Hr. 264 Erster Blatt 163. Jahrgang Montag, 10. November sys3 M Gießener Anzeiger ■ General-Anzeiger für Oberhesfen ßWZ bis vormittags s Uhr^ HotatiortsörMd und Verl«? dtt SrStzl'sche« u«i».-vsch- ui» Steiitntfctei 8. lange. Heöaftion, Lrpkdition und Druckerei: Schulftrah- 7. H? B-ck. Die heutige Nummer umfafct 12 Seiten. Der sozialpolitische Anstatt. Es ist wohl Zufall, hat aber seine symbolische Bedeutung, daß der nun bald beginnende Reichstag sich nach den vergangenen Wchrdcbatten, den Erörterungen nationaler, militärischer und auswärtiger Politik endlich auch einmal wieder der Sozialpolitik zuwendct. Schon gleich am Zweiten Tage wird voraussichtlich die Anfrage über die A r- beitslosigkeit verhandelt werden. Und wenn die Regierung mit den bürgerlichen Parteien des „sozialpolitischen Blocks" auch gewiß nicht dem Beschlüsse des Jenaer Sozial- demokratentagcs — durch eine sozialistische (Gesellschaftsordnung die Arbeitslosigkeit zu beseitigen! — bcitrctcn wird, weil unseren heutigen Arbeitslosen damit nicht im mindesten gedient wäre, so wird man doch gerne bereit sein, zu beraten und zu beschließen, was sich für die Arbeitslosen des Winters 1913/14 tun läßt. Die Milliarden, die für Straßcnbautcn, Bahnbauten, Festungsbauten, städtische Parkanlagen, Wasserregulierungen ausgegeben werden müssen, können, wenn das Wetter nicht allzu schlecht wird, zu einem beträchtlichen Teile denen zufließen, die durch den Winter aus ihrer gewöhnlichen Arbeit gerissen werden. Man hat doch auch nachgerade in den amt- ltcheuB recnis disponi ren ge erntttnd man versieht sbesser als früher, die Nachfrage nach Wintcrarbeit dem Angebot der sozialen Not anzugleichen. Vielleicht versäumt man aud) nicht, die Vergebung der bewilligten militärischen Neubauten vor allem so einzurichten, daß der herrschenden Arbeitslosigkeit entgegengewirkt wird. Schon gibt es in Berlin mehr als 50000 Arbeitslose und auch die andern deutschen Großstädte haben bereits bedenkliche Ziffern angcmeldet. Die eigentlich gesetzgeberische Frage, mit der sich, der Reichstag in diesem Winter befassen wird, ist eine einheitliche Regelung der Arbeitslosenversicherung wie man sie in England und Dänemark begonnen hat. Die englische Versicherung ist erst wenig mehr als ein Jahr alt: Arbeitgeber, Arbeiter und Staat zahlen Zwangsbciträge wie bet der Jnvaliditäts- und Altersversicherung; paritätische Arbeitsnachweise übernehmen die Ausführung unter Zuziehung der Gewerkschaften; einbezogen sind bisher die Bau- und Hafenarbeiter, die Maschinenbauer und Metallarbeiter. Ergebnisse oder irgendeine Uebersicht liegen noch nicht vor, und man kann der Regierung^keinen Vorwurf daraus machen, daß sie die Initiative zu einer Vorlage noch scheut. Das „Reichs-Arbeitsblatt" hat kürzlich die st ä d t i s ch c n Einrichtungen zur Arbeitsloscnfürsorge, insbesondere die nach Genter Muster aufgebauten zusammengestellt, dabei aber die reine Arbeitslosenunterstützung, auch wenn sie unabhängig von der Armenverwaltung und unter Mitwirkung der Gewerkschaften (z. B. Mainz, München) erfolgt, nicht berücksichtigt. Diese Vorarbeit wird als erste Unterlage für die Reichstagsverhandlungen dienen können. Die sozialpolitische Arbeit des Reichstags wird in diesem Winter außer der Arbeitslosenfürsorge au-ch der Frage eines einheitlichen Arbeitsrechts gewidmet sein. Tie fortschrittliche Volkspartei hat auf ihrem vorjährigen Mannheimer Parteitag die Schaffung des einheitlichen Arbeitsrechts aefordert. Auch die anderen bürgerlichen Parteien sind dem Problem energisch zu Leibe gerückt. .Es sollen alle die heute in den verschiedensten Gesetzen verstreuten Bestimmungen in ein einheitliches allgemeines Arbeitsrecht für Arbeiter und Angestellte jeder Art zu- sammengefaßt werden. Man erinnert sich wohl auch noch, daß der Juristentag in Wien einstimmig die Forderung nach Schaffung eines einheitlichen Angestelltenrechts erhöhen hat. Dieses allgemeine deutsche soziale Arbeits- und Angesbellterecht her jZulüuft wird ein gewichtiger Faktor für den Ausgleich der wirtschaftlichen Gegensätze zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sein können. Namentlich wird in ihm die Frage der Tarifverträge, die ja heute eine immer größere Bedeutung gefunden haben, eine gesetzliche Regelung erfahren müssen. Notwendig erscheint dabei auch die Reform des Gesinderechts; wir haben int Deutschen Reich heute eine Unzahl von Gesindeordnungen, die in ihren Bestimmungen außerordentlich voneinander abweichen. Wenn man aber diese Forderung nach Schaffung eines einheitlichen Arbeitsrechtes in praktische Gesetzesvorfchläge um setz en wird, darf damit nicht etwa der Kvmpf der Arbeiter gegen die Arbeitgeber organisiert werden, sondern der Gesetzgeber hat lediglich eine formelle Rechtsordnung zum Schutze der Abhängigen geschaffen. Denn nur ein solches Gesetz kann dem sozialen Frieden förderlich sein. Gewiß werden sich noch Berge von Schwierigkeiten auf- türmen, bis man die Formel gefunden hat, die den Interessen der Arbeitnehmer nützt und denen der Arbeitgeber nicht widerstreitet. Aber wenn der Wille nach Verständigung auf beiden Seiten vorhanden ist, so wird sich auch ein Weg eröffnen. Daß der Wille vorhanden und bereits' praktisch geschult ist, beweisen die Tarifverträge in den verschiedensten Arbeits- und Industriezweigen. Tie soziale Verständigung und das neue Arbeitsrecht wird nicht nur den speziellen Interessenten, Arbeitern und Arbeitgebern nützen, sondern auch sicherlich dem Allgemeinwohle dienen. * Gegendie Einführung einer Arb eitslosen-Ver- s i ch e r u n g auf öffentlich-rechtlicher Grundlage hat in Hannover die Drbeitsnachweiskonfercnz der Vereinigung deutscher Arbeitgeberverbande Protest erhoben. In der einstimmig angenommenen Entschließung heißt e5: Die Unternehmerschaft muß. nachdem soeben erst die Reichsversicherungsordnung und bas Reichsgesey über die Angesteltenversicherung ihr namhafte Opfer auferlegt haben, die Uebernahme weiterer, aus einer Arbeitslosenversicherung ihr zugemuteten Lasten ablehnen. Die Konferenz warnt vor den Folgen, „die ans einer Ueberspannung des Versicherungsgedankens und einer immer weiter gehenden Verminderung der Selbstverantwortlichkeit sich ergeben". Sie wendet sich gegen das sogenannte Genter System, weil dieses eine einseitige Stellungnahme zugunsten brr der Drbeitaeberschaft feindlichen Kampfgewerkfchasten der Arbeiter bedeute. Aus diesem Grunde sei die Stellungnahme der bayerischen Staatsregierung zu bedauern, die mehrfach diese Versicherungseinrichtungen empfohlen und gefördert habe. Deutsche» Uerch. Die Deutsche Mittel st andsvcreinigung hielt in der Neuen Philharmonie in Berlin eine Protest- Versammlung ab, die gegen das Kartell des Reichsdeutschen Mittclstandsverbandes mit dem Zentralverband deutscher Industrieller und dem Bund der Landwirte auf dem Dritten rcichsdeutschcn Mittelstandstagc in Leipzig im August dieses Jahres Stellung nahm. Amundsens Vorträge in Flensburg. Wie das Wolff-Bureau erfährt, gestattete der Regierungspräsident von Schleswig den Gebrauch der norwegischen Sprache bei einem vom Polarforscher Roald A m u n d - s e n in Flensburg geplanten Vortrag auf eine Anweisung des Ministers des Innern. Einweihung eines Heims für den Jungdeutschlandbund. Aus Breslau wird gemeldet: Am gestrigen Sonntag nachmittag fand die feierliche Einweihung des vom Kaiser gestifteten Erholungs- und Uebernachtungsheims für den Jungdeutschlandbund auf dem Fort Spitzberg der Festung Silberberg statt. Anwesend waren Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen und Gemahlin, der Oberpräsident der Provinz Schlesien v. Günther, Generalsäldmarschall Freiherr v. d. Goltz, General der Kavallerie z. D. Freiherr b. Bissing, General der Infanterie z. B. v. Woprsch, Vertreter der Militär» und Zivilbehörden und Breslaus Mitglieder des Präsidiums des Jungdeutschlandbundes. Nachdem der evangelische und katholische >Ortsgeistliche kurze Ansprachen gehalten hatten, in denen sie auf die Bedeutung der Feier hinwiesen, hielt General Freiherr von Seckendorfs als Vorsitzender des Provinzialverbandes der Provinz Schlesien des Jungdeutschlandbundes eine Ansprache, in der er dem Kaiser für seine hochherzige Stiftung dankte. Zum Schluß richtete Freiherr v. d. Goch einige Worte an die Jugend. . HuslaitO. Ein Spion agepr ozeß in Wien. Am Samstag vormittag fand im Garnisonsgericht in Wien die Verhandlung statt gegen Oberleutnant Zodomil 3 an b ric, der wegen Spionage in Kriegszeilen an* geklagt ist. Aus das Verbrechen steht die Todesstrafe. Das Urteil wird erst nach obergerichtlicher Bestätigung bekanntgegeben. Eine italienische Kreuzfahrt nach der Levante. In einer Meldung aus Rom wird angekündigt: Die erste Division des zweiten Geschwaders, welche die Schlachtschiffe „Regina", „Elena", „Napoli" und den ,.Roman" umfaßt und unter dem Kommando des Herzogs der Abruzzen steht, wird eine Kreuzfahrt nach der ßeüantf’ unternehmen und während der Fahrt einige Uebungez ausführen. Die Division wird sich etwa am 16. November bei der Insel Rhodos befinden. Kapitän Scotts letzte »riese. „Scotts letzte Expedition" ist der schlickte Titel der beiden Bände, die nun, von Leonard Huxley herausg-egeben, in London bei Smith Elder erschienen sind und neben den wissenschaftlichen Berichten und Aufzeichnungen Scotts und seiner Gefährten einen erschütternden und doch zugleich erhebenden Einblick in eine große menschliche Tragödie gewähren, die in der Geschichte als ein Epos modernen Heldentums fortleben wird. Man kennt bereits in großen Umrissen die Einzelheiten des äußeren Geschehens, große Teile aus den Tagebüchern ScottS wurden veröffentlicht, aber sie wirken beinahe nur wie ein Vor klang zu dem, was diese neue Publikation bringt, denn sie enthält jenseits der sachlichen Berichte und Aufzeichnungen auch die bisher unbekannten persönlichen Aeußcrungen Scotts: die letzten Briefe, die er an seine Frau, feine Mutter und feine Freunde richtete, al? die furchtbare Gewißheit gekommen war, daß der Tod feine Hand auf die kleine Schar erschöpfter Männer gelegt hatte und sie nicht mehr freigeben würde. Schweigend und tapfer hatten Scott und seine Gefährten die niederschmetternde Enttäuschung überwunden, die ihrer im Augenblick des höchsten Triumphes harrte, die Tatsache, daß die Norweger ihnen znrorgekommcn warm, aber noch ahnten sie nicht, daß sie diese Heimsuchung auch noch mit ilyrem Leben zu bezahlen haben würden. Tie endlose Kette von Mißgeschicken, die die Schar überfiel von dem Augenblicke an, da sie vom Pole aus wieder den Weg nach Norden erkämpfte, sind durch die Tagebücher bekannt; Anfang März ist es bereits so weit, daß der Glaube an eine Heimkehr aufgegeben werden muß, einen Augenblick taucht bei der Gewißheit der unvermeidlithen Katastrophe sogar der Gedanke auf, das Schicksal zu beschleunigen und freiwillig dem Tode cntgegcnzugehen, aber der Wille, den Kelch bis zur Neige zu leeren, ist stärker als "diese Anwandlung einer trostlosen Stunde, und ivenn sie schon sterben müssen, dann wollen sie alle mit ihrem Tode, „ihren Landsleuten ein Beispiel geben", und zeigen, daß Männer „Entbehrungen erdulden, einander helfen und den Tod mit nicht geringerer Festigkeit ertragen können als Menschen vergangener Zeitalter." Fast i|t es, als suchte Scott da- nicht mehr Vermeidliche zu einer Mission zu machen und während der letzten Tage, da die Kräfte dahinschwinden, die Leiden sich türmen und der letzte Funke Hoffnung endgültig begraben ist weilen seine Gedanken nicht mehr bei sich, sondern nut daheim bei alle jenen Menschen, die nun mit dem Tode ihrer Lieben einem Leben der Trauer entgegengehen. Er schreibt sogar "an die Menschen, die seinen Gefährten naheftelten, um ihnen Trost zu spenden. „Wenn dieser Brief Sie erreicht," schreibt er an Fra u Wilson, die Witwe seines Gefähtten Tr. Wilson, werden Bill und ick zusammen dahingegangen sein. Wir stehen diesem Augenblicke jetzt nahe gegenüber, und ich möchte Sie toiffen lassen, wie prachtvoll er bis zum Ende war — unerschöpflich fröhlich und bereit, lieb für andere zu opfern, nie fiel von ihm ein Wort des Vorwurfes für mich, unter dessen Führung tr in diese Not geriet. Er ist Gott fei Dank nicht,krank, wenigstens sind seine Leiden gering. Seine Äugen strahlen einen blauen Hoffnungsschimmer, der uns ansrichtet, und sein Geist ist ruhig in dem Bewußtsein, sich selbst treu geblieben zu sein und seine Rolle in den Plänen des Allmächtigen erfüllt zu haben. Ich kann Ihnen feinen anderen Trost spenden, als Ihnen sagen, daß er starb, wie er lebte, als ein tapferer, ehrlicher Mann — al? der beste Kamerad und der standhafteste Freund. Mein ganzes Herz schlägt Ihnen in Mitgefühl entgegen." Dann aber wendet sich Seott in einem letzten Briefe a n seinen Freund Sir I. M. Dcrrie, den Schriftsteller und Dramatiker, und die Schlichtheit, mit der er ihm seine letzten Sorgen enthüllt und anötrtraut, wirkt ergreifender als die lei- densckzaftlicksten Worte be§ vermöchten. „Wir sterben -- einem sehr unwittlichen Crt. Jtt der Hof nung. daß diese Bl.ief gefunden wird und in Deine Hände kommt, schreibe Uj xAr ein Llbschiedswort. Mein praktischer Wunsch ist, daß Tu meiner Witwe helfest, und meinem Jungen — Deinem Patensohn. Wir zeigen, daß Engländer noch tapfer sterben und es bis zum Ende durchkämpfen können . . . Ich glaube, das Land sollte jenen beistehen, die wir zurücklasscn. Ich hinterlasse mein armes Mädel und Deinen Patensohn. Wilson hinterläßt eine Witwe und auch Edgar Evans eine Witwe in bescheidenen Verhältnissen. Tue, was Tu kannst, um ihren Ansprüchen Geltung zu verschaffen. Leb wohl, ich habe keine Angst vor dem Ende, es tut nur weh, gar manche bescheidene Freude auszugeben, die ick mir auf unseren langen Märschen für die Zukunft ausgemalt hatte. Ich habe mich vielleicht nickt als ein großer Entdecker erwiesen, aber wir haben die größten Märsche gemackt, die je vollbracht wurden, und sind einem großen Erfolge sehr nahegekommen. Adieu, lieber Freund. Wir sind in einem verzweifelten Zustand, Füße erfroren usw. Keine Heizung und weit von jeder Nahrung, aber Deinem Herzen würde es wohl tun, wenn Tu in unser Zelt kommen könntest, um unsere Gesänge zu hören und unsere heiteren Gespräche . . . Später. Wir sind dem Ende sehr nahe, aber wir haben unseren guten Mut nicht verloren und wollen ihn bewahren. Vier Tage fang haben wir Sttirm in unserem Zelt und nirgends Nahrung oder Heizung. Wir wollten mit uns ein Ende machen, als die Tingc so lagen, aber wir haben beschlossen, auf unserem Wege eines natürlichen Todes zu sterben. Als ein sterbender Mann, lieber Freund: sei gut zu meiner Frau und meinem Kinde. Gib dem Jungen Gelegenheit, etwas im Leben zu leisten, falls der Staat das nicht tut. Es muß sicher ein guter Kern in ihm stecken ... Sn meinem Sieben begegnete ich nie einem Menschen, den ich mehr liebte und bewunderte als Dich, aber ich konnte Dir nie zeigen, wie viel mir Deine Freundschaft bedeutete, denn Tu hattest so viel zu geben und ich nichts." In dem letzten Briefe an feine alte Mutter schreibt Seott: „Ter Allmächtige ruft mich zu sich und ich suhle, wie das einen neuen furchtbaren Schlag zu all jenen schweren Heimsuchungen fügt, die hinter Dir liegen und Dein Leben begleiteten. Mich tröstet nur der Gedanke, daß ich in Frieden mit der Well und mit mir und ohne Furcht sterbe." Und dieser Gedanke, das Gefühl, daß das traurige Ende int tieferen Sinne doch nicht nutzlos bleiben kann, ist die Ueberzeug^ng, an der Scott sich immer wieder aufrichtet und die ihm auch .Kraft verleiht, in seinen letzten Driesen an seine Frau nicht mit dem Schicksal zu hadern. „Letzten Endes haben wir unser Leben für unser Vaterland hingegeben. Ich erleide keine Schmerzen,sondern verlasse die Welt in den Sielen and in voller Gesundheit und Kraft. Wir haben beschlossen, uns nicht zu töten, sondern eS bis zum letzten Ende durchzukärnpsen, bis zum letzten Versuch, jenes Depot zu erreichen, aber jetzt ist dieser Kampf schmerzlos zu Ende. Welche Menge von Dingen und Geschickten hätte ich Tir von dieser Reise erzählen können. Wieviel besser war e5, als daheim in zu großer Beguemlichkeit dahin zu leben. Wieviel Geschichten für den Jungen! Aber wie frxb ist der Preis, den wir zu zahlen haben." Jwmer wieder fcfjrtn seine Gedanken zu seinem kleinen Jungen daheim: „Versuche den Jungen, wenn eS geht, für Naturgesckichte zu interessieren: das ist besser als spielen; in einigen SckmleN fördert man das jetzt. Ich weiß, daß Du ihn in freier Lust aufziehen wirst. Vor allem muß er sich und Tu ihn vor Indolenz hüten. Mache ihn zu einem tatkräftigen Mann. Ick mußte mich dazu zwingen tatkräftig zu sein, Du weißt eS — ich hatte immer eine Neigung zur Lässigkeit." Und dann fügt der Sterbende hinzu! „Ich lege Dir hier ein Zipfel des Union Jack bei, den ich am Pol hißte, dazu die schwarze Flagge Amundsens und andere Kleinigkeiten." — Acht Monate später fand man die irdischen Hüllen Seotts und seiner Gefährten und unter seinen 'Schultern, auf seinem letzten Lager, seine Notizbücher und diese Briefe. Tie Faksirnilis seiner letzten Eintragungen in das Notizbuch zeigen noch eine feste klare Schrift, nur die letzte Zeile verrat, daß die Erschöpfung Herr über die Willenskraft zu werden beginnt. „Sorgt um des Himmels Willen für unsere Angehörigen," waren die letzten Worte, die er noch zu schreiben vermochte. Tem literarischen Vermächtnis ScottS ist es beschieden gewesen, bereits am Tage der Veröffentlichung in der Klasse derartiger Werke den Rekord eines Buchcrfolges aufzustttlen. Tie beiden großen Bände, die rund 1000 Seiten umfassen und 42 Schilling kosten, waren in einer Auflage von mehreren tausend Exemplaren gedruckt: und schon am Abend des ersten Tages waren alle Exemplarevergriffen. Tie Verleger erklärten einem Mitarbeiter des Taily Mail, daß es einstweilen nur möglich sein werde, täglich ungefähr 500 Exemplare auszuliescrn, da die Buchbinderei nicht mehr-leisten könne. Tie Besteller müßten also für die nächste Zeit Nachsicht üben. Tas Werk erschien am gleichen Tage auch in Amerika, eine deutsche Uebersetzung wird in den nächsten Tagen erscheinen und llebertragungen ins Französische, Spanische, Holländische und Schwedische sind bereits in Arbeit. * — Eine neue Operette Don Paul Lrncke. Aus' Chemnitz wird uns geschrieben: Paul Lincke, der so erfolgreiche Komponist von „Grigri", hat, wie schon telegraphisch berichte^ eine Operette „E a s a n o v a" schreiben wollen, aber es iit mehr eine Oper daraus geworden, eine Spieloper, die einen vollen, durchschlagenden Erfolg erzielte. Casanova, der Held uniehger Liebesabenteuer, sitzt als Gefangener im Fort St. Andree bet Erbrecht it." Sie suchen nnch Agamemnon, Juwelen, Gesäßen und Reich- Landkreis Dienstag La st'vagen brachten im vcr- M. 6527,— an Wieggeld ein st äd t i- schreibt Betrieb: schäften. Und mitten in den Taumel hinein dringt glühend mb versengend der Strahl deS roten TageSgestirnes. Es ind Menschen, deren innere Glut den Gluten deS Himmels rb. Darmstadt, 9. Nov. Die Freiwillige Sani- t ä t s - H a u p t kol o n n e vom Roten Kreuz veranstaltete gestern abend eine Geburtstagsfeier des Gr oü Herzogs, der anläßlich des 25iübrigen Jubiläums int verflossenen Frühjahr das Protektorat der Kolonne übernommen hat. Neustädter Tor Mk. 388l,—. ** Die silberne Hochzeit feiern heute Lademeister Johannes Vogel und Frau geb. Kern, die Liebigstraße 41 wohnhaft sind. ** D i e „B a y r i s ch e V e r e i n i g u n g" sandte aus Anlaß )er Thronbesteigung des Königs Ludwig III. von Bayern ein Glückwunschtelegramm ab, woraus folgende An t wort eintraf: „München, 9. November 1913. „Für die Glück- und Segenswünsche zu meiner Thronbesteigung und das Treugelöbnis sage ich herzlichsten Dank. Ludwig. * ** Bezirkssparkasse Gießen. Wie wir erfahren, beabsichtigt die Bezirkssparkasse Gießen das ihr gehörige alte Sparkassengebäude — Gartenstraße 11 — zu rb. Darmstadt, 9. Nov. Das deutsche Fest, das alljährlich von den Darmstädter Ortsgruppen des Vereins füi das Deutschtum im Ausland (Allg. Deutscher Schulverein veranstaltet wird und stets einen ansehnliclx'n Betrag zum Besten der Bestrebungen des Vereins abwirft, sührtc diesmal den Titel: Engel in der Kunst. Tie schon in verschiedenen Städten ausgeführten, von Frl. Frieda Spielberg in Szene gesetzten Darstellungen lebender Bilder nach Werken alter deutscher und italienischer Meister des 13. bis 17. Jahrhunderts verfehlten auch hier ihre Wirkung nicht. Die künstlerische Leitung der Bilderdarstellung lag in den bewährten Länden der Damen FrlS. Eleonore v. Boi anowski und Elise Rein eck aus Weimar, die zu diesen Aufführungen das szenische Material, sowie die Garderobenstücke mitgebracht hatten. Die musikalische Leitung hatte Derr Loskonzertmeister Ernst Schmidt- Darmstadt übernommen. Für die je nach Zeit und Inhalt der Bilder ausgewählten musikalischen Vorträge waren erstklassige Kräfte gewonnen worden. So sang die beliebte Altistin, Lofopernsängerin Anna Jakobs, Frau Schmidt-Illing- Darmstadt unb Frl. Elisabeth Reinhart- Darmstadt. Außerdem wurden auch musikalische Darbietungen von Beethoven, Brahms, Dittersdorf, Breilschuck u. a. zu Gehör gebracht, bei denen die Kammermusikver« c i n t g u n g , sowie Damen und Lerreu aus der Gesellschaft mu- wirkten. Eingeleitet wurde der deutsche Abend nach dem Vorspiel von Bachs „Sarabande" mit einem von Frau Luise Locker ! gedichteten Feslprolog, den Frl. Maria '.'?i e r cf sprach In einer an verzehrender Kraft gleichkommt. In der durstigen Ebene von ArgoS, in der Nähe der Trümmer deS goldreichsn Mykene, suchen Alessandro und Leonardo nach den Spuren bat den dort zufällig gehenden Posten um Schutz. Als dieser sich der Frau annahm, wandte sich das Augenmerk der stark angetrunkenen Leute auf den Posten, sie schimpften ihn aus und verfolgten ihn bis zur Wache. Hier liefen sie jedoch zwei Schutzleuten in die Arme die die beiden Haupträdelsführer festnahmen. Landkreis Gießen. (Ifjj Watzenborn-Steinberg, 9. Nov. Tic O gruppe des Oberhess Obstbauvereins „Danen- born-Sleinberg" hielt heute hier im Gasthaus zur Lud- wigshöh eine von etwa 50 Personen besuchte Versammlung ab. Aus Anregung des Dr. Hoffman n - Friedberg wurde die Ortsgruppe in einen Obst und Gartenbauverein umgewandelt. Bei der Vorstandswahl wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt Lehrer Bender, zum 2. Vorsitzenden Bürgermstr. Hirz, zum Schriftführer und Rechner Finanzamtsgehilii R. Schäfer, als Beisitzer Joh. Georg Läufer, Joh. Hirz IX. unb Job. Jakob Läufer. An die Vorstcurdswabl schloß sich ein Vortrag des Herrn Tr. Hoffmann über bie Obstbaumschädlinge an. Kreis Büdingen. △ Geiß-Nidda, 9. Nov. Eine Ehrentafe l für die Kriegsteilnehmer von den Feldzügen 1866 und 1870/71 wurde im Beifein deS KreiSratS Boek mann eingeweiht. Kreis Schotten. Finanzen der Stadt Gießen günstiger liegen". Bis also, um mit Herrn Meyer zu sprechen, „etwas Lrdentliches",geschaffen werden kann. Denn man wirklich zu dem „Provisorium" greifen würde, bann müßte Herr Krumm in einigen Jahren ja wieder verzweiflungsvoll fragen, was aus der „alten Klinik" gemacht werden solle! N "Tageskalender lür Montag, 10. Roo. Stadt- tHeater: .Wilhelm Teil". Antang 8 Uhr. Kriegsmarine-Ausstellung in der alten Klinik. 93 e r | n m in l u n g e n am Montag: Nakionalliberaler Verein, Raiferbof. 8-L Uhr. — «Rorb-Cü- und innere Stadtbewohner, ^rankiurter vo?, Uhr. — Sozialdemokr. Wählerversammlung, Caiö Leib, 149 Uhr. Hasjia-Vereine ReebtScmwalt Kaufmann unb TesramentSerrirhtung", Einhorn, 9 Uhr. Trinkers ürsorge st eile für Stadt und Gienen, Dießen, 9lfterroeg 9. Sprechstunde: Jeden abend von 61/,—8 Uhr. derer vorn Stamme PelopS. nach Kasiandra, nach ihren tümern.* •• Die städtischen losienen Jahre im ganzen gegenüber Mk. 6298,'— im Vorjahre). ES ergibt dies ein Mehr von Mk. 229,—. Die Einnahme verteilt sich auf Margarethenhütte Mk. 183,—, Frankfurter Straße Mk. 2463.—, Hessen-Nassau. • h Bad-Homburg v. d. H., 9. Nov. Generalleutnant, von Henning hat sein Amt als Vorsitzender deS Evan gelischen Bundes für den Bezirk infolge seines Wegzuges nach Marburg niedergelegt. — Für die Errichtung deS siamesischen Tempels hat die Regierung von Liam der Kur- unb Babeverwaltung 3000 Mark überwiesen. Sport. Paris, 10. Nov. Bei den gestrigen Rennen auf der Wmta- bahn erlitt Rütt eine starke Verletzung an der hnfm Schläfe. Die heftige Erschütterung batte auch B l u t e r g ü s s vn Magen im Gefolge. Der Arzt erachter seinen Zustand augvnWialwl für metjt gejährUch. Venedig, zur großen Erleichterung und Genugtuung aller Ehemänner von Venedig. sKbcr auch dort fängt er eine kleine Liebelei i mit der Tochter des Aufsehers an, und schwärmt nebenbei von । seiner letzten Liebe, einer wunderschönen Unbekannten, mit der er nur schriftlich feine heißen GesühlSansbrüche ausgetauscht hat und deren Namen er nicht kennt. Diese große Unbekannte entpuppt sich aber als die Fran des Gouverneurs. Casanova entflieht mit Hilfe seines treuen Dieners, nachdem er den Aufseher betrunken gemacht hat, und besucht im zweiten Akt, als Spanier maskiert, bas Verlobungsfest seines Freundes (Forint, der die Tochter eines venezianischen Edelmannes (Sorncro heiraten will. Durch einen Dries Casanovas kommt aber die junge Verlobte ebenfalls in den Verdacht, dem Frauenjäger verfallen zu sein, Casanova wird in seiner Maske schließlich erkannt und slüchtet eben nod) rechtzeitig. um kurz vor dem Gouverneur nrieber im Gefängnis anznkommeu und diesen zu überzeugen, daß nicht er, sondern irgend ein llnbclanntcr es war, der auf dem Maskenballe als nngeblidKr Casanova erschienen ist. Aber die Wahrheit kommt bod) nod) an den Tag, und eine Katastrophe wird nur dadurch verhindert, daß der Gouverneur fdnvcigt, um seinen Freund (Fotbint nicht bloßziistellen, und dieser dieselbe Rücksicht auf den Gouverneur nimmt. Jeder von ihnen glaubt ja, Casanovs habe mir mit der Frau des andern anqebo»beit. Teresina, die Tochter deS Gefängniswärter-, eilt in die Arme ihres Narzisso, eines Auswärters, der sie fd>on lange liebt, und s otöst sich, der ganze Konflikt in Wohlbelmgen auf. Die Musik Linckes steht bedeutend über der zu „Grigri" und erhebt sich stellenweise zur reinen Oper, sie hat wohl am meisten zu dem glänzenden Erfolge des Abends beigettagen. — Eine Eisenbahn aut Island. Das sagenumwobene alte Island, auf dem der Reisende bisher au» die Ausdauer seiner Beine ober seines Pferdes angewiesen war, wird binnen kurzem mit seiner alten Tradition brechen und der moder neu Verkehrstechnik sein Opfer bringen Wie bie Times beliebtet. hat das i-ländische Parlament in seiner jüngsten Sitzung die Summen bewiNigt, d<>- zu Borarbeiten für den Bau einer Eisenbahn gefordert wurden Der Sdüenenstraua soll non her Hauptstadt Reykjavik bis nach Tbingvalta, einer Fiet innen Stadt im Inneren der Insel, führen. Die neue Badn, bie al- Schmalspurbahn geplant in. wirb dn- Möglichkeit erdff nen, die reichen Bodenschätze der Insel au-zunutzen, und t.u damit einen wichtigen Schritt zur wirtschaftlichen Ericklics rni.i JxKandS. Land in Land mit dem Bahn bau geht her Plan, den Lafen von Renkjavik auszubauen und mofrern auszurüsten inan bcufiert die ooranUfiditlidwn »kosten dieses Untemchmens an rund 2 Millionen Äronen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Zum Gedächtnis Georg Büchners wurde am Münchener Lostheater Danton- Tod und als Urauiiübrung Wozzek gegeben. Die Ausführung hatte einen durchschlagenden Cnsolcr - I m grünen Rock, ein Schwank von Uadeiburg und Skowronnek, erzielte bei seiner Uraufführung im Berliner LustspielhauS einen stürmischen Erfolg. verkaufen. Der Berkaus soll in dem jetzigen Zustand ....... . erfdgen unb bie «epaMturbebürftigteit beb Hause, bei »er LmLVLL Preisbildung berückstchugt werden. , sand des starken Andrangs wegen gleichmäßig am Freitag und ** 3 li Untersuchungshaft genommen wurde -amstag im städtischen Saalban statt Der gesellige Teil M am Samstag der mehrfach vorbestrafte Arbeiter H. auS A.,l Festes war, um die Durd) die Bilder erweckte feierliche Stirn- welcher sid) in letzter Zeit in Gießen einer ganzen Anzahl mung nicht zu bceinträditigen, auf den cnrmal)d)U6 gestettt wcroen. Wenn möglich, will man noch vor Neujahr die zwei Orte Kreis tfrifuDcrg. Harbach und Göbelnrod anschließen. Es wurden dann von --Friedberg, 10. Nov. Zu dem Uebersalle auf dem den 45 Landorten, die vorerst für die Zentrale vorgesehen zgec,e Bad-Nauheim—Friedberg schreibt uns der lieber- ind, übrig sein Oppenrod, Climbach und Allertshausen, jatlene, Carl Wagner: „Ich wurde am 27. Oktober abends )eren Versorgung mit Elektrizität noch vor dem 1. April gegen 6V< Uhr aus dem genannten We,zc von einem Jndivi- fommenben Jahres geschehen wirb. Tie Gemeinden Krof- huum ü b e r f a l l e n unb n i e b c r g e) d) lag e n. Tie Be- bors Gleiberg, welche ebenfalls von ber Ueberlanbzentrale sinnnngslofigkeit, welche sofort eintrat, verließ mich, als idi mit Strom für Licht- unb Kraf:zwecke bebient werben, I mit bem kalten Waffer ber vorbeifließenben Ufa in Beruh i>en mit ihren ^ufaninicn 2100 Einwohnern im ganzen rung fam. Ohne überhaupt an Polizei zu benken, suchte ich 320 Einzelanschlüsse ober Zähler. Als bie Stabtverorb- nteinen sd)wer verletzten Körper so rasch wie möglich in neten sich mit ber Vorlage betreffeub Ausbau unseres Zicherheit zu bringen, inbem ich meiner am nörblichen Aus« täbtischen Wertes zur Ueberlanbzentrale beschäftigten unb gang Friedbergs liegenden Wohnung zueilte. Dort wurde die dafür benötigten, allerdings großen Mittel bewilligten, mie fofort ärztliche Hilfe zuteil; auch die polizeiliche Liisa gab dec Oberbürgermeister die Erklärung ab, daß. die vor- Friedbergs nahm ich sofort in Anspruch —Wer meine Per- geschlagene Ucberlandzentrale in Gießen in den ersten Iah- jon kennt, der zweifelt nicht an der Richtigkeit dieser Auren nach der Betriebseröfiunng die Zinsen des Anlagekapi-- gaben, bie zu jeber Zeit authentisch nachgewiesen wer Den als nicht aufbringen werbe, baß aber später von ben fönnen. Als Beweis bringe ich nachstehendes Attest des be- leberschüssen solck) hohe Wschreibungen gemacht werden handelnden Arztes, Herrn Tr. B e ck e r II.: „Ich besdwinige könnten, uni bas Anlagekapital in 20 Jahren voll zu tilgen. Herrn Carl Wagner, bas; bie Wunbe am Kopf, die er am Tie abgeschlossenen Verträge mit den Gemeinden zur Lie- 27. Oktober bekommen hat, eine ausgesprochene Sjiebücr- ferung von Strom durch bie Stabt Gießen lauten auf letzung ist, bie mit einem stumpfen Gegenstanb beigebracht 30 Jahre unfünbbar. Der Stromverbrauck) in ben anzu- würbe. Am Aussehen ber Wunde nach kurzer Zeit, nachdem schließenden Landorten ist ganz erheblich größer als man sic beigebracht war, i'oroie and) jetzt nod) ist es ausgc- bei der Projektierung der Ueberlandzentrale angenommen schlossen, daß die Verletzung durch einen Fall entstanden ist." hat. Das Detriebscraebnis nach ÄnschlAß aller 4S Ortschas. Ltarkenburg und Rftkinhkslen. ten, die ohne Krofdorf-Gleiberg etwa So 000 Einwohner . . -- . - haben, wird die angenommenen Ergebnisse weit überholen rm. D ar m st ab t. 0 Nov. Der ober, kurz gesagt, es wirb schon weit früher eine Ber- Äroßherzogtum Lesfen hielt am Sams^g unter bem Vorsitz zinsung bei Kapitalanlage eintreten, als man erwartet des Finanzrates Em m e rling ^"5 p kve r s a m "l flinjung o wy « Ilung ab Die Neuwahlen ergaben bie Wicberwahl des bis- „na- Mn^.nnla herigen Vorstandes, neu würbe Lanbaerichtsrat Lange,- Vom ©tabttbeater schreibt man Mainz gewählt. Ter Rechenschaftsbericht, sowie der Voran- sei auf das morgige einmalige 63a|l|piel bc5 Mana Re Hof- ber in Einnahme unb Ausgabe etwa LsGUO Mark Ensembles mit Gabriel d'Anunzios Schauspiel .Die tote hx^ügt, wurde genehmigt. Den Gesdsiiftsdericht erftattrte Siadf hingewiesen. Es dürste da noch ein kurzer Auszug B u s;, ber bas wichtigste Ercigins bes Jahres, den Aiis- ans einer Brünner Zeitlmq der jüngsten Wochen interessieren, tritt des Vereins Oberhesseu, hervorhebt, aber feststellt, daß dec dasselbe Gastspiel betrifft; .Hier wogt und wirbelt voll- hierdurck) ein finanzieller Verlust von Bedeutung nicht ciü- blütiqeS Leben, hier wallt unb zischt die Gischt der Leiden-- standen sei. — Dec hessische T a u b ft umme n ü e r - .....'band hielt heute im ^wifecsaal zum Besten dec Errichtung eines H e f f i' ch e n T a u b st u nt m e n h e i m S in Friedberg seinen ersten Uiiterhaltungsabend ab. Deutsche Kolonien« Tie Unruhen im Neu-Kameruner Bezirk Sembe sind nach soeben aus Buea eingegangenen drahtlichen Nachrichten des Gouvernements beendet. Wie ber Bezirksleiter von Jukabuma, Assessor Heym, dem Gouvernement berichtete, gelang es, ben tiibrntanb bes Ebastammes burch bie Eirmahme von vier stark befestigten Stellungen unb hartnäckig verteidigten Bergdvrsem zu brechen. Hierbei sielen zwei Polizcisoldaten, drei wurden verwundet. Alle Häuptlinge des Sembebezirks erschienen ,zum Zeichen der Unterwerfung auf der Station. An» Stadt und Land. Gießen, 10. November 1913. Alte Klinik und Rathaus. Vom Stadtv. Krumm liegt uns heute folgende Zuschrift vor: Geehrte Redaktion ’ Noch einmal muß ich Ihre Güte in Anspruch nehmen und bitte um Aufnahme nachstehender Zeilen: 1. Halte ich bie Klinik für geeignet zu Bureauräumen und bin auch in der ersten Abstimmung dafür eingetreten. , 2. Als ein Antrag vorlag, die Klinik nochmals dem 93erFante auszufetzcn, habe ich ihn unterstützt. Als mir bei der Gclegcnl)e,t ein Kollege Umfall vorwarf, erklärte ich: Wenn die Klinik zu anständigen Preisen und Beding ungen los zürn er den ist, falle ich noch zehnmal um Mir gilt es nicht darum. Recht zu haben, sondern einen möglichst befriedigenden Ausweg zu finden. Ohne dringende Gründe erklätte ich, weiter will ich mich mit einer großen Anzahl Mitbürger, selbst wo ich ihre Befürchtungen nicht teilen kann, nicht in Wioeripruch >etz?n. Als mir hier Angst vor den Wühlern zugerufen NTurde, sagte ich: Verehrter Herr Kollege, bei mir bauen Sie mit der Wählerfurcht daneben, umsomehr, als ich ein Mandat irgendwelcher Art nicht mehr anzunehmen gedenke. 3. Ter Verkauf ist nicht gelungen und so tat ich, was ick schon früher sagte: „Dann stimme ich für die Umwandlung der .Klinik zur Dürgenneisterei." Nicht wir, d. h. die Zustimmenden, haben den Zcitungskrieg angefangen, aber wenn man uns hm- stcllt als Leute, welche die Stadt finanziell und wirtschattlich ichä- digen, dann wehre ich mich für meine Person, und dabei brauche ich auch nicht sanfter mit den Gegnern nmzngehen, wie sie mit mir. Weisen S i e mir eine andere Möglichkeit für Verwendung ber Kliniksraume nach und ich satte mit Vergnügen wieder um, da es mir nicht ums „Recht behalten", sondern darum zu tun ist, welcher Beschluß der Stadt am meisten nützt. Aber ignorieren kann man ben Besitz bes Viertelmillionen- Grundstückes nicht, es ist da und verfallen und vermodern lassen darf man es nicht, ohne Verschwendung zu treiben. Deshalb ist Herrn Meyers Vorschlag durchaus annehmbar und wenn Sie glauben, daß er ja dasselbe wolle, wie Sie auch, freue mich, in* Bunde der Dritte sein zu können. Nock) einen Irrtum will ich berichtigen. Nickt gelegentlich des Jrrenanstaltbaues, sondern beim Bau der neuen Kliniken wurde das Tauschgeschäft mit der alten Klinik vereinbart. lieber Die maßlosen Beschimpfungen durch Herrn Löb er — dessen Namen bei den ganzen Auseinandersetzungen von mir noch nicht genannt wurde, — wird bie Aussprache an anberer Stelle stattsinden. E b. Krumm Uns war es bei bei Erwähnung bes Krummschen „Umfalles" lebiglich barauf angetommen, ihm ins Gebächtnis zurückzurufen, baß er früher selbst einmal ben Ausspruch getan hat: „Mit 50000 Mark wirb man (bei ber Vcrwenbung ber alten Klinik) keinen befrie- digenben Zustanb schaffen können". Im übrigen empfehlen wir Herrn Krumm, bas „Eingesanbt" bes Herrn Architekten Meyer noch einmal genauer nachzulesen. Er wirb dann finden, daß dieser einen bestimmten Vvrsdilag gar nicht gemacht hat. Herr Meyer hat vielmehr (wörtlich) er Härt, man solle entweder „etwas Ordentliches, ganz Neues schaffen, ober die Kliniksräume „provisorisch" so Herrichten, baß sie auf eine Reihe von Jahren ben Zwecken einigermaßen (!) entsprechen. Herr Meyer hat zu bem Stadtverorbnelenbeschluß sich a b sprech en b geäußert unb in bieser Beziehung allerbings benselben Stanbpunkt ein genommen wie wir. And; u n s e r e Ausführungen hat Herr Krumm zu flüchtig gelesen. Wir haben am Donnerstag ausdrücklich, mit Sperrdruck, betont: „Wir vertreten nach wie vor die Ueberzeugung, daß die Bürgermeisterei sich mit ihren jetzigen Räumen nod) einige Jahre behelfen kann, bis die Di« Helcnenquelle ist die Hauptquelle Wildangene and steht In Ihrer überaus plücküchon Zasammen- setzang einzig in der Welt da. Daher ist Vorsicht ge?en- 1912: 14327 Badegäste u. 2245831 Flaßehenvereand. — Zu haben in allen Apotheken a. Drogerien. jTussetgeüföhnlich üortdlhaftes Angebot KeÄer-Mrißm netto. nun= Retters weil sic allen Anforderungen Schwcmmstcinfabrik, alt.. Fernspr. 2064 lief. bin. In.Lieineii.Zenicnt Ana. WallenfclS, Trogcrie, dielen. X?l). GioS, Neswieb. ließen, Marklvlatz 17. (D11,, [hv’VsJ Das neueste Zeppelin- Besitz der Militär- CamStag seine GaS- TRAlERHtTE A. Salomon Sc Cie. Salat-Kartoffeln gelbe Jnllnieren ganz prima Qualität ::istorddemsche Ware:: per Zentner l Mk. bei größerer Abnahme billig. Ebenso prima Norddeutsche Magnnm bonum euipsiehlt billig J. Weisel Sonnenstr. 6. (73$) Tel. 88. Seltersweg 1489 iit bie benf. I F s» bewährt sich M-Köö bnv fctUc I mehr Retp Äalhn-Oärste O ttlPi f ilP rt ffptl OlntnrhoriiMAOrt Schill! $ WiröiM Frankfurt a. M. fabrizieren n liefern prima über allen Empfehlungen von Ersatzmitteln geboten. Schriften frei durch Fürstliche Wildunger Mineralquellen A.-G., Bad Wildungen. nippen nach Böhmen bringen lassen, wobei ein großer Teil unterwegs starb und verdarb. J. H. Fahr, Sonnenstr.25. (hv*7/,) Dauksacung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Verluste unserer guten Mutter sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten herzlichen Dank. 7360 Familie Seibert. Familie Forbach. Familie Sommerlad. Wieseck, den 10. November 1913. UW-WMckö VAGET. her die Hunde ge- sund u. leistungsfähig erhält, sehr gerne geiressen wirb und eine runde ,^orm hat, emps.: vermischtes. * Durch Schierling schwer vergiftet. Aus Wattenscheid, 8. Novbr. meldet ein Priv.-Telegr.: AuS Unvorsichtigkeit wurde in der Familie des Gärtnereibesitzers Müller im nahen Westenfeld statt Petersilie giftiger Wasserschierling für Fleischsuppe gebraucht. Infolge des Genusses erkrankten die Frau, 8 Kinder und zwei Lehrlinge. Ein neunjähriges Mädchen ist bereits gestorben. Von den übrigen schweben mehrere in Lebensgefahr. Automo bilunfall. AuS Stettin wird unterm 8. Nov. gemeldet: In der Nähe von Schwedt a. d. O. überschlug sich ein Automobil beim Ausweichen vor einem Eierwagen und fuhr gegen einen Baum. Die Insassen, Direktor v. EzarlinSkp, Prälat Laubitz und noch ein zweiter Geistlicher, wurden schwer verletzt. o * Ra bi ater Arti st. Aus Essen (Ruhr) wird gemeldet: >’n oer Nacht aus den Sonntag wurde ein Artist aus einer Dirt- Ichait verweisen. Darauf schoß er auf die Gäste und verwundete einen. Auf der Straße schoß er noch mehrere Male aus seine Der folger, fluchtete dann in eine Bierhalle und tötete ohne weiteres einen Galt durch einen Kopfschuß. Die Feuerwelw umstellte das Vaus, um em Entweichen des Wütenden zu verhindern Erst als ein Poltzeibeamter zwei Schüsse auf ihn abgegeben hatte, fonnte er überwältigt werden. o * Selb stbezichtig ung Aus Görlitz wird unterm 8. Nov. gemeldet: Gestern stellte sich in Halbau eine Frau i-upe Zische der Polizei mit der Angabe, daß vor zwei Zähren ihre Eltern, ihre Schwester und ihr Schwager einen reichen Handelsmann, der in einem einsam gelegenen Grund- sstück übernachten wollte, ermordet und beraubt und die Leiche im Walde verborgen haben. Die bisherigen Nachforschungen blieben ergebnislos. *8 9 Mädchen Händler fest genommen. Aus War - Ichau wird gemeldet: In der Nacht zum Sonntag wurden 89 Madchenhändler, darunter mehrere soeben aus Amerika cingo Jtofiene Agenten und Zuführer, in einem Cass festgenommen. Unter den Verhafteten befindet sich das Haupt der Bonde namens Silbermann, der gerade aus Brasilien angekommen war. * Räuberischer Ueberfall. Aus Petersburg wird gemeldet: Bei Nowaradomskin der Nähe von Lodz überfiel eine Räuberbande vierzehn Fuhrwerke mit Passagieren. Sieben Passagiere wurden ernstlich verletzt. 40 0 00 Mark und eine Menge Wertgegenstände sind geraubt worden. * Von einem prinzlichen Kraftwagen getötet. Aus Potsdam, 8. Nov., wird gemeldet: Heute vormittag gegen 11 ,Uhr Siberfuhr das Automobil des P r i n z e n F ii e d r i ch Leopold (Sohn) in der Junkerstraße in Potsdam ein kleines Mädchen. Das Automobil wich in langsamem Tempo einem Wagen aus, als plötzlich hinter dem Wagen das vierjährige Töck>- terchen des Schneidermeisters Kirsch quer über die Straße lief. Der Führer des Automobils versuchte vergebens noch rechtzeitig auszubiegen, das Kind wurde vom Auwmobil erfaßt und bei Seite geschleudert. Der Prinz nahm sich sofort des verletzten Kindes an und ließ es umgehend in feinem Automobil in das St. Josefs-Krankenhaus nach Sanssouei bringen, wo es bald nach der Einlieferung seinen Verletzungen erlag. Die Schuld an bem Unfall trifft nach der Angabe der Augenzeugen in keiner Weise den Chaufieur, da das Kind trotz mehrfacher Signale in das Automobil hineinlief. Ck. Zen so r, Dramatiker und — Witzbold Charles Brookfield, der im Alter von 60 Jahren gestorben ist, war in der Londoner Theaterwelt eine der bekanntesten Persönliä»- keiten. Zuerst ein beliebter Schauspieler, bann ein vvelgespielter Dramatiker, wurde er schließlich Zensor, ein Amt, das'ihn mit vielen feiner Kollegen verfeindete. Die zwei Jalwe, die er diesen schwierigen Beruf ausübte, hat er keinen Fuß mehr in ein Theater gesetzt: er las nur noch die Stücke. Seine Familie, eine streng puritanische Familie, in der der Sohn wie der Vater Reverend wurde, war außer sich, als er, nachdem er in Cambridge studiert hatte, feinen unumstößlichen Entschluß erklärte, Schau- spieler zu werden. Dass sei der einzige Beruf, bei dem er fein Lehrgeld wiederkriegen könnte, meinte er. Sein Bruder telegraphierte ihm: „Tritt nicht auf, im Namen des Himmels!" und erhielt die Antwort: „Beruhige Dich, ich trete unter meinem Namen auf st Vom Stückespielen ging er zum Stückeschreiben über und hat mehr als 40 Lustspiele verfaßt oder bearbeitet. Ganz London lachte über seine Werke, aber noch mehr über ihn selbst, denn fein Witz war berühmt. Er war zwar häufig etwas scharf, aber dabei stets liebenswürdig und freigebig. „Ich gehe lieber in den Klub als auf die Bank," meinte er öfters, „da bekommt man schneller gewechfelt." Ein Kollege beklagte sich bei ihm, daß ihn iemand einen Esel genannt hätte. „Soll ich da nid# den Rechtsanwalt konsultieren'?" fragte er entrüstet. „Nein," ÄIIg.ta&li.FraueweiD Ortsgruppe Gießen. Ausknnftstelle für zrauenberufe. Frauen u. Mädchen erhalten uncutaeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe im alten Rathaus, Marktplatz 14, DienStag nachmittags von 61/, bis 71/, Uhr. D*>1- Rechtsschutzstelle. Frauen n. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat nnd Auskunft in Rechtsangelegenheittn im alten Rathaus Marktplatz 14 Mittwoch nachmittags von 6l/<—8 Uhr. Haarwasser (München) staatl.gevr. u.begiilacht. Z.h.um40Pf.n.M.1.10b. ^..'.1., fit n» ""b l8i°l71 nn ""geweiht. b,H ®n9elebergtl. ä" veanttaarn, Friedrichshafen, 10. Nov. Luftschiff „L. Z. 21“, das in den Verwaltung übergeht, hat am .Mob. Hs- r -ins ©afthon'/'a^Cn:* lchte Versal enbauDe? n9 ^urde LtzL ”"s2“ "strn-n Zeit: Tage der Hot in »resbtn. ää IM; ff»??1 sä >mmcr I,attc ein: schwer- Wol.c sdafet $ ehr 40fO) «r “"Slütflictai tinrMncm 'WawJn Mann Fran»os-n Hieben in den TirMkT”'- ^ukheit und Hunger wüteten überall Arn entsek- den La^rerten zu: die halbverhungerten Kranket dunÄen^vinsÄen P*,b»rlKmr’T^JnadXnr ^^nglich fiel ihr Zutrauen auf den Phos 1 k PcI Etfgelöst, vielen solchen Elenden so stark '^km Munde, besonders abends, eine aana und datz ilw Auswurf und ihr Stuhl leuchtete und sie unter großen Kblikschnierzen ihr Leben Frücht im Publikum, sie würden ab- ver^sket. Zwar gelang es in der ersten .Hälfte des Ä btC 9Zu fen durch siegreiche (ifefechte zurück Cll?e planmäßige Plünderung große ,Bor- ließ Ä!?"oln m die Stadt zu bringen; aber die Not Heffen französischen Jutendanturbcamten öeSwf« .nuigeiveickierten Nahrilngsvorräte künstlich zurück und e 5C yntcr ^r Van> für hohe Summen: gegen diese bateS^nh ’S hauptsächlich die Wut der Sol- ^mrd der Dresden^ Als die Völkerschlacht sich für Napoleon ^,^ m^r"lMnitigeu Ausgmky neigte, hatte er am 19. Oktober E lick Gt>r "iU lc.bcJ von Vertrag ermächtigt, k l^cr iu ziehen." Dieser Befehl, der viel toenn cr rechtzeitig in die ffhr Lr ^^ner Oberbefehlshabers gelangt wäre, kam Saint nach Jahren zu. Im Verttauen auf das Genie des KÄ1"1 s«ner Verantmortimg beschloß er, ohne jeoe "Fracht gefaffen, die stad-t bis aufs äußerste zu uertei- femi. Einschließung Dresdens durch die Oesterreicher unter SkÄ be Su,fen unter Tolstoi, ließ in den letzten Tagen mir Gnh ?c Z^zweiflimg in der Stadt aufs höchste steigen. k Ende unserer Vorräte, unserer Munition, der „Erlichen und seelischen Kraft unserer Truppen, deren Elend Ä »u beichreiben ist," meldete der Marschall am 1. November !!ur noch die Hoffnung, die Ehre der Waffen zu retten." und Hunger ichienen die Stadt völlig verderben zu wollen- teglich fand man mehr als 20 verhungerte Franzosen auf den Straßen; jeher Kehrichthaufen wurde durchwühlt; den gefallenen Werden, die auf der Straße lagen, schnitten die Franzosen das I^'Z^^unte^ so daß im Nu nur noch die Kchochen da waren; blc Menschen umher und hatten nicht ein- mal die f.hraft mehr, zu betteln." Ludwig Richter, der spätere groste Zeichner, und Gustav Nieritz, der warmherzige Erzähler lml-en uns ergreifende Bilder von diesem alle Grenzen überschrei- »ür ü ^ L!»^ebotem Dennoch versuchte Saint Cyr noch einmal oas Gluck der Wffen in einem Ausfall am 3. November, in dem sich die Generäle Lobau und Bonet mit 14 000 Mann durchschlagen sollten. Sie wurden aber zilrückgeschlagen, und so begannen am 7. November die Verhandlungen, an denen bie in./wÄenmU eingeschlossene Schwester des Kaisers von Oester- rcnch, die Pnnzessin Therese, den entsck-eidendsten Anteil hatte. Ihrem Eingreifen war es zu danken, daß .Klenau Saint Ehr so verhältnismäßig günftige Bedingungen bewilligte, und so konnten nachher mit Recht die Bürger Dresdens in ihr die Retterin der Stadt preisen. Die ganze Besatzung wurde für kriegsgefangen erklärt und mußte die Waffen sttecken, sollte aber nach Frankreich geführt werden. 'So ergaben sich: 1 Marschall, 13 Dioisions- generäle, 20 Brigadegeneräle, 1759 Offiziere, 27 714 Mann 6031 Kranke = 35 538 Köpfe mit 245 Geschützen und 40 000 (Gewehren. Am 14. November begann der Ausmarsch. Oester- reichische und russische Truppen bildeten ein weites Viereck, dessen eene Seite nach der Stadt zii offen war. Nun rückten die fran- zosiichen Kolonnen hinaus; die Gewehre wurden zusammengesetzt, battonentaschen, Säbel uni> Tvommeln wie im Biwak heruiw- gehangt, und dann marschierten die Entwaffneten iveiter. „Die jungen Soldaten zogen lustig dahin, froh über ihre Befreiung aus dem Jammerleben der Festung. Ten Offizieren und alten Kriegsmännern sah man aber deutlich ihren Ingrimm an. Manche riefen: „Der Kaiser lebe hoch!" Am 17. zogen die letzten Franzosen ab, dem Rheine zu, zumeist ohne Geld und ohne Schuhe, mit dem Keim schwerer Krankheiten in sich. Am selben Tage zu Mittag läuteten die Glocken Dresdens den einziehenden Siegern den Willkommengriiß. Die Verbündeten aber .waren entrüstet darüber, daß man Saint Ehr und seine Truppen nicht als Gefangene abgeführt hatte, und Schwarzenberg schrieb in Wut: „Ter gute Klenau ist persönlich gerade so braf als er diimm ist, und das ist bei Gott ganz unermeßlich." Der Marschall wurde dann bei Altenburg vor die Wahl gestellt, „in den vorigen ■ Zustand nach Dresden zurückzukehren" oder sich auf Gnade und Ungnade zu ergeben, n-nb so mußte er sich denn mit seinen teil, fie 'tfarl jf. -fäirtmann Wtische-Fabrik siillung erhalten und liegt fahrtbereit in der Halle. Die erste Probefahrt ist auf heule vormittag festgesetzt worden. Denn das Luftschiff in den Besitz der Militärverwaltung übergeht, wird es als Führer Hauptmann MasiuS, als Funkenoffizier Staffelfeld, als technischen Führer Ingenieur Mahr erhalten. Oldenburgische Eisendahnplä'ne. Oldenburg, 10. Nov. Für Eisenbahnzwecke werden vom Landtag 645 000 Mark gefordert. Ein bulgarisch-österreiichischeA Geheimabkommen? Belgrad, 10. Nov. Als einziges Blatt bringt die „Politika" eine Meldung, wonach König Ferdinand nach ungefähr zehn Konferenzen mit dem Grafen Berchtold in Wien eine gegen Serbien gerichtete geheime bulgarisch - österreichische Militärkonvention zum Abschluß gebracht habe. Nach der Unterzeichnung habe König Ferdinand zu einem Freunde geäußert, jetzt habe er seine Seelenruhe wiedererlangt. Wie das Blatt weiter schreibt, könne man schon im nächsten Frühjahr neuen Verwicklungen entgegensehen. Der König bezivecke mit der Konvention im bulgarischen Volke die Hoffnung auf baldige Revanche zu erhalten und sich seinen bedrohten Thron zu retten. Ein amerikanisches Ultimatum? New ?)ork, 10. Nov. Hier wird eine Meldung für zuverlässig gehalten, daß die Washingtoner Regierung Huerta eine Frist von 72 Stunden gestellt habe. * London, 10. Nov. In hiesigen politischen Kreisen erregen die langen Wiener Unterredungen zwischen König Ferdinand und dem Kaiser Fran- Jo s e f sowie dem Grafen Berchtold große Aufmerksamkeit. In gut informierten Kreisen wird angenommen, daß eine dauernde Annäherung zwischen der Türkei, Bulgarien und Oesterreich letzt außer Zweifel zu stehen scheine. altbewährt bei Nieren- and Blasenleiden, Harnsäure und Eiweiss. Nach den neuesten Forschungen ist sie auch dem Zuckerkranken wegen ihres günstigen Natron- und Kalkgebalts In erster Lime za empfehlen. Für werdende Mütter und Kinder in der Entwicklung ist sie für die Knochenbildung von hoher Bedeutung. Hihgsl und Psaninos Alleinvertretung: and Lager: Wilh. ^udolgah, Hof I. ________m ftlESSEX, SelterRweg 91 a10/11 entspricht. Stück Mk. 1.50. Adler - Drogerie, Seltcrs- ivcg 39, Otto Erdaaf. 17179 73681 KiirzgescimitteneS Eicheu-Abfattholz per Karren 3.25 Mk. frei ,HauS. J.Wellböfer Tel.743. 1000 Dtsd. 'Reinleinene 'Taschentücher bestes Fabrikat sagte Brcvkfield, konsultiere lieber den Nerarzt." Gnm«ri bewundene ein Freund eine seiner schlagfertigen Antworten und bedauerte, daß er sie nicht gefunden hätte. „Sei ruhig, mein Lieber," antwortete Brookfield, „Du wirst sie wiedersinden." Als eins feiner Stücke keinen Erfolg hatte, schickte cr an alle Elegants Loildons^dic S’artc einer berühntten Schönheit mit den Porten: „Seien Sie beute im Parkett mit einer Orchidee im Knopfioch," und am Abend glich das Theater einem riesigen Orchibeendcctt Ein andermal hatte er nur 8 Pfund Tageskasse; da ließ er ein Plakat anbringen: „?lusverkauft", und nun gingen die Plätze „unter der Hand" zu doppelten Preisen fort, selbst in seiner Krankheit bewahrte er sich seinen guten Humor. Einen Monat vor feinem Tode erzählte cr einem Freunde: „Mrfii Arzt ist toirfiid) eine Perle. Gestern kommt er zu mir; ich setze ihm auseinander, daß ich an allen möglichen Krankheiten leibt’. Wissen Sie, was er mir antwortet? Er klopft mir auf die Schulter und sagt: „Üta dann hoffe ich, wird schon noch alles imeder gut werden." * Ter schlaue Ire. Ein Engländer und ein Ire wetteten einmal, wer am weitesten schwimmen würde. Am Tage des Wettkampfes kam der Ire in einem Badekostüm und trug einen großen Sack auf dem Rücken. Ter Engländer fragte ihn, was er darin habe. „Essen für drei Tage," antwortete Pat kaltblütig. „Dann hast du nenxmnen," sagte der erschreckte Engländer und gab ihm das Geld. Ein paar Tage später hötte cr, daß Pat überhaupt nicht schwimmen könnte. Wetteraussichten in Hessen für T ienStag, den 11. Nov. 1913: Wechselnde Bewölkung, zeitweise anstlärend, trocken, etwas kälter, Nachtsrostaeiahr. Letzte Finck vielten« Berliner Stadtverordnetenwahlen. Berlin, 10. Nov. Zu den gestrigen Stadtverordneten- wählen in Berlin, bei denen die Sozialdemokratie zwei neue Mandact gewann und die Zahl ihrer Vertreter von 43 auf 45 Steigerte, schreibt die „Bossische Zeitung": Es ist höchst bedauerlich, daß in den beiden Bezirken kaum 40 Prozent der Wahl berechtigten zur Stelle zu bringen waren. In Charlottenburg verloren die Sozialdemokraten einen und gewannen einen anderen: in Schöneberg vermehrten die Sozialdemokraten ihre Mandate von 13 aus 15. Ein neues Zeppelin-Luftschiff. 'toerfoHeaufbent 0t uns bet Hebert l 2?. Oktober aL evoneinemJnbivi- W.Men. Die Be- verließ mich, als ich Wen Ufa in Beruh' M denken, suchte ich • hch wie möglich in i am nördlichen Aus» i geilte. Dort wurde : die polizeiliche Hilfe i- — Wer meine Per-- üchtigkeit dieser An- nachgewiejen werde« hendes Attest des be- i : n.: „Ich bescheinige am Kops, die er am prochenehiebver- 'egenstand beigebracht kurzer Zeit, nachdem iwch ist es ausge- n Fall entstanden ist." a Hessen. rnstvereinsürdas i ag unter bem Vorsitz auptDcrfamm» i Bieberroaljl des bis- ichtsrat \ow bn ettoü. IS 600 Mack asisbericht erstattete »es Jahres, den Aus- bt, aber ftststellt, daß Bedeutung nicht ent- aubstummenver- Besten der Errichtuu; r Heims in Friedbe:: freiwillige Sani- n Lreuj veraniwlM fier des chiläums im verflogenen emommen hat deutsche Fest, ppen des Vereins su Wg. Deutscher Schuloer ani'cbnlicheu Betrag M ivirsl sührte diesmal den "Ln in »'*»" Spielberg m j, «Werfen alter deMl °I°hrdund°rEmA “‘ÖfÄiS Wl> ,U|t ASnbt fifew* Kräfte CnncjlafDbv, Kiisck» ®ietdcKi bei diel-' ^ette t^ngelbüN; am Freit°^ ve^ Ruinen N all. Heneraii^ Ki- etitf» °u' 7- fehlerfreie Ware 42 cm gesäumt Dtsd. 3.60 42 n » >> 3.80 46 » H » 4.20 43 » )> 4.80 46 » » >> 4.80 ! - M -RITZ NOWACK- WIIWIlHRIIII.II.I..fflWRWffWWWWTfflW!WIWWWItWIBWIIiHlli!lll.llIIIIIIWWW!|ffT!WffWTTffWWT!WfflW!WWWW!WW!W!WW!WWIffff ersche htr^ül v ivöchr h Die „ _N«ze !en ia aud nisse der wir, uns trächtige 1 die öffentl mehr wie die Macht fachen feit nung ist t aber oft t das ganrc Gin § die öffentl begeht. 2t Gs ifl des! Mensch au Richterürch lidilcrt lat Gkiahr bei intimsten geschiedene nicht an j< denn das nung und leven $a derdeiiusül $d)U Äu Au Sande wesend denken t Serlretc hielt der übliche i ju beüitl ren Lch Ter Rei Ss I ceftentüc das.Me heutigen, nötigt, N inet st en ti Presse zu kann: die aber auch von der S die petnk Han mtnr lichkeft ztc oder i'crm dan w der Unser Ter Begn ner Selim Ätnber, ür Cbni'ms n Unverletzlic gemacht. C meinen Sc ke sie Im Necht der Dir sind möglichen gegen fed tälung eit esse nicht Vorschläge L S ewe unehi werden sol werden, y ^elen, for d'e Mftteil fertiger Z teuungen ( 011 frei re wtd Molt fi** ■iin hia' °?d n £m-X font 5* soll. 3 totir r er 9' g»s BiS Was i tmen levlichleit Rechtsweg mangelhaft ein fremde ^esientltchd unser ganzc den Strubti ‘Bmatmtttei am freien 3 vofa gehören Grosser Schürzen-Verkauf zu extra billigen Ausnahmepreisen. Nachstehende Abbildungen zeigen einige besonders vorteilhafte Blusenschürzen des enormen Sortiments. Bitte die Schaufenster zu beachten Blusenschürze extra I Hansstoff. elegante Aus- < nn führung mit Paspel . . Mk. Li U Blusenschürze guter Harnstoff, mit Tupfen- « Besatz.......Mk. l«uU BBusenschürze Prima Schürxenstoff, vollstän- 4 q#| dig weit, mit Volant . Mk. l.UU tags» talelliiog in „Alte Ulmik"in Gießen bis (6. Nov. täHlich bis 10 Uhr geöffnet Alle KricgSschiffSklassen (aus und unter Wasser und in der Luft) in großen prächtigen Modellen. Alle See- kriegswafscn in Originalen (Torpedos, Sceminen, Schnellscuergeschütze usw.). Modell dcS größten deutschen SchiffSgeschützeSin natürlicher Größe, 16 Meter lang. Beschossene Panzerplatte im Lriginal 150 Zentner schwer. Maschinengewehr wird im Schnellfeuer vorgcsührt. Eintritt 60 Psg. Arbeiter, Untcrbeamte im Vor- verlaus durch Arbeitgeber und Behörden 30 Psg. Vortrag: Kapitänleutnant Mumm 5 u. 81/. Uhr nachm., Sonntag» auch lll/$ Uhr vorm. Jeuischer ^lottenverein Mrtrgruppe Gictzen. D.«/u Männer Turnverein. Winterfell am SamStag, den 13. November, obenbd w1. Ubr in Stein» Garte» XtfSfiRßz/' Konzert, tnrnerilche Aussnßruugen unv Ball. v‘°,n Zlnsflnq am Sonntag, I ti. 9tovbr. nachmittags 1 Uhr nach der LicbigSböbc. Zu recht zahlreichem Besuch ladet cm Ter Vorstand. Schulstrasse 4. la* „ Eintritt für jedermann frei. Der evang. GemeiDie-FraosnvereiD Frau E. Höhlbaum. Wer Handarbeiten liebt, findet im eoeben erschien. Favorit - Handarb. - Album den bost Le' rmeister u. Berater Für alle Damen unentbehrlich. Preis des Albums nur 90 Pfennig bei von Herrn Pfarrer IK Prenschen aus Hirschhorn über Deutsche Heldinnen in den Befreiungskriegen «ießeu, Marburger Straße 49 Leihgestern, am Bhf. Gr. Linden NB.: Meinen seitherigen «ZiliaUener Schrader habe teb am 27. September er. entlasset. 09013 lllgem. Deutscher Frauenverelu, Ortsgruppe tto Frau Minna Naumann. Din: Hermann Stringoetter. Montag, d. lO.Rov. 1913, abends H Ubr: Außer Abonnement! KleincVrcise! Kleine Preise! Sa Schiller» Geburtstag Wilhelm Teil Schauspiel in 5 Auszügen von Friedrich von Schiller. Ende gegen 11 Uhr. TieuStag.d. l l.Nov.1^3, abends h Ubr: Außer Abonnement! Abonnenten zahlen gegen BorweiS deSLEnnäßiUingS- kuvonS gewöhnliche Preise. Einmaliges lAastiviel der ^nternatiooaleu Tournee Maria Neboft mit eigenem Eaiemble. Die tote Stadt Tragödie in 5 Akten von Wabrielc d Annunzto. Deutsch von Vinbn von Vüooro Ende 10*/, Uhr. C*-u genannt dav Sdnnuif- käftchcn von Gießen. ^ür SamStag, S., Sonntag,9.Montag, ta.Nov. (■roMe Sensation! 3cbc9himmcreln großer Schlager! Im Schwevinger Schloßpark Herr!. Naturaufnahmen. Komischer Schlager! Bübi u. sehe nervös Eitere Hochkomiiche Szene gespielt von dem allbekann len Liebling dem fünf iäbriflen Willv! Lacken ohne Ende. Als Einlage: Ter Tod in der Arena. Svan- nendeSDrama in2Akten. Wut ü. n. überfüllt. Lokal Acppten!!! Wundcrb. lehrreich. Bild. (ervorrag. vack. amcrik. Dramain lAkl. Aus dem roirfl. Leben geschildert. Wochenübersicht dcS Union TbeatcrS! Neuestes auS aller Welt: Mode. Soort rc. Schlager! Tao Glend des Krieges. Svann. amerik. Liß üerö-Drama, hat in Berlin gr. Auiieh. erregt. BliemchenS Traum! Humoreske! Zum Lachen. Welt Schlager! Ven Mnfc an Stofe! Aus dem Leben einer Verlorenen. v)n 3 Akten. Soannenb v. Ans. b. Ende, a* ,.1 Tie Direktion. Biele Aerzte u. Professoren nvs.alShervorragend gutes. 'irkUch vertrauenswertes .Ittel bei [tFh Husten, Oeiserkeit, raubem -r>alv, Erkältung stündlich 1 biS 2 echte ÄlthuchhorNtcr Jline- ral-Pa*tillcn (in Nollen ä 35, 50 u. 85 Pi.'. In bart- näckigen u. veralteten ,>ällen a ußcrdcm täglich A,lt bnrh- horwter Jlarkmprudel Stnrkquclle t(JL ti) und 05 Ps.>, mit heißer Milch gemischt. trinken. Diese rein natürliche Kur wirkt außerordentlich wohltuend, schleimlösend, beruhigend und gleichzeitig kräftigend und bringt meist augenblicklich Erlcichie- rung. Echt in der Univer ütäts - Avotbekc z. gold. Engel, in den Drogerien <>. Seibel, 2V. Kilbinger, «.«oll, l^.Schaaf «.(».Roll Gksll|M- ' /'/ Um Irrtümern und falschen Gerüchten vorzubeugcn. gestatte ich mir, den Bewohnern von Leihgestern, Grohen-Lindeu und Umgegend die ergebene Mitteilung ah machen, daß ich das seit langen fahren am Bahnhof Großen-Linden von mir betriebene Grabsteingeschäft in unveränderter Weise weitersühre. .indem ich für da» mir entgcgcngcbrachte Vertrauen beuenS danke, bitte ich. mir dasselbe auch fernerhin zu bewahren und sichere ich bei sauberster und solider Arbeit ui nur prima Material billigste Berechnung zu. Steinmetzgeschäft u. GkskWft für 6rh= unb ^ölfertnubc. Zweiter Vortrag TonucrStag, den 13. Rovbr. 1013, in der Neuen Aula der Universität Dr. A. v. Schultz-Hamburg: lieber seine im Austrag deS Miekener Muieumo für Völkerkunde auSgcsübrte Forschungsreise nach Pamir, 1911-1912 mit Lichtbildern. fr10 " Jahresbeitrag für Mitglieder und deren Mk. 4.30. (-intrittSvreiS fürNichtmitglicder Mk. 1.30, ::: für Studierende Mk. 0.50 ::: Karten sind in der Milder schen Univ.-Buchbandlung und in der .vrceS scheu Hosbuchhandlung zu haben. Jahreskarten iür studierende auf sämtliche Vorträge Mk. 1.50 und bet dem Hausverwalter deS Kollrgien-l^ebäudeS au bnben. Mitglieds und Eintrittskarten lind am Eingänge ___zur Aula vor Anzeigen. ________ Bürger verein Giessen Dienstag, den 11. November er., abends 9 Uhr, im Saale dcS Hotel Einhorn Außerordentliche Hauptversammlung Tagesordnung: Ztadtverordnetenwahlen Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung hoffen wir auf zahlreiches Erscheinen unserer Mitglieder._______________a*/n______________________Ter Vorstand. Mittwoch, den 12 Xoveniber 1913, abends S’/4 Uhr, in der nenen Aula der Universität Salat'Kartofselrr „Mäuschen" 8 per Zentr. Mk. 7.— m. Sad nenen diachnahmc cmpsiehlt AM-titbM,MWr. titealertieleD Roggenbrot; garantiert rein, einpficblt u. lief frei -Hau» Oituenbadiet I Müble. Tel. 770«nu «ießcn. I Union-Theater W Si*it*'Awei "