten, auf welchem wiederum eine Reihe aktueller Fragen auZ benr Gebiet der Jugendpflege erörtert werden sollen.
** Kaufmännische Schule n unter Verwaltung der Großh. Handelskammern bestanden nach der amtlichen Statistik im Jahre 1912/13 im Großherzogtum Hessen 61, davon in Os 1 enbach 12 Klassen, Darmstadt, Worms und Mainz je 9 Klassen, Gießen 8, Alsfeld, Bingen, Friedberg, Liiuterbach je 3 und in Alzey 2 Klassen. Die Gesamtzahl an Schülern beträgt 1520. An Schulgeld wurden 50071 MMt. erhoben. Zuschüsse leisteten der Staat mit 13 300 Ml., die Handelskammern 6542 Mk., die Städte 11 750 Mark. Die Gesamtausgaben einschließlich der Lehrergehälter betrugen 82331 Mk. Die Zahl der Lehrer betrug 81.
** Erfinderschutz. Wie man uns schreibt, hat sich in den Kreisen von Handel und Gewerbe ein lebhaftes Jnteresso für den Vortrag gezeigt, den der Bund der technisck - in >- d n st r i e I t e n Beamtein am Freitag abend int Cafe Ebel '.oberer Saal) veranstalten wird. So haben ber Kaufmänni - f ck c Veretn und der >Ortsgewc'rbeverein die an sie ergangene Einladung angenommen und empfehlen ihren Mit- gliebcrn den Besuchs des Vortrags. Dies Interesse ist ja auch ganz verständlich. Sind es doch gerade diese Kreise, die einen fcljr erheblichen Teil des Vachwuchses aut den technischen Bureaus stellen in ihren Söhnen. Daß sich die shiesigen Vereine von technischen fll n g c ft c 1 1 t c n vollzählig beteiligen werden, braucht Wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden. Handelt es sich doch um ihre eigensten Interessen.
*"* Fallen der Schweinepreise. Seit dem Vieh- markt am 10. November ds. Js. sind auf dem Frankfurter Schlachtend Diehhof die Preise der Schweine in allen Qualitäten in totem Fallen begriffen und auch an dem heutigen Markttage gingen die Schweinepreise, gegen bic vorwöchigen durchweg wieder um je 1 Psg. für das Pfund Sck-lachtgewicht zurück, sodaß heute für vollst effchrge Schweine von ,80—100 Kilogramm 71—73, für vollfleischige Schweine unter 80 Kilogramm 70—72 Psg. für das Pfund Schlachtgewicht notiert wurden. Vergleicht man ine Preise gegen die im November 1912 gezahlten, so ist ein nennenswerter Rückgang bei dieser Viehgattung festzustellen. Notierte doch der Frankfurter Viehmarkt im November 1912 für die erste Qualität Schweine 83—87, teils sogar 88—90 Psg., fünf die zweite Qualität 84—87 bezw. 87—89 Psg. für das Pfund Schlachtgewicht. Die Notierung am 9. Tezember 1912 zeigte für erste und zweite Qualität ^3—88 Pfg. für das Pfund Schlaäst:- gewicht. In den Kreisen der Produzenten rechnet man mit einer weiteren Baisse-Bewegung in Schweinen. Die Landwirte in der Wetterau, bem Vogelsberg, der Rhön, dem Odetrwlald und Taunus sowohl ivic im Westerwald, an der Lahn uiti> im Goldenen Grund erhalten zurzeit kaum 50 Pfg. für prima Schtveine das Pfund Lebendgelmckü. Deannach eröffnen sich der Hausfrau günstige ?l ns fickten für die bevorstehenden 'Festtage, denn sie wird einen bet der Teuerung alfer Lebensmittel immerhin billigen Schweinebraten auf die Tafel stellen können.
** Schwere Brandwunden erlitt in der Nacht auf Dienstag etwa um halb zwölf Uhr das Dienstmädchen Christine Garben in ihrer Dachrammer in einem .Hause der Südanlage. Das Mädchen beschäftigte sich mit einer Freundin zusammen mit Handarbeiten. Durch eine Unvvr- ichtigkeit fiel die Lampe u m, und die Kleider des Mädchens gerieten in Brand. Tie Loschversuche der beiden Mäd chen mißlangen. Der hnbeigeruf-ene Arzt, Dr. Meyer--'
h off, konnte nur sehr schwere Brandwunden fcststellerr un8 die Ueberfiihrung der Schwerverletzten nach der Klinik veranlassen. Das Mädchen durfte wohl ?a u m z u r e 11 e n sein.
” Gießener K 0 n z e r t v e r e i n. Ter Vorstand de- flonzertvereins bittet unS, mitzuteiten, daß Frätilein Schöll im Konzert am Sonntag auf einem von der Firma Rudolph, Gießen, gestellten S t e i n >v a y - F l u g e l gespielt hat.
Landkreis Giehen.
~ — Bellersheim, 8. T-ez. Man schreibt uns: „Vorigen Sommer wurde das Fürst!. B r au n fe l s i s ch e Gut, das etwas über 900 Morgen in unserer Gemarkung enthält, der Gemeinde zum Verkauf angeboten. Unter Aufbringung von beinahe einer Million Mark war man bereit, das Gelände in die HLrdc der Dauern zu bringen. Die Verhandlungen schienen sckwn dem Abschluß nahe, da wurden sie mit der Begründung abgebrochen, daß die Agnaten des Fürstlichen Hauses mit einem Verkauf nicht einverstanden seien. Große Erregung mtb Erbitterung hat diese Mitteilung in dem Dorfe hervovgerufen. Man ist der Ansicht, wenn man etwas verkaufen will, muß man sich auch vorher ver gewissem, ob man es auch verkaufen kann."
= Harbach, 8. Dez. In .Harbach tritt der 91 Jahre alte Schäfer nach 80jähriger Dienstzeit am 1. Januar 1914 in den Ruhestand.
Kreis Büdingen.
= Bleich enbach, 7. Dez. Hier sand heute die ordentliche Hauptversammlung des V 0 r s ch u ß - u n d K r e - d i t v e r e i n s statt. Den Hauptpunkt der Tagesordnung bildete neben den satzungsgemäßen Wahlen der Bericht über das Ergebnis der in der Hauptvcrfantmlung vom 2. November 1913 beschlossenen außerordentlichen Revision. Neben der buchführungstechnischen Prüfung der Bilanz für den 31. Dezember 1912 und der gesamten Buchführung für das Jahr 1913 -hat sich diese Revision auf eine Prüfung der Bestände an Kasse, Weck;seln und Wertpapieren, sowie auf die Prüfung sämtlicher Außenstände des Vereins und ihrer Sicherheiten erstreckt, wobei als ortskundige, von der früheren Hauptversammlung gewählte Ausschußmitglieder die Herren Hch. Fischer von Selters und Karl S ch 0 r b von Stockheim zugezogen waren. Verbandsrevisor Schmitz von Wiesbaden verlas den über die Revision erstatteten schriftlichen Bericht und knüpfte daran eine eingehende Erläuterung. Der Revifionsausschuß hat sich dahin ausgesprochen, daß kein Anlaß vorliegt, Veriustc an den Außenständen des Vereins zu befürchten, abgesehen von der Geschäftsverbindung mit der Landwirtschaft!. Genosse n s ch a f t s b a n k. Das Guthaben bei dieser beträgt 40 900Mk., und der daraus zu erwartende Verlust, der in eingelveihten Kreisen aus 50 Proz., das siitd hier 21000 9)21., geschätzt wird, ist aus den Reserven des Vereins, die sich zurzeit auf 43 500 Mk. belaufen, zu decken. Die im Besitz des Vereins befindlichen vier Aktien der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank find bereits aus dem Gewinn des Geschäftsjahres 1912 voll abgeschrieben worden. Der Revisionsbericht bezeichnet die Geschäftsführung seitens der Verwaltungsorgane als einwandfrei und die Kreditgewährung als vorsichtig, und kommt zu dem Schluß, daß kein Anlaß zu irgendwelchen Befürchtungen besteht. Für die beiden Ausschußmitglieder Fischer und Schorb schloß sich Herr Fischer den Ausführungen des Verbandsrcvisors an und betonte auch seinerseits, daß das Ergebnis der sehr eingehend den Revision ein durchaus günstiges gewesen sei.
-0. N i d d a , 8. Dez. Heute fand im Gambrinussaale die Hauptversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Büdingen statt, wozu sich sämtliche Gemeindevertreter und zahlreiche Mitglieder des Vereins eingefun« den hatten. Der Vorsitzende Geh. Regierungsrat B 0 e ck m a n n au^ Büdingen begrüßte die zahlreiche Versammlung in herzlichen Worten. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten hielt Professor Dr. G i s e v i u s aus Gießen einen interessanten und sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über „die Bedeutung unserer Kolonien für die Landwirtschaft". Der zweite Vortrag des Sekretärs der Landwirtschaftskammer, Schwarz aus Gießen, beantwortete die Frags: .„Was hat uns die Landwirtschaftliche Kreisschau in Büdingen gelehrt?" Auch die Ausführungen dieses Redners boten sehr viel Lehrreiches und Bemerkenswertes und ernteten gleichfalls großen Beifall. Mit dem Ausdruck des Dankes an die beiden Vorsitzenden schloß der Vorsitzende die sehr anregend verlaufene Hauptversammlung.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 8. Dez. Es wird in unserer Stadt ein Orche st erverein gebildet, welcher sich die Aufgabe gestellt hat, klassische Musik zu pflegen.
§ «Staben, 8. Dez. Da die Erbauung einer Nebenbahn Friedberg — Ran st adt nicht zu erwarten ist, plant mau, dem längst gefühlten Bedürfnisse unserer Gegend durch Anlage einer elektrischen Bahn Rechnung zu tragen. Wie bestimmt verlautet, befaßt sich eine Firma mit den Vorarbeiten zum Baue einer solchen Bahn, die unsere Gegend mit mehreren großen Gemeinden ebem Verkehre einigermaßen näher bringen könnte.
r Reichelsheim, 8. Dez. Sonntag, ben 7. Dezember, hielt Lehrer Jakob von Gonterskirchen im Rech'schen Saal' dahier einen sehr ansprechenden und beifällig aufgenommenen Lichtbilder-Vortrag über „1813—1815V
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 9.Dez. Der Besuch ber Techni« scheu Hochschule in Darnrstadt hat nach dem soeben erschienenen Verzeichnisse der Studierenden, Hörer und Gäste, mit 1578 Bouchern um 217 zugenommen gegen das vorjährige Wintersemester aber um 114 Besucher abgenommen. Es besteht ein Ausländerrückgang gegen den vorigen Winter von 78, darunter allein vvn 37 Russen, zu verzeichnen, was auf die erschwerten lAusnahmebedingungen zurückzuführeni ist. Von den diesjährigen Besuchern sind 1231 Deutsche und 347 Ausländer. Aus Preußen sind es 525, Hessen 468, Bayern 63, Sachsen 30, Baden und Elsaß-Lothringen je 27, Hamburg 23, Württemberg 16 usw. Rußland ist unter den Ausländern am stärksten mit 204 vertreten; es folgt Norwegen mit 37, Bulgarien und Oesterreich mit je 19, Finnland 16, Schweden 13, Schweiz 11, Belgien und Rumänien (mit je 4, Türkei und Vereinigte Staaten je 3, Italien, Spa^ nien, Chile und Siam je 1. Das am meisten belegte Fach ist die Abteililng für Maschinenbau mit 374 Hörern, Architektur 276, Jngenieurivesen 263, Elektrotechnik 178, Chemie 132, Papicrfabrikativn 59, Allgemeine Abteilung 17. Hierzu iömmen 278 Gäste, darunter 179 Damen.
Kreis Wetzlar.
A Hochelheim, 8. Dez. Der Neubau der Zigarrenfabrik der Firnra Rinn & Cloos wurde am gestrigen Abend feierlich eingeweiht. Fabrikant R i n n aus Heuchelheim war persönlich erschienen und eröffnete die F?icr durch eine Ansprache. Bon dem Hersteller der elektrischen Beleuchtungsanlage, Friedrich Schiminel (Klein-Lindens, wurde das Gebäude mit buntfarbigen Lichtern geschmackvoll erleuchtet. Ein Festessen und ein ffdeler Bierabend schlossen sich an die Einweihungsfeiar, auch ein Tänzchen durfte nicht fehlen. Der Ortsvorstand und die Beraine nahmen an dar Feier teil. Der Gesangverein erfreute durch feine schönerr Chöre.
b B ra un fels, 7. Dez. Der Verein Landeswohlfahrt, gegründet vom Prinzen Albrecht zu Solms-.B.raunfels, blickt auf ein 20jährigcs segensreiches Be-,
Für die Kinder
pho«pborfaurem ttalk b,e Bilbunfl Prähiger Knochen günstig beeinflußt ES ift ein
Zniatz von
Itbcn, wie Kinder jeden Alter« solch einen Lecker-Pudding bis auf den letzten
Genaue
Einrahmungen in jeder Preislage
Vergnügen zu ‘.Heft verzehren.
Kunsthandlung J Hirz Seltersweg 22 pari und I. Etage
StenoTTapleB-Verein Stolze-SeMrey (e. V.) Tleaeta«. den 9. b. MS., nbenbi’ 9 llbt
BcreinH - Abend.
Beiprecbun« üb. WeihnaL:« frier ' Ter Vorstand.
ift er eme wohlschmeckende Erfrischung, die jedermann willkommen >st. Tlu frischen, gekochten oder eingemachten Früchten anqerichtet, wird jede paudsrau Ehre damit emlegen.
Zwiebeln
mittlere bolib. Sinierware per Beniner an Mk. n50 qrv' cre Poften billiger
fiMIb. tVonenbem, Lödel
'^eireriui Zelevbon Ar. 1 flmt Wölfersheim. 7612
Als Nachspeise
einer oder Vanille» Lance
gibt es wohl kein bessere« Nahrung«miUel, um so mehr, ai« der in Tr. Celfer*« Puddingoulver enthaltene besondere
stehen '\rvM Wud) die die-Mrige Einnahme sand an-schliestlich für die Krankenpflege Benvendunq Tie ttmtkbtirng irtzi iich zusammen au« 25 ^ehrtoinnen, 27 Kranlenuuolcn, 14 Verbandskasten, 7 Berbanbschränken, einer fahrbaren Krankentragbahre und eine« L'icbtappartii Ter Solmler Sängerbund Tinflent Öauptlehrer Stuhl, Ebcrnborf) beabsichtigt, demnächst in Burgsolms zum Besten des Vereins ein Konzert zu geben
»Betzdorf, 7 Dez. Tas Provinzialfchulkollegium sto blenzz HM die tiBabl des Cb-riehrer Dr o l f f an de» Realschule zu Barmen zum Ebrrkbrrr des Realgnmnasium- Betzdors-Kirchen zum 1. April 1911 bestätigt.
Hessen Rassau.
h. Frankfurt a. M., 8. Dez. Nach der statistischen Jahrein berstcht betrug dav Gesa mt oerm öge n der Stadl Frankfurt im letzten Rechn,inqS>abre 548 474 046 Mark. Tic Gefamtschulden beliefen sich auf S22 247 186 Mk., so das die Stadt über ein schuldenfreies Vermögen von 226 226 860 Mk. verfügt. Unter dem Schnldenbestand befinden sich 265 625 699 Mk. Anleben und 48218686 Mk. Hypotheken und Restkaufschillinge. Auf den stopf bei Be- vSlknung kommen 1270 Mk. Vermögen und 746 Mark Schulden.
= Höchst a. M.. 8. Tez. Durch einen Schuh in? Herz hot sich hier der aus den Farbwerken Höchst angestellt gewesene Ingenieur Wilhelm stöber getötet. Ter Leben«, müde war 30 Jahre alt, gebürtig qh8 stulmbach und ent» stammt einer dortigen hoch ona ehenen Familie. Der Grund zur Tat dürste in LebenSübe> >rnh zu suchen fein.
n„A Tr Orttcr » Puddingpulver zu 10 Pfg. (•* Stück 25 )
Speise, die für wenig Geld und nut
nanynftMnif; für bte Mwnere Arbeit, der er
laqe gehabt bade, aebanh hatte, nahm seaatAunmsu r Pi p e ro a l b das iifcrt V» einer au#h’Un1idxn Ercklärung über die SlrNung der Negierung »u her vom idiut vvrgeschlcrqenen veränderten >nn bei- enNvurtrs Aus d,ner LrNärung fn hin fvigendes hervor- gehoben T\e Negierung ist nicht in d e r -age. der Erhöhung der Ledrergedalter »uzustim- men, eine solche vrhöduiui würbe emtrn Betrag Mark erfordern, sur den es ooNständig an einer Leerung fehlt - Taranf beruhtvie Tr Osann snatlib über die Arbeit des Finan^urssckmsses.
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Gerahmte Bilder Un gerahmte Bilder
^'dec Teihni- dm« iörct und W Md°s°°nd
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DeKtnsnachrttMee.
— Beller-Heim, 8 Tt|. Am Sonntag dielt der „Gemischte Chor*' unter Leitung des Lebite-« X ei 6 in dem AnzemüNerschen lSaole seinen ersten Familien ab md ob. Ter Verein, twldier neben der Pflege de« st-irchengeiang» sich brionber) b-mtibt, den VoldSigeiang zu heben, erntete mit verschiedenen P„lk,'li«-bem reichen Beifall Auch einige Festspiele nxirben von den Mitgliedern recht flott gespielt
— M iitelrheinischer Fa b r i ka n t e n v e r e in. Ter Verein hält am TonnerStaa den 11. dS Mlö , nachmittags 4« $ Uhr, in Frankfurt a. M. fcotel „Frankfurter Dop*, eine Mitgliederversammlung ab, in Welcher fcerr Tipl.-Ingenieur >1 öfter, Tirekwr der Firma Pokern» u. Ditlekind, Fronhurt n M , einen Bort rag über da- Tavlorsche ArbeitSsvstem Hollen wird, da», nuf wissenschaftlicher Grundlage beruhent>, eine arbeitssparende Umformung bet Betrieb-weise bezweckt
• Fünf bewaffnete Männer betraten gestern ein 6wft- bau» unter dein Broadwau in R e w -) o r k und beirbten die Ausgänge 3roei bcieblm den anwesenden Gästen, sich in einer Reihe au'iustellen Ten Giften unb bem öotrldesiger wnrde f 6 ■ t! i et♦ Geld meggenommen Tie Xänber entkamen unerlanni
'Ausgebrockene Hochstaplerin. Tie in dem
>4 in 4 deriritz untergedrachie ^achstaplerni Valet rfle eine luffeberin.
unsenr Stobt h die Aufgabe
einer Nebenbahn isl, Dlant mar..
urck Anlage nil« lic bestimmt per- t zum Saue nm
*
‘ml. »I™1*!'
RlW" e“1' aufgenommem
Sport.
O stubbo 1 l Lesstlche Liga. Am fehlen Sonntag fanden drei L'ionlulele statt. Ter Verein für Veweanna«- loiele Ziehen hotte seinen Namensvetter an« Marburg «t« »aste, bte znriest lolelftöikste Mann'cha't he« hesülch^n strei'e«. Ta» Spiel war lehr ip.umenb, zwemal muhte in der bnlbint Mar- bura« bekannter Torwärter Iungbenn den Ball au« dein 91 ehe holen, während fern Aeaenüber keinen Ball durchgelien liest. In der zweiten Spielbällte war Marburg ziemlich überlegen, da Kiesten nut noch mit 1 ■ Mann soielen tonnte. Tie Viestener Beweanna». fpreler vermochten jedoch durch energische« ko el ihren Vorsprung xu behaupten und verliesten mit 2:0 Toren siegle ch den Vlotz — gallel .»mtrachf = Vorufüa Fulda 1:1. — Dassel Sport - N 'siel t erfule« 6: L — R - RI a H e. Der «f est e n e r Ba l l f p i e l- U u b 1 904 muhte sich in Marburg der dortigen Derm a n , a troh ebenbürtigen fviele« mit 3:0 Toren beugen, wahrend die L. Mannichast de« Ki ebener Sport verein« von 1900 nur mit b Mann ge en die gleiche Vlannjchall de« V. i. B. Marburg ein imentM ie'ene« Ergebnis (2: ) erz-clen fonnte.
(ßcrid>t»faaL
Darmstadt. 8 Tej Ta» Schwurgericht verbandclte beute gegen den im Jahre 1885 geborenen Landwirt und Cbitbcnb- In Nikofaus Blatt aus Rimbach Lbenwalb der in der Nacht ™ o auf 3 November diese- Wahres während der dortigen Mird)- wZ>e"den Landwirt Michael Mader a-..- R'mbach ernochen Hat TaS Schwurgericht verurteilte ihn wegen storferoerledung mit tödlichcm.Ausggng zu sechs Jahren Z u ch l h ° u » und 10 fahren Ehrverlust.^^k^ g Gestern begann der V'ozeh gegen den Mädcheninörder l'a-er " ' ___ _____ ,
Lberbürgermeifterwablin Fulda
Fulda 9 Tei. Fn der gestrigen gemeiuschaitlichen Abun« der beiden ftäbnidxn lttrperschaiten ivurde der bi»ben4f C b e r^ bürge r meister der ^tabt Fnldo. N n t o n i, aus 1- ^brr wiedergewädlt. Aus ihn fielen 33 von 3* stimmen
i:i n Vortrag br» General» v Deimling
5 t raftbura, 9 Tn. Fm groken Saal bei Sängerdauiev bidt grfrtm abend der »o mm andrere n d e Gen er al von D< ml,ng unter giohem Beiiall ebne f*enfall beil angekündigten Vortrag über seine tu d west a fr »kanischelg Erlebnisse Ter bäuerliche ctanbalter Wraf v «edel woi in Uniform v.i dem Fortran erschienen Der Vortragende sagte, er habe sich kinrrrit fremMha gemeldet, weil er n i (bin irr immer Tlap Patron en verschieden wollte vxn*Sbn iei hast (Henerel v Teimling al^ A l kv dolg ea ner bdannt ,st Den W u niche'. rutenv er suchen de« Sandra le« von Uslar rollte von Deimling warme Anerkennung und mvr dann fort- Ter iü-afrikamsche Feldwg bade rwar für unsere 8riens- fübnmg nicht neuro gebräche, er habe aber gneigt bo« “}Vjr Tnippen treu der lan.uu Fnedeniieit düchfa und leiftung««shm sind, unb das-, da- Baterlanb in irder Weise sich auf sie verlassen
Letzte 2tnehriditcn.
AuS brr vrssischrn Zwritrn Kammer.
bS. T a r in ft a b t, 9 Tez. Um 9«.< Uhr eröffnete der Präsident Köhler die Schiitig. Ta» Hau» ist gut besucht. Auf der laic-Aorbminfl steht als ein :fl?r Pun.t die Be rn$una über die Rezierunqövorlaar retr bte B esol- d u n g o r d :i u n I. Nachdem Präsident Köhler dem ,u
•b falt bic äb"a"8b-i ■n«tUbC:tci '«^nkr ^Vision ?L'lanr für “fRiunq für ernt
svtvic tmf und ihrer n der,rüheren die Herren -b von 3tod- ldvonVieä, -n schriftlichen ctuterunq. Der l- dav kein An es Vertin; 'düng mit der bank. Das der daraus zu l aus 50 Proz, auS den Re» Mk- belaufen, en vier Aktien nb bereits aus , abaefchrieben !schästsfü-rung ei und die Lre- m Mutz, dah ^steht. Für die fchlotz sich Herr !visorS an und sehr eingehen- sei.
nbnnusfaale b»f en Bczirkl- h iätntlubt 6e- rtirtv tingthin- ttlntannaul crzlichm Sjr qtnbtittn btt'.i inchMm «ü ’ficbaihmi utile Pvrstatz bt‘ । aus (Sitfttn, andwirtschastlichc sührunqm bitif.’ iroerte» unb t Ter t » e seldwebel, brr nn ber Nase schwer verletzt wurde, mustle in dao Miltlärloiarrll in T irden Hofen «xbraeW werben 1-n Obersteiger soll bei b r Unlot auSgeniscn Haben: Ja, du bist aud) einer von den DackeS!
Aertte und Krankenkassen
B e r l i n , 9 Te: Tie gestrige S?aupthertommlima deS V e r- ein« Berliner M a f f r n i r i f e mar rablreitf) benidu. nahm icsod) einen unerwartet friebh'* m Verlauf Ter ..^ofnfawm He** hmg" miolge nahm hi* Beschlüsse, hie einmütig geiaht wurden. ,u erkennen, dast bir Berliner Aer,tescf»aft mit dem .rrieben. wie er Afviirfien brr nitfiftnrnr m .strankenkg"e und dem Vori.ano Vereins Berliner Saffeniute geschlossen ift, durchaus unjuTrw- ben ift.
Von den sächsischen Aonservativen TreSden. 9. Te In der Hauptversammlung be* kon- servaliven LandeovereinS für Sachsen nnirbe aut geteilt, das die Zahl der Mitglieder im letzten ^abre um 10 0 0 gestiege,1 ift 9?ad) einem Vortrag des '"eraer handel J Tammerpräfit>entcn b c r über Arbeitswilligenichutz nahm b,e Versammlung eine Entschliestuug an, in ber ein veriiarkter ©rau«, nor a(l<*m baS Verbot b'• Streikvoftennelu-u.' gefordert Wird Zum Schlick sprach Fabrikbesitzer Tr. Wild grübe - Treten Über ba-< „föderativ- Urin-,in in ber NechiSveriafsung cschmi beule bestehe ein parlam.-nlari'ch'r G4iari«mu6, >me er hm aniau- lich beu< (Erfurter K^'ennfteniirteil« gezeigt habe * gestern abend rnkgleiit. 30 Personen wurden verletzt. Ein Fahrgast ist im «krankenhause gestorben
AuSMer i ko
9?ew Pork, 9 Te» Nach M Idungen auS Mcrcko unter- lanbelt £>ur r t a ’mu b;nt fRcbeUenfübrer (£aran«a. Tie Zapatisten ftebrn 30 .lomrter t ?r .^auiiit.-bt
Ein
Oetker-Pudding
Märkte.
•• «icstcner «icbiuärkte. Am Iobre 1914 finden folgende Viebinörkie fintt T,ei.«tag, S. Jan-. Niiidviehmorst, Miltwocb, 7. 3nn,. Schiveinemoikt. Tien«iofl, 2^. Fan., Rmdpiebniarki, Millwotz, 21. Fan, kchweinemorkt. Tienstag 3. nedr., Rind- vienmailt, Mill,noch. 4. Aebr.. xAwcniemarft ^,en»tao. 17. „ehr., RnidvieHmoiki. Mittwoch. P. Fedr.. schwel,le.narll Tientiaa, i Tlfin, Rmdriehmarkt. Tliltiro*, 4. Man, Sriiroejnemnrft. Tten«taa. 24. fVlnri. N.ndvieh>nc.rtt. Mittwoch, 2h. Lwweinc- ntarfl, Pferde-, ftromermnrrt. Tienltaa, 7. dlvr l, RnidvieHinarkt. Mittwoch. April, Lchivefneinarkl. i ienetaa, 21 Avril, Rnid- Dtehmnrfi Minwock. 22. ?lpril, Cchweinemarti und Nramermarkt. TieibMaa'b Tlat, Nindi'iebninrtt, Mittwoch, 6. Pia,, echwe,ne- morft. TienSiao, 19. Mai, Rindviebmarkt. Mittwoch, 20. Mai, edimfincmnrft unb RrämermaiTt. Mittwoch. 3. F»,ni, Rindvieh- mnrft Tonncr^tafl, 4. Juni, Cchweineinarkt und Rramermnrtt. Tienotaa, 2 <. 3um, R.ndvieb.narn. Mittwoch, 24. Aum, erfnveine- mnrft. Tientztag. 7. ?uh. 'Jhnboiehmarft, Mittwoch, 8. Füll, Lchw-inen,giki mi’* ftrdmermailt. tienjtag. 21. Juli, Rindvieg- morft Mittwoch, 22. Juli, ertnveinemarft xienMaa. 4. August, Rindvieh'iwrkl, Mittwoch, 5. Ang., Schweine,narkl und Kramer- nmrkt Tinvitan, 18. Ang^ Nindriehmarkt Mitlwock, 19. Ang., Schweine,n.rrk,. T.enStag, 1. Levi, N.ndvwhmarkt, Mittwoch, O Sept -chweinemarll unb str.smermarkk. L,e»«tgg, 15. ^ept, Rindvielnnarlt, Mittwoch, 16. Be t. Schweinemarkt, Pferde-, Krämerin ikt Mitt.voch, 7. Cft„ NindvieHmorkt, Tonneretaq, Cft 'duuebiemarrt unb Kramern,arkl. X ie„«t«a, 20. LfL, Hinbmthmnrn, Mnlwoch, 21. Cft, ed)meiuc,narft. TienSlaa.
3 91 ov., :Hi„blieb,uarft, Thltroedi, 4. Nov., Scbwememarkt.
T,en«tafl 17. Nov., NindvieHmarkt, 18. Nov, Schweme,narkl
mtö Strömern,arft. Tien-tag, 1. Tez, Rindvieh,narii, Mittwoch, 2. Tez, 3chwe,nemarkl. Dien-tag, 15. Tez. NindvieHmaikt,
Millwo^, Tfi, kchweinemarkl und .stromern,arkt.
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Denn falte Winde durch das Land brausen, oder wal lenbc Nebel bir Flur bebeten, so treten al« trrucite Begleiter flri4 die aeffli dielen Mat^rrlye nnb Husten auch mit auf. Ebne B? luUftöruna lassen tid, tiefe Hebel vielfach bekommen mit den beft betvöhrten Saiier’« BruN-staramellen, dieselben linö durch viele Tlervc geprüft und als sehr wir Harrt befunden worben.
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Cat^wirtfcbaft.
-- Alten-Buseck, Tez. Ta« Trge'-ni« der Vieb- z ä b I u n q am 1. Teirmbrr ist folaenbe» ' Rindvieh 651, Lchaie 347, 6cbweine 627, Bienen 249 unb staninchen 78 Stück.
Uiiiverfitäts-lladiriditcn.
— Der a o. Pro'. Dr. theol. et pbil. Han« n rt» c (t «, Valle hnt eine Berufung n„ bie Univerlität Bonn an Hteile de« von feinem L'ebrointc unürfnetretrnen t