PHOTO- ARTIKEL M erfand na« Erstes Blatt 165. Jahrgang Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten Vorkehrungen traf, den Grobwesir lange man von diesem Ms W* ürstenberg Bier Ausschank- Ajjter artneväiaofübr- Kanne; ic ^.shweise. Gießen, 12. Juni. Haltung der Offizier Lia Oberlommandant Abuk Pascht Wir erhielten gestern nachmittag folgendes Telegramm: Konstantinopel, 11. Juni. Auf noch so viel einzuwenden haben, man mag auch mit seiner neuen Zusammensetzung durchaus unzufrieden sein, cs läßt sich nicht leugnen, daß mit diesem nun einmal vorhandenen Landtage, so lange er durch eine Wahlreform nicht modernst sicrr ist, parlamentarische Erfolge erzielt werden können und müssen. Ein großer Teil der wirtschaftlichen und sozialen Fragen, die Fragen der auswärtigen Politik und damit int Zusammenhang die des Heeres und der Flotte, der Kolonien usw. werden zwar fast alle im Reichstag er' lcdigt, aber fo manche Entscheidung wird durch die Haltung des preußischen Abgeordnetenhauses beeinflußt, zumal auch Toppelmandate genug vorhanden sind. Wahrend im Reichstage die Kultursragen, die Frageit deS geistigen Lebens des deutschen Volkes zurücktreten vor den politischen und wirtschaftlichen, gehören sic im preußischen Abgeordnctcn- hanse zu den wichtigsten und heiß, umstrittensten Dingen. Man denke an den Kampf um die Schule. Aber auch wirtschaftliche und soziale Fragen gibt es immer noch genug, die in hervorragendem Grade das Abgeordnetenhaus bc- schäftigen. Man braucht bloß aus die'preußischen Eisenbahnen hinzuweisen. Sie besclräftigen 354 441 Beamte, Hilfsbcdicnstete und Arbeiter, 76 528 Werkstättencirbciter, 90500 Bahnunterhaltungsarbeiter, im ganzen weit über eine halbe Million Personinr. Tic Rechte und Pflichten dieser gewaltigen Masse von Angestellten der Eisenbahn müssen bei Beratung des jährlichen Etats im Abgeorbneten- hause festgestcllt und cs muß. für ihr Wohl gesorgt werden. Richt geringer ist die Fürsorge des preußischen Parlaments für die Bergarbeiter und für die Landwirtschaft. Zn den sozialpolitischen Aufgaben gehören weiter das Wvh- nungswesen, das Fürsorgeweßen, die direkte Besteuerung, die tommunal, kreis- uni) sozialpolitischen Fragen, die Mittelstanhspolitik, die innere Kolonisation, die Ostmarkenpolitik, die Kultivierung der Moore und Oedländer, die Schaffung kleiner Bauerngüter, die Stärkung und Forderung des Deutschtums in den dänischen Gebieten, die Fleisch- teucrung, die allgemeinen Beamtenschmcrzen und endlich die Reform der preußischen Verwaltung. Alle diese Fragen warten auf eine Beantwortung auf das neue Preußenparlament. Heber .Merhchische Dialektforschung und Oos geplante yessLN-rrassauische Wörterbuch" sprach kürzlich Herr Prof. Tr. W rede aus Marburg vor der Kreis-Lehrerkonferenz des Kreises Gießen. Ta wir annehmen, daß auch zahlreich andere, dein Lehrerstand nicht anqeh.>rigc Leser unseres Blattes Interesse für den Gegenstano haben, möge hier kurz einiges ans J)cni von den Zuhörern mit lcbhastesteui Beifall aufgenonnnencn Bortrage folgen. Tialektforschung ist heutzutage nicht mehr bloß eine Lieb Haberei. des zünftigen Sprach,iclehrten, sie ist ein Zweig der Heimakforsching gemorbcit. Forscher um) Dilettant sind auf diesem Gebiete wie kaum auf einem anderen aufeiitandcr angewiesen. Fällt jenem die Aufgabe zu, Ziele zu sctzxn und die Direktion, zu übernehmen, so liefert dieser das nötige Material. Uno ein frischet- Zug geht heute durch diesen Zweig der Forschung, gcrad ouch in unserem Sprachgebiet. Und das ist mit Freuden zu begrüßen. Einmal um der Wissenschaft iviüen, der hierdurch in reichem Maße gedient wirb, dann aber können auch durch gesunde Heimatforschung soziale Gegensätze ausgeglichen oder wciiigße.'ts gemildcrt werden, gehört bod> dieselbe Heimat allen Sprad^genossc.t, dem Reichen wie dem Armen. Zweck der ForsclMitg ist es, das Charakteristische der Heimat und des heimatlichen Wesens hervorzuhcben und herauszuarbeiteit. Anthropologie und 'Ausgrabungen genügen hier nicht: man muß auf das ursprünglichste und eigenste Ausbrustsmittel für Geist und Seele zurü-ckgreisen, unb das ist bie Spraare. Aber nicht die gelernte Säml- und Sd.riflsvrachc, sondern das heimatliche Idiom. In it^urhessen loar es vornehmlich Vilmar, in Overhelfen Weigand und Haimbach, die beachtenswerte Anfangsleistungcn förbertea, nachdem auf breitere wissenschaftliche Grundlageit Schmetter die Forschung in seinem mundartlichen Bayrischen Wörterbuch gestellt hatte. Bei diesen Männern tritt vor allem das wissenschaftliche Interesse in den Vordergrund, und weitere Kreise blieben daher von ihren Arbeiten unberührt. Ein frischerer Zug wehr beute in der Bewegung durch heimatkundlichen Einschlag. Mit in erster Linie haben zur Belebung der oberhessischen Mundartforschung beigetragen die Auregnngeit, die von der Universität Gießen unb von ber hessischen Vereinigung für Völkerkunde ausgingen. Mustergültige Sammlungen von Flurnamen, oberhcssisdicu Verbal formen, wertvolle Dissertationen über einzelne Dialektgcbiete find schätzenswerte Fruchte dieser Bestrebungen: und durch solche Arbeiten wurde das s2taigc des Forschers und des Dilettanten geweitet. Glichen die lexikalischen Sammlungen des vorigen Jahrhunderts iit allgemeinen mehr Raritäteitkammern von Liebhabern, so geht mit jetzt einen Schritt weiter, unb es sind nicht mehr vorwiegend -vissenschastliche Spekulationsfragen, die den Forscher leiten, sondern die völkerkundlichen Grundfragen: „Was ist hessisch" usw. n e t i k c r, sondern auchHiffo-riker im engeren Sinne sein muß. Die angeführten Arbeiten sind, so wertvoll sic an sich erscheinen, bis jetzt dost) nur Anfänge, unb viel bleibt noch zu tun; und dazu ist vor allem nötig Geld und Organisation. Es gilt, alle die zu gemeinsamer Älrbeit zusammenzurufen, oie ber Sachte nützen Irinnen. In ber Sd.weiz, in Schwaben, im Elsaß, in Siebenbürgen hat man große muiibarilid.'C Wörterbuch, r an- gefangen. Der ganze Süden ist also fleißig am Werk, und auch in )tcrbbcut!d/anb regt siä 's. Die preußische Akademie der Wissenschaften bereitet ein großes Wert vor, und an den Vortragenden tit die Aufforderung ergangen, für Hessen-Nassau die Forschung und Zusammenstellung zu übernehmen unb ein mundartliches Wörterbuch heraus ugeben. Das Arbeitsgebiet wird naturgemäß auch beit Kreis Wetzlar unb die Provinz Ob er Hessen umfassen müssen: und gerade daraus ergeben sich mand ? Schwierig - feitcu. Mit besonderer Freude muß daher das Entgegenkommen anerlaiim werden, das dem Unternehmen in so reichem Maß? gerade in Gießen entgegengebracht wird. Und so steht der Forsdxr auch vor der Lehrerschaft des Kreises als Mahnender mit der Bitte: Helfen Sie reiten, waS n o ck zu retten ist; sammeln a uch Sic für das heimatliche Wörterbuch für Hessen unb Nassau! — Aber man wird fragen: Was soll denn gesammelt werden? Tie Antwort auf diese Frage ist leicht -n geben; sie lautet eben: Alles! Auch bad scheinbar Geringe unb Nebensächlid ? gewinnt im Zusammenhang des Ganzen oft eine nicht geahnte Bedeutung. Tas geplante Werk soll leine Raritätenjammer werden, n ie man sie früher angelegt htt, sondern ein ^piegelbilb ber hämischen Munoarl; darum soll nichts über» ichen werden, und alles ist freudig willkommen. Und wie soll gesammelt werden? Auch das ist leidet zu beantworten: Wie es eben dem Einzelnen am geeignetsten und am bequemsten erscheint. Nur vermeide man die Wiev-rgabe des Mnnbarttidwn durch Transßlriptionen, da gerade dadurch nicht leiten Schwierigkeiten entstehen. Man wende also ruhig bi? ge= wohnte Schreibweise an: ber ordnende Forscher wird sich an der vand des Wenkerichen Sipvachatlass.s wohl zit orientieren wissen. ist es einerlei, ob man etwa nach Begriffsgruppen ober ->vvrterbud ern rammelt. Tem einen mag es vielleicht zweck - mavig ericheinen, alles zufammettzustetten, was mit Kleidung, 410^150^1, Ernährung usw. zusammeiihängt; ein anderer nehme ruhig eines unserer Wörterbücher, sei cs das von Weigand od eine iKruppc von 40 Personen, bar unter Offiziere, die wegen Politischer Betätigung aus ber Armee entlassen worben waren, in bas Haus des abwesenden Großwesirs ein und hinterließ einen Zettel: „Bestrafen Sie bic Mörber!" Konstantinopel, 11. Juni. Eine hervorragende P e r s o n erklärte, mit ber Hinwcgräunrung Mahmub Scheftct Pafd-as sei bran Komiteeunwesen bas Rückgrat gebrochen. Tie Ernrorbung bcs Großwesirs sei nur eine Auflehnung gegen bic Liga, bie als unccranlmortlid/? macht- unb beutelüfterne Geno'senschafl hinter ihm gcftanbcn habe. Konstantinopel, 11. Juni. Ein kaiserlichcs Reskript besagt: Mein erlauchter Wesir Mehmcb Saib Pascha, ber Märtyrcrtod bes Großwesirs unb Kricgsministers 9N a h - nuib Schefket Pascha hat uns tief gerührt unb betrübt. Tie Leitung bes Großwesiratcs ist Ihnen übertragen. Sie sind zum Range des Großwcsirs befördert. Zn -Gemäßheit bcfscn erwarten wir, baß Tie im Einvernehmen mit unseren jetzigen Ministern mit Eifer unb Patriotismus die Staatsgeschäs-c leiten. Möge Gott Ihnen Erfolg verleihen. Mehmcb R c s d) a b. Jinre>ner leint, w'nden J" vki- abends denM - rccr!| »ckep’g f'iü1 C(CI nal-Seifc eme (50 n 7, !*"„ ®«ta4 sn Eisschräs speifens^il: Speisens" EisinaAml cmpttilt 586 I.B. Häuser ^xikon *> Seen, ''Dötfer, Bäder Mmt« usw, ’ Donnerstag, 12. Juni 1913 'S c ; u j r e mouatlicb7öPf.,vicrlel- r jährlid) bttk. 2.20; durch Ab hole- u. Zweigstellen monntli b 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel- jrtbvl. nuöidil. Beitcllg. Zoilenprels: lokal 15Pf.» auswärts 20 Pfennig, (f (icirebnfteur: 9( Goetz. yeraiitivüTtlid) für den politischen Teil: Sluauft «njci«er SicSen. V i 115^ «. S|H u!,b Annahme von Anzeigen V ,65encbtsfanl": z. - < < Hnttc ist Isinzugekommefi, was früher fehlte, bic Sprache unb Tialcktgeographic, unb bic hossisd/.-u Laiwc, bie früher uachgc- l'intt iuaren, haben hier in ber Stille eine neue Grunblagc vorbereitet in bem deutschen Sprad.atlas von Georg Wenlcr in Marburg. Dem Rheinland entstammend, aeer ein Menschenalter im Hessenland tätig, htt Wenlcr 40 Sätze an die bett!sche Lchrcc- Idmft hinausgcgeben mit ber Bitte, sie in bic h.imatlid.e Mundart zu übertragen. Nick t weniger als 44 090 Orte haben öiciem Wunsche culsprochm, unb so hat bic bcatsd. Lehrerschaft ber Milnbartforsdmng ein .äußerst rl>crtnottcs Material geliefert, für das ihr nicht genug gebaiiir werben kann. Wurden doch aus diese Weise burd) sie bie Grundlagen für beit deutsd)en Spradiatlas gewonnen, titbcm sich erst auf Grund des zusammengctragenen, Materials bie genaueren Wort- und Lautgreirzen fcststcllen lteßc.t. Tas Wort Pscrb z. B. fehlt in vielen Gegenben — auch in hiesiger — vollständig, unb an seine Stelle tritt ber „Gaul" ober das „Roß", ebenso ist es mit „schreien" unb „kreischen" u. v. a. Mit Hilfe ber 40 in bic Mundarten übersetzten Sätze war es mm möglich, genau fcstzustcllen, wie weit bas „Pferd" läuft, bis cs vom „Gaul" ober „Roß" ab gelöst wirb, „wie weit man „schreit", bis bas „Gekrisch" anfängt, wo man „Fleisch", „Flasch" ober „Fläsch" ißt usw. usw. Die Wort- unb Lautgeigraphie hatte hierdurch einen bedeutenden Schritt vorwärts gemacht. Bis jetzt umfaßt ber deutsche Sprachatlas, der auf diese Weise entstand, bereits über 1200 Kartenblätter, und etwa 350 werden noch folgen. x Mundartlich« am besten und genauesten erforscht find bic Rheinlande, die Heimat Wenkers: aber auch Hessen Im bereits rüstig gearbeitet. Wir hoben auch in Hessen ein? Reib: von wertvollen Lokalgrammatitcn, Mundartwörterbüa>ern usw. Weigand, Schöner und vor allem Erecelius haben in ihren Wet- t er au er unb Vogelsberger Wörterbüchern und Idiotiken i ostbare Sdstitzc für ben Forscher nnHergelegt, bic nid-t nur für ben Sprachforscher, sondern and, für bic Biologen äußerst wertvoll sind, ba sic interessante Schlüsse auf bas Geistesleben bes Volkes er- möglichen. So zeigen sie z. B., wie wenig bas „Volk" geneigt ist, ben Boben ber Wirklichkeit zu verlassen unb sich auf ben ber Spekulation zu begeben. Tas Eschonröber Zbiotikon von Sdiöncr führt als Wortsd'atz von Efdienrob unb Umgegend etwa 5000 Wörter an, darunter 3300 Hauptwörter; unb von wiesen 3300 Hauptwörtern sind nicht weniger als 3000 Eoncreta unb nur etwa 300 Abttrakia. Unb in cmberen Gegenden, z. B. im Kreis Esch- wege, hat sich bie inrerefiantc Tatsache ergeben, baß bic Tialekt- grcn-cn sich nicht mit ben Gau- unb Stammesgrcnzcn oeckcw, sondern baß sie mit den Amtseinteilnngcn frülxwcr Zeiten zu- sammenfatten, ein Beweis bafür, wie sehr die amtlichen Be- zichunecn bas Geistesleben bes Volkes zu beeinflussen vermögen; unb biese Feftstelttmgeu ergeben als weitere Folge unb Forberung^ daß der Dialektforscher nicht mehr bloß Pho- r. ME ehll dM . 601 "rRränzeTScETl lllt'A.Salomon^y Dege nicht abläßt, ist an eine GcsilltLung der VerhWmssc nicht zu denken, und statt Förderer des nationalen Wohles zu sein, toeibeii die Führer der Parteien Totengräber des Vaterlandes, das sie angeblich retten wollen. In diese Verhältnisse leuchtet der Mordanschlaq auf Mahmud Schewket Pascha wieder hmern ääx ehemals große Einfluß des Mannes, der int April 1909 die Verfassung vor der Gegenrevolution rettete, ist, leit er an Damit Paschas Stelle zu Leitung der Geschäfte berufen wurde, dauernd im Ansehen gesunken. Er selbst hatte keinen Anteil an der Verschwörung,'die ihn wieder in den Vordergrund brachte. Nachdem der Sieg des Militärbundes die Jungtürkcn von der Regierung entfernt hatte, hatte er sich zurückgezogen, er.konnte sich dem Ruf, die Staatsleitung zu übernehmen, nicht entziehen. Bestätigen sich die Meldungen, daß der Militärbund den Tod Mahmud Schewket Paschas herbeigeführt hat, so hat ein Leben, das dem Dienst seines Vaterlandes gewidmet war, einen Abschlui: gefunden, der einen dauernden Schandfleck für die Türkei bilden wird. Versammlung -er Vereins Deutscher Zeitungsverleger. (Hg) Bremen, 11. Juni. Der Vorsitzende, Tr. F a - ber-Magdeburg eröffnet die Hauptversammlung und bc- q-rüßt die erschienenen Vertreter der Behörden, an ihrer Spitze den regierenden Bürgermeister Dr. Barkhausen. Herr Dr. Faber führte weiter ans: Unser Verein ist kein Verein znr ausschließlichen Wahrnehmnncs der wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder. Von seiner Gründung an fyat der Verein die Erfüllung hoher idealer Aufgaben als in seinen Pflichtenkreis faltend angesehen. Erst auf der letzten .Hauptversammlung in Magdeburg haben wir uns mit einigen Punkten befaßt, die in diesen Pflichtenkreis fallen, nämlich der Frage der int Interesse der Lanocs- verteidigung unerwünschten Berichterstattung über militärische Angelegenheiten. Wir werden heute zu einer Entschließung kommen, die, soweit es an der Presse liegt, die zutage getretenen Unzuträglichkeiten befeitigeii wird. Die deutsche Presse ist sich stets bewußt gewesen, daß Ri acht obne Gebundenheit durch das Gewissen eine Gefährdung des kulturellen Fortschritts der Gesamtheit und eine Gefahr für den Staat werden kann. (Bravo.) Sie ist aber entschlossen. Maß und Ziel ihrer Freiheit sich selber zu setzen, nicht unter dem Druck irgendeiner Strafandrohung stehend, sondern allein getragen von dem Gefühl der Ver- antwortlichkcit vor der Geschichte ihres Volkes. (Bravo.) Eine aus so hohen idealen Erwägungen fließende weise vaterländische Selbstbeschränkung in der Ausübung der ihr gesetzlich gewährten Freiheit läßt den immer erneuten Au- fpruch der Presse als durchaus berechtigt erscheinen, als ein vollwertiger Faktor der kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung ihres Volkes anerkannt und behandelt zu werden. (Bravos In dieser Hinsicht haben sich je länger je mehr die Beziehungen zwischen Behörden und Presse in freundlicher Weise entwickelt. (Allseitige Zustimmung.) Man kann wohl sagen: je höher die Behörde, um so angenehmer und den beiderseitigen Bez.tr- hungen angemessener gestaltet sich der Verkehr. Eine wohlerwogne Auffassung der salus rei publicae muß ja aber auch dachin führen, daß Behörden und Presse, als Arbeiter am gleichen Werke und zum gleichen Ziele, sich in Achtung und dem Streben gegenseitigen Sichkennen- und Verstehenlernens zusammenfinden. Unter diesem Gesichtspunkte haben wir die Teilnahme der Regierung und der Vertreter hoher Behörden an unseren Veranstaltungen immer dankbar zu würdigen gewußt, unter diesem Gesichtspunkte wissen wir auch die Teilnahme Eurer Magnifizenz und unserer anderen Ehrengäste dankbar zu würdigen und in diesem Sinne heiße ich Sie noch einmal int Namen des Vereins herzlich willkommen. (Lang anhaltender Beifall.) Herr Bürgermeister Dr. Barkhausen: Ich danke namens des Senats für die freundliche Begrüßung. Siel sind hier kein fremder Gast. Schon vor sieben Jahren haben Sie hier in Bremen getagt. Ich darf wohl annehmen, daß Ihnen Bremen gefallen hat. Sie werden hier einem vollen Verständnis für Ihre wichtigen Aufgaben begegnen, lieber die Bedeutung der Presse zu sprechen, hieße Eulen nach Athen tragen. Die Macht der Presse ist eine ungeheure: sie kann unsäglich viel Gutes stiften, aber auch viel Schaden. Auf der Presse lastet daher eine hohe Verantwortlichkeit. Unter diesen Umständen ist es zu begrüßen, daß ein Verein sich gefunden hat zur Wahrung der berechtigten Interessen der Verleger und zur nachdrücklichen Wahrung ihrer Standesehre. In schönen Worten hat Ihr Vorsitzender die idealen Aufgaben Ihres Vereins gekennzeichnet. Herzlich willkommen in Bremen. (Beifall.) Hm Verlauf der Tagung wurde nach einem Vorträge von Dr. Knittel-Karlsruhe wegen des militärischen Nachrichtendienstes der Presse und.des Entwurfes eines Gesetzes dem Beginn der Arbeit, auch jetzt schon ist jede, auch die scheinbar bescheidenste Mithilfe >vitlkommen. Und das geistige Recht nnrb in weitgehendstem Maße gewahcr. Wenn so weitest Kreise, vor allem auch die Lehrerschaft, sich für das Zustandelommen des im besten Sinne h.imatkimdlichen Wertes interessieren, daun werden die Fragen gelöst! werden, die als Ziel der heimatkundlichen Dialeltforsckung gelten müssen: Was ist, daö Wesentliche und Charallerißische der Heimat? Was ist hessisch? Wie äußert sich das Sprach! ab en des Volkes im Gebrauch von Synonvmcn? Wie weit geht der Ginfflus; des Fremden, bei uns z. B. der Franzosenzeit usw. ? Daun wird das Wert sein, was es werden soll: Ein Spiegelbild der .Heimatgeschichte: Denn nichts gibt das Wesen eines Stammes getreuer wieder als seine Mundart: „ist die Mundart ja doch die Lebenslust, aus der die Seele ihren Atem holt." B. M. * — EinAltarwerkaus de m deutschen Mittelalter für F r a n k f u r t a.M. Die Stadtverordnetenversammlung von Frankfurt gab am Dienstag in geheimer Sitzung ihre Zustimmung zum Anlauf eines A l t a r w e r k s aus dem deutschen Mittelalter für die städtische Galerie. Ter Preis des Kunstwerks beträgt 3 2 000 0 Mark: er ist der höchste, den die Stadt je für ein derartiges Werk ausgegeben hat Für den Erwerb stehen recht crheblicl)e Zuwendungen in Aussicht. — Offenbacher Preisa u s schreiben. Als ein vorzügliches Mittel, Interesse und Verständnis der Jugend für Kunst zu erwecken, hat der Verein für K'unstpflege in Offenbach a. M. die Veranstaltung eines Preisausschreibens unternommen, bei dem sowohl Aufgabe und Lösung wie die Preise als Erziehung zum Kunstverständnis mirt'en müssen. Tr setzt 20 gerahmte Bilder, Originale und Reproduktionen von rein künstlerischem Eharakter, als Preise aus für die besten Antworten der Frage: Welches Bilo hn Stadelscheu Kunstiusritut zu Frankfurt gefällt wir am besten und aus welchem Grunde? Preisträger soll ausschließlich die Jugend der Offenbacher Schulen mit Ausnahme der Technischen Lehranstalten, sein, und zusammen sind 10 Preise für Schüler und Schülerinnen bis zum 13. Lebensjahre und 10 Preise für die Jugend ausgesetzt, die dieses Aller überschritten bat. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Tie 13. Generalversammlung des Zentralkomitees für das ä r z t l i ch e F v r t b i l d u n g sw e s e n in Preußen findet am 14. Juni, naclfmittags 5> Uhr, im Kaiserin-Friedrich-.Haus in Berlin statt. — Tie Wiener philosophische Fakultät beschloß, Peter Rosegger zu seinem 70. tzkburtstagc am 31. Juli zum Etzren-Do kto r der Wiener Universität in Vorschlag zu bringen. über bett Verrat militärischer Geheimntnc eutsttm- mig folgende Entschließung angenommen: „^cretn deutscher Zeitungsverleger erhebt lebhaften WiderSpruch gegen den § 9 des Entwurfs des Gesetzes über den Verrat militärischer Geheimnisse und jede, geietzltche Bestimmung oder behördliche Maßnahme, die eine Ausschaltung der die Armee und Marine betreffenden Nachrichten oder Artikel aus den Zct- tungen herbeizuführcn geeignet ist. _ Er erkennt cs al.' eine selbstverständliche, übrigens bisher schon m hohem Ncatze geübte vaterländische Pflicht der Presse an bei der Wiedergabe von Mitteilungen, welche die Landesverteidigung betreten, ine größte Sorgfalt walten zu lassen. Tie Erreichung dieier Achickst wird nur möglich sein, wenn die Behörden tm Gegematz zu einer bisher vielfach geübten Zurückhaltung zukünftig gegenüber Den Aufgaben der Presse im Tienste der Allgemeinheit in dieser Beziehung mehr verständnisvolles Entgegenkommen bekunden und Einrichtungen schaffen werden, die den Versehr zwischen den Militärbehörden und den Zeitungen in zweckmäßiger und würdiger Weise regeln." Das Üalserjubiküum. Wien, 11. Juni. Bürgermeister W e i ß k i r ch n e r erschien heute vormittag mit dem Präsidium des Gemeinderats bei deut deutschen Botschafter, um die Gluu.- wünsche der Stadt Wien auszudrücken. Er bat den Botschafter, die ehrerbietigsten, herzlichsten und innigsten Glück- und Segenswünsche der Gemeinde Wien anläßlich des glorreichen Negierungsjubiläums des erhabenen Monarchen an die Stufen des Thrones gelangen zu lassen. New York, 11. Juni. Das anläßlich des Regierung s j ub i l ä u m s des Kaiser s in New York gebildete Komitee hat bis jetzt gegen 180 000 M a r! vereinnahmt zu Gunsten des hiesigen Deutschen Hospitals. Das Ergebnis der Sammlung wird am 16. Juni dem Vorstano des Krankenhauses übergeben, dessen Neubau bei dieser Feier durch die Anbringung einer Tafel die Bezeichnung „Kaiser-Wilhelm-Pavillon" erhält. Dies ist die erste Sammlung dieser Art, die in New York und wohl überhaupt in den' Vereinigten Staaten unternommen wurde. Tic von den Gebern an den Kaiser gerichtete Gliickwunschadresse wird durch Vermittlung des Generalkonsuls nach Berlin übersandt. _________ _____ Der Streit der VManjtcmten. Wien, 11. Juni. Von besonderer Seite erfährt die „Reue Freie Presse", daß in allerkürzester Zeit ein Kölle t i v s ch r i 11 der M ä ch t e bei den B a l k a n st a a t e n erfolgen wird. Zurzeit finden zwischen den Großmächten Vcrhandlunocn über die Modalitäten des Schrittes statt. Man nimmt an, daß die Mächte vielleicht schon morgen, jedenfalls aber in den allernächsten Tagen in Sofia, Belgrad und Athen durch ihre Vertreter eine ernste Mahnung zum Frieden erteilen und I'oiifretc Vorschläge zur Schlichtung des Streites geben werden. Belgrad, 11. Juni. Spalaikowitsch reist heute nach Sofia und überbringt Bulgarien die serbische Note, worin es aufgefordert wird, binnen zwei Tagen zu antworten, ob es auf V c r t r a g s - N c v i s i o n eingehe und die Truppen, die dieser Tage die neue serbische Grenze besetzten, zurückziehen will. Im Falle der Ablehnung ttnrb sofort die Annexion des von den serbischen Truppen eroberten Gebietes erfolgen. Den Blättern zufolge empfing der König gestern den russischen Gesandten Hartwig in Audienz. Ter (Gesandte drückte den W u n s ch R u ß l a n d s nach einer friedlichen Lösung des serbisch-bulgarischen Konfliktes aus. In dem hierauf abgehalteuen Ministerrate wurde der Gesetzentwurf über die Annexion der von der serbischen Armee eroberten Gebiete durchberatcn. Arrs StaOt rrsrd Land. Gießen, 12. Juni 1913. Die Ausdehnung der Kommunalwirtschaft. Ter Verein für Kommunalwirtschaft und Kommunalpolitik veranstaltet am 14. Juni im Festsaal des Rathauses zu Charlottcnburg seine zweite Mitglieder-Versammlung. Tie Vorträge werden von ersten Männern der Wissenschaft und Praxis gehalten. Es sprechen über „D i c gemischt- privaten 'und öffentlichen Unter n e h m u n g e n" Tr. Phil, et jur. Richard Passow, o. Professor der Privat- und Volkswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule zu Aachen, Freiherr von Marschall, Landrat des Kreises Montabaur, Beigeordneter D. Dr. Lückcr, Köln. Zum Thema: „Der preußische Wohn ungsgefetzentwurst haben Berichte übernommen: Stadtsyndikus Dr. Sembritzki, Charlottcnburg; Stadtbaurat Sinning, Halberstadt. Die Mitgliederversammlung nimmt außerdem eine große Anzahl von Vorträgen entgegen, die im Druck vorliegen, so über folgende Gegenstände: Der Wohnungsgesetzentwurf vom Ständpunit kommunaler Finanz-en, von Gerichts- ossessor Haase, Bonn. Die Beschaffung der zweite n Hy - pothekcn mit Hilfe der Gemeinden, von Generalsekretär Dr. Lindecke, Düsseldorf. Die B a u b erat u n g in f(cinen und mittleren Gemeinden, von Stadtbaurat Kgl. Baurat Schönfelder, Elberfeld. Die Müllbeseitigung in Heineren Städten, von G. Kircher, Polizciinspektor, So- liuoen Wassergeld und Wassergclderhebung, von Stadtrat Dr" Moericke, Mannheim. Tas Recht des Eigentümers am unterirdischen Wasser nach dem preußischen Wassergesetz, von Stadtrat Tr. Reichert, Lieguitz. Zentralisation und Dezentralisation im Kranlenhausbetriebe, von Bauiuspeklor Tl'wrbach, Berlin. Angelegenheiten und Arbeiten der sächsischen Gemeinden, von Stadtrat Dr. Krüger, Dresden. Angelegenheiten und Arbeiten der oldenbnrgischcn Gemeinden, von Assessor Heinemann, Delmenhorst. Die Angelegenheiten und Arbeiten des Oberschwäbischen Städteverbands, von Stadtschultheiß Munding, Tettnang (Württ.). Die Angelegenheiten und Arbeiten der badischen Landgemeinden und kleinen Stadtgemeinden, von Verbandssekretär Meist, Heidelberg. Die Tätigkeit des Vereins für Kommunalwirtschaft und Kommunaipolitik 1911 und 1912, von Generalsekretär Erwin Stein, Berlin. Aus dieser Tagesordnung geht wohl am besten die Ausdehnung der Kommunalwirtschaft hervor, und es ist erfreulich, daß der so überaus rührige Verein für Kommunalwirtfchast und Kommunalpolitik durch feine Tätigkeit eine Zusammenfassung -er Arbeit auf diesem Gebiete ermöglicht. * * Tageskalender 1. A b o n n e m e n t s - K o n z e r unserer Regunentskapelle. Solist: Herr L Kümmel vom Hock tbentcr in Tarmstadt. Im zweiten Teil „R. Wagner-Abend"- Lleins Garten, abends 8'/4 Uhr. * • • Der Groß Herzogin wurde vom König von Preußen die Note-Kreuz-Medaille erster Klasse verliehen. • • PfarrPersonalien. Pfarrer Lic. Fuchs in Rüsselsheim wurde als Nachfolger von Pfarrer Lic, Traub als Geistlicher der Neligionsgemeinde zu Dortmund gewählt. Mit Pfarrer Fuchs scheidet einer der Führer der liberalen Theologen aus der hessischen Landeskirche ans. • * AuS dem Militär-Wochenblatt. Spies, Oberzahlmeister vom 3. Bat. Jnf.-Leib-RegtS. Großherzogin (3. Großh. Hess.) 9h\ 117, ans seinen Antrag mit Pension in den Nnhestand versetzt. • * In den Ruhestand versetzt wurde der Weichensteller (Eisenbahngehilfe) Will). Naumann zu Lißberg vom 1. Juli 1913 an. * * Lan d cs v ersi ch c run g san st a11 H esse n. Bei der Laichesversicherungsanstalt Hessen sind im Mai 1913 = 412 Anträge cingegangen, und zwar: 306 Anträge auf Invaliden- uitb Krankenrcnte (I. n. K.), 16 Anträge auf Altersrente (A.), 41 Anträge auf Witwen- und Witwcrrcnte (W.), 34 Anträge auf Waisenrente (O.), 14 Anträge auf Witwengeld (Wg.), 1 Antrag auf Waisen aus steuer (Oa.). Unerledigt wurden in diesen Monat übernommen 460 Anträge, so daß 872 Rentengesuche in Bearbeitung standen. Es fanden Erledigung: 339 Anträge durch Bewilligung (259 I., 5 K., 12 A., 16 W., 13 Wg., 34 O.), 12 Anträge durch Anwartschaftsbescheid (§£ 1258 und 1743 RVO.), 71 Anträge durch Ablehnung, lveil Unbegründet (57 I., 2 A., 2 W., 2 Wg., 8 O.), 19 Anträge durch andere Weise — Zurücknah nie usw. (11 I., 3 A„ 1 W., 2 Wg., 2 £).), zusammen 441 Anträge, so daß 431 als unerledigt auf den JNni übernommen werden mnßten. — In welchein Umfange die Landesvcrsicherungsanstalt Hessen Heilvevfahrenskosten für ihre Versicherten übernimmt, ergibt sich daraus, daß Ende Mai 1913 in den Anstalten 366 versicherte Personen untergebracht waren. Außerdem befanden sich noch teils auf eigene Kosten, teils auf Kosten des Fonds der Großherzogin, oder von Gemeinden und sonstigen Stiftung en 100" Personen in verschiedenen Anstalten. "In d e »i Anisatz i e Losten der höheren S cb u I e n" ist ein Druckfehler enthalten. ES muß bei der höheren Bürgerschule S eh o t t e n heißen, daß der Zuschuß der Stadt Siholten von 5613 (nicht 563) Mk. auf 711)1 Mk. steigt. Landkreis Gießen. h. Muschenheim, 11. Juni. Die 35jährige Ehefrau SSgfti 3^ 2 * W‘ SfcTif LZ sich an den 'M Sorg'/ von^ jifllusjiiWei Sn dn W ®“[e ' Unter den . „pW werden, ' iolgreichste Uam Zchutzgebiet lst. lt Werte von rund nötige, rott Kaut! oder besinden sw zreude zu begru Laben, das sur J ionders gut geett oorhaudcnein gut störend imrkt, fragt fick nur, ot .Weltmarkt erntre die- Rohfasern l Diirdsaden- und 5 rode zu zeigen, nicht zu erwarten noch größere Aus ijoarm empfohlen Weil von hier siel heute in Frankfurt von einem fahrenden Straßenbahnwagen ab. Sic erlitt außer schweren Kopfverletzungen auch bedenkliche Verstauchungen der Wirbelsäule. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 11. Juni. Im Garten unseres großen Krankenhauses ivird eben eine massive Liegehalle erbaut. — Zur vorläufigen Unterbringung des 3. Bat. bc3 Regiments 168 hat die Stadt außer Kasernenräumen, Spital, sichten, iitbcm er Erledigung des Mndung fand, r auf den Markt fi fum lange nicht : feer Cannabisvila rleil im Rückgar feen Produktionsl ringer werden, ’lid) die Produktil ^zurzeit derartige Sehrvimmbad, auch ein Haus für Bureauräume und ein Gebäude für den Wagenpark zur Verfügung gestellt. h. W ickstadt, 11. Juni. Ein Friedberger Angler fing in der Nidda einen Goldkarpsen, der ein Gewicht von 10 Pfund aufwies. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Bingen, 9. Juni. Am 22. findet hier die Einweihung eines Denkmals des Großherzogs Ludwig IV. statt. An den EinweihnngSfeierlichkeiten ruirb auch der Großherzog teilnehmen. Am Tage vorher findet die Einrveihung der neuen Binger Festhalle statt. Hessen-Nassau. h. Frankfurt a. M., 11. Juni. Eine Seltenheit befindet sich am Ostbahnhof in Frankfurt a. M. Während Schokoladen- und Zigaretten-Automaten reichlich vorhanden sind, auch Briefmarken- und Postkarten-Automaten töblicher- weise aufgesteüt wurden, ist ein Briefkasten nicht angebracht. Ter nächste Kasten befindet sich außerhalb des Bahnhofs, am nahgelegenen Postamt. So durfte der Frankfurter Ostbahnhof gewiß der einzige großstädtische Bahnhof Deutschlands sein, der eines Briefkastens entbehrt. li. Eschborn, 10. Juni. Den hiesigen Schweinezüchtern bieten die Metzger so geringe Preise für die Schweine, ohne natürlich die Fleischpreise herabzusetzen, daß die Züchter die Schweine jetzt selbst ausschlachten und das Pfund Fleisch mit 70 Pfennigen, statt 1.—1,10 Mk., wie bei den Metzgern, verkaufen. Gevschtssaar- — Lieb, 11. Juni. TaS hiesige Schöffengericht verhandelte heule gegen den Landwirt Gg. Kr. von Birklar wegen Beleidigung des dortigen Bürgermeisters. Der jlngcHnnle halte in der Hitze des Wahl- kampfes für die Bürgermeisterwahl in Birklar sich zu schweren Belei- diguuaeu hinreißen lassen, indem er den Bürgermeister vcrichiedentlid) des Betrugs bezid)tigte. Das ©crid)t verurteilte deu Angeklagten, der teilweise geständig ist, zu einer Geldstraie von 60 Mark oder 14 Tagen Gefängnis und zur Tragung aller Kosten. Außerdem wurde dem Bürgermeister die PublikalionSbefugnis des Urteils zugesprochen. — Am Sonntag nach Ostern hatten sid) die Eheleute Th. S., Wilh. S., Kd. £>., Hch. Schul, von Lich gegenseitig mit Besen und sonstigen gesährlicheu Werkzeugen verprügelt, loobei es blutige Köpfe gegeben hatte. Das Gericht erkannte gegen Th. S. auf eine Geldstrafe von 3 Mark oder 1 Tag Gefängnis, gegen Kd. H. auf eine Geldstrafe von 6 Mark oder 2 Tage Gefängnis. Tie übrigen drei ^Angeklagten wurden sreigesvrochen. — Ter Schreinergeselle M. von hier hatte gegen einen Strafbefehl wegen Ruhestörung Einspruck) eingelegt« Da die Schuld nicht klar zu beweisen war, mußte Freisprechung erfolgen. — In der Privatklagesache R. gegen von Birklar, wobei dem Privatkläger der Vorwurf des Diebstahls gemacht worden war, mußte ebeufasts wegen maugeluden Beweises Freispred;ung erfolgen. \] Marburg, 11. Juni. Beim Schwurgericht wurden heute zwei Fälle wegen Unterschlagung int Amt verhandelt. Zunächst handelte es sich um den seitherigen Svarkasfenbeamlen Fr. I. aus Detter, der beschuldigt wurde, der Kasse uach unb nach 1800 M. entnommen und falsche Brechungen vorgenonrmen zu haben. Tie tt'esd)ivorenen bejahten die Schrrldsragen, billigten jebod) mildernde Umstände zu. Tas Urteil lauiete auf 0 Monate Gefängnis. Für I. soll ein Gnadengesuch eiugereicht werden. — Bei dem folgenden Fall ersd)ien als Angeklagter der Statiotlsausseher G. aris Allcudors bei Kirchhain, der 817 M. aus der Kasse für sich entnommen haben soll. Ter Angeklagte mackste gellend, daß ihm das ®clb gelegentlich ber Lahnauszahlung auf ihm unerklärliche Weise abhanden gekommen sei. Tic Sache wurde sckstießlick) zivecks weiterer Beweisaufnahme von der diesnraliaeu Sdnvurgcrichtsperiodc abgejetzt. le. Wiesbaden, 11. Juni. DaS Reiehsgcricht wird litildcr Der Heizer Adolf Rischen aus Eaub ivar int Sommer v. I unter dem Schieß- und Scboditmeiftei" Häuser bei Arbeiten besd;äftigt, die am „Roßkops-Tuuncl" der rechtsrheinischen Eisenbahn bei Eaiib ausgekührt nnirben. Nadidem die Arbeiten längst beendet, kam dent Eatlber Geudaruien z»l Gehör, daß Rischen dainals 4 2)i)imimtpatroncn, die angeblich der Cchleßiueisler längere Zeit frei habe herum liegen lassen, au sich gebracht, später vergraben und zuletzt, um Uuheil zu vermeideii, in den Rhein geworfen haue. Er erstattete Anzeige wegen Tiebstahls t>nd Vergehens gegen^ y°- Tynamitgesetz. Tie Wiesbadener Strnffammer, v'r der Niicaen deu obigen Tatbestand zugab, hielt ihn nicht bcS Diebstahls m schuldig, wohl aber deS Bergeheus gegen § 1 des Sprengflongc|CBc vom 9. Juni 1884, da Rischen ohne die danach cviorbcrUdjc w bä w nb"r, Neuländern, wie Der Vortragende Manilahanf, die t>en Philivvinen feer 180000 Tm marlt kommen, dem die. Quaüt roenden sich nie! der die Verhält, kennen gelernt Außerdem ist großer Teil der 'der sich nodi in nätfiMßfiffc trc. unb Sßcftiiibieit / i fei hier antbi 1 vn bem runb 1 I .' il bm Markt ka Ipttt als unsere : | ätschen Botanikei fflen Agavenhans Rfroicfcit, und i » uni Fasert 30 .ul linier deutsc Manischen in c ^'ührung auf de Zu den genau: glanzen, die ; wtn gezogen ivc li,1®»«- eine ' M zu ttmer '--roEs eine f,ri> , ~tc. Konsumftci Ss® dtm eno S5fc\BrofieT und Seil 'Uhren ber 3b-r».n. 2#d| Schoben. A^cu gemalt oialtaier. . Staat™*!1 L ,t,lc -^vede beb MH S ai«fi mit rs-ßq fitttaT '»f« ' S,e» &ll? ® S auch t?n??en DA 'tieb oi^hir i WfS Ai be alte,, k.,>tsch gegen Viktor im Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen. Juni Wetter € 191; A to 16.9 9“ 11 11,8 die biieienernfeit Nord-Amerikas an verarbeiteter Manila- unb da ft die Landwirtschaft der Verronnen nit Bindegarnen allein bisherigen Quellen des Nohstosf- bnben die amerikanischen Binde- ein schönes Cello von Gennarv Gagliano eine Geige von Landolfi 2000 Mark, eine und eine Geige von Ferdi nundo Gagliano ganze Sammlung erzielte einen Preis von 49 66 74 brachte 4200 Mark, Awati 3200 Mar., 18 010 Mark. Tie fast 90 000 Mark. + 17,5 • C. + 13,2 * C. £>öd)He Temperatur am Niedr .,' : , , Niederschlag: 0,0 n-.m. tinhessen. L findet hier die k rzogs Ludwig IV. ite :b e.nch der Grotzhei;.; et die Einweihung '.t Tie Ab- spätestens bereite an 7,9 7,6 K Z 747,1 747,8 746,4 bis 11. Juni - 11. , TO. 10. glaublich gehoben. Insbesondere verschlingen gewaltige Mengen Lisalfaser. Es wird angegeben, einigten Staaten 120 150 000 für jene Zwecke bedarf. Da die zwischen den Fraktionen des Zentrums, der N a t r o n ak- liberalen und der f o r t s ch r i t t l i ch e n D o l k s p a r t e i ou5- qeerrbeitete Rom pro miß s o gut w i e fertig vor, eS um- ’OBt fämtliche Steuervorlagen einschließlich des WehrbeitragS. Die Grundlage für die Verständigung bildet die Besitzsteuerirage. Man fand sich im groben und ganzen bei der Regierungsvorlage über die D e r in ö g e n S »u w a ch s st e u e r zusaminen. In der paupt- sache handelt es üch dabei um die Cr b s ch a s t S st e u e r, bei der allerdings das Gattenerbe fteuerirei bleiben soll, dagegen daS Rindeserbe besteuert wird. Die Beschlüsse der Parteiführer sind bisher unverbindlicher Natur. Ueberraschungen sind deshalb immer noch nicht ausgeschlossen. Die Stichwahl in Waldeck Plirmovt. Pyrmont 11. Juni. Bei der heutigen ReichStagsersahwahl erhielten Die ! m e y e r (wirtsch. Vereinig.) 5648, Naumann (Dotksp.'» 4937, Weddig in allem können wir mit den bisherigen Resultaten bei der Sisaltultur äußerst zufrieden sein. Es sei hier noch bemerkt, daß an eine Konkurrenz unseres deutschen Hanfes mit den Fasern der Agaven aus den Kolonien gar nicht zu denken ist. Kommen doch kaum mehr als Mengen von 3000 Hektar Hanfland in Deutschland aus den Markt. Ein Wiederaufnelnneu des alten Kultur zweigcs in Deutschland würde von den Ham verarbeitenden Industrien nur mit grösster Freude begrüßt werden. er. er Anleihe ist * Von dem Truppenübungsplätze Königsbrück wird berichtet, bah eine Anzahl Soldaten an einem der ätzten heisten Tage bei einer Ucbuna erkrankt und ins Lazarett gebracht werden mußten. Ein Soldat ist gestorben, die anderen sind in ärztlicher Behandlung. * Der Dampfer „Imperator" trat am Mittwoch nachmittag seine Fahrt nach Amerika an. Das Schiff ist in allen Teilen gut beseht. Auf Einladung der Hamburg-Amerika-Linie fahren bis Southampton etwa 75 deutsche und englische Journalisten und Schriftsteller mit, die Generaldirektor Ballin bei einem Frühstück an Bord deS „Imperator" begrüßte. Da die Einschiffung zeitig begann, sanden die Teilnehmer an der Fahrt schon vor Ab- aang deS Schiffes Gelegenheit, alle Räume und Einrichtungen kennen zu lernen. Ans der 9,Iten Liebe hatte sich eine große Menschenmenge eingehmben, um die Ausfahrt deS RiesendampserS mitanzusehen. Das Wetter ist sehr stürmisch. * Geldverkehr bei Berlin er Festen. Allein an EintrittS- aelder hat der letzte Sonntag dem Stadion 83000 Mark gebracht. Auch die Grünaner Rais er-Regatta brachte erhebliche Summen in? Rollen. Es wohnten ihr etwa 200 000 Personen bei. Kostbare Instrumente. In London wurde kürzlich eine schöne Sammlung alter Instrumente, die der vor einigen Jahren verstorbene Mailänder Künstler Carlo Andreoli zusammen- Eackm unseres Mn. ve Liegehalle n Mg des 3. Bat. i? ssasernem'ällmcn, Epik’ ccnutäunie und ein 6:- >ung gestellt. Friedberger Angler mr der ein Gcivichl r:- Ter Zar will das Schiedsrichteramt übernehmen. Petersburg, 12. Juni. Ter Kaiserhat an den Kö n i g von Bulgarien unb an den König von Serbien am 8. Juni aus Moskau folgendes Telegramm gerichtet: Die geplante Zusammenkunft der Ministerpräsidenten kr vier verbündeten Staaten in Saloniki, der sich sodann eine Zusammenkunft in Petersburg entschließen könnte, hat mich mit der grössten Freude erfüllt, da diese Absicht, den Wunsch der Balkanftaatcu anzuzeigen schien, sich, zit verständigen unb das Bündnis befestigen zu wollen, das bis jetzt so glänzende Erfolge gezeitigt hat. Mit peinlichem Empfinden erfuhr ich, daß dieser Beschluß noch nicht zur 9lussührung gelangt ist, daß die B a l kan st a a t en sich anscheinend aus einen Bruderkrieg vorbereiten, der geeignet ist, den Ruhm, den sic gemeinsam erworben haben, zu trüben. In einem so ernsten Augenblick wende ich nrich direkt an Eure Majestät, wozu mich mein Reckst unb meine Pflickst in gleichem Maße nötigen, benn bas bulgarische und bas serbische Volk haben burch ihren Bündnisvertrag die Entscheidung jeder Meinungsverschiedenheit über die Ausführung der Besinn mungen des Vertrages und der Verabredungen, die sich darauf bei.iehcn, Rußland übertragen unb ich bitte deshalb Eure Majestät, den übernommenen Verpflichtungen treu zu bleiben unb die Beilegung der gegenwärtigen Meinungsverschiedenheiten zwischen Bulgarien unb Serbien der Entscheidung Rußlands zu überlassen. Da ich das Amt des Schiedsrichters nicht als ein Vorrecht, sondern als meine ernste Pflicht betrackstc, der ich mich nicht entziehen könnte, so glaube ich. Eurer Majestät mitteilcir ?u müssen, daß ein Krieg zwischen den Verbündeten mich nicht teilnahmslos lassen könnte. Ich stelle ausbrücklich fest, daß her Staat, der diesen Krieg beginnen würde, dafür der slawischen Sache gegenüber verantwortlich wäre, unb ich behalte mir jeix Freiheit für bie Haltung vor, bie Rußland gegenüber dem Ausgang eines so vcrbrech.'rischen Kampfes einnehmen wird. * Diebe in der Kirche. In Köpenick drangen in per letzten Nacht Einbrecher in eine katholische Kirche, bie dich: o der Spree liegt unb schon vor einigen Wochen einmal von Dieben heimgesucht würbe. Sie fuhren mit einem Kahn bis an 'das Gotteshaus, drückten ein Fenster ein, stiegen in die .Vtirdy iftn unb erbrachen alle Opferstöcke unb Behälter. Sie erbeuteten nur wenige Mark, nahmen aber einen silbernen Kelch mit. Von ,den Dieben fehlt jede Spur. * Bor den Augen der Braut erschossen. Der ;?3 Jahre alte Student der Philosophie, John Joseph in Charlott enbu rg, erschoß sich in Gegenwart seiner Braut, der Frcnstfnrter Borke emgcinhrt. Tie Schuldverschreibungen der Nassauischen Landesbank sind in ün d e l l i ch e r, sie werben von der Nassauischen Landesbank zu Vorzngssätzen in Depot genommen unb lombardiert. Zeichnungen können erfolgen bei sämtliche» Lanbesbankkassen (vaimifalle, Lanbesbankstellen und Sammelstellen), sowie bei den Banken, Bankiers und Vorschußvereinen. Trier, 11. Juni. Die Hauptversammlung der Vereinigung der Elektrizitätswerke wurde Heute vormittag ,eröffnet. Den wichtigsten Punkt der Vormittagstagung behandttte Tireftor Tr. Passavanl Berlin in einem Vortrag über Schadenhaftung beim Betrieb elektrischer Anlagen. Der Redner wandte sich scharf gegen die auf dem Juristentag in Wien gefaßten Beschlüsse, welche die Einführung eines Son berge setz es über bie Haftpflicht der Elektrizitäts- w e r f e für die Konsumenten empfehlen. Dr. Passavant nahm scharf hiergegen Stellung, da ein solches Gesetz zu unübersehbaren Schädigungen führen könne unb eine erhebliche RechtSunsick-erheit im Gefolge hätte. In 10 Jahren seien an deutsckten Gerichten nur 43 Hastpflichtfälle gegen Elektrizitätswerke verhandelt worben, von denen nur 24 zu Glinst en der Kläger entschieden werden konnten. Bei den 2700 deutschen Elektrizitätswerken habe bis auf ganz vereinzelte Fälle dcks bestehende Recht ausgereicht. Ein solches Gesetz würde den technischen Fortschritt hintanhalten und unnötige Hastpflichtsansprüche provozieren. Die deutschen Elektriker hätten sich die Anwendung zuverlässiger Vorschriften stets zur Aufgabe gemacht unb selbst ausreichende Schutzbestimmungen erlassen. Der Redner empfahl den Mitgliedern die Anlage einer ausgedehnten Unfall-Statistik und legte folgende Entschlief ung vor: 1. Weder durch die Prozeß-Statistik noch durch die Unfall-Statistik ist die Notwendigkeit einer Sondergesetzgebung für elektrische Anlagen erwiesen. Aus diesem Grunde sind alle auf eine Sonderbehandlung der Elektrizitätswerke abzielenden Bestrebungen abzulehnen. 2. Wenn eine Modernisierung der Haft- pslichtgesetzgebung überhaupt und ihre Anpassung an die Eigenschaften fortgeschrittener Betriebe der Neuzeit erforderlich erscheint, so suche mau diese Modernisierung auf der Grundlage des Gemeinen Rechtes. Jede Fortsetzung der Sondergesetzgebung ist nur geeignet, zu schädigen und zu verwirren. 3. Jede Ausdehnung der Haftpflicht des Elektrizitätswerkes auf die Anlagen der Abnehmer ist unbillig und undurchführbar, denn der Stromlieferer ist nicht imstande, die Energie zu kontrollieren, nachdem sie von dem Abnehmer übernommen ist. In der Nachmittagssitzung trat man in die Aussprache über die Entschließung ein. Sämtliche Redner stimmten dem Vortragenden bei, so daß die Entschließung einstimmig angenommen ivurbe. Neben der Frage des elektrischen Kochens standen Tarif- fragen im Vordergründe der Erörterung. Während einige Redner verschiedenartige Tarife mit Pauschalen, Abnützungs-, Dauerrabatten und Stromobgrcnumg forderten, sprach sich bie Mehrzahl für den einfachen Zühlertarif aus, der durch Erleichterung der Jnstallationsbebingungen der Konsumenten wirkungsvoller gestaltet wird. An bie Tagung schloß sich die Generalversammlung der Einkaufsstellen von Mitgliedern der Bereinigung von Elektrizitätswerken an. 21 ndi rieb teil» Eine Verständigung in der TeckungSfrage. Berlin, 12. Juni. Ungefähr zu derselben Stunde, als der Reichskanzter gestern im Reichstage die Parteien ermahnte bald zn einer Verständigung über die Deckung zn gelangen, lag bas 0^1 CO» Handel. — Die Direktion der Nassauischen Laubesbank in Wiesbaden legt laut Bekanntmachung im Anzeigenteil 5 Millionen Mk. 4vroz. Scknildversckreibungeu der Nassauischen Landesbank Bnchstabe Z gebracht hatte, versteigert, unb es wurden dabei für einige Stücke redjt ansehnliche Preise erzielt. Das.Juwel der Sammlung, eine prachtvolle Geige von Giovanbaltista Guadagnini mürbe mit 8616 Mark bezahlt. Ein anregendes Werk für die Sommerferien l II!I!IIIIIIIIIIIIIIII!!I!I!!IIIII!!IIIIIIIIIII!II!I!IIIIIIIIII!II!III!IIIIIII!I!IIIIIIIII!!I,III,II!III,II,I Soeben erfehienen: ber Docht er eines Kaufmanns aus Waidmannslust. Joseph stammte ans Schwerin unb war sehr vermögend. * Mord während des Unterrichts. Aus Lemberg nnrb gemeldet: In der hiesigen Lehrerbildungsanstalt gab heute während des Unterricht» ein 18 jährig er Ruthene vier Revolver - ichüsse auf den Professor der polnischen Sprache, GutkowSki, ab und tötete ihn. Ms Grund zu der Tat gab er schlechte Behandlung seitens des Professors an. Amtlicher Wetterbericht. Deffentlidjcr Wetterdienst, Gießen. Wetterausfichten in Hessen für Jreitaa, den 13. Juni 1913: Wolkig, geringe Regen, fühl, Rordweiiwinde. 9 I 10 10 _ * Die Staatsanwaltschaft in Köln hat örtern ick el auf Raubmord an dem Landwirt Jahre 1908 Anklage erhoben. bezug es nicht mehr ausreichten,..... garn Fa> vikanten feit ein paar Jahren begonnen, unser deutsches KolonialProdukt bei sich chuuführcn. Wenn wir diese Erschei- inutg auch mit Freude begrüßen können, so liegt in ihr doch eine nicht geringe Gefahr, das' unsere Snalproduzenten in eine gewisse Abhängigkeit von den amerikanischen Gesellschaften geraten können, die ihnen ebenso schlecht bekommen Fairn, wie den meri- kanifchen Sisalpfan-ern, denen die Preise einfach von den ameri- D i e B o t s ch a f t e r k o n f e r e n z. London, 12. Juni. Die Votschaftcrkonferenz beriet über die Südgrenzc Albaniens unb bas Schicksal ber Aegäischen Inseln Die Botschafter haben den Standpunkt ihrer Regierungen bargelegt. Eine Entscheibung ist noch nicht getroffen. * Tas Attentat auf den Aroßwesir. Konstantinopel, 12. Juni. Auf den Großwesir wurden 10 R ev o l v e r sch ü sse abgefeuert. Außer Topal Tewsik würbe noch eine zweite der Teilnahme an dem Anschlag verdächtige Person, die sich Kadri nennt, verhaftet. * L ond o n, 11. Juni. Unter den Empfängern der von der Universität Cambridge verliehenen Ehrendoktoren befinbet sich der Berliner Nationalölonom Professor Adolf Wagner. zum V o r 5 u g 5 f u v f e von 98,4 0 Vroz (Börsenkurs 99Proz.) zur öffentlichen Zeichnung auf. Die Zeichnung findet statt vom 17. Juni 1913 ob bis 12. Juli 1913 einschließlich. B e i Einzahlungen, bie bis zum 30. Juni folgen, wirb der Kurs mit 98,30 Prozeu berechnet. Früherer Schluß bleibt Vorbehalten, nähme der Stücke kann sofort er'olgen: sie Hat bi- = Aus dem SnhaU des Werkes- W — Die Bedeutung der Warenzeichen für die Reklame - Das = = Recht der Reproduktion - Die Vorprüfung der Waren- = = ze cDen auf üye Eintragungsfähigkeit - Pfvchologle der = = Reklame — Vornehme Reklame durch SchaufenfTerdeko- = = raflon - Reprpdukfionsmefhoden - Höchrtrichferl. Enffchel. = === düngen aus dem Gebiete des Urheber-, Patent- Gebrauchs- = — mufter- u. Warenzeichenrechfs — Organisation u. Propa. = = genda in der Pollfik - Reklamekunff - Reklameplan — = = y Ausftaffung — Reklamefachleute Die KuntT = = ,.-5IenrT® der Reklame — Die Repräsentation des Ge- = — fchöftes — Das Plakat — Das Buch der Reklame — u. a ,na_ ~ ^IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN Ihre Kunfi undWiffenfchaft Herausgegeben von Paul Ruben unter Mitarbeit bekannter Fachleute JurifTen und KUnffler, mit einem Geleitwort Sr. Exzellenz des Geheimen Rnla P-rofe£for Or.VlclorMalqja iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiHiiiiii nun im iiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinij Ein Prachfband in Leinen. VornehmCfe Aushärtung. XI und 3öO 5. Text über LOOlllusfrQkionen, ca. 150 Kun erdrücke, ca 100 farbige muffergillige Lithographien Glänzend beurteilt und empfohlen von der maßgebenden Preffe Cowie erden Vertretern cui Handel, Induttrte, Kunti und WliTen- tthafl Eine anregende Lektüre - unterhaltend und belehrend - ein unentbehrliches Werk für Kaufleute, Künstler, Juriften ein Buch für alle Stände - Preis 15 M. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii 11111111111111111111111111111111111 Zu beziehen durch alle Buchhandlungen od. direkt Verlag für Sozialpolitik G.m.b.H. / Berlin W 57 « Potsdamer Str. 91 25. Juli 1913 zu geschsf en. NW i 4 NW 2 WNW 4 Gine Sollt’‘ iffurt a. M. M Jft len reichlich I on-Auloinaton ie rief fallen «Ät w I )et sich nii^lb W I So bürflt btt 151®!- I grosifladüHe W I entbehrt I tjicfuien Sdjtvmy* I «ge f"1 '* I reife 6«**t61« I * ° wie be\ ■ "'.einde a c’ner ber 5Qnbe§firx'JU()«t bit tu , Viel ->r:LL 306 it"“' «13= »■), 16 5^'-» P^^wnien 460 es sich um Fasern zweier gan; verschiedener Pflanzen handelt. 'So ist unser deutsches Produkt häufig mit dem minderwertigeren mexikanischen in einen Topf geworfen worden. Das hat feine Einführung auf dem Weltmarkt zunächst sehr erschwert. Zu den genannten Fasern treten noch jene einer Reihe au- > derer Pflanzen, die in Neuseeland, Indien und anderen Kolonial ländern gezogen werden. Gegenüber den bisher genannten spielen sie aber nur eine verhältnismäßig kleine Rolle. Immerhin ist hier auch zu bemerken, daß das neuseeländische Erzeugnis zurzeit Ebenfalls eine Kriüs durchmacht. Die Konsumsteigerung an den erwähnten Stoffen beruht einmal auf dem enormen Anwachsen der zkpiegs- und Handelsmarinen der großen Kulturvölker, di' immer mehr Material für 'Tauwerk und Seile benötigen. Fer ■ r hat sich in den letzten Jahren der Verbrauch an Bindegarn f ir Mähmaschinen ganz un- eine bewährte Krankenkost für Erwachsene bei Störungen der Verdauung, bei Schwäche u. Appetitlosigkeit. Erholungsbedürftige und leichtere Kranke^w^reXrsuncEt. 8s M LÄ V SD Kuranstalt Hofheim i. T. S W sLö L 11 1'• Stunde v. Frankfurta.M. Prospekte SS. V £1. Al durch Dr. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt, bÄi au- W< die bal hii fitr Pr au Bru ru i der förb L * Vor ‘ . ersck aber । erhi mit ane^i flanV. Züt #1 Mac ii der der %t< 58« ‘ auf in den wa M nm ” sch' - S! Ai tü wi eil m> Es be Le > di to an (-1 fl < l 1 < 1 Der verehrlichen Einwohnerschaft von Giessen und Umgegend sagen wir vielen und herzlichen Dank für die uns in so hohem Masse durch Gestellung von Freiquartieren, Schmückung der Häuser anlässlich des Regiments-Jubiläums gewordene Unterstützung Inf.-Regt. KaiserWilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 von Trotta Oberst und Regts.-Kommandeur Verein ehern.116er,Gießen Der erste Vorsitzende: C. Kaufmann Rechtsanwalt Stadttheater liessen Operetten-Preise ’ Operetten-Preise! ABee-fraflen-Terain für fatafeg. « 0 ♦ Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 17. Juni 1913, abends 8 Uhr: Erstes Operettten-Gastspiel des Grossherzoglich. Kurtheaters Bad-Nauheim Unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116. Vortrag: des Herrn Oberarztes Dr. v. Homeyer über „Die Beteiligung der Frau im Kampfe gegen die Tuberkulose“ im Zeichensaal der Stadtmädchenschule (Schillerstr. 8) am Freitag, d. 13. Juni 1913, nachmittags 5 Uhr. Im Anschluss daran: Bildung einer Jugendgruppe. du/6 Die Helferinnen, Samariterinnen, sowie alle jungen Damen sind hierzu freundl. eingeladen. Abonnenten haben Preis-Ermässigung gegen Vorweis Neuheit! des I. Ermässigungskupons. Neuheit! Siebe Augustin Operette in 3 Akten von Leo Fall. a*e/a Kassenöffnung 77s Uhr. Anfang 8 Uhr. Ende IO3/« Uhr. Die'Herren Studierenden geniessen Preisermässigung. Bauer’scher Gesangverein Freitag, d.l3.d.M., abcnds9Uhr präzis Vollzähliger Besuch unbedingt erforderlich. Sonntag, den 15. Juni Ausflug XU*“? weflersburg. Anfang 4 Uhr. (v,2/6) Der Vorstand. 1. Äboimem«nt$ - Keiztrt Donnerstag, den 12. Juni 1913, abends 81 /4 Uhr Steins Garten Inhaber: PhAs Inhaber: Cbm öl 8 C Karl Ohm Aeltestes Speisehaus am Platze. Täglich grobes Künstler-Konzert 3448) des Streichorchesters „Teska*1 Anfang 7'/r Uhr. Sonntags 3'/» Uhr. Eintritt frei! Sonntag, den 15. Juni, abends ’/29 Uhr, im Saale oder Garten des Caf6 l eib 3867 Großes Konzert der englischen Bergmanns - Kapelle aus Castleford i. d. Grafschaft Yorkshire(33 Mann) Musikalische Ueitung: Mr. J. Stamp, Castleford. Kassenöffnung 7,8 Uhr. Eintritt pro Person 50 Pfg. Achtem^ ! AclUumg! 9Äc9ttu«6 besonders großer verkauf am Hotel Felsenkeller in Gießen: Besonders seine dicke rheinische Erdbeeren Pfd. 15 und 50 Pfg., dicker schneeweißer Blumenkohl Stück 30 und 35 Pfg., 3 Stück dicker Kopfsalat 10 Pfg., neuer Rhabarber 3 Gebunde 20 Pfg., io Gebunde «0 Pfg., sowie neue Möhren, Erbsen, Oberkoblrabcn, Wirsing, dicke Bohnen, neue Kartoffeln, Zwiebeln, Suppengrün und sonstige einschlägige Artikel. Alles äuberst billig. 38811 Klein aus Köln. Vermietüngeii Durch Versetzung des Herrn Hauptmann Vollen ist dessen Wohnung, 8 Zimmer, Badezimmer, Borratskamm., zwei Bodenräume, Gas, elekt.Lickn und alles Zubehör per 1. Ok tobcr eventuell auch früher anderweit zu vermieten. Jul. 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