}le) alter! ‘ * • ^50 lltD. ’ s ‘ JH3 ' ‘ 4a'-48 Ochste» höchste»'o^ök Mini* 4Uäl)rl. aurichl. Bestellg gR 'Wk jjS W*-VE'y k'Ä ZeilenvreiS: lokal 15Pß w Bl VDe Wr ÖL< '•sSre®^. auswärts 20 Mennig. Mff ▼WB Eüesredakteur: A Goetz. MlikD Verantwortlich für den eneral-Anzeiger für S-erhesse» WM Rotatfonsvruck und Verlag -er Brühl'fchen Univ.-Buch- un- Steinöruderei R. Lange. Redaktion, (trpcöition und Druckerei: Zchulstratze 7. q*. ^e.^^r ben Geschäftsstelle BÜ-INgeN, Bahnhofstraße (6a. Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfatzt 12 Seiten. Die europäische Diplomatie und derBalkan. Hoffnungsfreubige Gemüter — unb die albt es trotz des verregneten Sommers in großer Zahl — glauben, daß die blutigen Wirren auf dem Balkan die Ruhe Europas nicht tueiter stören ro-erben. Sie sehen in der Nordlandsreise, die Kaiser Wilhelm soeben in gewohnter Weise angetreten hat, die sicherste Gewähr dafür, daß es der Diplomatie der europäiscl)Ln Großmächte gelungen ist oder doch sicherlich gelingen wird, das weitere Umsichgreifen des Krieges zu verhindern. Ein italienischer Diplomat, der der italienischen Botschaft in St. Petersburg angehürt, läßt durch einen Ansfrcrger versichern, daß „Marianis San Guiliano" und 5)err von Iagow über Pas einzige Ziel der italienischen und deutschen Diplomatie einig sind: um jeden Preis den gestörten Balkanfrieden wiederherzustellcn. Gewiß ein Ziel, aufs innigste zu loünschen und des Schweißes der Edlen wert. Aber mitunter gelingt selbst dem kundigsten Diplomaten etwas vorbei, worüber man ganz Erbauliches in den unterhaltenden Aufzeichnungen Alfred von Kiderlen-Waechters, die jetzt — ein halbes Jahr nach deut Tode des Staatsmannes — veröffentlicht werden, Nachlesen kann. Einig sind sich die Staatsmänner, daß eine Einmischung der Türkei nicht zu befürchten ist. Man glaubt, daß sie ihre Rolle in Europa endgültig ausgespielt hat, und majt duldet sie noch hier, weil man für die Dardanellen-' frage noch keine endgültige Lösung gefunden hat. Das Land, von inneren Wirren durchwühlt, ist todesmatt und aller Geldmittel bar. Aber der kranke Mann, der so oft totgesagt worden ist, kann plötzlich neuen Lel>ensmut zeigen, wenn es auch nur das Aufslackern der letzten Kräfte rst. Jeden- falls fordert die Türkei den Mekzug der bulgarischen Truppen über die durch |bcn Präliminarfrieden festgesetzte Grenze. Und wenn Dancw hartköpfig bleibt und die Pforte wirklich Ernst macht, werden die europäischen Großmächte still zusehen? Es heißt, daß der russische Botschafter in Wien die Zustimmung Oesterreichs zum „Desinteressement" der hads- durgischen Monarchie habe einholen wollen. Graf Berchtold habe ihni aber erwidert, die österreichische Regierung könne in allgemeiner Form eine Zustimmung nicht geben. Nur so lange i>ie Interessen Oesterreichs durch die Ereignisse nicht berührt würden, steht es auf dem Standpunkt der Nicht-Ein- mischmig. Jedenfalls ist e? nicht bloßer Zufall, daß Erzherzog Frmrz Ferdinand mitten im Sommer nach Wien zuruckgekehrt ist. Das deutel darauf hin, daß man in Wien auf ernste Entscheidungen gefaßt ist. Mit der Mcht-EinMischung, der Frankreich, der gehorsame Vasall Rußland, mit verdächtigem Eifer das Wort redet, ist das überhaupt so eine eigene Sache. Der radikale Deputierte Francois Dcloucle behauptet in einem Blatte „Paris-Jounral", daß französische Banken kürzlich der bub garischen Regierung einen Vorschuß von 25 Millionen gewährt hätten. Die Bulgaren hätten allem Anschein nach nur dieses Geld abgewartet, um den Krieg zu beginnen. Sollen die Leiter der auswärtigen Politik Frankreichs, soll mmt an der Newa Strande von dieser Anleihe unb' ihrer Zweckbestimmung gar nichts ^geahnt haben? Wer anders hat die Kosten des' Krieges, den die vier Balkanstaaten gegen die Türkei führten, getragen als die französische Börse. Und diese Kosten können nicht klein gewesen sein, mindestens eine Milliarde. Und in Paris beginnt man ernstlich für die Bezahlung zu fürchten. Aber Rußlands Wille, Frankreichs Wille. , ___ Es paßt in den Plan des Petersburger Kabinetts, wenn die Verwirrung auf dem Balkan wächst, wenn es zwischen Rumänien und Bulgarien zu blutigem Ringen kommt, wenn die Balkanvölker noch mehr geschwächt werden, damit der Zar au der Newa der Schiedsherr auf dem Balkan werbe. Nur so lange als die Balkanier sich in gegenseitigem 5)aß zerfleischen, wünschen die Diplomaten des Dreiverbandes die Nicht-Einmischung, treiben sie ihr doppeltes Spiel in Bukarest und Sofia. Wäre Danew wirklich so hirnverbrannt, angesichts der Timt bald beendeten Mobilisierung Rumäniens, das 600 000 Mann ins Feld stellten kann, dieses trotzig abzuweisen, wenn er nicht an Rußland einen Rückhalt zu haben glaubte? König Ferdinand, der als ein kühler und kluger Diplomat gilt, müßte um so eher seinem Ministerpräsidenten zum Eirrlenken raten, als bisher von entscheidenden Erfolgen der bulgarischen Waffen wenig zu vermelden ist. Für das unterlregende Bulgarien wird die europäische Diplomatie keinen Finger rühren. Erst wenn die endgültige Regelung der Territorialverhältnisse auf dem Balkan beginnt, dann wird sie einzugrcifen juchen. Vielleicht entscheiden aber dann statt der diplomatischen Noten die stärkeren Bataillone. Bulgarien bittet um Intervention. Rumänien erklärt den Krieg. Tie Ereignisse auf der Balkanhalbinsel überstürzen sich. Am Donnerstag nachmittag erhielten wir folgendes Telegramm, bas wir burch Aushang bekanntgaben: Paris, 10. Juli. Die „Agence Havas" meldet au8 Petersburg: Bulgarien erklärte: Um Blutvergießen zu vermeiden, überlasse Bulgaren es völlig Rußland, die Einstellung der Feindseligkeiten herbciznführen. Heute vormittag um 10 Uhr kam dann das Telegramm, dessen Inhalt das Unglück Bulgariens vollkommen macht, nämlich die Kriegserklärung Rumäniens an Bulgarien: London, ll.Juli. DasRenterbureau meldet aus Sofia: Ter König von Rumänien hat Bulgarien den Krieg erklärt und seinen Gesandten abberufen. Diesen Schlag hätte Bulgarien verhindern können, wenn es nicht in unbegreiflicher Verblendung trotz seiner schwierige Lage gegen die Serben und Griechen jedes Zugeständnis an RumäTlicn verweigert hätte. Rumänien war bereit, bei Erfüllung seiner Forderungen Bulgarien im Falle einer Niederlage militärisch zu unterstützen. Statt dessen hat es jetzt statt eines Verbündeten einen neuen Gegner erhalten und noch dazu einen Gegner, dessen frische, unverbrauch-te Kräfte die Heere Serbiens, (Griechenlands und Montenegros auch an Zahl beträchtlich übertreffen. Es wäre sonach für Bulgarien der einzige Weg zur Rettung gewesen, wenn es sich mit Rumänien verständigt hätte. Tenn durch das Anrufen der russischen Vermittelung gibt Bulgarien zu, daß es an einen endgültigen Erfolg gegen seine vereinigten Gegner nicht mehr glaubt. Dieser Ausgang ist nicht der militärischen Minderwertigkeit.Bulgariens zuzuschreiben, sondern dem verfehlten Feldzugsplan, der von Danew mit Rücksicht auf Rußland durchgesetzt wurde. Der von dem General Sawow ausgearbeitete ursprüngliche Feldzugsplan hätte mindestens nicht mit einem so vollständigen Mißerfolg abgeschlossen. Dabei hat man dann noch den General Sawow als den Urheber für den bulgarischen Mißerfolg angesehen und ihn vom Oberbefehl entfernt. Bulgarien wird wohl jetzt noch weniger Gebietszuwachs erhalten, als es ohne den verlorenen Feldzug bekommen hätte. Das Äestehen des Balkanbundes, den Ztußland für seine dreibundfeindlichcn Zwecke gebrauchen wollte, ist wohl mit dem Krieg zu Grabe getragen. Der Haß des Besiegten gegen die Sieger wird bleiben, namentlich wenn Bulgarien erheblich weniger Gebietszuwachs erhält, als es beansprucht. Auch die Hoffnung Rußlands, Rumänien in den Dienst der russischen Politik zu stellen und dem Balkanbund anzn- glicdern, wirb wohl kaum in Erfüllung gehen. Tas JntcrventionSgefuch Bulgariens. Paris, 10. Juli. Der Peterburger Korrespondent des „Figaro" will von Berufener Seite erfahren haben, König Ferdinand habe durch den b u l g a r i s che n G e - s an b t e n mitgeteilt, daß er den für ben Kampf an der serbischen Grenze verantwortlichen General Sawow ab- ge setzt unb ben formellen Beschluß gefaßt habe, den brnbermörderischen Krieg mit Griechenland unb Serbien nicht anzunehmen. Weshalb er auch seinen Armeen den Befehl erteilt habe, sich auf der ganzen Linie znrück- zu zieh en. Die russische Diplomatie habe infolgedessen sofort eine energische Aktion in Bukarest, Athen unb Bel- grab unternommen, um einen neuen Balkandund mit Einschluß Rumäniens herzustellen. Rußland wirke auf Bulgarien ein, damit dieses alle von Rumänien verlangten Gebietskonzesfionen gewährt und den Serben und Griechen in Mazedonien eine gemeinsame Grenze bewillige. Paris, 10. Juli. Nach einer Blättermeldung hat Sasonow infolge des Ansuchens Bulgariens unverzüglich die Regierungen Serbiens und Griechenlands gebeten, ihm bekannt zu geben, unter welchen Bedingun-> gen sie den Frieden schließen würden. Sasonow wäre geneigt, die Kriegführenden zu ersuchen, einen Waffenstillstand abzuschließen und Delegierte nach Petersburg zu entsenden. Man glaubt, daß Sasonow die Intervention nicht angenommen hätte, wenn die bulgarische Neaierung sich nicht bereit erklärt hätte, den Serben und Griechen Zugeständnisse zu machen unb den Rumänen einen Teil der von ihnen beanspruchten Gebiete abzutreten. Griechenlaich dürfte sich besonders anspruchsvoll' zeigen, weil' es seit Ausbruch der Feindseligkeiten ^weniger gelitten hat, als Serbien. Paris, 10. Juli. Tie Meldung, daß Bulgarien die Vermittlung Rußlands angerufen habe, wird von der französischen Presse lebhaft erörtert. Das „Journal des Debats" schreibt: Man müsse Bulgarien erklären, daß man erst dann zu seinen Gunsten intervenieren werde, wenn es sich schriftlich ohne Hintergedanken verpflichtet, auf das rechte Wardarnfer, das Gebiet von Saloniki, weiter zum Golf von Orfani und zur Struma unb ans das Dreieck Egri-Palan ka, Uesküb und Köprü lü zu verzichten. Serbische Siegesnachrichten. Belgrad, 10. Juli. Gestern nachmittag hat die serbische Kavallerie bei der Verfolgung der bulga- rischen Armee, die sie völlig auseinander gesprengt hat, Radowitscha besetzt. Der Feind hat sich, ohne den geringsten Widerstand entgegenzusetzen, zurückgezogen. — Die Bulgaren haben bei ihrem fluchtartigen Rückzug nicht die Zeit gehabt, die gefallenen bulgarischen Ossi- ziere und Soldaten zu beerdigen. Belgrad, 10. Juli. Die Serben stehen auf dem südlichen Kriegsschauplatz etwa auf der Linie Rujan-Kot- fchana-Radowifchka, anschließend die Griechen bei Strumitza-Toiran. Der Vormarsch der griechischen Armee gegen Radowischka hat.begonnen, unb ihrer bal- bigen Bereinigung mit den Serben steht infolge des Rückzuges der Bulgaren nichts im Wege. Belgrad, 10. Juli. Da sämtliche Lazarette infolge der großen Zahl an Verwundeten überfüllt find, begann man heute mit dem Bau der Krankenbaracken. Der österreichisch-ungarische Gesandte stellte dem serbischen „Roten Kreuz" die Gesandtschaftsschule zur Verfügung. Des Kaisers „Nordlandfahrtgesellschaft". Schilderungen von den Nordlandfahtten des Kaisers, die er nach Briesen und TagebuäMättern von Teilnehmern erzählt, gibt in den Grenzlwien der .Herausgeber George Cleinow unö berichtet von einer eigenartigen lustigen GefellsckMt, die bte Reisebegleiter des Kaisers unter seinem Vorsitz gegründet haben. Tas Bilv von dem l)armlos fröhlichen Leben und Treiben an Bord der 5)oben-ollern", das dadurch entMlt wird, dürfte gerade jetzt, wo Kaiser Wilhelm seine 25. Nordlandsfahrt angetreten hat, besonderes Interesse finden. Es war im Jahre 1891, als der Kaiser auf seiner Nordlandreise ausglitt und sich eine Zerrung der Kniekapselbänder svuzva so daß er zum Liegen verurteilt ioar und jtid)t an Lanp fonntc Um das Schmerzenslager des bantate erst 32jährigen Monarchen bilbctc sich ein fröhlicher Kreis, der dem Herrscher nach Kräften die Zeit zu vertreiben suchte. „Abends sind Zauber- nnd Theater-Vorstellungen," erzählt der spätere Staatssekretär Kiderlen in einem Briefe vom 28. Juli 1891. „Ich bin bereits in zwei Stücken ausgetreten, im „Gespenst um Mitternacht" al^ Kellner Kaleb und in „Othellos Erfolg" als Fräulein Eulalia Wcizenkorn!!! In einem impvovisterten Tingeltangel habe ich mit G. ... die siamesischen Zwillinge gemacht: zusammengewachsen waren wir mit einer großen Zervelatwurst, ru . war der um ein Jahr ältere Zwillingsbruder!.'! So .wird allerlei Unsinn gemacht: die Tage würden sonst zu lang." ^Damals wurde auch die „Nordlandsahrtgesellschaft" gegründet, deren lustige Satzungen Cleinow mitteilt. rrCr erste Paragraph gibt eine Erklärung der fröhlichen Dasclrunde: „Die Nordlandsahrtgesellschaft ist eine Abendgesell- schast die sich für gewöhnlich bis zur Mitternachtssonne ausdehnt'" „Sie besteht aus allen denjenigen," so fährt der zwerte Paragraph fort, „welche sich an der Aufsuckmng der Mitternachtssonne beteiligt haben oder hierzu noch werden berufen werden." Der dritte Paragraph bemerkt: „'Die Gesellschaft lebt teils von Erinnerungen, teils von Konserven," und in 8 4 wird des näheren bestimmt, daß „für die Frische der Konserven der Nordlandfahtt- gesellschaft Freiherr von Lpncker, für diejenigen der Erinnerungen der berühmte Reisende Tr. Güßfclbt verantwortlich" ist. An der Spitze dieses Vereins steht Kaiser Wilhelm als ber „Aller- durchlauchtigste Fahrtenmeister": die übrigen Mitglieder werden in 'Oberfahrtgesellen und Vizc-Obersahrtgesellen eingekeilt. Tie /wichtigsten Paragraphen der GesellschastUaLung fahren dann alleZ Nähere folgendermaßen aus: „Der berühmte Bestciger Güßseldt besteigt an ben Versammlungsabenden (aber nicht vor 11 Uljr) das Katheder, um Erinnerungen zum besten zu geben, deren Länge und Breite vorher durch den Navigationsoffizier der Gesellschaft Kapitän von Senden zu bestimmen ist." — „Für die bildliche Festlegung steht der Gesellschaft die bewährte Ri-esenkraft des Schnettmalers, Momentphoto- und Reichsgrafcn Em. zur Verfügung. Letzterem ist hierbei jeder irgendmögliche Vorschub zu leisten, namentlich ihm nichts Strauck^elbares in den Weg zu legen." § 16 bestimmt: „Tie rühmlichst bekannte Kalauer Firma Hülsen, Kessel, .Kiderlen und Kompagnie ist dafür verantwortlich, daß die verbrauchten Witze monatlich durch neue ersetzt werben." „8 17. Der augenblicklich zum allgemeinen Leibwesen sich in vartibus aushaltenbe Geisterseher, Schlangenbänbiger unb Hexen- meister Georg von Hülsen hat aus Befehl des Meisters biefer Gesellschaft jeben Fahrtgesellen, welcher bie vorstehenden Satzungen im attgemeineil ober gar im besonberen mißbilligt, verschwinden zu lassen. 8 18. Wer sich sonst der Gesellschaft abhold zeigt, namentlich wer durch hartnäckiges Schweigen die Absicht zu erkennen gibt, sein Licht unter ben Scheffel zu stellen, ben soll eine exemplarische, burch Meisterspruch aus den 88 13, 14 und 17 zu kombinierende Strafe treffen. 8 19. Wenn ein ber gercdjten Strafe verfallener Fahrtgeselle burch hartnäckiges Trinken versucht, sich in ben Zustanb des sogenannten Milderungsgrundes zu versetzen, so soll dies eine Verschärfung der Strafe nach sich ziehm." Doch gibt es neben den Strafen auch „leichte Aiangerpöhungen und sonstige flüchtige Auszeickmungen", die sich in der „Beförderungsliste" spiegeln. Darinnen werden ernannt: „Die Ober- sahttgesellen: Graf Waldersce, zum Punschwart: von Hahnke, zum Obcrschlürfer und Oberkapellmeistcr in Eß-dur: Graf Görtz, Proteus, Sack,verständiger- in Unfallangelegenheiten und Sanges- bruber; Graf Webel, Sachverstänbiger in Eli-Piguet- und sonstigen Angelegenheiten: Graf Eulenburg, Festbarde und Polarskalpe: Dr. Leuthold, Eisculap 1. Klasse; Dr. Güßseldt, Sachverstänbiger in Berg- und Talangelegenheiten." Von Hülsen wird zum „Sec- schlangenbänbiger, Eispoeten und Nordstern erster Größe" ernannt, von Kiderlen zum „Lustbarden, Schrrstwart und Wregen- festlotseii". von Bülow zum „Doktor der Seekrankhert und^Dü- nungsmeister", ber Maler Saltzmann zum „Ersonkel und Sachverständigen in Essig und Oel". .... m ... . Unb so geht es mit gutem vumor sort in den Beförderungen und den Paragraphen der Nordlandfahrtgeseltschaft. * V — Die Erfüllung von Kapitän Scotts Vermächtnis. Als Scott im ewigen Eile der Anarktis sein Ende herannahen fühlte, sprach er in seinem Vermächtnis die Erivar- tung aus: „Sicherlich, sicherlich wird eine große Nation wie die unsrige dafür sorgen, daß. für die Hinterbleibenden, die von uns abhängig waren, angemessen Fürsorge getragen wird." Die Antwort des englischen Volkes auf diesen letzten Appell Scotts ist jetzt erfolgt: der Ausschuß des durch freiwillige Beiträge aller Bevölkerungsschichten geschaffenen Scottfonds gibt jetzt bekannt, daß aus dem Vermögen des Fonds den Hinterbliebenen der gestorbenen Expcditionstcilnehmer 680 OOO Mark über wiesen worden sind. Und zwar erhielten: Tie Witwe Scotts 170 000 Mark, Peter Scott, der kleine Sohn, 70 OOO Mark, die Mutter des Kapitäns Scott mit ihren beiden Töchtern f2 000 Mark, die Witwe Dr. Wilsons 170 000 Makk, Mrs. Bowers mit zwei Töchtern 90 000 Mark, die Witwe des Matrosen Evans mit ihren Kindern 25 000 Mark, die Mutter des Matrosen Evans 5000 Mark, Mrs. Beissenden mit Kind 15 000 Mark und ebensoviel Mrs., Mbott. Mrs. Brisscnden ist die Witwe eines bei Vermessungsarbeiten umgekommenen Matrosen und Mrs. Abbott die Mutter des infolge Entbehrungen irrsinnig gewordenen Proviantunteroffiziers. Tic weiteren Mittel des Scottfonds, der sich insgesamt auf V/2 Mill. Mark belief, sollen wie folgt verwendet werden. Zur Deckung der Unterbilanz der Expedition werden 102 000 Mark angewiesen, 350 000 Mark zur Veröffentlichung der wissenschaftlichen Ergebnisse. Von dieser Summe werden die Gehälter für die Bearbeiter der verschiedenen Fächer bestritten. Tie biologischen Forschungsergebnisse veröffentlicht das Brittsche Museum: für die Veröffentlich ungskostcn der phnfikalischen Forschungen sind 120 000, für die Expepi tio nsg eschi cstte 40 000 und für Karten 16 000 Mark ausgesetzt. Die übrigen 360 000 Mark bienen für eine Gedenktafel in der St. Pauls-Kathedrale, für ein großes Brv n zeden km a l im Hpde-Park,, während 200 000 Mark zur Begründung eines Fonds für künftige P 0 l a r f 0 r s ch n n g ausgesetzt sind. Die materielle Lage der Hinterbliebenen erscheint nach diesen Zuweisungen in jeder Beziehung gesichert, denn zu diesen Ueberweisungen aus ben vom Volke gestifteten Summen treten noch die ftänbigen, vom Staate bewilligten Pensionen, bie Verhältnis mäßig reichlich bemessen sind, da nach einmütigem Parlamentsbeschlusse bie Pensionsempfänger wie Hinterbliebene von im Kriege Gefallenen angesehen wcroem Wien, 10. Juli. Der Belgrader Korrespondent der „Neuen Freien Presse" hotte eine Unterredung mit Pa--- schitsch, der zunächst erklärte, daß sich gegenwärtig kein einziger bulgarischer Soldat mehr auf serbischem Territorium und in den neueroberten Gebieten Gesinde. Wann und inwieweit Rumänien in den gegenwärtigen Krieg eingreifen werde, lasse sich heute nicht Voraussagen. Jedenfalls hänge dies von der nächsten Entwicklung der Kriegsoerhältnisse ab. Auf die Frage, in welcher Wers-e schließlich die Regelung der serbisch-bulgarischen .Gegensätze zu erwarten sei, sagte Paschitsch, nachdem es zum Kriege gekommen und der Bündnisvertrag mit allen nachträglichen Konventionen gegenstandslos geworden sei, werde -der Frieden durch direkte Verhandlungen zwischen Serbien und Bulgarien hergestellt werden müssen. Jetzt sei es noch zu früh, vom Friedensschluß zu sprechen, es sei aber selbstverständlich, daß sich infolge der durch die Schuld Bulgariens verursachten Opfer an Gut und Blut auch die Ursprünglichen Grundlagen, auf welchen die Verständigung möglich gewesen wäre, verändert habe. W. Belgrad, 10. Juli. Das Pressebureau meldet: Alle Angriffe der Bulgaren auf die serbisch-bulgarische Grenze zwischen Zajetzar und Pirot sind vollständig abgeschlagen worden. Die Einnahme von Kujezevatz durch die Bulgaren war möglich, weil in der Stadt nur wenig Soldaten waren; als aber die Verstärkungen ankamen, - wurden die Bulgaren vollständig zurückgeschlagen. Es befindet sich jetzt kein bulgarischer Soldat mehr auf serbischem Boden. Aus Rumänien. London, 10. Juli. Reuter erfährt aus gut unterrichteten rumänischen Quellen, daß die Mobilmachung noch in dieser Woche durchgeführt sein lvird. Rumänien itnrnnt gegenüber f einet der kriegführenden Parteien eine feindliche Haltung ein; es will aber keine Veränderung des Gl e i ch g e wi cht e s auf der Balkanhalbinsel zulassen, welche ihm selbst schaden könnte. Wenn Serbien ernstlich bedroht sein sollte, werde Rumänien -gezwungen sein, seine Truppen nach Bulgarien zu schicken; wenn dagegen Bulgarien bedroht sein sollte, werde Rumänien seinen Einfluß zugunsten Bulgariens ausüben. Außerdem will es sich eine strategisch vorteilhafte Grenze sichern zur Verteidigung seines Gebietes und um eine Revanchepolitik Bulgariens, falls etwa Rumänien gezwungen wäre, gegen Bulgarien vorzugehen, unmöglich oder wenigstens recht schwierig zu machen. Daher ist es wahrscheinlich, daß oie rumänischen Truppen bulgarisches Gebiet bis zu der Linie Turtukai (Tutarkan) an der Donau bis Baltschit am Schwarzen Meer besetzen werden, und daß der R e st s e i n e r Streikräfte zur Durchführung seiner Politik, die Gefährdung des Gleichgewichts der 'Kräfte auf der Balkanhalbinsel durch eine Intervention zwischen den Kriegführenden zu ver- hind-eru, verwandt wird. Wien, 10. Juli. Reich hier eingetr offenen Meldungen haben rumänische Truppen heute nachmittag 4 Uhr die bulgarische Grenze überschritten. Bukarest, 10. Juli. Das Handelsministerium veröffentlicht folgende Mitteilung: Es liegt kein Grund vor für den Erlaß eines M o ra toviums , die Zahlungsverpflichtungen der Mobilisierten werden jedoch hinausgeschoben. Die Finanzlage des Landes ist derartig, daß sie allen zu erfüllenden Berpfliclstungen gewachsen ist, und dah-Anleihen nicht notwendig sind. Deutsches Reich. Berlin, 10. Juli. Die „.H o h e n z o l l e r n" Hütte eine sehr ruhige U aber fahrt. Die Temperatur ist winterlich. öümcral v. Frentag hält heute vormittag seinen ersten Vortrag. An Bord ist alles wohl. Hchchenfinow, 10. Juli. Der Reichskanzle r ,ist hier oft n getroffen. jGaroelegen, 10. Juli. Bei der Reichstagsstichwahl im Wahlkreise Salzwedel-Gar del egen erhielt v. Kröcher (Kons.» 11100, Dr. Böhm (Bauernbund) 13803 Stimmen. Die Ergebnisse einiger kleiner Kreise stehen noch aus. Die Wahl Dr. Böhms gilt als sicher. Freiburg i. Br., 10. Juli. Die Stadtverordneten bewilligten heute 6 00 000 Mark für Kaser- nenbauten infolge der Verstärkung der Artillerie. Die Verzinsung ist auf 6»/0 bemessen. Weiter genehmigte die Versammlung die kostenfreie Hergabe des Geländes für eine Funkerkaserne. Ausland. Pisa, 10. Juli. Der König und die Königin sind von ihrer Reise nach Kiel und Stockholm wieder hier einge troffen. London, 10. Juli. (Unterhaus.) Robert Harcourt (liberal) hatte angefragt, wie hoch Churchill zur Zeit seiner Erklärung im März die Zahl der österreichisch- ungarischen und der italienischen Dreadnoughts annahm, welche in dem letzten Viertel des Jahres 1915 und in den ersten Dreivierteln des Jahtes 1916 fertig gestellt würden, ohne Rücksicht auf neuere Meldungen über weitere Bauten seitens Oesterreichs. Churchill erwiderte schriftlich, seiner Annahme liege das veröffent- lichte Programm zugrunde, das sechs italienische und vier österreichisch-ungarische Dreadnoughts aufführe. Ceuta, 10. Juli. Gestern haben die Mauren die Spanier bei L a u r i e n t beschossen und einen Korporal sowie zwei Soldaten getötet. Die Spanier, die darauf einen Ausfall machten, wurden von einer großen Anzahi ?Rauren angegriffen. Schließlich sind die Mauren durch spanische Artillerie unter großen Verlusten zurück- getrieben worden. 15 Spanier sind kampfunfähig. Peking, 10. Juli. Infolge der energischen Vorstellungen des russischen Gesandten, die durch Drohung militärischer Ztvcmgsmaßregeln unterstützt waren, hat China in vollem Maße alle von Rußland wegen der mannigfachen Drangsalierungen russischer Untertanen erhobenen Forderungen erfüllt und den Gouverneur von Tsitsi- kar abberufen. Die andern Schuldigen werden bestraft. Auf die energischen Vorstellungen des russischen Gesandten ist der Daotai' von Wang, dessen Teilnahme an dem Zwischenfall von Tschira sich erwiesen hat, in den RuMtaud versetzt morden. Paris, 10. Juli. Zu der Angelegenheit des Fremdenlegionärs Hans Müller bringt der „dRatin" eine offenbar auf Mitteilung des französischen Kriegsminisberrums beruhende Darstellung, wonach ein am 22t. Juli 1890 in Zürich geborener Hans M llller am 12. Septencher 1910 vom Kriegsgericht in Udschda wegen Desertion vor dem Feinde unh Verleitung mehrerer Kameraden zur Desertion auf Grund der Artikel 238 und 241 des Militärstrafgesetzbuches zum Tode verurteilt worden sei. Dieser Hans-Müller sei guch innerhaK, her vorschriftsmäßigen vier UrteilsfälVung erschossen worden. Bon einer nirch den Präsidenten der Republik könne 'eine Rede gewesen sein, weil im Krieg und Fahnenflucht vor dem Feinde die Entschetz- düng des Kriegsgerichts unverzüglich vollstreckbar sei. Au» Statt und Cattd« Gießen, 11. Juli 1913. * * Tageskalender für Freitag, 11. Juli. Alldeutscher Verband: Gerhart Hauptmanns Festspiel. Vortrag und Rezitation. Abends 8 Uhr in Steins Garten. * * • Vom Großh. Hof. Die Großherzogin und die beiden Prinzen trafen am Donnerstag zum Besuche des Prinzenpaares Heinrich in Kiel ein. * * Generalstabsreise. Nach den 1898 erlassenen neuen Bestimmungen über GeneralstabSreisen sollen alljährlich außer bei dem Großen Generalstabe bei zehn Armeekorps derartige Reisen stattfinden, davon bei einem ober zwei Korps eine Festungsgeneralstabsreise. Das 18. Armeekorps hat am 7. Juli eine Generalstabsreise angetreten, die in die bayerische Pfalz führt und bis zum 20. Juli dauert. Sie wird vom Korps-Generalstabschef, dem Württ. Generalmajor v. Hofacker geleitet. Es nahmen daran teil: die Generalstabsoffiziere des ganzen Korpsbereiches und eine Anzahl aus dem Frontdienst dazu bestimmter Offiziere. Von unserem Regiment nehmen daran teil die Hauptleute Häb- ling von Lanzenauer und — freiwillig — Hauptmann ,Schwendy. ** Lehrerpersonalien, liebertragen wurde bent Schulamtsaspiranten Martin Eisenhauer aus Brensbach eine Lehrerstelle an der Gemeinbeschule zu Langstabt; dem Schulamtsaspiranten Heinrich Oßwald aus Lich, Kreis Gießen, eine Lehrer- telle an der Gemeindeschule zu Bad-Nauheim. Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönberg auf die ertebigte erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rimhorn präsentierte Schulamtsaspirant Friedrich K r a y e r aus Aspisheim für diese Stelle. ( < ** Eisenbahnpersonalien. Der Großherzvg hat den Regierungsbaumeister Wilhelm S ieb e n zu Saarbrücken zum Vov- tand eines Eisenbahnbetriebsamtes ;in der HessischPreußischen Eisenbahngemeinschaft ernannt. ** Auszahlung von Renten durch die Post. Die Landesversicherungsanstalt „Großh. Hessen" in Darmstadt bittet uns, ihre Rentenempfänger darauf aufmerksam zu machen, daß die zur Erhebung der Rente nötige Nummerkarte stets vom zuständigen Postamt auszufertigen ist einerlei, ob es sich um die -erstmalige ober die wiederholte Ausstellung einer solchen handelt. Die Rentenempfänger tun jedenfalls gut daran, >venn sie die Nummerkarte nicht nur sorgfältig venoahren, sondern die Nummer ihrer Karte sich auch genau merken bezw. anderweit notieren, damit beim Verlust das zuständige Postamt nach Angabe der Nummer die betreffende Stammkarte finden und die Erneuerung der Nummerkarte vornehmen kann. * • „Blücher in Gießen", ein Festspiel von Oberlehrer Dr. Strecker in Bad-Nauheim, soll im November im Stadttheater aufgeführt werden. * * Der Todessturz im 3 irr tu §. Ein tollkühnes Sensationsstück im Zirkus Althoff ist der Sturz aus dem 6. Stock, das neueste und nervenerregendste Sck)ausp-iel, das auf artistischem Gebiete geleistet wird und in den nächsten Tagen in dem hier gastierenden großen Zirkus Althoff täglich feur Aufführung gelangt. Mi:. Gadbin II., ein junger Amerikaner, welcher diesen Sturz ausführt, vollführt nun diesen Todessturz schon seit beinahe vier Jahren, ohne dabei erhebliches (Unflatt Erlitten zu haben, außer einmal einen leichten Armbruch bei seinem ersten Auftreten in Deutschland während einer Borprobe. Den großartigen Sturz des Amerikaners muß man allerdings gesehen haben, um sich ein Urteil bilden zu können. Die Eröffnungs-B...stellung in Gießen findet am 14. Juli statt. Der Vorverkauf findet in den Zigarrengeschäften von Gustav Sonntag, Schulstraße, sowie in der Filiale, Seltersweg 58, zu Kassenpreisen statt. Das Unternehmen wird auf Oswaldsgarten Aufstellung nehmen. * * (& an turn f oft. Bei dem am Sonntag und Montag in Frankenberg abgehaltenen Gauturnfeste erhielt der Turnverein von 18 4 6 folgende Preise: Oberstufe: 2. Preis Karl Loos mit 139 Punkten, Unter stufe: 2. Preis Franz Sauer mit 1462,3 Punkten; 19. Preis Karl Gering 1352/s Punkten ; 28. Preis Wilh. Blum 129^ P.; 32. Preis Herrn. Neuser 1272/g P.; 59. Preis I. Hari Hausen 122 P.; 63. Preis Gg. Hösmann 1204/6 P.; 67. Preis W. Schwarz 119 5/G P.; 68. Preis H. Jckler 1192/3 P.; 85. Preis K. Horeyseck U54/ß P.; 87. Preis W. Schneider 115 P.; 89. Preis Friedrich Bellos 114y2 P. — Die Musterriege erhielt die Note „sehr gut" mit 5?3A P. bei 60 erreichbaren. • • Wegen Meineides wurde gestern ein junges Mädchen von hier verhaftet, daS unter Eid mehrere Studenten beschuldigt hatte, sich an ihm vergangen zu haben. Es soll sich einwandssrei herausgestellt haben, daß die Beschuldigung unwahr ist; im Gegenteil soll festgestellt sein, daß das Mädchen sich den jungen Leuten angeboten hat. ♦* Wieder ein Gefangenentransport ohne Wagen. Gestern nachmittag wurde ein junger Kaufmann von hier, der Hochstapelei besckmldigt ist und nach der Schweiz entflohen war, gegen 3 Uhr vom Bahnhof gefesselt durch die Straßen unserer Stadt nach dem Gerichtsgebäude geführt. Da der Wagen offenbar noch nicht ausgebessert ist, konnte der Anblick des gefesselten Menschen der Bevölkerung wahrscheinlich nicht erspart werden. Landkreis Gießen. △ Steinbach, 9. Juli. Ein Kriegs v eteran von 1870/1871, Herr Krämer, wurde heute unter starker Beteiligung zu Grabe getragen. Der Krieger verein erwies ihm die letzte Ehre und gab am Grabe drei Ehrensalven ab. Ter (Gesangverein Germania, dessen Mitbegründer und Ehrenmitglied der Verstorbene war, fang das Grablied. -r. Reiskirchen, 10. Juli. Das Ortsnetz für unsere el ektri s che Leitung ist nahezu fertiggestellt und man hat bereits mit dem Legen der Hausanschlüsse begonnen. Es sind bis jetzt etwa 50 Häuser angemeldet. Nächstens soll die Fernleitung sertiggestellt werden, so daß die Leitung spätestens 1. September in Betrieb genommen werden kann. Kreis Büdingen. h. Büdingen, 10. Juli. Vor etlichen Tagen fuhr eine hiesige Frau mit ihrer fünfjährigen Tochter nach Geln- l)ausen und vvn da nach Offenbach. Seit dieser Zeit fehlt jede Nachricht von beiden. s. Wallernhausen, 10. Juli. Unsere auf den ersten Sonntag im Juli fallende Kirch weihe mußte verschoben lucrben, weil frier vor einiger Zeit leichte Fälle von Scharlach vorgekommen waren. Von zwei hiesigen Wirten wollte der eine nun nächsten Sonntag und der andere acht Tage später Kirchweihe halten. Da eine Einigung nicht erreicht wurde, beschloß die Gemeindevertretung, in diesem Jahre die Kirch wei he ganz ausfallen zu lassen. Kreis Schotten. — Ulfa, 10. Juli. Am nächsten Samstag findet frier Gemeinderatswahl statt. Die aus scheidenden Gemeuche- ratsmitglieder Lenz, Stoll und Zimmer werden wieder kandidieren, doch werden auch andere Burger vorgeschlagen, die sich ganz besonders um unseren Marktflecken dadurch verdient gemacht haben, -daß sie die Errichtung eines Gestüts hier zustande brachten. Tage nach der ■dymteSicdl 1 im Falle einer r. Kreis Friedberg. L. Friebber g, 9. Juli. Ter heutige Wochenmarkt toar archerordenttich stark beschickt. Nick)it nur die ■ gewöhnlichen Gemüse, auch schöne Gurken und Blumenkohl, das Stück 50 bis 70 Pfg., standen zum Verkauf; Kartvffelnj kosteten das Pfund 6 Pfg., Kemerbsen 20 Pfg. das Pfund, Johannisbeeren 20 Pfg., Walderdbeeren 30 Pfg., Himbeeren 40 Pfg., Heidelbeeren der Schoppen 20 Pfg. Eier sind auf- geschlagen, das Stück wird mit 9 Pfg. bezahlt. Kirschen das Pfund 50 Pfg. Käse das Stück 6 Pfg. Fried der g, 10. Juli. Der Anzug unseres neuen Bataillons ist auf den 26. September festgesetzt. r. Bad-Nauheim, 10. Juli. Mit großer Genugtuung wird es begrüßt, daß unsere Ortskrankenkasse nach einer Enii- scheidung des Ministeriums als besondere Ortskrankenkasse neben der Kreiskrankenkasse bestehen bleibt. Ein an das Oberversicherungsl- amt in dieser Sache gerichtetes Gesuch war abschlägig beschieden, doch ließ sich der Vorstand der Kasse durch diesen Bescheid nicht einschüchtern, sondern verfolgte die Sache bis in die höchste Instanz, unt das Bestehen der Kasse, die über ein Vermögen von nahezu Fünfzigtausend Mark verfügt, zu sichern. — Im heutigen vierten Sinfonie-Konzert brachte Professor Minder- stein die „Saftige Ouvertüre" von Felix Weingartner zum ersten- mal zur Aufführung. Die Musik, die Weingartner in diesem Werk bietet, wirkt durchweg heiter und frisch. Selbst einige Anläufe zum Dramatischen nimmt man gerne mit in den Kauf, da alles von einem überlegenen Aufbau des musikalischen Grundgedankens auS- geht. Geradezu entzückende Aufgaben haben die Flöten zu lösen, die gewissermaßen das heitere Element in dieser Tondichtung vertreten. Die Neuheit wurde mit starkem einheitlichem Beifall des gut besetzten Saales aufgenontinen. Den Anfang des Programms bildete die Sinfonie Nr. 1 Bmiioll von Brahms, den Schluß machte die ungarische Rhapsodie Nr. 3 Dton Liszt. Zwischen diesen Nummern spielte Herr Reyl, der sich unserem Saal-Konzert-Publikum zum erstenmal vorstellte, die Serenade Nr. 3 von R. Volk- ntann für Violoncello. Der turige Künstler errang sich durch sein ansprechendes Spiel lebhaften Beifall. Das Konzert stand unter Leitung von Prof. Wind er stein. — In dem am nächsten Donnerstag stattfindenden Künstler-Konzert wirken mit die Konzertsängerin Frau Wocke-Dowerk- Köln und Fräul. Irma S e y d e l, Violinvirtuosin aus Boston. — Heute ist der langjährige treue Kurgast, der Afrikaforscher Reichskomimissar Carl Peters zu längerem Kuraufenthalt hier eingetroffen. L. Bad-Nanheim, 10. Jnli. Ein Kranker stürzte sich gestern im hiesigen Kranken Hanse aus dem 1. Stock. Ohne eigentliche Verletzungen kam er zur Erde. l. Rendel i. d. Wetterau, 10. Juli. Mit einem Geschäftsverlust von 4165 Mk. hat die hiesige Spar>- und Leihkasse abgeschlossen. Auch ist die Mitglieder- zahl vvn 135 auf 118 zurückgegangen. Der Gesamtumsatz der Kasse beträgt 830 370 Mk. L. Ober-Rosbach, 10. Inti. Die Feld- und Waldgemarkungen der beiden Gemeinden Rosbach waren seither vereinigt. Endlich ist es gelungen, wozu man schon einmal' vor 40 Jahren den Anfang machte, eine Trenmmg herbei- zuführen. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach a. M_, 10. Juli. Eine schwere Gasexplosion ereignete sich in der Mädchenmittelschule in öcr Wilhelm- straße, die zurzeit ausgebessert wird. Bei dem Absuchen der Gasrohrleitungen kam der 19jährige Spengler Hch. Schröder aus dem Biergrund mit einer Lampe einer schadhaften Stelle zu nahe, das ausströmende Gas explodierte und der Spengler wurde durch die Stichflammen am Kopfe unö an den Händen erheblich verbrannt. Ter ihm bei der Arbeit behilflich gewesene Lehrling kam mit geringeren Verletzungen davon. — Ter seit Montag vermißte 60jährige Privatier Christian Lindenberger aus dem Starkenburgring 1 wurde int Sachsenhäuser Walde erschossen aufgefunben. sDer Grund zur Tat bildet ein langjähriges Nervenleiden. Hessen-Nassau. w Frankfurt, 10. Juli. In der vergangenen Na3)t stürzte der ledige 36 Jahre alte Agent Konrady aus dem dritten Stockwerke seiner Wohnung auf den zementierten Hof herab. Hausbewohner ihn auffanden, gab er zwar noch schivache Lebenszeichen von sich, starb jedoch bald daraus infolge eines Schädelbruches, den er bei dem Sturze davongetragen hatte. Da sonst kein Grund zlt der Tat vorzuliegen scheint, nimmt man an, daß er an§ Unvorsichtigkeit aus dem Fenster gestürzt ist. h. Frankfurt«. M., 10. Juli. Ter neue Sü dbahn - Hof. Innerhalb dreier Monate wurde heute ein zweiter neuer Bahnhof Großfrankfurts, der Südbahnhvf, eingeweiht unö dem Betriebe übergeben. In knapp 16 Monaten wurde öcr technisch sehr schwierige Bau des Bahnhofs unter einem Kosten- auswande von 2 500 000 Mk. ausgeführt. Seine 'Inbetriebnahme bebautet aber nicht nur für den Hauptbahnhof eine Entlastung, sondern auch für den Fernverkehr von Nord- und Süddeutsch» land eine wesentliche Verbesserung, indem nach Fertigstellung der llmgehungsbahn bei Elm die Züge ohne weiteres von Hanau über Franffurt-Ost nach Frankfurt-Süd geführt werden und vmt biet nach Darmstadt, Mainz usw. Für den Frankfurter Fernverkehr wird demnach der neue Bahnhof eine außerordentlich wichtig« Rolle spielen, die der des Hauptbafrnfross wenig nachsteht. fr. Frankfurt a. M„ 10. Juli. Im Bahnpostamt versuchte heute nachmittag ein stellenloser Kaufmann einem Lehrling einen Tausendmarkschein zu entreißen. Ter junge« Mann wehrte sich aber tapfer, so daß der Bursche zu fliehen versuchte. Er wurde von Postbeamten festgenommen. fc. Wallmerod, 10. Juli. Der älteste Veteran Nassaus, August Müller, der den Feldzug gegen Dänemark 1848/49 im nassauischen Kontingent mitgemacht hat, ist, 87 Jahre alt, hier gestorben. w. Fulba, 10. Juli. Auf Wunsch des Kardinal^Fürst- bischofs Dr. v. Kopp findet die preußische Bischofs- konferenz erst am 19. August statt. Universitäts-Nachrichtei». — Der ordentliche Professor der semitischen Philologie an der Universität Straßburg i. E., Dr. Phil. Enno Litt mann, hat den Ruf nach Bonn als Nachfolger des verstorbenen Geh. Rats. Prof. Prym angenommen. Prof. Littmann ist am 16. September 1875 zu Oldenburg geboren. Der Vertreter der Religionsgeschichte und Religionsphilosophie in der Berliner theologischen Fakultät Dr. theol. et Phil. Edvard Lehm ann hat einen Ruf nach Lund (Schweden) erhalten und angenommen. Prof. Lehmann ist 1862 zu Kopenhagen geboren. — Aus Frankfurt a. M. wird uns gemeldet: Ende des Sommersemefters wird von der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frankfurt a. M. unter Führung von Dozenten der Technik und der Volkswirtschaftslehre eine zwölstägige Exkursion in das rbeinisch-westfälisch? Industriegebiet sowie nach Holland und Belgien unternommen werden, bet der zahlreiche Fabrikbetriebe, ferner die Urstalsperre sowie die Hasenaplagen von Duisburg-Ruhrort, Amsterdam und Rotterdam besichtigt werden sollen. Den Mschluß wird der Besuch der Weltausstellung in Gent bilden. Sport- — 23 i 6m a r 10. Juli. Verspätet cingegangen.) Am vergangenen Sonntag feierte der Radfahrcr-Verein „öermania" zu Wißmar, Mitglied des D. R.-B, sein lOjähriges Sttftungs- fetz« verbunden mit SLandartenweihe. Das Fest verlies in jeder S>htMt tefaefctgenb, auch dir- erreichte Punktczahl in den ein ^Incn-1'to3ylWrcn^t Tft als sehr gut zu bezeichnen. Nachfolgend ™ ß4?r9?,l% Bundesvereine, T. R-B.: Dauerfahrt, ‘ ^ßccis Nadklub „Germania" Gießm l?- ®icficncr Radfahrer-Verein 1885 6,700 Pkt., (Ehrengave) Nadfahrer-Verein Marburg 2,400 Pkt. Nicht •c.^efwJ?'exnr' 9^ru^c 6: 1. Preis Radfahrer-Verein „Edel- werst EldrtLhausen 5,31 Pkt., 2. Nadfahre. Verein Steinbach ’? m3-7 Radfahrer-Verein „Ml Heit"-Gisfclberg 3,58 Plt. 4. Radfahrer-Verein „Heber Berg und Tal" Neustadt 3,03 Pkt. ^7". r re'£r r l’®' Gruppe A, Bundes-Vereine: 1. Preis G'eßener Radfahrer-Verein 1885 10,96 Pkt., Gruppe B, Bundes- Breis Radklub „Gcrmania"-Gießen 10,10 Pkt., n 1. Preis Radklub „Tcutonia"-Krofdors Radfahrer-Verein „Heber Berg und Tal"-Neustadt 8M> PL., 3. Radfahrer-Verein Steinbach 7,71 Pkt., 4. Radfahrer- Vereen ,« Heil"-Giffelberg 7,59 Pkt. Sechser-Schulreigen: 1- Preis Osießiener Radfahrer-Verein 1885. Radballspiel, Ent scheümngsspuL: Radfahrer-Verein 1885 Gießen gegen Herborn mrt 12:4. Großen Beifall fand das Zweier-Kunstfahren von SchörchalS-Wagner vom Radfahrer-Verein 1885. Gerrchtrsaal. X Hanan, 10. Juli. Auf abschüssige Bahn mar der Kreis- vollziehungsbeamle Krause in Hanau geraten, der heute vor dem Schwurgericht stand. Nachdem er 12 Jahre beim 88. Jnf.- Regt. gedient hatte, war es ihm gelungen, die Stelle als Kreis- vollziehungsbeamtec im Landkreise Hanau zu erhalten. Nach sechs- monatlichen! Probedienst wurde er am 15. November v. I. fest angestelli mit 1500 Mark Gehalt, 240 Mark Wohnungsgeld und 400 Mark Reisekosten-Entschädigung. Anfangs pflichtgctreu, verna., und er wurde vom Landgericht Köln zu einem Monat Gefängnis verurteilt. In seiner Revision beim Reichsgericht rügte Sch. Verletzung des materiellen Rechts und meinte, .. unrrrc tn letner eigenen Wohnung sagen, was er wolle. Tas Reichsgericht war indessen der Ansicht, daß unter den obwaltenden. Verhältnissen! mit Recht eine öffentliche Gotteslästerung vom Landgericht angenommen sei und bestätigte das erstinstanzliche Ürteil. Vermisstes, * Bei einer Hebung im Saar gebiet kivpten zwei zu einem Floß verbundene Kähne um. 22 Mann vom Infanterieregiment Nr. 30 fielen ins Wasser; vier davon er trau len. * Vier Soldaten ertrunfen. Aus Graz wird gemeldet: In der Drau schlug gestern bei einer Pionierübung ein Boot mit fünf Mann um. Vier davon ertranken. Ein Leutnant wurde lebend, doch mit tödlichen Verletzungen geborgen. * Ein 12jähriger Junge als Lebensretter. In Brest rettete ein 12jährigcr Gymnasiast mit eigener Lebensgefahr einen Hauptmann, der beim Baden einen Schwächeanfall erlitten hatte, vom Tode des Ertrinkens. * Bei einer kinematographischcn Aufnahme in Paris erlitt die Sängerin Mistinguettc schwere Verletzungen am Kopf, da der Hammer, mit dem der Todschlag markiert werden sollte, nicht genügend umwickelt war. * Merkwürdig er Todesfall. Aus London wird gemeldet: Lebhaftes Aussehen erregt der Tod der 16jährigen Tochter Emilie des reichen Farmers Er ispe l in Wileaßlmrg iNew Dort), deren Leiche aus dem See gezogen wurde. Man glaubt, daß es sich um den Racheakt eines ihrer Verehrer handelt. Tas junge Mädck>cn hatte zwei Verehrer, deren Bewerbung durch einen Wettkampf entschieden werden sollte. Beide durchschwammen den sehr breiten See. Tas junge Mädchen erklärte, den Sieger nicht heiraten zu wollen, sondern den Gegner. Vier Tage später sand man die Leiche des Mädchens. Beide Rivalen erklären^ unschuldig zu fein. * Für 250 000 Mark Juwelen gestohlen. Einer reichen Amerikanerin wurden in einem Pariser Hotel beim Wechseln ihrer Zimmer Juwelen im Werte von 250 000 Mk. gestohlen. Von dem Dieb fehlt jede .Spur. * Auf der Jagd erschossen. In Vesaignes bei Chaumont wurden bei einer Wildschweinjagd zwei Landwirte durch einen unglücklichen Zufall von mehreren, einer anderen Jagdgesellschaft angehörigen Jägern • erschossen, die bisher nicht ermittelt werden konnten. * Unaufgeklärter Todesfall. In der Nacht zum Mittwoch wurde auf dem Gleise der Landbahn in der Nähe des Ehamp de Mjarsl-Bahnhofs bei Paris der furchtbar verstümmelte Leichnam eines elegant gefleibeten jungen Mannes aufgefunden. In feinen Kleidern wurden 'eine Hamburger Bahnsteigkarte, mehrere Adressen in deutscher und englischer Sprache, unter ihnen die des französischen Kriegsministeriums, sowie ein silbernes Reisebesteck ausgefunden. Die Persönlichkeit des Toten konnte bisher nicht festgestellt werden. * Feuer in einer Kirche. Aus Petersburg, 9. Juli, wird gemeldet: In der Isaaks-Kathedrale brach gestern während des Mendgottesdienstes infolge Hn- vorsichtigkeit in dem in Ausbesserung begriffenen Ätppel- raum Feuer aus. Sämtliche Feuerwehren wurden alarmiert^ denen es in kurzer Zeit gelang, den Brand zu löschen. öoh5cL Frankfurt a. M'.- 10. Juli. Der Mirkk ioirenkon» k u r s Plaut, H e ß u. C o. Eine Vorläufige Prüfung der Aktiva und Passiva des zusanrmcngebrochcnen Bankhauses Plant, Hcß n. Eo. durch den Konkursverwalter ergab, daß die Verbindlichkeiten weit erheblicher sind, als «man bislang annahm. Sie betragen ru.rd 1 112 000 Mk., 200 000 Mk. davon entfallen auf Forderungen englischer Häuser, der Rest Verteilt sich auf die vielen Sparer und Kapitalisten, die ihr Geld^dem Üiankhansc anvertrauten. Ter großen Schuldenlast stehen knapp 60 000 Mk Aktiva gegen» über. Die Konkursguote wird auf 5 Prozent geschätzt. § Deutsch-Amerikanische Petroleum-Gesellschaft Hamburg. Diese Gesellschaft, die bekanntlich zur Stan- dakd Lil Co. gehört, erzielte im Gefchäftsjahr 1912 einen Geschäftsgewinn der Reederei und Werkstatt nach Llbzug der Untaften usw. von 3010921 Mark (i. V. 2 517 765 Mack), wozu noch 803 792 Mark < 1 190 013 Mark) Gewinne aus der Beteiligung an anderen Gesellschaften, aus dem ausländischen Pc- troleumgeschäst abzüglich Unkosten und 1909 823 Mark tl 807 890 Mark!, Gewinn aus dem inländischen Petroleumgeschäft abzüg. lieb Unkosten usw. sonne 32 653 Mark (17 407 Mark! Vortrag treten. Tic Mschreibungen belaufen sich auf 2 766 349 Mark (3 070 422 Mark!, so bafc ein Rcingcnnnn von 2 990 849 Mark (2 462 653 Mark) verbleibt, über dessen Verwendung nichts mit- geteilt wird. 8 Kleine Finanz chronik. Tie in der letzten Generalversammlung der Maschinen- und Annaturenfabrik Dorrn. H. Breuer u. )Co. in Höchst a. M. beschlossenen Rekonstruktionsvorschläge gelangen nunmehr zur Durchführung. — Die Julius Sichel u. Eo. Kommanditgesellschaft auf Aktien in Mainz beruft nun eine neue Generalversammlung auf den 2. August ein, um über die Erhöhung des Akttenkavitals um 500 000 Mark auf l3/d Millionen Mark beschließen zu können. Märkte. 11 Marburg, 10. Juli. Der heutige Schweinemarkt brachte bei hohen Preisen flotten Handel. Es kosteten 4—6 Wochen alte Ferkel 35 —45 Mk., Säufer 60 — 110 Mk. und gröbere Einleg- fchweine 120—160 Mk. per Paar. Tie Zufuhr belief sich aus siber 1000 Stück. le. Wiesbaden, 10. Juli. Heu- und Stroh markt. Angesahren waren 16 Wagen mit Heu und Sttoh. Dion notierte: H e u, altes, 6.40—7.60 Mk., neues 6,00— 6,60 Mk. Stroh (Nichtstroh) 0,00—0,00 Mk., Krummstroh 2,40—3,00 Mk. — Fruchtmarkt. Hafer 18,00—19,00 Mk. Alles für 100 Kilo. Wetterausfichten in Hessen für Samstag, den 12. Juli 1913: Unbeständig, zeitweise Negcnfälle, Temperatur wenig geändert, meist westliche Winde. hPrQ l \ Wirkung wnjenschoffl • Irft T9i Sie gewinnen neue Freude an farbigen Schuhen, wenn auch Sie sich davon überzeugen, dass Färbol selbst unansehnlichen und fleckigen Schuhen vollständig neues Aussehen in Farbe und Hochglanz gibt. Färbol in Tuben ä 50 Pfg. in 11 verschied. Farben erhältlich in Schuhgeschäften u. Drogerien. 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