'Pie heutige Nummer umfaßt 22 Seiten. sprechen!) vertreten. * am Ende auch finanzielle Unterstützung- zu leihen. Rechtsschutz- und Auskunftsstellen für Frauen sind schon geschaffen, und sie sollten tatkräftig weiter gefördert werden. Solche Einrichtungen, diskret und weitherzig geführt, können überber t als Drchermeister und Herr V o l ck als Briefträger Ulbrich, beides gut in sich ausgeglichene Charaktere. Herr Vruchwitz als Gendarm bot ebenfalls eine hervorragende Leistung, nur Deutsches Reiche Der Reichskanzler ist Freitag abend in Begleitung des Unterstaatssekrctärs Wahnschaffe von Linderhof in München eingetroffcn und um 10 Uhr 20 nach Berlin abgereift. Serbiens Vorgehen gegen Albanien. B e l g r a d, 11. Oft. Die serbischen Truppen haben alle wichtigen Stellungen an der Wasserscheide zwischen dem Drinsluß und dem Adriatischen Meer besetzt und sofort befestigt. Aus einem von Paschitsch im Klub der Radikalen gehaltenen Expose will man ersehen, daß Serbien im Einvernehmen mit den Großmächten die besetzten Punkte in Albanien behalten wird. Nach Berichten aus Monastir ziehen sich die Arnau- ten zwar auf der ganzen Linie zurück,,doch dürfte die Unterdrückung des ganzen albancsischen Aufstandes gegen Serbien noch etwa eine Woche beanspruchen. Neues von Schukri Pascha. Sofia, 10. Oft. Die Pfortc beauftragte den früheren Kommandanten von Adrianopel, Schukri Pascha, aus den kriegsgefangenen türkischen Offizieren Ausschüsse zu bilden, um die in Burgas und Warna internierten Kriegsgefangenen zu empfangen. Der bulgarische Kriegsminister stimmte dieser Verfügung zu. ___________ Rumäniens Verluste im Zelde. Wir erhalten folgende Zuschrift eines Herrn, der mit maßgebenden rumänischen Kreisen gute Fühlung hat: Weite Kreise, und nicht zum wenigsten die Finanzleute, haben sich darüber aufgehalten, daß Rumänien zur Besetzung aus segensreich wirken. In weiter Ferne liegen sodann noch die Ziele politischer Rechte, besonders des Frauenstimmrechtes. Tie Art, wie Frl. Helene Lange als Fürsprecherin dieser Forderung' in öffentlicher Versammlung gesprochen .hat, war sympathisch und weise zugleich. Sie ist sich dessen bewußt, daß die Mehrzahl der heutigen Frauen zur aktiven Teilnahme am politischen Leben erst erzogen werden müßte. Als die Eingeschlossene^ auf Tauris vom Manne klagend sagte: „ihn freuet der Besitz, ihn krönt der Sieg", so hätte sie/ auch wenn ihr als Priesterin und Seherin der Blick in unsere Zeit verstattet gewesen wäre, das Beglückende des Stimmrechts nicht zu hoch eingeschätzt. Wenn die großen Treibjagden der politischen Parteien auch auf das edle Wild der Frauen losgelassen würden, könnte man sich davon eine große Förderung der .Kultur versprechen? Würden die friedlichen Gärten und Gefilde, wo weibliche Eigenart waltet, nicht versteint und verödet werden? Tas radikale Heer unter Führung von Rosa Luxemburg würde keinen Grashalm von Gefühlsseligkeit stehen lassen, und, die schwarze Zentrumspartei würde den Himmel in geschäftige Bewegung setzen. In Frankfurt, wo jetzt eine neue Vorsitzende der Zentralstelle für Gemeindeämter der Fran ein- gezogen ist, hat Frau Rat Goethe, eine der verehrungs'-» würdigsten und herrlichsten Frauengestalten des 18. Jahrhunderts, einmal folgendes Bekenntnis gemacht: „Gott hat mir die Gnade getan, daß meine Seele von Jugend auf keine Scknürbrust angekriegt hat, sondern daß sie nach Herzenslust hat wachsen und gedeihen, ihre Aefte weit aus- breiten können und nicht wie die Bäume in den lang-i welligen Ziergärten, zum Sonnenfächer ist verschnitten und verstümmelt worden." Frau Rat wäre im Sinne der heutigen Frauenbewegung vielleicht keine „gebildete" Frau gewesen, denn mit ihrer Wissenschaft und sogar mit ihrer orthographischen Schreibekunst war es nicht weil her. Und doch hat sie herrliche, inhaltreiche Briefe geschrieben, mit den Weimarer fürstlichen Persönlichkeiten auf vertrautem Fuß gestanden und sich überall die höchste Achtung und Liebe erworben. Ihre oben angeführten eigenen Worte sagen, woran das lag. Würde die politische Schnürbrust dem frischen Wachstum der eigen gearteten Frauenseele etwa besonders förderlich sein? Haben bi*1 grcßen Frauen in der Geschichte ihren weitreichenden Einfluß, auch in politischer Beziehung, nicht auf ihre eigne Weise ausüben können, viel bedeutsamer als durch einen Stimmzettel? Eine der Führerinnen bei der Gießener. Frauentagung hat im Verlauf der Erörterungen selbst einmal angedeutet, daß Vorträge und Versammlungen kein Allheilmittel im Leben der Frau bedeut teten. Es sind intimere Kreise, in denen die Fran ihre Bo- gabung und Fähigkeit ausbildet und entfaltet. Das sind auch keine Ziergärten mit verstümmelten Aesten und Zweigen. Wohl uns, daß der Gießener Kongreß auch nicht entfernt eine Aehnlichkeit mit Luxemburgischen Pflanzstätten hatte; dort geht cs zu urwüchsig zu! ArrsLattv. Die Organisation des serbischen Po st wese ns mit deutscher Hilfe. In der serbischen S k u p s ch t i n a erklärte in Beantwortun( einer Anfrage der Minister des Aeußeren, daß die Regierung,ihn ganze Aufmerksamkeit der Frage der Organisation des Postwesens, besonders in den neuerworbenen Gebieten, zuwende und deshalb an die deutsche Regierung das Ersuchen gerichtet habe, einen höheren Postbeamten nach Serbien zu senden, der das serbische Pöstwesen eingehend zu studieren und der serbischen Regierung geeignete Vorschläge zu unterbreiten hätte. Vom Panamakanal. Aus Panama wird vom 10. Oktober gemeldet: Die Sprengung des Gamboadammes, der letzten die beiden Meere trennenden Schranke des Panamakanals, durch den Präsidenten Wilson ist heute glücklich erfolgt. Präsident Wilson sprengte den Gamboadamm des Pananamkanals vom Weißen Haus aus durch einen Druck auf den Knopf einer elektrischen Leitung. Zu diesem Zweck waren Drähte und Kabel auf eine Entfernung von über 4000 Meilen miteinander verbunden worden. Die Sprengung, die das Wasser des Gatunsees und des Culebra vereinigt, ent- hätte ick ihn mir am Schluß etwas weniger unklar gewünscht — man hätte schon mehr merken können, daß seine Zerknirschung nur äußerlich ist. Ms Frau Schönherr bot Frl. S t e 11 n er eine schöne, kernhafte Natur, während Frl. Nathusius die tiefe Charakteristik der Frau Seifert nicht völlig auszuschöpfen vermochte. Herr Tworkowski lieh dem Spielwcrrenverleger Reubert eine charakteristische Rvte. .Zu erwähnen sind noch Frl. F r e n z e l als Frau Ermischer, Frl. W e b e r als Magd und Frl. Dagny als Frau Reubert. Die Kinders Sck)önherrs waren durch Frl. Rabe und die beiden kleinen Steuerwalds sinneiit- I Tageskalender aus dem Jahre 1813» OTtobe r. Gefechte bei Roslau und Coswig in Anhalt, in denen sich 1400 Mann Preußen gegen 15 000 Franzosen ruhmvoll behauchten. R o w a k inszeniert worden war, und die als Festvorstellung zum Geburtstage der Großherzogin gegeben worden war. Was Nowal auszeichnet, ist der Sinn für das Gesamtbühnenbild, das besonders in der „Weißen Dame" von großem Reiz war. Im Gegensatz zu seiner Tannhäuser-Inszenierung schuf er hier belebte Bühnenbilder. Gleich gut gelang ihm der „Zigeunerbaron". Hier zeigte er auch, daß er in die Details gehen kann. So gelang ihm eine Kinderszene im zweiten Akte geradezu glänzend. Der Rundhorizont, der jetzt fast ausschließlich zur Verwendung kommt, könnte eine Auffrischung vertragen. Ein anderer neuer Regisseur des Hoftheaters ist Bruno H a r p r e ch t. Gleich sein erstes Schaffen: die Inszenierung von Apels „Hans Sonnenstößers Höllenfahrt" bewies, daß Darmstadl in Harprecht eine überaus tüchtige Kraft gewonnen hat. Seine Sorgfalt erstreckt sich nicht allein auf die charakteristische Kostü-, mierung und die Maske der einzelnen Darsteller, sondern vor allem auf die Einheitlichkeit der Aufführung. Steht er als Spielleiter auf dem Zettel, hat man Gewähr dafür, daß man eine flotte Vorstellung' zu sehen bekommt. Harprecht wird aber nicht nur dem Theater als Spielleiter große Dienste leisten, sondern auch als Schauspieler. Leider hatte der Künstler bis jetzt nur wenig Gelegenheit dazu. Für seine Vielseitigkeit spricht auch die Tatsache, daß er auch als Operettenfänger tätig ist. Das heißt als „Sänger" eigentlich nicht, denn seine Stimme erfreut nicht des Menschen Herz. Der neue Kapellmeister Paul Ottenheimer, der an? Prag zu uns kam, hat viel Temperament, dem aber noch ein wenig künstlerische Zügelung zu wünschen wäre. Diesen Mangel empfand man besonders in „Aida". Selbst einem Stimmriesen wie Slezak machte Ottenheimer das Leben sauer. Und da ich gerade von der „Aida" spreche, muß ich der Sängerin dieser Partie, dem Frl. Geyersbach hohe Anerkennung zollen. Sic „bestand" nicht nur neben Slezak, wie man zu jagen pflegt, sondern übertraf den berühmten Gast an Gesangskunst und stimmlichem Wohllaut. Wie schade, daß „die Gey erste ck", wie sie allgemein nur genannt ivird, nach Wien geht. Mit ihr geht die Zierde des Darmstädter Opernpersonals. Reben dem Hoftheater hat zu Beginn dieses Theaterwinters nur die Literarische Gesellschaft den Darmstädtern einen Kunstgenuß bereitet. Tie beiden Wiese nth als, Elsa uiw Bertha, tanzten am letzten Donnerstag in dem schauderhaften tpaale der Turngemeinde, der wohl für Schauturnen, aber nicht für. intime künstlerische Darbietungen geeignet iit. Es ist ein eigen -Ling um diese neue Tanzkunst. Sie hat viel Freunde und wohl kaum ernste Feinde. Tanz ist etwas Dionpsisches, etwas, das fortrcipcn loH, also gewissermaßen ein Zustand der Ckstaie. Tritt zu viel Bedacht in diese Kunst, so gibt sie etwas von ihrem Wesen. außMuirt läßt sich letzten Endes nicht sichtbar marfjen. Wer darüber laßt Vom Darmstädter Umchleben. Für eine Stadt von der Größe Darmstadts sind ein Theater, zwei große Vereine^ literarischer und musikalischer, einige Chöre von künstlerischer Bedeutung, sechs Symphoniekonzerte der Hof- kapelle und eine ganze Reihe von Privatveranstaltungen künst- lerischer ?(rt eigentlich etwas viel. Cs spricht aber für die Au s- nahmesähigkeit der Darmstädter, wenn trotzdem alle diese Kunstabende Besucher finden. Roch nie sah ich bei den Köderten des Wagner-Vereins ein Plätzchen leer. Fast das Gleiche iit der Fall bei der literarischen Gesellschaft, die es als ihre besondere Aufgabe ansieht, dem Darmstädter Publikum auch die Leckerbissen der Literatur zu verschaffen. Wagner-Verein wie Literarische Gesellschaft erwerben sich jahraus jahrein um die künstlerisch-gesellige Belebung der Stadt immer neue und große Verdienste. Die Führung "auf diesem Gebiete aber will und darf sich das Hostheater nicht entreißen lassen. Da es aber nicht, wie die beiden genannten Vereine, mit einem sicheren Publikum zu rechnen hat, muß es danach streben, auch dem weniger ausgewählten Geschmack zu dienen. Von dieser Freil>eit hat das Theater in der neuen Spielzeit allerdings einen recht ausgedehnten Gebrauch gemacht. Die leichte Kost ist bis jetzt etwas viel verabreicht worden, und deshalb hungert man nun förmlich nach etwas festerer Nahrung. Die beiden Gastspiele des berühmten Tenoristen LeoSlezak, der den Nhadames in Aida und den Stolzing sang, waren interessant, aber kaum mehr. Slezak besitzt, was man so nennt, eine Bombenstimme, die aber in gesangtechnischer Hinsicht nickst voll befriedigt. Aber man soll nicht undankbar sein. Die Neueinstudierung oder richtiger die Neuinszenierung des „Tannhäuser", mit der sich der neue Opernregisseur Otto Nowak in Darmstadt einführte, verdient zwar Anerkennung, war aber nicht in allen Teilen vollendet. Sehr zufrieden dagegen konnte man mit 1 der Aufführung der „Weißen Dame" sein, die ebensalls von politische Wochenschau. ff., Gießen, 11. Oft. f:~ic Tagung des deutschen Frauenkongresses ist so versöhnlich und angenehm verlaufen wie der Begrüßungsabend, der ihn eröffnete. Kein Waffenlärm ist in die Welt hinaus- d^j.pugen, und die Männer, die Staat, Gemeinde und Oef- scntlichteit gewissermaßen als Friedensunterhändlcr n die Tagung entsandt hatten, haben dem Gebote sich gebeugt, mit dem tc des Thoas Sinn bezwungen hat: es ziemt dem edlen JJmnn, der Frauen Wort zu achten. Die Frauen, die in Gießen versammelt waren, haben von dem Worte, das auch heute noch die einzige Waffe ihres Geschlechtes ist, ; kiircn maßvollen und klugen Gebrauch gemacht. Es darf freudig anerkannt werden, daß keine Kampfparole- ausgegcben Llvurde: alle Teilnehmerinnen schienen in der beruhigenden »Gewißheit zu leben, daß die Frauenbewegung int sicheren L portschreltcn begriffen sei und daß man der Zukunft ver-i i kürfc. In der Tat, die Grundsteine sind gelegt, und . nützliche Arbeit ist schon geleistet worden. Wir haben aus dem Jahresbericht Helene Langes entnommen, daß die Zahl der Mitglieder des allgemeinen Frauenvereins wiederum gewachsen ist und daß die praktischen Arbeiten innerhalb einer verbesserten Organisation noch intensiver angcfaßt werden sollen. Es ist anzunehmen, daß es der neu ausgcbauten und vervollständigten „Zentralstelle für Gemeindeämter der Frau", die ihren Sitz in Frankfurt hat, gelingen wird, die f Mitarbeit der Frauen in engeren Verwaltungskreisen mehr und mehr zu nützlicher Geltung zu bringen. Nicht nur auf die Heranziehung geeigneter Frauen zu kommunalen Hilfeleistungen braucht sich dieses Streben zu erstrecken. Wir dürfen nach den vorliegenden Erfahrungen hoffen, daß auch auf dem Gebiete der Wohnungspflegc, Fabrikinspektion, Sitten- ' Überwachung, die weibliche Wirksamkeit weitere Erfolge erzielen wird, namentlich wenn es gelingt, zur Ausbildung ! der erforderlichen Kräfte die entsprechenden Ausbildungsein- hAchtungen zu schaffen; in diesem Punkte haben die diesmali- [ gen Verhandlungen noch keine völlige Klarheit und einhellige i chelbewußtheit erreicht. Dem Streben nach erweitertem weiblichen Einfluß in der Mädchenbildung werden sich nur ' Wenige cntgegenstellen wollen, und so darf man hoffen, daß Mi: Wünsche, die in dieser Beziehung ausgesprochen worden ; sind, sich verwirklichen lassen. Ein Punkt der Tagesordnung war für weitere Kreise von ganz besonderem Interesse: die Beschäftigung mit den «o'iaicn Konsumtionsproblemen. Frau Irma Wolsf, die über Rilses Thema sprach, konnte naturgemäß nur skizzenhaft das /Mite Gebiet berühren, aber es leuchtet doch allgemein ein, wie zweckmäßig es wäre, wenn verständige Frauen sich zu- sainmenschlössen, um nützliche Erkenntnis, Erfahrung und Geschmack auch in die Kreise zu tragen, wo Ratlosigkeit und Unkenntnis herrscht. Welche Perspektive eröffnet sich für erfolgreiche Feldzüge gegen Modenarrheiten und üoerg'-oße blitzsucht! Hier bietet sich der Frauenarbeit ein weites Feld; die Staats- und Gemeindebehörden würden nach ersprießlichen Anfängen sicherlich nicht zögern, solcher Frauenarbeit Nr. 259 Iber Gießener Anzeiger crid)eint täglich, außer I Sonntags. - Beilagen: ■hier mal wöchentlich KletzenerKamilieiiblijtler; ■ jH'cunalivöcbcntl.Krcis: I dlatt für den Ureis Gießen I(2icn§tag und Freitag); ■ jneimal nionatt Land- I wirtschaftliche Zeitfragen lyerusprech-Anschlüsse: i iin-" die Redaktion 112, ■ Verlag u. Expedition 51 Irldresse für Depeschen: v ..Anzeiger Gießen. Einnahme von Anzeigen ■iiir die Tagesnuminer „ , ,. |tis vormittags 9 Uhr. Rotationsdruck und Verlag der Vruhl'fchen Univ.-Such- und Zteindruckerei R. Lange. Erstes Blatt M. Jahrgang Samstag, Moder M3 syx «y Bezugspreis: mcmatlich75Pf.,viertel- Gietzener Anzeiger 1^^=' polst. Teil: Aug. Goetz; General-Anzeiger für Gberhesien c ff. - - Kurt Bcudt; für den Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchnlstrahe 7. Anzeigenteil: H. Beck. s- dcr beanspruchten bulgarischen Gebiete 620000 Mann mobil gemacht hatte und über die Donau setzte. Die Mobilisierung derGesamtstreitträfte war aber unbedingt notwendig, daBnl- garten nur auf einen größeren Erfolg im Süden gegen Serben und Griechen wartete, um sich mit seinen früheren Verbündeten wieder zu vertragen und alle Streitkräfte der rumänischen Invasion entgegenzuwerfen. 100 000 Ruinänen — soviel hatten die Theoretiker für hinreichend erklärt! — waren dann rettungslos geschlagen worden. Gegen die rumänische Gesamtmacht konnte Bulgarien natürlich nichts ausrichten, zumal wo es im Süden nur Niederlagen erlitt. Daß Bulgarien im Anfgnge nicht daran dachte, Selr- stria ohne Schwertstreich auszugeben, geht daraus hervor, daß blutige Zusammenstöße stattgcfunden haben. Rach authentischen Mitteilungen betrugen die Verluste der Rumänen im Felde (also nicht durch die Cholera): 40 Tote und mehrere Hundert zum Teil schwer Verletzte. Emanuel Kremnitz. Greszenev Stadttheatev. Kater Lampe. Komödie von Emil R o s e n o >v. Gießen, 11. Okt. Von Cmil Rosenow, dem früh verstorbenen Dichter und inialdemokratischen Reichstagsabgeordneten, haben wir nur zwei Vrtwrragenbc Werke, das Trauerspiel , D i e i m S ch a t t e n lebe n" und das ungleich bedeutendere Lust,Piel Ka ter L a m pe. in beiden schildert er mit nicht gewöhnlicher Charakterisierungs- hmft die soziale Rot und noch mehr das moralische Elend der icöeren Volksschichten, und wen; mit Ncherein Blick treffliche Ttrtwm in reickmen und eine besondere Handlung lebendig und lielnd durchiuführen. Mit seinem .Kater Lampe ist es Rosenow Fungen, ewes unserer besten Lustspiele zu schaffen, dem in der tuerm deutschen Literatur nur Hauptmanns Bieberpelz an die fi” Ät werben kann. Auch in ihren Grundlagen und olaerungen haben beide manches gemeinsam. ^n Kater Lampe erregt der Kater eines armen Drehergeiellen Qorn der Nachbarn, weil er ihnen die Wä)che verschmutzt und innerKatzenfröhlichkeit auch sonst noch allerhand Unfug treibt, lier Spielwarenhändler Reubert, ein reizbarer und heftiger Herr, Mmt nun in den großmäuligen Gemeindevorstaiid, den Geiellen Amts weaen zur Entfernung der Katze zu veranlaften, und Wer weiß sich keine andere Hilfe, als den Kater einzmiehen und Gemeindediener in Verwahr zu geben. Hier beichlieyt der Mer als Sonntagsbrateii sein sündhaftes Leben und als ber Melle der eine Erbschaft gemacht hat, sein Eigentum unter Er- Sa tima ter Unkosten vergeblich zurück,ordert, muß ihm der Ge- Lmte?at nicht nur die Unkosten vergüten, sondern auch den !Schaden ^tzen üon Herrn Dworkowski gut vor- Litef ivar hatte den Stil des Werkes glücklich getroffen und in hru anotroHcn über Darsteller, die ihre Ausgaben txft?n wu f ernte das teilte Hindernis, doch bedarf es noch starker Baggerarbeiten, ehe ein interozeanischer Schiffsverkehr möglich ist. Die Amtseinführung des Präsidenten Puanschikai ging im Taiho-Palast in Peking vor sich. In seiner Antritts- .rede hob der Präsident hervor, daß er eine feste und üetige Politik führen werde. Er erklärte dann, das erste Prinzip der Regierung sei, eine klare Difinition der Bekanntmaclmngcn und Rechtsgrundsätze herzustellen und die Erhaltung der öffentlichen «Ordnung nnd danach einzugehen auf die Erfordernisse der Zeit und der Umstände. Er trete für den Fortschritt ein, extreme radikale Methoden begünstige er nicht, sei jedoch zu einer Politik ^schrittweiser Reformen entschlossen. Kapital und Unter- fricbt, besonders aus technischem Gebiete sei für die Erschließung ^Chinas von Wichtigkeit. ScitHcbe Kolonien» München, 10. Okt. Prinz Leopold von Bay- ex n hat mit seinem Sohn dem Prinzen Konrad heute abend mit deut Bremer Schnellzug eine mehrmonatige Reise nach D e u t s ch - O st a f r i k a angetreten. Eine Reich§tag5erfatzwahl. Dresden, 10. Okt. Bei der Reichstagsersatzwahl im vierten sächsischen Reichstagswahlkreis Dresden Neustadt erhielten 2r. Hertmann (Kon.) 14 190, Dr. Klöppel (Fortschr. Vv.i '11 024 und Buck (Soz.) 31150 Stimmen. Buck i st gewählt. Ans Stadt nnd Land. Gießen, 11. Oktober 1913. ** Tageskalender für Sonntag, den 12. Okt.: Stadt- t h e a t e r: Nachmittags 31/, Uhr: „D i e fünf Frankfurter"; .abends 71/, Uhr: „P u p p ch e u". BakofsKam mer-Lichtsviele: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. O b e r b e s s i s rb e s M u s e u nt n n d G a i l' s ch e S a m m - lunaen. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich. Ober hessisch er K u n st v e r e i n. Tie Ausstellung ist täglich mit Ausnahme Samstags von 11—1 nnd von von 3—5 Uhr geöffnet. Sonntags 'rmunterbrochen von 11—3 Uhr. Die Anlagemusik findet am Montag, den 13. Oktober, nachmittags Uhr in der Süd-Anlage statt (mir bei gutem Wetter). Spielvlan: 1. Vorspiel zum Bi'chnenweih'enspiel „Parsisal", von R Wagner. 2. Anläßlich der nm 9. Oktober stattqchabten llwjä'h- rigen Geburtstagsfeier G. Verdi's: Große Fantasie aus G. Verdi's Oper „Trouvadonre", bearbeitet von W. Löter. 3 Hymne und Triumphmarsch aus der Oper „Sliba". 4, Triumph-Fanfare, von Bohm. ** Unser Stadtparlament zählt, wenn man die Stadtverordneten, die eine Wiederwahl ablehncn, außer Betracht läßt, zurzeit 23 Mitglieder. Davon sind 6 Gelehrte, 5 Kaufleute (dar'. 2 Rentnerh, 1 Falbrit'amt, 2 Bauunternehmer, 5 Handwerker, 1 Landwirt und 3 angestellte Beamte. Im ganzen sind unter den 23 Mitgliedern der Stadtverord- neten-Versammlung 9 Beamte und 6 Mitglieder, die als Rentner zu bezeichnen sind. Von den jetzigen Stadtvätern sind 16 Hausbesitzer und 7 Mieter. Ihrer politischen Parteizugehörigkeit nach ist die Freisinnige Volkspartei mit 11 Mitgliedern, die nationalliberale Partei mit 8 Mitgliedern, die Sozialdemokratie mit 2 Mitgliedern vertreten. Außerdem ist noch 1 Mitglied parteilos, während 1 Mitglied die agrarische Richtung vertritt. ** Stadtverordneter Karl Loos, der im März d. Js. sein 66. Lebensjahr zurücklegte, hat sein Mandat als Stadtverordneter wegen seines vorgerückten Alters n i e d e r g e leg t, es ist damit das 13 Mandat zur Neubesetzung frei geworden. Kaufmann Karl Loos, der 17 Jahre Der Stadtverwaltung angehörte, steht politisch aus dem Boden der Fortschritt!. Volkspartei, er ist rednerisch in der Stadtv.-Vers-antmlung selten hervorgetreten. Für ihn war | stets das Gemeinwohl maßgebend, dabei deckte sich seine Stimmenabgabe stets mit seinen liberalen Grundsätzen. Karl Loos, der in Gießen geboren, ist gelernter Kaufmann und hatte als früherer Inhaber eines Mamtfakturwaren- geschäfts mit allen Kreisen unserer Bevölkerung Fühlung. Er war mit den Verhältnissen feiner Vaterstadt von früher Jugend an vertraut. Diese Umstände waren es besonders, die die Mitarbeit des Mannes in der städtischen Verwaltung, in den langen Jahren, in denen er ihr an gehörte, äußerst wertvoll machte. *• Stadttheater. Tie morgige Aufführung der Gilbert'schen Gesangsposse „Püppchen" verspricht unter der -Regie von Herrn Goll sehr flott zu werden, namentlich da innsere Bühne in Herrn Grosser und Frl. Martini zwej läßt sich ja streiten. Die moderne Tanzkunst hat den Sinn für den Rhythmus wieder lebendig gemacht, und dieses Verdienst ist so groß, daß man die „Verkörperung der Musik" im gewissen Sinne gelten Kassen kann. Die Leistungen der Wiesenthals wurden start beeinträchtigt durch die begleitende Militrkapelle, deren Dirigent seiner Aufgabe in keiner Weise gewackyen war. War es denn nicht möglich, eine intimere Musik zu bestellen? Mußte es gleich eine Re- gimentskapelle sein? Nach den Ankündigungen erwartet Darmstadt eine reichbelebte und anregende Saison. B r u n o S t ü m k e. * — DieharteScholle, ausgewählte Romane und Novellen von Alfred B o ck. Vor einiger Zeit hatte der Kunstwort gelegentlich der Besprechung von Alfred Bocks Roman Die Pariser den Wunsch nach einer Volksausgabe von Bocks Werken ausgesprochen, und nachdem im vergangenen Jahr die Reelamsche Universalbibliothek unter dem Titel Die Meßfahrt eine kleine Novellen- .sammlung verösfeutlicht hat, tritt auch der Verlag Alfred Bocks mit einer Volksausgabe heraus. In einem von Rudolf Krauß eingeleiteten hübschen Bande ist eine Auswahl aus Bocks Werken vereinigt, die nicht nur einen vorzüglichen Neberblick über das Schaffen unseres oberhesiischen Dichters gibt, sondern auch dazu 'anregen tvird, sich mit seinen übrigen Büchern bekannt zu machen. DaS Buch enthält Bocks beste Romane: Die P f l a st e r m c i st c - rin, den Kuppel Hof und die Pariser, die Novellen Der alte Barbari no. Das Schmerzenskind, und den T eu- felsmüller, der zuerst in der Hessen-Nummer der Illustrierten Zeitung erschienen ist. Tie Auswahl ist gut und klug, aber ich hätte gern noch eine der köstlichen lmmorvvUen Novellen in dem Buch gesehen, z. B. die treffliche Geschilpte Der neue Pfarrer, 'bic bisher nur in einer Zeitung veröffentlicht wurde. Aber auch so bietet der Band, der nur 4 Mark kostet, ein gutes Bild von Boek, so daß es auch dem Minderbemittelten möglich ist, Bocks beste Schriften, die bislang mel/r als das Dreifache kosteten, zu einem sehr billigen Preis zu erwerben. N. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- schäft. Herbert Eulenbergs neuestes Drama Zeit wende erlebte bet seiner Uraufführung im Bremer Schauspiel Haars einen starken Erfolg. — Eine der tüchtigsten Künstlerinnen des Frankfurter Schauspielhauses, Fräulein Marianne W u l f, hat um ihre Entlassung zum 1. September 1914 gebeten. Ber anlassung zu diesem Schritt ist die seit Monaten andauernde Bc schäftissuugslosigkeit der Dame. vorzügliche Vertreter für die Hauptpartien besitzt. Fräulein Martini hat die Rolle der Lore bereits im Sommer mit großem Beifall gespielt. — Auch für die Nachmittags-Bor- Uellung von „Die fünf Frankfurter" zeigt sich lebhaftes Interesse. Diese Vorstellung wird bei kleinen Preisen gegeben. ** Sanitätskursus. Am Mittwoch abend 9 Uhr beginnt in der Turnhalle in der West-Anlage unter Leitung von Tr. Schäffer ein Ausbildungskursus in erster Hilfe- leistung bei Unglücksfällen und zur Ausbildung von Sanitätskolonnenmitgliedern. — Am kommenden Montag beginnt ein solcher in Heuchelheim abends 8y2 Uhr im „Treppchen" unter Leitung von Tr. Hofmann. Noch nicht angcmeldete Teilnehmer können sich noch an diesen Abenden cmmelden. Landkreis Gießen. = Allendorf a. d. Lahn, 10. Okt. Bei der am 8. Oktaler staltgefundeneu G e m e i n d e r a t s w cr h l genügten 115 Wähler ihrer Wahlpflicht. Gewählt wurden folgende Kandidaten: 1. Landwirt Ludwig Stein müHer II. mit 76 Stimmen, 2. Landwirt Jakob V o l k VII. mit 66 Stimmen, 3. Landwirt Ludwig Volk I. mit 56 Stimmen. Außerdem erhielten noch Wilhelm Stengel 46 Stimmen, Ludwig Wagner III. 34 Stimmen, Ludwig Viehmann II. 23 Stimmen, Maurermstr. Ldw. Möglich 21 Stimmen, Schrcinermeister Johannes Volk II. 19 Stimmen, Schneidermeister Wilhelm Volk VIII. 2 Stimmen, Jakob Rinn und Hein- reich Müller je 1 Stimme. Kreis Alsfeld. = Grebenau, 9. Okt. Die Arbeiten an dem neuen Bahnbau schreiten hier rüftiq vorwärts und fortwährend treffen neue Arbeitskräfte ein. Lastautos befördern die Baumaterialien von Breiten'bach und Rieder-Aula hierher. An der Straße nach Udenhausen wird eine Brücke gebaut, an die sich durch die Wiesen ein gewaltiger Damm anschließt. Wie verlautet, soll bis 1. Oktober 1914 die Straße bis Rieder-Aula dem Verkehr übergeben werden. Kreis Lauterbach. = Maar, 10. Okt. Ein junger Mensch, der von Lauterbach neben einer Gruppe heiml'ehrender Arbeiter ruhig seines Weges ging, wurde vou einem seiner Begleiter, der anscheinend betrunken war, mit einem Stock mehrerema. über den Kopf geschlagen. — Allerlei Unfug verübten vier junge Burschen, indem sie einem Bauern den Pflug vollständig auseinandernahmen und ihm die Teile vor die Haus- tiir legten. Einer heimk'ehrenden Frau leuchteten sie fo jäh ins Gesicht, daß diese geblendet nicht weiter gehen konnte und vor Schreck ohnmächtig niedersank. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 10. Okt. Geh. Oberschulrat Scheue r- mann vou Darmstadt besuchte heute den ganzen Tag über den biologischen Kursus der Lehrer Oberhessens. — Unser Bataillo n wird nächsten Mittwoch im Residenzschlosse zu Darmstadt seine neue Fahne erhalten. Die Uebergabe ersolgt durch deu G r o ß h e r z o g. L. Friedberg, 10. Okt. Heute morgen trug sich auf dem hiesigen Rangier-Bahnhof ein Unglück zu. Ein Bremser der Hanauer Bahn geriet zwischen die Puffer eines Zuges und wurde verletzt. Er wurde von Bahnarbeitern in das hiesige Krankenhaus gebracht. Dort stellte sich heraus, daß ihm der Brustkorb eingedrückt worden war. Der Verunglückte ist aus Marköbel bei Hanau. — Im hiesigen Saalbau ist heute eine Obst- u u d G e m ü s e a u s st e l l u n g eröffnet worden. Tie Stadt Friedberg ist auf der heutigen Obstausstellung vertreten, sie hat 6000 Mk. für Obst gelöst. h. Kirchgöns, 10. Okt. Zum Bürgermeister der Gemeinde wurde der bisherige Beigeordnete A. Banack III. gewählt. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach, 11. Okt. Die katholische Gemeinde plant die Gründung eines Gesellenhospizes, wozu ber Verwaltungsrat beö katholischen Vereinshauscs „Schützenlws" nunmehr nach langen Verhanblungen das neben dem Schützenhof befindliche Kniteliussche Anwesen käuflich erworben hat. Nach dem auf-gestellten Bebauungsplan sollen die beiden an der Herrenstraße liegenden Häuser abgerissen und auf diesem Terrain ein moderner dreistöckiger Bau »weichtet werden. Das Erdgeschoß wird ein neuzeitlich eingerichtetes Restaurant mit Nebcnräumen, ferner ein Musitübungszimmer sowie drei Läden enthalten. Im ersten Stockwerk sind die Gesell schafts- und Vereinsräume unteraebracht, während ber übrige Teil bes Gebäubes bic Wohuräume oes Kastellans und Hausmeisters, sowie bic Logierräume des Hospizes enthält. Hessen-Ntissau. 0 M ar bürg, 10. Okt. Heute fanden Spaziergänger im Walde hinter dem Bahnhof int Gestrüpp ein Skelett. Es handelt sich um einen unbekannten Mann, der vielleicht schon vor einem halben Jahr hier seinem Leben ein Ende bereitete. 0 Gladenbach, 10. Okt. Wie jetzt gemeldet wird, ist bei dem Brande in Diedenshausen die etwa dreißig Jahre alte Schwester des Landwirts G e h r h a r d t, in dessen Stallung das Feuer ausbrach, verbrannt. Mau fand ihre verkohlten Reste. Der Brand soll durch eine umgefallene Laterne entstanden sein. X. Bad Orb, 10. Okt. In bet letzten Stadtverorb- netensitzung ist bas Obergutachtcn des Forstrats M u d r a über ben Wert des von ber Stabt Orb an bic Militärverwaltung für den Truppenübungsplatz des 18. Armeekorps abzutrc- tcnbcn Walbgebicts bekannt gegeben worben. Der Gesamtwert ist auf 2 581819 Mk. geschätzt worben. Der Wert des Waldes ist aus 2 064 537 Mk. bemessen, während bic Nebenentsckstibigungcn auf 517 282 Mk. geschätzt worden sind. In ben Nebencntschäbignngen finb u. a. enthalten 200000 Mk. für Jagdpacht, 100 000 Mk. färben Basaltsteinbruch. Der für ben Truppenübungsplatz abzutretende Walbtcil besitzt eine Groß? von 1040 Hektar 6 Ar 29 Quadratmeter. Die frühere Vereinbarung über ben Wert des abzutreten- ben Walbgebicts betrug 2 800000 Mi'., hoch wurde diese Summe vom Kriegsminiftcrium nicht aneriännt, so daß von beiden Seiten Obergutachter ernannt worden sind, die sich nun in ihren Schätzungen geeinigt haben. fc. Frankfurt ci. M., 10. Okt. Tic sozialdemokratische Fraktion hat in der Stadtverorbnctcnversammlung einen Dring- lichkeit San trag gestellt, in dem der Magistrat ersucht werden soll, zur Linderung der Arbeitslosigkeit Rötst a n ds a rb c i't e n in größerem Umfange vornehmen zu lassen. Wärmestuben und Asyle vorzubereiten, und einen Entwurf für eine Arbeitslosenversicherung auszuarbeiten. h. Flörsheim, 10. Okt. Die Gemeindevertretung lehnte ein Gesuch der Lehrerschaft um Gewährung einer Ortszulage von 300 Mk. für Lehrer und 200 Mk. für Lehrerinnen einstimmig ab. Die Ablchnimg wird damit begründet, daß feine Gemeinde des Kreises ihren Lehrern eine Ortszulage bisher geivährt. X Hanau, 10. Okt. Die Hanauer Handelskammer bat in ibrer Plenarsitzung beschlossen, wegen gemein» fomer Beteiligung an ben Bestrebungen zur Abwehr des amerikanischen Tabaktrustes au diejenigen Handelskammern, in deren Bezirk bic Tabakindustric mit ihren Hilfsgewerben vertreten ist, eine Anregung gelangen zu lasten. F.E. Wiesbaben, 10. Okl. Die Stabtverorbneten bewilligten in ihrer heutigen Sitzung 2.500 Mark zur Feier der hundettjährigen Wiederkehr des Tages der Völker- ichlacht bet Leipzig. — In geheimer Sitzung tourbcbefehloffen, die Beigeordneten stelle, die durch die Wahl des Beigeordneten Travers zum Bürgermeister freigelvorden, auszuichrciben. Es wurde bes weiteren eine neue mit 10 000 Mk. Gehalt dotierte Beigeordnetenstelle gefchaffen. Für diesen Posten würbe der Ober- ingcnieur Schulte vom hiesigen Elektrizitätswerk mit 28 Stimmen gewählt. 4 Zettel waren unbeschrieben. Ber 18. Gkiober. Der 18. Oktober ist ein hoher Festtag für ganz Deutsch lanb. Ein Jahrhunbert ist bahingezogen seit der gewaltigen Völkerschlacht, für die jetzt ein Denkmal in die Lüste ragt. In ganz Deutschland werden bamt die Flammen- zeichen am Abenb leuchten, als Mahner der Jugend, daß sie das heilige Feuer der Vatcrlandslielw in sich enfo zünde. Llber an allen Häusern sollten dann auch die Fahnen wehen, die Glocken müßten läuten, die Bureaus sollten geschlossen werden, damit jeder an den Tag so großer Opfer der Vorfahren denke Von überall her hören wir, daß der 18. Oktober ein Feiertag sein wird. Es ist doch wohl zu hofsen, daß er es auch in Gießen sein werde. Darum. Ihr Behördeu und Geschäfte, gebt Euern Angestellten frei, die Kirchen mögen die Glocken läuten, und Ihr Bürger, beflaggt Eure Häuser. M—r. r. Orten berg, 10. Okt. Das Programm zu der Jahrhundertfeier in unserer Stadt ist nunmehr end- gültig festgelegt worden. Am 18. Oktober findet abends 7-/. Uhr vom Marktplatz aus ein Fackelzug der gesamten Bürgerschaft nach der „Platte" statt, wo ein großes Freudenfeuer abgebrannt wird. Eine Ansprache des Ortsgeistlichen, Liedervorträge des Gesangvereins „Frohsinn" und der Schulkinder werben bic Feier verschönern. Am Sonntag, den 19. Oktober, fiubct Kirchen Parade sämtlicher Vereine statt. Eine Musikkapelle wird bei den feiern mitwirken. Lißberg, 10. Okt. Auch unser Städtchen wird die hundertjährige Wiederkehr des Tages der Schlacht bei Leipzig festlich begehen. Im Mittelpunkt der Feier steht das Abbrennen eines F r e u d en f eue r s im Burghof am Abend des 18. Oktober. Ter Festgottesdienst findet unter Mitwirkung einer Musikkapelle am 19. Oktober um 1 Uhr statt. R. Vilbel, 10. Okt. Am 18. Oktober wird der 100* * jährige Gedenktag der Völkerschlacht bei Leipzig auch in unserer Stadt festlich begangen werden. Zur Feier des Tages sind folgende Festlichkeiten geplant: Samstag, den 18. Oktober, findet abends unter Mitbeteiligung des Kriegervereins und des Turnvereins unter Vorantritt einer Militärkapelle ein Zug nach dem sogenannten „stiußland" — einer Anhöhe vor dem Exerzierplatz — statt. Dort wird ein großes Freudenfeuer ahgebrauut werdcu, Ansprachen und Gesangsvorträge der Gesangsabteilung des Kriegervereins werden sich anreihen. Darauf werden in dem Saale „Zum Taunus" Gesangsvorträge und turnerische Vorführungen dargeboten. Am Sonntagmorgen findet Kirchen* Parade des Kriegervereins statt. Am 18. Oktober wird in allen preußischen Schulen der Unterricht ausfallen. Mainz 10. Okt. (Priv.-Telegr.) Der Leutnant Pauk Vogt vorn thür. Fußartillerieregiment Nr. 18 wurde vom Kriegsgericht der 21. Division wegen eines im Juli d. I. in der Hasen- Heide bei Berlin mit dem Rcchtsanwalr Nougcr Berlin ftQttgchibteu Duells zu drei Monaten Festungsdast verurteilt. Die y?rl>aiiblunp fand unter Ausschluß ber Oesfeutlichteit statt._____________________ CitificbiffabrL Mailand, 10. Okt. Die Wettflüge der Wasterslugzeuge bei E v m o wurden gestern mit ben Proben des höchsten Fluges, i>e3 schnellsten Abfluges vorn Wasser und das gemischte Aufsteigen von Wasser und vom Land beendet. Bei der letzten Probe, an derHirth allein beteiligt war, versanken die Räber des Apparats in beut vom Regen cmfgeweichtcii Boden. Der Apparat kippte um und wurde schwer beschädigt. Der erste GesarntpreiS in Höbe von 10000 Lire wurde Garros zugesprochen, der zweite mit 5000 Lire fiel an Fischer, der dritte mit 3000 Lire an Elxrrnent. Hirth erhielt zwei Nebcnprcisc, einen ersten von 2500 Lire und einen zweiten von 1500 Lire. Kopenhagen, 10. Okt. Der dänische Marineflieger Birck, der in der vorigen Woche auf dem hiesigen Flugplatz abstürzte und schwer verletzt wurde, ist seinen Verletzungen erlegen. Vermischtes. — 2 i c Große Goldene Medaille für Kunst verlieb ber Kaiser anläßlich ber Großen Berliner Kunstausstellung bem Maler Professor Hans v. Bartels in München, bem Bildhauer Professor Wilhelm Haverkamp in Berlin, dem Maler Prosessor Julius Jakob in Berlin, bem Architekten Stabtbaurat Professor Hans Grässcl in München unb bem Architekten Wirklichen Geheimen Oberhofbanrat Ernst v. Ihne in Berlin, bic Golbcnc Medaille für Kunst bem Bilbhauer Hermann Pagels, bem Bilbhaucr Professor August Vogel, bem Maler William Page unb bem Maler Kurth Agthe, sämtlich in Berlin, bem Bildhauer Edmund Möller in Dresden, dem Architekten Hans Erlwcin in Dresden, dem Architekten Paul Baumgarten in Berlin nnd dem Architekten Prosessor Bodo Ebhardt in Berlin-Gruncwald, sowie dem ordentlichen Lehrer an ber Kunstakademie in Kassel, Architekten Professor Wilhelm Freilierrn v. Tcttau: * Feuer im Residenzschloß in Oldenburg. AuS Oldenburg, 10. Okt., wird gemeldet: Heute abend entstand in einem Küchcnslügcl des alten Residenzschlosses ein Brand. Der Feuerwehr gelang es, gegen 10 Uhr das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Die Großherzoglichc Bibliothek ist gerettet worden. Bei dem Feuer im alten oldenburgischen Residenzschloß gestern abend konnte außer der Bibliothek die wertvolle Kupfcrstichfamm- lung des Großherzogs gerettet werden. Auch die Silberkammer wurde durch das Militär geräumt und erlitt keinen Schaden. Ter Großherzog, ber mit seinen Kinbern aus seinem Wut Lensahn weilt, wurde telegraphisch benachrichtigt. In der Bibliotl>ek bc* indet sich das einzige Exemplar einer niederdeutschen Abschrift dcS Sachsenspiegels, das von unschätzbarem Wert ist. * Generaldirektor Lindner verhaftet. Aus New Bork, 10. Okt., wird gemeldet: Paul Richard Lindner, ber frühere Generalbirektor ber Laud- unb Jnbustricbank Aktiengesellschaft in Berlin, ber nach Verübung von Unterschlagungen in Höhe von 300000 Mark, bic er burch gefälschte Buchungen unb Bilanzen verbeckte unb Anfang 1913 geflüchtet war, ist auf Veranlassung des deutschen Konsuls hier verhaftet worben. Linbncr, ber am 22. Februar 1913 in New Pork ein* getroffen war, soll kürzlich bei einer (Snquette über landwirtschaftliche Kredite als Sachverständiger ausgesagt haben, dabei wurde er erkannt und verhaftet. * Seltsamer Todesfall. In Ofen pest vergaß ber Stellenvermittler Arwai vor dem Schlasengel-en eine auf bem Nachttisch stehende Kerze auszulösckren. Die Kerze siel aus einen dancbculiegenden Revolver. Dieser entlud sich und die Kugel drang Arwai ins Herz, so daß er sofort tot war. * I m Dampfbad verbrüht. Im städtischen ^Krankenhaus in Görlitz wurde einer 19jährigen Patientin ein Dampfbad verordnet, das so heiß war, daß die Kranke verbrüht rourbe। und eine Stunde später starb. Die SlaatSanwaltschast, beschlagnahmte die Lcick)e. Eine Wärterin wurde vom 2icnft suspendiert. * Exifti Aber Zeüfchris liieren* - ,>as iücf)i iiitfpracbe ren deut! luenbunfl ha! S’ebeuttinq, d will ffir heni imb miet) le doch das Exil schinackwidrjg manenfprache reniertJib ist * l,inber gejagt i , Sie i Uhr «i 'anJen. > . -je könne :^ie Kla ’,ben doch rec ।bent er bett ein ausbebt, erentonie rüjt Tu dem 'hie id) nicht [ jii nun beit - e; bat, wc ul eriftteren Tiefe Arbeii bina extstiei ur kein B< enelit nicht Ausländer ze übet die •leitt, baß b «Zeew-o einer - not lt« ' Eania" 9 hast,« ♦ Hute ra wurde •dir Fehl Ifrühere' -"«Fran; .. Hie ' nicht Den fin streng enn nicht, bo Lattiflc. - I idit herauszi - Hjottiat, der 1 n ermorde". ? bem Sa* Gk 20 Seit Erstl llt. n preußischen Schulender^ Neuheiten in 6537] Stickerei-Kleidern \W“"S sowie ®© 1 i ne 20 Seltersweg 20 Erstklassiges Detail-Geschäft der Kurz-, Woll-, Mode-, Weiss- und Tapisseriewarenbranche Ptü Irr t AW 'Irrr fff I .(Itw tr <• j ft 18 Ri ni 'm ■ It? 5 Z|PJTZ|JT ?f^zzKrf zjfr r. mrrOrrri r?ö g M unserer Branche zeigen heermii an IPFPl \m x i K Wollwaren Trikotagen Strumpfwaren Strick-Wollen Handschuhe Kurzwaren Damen-Blusen Pelzwaren Herren-Artikel MN MM i! rrr TchUizcr-Lti^rcieu empfiehlt Frau Schmitt, Teuselsiustttärtchen. 26. ait/io Modewaren Besätze u. Spitzen Handarbeiten Stickereien Weisswaren Baby-Artikel Kinder-Konfektion Schürzen Korsetten MW Gießen 20 Seltersweg 20 Ebenes Eankaufshaws der» ^asadeäszentraSe ©e&stscEher» Karfha&ases’ Berlin SN. Köiinischer Park i s Für Giessen und Umgegend alleinige Mitgliedfirma. i Köllnigckei- Park I Doppelt empfehlenswert ist der Einkauf S^von6^ W aal. Megr.) Ter Leutnant $od i TU 5b. 18 wuröe wmfliw i im Juli b. I. in der öow >. Duger-deriin üa/ycdibivi ■ j' Mrurteilt. De LechanÄM >, •• _ r;t Sprossenwerk, a Ladenfronten, p H. Schön, Giessen, u ff? ffff Vüchertisch. — F. Garcia-Calderon. Die lateinischen Demokratien AmerKas. Mit einem! Bonvort von Raymond Poincare, Mitglied der französischen Akademie, cl-em. Ministerpräsident von Frankreich. Ins Deutsche übet tragen von Max Pfau — Leipzig, Verlag von K. F. Koehler. Das in französischer Sprache gefdjriebene Buch deS peruanischen Diplomaten in Paris, F. Garcia-Cal- beron, erscheint soeben in deutscher Ucbcrsctzung. — Man wird kaum erwarten, das; der Autor (und sein staatsmännischer Gönner') der Zukunft des lateinischen Gedankens etwa mit deutschfreundlichen Empfindungen nachgedacht haben. Aber immer noch hat man aus den Schritten seiner Gegner am meisten gelernt. Wir wissen, wie cs um Süd-Amerika steht. D. b. wir sollten wenigstens wissen, daß hier ein mächtiger Kontinent in die zivilisierte Welt eintritt, das er die Errungenschaften der älteren Kulturvölker sich anzueignen strebt, und daß die verschiedensten Lehrmeister sich bereits die Anleitung des vielversprechenden Schülers streitig machen. Im Wettbewerb um die Führung der unvollständigen Kulturen entscheidet sich eben gegenwärtig die Frage, welche gereiste Kultur internationale Herrschaft und Macht erringt. £>at Herr Calderon recht? Sind die Deutschen eine Gefahr für Südamerika, d. I). nicht „lateinisch", sondern deutsch gesprochen: Hub sie in erfolgreichem Vordringen begriffen? Welche Umstände waren und sind ihnen günstig? Und welche Widerstände denkt man ihnen zu bereiten? Mit Recht sagt der sorgsame Ucbersetzcr des Buches, Mm: Pfau, das Wort Pvincaros variierend: Voici un livre, que devront lire et mediter tous les A 1 lern a n d s! — William Milligan Sloane. Die P a r t e i h e r r - schäft in den Vereinigten Staaten von Amerika, ihre Entwicklung und ihr Stand. Verlag von K. F. Koehler, Leipzig. W. M. Sloane war im Wintersemester 1912/13 Roosevelt-Professor an der Berliner Universität und hielt im folgenden Sommer Gastvorlesungen in München, ehe er auf seinen Lehrstuhl an der ersten Hochschule der Bereinigten Staaten, der Columbia-Universität in New Bork, zurückkehrte. Cr ist ein ehrlicher Freund Deutschlands, rin Verehrer deutscher Bildung und Wissenschaft. Die deutsche Sprache beherrscht er so vollkommen, das; er seine Vorlesungen deutsch hielt und sie nunmehr auch, nach stilistischer Ncberprüsung durch Dr. Stcrwood und Tr. Berendsohn, in einem Buche veröffentlicht, das ihn als Meister des knappen, klaren, wenn man so sagen darf: praktische»; Ausdrucks zeigt. Was cr in diesem Buche uns kennen lehrt, ist das Eigentümlichste iinb Wesentlichste an den politischen Zuständen der Union: die Entwicklung der beiden großen Parteien, ihre Siege, ihre Niederlagen, die Art und die im ganzen öffentlichen Leben spürbare Wirkung ihrer Herrschaft. Was ist der tiefste Grund der mit den Schlagworten „republikanisch", „demokratisch" am allerwenigsten bezeichneten Gegensätze der Parteien? Und die Parteien selbst als normale Erscheinung des republikanischen Lebens — sind sie die Stützen des Staates ober seine Verderber? Auf alle diese Fragen gibt das ungemein übersichtlich angelegte Buch nicht diplomatisch gewundene, sondern wohlabgewogene und doch beftimmte Antwort. Unerschrocken nennt es die Dinge bei ihrem Namen, handle es sich um den Aemterschacher, den ^ammanv-Hall treibt, oder um den Kampf gegen die Trusts, der mclj-r Lärm als Erfolge gezeitigt hat. Mit gerechtem Stolz schildert cs die Leistungen der Union, ihre technischen Großtaten, die WirksamkQt eines Abraham Lincoln, eines Grober Cleveland. Es untersuW den Umfang und die Grenzen des Einflusses, den das wechselnde Parteiregimeitt ans die hohen und niederen Stellen der Beamtenschaft, des Richter- stands, des Heeres und der Marine ausübt. u Oktober um 1 J Existieren. „Unentbehrliches Fremdwort!" wird mancher laqen. Aber ein mackerer „deutschgesinitter unb deutschbeflissener q: rmmlischer Ausländer', ein Holländer in Wiesbaden, zeigt un5 in en' Zeitschrift des Sprachvereins, daß man sehr wohl ohne „t.rtfHeren" — existieren kann. „Tas scheußliche existieren", fagi er, ,?(T? nicht nur im mündlichen Verkehr, sondern auch in der entspräche sein Unwesen treibt unb sogar in den Büchern der ' bCicren deutschen Schriftsteller! Hat denn die mächtige, über- cni eilend reiche deutsche Sprache", so tragt er, „kein eigenes Wort für ch'iil so grundlegenden und unentbehrlichen Begriff, von dem hier biL :’icbc ist? Hat sie nicht das Zeitwort bestehen? Und wenn su es hat, warum bann stümpert der deutsche Mensch so beharrlich 1 mit existieren und Existenz herum? Warum sagt unb schreibt er : »Tiefe Arbeit sichert mir feine Existenz", ober: „Das Kaiserreich ( Mna existiert nicht mehr?" Warum nicht: „Diese Arbeit sichert muv kein Bestehen, Auskommen", ober: „Tas Kaiserreich China lästeht nicht mehr?" — Ter beutschgestnute und deutfchbeflissene Ai Isländer zerbricht sich über dies Rätsel den Kopf nicht weniger c I. über die Frage, wie es nach Luther noch möglich blieb und il k itt, daß das deutsche Volk kein deutsches Wort hat für Luthers fitste Errungenschaft, ja, überhaupt fein deutsches Wort zur Ver- nv'iibunfl hat für jenen anderen Begriff von so alles überragender Bedeutung, der in dem Fremdworte „Religio»;" liegt. — Aber ich j io i( für heute nicht weiter noch bigrebieren, um nicht den Leser rr.b und) selbst zum Ueberdruß zu ennuyierem Irritiert mich 11 d) das Existieren und Paradieren so vieler alberner und ge° |i utacfwibriger französterender Akischlinge in der herrlichen Ger- incnnensprache einstweilen schon mehr, als meiner Stimmung kon° i’tmiercnb ist." Und das muß uns wieder einmal von einem Aus» linder gesagt werben 1! btt. M der bei >1 brö Wtm bd ■ 1 ba5 gemixte Anffteigen dm L iltycn'M an der billig! flöte des Apparats in btt Ter Apparat kiWr um uubr1 trjk hlcsMlpreis in Höhe th?n, te weite mit 50002m. ; i annt werden, Ansprache, , Abteilung des ftrieger-' rtnif werden in dem SM' ■ und turnerische Vorsicht morgen findet Kirchen.. Wh (.Mille für » I , -Urrlinct Kunftau. „.it,. -Batkß.in** MW r.ilM* 511 ' ! wfeSui seinen rnicr wert tfr .« irSMj ^ bet Ubr MoniitS-WlimlW Mitteilungen betr.: Sonn- tagswachen bei Kamerad Bnchbcrgcr, Senatoren, Isis-Priester, Gladiatoren, pompejanische Edle, Bürger usw. Ort der Handlung: Pompeji im Jahre 70 n. Chr. Wir eröffnen Dienstag, den 14. Qkt. 1913, abends 8*/3 Ubr, in unserem Ber- einslokal Ncst.Schivkapasr, Bahnhofstrntze 7, einen Ansanper-Kursus für Damen und Herren. Unterrichtsgeld Mk. 6.—. Ferner erteilen wir jederz. Lchrcibmaschincn- :: Unterricht :: (Softem Undcrwood, neueft. Modell). Für Nlitglieder und Teilnehmer unserer Steno- grapbiekurse Borzugspreise. Älnmeldungen an den ersten Vorsitzenden, Herrn K. Reitz, Dienstag, den 14. Oktober abends 8V2 Uhr im Caf« Ebel. Tagesordnung: Bericht über die Tagung des Rcichsvereins liberaler Arbeiter und Angestellter zu Halle. Referent: Herr Zorn. Sonntag: abend von 6 Uhr ab Souper M. 1.60 M o cturtle-Supp e Rhein-Salm-Sauce Hollandaise oder Hammelrücken garniert Hamburg. Gänsebraten mit Kompott und balat Eis Montag, den 13. ds. Mts. und folgende Tage Oktober-Fest Der Film gelangt Wochentags dreimal, um 4, 6V2 und 9 Uhr, Sonntags viermal, um 39 5, 7 und 9 Uhr zur Aufführung. Täglich ununterbrochen Vorstellung bis 11 Uhr abends *79$ Rang- und Logenplätze können reserviert werden. Wegen des riesigen Andranges an den Abendvorstellungen bittet man die Nachmittags-Vorlührungen zu besuchen. u. Damenverein Gabelsberger Die Uebungs-Stunden für das (tzanwcttschrciben, das im November hier abgebal- ten wird, finden von nächster Woche an jeden Montag (v. 120 Silben aufwärts) von '/L—'/«lOUHru.Donncrötag (von 60 bis 100 Silben) von ’MO-WH Uhr statt. (vll/io Die Vorstände. Montag, den 13. Oktober abends 9 Uhr MmtsmsaninilM bei Kam. Bourgeois (vll/io Tagesordnung: Feier des 18. Oktober. 08145] Der Vorstand. Einige Worte aus der einmütigen, begeisterten Kritik der Presse: Berliner Tageblatt: Den Höhepunkt der Effekte bilden der nach der Natur aufgenommene Ausbruch des Vesuvs, der Brand der Stadt und die wilde Flucht des Volkes. . . Berliner 8-Uhr-Abendblatt: ... Es ist der Zauber dieses Films,\ wie die Zuschauer, gedrängt bis zum Himmel, dem aufregenden Spiel beiwohnen.... FcurigeLavabomben sausen hernieder, zu Tode gehetzt verkriechen sich die eben noch so furchtbaren Bestien der Arena. . . . Berliner Volkszeitung:.. . Das Kolossalgemälde ist in einer Reihe packender Wandelbilder aufgelöst, die nicht nur durch ihre Farbenpracht, sondern auch durch die beispiellose Entfaltung v. Massenszenen wirken. Für die Herhstdiingunp empf. unter GebaltSgaramic: Thomasmehl Kalidüngesalz Schwefelsauces Ammoniak Ammon.- Superphosphate Superphosphate. 6751 C. C. Pfeiffer Steinstrasse 11. Gleichzeitig empfehle ich mein. Saal für Hochzeiten, Privatgesellschaften und Vereinsfestlichkeiten. CT58 Dieses gewaltige Filmwerk, welches seinesgleichen in der ganzen Geschichte der Kinematographie nicht kennt, und bei weitem „QUÖ VAÜBS?“ übertrifft, ist in seinem Gewände, sowohl in Bezug auf die Darstellung wie auf die Inscenierung eine absolute Neuheit. Dieser Riesenlilm, wofür wir uns das Alleinaufführungs- recht am Platze gesichert haben, misst eine Filmlilnge von über 2300 Metern, besieht ans 6 Akten und hat eine tiesamtspiel- dauervon ü her 2'/2 Stunden. Seine Aufführungskosten betragen ca. 800000 Mark. Wie ein Wunder wirkt es, dieses prunkvolle Kolossalbild der alten Welt, in welchem die menschliche Tragödie, düster durch die Künste der Zauberer, grässlich durch die Qualen der Löwen vorgeworfenen Märtyrer, herrlich durch Jones Liebe, zuletzt von dem majestätischen, gebieterischen Bilde der vom Vernichter Vesuv entfesselten Elemente gekrönt wird. tyMmni Wir bitten unsere Mitglieder, möglichst zahlreich an dem am 15. l. Mts. beginnenden Ausbildiiiigskursus der hiesigen sremill. LaniWkolom Pfund Pfg. 40 Püppchen Giro&c Posse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Muri Mraah und Jean Mrcn. Musik von Zean Gilbert. Ende 10'/. Uhr. C"/ie LiesenW öoh WlilMuterialien. Die Lieferung der für die Kreisstraßen des Kreises Gießen im Rechnungsjahr 1914 erforderlichen Walzmaterialien, nämlich von 8757 cbm Basaltkleiufchlag, 1285 cbm Basaltgrus und 1966 cbm Sand, soll öffentlich vergeben werden. Die Augebotsunterlagen liegen während der 'Dienststunden auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten (Regierungsgebäude, Landgraf- Philipp- Platz 3, Zimmer Nr. 22) zur Einsicht offen. Schriftliche Angebote, deren Unterlagen gegen Erstattung der Herstellungskosten abgegeben werden, sind bis Dienstag, den 28. Oktober d. Js., vorm. 10 Uhr postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen an den Unterzeichneten einzureichen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, 8. Oktober 1913. Der Großherzogliche Kreisbauinspektor. (Mai—August). Der Wirtschaslsbetricb auf der nächstjährigen Ausstellung soll in diesen Tagen verpachtet werden. Die Bedingungen sind bei dem Geschäftsführer, Herrn Architekt ftorterbetf, Gienen, Wilhelinstrane 4G, zu erhalten. Die Angebote müssen bis zum 20. Oktober l. IS. eingereicht sein. (C'°/io) Ter Ausstellirnqsvorstand. Dr. KrauSmüller. servenschränke billigst bei [5837 Emi8 H. Müller Schillerstrasse 26. 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