Nr. \\ Der Siebener Anzeiger erschein! täglich, nutzer Sonntags. — Beilagen: öiermcil wöchentlich Siehener,^amiIienbIÄ1er, iroetmal wöchenll.Nreir- blattsiirdenNreisSiehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- wirischaflliche Zeitfragen Ferusprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag ». Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Giessen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnunnner bis vormittags 9 Uhr. U Erster Blatt 163. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und Zteindruckerei U. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. rL? wr dm Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhosstrahe 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Dienstag, 14. Zamtar 1913 BezuasvreiZ: monatlich 75 Bi., viertel- r jährlich Bit. 2.20; durch Abhole' it. Zweigstelle:: monatlich 65 Pf.; durch diePost Alk. 2.—viertel jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Bi^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. 9leu» Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Die neue Unfallversicherung. Am 1. Januar 1913 ist das dritte Brich der Reichs- versicherungsorduung, welches die Unfallversicherung behandelt und zwar die gewerbliche, die landwirtschaftliche und die Seeunfallversicherung, in Kraft getreten. Vorangegangen ist am 1. Januar 1912 das Inkrafttreten der neuen Invalidenversicherung, und folgen soll am 1. Januar 1914 die Krankenversicherung. Ihr Inkrafttreten ist hinausgeschoben, weil die Errichtung der neuen großen Krankenkassen, welche die jetzt bestehenden Heinen Ka sen zusammentasten sollen, sich nicht so schnell hat durchführen lassen. Wir haben die Unfallversicherung im Deutschen Reiche feit dem 1. Oktober 1885 und sie umfaßte zunächst nur die ^roß-Jndustrie, also vor allem die Fabriken, daneben die Bergwerke und den Hochbau. Sie wurde schon im folgenden Jahre auf die Eisenbahnen sowie auf die militärischen Betriebe, auf die Spedition und Lagerei, auf Post und Telegraphie ausgedehnt. Im Jahre 1887 wurden ihr auch die land- und forstwirtschaftlichen Arbeiter unterstellt und fast gleichzeitig die sämtlichen Erdarbeiter, besonders beim Bau von Kanälen, Chausseen und Eisenbahnen und die Seeschiffer. Im Jahre 1900 kam eine Anzahl von Betrieben hinzu, die man int allgemeinen dem Handwerk zuzählt, die aber auch mit erheblichen Gefahren für die darin beschäftigten Personen verbunden sind und die deshalb sämtlich, auch wenn sie nur mit einem Gesellen betrieben werden, der Unfallversicherung unterworfen wurden. Es waren die Schlosser, die Schmiede, die Fleischer, die Fensterputzer und die Fischer aus hoher See. Zugleich wurde auch der Handel insoweit der Versicherung unterworfen, als es sich um die Lagerarbeiten in einem größeren Geschäfte handelt; als Kennzeichen hierfür war die Eintragung der Firma in das Handelsregister angenommen. Die Ausdehnung der Versicherung auf immer neue Gewcrbszwcigc geschah au f Verlangen der darin beschäftigten Personen, welche der Wohltaten der Unfallversicherung gleichfalls teilhaftig werden wollten. Auch die mit der Ausführung des Gesetzes befaßten Behörden, besonders das Reichsversicherrmgsamt und die Landesver- srcherungsämter, haben aus eigenem Antriebe die Erweiterung angeregt, um Lücken, die sie bei der Anwendung des Gesetzes als Härten e-rpfandeu, zu beseitigen. _ Es kann deshalb nicht Wunder nehmen, daß die Reichs- bcrsicherungsordnung wiederum eine Erweiterung der dcr Unfallversicherung unterworfenen Betriebe bringt. Es sind folgende Betriebe jetzt neu in die Unfallversicherung einbezogen worden: Die Apotheker, die bisher nur bei ihren Lagerarbeiten der Unfallversicherung unterlagen, sind jetzt in ihrem gesamten Betriebe, also auch bei der Anfertigung der Hcil- mittel und Arzneien, sowie im Laboratorium der Unfall- u crsicherung unterworfen. Auf Drogisten ist sie nicht in , diesem Umfange ausgedehnt, sondern umfaßt hier nach j iaie vor nur die Lagerarbeiten: alle Gerbereibetriebe auch die ganz kleinen, das Dekorationsgewerbe, also das Anbringeit von Gardinen, Vorhängen, Bildern usw.; die Steinzerkleinerung; der Betrieb von Badeanstalten; . die Fischereien auf Binnengewässern, die Fischzucht, die Die Radioaktivität in Oer Medizin. Seitdem durch das Ehepaar Curie das erste Energie ans- sendende Clement, das Radium, entdeckt und dargestellt worden ist, habe» sich sofort die experimentellen Naturnnsseusckzasten dieses eigenartigen Körpers beinächtigt, um seinen Einfluß auf die Lebensprozesse zu erforschen. Auch die späterhin isolierten aktiven Elenrente, das Aktinium und das aus den Rückständen der Glüh'- strumpssablikation dargestellte Thorium, wurden in den Kreis iber Untersuchungen einbezogen, da gleich oder ähnliche Wirkungen vermutet wuroen. In der Tat ergab sich, daß die strahlende Energie der Elemente, die in unsichtbaren Strahlen besteht, es vermag, die Lebensvorgänge zu beeinflussen. Im allgemeinen tourb e als Ges et ermittelt, daß viel Strahlung zerstörend oder doch schädigend, wenig Strahlung aber wachstumfördernd wirkt. Zwischen den einzelnen Elementen untereinander bestehen jedoch Bwschiedenheiten der Wirkungen, die bisher erst zum Teil klar- gestellt sind, die aber sicherlich mit dem physikalischen Verhalten der Stoffe Zusammenhängen. Tas Körpergewebe reagiert je nach feiner Beschaffenheit verschieden unter dem Einflüsse der strahlenden Energie. Die Wirkung der Bestrahlung der gesunden Haut sieht ganz oitders aug als die einer kranken, pathologisch veränderten Stelle. (3ei gewissen Hauterkrankungen wie Warzen, Feuermälern und den schon zu den bösdrtigen Geschwülsten gehörigen, aber dennoch gewöhnlich günstig verlausenden Hautkrebsen (Cancroiden) leistet ibie erkrankte Partie der strahlenden Energie einen größeren Widerstand als die gesunde Haut es tut, kann also ihr länger ausgesetzt rcrden. Natürlich muß die normale Haut geschützt werden, und ries geschieht wie bei Röntgenbestrahlungen, durch Bleiplatten 30er besser durch WiSmut-Blei-Pasten, die völlig die auf sie '.ressenden Strahleu verschlucken. Auf diese Weise sind, wie Prof. Ar ton Sticker-Berlin in der Berliner Klingchen Wock>enichrift irri (jtet eine ganze Anzahl der obenerwälmten Hautveränderungen mblntig und'schmerzlos dauernd geheilt wordew Ter Wunder - äckkeit (Kitter sei auch erwähnt, daß auf diese Weise em H u h n c r- iuge an der Fußsohle beseitigt werden konnte Aber auch auf )ie bösartigen Neubildungen im Innern des Körpers, die das normale Gewebe durchsetzen und ueri)rängen, erstreckt sich die Wirksamkeit der radioaktiven Substanzen. Wenn auch hier noch nicht die Hoffnungen erfüllt worden sind, so sind sie doch auch iid)t enttäuscht worden. Jedenfalls sind eine größere Anzahl doii Krebsgeschwülsten, die zum Teil von den Chiirurgen für nicht nehr operierbar erklärt worden waren, unter dem Einslnsie der Üabium und Thoriumstrahlen geschwunden, und es bleibt nur «bzuwarten, ob diese Heilung eine dauernde sein wird. Natürlich fttgent sich die Aussichten auf Erfolg, je früher die bösartige Geschwulst erkannt ist. Teichwirtschaft und Eisgewinnung, sowie das Halten von Fahrzeugen auf Binnengewässern; das gewerbsmäßige Halten von Reittieren, und Ställen, aber auch das nicht gewerbsmäßige Halten von Fahrzeugen, die durch elementare oder tierische Kraft bewegt werden, also z. B. von Automobilen, Autofahrrädern, von Equipagen, sowie das H-alten von Reittieren. Die Chauffeure, Kutscher und das sonstige Bedienungspersonal der Fahrzeuge und dcr Reittiere war bislang nur versichert, wenn Fahrzeuge oder Reittiere im gewerblichen oder landwirtschaftlichen Betriebe gebraucht wurden und deshalb als Zubehör des Betriebes der Versicherung unterlagen, nicht aber lvenn sie sich ein Privatmann oder auch ein Geschäftsmann lediglich für seinen Privatbedarf hielt; die kaufmännischen Unternehmen find in erweitertem Maße der Unfall-Versicherung unterworfen. Es wird die Eintragung in das Handelsregister nicht mehr erfordert, sondern lediglich ein Umfang des Geschäfts, der über den Kleinbetrieb hinausgcht. Dies soll nach einer Bestimmung des Reichsversichcrungsamtes schon angenommen werden, wenn der Inhaber während mindestens 300 voller Arbeitstage jemanden beschäftigt, wobei die Tätigkeit eines Verkäufers nur zur Hälfte angercchnet wird. Denn die Versicherung erstreckt sich- überhaupt nur auf die technische Arbeit, nicht auf die kaufmännische; sie umfaßt jetzt aber nicht nur die Lagerarbeit, sondern auch die Arbeit im Laden beim Verkauf. Der Versicherung unterliegen nun auch die Konsumvereine, die trotz ihres oft großen Umfangs bisher befreit blieben, weil sie nicht im Handelsregister eingetragen waren; man hat beim Erlaß des Gesetzes vom Jahre 1900 au sie nicht gedacht, vielmehr geglaubt, mit dem Erfordernisse der Eintragung ins Handelsregister alle größeren Geschäfte erfaßt zu haben. Tas Versehen ist jetzt gutgemacht. Die Leistungen der Berufsgenossenschaften an die Verletzten sind wiederum etwas erweitert worden. Der Absicht des Gesetzes entsprechend, die Verletzten einen Teil des Schadens selbst tragen zu lassen und sie nur vor Not zu schützen, war bestimmt, daß der Jahresarbeitsverdienst nur bis zu 1500 Mk. der Rentenberechnung voll zugrunde gelegt werden soll, während der Mehrvcrdienst nur zu ein Drittel angerechnet wird. Durch die Reichsversicherungs- orduung ist die Grenze auf 1800 Mk. erhöht. Betriebsbeamte unterlagen der Versicherung bisher nur, wenn ihr Jahresgehalt *3000 Mk. nicht überstieg, jetzt bis 5000 Mk. Wenn infolge eingetretener Besserung die ursprünglich gewährte Rente herabgesetzt oder gar eingestellt wird, trat die Wirkung mit Ablauf des Monats -ein, in, dem dcr betreffende Bescheid zugestellt war; jetzt erst nach Ablauf des auf die Zustellung folgenden Monats. Im Verfahren ist eine Mitwirkung der Versicherungsämter, allerdings nur in sehr geringem Umfange, vorgesehen; aber die Bedeutung der bisherigen Schiedsgerichte, jetzigen Oberversicherungsämter, ist sehr gesteigert. Sie entscheiden nicht nur wie bisher über Streitigkeiten aus Anlaß des Heilverfahrens endgültig, sondern auch über die Festsetzung dcr nur vorläufigen. Renten in den ersten zwei Jahren nach dem Unfall und ferner immer als letzte Instanz, wenn streitig ist, ob eine wesentliche Besserung oder Verschlimmerung eingetreten ist. Der Rekurs an das Reichs- versicherungsamt oder in demjenigen Staaten, die ein Landesversicherungsamt errichtet haben, an dieses, ist für derartige Streitsachen nicht mehr zugelassen. Das dürften die wichtigsten Neuerungen sein, welche Die Auslösung und Verkleinerung der sonst so üppig und schnell wuchernden Tumoren ist aus eine eigentüml che Anziehungskraft (Affinität) zurückzufül-ren, welche die Geschwulstzellen auf die Strahlen ausüben, und insbesondere sind es in den Zellen die Teile^ von denen die Vermehrung ausgeht, die Kern c, die von der Strahlung geschädigt werden. So unterbleibt ein weiteres Wachstum der Geschwulst, ja im Gegenteil diese schmilzt sogar ein unb. umgibt sich mit einer dichten Bindegewebsnarbe, welche die Verschleppung der Geschwulstkeime in den Körper verhindert. Damit aber sind die Einflußsphären der Radioaktivität auf den Körper noch keineswegs erschöpft. Sie beschränken sich nicht nur auf anatomische Verändern gen an einzelnen Organen, sondern sie greifen auch in Stoffwechselprozefse ein. Allerdings ist es hier nicht die strahlende Energie direkt, sondeim die gasförmige Emanation der Elemente, die Radium- und Thormmemanation, die durch Einspritzungen oder durch Getränke dem Körper einverleibt wird, entfaltet hier eine Dauerwirlung. derartige Erfolge sind in letzter Zeit häufig bei Gicht und Rheumatismus beobachtet worden. Auch bei Bluterkranknugen sind sie angewandt worden. Hier beruht ihre Wirksamkeit im Gegensatz zu dem früher Gesagten auf einer Reizivirkung, die die Blutbildungsstätteu in der Milz und im Knochenmark -zür Produktion normaler Blutkörper anregt. Daß wir mit der Fülle der Erfahrungen, die heute nach einer Arbeit weniger Jahre vorliegen, noch nicht an das Ende der Erkenntnis gelangt sind, sondern daß gewiß noch manche Offen- barungen uns be.vorstehen, darüber kann kein Zweifel obwalten. * — D i e N a ch f o l g e T s ch u d i s. Die Nachfolge des Generaldirektors v. T s ch n d i ist in der Weise entschieden worden, daß der Konservator Braune die Geschäftsführung der bayerischen Staatsgalerien erhält und Pros. Toni Stadler sich als verantwortlicher künstlerischer Beirat ihm zur Verfügung stellt. Braune ist, obwohl noch jung an Jahren (geb. 1880), feit längerer Zeit in den Pinakotheken tätig, seit einigen Monaten als Leiter der neuen Pinakothek, und hat sich auch,als Mitarbeiter Tschudis bewährt. Seine wissenschaftliche Tätigkeit liegt vornehmlich auf dem Gebiete der altdeutschen Malerei. Es ist etwas Neues, Museen der gemeinsamen Leitung eines schaffen den Künstlers und eines wissenschaftlich orientierten Museumsfachmannes anjuöertraucn. Nach allem, was von den Leistungen der beiden Männer bekannt ist, darf inan hoffen, daß von ihnen das Erbe Tschudis in seinem Geiste verwaltet werde. — Franziska Ellmcn reich, die in der Geschichte der deutschen Schauspielkunst immer ihren ruhmreichen Platz behaupten wird, ist ämumehr endgültig and denn Verbände des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg ans geschieden. Ws Fürstin Isabella in der „Braut von Messina" verabschiedete sie sich, so die Reichsversicherungsvrbnung für die Unfallversicherung gebracht hat. In ihrer Ausdehnung sowie in ihren Leistungen überragt die deutsche Unfallversicherung noch immer bei weitem diejenige aller anderen Staaten. Die Tu kei vor der Entscheidung Auch am gestrigen Montag mittag hat die Botschafter- konferenz wieder in London getagt, ohne daß mein über das Ergebnis etwas Bestimmtes erfährt. Das Reuter-Bureau erfährt aus diplomatischen Kreisen nur, daß der Text der Note der Mächte nach Konstantinopel telegraphiert worden sei, aber unter den günstigsten Umständen frühestens am Dienstag ober Mitttvoch dort vorgelegt werden könne. Die Note sei kurz, aber^bestimmt und gehe ohne Umschweife auf das Ziel los. Sie weise die Pforte klar und ernsthaft auf die Notwendigkeit hin, Abrianopel abzutreten und die Frage der ägäischen Inseln der Entscheidung der Mächte zu überlassen. Ändere Fragen seien darin nicht b?rührt. Auch über die Entschließungen dcr Türkei weiß man noch nichts Bestimmtes. Ob eine Nationalversammlung schließlich zustande kommen wird? Wir erhalten folgende Meldungen: Ein türkischer Ministerrat. Konstantinopel, 13. Jan. Auch heute fand auf der Pforte unter dem Vorsitz des Großwesirs ein Mi- nisterrat statt, der über die Lage beriet, hauptsächlich über die Telegramme der türkischen Friedensbevoll- mächtigten und türkischen Botschafter. Trotz der offiziellen Erklärungen, die, wie es heißt, auch den hiesigen Botschaftern gegenüber wiederholt worden sind, daß die Pforte in den Fragen bezüglich Adrianopcls und- der ägäischen Inseln niemals nachgeben könne, erfüllt der bevorstehende Kolleklivschritt der Mächte die Pforte mit ernster Besorgnis. Tie Regierung ist durch ihre bisher befolgte Haltung derart festgelegt, daß sie außer Stande ist, ernste Entscheidungen zu treffen und für den Krieg oder ein Zurückweichcn vor dem Willen Europas die Verantwortung zu übernehmen. Dcr heutige Ministerrat beschloß, eine große Versammlung ein zuberufen, die alle hohen Zivilen, militärischen und kirchlichen Würdenträger, darunter die Häupter der nicht muselmanischen Gemeinschaften umfassen soll, ferner die hervorragendsten Senatoren und mehrere el)emalige -Minister. In dieser Ver- sominlnug will die Regierung alle Phasen des Krieges sowie die gegenwärtige militärische und diplomatische Lage auSeinanbersetzen. Die Versammlung soll bann ihre Meinung barüber aussprechen, welchen Entschluß bie Türkei fassen soll. Eine ähnliche Versammlimg fand vor dem russisch-türkischen Krieg im Jahre 1877 statt. Ta im Falle der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten eine Aktion der griechischen Flotte gegen die kleinasiatische K ü st e b. fürchtet wird, wurden beträchtliche Truppenverstärkungcn nach den wichtigsten Städten des Wilajets Smyrna entsandt. Auch die Truppen in Gallipolis wurden durch Kurden und Araber erheblich verstärkt. Der zuni Flottenkommandanten ernannte frühere Marineminister, Kontreadmiral Halil, begab sich bereits nach den Dardanellen. Er soll die Instruktion haben, sich für eine entscheidende Schlacht mit der griechischen Flotte bereitzuhalten. Der Vorschlag des Grvßwcsirs, einen National rat einzubcrufen, soll angenommen, aber noch nicht vom Sultan sanktioniert fein. Den Konstanttnopeler Müttern zufolge ist der Beschluß wirb uns aus Hamburg geschrieben, am Sonntag- vom Hamburger Publikum, bas der Künstlerin enthusiastische Huldigungen brachte. Mit Franziska Ellmenreich scheidet eine Persönlichkeit aus dem- tätigen Theaterleben, bereu klassische ihnift vielen Tausenden Erschütterung und Erl-iebung gegeben hat. — Ein Denkmal für Mönkeberg. Dem Andenken des Hamburger Mirgermeisters Mönkeberg will der Hamburger Staat, wie uns von dort geschrieben wird, ein Denkmal widmen, das ein Denkmal der Bürger kraft darstellen soll. Es ist gedacht als eine von einem Löwen gekrönte monumentale Brunnenanlage. Der Entwurf der bildhäuerisck>en Teile stammt von dem Dresden-er Professor Georg Wrba, der architektonische Ausbau wurde von Professor S chu m a cher (Hamburg) entworfen. — Ein R e g i st r i c r b a l l o n, der am 7. Dez ember vor gen Jahres von dem Aerologischeu Observatorium in Paris abgelassen wurde, tyat eine Rekordhöhe von 37 700 Meter erreicht. Tie inindeste Temperatur, die bei diesem Ausstieg gemessen wurde, betrug — 56,9 Grad bei einer Höhe von 19 730 Meter. Bei her größten erreichten Höhe verzeickmete der Ballon eine Temperatur von — 51,6 Grad und einen Luftdruck von 3 Millimeter. Der Ballon bestand aus Kautsckmk, hatte einen Durchmesser von 1900 Millimeter und einen seidenen Fallschirm. — Amerikanische zoologische Expedition nach d e m Kong o. Seitdem der frühere Präsident der Vereinigten Staaten, Col. stioosevelt, durch die Ausbeute seiner erfolgreichen ^agdcxpedition nach Britifck>-Ostasr!ka die Museen seiner Heimat in umfassender Weise bereichert hat, sind in vielen Teilen des Kontments amerikanische Zoologen in gleicher Absicht tätig, um wenigstens durch die Museen für die Nachwelt Eremplare der afrikanischen Tierwelt zu erhalten, die jetzt noch vvrlmnden sind. Am Kongo arbeitet zu diesem Zwecke eine vom Amerikanisckvn Museum für Naturwissenschaften in Neu Bork entsandte Exveditiou unter Leitung der Herren Lang und C h a p i n. Nach „Peterm. Mitt." befand sie sich Ende August in Faradje und stand im Begriff, nach Avakubi mifzubrecheu unb von dort den Rückweg au die Westküste zu bewerkstelligen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. D i e H o ch s ch u l c s ü r k o m munaleund soziale Verwaltung in Köln veranstaltet in den Tagen vom 24. Febr. bis 1. Marz 1913 ihren „1. Fortbildungskursus für Kommunal beamte und Sozialbeamte, für Stadtverordnete, für sozial inter essiette Männer und Frauen überhaupt". Der 1. Kursus wird über .,die soziale Fürsorge der koimnunalen Verwaltung in Stadt und Land" unterrichten. — Zur Förderung der geistigen Bezieh ungen zwisckxm Deutschland unb den Vereinigten Staaten erläßt die „New Porter Staatszeitung" ein Preisausschreiben für einen modernen deutschen Roma n. Der Hauptpreis betragt 3000 Mark. des Ministerrates, eine großeBersammlungzur Entscheidung über Krieg und Frieden cinzuberufen, noch kein endgültiger. Der Ministerrat ttnrb sich noch mit der Frage beschästigen. Ein entsprechender Vorschlag ist von dem Großwesir gemacht worden. Die Greucltaten. Das „Bcrl. Tagebl." meldet aus Rom: Die im Innern des Balta ns verübten Metzeleien dauern, wie ein diplomatischer Vertreter einer Großmacht in einem Schreiben aus dem Orient berichtet, fort. Die Zahl der bisher Massakrierten wird auf 240000 geschätzt. Russische Vorbereitungen. Petersburg, 13. Jan. sPctersb. Telegr.-Agentur.) Die Nachricht, welche die „Neue Freie Presse" angeblich aus russischen Blättern widcrgibt, das; die russische Regierung beschloß, zwei weitere Jahrgänge der Reserve einzuberufen, ist vollständig aus der Luft gegriffen. Kein russisches Blatt veröffentlichte eine solche Nachricht, auch traf die russische Regierung eine solche Maßregel nicht. Somit ist die Frage des Blattes, gegen wen die Maßregel gerichtet ist, vollständig müßig. Die guten österreichisch-rumänischen Beziehungen. Bukarest, 13. Jan. Der österreichisch-ungarische Ge sandte, Prinz Fürstcnberg, überreichte im Auftrage des Kaisers als Zeichen der Dankbarkeit für den Empfang des Generalstabschefs v. Hötzendorf bei seinem Besuch in Rumänien dem Ministerpräsidenten Majoresco, Generalstabschef Averesco und dem Kommandeur des Bukarester Armeekorps, Crainiceano, das Bildnes des Kaisers mit der eigenhändigen Unterschrift. Dem Generalsekretär im Ministerium des Aeußern Eretzeano und dem Chef des Protokolls im gleichen Ministerium Tres nea-Greciano wurde das Großkreuz des Franz-Josef- Ordens verliehen. Deutsches Reich. Zur zweiten Berat urig des Etats für das R e i ch s a m t des Innern sind im Reichstage einige Entschließungen gestellt worden. Die wirtschaftliche Vereinigung beantragt, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, baldigst einen Gesetz entwurf vorzulegen, der die Verwendung n i ch t d e u t s ch e r Geschäftsbereich n ungen im Deutschen Reiche nur in genügend begründeten Äusnahmefälleu gestatte,, ferner einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die fortgesetzt im Steifen begriffene Naturverschandelung durch Plakate und Bretterreklame verbietet, schließlich den Reichskanzler zu ersuchen, baldigst die erforderlichen Maßnahmen zur Errichtung eines dem Neichsamt des Innern ang.'gliedercen R e i ch s a m t s für deutsche Sprache zu treff en. Tic- selbe Partei ersucht die verbündeten Regierungen, zum Schutze des gewerbetreibenden Mittelstandes einige Gesetz entwürfe vorzulegen, die sich beziehen u. a. auf die zeitgemäße Ausdehnung des gewerblichen Befähigungsnachweises, die Heranziehung der Fabrikbetriebe zu den Kofteri der Lehrlingsausbildung, Beschränkung der Ausübung eines Gewerbes auf nur voll jährige Personen, Verschärfung des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes, bessere Wahrung der Forderungen des Handwerks in der Konkursoronung, Verbot von Wanderlagern, Bekämpfung des versteckten Warenhandels, Verschärfung des Gesetzes über Abzah-l'.mgs- geschäfte, anderweitige Regelung des Submisiionswescns, Errichtung eines Reichsamts zur Beaufsichtigung der Syndikate und Kartelle, weitere Einschränkung der 'Gefängnisarbeit und Fernhaltung ausländischer Hausierer. Die preußischen Landtags wählen. Wie die Königsberger „Hartungsche Zeitung" aus zuverlässiger Quelle erfahren haben will, sollen die Landtagswahlen in Preußen auf den 14. Mai festgesetzt worden sein. Ein neues Mitgliedervcrzeichnis ist im Reichstage ausgcgeben worden. Im Reichstage ist zurzeit der seltene Fall zu verzeichnen, daß alle Mandate besetzt sind. Die Parteien zeigen folgende Stärke. Sozialdemokraten 110, Zentrum 00, Nationalliberale 46, konservative 44, fortschrittliche Voltspartei 42, Polen 18, Reichspartei 14, Elsaß-Lothringer 9, wirtschaftliche Ver- einigirug 8, Deutsch-Hannoveraner 5, deutsche Re so empörtet 3 Mitglieder, fraktionslos sind 8 Mitglieder. Im Jahre 1912 haben, wie bekannt, 12 Ersatzwahlen stattgefunden. Ausland. Eine Streichholz st euer in Oesterreich Der österreichische Finanzminister kündigte im Budgetaus schuß des Reichsrates eine Streichholzsteuer an. Die Einzeldebatte über das Hoine-Rule-Gesctz im englischen Unterhaus ist am Montag beendet worden. Die Beratung der Vorlage hat über vierzig Tage in Anspruch genommen und ist, abgesehen von der Niederlage der Regierung im November vorigen Jahres ohne Störung verlausen. In den hauptsächlichsten Bestimmungen des Gesetzes ist keine wesentliche Aenderung betroffen wor den. Die wichtigste Wiubcrung, die beschlossen nn.Y e, betrifft die Einführung des Grundsatzes der Proportionalvcrtrctung bei den Wahlen für den irischen Senat und in gewissen Bezirken bei den Wahlen für das irische Unterhaus. Brief eines Deutschen aus Liberia. Tic „Norddeutsche 'Allgemeine Bettung" schreibt: Ein Berliner Blatt gibt in seiner Ausgabe vom 11. Januar den Bries eines Deutschen aus Liberia wieder. Im Hinblick aus die darin geschilderten angeblichen Vorkommnisse muß festgestellt werden, oaß von einer Schnürhung der deutschen Marine und speziell der vor Liberia ankernden Kriegsschiffe und ihrer Kommandanten, ebenso von einer feindlichen Behandlung der deutschen Regierungs Vertreter keine Rede sein kann, daß vielmehr die Forderungen der deutschen Kommandanten, loenn auch erst nach einigem Druck, erfüllt worden sind. Insbesondere wurde der in dem Brief er tvähotte liberianische Offizier mit Dienstentlassung bestraft. Aus Stadt und Land. Gie '-en, 14. Januar 1913. ** Tage Skalen der für Dienstag, 14. Jan Stadt- theater: „Hedda Gabler-. Anfang 8 Uhr. * •• Der Viehstand in Oberhessen. Nach der vor- rSttftgen Zusammenstellung wurden bei der letzten Vieh- zählnng am 3. Dezember 1912 ermittelt: 20 940 Pferde (gegen 20 370 ttn Jahre 1907), 61 Esel und Maultiere (45), 149 132 Stuck Rindvieh (163 723), 32 599 Schafe (45 127), 150 700 Schweine (163 842), 32 963 Ziegen (33 717) und 587 705 Stück Federvieh (554 730). Bei allen Vie h - gattungen ist also ein Rückgang des Bestandes in den letzten 5 Jahren festzustellen, und zwar in allen Kreisen Neubau des Empfangsgebäudes erfolgen, anschlagsmäßig 353 000 Mark. Es werde 10 Mark. Es werden zunächst 50 000 Mark gefordert. Kreis Lauterbach. 0 Wallen rod, 13. Jan. Ein fremdes Schlittengespann passierte gestern nachmittag die Straße von Wallenrod nach Maar. Der Führer davon hatte die Gewalt über die Pferde verloren. Die wild gewordenen Tiere fausten um eine scharfe Kurve und warfen den Schlitten gegen einen Baum. Die eine Wand des Schlitten wurde vollständig eingedrückt, der Besitzer fiel aus dem Schlitten und zog sich Verletzungen am Kopfe zu. Zum Glück stieß die Deichsel gegen einen Baum, womit das Fortkommen der Pferde gehindert war. Der Mann konnte ohne fremde Hilfe die Heimreise mit seinem zerbrochenen Schlitten antreten. Kreis Alsfeld. _ Niederohmen, 14. Jan. Die Anlagen des an der Strecke Gießen-Fulda gelegenen Bcchnhofes Niederohmen gr uügen nicht mehr dem gesteigerten Verkehr. Es fehlt an Kreuzung s - u n d Ueberholungsgleisen. Bei deren Herstellung muß zugleich eine Erweiterung des Bahnhofes und ein --->— Die Kosten betragen 0 Mücke, 13. Jan. Am Donnerstag vollendet der Landwirt und Auszügler Konrad B r ä u n i n g sen. sein 9 4. Lebensjahr. Er ist körperlich und geistig noch frisch und gesund. Im Sommer sieht man ihn ost in der Nähe seiner Wohnung noch landwirtschaftliche Arbeiten verrichten. =* Gleimenhain, 12. Jan. Bei der gestrigen Bürger m e i st e r w a h l wurde Karl Kalbfleisch zum erstenmal einstimmig gewählt. Von 43 Wahlberechtigten machten 38 von ihrem Wahlrechte Gebrauch. 8. Kirtorf, 12. Jan. Du in verschiedenen Zeitungen verbreitete Nachricht, die hiesige Autopost EhrrngS- Hausen — K > rt o'' f — Kirchhain, c. G. in. b. H„ habe den Konkurs angemetbet, beruht auf böswilliger E r f i n d u n g. jähriges Stiftungsfest, das einen hübschen Verlauf nahm. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Tie Theaterstücke wurden flott gespielt und sanden allgemeinen Beifall. Der Verein bot sehr gute Gesangsvorträge. -m Birklar, 13. Jan. Auf Veranlassung des Kriegervereins sand am Samstag abend ein Lichtbilder- Vortrag statt über: „Deutschland vor 100 Jahren", der gut besucht war. Der Redner zeigte eine große Anzahl Bilder aus 1806—1815. Zum Schluß ließ der Redner noch verschiedene andere Pilder, auch solche von einer Rhein-- reise, vorüberziehen. s. Londorf, 13. Jan. Am Samstag abend hielt der Gesangverein Frohsinn seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Bürgermeister Aumann, gedachte der im vergangenen Jahre gestorbenen Mitglieder. Der Verein besitzt ein baares Vermögen von ca. 600 Mk Dem Rechner Becker und dem Schriftführer Olemiß sprach der Vorsitzende Dank für ihre gewissenhafte Arbeit aus. Die Dorstandswahl ergab die einstimmige Wiederwahl des seitherigen Vorstandes, anstelle des verstorbenen Hch. Wiß- ner wurde Joh. Jammer gewählt. Am 2. Februar hält der Verein sein Konzert im Boegerschen Saale. Es wurde geschlossen, lein Theater zu spielen, dafür aber einige So- Uten Mitwirken zu lassen. — Die wegen der hier herrschenden Masern verschobene Bef ch e r u n g der Kleinkinder s ch u l e fand gestern abend in der Kirche statt. Kreis Büdingen. 0 Dauern heim, 12. Jan. Das Wetterauer Basalt werk in Blofeld, das im vorigen Jahre in Konkurs geriet, ist nun für den Preis von 9500 Mk. in den Besitz des Bauunternehmers Gg. Mogk in Blofeld übergegangen. Die Arbeiten im Werk haben wieder begonnen, wodurch zahlreiche Arbeiter von hier und aus der Umgegend Beschäftigung finden, zumal die Holzmacherei bald beendet ist. Die beträchtlichen Steinvorräte finden Verwendung auf den Kreisstraßen der Kreise Büdingen und Friedberg. — Seit Sommer 1912 ist hier die Feld- bereinigung im Gang. Auf zwei Jahre verteilt sich die Abholzung eines 40 Normalmorgen großen Buchenwaldes, der in die Verenigung fällt und zur Gemarkung Bingenheim gehört. Tie kkebergabe der Bereinigung in Bingenheim vollzieht sich schon im Herbst 1913, für Dem er n Ye im kann dies erst in 1914 geschehen. Auch vom Schleifelder Hof findet eine Geländeabtretung an Tauern heim statt. der Provinz. Eine Ausnahme bilden nur die Pferde und das Federvieh, die eine Zunahme aufweistn. Die Bienenstöcke haben sich von 10 769 Stück auf 13 132 Stück erhöht. •• In Audienz empfangen wurden vom Groß- Herzog am SamStag u. a.: ScmitätSrat Dr. Schliephak' und Landgerichtsrat Wiener von Güßen, Ocfonomictat Falk von Friedberg, Kommerzienrat Em melius und Geb Medizinalrat Dr. Haberkorn von Gießen, OberawtSrichtei Dr. Fuhr von Bad-Nauheim, der Proseffor am Prediger siminar D. Dr. Schoell von Friedberg, Geh. Justizrat Dr. Schmidt von Gießen und Beterinärrat Oe hl von ')Hbba. ** Ordensverleihung. Ter Groß!) erzog hat dem Landbriesträger Konr. Beck zu Storndorf das Allgemeine Ehren zeichen mit der Jnschrist „Für langjährige treue Tienste" verliehen ** Die eräug. Landes svnode wird am 25. Februar wieder zusammentreten. Ten rciditigftcn Beratungsgegenstaw. bildet der Entwurf der biblischen Geschichte für die evang. Schuler im Großherzogtum Hessen. Tancben koinmen noch kleinere Vor lagen zur Besprechung. Voranssichtlich nehmen die Verhandlungen nicht mehr als fünf Tage in Anspruch. ** Eisenbahuperfonalie n. Ter Großherzog Hai dem Preußischen Eisenbahnvirektor und Vorstand des Eisenbahn Verkehrsamts zu Mainz, Adolf Scholl, aus Anlaß der am 10. Januar rollendcten fünfzigjährigen Dienstzeit das Ritter krenz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmiitigei verliehen. — In den R u h e st a n d versetzt wurde der Weichen steiler (Eisenbahngehilfe) in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn gemeinschaft Gg. Harbach zu Saasen. ** S t a dk t h e a t e r. Als Festvorstellung zu Kaisers Geburtstag wird dieses Jahr ein vaterländisches Schauspiel von Theodor Birk „Aus eiserner Zeit" als Ur aufsührung gegeben werden. Birk, der bekannte Maeburger Universitätsprofessor, hatte seiner Zeit mit seinem Schan- spiel „Anna von Hessen" an einer Reihe von Bühnen, so am Hoftheater zu Kassel, wie auch Pier, >vo das Werl mit Frl. Rottmann in der Titelrolle im alten Hause als Festvorstellung zur Hochzeit des Großherzogs gegeben wurde, starken Erfolg. — Es sei darauf yingewiesen, daß die morgige Aufführung von Hebbels „He rod es und Maria m ne" mit Frl. Riza Bajor als Gast die unbedingt letzte des Werkes ist. — Die beiden Operetten, die am Freitag und Samstag vom Wiesbadener Operetten Heater stier gegeben werden, „G-rigri" und „Tcmzanwaltt, werden im Sommer vom Bud-Nauheimer Operetlencusemble nicht wiederholt werden. ** Evan g. Bund. Der nächste F a m i l i e n a b e n b des hiesigen Zweigvereins soll am nächsten Sonntag statlfinden. Mi' Rücksicht baranf, daß die Jesuiten frage, die unter dem Eindruel der auswärtigen politischen Verhältnisse in den letzten Wochen etwas zurückgetrcten ist, plötzlich unser ganzes itinci. politifdjcv Leben beherrschen könnte und daß schon in nächster Zeit wichtig- Entscheidungen fallen dürsten, hat der Zweigvcrein Geh. Kirchen rat Professor D. Dr. Krüger zu einem Vortrage über „T i e I e s n 11 c n" gewonnen, und es ist den Evangelischen von Gießen und Umgebung dadurch Gelegenheit gegeben, sich von einem genauen Kenner des Ordens und seiner Geschichte führen und belehren zu lassen, Grundsätze, Ziele und Tätigkeit des Ordens kennen zu lernen, dessen Wiederzulassung im Augenblick so eifrig betrieben wird. ** Jubiläumsvereinigung ehe m. 116er, G i e ß e n - S t a d t. In der gestern abend abgehaltenen ersten Gesamkausschußsitzung berichtete der Vorsitzende zunächst über den Stand der Vorarbeiten. Der Wortlaut des Aufrufs, in dem allgemein aufgefordert wird, sich an dem Regimentsfest zu beteiligen und in dem auch geraten wird,, sich den bestehenden Jubiläumsver>.iuigungen anzuschlie^n steht jetzt fest. Seine Veröffentlichung im Gießener Anzeiger geschieht am 15. Januar. Ortsausschüsse für die Unterbringung von alten Kameraden werden gebildet in Heuchelheim, Wieseck, Klein-Linden, Friedberg. Butzbach, Wetzlar, Marburg, Lollar, Großen-Linden und Lang-Göns. Hierdurch soll es ermöglicht werden, die Stadt Gießen,im Notfälle zu entlasten. Tie Meldungen für Ausnahme gegen Entgelt in Gießen selbst sind bis jetzt nicht besonders zahlreich, weshalb nochmals an die Wirte heranaetreten werden wird. Die Verhandlungen wegen der Musik schreiten vorwärts. Hierauf erläuterte der 2. Vorsitzende des Bauausschusses das aufgestellte Projekt. Es ist folgendes geplant: Eingang gegenüber dem Schützenhaus an dem Weg nach dem Philosophcnwald: drei Festhalten, eine direkt vor der Germania und parallel zu dieser, die zweite vor der Liebi^shöhe, zwischen beiden 25 Meter Abstand und Blick auf die dritte Festhalle auf dem Winnschen Grundstück neben der Liebigshöhe; drei Bierzelte, eines in der Verlängerung der zweiten Festhalle, eines vor dem Juxplatz parallel zur Kirscheuallee, eines rechts vom Eingang parallel der Kaiser-Allee: zwei Tanzböden auf dem Festplatz, einer aus der Liebigshöhe, Spiel- und Turnplatz, Musikpavillon. Das Projekt wird autgehcißen und der Bauausschuß ermächtigt, Offerten für den Bau einer Zuschauertribüne hinter dem Standort des die Parade Abnehmenden einzuholen. Weiter berichten die Vorsitzenden der Einzelausschüjse über bereu Tätigkeit. Ter Vorsitzende schließt sodann die Versammlung, nachdem er zuvor noch zum Besuch des am Tonners- tag abend im Hotel Einhorn stattfindenden Vortrags des Obersten a. T. v. Wunsch aufgefordert und weiter mitgeteilt hatte, daß am 1. Januar 1913 von dem Verein die' Mitt gliederzahl 500 überschritten worden sei. Um einen klaren Ueberblick über die Anforderungen des Festes, besonders wegen der Unterbringung itrtb Verpflegung, zu gewinnen, ist es unbedingt erforderlich, die Arbeiten der Ausschüsse (in denen übrigens Mitglieder des hiesigen Veteranen- Vereins und der Kriegerkameradschafr eifrig tätig sind), durch sofortige Anmeldung zu unterstützen. Wie schon früher erwähnt, findet die nächste Sitzung des großen Festausschusses am 9. Februar, vorm. 10i i Uhr, im Hotel Großherzog statt. ** Besitz wechsel Der Inhaber bev Schuhgeschäfts L. Süß in Gießen, Kaufmann I. Krämer, kaufte die dem Bäckermeister G. Fvrlmch und Rentner L. Süß gehörenden Grundstücke in der Marktstraße um daraus ein größeres der Neuzeit entsprechendes Schuluvareuyaus zu errichten. Gleichzeitig erfolgt in der Markistrafte und Wettergasse eine Regulierung und Verbretterung der Straßen. — Fran Witwe Mar.in Langsdorf verkaufte ihr Haus Ludwigstraße 59 an Schneidermeister Robert Gärt n e r für 42.000 Mark. ** Eine ständige Automobil-Ausstellung wird die Firma Kr o n en b e r g u n b Shilling am 1. März in bem groncn Laben bes Reibcrfck)en Nenbaues errichten. Ans gestellt werden die betaunten Dürkvvo-Antomobile. Tie Ausstellung soll so reicbixiltifl gestalter werben, wi man sie sonst nur in Großstädten finbei. Landkreis Gießen. fi. Watzenborn-Stein berg, 13. Jan. 3ni Jahre 1912 tviirbcn in unserer Gemeinde getauft 17, beerdigt 25 Personen nnb getraut 17 Paare Kon firmiert wurden 22 Knaben und 24 Mädchen. Der Gesangverein „Harmonie" beging gestern abenb in bei- Ludwigshöhe sein secds- Kreis Schotten. 0 2 au bad), 13. Jan. Der Evangel. Bund hielt gestern abenb im „Schützenhof" seinen .zweiten, gut besuchten Familien- abenb in diesem Winter ab. Schüler des Gymnasiums trugen 2 Musikstücke von Chopin nnb Händel, für Klavier, Violine nnb Harmonium, in schöner Weise vor. Psar^cr Volp wies darauf hin, baß die Feier als ein „Dentschei- Abend" Erin-^ iicrungen wecken solle an jene große, glaubensstarke Zeit vor 100 Jahren. Im Mittelpunkt des Abends staub ein Lichtbilder- vortrag über die Kriegsjohrc 1806—1813. Lehrer Jakob aus Gonterskirchen gab in sesselnber Weise die r ügen (Srläaterun* gen. Gemeinschaftlich fang man hierauf be Lied: „Deutschland, Deutschland über alles!" Ein Konzertstück von Back schloß die offizielle Feier des Abends, der sich ein gemülliches Zusammensein anreihte. Kreis Friedberg. • L. Fried berg, 13. Jan. Der Direktor unseres Predigerseminars, Prof. D. Eger, hat einen Ruf als Prof, nach Halle erhalten und die Berufung angenommen. — Aus der Pfingstweide hat die Stadtvenvaltung einige Hunden, Mirobellenbäume anpflanzen lasten. Mit der Zeit soll dort ein Mirabellenham cntslehen. § Bad-Nauheim, 13. Jan. DaS 2 5 jährig« Jubiläum feiern in diesem Jahre die Freiwillige Sanitätskolonne und der Gewerbeverein. Starkenburg und Rhein Hessen. rm. Darmstadt, 13. Jan. Eine Untersuchung ist wegen des Fundes eines Artillcriegeschosses an der Ludwigshöhe hier eingeleitet worben, bie für eine Anzahl Militärbeamte usw. unliebsame Folgen haben bunte. Das Geschoß wurde durch einen Landbriesträger gefunden, der es mit auf bie Post brachte und seinen Kollegen zeigte. Tort nnirbe bie Gefahr alsbalb erkannt nnb das Kommando dos Uebungsplatzes benachrichtigt. Tas Geschoß wurde bann abgeholt. Es erfolgte Meldung an bas bnneral-- kommando in Frankfurt über den Fund, bas eine Untersuchung einleitete. Es soll sich herausgeswllt haben, baß in der Neujahrs- nudit durch F-nierwerker und Artilleristen in der Nähe der Ludwigshöhe etwa 25 'beschösse zum Explobieren gebracht wurben, angeblich, weil die (beschoss« überzählig waren. Es soll sich ergeben haben, daß die Geschosse aus bat im biefigen Artilleriedepol lagernden Giften entwendet worden sind. m. Offenbach a. M., 14. Jan. Tic Einweihung de^ N e u b a u s der Technischen Lehranstalten am Isenburger Sckfloß findet am Freitag, 24. Januar, statt- Die Feier wird einen akademisckzen Akt umfassen, zu den» das Groß Herzogs paar fein Erscheinen zugcsagl hat. Nachmittags um 3 Uhr findet in der Loge ein Essen für bie an dem Fest teilnehmenden Herren statt. Am Samstag, 35.5^3 AAd" Sn-J/1 VW As - Arssd Da ifl ok.Schr' •ui made; SS! haus einbrut gemachten £t binnen bef verfolgte die bürg. An Gendarm m Täter nicht 1 w. ßro im Laufe V Freitag und offener Sira verhaftet, ~ Leonhard S Ä&ln. - Der Dr. Phil., jhfhismirniti Hing von — Der Düsseldoi hütet ?r t sjstvnaliats — Wie: Der Mathemc % üeter ein ruhe angciu Pwi. Stackel — For schungsreise i decke von M wichüge Aufs bieten liefen Reisende nebi lanöun’rtidjnü/. * «om < ttjreL ettteJ. W Ulib V bm der im riun!tonimxtti da bti ütanl im. ^uhmobil * Deni Meldung au- vom Tamp’ um sechs Hl sinia" mi «och e>n iüc Tbcii. Isa»; EiDAbsD ‘«iQlllge 'i fben. ist un Wi «vtzx.. VC /Ctbety ' fk Pfeffer' giessen bringt seine Jftassanferti’gung für Herren-Gar der oben • Damen-Kostüme aus prima Stoffen su sehr soliden Preisen in empfehlende Erinnerung aW* * Seine Ansi cht. Gerichtspräsident (prüft einen bähe dös ftgL der •Wart 3.— erhählid) in SluotbcEcn, Drogerie» M UnlverseLäts-Nachricbten. — Der berühmte Mathematiker Geh. Regierungsrat Prof. Dr. phil., Dr.-Jng. Felix Klein in Göttingen hat den Kultusminister gebeten, ihn von der Verpflichtung zur Abhal- rung von Vorlesungen zu entbinden. — Der Pfarrer Lic. theol. Eunl Pfennigsdvrf in Düsseldorf hat den Ruf an die evangelisch tlwologische Fa- hdtät ^"r Universität Bonn als Nachfolger des Geh. Kpn- sistiorialrats Pros. Dr. Sachsse angenommen. — Wie uns aus Basel gemeldet »virb, feat der Ordinarius der Mathematik an der dortigen Universität Prof. Dr. Rudolf 5 ü e t e r einen Ruf an die Technische Hochschule in Kar lsruhe angenommen; er wird dort Nachfolger des Geh. Hofrats Prof. Stäclel. lieber Vs Million Kerze»: Gaslicht wurden für die Beleuchtung des Automobilsalons in Paris verwandt. Diese ungeheure Lichtsülle wurde zum Teil voi: Pharos-Preßgas lampe»: (4000 unb 1000 Kerzen) und zum anderen Teil von Niederdruck-Gaslampei» erzeugt, bereit Konstruktion den» bekannten Auer Hängebrenner „Otepe" (115 und 300 Kerzen) entspricht. Die Beleuchtung erstreckte sich auf die Fassade»: sowie das Innere der Hallen. C.ls/i- bayerischen Staatsbürger?" — Aspirant: moan halt, sau Leberknöd'ln." * Im Examen. Prosessm: „Also nel)!meit wir an, werden zu einem Fall von Blinddamrenbzunduirg gerufen: frage»: Sie bann zuerst?" Kandidat: „Nach der Ölpresse Patienten." Sonntag, den 19. Januar 1913, 57» Uhr abends, in der neuen Aula Fd. Evangeline Anthony, Herr Wilhelm Backhaus (Klavier) Hessen-Nassau. ok. Schrecksbach, 13. Jan. In der Nacht auf Samstag wurde in der Billa des Fräulein tum Heim - schwert, die zurz-eit abwesend ist, eingebrochen. Der Einbruch war dadurch vorbereitet worden, daß die Kellerfenster eingeschlagvn frwrden waren. Da sämtliche Keller- türen verschlossen waren, konnte der Einbreck>er nicht in das Haus einbringen. Er begnügte sich deshalb mit dem eingemachten Obst und anderen Sachen, die sich in den Keller- räinncn befanden. Als am anderen Morgen der Einbruch bemerkt wurde, holte inan sofort den in Ziegenhain stationierten Gendarmen und dessen Polizeihund. Der Hund Wasser. Der Schaden an Grund- ist sehr bedeutend. Verluste ai: zu beklagen, doch leidet die Bevölke- Alle Erwartungen übertroffen! Bei hochgradiger Blutarmut ueriuonbte ich Bioson und kann ,ü»ncit mitteilen, das; die Wirkung alle meine Erwartungen bei weitem übertroffen bat 34) erhielt in ganz kurzer Seit wieder eine gesunde Wencbtvfnrbe; auch mein Arzt den ich über Bioson befragte, bat sich nur lobend darüber ausgesprochen. Ri ar tin Fritzche, Ehem- nit<, Berncdorserstraste 48. Unterschrtft beglaubigt• 18. Sept. 1912, Justizral Or. Limitier, König!. Notar. Bioson Bteckidn'«'iec, " tfilo» 6andeL ** Die Stein ko b le itbezttgs-Gesellschaft Gießen hat jetzt tbren Perii'allunaSbeiickst herausgegeben Die Einnahmen und Ausgaben des Beretns betrüge»: Mk. 140 285; tüt Brennmaterial wurden von bei: 1UItalienern 'Mk. 114 533 bezahlt. Damit wurden gedeckt: Stöhlenbejiig 'Mk. 7.i 141,—, Fracknen Äik. 25 621,—, verfolgte die Spur des Diebes in der Richtung nach Holzburg. An der hessisckzen Grenze mutzte der preußische Gendarm die Verfolgung aufgeben. Daher konnte #kolilnii'Deziig$'liesell$cliallMeii Ordentliche Hauptversammlung Donnerstag, beit 30. Mannar 1913, abenbo SVg llbr, int unteren Saale des „4»otcl Einborn" TaaeS-Ordnnna: 1. Berichterstattung. 2. RechnuugS obläge. 3. Ersatzwahl deS Borstandes. 4. Wahl des RechnungSpriifungSaiisschusfeS. 5. BetschiedeneS. Gießen, den 14. Januar 1913. Der Vorstand. TieMtedinung liegt bei dem Vorsitzenden Herrn A. Dickorö, Schanzeustrahe 8, vom 20. ds. MtS., 8 Tage zur gest. Ein- „Die Jesuiten“ Mitwirkung' des KirchenRCNansrvoreinN. Allo Evangelischen sind herzlich eingeladen. Eintritt frei! Eutol-Bonbons wirken ganz vorzüglich gegen Husten und. Heiserkeit M an achte nur auf das Wort „Eutol“ und weise Nachahmungen mit ähnlich klingendem Namen zuritek. ssIB/in Russischer Brnrnttee, beiter <*i»»tciitcc. Orig.-Pak. 1 Mk. Bblcr Drom, SelterSw. 39, ______ >aaf. (405 Das rlagelied der Selbstverscbnldang wird tagtäglich in ungezählten Bariationen gesungen. Besoif ■“y™ derS schmerzlich klingt eS. wem: veraltelc Leiden den Menschen zu der Einsicht zwingen, das; er leicht sich hätte helfen können, ÄHb. wem» er nur beizeiten eiwaS getan hätte. Das gilt vor allem s. uernacUläii.Martarrbc. Wergeg.neueMartarrbe sof.Favsachte MXJ Sodener Btineral Pastillengebr.,wird>1 artarrbegar nicht ms X g dironische Stadium komm. lass. Aber auch b. chrvnisch.Kartarrb. W fiud,>aiis geb e Sodener eine ausgezeichn Hille, d. nicht drirtgetid genug empfahl, werd kenn '.Vinn verl. aber ausdrückl. .FavS" fü—»w Sodener u. weife olle 'Nachahmungen entschieden zurück. Täter nicht ermittelt werden. w. Frankfurt, 13. Jan. Die drei Räuber, im Laufe der lebten Woche in Mainz, Wiesbaden und Freitag und Samstag tu Frankfurt fünf Raubanfalle ^odel S C* |_ ” und (404 w8il Ausrüstung in grauer Auswahl, nur erstklassiges Fabrikat. August Kilbinger Tcl. 27<». Selterswca 78. -lm IS. Fanuar, 2. und 4. Februar werde», in sämtlichen unteren Räumen vornehme UoMm-MeSvall u. .Konzert arrangiert. — Kein DemaSkicrunaS riwaua; Samiliche Räume werden entsprechend uoruebm dekoriert. Herren-Karten Mk. 1.25. Damentarten Mk. 0.60. Vorverkauf in den.'(igarrengeschästen von Sonntag zu ertnästigten Preisen. In nun. >./ ..ui »cbiitidendtn Unger suhlwartn '"ton In clgcntm Inlcrtisc inneren hJoptKO- talo$ über tamende Hniktl all'' Hrt, den wir nräin und tr.v^o vtrwiidcn. Gebr.Bell,Gräfrath137 b.Solim — » »tiu vcHaaiMak •— 3«M -».r« ™ cnn. • ;tn ’lT. ’ £T» ä" 'Neti'eU Dankbarkeit veranlagt mich, gern und kostenlos allen Illi» Lungen- und Halöleidenden initzuteilen, »vie ich mich dnrch ein einfaches, billiges nnd erfolgreiches Naturprodukt, Daran Kraft Ata lz von meinem langwierigen Leide»: befreit habe. H. Pcukcrt. Kanfm., Berlin SW. 47., Grobbeerenstr. 30. "'".al Programm: Werke, für Pianoforto von J. S. Bach, Fr. Chopin, J. Brahma, für Violine von M. Bruch, F. Ries, P. de Sarasate. vu/1 Fintrittska-fAn • 1- Platz Mk. 5.-, II. Platz Mk. 4.-. Hf. Platz Mk. 3.-, IV. Platz ________2_________1 Mk. 2.50, Stehplatz Mk. 2.—, Studentenkarten Mk 1. sind in der Musikalien-Handlung von ERNST CH/VLLIER (Rudolphs Nachf.', Tel. 671. für Studierende auch bei Herrn Hausvei'walter RITTER und abends an der Kasse zu haben. Gärtner-Lehraustält zu Berlin-Dahl em wird in diesem Jahre zum erstenmal abgehalten. Zum Andenkei» an den verstorbenen Fabrikanten Arnold Jung, den Begründer der Jungschen Lokomotivsabrik, setzte die Witwe Jung eine Stiftung von 100 000 Mark ein, deren Zinsen zugunsten der Beamten und Arbeiter der genannten Fabrik verwendet werden sollen. Ter Rentier Neumann unb seine Frau stifteten für die Armen der Stadt Barmen 200000 Mark. Auf der Zeche „Zollverein" bei Essen stürzten bet der Ausfal-rt zwei Bergleute mehrere Ijunbcrt Meter tief in den Schacht Tyinab. Beide waren t o t. Auf der Werft vo»: Blohm imb Botz inH a mbu rgzerftörte cii: Feuer zwei Ht4genanlagen. Der Werftfeuerwehr und zwei Lösätzügen der .Hamburger Feuerwehr ist cs gelungen, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Aus Streitberg sFrä»:kische Sckiweiz) wird gemeldet: Ern Nermmkranker stürzte sich^vor den Äugen seiner Frau von eilten: hohen "Felsen in das Schauertal hinab, wo er mit zerschmetterten Gliedern liegen blieb. In Mannheim ritz ein Lastautomobil eine Telegraphenstange um, die einen Knaben erschlug. In einem Schuppen int E l B a s s a l B i e r t e l in Alexandria wurden 1500 Ballen Baumwolle durch eine Feuersbrunst zerstört. Ter Schaden, der durch Versicherung gedeckt ist, beziffert sich auf 50 000 Pfund Sterling. In Trieft wurdeit in der Näl^e deS Friedhofes neuerdings zwölfPer fönen von zwei n> u t f r a n F e n Hunden geb iss eit. Die Verwundeten wurden in daS Pafteur-Fntzuut nach Wien gebracht. In der Stoffabrik der Brüder Jlig in Belgrad brach ein grober Brand aus. Tie Fabrikgebäude sind fast gänzlich verbrannt. Eine gröfeere Geldsumme und Waren konnten gerettet werden. Ter Schadet: wird auf 250 000 Dinars geschätzt. Infolge des dichten Nebels ist am Montag nachmittag in der Nähe von Birmingham der von Leicester kommende Schnellzug mit einem Personenzug, der von Walsall kam, z u f a m m c n g c ft o fe e n. Zwei Wagen des Personenzuges tour den vollständig ineinander geschoben. Die Maschine des Schnell zages entgleiste. Zwei Personen ivurden getötet, 40 verletzt. ' In Karlstadt in Schweden brach am Samstag abend der fünfjährige Sohn eines Fabrikarbeiters auf dem Eise ein, ebenso die zu Hilfe geeilten Eltern und der achtjährige Bruder. Alle ertranken. Die Leiche»: sind gestern abend gefunden worden. Evangelischer Bund. Sonntag, den 19. Januar, abends b‘/< Uhr, Familien-Abend in Steins Clarion. Vol l rag von Herrn Geh. Kirchenrat Prof. 1>. Dr. Krüger kN. "-fjti'dx-T Ädend Em , ‘ilfflixniftflrft! trt«*"9,110,5 u. Pei der geftrign - hirl Kalbfleisch M -3 •3n Bahlbcrechligm :| Gebrauch. i oenchieöenm Zkitmiga '4| Äutopoft EhringS' | t. in. b. v.. W < ' auf dSSwillian Motorenfabrik Darmstadt Akt Cee- Gas-undBenzin- Motoren Saug gas- : Motoranlagen: , fSolbslfahrbare 25. Jmnrar, feuert die Leftrerschnft mit den jetzigen und ehemaligen Schülern die Erösfnimg der neuen Schule mit einem Festkommers. ch. Ingelheim, 13. Jan. Zu einem Unfall, der leicht schwerere Folgen haben konnte, kam es an dem zwischen Ober- und Nieder Ingelheim gelegenen U ebergange derSelztal- bahn. Nachdem der Ehausfeur des Fabrikanten Behringer mit bem Auto fünf Personen zur Bahn gebracht hatte, stiefe er auf dem Rückwche mit einem Personenzug zusammen. Der Chauffeur wurde aus den: Wagen geschleudert. Er kam aber mit dem Schrecken davon Dagegen ist der Wagen vollständig zertrümmert. Der Materialschaden ist erheblich. Kreis Wetzlar. = Krofdorf, 13. Ian. Infolge des starken Anwachsens der Bevölkerung ist auch die erst vor einigen Jahre»: an der Strafee nach dem Wald neu erbaute Schule zu klein geworden. Da auch in Gleiberg die Schülerzahl fortgesetzt wächst, so ist eine einklassige Schule zwischen Krofdorf erbaut worden. dürfte noch in aller Erinnerung tetn. ^»eiewe ist ooii der BtztaScove-GeseUfchaft für verschiedene er itlaffigc Ausnahmen als „Star verpflichtet worden. v. .. c Es »st uns gelungen, bic neueste Schöpfung ßie scharze Katze ein spannendes dreiaktiges Drama in welchem sie als Hatiptdarstellerin fungiert, zu d^^Das verehrt, ( ■'.iefecner Publikum dürfte diesem Drama das weiteste Interesse entgegen bringen, da Tom Sn Iva hier als allererste Schauspielerin grofic Erfolge erzielte. Ein Abenteuer in d Eisenbahn glanzende Humoreske. Hauptdarsteller John Buny. Ich bin der Doktor Eisenbartb Hervorragende Komödie. ÖESlBrreichiscliß Kiis’e an der Adria Herrliche Naturaufnahme. Atttzerdem das vorzügliche neue reichhaltige Programm und Einlage, [a11/1 vekmiychtes. — Forschungsreise. Bon seiner archäologische»: Forschungsreise in der Sahara brachte M. de Gironcourt Hun dertc von Manuskripten und Kopien von Inschriften mit, die wichtige Aufschlüsse über die Völkerwanderungen in diese»: Gebieten liefern werden. Nach der „Umschau" wendete der Reisende neben feilten archäologischen Arbeiten besonders bem landwirtschaftlichen Betrieb seine Aufmerksamkeit zu. * Vorn Schlage getroffen wurde am Montag „oeno Nährend eines Konzertes ^iues elsässischei: Studentenverems (Literarischer unb künstlerischer Zirlel) int Sängerhause in Strafe- bürg der iin Ruhestand lebende frühere Direktor des städtisclien MiisikkonservatoriumS Professor Franz S t o ck h a u s e »k, der Bru ber des Franksurter Musikpädagogen. Er wurde besinnungslos im Älutomobil nach seiner Wohnung verbracht. * Deutsches Schiff in Not. Nach einer Reuter- nreldung aus N c tu s2) o r f langte ein brahtloses Telegramm non: Dampfer „Eedric" dort an, er habe am 11. Januar nm sechs Uhr abends den deutschen D a m p f e r „A b e s - jinia" mit beschädigtem Steuer und gebrochener Welle 2ÖI«1! 11 >• . ftreit»'111’1 ;abce b" « ' u‘. w -"w,9i8 Mm. I 01 «eitalL «Ä k. .üc: •c eine k lOlfh * 0 vCt 2aale b£Qr ' dä'ür aber ehü Wn der bierTu cc i; W ]lci{t ,nbei | ! i^er J- lü hier die Feld S v'ibrt verleill jl6 Bucher “Rb zur ^marfunc nrgabc der Seicnhgui " StM 1913, S 4 g'lchehen. Auch vor 'kud.'nanig an Tauen. d. f Anlagen bei an tr Wicötrobmtnot ich |d)ll an ftrtii ei’fn. Hri dem» ha ' i'e1- dühndo es unb a? E -’n. ii? Rosien betragt:’ rdcn Wächft 50000 TZcr # sss» .slSfis ras» j kfnddjn^,g', j *'’r , ki rpn( -’x ettfc I „eit«1! 7 * I ^zkl \ I . t» Bürgerverein Giessen Mittwoch, 15. Januar 1913, abends S1^ Uhr ........- im Saale oes Cafe Leib ■■ Allgemeine Birger-" Tages-Ordnung: Die Saalbattfrage. Kunst- und wissenschaftliche sJ)hifecn. Berschiedenes. Die Bürgerschaft von Gießen, insbesondere unsere Mitglieder sind zu dieser Bersammluug freundlichst eingeladen. Damen willkommen. Di3/i Der Borftand. Näheres au vermieten. (137 Näheres Part. 4-Zimm. Wohn., m. | 3 Zimmer 1401 Schützeuttr. 10, | 2 Zimmer 0353) Schützen strafte 11. [382 vermieten. Stcvbanstraftc 15, Part. 29; 3 Zirn. n. .tlüdjc ('JJinnf.l 2.<5t.,A.v.3nevfr.V ick.St r.21 p. 3741 4’Sinnnevivo()n. (sJ)inn= sarde) Rodhcimer Str. 51 per sosort ob. spät, au verm. Hoch- u. Ticfbangesellschast Bahnhosstraue (k~>. Ülcilöllll Äil'dltllBlllli 2a per so», evtl. fpät.3-Ziinmer tvobnuun u. 1 Mansarden zimmer nt.Zubeh.z.verm. [85 Sehr nut möbl. Wohn- ii. Tülafj. (cvtL als zwei Einzelz.> \\\ Noonstrafte 20 I schöne grofte 5Zim.-Wohu. in. yernnbn, Balkon u. all. 8ub. per 1. April zu verm. Näh. Roonstr. 22 p. 1201 Z-Wiiitrii>i>hmltlSmi°"°n. ^'1 Näheres Schanzenstr. 2. 9 Qiminer Kabinett und ** ylHUIIllr M ürlic, zu verm. 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