Nr. 220 Zweites Blatt 165. Jahrgang Gießener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. . General-Anzeiger für Gberhessen Tie „Sithener Familienblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für Öen Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Freitag, 19. September 1913 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Brich- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expeditton imb Druckerei: Sckrul- straße 7. Expedition und Verlag: easä>51. Redaktion:^E112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. politifcbc Tagesschau. Ist eine Erhöhung der Eisenbahntarife geplant? Tie „Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahnvcrwal- tungen" veröffentlicht an der Spitze ihrer Nummer vom 17. September einen Artikel, der geeignet ist, den Eindruck zu erwecken, daß eine Erhöhung der Eiscnbahntarife mit Rücksicht auf die „allgemeine Preissteigerung" erwogen wird. Am Anfang wird dort unter der Ueberschrift „Allgemeine Preissteigerung und Eiscnbahntarife" ausgeführt: Tie allgemeine Steigerung der Löhne und der Preise für die meisten Lebensbedürfnisse, Dir sich seit Ial-ren in allen Ländern fühlbar macht und deren Wirkung auch auf die finanziellen Ergebnisse der Eisenbahnverwaltungen nicht ausbleiben konnte, hat bereits mehrere E i s c n b a h n l ä n d e r in die Notwendigkeit versetzt, die gesteigerten Betriebsausgaben durch Tariferhöhungen auszugleiätcn. Hierauf wird mitgeteilt, daß in England, in der Schweiz, in Oesterreich, Ungarn, Italien, Belgien, Dänemark und Rumänien in den letzten Jahren Erhöhungen der Eisenbahntarife vorgenommen sind. Im Anschluß hieran schreibt das offizielle Organ des Vereins deutscher Eisen- bahnvcrwaltungen: Nun scheinen sich auch die französischen Eisenbahnen, die bisher Bedenken getragen haben, ihre Tarife zu erhöhen, der E r k e n n t n i s nicht länger verschließen zu können, daß sie mit den jetzigen Be- förderungspreifen auf die Dauer nicht auskommen. Wenigstens wird dieser Standpunkt neuerdings von dem bekannten Nationalökonomen Colson, der ein hervorragender Kenner des französischen Eisenbahnwesens ist und den Privatbahn- gesellschasten nahesteht, verfochten. Die „Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen" will es dahingestellt sein lassen, ob gerade in Frankreich die Notwendigkeit von Tariferhöhungen vorliegt. Sic schließt ihren Artikel mit den Worten: Die deutschen Eisenbahnen haben es jedenfalls unter 'zum Teil weit schwierigeren finanziellen Bedingungen bisher immer noch vermieden, zu dem unerfreulichen Mittel der Tariferhöhungen zu greifen und vielmehr dem verkel/rtreibenden Publikum durch ständige Fortbildung der Tarife und der Gütcrklassi- fikation namhafte Erleichterungen gewährt, obwohl im Hinblick auf die sinkende Kaufkraft des Geldes selbst ein Gleichbleibe u der Tarife int tatsächlichen Erfolge einer indirekten Ermäßigung gleichkommt. * Ein neues Anerbieten an Staatssekretär Bryan. Mit Rücksicht auf das Auftreten des Staatssekretärs Bryan im Zirkus und seine Erklärung, daß er zum Lebensunterhalt und zur Bestreitung seiner Ausgaben ein Jahreseinkommen von mindestens zwanzigtausend Dollars haben müsse, als Staatssekretär aber nur zwölftausend Dollars bezieht, hat der Verlag der New Vorker „World" Bryan folgendes Anerbieten gemacht: „Wenn Sie Ihre ganze Zeit ausschließlich Ihrem Amte widmen und während Ihrer Amtszeit von Vorlesungen oder Reisen abstehen wollen, für die Eintrittsgelder berechnet werden, will Ihnen „The World" im Interesse des amerikanischen Volkes regelmäßig, solange Sie das Amt eines Staatssekretärs bekleiden, die Summe von achttausend Dollars jähr- l i ch auszahlen unter keiner weiteren Verpflichtung Ihrerseits, als der oben angegebenen Bedingung." Es wird in diesem Zusammenhang interessieren, ein Urteil zu hören, das der Berliner Vertreter der New sJ)ort Times, Herr F. W. Wile, in der Neuen Gesellsch. Korrespondenz über Herrn Bryan und seine Stellung fällt. „Kein Wort", sagt Herr Wile, „wäre stark genug, um den peinlichen Eindruck zu schildern, den die in Europa lebenden Amerikaner von dem grotesken Auftreten des Staatssekretärs Bryan am Vortragspodium oder, genauer gesagt, auf der Bühne eines Variete-Theaters, empfangen haben." Dann heißt es weiter: Herr Bryan ist nur dem Namen nach Staatssekretär, in Wirklichkeit hat er auf die Geschäfte des Auswärtigen Amtes so gut wie gar keinen Einfluß. Tr. Woodrow Wilson ist vielmehr, wie ich von sehr zuverlässiger Seite höre, sein eigener Minister der auswärtigen Angelegenheiten. Mr. Bryan unterzeichnet die Schriftstücke und gilt der Form nach atu Leiter des Ministeriums, doch hat ihm Präsident Wilson als „Assistenten" einen außer ordentlich fähigen und geschickten Tiplomaten in der Person des Mr. John Bassett Moore an die Seite gestellt. Mr Moore, der ehemals der Columbia-Universität in New Port angehörte, gilt als eine Autorität auf dem Gebiete des Staats und Völkerrechts. Er hat an verschiedenen wichtigen internationalen politischen Verhandlungen teilgenommen, ist ein Gentleman und ein sprachkundiger Gelehrter zugleich und ein Tiplcrntt von Beruf in der vollen europäischen Auffassung dieses Wortes. Solange er die unerfahrene rechte Hand Mr. Bryans ersetzt, werden feine argen Fehler begangen werden. Und dann hat Mr. Bryan an Mr. Alva A. Adee noch einen zweiten assistierenden Sekretär, der seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Auswärtigen Amte tätig ist. Moore und Slbee und dazu das wachsame Ange des vorsichtigen und klugen Präsidenten Wilson selbst bieten Gewähr genug, daß unser Staatsdepart ment, sogar unter einem Mr. Bryan, Amerika nicht vor dem Auslande der Lächerlick-- keit preisgeben wird. Herr Wile schließt jedoch mit dem Wunsche, den nach seiner Uebcrzeugung viele seiner Landsleute teilen, daß sich recht bald eine passende Gelegenheit finden möge, um Bryan nach Lincoln, in die Räume seines Redaktionsbureaus, zurückzubefördern. Dort könne er ungestraft den Clown spielen, ohne die Würde und das Ansehen einer Nation, die ernstgenommen werden wolle, zu gefährden. ♦ Eine Vorlage über die gesetzliche Regelung der Pensions- Verhältnisse der Altpcnsionäre des Reichs ist int Reichsschatzamt fertiggestellt und wird dem Reichstage so frühzeitig zugehen, daß sie am 1. April 1914 in Kraft treten kann. In Preußen sind, so schreibt man uns, Erwägungen im Gange, ob man sich diesem Vorgehen anschließen soll, da bekanntlich die Pensionsverhältnisse der preußischen Alt- pensionäre nur im Verordnungswege geregelt sind. Da Preußen und das Reich in Beamtengehaltsfragcn tunlichst in Üebercinstimmung handeln, kann man annchmen, daß auch Preußen eine gesetzliche Regelung vornehmen wird. * lieber den Entwurf über die Haftpflicht der Eisenbahnen, der dem Bundesräte vorliegt und im Winter dem Reichstage zugehen wird, wird uns folgendes mitgeteilt: Der Entwurf regelt die Haftpflicht von Personen- und Sachschäden für alle Arten von Eisenbahnen und unterscheidet hierbei Eisenbahnen mit eigenem Bahnkörper und Straßenbahnen ohne diesen. Für letztere sind wegen der stärkeren Kollisionsgefahr die Haftpflichtbestimmu'ngen gemildert, sie entsprechen den BestimmunHen des Automobrlhaft- pflichtgesetzes, während für Eisenbahnen mit eigenem Bahnkörper die Bestimmungen des Reichshastpflichtgesetzes mit Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse maßgebend sind. Me eigentlichen Straßenbahnen, die eigentlich Kleinbahnen sind, konnte man in diesem Gesetze als solche nicht behandeln, wollte man sie nicht ungebührlich hoch belasten. Man suchte deshalb die schweren Bedingungen des ReichShaftpflichtbesetzes zu mildern, in der Erwägung, daß Straßenbahnen tm Stadtbetriebe als Eisenbahnen nicht angesehen werden und die größere Anzahl von Zusammenstößen auf das Schuldkonto anderer Wagenführer gefetzt werden muß. Betreffs der Haftpflicht wird die Eisenbahn den Automobilen gleich geachtet, obwohl die Möglichkeit, Unfällen vorzubeugen, bei einer Schienenbahn viel beschränkter ist. Wünschenswert erscheint aber auch, nunmehr auch die Straßenbahnen in anderer Beziehung ihres Charakters als Kleinbahnen zu entkleiden und Zusammenstöße mit ihr nicht für andere Wagenführer als „Gefährdung eines Bahntransportes" zu behandeln. Dies ließ sich im Rahmen des Haftpflichtgesetzes jedoch nicht erreichen. ♦ Ein neuer deutsch-griechischer Zentralverband zur Förderung der wirtschaftlichen Interessen wird sich am 8. Oktober im Hotel Esplanade in Berlin bilden. Der Geh. Legationsrat v. Jacobs, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Levante-Linie, hat den Vorsitz in dem Ausschuß übernommen, der die Gründung des Verbandes betreibt. Die Bestrebungen des neuenstVerbandes, die nicht zuletzt in Anbetracht der politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland gerade jetzt Beachtung verdienen, werden wesentlich dadurch erleichtert, daß die Unterstützung der Deutschen Levante-Linie gesichert ist. In Griechenland sollen korrespondierendeStel- l e n im Sinne der deutsch-griechischen Bestrebungen eingerichtet werden, und in Athen ist in dieser Richtung bereits ein mit den Verhältnissen genau vertrauter Hamburger Kaufmann tätig. Später sollen solche Stellen in Saloniki, Patras, Piräus, Syra, tianca auf Kreta usw. entstehen. Zu begrüßen ist es, daß der Berliner griechische Gesckstiftsführer Theotoky dem Unternehmen das größte Wohlwollen entgegenbringen will. Auch das Auswärtige Amt ist über die Bestrebungen des Zentralverbandes informiert worden. Sehr erwünscht wäre im Interesse der Belebung hes Handelsverkehrs und der Auftragerteilung an die deutsche Industrie, daß die deutsche Bankwelt sich der Angelegenheit nach Möglichkeit annimmt. Dies erscheint um so notwendiger, als bereits andere Länder eifrig am Werk sind, um in Griechenland die Konjunktur auszunutzen. Es sind dies in erster Linie England und Frankreich, weiter aber auch Amerika und Belgien. Gerade in den neuen Gebieten sind ganz bedeutende Schätze an Mineralien und landwirtschaftlichen Produkten vorhanden, und der deutschen Industrie ist reiche Gelegenheit gegeben, sich an den neuen größeren Unternehmungen, die nach dem Friedensschluß ins Leben treten, zu beteiligen. Alle Interessenten erhalten nähere Auskunft beim Syn dikus Dr. Brauer, Friedenau, Beckerstraße 8. Deutsche Kolonien. Togoarbeiter für Südwest. Durch die Blätter geht die Meldung, das kaiserliche Gouvernement von Südwestasrika habe sich, um dem fühlbar werdenden Arbeitermangel abzuhelfen, an das Gouvernement von Togo mit der dringenden Bitte um Entsendung bon H i n t e r la n d a rb ei t e r n gewendet. Das entspricht den Tatsachen. Infolgedessen hat sich der Verein der Togo-Kaufleute mit der Frage der Entsendung von Arbeitern nach Südwest befaßt und beschlossen, beim Reichskolonialamt energischen Einspruch gegen die Ausfuhr von Togoarbeitern nach Südwestafrika zu erheben. Dieser Schritt des Vereins ist sicherlich gerechtfertigt, muß aber den Anschein erwecken, als ob das Gouvernement von Togo einer für Togo so einschneidenden Frage gleichgültig gegenüber- gestanden habe. Deshalb stellt das „Amtsblatt für Togo" fest, daß das Gouvernement bereits im November 1912 und weiter im April d. I. die Wünsche des Gouvernements von Südwestasrika betreffs Einführung von Togoarbeitern endgültig abgelehnt hat. Die Frage hatte atfo schon ihre Erledigung gefunden, bevor der Verein der Togo-Kauflente sich mit ihr befaßte. Der sozialdemokratische Parteitag. ~ Jena, 18. Sept. Vor Halbleeren Tribünen und einem sehr mäßig gefüllten Parkett begann heute die 4. Sitzung des Sozialdeinokrattsckxm Parteitages, die von Bock-Gotha mit einigen geschäftlichen Mitteilungen eröffnet wurde. Es nahm dann sofort Timm- Müitchen das Wort zu einem Vortrag über die Arbeitslosenfürsorge. Die hierzu vorliegende Entschließung war zurückgezogen und durch nachfolgende ersetzt worden: „Die zurzeit herrschende und noch ansteigende ungewöhnlich große Arbeitslosigkeit fordert schleunige Maßnahmen zur Linderung der Not der Arbeitslosen. In allen öffentl. Körperschaften Aus Jafob Grimms Berliner Seit. Zu feinem 50. Todestage, 20. September. Der 30. April 1841 war ein großer Tag für die Berliner Studentenwelt. An diesem Tage hielt nämlich Jakob Grimm seine Antrittsvorlesung an der Universität. Dies war ein Ereignis, das vielleicht weniger wegen des Stoffes, den der Gelehrte vortrug, als wegen der Geschicke, die er erlebt hatte, in den weitesten Kreisen Aufmerksamkeit erregte. Es sind über diese erste Vorlesung mehrere Auf- zerchnungcn vorhanden, von denen hier einige mitgeteilt werden sollen. Am ausführlichsten hat wohl Bettina von Arnim in einem Bries an ihren ältesten Sohn darüber geschrieben: „Den Fricdmund (ihr zweiter Sohn) wird sehr freuen, zu erfahren, daß Jakob Grimm mit unendlichem Jubel bei seinem Eintritt ins Kolleg empfangen wurde. Es waren an 600 Studenten, das größte Auditorium mußte eröffnet werden. Als er den Gang entlang kam, riefen die Studenten, welche an der Tür standen: „Vivat!" Sogleich erscholl mit ungeheurem Feuer das Vivat im Saal, die Studenten sprangen auf die Bänke, schwenkten die Mützen, riefen und tlatschten noch einmal! Und so hörte es während 10 Minuten nicht auf zu donnern. Der Jakob war leichenblaß, konnte sich in diese lieberra)d)ung, die er nicht geahnt halte, gar nicht finden. Er hielt die Hand vor die Augen, um sich zu sammeln, und sagte: „Ich weiß, dies gilt nicht mir, sondern meinem Schicksal, das mich nicht gebeugt hat, und dem ich auch nun zu danken habe, daß es mich in Ihre Mitte führt!" Dies wurde mit großem Llpplaus auf- genommen, aber der gute Jakob konnte sich nicht mehr sammeln, und er war so bett'egt, daß er oft Pausen machen inußte. Auch kam er schwer angegriffen nach Hause und war den andern Tag krank." Auch Georg Curtius, der sich unter den Zuhörern dieser denkwürdigen 'Antrittsvorlesung befand, berichtet von der großen inneren Bewegung, die den großen Gelehrten, den Deutschesten aller Deutschen, wie ihn Gervinus genannt hat, erfaßt hatte. „Die Bewegung des Herzens," schreibt Curtius, „das bei ihm stets sehr lebhaft schlug, hemmte den Fluß feiner Gedanken. Nach einigen Sätzen trat eine längere Pause ein, aber völlig ruhig und sinnend blickte der Gelehrte in die Kastanienbäume unter dem Fenster, und lautlose Stille herrschte unter den Hunderten, bis er das Wort wiedergefunden hatte." Der starke Zudrang zu den Vorlesungen ließ zwar bald nach. Bereits nach einigen Tagen, berichtete Bettina wieder ihrem Sohne, bestand die Znhörrerschaft aus ungefähr 200 Personen, die sich im Laufe der Zeit noch mehr verminderte. Im Juli 1841 schrieb Jakob Grimm selbst, daß sich die neugierige und teilnehmende Menge nunmehr verlaufen habe. Es seien ihm nur einige dreißig zahlende Zuhörer geblieben. Dies sei allerdings für ein Kolleg, wie das (einige, das nicht gehört zu werden brauche, immerhin aller Ehren wert. Er sei auch darauf gefaßt, daß die nächsten Winter, wo er deutsche Grammatik lesen werde, die Zahl noch mehr zurückgehen werde. Aber auch jetzt versichert er: „Die Empfindung beim ersten Wiederauftreten soll mir teuer und unvergeßlich bleiben." An dem raschen Abnehmen der Zuhörerschaft Jakob Grimms war dieser vielleicht selbst schuld. Er war durchaus fein Lehrer und besaß die Gabe des Vortrages durchaus nicht. Treitschke sagt über die beiden Brüder: „Jakob war der größere Forscher, aber der schlechtere Lehrer. Er war eigentlich gar Fein Lehrer, er war so unruhig, daß man seinem Vortrag nicht folgen konnte, während Wilhelm ein ausgezeichneter Lehrer gewesen ist." So fremd und modern Berlin den stillen ruhigen Gelehrten anmutete, so fühlte er sich doch bald heimisch darin und hat die guten Seiten der Großstadt bald herausgefunden. Seine größte Freude war der Tiergarten, den er auf täglichen Spaziergängen durchwandelte, in tiefes Nachdenken oder in ein Buch versunken. Er hat darüber selbst in der wundervoll abgeklärten Rede „lieber das Alter", die er am 26. Januar 1860 in der König!. Akademie der Wissenschaften zu Berlin gehalten hat, geschrieben: „Für den Greis wird jeder Spaziergang zum Lustwandel... auf allen Schritten .. . bei jedem Atemzug aus der reinen Luft schöpft er sich Lebenskraft und Erholung. Dazwischen gehen die eigenen Gedanken ungestört und unbeeinträchtigt immer fort: ich habe es wohl an mir erfahren, daß, wenn entlegene Pfade mich über Flur und Aecker führten, gute Einfälle mir zuflossen, waren irgendwo Zweifel zu Hause hängen geblieben, plötzlich wurden sie . . . gelöst und unterwegs einem lieben Bekannten zu begegnen! Wie freute mich innig im Tiergarten auf meinen Bruder, wenn er plötzlich von der anderen Seite her kam, au stoßen. Nickend und schweigend gingen wir nebeneinander vorüber: das kann nun nicht mehr geschehen." Sein Bruder Wilhelm war ein Jahr vorher gestorben. Es war dies der größte Schlag, der den füllen Gelehrten treffen konnte. Er schrieb ihm in die als Familienchronik dienende Familienbibel einen warm empfundenen Nachruf. Am 4. April 1863 folgte ihm fein Bruder Ludwig, der jüngste der Geschwister, im Tode nach, dem Jakob ebenfalls ,chas Kreuz ins Hausbüchcl" machen mußte und nach dessen Tod er resigniert schrieb: „Nun bin ich nur noch ganz allein da." * — Eine Gerichts satirevon Sir Jam es Barrie. Der geniale schottische Dichter Barrie, der schon so oft feinen frischen .Humor bewiesen, bietet in seinem neuesten Werk „Die angebetete Einzige", das am Londoner Duke of Bork- Theater seine Uraufführung erlebte, eine übermütige stellenweise grotesk sich überschlagende Travestie des ehrwürdig alten, noch mit so manchem Zopf gekrönten britischen Gerichtswesens. Das Beste dieser „Legende aus Old Bailey" ist der erste Akt, in dem ein Gast zu früh in den Salon seiner Wirte tritt und erfährt, daß er mit mehreren Damen zusammen eingeladeu fei mit einer Suffragette, einer „wahren Mutter", einer Frau mit Humor, einer Kokette, einer Heldin und einer — Mörderin. In einer bald darauf erscheinenden Dame erkennt er nacheinander all diese Typen, zuletzt die Mörderin. Sie hat in einem Ervreßzug einen Herrn, der trotz einer schweren Erkältung ihres Kindes ein Fenster geöffnet, zur Ture hinausgestoßen und so feinen Tod verursacht. Und der Herr, der zuerst über diese £at entsetzt ist, Unterliegt bald dem verführerischen Zauber der „angebeteten Einzigen" so völlig, daß er ihre Verteidigung vor Gericht übernimmt. In den beiden anderen Akten, die die Gerichtsverhandlung darstellen, werden sämtliche Juristen ebenfalls von ihr besiegt, sprechen sic frei und huldigen ihr. Tas ist mit unnachahmlicher Grazie und Keckheit dargestellt. Das zweite neue Werk Barr«s, das am selben Abend feine Uraufführung erlebte, heißt „D a s Testament" und schildert ein Ehepaar, das zuerst ganz jung, bann älter und zuletzt ganz alt beim Rechtsanwalt erscheint und in seiner zunehmenden Verknöcherung und Herzensoerhärtung die verderblichen Folgen des Reichtums darstellt. Es ist eine bittere Predigt über Habsucht und Eitelkeit, die Barrie hier hinter seiner Kunst reifer Menschendarstellung verbirgt. tverben Der n vcritvben, baß man nicht längst 3 m Arbeit geleistet werde. Vorschläge des Ministeriums, die vermieden würden und schnelle Stadtv. Krumm erNärt: Liede ruft er ihnen zu: So lebe denn wohl, ihr Kameraden. Tb- ihr noch länger Dienen müßt, Bi. da st man auch von euch kann sage»: Seht dorr den stolze» Refervist! am Aulwcg durch Karl Uhl und an der Marburger Straste durch Heinrich «Gothmann werden genehmigt unter der Bedingung, daß die Gesuchsteller sich durch Nevers verpflichten, die leichten Gebäude aus Aufforderung später wieder yi entfernen. Tic Beschlustjassung wird schliestlich zurückgestcllt. Gesuche um Errichtung von Fcldfckcucrn eine Berbesserung bedeuten, die lätzt man sich gefallen. Ter Borschlag des Ministeriums aber bedeute nicht nur eine Verschlechterung der Bausatzung, sondern er ntache den Weg, deit man e, Die ohne bic Arbeiter gemacht werden. Avg Molkenbuhr: Wenn man bic Kosten, bie bie Ar- beilelmen an GerichtSkosten, ihr Die Verpslegnng usw verursachen, beizeiten in richtiger Weise für bic Arbeitslosenversicherung aus- gegeben hätte, bann könnte man noch viel Geld sparen. Ein Antrag auf Schluß Der Aussprache wird angenommen. Der vorliegende Antrag ivirD baburdi erledigt, dast der Borstanb fki) bereit erklärt, im Sinne des Antrages zu wirken. Die Ent schließnng Timm wird angenommen Weiterhin bcschkiestt der Parteitag, Den Vortrag TimmS drucken zu lassen und al8 Agitationsmittel zu verbreiten Am Nachmittag stand die Steuerfrage auf der Tagesordnung Gleich zu Beginn ergriff Abg. Wurm- Steglitz da.< Wort zu seinem Vortrag Er legte folgende Entschließung vor Alle öffentlichen Steuern iin Heutigen Klassenstaat, ob formell auf den Besitz oder auf Den Arbeitsverdienst gelegt, ob als sogenannte direkte oder indirekte Steuer erhoben, werden in letzter Lime von den arbeiten Den Klassen aufgebracht. Da Diese und, d > in der Heutigen Gesellschaft allein gesellschaftlichen Li ent tum schaffen, wie immer Das Steuerwcsen Heute gestaltet Die Stellung des Ministeriums zu der Polizcivrrordnunst über Baubeschränkungen, welche die Siae-tverorDuitenoerfommhing für zu errichtende Gebäude im Bauguartier zwischen Marburger iStraste, Wollton"lraste, Ost-Anlage und Kaiser Allee beschlossen hat, rief eine sehr lebhafte Aussprache hervor Mit Der Polizei- Verordnung wollte man verhindern, dort dimmelannrebcn^ Tücher auf Den Gebäuden Izerzustcllen und weiter tollten die V-Kbäude an den Grundstücken, die an zwei Straßen Hegen, nach der Nebenstraße zu keinen Ausgang erhalten, wenigstens so lange nicht, bis diese Nebenstraßen Gutgebaut sind. Das Ministerium hat nun die Polizciverordnung dahin abgeändert, daß Der Zweck der ganzen Anordnung illusorisch gemacht wird, ja ne will das Recht der Stadtverordneten-Versammlung, über den Ausbau der Weben- straßen Bestimmungen zu treffen, beiseite schieben, indem sie au ordnet, Dast Die Polizeibehörde darüber entidxibtn soll, wann Die Nebenstraßen zur Bebauung eröffnet n»rrDen. Die Baukommission beantragt, eine AbauDerung her 9k)u- satzung abznlehnen und oui den früheren Beschlüssen zu b. har nm. Dieser Antrag iinbet bic Genehmigung ber Stadtverordneten Stadtv. Tr. Sommer wundert sich über bic Art ber Behandlung solcher Sachen Man sollte doch, uni ui diesen «Fragen endlich vorwärts -u kommen, mit dein Ministerium mündlich verhandeln und zn dem Zwecke einen Vertreter der Regierung bi er her fom men lassen Bei dem Schreibwerk komme nie wat An- Statt und Land. Gießen, 19. September 1913. Parole heißt Heimat. Reserve bat Ruh? Als nc(f) der für die Hessen siegreichen „Schlackt" bei Salz am Mittwock „Tas Ganze halt" und dann das ganz besonders beliebte Signal „Abrücken" geblasen wurde, da erhob sich auf dem „Schlachtfelds" der bekannte Iubclruf der Reservisten, welche wir diesen Zeilen voran gestellt baden Auf dem Verladeplatz begruben die „alten Leute" ihre Löffel und sonstige Andenken an das Soldatenlebcn, und bei der Ankunft in der Kaserne fand noch als letzter Dienst da- Abliescrn der „Brocken" statt. Uederall auf dem Kasernendof, aus den Mannschaftsstuben, in den Gängen und erst reckt . in der jetzt belebten Kantine erfckalkt cs „Parole heißt Hei- i mat, Reserve hat Ruh?" — Dock nun heißt es scheiden von > den Kameraden, mit denen man Freud und Leid geteilt hat. heraus, er könne einsach nicht ..... diesen Weg eingcüblagen habe, aui Dem alle solche DlNerenzen wird £ie Alioälzuu» Dc-> größten Teils ber öffentlichen Lasten aus Die Schultern Der arbeitenden Klauen Durch Das System der inDtrchcu ober Verbrauchssteuern ist aber eines Der wirk samsten Mittel der herrst! nden Silanen, um Die Lebenshaltung her arbcitenDai Massen herab zudrücken unD ihren iojialcn unb geistigen Anistieg zu bciuuirrammS: stufenweise steigende Einkomi.i'ii unD Vermögenssteuer zur Bcsrichigung aller otient- (icbeti Ausgaben, soweit Diese Durch Steuern zu decke,i hnD, Sell'sie,nicl atznngsvilicht. Erbschaftssteuer, stuiemveise steigend nach Dem llmiann des Erbschaftsgules unb nach Dem 6VniDe ber Venoand-tid oft. Abul..fiung aller inbi retten Steuern, \m Tkic in ben (Hr- lstaateu uno in den Gemeinden ist Dr5• halb aui iofortigr Au^ • ing noch unerledigter Arbrusaunräge unb auf planmäßige i iiafiung von Arbeitsgelegenheit zu tarn mäßigen Sätzen zu brHiflfti Von oen Organ iso r i cmm wird er wartet, daß, sie durch Beranstoltung von Masfenverfammlungen das Wirken ihr* r Vertreter tu den Gemeinden unb ben Pardon Den Viehmärkien abbingen. Ter Oberbürgermeister bemerkt, baß im gleichen Sinne wie Der Stadtv jliiimni, aber nod) viel schärfer. Stimmen in der Versammlung der Viehhänblcr laut gevochen feien Die in jener Versammlung gewählte Kom- nnuion bat N-n Auftrag, bei Der Regierung, beim Kreisamt unD beiin kolizeiami vorfb’llig zu werfr-n Pro, Tr Fesnomek dantt m nnem für hie UntrrfHlKum der Stabt bei brr LuvuVni- «r in Wiefern - Die Bunchenschaft 'ur Anmeldung ihre« neuen einadahrn Tarauf wird in bic Beratting her ci8entlidx-n Punkte der Tmwsorbnung eingetreten. Wegen Anbringunq von Sckauköftrn lieg« t>m tMeehr >or Piwtagmvlxn !W wich unter aew.^en Bch,naun.trn Mt vnUubr - m-.li, nnm Sdxtufcü« am Vouk «aiier Iller 1. anbeuuen .j U-irn Ter knuftirwerb- Uchen Werkßane von L. Wtart n dc wird Da# Eruichen an Dem uittfv Tenkmalich^ ürbenöcn städnichen vauie. r*r etemaliwn Petchni-Apotheke aur Dem Marktplätze. Drei SchMikouen anbnngrn auf Dem engen Bürgersteige vor Schulzes Haus vorüberzngchen. Tie Schaukästen bebinDcrten Den Fußztängerverkehr noch mehr. Deshalb sollte man itd) gegen bas Gesuch aussprechen. Reichstagsabg. Hoch legt folgenbe Entschließung vor: |Ä- - - . --- ... r. - ir Be msteuern. die -ur Teckunz von MilitärauSaaben bienen, Verkehr hinberlid) seien. Ein roett r : Antrag fönn« unÄe SeSrSer nur bann em treten, wenn die Annahme | .*.....«mubnna«. D. Sitzung der Stttdtverordneien. th. Gießen, 18. September. In ber gestrigen Stabtverorbnetenversammlnng waren anwesend: Oberbürgermeister Mecum, Die Beigeorbneten Keller unD Emmelius, die StaDtDcrorbncten Dr. Ebel, Eichenauer, Faber, Friedberger, Habenicht, Hcicl>clheim, Helsrich, Helm, Huhn, Tr. Haberkorn, Iann, Krumm, Locher, Leib, Crbig, Petri, Plank, Schassstaedt, Simon, Sommer, Urstabt und Wimmenaucr. Es erfolgte zuerst bie Auslosung von Schuldverschreibungen, worauf ber Oberbürgermeister folgende Mitteilungen machte: Stabtocrorbnetcr Wallenfels hat angczeigt, baß er wegen vorgerückten Alters unb in Rücksicht auf seine ^Gesunbheit sein Mandat niederlege unb eine Wieberwahl als Stahtvcrorbnetcr ablehncn müsse. Der Oberbürgermeister ivibmet dem geschiedenen Kollegen herzliche Worte ber Anerkennung für feilte 27jährige Mitarbeit im Dienste ber Stabt. Wallenfels bat in Den Kom- Sülle unb sonstigen wirncbas^pistu>>'chcn Moßnadinen, die Interessen Der All , ncinheit den Interessen einer bevorzugten Minderheit opfern Fern.r erklöN her Parteitag, der Milit L ri» m us ist av Dav 18 irkste Machtmittel der herrschenden Klassen auf» äußerste zu bekämpfen Allen WeietVvtwrlagen. die zur StärTuua des Militarismus einacbratbt werden, also auch Stcuenwilagen, bic »irr Deckung frr Kvstcn des Militarismus .ingrbeocht wer- ben. sind, ob sie direkte ober indirekte Steuern fordern, ab- zukdnen Für Die sonstigen teuervorlag'' nnri? Die oltllung Der foiialDnirefnitifdKU Fraktion durch Punkt 10 D ,- SanciKv- gnunmo iwrgndmdxti: Beüehcnde inbiiehc ettuern iinb durch direkte zu ersetzen. der Militärvorlage ist und zweitens Die Annahme einer für bie Arbeiterklassen ungünstige Besteuerung verhindert. . । - —“ - - .. w -in IBurm gibt zunächst einen rem akademischen Ueberbbrf 11‘f i b tritt lur Okmbmigung ber Malten ein. über bie Stellungnahme ber Sozialdemokraten und bet übrigenI Stadtv Eichenauer bemerkt, datz man m Dinen Lingen Parteien zur Ste.ietirage überhaupt und bezieht ßch darauf, baB| ,n Gießen viel zu ängfUid) iei man hatte »einer Zeu da.- alndh Die WriiuDlaqcn für Die Steuertbeonen noch nitbt genau unter- (»fjurti bei Dem Umbau Wodlmuth, Denen Adncht nne Khont iurfjt feien. Tie Gegensätze zwischen mobilem unb immobilem nnh*ithd) Durchgebildete Ladenftont gerneicn «n. durch nnc voll; Kapital sind da mitimter so zngefvitzl, baß wirB. bei denHandels- l ständig verklausulierte Bauerlaubni> \u ,vall gebracht, ohne Dah vcriragen ausschlaggebend fein fonnten. Ader diese Äeaenfätze Jemand in Der Versammlung eigentlich recht begruicn habe, hat ivaren bivber im Neich-tag mi t vorhanden in bezug auf bie Steuer damit die Schaukasten abg.lehni leien In anderen ihtat iragen. Ter Redner untersucht Dann bie beftfbeuben einzelnen wmme man der G. chänswelt, hie Dieic Art Auslagen braucht Steuerartei- und kommt auch auf bie Wenzuwachssteuer jul bic auch schöner ausichen wie die glatten Pinler^unD Die auch ivrechen. Sie imb uiüeinanber eng liiert. Im letzten Jahre vcr-l nutt verkehrebind.-rlick feien, viel mehr entgegen, iie i staskntrn fügten Hfl deutsche Banken über ein Kapital von 13 Milliarden. I seien nnc Verichöncrung des Hames Lchulzc und Die Mommuuon davon acht Banken allein über die Hälste. Wenn nun die Groß-1 solle iid nur an Ort und stelle begehen. Dann wurde lic zu banken mit Den Terraingescllichaften in Tcvbmbiuig stehen, nitin l einem bcfahendcn Antrag kommen. inan sich reiflich überlegen, ob Die Steuer auf Grund unb Boden ctahto. Petri erflärt. daß burdj bie Genehmigung des ohne weiteres zu akzepticreii ist. Denn Der Preis der WoHnuilgen I vorlieg«den Gesuchs eine Erschwerung her endlich nottuenhen richtet sich nach 'Angebot unb Nachftage, unb ba, wo WoHnungs-1 Verircitcriing des Selterswcges dlnausgeschoben werde. Tic Weg mangel besteht, können Die Besitzer Dec Häuser sie ruhig auf Die I räumung Des für Den Verkehr hinDerlicben Engvasics sei bringend Plieter abwälzen. $3ir hrtben *u imtcrfdieiben irviMien einem mobilen I geboten stelle er Den Antrag, Daß. der Oberbürgermcisirr und immobilen Kapital, zwischen Handel«- unb 3nbuflriefapiinl, I mt, Schulze perlwnheln soll, bannt endlich der Anfang gemacht unb Deren Interessen laufen auSeinaiiDer, Uiilcriduche, Die unö in I lverbt- mu uncr Verkehrsverdessernng statten kommen. Die Webanhm, die in »neiner Resolution schein-1 ~tnfctü Heichelheim ist Der Ansicht, Daß febr dringliche bar neu ft uh, sind alle Satze, die durch die Evahrimaeu emeS I porlkgen. um mit Schulze wegen Der Verbreiterung der Iahihimderts gezeitigt wurden. Wir wollen dem Mil.tarin Verhandlung^, treten. Pfennig bewilligen, wir wollen uns aber auch nicht auSscheiden l hnü er mit Dem nmnrimhcn 8MM8MZSSMUM schädigen sollen, indem wir daS schlechtere Budget onncDmeu Inffrn. ^diuUaden vauie kaum 50 3«thmeter ™ Darüber sind wir einig geworden oui Dem Parteitag m Nürnberg. I stadtv. d) o ’ i ll a c h t ist ber Änncr,t, bat> man scknil,e Als wir nun im Reichstag zu einer Entscheidung über Die neuen überhaupt nicht verbieten könne, die Einrichtung an keinem z.^gei,- Steuern kamen. Da gelangte auch der VerwenDimgsziveck^ nämlich tum anzubringen. Tie höhere Instanz werbe bie Erlaubnis erbte Militärvorloge, in Frage. Wir bekämpften bie Militarvorloge, teilen. . . .. ober bic «ourqeoric wud immer militoristncher. Die Arbeiter stadtv Dr Haberkor.n ist der .Inncht, hast es letzt id*n and) nod) bic Kosten für hie Militärvorlage trogen zu laffen, halte für den Trufegänger nicht ungefabrhd) 'et, bet hem starten Verkehr ich für eine Rielcndmnmheit. Sollten wir uns auSlachen lofien, *"* “* “ weil wir nicht fähig sind, Die Iiiterrsfen der Arbeiter zu vertreten? Wir sagten uns, der Etat ist festgestellt, der Militarismus ist bewilligt, ändern können wir nur cnvos am Kostenpunkt. Inwlge Der vorgerückten Zeil wurde beschlossen, dem lueitcren Vortrag von Sübefum nicht mehr entgegenziuiehmen, Da dem Redner eine Redezeit von 21/, Stmiben jiigebilligt worben ist. zu bürien, abgelehnt mit der Begründung, daß diese für den ___ ** u Scba-il atm am U^Ste^^eL*nicht 7me ^binnungl^* die ÄnnäLne I I»l"' Sck7l'r!'Veste"Ät^ruft cin^^ina?^^/^^ owier dienern enrens niaii e L — -— » s;.l 2tc Baukommv-lon .(blau Ablehnung des i'ftiucd» qr, weil tCT Bürgersteig-an icner Stelle Der Straße viel ;u ithmal fei. L tadtD lammten nachdrücklich untcritxflen. . Tic ständige und periodisch Ürrker auftretmde Arbeirslofig seit ist eine untrennbare Begleiterscheinung unb Folge ber kapitalistischen P rodu ktionSweise. Sie wird ern mit her Einiul,mng Der sazialhemokrattsch orqaniuerien Bro- duktion verschwinden. Durch nnc entsprechende Erweiterung ter Sozialgesetzgebung muß. aber schon setzt vernicht r schlimmen Folgen ber Arbeitslosigkeit tatkräftig zu bessern Tie Sffmtlick r.-chtticke A r bei t s l o i'cn v e r i i ch e- rung für all Ärbntn- unb AngefteNtm kann mir hurrt) bie Rei^ rgeseriebun>- I frheiflfiührt mrrcat aus der Grundlage, rei fte ot. B.n'd.lüsie h tongti oer Eftwerkschaften ^.euttch- land^ zu Drc?>.':i im ' abr-1 1911 unb bes Interncinonolen Sozwlistmsimgreiscs in Kopenhagen im Jahre 1910 forbern Ur Venviekiidning der allgemeinen öfsmtlich-remtl'men abligowniä u Arbeiksloi.-uVersicherung ist Dos Suftem der Zah- luna gern, iüblicher Zuschüsse z.» den gewerkichaftlidvu Arbsns- losenun: rstützungen eoii ocn Gemeinem zu forbern 8u Dietern Zweck muß überall bie Heranziehung ber Einzelstaaten »u_ Den ersordcrlill - u Zuschußleistungen verlangt werfen. Die Forde- runo ccr Sfsentlic! redstlichm Arbeitsloscnfürwrge ist nur möglich durch die takfräftige Stärkung unserer politischen unb 4te- wrr:. Ittlichm £ rganu'aiion. Der Parteiiaci fordert daher alle Arbeit, r auf, sich diesm Organisationen onzuschliepm. Der hebner führt Dann u. a aus: Tie Gewerkschaften haben zrear bei oer lebten wirtschaftlichen Krise über X«, yxiluonen Mark an Unterstützungen gezahlt, aber sie iönnm wibitvcrttanDlin) nicht allein Ixlfcn. Äir können verlangm, bof: das Neuli unD Die Einzelslaalen ben Arbeitern gegenüber auch il.rc Pstichl tun. Wir verlangen daher eine offmUich-yechtliche Arbe.isloicnvernch.- rung im Zujammenhang ber Crqanitationen ter Arbeuertdian. Tic kapitalistische Presse schreibt, die Arbeirsloienvernchernng tn überslüssig nnb ein leerer Wahn. DaS Unteriicbmertum rodl. Daß ihm Die unnehcuren Gewinne nicht genommen wcrCcn. xeva schart- machertum bat sich mit dem Agrariertum zuiamuiengctan, um hm Arbeitern aufs neue Die Lebensmittel unerhört zu verteuern. Tast Sd arrmnrh^rtum weiß ganz genau. Daß Die Arbeiler^Dogegen sich rühren muffen unb Daher ertönt aus der anderen seile Der Nus nach bem Znchtbousgesey. ES ist ein Ueberangebot von Arbeitskräften oorhanben. T-azu kommt, mb im Winter auch in Der Landwirtschaft eine große Arbeitslosigkeit kwr- Ilan Den ist Die Großbauern und Großgrundbesitzer brauchen immer mehr Saisonarbeiter, welche sic im Winter entlasten. In Eng lau o u»;- in dem keinen Dänemark ist die .trage Der Arbeitslosenversicherung bereits in gewisser Weite gelost. In Bauern unb int Reich bat hie zwiespältige Haltung Des Zentrums all.- unsere Anträge zu Fall gebradn. Am 17. Juli Dieses wahres hat sich Der Primregent von Bayern gegenüber Dem Minister von Sohrn in einem Brief über Die Arbeitslosigkeit geäußert. De' Regent brüllt seine Befriedigung Darüber auS, haß Maßnahme gegen Die Arbeitslosigkeit getroffen werben unb erwartet, batz weitere Veraustallungen in Die Wege geleitet werben. Es tvirD interessant sein, zu verfolgen, wie bie Vollstrecker bes .Herrscher- Willens in Bayern iieb mit bem Willen des Prinzregenlen,ab- finhen werden An Der Spitze Des baverisckvn Ministeriums steht Freiherr von Herlling, Der BorfitzenDe ber Ientrumssraktion bes Reichstags, und eS wird einige Sdtreieri gl eiten haben, wie das Zentrum den Boden findet, nur dem es sich neuerdings von der Verpflichtung, eine Arbeitslosenversicherung cinjuftHyrcn, brücken. 7cid)f besonders tröstlich ist allerdings der Abfchtcdsgruß an das Liebchen in der Garnison: 3o lebt denn wohl, ihr Gieß'ner Mädchen Und schasst euch einen andern an, Ter noch viel länger hat zu dienen Und euch noch semer lieben kann. Mit Musik werden die Reservisten zum Bahnhof begleitet: „Geschlossen ziehn sie in Sektionen Zum letztenmal zum Tor hinaus. Tic Mütze sitzt aus einem Cfjrc Und alles Excrzicrn ist aus " Sie besteigen den Zug, mit dem Reservistenstock winken sie den letzten Abschiedsgruß, der Zug setzt sich in Bewegung: „Muß ich denn zum Städtelein hinaus", so braust es durch die Bahnhofshallen. Auf den verschiedenen Bahnhöfen ver- lafsen unterwegs einzelne Gruppen den Zug, um in ihr friedliches Hcimatdörfchen zurückzukehren. Ein Wandersmann hört das fröhliche Gejodel, das ihm entgcgenkommt und fragt sich: „Was wandert dort so sröhlich aus den Straßen, Mit aufgerollten Llchselklappen hin." Tod) da kommt ihm die Erinnerung an die eigene Mili- tärzcit, und er findet die Antwort selber: „Es sind Reserven, und sie sein entlassen Und froh ziehn sie nach ihrer .Heimat hin." Run haben sic die letzte Anhöhe erreicht, „im schönsten Wiesengrunde liegt der Heimat Haus". Ihren freudigen Gefühlen geben sie Ausdruck mit dem allbekannten Liede: „Was blinkt so freundlich in der Ferne? Es ist mein teures Vaterhaus. » Ich war Soldat und wars auch gerne, Doch jetzt ist meine Dienstzeit aus. \ Und an die Strophen des Liedes schließen sich stets die Wiederholunas Verse: „Trum Brüder stoßt die Gläser an: Es lebe der Reservemann! Der treu gedient hat seine Zeit, ,x Ihm sei ein volles Glas geweilst." Die Jugend hört den Gesang und geleitet die Reservisten ins Dorf. Doch nod) müssen Vater und Mutter warten auf die Heimkchrenden, denn: „Die erst' Patrouille, die wir ntadjen, Ins Wirtshaus geht« bei Bier und Wein, Ter Wirt erzählt von Kriege» Sachen Und schenkt den Reservisten ein. Drum Brüder, stoßt . . Mancher aber schleicht sich heimlich aus der Brüder wilden Reihen, „errötend folgt er ihren Spuren" und singt: „Den ersten Posten, den wir stehen. Den stehen wir vor Liebchens Tür, Da haben wir auf nichts zu sehen. Und keine Ronde stört uns mehr." Es naht nun allmählich wieder der Ernst des Lebens Kind das Reservelicd hat red)t: ,-Jn der Heimat angekommen. Fängt ein neues Leben an . . Ter ehemalige Soldat ist längst in seinen bürgerlichen Beruf zurückgckeyrt, aber die Erinnerung an das fröhliche Soldatcnleben und die Liebe zu Kaisers Rock, sio bleiben bei ihm rege, und im Zivilleben lernt er erst recht verstehen, warum das Vaterland aud) seine Kraft nötig hat. Freudig bekennt er daher: ,^Ich hab gedienet, das; ihrs wißt. Zwei Jahr als deutscher Infantrist, Und mache später, wenn ich kann, Tic Ucbuiig mit als Landlvchrmann." (L. K.) Slirf von Erbach. Arnold von *becurie(, Schweiß von Friedberg »ach Frank'ur!, Äobl von Frankfurt nach Friedberg. Belohnung erhielten: Bahnwärter Brinkmann auf Posten 90 der Strecke Gießen—Frankfurt, Weichensteller Johannes zu Betzdorf und L'ofo- molivhcizer Haaemaun zu 'j’ebra für Abwendung einer Belriebs- gefahr, Ballnhofsarbeiter Stenger zu Frankfurt für Eifer und Um- Ucht bei der Entdeckung von Dieven. Lokomotivheizer Menzel zu Schlil; und Lokomotivführer C()i zu Gießen wegen Verhütung des Ueberiahrens eines Fuhrwerkes dezw. einer Person, Bahnwärter Lopp auf Posten 119 zu Herborn für besondere Aufmerksamkeit bei Entdcckuug eines Tragsederbruches. ** Oeiieutliche Bucberballe. Jin A u q u st wurden 2 19 7 Bände a us g e l i e h e u. Taoon kommen auf: Erzählende Literatur 1198, Zeitschriften 338, Iugendschriflen 216, Literaturgeschichte 11, Gedichte und Dramen 30, Länder- und Völkerkunde 65, Kulturgeschichte 22, Geschichte undBiographien 113, Kunst- aeschichte 16, Naturwissenschaft und Technologie 85, Heer- und Seewesen 13, Haus- und Landwirtschaft 11, Gesundheitc-lehre 17, Religion und Philosophie 36, Staats,visseiischaft 9, Sprachwissenschaft 7, Fremdsprachliches 10 Bände. Nach auswärts kamen 46 Bände. Landkreis Gießen. — Burkhardsfelden, 18. Sept. Bei der Gemeinde- ratswahl am 16. d. Mts. war die Beteiligung sehr rege. Gewählt wurden Ioh. Balser IX., Pflasterer, mit 83 Stimmen, Peter Schepp, Unternehmer, mit 70 Stimmen, Hch. Schmidt V., Maurermeister, mit 30 Stimmen. 94 Wähler machten von ihrem Wahlrechte Gebrauch. Kreis Büdingen. k. Kohden, 18. Sept. Beim Transport eines Dreschwagens wurde der hiesige Landwirt Gustav Schwab so unglücklich von der Deichsel gegen den Unterleib geschlagen, daß er auf der Fahrt in die Klinik nach Gießen in dem Eisenbahnwagen verstarb. Er hinterläßt eine junge Witwe und zwei noch nicht schulpflichtige Kinder. Kreis Friedberg. /^Kirch-GönS, 18. Sept. Ein überraschendes Ergebnis zeigte die gestrige GemeindcratSwahl: in dem Bauerndorf siegten die Kandidaten der Arbeiter und kleinen Bauern, während die drei seitherigen Gemeinderatsinitglieder unterlagen. Gewählt wurden: Konr. Röhrig mit 95, Konr. Gatzert IV. mit 84 und Martin Höhn mit 82 Stimmen. Kreis Wetzlar. 0 Hörnsheim, 18. Sept. Der im Schulgarten für eine zweite Klasse errichtete Neubau steht jetzt unter Dach. Mit Ostern luirb der zweite Lehrer angestellt, die Schülerzahl beträgt schon seit Jahren über 100. Hessen-Nassau. [] Marburg, 18. Sept. Die städtische Obsternte brachte in diesein Jahre einen Erlös von 1692,20 Mk. gegen 2101,50 Mk. im Vorjahre. X Hanau, 17. Sept. Der Oberlehrer am hiesigen Kgl. Gymnasium Professor Markshausen ist vom 1. Okt. ab zmn Gymnasium in Weilburg versetzt worden. X. Hanau, 18. Sept. Von der verstorbenen Rentnerin Frl. Marie Kreis ist der Stadt Hanau zur Verwendung für bedürftige Einwohner letztwillig ein Betrag von rund 70 000 Mk. einschließlich eines Hausgrundstücks zlkgefallen. Dann hat die Verstorbene dem Diakonissenheim und dein St. Vinzcnzkrankcnhause je 500 Mk., dem Tierschlitzverein 300 Mk., ihrer Pflegerin der Frau Sperzel 500 Mk. und die Hallsgeräte zc. vermacht. ** Amtliche Handverkaufstaxen für Apotheken: Zur Ergänzung der Notiz in Nr. 215 des „G. G." wird uns von einem Apotheker geschrieben, daß die Krankenkassen bei den amtlichen Handverkaufstaxen von der Negierung wohl kaum das Entgegenkommen erwarten dürfen, das ihnen bereits seit Jahren von den Apothekern entgegengebracht wurde. Die Apotheker haben leider das Recht, „jedes Rezept zu den hohen Sätzen der Arzneitaxe zu berechnen", , längst aus der Hand gegeben und den Krankenkassen Preise ' eingeräumt, die die „hohen Sätze" der Arzneitaxe weit hinter fid) lassen. Wirkliche Rezepte sind in der Kasscnpraxis gegen früher überhaupt eine Seltenheit geworden und daß Brusttee, Borsäure und Kamillentee heutzutage für Krankenkassen noch zum Rezepturprcise berechnet würden, kann man wohl niemand mehr glauben machen. Im übrigen erstreckt sich der Handverkauf in Apotheken für die Krankenkassen hauptsächlich auf Spezialitäten, die vielfach als Kas- sen-Packungen im Handel sind und sid) im Preise von den sog. Privatpackungen manchmal sehr wesentlich unterscheiden, ganz abgesehen von den Rabattsätzcn, die den Krankenkassen auf Nezepturpreise in Höhe bis zu 15 Prozent und mehr gewährt werden. ** Babn Personalien. Ernannt wurden: Eisen- bahnfekretär Karg zu Braunfels und Gunkel zil Fulda (früher in Gießen) zu Eisenbahn-Oherfekretären, Gifcnbabnafiiftent Hosenfeld zu Wächtersbach zum ©ütervorfteher, Eifeubahnpraktikaut Kaißling zu Höchst a. M. zum Bahnhofsvorsteher, die Stationsdiätare Reukauf zu Pilbel und Nordmann zu Herborn zu Eisenbahn- affidenten, die Schaffner im Probedieust Frick zu Gießen und Arnold zu Frankfurt zu Schaffnern, Bahnwärter L. Walter zu Gießen zmn Weichensteller. Versetzt wurden: Gütervorsteher Werner von Nordhanfen nach Offenbach, Derbsch von Frankfurt nach Betzdorf, Buremiafpirant Fennel ron Frankfurt nach Braunfels, Hartmann von Braunfels nach Fulda, Bahnineisterafpirant Bornemann von Siegburg, Großblotekamp von Dillenburg, Schoper von Bebra, wandern und Reisen, Bader. Rund nm Gießen. Löhnber g—M er c n b c r'g—W cilburg. , Mitgeteilt vorn V. H. E. Gießen.) Wir fahren von Gießen nad) Löhnberg, besichtigen hier zunächst die auf mächtigen Felsen liegende, architektonisch allerdings wenig interessante ^chloßruine, und durchwandern das freundliche Städtchen, um hieraus auf guten Wegen, hinter der Löhnberger Hütte rechts abgehend, durch die idyllisd) gelegenen Dörfchen der nassauischen Schweiz: Dillhausen, Proppach, in der Nähe hübscher Blick auf die Maienburg, und Selbenhausen— Barig nach Merenberg zu marschieren. Die Gegend bietet durch ihre landschaftliche Schönheit reichen Genuß. Sehr hübsch ist der Ausblick von der Plattform des noch sehr gut erhaltenen Turmes der von Klematis umsponnenen Burgruine auf die zerstreut liegenden Dörfer, die nahen Westerwälder Berge und die prächtigen Waldungen. (Schlüssel zum Turm in der Wirtschaft am Fuß der Ruine.) Der Weitermarsch erfolgt auf guter, von uralten kernigen Bäumen umsäumter Landstraße, wiederum schöne Ausblicke bietend nad) Weilburg, der Perle des Lahntals. Die gesamte Wanderung beansprucht etwa 4>/s Stunden, ist aber, da sie wenig burd) Wald führt, für den Hochsommer nicht zu empfehlen. K a l d e r n—R i m b er g—B uchena u—B iedenkopf. l Mitgeteilt vom V. H. C. Gießen.) Wir fahren über Marburg bis Kaldern, wandern von hier den roten Strichen nach, die uns in einer Stunde aus ben 500 Meter hohen Rimberg führen. Die Aussicht vom Holzturm in die Ferne, auf die Hinterländer Berge, Dörfer und da« liebliche Lahntal ist entzückend und entsd)ädigt reichlich den etwas steilen Aufstteg. Wir steigen wieder bergab und.gehen nunmehr auf mäßig markierten Wegen (roter Punkt) über den in anmutiger Waldlandsck)aft liegenden Karlshof, einer ehemaligen Försterei, die leider gänzlid) zerfallen ist. Rad) Ueberfchreitcn eines Höhenrückens erreicht man Elmshausen, wo man vielleicht Gelegenheit hat, die Dorfbewohner in ihren eigenartigen, malerischen Trachten zu bewundern. Auf guter Landstraße gebt e- loeitcr nach Budxnau, von wo wir jetzt blauen Doppelftridxm folgen. Abwechselnd durch schönen Laubwald und über blumige Wiesen geht es hierauf, vorüber an dem in stiller Waldeinsamkeit liegenden Oertchen Matzenbach, von dem ans man nod) einen hübschen Rückblick auf den Rimberg genießt, dem Endziele Bieden- kopf, der Perle des Hinterlandes zu. N ü t n b e r g, 18. Sept Bei der B e r g p r ü f u n a s f a h r t zu Würg au siegte bei 38 Konkurrenten in Motorwagen - klasse über 10 PS Herr S ch n l z auf 14/30 PS Opel-Ton re n- ivJa gen. Zweiter wurde Herr Fries ebenfalls auf Opel. Beide Wagen fuhren die schnellsten Zeiten ihrer Klaffe und überhaupt aller Tourenwagen. 2lud) bei der gestrigen Bergfahrt des bäuerischen Automobilklubs ivurde Herr Schulz auf feinem 14/30 PS Opel-Tourenwagen wiederum Sieger; in der großen Mvtorwagenklaffe der Opelwagen fuhr er die schnellste Zeit alle: Tourenwagen und erhielt die beste Wertungsziffer. Dritter wurde cbensalls auf Opel Herr Hans Kropf in der Motorwagen- klasse 6 bis 10 PS. vermisster. * Eine seltsame Licbcstragödie spielte sich in Landsberg a. D. ab. Der liffährige Laborant Esch unterhielt mit der l 7jährigen Tochter des Werkmeisters Przcwzinski ein Liebesverhältnis, das nicht die Billigung der Eltern sand. Da E. einsah, daß das Verhältnis aussichtslos sei, „entführte" er kurzer Hand seine Braut. Als er auf der Polizei auf die Anzeige der Eltern des Mädchens hin einem Verhör unterzogen wurde, entwich er und suckfte seine in einem Hotel einlogierte An gebetete auf. Er ging mit il/r bis zum sogenannten Müsck>elsec, wo er die P. hineinstieß und bann selbst nachsprang. Das Mädcl)rm hatte aber absolut keine Lust, auf diese Weise mit dem Leben abzuschließen. Es setzte fid> energisch zur Wehr und schrie um Hilfe. E. machte den verzweifelten Versuch, seine Geliebte burd) Untertauchen stumm zu machen. Das gelang ihm aber nicht. Ein Geheimpolizist, der sid) zusällig in der Nähe befand, rettete beide. Wegen Esch, der ins Gerichtsgefängnis eingeliefert wurde, ist Anklage wegen Mordversucl's erhoben worden. * Entgleisung einer elektrischen Bahn. Aus Nizza wird berichtet: Drei Wagen der von Ea gnes nad) Grasse führenden elektrischen Bahn entgleisten und sttirz- ten in eine 15 Meter tiefe Schlucht. Es sollen 12 Personen getötet und dreißig verletzt ivorben sein. Die Rettungsarbeiten sind wegen des Regens und des in der Schlucht angc- sammelten Schlammes sehr schmierig. Unter den Toten befinden sich drei Unteroffiziere uno ein Korporal. Die Bahn beförderte gestern zahlreiche Soldaten. * Tas Amt der Geschworenen. „Sag mal, Papa, was ist eigentlich eine Geschworenen-Iurh?" — „Das ist eine Anzahl Männer, die zusammengetreten sind, um herauszukriegen, wer der beste Rechtsanwalt ist." Sandel. K c w e r b e b a n k Lollar. Direktor Herm. Nies von bet Gewerbebank Lollar schreibt uns: Der bei der Gewerbebank in Lollar berechnete Verlust von 402 000 Mk. setzt sieb au5 ea. 50 000 Mk. Abschreibungen, lubruiitcr über 10 000 Pik. Beteiligung in Darmstadt, und 348 000 Mk. Rückstellungen zusammen. Diese Rück- stellungen stnd bei ruhiger Abwickelung größtenteils eindringlich. Eine derartige vorsichtige Balanzierung war aber in gegenwärtiger Lage notwendig. — An der Geschäftsverbindung mit mir wurd« nichts verloren, wie fälschlich behauptet, wohl aber bin ich in ernster Zeit im Interesse aller Beteiligten nachweislich in erheblichem Maße und bis zur völligen Leistungsfähigkeit eingesprungcn. Leider war eine durchgreiiende Gesundung ohne Hülfe der Mit glieder bei der betrüblichen Lage in Hessen int Genoffenfchasts wesen gegenwärtig unmöglich. Meteorologische Beobachtungen der Station Stehen. Höchste Temperatur am 17. bis 18. September =■ + 14 3 C Niedrigste „ , 17. „ 18. _ = + 10,6’C. Niederschlag: 0.4 mm Sept. 1913 Barometer aus 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute i Feuchtigkeit ■ Relative Feuchtigkeit Windrichtung =e Jo" s ffiroö der Bewölkung in Zehntel der sichlb. Himmelofl. Weller 18 2'° 744,8 14,1 9,9 82 WSW 2 10 18. 954 746,6 11,6 9,7 95 SE 2 10 19. 7H 748,1 11,3 9,7 96 SW 2 10 Verantwortlich für „Aus Stadt und Land" i. V.: K. Neurath. Der Aufschwung der deutschen Zigaretten-Jn- d u st r i c. Nachdem die Firma Georg A. Jasmatzi Alt -Ges, die größte deutsche 3igarcttenfabrif, in Dresden erst im vergangenen Frühjahr ein zweites Fabrikgebäude, viel größer als der alte Betrieb, mit ea. 15 000 qm Nutzfläche, eingerichtet batte, erweist sich dieser Neubau jetzt schon wieder als imzureichend, um den kolossalen Anforderungen des immer mehr steigenden Umsatzes zu genügen. Die Gesellschaft hat daher jetzt für eine dritte Fabrik cm weiteres Areal von ca. 11000 qm Grund in der Nähe der bestehenden Gebäude erworben. Man kann hieraus einen Schluß ziehen, welche Riesenverbreitung die Fabrikate der Firma Georc A. Jasmatzi Akt.-Ges. angenommen haben. — Dio bisherigen Einrichtungen, mit allen Neuerungen der Tcdjnif und 5ivgftn" ausgestattet, sind auf eine tägliche Produktion von 10 Millionen Stück Zigaretten berechnet gewesen und dennoch genügen sie heute schon nicht mehr bem stetig zunehmenden Bedarf. 0" 5 Sardinen, Wachstuche A. Salomon & Cie. Eichencrffleischkwlle Walltorstraßc.32 empfiehlt 1624 la. 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G. v. 1903 86.50 v. 1903 kündb. ab 1908 2)?. 82. v. 1897 i. S. Aktien do. 4 4 v. 1908 27.20 Lire 500 Raab-Odenb. 67.30 M. 4 Etcilianische steuerfr. i. G. 4 do. i. G. 8 v. 189b steuerfr. do. Standesherrliche Anleihen. Fr. M. 84. Diannheim v. 1901 kündb. ab 1906 M. s-fl. kündb. ab 1*903 79.50 M. Lstr. Bank-Aktien. | Dividende Unverzinsliche Lose. 1911 Südd. Boden Kr. S.53u.54 kündb. 4 Frk. Hyp.-Krcd.-Ver. 1906 bis incl. Ser. 52 . do. 4 75. 4 Hambg.Hyp^Bk.S.141-340kündb.abl905 6 |8'/a DnSduer Ban! M. 600/1200 Industrie-Aktien. Eifrnbahn-Renten-Bk. franälurltt Korse | 90.60 4 Ser. 6 . do. do. 11 Nürnberg. Dereinsbk. M.300/1200 97, Ser. 10 . . 4 Preuß. Hypotheken-Akt.-Bk. auf 80% abj. do. 600/1200 y erzinsliche Lose. 172. 180.50 149, Rhein. Hyp. Mannheim kündb. ab 3 abgest. 80°/, u. 17 unk^ 1910 4 Westd. Bdkr. Hyp. (Köln) S. 1 u. 2 5 Russische v. 1866 . 4 ö.sl 111.10 39.60 Rente v. 1894 Rente v. 1898 Schweiz. Central v. 1880 . 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Ser. 7 unk. b. 86.69 86.60 86.40 84.70 86.- 4 3 5 4 4 4 4 4 1912 1893 1896 1897 1903 1905 1904 1904 1906 1905 1912 95.50 86.50 75.20 Lest. -Ung. Bank Oest.-Lünderbank . Lest.-Kredit-Anstall, 8 11'/. 87« 77, 7 7 67, 127, 6 6 10 87, 10 10 8 57. 67, 7 i. i. 65.10 107.90 v. 1888 v. 1895 v. 1898 1905 84.— 83.30 83. 94. 94. 604.— 301.75 121.— 122.70 47.50 109.2 J 127.10 189.— S. 341-400 unk. b.1910 S. 401-470 unk. b. 1913 kündb. ab 1901. kündb. ab 1902 . kündb. ab 1908 . unk. b. 1910 . 96.20 92.70 84.20 84.60 85.— 95.50 v. 1901 kündb. v. 1887/89 . v. 1896 kündb. v. 1903 unk. b. do. do. Gotthardbahn. Jtal. Mittelineer , Anatol. Eisenb. , Prince Henri . . Prag-Dux St. Akt. 89.30 89.82 do. do. 84.50 83.60 Staat*-Anleihen, a. Deutsche. 87.— 99 50 86.50 do. do. do. do. Rbl. Lire !W. 566. 505. Mitteldsche. Kreditb. . M. 300/1200 Ratlb. f.Dlschl. S.I-VIM. 300/1200 do. Gold-Rente. . . . do. einheitl. Rente (conv.) do. EtaatS-Rcntr . . . 250.50 149.25 134.20 do. do. do. do 92.— 92*— 72.40 86.- do. do. do. do. ö.fl. M. 83.60 83.60 97.30 85.— v. 83 Em. Em. 1885 kündb. ab 1906 unk. b. 1914. 400 500 500 100 509 500 500 500 72.50 87.50 95. 97. 97. )9K 6.95 9 7 Hyp. D. Zs. kündb. ab 1905 . do. do Fr M. Pcs- Lstr. iW. 116.40 249.90 111.75 116.60 185.80 150.25 M. Tlr. Dk. Fr. v. 1875 abgest v. 1900 . . v. 1903. . v. 1896 . . 85.50 85.50 M. 1000 . M. 600 ö. fl. 200 ö. fl. 200 S.fl.200 600/1200 . s.fl, 350 72.30 86.50 86.50 . s.sl.7 ö. fl. 100 ö.fl. 100 i. fl. 10 Fr. 400 Fr. 400 93.50 94.- 94.— 94.- 88.50 85.50 85.50 93.50 95.50 99.50 92.— amrl. 1900 u. 1909 . bo.ü.1887,91,93,99 do. v. 1886,97,1902 . 1899 Fr. M. 98.40 91.10 37, 37, 37, do. Ser. 14 Ausländische. steuerfr. i. G. Nrdb. 1887 stf. i. S. abgest. Lit. J v. 1884 v. 1886 u. 88. . . v. 1894 v. 1905 unk. b. 1915 Tlr. 100 r. fl. 100 Tlr. 100 Tlr. 100 Tlr. 50 M.ioo Tlr. 100 Tlr. 50 Fr. 80 Fr. 100 Tlr. 100 ö. fl. 500 Elisabeth K. 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G. 4 3 ». 3*/, 8*/ 37, 31 3 4 41 Rsäsan Koslow steuerfr. gar. . . do. UralSk steuerfr. gar. 404/2020 v. v. v. v. v. v. 1906 . . . „ R abgest. (Straßenbahn» v. 1899 r. 1901 Abt. I. . . v. 1901 Abt. II. n. III -. 1899 unk. b. 1912 . . 102.50 100.90 88.25 77.40 74.50 73.50 74.- 72.40 72.25 76.70 74.50 5 4 4 rA 47. 2*/10©übital. (2Rerib.)@r.A-H. 4 ToScanischc Central. . 5 Westsicilian v. 1879 . 37, Gotthardbahn .... 3'/, Jura-Snnplon v. 1894 Offenburg v. 1898 kündb. Pforzheim v. 1899 kündb. v. 1881 u. 1884 abgest. v. 1888 v. 1898 kündb. ab 1902 v. 1903 kündb. ab 1908 1901 Ser. I kündb. ab 1906 37. 37, 37, 37. 37, 37, 37, 4 4 14 97, 67, 61/, 6 6 37, 37. 4 4 4 4 4 37, 3% 37, 1VD • e • e e ^ranken-Allee, garant. v. Frankfurt Franks. Hof r. 105 „ Mamzer Akt. n Rettenmeyec „ Stern(Oberr.) „ Wergec . . Zemeittf. Karlstadt Cyem.Bad.Anllul „ BlelU.Silb.Br. , Griesh. Elektr. „ Alberc . . . D. G. S. Scheideanstalt . . . Holzverkohlg.-Gcs. Dt. Atl. Telegraph 4 4 T 5 4 4 37. 37, 37, 37, 37, ? 37, 37, 437’ 37, 47, 4V, 47, 47, 4 3'/, 3 Oldenburger. . . Russische 0. 1864 v. 1888 cono. v. 1895 . . v. 1898 . . do. do. do. do. do. do. do. do do. do. 84.80 76.- 84.75 75.70 96.20 88.00 85.10 3 4 do. do. Kommunal Ser.Iu.II unk. 1909 3 /, Nassauische LandeSb. Lit. F. G. H. K. n. L. 3 /, do. do. „ 3L N. P. . 37* Casseler Landes-Creditanft. unk. . .' Fr. 99.50 89.90 3 47, 4 37, 37, 37, 37, r- 4 37, p.sl. 100 |385, Lire 30 —, 93.10 93.10 93.10 93.20 93.20 84.— 84.— 84.— 85.— 9 LIO 87.30 v. 1903 kündb. ab 1903 . v. 1899-1901 v. 1902 unk. b. 1913 . . . v. 190*3 kündb.* ab 1908* * * do. do. 97 ö. fl. 150 . fl. 82.50 92.60 do. do. do. do. do. ö.fl. 8fL® Kr. Argrnt. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. . 500 .1000 do. do. do. do. do. do. do. do. do. 37, 4 87, 4 4 4 4 4 37. 37* 37, 37» 4 4 3'4 37, r- 4 4 4 5 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 4 4 5 4 68.50 ML 83.40 M. 88.60 d.fl. 100.60 4*„ 37. 37. 37, Etaats-Rente . . . . do. v. 1897 steuerfr. (Eisern Tor) Gold stsr. . L AußereuropSische. inn. G.-Anl. v. 1887 . , do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. T- i. G. i. G 1. G. i. G. i. G. 3i/ Kissiugen v. 1886, 1888 u. 1903 4 Köln v. 1900 do. do. do. do. do. do. do. Worms do. do. do. 77, io®/« 7 8 6 7 9 Erlangen v. 1900 unk. b. 1911 . . 4 Freiburg i. .. 9 ?• 3 4 X'* 4 4 37, Xr- 3 4 3’4 3'4 3'4 3 do. do. v. 1898 b. 1902 lündb. ab 1908 v. 1905 . . . . , Hessische Et.-Anl. v. do. v. 1906 . . 10 Neapel staatt. gar. Stockholm v. 1880. . Wien Kommunal i. G. 37, Frk. Hyp.-Bk. Ser. 19 31/, do. do. Kommunal Ser. 1 unk. 1910 Diverse Obligationen. 4 Buderus r. 103 47, Dtsch. Luxemb. conv. ‘ * 47, do. r. 102 * * * 47, Eisenb. Rentenbank ... . Spez , conv. Rente 1881/88, 92, 93 91.30 84.— 94.50 94.30 94.50 95.50 84.70 84.70 37, Mev v. 1903 unk. b. 1912 . . 4 München v. 1900/01 unk. b. 1910/1 37, do. v. 1903 kündbb. ab 1908 3*/, Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 . . . Tlr. alt. K. Rbl. alt. K. Rbl do. Nürnberg do. do. do. Offenbach do. do. do. dc. do. ö.si. Kr. Rordd. Wollkämm. 145 Oberjchles.E.-Jnd. innere v. 1888. äußere. Gold-Anl. do. do. 91.20 83.20 94.30 89.50 92.70 92.70 92.70 93.50 93.10 37.60 87.60 83.50 83.50 93.40 93.40 83.30 83.- 83.40 92.30 92,30 92^0 92.30 Aschass.Masch.Pap 120— Neue Boden A. G. ‘ ?.C2 37, do. 4 Frk. Hyp.-Bk. ?7,o d°. 4 do. Ser. Ser. Ser. Gold-Anl. u. 1889 .... Lons. E. B. Ser. I n. H 89 Gold-Aul. Em. III d. 1890 . StaatS-Rrnte v. 1898 do. v. 1902 steuerfr. Gold-Anl. v. 1894 steuerfr. . v. 1879 v. 1900 kündb. ab 1906 Rhein Kreditbk. M.600/1000/1200 Sihein. Hyp.-Bank . """ Echaffhauf. Bankver^ . Südd. Bodenkredit-Bank 4 Badische Prämien Serie II, 0 Donau-Regulierung 37 Gothaer Prüm. Pfandbr. I Sll3 do. do. xi 3 Hamburger D. 1863 3 Holländische Komin, v. 1871 37,Köln-Rklndener 4 . 37,Lübecker v. 1863 . 2»/,Lüttlcher D. 1853 . ’ * , ausländischer Transport- Anstalten. 24/10 Jtal.stLgär. @.®.@cc. A-E.i.®, 4 Jtal. Mittelureer steuerfr. i. G. 2«/J0 LivorueS. 2it C. D. u. D/2 4 Sard. Sec. stsr. gar. I u. II S. 15-19,21-27,31,34,35-39-42 do S. 43 unk. b. 1913 . . , do. S. 46 kündb. ab 1908 , do. S. 47 do. S. 44 unk. b. 1913 . . do. S. 28-30, 32 (tilgb.) . . do. S. 45 (tilgb.) . . . Pfälzische Bank . . . P^uß. Bodenkreditbank do. Hyp.-Akt.-Bk. 22.600/1200 do. abgest. äuß. E.-B, i. G. Rene Boden r. 102 do. do. r. 101 . . ' * * Ung. Lokalbahn Serie I r. 105 do. do. Serie H c. 102 . Reichsbank . . .M. 1000/3000 5.86 Frankfurter Bank . . M. 1000 9 Badische Bank ... Tlr. 100 6. /4 Ungar.-Galizische. stf. i. S Vorarlberg . . „ i. 3*4 Deutsche Reichs-Anleihe ff . . Lstr. M. Kr. Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 60% Südd. Eisenbahn-Ges. Darmstadt. . . v. 1904 Oest. E^B. St. L ch.-Bersch. (conv. Elisab. Obi.) i. G. steuerfr. . . ,Oest. E.-B. S'.. L ch.-Bersch. (conv. Franz-Josef) i Silb. steuerfr. . Lrsterr. Lokatb. (verstaatl.) do. E.-B. St. Sch.-Berfch. (abgest. Elisad.-A.) 1. stenerfr. Pp. . . Portug. unifiz. v. 1902 Ser. I . . dv. unifiz. v. 1902 Ser.IH . . do. Ltmnäu, do. do. do. do. v. 1898 Darmst. abg. v. 79 Lit. U u. 81 Lit. A 0. 1888 iu 1894 . . Franks. Hypothek.-Bank do. Hyp.-Krcd.-B. M. 600/1200 Ptitteld. Bdkr. (Greiz) Au. L.M. 1000 do. kündb. ab unk. *b.'1914* ' Kommunal.... Ungar. Kreditbank . . Unionbank (Wien) . . Wiener Bankverein. . Württbg. Bankanstalt. do. Bereinöbauk - ^Madrider abgest. . 4 Rieunnger Präm. Pfandbr. .' Oesterr. v. 1860 27,Stuhlweißenb.-Raab-Graz . 27, do. do. ex. A, Sch. do. Aurechtscheinr . . 37, 3% Hess. Provinz Öberhesscn . . . 37, do. do. Starkenburg . . . 37, Frankfurt a. M. Lit. N iu Q abgest. «mrblan der Metzener Anzeiger; vom 18. September (915. 37, !?7i °7. Bereinsbauk . vvv DjSkonto-Gesellschaft M. 600/1200 W Brauer» Bmding. 174.— Hcnmnger. 115.50 do. Pr. Akt. 119.— " Kempif . . 118 — do. v. 1897 do. v. 1902 amort. ab 1907 do. v. 1905 . .... Mexik. amort. innere Ser. I—IV . Pes. do. rons. äußere v. 1899 steuerfr. Lstr. do. rons. innere Pcs- do. u P ».1898 kündb. ab 1908 Jnvest-Anl..... 171.7. MulyeimerBergw. 1G6.75 Pfandbriefe. 4 Verl. Hyp -Bk. (vr. Pommr.) abgest. 80°/d 1887 stf. gar. . . i. S. 200/1000 v. 1889 j. S. . . Rheinprovinz AuSg 20 u. 21 unk. b. 1902 do. , 22 u. 23 . . do. „ 10, 12-16, 24-26 37, Westd. Bdkr. Hyp. (Köln) S.3 kündb. 1905 37, do. do. do. Ser. 4 kündb. 1906 d7, % 4 Fulda 4 Gießen 37, Alzey v. . . 8*,, Ajchafsenburg v. 1888 .... 4 Augsburg v. 1901 unk. b. 1908 . 4 Babenhausen (Hessen) 37, Baden-Baden v. 1898 kündb. ab 1903 37, Bamberg v. 1888 3% Berlin v. 1886/92 . . .... Bingen v. 1901 kündb. ab 1906 , . fl.7 -- Tlr. 20 198. Tlr. 10 —. Fr. 15 —. Lire 150 206. Lire 45 —. Lire 10 —. 4v Raff. StaatSanl. v. 1905 . , * * * Eonfolid.-Anl. v. 1880 4 4 4 4 4 4 4 5 4 2718 2%. do " Oest.-Ung. StSb. 1873/74 i.G. Zürich v. 1889 Fr, Stadt BuenoS-AireS v. 1892 i. P. Pes. <7, Chile Gold-Anl. v. 1889 . . . 6 Chinesische StaatS-Anl. v. 1895. 5 do. do. v. 1896. 47, do. do. v. 1898. 4 Egyptische unifizierte. . . . . 31/, do. privil 3 do. garantierte . . . . 41/, Japaner Ser. H v. 1905 . . Oest.-Ung.StaaSb. Oest.Südb.(Lomb.) Württemba. do. do. d«. do. Inländische. Braunschweig. LandeS-E.-B. II E . . do. do. I E abgest. . do. do. IIIEunt. b. 1905 Russische Südost 97 steuerfr. gar. . do. do. 98 unk. 1909 stfr. gar. do. do. 1901 uncv.b.l915stf.g. do. Südwest stfr. gar. 408/2040 I. Europäische. 47, Bosnien u. Hercegov.v. 1902 unk. 1913 Kr 4 do. do. I 5 Vulgär. Tab. Anl. v. 1902 i. G. . M. 17 Griech. E.-B. 0. 1890 steuerfr. . Fr. 1’/ do. Monvpol-Anl. v. 1887 4 * Italienische Rente .... 27«. do. do i. G. . . 47 Oest. Silber-Rente .... -•■6 do. Papier-Rente .... 47, Mecklb. Hyp. u. Wbk. Ser. I verl. ä 125 , do. do. Ser. 3 abgest. do. do. Ser. 2 u. 3 künbd. ab 192o | 3 to. priv. v. 1903 u cuersr. 4 do. conv. nnif. v. 1903. 37 Kreuznach v. 1888 tu 1898. . . 31i, Lahr v. 1889 37, do. v. 1902 . 37, Limburg abgest. 37 Ludwigshafen v. 1896 . . . . 87 do. v. 1903 lündb. ab 19( 4 Mainz v. 1900 unk. b. 1910 . . abgest. 1878 u. 83 . . . 4 do. 37, do. 37 do. v. 1905 3i/’ Karlsruhe v. 1902 kündb. ab 1907 37. do. - ' — 3 do. Preußische Confoir....... do. do. ..... . Badische Anleihe v. 1901 unk. 1909 do. do. von 1892 u. 94 . . do. do. v. 1902 unk. b. 1910 . do. do. v. 1896 Bayr. E.-D^Anl, unk. b. 1906 . . . do. E.-B. u. Allg. Anl. do. LandeSkultur-Rente do E.-B.-Anl. Bremer St.-Anl. v. 1888, 92, 99 . do. do. v. 1896 unk. 1912 do. do. v. 1902 unk. b. 1912 Sächsische Rente . v. 1907 . Augsburger Braunschweig .... Fumländisch: . . . Freiburger . . . Genua . . . . . liiailänöec . ... Mailänder Meininger Oestr. v. 1864 ... . , £>e|tc Kredit v. 1858 . Rudolfs-Stiftung ... Türkische . . . . . . . do. .... Ultima. Ungar. Staat- Benetianer . « - - . . Bayr. HYP.« u. Wechselbk. s. fl. 500 13'6 Berliner HaudelSg. . 9)L 500/1000 9 /, do. Hyp.-Bt. Lit. A M. 1000 6‘/, do. do. Lit. L M. 1000 67, BreSl. TiSkontobank Mk. 600/1200 । 6 Commerz. u.DiSkonto-Bank Rk. 1010 6 Darmstädter Bank . . M. 1000, Banks. Handeln. Industrie) 67, Deutsche Bk. E/l-X M. 600/1200 'M, Efielt.-11. Wechselb. Tlr. 100 1 h ’ ’ ' . M. 600 6 1 37,Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 1—190 u. 301-310 37, do. do. Ser.311-350 uuk.b. 1913 Hamburger St^Anl. do. do. 1. G. v. 1891 v. 1901 kündb. ab 1906 . abgest. . v. 1887 v. 1891 abgest. . ... v. 1896 v. 1898 v. 1902 Ser. n kündb. ab 1*907* Meininger Hyp.-Bk. Ser. 2 do. do. do. do. Sank für" Niederlassung Gietzen Provinzial- and Commanab Obligationen. do. v. 1886 . do. v. 1895 . Lissabon v. 1886 . 3*1, do. 8 do. , 87. Schwedisch« v. 1880 abgest. . . . 3-/ do. v. 1890 8 do 47, Schweiz. Eidg. (A.-G.) unk. b. 1911 3 Eerb. amort. . 1895 (405) . . . 4 Span. auSl. Rente v. 1882 abgest. 47, Türk.-Egypt. Tribut 4 Lürleu v. 1890 Prag-Dux v. 1896 stf. i Raab-Oed.-Ebenf. „ i do« do. v. 91 „ i do. do. v. 97 „ i Rudolf .... i do. (Salzkgtb.) stf. i. G. Staatl. oder vrovinzk al-garant. Hess. Landes-Hyp. Bank See. 12—13 . n. 14—15 . da. do. Scr.I—II unk. 1909 da. do. Kom. Obl. S. 5—6 . 4 Stuttgart 3'/, do. 4 Trier v. 37, do. v. Strlinec Qnlt. Bochumer Guß , 223.50 Buderus Eisen . 106^— ^oucocöu Bergb. 318*50 -3t. Luxemb. Bg,v. 147,7 ^icttr.L'idjtu.Slcaft ! 128*25 Elchweiler Bcrgw. 214.8G ö-afiou Manustadt ! 129*30 „ Borz.Akt. ]29*- Gel,enkrrch. Brgw. 1 183 25 - 191.50 £>a|pec Elseniv. . i65.9u .pemmooc Zement 122.— Hlberma Bcrgiv. 22’— tzosch. Eisen,v. J 341*10 •pumbolo Masch. . H6.10 Laurahülte. 47, Grf. Henckel Hg v. Donn. r.L 105V.84 4 Fürst!. SolmS-Braunsel; v. 1880 . 37, do. do. v. 1886 . 31/, Gräfl. SolmS-Laubach abgest. . . 37, Gräfl. SolmS-Rödelheim .... 37, Fürstl. Nsenb.u. Büb.-Birsteinv. 1887 4 do. do. -Wächtersbach u. 1881 do. v. 1895 Ealonique-Eonstant. Jonction do. Dionastir . . 2020/4040 Wars».-Wicn. stsr. gar. 2020/4040 Wladlkawk. 85 stfr. gar. 408/2040 47, Anatolischc i. G 2040c 47, do. i. G. (S. H Ergnz.) 2040 . 2000 M. . . b. fl. 47, Eisenwerke Lollar r. 102* . 47, Elektr. Werk Homburg r. 103 4 D. Atlant Telegraf 4 r Elektr. Böse Borz. — „ Allgem. Berllu 214.90 „ Laqmeycc . . —.— , Schuckerc . .153.70 „ Siem. 2. ” = s il - *U- L?-Z I^ilf ?s:a 3. 9-Z. 5 -3 ?*9= üifitn 2-or^3 = T^5-= a2. 2 ?S = = a= " ^ | = 5' = jöxir-Ä V^v-~ ?=-^*->3S = tI’t = h Z MZ-5 2ZIZS-Z, 2 * =-3 X‘ tooSD Z. ja x-2.re @ 3 «• o>~ = X S = 5-= = =•* re = ° S S " ~ 9 S n 3 re '--f2 - d-e-~ E = ?'□ D "f aXa*E awa-p - 355 ? s äl-n s 2 ==. s = 2 <2 L 2 e3 ?- = so ZZ =* = re er — ’ e» 3 2 21 — X C — o SssZ d = “ a.** "5 o-s:' — -1 CO Cb g •d Or 0 aß* 3 2" i£ x-< = = S? 3 C. —' er-£ X ?=u 3 = s 3 Cf = ? ?= E xLZ--- 'er S Se ~2 ^?SZ. 2 °r *? 7 s Ä" W 2 « 3? 5 ^5 n 2» 2.= ~ O- -=• — —- .E 2 2 Cd S ~ST 3*7 Z s £ S = d a - - 2» V Z' ^L' re re tr fr a-5 re 5" -Z §1 W” KZ = §• 2 =' re? ~ di 2’ «-• - — X Or So i h- 3?f5- 2 2 2.-- = = 72 2-R.-3 ?IsIg>gBgs| ;r 2.0 rl|’l 3 2.aO = < 3 2-31 - 7 ~ -L2E3Srß-^--E fe^® = 2- ^2,^0 ^-. «„-93 2. X?2S-=r. o = <»r - = ^=Pi|O $I|=OiH ^ ?^aZa ? ^="x=o^2 5 2?s = E.c 3 X^st.S " 5-^ - ■= M ^.2 2 2 «E • Wr-E "»2LZS.M 5*2 2 -ksZ-^L? — s = dl er d o 5b. ?2Z H.3-2 ® sä — O S’. -s c 2-52-2 •= = = ~ ", 2-Z.-S er 2.— 3 -.-.-pH ?s o = => — B 21 03 ßs 2 xi s.1 5.2 = 2 LT2 Z-2-T ZZ.K OS aE — 2 — -- — o _s> (V •e -er #» D I A s ti! => "CF « e awö» LS z S-'OS « -X- S or 2 i = 5 * s so a = = = -- ^E"9- = SS I» sr Z-L ■8*3 'L 3 n 5 D 2, = = = to 2- - §Z^ et h s B « 7^L 2 = 8 1 8 § Z 8 1 8 3 E L 1 § 2 > so1“ § 8 ? 9 ff O Ä ?Sg = «7-D F. Cp 8 2 M LZ- 3-21 - E = S=f 5 O: L n F I ?§ 9= to = 3 T." 2. <=> s/fiS. ts 8 « s P 8 t!F SS’ o> Zssd '-•'§ = e «a= = . n O ~ "2 M MZK ca~ • L - m. 3- 5 = ZK8 -Z S? - "Zöi? = S-x-E &1Ä& S 2= S<> = Hi;? “ =■ 2 o q- _p ?h Z4Z e= V) 8p © e Or S£ä 8--T ^(DÖ VSS <1.5 IM ■ 2.-2 lh 8 8 Seä «h 28 s| ? :e82 l;l! hü; I3 sB LZZ >=5 5 re = to“ 3-'^S |3. it "H 3 3 =i S* ' S21 Mx- 2 2^* S--X- X.KZ s§ »' ?s. — 0 Ä ?§Z§Ä =• 2 = S £X - 3-2 -H g =s «•* hxQ’ -iSsS s 2, AO 0 2 » X(P^ = wom 3- S? IMS =2= S55 KZZ ?2. ;Mshr7 0 r-> - crS' 5 e* .3 2. .3 5 = r^-F ® T M — = bCD" _ g§ Hl „S.5 F--- o 5 = $2 2. '2O-Z5H- oc**<35 re - S o O: -. — o 2. illlS? - til e=< ’ CO - -2§ g er - - -w ■ ®^-S: = 2.= * 2 3^ ® = ®?5 “ § s » J-Z-sff ” “C^?S re “ "re <2 3; 2 s r." D2.S Sr 2c9o'"x S-ZZF.ZL 'n o* 2-2 K« Mä? a- c- 7 = =* -•® Lre 5 a- c-^*«5" g 5» (0 — -- — CD co to 3 -x* S1 5* ® ' -= «L. 3 O f 3 s f _. CO 8 CD "qd" —J