M. J09 Zwettes Blatt 165. Jahrgang Erscheint IZgllch mit Ausnahme des Sonntags. Zur 1 isse 8 ! Qualitäten lenen Grössen ?rkauf. 58,48, 43,38 Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: e-^112.Del.-Adr.:AnzcigerGießen. Die „Gießener Kamilienblätter" werben dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „AreiLblatt für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Iagdsthuhe»6tc '“^Leipzig Volke, denn wir waren überzeugt, das; die »Existenz Frankreichs mit diesem Opfer verknüpft ist. Wenn so deutliche Wahrheiten an den Tag treten, wie z. B. daß das Heer unseres Nachbarlandes 500 000 bis 850000 Mann mehr zählt als das unsere, können wir dann, könnt ihr dann untätig bleiben? Nein! Unser Vaterland machte die Fehler der Vergangenheit gut und eroberte sich wieder seinen Platz, den ihm niemand wieder nehmen kann, wenn ihr wollt. Frankreich muß ein Heer l>aben, das nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ stark ist. Frankreich muß es verstehen, sich Achtung zu verschaffen und gegebenenfalls zu siegen. Ihr werdet die Sieger von morgen sein, wenn ihr wollt. Die Ncde des Kricgs- nnnisters wurde begeistert ausgenommen. Sittwe wö I L' Dienstag, 13. Mai 1913 Rotationsdruck und -Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. ZirbilänmLüdreffe de; deutschen Städtetages. 5; Bi an schreibt uns: Kürzlich hat unter Führung des Oberbürgermeister^ Dr. v. Borscht-München eine Besichtigung der Adresse stattgefunden, die der Deutsche Städtetag zum Kaiser jubiläum unfertigen läßt. Das Werk ist durch die Hand des Professors Hupp in Schleißlwim so weit gefördert, daß die Ge samtwirkung und die Schönheit der einzelnen Teile erkannt werden kann. Es hat die Form eines kleinen Schreins, dessen init Elfen bein und silbernen Ornamenten belegte Kapsel abnehmbar ist. Darin sind 7 buchartig verbundene Tafeln, deren erste drei unter anderem den Reichsadler und die .Hüldigungsworte enthalten. Die letzte Tafel verzeichnet die Städtevcrbände mit den Namen ihrer Mitgliederstädte von unter 25 000 Einwohnern. Die da- zwischon liegenden drei Tafeln, die triptychonartig auseinandergelegt werden können, bringen in feinster Arbeit und reizvollster Anordnung die Wappen aller sich an der gemeinsamen Huldigung beteiligenden deutschen Städte von über 25 000 Einwohnern. Dabei geben die Städte Berlin, München und Dresden den Mittelpunkt je einer Taftl ab; die übrigen Städtewappcn sind nach der Bc- öcutung der Städte und nach künstlerischen Gesichtspunkten, aber ohne Absonderung der einzelnen Bundesstaaten verteilt. Das Werk versprielu zu werden, was es nach den Willen seiner Urheber sein soll: eine Urkunde, die den Entschluß des .Kaisers, alle persönlichen Geschenke zum Regieramgsftlbiläum abzulehnen iiudZne Gaben der Städte den Zwecken der Wohlfahrt zuzuivenden, in Erz verewigt: die mit den Mitteln vaterländischer Kunst die Bedeutung der Stunde auch ftir spätere Geschlechter festhält und durch das Zusammenwirken der Städte aller deutschen Gauen, ja auch dadurch, daß das Werk im Süden des Reiche geschaffen mird, die Innigkeit der deutschen Einheit zu stolzer Darstellung bringt: die endlich auch die großen Mittel, die die Städte als Zubiläumsstiftung für die Wohlfahrt ihrer Bürger bereit stellen, mehr als 20 Millionen Mark, würdig verlautbart. Die Kosten der Adresse, die auch einer Reihe von Kunsthandwerkern lohnende Arbeit verschafft, sind daneben recht geringfügig >3,80 Mk. auf das Tausend Einwohner der beteiligten Städte), besonders wenn inan bedenkt, daß diese große gemeinsame Adresse' an die Stelle von vielen Hunderten Einzeladressen tritt, die die einzelnen Städte ohne die Zusammenfassung sicherlickt abgesandt haben itriirben. Die Eröffnung der Zubi?aunl8kunftau8ffellung in Ver'm. Berlin, 10. Mai. Die diesjährige g r o ß e Kun st - au s stellu n g im Landes Ausstellungspark lburde heute vormittag in Gegenwart des Kaisers rrnd der Kaiserin als JuLiläumskunstausstellung eröffnet. Tie Majestäten wurden von dem Reichskanzler v.Bethmann- Hvllweg und denr Kultusminister empfangen. Der Aus- ftellun gsaus's chutz mit Professor Kall morgen an der Spitze hatte sich inr Ehrensaale der Künstlerschaft eingefunden. Der Kultusminister hielt eine Ansprache: Er führte dabei aus: Nicht nur durch ihren Namen tritt die Kunstschau dieses Jahres aus der langen Reihe ihrer Vorgängerinnen heraus. Euere Majestät haben Allerhöchstselbst an ihrer Gestaltung tat- Eräftigen Anteil genommen, indem Sie geruhten, die Einführung siner Sonderausstellung derjenigen Bauten und Anlagen Mzuordnen, die im Laufe der verflossenen 25 Jahre unter der besonderen Einwirkung Euerer Majestät geschaffen wor- dm sind und dem Allerhöchsten. Juteresse oft genug bis in die letzten Einzelheiten ihre Entstehung verdanken. Wohl wissen wir unsere Zeit bei allen: Großen, das sie hr'rvorgebracht hat, von ethischen und sozialen Gegensätzen durcy- Ulltet, und die Zügellosigkeit, die falsche G e n i a l i - t d t und das Hasten und Drängen nach Ruhm und Besitz, die liity anderswo cntgegentreten, sind leider auch der Kunst -richt fern geblieben. Demgegenüber muß die Sorge aller, > ucu die Pflege der Kunst obliegt und das Herz bewegt, darauf pwichtet sein, den gesunden Sinn der Künstlerschast zu fördern ob den Nachwuchs vor Verwirrung zu schützen. Auch in der Kunst ist noch kein Meister vom Himmel ge- fellen, und nur der Götterliebling darf den vollen Kranz berühren, der in st r e n g e r S e l b st z u ch t und ernstem Studium' der Natur und Vergangenheit um die höchsten Ziele der Kunst ringt. Und sowenig der Kunst die Höhen und Tiefen des Lebens verschlossen sind, so muß doch dieses Kunstwerk eine innere Har m o n i e in sich tragen, die den Künstler beseelt und sich dem Beschauer mitteilt. So gilt das Goethewort, dos sich der treffliche Ludwig Richter zum Lebensspruch erwählt -fette, noch heute: „Große Gedanken und ein reines Herz ist es, roas wir von Gotc erbitten sollten!" Möge es stets in der Rutschen Kunst gelten, damit sie allezeit bleibe ein Edelstein in der ^Erone Eurer Majestät! Hieraus dankte Professor K,alltrtor gen dem Kaiser namens der Berliner Künstlerschaft imb der Ausstellungs- kommission für sein Erscheinen und alle Förderung, die mit warmem Herzen und offener Hand allezeit für Drnst und Künstler bewiesen habe. _ Der Redner wies dann auf die Sonderausstellunyen von Stuck, Schoe nieder, Schmutzer, Ebhardt hm. Der Tnsschuß habe seine Arbeit unter bem Druck unruhiger Zeiten geleistet, jetzt sei das schwere Gewölk hinweggeschoben und fried- uchere Zeiten ungestörter Arbeit schienen zu nahen. So möge !)cr Kaiser die Huldigung der Künstlerschast, die diese in Gestalt :'Cü Ausstellung darbringe, aunchmcn als ein Zeichen des heißen Dankes an den hohen kaiserlichen Förderer und Beschützer. Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Der K a i s e r - erklärte dann die Ausstellimg für eröffnet :irb machte mit der Kaiserin und den Prinzen einen Rundgang ! ucch die Säle. Die Majestäten begaben sich später nach dem Shlosse in Berlin. 55#*’ »" '7-« »• MM- E657 Ohln Burggraf] J • ^ers, Soupe: f. .. ä 11 urte/ ^ich: Uj * Edelweiss ««ae. °cv Landes-Universität ernannt worden. Professor Bruck, ein Sohn des verstorbenen Breslauer Strafrechtsprofessors Geheimrat Felix Friedrich Bruck, ist 1880 in Breslau geboren. Er studierte in Breslau und Leipzig, wo er im Februar 1904 promovierte. 1904/05 war er Hilfsarbeiter im Neichs- gesundheitsamt in Berlin. Seit April 1905 wirkt er in Gießen, zunächst als Assistent am botanischen Institut, seit 1907 als Privatdozent der Botanik. 1911 wurde feine Venia auf koloniale Landwirtschaft erweitert. Seit 1908 liest er auch an der Akademie in Frankfurt über koloniale Wirtschafts- kunde. Bruck hat ferner im Auftrage des Neichs-Kolonial- amtes und des kolonialwirtschastlichen Komitees Studienreisen nach Ostasien und Ostafrika unternommen. ' Ein wissenschaftlicher Fortbildungskursus für Volksschullehrer soll in diesem Sommer wieder an der hiesigen Landesuniversität abgehalten werden. Vorträge halten Ceminardirektor i. P. Professor Dr. Quentell über „Reibungselektrizität" (mit praktischen Hebungen, Anfertigung von Apparaten usw. unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse der Volksschule) und Professor Dr. Gunkel über „Einführung in die alttestamentlichen Propheten". Die Vorlesungen beginnen am Mittwoch, 28. Mai. Auch Nichtlehrer können sich beteiligen. ® *' Aus dem Militärwochenblatt. Zum Zeug- oberlt. befördert Zeuglt. Krat beim Art.-Depot in Mainz. Unter Beförderung zum Zeuglt. öersetztZeugfeldwebel Presse beim Art.-Depot in Mainz zum Art.-Depot in Rastatt; unter Beförderung zum Feuerwerkslt. versetzt Oberfeuermerker Hammel beim Art.-Depot in Mainz zum Art.-Depot in Straßburg. ** Ruhestandsversetzung. Der Großherzo g hat dem Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt I, Geheimen Justizrat Karl Kolb, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienste ui den Ruhestand versetzt und ihm die Krone zum Ritterkreuz 1..Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ""Bei der Landesversicherungsan st alt Hessen sind im April 1913 = 419 Anträge eingegangen und zwar: 310 Anträge auf Invaliden- und Krankenrente (I. u. K.), 19 Anträge auf Altersrente (91.), 36 Anträge auf Witwen- und Witwerrente (W.), 38 Anträge auf Waisenrente (O.) 16 Anträge auf Witwengeld (Wg.). Unerledigt wurden übernommen 469 Anträge, so daß 888 Reptengesuche in Bearbeitung standen. Es fanden Erledigung: 327 Anträge durch Bewilligung (242 I., 14 K., 10 91., 16 W., 12 Wg., 3'3 O.). (13 Anträge durch Anwartschaftsbescheid (§§ 1258 und 1743 RVO.), 54 Anträge durch Ablehnung, weil unbegründet (42 I., 3 91., 5 W., 1 Wg., 3 O.), 27 Anträge durch andere Weise — Zurücknahme usw. (18 I., 7 91., 2 W., — Wg. — O.), 7 Anträge wurden durch Umwandlung K. in I. erledigt), zusammen 428 Anträge, so daß 460 als unerledigt auf Mai übernommen werden mußten. — In welchem Umfange die Landesversicherungsansialt Heilverfahrenskosten für ihre Versicherten übernimmt, ergibt sich daraus, daß Ende April 1913 in Anstalten 327 versicherte Personen untergebracht waren. 9lußerdem befanden sich noch teils auf eigene Kosten, teils auf Kosten des Fonds der Großherzogin, von Gemeinden oder von Stiftungen 99 Personen in verschiedenen Anstalten. Kreis Friedberg. -1. WeckeSh eim, 12. Mai. 9lm Samstag machte hier die 44jährige Ehefrau des Bäckermeisters R. Künstler aus dem Hausfpeicher ihrem Leben durch Erhängen ein Ende. Die Frau, die kurz vorher noch ihrem Manne beim Backen behilflich war, dürfte die Tat in einem Augenblick geistiger Umnachtung ausgeführt haben, da im ganzen letzten Jahre Anfälle von nervösen Störungen bei ihr ausgetreten sind. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a. M„ 13. Mai. Der Voranschlag für 1913 schließt mit 8198 800 Mk. ab gegen 8 105 550,19 Mk. im Rechnungsjahr 1912. Man glaubt, unter Entnahme der fehlenden Mittel aus dem Ausgleichsfvnds den bisherigen Steuerausschkag von 189 Prozent beibehalten zu rönnen. Än Gemeindeumlage sind 5 102 480 Mk. aufzubringen. Der Abschnitt „ö f f e n t I i ch e Gesund heitspf leg e" 126 798 Mk. Einnahme und 737 258 Mark Ausgabe. Für die Fürsorge für L u n g e u - und Lupus- kranke werden 7151 Mk. erforderlich, der Säuglings-und Mutterschutz erfordert 8030 Mk., die Sonnuerpflege kränklicher Kinder 7500 Mk., während die Kosten ftir die Kindermilchanstalt 12 780 Mk. betragen. Die Badeanstalten erfordern einen Zuschuß von 44 240 Mk. Die Ausgaben ftir U n t e r r i ch t s- und Bildungszwecke betragen bei 153 430 Mk. Einnahme 1 670 878 Mk. Ausgaben. Die Ausgaben für die Armen- Wohltätigkeitszwecke 604110" Mark. Für gemeinnützig e Zwecke und soziale Einrichtungen macht sich bei 37 095 Mk. !Einnahme und 190 612 Mk. Ausgabe 153 517 Mk. Zuschuß erforderlich. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung betragen 857 875 Mk. Bon den städtischen Betrieben hat das Gaswerk 434 000 Mk. Einnahmen, das Wasserwerk 220200 Mk., und das Elektriz-itätswert 45360 Mk. Für die elektrische Straßenbahn ist ein Zuschluß von 57.360 Mark vorgesehen. Die Wertzuwachssteuer bringt 60 000 Mark, die Himdejteuer 10 220 Mk., die Verbrauchsabgaben 227 309 Mark ein. Die V e r m ögeusrech n u n g schließt mit 9 993 106 Mark ab, wahrend die Fondsrechnung mit 1 286 871 Mk ab schließt. Das Vermö.wn beträgt 53 786 937 Mk. und die Schulden betragen 34 780 005 Mk. h. Flörsheim, 9. Mai. Böse geprellt wurden acht Tage lang zahlreiche hiesige Einwohner "durch einen Schwindler, der unter dem Titel „Königlicher Ober- 'ngemeur" hier in einem Gasthause lebte, für den Fiskus cm Grundstück zur Erbauung einer Funkenstation „erwarb", ottf ftoltcn feiner Mitmenschen sich freihalten ließ und mit Freigebigkeit eine Menge Aufträge erteilte. Seck gestern ist der Herr spurlos verschwunden und zahlreiche Betrogene haben das Nachsehen. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gbechejtzn Abteilung h u. a. ii Ml am Mai!! > al: Zeil 8’ MsMW tS&n ;Ciüeboijnen; Die Reise des prrnzrcgenten von Bayern. Pirmasens, 10. Mai. Von Zweibrücken kommend, traf das Prinzregentenpaar nebst Begleitung im Hofsonderzuge um 1,15 Uhr hier ein, um auch der Stadt Pirmasens einen Besuch abzustatten. Nach dem Empfang in dem schön geschmückten Wartesaal ging die'Fahrt zunächst zu der Sckiuhfabrik von Rheinberger, wo bie Herrschaften den Vorgang der Schuhfabrikation verfolgten. Hierauf ging die Fahrt nach dem Stadlhaussaal, wo den Herrschaften, als sie auf den Balkon traten, von einem Männerchor ein patriotisches Lied und von einer überaus zah!reicl>eii Menschennienge burd> jubelnde Zurufe Huldigungen dargeöracht iinirbcn. Später erfolgte die Faltrt zum Bahnhof, um von frier aus bie Rückfahrt nach Ebenkoben anzutreten. Um 51'.- Uhr traf bie _ königliche Familie wieder in .Villa Ludwigshöhe ein. Sowohl in Zweibrücken, als auch in Pirmasens verlieh der Prinzregent eine Reihe von Auszeichnungen. Heute abend 7 Uhr ist in Villa Ludwigshöhe Tafel. Die hinterlandbahn im preussischen Landtag. Im preußischen Landtag wurde in der letzten Zeit von verschiedenen Rednern die Hinterlandbahn zur Sprache gehracht. So führte u. a. Abg. von He im bürg aus: Ich mbdjte dann noch auf den Schülerzug zu sprechen kommen, der twn Gladenbach nach Marburg eingeführt werden sollte, damit die Familien, die ihre Kinder auf die Schule schicken wollen, in Marburg nicht einen Haushalt zu etablieren brnuzfren. Nun fft der Schülerzug aber nur für den Winter bewilligt, für den Sommer aber wieder aufgehoben worden. Das hilft aber niafts. Denn das übermäßig frühe Aufstehen der Kinder ist im Sommer ebenso schwerwiegeiw, wie das int Winter ist, und der nutzlose Aufenthalt auf dem Bahnhof in Marburg erhöht diese llnannehm- lichkeit noch. Es würde zu erwägen sein, daß dieser Schülerzug doch nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer geht. Alle diese Unannehmlichkeiten würden aber wegfallen, weyn wir eine Verbindung mit der Kreisstadt hätten, wenn wir nicht im großen Bogen herumfahren müßten, um nach Biedenkopf zu gelangen, sondern wenn wir die Kinder in die .Kreisstadt schicken könnten, wo schock eine gute Schule besteht, die sich bald zur Vollanstalt entwickeln würde. Damit komme ich auf dos große Projeit, das in einer Denkschrift dem Herrn Minister vorliegt, eine Verbindung von Wetzlar aus nördlich durch Den Kreis Biedenkopf b i s ins Edertal, damit endlich der Kreis sich als Kreis fühlen kann und die Kreisstadt wirklich den Mittelpunkt des Kreislebens bildet, was jetzt nicht der Fall ist. Auf die Denkschrift brauche ich nichts weiter einzugehen: sie liegt in einem schönen Heft mit Karten lind anderem einschlägigen Material versehen dem Herrn Minister vor. Es ist mir gesagt worden, sie bedürfe noch der Prüfung^ Aber meine Herren, das liegt doch alles so auf deut Präsentierteller, daß meines Erachtens jetzt endlich etwas darüber gesagt werden könnte, wie denn nun eigentlich die Bahn laufen soll. Es ist ftns ganz egal, wie sie geführt wird: es ist nur notwendig, (Abg. Dr. Schroeder-Kassel: Daß sie überhaupt gebaut wird! — Heiterkeit) daß sie sich v-m Süden nach Norden durch den Kreis zieht; bann hätten wir ein? Verbindung non Wetzlar nach Gladenbach und Friedensdorf und weiter im Rorden zum Edertal. Zu gleicher Zeit — darauf möchte ich noch besonders aufmerksam machen — wäre es doch auge- zeigt, auch Gießen besser mit dem Teil des Kreises, der nach Gießen inkliniert, zu verbinden und Vorkehrungen Ku treffen, daß die dort vorhandene Kleinbahn — das „Bieber-Lieschen" heißt sie, (Heiterkeit? und ist ein kümmerliches kleines Ding, für das nichts mehr geschieht, vom Staate a n g e k a u f t und nach dieser von mir erwähnten Linie hin fort- gesührt wird. Abg. Bvedt sagte u. a.: . In dankenswerter Weise plant die Staatsregierung den Bau einer Bahn durch das sogenannte Hinterland, das ist der Kreis Biedenkopf, in der Provinz Hessen-Nassau. Wenn nun aber bie Bahn bie Trace nimmt, die bisher vorgesehen ist, dann besteht die Gefahr, daß eine wirtschaftlich sehr gut florierende Gegend dauernd vom Verkehr abgeschlossen wird: es ist das der Zivfel, der in den Kreis Biedenkopf hineinragt und infolgedessen sehr gut mitgenommen werden könnte mit den Orten Kirch- Vers, Nolshausen, Seelbach und anderen, die südlich von Gladenbach liegen, das sowieso den .Hauptvunlt der Bahn abgeben soll. Diese Orte müßte bie Bahn berühren. Was die Weiterftihrung ber Bahn angeht, so besteht bei uns der sehr lebhafte Wunsch, daß die Orte WeitershaUsen, Kaldem, Treisbach, Warzenbach mit in bie Trace hineingenommen werden möchten. Es bestehen bort größere Lager von Erdprobukten, die sich wohl löhnen würbe mit Hilfe einer Bahn auszubeuten. Was schließlich den !Eudpunkt der BalM angeht, so käme frier vielleicht die Stadt Wetter als Knotenpunkt in Frage, wo die neue Strecke in bie Bahn, die von Marburg nach Frankenberg führt, einmiinben könnte. Ebenfalls besteht auch ber Wunsch, daß die Gegend um die Gemeinde Niederasphe mit in die Trace einbezogen werden möchte, und ich möchte dies der Staatsregierung zur ^Erwägung empfehlen. Ich darf dabei bemerken, daß die Bahn, bie ich Vorschläge, nicht nur ber Bevölkerung jener Gfegenb Vorteil bringen würde, sondern namentlich auch sich für die Staatsregierung erheblich billiger stellen würde. Wenn man sich die Karte ansieht, dann sieht man, daß jetzt in der sehr gebirgigen Gegend des Hinterlandes, im Kreise Biedenkopf, eine ganz erhebliche Anzahl von Tunnels kaum zu umgehen ist, mäfrrcnb wir bei unserer flachen Gegend vielleicht ohne Tunnel oder doch mit erheblich weniger Tunneln auskommen werden. Ich möchte daher der Staatsregic- rung dringend ans Herz legen, den Wünschen des Kreises Marburg zu entsprechen. Ans Stadt nn- Land. Gießen. 13. Mai 1913. ** Tageskalender für Montag, 13. Mai: Trinker- fürforgeftelle für Stadt und Landkreis Gießen, Gießen, Asterweg 9. Sprechstunde: Jeden Dienstag abend von 67,-8 Uhr. LU. Der Privatdozent an ber Großh. LandeS- Universität Dr. Werner Friedrich Bruck ist vom Großherzog zum außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät Die dreijährige Dienstzeit in zrantteich. ||h Die rcpublikanisck)-demokratische Partei läßt in Paris und iit den Provinzen ein Plakat anschlagen mit der Ueberschrift „Einigkeit für die nationale Verteidigung". In dem Plakat wird aasgeführt, die Sicherheit des Gebietes und die Zukunft Frankreichs ■ Duden auf dem' Spiele. Auf die Vergrößerung ber beutschen j. Militärmacht müsse Frankreich mit der Verstärkung feiner , Ästungen antworten, ohne daß deshalb der Wille Frankreichs mifröre, hervorragend friedlich zu fein. Am Schlüsse wird auf -or Plakate die Notwendigkeit betont, den Gesetzentwurf über ' Mc dreijährige Dienstzeit anninefrmen, dessen Nichtannahme für iftanfreid) eine moralische Niederlage wäre, die leicht andere nach iich ziehen könnte. Eine Hetzrede des franzöfischen Kriegsministers. Vichy, 12. Mai. Kriegsminister Etienne lftslt vor d0A) Turnern eine Rede, in der er sagte: Frankreich fand dank n Republik wieder einen Platz in der Well; um diesen Platz kic bewahren und seine Stelllmg zu befestigen, brauchen wir ein 'm, das imiianbe ist, in jedwedem Wettstreit einzutreten. Deshalb ’t langten wir kühn und entschlossen so bedeutende c vom s jW k Hessen-Nassau. --- Frankfurt, 12. Mai. „Ter Deutsche Krippen verband", eine Abteilung der Deutschen Vereinigung für Säuglingsschutz, wird am 24. Mai, vormittags 10 Uhr, in der (9e~ schlechterslube des Römers seine Gründungsverkainmlnng unter dem Vorsitz von Hofrat Jos. Meier-München abhalten. Im Anschluß daran finden Verhandlungen statt. Den Vortrag ,9B eiche Gesichtspunkte sind bei der Einrichtung und dem Betrieb e i n e r T a g k r i v v e maßgebend?" haben Broiessor Dr. Brüning-Rostock und Bürgerineister Luppe-Frankunt übernommen. Ain Abend iverden die Teilnehmer Gaue der Stadt sein. 'Anmeldungen zu der AZersammlung sind zu richten an den Schriftführer des vorbereitenden Ausschusses Oberarzt Dr. Rott- Charlottenburg, Privatstraße. F. C. Wiesbaden, 12. Mai. Die hiesige Staatsanwaltschaft hat die Akten über den Vorgang eingefordcrt, der am 8. Mai den Tod des Schülers Walter Rn ff in der Frankfurter Straße hier durch ein Kaiserl. Automobil herbeigeführt hat, besonders über das Verhalten des 34jährigen Dieners Seiger aus der Gustav-Frehtag-Stroße 12, der ein Fahrrad schnell, trotz polizeilicher Absperrung über die Straße schob, vor dem daS Automobil stoppte. - Heute vormittag 10’A Uhr wurde Walter Rupp aus dem Südfriedhof zu Grabe getragen. Als Vertreter des .Kaisers folgte dem Sarge Polizeipräsident, ftanrmer- herr v. Schenck. Die Mi hüler des Verunglückten gaben ihm das letzte Geleite. Zahlreiche Stränge wurden niedergelegt, nach- dem Kaplan Fein die Leiche eingesegnet hatte, legte der Vertreter des Kaisers einen großen prachtvollen Lorbeerkra^ mit Lilien und Heidekraut und weißen Schleifen, die die Kaiserkrone und die Initialen des Kaiferlickien Namens in Goldschrift trugen, mit Den Worten nieder: „Auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers lege ich diesen Aranz am Sarge des Verstorbenen nieder." Auch die Automobil-Abteilung, Kommando Wiesbaden hatte einen Kranz mit schwarz--weiß-roler Schleife gesandt. Der Kaiser hat durch seinen Vertreter den Eltern sein Beileid aussprechen lassen. — Am 1. Pfingstfeiertage sind hier zehn türkische Offiziere, ein O birst, ein Oberstleutnant, ein Major, sieben Hauptleute und Leutnants angefommen, die in den Kämpfen bei Gallipoli und Tschataldscha verwundet wurden. Sie haben in dem für sie hergerichteten Genesungsheim in der Frankfurter Straße Ausnahme gefunden. Die Offtziere, von denen drei sehr schwer verwundet sind, wurden dem Heim von dem Hospital, das in Konstantinopel die deutsch» Botschaft eingerichtet hat, zugewiesen. = Wiesbaden, .12. Mai. Im Anschluß an den telegraphischen Bericht über den Empfang des Vorsitzenden und der stellv. Vorsitzenden der Deutschem Gesellschaft, für Kauf- manns-Lrholungsh.üme in Wiesbaden sei noch bemerkt, daß der Kaiser, der über die Bestrebungen der Gesellschaft gilt unter richte war, .sich nochmals über die Organisation, Lage und Einrichung der Heime an .Hand eines Modellech Plänen usw. eingehend informieren ließ. Der Kaiser .sprach seine Freude aus, daß die Gesellschaft keinen Unterschied in Bezug auf Glauben und Parteistellung mache, daß sie sich über das ganze Reich erstrecke und den Besuchern in den Heimen nach freier Wahl Ausnahme gewähre. Tas große Werl, has die deutsch? Kaußmanuschasc und die deutsche Industrie aus eigener Kraft geschaffen haben, gereich? ihm zur aufrickckigen ftKnugtuung, ebenso der Umstand, daß Deutschland auf diesem Gebiete vorbildlich vorgegangen sei. Auch die zweckmäßige, praktische, behagliche und dabei formschöne Einrichtung der Heime, die unter Vermeidung .jedes überi lüft'gen Prunkes und Unter Wahnmg größter Sparsamkeit geschaffen wurde, sand den Beifall des Kaisers. 5r sprach zum Schlüsse die herzlichsten Wünsche für die Wettercnttvickelung der Gesellickalt ans, die für die Volksgesundheit von außerordenrlicher Bedeutung sei. Der Kaiser ordnete ferner an, daß die Pläne, Modelle usw. bei der Jubiläums-Kunstausstellung in Berlin zur Aufstellung gelangen sollen. Die Heime sind im Kriegsfälle der Armee als Lazarette zur Verfügung gestellt. ch. St. Goarsh aus? n, 9. Mai. Gin? .Heine feier und ihr Nachspiel. Der König der Doh«me oder Dannp Gürtler, wie er im gewöhnlichen Leben genannt wird, hatte sich vor dem hiesigen Schöffengericht wessen Widerstands gegen die Staatsgewalt zu verantworten. Vor einiger Zeit hatte Gürtler sich mit eitrigen Freunden aus dem ihm gehörenden Grundstück hier getroffen und wollte mit^diesen eine Heine- ssedenkfeier veranstalten. Zum guten Schlüsse sollte eine Fahne gehißt werden, wozu Gürtler sich die Erlaubnis vom hiesigen Bürgermeister erwirkt hatte. Da trat der O berwa cht m eis ter in den Kreis der Feiernden und verbot das Hissen der Fahne. Nach längerem Wortwechsel soll der Oberwachtmeister mit blanker Waffe Gürtler einigemale ,111)er den Rü-cken gefahren haben, worauf sich letzterer auf den Bodeii geworfen und in die Fahne eingerollt haben soll. Gürtler hatte gegen -den Oberwachtmeister Strafantrag wegen lleberschreitüng der Staatsgewalt gestellt, dieser wurde abgewiesen und er selbst wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt angetiagt. Die Verteidigung lag in den Händen des Reckstsauwalts Richard Strauß aus Bingen. Nach längerer Beratung wurde das Urteil verkündet. Gürtler wurde mit der Begründung freissesprochen, daß der Ober- wachtmeister seine' Befugnisse überschritten habe. Die Kosten, auch die der Verteidigung, übernahm die Staatskasse. Das badische Sängerbunderfest. Mannheim, 12. Mai. Tas Großherzogspaar traf mit Begleitung heute vormittag V?U Uhr mittelst Auto zur Teilnahme an dem 9. Badischen Sanger-Bundesfest hier ein und begab sich nach kurzer Begrüßung durch die Spitzen der Behörden nach dem Rosengarten. Beim Erscheinen in dem überfüllten Saale wurden die hohen Herrschaften von den Sängern mit dem badischen Säug erwähl sprn ch begrüßt. Oberbürgermeister Martin brachte das Hoch ans, Bundesvbnrann Wilzer hielt daraus die Festansprache. Daran schloß sich das Festkonzert, bei dem 3 0 0 0 Sünger Gesamtchöre zum Vortrag brachten. Beim Verlassen des Rosengartens und bei der Fahrt nach dem Schlosse wurden dem Großherzogspaar wieder begeisterte Kundgebungen dargcbracht. Nachmittags 3 Uhr zog dann ein historischer Festzug, an dem ca. 7000 Sänger teilnahmen, durch die Stadt und an denk in der Augusta-Anlage ausgestellten Fürstenzell vorbei. Dem Großherzogspaar wurden dabei wieder großartige Huldigungen dargebracht. Um 6 Uhr erfolgte die Rückfahrt der großherzvglichen Herrschaften mittelst Autos nach Karlsruhe, während im Rosen- garten die Preis Verteilung vor sich ging. Danach erhielten im einfachen Volksgesang für städtische Vereine einen ersten Preis der Gewerbegesangverein Gaggenau und die Liedertafel Ettlingen. Im erschwerten Volksgesang wurden vier erste Preise zuerkannt, nämlich dem Nähmaschincn-Gcsangverein Dm- lach, Deutscher Liederkranz Basel, Männergcsangverem Pforzheim und Eoncordia Baden-West. 3m Kunstgesang wurden mit ersten Preisen die Liedertafel Karlsruhe, der Liederkranz Karlsruhe und Badenia Karlsruhe bedacht. Damit batte das 9. Bundcs- sängersest sein Ende erreicht. Märkte. fc. Frankfurt a.M. V ieh Hof-Markt bericht vom 13. Mai. Austrieb: Rinder 1151, darunter Ochsen 436, Bullen 49, Kühe und Färsen 666, Kälber 224, Schafe 00, Schweine 2021. Tendenz: Rinder, Kühe und Färsen gedrückt, bleibt Ueberftanb, Kälber gedrückt, geräumt, Schweine mäßig rege, bfeibt Ueberftanb. Preis für 100 Pfd. Lebend- Schlachtgewicht Ochsetk. , Mk. Mk, Vollfleischige, aiisgemästete, höchsten Schlacht- wertes, 4—7 Jahre alt 49—55 88—94 die noch nicht gezogen haben simgejochte) , . . 45—48 81—87 Junge fleischige, nicht ausgemäslete und altere aiisgemästete 40—44 74—81 Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 49—50 81—83 Vollfleifchige, jüngere 42—45 72—78 Färsen, Kühe. Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw 47—51 84—90 Vollfleifchige ausgemästeteKühehöchstenSchlach- wertes bis zu 7 Jahren 43—47 80—84 wenig gut entwickelte Färsen . . 40—45 77—87 ältere aiisgemästete Kühe . 39—42 72—78 Mäßig genährte Kühe und Färsen .... 34—38 64—78 Kälber. Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . . 62—66 105—112 Geringere Ri ast- und gute Saugkälber . . . 56—60 95—102 Schafe. Stallmastschase: Mastlämmcr und jüngere Masthammel . . . 00—00 00 — 00 Schweine. Vollfleifchige Schweine von 80-100 kg Lebendgewicht . 55.00—57.50 70.00—73.00 Vollfleifchige Schweine unter 80 Jrg Lebendgewicht 53.00 —56.00 68.00—72.00 Vollfleifchige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 55.00—58.00 70,00—73.00 Vollfleifchige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht 55.50—57.60 70.00—73.00 5>as Toilettengeheimnis vieler Frauen und Mädchen beruht auf der täglichen Anwendung der Mnrrholin-Seife mit ihrer eigenartigen Wirkung auf die Haut, wie fte eben keine andere Toiletteseise besitzt. «wm:v.iimiiiiiiiiiiiiwim............ iuWU— 2. Ziehung 5. Kl. 2. Preuss.-Süddeutsche (228. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 10. Mal 1913 vormittags. 791 846 66 46114 276 368 641 830 964 849 8 9031 102 315 16 61 (30001 907 40 77 88 93045 569 [5001 676 710 64 957 662 76 684 93 [10001 751 I300C1 101 65 200 416 62 (10001 628 628 793 848 911 46 822 749 32 228 43 168 101 87 87 809 55126 56017 57062 47 64 87 37 38 .73 46 26 33 110001 92067 135 [5001 946 [5001 56 86 [10001 94172 425 94 913 22 44 9 5008 96126 360 70 [1000] 90115 369 642 61 720 91214 64 626 719 64 (10001 60 224 330 [5000] 64 618 477 646 702 23 891 916 110399 677 785 111006 322 *1 699 724 64 827 90 93 901 10 24 49 112048 134 59 265 71 349 885 1J3003 126 65 383 180001 439 .743 61 971 114039 130001 310 27 603 666 766 93 886 947 [30001 98 234 47 365 405 22 646 81 41 5 8010 13 447 799 921 29 5 9025 78 Auf Jede erexoirene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne cefaHen, und zwar je einer auf die fcoee gleicher .Nummer In den beiden Abteilungen I und II 240 626 13000] 62 65 643 375 602 93 8 8334 660 724 Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammem betgefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 23 232 712 63 812 928 1092 128 98 299 352 478 790 851 983 11000] 2050 170 218 305i [500] 36 69 402 642 64 70 602 68 749 958 [100001 3051 102 306 49 409 637 76 92 4142 268 331 424 47 64 77 625 46 61 793 871 (5001 949 5317 9 1 456 793 [ 1000I 60o3 143 [500] 61 69 [6000] 75 91 97 208 317 73 693 654 742 85 7061 123 204 67 662 680 [500] 766 l500l 906 8039 66 106 25 340 635 890 [1000] 961 9067 366 71 613 10111^30^8 619 737 62 71 78 822 66 83 [600] 967 82 11435 513 12092 163 [600] 369 ^8 ^6 632 7W 812 1 3137 61 67 408 19 36 88 690 774 935 89 14000 151 328 30 75 438 [500] 604 678 706 ^27 (3000] 65 15017 99 61 243 [150001 82 99 608714 842 1 6170 407 43 680 898 17003 37 56 166 ll0000] 314 417 582 606 36 76 768 18113 474 687 19268 407 35 90 622 726 81 862 68 [5000] 990 20058 140 237 78 322 472 532 881 913 31 21053 461 902 14 2 2043 81 189 (1000 ) 494 635 [600] 620 765 90 811 904 60 98 2 3077 138 508 37 669 96 2 4061 162 97 [1000] 251 431 612 [1000] 732 25125 318 976 26116 76 292 96 314 402 54 628 617 [8000] 988 90 27194 257 476 798 852 60 927 35 2 8087 108 16 372 638 90 901 30 29281 370 694 734 809 66 91 [600] 019 30260 69 494 772 74 [1000] 952 31276 347 92 559 72 677 839 923 86 3 2014 20 24 35 123 55 430 36 648 735 33022 78 30 282 83 683 646 810 30 957 [30001 34109 228 383 405 72 788 818 32 3 5034 [500] 133 392 689 697 36127 07 254 329 407 23 [1000] 28 20 36 665 [10001 858 3 7037 197 355 603 660 [ 500] 38052 129 [600] 340 406 16 97 537 48 62 64 642 900 [500] 98125 29 221 362 58 434 42 604 782 838 1600) 909 13000] 99164 420 28 612 90 674 799 100146 263 302 6 46 023 39 1 01113 320 42 473 87 683 749 969 1 0 2038 40 196 339 402 [500] 611 [500 ] 42 773 852 63 929 103072 124 40 46 625 71 955 104036 206 [3000] 49 314 88 97 641 43 636 965 105172 200 3? 348 450 686 834 1 06012 123 418 716 25 »03 9 10709C 123 26 60 65 241 542 740 108470 626 28 840 954 109071 99 (600) 133 66 221 [3000] 39185 289 388 [ 1000] 47ck 557 64 642 40000 98 110 211 409 618 879 941 41120 206 78 429 726 36 864 [1000] 42108 236 690 616 4 9 914 [3000] 21 91 43082 451 685 613 805 [3000] 985 44017 23 73 187 [500] 233 38 499 631 66 664 81 -- 45261 348 428 [5000] 45 86 67 1 700 945 ,all. »,u 335 59 401 856 11000] 977 4 7 460 695 97 643 68 912 48052 (1000) 67 331 410 706 77 904 [ 500] 76 168 69 350 721 37 [600] 835 402 13 20 556 [ 3000 ] 801 72 96 919 94 97017 49045 194 368 641 836 964 50116 32 68 82 312 [1000) 427 67 527 621 833 055 [1000] 5 1 002 160 [500] 408 547 686 817 52129 276 93 441 [3000] 97 629 [500] 84 773 800 29 62 63 61 03 71 80 911 53018 211 438 862 92 962 [600] 86 54042 183 253 [600) 440 63 83 687 [500] 913 72 34 36 363 434 508 28 680 793 806 940 95 737 ------------- 116 240 429 55 99 619 (1000] 690 817 23 913 29 89 60034 193 222 466 74 |1000) 82 [6000] 504 [1000] 25 79 808 79 [600] 98 911 6 1050 84 403 74 662 [6000] 858 914 62021 57 69 122 47 77 248 323 454 522 620 743 71 820 6 3401 7 63 94 [600] 667 616 7 60 98 64046 229 [3000] 48 76 306 [3000] 62 470 562 826 966 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[500] 38 52 [1000] 66 117264 353 699 763 868 76 78 903 118068 80 474 627 30 778 866 976 [1000] 110193 327 98 517 93 767 962 [600] 120180 439 572 788 801 97 1 2 1 033 [500] 68 111 238 317 771 894 [1000] 902 91 122110 66 468 [1000] 636 48 767 99 872 937 1 23097 118 311 428 72 754 76 1 24018 112 80 90 245 665 805 005 17 1 25312 47 64 738 817 67 85 1 26049 129 839 975 1 27137 [1000] 76 211 311 432 521 [3000] 749 [ 3000] 964 128113 32-72 683 721 [500] 822 128133 93 217 [600] 386 93 [500] 646 [3000] 625 [600] 719 809 46 911 37 130010 68 113 21 96 228 62 402 614 639 63 791 13 1 299 427 39 574 772 930 132202 90 333 39 60 401 47 65 [ 500 ] 40 62 65 635 829 1 33019 301 477 651 867 1 34064 408 671 704 16 958 71 135 205 [1000] 66 67 661 [1000] 622 34 707 999 136049 127 211 321 [1000] 64 450 633 769 824 969 137057 161 284 485 99 510 715 62 803 19 (500) 60 932 [1000] 138132 456 689 762 887 [500] 969 138092 177 315 28 83 687 730 66 [1000] 917 140137 372 385 647 92 621 66 67 [500] 776 78 959 141071 211 [3000] 42 62 94 304 30 487 507 flOOO] 17 660 73 749 96 142373 446 84 671 624 143183 201 [1000] 97 308 98 660 71 [500] 765 962 144084 149 212 65 7 9 816 61 966 1 45132 34 40 62 90 251 605 [500] 40 725 841 923 62 146228 318 98 (500] 426 959 88 [600] 147 004 148 22 26 61 [1000] 68 636 99 764 76 809 31 148057 191 302 1 48029 65 72 [3000] 179 301 62 [600] 436 524 688 [3000] 822 46 000 150080 134 224 84 312 416 625 71 86 714 840 151028 344 426 508 [1000] 29 654 89 794 831 63 921 152008 12 34 85 [3000] 130 47 [500] 203 [600 ] 64 67 [3000] 402 11 623 685 778 [500] 807 29 952 60 [1000 ] 64 [1000] 87 153209 411 560 875 966 1 54241 498 626 680 86 711 86 99 155061 246 364 632 735 838 934 66 [3000] 67 1 56054 347 469 619 [600] 78 97 [600) 806 [1000] 921 15 7 093 213 468 711 150029 43 123 362 707 92 846 1 59135 48 66 290 386 484 672 727 077 160065 162 316 64 418 97 656 69 767 846 901 49 67 96 1 6 1 033 122 220 306 438 30 798 856 162161 389 [ 5001 419 39 670 660 89 757 89 (3000 ) 872 [ 500] 78 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1000, 8328 zu 600, 2. Ziehung 5. Kl. 2. Preuss.-Süddeutsche (228. Königlich Preuss.) Klassen-Lotterie Ziehung vom 10. Mai 1913 nachmittags. ■ Jnf jede trozotrme Nummer sind zwei gleich hoho 6o- Trinno gefallen, end zwar Je einer auf die !;7 82 245 346 618 [600] 793 932 50 164015 13000] IM 68 78 272 909 [500] 14 18 65 165064 140 [500] 2C3 492 690 609 787 166190 233 367 426 80 (500) 778 809 47 1 6 7 023 38 49 65 319 79 450 763 883 903 » 160065 98 790 843 169142 278 434 [1000] 585 [ICOOj 602 [ 30001 00 91 [600] „ 170069 32 166 249 416 606 47 87 680 [NOTI 726 [ 3000 ] 892 1 7 1 203 33 421 735 916 1 72165 258 [600] 601 173038 180 515 38 90 626 730 839 61 98 174290 [600] 446 647 711 69 853 1 7 5098 293 617 72 [600] 701 31 829 [5001 170079 209 347 [1000] 8-41 177160 224 41 390 508 [1000] 81 618 78 178088 308 [600] 663 [1000] 695 700 70 818 86 170091 1» 66 [500] 372 [1CG0 ) 701 858 938 [3000] 180003 [3000] 63 239 547 689 708 82 181™ [3000] 191 [1000] 236 342 451 58 543 704 182223 « 56 414 724 71 846 914 22 [1000 ] 29 1 83298 |10i 349 66 449 68 630 94 914 184023 188 419 [10WI 672 [3000] 87 618 63 68 [3000] 825 942 73 18Sft 231 38 72 [600] 373 [1000] 94 05 749 9 9 939 69™ 106045 647 61 673 [1000] 716 884 187001 62 147 96 405 44 68 616 57 726 61 876 963 68 1 88016 45 7« 79 121 299 421 654 732 833 [1000] 45 906 [3000] •>* 60 324 77 445 [10091 ÖU5 JO dir. tiwvi - „ 190CI.-.C. 118 210 432 40 1600’ 67 589 1600) 614 200 ’ 3 71 174 98 225 612 53 63 831Mll [6001 81 84 97 201016 [1000) 112 210 665 (^ 650 66 97 99 898 [3000] 202339 493 684 674 872 923 51 203 388 487 541 G29 67 67 779 IWW 204112 330 [3000] 35 99 -147 648 725 836 20® 341 G04 831 200072 779 843 64 to3 (600) M 20 7 038 88 116 63 209 357 483 505 96 [10001 18 2 08161 234 407 14 637 61 77 690 761 860 96 - 189150 238 418 798 896 962 . 190087 113 20 13000] 98 420 517 61 [iMg 04 [500] 633 761 833 67 939 47 191343 545 93 7V« 832 955 192004 93 234 049 71 796 [10001 829 Ji 19308C 143 301 [1000] 24 606 777 81 926 44 [10001 - 194002 709 195007 37 118 250 354 94 603 «V 196036 376 680 98 762 1 9 7069 181 335 411 ö» (600] 70 888 917 99 [500] 198011 ?9 94 209 10 - - •" [1000] 60G 36 818 [10001 47 20 9058 69 116 680 638 963 «i-iaoa 101 210025 175 227 36 [1000] 309 468 2110®® » 584 670 819 977 93 2 1 2176 240 412 43 3000J 682 [600] 949 213052 o7 76 140 387 13000] 533 36 92 214065 591 608 784 215165 99 378 *03 [1000] 637 41 [3000] 80 703 13000) 833 44 2-W 130 48 97 612 729 2 1 7074 42d U°<>00I 516 S1A 53 985 2 1 8323 440 500 56 79 611 782 2 1 9030 (5J 304 81 409 601 [600] 84 939 69 2 20113 306 10 416 45 686 769 810 61 947 241 85 357 63 64 411 657 74P, 68 810 ( 500) 222009 136 42 99 306 24 352 53 70 [10001 45 060 2 2 3000 38 80 111 66 216 05 383 542 668 845 960 2 2 4089 211 471 677 691 717 894 92- 225227 41 344 470 57Q 660 2 2 6078 107 55 81 360 [6001 411 561 72 655 737 808 2 2 7 006 46 5 287 614 667 [500] 758 88 228251 62 ilOOOj 358 4* 624 43 620 86 98 792 923 66 2 2 9012 134 3M 435 91 582 882 920 31 ,inM1 4 23 0040 62 190 [ 60001 239 687 636 flOW। (500j 70P [600] 801 22 60 04 989 l 600) 23 1069 84 429 [1000] 615 81 971 232021 (3000] '75 626 * 56 83 726 44 954 66 2 3 3086 185 291 604 908 I* 1*)* Ueberf x R chlacht- 1 altere 40-44 M\ >lachtiv. 47-51 84- 00-00 00-1 an einzelne Dame per 1. oo.00-57.50 70.00-73! 5300-66.00 68.00—7Ü 55.00-58,00 70.00-71! 55.50—57.50 70.00—71 '90 363 663 ~ ■ 9U 3120] Riegclviad 21. 103067 bevorzugt. 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Mts. ab nochmals eine Woche lang zur Einsicht der Beteiligten auf unserem Geschäftszimmer offen. Bemerkt wird, daß die Erhebunci einer Uinlage beschlossen wurde, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden Lindeustruth, 10. Mai 1913. Großh. Bürgermeisterei Lindenstruth. Scheld. 3217 Bekarrntmachung. In der Generalversammlung vom 10.April 1913 ist die Annahme der beschränkten Haftpflicht beschlossen worden. Die Gläubiger, welche der Umwandlung widersprechen, werden aufgefordert, sich bei der Genossenschaft zu melden. 2532 Lich, den 12. April 1913. Spar- und Darlehnskaffe, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Heller. Schnabel. Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gietzen. Die Friedhöfe sind vom 16. Mai bis 15. August von morgens 6 bis abends 9 Nbr geöffnet. B13/s Grasversteigernng d. Stadt Gießen Die Stadt Gicffeu läfft Montag, den 19. Mai d. 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Für die vielseitige Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Köhler und für die aufopfernde Pflege der hiesigen Krankenschwester sagen auf diesem Wege herzlichen Dank [3223 Familien Mack. Steinbach, den 13. Mai 1913. Statt jeder besonderen Mitteilung. d'/, Lanolin-Seite