3819 statt. 11 dm Konkur e übn Nachlaß des Jakos >ld II. in Gießen soll Schlußverteilung er.- :n- Nach Berichtigung bevorrechtigten h che und der Mqsse- n sind 6428,39 U Verfügung, denen bevorrechtigte Forderen mit 21717,56 M nüberstehen od. 29,6« Schlußverzeichni- auf der Gerichtsiberei Großh. te hts Gießen zur Ein- der Beteiligten aus. eßm,denlll.JuniI91 > L. Althoss, dj Konkursvemalter. Wich n dem Konkuch.' Vermögen derM old II. 'n ßen soll dir Wuß- eilung erfchn. M ichtigung kt bm ioten Snsplch md MassekoD D ! 99 M zur tg, betten mchkbevoi- ite Forderungen mit 169 gegenüber- ober 33,3%. -d- verzeichnisliegtaus Gerichtsschrelberer .-oalAmtsgerrchts zur Einsicht der itn aus. ,den10.JumI9lo . Althost D,n» kursverwalter^ tat. AW itt-Nsll« iS«« io«> Stu, ®«^° D'-ES .ufttreni»’5’ (on.plet,e i w* V* »'SjS Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten die Regierung nicht ohne erlftbliche Bedenken dem Antrag gegenüber steht und die von der Zweiten .Kammer verlangte Vorlage darüber .jedenfalls mit einer Reihe von Bedingungen beschweren wird, die neben der unbedingten Sicherstellung auch die ^tagc der Staatskontrolle oder Staatsaufsicht — eine solche im eigentlichen Sinne ist nach dem Reichsgenossenschaftsgesetz bekanntlich überhaupt aus- geschlossen — behandeln werden Ganz ähnliche Bedenken, wie von der Regierung, find auch im Finanzausschuß der Erstell Karniner geäußert worden, und wenn auch der Antrag Dr. Osann und Genossen demnächst in der Ersten Ma mm er mit dein Zusatz ihres Ausschusses Annahme finden wird, so erscheint doch jetzt schon als )icfyer, daß, die den Antrag durchführende Regierungsvorlage im kommenden Herbst recht viele Schwierigkeiten zu passieren haben wird. Schatzgräber im alten Rom; Zur Geschichte der Ausgrabungen. Auf die Frage, wer die ersten Ausgrabungen mehr oder weniger archäologischen Eharaltcrs unternommen habe, antwortet Professor Christian Hülsen in einem interessanten Aufsatz, der, un Florentiner „Marzoeeo" erschienen, eine kurz gefaßte Ge schicht ■ Der Ausgrabungen bietet. Tie ersten Ausgrabungen haben unbedingt die Christen Roms gemacht, als sie, um ihre Katakomben zu graben, den Boden der eitrigen Stadt durchwühlten, unb dabei nuf die verschiedensten Reste heidnischer Zeit, vor allem auf Gräber stießen. Was von diesen Funden brauchbar )var — in erfter Linie Marmormaterial — wurde zur Ausschmückung der Katakomben und Basiliken verwandt. Zweckmäßiger begann man erst nach brm Jahre 1000 zu graben; damals wurhen die Fora und die Kaiserpalaste ihrer Marmorbekleidung beraubt, aus der dann Kalk bereitet wurde. 2aß diese Beraubung der Mhiinen nicht ungefährlich war, beweist eine ganz neue Entdeckung in den Caracallath.-rmen; in einem jnriilf Meter unter der Erde gelegenen Raum fand man hier im vergangenen Sommer ein znsammengestürztes Gewölbe und darunter die Skelette von acht Menschen, die es uwer sich begraben hatte. Es waren das Schatzgräber des Mittelalters gewesen, die in so großer Tiefe wo bl etwas besonderes Kostbares zu finden hofften. Besondere Anziehungskraft übten seit dem frühen Mittelalter die Gräber der Kaiserzeit aus, an denen die Umgebung Roms so reich ist — man denke nur an Bia Avvia und Bia Latina. Während in den Gräbern aus republikanischer Zeit — dank dem Zwölftafelgesetz — keine großen Schätze zu finden maren, wurden solche später in den Grabkammern geradezu aufgestapelt. Ten größten Fund dieser Art machte man unter dem Pontifikat Pauls III., als anläßlich von Bauarbeiten für die Petersttickw Arbeiter ans den Sarkophag der Kaiserin Maria, Gemahlin des Honorius, stießen. Ihr letzter Wunssch war es gewesen, in der ^ähe des Apostelfürsten begraben zu werden; ^tausend Jahre lag sie in ungestörter Ruhe inmitten fabelhafter Schatze. Bon ihnen ntblenbct, warfen sich die Finder darauf, rissen alles auseinander und zogen der Kaiserin das kostbare Gewand aus. Es war aus einem Goldstoff gewebt, aus dem man, nachdem man ihn verbrannt Wte, vierzig Pfund Gold gewann. Mehr als vierzig goldene swinge stäken an den Fingern der Kaiserin: der schönste Ring 'ttnstßte einen großen Smaragd mit dem Bild des Honorius. Ohrgehänge und Goldketten lagen haufenweise umher, und ein fan gearbeitetes, silbernes Schmuckkästchen, das einen halben Meter feng »var, enthielt eine Unzahl köstlichster Bibelots, darunter ewc Lampe aus Bcrgkristall. Von all diesen Kostbarkeiten exi- gegenüber den Gleichstellungsbestrebungen, wenn es auch von den Lolalbeaintcn nicht als solch? anerkannt wiO. Ten Richtern war die darin liegende Benachteiligung der Anusgerichtsräte keineswegs erwünscht, sie nehmen sie aber mit in Kauf, weil überwiegende Gründe für diese Maßnahme sprechen, denn es Fann ooä) ntcht ernstlich bestritten werden, daß der Oberamtsrichter gegenüber dem Amtsrichter eine verantwortungsvollere Stellung emmmmt und daß der Landgerichtsrat in der Tat kein Lokal- beainter ist. Daß die Zulage nicht mehr auf die 20 Aeltesten beschränkt werden soll, ist für absehbare Zeit keine Begünsttgung. Aach dem heutigen Stand hätten nur 11 Oberamtsrickler und ^Landlrerichlsräte Anspruch darauf. Diese Zulage, die erst Jahre nach der Anstellung erworben wird, gtcidrt nicht entfernt oen Voriprung aus, den die Oberlehrer durch die frühere Anstellung und die frühere Erlangrmg des Endgchalts haben. Ter Richter erreicht den Endgehall erst einige Jahre nach dem Ober Iebrcr_ und muß dann muh 4 Jahre auf die Zulage warten. « - I? deshalb irrefüfrrenb, wenn man sagt, der Gehalt der Lokalbeamten sei auf 3000 bis 6500 Mark, der der Oberamts- richter und Landgerichtsräte auf 3000 bis 7000 Mark bemessen. vulaansche Grausamkeiten? Saloniki, 10. Juni. (Agenee d'Ath«nes. > Die „Li- derts" veröffentlicht einen Artikel mit der Ueberschrift „Bulgarische Grausamkeiten", in dem es u. a. heißt: Wir haben es bisher vermieden, von diesen Dingen zu sprechen, aber die Häufigkeit der schweren Vorkommnisse macht es unmöglich, länger davon zu schweigen. Ein Strieg Zeigt immer schlimme Begleiterscheinungen, aber nichts erklärt und entschuldigt die Mißachtung der elementarsten Gesetze der Menschlichkeit. Die bulgarische Regierung sollte wissen, welchen schmerzlichen Widerhall die aus Drama, Serres nnb Dedeagatsch kommenden Berichte in Europa finden. Diese Vorkommnisse bilden trübe Seiten in der Geschichte des gegenwärtigen Krieges, der von einem schönen Ideal ein gegeben wurde, das nun durch so viele unnütze Grausamkeiten besudelt ist. VczugSvrc. . monatlich 75 viertd- jälulich Mk. 2.20; durch Abhole- tu Ziveigflellen monatlich 6o Pf.; durch die Post '2)11.2.— iricvtel- jährl. ausichl. Besteilg. Zeileuprcis: lokal 15Ps^ auswärts 20 Pfennig. C liesredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: 9luanft Goetz; für .Feuilleton", .Vermischtes* und „Geiickstssaal": K. Neurecht elenden Zustr»d. Eine nun aufirctcnbc heftige Entzündung der Mundschlcimhaut lenkt den Verdacht auf Bleivergiftung. Aus der Umgebung des Kindes wurde nun von allem, was irgcnbnric Bleigehalt haben konnte, eine Probe entnommen und ckiemisch untenucht. Es zeigte sich, daß das Gummituch, welches als wasserdichte Betteinlage diente, bleihaltig war. Nach Entfernung des verhängnisvollen Gummituches trat nach wenigen Wochen völlige Genesung ein. — Ein Gipfeljubilar in den Zillertaler- a l pen. Am^ 22. August 1913 werden es fünfzig Jahre seiNa das; der Große Greiner (3203 Meter) zum erstenmal erstiegen worden ist. Man wird diesen Gedenktag in der Berliner Hütte der um die Erschließung der Zillertaler Eiswelt so hochverdienten .'llpenvereins-L-ettlon Berlin um so freudiger begehen, als es zwei Reick sdeutscke, die Herren Professor Tr. Karl Zöpvritz a u s G lercn und dessen Bruder Emil waren, die unter Führung des Zillertaler Steinklaubers Georg Samer, genannt Josele, der ungezügelten Gratschneide des Greiner oen Nimbus der Unnahbarkeit raubten. Seither ist der Greiner auf verschiedenen Routeit ost und OTt beitiegen und seiner ursprünglichen Schrecken und Gefahren entkleidet worden. Und dach kann sich keiner seiner Bezwinger des nachhaltigen Eindruckes entziehen, den die lieber» laircitung des „stackettenzaunartigen Grates", der zur Spitze führt, ausübt. Ter Greiner bildet noch heute eine der vornehmsten Gipseltouren, die von der inmitten der Firnpracht des Zemm- grundes gelegenen Berliner-Hütte unternommen werden Tas kutzuckendste an der interessanten Bergfahrt ist natürlich der Rundblick von der Gipfelschneioe. Glanzpuiikte sind der Niederblick aut das dreigeteille Cisamphitheater des Schwarzensteingrundes und der Zirkus des Schlegeisgletschers, dem die steile, glatte Wand des Hochseilers, des Beherrschers der ganzen Gruppe, in einer Flucht entragt, ferner die prachwolle Uebersicht des Tuxer Hauptkammes. , ks. Tie Indianer Amerikas — sibirischer Ab- der nordamerikanischen Indianer glaubt ^rrv- • ^^dlicka vom amerikanischen Nationalmuseum jetzt Nord- oNsibirlen nackig ewiesen zu haberi. Er hat nämlich, wie der „Scien- ^"ateriean berichtet, auf seiner eben abgeschlossenen For- ,chungsrei,e im Stromgebiete des Yenissei, des Selenga unt> des «eruiert archaolognche Beweise und unter den lebenden Bewohnern ^ibtnenS stchere Anhaltspunkte für seine Behauptung gefunden, •cn ben „Kurgans", Grabstätten, die zu Tausenoen in Sibirien Vorhandeii und, hat er indianerarttge altsibirisch' Echädel und aiifgefnnden, ferner Gold- unb andere Metal la rbeiten, bie zu der ^ndianerkultur in engster Beziehung ftefren. Ans Hessen. Die Besoldungsordnung im Ausschuß. (bs) Darmstadt, 10. Juni. Der Finanzausschuß, der, wie wir berichteten, sich mit der Beratung über die neue B es o l dun gsv rb n u n g befaßt, wird über seine Sitzungen für die nächste Zukunft keine Mitteilungen mehr ma chen. Nachdem die allgemeine Erörterung nunmehr erledigt ist, haben heute die Einzelberatungen über den Tirif selbst begonnen. Man hält cs snr richtiger, über diesen Teil der Aussprache nicht zu berichten. 0 ♦ Da8 Millionanlehen an die Zentralkaffe der ländli en Genossenschaften. (rb. > Darmstadt, 10. Juni. Während die Zweite Kammer dein Antrag Tr. Osann und 34 Genossen auf Gewährung eines Darlehens bis zu einer Million Mark an die neugegründete Zentralkasse einstimmig und ohne Aussprache zugestimmt hat, ist dieser Antrag im Finanzausschuß der Ersten Kammer Gegenstand einer sehr lebhaften Erörterung gewesen. Ter Ausschuß hat schließlich dem Antrag der Zweiten Kammer nur unter dem ausdrücklichen „Vorbehalt" zugestimmt, „daß die in der zu erwartenden Vorlage demnächst gewährten Garantien für die Sicherstellung und Rückzahlung dieser Summe der hohen Ersten Kammer bei Beratung dieser Vorlage genügend erscheinen". — Es darf wohl als ein offenes Geheimnis bezeichnet werden, daß £ofolbeamte und Richter. ^Tu3 den Kreisen des hessischen Richtervereins er halten wir eine Zuschrift, die sich mit der.Denkschrift des Verbandes akademisch^ gebildeter Lokalbeamten beschäftigt unb aus der wir folgende Stellen entnehmen: Man soll doch nicht glauben, daß durch die gleiche Bemessung des Anfangs- unb Endgehalts eine wirkliche Gleichstellung der verschiedenen Beamtenklassen erreicht würde. Zunächst ist die /Ausbildungszeit schon nicht gleich lang. Die Wartezeit, d. b, chie Zeit von der Erlangung der Anstellungsfähigkett bis zilr ^Anstellung, ist durchaus verschieden. Es sind z. B. in den letzten Smitt im Jahre 1898 sehr richttg bemerkte, tri» anderer Stand, er ntöge heißen wie er will, int Entferntesten mit dem Richterstand nach der Seite hin messen, daß der Richterstand mit seinem Vermögen unter Umständen für seine Handlungen eintreten muß. Solange man diese Untcrfdriebc nickst beseitigen Fann, wirb burch die Ve'r leihung eines gleichen Anfangs- unb Endgehalts eine wahrhafte Gleichstellung nicht lstrbeigefiihrt. Bei der großen Gleichstellung im Jahre 1898 haben, wie der Justlzminister Tr. Tiltmar betont, und der Abg. Tr Glässing ausdrücklich anerkmrnt hat, die Richter denkbar schlecht abgeschnitten. Nur zwei Heine Vorzüge haben sie gerettet: Die Fnuktions- Anlagen der Oberamtsrichter und die 500-Mark-Zulage für die 20 ältesten Richter erster Instanz nach 25jähriger Dienstzeit. Diese nnhtpensionsfähigen F u n k t i o n s zu l a g e n, die die Vorlage erhalten will, sind ein weiterer Stein des Anstoßes Sre werden m der „Tenkschrift" bekämpft. Nwi sollen nach der Besoldungsvorlage die Oberärzte an den J-rreiranstalten pen- sivnsfähige Zulagen von 500 Mark, die sämtlichen Ober- steucruispettoren^Zulagen von 600 Atark, 900 Marl und 1200 Mark, von den Finanzamtsvorständen 5 Zulagen von 300 Mark l£°n™609 Mark und 3 von 900 Mark erhalten, die bis zu oMNtark penftonsfälstg sind. Auch diese Zulagen stehen im Widerspruch mit der von den Lokalbeamten verlangten Gleichstellung. Was sagt dazu der Verein der Medizinalbeamten^ was der Verein der Finanz beamten? Die Denkschrift, die auch m ihrem Namen herausgegeben ist, gibt hierüber keine Auskunft Dies besorgt der „Nichtjurist", der auf die Mitglieder des Vnckandes keine Rücksicht nehmen zu müssen glaubt. Aber auch er sagt nichts davon, daß Funltionszulagen im Lehrsack schon lange “riteben, daß Leiter höherer Bürgerschulen solche in Höhe von 200 Mark, 300 Mark und 500 Mark, daß Direktoren höherer Lehranstalten, wenn mit ihnen ein pädagogisches Seminar verbunden ist, 900 Mark ünb wenn eine Vorsckstcke besteht, 600 Mark Funkttonszulage erhalten Wir sind der Ansicht, daß die Funktionszulagen nickst nur nn Lehr- und 'Finanzlfach, sondern auch in der Justiz ihre Be- rechtigung haben. . Die Vorlage will die 500-Mark-Zulage nach 25jähriger Dienstzeit für die Landgerichtsräte unb Obcramtsrichter erlmlten, nicht aber für die AmtSgerichtsräre. ES bedeutet dies eine Nachgabe Deutsches Usich. Die Nationalspende für das Kaiseriubiläum zum Besten der christlichen M^i s s i o n e n soll bekanntlich am 16. d. M. durch eine Deputation beider Konfessionen dem Kaiser überreicht werden, lieber das Ergebnis läßt sich, so schreibt man uns, jetzt noch nichts genaues mittrilcrt, da wenigstens die Erträge der evangelischen Sammluntz erst gegenwärtig in der Hauptsammelstelle zusammenfließen. Auf evangelischer Seite ist der Endtermin siir die Sammlung bis auf den 1. Juli verschoben worden, da besonders die eigentlichen Jubiläumstage, der 15. und 16. d. M., nod) eine vorzügliche Gelegenheit zur Propaganda für das kultu- rell und national hochbedeutsame Werk bieten. Bekanntlich ist die am nächsten Sonntag, 15. Juni, bei Gelegenheit des Festgottesdienstes in allen evangelischen Kirchen Preußens und auch der allermeisten Bundesstaaten einzusammelnde Kollekte für die Nationalspende bestimmt. Der Wahlprüfuttgsausschuß des Reick) stags verhandelte am Dienstag über die Wahl des Abgeordneten Ro ga'l la v o n Bieb e rste in (kons., Bosemb., Bezirk Königsberg). Zu einer Entscheidung kam es noch nicht. Das K'i n de rsau g fl a s ch en g e se tz wurde von dem dafiir im Reichstag eingesetzten Ausschuß! in der Sitzung vom Dienstag a b g e l e h n t. Die argentiiiische Sondermission hat, so teilt hie amtliche „Nordd. Allg. Ztg." mit, nach glänzender Erfüllung ihrer .Aufgabe die Weiterreise angetreten. Die Mission nimmt die lieber,^eugung mit sich, daß ihr Besuch in Deutschland sehr willkommen war. Der Sonderbotschafter bekundete dies in einem außerordentlich herzlichen Telegramm an den Kaiser, das folgendermaßen lautet: „Beim Verlassen des gastlichen Bodens Deutschlands danke ich Eurer Majestät für das lebhafte Interesse, das Eure Majestät an meinem Vaterlande zu nehmen geruhten. Die Botsckwft und die argentinische Narioii werden niemals die Aufnahme vergessen, die Eure Majestät und das deutsche Völk mir gewährten. Ich darf den Wunsch aussprechen, daß mein Aufenthalt in Deutschland dazu beitrug, die schon bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen Argentinien und Deutschland noch enger zu gestalten". Ausland. Das Homerule-Gesctz im englischen Unterhaus. London, 11. Juni. Im Unterhaus wurde die zweite Lelung des H o m c r u l c - G e s c tz e s gestern nach zweitägiger Aussprache mit 368 gegen 270 Stimmen angenommen. skiert nichis mehr: Paul III. nahm cs den Findern ab, schickte dad Gold in die Münze und schmückte mit den Juwelen Mitren und .mrchengeräte. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war das Ausgraben zu Rom geradezu eine Art von Spekulation geworden, oic ovn allen GeiellKhausichichten, vom Kardinal bis zum Vorstadtbewohner, fieberhaft betrieben wurde. Man assoziierte sich zu diesem Zwecke, man gründete Gesellschaften, man lief zu Wahrsagerinnen, um besonders ergiebige Plätze herausmftnden. Es gab natürlich ganz unfehlbare Methodeii, wie beim Lotto, und Ende des 17. Jahrhunderts erschien ein V.wzeick-nis von über vierhundert Plätzen, an denen sich Sckstitze befinden sollten. Merkwürdigerweise hat der wissende Herausgeber selbst keinen Versuch zu ihrer Hebung gemackst. Das Zeitalter der großen künstlerischen Funde begann, als das Rom der- Renaissance aus den Ruinen der alten Stadt erwuchs, als neue Straßen angelegt, Kirchen und Paläste in allen Stadtteilen gebaut wurden. Tie zahllosen Funde dieser Zeit legten den Grund zu den römischen, Sammlungen. Man grub, leit Künstler wie Bramant und Raffael sich dessen angenommen hatten nick t mehr zufällig, sondern planmäßig, und damit hatte das Zeitalter der Schatzgräber aufgehört, das der Archäologen aber begonnen. Ten größten Plan trug Raffael in sich: er wollte die bedeutendüeii Bauwerke des alten Rom, Kaiserpaläste, Fora, Theater, Amphitheater und Thermen ausgraben und hieraus, nachdem man dies alles wieder gefunden, einen Plan der Kaiser- stadt entwerfen, der dem Beschauer il>re Schönheit vor Augen führen sollte, „als wenn fr wirklich vor ihr stünde". Enthusiastische Stimmen erhoben sich für diesen Plan, der mit dem frühen Tod des Urbinaten fiel, aber noch den späteren Geschlechtern genügend Anregung bot. £). K. * l . Mo be r ne K u n st in Köln. Ter Kölner Kunswerein, der leit 1843 besteht, wird neu organisiert werden ?r bat die Ausstellungsräume int Wallraf Richartz-Nriiscum auf- gegebeii, daft'ir werden neue Ausstellungsräume gegenüber dem xom eingerichtet. Paul Cassierer wurde zum künmerischen Leiter der Ausstellungen ernannt. Cassierer der un übrigen m Berlin bleibt, hat sich verpflichtet, acht Ausstellungen lahrlich zu veranstalten. Geschäftlicher Letter ist Walter Klug, der Geschäftsführer der letzten Sonderbund-Ausstellung. ~ ^^/^brgiftuiig eines Säuglings durch eine Gummi tu ch-Bett einlag e. interessante Mitteilung aus der Praxis macht Tr. F r a n k - Tudweiler in der „Mün- cbener Medtztniichen Wochenschrift". Em gesunder, kräftiger Säugling nimmt plötzlich ab und kommt nach drei Wochen in einen .St - »I-tt Zahlgang Mittwoch. II. Zuni M erscheint täglich, mifecu €& «SietzenerAMger MIM" General-Anzeiger für Gberheften >ür di- Roiatlonsirui und Verlag der vrühl'Ichen Uni».-8lich- und Steindru-Ierei R. Lange, «edattion. Lrpcdilion und Druckerei: kchulftraii- 7. “nb h., Se.chälkstelle vudingen. Sahnhafftratze 16a. das 5. Sinfoniekonzert: • < 6&es 126, 149, 153, 163. — Bad-Nauheim, Nachklänge zum Negimentrjubilaum. Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der In» schrift: „Für Verdienste^ verlieh der Großherzog gelegentlich des Negimentsjubiläums noch nachträglich dem Vizefeldwebel und Kasinorechner Reuter. Eine rührende Episode, die die Anhänglichkeit der rauen an ihre Vorgesetzten zeigt, kam am Sonntag auf dem Festplatz vor. Ein Veteran suchte seinen früheren mann Walther, der jetzt als Major a. D. in Kassel lebt und wegen Unpäßlichkeit nicht erscheinen tonnte. .Als der tag, findet im Konzerthaus der Kur ka pelle unter Leitung des Kapellmeisters Ferdinand Reißer statt. Der Abend bringt zwei Reu- 11. Juni. Morgen, Donners viele beginnen, wie schon bekannt gegeben, am Dienstag, den 17. Juni mit Leo Falls neuer Operette „Der liebe Augustin', die sich überall als Schlager erwiesen hat. DaS Solopersonal besteht aus ersten Kräften größerer Bühnen und ist bis auf den Tenorbuffo Herrn Kurt Harden ooin Elberfelder Stadttheater, der ja allerbestens eingeführt ist, für hier neu. Als Operettenregisseur und erster Cbaraktcrkomiker ist Herr Ferdinand Ähnelt, langjähriges Mitglied des Bremer Stadttheatcrs, verpflichtet, als erster Tenor Herr Karl Gottried, der ans Stadttheater in Mainz geht, und als drastischer Tomifer Herr Georg Schmidt vom Elberfelder Stadttheater. Als erste Sängerin kommt Frl. Marie Koppenhöser von Lodz, als Operettcnsoubrette Frl. Grete Josepha von Elberfeld und als zweite Soubrette Frl. Lydia Herve von Berlin. Diese Kräfte sind sämtlich der Direktion persönlich bekannt und bilden ein Opercttenensemble, wie es auch m Großstädten selten geboten wird. — Zur Eröffnungsvorstellung gilt der erste Ermäßigungskupon für Abonnenten. ** Agent Rosenthal. Entgegen unserer gestrigen Mitteilung, die auf Grund wiederholter Erkundigung bei den zuständigen Stellen erfolgt war, wird uns von der Gerichtschreiberei des Untersuchungsrichters jetzt mitgeteilt, daß sich die Verhaftung des Agenten Rosenthal doch bewahrheitet. Der Untersuchungsrichter hatte die Deckadresse er- inittelt, und dadurch gelang es, die Verhaftung herbeizuführen. Rosenthal wu^de in Olden (Berner Oberland) und Bärmann in Luzern festgenommen. Die Auslieferung wird alsbald erfolgen. ** Einbruch. Bei der Firma Kart Frensdorf wurde in vergangener Nackt ein Einbruch verübt. Die Diebe drangen vom Hofe aus ins Haus, durchschnitten die Ladenfüllung und stahlen für etwa 500 Mk. Anzüge. Den Kassenschrank ließen sie unberührt. ** Postscheckverkehr. Im Reichspostgebiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende Mai 1913 auf 80 229 gestiegen. «Zugang im Monat Mai 727.'i Auf diesen Postscheckkonten wurden im Mai gebucht 1506 Millionen Mark Gutschriften und 1508 Millionen Mark Lastschriften. Das Gesamtguthaben der Kontoinhaber betrug im Mai durchschnittlich 172 Millionen Mark. Im Verkehr der Reichspostsä eckämter mit dem Postsparkassenamt in Wien, der Postsparkasse in Budapest, der luxemburgischen und belgischen Postverwaltung sowie den schweizerischen Postscheckbureaus wurden 7,2 Millionen Mark umgesetzt und zwar auf 3270 Uebertragungcn in der Richrung nach und auf 15 330 Übertragungen in der Richtung aus dem Auslande. Landkreis Gießen. — Oppenrod, 9. Juni. Goldene Hochzeit eierte am 8. Juni das Ehepaar JohS. Bender und Frau Henriette, geb. Kinzebach, hier im engsten Familienkreise. Beide Ehegatten sind körperlich und geistig noch frisch. Der Ehemann ist im 80. und die Ehefrau im 74. Lebensjahre. g,. Lich, 9. Juni. Unlängst gingen hier einem Landwirt zwei wertvolle Stück Rindvieh zugrunde, deren Fütterung Kindern übertragen war. Die Kinder hatten anstatt Viehsalz auS einem daneben stehenden Sack Ehilisalpeter inS Getränk getan. -m. Hungen, 10. Juni. Die von den BuderuS'schen Eisenwerken, Wetzlar, errichtete Drahtseilbahn ist nahezu fertiggestellt. Die Länge beträgt 3 Kilometer und führt in gerader Linie von dem Bergwerk im sog. Heckenwald durch den Wald und über die Jungviehweide Tiergarten auf die Bahnstrecke Hungen—Laubach. Auf etwa 50 Holzgerüsten ruht daS Drahtseil, von dem dos längste der einzelnen Teile 120 Zentner wiegt. Das mächtige EmpfangSgerüst am Bahngeleise, auf dem sich die Fürderkarren selbsttätig entleeren, ist bereits vollendet. Die ganze Einlage kostet über 200 000 Mark. Durch die Anlage soll das Eisenerz, das bisher im Fuhrwerk etwa V/2 Stunden weit zum Bahnhof gefahren werden mußte, jetzt täglich in Mengen für 24 Waggons befördert werden können. . Frünau, 10. ■’^Megatta i LT schmückten ; J btt Giktzenc r/Ä? .Tchla' LU freund Berlin Merger R.-x, , gestellt. In der heutigen Sitzung wurde ein Rechnungsbetrag von 501 Mark ohne Aussprache angewiesen. — Der Stellenvermittler Friedr. Jakobi hatte sich darüber beschwert, daß der städtische Arbeitsnachweis ihm eine unberechtigte Konkurrenz mache und bei großen Kosten nur einer kleinen Gruppe von Interessenten diene. Der Vorsitzende legte dar, daß der Nachweis bisher erfolgreich gearbeitet habe und im vorigen Jahre 79 Mk. beanspruchte, da er im Nebenamt verwaltet werde. Die Beschwerde wird als erledigt erklärt. — Die Versammlung hatte seinerzeit für die Tagung des Landes-Hebammen-VerbandeS 50 Mk. als Beitrag zu den entstehenden Unkosten der hiesigen Tagung bewilligt. Einem erneuten Gesuche zufolge erhöhte die Versammlung den Betrag auf 100 Mack. — Von der ^/zprozentigen Anleihe deS Jahres 1888 werden ausgelost: Lit. A. Nr. 19; Lit. B. Nr. 37, 74; Lit. C. Nr. 1, 90, 114, 141; Lit. D. Nr. 95, Dic gt teu. Sei£en deutschen Handelsdampfern. Die nächste Einstestung findet auf dem Schulschiffe „Prinzeß Eitel Friedrich' im September' dS. Js., auf dem Schulschiffe „Großherzogin Elisabeth' im April 1914 statt. . Die Annahmebedingungen können kostenlos von der Geschäftsstelle des Deutschen Schulschiff-Vereins, Bremen, Herrlichkeit 5, bezogen werden. * •» Neuer Divisionskommandeur. Wie in Berliner Kreisen nach Meldungen dortiger Blätter verlautet, wird infolge des in bcij nächsten Tagen zu erwartenden Rücktritts deS Chefs der Landgendarmerie General der Jnfanteric von Medern, als dessen Nachfolger der Kommandeur der Großh. Heff. (25.) Division Generalleutnant v. Plüskow, bezeichnet. Die Ernennung eines neuen Divisionskommandeurs soll am 16. d. MtS. anläßlich des NegierungSjubiläums des Kaisers erfolgen. •• Der Verwaltungsgerichtshof im Jahre 1912/13. In dem Berichtsjahre vom 1. April 1912 bis zum 31. März 1913 waren bei dem Verwaltungsgerichtshof 12 0 Sachen anhängig (davon 20 Sachen aus vorhergehenden Jahren, 100 wurden neu anhängig gemacht). Hiervon wurden 97 Sachen erledigt (darunter 18 aus vorderen Jahren) und 23 Sachen (darunter 2 aus vorderen Jahren) wurden unerledigt in das neue Amtsjahr 1913/14 übernommen. Von den 97 erledigten Sachen wurden beendet 72 Sachen (darunter 12 aus vorderen Jahren) durch Urteil, 6 durch Beschluß, 3 durch Bescheid, 13 (4) durch Zurücknahme des Antrags, der Klage oder des Rechtsmittels usw., 1 (auS dem Vorjahre) durch Einstellungsbeschluß auf Grund deS Dffziplinargesetzes, 2 (1) durch unterstellten Verzicht auf weitere Rechtsverfolgung. Von den im Berichtsjahre 1912/13 neu anhängig gemachten 100 Sachen betrafen: 31 Beschwerden wegen Steuerveranlagungen, 24 Vorentscheidungen gegen Beamte und Lehrer, 10 Verwaltungsstreitsachen wegen Wirtschaftskonzessionen, 6 Disziplinarstrafverfahren, 6 Verwaltungsstreitsachen wegen Zuziehung zu den öffentlichen Lasten der Kommunalverbände, 5 Beschwerden gegen Fest- setzung der Kosten ober des Streitwertes (Art. 120 VRG.), 3 Verwaltungsstreitsachen wegen Anspruchs gegenüber der Fürsorge- kaffe, 2 Bestimmungen deS zuständigen Gerichts (Art. 13 VRG.), 2 Verwaltungsstreitsachen wegen Erteilung ober Entziehung eines Kraftwagen-Führerscheins, je 1 Fall kam auf einen Kompetenzkonflikt, auf einen Antrag auf Wieberaufnahme des Verfahrens, sowie auf andere Verwaltungsstreitsachen wegen Rezeßbauholzberechtigung, Zuziehung zu den Umlagen der Landwirtschaftskammer, Wahlberechtigung bei öffentlichen Wahlen, Ersatz geleisteter Unterstützungen, Ablösung öffentlicher Gerechtsame, Besetzung der Stellen mit Militäranwärtern, Störung einer Wassergerechtigkeit, Erlaß eines Polizeibefehls, und endlich wegen Rückzahlung zu Unrecht erhobener indirekter öffentlicher Kommunalabgaben. ** D ie neuen Reichs- und Preußischen Staatsanleihen. Aus der von uns schon mitgcteütcii Aufforderung zur Zeichnung auf die neuen Reickzs- und Preußischen Staatsanleihen wiederholen wir, daß die Zeichnung bis Donnerstag, den 12. Juni, stattfindet und der Zeichnnngspreis 97,90 Prozent betragt. Bei früheren Emissionen mußte für 4prozentige Anleihen ein Kurs von 102—101,40 und zuletzt von 98,60 gezahlt werden. Demgegenüber erscheint das jetzige Angebot von' 97,90 Prozent rwrteilhaff, zumal den neuen Aulvl-cu Unkündbarkeit bis zum Jahre 1935 zugesichert wurde. Ten Schuldbuchzeichnern wird auch diesmal ein um 20 Pfg. ermäßigter Kurs, also 97,70 Prozent, zugebilligt. " DaS üvillitärgenesungsheim für das 8. und 18. Armeekorps im ehemaligen Kloster Eberbach im Rheingau wird voraussichtlich am 1. Juli seiner Bestimmung übergeben werden. ** Hessen auf dem deutschen Musikfest in Berlin 1913. Im Anschluß an das Regierungsjubiläum des Kaisers veranstaltet der Allgemeine Deutsche Musiker- vcrband, in dem alle Hof- und städtischen Orchester Deutschlands, sowie die Angehörigen der deutschen Orchester der Welt vertreten sind, unter dem Protektorate des Prinzen Dr. August Wilhelm von Preußen in Berlin vom 21. bis 29. Juni ein gros-es Teutsckes Musikfest. — Das erste Konzert des Deutschen Musikfestes findet am 21. Juni in BeNin in der „Plffkharmonie" statt. Tas ausstihrende Orchester dieses Abends besteht aus Mitgliedern der Hof- l»ezw. Theater-Orchester in Baden-Baden, Darmstadt, Homburg v. d. H., Karlsruhe, Mainz, Frankfurt a.M.' Bad-Nauheim, Straßburg. Die Dirigenten des Abends sind Bruno Walter-München und Albert Gorter- Mainz. Zur Aufführung gelange,!: Kaisermarsch, Richard Wagner, Deutsche Tänze, Mozart, 3. und 7. Sinfonie von Beethoven. ♦* Der Verband .Hessischer Verkehrs-Verein« trat vor kurzem in A^erb-ach zu einer. Arbefts-Aus- Kreis Lauterbach. )( Lauterbach, 10. Juni. Der hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhenklubs veranstaltete am Sonntag nachmittag in dem sog. Hainig ein Frühlingsfest, ju dem sich eine große Anzahl Klubmitglieder und viele hiesige Einwohner eingefunden hatten. Der Vorsitzende des Iffe- sigen Zweigvereins, Rentner W. Becker hielt eine Ansprache und brachte ein „Frisch auf" auf den V. H. K. aus. Der Rückmarsch wurde unter dem Klange der Musik angetreten. Kreis Friedberg. L. Fri edberg, 10. Juni. Am Jubiläumsfest des Kaisers werden wahrscheinlich deS nachmittags die Geschäfte geschlossen bleiben. r. Bad-Nauheim, 10. Juni. In der heute nachmittag unter Vorsitz des Bürgermeisters Dr. Kayser abgehaltenen Stadtverordneten-Versammlung wurden zur Erinnerung an das RegiernngSjubiläum des Kaisers einstimmig 20000 Mark zur Anlegung eines Spielplätze? bewilligt. Am Jubiläumstage selbst werden an sämtliche Schulkinder Bretzeln verteilt. — Die Stadt hatte anläßlich der hiesigen Tagung des LandeS-Lehrervereins dem OrtS- verband Friedberg-Bad-Nauheim eine Beihilfe in Aussicht KM schußsitzung zusammen, zu der sich Vertreter aus Dad-Nau- heim, Bingen, Mainz, Worms, Darmstadt, Neu-^ienburg und der Bergstraße eingefunden hatten. Ter Vorsitzende Sieben - Auerbach stellte dic beiden neuen Mitarbetter in der Führung der Geschäfte, die Herren Baron v^^ck)ad- Tensheim als Schatzmeister und Oberlehrer Türi-Seeherm als Protokollführer vor. Es wurde fcstgestcllt, daß. über die Beschlüsse des Verbandes bett, dic Auslösung der Angehörigkeit der Verbandsmitglieder zum Bund Teuffcher Verkehrs-Vereine in Leipzig nicht allgemein Klarheit bestände. Es ergeht daher an alle Mitglieder des Verbandes die Bitte, ihre direkte Mitgliedschaft beim Bund Deutscher Verkehrs-Vereine in Leipzig zu lösen und durch ihre Mitgliedschaft beim Verband Hessischer Verkehrsvereine kor- porättvc Mitglieder des Bundes zu werden. Auf Antrag des Vorsitzenden wurde eine Verbesserung der Organisation des Verbandes beschlossen. Zum Obmann des Ausschusses ür den Verkehr mit den Verwaltungsbehörden und für >as Verkehrswesen wurde Stadtverordneter Stemmer- Darmstadt und zum Obmann des gleichen Ausschusses, bett. Schiffahrt, Stahtbaumeifter Koch-Bingen gewählt. Zum Obmann für den'Ausschuß für Reklame wurde Herr Sieben- Auerbach besttmmt. Es soll angestrebt werden, daß, dem Verband Sitz und Stimme int Bezirks-Eisenbahnrat eingeräumt wird. Als Tagungsort für die Hauptversammlung des Verbandes wurde Bingen gewählt, dessen Vertreter den Verband eingeladen hat; die Versammlung wird im September stattfinden. ** Stabttheater. Die diesjährigen Operettengast- Graf Zeppelin in Wien. Wien, 10. Juni. Graf Zeppelin machte heute vormittag in der Uniform seines Manen-Regiments den Mitgliedern des Kaiserhauses, dem beutschen Botschaster von Tfchirschky-Bögeu borff und dem Fürsten Fürstenberg seine Aufwartung. Später empfing er den Besnch des Erzherzogs Leopold Salvator. Um ’/< 1 Uhr empfing der Kaiser den Grafen Zeppelin in besonderer Arrdienz, woran sich ein Frühstück anschloß, das der Kaiser zu Ehren des Grasen in der kleinen Gallene des Schlosses Schönbrunn gab. Am Frühstück nahmen teil Gras Ferdinand Zeppelin jr., DirektorColsmaim, der deutsche Botschafter von Tschirschky, Militärattache von Kageneck und Kriegsminister Krobatiu, höhere Militärs, die Mitglieder deS österreichischen Lustschifserverbanbes und die obersten Hofchargen. Wien, 10. Juni. Der Kaiser verlieh dem Grafen Zeppelin das Ehrenzeichen für Kunst imb Wissenschaft. Heute mittag ließ der Bürgermeister Weißkirchner deut Grafen Zeppelin das ihm zur Erinnerung des Fluges von der Stadt SBten gewidmete Ehrengeschenk überreichen. Es ist eine Goldkassette, auf deren Teckel daS Panorama Wiens mit dem Rathanse, dessen Tnrm das Zeppelin- Luftschiff umschwebt, eingraviert ist. Eine goldemgravierte Widmung erinnert an den Besuch Zeppelins. Graf Zeppelin war sichtlich erfreut und sagte, er sei von der Stadtvettretung und der Bevölkerung Wiens mit soviel Liebe und Ehrungen überschüttet worden, daß er keine Worte fände, seinen herzlichen Tank aus- zudrücken. Friedrichshafen, 10. Juni. Das Luftschiff „Sachsen" ist um 4 Uhr 30 glatt gelandet. ki »iele, Hefter $eibe Aus Statt Httfc Gießen, 11. Juni 1913, Schiffsjungen für die deutsche Handelsmarine'. Schon wiederholt hat der Deutsche Schulschiff-Verein, der auf seinen Schulschiffen jährlich einer großen Zahl kräftiger, unbescholtener junger Leute den Seernannsbcruf eröffnet, vor einigen gewerbsmäßigen Stellenvermittlern gewarnt, die besonders Jungen aus dem Jnlande durch volltönende Anzeigen verleiten, durch ihre Vermittlung Stellung als Schiffs- jur^e in der Handelsmarine zu suchen. Die Leistungen dieser Herren stehen zum mindesten nicht im Verhältnis zu den Unkosten, die die Unterbringung der jungen Leute durch fte verursacht. Wir möchten es daher nicht nnterlaffen, nochmals darauf aufmerksam zu machen, daß seelustige junge Leute sich in erster Linie an den Deutschen Schulschiff-Verein, Bremen, Herrlichkeit 5, wenden sollten. . Auf den, Schiilschiffe „Prinzeß Eitel Friedrich- werden junge Leute im Alter von 14V2—16 Jahren, und falls fte die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst am einer Schule erworben haben, im Alter bis zu 18 Jahren ausgebildet, die zum größten Teile später die Navigationsschule besuchen und SchiffSofsizier in der Handelsmarine werden wollen. Tic Ausbildung kostet 425 Mk. Auf dem Schulschiffe „Großherzogin Elisabeth- werden dagegen unbescholtene junge Leute im Alter von 14'/., bis 18 Jahren aus unbemittelten Kreisen unserer Bevölkerung kostenlos ausgebildet, unterhalten iind verpflegt. Auch die Zahlung der Kleidung im Betrage von 130 Mk. wird den Jungen im Bedürftigkeitsfalle erlassen. Diese Jungen finden später als Leichtmatrosen, Matrosen und Unterofstziere lohnenden Verdienst in der niederen SeemannSlaufbahu auf WÄ. "Deutsch- Heiken: Eine Komposition des Dirigenten, Ouvertüre zu „Urvasi", somie eine sinfonische Dichtung von Järne-- feit, „Korsholm". Zivei Mozart - Schöpfungen, Sinfonie Nr. 39 Es-Dur, und Konzert für Flöte und Harfe mit Orchesterbegleitung (Solisten Herr Kapettmeister Schwarz und Harfenvirtuose Joh. Snoer) werben das Konzert eröffnen. Ein weiterer Solist des Abends ist Herr Kapellmeister Tobias Wilhelmi, ber eine Romanze von Dvorak und eine Mazurka von Zarzycky vortragen wird. — Es sei heute auch auf das am Donnerstag, 19. Juni, stattfindende Konzert aufmerksam gemacht, bei dem rund 200 Musiker mitwirken werden, und für das ein hervorragend schönes Programm vorgesehen ist. Starkenburg und Rheinheffen. w. Mainz, 10. Juni. Auf dem Rangierbakstchof Biebrich-Ost geriet der Rangierarbeiter Christian Paul, Biebrich, zwischen zwei Puffer und wurde totgedrückt. Kreis Letzlar. — Hohensolms, 10. Juni. Unter den uralten Lindem bäumen anf dem Hals wurde unter reger Beteiligung der Hohe»- solmser W o l l m a r k t abgehalten, der für die gesamte Gegend sich reaelmäßig zil einem schönen Volksfest gestaltet. Leider hat er als „Wollmarkt" gänzlich seine Bedeiltung verloren und auch als Vieh- marft geht er immer mehr zurück. -g. & a r b e n b e i m, 10. Juni. Sonntag und Montag feierte iliiser .(Iricgeiüerein unter großer Beteiligung im Henopp'schen Garten sein 40 j ä h r i g e s S t i f t u n g s f e st. Es nahmen 16 Vereine an der Feier teil. Heffen-Naffau. () Marburg, 10. Juni. Das Schwurgericht beschäftigte sich heute mit einer Anklage wegen Urkundenfälschung und Unterschlagung gegen den 22 Jahre alten früheren Bureaugehilfen Joh. Aug. Koch aus Frankenberg. Dem jungen Mann, der früher bei ber Kreis- und Forstkassc in Frankenberg beschäftigt war, wurde zur Last gelegt, in fünf Fällen amtlich ihm anbertraute Gelder für Holzttcscrungen, im ganzen 229 Mk., für sich behalten und Büch- sowie Quittungsfalschungen begangen zu haben. In dar Ver- handluirg ftetlte sich heraus, daß; bei der Kasse eine große Mißwirtschaft geherrscht hatte. Nach Vernehmung von zwei Sachverständigen und verschiedenen Zeugen hielten die Geschworenen schwere Urkundenfälschung und Unterschlagung von im ganzen 133 Mk. für erwiesen, 'billigten jedoch Milderungsgründe zu. Das Urteil lautete auf vier Monate Gefängnis. w. Frankfurt a. M., 10. Mai. Heittc morgen gegen 8 Uhr erschoß sich ber int Kaiserkeller beschäftigte Portier Petrr Oswald. Der Grund zu der Tat ist unbekannt. sc. Wiesbaden, 10.Juni. Dic amerikanischen Landwirte in Wiesbaden. Die amerikanische landwirtschaftliche Studienkommission traf heute nachmittag 5.08 Uhr von Frankfurt a. M. kommend int Hauptbahnhof ein, wo sie von Landesbankrat Rausch und dem hiesigiew amerikanischen Konsul Breuer empfangen und nad)i dem Üandeshause geleitet wurde. Im Sitzungssaalc hielt Lan - desbankrat Reusch einen Vortrag über dic Organisation und Tätigkeit der dtttssauischen Landes'bank und der mit ihr verbundenen 9Lassauischcn Sparkasse, sowie über die im kmmnendcn Winter ins Leben tretende öffentlückc nassauische Lebensversicherung. Vorn Landeshaus begab sich die Kommission zuerst zur Rasswüschcn Landesbank, dann in das Kurhaus, wo sie der Beigeordnete Körner namens der Stadt Wicsb^adcn beg-rüßte. Ein Essen unt 8 Uhr im „Nassauischen Hof" beschloß den heuttgeit Tag. Morgen, Mittwoch, dett 11. Juni wird die Kellerei (§bcr- bach, die Lehranstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Geisenheim sowie der MustergeflügeHof der Landwtttschafts- kammer in Rübesheim besickftigt. Das foto'Än Mnt J] 1. 3d) sah Sie ihr au> langem ■ Das Auge1,1 2 Und her MH emmai ßcidjniwü 1,1 3. Koran fluni hundert 5)0 folgt ihr Aufs neue g< 4. Und hü Die einst frei De Mrtauh Sie zeigen ei 5. Wie m Geschlagen, ho Euch! Seine De weder A. 6. Wie mi Don alter Ti Das seine ki Erfüllen roüri 7. So ziel Und stolzen .< Und alle Zeit Euch seine hi Kohden, 9. Unk Der o. Profess lmversität Geh. Swsessor an der Mztliche Bildu Der Kgl. Gel mann, Ordinär rrktor des hygieni f;tg, begeht am Ateste "der Leih Leiter München -erhicki er seine ' trat dann mehre fühlt. Im Win ul'? a. o Prvfes Ichen Labvratvri und Direktor de .sichres gedenkt h Hk. Kursn- I idenbeguta^ iindck an ber ■riit Rurfii'j für fojt 3af)te§ 1913 f, । viuö über Bauchü I Ate bünt 13.-18. । ' Therapie der ” 20.-29. » -^Handlung Pont ? Aerzte von Düs Mtag-Nachmittagk ~ ^ie Unibi 4460 intmaf „The zur ®: Kohden, 9. Juni 1913. Ludlvig Fleck. Zwischen fätt-e hack-u. Häufelpflüge^ Familie Ludwig Steinbrecher. 3847 Gießen (Neuen Baue 5), den 11. Juni 1913. Erdbeeren 2.60 den Giessen, 11. Juni 1913 0474? ! Mi. Mftism d | Scltcrsweg 12 Telephon 285. Eintritt Jedeneit. D,J e Schnupfen Zusammenstoß französischer Unterseeboote. Aus Cherbourh, 10. Ium, wird gemeldet: Die Unterseeboote „Thermidor" und „Watt" stießen heute bei der Rückfahrt zur Station zusammen. Ter „Thermidor" wurde leicht beschädigt. Der „Watt" wird gedockt und eine Zeitlang nicht dienstfähig sein. Vergebung von Bauarbeiten Die zur Wiederherstellung der Kirche zu Rüd- dingsyausen notwendigen Maurer-, Dachdecker-, Spengler-, Schlosser-, Schreiner-, Weißbinder- und Pflasterarbeiten sollen im Wege öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen im Amtszimmer des Herrn Pfarrer Bausch zu Londorf zur Einsicht offen. Angebote sind in Prozenten des Voranschlags, mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei, spätestens bis zunr Donnerstag, den 19. Juni 1913, vormittags 10 Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten, Regierungsgebäude, Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 18, ein- zureichcn. Die Eröffnung der Angebote erfolgt zu gleichem Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. bei den Goedecker-Werken fair. Die Fabrik toirb sich im wesent- mit der Fabrikation eines neuen Flugapparates, eines „ Anderthalbdecker" nach der Konstruktion Sommers befassen. !r den uralten Lmdm. Beteiligung drrhoch. die gclamte Gegend s^j altet. Leider hat er ti oren und auch als Net. 'tag und Montag igung im HenoppW- e st. Es nahmen 18 Zn bei einer sozialdemokratischen Versa nrm lung. Banbaudwcrkerickulc zu Eobleuz, Löhrstraße 100. Schulleitung: Jos. Mayer, Architekt. 1 Mitch- und Eierflammeris gibt sehr nahrhafte Gerichte für Kinder, und werden den Fleischspeisen gern vorgezogen. Geben Sie Ihren Kleinen reichlich solche Mondaiuinspeisen. Mondamin ist in feiner/, nußartigen Geschmack unübertrefflich und in Ergiebigkeit nn- errcichlich. Achten Sie bitte an.' den Rezeptbuchzettel in jedem Paket ä 60, 30 Pf. Die glückliche Geburt eines gesunden MÄDCHENS zeigen hocherfreut an V. Schmitzer und Frau Maria geb. Schmid das Billigste und Beste! Die Sommermilch ist bekanntlich sahnig. Frische Eier gibt's viel unb billig. Geschmortes frisches Sommer-Obst ist der Gesundheit dienlich. Letzteres mit Warten Sie nicht, bis Ihr Kind krank wird und Sie sich sagen müssen: Hätte ich meinen kleinen Liebling doch beizeiten mit Restle s Minbenncf)! genährt. In allen Apotheken und Drogerien erhältlich zu Mk. 1.40 */, Dose und Mt. 0.75 '/. Dose. Restle s Rindermehl, G. in. b. H., Berlin W. 57, versendet auf Wunsch au jedermann eine Probedose gratis und franko. ss*/5 Amtlicher Wetterbericht. Oöffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 12. Juni 1913 Wolkig, geringe Regenschauer, kühl, windig. Universitäts-Nachrichten. Der v. Professor für .Kinderheilkunde an der B e r l i n e r Universität Geh. MediMnalrat Dr. A. Czerny ist zum Pvofess-or mrd gemeldet: Auf der Chaussee überfielen Rowdies am Hellen Tage einen Trupp Wandervögel. Ein Seminarist wurde durch einen Knüppelhieb getöle l: der Täter wurde verhaftet. Drei seiner Komplizen sind ebenfalls festgenommen worden. * Don Bienen getötet. Lius D i r s ch a u wird gemeldet: Als der 67 Jahre alle Rentner D ob reck, in feinem Bienenstock arbeitete, überfielen ihn die Bienen und richteten ihn so zu, daß er bald daraus starb. * Ein Automobil überfußr den Baupolier Dere - v e r a , als er gestern die Triester Reichsstraße entlang radelte, bei Gloggnitz. Der Baupolier ist inzwischen g e st o r b e n. Das Automobil, in dem sich das P r i n z e n p cxa r A u g u st Leo- Pc l d von Coburg-Gotha, die Erzherzogin Carolina und ein Stabsarzt befanden, fuhr, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, gegen einen Baum und blieb auf einem Steinhaufen stehen. Der Prinz brachte den Verletzten selbst nach dem Krankenhaus. * Eisersucht. In Großwardein wurden in der vergangenen Nacht der Oberleutnant Karl Preiß und feine Frau mit Schußwunden aufgefunden. Der Offizier, der bald starb, gab an, die Fran habe ihn aus Eifersucht angeschossen, während die Frau, die schwerverletzt darniederliegt, angibt, sie habe sich das Leben nehmen »vollen. Ihr Mann entwand ihr aber den Revolver, wobei der Schuß losging und ihn traf. Märkte. la. Frankfurt a. M., 10. Juni. Heu- nnb St r»hmarkt. Angefahren waren 5 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Man notierte: veu 3,00—?, o Mart. Stroh (Kornlangstroh» 0.00-0.00 Wtf. Wirrstroh 0,00-0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. GesckM langsam. Die Zufuhren waren auS Oberhessen und dem Kreis Dieburg. Zuschlagsfrist 3 Wochen. — Freie Wahl unter Bewerbern bleibt Vorbehalten. Gießen, den 5. Juni 1913. bu,6 Der Großherzogliche Kreisbauinspektor. Hechler. Lustschisfahrt. Eine neue Flugzeugwerft in Darmstadt. — Wie das Darm st. Tagblatt erfährt, soll demnächst in Tarmftadt eine neue Flugzeugfabrik entstehen, und zwar unter der Firma „Deutsche Svmmerflugzeugwerke Darmstadt". Die Fabrik wird auf dem Ziegeleigrundstück Kranichsteinerstraße 681/2 errichtet werden. Inhaber sind Diplom-Ingenieur Karl Müller- Darmstadt und Architett Sommer-Bensheim. Erster Flieger des neuen Unternehmens loird Trautwein aus Mainz, der früher Arbetterdeweauna. Schwanheim a. M., 10. Juni. 'Infolge von Lobn- strert,gkeiten find heute vormittag auf allen hiesigen Bau- Plätzen die Maurer und Bauarbeiter in den A usstand getreten. vüchertisch. — Nahrungsmittel-Gesetzgebung in Kartothek A u s g a b e. Die Geschäftsstelle der verschiedenen Fach- Vereinigungen der Nahrungsmtttel-Branche erhalten täglich eine ganze Anzahl von Anfragen, die sich auf die Rechtsprechung über den Verkehr mit Nahrungs- und Genußmitteln beziehen. Ein Teil der Fragesteller wünscht zu wissen, ob dieses oder jenes Verfahren bei der Herstellung von Spirituosen, Fruchtsäfben, alkoholfreien Getränken zulässig, ob eine bestimmte Deklaration erforderlich, ob eine gewählte Benennung einwandfrei ist. Andere wiederum, gegen die bereits ein Prozeß wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittel- und Weingsetz anhängig gemacht ist, bitten um Mitteilung von Entscheidungen, die sich mit dem infriniiniertcn Tatbestand schon einmal beschäftigt haben. Dem Umstand, daß die Befragten sich schon seit Jahren aus Beruf oder Neigung mit der Materie vertraut gemacht haben und auch an die Sammlung wichtiger Gerichtsentscheidungen gegangen sind ist es zu verdanken, daß der Fragesteller ivohl zumeist umgehend mit der gewünschten Auskunft bedacht werden kann. Die Sammlung derartiger Entscheidungen ist naturgemäß recht schwierig, da Voraussetzung für die Registrierung eines Urteils bi” Kenntnis desselben ist. Eine sehr beachtenswerte Neuerscheinung auf dem Gebiete der Sammlung von wichtigen Gerichtsurteilen in der Nahrungsmittel-Gesetzgebung bietet die im Verlag von Emil Roth in Gießen erscheinende Kartothek-Ausgabe, die vom Amtsgerichtsrat Coermann, Straß bürg i. Els., bearbeitet wird. Die Kartothek-Ausgabe, von der bisher ein Haupt- banb und drei Ergänzungssolgeu erschienen sind, enthält auf einzelnen Kartvnblättern die wichtigsten Entfcheidungeii in Nah rungsmittelprozeffen unter Beifügung der von Fall zu Fall in Betracht kommenden Gesetzesstellen. Das die Spirituosen inbuftric und die oerroanbten Branchen betreffende Material ist ein äußerst zahlreiches. Um nur einige Stich Worte aufzuzählen, nennen wir: Alkoholfreie Getränke, Apfelwein, Himbeeraroma, Himbeersirup, Kirschwasser, Kümmel, Rum, Zitronensaft, Essig, Kognak, Liköre, weinähnliche Getränke. Besonders hervorzuheben ist die dem Verlag durch T. R. G M. geschützte Anordnung des Materials, die die leichte Auffindbarkeit der gesuchten Entscheidungen ermöglicht. Wir stellen nicht an, namentlich den (Ye- schäftsstellen der verschiedenen Branchevereinigungen die Anschaffung der Kartothek-Allsgabe zu empfehlen. Der Hauptband, enthaltend die Entscheidungen bis 1911, kostet 5 Mark: der Preis des gemeinsam erschienenen ersten und zweiten Ergänzungsteils, der die Entscheidungen des ersten Halbjahrs 1912 enthält, stellt ich auf 6 Mark, der des dritten Ergänzungsteils mit den Entscheidungen des zweiten Halbjahrs 1912 auf 3 Mark. Vorbereitung zur Meisterprüfung Schnelle, gründliche Ausbildung für jeden Handwerker. * Präsident P 0 incar 6 empfing den Nordpolsahrev Kontre-Admiral Peary und überreichte ihm das Großosfiziers- kreuz der Ehrenlegion. Der Gemeinderat verlieh Peary die Goldene Medaille der Stadt Paris. * Drei deutsche Polarfahrer gerettet. Der Dampfer „Aktiv" ist mit den drei geretteten deutschen Teilnehmern der Schröder-Strantz-Expeditivn in Tromsö cin- gelaufen. Sie werden im Hospital behandelt. * De n Dank, Dame, begehr' ich nicht. Eulalia (schlägt die Augen auf, nachdem sie bei einer Kahnfahrt verunglückt, aber glücklich aus dem Wasser gezogen worden ist«: „Wo ist denn der dicke Herr, der mich gerettet hat?" — „Der hat sich sofort dünne gemacht." SMMMM kann jeder in 10 Tagen qänz lrch beseitigen. Auskunft konenlos gegen Rückporto. Frl. E. Loeswln, Berlin, Seestraße 118. 3857 Himbeeren „ a.x>m Johannisbeeren 2.60 [CREME DEHNE beste" 50^ in Berlin, 11. Juni. Bei einer Wilmrrsdorfer öffentlichen Versammlung erklärte der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Frank- Mannheim, der Tag des Massenstreiks werde ge- Eonrmcn sein, weim alle übrigen Mittel, die preußische Wahlreform durchzuführen, erfolglos geblieben fein würden. Als dann Frau Rosa Luxemburg gegen Frank im besonderen und die sozialdemokratische Taktik in Baden im allgemeinen polemisierte, kam es zwischen den Radikalen und ihren Gegnern zu erregten Zivischenfällen. ¥ l1'* .;«ä. fh„W «"■ ~nno ^apellmeisler »verden da- ®tnbs ist he,, ' ” fl"= y Mr am Donnnidiz 5am Macht, bei En, und hir da- vorgesehen ist. nhksscn. gierbochchss Biebri^i ul, Biebrich, znns-a Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei deut Hinscheiden unserer lieben Tochter und Schwester I-iuise sowie auch dem Herrtt Pfarrer Schwabe für die trostreichen Worte am Grabe und für die zahlreichen Blumenwenden dankt herzlich Marmeladen Aprikosen Mk. 2.80 „ 2.60 Aufwartung- ^n, leW*'1 Sail« ;s ! QepPc*,r !r’ ast. HÄ dasih"'^' Vien Deckel J1 te, auf bctJn\ Bepp^i" w ,#»■* ia. reinen Glaserkitt Ca-ranticrt ohne Schwerspat und sonstige Be- *