k 1 s. V ••ff”1 4’??'«SS '"' 8«Htnfa6ri!,31 >siges Fabrikat Dehnungen Katalog twang jederzeit h Noll Vl&asburf 7 lelbü in den 'chwerdm .• mehr boll der Haas t vatkutierte lenkbare^ Kesselöteü , j.v=uaen ‘jede Kohl« Mriii- MW ;r r schiene und Sinder- , ,.l Orthopädische« ’enzel, mm . . Untersuchung ^Lnmg loftenioö. (BS1/* ,7. Januar m Gre^ gl )( 1( )( )( )( y y .K x y )< v )( SKSS Bfr MWy 'iz x Nr. 9 viertes Blatt 163. Zahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siehener ZamtlienblStter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweunal. Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Samstag, U. Januar 1915 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universilnts • Bttch- unb Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^Döl. Redaktion:e^ 112. Tel.-Adru ÄlnzeigerGießen» Au» öellcn. bs. Darmstadt, 10. Jan. Finanzausschuh der Zweiten Kammer. In der Fortsetzung der Beratung des' Hauptvoranschlages erledigte der Ausschuß heute die Kapitel 59a bis einschließlich 115. Die Kapitel 59 a bis einschließlich 61 gaben zu Beanstandungen keinen -Anlaß. Es soll noch mit der Regierung besprochen werden ob nicht für den Staatsverlag (Darmstädter Zeitung usm.) ein Voranschlag aufzustelken sei, aus dem genau die Einnahmen und ^lusgaben zu ersehen sind. Dabei wurde noch die grundsätzlich Frage erörtert, ob die Regierung ohüc das Kontrollrecht der Landstände die Befugnis habe, Fonds zu besitzen und nach eigenem Ermessen zu verwalten. Zu Kapitel 71, Landwirtschaftlick)er Tispo sitionsfonds, wurde von verschiedenen Seiten die Frage von Versuchen mit amerikanischem Regen erörtert. Man war der Auffassung, daß diese Versuche bei der Wein- und Obst bau schule in Oppenheim, aber auch nur dort, fortgesetzt werden sollerr. Für die Förderung des Gemüsebaues sind 3000 Mark in Kapitel 75, Förderung einzelner Zweige der Landwirtfchast, vorgesehen. Es sollen hier Versuche in drei Wär m ehä u s e r n in Oppenheim veranstaltet werden mitI einem Kostenaufwand von 9000 Mk., auf drei Jahre verteilt. Dem stimmte der 2lusschuß zu. Bei dem L a n d g e st ü t wurde nn Aussicht gestellt, daß für die Pferdezucht voraussichtlich noch höhere dlnforderung-en gemacht werden, da.diese in allen Teilen des Landes sich sehr gehoben habe und Unterstützung verdiene. Der Ausschuß trat dieser Anschauung bei. Zu Kapitel 81, Gewerbeaufsicht, wurde beanstandet, bezüglich der Gehilfen aus' der Arbeiterschaft hervorgegangen, daß diese den Schreibgehälfen gleichgestellt werden, während sie doch selbständige Tätigkeit zu verrichten hätten, Inspektionen vorzunehmen irfro., auch ihre Bezüge stünden nicht in EinUang mit den ihnen gleichstehenden Arbeitern. Hierüber sind noch Verhandlungen mit der Regierung notwendig. Zu Kapitel 82, Dampfkesselprüsung, bemerkte ein Mitglied des Ausschusses, daß es wohl zweckmäßig märe, einen Maschineningenieur mit Wohnsitz in Gießen zu haben, weil dadurch erhebliche Ersparnisse für die Bevölkerung eintreten könnten. Bei Kapitel 88, Ministerium der Justiz wurde bemerkt, daß die Mindereinnahmen an Gerichtsgebühren in Zivilsachen mit 70 000 Mark und Gerichtsuntei - suchungskosten mit 10000 Mark noch der Aufklärung bedürfen. Von allen Seiten wurde sodann die Lage bet Gerichtsschreibergehilfen (Geprüfte Gerichts- fchreiberh welche zwar nicht angestellt sind, jedoch mit ministerieller Bestallung für eine bestimmte Stelle eingesetzt sind, erörtert. Es kommen hier etwa 160 nrinistcriell verwandte Gerichtsschreiber- 'gehilfen in Betracht, welche seither einen Gehalt bis zu 2100 Mk "bezogen haben. Es wurde auf das Mißverhältnis dieser provisorischen Stellen im Verhältnis zu den definitiven Stellen hin gewiesen, wie solches in keinem anderen Ressort der Staatsverwaltung bestehe. Diese geprüften Gerichtsschreibergehilfen hätten dann in Staatsstellen umgewandelt werden muffen, als durch die 'KoMpetenzverschiebuugen und durch Übertragung seither einer Reihe richterlicher Geschäfte auf die Gerichtsschreibereien, diese in einer ganz besonderen Weise belastet ivorden seien. Es gehe nicht an, solche Stellen von nicht angestellten Beamten in solchem Umfange versehen, zuzulassen. Zudein hätten diese geprüften Anwärter' keinerlei Aussicht, jemals in die Stellen, aus die sie Anspruch hätten (Aktuariatsstellens einzirrücken, sie würden sich zum größten Teil mit Hilfsgerichtsschreiberstellen begnügen mühen. Allseitig wurde anerkannt, daß die jetzige Stellung dieser Gerichts- schreibergehälfen verbessert werden müsse, was nur durch emo Vermehrung der Zahl der Aktuariatsassiftenten-Stellen aussül-r- Ixn.' sei. Hierüber soll mit der Regierung verhandelt werden Weiter soll verhandelt werden über die Verminderung der 'Haftlokale in Hessen und deren Zusammenlegung mit benachbarten Haftlokalen oder mit den Haftlokalen benachbarter 'Amtsgerichte, wodurch die persönlichen und sachlichen Ausgaben 'verringert werden könnten. Es wurde weiter angeregt, die Re- -gierung anzugehen, die schon öfter erörterte Frage über die Stellung der Stellvertreter der Gerichtsdiener einer erneuten Prüfung und Lösung entgegenzuführen. Die Stellvertretungskosten in Höhe von 200000 Mark (Kapftel 96) wurden für zu hoch erachtet, nachdenr Revisionen in den Hypothekenbücheru nicht mehr in dem Umfange nötig sind, wie seither. Auch hier- »über soll mit der Regierung noch verhandelt werden. Ohne be- 'iondere Beanstandungen wurden dann die Kapitel bis zu 115 durchberoten. Genehmigt wurde auch Kapitel 114, Ausleihung von Staatsschuld, in seiner neuen Ausgestaltung, die es durch das .Schuldentilgungsgesetz vom Januar 1912 ersäht en lsat. Die nächste Sitzung ist auf Dienstag, den 14. Januar, zunächst allein und von 11 Uhr ab mit der Regierung, festgesetzt. Frauen-HeniUeton. Eine neue Entfettungskur. Eine neue Form der „Rückkehr zur Natur" Predigt die amerikanische Varietelünftlerin Luise Treffer. Sie hat ihr Körper- Aewicht von 180 Pfund auf 140 Pfund vermindert, indem sie eine neue Entfettungskur eigner Erfindung anwandte, die in ein Lehrbuch gezwängt, augenscheinlich die Ueberschrist tragen mußte: „Ter Affe als Erzieher". Fräulein Treffer mackste nämlich die gewiß richtige Beobachtung, daß die Affen aller zoologischen Gärten, die sie zu Gesicht bekam, niemals überflüssiges Fett zeigen, obwohl sie sicherlich sich einer vortrefflichen Ernährung erfreuen. Wie kommt das? Tiefe Frage war leicht zu beant- Worten; weil alle Bewegungen der Afteu eigentlich nichts weiter sind, als Hebungen, die den Fettansatz verhindern. Fräulein Dresser überlegte sich, wie nahe der Mensch den Affen verwandt sei und meinte, wenn sie die Bewegungen der Assen reckst genau Mchahmte, würde sie ihr überschüssiges Fett wohl verlieren. Ter Versuch, den sie alsbald.begann, hatte vollen' Erfolg, und nun teilt sie ihren lieben Landsmänninen mit, wie sic diese Ent- settungskur ausgeführt Ijat. Eine vollständige Beschreibung würde zu weit führen; ein paar ihrer Hebungen sind gewiß erwähnenswert. Ihr tägliches Programm' beginnt mit „Affensprüngen". In der Kleidung der Assen im zoologischen Garten, nämlich unbekleidet, springt sie aus der Grundstellung vorwärts, läßt sich auf die Hände fallen und läuft dann auf allen Vieren ans einem ziemlich engen Raum eine Zeitlang umher. Em anderer Affen sprung .'wird nur auf den Beinen — ausgefülyrt, und eilt dritter befiel t darin, daß man nach einem ziemlich hoch hängenden Gegen- slaud springt und diesen bei jedem Sprunge zu berühren trachtet. Zu anderen Affenübungen braucht man ein Turngerät, nämlich das Reck. Fräulein Dresser schwingt sich, nur an einem Arm hängend, an der Reckstange hin und her, löte steies beim Assen an Aesteu gesehen hat. In den Kreis dieser Asfeitübungen gehört auch „die Kunst des natürlichen Sitzens": Fräulein Dresser setzt sich auf den Boden, zieht die Knie bis zum"Kinn empor und faltet dann die Hände vor den Unterschenkeln. Für diejenigen ßefetinnen, die gerade nach einer Entfettungskur suchen, mag hinzugefügt werden, daß Fräulein Dresser täglich etwa eine Stunde ihre Affenübungen macht, so daß die Entfettungskur sich als ziemlich zeitraubende Befestigung entpuppt. Sonst kann mau, ohne die Affenübungen am eigenen Leibe erprobt zu haben, ohne weiteres das Urteil abgeben, daß sie, beharrlich ausgeführt, sicher zum lütcbc nnd Schuld Zum Rückgang der Geburtenzahl Man schreibt uns: Auf der letzten Tagung der hessischen Freien kandes- kirchl. Vereinigung zu^ranisurt a. M. wurde vom Berichterstatter Herrn Pfarrer Kubel ans 'Frankfurt, o.uf eine T a t f aT) c hingewtFen, §t'e wertester und ern'ftefter Beachtung wert ist, näm'ich auf die Tatsache, daß in Deutschland die katholische Bevölkerung sich rascher vermehrt als die evangelische und das; der in den letzten Jahren zu beobachtende Rückgang der Zahl der Geburten bei den Evangelischen größer ist als 'bei den Katholischen. So wurden von 1875 bis 1900 in Preußen für je eine katholische Eheschließung durchschnittlich 5 und für eine evangelische 4 Kinder berechnet. Fest steht, daß 1871 64.9 Proz. der preußischen Bevölkerung evangelisch und 33,6 Proz. katholisch waren, im Jahr 1910 nur noch 61,8 Proz. evangelisch und 36,3 Proz katholisch. Im ganzen Reich waren 1900 62,51 Proz., 1905 62,08 Proz., 1910 61,59 Proz. evangelisch und 36,03 Prozent, 36,45 Proz., 36,69 Proz. katholisch, obgleich seit vielen Jahren zehnmal soviel Ka holikcn zur evangelischen Kirche als Evangelische zur katholischen Kirche übertreten und obgleich der größte Teil der Känder aus Mischehen evangelisch wird. Eine sehr dcntliche Sprache reden folgende, vom Berichterstatter angeführte Zahlen: 1901 waren in Preußen 3 491373, 1906 3 706 962 und 1911 3 851647 Ähulkirwer evangelisch und in denselben Jahren 2 057 272, 2 321926 und 2 567 914 katholisch. Es ist also von 1901 bis 1906 in Preußen die Zahl der katholischen Schul- kinder um 4 806 5 d. i. jährlich um 9613 und von 1906 bis 1911 um 101 703 d. i. jährlich um 20340 mehr gewachsen als die evangelische. Wenn der Wachstum in gleichen Progressionen fortfährt, würde im Laufe des Jahres 1925, also i ch o n in 12 Jahren, d i e Zahl der katholischen Schulkinder jener der evangelischen Schul- kinder gleich sein. Die Höhe der kathol schen und der vangelischen Gesamtbevölkerung würde sich dementsprechend ebenfalls ausgleichen. Es ist ein offenes Geheimnis, daß der Grund für den in den letzten Jahren zu beobachtenden Rückgang der Zahl der Geburten nicht in physischer Entartung und Abnahme der natürlichen Fruchtbarkeit zu erblicken ist, sondern in dem Wille n der Eltern, die Zahl ihrer Kinder zu beschränken. Sofern dieser Wille der Genußsucht, Bequemlichkeit und Geldgier entspringt, ist er sittlich verwerflich und eine schwere Versündigung an der Zukunft unseres Volkes. Die katholische Kirche hat offenbar die drohende Gefahr früher erkannt als die evangelische und bereits in Seelsorge, Standes-Predigt, Beichtstuhl und Mission Mittel und Wege gefunden, ihr Nnrkfam zu begegnen. Es wird höchste Zeit, daß auch die evangelische Kirche anfängt, der drohenden Gefahr ihre Aufmerksamkeit mit größtem Ernste zuzuwenden. Es steht, wie Pfarrer Kübel angesichts des natürlichen Wachstums der Katholiken und Slawen mit Recht betonte, nicht nur der Kredit und Einfluß, sondern auch der sittliche Wert, ja geradezu der physische Bestand deutschen evangelischen Volkstums auf dem Spiele. Die Verwaltung des Bistums Limburg. Limburg, 10. Jan. Bei der heutigen Wahl eines Bis tu ms Verwesers der Diözese Limburg für den verstorbenen Bischof Dr. Willi wurde Prälat und Domdekan Hilpich in Lrmburg gewählt. Ans Stafct und Land. Gieße n., 11. Januar 1913. ** Reichsgründungsfeier. Die finsteren Wolken, die sich Ende des vergangenen Jahres am politischen Himmel austürmten, fangen langsam an, sich zu zerstieben. Mer wenn auch dieses Gewitter noch ohne Entladung vorübergeht: wohl niemand glaubt mehr an eine Dauer der Ziele führen. Ebenso sicher aber ist, daß es 6cquemere, weniger Zeit erfordernde Entfettungsgymnastik gibt. kf. Der Kampf um d i e weibliche Rechtsanwaltschaft in Italien. Nachdem der Versuch italienischer Frauen, ihre Zulassung zur Ausübung des Rechtsanwaltsberufes zu erlangen, wiederholt gescheitert ist, hat in jüngster Zeit Italiens berühmteste Juristin einen neuen Angriff auf diese der italienischen Frau noch verschlossene Stellung gemacht. Es ist dies Dr. Teresa Labriola, die an der Universität Rom Philosophie und Jurisprudenz lehrt und gegenwärtig sogar Mitglied des Prüfungsausschusses für die inristische Doktorprüfung ist. Ihr Antrag, zur Rechtsanwaltschaft zugelassen zu werden, wurde zunächst von der zuständigen Kammer genehmigt, wahrscheinlich aus dem Grunde, toeil sie als Professor einer juristischen Disziplin nach dem Gewerbegesetze Anspruch darauf hat, als Rechtsanwalt tätig zu sein. War aber schon die Entscheidung der Beratungskommcr mit nur 5 gegen 4 Stimmen bei einer Enthaltung zugunsten der Signora Labriola ausgefallen, so wurde diese Entscheidung durch das Eingreifen des Generalstaatsamvaltes umgestoßen. Auf seine Veränlassung erklärte die Berufungsinstanz die Zulassung der Dame unter Hinweis auf frühere Gerichtsentscheidungen für unzulässig, und so haben die Frauen auch diesmal auf diesem Okbiete keinen Erfolg zu verzeichnen. Dr. Teresa Labriola ist jedoch der Ansicht, daß gerade die Ausübung des Anwaltsberufes für die verheiratete Frau besonders geeignet ist, weil sie, wie sic meint, bei feiner Ausübung den Kreis des Familienlebens nicht zu sprengen brauche. Ihre Ansicht ist, falls sie die Zulassung zur Anwaltschaft einmal durchsetzen sollte, sich in erster Linie solcher Zivil- und Kriminalprozesse anzunchmen, bet denen Frauen, sei es aus einem Konflikte der Leidenschaft oder einem solchen der Interessen, die Hauptrolle spielen. kf. Die Lady als B e r u f s t ä n z e r i n. Vor einigen Tagen gab eine Dame der höchsten Aristokratie Englands ein paar Tanzvorstellungen zu wohltätigen Zwecken. Diese Dame, Ladp Constance Richardson, erregte damals in der vornehmen Gesellschaft begreifliches Aussehen, und besonders viel war von ihr die Rede, als sie auch dem König Eduard ihren Salometanz vorführen könnte. Jetzt spricht man von «dieser jLady in London wohl noch mehr als damals, denn seit einiger Zeit tritt sie öffentlich — berufsmäßig und zum Gelderwerb, wie sie unverhohlen erklärt - im Varietee auf. Sie tanzt barfuß int griechischen Stile: die Kritiker meinen, ihre Art zu tan,;cn sei eine Mischung der Kunst Maud Allans und der Isadora Duncans. Wie diese, wählt sie ein kärgliches Gewand im griechischen Stile, das die darauffolgenden Bläue. Wir werden in absehbarer Zeit mit dem Schwerte verteidigen müssen, was der 18. Januar 1871 uns gebracht hat, das geeinigte Reich. Hnsere Ge schlech-tssolge nimmt das Bestehen des Reichs bereits als etwas Selbstverständliches hin; wohl nichts ist geeigneter, immer wieder in das Gedächtnis zurückzurufen, wie jung unser Reich noch ist, wie die schwersten Prüfungen nicht hinter ihm, sondern noch vor ihm liegen, als die Feier dieses Tages. An dem znm Gedächtnis desselben vom Alldeutschen Verbund veranstalt-eten, allgemein zugänglichen Abend wird Professor O. A l t en d o r f die Festrede halten. Als Neuerung gegen die früheren Reichsgründungsfeiern wird sich an die Festrede ein Rückblick auf die politisch wichtigsten Ereignisse des Jahres 1912 anschließen. ** Gießener Karneval. Die Große Gießener Karneval-Gesellschaft 1911 hält morgen im Katholischen Vereinshaus eine Fremden -und Damensitzung ab, wofiir große ^Vorbereitungen getroffen worden sind. Hiesige und auswärtige Redner haben, sich wieder in den Dienst des Karnevals gestellt, so daß ein genußreicher Abend bevorsteht, itrie überhaupt ein abwechslungsreiches Programm vorgesehen ist. Nach Schluß der Sitzung sindet Tanz statt. Die ersten Veranstaltungen haben gezeigt, daß einem vornehmen Karneval das größte Interesse der Bürgerschaft entgegen gebracht wurde. (Näheres siehe Anzeige.) ** Hockeyspiel. Tie Hockeyabteilung des Wormser Fußball- und Lawntennisklub beabsichtigt, zusammen mit einem Frankfurter Hockeyklub in Gießen ein Hockeyspiel zu veranstalten. Man hofft, daß auch in Gießen Interesse an diesent Sport gewonnen wird und das Spiel zur Einführung gelangt. Landkreis Gießen. — Londorf, 9. Jan. (Verspätet eingegangen). Am SamStag hielt der Turnverein feine Hauptversammlung ab. Die Nechnungsablage ergab einen Kassenbestand von 206,23 Mk. Das Inventar hat 600 Mk. Wert. Bei der Vorstandswahl rourbe der alte Vorstand wiedergewählt, nur wurde als zweiter Turn wart PH. Wagner neu gewählt. — Oppenrod, 10. Jan. Wie feit mehreren Jahren anonyme Briefe geschrieben ivorden sind, so treibt auch jetzt wieder ein Mensch fein Unwesen. Besonders zu und nach Neujahr sind wieder anonyme Spottkarten u. dergl. mit sehr gewöhnlichem Inhalt geschrieben ivorden, durch die bei manchen Leuten, und sogar in den eigenen Familien, Groll und Haß hervorgerufen wurde. Es werden neben anderen Leuten sogar Angehörige in Verdacht gezogen, die aber unschuldig sind und noch nie einen roten Pfennig dafür ausgegeben haben. Möge jedermann, der mit solchen anonymen Karten und Briefen bedacht wird, bemüht fein, dem Schreiber auf die Spur zu kommen. Kreis Wetzlar. (:) Vetzberg, 10. Jan. Um den Sparsinn unter der Jugend zu pflegen, hat der hiesige Bürgerverem vor Jahresfrist den Sparkartenverkauf eingeführt. Es sind bis jetzt 40 Sparer, die jede Woche Karten zu 10, 20 ober 50 Pfg. kauften und insgesamt 855,10 Mk. bei der Spar- unö Darlehnskasse in Kinzenbach anlegten. Letztere Kasse hat als erste im Kreise Wetzlar am 1. Oktober 1906 den Sparkartenverkehr eingeführt. Gleiche Einrichtungen bestehen in Atzbach, Dorlar, Hochelheim uff. Hessen-Nassau. [] Marburg, 9. Jan. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde dem Antrag zugestunmt, das der Stadt gehörige frühere Waisenhaus neben der Universität dem Staat znm Neubau eines Universitätsverwalt- ungSgcbäudes für 7b 000 Mk. zu verkaufen. 10 000 Mk. sollen von der Summe abgehen, wenn die Universität ein ihr gehöriges Gelände im Südoiertcl als Eigentum der Stadt Füße und Beine ziemlich hock, hinauf vollständig frei läßt. Zu ihrem Programm gehört ein Frühlingstanz mit Griegscher Nkusik, ein marschartiger Tanz zu einer Komposition Tschaikowskis, ein Trauertanz zu Beethovens Trauermarsch und eine Darstellung von Aases Tod aus Griegs Peer Gynt. Lady Constance Richardson, die Enkelin der Herzogin von Sutherland tanzt nach dem Urteil der Kritiker jetzt ganz anders als früher. Seit sie vor König Eduard anfgetreten ist, hat man vm ihr als Tänzerin nichts vernommen. Die Zwischenzeit hat sie verwendet, um sich ausbilden zu lassen. — Warum Frauen streiken. In einer Baumwollspinnerei von Lancashire kam es vor kurzem, wie der Daily Mirror berichtet, zu einem Streik der Arbeiterinnen, dessen Ursache gewiß nicht alltäglich war. Der Zufall wollte es, daß der Direktor der Weberei nicht nur ein sehr freundlicher Mann ist, sondern auch ein ungewöhnlich hübscher Mann, kurz, er wird von seinen Arbeiterinnen vergöttert und ist, ganz schuldlos und wider Willen, ein schlimmer Herzeusräuber inmitten seines weiblichen Personals. Eine besonders temperamentvolle junge Dame vermochte nun eines Tages dem Wunsche nicht zu widerstehen, ihrem Herrn Direktor plötzlich um den -Hals zu fallen. Der gute Mann war so verblüfft und empört, daß er im Interesse der Disziplin es für nötig hielt, die liebevolle Hebeltäterin zu entlassen, lind sofort legten alle anderen Arbeiterinnen mit einem Schlage ihre Arbeit nieder und verlangten die Wiedereinstellung ihrer Gefährtin. Die Sache endete schließlich, wie sich das bei einer so zarten Angelegenheit gehört, in schönster Harmonie: der Direktor nahnr die temperamenwolle Arbeiterin wieder an, und der Streik war beendet. Nicht weniger originell war die Ursache eines Damen- ftrcifcö, der sich im vergangenen Jahr in einem größeren Londoner Geschäft in der City ereignete. Es war heiß, die jungen Damen wollten die Fenster öfhtcit, der Chef verbot es: und der Streik war fertig. Ein tranig weibliche Eitelkeit war wohl bei einem Streik im Spiel, der vor einigen Jahren in einer großen Fabrik in South Norwalk im Staate Connectivut ausbrach. Der Besitzer wollte drei Arbeiterinnen zu Aufseherinnen machen und verlangte dabei den Geburtsschein der Kandidatinnen. Das genügte, am nächsten Morgen blieben alle Mädchen und Frauen der Arbeit fern. Auch Cl6o de Merode mit ihrer Frisur verursachte einst einen Streik. Die Stockholmer Telephondamen legten sich plötzlich Cleo de Merode-Frisuren bei, die Verwaltung verbot dos, meil Telephondaineil das Ohr frei haben müßten. Tie Telc phonistimien Stockholms waren über diesen Eingriff in die Freiheit ihrer Toilette so empört, daß sie streikten. Unb sie blieben auch Siegeriimeir im Kampf, um Die heu Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe». Wett« Bed. Himmel bis das Produkt übergehen V/" Georg Schmidt II. ein Sohn, Karl Ludwig. 61 ein 74 ein Keller als Lebertran man nur Büdingen. 89 Jahre alt. S t erbesä l t e: Januar 4. aufreden lassen. [C Ms siche ctat außer ' stärkung bei mierung de Weiter geht Ung nach Sterbesälle: Januar 4. August Lobsack Müller, Jahre alt. Für dringende Fälle ist am Sonntag, den 12. Jan., sicher anzutreffen: d 11 /t Zahnarzt Blockstrasse 12. Spielplan der Siebener Stadttheaterr. Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag, den 12. Januar, nachmittags 3'/, Uhr, bei Volkspreisen (unler Mitwirkung der Kapelle des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116): Kinder-Vorstellung: .Der gestiefelte Kater." Ende ' Uhr. 'Abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preiien (unter Mitmukung der Kapelle des Jns.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116: .Parkettsitz Nr. 10." Ende luV2 Uhr. Dienstag, den 14. Januar, abends 8 Uhr (13. Dienstag-Abonnement-Vorstellung), bei gewöhnlichen Preisen: Gastspiel von Irl Riza Bajor vom Deutschen Theater in Berlin: „Hedda Gabler." Ende gegen 11 Uhr. Mittwoch, den 15 Januar, abends 7 Uhr (12. Mittwoch - Abonnement - Vorstellung), bei gewöhnlichen Preisen : Gastspiel von Irl. Riza B a i o r vom Deutschen Theater in Berlin. Zum letzten Riale: „Oerodes und Mariamne." Ende gegen 10 Uhr. Freitag. den 17. Januar, abends 8 Uhr (außer Abonnement; erhöhte Preise! Abonnenten gegen Vorweis des 3. Ermäßigungscoupons gewöhnliche Preise), unter Mitivirkung der Kapelle des Jnf-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116: Erstes Gesamt - Gastspiel des Wiesbadener Operettentheaters: „(Srtgri.* (Neu! eil!) Operette in 3 Akten von Bolten-Bäckers Musik von Paul Vincke. Ende nach 10H Uhr. Samstag, den 18. Januar, abends 8 Uhr (außer Abonnement; erhöhte Preise \ Abonnenten gegen Vorweis des 3. Ermäßigunasconpons gewöhnliche Preise), imterMitwirkung des Wiesbadener Overellenorchesters: Letztes Gcsamt-Gansi iel des Wiesbadener Operettentheaters: „Der Tanzanmatt." (Neuheit!) Vaudeville in 3 Akten von Bordes Milo und Erich Urban. Mufik von Walter Schütt. Ende nach 10'/, Uhr. Sonntag, den 19. Januar, nachmittags 3V, Uhr, bei kleinen Preisen (unter Mitwirkung der Kapelle des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116): „Parkettsitz Nr. 10." Ende 6'/4 Uhr. Abends 71/, Uhr, bei kleinen Preisen: „So 'n Windhund." Ende 10 Uhr. Familien-Nachrichten aus anderen Grten. Geburten: Herrn Forstassessor Wagner in Büdingen eine Tochter — Herrn W. Hickmann in Biedenkopf eine Tochter. Verlobte: Fräulein Elise Eißner mit Herrn Wilhelm Emrich, beide in Ortenberg. — Fräulein Eliie Jungk mit Herrn Ernst Fink, beide in Billertshausen — Fräulein Mathilde Hepp mit Herrn Fritz Lnckhard, beide in Wenlar. Gestorbene: Herr Ehrhard Zieg in Diebach a. H. — Herr Konrad Betz II. in Kefenrod. — Herr Konrad Krausmüller in .Bert. — Herr Johannes Weber I. in Ober-Sorg. — Frau Katharine Reih, geb. Becker, in Ober-Ofleiden. - Frau Elisabethe Roth Witwe, geb. Flanaiis, in Leusel — Frau Katharina Blebsl, geb. Reuter, in Hoch-Wenel. — Herr Karl Philipp Hild in Triedor». — Fran Jakob Schmidt Witwe, geb. Faß, in Sinn. — Herr Friedrich Hofsmann in Waldhof Elgershausen. Januar 3 Christine Schaum Witwe, höherer Lehranstalten aus der Johannesgeineinde ist TienstagS 6 Uhr im Johannessaal. eich. Eheschließungen: Januar 3. David Cohn, Handelsmann in Oberpleis, mit Sophie Windecker in Lich. — '4. Johann Heinrich Paul Küchel, Chemiker und Toltor der Philosoph.e in Butzbach, mit Marie Elisabethe Jbring in Lich. — 5. Wilhelm Rökrrig, Fuhrmann, mit Marie Ms, beide in Lich. — 9. Gott- Treis au der Lumda. Geborene: Dezember 30. 1912. Dem Steinmetz Paul Müller cm Sohn, Wilhelm. Standesamts,rachrichten. Gießen. Aufgebote: Jan. 4. Ferdinand Steinmüller, Taglöhner, mit Wilhelmine Jost, beide in Heuchelheim. — 7. Pius Sack, Elektromonteur in Gießen, mit Anna Frickhofen in Meerholz. — 8. Georg Ockel, Landwirt in Gießen, mit Elisabetha Bott in Reinhardshain. — Adam Josef Kraus, Taglöhner in Büdesheim, mit Hildegard Kunz in Singen. — Johann Georg Ebert, Monteur in Nägelstedt, mit Albine Marie Aschoff in Ammern. — August Theiß, Landwirt in Sckxidenbach, mit Katharina Wagner in Wcüershain. — 9. Gratian Constant Jacquel, Fabrikarbeiter in Nothau, mit Jeanne Sophie Fluck in Schirmeck. — Dr. Georg Faber, Lehramtsassessor, mit Eva Agnes Bostroem, beide in Gießen. Eheschließungen: Jan. 4. Georg Remmel, Schreiner, mit Anna Robert, beide in Gießen. — Karl Gahr, Sanitäts- Unterossizier, mit Luise Luft, beide in Gießen. — Adolf Falkenstein, Sanitäts-Sergeant, mir Johanna Müller, beide in Gießen. Geborene: Dez. 28. Dem Kaufmann Wilhelm Bachmann ein Sohn. — Jan. 3. Dem Farbmüller Friedrich Brück ein Sohn, Friedrich Franz Ludwig. — 4. Dem Kaufmann Theodor Hällmaver ein Sohu, Walter Theodor Eugen Hugo. — Dem Gastwirt Philipp Hofmann ein Sohn, Heinrich Rudolf. — 5. Deut Fabrikarbeiter Philipp Hahn eine Tochter, Lina. — Dem Dreher Johann Heinrich Kühl eine Tochter, Margareta Brunhilde. Gestorbene: Jan. 5. Juliane Jahres, geb. Wagenbach, 80 Jahre alt, Dammstraßc 23. — 6. Magdalena Mank, geb. Seipp, 69 Jahre alt, Wetzlarer Weg 43. — 8. Katharina Beil, geb. Huber, 81 Jahre alt, Löbcrstraße 4. — 9. Dorothea Möser, geb. Deck), 77 Jahre alt, Tammstraße 6. — Heinrich Groh, Kaufmann, 24 Jahre alt, Selterslveg 73. Alsfeld. Aufgebote: Januar 6. Konrad Diehl II., Packergehilfe in Eudorf, mit Marie Ruppel in Brauerschwend. — 7. Paul Becker, Lokomotivführer in Millrath, mit Katharine Pfeffer in Willbeck — 8. Heinrich Hölscher, Schneidergchilfe, mit Anna Marie Knieriem, beide in Msfcld. Sterbesälle: Otto Heidelbach aus Arnshain, 11 M. alt. Vad-Nauheim. Aufgebote: Dezeinber 21. Heinrich Herr, Dachdecker in Bad-Nauheim, mit Jakobine Boß in Eckartsl>auseu. — 30. Friedrich Krampi, Schreinermeister in Mannheim Feudenheim, mit Dorothea Pl, lippine Hornung in Bad-Nauheim. Eheschließungen: Dezember 31. Gottfried König, Schnhinachenueister, mit Maria Anna Reinschütz, beide in Bad- Nauheim. Geborene: Dezember 7. Dem Maler Friedrich Kürl Simmerock eine Tochter, Charlotte Marie. — 19. Dem Taalöhncr Samuel Suter ein Sohn, Alfred Rickmrd. — 20. Dem Kutscher Wilhelm Heinbach^ein Sohn, Karl August. — 25. Dem Weißbinder Willx'lm Salzmann I. ein Sohn, Wilhelm Ferdinand. — 30. Dem Buchhalter Rick>ard Horn eine Tochter, Elisabeth Philip pine. Sterbesälle: Tez-ember 24. Will-elmine Esch, 7 I. alt. Beuern. Eheschließungen: Januar 5. Ludwig Wilhelm Arnold, Schreinermeister, mit Anna Katharine Otto, beide in Beuern. Sterbesälle: Januar 7. Kaspar Kumpf II., Weißbinder, 49 Jahre alt. A- Sm i‘ir 6 tziped kcrlaa «ine'ger M«»"' für die ralie-' hi Otto Artz, Schuhmacher in Lcmg-Göns, mit Marie Elise Lina Mathilde Stein. Geborene: Dezember 17. 1912. Dem Taglöhner Daniel Mölich eine Tochter, Emma Marie. — 18. Dem Großh. Geometer 2. Klasse Heinrich Falk eine Tochter, Christine Elisabeth. — Dem Ingenieur August Tröster ein Sohn, Eugen. — 20. Dem Gastwirt Jakob Diehl ein Sohn, Jakob. — 24. Deut Gerber Georg Linkmann ein Sohn, Christoph. — 28. Dem Gefangen- aufseher Georg Wilhelm Karl Buß ein Sohn, Willi. —129. Dem Lehrer Philipp Hensel ein Sohn, Richard und eine Tochter, Frieda. — Januar 2. 1913. Dem Stationswärter Christian Heinrich Keßler ein Sohn, Adolf. Sterbefälle: Dezember 24. 1912. Bahnarbeiter Karl Heinrich Tauber, 34 Jahre alt, aus Langer!. — 27. Margarete ElsriÄ>e Kunz, 5 Jahre alt. — 30. Fuhrmann Jakob Magold, 27 Jahpe alt, aus Neunkirchen, Kreis Ottweiler. Zriedberg. Aufgebote: Januar 2. Bernhard Binder, Bahnarbeiter in Friedberg-Fauerbach, mit Magdalene Marie Elise Blum in Ilbenstadt. — 3. Nikolaus Heinrich Heß, Pfarrer in Vacha, mit Lina Süß in Friedberg. — 4. Ludwig Wolff, Zahlmeister in Mörchingen, mit Elisa En gelt er in Friedberg. — 5. August Karl Geiß, Taglöhner in Wehrheim, mit Marie Elisabethe Armbrust in Rodheim v. d. H. Geborene: Januar 1. Dem Uhrmacher Wilhelm Rahn eine Tochter, Maria Margareta. — 5. Dem Bauschlosser Hermann Heinrich Franz eine Tochter, Elisabeth Karoline. Sterbefälle: Januar 2. Elisabeths Leichner von Pet- terweil, 9 Jahre alt. — 4. Mathias Melcher, städt. Taglöhner, 55 Jahre alt. — 6. Heinrich Dallwitz, Taglöhner, 47 Jahre alt. Großen-Linden. Aufgebote: Januar 7. Heinrich Albach, Zigvrrenmacher, mit Katharina Unger, beide in Großen-Linden. Sterbefälle: Januar 6. Otto Fischer, 2 Jahre alt. Heuchelheim. Aufgebote: Januar 2. Ferdinand Steinmüller, Tag- löhner, mit Wilhelmine Jost, beide in Heuchelheim. Geborene: Januar 3. Dem Handlungsgehilfen Hermann Henkelmann II. eine Tochter, Katharina Lina. Lang-Göns. Aufgebote: Januar 8. Alfred Wilhelm Mütter, Schreiner, mit Anna Fuchs, beide in Lang-Göns. Geborene: Januar 2. Dem Bahnhofsarbeiter Wilhelm Will ein Sohn, Richard. — 6. Dem Schuhmachermeister Christian Avemann eine Tochter, Else Emma Martha. Laubach. Aufgebote: Dezember 30. Wilhelm Sernmler, Fabrikarbeiter in Laubach, mit Elise Horst in Wetterseid. Geborene: Dezeuiber 28. Den) Landwirt Christian Stroh II. eine Tockrter, Elisabethe Clwisttane Sophie. — Januar 1. Tein Schreinermeister Heinrich Dielst II. ein Sohn, Wilhelm Friedrich. — Dem Zigarrerrarbeiter Emil Hohmmrn ein Sohn, Emil. Sterbefälle: Januar 1. Heinrich Krendcr, Spengler, 55 Jahre alt. Leihgestern. Geborene: Januar 2. Dem Bahnarbeiter Karl Schäfer III. eine Tochter, Erna. Gerich^faal. £ Uebergriffe eines Gendarmen. Eine Be- Icl)iung über die persönliche Freiheit mußte sich ein (Üendarm von dem Schöffengericht in H alle a. S. gefallen lassen, der als Zeuge in einer Verhandlung gegen den Kaufmann Jasch austrat. Der Angeklagte befand sich eines Abends auf der Heimfahrt, hatte aber an seinem Wagen keine Laterne. Als dies von dem auf der Chaussee patrouillierendm Gendarmen beobachtet wurde, fuhr dieser mit seinem Rade, an der sich eine l»ellbrennende Laterne befand, dem ^Vagen voraus, um einen Zusammenstoß mit anderen Wagen zu verhüten, llnterroegd kehrte Jasch noch verschiedentlich ein. Dieser Aufenthalt schren dem Gendarmen offenbar unnötig zu sein. Er untersagte dem Angeklagten in einem Wirtshause das Biertrinken, und forderte ihn auf, weiterzusahren. Ter Angeklagte, der nach der Behauptung des Gendarmen etwas angetruitfen gewesen fein soll, weigerte sich aber, worauf ihn der Gendarm mit Gewalt auf den Wagen bringen wollte. Da Jasch sich wehrte, rief der Gendarm einen Amtsdiener herbei und mit dessen Hilfe wurde Jasch in eine Zelle gesperrt. Neben der Anklage wegen Fahrens ohne Laterne erhielt Jasch in der Folge auch noch eine Anklage wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Aus Olrund der Beweisaufnahme kam der Gerichtshof zu der Ueberzengung, datz sich der Gendarm nicht m rechtmäßiger Ausübung seines Amtes befunden habe. Im Interesse der öffentlichen Sicherheit sei die Internierung des Jasch nicht nötig gewesen, sie bedeute vielmehr einen Eingriff in die persönlickie Freiheit und Jasch habe sich mit Recht dagegen wehren können. Der Gerichtshof kani daher zu einer Freisprechung von der Anklage des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und verurteilte den Angeklagten nur wegen Uebertretung einer polizeilichen Vorschrift zu einer Geldstrafe von 3 Mark. Z n ch thaus für einen L a n d t a g s a b g e o rd- it et en. Die Dessauer Strafkammer verhandelte gegen den Oberamtmann Meißner aus Jonitz, der konservativer Landtagsabgeordneter für Anhalt-Dessau ist, wegen Verleitung zum Meineide. Der Anklage lagen folgende Vorfälle zu Grunde. Meißner hatte früher das Gut der Familie v. Raumer tn Jonitz in Pacht. Sein Pachtnachfolger war der Landwirt Vogt. Eines Tages kam es »zwischen Meißner und Vogt zu einem Gespräch über die Frage, ob die Versicherung des Gutes gegen Hagelschlag, die Meißner eingegangen Ivar, nod) laufe, oder ob Vogt eine neue Versicherung abschließen solle. Meißner erklärte dabei, daß die Versicherung nicht mehr laufe und daß Vogt eine neue abschließen müsse. Das tat Vogt auch Nachträglich entdeckte wohl Meißner, daß er doch noch aus ein Jahr der Bersicherungsgesellschast gegenüber verpflichtet sei und er luchte diese Pflicht auf Vogt abzuwälzen. In der Folge entstanden dann Zwistigkeiten zwischen Vogt und Meißner, die schließlich zu einem Zivilprozesse des Meißner führten. Wie in J>er Beweisaufnahme feftgestellt wurde, hat nun Meißner versucht, einen Angestellten von ihm zu veranlassen, in dem Zwilprozesse zu seinen Gunsten dahin auszusagen, daß Bogt sich bereit erklärt hätte, die Versicherung für Meißner zu übernehmen. In der Voruntersuchung hat dann der betreffende Angestellte auch dahingehende Aeußerungeii gemacht und zwar stützte er sich auf ein angebliches Gespräch zwischen Meißner und Vogt, daß er zufällig mit angehört haben wollte. Als der Zivil- Prozeß zur Verl-andlung kaw, mußte der Angestellte zugeben, daß er von seinem Bwtherrn zu der falschen Angabe verleitet worden sei. Darauf wurde das Verfahren gegen Meiner eröffnet, das nunmehr mit seiner Verurteilung zu einem Jahre Zuchthaus geendet hat. Päonien, wc 1 (offiziell spi 111 Rußland Zarenreiche, stärke auftue e der Sterbefäl l e: Dezember 27. 1912. Heinrich Strack, Taglöhner, 48 Jahre alt. — 29. Ludwig Heinrich Klöpvinger, 2 Jahre alt. — Januar. 2. 1913. Emilie Schmidt X., geb. Schlörb, 32 Jahre alt. Nidda. Aufgebote: Jamiar 3. Otto Wöbssaik, Müller, mit Christiane Reiter, beide in Nidda. Geborene: Tezeniber 29. 1912. Dem Landwirt Wilhelm Blöcher eine Tochter, Auguste. hie elbet tzopel» a Die igJ^nu - leitciiben l Höchste Temperatur am 9. Niedrigste „ „9. Niederschlag: 0,0 mm. Evangelischer Gottesdienst. Mainzlar: Sonntag, 12. Januar, vormittags 10 Uhr. Katholische Gemeinde. ©ottcsMcnft. S a ms t a g, den 11. Januar: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur beit Beicht. Sonntag, den 12. Jan., Sonntag nach Epiphanie: Vormittags voll 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. , um 8 Uhr: Ailsteilung der hl. Kommuniow w um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. 'Meße mit Predigt. Nachmittags nm 51/, Uhr: Cbristenlehre; darauf Fest-Andachl mit Segen. In Grünbcrg um 9'/, Uhr: Hl Messe mit Predigt. In Hungen um 9'/, Uhr: Hl. Messe mit Predigt. sollte nicht auch 10. Januar -f- 0,6' C. 10. „ =■ - 1,6'0. Die nach- A am7|a -«ind|am Sonntag, 18. Jan. 1913, stehenden Ävl iilv von 11 Unr nuitax- bis 12 < ur uaenta nur tür drincende Fälle sich r anzutreffen: D u/, Dr. Büchner, Frankfurter Strasse 12. Dr. Steinreich, Neuen Bäne 25. frieb Frutig, Viehschwerzer in Lich, mit Ida Minna Susanna Bill Wtw., geb. Woyte, in Friedberg i. H. Geborene: Dezember 19. 1912. Dem Hofmann eine Tochter, Anna Katharina. Ehefrau, geb. Nix ein Sohn, Karl. — 31. Jan. 1911 Barometer auf 0° rebiuieri Temperatur der ßuft Absolute Feuchtigkeit Relatwe Fenchligketl Windrichtung £ ‘O c 8 Grad der BrwöNnmg tn ßehnttl der pchlb Htmmelsfl. 10 ! 2?6I 51,6 01 40 86 E 2 10 10. 9" 51,1 -06 26 60 E 2 10 11. V“ 1 -50,2 — 1,4 3,0 71 ESE 2 10