Nr. 83 Erster Blatt H65. Jahrgang Donnerstag, KO. April K9K3 W ■ * W r? ZW k. w Der «iehener Anzelgrr erscheint tätlich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich EiehenerZamiiirnblätter! aroeimal wöchentl.BreiS: blatt für den Ureis Sietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl- Landwirtschaftliche Zcitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. w » Annahme^von Anzeigen Kotationsörud und Verlag -er Srühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei n. Lange. Nedaltion, Expedition und Druckerei: Zchulftratze 7. bis vormittag?^o'uh?. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Bezugspreis: monatlich75Ps., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—oiertcl- jährl. ausjchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., ausivärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssaal": K. Neurath; für .Stadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfatzt 12 Seiten. Die Versöhnung in Homburg. Die Versöhnung zwischen Welf und Hohenzollern soll tadt Heinrichs des l?owen erkaufen. Unterdessen hat sich in den höfischen Beziehungen so manches geändert. Als Prinz Max von Baden die Prinzessin Marie Louise von Cumberland, die Tochter des Herzogs Ernst August, von Gmunden nach Karlsruhe als Gattin heimführte, sah man bereits in dieser Verbindung die Anbahnung eines besseren Verhältnisses zwischen dem Hause HohenHwllern und der entthronten Dynastie von Hannover. Seitdem Prinz Max, der künftige Erbe des badischen Thrones, eine inoffizielle Verbindung Hvischen Gnmnden und Berlin hergestellt hatte, die später nach der Verheiratung >der anderen Prinzessinnen von Cumberland mit dem Gcoßherzog von Mecklenburg-Schwerin, dem Bruder der Kronprinzessin Cäcilie, verwandtschaftlich noch enger geworden ist, hat sich die Annäherung sichtbar vollzogen. Der zweite Sohn des Herzogs von Cumberland, P r i n z E r n st August, trat in das bayerische 1. Schwere Reiter-Regiment ein und wurde in diesem Winter der Bräutigam der deutschen Kaisertochter. Auf den zwei Augen dieses Prinzen steht heute die tausendjährige Dynastie der Welfen, nachdem ein Unglücksfall den ältesten Sproß aus dem Hause Braunschweig-Lüneburg, den Prinzen Georg Wilhelm von Cumberland int vorigen Jahre jäh dahingerafft hat. Wieviel tragisches Geschick waltet über den Nachkommen des Hauses Wels, das bis in die Zeiten des Sachsen Wittekind zurückging und unter Heinrich dem Löwen das oftelbische Slawenland eroberte und kultivierte, aus dem ihm dann die Widersacher und Vernichter erstanden'. Nach der Kapitulation von Langensalza hatte der letzte König von Hannover Georg V., mit edler Würde sein Blindheitsleid tragend und nicht ohne Heldensinn, seine letzte Zuflucht in Oesterreich gefunden, dessen Minister Mennsdorfs ihm vor dem Kriegsausbrüche gedroht hatte: „Wenn er nicht zu -Oesterreich halte, so höre es auf mit seiner tausendjährigen Dynastie". Hannover büßte die falsche Politik seines Königs mit dem Verlust der Selbständigkeit. Unversöhnlich wie Heinrich der Löwe gegen den Hohenstaufcnkaiscr, blieben auch der blinde König und sein Sohn, der Herzog Ernst August, bis endlich nach der Verlobnttg des Welfenprinzen in Karlsruhe die Depesche ans Gmunden flog: „Wir flehen zu Gott, daß der Bund dieser deutschen Fürstenkinder, der aus eigenster Neigung entsprungen und mit dem Segen der Eltern geschlossen ist, gedeihen möge zum Segen der Verlobten und unserer beiden Hauser. Ernst August". Die braunschweigische Frage ist durch alle Formalitäten und Entspannungen zwischen den Hösen und den fürstlichen Personen nicht erledigt. Sie ist in hohem Maße politisch, weil sic das ganze staatliche Gefüge deS Deutschen Reiches betrifft, und sie duldet keine Unklarheit. Durch den einstimmig gefaßten Buudesratsbcschluß vom 28. Februar 1907 ist mit Nachdruck festgelegt, daß kein Mitglied des Hauses Cumberland in Braunschweig regieren darf, so lange noch irgendein Mitglied dieses Hauses bei Ansprüchen citf Hannover beharre. Das heißt: Nicht eine verschleierte Abdankung, sondern ein öffentlich-rechtlicher Widerruf des Herzogs von Cumberland ist zu fordern, wenn nicht die staatsrechtliche Grundlage in Braunschweig und Hannover zu schweren: Schaden des Reiches erschüttert werdet: soll. Der Bundesrat ist jederzeit in der Lage, seinen vor sechs Jahren in der braunschweigischen Erbfotgcftage gefaßten Beschluß unrzustoßen und einet: neuen zu fassen, wenn sich die Verhältnisse geändert haben. Macht der Cumberländer seinen Frieden mit dem Kaiser, so kann der Prinz in das alte welsische Stammland zurückkehren und von oer Burg Heinrichs des Löwen in Braunschweig Besitz ergreifen. Aber der Friede muß offen nnb öffentlich geschlossen werden. Auch die politische Welt hat ein Recht darauf, bei der Versöhnung in Homburg mitzuwirken und E-arantien nach Hause zu tragen. * Bad Homburg, 9. April. Der Kaiser machte heute vormittag einen Spaziergang und besuchte die Hohe Mark. Die Prii^essin Viktoria Luise und der Prinz C r n st A u gu st find heute in Frankfurt zur Frühstückstafel bei dem Prinzen und der ^Prinzessin Friedrich Karl von Hessen geladen. Bad-Homburg, 9. April. Der Kaiser besuchte auf seinem heutigen Nachmittagsspaziergange die Saal-- burg und besichtigte dabei mit großem Interesse eine römische Getreidemühle, welche vom Baurat Jakobi rekonstruiert mordet: ist. Die Rekonstruktion war möglich, nachdem in: vorigen Jahre auf Castell Zugmantel in einen: Brunnen des zweiten Jahrhunderts das ganze Getriebe und zwei Mühlsteine einer solchen Mühle gefun- den worden waren. Tas Getriebe, der Vorläufer der heutigen Zahnräder, wird von den: altrömischen Schriftsteller Vttruvius genau dem Fund entsprechend beschrieben. Die Rekonstruktron ist in natürlicher Größe hergestellt. Prinz Ernst August, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, verbleibt in Frankfurt, um morgen mit feinen Eltern hierher zurückzukehren. 11 Die Wehr- und Deckuugsvorlagen im Reichstag. □ Berlin, 9. April. Der Reichstag hat heute die erste Lesung der Wehr- Vorlage zu Ende geführt und diese dann an den Budgetausschuß überwieset:. In die Beratung griffen sowohl der Krieg s Minister als artch der Reichskanzler noch einmal ein, und zum Schluß gab es sogar noch einerecht dramatische Szene, deren Ursache der Zentrums- general Häusler war. Zunächst hielten die Abgg. Dr. Doormann (Vp.h Hacgy (Ns.), Wer n e r-Hersfeld (Ref.) und Dr. Frank (Soz.) die übliche Nachlese, ohne daß ein neues Moment zutage getreten wäre. Höchstens Herr Frank beanspruchte einiges Interesse, besonders, als er sich mit dem Zentrum auseinandersetzte und diesem allerlei Anträge seiner Partei ankündigte, damit sich zeige, ob es dem Zentrum mit seinen Neformversprechungen auch ernst ist. Der Reichskanzler beabsichtigte, zwei Punkte richtig zu stellen, in denen er sich mißverstanden glaubte, Einmal verwahrte er sich dagegen, daß er von einer zu erwartenden Ausein- anderfehung zwischen Slawentum und Germanentum gi> sprachen habe; er habe vielmehr nur die pcrnslaw:sti.scbe:r Strömungen im Ange gehabt; mit der flämischen Rasse als solcher habe das nichts zu tun. Zum zweiten stellte der Kanzler den Zeitpunkt der Entstehung der Wehrvorlage richtig. Nicht der Wehrvercin habe sie veranlaßt, es könne auch nicht von einer Kapitulation vor dem Generalstabe die Rede sein, vielmehr habe er sich im November v. Js. überzeugt, daß neue Rüstungen für uns notwendig sind. Diese Ueberzeugung sei von: Kriegsminister sowie vom Chef des Generalstabs geteilt worden. Alsbald seien auch die Vorarbeiten in die Hand genommen worden. Der Entschluß sei entstandet: aus dem Verantwortungsgefühl für die Sicherheit unserer Zukunft. Herr v. Bethmann schloß mit dem Hinweis, daß die Beratung gezeigt habe, daß die große Mehrheit der Parteien sich von dem gleichen Gefühl der Verantwortlichkeit leiten lasse. Damit wäre eigentlich die Aussprache zu Ende gewesen. Aber Herr Häusler geriet ob feiner „sachverständigen^ Kritik mit dem bayerische:: Militärbevoflmächtigten Generalmajor Wenninger zusammen, und den Braten ließ sich die Sozialdemokratie nicht entgehen. Der bayerische General setzte nämlich in die militärische Sachverständig- leit des Herrn Häusler erhebliche Zweifel, insbesondere glaubte -er ihm sagen zu müssen, daß seine .Kritik an unserer Artillerie und Kavallerie unrichtig sei. Soweit hätte die Sache, keinen Anlaß zu Weiterungen gegeben, aber Herr Wenninger fügte seiner Kritik die Bewertung an, daß Herr Häusler mit seinen Ausführungen nicht den Beifall dec eigene:: Parteifreunde, sondern den der äußersten Linken gefunden habe. Dieses Wort war für die Genossen das Signal zu einem gewaltigen Lärm, und, als ob es sieb um einen der Ihrigen handelte, sprang Herr Lcdebour zur Tribüne •empor, um dem bayerischen Bevollmächtigten zu bedeute::, daß es ihn ganz und gar nichts augeht, auf Melcher Seite ein Abgeordneter seinen Beifall holt. Und als dann der Generalmajor auf seinen Standpunkt be- 3m Herzen der heutigen Albanien. Einen wertvollen 'Einblick in die Verhältniffe des heutigen Albanien gewähren die Berichte des bekannten mnerckamschen Journalisten Pwck Scott Mowrcr^ der. ui Begleitung des Universitätsprofessors Stephanow aus K^opta in den letzten Wochu: eine Reise durch die unwegsamen Gebirgsgegenden des v IM mnstrittenen Albanien angetreten hat. Er drang von Monastir nach Afrika vor nnb von dort über d:e Bergkette nach Elbassan: die interessantesten von seinen Schilderungen, die letzt m der Illustration veröffentlicht werden, gewähre:: ein ^charakteruNsches Bild von den Zuständen dieses von den werben besetzten Mttttu *(finc bittere Zukunstssorge erfüllt die Herzen der slawischen Bevölkerung in dieser Gegend: werden sie^Serben oder Bulgaren werden. Denn das Land ist von den arbeit besetzt und du Eroberer zögern nicht mit der Erklärung, daß. sie unter allen Umständen bleiben werden. In ihren Augen ist die Ssnze Bcvölke- runa serbischen Urspnmgs, wenn auch btc Bauern und Bewohne: sich selbst bis auf wenige Ausnahmen als Bulgaren betrachtem Bulgarisch wollen sie werden: und :n der Tat, die ^tadt Oknda ist durchaus nicht albanisch, wie m der Fremde lebnüw albanische Politiker das vorgeben, sondern seit jeher ein 3entrinn slawischer Kultur. Jetzt aber sind die Serben eifrigam> Werke, du Tatsache zu verheimlichen und zu unterdrücken, daß die überwältigende Mehrheit der Bevöll^erung bulgarisch spricht und daß ihre S Hw sucht nach Bulgarien gerichtet ist." Die Erfahrungen uno Aus schlüssc, die Mowrer in seinem Verkehr mit der Bevölkerung gewann, sind recht ckiaralteristtsch Eine der Lauptunterlcksaede der verwandten serbischen und bulgarische:^ Sprache s'M> du Enduligen der Eigennamen; was :m serbischen aus it>ch endet endet im Bulgarische:: ans ew ober ow. In Okrada haben die Serben den Komitatschi Tschnlew zum Polizciches gemacht; ber neue Beamte mußte gestehen: „Du werben nwigenl sich durchaus, uns unsere wirklichen Nanteii zu geben on' nennen meinen Freund Manew einfach Manowttsch und ich kann ^hnen mein Ernennungsdekret Mgen, in dem man mich statt Tschulew Peter Tschulewitsch getauft hat." llnd ein Besuch bei i)cm greifen würdigen bulgarischen Bischof Okridas bestätigte diese Vorgänge und ihre Tendenz. Der Bischof hatte bisher beim1 Gottesdienst stets für alle vmbündeten Balkankönige gebetet. Vor kiuzem erhielt er einen Befehl vom serbischen Kommandanten: im (bebet dürfen fortan nur König Perer und der serbische Krvnprmz erwähn werden Aus eine Beschwerde yichte der serbische Kommandant dann seinen Originalerlaß zurückzuerlangen. Abend/ so berichtet Mowrer weiter, „sprach ich dann mit einem befminbeten serb.'schen Offizier über diesen Antagonismus in der Bevölkerung Otridas. Er lachte und meinte: „Es gibt nichts Verivirtteres. Allein in dieser Stadt gibt es rin halbes Dutzend serbischer Schulen, 4 oder 5 bulgarische Schulen, ein paar griechische und Mich-lich eine walachische oder rumänische Schule. Und lebe Nationalität will das Uebergewicht haben." Mowrer entschloß sich, der Sache selbst auf den Grund zu gehen, und das Ergebnis seiner genaueren Nachforschungen war, daß es in der Stadt 8 bulgarische, eine griechische, eine walachische nnb eine serbische Schule gibt, und daß die serbische SclMle nur 3 Schüler ausweist. Aber im1 neuen Albanien kämpfen die Serben nicht nur gegen die Bulgaren, sonder:: vor allem auch gegen die Albanesen. Sitten, Bräuck-e und Charakter dieses Volkes müssen für jeden Versuch einer geordneten staatlichen Organisation gewaltige Schwierigkeiten bieten. Schon ihre Lebensgewohnheiten bringen das mit sich; dieses rauhe Bergvolk führt im wesentlichen das Leben eines Hirtenvolkes. _ Die Mbanesen können nicht lesen, nicht schreiben, haben wenig geschichtlich^ Ueber- lieferiuigen unb gar keine Kultur, sind noch heute bei aller Gast freibeit ein Kriegsvotk unb ein Menschenleben gilt ihnen wenig. In Okriba selbst spielen bie Albanesen keine Rolle, aber oben zwischen ben Felsen ber westlichem Berge haben sie sich eingeniiiei nnb führen eine Art Kleinkrieg gegen bie serbischen Eroberer. Denn Krieg scheint ihre eigentliche Beschäftigung unb ihre einzige Unterhaltung. Die Türken wußten das und ließen 'sie gewähren, respeltterten den trotzigen Fi-eiheitssinn diig'es Volkes sogar vis zn dem Grade, daß mau die Albanesen von der Steuer unberührt ließ, Unb ihre Vnbrechcn blieben unbesttast: „Von einer Regierung ober einer staatlichen Verwaltung haben sie keine lebeiwigere Vorstellung als die Wölfe. Den Türken waren sie nur gut genug, um an der Spitze türkischer Regimenter gegen den Feind zu stürme::, beim ihre wilde Tapferkeit kennt keine Grenzen. Einem modernen frecre gegenüber sind sie im' Nachteil: denn ihr Trotz und ihr Stolz lassen sie in: Kampfe jede Deckung verschmähen, und nur mit Mühe sind sie dazu zu überreden, anders als auftechtstehend zu schiesnm. Aber oben in den felsigen Gebirgen sind sie in ihrem1 Elemente, dort wetteifern sie mit ihren Ziegen an Kletterlünsten, unb von dort ans stellen sic immer loicbcr iben serbischen Eroberen: Fallen. Dieses albanische Gebirge mit seinen Bewohnern ist unzweifelhaft das wildeste Land Europas und war dabei noch obenbrein seit langem Gegnrstand politischer Intrigen. Noch vor wenigen Jahren konnte sich jebc albanesische Hütte rühmen, wenigstens brei ober vier m'obernc Schnellfenergewelwe zu besitzen. Denn jebc in Albanien interessierte Nation rüstete heimlich bie "^nbanicr mit Waffen aus. Da kam ber italienische Agent, sprach für Italien und — ließ sein Gewehr zurück. So famen nacheinander ber Serbe, der Oesterreicher und zugnterlef-t der Türke: und jeder brachte ein Gewehr, in der Hoffnung, bei einem Kampfe bie Mbanier für sich gewönne:: zu haben. Zwei Tage vor der Mreise Mvwrers von Okriba waren in den Bergen ein serbischer Offizier mit 10 Mann von Albanesen angegriffen unb bis yum letzten Mann nicdergemacht worben; Wan hatte ein ganzes Regiment ausgesanbt, um die Mbanesen zu züchtige::, aber die kriegerische:: Bergbewohner hatten sich zu- samwengecottet, (egten in einer Schlucht ben Truppen eine:: Hinterhalt unb fügten ihnen fürchterliche Verluste zu. Kein Wnn- ber, baß die Serbe:: den beiben Reikenben von der Fortsetzung des Rittes abrictcn unb Mowrer und Stephanow ohne Eskorte ziehen ließen. * — „Z irkus Reinhardt." Nicht Mar Reiubarbt. wie früher gemelbet, sondern eine neugebildete Aktiengesellschaft. erwirbt ben „Zirkus" Schumann für Reinharbt. DaS Aktienkapital wirb ungefähr zwei Millionen Mark betragen, 300 000 Mark sollen für den Umbau verwendet werben. Neben ber Mtiew gesellschaft wurde eine Betriebsgesellschaft gegründet, welche den Zirkus pachtweise übernimmt und die Vorstellungen veranstaltet. Tie Erösfirung soll am 1. September erfolgen. — Eine neue Fundstelle von Wirbeltieren in De. utsch-O staf r i ka soll durch Ausgrabungen erschlossen werden. Nach „Petermt Mitt." wird Dr. Erich Krenkel, Privat- dozent für Geologie u:ü>Paläontologie an der- Leipziger Universität mit Unterstützung ber Kgl. Sachs. Gesellschaft in Leipzig unb ber landeskundlichen Kommission für die deutschen .Kolonien im Sommer 1913 nach dem südlichen Deutsch-Ostafrika aiifbrctfre::, um die Mrsgrabungeu zu leiten. Ob diese neue Fundstätte mit dem' Reichtum an Fossilien von Tendaguru wetteifern wird, darüber fehle:: noch Angaben. Nach Abschluß dieser Tätigkeit wird Dr. Krenttl die geologische und morphologische Erforschung des Rusidjigebiets in Angriff nehmen. — „D er Grei s." Ter Cottasche Verlag bat sich entschlossen, feinen UnternelMungen eine monatlich erscheinende Revue von vornehmem Gepräge anzugliedern. Das erste Heft ber neuen Monatsschrift, die im' Hinblick auf das Wappenbilb bes Cotta- feiten Verlages „Der Greif" heißen nnrb, gelangt im Herbst zur Ausgabe. „Der Greif" wird sich an den weiten Kreis ber gebildeten, national gesinnter: Deutschen wenden und mit Hilft der besten Mämter unserer Zeit nnchtige Fragen auf den Gebieten der allgementcn Kultur, des Staatslebens, der Künste, Wissen-^ schäften unb Literatur besprechen. Unsere Dichter werden mit erzählenden und lyrischen Beiträgen zu Worte tornm-cn, daneben ist bie Publikation interessanter Memvirenwerke und Briefwechsel geplant. Auch mancherlei literarische Dokumente, aus dem Cotlaschen Archive sollen hier zum erstenmal veröffentlicht werden. Jedes Hest bildet ein für sich abgeschlossenes Ganze. — Kurze Nachrichten au s Ku n st unb Wissen schäft. Vom 15. bis 18. April wird zu Wiesbaben unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Hofrat Pros. Dr. Penzoldt (Erlangen) der 30. Deutsche K o n g r e ß f ü r i n n e r e M e d i z i n tagen. Die Sitzungen finden im Neuen Kurhause statt. — Lerners Spitzbergen-Expedition traf am Mittwoch abend in Stavanger ein. Sie beabsichtigt, die Amsterdam- Inseln aufzusuchen und bann mittels Schlitten bis zur Rijps- Bai und Nordostland zu gelangen. harrte, da löste Herr Dr. ^ran? Herrn Ledebour ab, um solche „Anmaßung" militärischer Kreise gegenüber dem Parlament noch einmal feft^mageln. Auch im Zentrum hatte der General mit seiner Bemerkung lebhafte Entrüstung hervorgerufen, aber die Freunde Herrn Häuslers zogen es doch vor, sich in Schiveigen zu hüllen. Dagegen stimmten sie jeweils in den Lärm der Genossen träftig ein und begleiteten die Worte Ledebours und Franks mit dröhnenden Bravos. Nach diesem Vorfall ging die Vorlage an den Budgetausschuß. Nunmehr schlug Herrn Kühns Stunde, und alsbald breitete der Schatzsekretär vor dem Haufe seine Steuervorlagen aus. Eine undankbare Aufgabe. Fast will es scheinen, als ob niemand die begründenden Worte des Reichssäckelmcistcrs hören wollte, da doch jeder schon sein Urteil fertig hat. Mit anerkennenswertem Fleiß arbeitete sich aber Herr Kühn durch die Unruhe des Hauses hindurch. Nachdem ar geendet, vertagte man sich auf Donnnerstag. Nach der „Täglichen Rundschau" haben wegen des Zwischenfalls zwischen dem Zentrumsabgwrdneten General Häusler und dem Laherischen Bundesratsbcvollmächtigten Generalmajor W c n- ninger Besprechungen zlvischen Vertretern der Zentra m s f r a k t i o n und dem bayerischen Bundes rats- bevollmächtigten stattgefunden. In der nächsten Sitzung wird Generalmajor Wenninger in einer kurzen Erklärung noch einmal auf die Angelegenheit zurückkommcn und sie damit beilegen. Die Meöenrfrage. In Wiener Kreisen wird die Lage seit g e st c r n optimistischer beurteilt. Die Ausschiffung der serbischen Truppen in Saloniki erfolgte auf die Initiative der serbischen Regierung, welche auch weitere Nachschübe von Truppen und Munition nach Skutari nicht incbr machen will. In der Antwort auf die Vorstellungen der Großmächte ersuchte Serbien auch um eine genaue Bekanntgabe der festgesetzten Grenzen Albaniens. Ter Wunsch soll erfüllt werden. Man knüpft daran die Erwartung, daß Serbien dann auch die Konsequenzen ziehen und Albanien räumen wird. Es wird bestätigt, daß die montenegrinische Regierung die offene Order der Pforte an Essad Pascha über den Abzug "der Zivilbevölkerung von Skutari mit denr Hinweis auf militärische Gründe nicht d u r ch l i e ß. „Entschädigung" Montenegros? Wien, 10. April. Die Meldung, daß Mo n t en e g r o durch 20 Millionen Francs und ein Stück der al- b an e fisch en Küste entschädigt werden solle, wird hier in AbrcQe gestellt. Oesterreich werde weder einer Aenderung der beschlossenen Grenzen Albaniens zu Gunsten Montenegros zustimmen, noch sich an der Stlboention beteiligen. Ein Handschreiben des Zaren an König Nikita. Petersburg, 10. April. Ter Zar sandte an den König von Montenegro ein Hands ch reibe n, worin er ihn, wie an autoritativer Stelle versichert wird, zur Nach- giebung rät. Die neue Note der Mächte an die Valkanstaaten. London, 9. April. Das Reuter-Bureau erfährt: Tie Note, welche die Mächte den Balkan st a a t e n in Er- wid-errmg ihrer Vorschläge für die Gruubtagen der Vermittlung überreichen werden, und deren einzelne Punkte in der gestrigen Sitzung der Botschaftervereinigung fest- grsetzt worden ist, wird folgenden Wortlaut haben: Erstens. Tie Müsste sind einverstanden, die gerade Linie Enos-Midia als Grundlage für die Verhandlungen über die neue türkisch-bulgarische Grenze anzunebmen. Zweitens. Die Entscheidung des Schicksals ber ägäischen Inseln, deren Mehrzahl Griechenland zufallen soll, wird den Mächten überlassen. Drittens. Die Kriegsentschädigungsfrage wird zusammen mit allen aus dem Kriege hervorgehenden finanziellen Fragen in der Finanzkommission in Paris erörtert. Viertens. Betreffend Albaniens wird erllärt, daß die Nord- und Nordostgrenze von den Mächten, die auch über den übrigen Teil der Grenze beraten werden, bereits bestimmt ist. Schließlich werden die Mächte den verbündeten Regierungen empfehlen, die Feindseligkeiten einzustellen. Ein Armeebefehl des Zaren bestätigt ein Verbot für Militärpersonen aller Rangklassen, an Kundgebungen aller Art ein'chließlich solcher, wie sie am 6. April ftattfanden, sich zu beteiligen. Eine Denkschrift über die türkischen Finanzen. Petersburg, 10. April. Die Balkan st aaten beabsichtigen, den Mächten eine T e n k s ch r i f t zu überreichen, in der sie nachzuwei'en versuchen, das; die Türkei ihre ganze Staatsschuld aus den Einkünften ihrer asiatischen Provinzen vergeben und amortisieren kann. Bei Tfchataldscha keine Veränderung. Konstantinopel, 9. April. Nach b*em gestrigen Kriegsbericht ist in der militärischen Lage bei Tscha- taldscha keine Aenderung einge'reten. Infolge oegen- seitiger Vereinbarung wurden auf dem linken Flügel die Toten bestattet. Türkischerseits wurden allein mehr als 400 gefallene Bulgaren begraben. Arrs Zur Hessischen Besoldungsvorlage ist soeben im Verlage von Oskar Schneider in Mainz unter dem Titel „Gleiches Recht für alle?" eine Schrift erschienen, deren Verfasser, ein „Nicksturist", die Frage untersucht, wie weit die beute wohl allgemein anerkannte Ebenbürtigkeit aller Beamten mit gleid/cr Vorbildung in der neuen Besoldimgsvorlage zum Ausdruck gekommen ist. Er stelll fest, daß die neue Vorlage gegenüber dem Besoldungsgesetze von 1898 eine Verschärfung der llntersck/iede bringt und einen starken Schritt rückwärts bedeute. Verschärft seien die Unterschiede noch dadurch, das- mau mich einzelnen Vorständen der Finanzämter zum Teil recht hohe Zulagen sestsetzt uns einen neuen, kostspieligen^Beamteuvosten, fünf ArNtsflericktsdirektoren, schafft. Der Verfasser der Schrill, der dem Oberlehrerstande eng ei,ihren dürfte, zerpflückt die Begründungen der Regierungsvorlage und ntieint, nur bei der Festsetzung der Gehalte der Oberlehrer. Oberförster und Bcminsptzk- koren habe die Regierung sich die Mahrmng des Fincmzministers zu „steter sorgsamster Vorsicht und sstücksicht auf die nachhaltige Finanzkraft des -Landes" zur Richtschnur genomhnen, während die Stellen der Juristen freigebig mit neuen Gehaltsklassen und Zulagen bedacht worden seien. preuMcher Abgeordnetenhaus. Berlin, 9. April. Tie beim Kapitel „Höhere Lehranstalten für die weibliche Jugend" vorgebrachteu Wünsche unb Magen veranlaßten heute den Kultusminister von Trott zu Solz zu folgenden Ausführungen:, Die Unterrichtsverwaltung ist zu dem Ergebnis gekommen, daß bie in her Mädchenschulreform auf- gestellten Grunbsätze und Ziele richtig mären und daß 'daran sestzuhallen sein wird. Die Unte-cricktsverwollung ist keineswegs eine Gegnerin der Studienanstalten, aber sie ist auch für die Lyzeen und Oberlyzeen. Wir werden prüfen, ob es möglich ist, daß auch LlbHurseptiunen von Sberlyzeen nach bent Bestehen einer Ergänzungsprüfung bie Universität zum Stubium anderer Fächer besuchen können als der Philologie. Die Schulreform bezweckt, unserer heranwachsenben weiblichen Jugenb eine tiefere Bilbung zu «geben. 'SJen jungen Mäbchen soll gleichzeitig bie Möglichkeit gesckjaffen werben, sich aus eigener Kraft einen Eriverb zu verschaffen. Eine besonders vom Abg. Lippmann (Vp.) befürwortete gesetzliche Regelung des Privatschulwesens kann der Minister vorläufig nicht in Aussicht stellen. Abg. Bartscher (Zentr.) klagt über Schwierigkeiten, die den Lehranstalten der Ordensniederlassungen gemacht würden. Dann ging das Haus zum Kapitel „Elementarunterricht und Schulaufsicht" über. Abg. Dr. Heß (Zentr.) gab seiner Antipathie gegen den „Deutschen Lehrerverein" Ausdruck, der „seit Jahrzehnten in politischfrcisin nigem Fahrwasser" geführt wird. Tie autonome Schule lehnt er ab, weil sie „der kürzeste Weg zur religionslosen Schule" sei. Ter freie Liberalismus führt nach Herrn Heß zum Unglauben und der Unglaube ist der Mntterbobcm der Sozialdemokratie nsw. Ter nationalliberale Abg. Dr. v. Campe übte an diesen Behaup hingen scharfe Kritik. Er bezeichnete die Rebe bes Abg. Heß als einen Sturmlauf gegen bie Staatsschule unb protestierte gegen bie Jbentisizierung bes religiösen Liberalismus mit Unglauben. * Der verstärkte Agrarausschuß des preußischen Abge- orbnetenhauses bewilligte einstimmig bie in ber Regierungsvorlage angeforderten 12 Millionen Mark zur Urbarmachung fiskalischer Moore und drei Millionen für Meliorationen auf Domänen. * Der Haushaltsausschuß des Abgeordnetenhauses beriet die Denkschrift über die Tätigkeit des Ansiedelungsausschusses 1912. Die Beratung des Gesetzentwurfs über Maßnahmen zur Stärkung des Deutschtums in Westpreußen und Posen wurde vertagt. Nach dem Bortrage des Berichterstatters wurde die Vorlegung eines Parzellierungsgesetzes gefordert. Der Minister erwiderte, daß die Nichteinbringung des Gesetzes nicht aus Verschleppung beruhe; es wäre in der nächsten Session zu verabschieden. Ueber die Enteignung äußerte der Minister, daß vier Güter, die ihren Besitzer gewechselt hätten, mit einem Gesamt- areal non 1700 Hektar enteignet worden seien. Die Arbeiteransiede- lmrg, bereit geringer Umfang bemängelt wörben sei, sei schwierig. Man sei bemüht, Arbeiter anzusiebeln. Der Ausschuß nahm einen Antrag an, bie Staatsregierung zu ersuchen, Vorsorge zu treffen, baß im Geschäftsverkehr ber Ansiebelungsausschuß für Westpreußen unb Posen, soweit Posen in Betracht kommt, nicht einseitig bie Raiffeisenorganisation bevorzugt wirb, sonbern auch besonders bei der Zivi scheu vor Wallung der zur Aufteilung erworbenen Güter die anderen deutschen genossenschaftlichen Organisationen und sonstigen deutschen Gewerbetreibenden der Provinz entsprechend berücksichtigt werden. * Das Herrenhaus wird seine nächste Sitzung ant 24. April abhalten. Das P l e n u m beabsichtigt bis 30. April Sitzungen abznhalten, um den Staatsvoranschlag und die übrigen noch zu verabschiedenden Regierungsvorlagen, die bis zu dieser Zeit vom Abgeordnetenhause erledigt worden sind, endgültig zu verabschieden. Arrs Stadt nnd Land. Gießen, 10. April 1913. ** Tageskalender für Donnerstag, 10. Avril: Zwei Frauenvorträge von 7srau Lola Bernhard; nachmittags 4 und abends 8l/„ Uhr in Steins Garten. * ** Ordensverleihung. Der Großherzog hat das Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Generalmajor Noeldechen, Inspekteur der I. Fußartillerie-Jnspektion, seither Kommandeur der 25. Feldartillerie-Brigade (Großh. Hess.), und daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" dem Vizefeldwebel a. D. Riemann, seither Hoboist im Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, und dem Geheimen Oberrechnungsrat Dr. Gust. Siebert die Krone zum Komturkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Geh. Oberschulrat i. P. Greim f. Wie wir gestern meldeten, ist der Geh. Qberschulrat i. P. Friedr. Will). Grcim, der sich bis zuletzt einer guten körperlichen und geistigen Rüstigkeit erfreute, am Dienstag abend im Alter von nahezu 89 Jahren in Darmstadt gestorben. Greim war am 12. Mai 1824 in Mommenheim, Kreis Oppenheim, als Sohn des dortigen Pfarrers geboren. 1849 legte er seine theologische Staatsprüfung ab, war dann von Januar bis November 1850 Pfarrvikar zu Feil in der bayerischen Pfalz, März bis November 1851 Pfarrverweser zu Dorn-Dürkheim, März 1852 bis April 1857 Pfarrvikar in Selzen, Januar bis Dezember 1858 Lehrer an der höheren Töchterschule zu Offenbach, Januar 1859 bis Oktober 1860 provisorischer Lehrer an der Realschule zu Offenbach, November 1860 bis Mitte Oktober 1863 erster Lehrer und Dirigent der Realschule zu Alsfeld und Oktober 1863 bis Juli 1874 Direktor der Realschule zu Offenbach. Im August 1874 wurde er vortragender Rat im Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, mit dem Amtstitel Oberschulrat. Im Jahre 1880 erhielt er den Charakter als Geh. Oberschulrat. Seit dem 1. April 1895 lebte Greim im Ruhestände. Er war Inhaber 1. des Komturkreuzes zweiter Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und 2. des Militär-Sanitätskreuzes und der Kriegsdenkmünze für Nichtkombattantcn. •* Zum 1. Le hrknrsus der Jnfanterie-Schieß- schnle wurden für die Zeit vom 5. bis 25. April die Hauptleute Wagner (4. Hess. Jnf.-Regt. 118) und Graf von Büdingen (1. Hess. Jnf.-Regt. 115) kommandiert. ** Zur Nationalspende für das Kaiser- jubilänm zum Vesten der christlichen Missionen in den deutschen Schutzgebieten ist von Pfarrer a. D. Leyd- hecker in Auerbach eine Gabe von 10000 Mark gezeichnet worden. ** Die Krankenpflege auf hem Land. Im Anschluß an die Notiz der gestrigen Nr. über die Einführung einer neuen Dekanatsschwester in Treis sei noch bemerkt, daß das evangel. Dekanat Gießen mit seiner mustergültigen Fürsorge für die Krankenpflege auf dem Lande an der Spitze sämtlicher hessischen Dekanate steht. Neben 14 Gemeindeschwestern, die aus Mutterhäusern kommen, hat es 7 Dekanatskrankenschwestern, die vom Dekanat angestellt sind, und die in enger Verbindungmitdem Pfarramt ihres Ortes arbeiten. Sie sind dienstlich nächst dem Gemeindepfarrer, dem Leiter der Dekanatskrankenpflege, Pfarrer Schwabe-Gießen unterstellt, der mit ihnen jährlich mehrere Konferenzen abhält, bei denen die religiöse Förderung und Vertiefung der Schwestern Hauptzweck ist, aber auch eingehende Besprechung von mancherlei Berufsfragen stattfindet. Daß diese Konferenzen von den Schwestern selbst für sehr wertvoll gehalten werden, beweist der Umstand, datz sich daran zur Zeit außer den dazu verpflichteten Dekanats- Schwestern noch 19 andere in der Nähe non Gießen wohnende Schwestern mit wachsendem, inneren Interesse beteiligen. ** Ter Oberhessische Verein für die Baseler Mission hielt gestern nachmittag hierum oberen Gemeinde- saal, Kirchstraße 9, seine 3. Iahre § vcrfa m m l n n g ab. Der Vorsitzende, Kirchmrat O. Schlosser, eröffnete di. Versammlung mir Gebot und einer kurzen Begrüßungsansprache auf Grund von .Jesaias 40, V. 4 und Offenbarung 22, 3 unb 4. Der hierauf vorgetragene Jahresber i cht konnte von mannigfacher Arbeitsleistung berichten, bie der Ausbreitung des Missionsinteresses in Oberhessen biente. Vom 2. bis 6. Juni findet in Basel ein MissionSIürsus für Theologen aus Hessen .statt; es ist dort für 40 Personen für freie Unterkunft gesorgt. Tie Mechnungs- ablage ergab eine Einnahme von 387,42 Mark unb eine Ausgabe von 282,52 Mark. Von 129 ober hessischen Gemeinden, bie nur für Basel arbeiten, haben sich 75 denk Verband angeschlossen. Die Auswahl beS Ortes' für das diesjährige Missionsfest wird bent Vorstand überlassen, lieber bie Bedeutung der Organisation der 'heimischen Missionsgemeinde für das Werk der Mission sprach Missionsprebiger M ül l er-Hersfelb. Er wies auf die große Wichtigkeit bien er Organisation hin, die nicht nur dazu beiträgt, größere Mittel für die Mission beschaffen, sondern auch eine nähere Verbindung der Missionssreimde mit der Missionsanstalt bewirkt. Daraus wies much ein Schreiben der Baseler Missions- gescllschasc hin, das den großen. Wert einer heimffchen Missions- gem'cinbe betonte, das von dem Vorsitzenden verlesen wurde. Inr Auftrag der Baseler Missionsanstalt sprach noch Missionar Dr. Vömel, ber auf verschiedene Wege hinwies, das Missions- interesse zu fordern. Zu der in die Wege geleiteten National- spcnde für die Mission bemerkte Kirchenrat D. Schlosser, daß die Anregung dazu nicht von besonderen Missionsfreunden, sondern aus Koiouialkreiseu gekommen ist, die den hohen Wert der Erziehungsarbeit erkannt haben, die die Mission leistet. Es ist Ehrensache eines feben Evangelischen, sich an dieser Spende zu. beteiligen unb dafür Stimlnnmg zu machen. Auf dem Lande wird das der Pfarrer besorgen, in den Städten! »vird ein Ausschuß die Sache in die Hand nehmen müssen. Tie hessische Missions- konserenz beabsichtigt ein Flugblatt zu diesem! Zweck herauszugeben, das hoffentlich bald erscheinen wird. Ueber die Bedeutung der Gemeindebildung der evangelischen Mission in China berichtete Missionar Dr. V ö m'el - China. Der Missionar ist jetzt mehr Pfarrer als Reiseprediger, so führte ber Redner aus. 'Die Gemeindebildung ist ein Mittel, um auf den Einzelnen zuZvirken unb ihn mit dem Evangelium begannt zu nrachen. Sodann dient sie zur Erziehung ber einzelnen Christen unb zu ihrer Stärkung int Glauben. Sie tritt auch hervor in Zeiten ber Not, bei Krankheit, Tob unb Beerdigung. Auch für die Mssion an sich hat die Gemeinbebilbung großen Wert durch die hierdurch ermöglichte Veranstaltung von Gottesdiensten und Erbauungsstuuden, sowie die §)eranbilbnng eingeborener Prediger unb Lehrer. Auch bie Errichtung höherer Schulen und Universitäten ist nur durch beit Zusammenschluß mehrerer ober vielmehr vieler Gemeinben möglich. Aus bie Gemc-indckildung setzt bie Mission ihre ganze Hoffnung, sowohl bei killturlosen Völkern, wie bei solchen mit aller Kultur. Wo Missionen aus änderen Gründen auf Gemeindebildung keinen Wert leg eit, weisen sie ihre Gläubiger schon bestehenden Gemeinden zu. Mit einem von dem Vorsitzenden ge- sprockenen Gebet wurde die Versmnmlung gegen 61/3 Uhr gb schlossen. ** Der Ausschl a g und die Erhebung der Beiträge der Vieh besitz er in Gemäßheit des Reichsviehseuchengesetzes unb des Gesetzes über die Entschädigung für an Maul-- und Klauenseuche gefallenes Rindvieh. Für R i ub v i e h ist zur Deckung ber Ausgaben für das Rcchnungs-jahr 1912 der geringste jährliche^ Beitrag mit 15 Pf. für ein Tier mit cingetretenem Zahnwechsel und mit 5 Pf. für ein Tier ohne Zahnwechsel zu erheben. Die Heb'gebühr für die Vereinnahmung und Ablieferung der Beiträge wird auf 6 v. H. bestimmt. Für- Pf erde fällt die Erhebung von Beiträgen für das abgefaitfeite Rechnungsjahr aus. ** Bezirks-Tierschauen. Wie allgemein bekannt ist, mußte die im vergangenen Herbst angcsetzte Kreis-Tierschau infolge Seuchengefahr plötzlich abgesagt werden. Als Ersatz sollen deshalb im Kreis Gießen eintägige Bezirks- Tierschauen abgehalten werden. Sie finden statt: in Grün berg am 13. Mai für Vogelsberger 011S dem Bezirke Grün berg und Ziegen aus den Bezirken Grünberg und Geilshausen-Londorf; in Gießen (Hardt) am 15. Mai für Vogelsberger aus dem Bezirke Gießen und Ziegen ciuS den Bezirken Gießen und Alten-Buseck-Lollar; in Lich am 2 3. Mai für Simmentaler, Schweine und Schafe aus dem ganzen Kreis und für Ziegen aus den Bezirken Hungen, Lich und Ober-Hörgern-Lang-Göns. Die Züchter, die sich an den Schauen- beteiligen, müssen ihre Tiere unter Angabe der Herdbuchnunmier, bezw. Jungvielmunimer unb der betreffenden Klaffe beim Lanbwirtschaftskaimner-Ausschuß anmclbcn. Anmeldeschluß für Grünberg ist der 5., für Gießen der 8. unb für Lich der 10. Mai. Am Tage der Schauen findet vormittags die Prämiierung statt, nachmittags, erfolgt Berichterstattung und Auszahlung der Preise. ** Bahnpersonafien. In den in der Dienstagsniim- mer veröffentlichten Personalien muß es statt „Hilfsrvageuführci zu Wagenführern" die Hilfswerkführcr Jung unb Schlesier zu Werkführern heißen; weiter Hilfsheizer zu Lokomotivheizern unb nicht Hilfslokomotivführer zu Lokomotivführer (bie falschen Bemerkungen entstauben daburch, baß in bem Bericht eine Reihe mwerstänblicher Mkürzungen enthalten war. Reb.) Landkreis Gießen. -i. Inheiden, 9. April. Daß auch Spar- und Darlehenskassen, e. G. m. u. H. finanziell noch recht gut stehen, bewies die Hauptversammlung unserer Spar- unb Darlehenskasse. Die Jahresrechnung ergab einen Reingewinn von 840 Mk„ so daß 6 Proz. Dividende verteilt werden konnten. Die Versammlung beschloß, davon abzusehen, die Kaffe in eine e. G. m. b. H. umzuwandeln. Von der landw. Genossenschaftsbank in Darmstadt besaß die Kasse nur zwei Aktien. Die Mitglicderzahl ist 99. Ilmgesetzt wurden im letzten Jahr über 250 000 Mk. Kreis Friedberg. (L) Friebb!erg, 8. April. Der heutige Markt war von auswärts sehr gut besucht! Der Viehmarkt war schi- stark mit Schweinen befahren. 400 Tiere waren auf getrieben, lauter schöne Tiere. Die Preise waren hoch, ^kleine Ferkel kosteten 35 bis' 40 Mk, größere Läufer 50 bis 70 Mr das Paar. Springer kam'en auf 80 bis 90 Mk. Der Handel war lebhaft, viele Käufer waren erschienen. Gegen 1 Uhr, nachdem beinahe alles verkauft war, wurde abgeräumt. Auch der Gemüsemarkt war recht lebhaft. Kartoffeln kosteten: Steckkartoffeln 5 Mk. ber Zentner, Speisekartoffelu 3,50 Mk. Aepfel bas Pfund 15 Pf., Butter 1,50 Mk., Eier 7l/2 Pf. bas Stück, Käse bas Stück 7 Pf. Der Krämermarkl war mittelmäßig. F r i e b b e r g, 9. April. Der hiesige, vor mehirereu Jahren gegründete Beamten-Konsum-Verein, ber sich feit einiger Heit in Zahlungsschwierigkeiten befand, sieht sich genötigt, um einem Konkirrs aus dem Wege zu gehen, seinen Glaiibigem einen Vergleich anzubietcn. Man spricht ÄS? der Seite W ft« ' ,0 bcd°u«> L ifften « ■<9“L-stsMlUc b man e11 ™Jf Wett, i'Ät fl ' Aarkci Nu'Npenbe' t -^lrcichcn flir’1 CsetÄoa mobilen/' • 2!u von Hessen, W Zol'gonq von b l L von CUN' N -'M SN verlebt M L cxrifbrid) .‘via lMii-n n-M „ncs einer eM' WÄ-ilt suhr-n fnrt zurii-k. tf). Ceftri*. \ b«E ber üftuiM-nd ««6 iür,etf Jett — an? ®«n» 13 J°N'!,4L Stermckck int ' So'e r.!- ", fdliäte in CeM.. « ti" bie iYtud)t inr HO qcsÄscktm Snff J Als ihm nnsMnf und) einer MstimmchÄ mtMlen. wollen b?n Wm bei hier bl! D dem Del ” Der.Scinqet fnnf.liajäfiriae§ d' jetzt schon, uni sei» Jnbilä II. a. füll in einem nröh oefimacn werben, 'l'ci de Interesse. bn§ bie fÖhtatii SInbetradit ber ieilberiqei rin lehr idiöncS ^nbilö.mi flunben sollen Schon näcbl € w. (Seljcntird Gelsenkirchen Hen-d Flieger Lichte infoli »M ** Die obertzcs Ende April unb Anfang ß,am by'cht sind, rönne? den; bie Anmeldung ha Wr. Ten Ktzem, bi y wm, bte ? uibem Sie verlchatzen. r« Nach Erößnun» yentefninnif; eines Ar< ansaeschlossen. — M verständigen'ist ber£ den Vieschworenen vor mf()t 11t bie Schulbstl nanbe lommen bei ^0 bi^eä§mnöaIff^i h rnfle vol .K bervor, bay die 6 uffiten durften, die fPi 9< Ä ergeben habe. bes ita™6?'9' 9- i SSg®S8 ?”«iiti titm> nrynTTrniiTi MH Norb^Anlage, statt. verbunden mit Konzert, Gesangs - Vorträgen, lebenden Bildern und Ball in der Turnhalle, i Garfenkies liefert prompt und billigst Sei. 259. CL Riibsnmcn. Besonders schöne Qualitäten in schwarz u. weiss zu 1500 1200 800 650 500 Bevor Sie sich eine Feder kaufen, besichtigen Sie unsere Auswahl. Ia5/i A .Salomon & Cie. schäften würden im Kriegsfälle auf die Unteroffiziere schienen. Diese f?U,u6cnmgen waren ut derselben 91 acht durch vier Geschailsreiscndc ans der Hannlwache angezeigl worden. In der heutigen Berufungsinstanz stellte sich heraus, daff die vier Geschäftsreisenden an dein fraglichen Abend so stark belrunien wareii, das; ihnen kein Bier mehr verabreicht nnivbe. Deut Zahlweisteraspiranten Pospiech wurde von drei Hauptleuten das denkbar beste Zeugnis nu§gcfte(lt. lieber- baupt fotmlcn seine s2(cuBerungen nicht ciniunubfrei festgestellt werden. Gr ivurde dann aiich nach kurzer Beratung freigesprochen. Bemerkenswert ist, das; deut Kompaaniechef des Pospiech verbalen ivurde, dieseit vor Gericht zu uerteibigen. Ter Vertreter der An- klagebebörde batte eine Erhöhung der Strafe aus drei Monate verlangt. Nach der Verkündung de? Urteils ivurdeit Beifallsrufe int Gerichtssaale laut. TaS Publiktiin nahm gegen die VelastungS- zeugeii eine drohende Haltung an. w. Gelsenkirchen, 9. April. Auf dem Flugplatz Gelsenkirchen- Essen-Rotthausen ist heute nachmittag der Flieger Lichte infolge Absturzes tödlich verunglückt. Dessert-ü. Mäfkungsweine Malaga Sherry Portwein Madeira usw. untersuchtu. begutachtet in 3 Flaschengrössen bei: Otto Sfetternagel Daubringen. Iss9/« Rosensträueiier in allen Färb., besonders für Gärten u. Friedhöfe geeignet, 7. Qual. 10St.160M.,100St. 15 M., II. Qual. lOSt.WVsg., 100-Tt.NM.g.Nnklm. Rosen- nürtnerci Foh.Wctbrauck, Steinfveth b. Aad Nauheim. 12452] Georg A.Jasmatzi Akt.Ges.Dresden Größte deutsche Cigarettenfabrik Landwirtschaft. ** Dte oberhessischen Jungviehwerdcn werden Ende April und Anfang Mai wieder eröffnet. Da sie noch nicht aanz bci'et>r sind, können noch einige Tiere aufgenommen werden: die Anmeldung hat bis spätestens sunt 20. April zu erfolgen. Den Züchtern, die Tiere auf die Weiden bringen wollen, ist zu empfehlen, das Vieh jetzt schon auf den Weidegang vorzubereiten, indem sie ihnen alltäglich etwas Bewegung im Freien verschaffen. Amtlicher Wetterbericht. £) e f f c n i I i rh p r Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Lessen für Freitag,, den 11. April 1913: Wechselnd bewölkt, einzelne Neciensibauer, kühl. Eiatelm-FäMBasita-teei8 ftta Samotag, den 12. April, abends 8 Uhr, findet das 20 jährige Stiftungsfest [D5/4 Naturheilverein Gießen Wir warnen unsere Mitglieder vor dem Besuche der von Madame Lola Bernhard augekündigten beiden Damen-Vorträge. v<7 Ter Vorstand. Visitkarten liefert billigst Brübl'schc Univ.-Druckerei Giesten. Ms Hauptursachc der Katastrophe gilt ein brefrfiägtger Wolkenbruch. „ * Gefälschte S checks. Nach einer MÄdnng aus Brenz lau wurden von einem unbekannten Betrüger vom .Konto der Firma 'A. Goldschmidt-Leipzig 20000 Mark auf gründ zweier gefälschter Kassenscheine über, je 10 000 Mark abgehoben. Die Auszahlung des Geldes erfolgte in 20 Tausendmarkscheinen. Die O b e r Po std i r c k t i 0 n setzte auf die Ermittelung des Schstnndlcrs und die .Herbeischaffung des l^ldes eine Belohmmg von 800 Mk. ans. Kleine Tageschrontt. In der vergangenen Nackt entstand in Unterhaun bei Königsee ein Feuer. Es brannten sechs Wohnhäuser und zehn Nebengebäude nieder. Der angerichtete Schaden ist sehr groß. Die Ursache ist unbekannt. In Aschaffenburg schoß sich der 82 jährige Landgerichts direktor a. D. Maurer gestern eine Rckvolvcrkugcl in die Brust und liegt jetzt hoffnungslos darttiedor. Die Ursache der Tat wird in einem schweren Leiden gesucht, unter dem der allgemein hock'- geschätzte Beamte schwer gelitten haben soll. von Mindestverchust von 14000 Mk. Wenn ein ländlicher Konsnmverciil in eine derartige Lage kommt, so ist -man geneigt, die schlechte Wirtschictft damit KU entschuldigen, g>aß geschästsunkundige Landwirte an der Spitze des Unternehmens standen, die es nicht besser gewusst hättet:. Diese lEntschnldignng länn man im vorliegendeit Falle nicht gelten lassen, denn üt der Leitung des hiesigen Konsumvereins Sitzen erfahrene Beamte, lind trotzdem dieser Misterfolg, der um so bedauerlicher ist, als dadurch zahlreiche kleine .Beanrte um ihrett Geschäftsanteil kommen und mit der ganzen .Haftsumme heratige^ogen werden sollen. Bedauerlich ist, daß man auf Stimmen, die zur Besonnenheit gemahnt hatten, nicht gehört hat. Starkenburg und Rheinhessen. m N umpen heim, 9. April. Heute hatte der hiesige Hof zahlreichen fürstlichen Besuch. Es lauten in Automobilen an: Herzog voit Cumberland, Prinz Friedrich Karl non Lessen, Prinz August von Braunschweig-Lünebura, Prinz Wolfgang von Hessen, Prinz Max von Baden, die Herzogin Tym von Cumberland, die ihre Jugendzeit int Nnmpcnbeimer Schloß verlebt bat, die Prinzessin Viktoria Luise, die Prin° zessin Friedrich Karl und die Prinzessin Max von Baden. Die Herrschaften nahmen t;n Schloß den Tee ein unb unterzogen es einer eingehenden Besichtigung. Nach längerem Aufenthalt fuhren die Gäste im Slutouiobit wieder nach Frankfurt zurück. Veremsnachrichttn. *° Der ä N g e v k r a n z", der in diesem Jahre auf ein fünfzigjähriges Bestehen zurückblickcn kann, rüstet sich jetzt schon, um sein Jubiläum in ivürdiacc Wecke begehen zu können. II. a. soll in einem arößeren Romert „Paradies unö P er i" gesungen werden Bei der regen Beteiligung und dem allgemeinen Interesse, das die Mitglieder der Feier entgegenbringen, sowie in Anbetracht der ieitberigen Leistungen des „Sängerkranzes" dürfte ein sehr irböncS Jubiläums-Konzert zustande kommen. Tie Singstunden sollen schon nächste Wocke beginnen. Der Schutzmann als Gattenmörder. A Göttingen, 9. April Nach Eröffnung der heutigen Sitzung wurde ivährenb der Vernebnnmg eines Architekten für eine kurze Zeit die Oeffentlickkeit ausaeschlosscn. — Nach dem Gutachten der ntedizinischen Sack- verständlgen ist der Tod der Frau durch Ertrinken erfolgt. Tie den Geschworenen vorgelegte einzige Schuldfrage lautet auf Mord; in ihr ist die Schuldfrage nach Totschlag enthalten, mildernde Umstände kommen bei Totschlag gegen einen Ehegatten nicht in Frage. T--r Staatsanwaltschastsrat Hitze beantragt in seinem Maidoyer, die Schnldfrage in vollem Umfange zu bejahen. Der Verteidiger hebt hervor, daß die Geschworenen nur nach der Beweisaufnahme rimten dürsten, die keinen Anhaltspunkt für die Schuld des Angeklagten ergeben habe. In später Abendstunde wurde Romahn zumTodever- urteilt. Bilder mit und ohne Nahmen in allen Preislagen Hiitaleislen 11. Glas auch kleine Posten billigst Ml* Urteil Glasermeister KanzGeiberg 7 Telephon 575. P° Mädchen u. J-rauen, auchKm-1 dem mit dünnem, schwachem I Haar, zumal wenn Llopfschup- pen, Juckreiz und hntil sich einsteklt, fei folgendes bewährte u. billige Rezevt zur Pflege des Haares empfohlen: WöcheMlichtmaligesWaschen desHaares ni.Znckers fonr bmiertemF/£r&uter-Shiim- poo;: ll.Li-ehersSvezial- Kritu ter-Hanna ährfett ' '1- grofee teN eine ^n. Mhswns- imirbt Missionar - k NlssionL- Tttat fillltionob soffet, bok Areundy,. sm- Wx Wert bet . Initet ist fl« -pende za kN denn Lanöc rd.cm Ässchuk NNche MissMs- oUh'I hk'Mza- 1 Wt Aedcutung m China be- t'.lÜMr ist setzt edna au§. De tflnen zu^wirken lnycn. Sobflnn 1 und zu ihrer itenber9tot,bci Mffion an sitz - hierdurch ct-- M!IINgssKlN-M, > Lchm. Tuch 1 ist nur durch Her Aemeutdm fiou chre ganze bei solchen mit ti aus Gemeinde- ubiget fden bc« Bovitzendm gern 61,’ Uhr gp Hebung der kmöMl des Gesetzes über lauenseuche ur Teckimg "bei geringste M- cingetTCtment ne Mnwechscs wahnmng und beftimmt. Für trägen füt mein bttwai ; rcerben. Als gige rSczirks- inben statt: in r aus dem 9c« 1 Grünberg und am 15. Mai und Ziegen aus ,r; in Lich am Schafe ans dem :en Hungen, Lich die sich an den tr Angabe der der betreffenden mmelden. An- iBcn der 8. und ucn findet wt* erfolgt Script- ■ DienstagW^ hilfsmagenstihr' LSi Heb.) Spar' Ltr noi >tlC loidenoe * * 1 gg.b \wW Oafe ^bel Telephon 586 Inb.: Karl Qbnr Burggrabcn Täglich Konzert der Original - Zigeuner - Kapelle 9 Personen „Lyra“ 9 Personen Kunst! -toiur National Kostüme! (6csana! Anfang wochentags 7'l-z Uhr, Soitntags 31/., Uhr Prograrntn 20 Pfg. [1950] Programm 20 Pfg. Erstklassia' Unsere Marine MWMKW LK.MÄ.LLSLG Esslingen Aelteate und grösste Spezialfabrik selbstfahrender Brennholz - Sägen auch mit Spalt maschine und Kreissäge xugleich [ssn’n fieler-Dressbltkeinoliile. Praktischste und t'atcntemtliöh gesvn zuverllselgete Maschine Boehronlablss ÜDieraehmen. * «linslije ÄahlonisbedinjBHfei >1 □□ UND REKLAME FRANKFURT a. M., FESTHALLE 10.-20. APRIL 1915 J Ausstattungen und Einrichtungen Jg für Betriebe jeder Art. W Graphik und Buchgewerbe. W Organisation. k ■ M WK I 6RENNÄBÖR r Ml-Spiel-iaiis Großes Sensations-Programm Ab Dienstag bl» Freitag: i wilde Jagd Grosser Sensations- iilmvon atemraubender Spannung in drei Akten. Moritz Prince derberühmteKomik., spielt die Hauptrolle in derköstl.Komödie: Der gutmütige Moritz Erstklassiger Komödienschlager in 2 Akt. Ferner ein hervorragender V ariet6-Akt TrapezkOnstlerinnen Koloriert. Die hochinteressante Naturaufnahme:! Krokodiljagd und das neueste Pathe- Journal Ausserdem einige vorzügliche Einlagen ! Versäumen Sie nicht, sich dieses diesmal ganz hervorragende Kiesenprogramm anzusehen a10/« H ist.83 , 1 e viermal "r,7 Sus (II 2« Sudfroge Sh der heutigen Wete her fri” b* »ie n_5ner io misten ( Koli W- £ Ai der „^euV St- 1 8SS"-* ^schreibt u. a- ® We Bedenken, die Mt erhoben werden W -nck.tzr he »er schädlichen Gru Lemögens, nach dm Mn Normen sll (§ 17). Ter » Zwangslage aufgenM Falle eines fW’/ genötigt werden soll, iinanzrellcn^mM, d käme, dem Smote jur sinanzielle Leistung^ Staate öicnitbar land- und wntmrtM landesüblichen JWJ für ibn wie für M aw Tro^em hält die RE an der die precki-he ™ C-rgänzungssteuerrewm die sie 1909 nur ou^ — die Besoldnngsrewm in AehrbeilraMi'ek md)t für bedürftig. Tenn we schrist sei denen des Drei MserbschMeuergeiel ,/lld ist es um allerweme gegen die seinerzeit die Mnlen gehabt hat, vc gar keine Rede sein lan Vorläufig würde ich kam mtschlietzen tönncr bätragsgesetz zu stimmn habe, die heeresvi Notwendigkeit u’ [teuer für den unt )cn Umständen gi einmaligen Ausgaben ich auch noch nicht glaul Nehrhnt auf dem § 1' damit aufs neue eine ii lang ihrer Versicherung vorrufen, die nicht vc gleichem Mße wie dies Strich beurteilt d die Veranlagung der Veranlagung des kularcheitrage auf die Im, würde für die 9 me schlechte Ver Diese nicht bon t rmrgsentwnrses wir rmben. ««nft, w inerw b,r ctl* « S unier taQ^c”_6Ti “hmgai in” «r ol“lt ^Mttftcn^,.h,n9 d ; Hä !gen m n, ne »oben ' den... Een e> nlla, die Sj hi« d» -von Steinm? b?utc 4 die ci ^«n man x?* \ gewisse,, seh slnchen fnfn> dx?, Nicht hn?tai)t ist I fötion ^- bag^ SSSi *?iShL6 ’i«e, %S*W JL 50 60 42. 28. Pfirsiche kalisorn. . Pfund 50 Mischobst . Pfund 40, 50 Aprikosen InIte> 70,80. 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