Sarnk Januar 1!)13 Nr. L) Erscheint Ägllch mit Ausnahme bei Sonntag». "l werden. Nun weist man immer auf die Unzufriedenheit hin. fragt ant gleiche gilt natürlich von den Untervearnten. Ipier ich einen Schritt weiter tun in der Krage der könnte mar am die Tat beweisen der Postassi ner Breuer die den Beamten £delgetr,nk Die Negierung sollte nun aber auch endlich den Reichstags auf diesem Gebiete nachkommen. i m i n 163. Jahroaug Es und Kaffee Surrogat und Beden uns Postbeamten für Parteien einig. Wün'ch"n des /Beifall.) eine Aenderung ihrer Gehilts- und Anstellungsverhültnisie am Platze ist D. S gleiche gilt natürlich von den Unterbeamten. Hier Wohnungsgeldzuichüste. Es ist mir recht zweifelhaft, ob wir da das Richtige getroffen haben. Wenn wir es auf diesem Wege den Unterbeamten -rm'glichen, früher eine Familie zu gründen, so liegt das im dringendsten Staatsinteresse. Wir haben die Pflicht und die Aufgabe, hier das Unsrige zu tun. (Beifall bei den Natl.) sicht, daß die Frauen ebensoviel leisten wie die Männer. Matzgebend für sie ist nebenbei noch datz diese Beamtinnen billiger sind. Fiskalisch ist die Pvstverwal'ung nicht. Sie handelt wirt- 'chaftlich. Wir müssen uns vorläufig, formell mit der bestehenden saintinteressen vereinba sind. (Beifall rechts) . Abg. Hnbrich (Vv.): Es ist für niemand angenehm, hier immer vorzubi ingen. Aber wer ist denn schuld daran? die trotz aller unserer Wünsche die bestehenden kurze Ansrazen. Abg. Fehrenbach (Sentr.V einzelnen Anregungen, Beurteilungen und Angriffe erst in der Kommission näher einzugehen. Nur gegen eine Aeutzerung mutz ich mich hier wenden, und zwar gegen die, die der Abgeordnete für Heidelberg in feiner temperamentvollen Art hier ausgesprochen hat. Er hat gesagt, datz Mißstände in der Beförderung obwalteten, und von einem System gesprochen, durch das alle Beamten in ihren Rechten geschädigt würden. WaS be onderS die Assistentengruppe angeht, so mutz ich die Verhältnisse hier doch aufklären. Die etatsmätzige Anstellung der Herren er olgt nach 5% Jahren nach der Prüfung in einem Leben»- Abg. Dr. Ccrfel (Kons.): Auch wir erkennen die Tüchtigkeit unserer Postbeamten auch ihres obersten ChefS voll an. Gewiß hat die soldungsordnung ihr. Mängel. Insbesondere mutz endlich ft e n t en zu erleuchten. Staatssekretär Straffte: (Rotannnflbnid an» flertao »ei tHtObHröe* Unu>er|UaM - iBurb- und ^teinötudeiCL Üt Bangt. Gietzen. Mb. Deutscher Reichstag. 87. Sitzung. Freitag,den 10. I a ik u a r. Am Tische des Bundesrats: Delbrück, Kraetke L i s c o. Präsident Dr. Kacmpf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr. fragt an: Ist es zutreffend, daß die Typhuscpidemie 1. Bataillon des Eisenbahnregiments ücntem'tcden ist von der Besetzung mit Militäranwärt^rn ans- leschloKen, weil sie angeblich fazu nicht geeignet sind Dafür liegt '«•ine Berechtigung vor. In der Anerkennung der Bedeutung der unser Kultur- und Wirtschaftsleben sind sich alle 3 entschieden. Zwischen der Beschäftigung der ......... .... ..ssistenten könnte lehr wobl eine Unterscheidung gemacht werden. Diese Frage sollte der Staatssekretär mit größerem Wohlwollen als bisher prüfen. Hinsichtlich der Ausbildung der höheren Beamten scheint mir die Postverwaltung auf dem falschen Wege zu sein, wenn sie eine besondere Karriere für d i e Postassessoren eröffnet. Das Ausland, auch unsere Eisenbabnverwalti.ng und die Steuer verfährt anders, ihre Anwärter müssen erst ein mittleres Amt verwaltet haben. Ten Militäranwärtern gibt die Denkschrift Steine st a t t Brot, die Postverwaltung sollte für sie besond-re Stellen offen halten. Marine- und technisch gebildete Offiziere könnten gewiß gui in der Post als Vorsteher gewisser Aemter beschäftigt werden. Der Reichstag wird hoffentlich durch ‘ • - r-- daß er gewillt ist. die freudlosen Tage Die „Siftzener HamittendlStter" werden dem .Anzeiger' oiermai möctienthd) beigelegL »aS „Krctsblati fflt öen Kret» Sstetzen' «roeimal wortipnrhd). Die ..Landwirtschaftlichen Seit» liegen* erscheinen monatlich iioeunaL Wiederholungen Tie Regierung, Mißstände nicht wieder unsere Oberpostassistenten und Obertelegraphen-Assistenten die von verlangten 300 Mark Zulage gewährt werden. Ich werde jedenfalls in der Budgetkommission dafür sorgen, daß der gefaßte Beschluß in die Tat umgesetzt wird, und werde diese Forderung in liebenswürdig-scharfer Form stellen. Die Mittel dafür werden beseitigt. Darum müssen wir immer wieder und berechtigten Klagen hier Vorbringen, bis den Beamten geholfen wird. (Sehr riditigl links.) lieber die bestehende Cr= aanisation war alles Notige schon in der Denkschrift von 1909 getagt worden, und sogar besser als in der diesjährigen. Den Aufgaben des Dienstes haben die Beamten auch in früheren Or- aanisationen entsprochen. Ueberbaapt bänat die Leistungsfähig- RebasUon. ®rp?htnon and Truderet: Schul- flumr 1 ftipeöiHon an» Kerlaq ol. Redallivm^sst l 12. Lel.-Ädr. An-eigerGieven. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhesfen Abg ftrfjr. b. 6lnmv Den Reichstag trifft eine schwere Schuld. Er hat die Unterbeamten, überall gleichgestellt und die Stellenzulagen, die sonst gegeben wurden, abgeschafft. In Dortmund kann z. B. ein Unterbeamt'r nut 1100 Mark nicht auskommen Auch die Tenk- Preußischer Generciloberarzt Dr. Schulz: Nach den bisherigen Feststellungen bermag ich meinen Aus füljmngtn nichts hinzuzufügen. Die Lage der Postbeamten. Die Beratung Der T ruckschrift über Die Beamtenorgani fatiou der Reichs-Post- und Telegraphenbeamten wird fortgesetzt Abg. Kuckhvss (Zentrum): Eine Uebersicht dieser A t ist schon oft verlangt worden. Tie Denkschrift zahlt auf, was Die Postverwaltung bisher für ihre Beamten getan hat und gibt einen Ausblick auf Das. was sie i n Zukunft tun will. Jedenfalls hat sich Der Poüverkehr und Damit seine Einnahmen ganz gewaltig entwickelt. Aber es sind an die Beamten auch erhöhte AnforDeungen gestellt worden. Ihr Verhäitnis zu Der Verwaltung läßt sich allerdings nicht vergleichen mit Den von Arbeitern und Angestellten Der In- Dujtvie. es besteht Darüber eine gewitse Unklarheit. UnD soviel ist richtig. Daß jene ungünstiger gestellt sind, als privatwirtschaftliche Angestellte, weil ihnen das Koalitionsrecht aus be° ,timinten staatlichen Gründen nicht zusteht. lieber diese mobcrae Entwicktuna des deutschen Beamtenrechts wird sich der Reichstag noch öfter unterhalten müssen Daß er es schon getan hat, beweist sein Beschluß, daß diejenigen Unterbeamten, die drei Jahre im Genutz des Höchstgehaltes gewesen sind, eine persönliche Zuwendung von 300 Mk. erhalten sollen. Tas Bemühen der Verwaltung, für d i e Unter» beamten möglichst gehobene Stellungen zu schaffen, ist iiiöglichit zu begünstigen. Die m>>'leren Beamten sind in dem Wettlauf um Besserstellung weit hinter ähnlichen Beamten- fategonen anderer V rwaltungen zurückgeblieben, namentlich hinter denen der preußischen Eitenvabn Es bobrn sich auch inzwischen allerhand Mißstände eingestellt. Tie Postverwaltung trägt Daran auch mit Die Schuld, indem iie öfsentlich zum Eintritt in diese Karriere auffuiDcrtc Jetzt ist diesen Beamten die höhere Laufbahn fast verschtossen Die Verwaltung sollte ein freundschaftliches Verhältnis z u den Beamtenorganisationen berzustcllc". iudun. Tie Hebung unseres Schulwesens bat es ermnnhdit bar» innere Beamten auch die gehobenen Stellungen mit gutem Erfolg bekleiden können. Tie Gehälter sind namentlich für Unterbeamte zu niedrig, als daß sie damit auskommen könnten. Gehälter von 1100—1800 Mk. reichen für den Unterhalt einer Familie nicht aus. Dor Gedanke Der Organisation, wie ihn Die Denkschrift vorschlägt, ist gesund, aber er muß durch eine Erchöhung der Gehälter ergänzt werden. Aba Beck-Heidelberg (Ncül.): Schon in früheren Jahren habe ich immer den Standpunkt vertreten, daß, wenn man bei Den Reichsbeamten stets auf Beziehungen zu Den vreußischen Beamten stößt, man auch unsere Reichsbeamten in gleicher Weise organisieren und ausbilden müsse wie die preußischen. Vor einer so radikalen Aenderung unserer Organisation, Die allerdings auch einen schweren Eingriff in Den Beamtenkörper bedeuten würde, schreckt man freilich zurück. Man könnte da aber sehr wohl zu- i'hst Uebergangsbestimmungen schaffen. Eine Schonung und Wahrung Der Interessen Der gegenwärtigen Beamten müssen mir selbstverständlich forDern. Die Verantwortung für Die mißlichen y u ft ä n D e in Dem Beamten körper Der Post trifft allein Die Verwaltung. Warum ist sie nicht den früheren Anlegungen des Reichstages auf diesem Gebiete gefolgt? In Der DorhegenDen Denkschrift ist Davon nichts zu spüren; es ist nicht beabfietjtigt, eine völlige Aenderung Der Organisation vorzunehmen. Die Verwaltung scheint gar nicht Den Umfang Der UnzufrieDenheit unD Des Mißmuts unter Den Beamten zu begreifen. (Sehr richtig!) Sie sollte sich Doch einmal in Die Stimmung Der Beamten bineinberfefcen; Dann würDe sie auch zu Der Erkenntnis kommen. Daß es im Interesse Der Reichs- Verwaltung selbst gelegen ist. Den Wünschen Der Beamten mit mehr Wärme entgegenzukommen. (Beifall!) Auch be' ’x*! heueren Postbeamten walten große Mißstände ob Die Wartezeit für Die höhere Laufbahn ist verlängert worden: die meisten f-’-mnen nicht unter 41 Jahren in Die erste Staatsstellung. Die Hälfte kommt gar '.icht mehr in Den Genuß des Höchsigehalts. Man sollte noch für längere Zeit an Der B e. schränkung D ? _ A u f ahm' ben Anwärtern für Die höhere Laufvahn festhalt-ai. Man soll doch ruhig anerkennen. Datz bei Der letzten Neuregelung Der BesoldungsorDnung Härten und Unbilligkei.en borgefemmen sind und diese kurzerhand beseitigen. (Sehr richtigI) Das gilt vor allem auch von Den Assistenten Deren Bezüge müsse' ohne Zweifel erhöht werden. Wir sind gern bereit, Die nötigen Mittel dazu in den Etat einzustellen. Ich glaube nicht, da»', die Reichsregierung sich dann ihrerseits ablehnend verhält Auch für Die Sekretäre ist zu prüfen, ob nicht Ist Dem Reichskanzler bekannt, daf- das Großlierzoglick baDndie Ministerium des Innern einen auf den 11. Dezember vorigen Jahres in Pforzheim angefünDigten Vortrag eines Jesuiten mit Dem Thema „Tie Wahrheit über Den Jesuitenorden" verboten hat. und hält er dieses Vorgehen mit seiner Erklärung bom 4. Dezember v. Js. über den Beschluß des Bundesrat bom 28. Nobember b. Js für bereinbarlich? Staatssekretär Dr. Delbrück: Tas Großherzoglich badische Ministerium des Innern hat auf die Ankündigung eines am 11. Dezember 1912 in Pforzheim zu haltenden Vortrages des Jesuitenpaters Cohauß über das Thema: „Tie Wahrheit über Den Jesuitenorden" Dem Genannten und den Veranstaltern Des Vortrages eröffnen lassen, der Vortrag dürfe nicht gehalten werden, da angenommen werde, daß das religiöse Gebiet berührt werden müsse. Vom Standpunkt dieser Annahme aus entspricht die Entscheidung dem Bundesratsbeschlutz bom 28. Nobember 1912. Tie Entscheidung darüber, ob die Annahme selbst zutrifft. steht nicht Dem NeichskanUer zu; hierüber haben allein die zuständigen LandesbehörDen im geordneten Jnstanzenzuge zu cntüficiD-'n. E s kann nicht in Abrede gestellt werden, daß die Entscheidung für den borliegen.dcn Fall gegenüber der bisher in Baden geübten Praris als eine gewisse Verschärfung gewirkt hat. (Hort'. Hört!) Gegenüber Der herrschenden Hebung kann jedoch eine solche Verschärfung nur in bereinzelten Fällen eintreten da die bom Bundesrat gegebene Auslegung mit der Praxis in Einklang steht, wie sie in der Mehrzahl der Bundesstaaten unD in überwiegenDen Teilen des Reichsgebietes bon jeher geherrscht hat Tie Schwierigkeit für eine gleichmäßige Handhabung Der Vorschriften liegt weniger in ihrer Auslegung, als vielmehr Darin, daß ihre Durchführung im Einzelfall sich in der Regel auf vorbeugende Maßnahmen wird beschränken müssen. (Lachen im Zentrum ) Ta in den Vorschriften Des Gesetzes und der Verordnung der Nachdruck einer Strafandrohung fehlt, so kommt es bei der Durchführung immer darauf an, wie nach der Annahme der zur Entscheidung berufenen Behörde Der voraussichtliche Inhalt des Vortrages zu beurteilen sein wird. (Lacken im Zentrum.) Aus dem wesentlicken präsentiven Charakter Des Einschreitens erklärt es stck auch, daß die Behörden in Elsaß- Lothringen bei geringen Abweichungen in der Fällung des Themas und gegenüber Der Versicherung des Vortragenden, das religiöse Gebiet nickt berühren zu wollen, keinen Anlaß gefunden haben den Vortrag in Straßburg zu verhindern. Solche Ungleichheiten in der Handhabung Der Vorschriften würde keine wie immer lautende Faffung Des Bundesratsbeschlusses vollständig hindern können. Wenn der Reichskanzler am 4 Dezember 1912 ausgesuhrt hat, daß eS nicht Zweck und Absicht des Bnndcsratsbcschliisses vom 28. Nobember 1912 gewesen ist, die bestehende Praris zu ändern, so hat er die bishe- allgemein übliche ruhige und zurückhalte: de H - dhabui. g tm Auge gehabt. Tie hierüber bei ben Bundesregierungen bestehende Einigkeit rechtfertigt Die Erwartung, Das auch künftig Die Handhabung der Vorschriften bon Dem gleichen Geiste getragen fein wird. (Lachen im Zentrum.) Abg. Dr. Werner-Gießen (Wirtsch. Vgg.)! fragt an: Beabsichtigt Der Reichskanzler Schritte zu tun, um die immer brennender werdend? Ausländerfrage an den Deutschen Hechickulen unD Uniberfitäten im Interesse unseres Volkstums, unseres geistigen und wirtschaftlichen Lebens gesetzlich zu regeln? Direktor im Neichsamt des Innern Dr. Lewald: Die Zulassung bon Ausländern an deutschen Hochschulen fällt in das Gebiet bet eaizelstaatlichen Zustänbigkeit. Es wird bon ben beteiligten Bundesregierungen mit der gebührenden Aufmerksamkeit gewürdigt. Die Äbsicht, eine gesetzliche Regelung bon Reiches wegen herbeizuführen, d e st e h t nicht. Abg. Hoch (Soz.)5 schrift gibt zu, daß eine allzu große Zahl ben Assistenten beschäftigt wird; sie haben auf diese Weise einen Dienst zu erledigen, Den ebenso gut gehobene Unterbeamte tun könnten Es muß eine Zeit kommen, wo eine Aenderung der Organisation getroffen wird. Tie Zwischenstufe der Assistenten ist keineswegs durch die Eigenart des Postbienstes bedingt. Ich bestreit» das wenigstens ganz entschieden. Zwischen der Beschäftigung der Sekretäre und Assist II i UnerreichtesIts®, illabonasS t yt inneren, verbinden d« lo'en Der'*niur,Dr rof».Müm Nib.Tanicnhticurenu.LUt feit einer Verwaltung biel weniger davon ab datz ihre Einzelheiten durch Personalaiaanisat'onen geregelt sind, als bon dem In i h r lebenden Gei st e Der CrDnung, Zuverlässigkeit, Hingabe Der Beamten an Den Dienst ihrer Arbeitssreubig- feit unb Pflichttreue. Aber unter ber Beamten Der Post herrscht Unruhe unD UnzufrieDenheit. Tie Denkschrift wirb Denen ber unteren unb mittleren Kategorien in keiner Weise gerecht. Namentlich bas groß? Heer ber Assistenten erhebt schärfsten W i b e r s p r u ch gegen Die vorgesehenen Aenbe- rungen. Die Erbitterung und Erregung bei Jung unb Alt ist so groß wie bei keinem anberen Beamtenklasse. In erster Linie werben babon Die mittleren Beamten betroffen. Die eigentliche Ursache ist Darin zu (neben. Daß bei ber Gründung ber Reichspost bon Dem preußischen Schema abgewichen werben ist. Es ist nut soweit maßgebend geblieben, als es ben Beamten nicht günstig war Tie inzwischen gehoffenen Veränberungen haben diese Besorgnis nur berftäitt. Mai fürchtet baß mit ber neuen Denkschrift bie Ansprüche auf Gleichstellung mit ähnlichen B--amtenkateaorien mit einem Schein von Recht zurückgewiesen werben können. Das schlimmste ist daß die große Zahl ber Anfangstellen nachher Beförderungen fast aussckließt. Trotz einer enormer Steigerung der Le-stungen unb Geschäftszweige haben bie Beamten feiste Verbesserung, fonbern eine Verschlechterung erfahren. Namentlich ">en Assistenten werden immer wichtigere unb schwierigere Auf- 'aben aufgebürdet. ohne baß sie ein entsvreckendes Aeguivalent an Gehal 1, Titel und Rang dafür erhalten. ^Wenn man ar 'ne Assistenten die Anforderungen, wie an die Sekretäre, stellt, soll man sie auch wie diese bezahlen. Ein Siebentel aller Assi- gibt eine grundsätzliche Unzufriedenheit eine begründete Unzufriedenheit. (Zuruf: Tie Agrarier sind grundsätzlich unzufrieden! Heiterkeit.) Tiefe gruiidsätzücke Unzufriedenheit ist das G-memgut aller Menschen, >2^ Crpanifation begnügen. Aber träfen m r>*' > Ich möchte zunächst ben Herren bauten, ber Post- unb Telegraphenverwaltung ihre Anerkennung ausgesprochen haben. Ebenso möchte ick das für bas Interesse tun, bas sie ber Denkschrift bekundet haben. Ich behalte mir vor, ben Wünschen b e 5 Hauses entsprechenb, auf die nicht nur Der Agrarier Wo würd"n Sie von Der äußersten Linken ohne Diese UnzufrieDeiiheit hmgekommen fern? (Heiler- feit.) In bleiern Hause, wo Dh Auslese Des Volkes vorhanDen ist (Heiterkeit.) roerDer sich sehr wenige Zufriedene finden. Niemand ist ganz zufrieden zu stellen. (Zuruf links: Besonders nicht die Agrarier!) Ick gehe nur aut Zwischenrufe ein, die mir passen. (Große Heiterkeit.) Tte Behauptung, daß die Agrarier unzufrieden sind, ist nur übrigens io neu, daß ich nicht weiß, was ich darauf sagen soll. lHeiterkeit.) Wir find mit dem lachlichen Inhalt der Denkschrift einverstanden; Unebenheiten bestehen aber noch. Sie hatten ber Ausgleichung. Daran wollen mir in Der Budgetfommission mitarbeiten. Wir lassen uns in Dem beredvigten Wohlwollen für unsere tüchtigen unb trefflichen Po st beamten von keiner Partei in Den Schatten stellen.' (Beifall rechts. Lachen links.)- Wir werben ihre berechtigten unb begrünbeten Wünsche zu erfüllen suchen, soweit sie irgenb mit ben Zwecken ber Verwaltung unb ben Ge- sich beschaffen lassen. Die hier vorgeschlagene Junggesellensteuer ist mir sehr sympathisch, unb ich hoffe auch bem Staatssekretär. (Große Heiterkeit. Zuruf: Er ist selbst Junggesellel) Nun ich glaube trotzbem. Wir Dürfen aber in Dieser UebergangS= zeit nicht zuviel fordern. Di«, ganze Frage wird ja in der Budgetkommission zu erörtern sein und dann wieder im Plenum. Das ist ja etwas ganz Neues, denn der Reichstag hütet sich ja vor Wiederholungen (Heiterkeit.) Und wenn man die Sünden abwägt, dann sinkt die Wagschale auf bet Seite ber Linken sehr herab. Die Postgehilfinnen können nicht bas leisten, waö die Männer leisten. Der Staatssekretär muß es ja besser wissen als ich. (Heiterkeit.) Wir beflogen es, daß so viele Beamte nicht in der Lage stnd. einen eigenen Hausstand zu gründen, weil die 18 000 Postgehilfinnen ihnen 10 000, 12 000 oder gar 18 000 Stellen wegnehmen. Die Verwaltung ist eben der An- Hanau durch Unsauberkeit in bei Bataillonsküche entstanden ist, und daß es 2% Wochen gedauert hat, bis Die Militärärzte Die Art Der Erkrankungen festgestellt haben? Kann Der Herr Reichskanzler bestätigen, daß alles geschehen ist, um Die Ueder- tragung Der Epidemie am weitere Kreise ^verhindern? Preußischer Genereiloberarzt Dr. Schulz: ES ist eingehend geprüft worden, ob eine Unsauberkeit in der Küche Des 1. Bataillons Des Eisenbahnregiments in Hanau die Entstehung Der Typhusepibemie in Diesem Truppenteile veranlaßt haben könnte. Es ist festgestellt. Daß Dies nicht Der Fall war. Es ist vielmehr wahrscheinlich. Daß ber Krankheits- keim burch eine später als Typhuskeimträger ermittelte in ber Kaserne beschäftigte Frau, bie an sich völlig gefunb war, eingeschleppt ist. Eine sichere Feststellung von Typhus ist erst möglich, nadjbem bie für Diefe Krankheit erkennbaren Er- fcheinungen aufgetreten sind, bie sich erfahrungsgemäß erst gegen Silbe der zweiten Krankheitswoche zeigen. Demgemäß ist auch bie Feststellung ber Hanauer Erkrankungen erst nach ber zweiten Krankheitswoche möglich gewesen. Es ist sofort alles geichehen, um Die llebertragung Der Epibemie auf weitere Kreise zu ber- hinDern, unD tatsächlich ist es auch gelungen, Die Erkrankung auf bem ersten Krankheitsherb zu beschränken. Abg. Hoch (Soz.)' zur Ergänzung: Ist es zutreffend, daß die Typhusepidemie von dem Träger der Bazillen durch Unsauberkeit in der Küche des 1. Bataiuons des Eisenbahnregiments übertragen worden ist?, Neu! ic Pak" uttck'Margarme stanrenselten, Eigelb uni | mc, Vattkrarowa entsteh!. tim Kaden, Kochen, Stalen - roiaaiitridi. perle Zieh ßonbitoreu ättcrttiß unb Wuubci. oh, UM rpten Charlottenburger it Berlin N. 20. Du'f '• Neu! 5 Zim KMä" Mwg V*S L«S t’Aö' 5$entt KZ b«,kll>ech^ 6t ErWalt!- 7± luiifl mit alten mi"cböner L ! Pferde ver - k„per'«let. W'l> l^1 ", .(Dune. IftlÄ S«4“"’" m» $±ieb^ ?> Qtüuvncr Li • 3immct:®o ■ rlvril zu verini -'leichpl., per 1.31 ocrm^Evlei beräum. 5Z,-W -!-' -a-e,.. M ^E-v-ksloritunz. ^r:,baiiih;l3Dnrt ® neuen Ctierreni t.l’S' firTöb" *• ^abv.^yenfelit I Sa a?.iL8l"riI W! E'^r. I fSfeWI Virttn'wck,^ Ad-Ämac ®BS «odwisisp IjtrienfMW’ 1 limm«, r-nhfh., wn-- Cl1 '7l AvrU zu' I f 6 ^rw I Druvne 6 I .I.N der Blechtra I Merit .-mieten. - __Kiktzeocr 'j 'f, Zimmer-y entsprech. I* cht u. allein3>' |l *W, eo. in. 611 | na,, vreism. zu I ,*?) RordM I D-cksl 6 fie seither 1 IltcmiDfmnnn Web I ubabie Wohnuns Ip-tadez. u. Zube Hk:. Sprit 1913 an lp -v - ( _■) des Ge- Wünschen der 91 b c ebneten und trage ihnen nicht genüqenb Rechnung. Dir Konkur- dagegen ffle= Ent- fiabe der feft« Wer ficht 26 bis 27 Jahren, die Beförderung zum Postsekretär nach etwa zwei Jahren acht Monaten, also in einem Alter von 31 bis 33 Jahren. Liese Art der Beförderung ist nicht ungünstig, und am allerwenigsten kann man sagen, daß cm Mißstand darin liegt. Wenn man ehrlich vergleicht, wie die Verhältnisse in anderen Berufen liegen und welche Anforderungen an die Anwärter gestellt werden, dann wird man zugehen müssen, daß die Beamten bei uns viel erreicht haben. Es ist falsch, wenn immer gesagt wird, die Beförderung bei uns ist schlecht. Ich möchte noch hinzufügen, daß dm weit-re Beförderung zum Obersekretär nach 6% Jahren: also etwa im vierzigsten Jahre erfolgt. Tos kann auch nur als eine gute Beförderung angesehen werden. Tie Beförderungen sind danach günstiger, als sie früher bei der Elevengruppe war. Ich möchte ferner die Kritik, die der Abgeordnete für Oberbarnim erhob, als ganz unzulässig bezeichnen und mich dagegen verwahren, daß darin Methode läge, die Beamten als mit weniger Bildung ausgestattet darzustellen als sie wirklich wären. Mit Behagen und Wonne schildere die Denkschrift, wie ger'ng die Ansprüche an die Zivil- anwärter vor 1900 gewesen seien. Alles was in der Denkschrift steht, ensprichl voll der Wahrheit. Wenn der Reichstag eine Denkschrift fordert, muß die Reichs- Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert —। ........ die Brühl’schellniv -Druckerei. zusetzen. Aber eine solche Grenze zu rinden sei bei der Verschiedenartigkeit der in Betracht kommenden (^-schärte nicht möglich. Da-' geaen schein.- es gerechtfertigt. dem P r i n z i v a l. der die Vorteile der Konkurren-klauiel genieße, auch seinerseits Opfer aufzuerlegen und ihn zur Zahlung einer Entschädigung zu verpflichten. Würde dieser Grundsatz einneführt, so würde er oanz von selbst dahin führen. daß die Konknrren-klaufrl nur noch in aanz brinnenben Fällen angewandt würde. Die Ent'chäd'auna soll ein entsprechendes Entgelt für die Beschränkung der freien Wahl der neuen Beschäftigung fein. Außerdem soll die fr öcb ft b a u e r der Konkurrenzklausel auf 3 Jabr-- beschränkt werden. Er habe die llefierzeummg. daß. wenn die Vorlage Gesetz würde, die Anwendung der Konkurrenzklausel in der stärksten Weise reduziert würde. Die Regierungen hätten den dringenden Wunsch, daß der Reichstag im Sinne eines gerechten Ausgleichs der verschiedenen Interessen tätig sein werde. Tas Haus vertagt sich. Sonnabend 12 Uhr: Weiterberat u n a Verfahren gegen Jugendliche. Schluß 6yt Uhr. Handel. Bierbrauerei und Bierbesteuerung. Nach der im 4. frefte der Vierteljahrshefte jur Statistik des Deutschen Reichs,' Jahrgang 1912, veröffentlichten Bierstatistik wurden während des Rechnun.gsjahres 1911 int Gebiete der Rorb-- deutschcn Brausteuergememschack 41,35 Millionen Hektoliter Bier erzeugt gegen 38,08 Millionen Dekaliter im Jal-re 1910, also 3,27 Millionen frektoliter mehr. Von hält Mehr entfallen 2,72 Millionen Hektoliter auf untergäriges und 0,55 Millionen Hekco fiter auf obergäriges Bier. Tas steuerpflichtige Gesamtgewicht der verwendeten Braustoffe betrug 760 394 Tonnen gegen 695 879 Tonnen im Vorfahre. Die Einnahme an Brau st euer betrug nach JGbauq der Ausfichrvergiitung (0,9 Mill. Mk. 131,7 Mill. Mk. (1910*: dN^)' Än uebergangsadgabe für Bier wurden 8,9 Millionen Mk., an Zoll 4,6 Mill. Mk. erhoben, so daß sich als Gesamtertrag der Bierabgaben 145,2 Million Mark, d i 2 79 Mk. auf den Kopf der Bevökkcrung ergeben (1910: 132,7 Millionen Mart = 2,58 Mk. auf den Kops». Ter Bierverbrauch betrug auf den Kopf der Bevölke rung (unter Berücksichtigung der Ein- und Ausfuha von Mer berechnet): im Brausteuergebiet 83,0 Liter (1910: 77,6 Liter,,. in Bayern 246,0 Liter (1910: 227,7 Liter), in Württemberg 178,8 Liter (1910: 164,1 Liter), in Baden 146,0 Liter (1910: 129,0 Liter), in Elsaß Lothringcn 98,5 Liter (1910: 82,0 Liber) und im deutschen Zollgebiet 106,4 Liter 1910: 98,6 Liter). Bei Bayern und Baden ^gelten die Angaben für das .Kalender- jahr, bei den übrigen Steuergebieten für das Rechnungsjahr. Verhältnissen der Handkungsgehilfen für eine spätere Regelumi der erheblich schwierigeren Verhältnisse der technischen Angestellten erst erproben wolle. Staatssekretär des Reichs.^nfffzamftz Dr. L'sco' begründet den Entwurf. Das alte Handelsgesetzbuch, das biö 19^0 gegolten bat, habe ein Verbot der Konkurrenzklausel nicht gekannt. Tic Gerichte hätten sich dadurch geholfen, daß sie dort, wo ein Interesse des Prinzipals an dem Verbote nicht anzuerkennen war die Beschränkung des Gehilfen als eine Unbilligkeit anerkannt hätten. Aber diele Rechtsprechung habe sich nicht als ausreichend erwiesen. Schon bei der Beratung des neuen Handelsgesetzbuches sei das völlige Verbot der Konkurrenzklausel angeregt worden, aber damals habe sich der Reichstag nach eingebender Beratung nicht dazu entschließen können. Die Konkurrenzklauiel gelangte weniger bei den großen Firmen, als gerade bei den kleineren Prinzipalen zur Anwendung. die sich in ihrem schweren Konkurrenzkampf gegenüber den Konkurrenten nur mit größter Mühe behaupten könnten. Der GefchäftSkreis sei ein febr beschränkter da ihnen die Möalichkeit fehlt, einen an einer Stelle erlittenen Ausfall durch eine Anlehnung schafts nach einer anderen Seite bin ausz^al-nchen. Daher könnten diese kleineren Geschäfte die renaffaufel nicht entbehren, die Prinzipale müßten ... , ... r nichtig man in dem Urteil über solche Wünsche sein muß. wie sehr die Ansichten darüber wechseln, das Verwaltung darin den wahren und klaren Sachverhalt geben und darf nichts verschleiern. Ich protestiere gegen eine solche Kritik, daß die Verwaltung mit Behagen und Wonne derartige unrichtige Angaben mache. Sie ist unzutreffend. Man hat gesagt, die Denk'ckr beschäftige sich zu wenig mit den geschützt werden daß ihre Angestellten die in ihrem schäft erworbenen Kenntnisse der Kundschaft gegen gelt den Konkurrenten zur Verfügung stellten. Man nun vorgefchlggen, als Grenze für di: Anwendung Konkurrenrklausel ein bestimmtes Mindestgehalt mochte ich an dem Abgeordneten für C'f’-'rbarnim selbst nachweisen. Er bat sich selbst als Verfasser der Jubelhymne von 1900 anläßlich ber Perionalorganisationsreform befanr* dürfte auch sonst der Verbandszeitung nicht fern Reben. Es wird nun der Verwaltung gesagt, sie hätte es den Anwärtern durch die Auferleaung eines zu schweren Eramens unmöglich gemocht, in die besseren Stellen hinffnzukommen. 1897 schrieb afi<*r die Verbandszeituna: Als ungefährlichster und das Ziel am sichersten erreichender Weg bleibt die A"slefe der Tücktiaf^n durch ein gnoernessen schrn<»r<»2 l^rnmen. Es darf in der Schwierigkeit keineswegs hinter ber jetzigen Sekre^ärprüfung zurückbleiben. Es könne auch auf Staccksreckt und Vcrwaltunasrecht und Volkswirtschaft ausgebebnt werden. Drei na<^ jener Jubelbbrnne. schreibt die ..Verbandsreitnna": „die Znkasfung.zur Sekretärprüfung fei von Anfang ein Hauvt- bunft ihrer Bestrebungen gewesen. Rach ber Bedeutung, die man inr von allen Seiten beigemessen hätte, hätte man annehmen onnon, daß von der heiß ersehnten und endlich erreichten Mög- l'lbkeit, die Prüfung abziilegen, von wenigen begründeten Aus- nahmen abge'eben. alle Assistenten Gebrauch machen würden In Wirklichkeit hatte sich aber mir ein geringer Bruchteil dem Erarnen unterzogen, die meisten haften sich unter allerlei Gründen ae- brucki, die aber ,u Wirklichkeit keine Gründe, sondern nur AuS- reben gewesen ,eien". Das hat in der Verbands-eituna aestan- den und nun Hat man den Mut. d-w Verwaltung vgrzuwerfen. ste nutze dgs Erarnen aus. um die Beamten durchfallen zu lassen. Das Erarnen sei viel z» schwer. ... 9X13 X?04 vier Jahre nach der Jubelhymne auf Wunsch der S" M?flensCn ber T"el Oberasststent eingeführt t6?ke ^^-baridszeitung, daß der Staatssekretär deö Re chspo,tarnte- den Beamten in finniger Weise die restlose Er- fullüng aller ihrer Wumche a l s P r ä s e n t a u f d e n W e i b - gelegt habe. Diese Regelung bildet den Schluß- Item des 1900 neu geordneten Personalwesens. Es dränge sie, den ichuldigen Dank gegen den Bauherrn die.eS Gebäudes anszu- £2 fhJ1 ’§ ^U-r Außenfassade sondern auch das Innere des Gebäudes so woonlich eingerichtet habe, daß Bewegungsfrei- könn?'^ Unb fiU?t ,n ausgiebigem Maße hineingelasien werden Hieraus können Sic sehen, wie die Ansichten wechseln, und wie man bei Organisalionsänderungen mit Vorsicht Vorgehen muß. Das haben auch schon einige Vorredner anerkannt. Man darf solche Reformen nicht mit Rücksicht auf Wünsche des Augenblicks vornehmen. Der Chef der Verwaltung ist verpflichtet, etwas, was er für falsch hält, offen zu bekämpfen, ohne Rücksicht darauf, oh die Beamten eS für richtig halten oder nicht. LLeifall rechts.) '216g. Tr. Werner-Gießen (Wirffch. Vgg.): Tie Tenffchrfft hat in den Kreisen der mittleren und unteren Beamten Itxrrie Mißsttminung hervorgerufen. Selbst die höheren Beamten smo in hohem Grade enttäuscht. Auf den Höhen der Menschheit, wo der Staatssekretär wandelr, kennt man die tiefe Verstimmung nicht, die allenthalben Platz gegriffen hat. Es sollten für die mittleren Beamten belfere Möglichkeiien geschaffen werden, in höhere aufzurücken, die Inspettorenstellen müßren ihnen zugänglich gemacht iverden. hierfür könnten die Oberselretäre, die ehemaligen Eleven, sehr wohl in Bettacht kommen. Nach den Ainiaf/mebestimniungen sind ihnen diese Stellen eigentlich Vorbehalten. Wenigstens die älteren Obersettetäre kämen ganz entschieden dafür in ssrage. In dem neuen Etat sind aber für die mittleren Beamten viel zu wenig ©teilen angefordert worden: über 1000 geprüfte Sekretäre und Oberfekretäre warten auf eine solche Anstellung. Es wäre wohl zu erwägen, ob nicht zahlreiche Postämter dritter Klasse in solche -weiter Klasse verwandelt werden. Tamit könnte diesen Wünschen entsprochen werden. Jedenfalls hat die Verwaltung hier Gelegenheit, Beförderungsstellen für mittlere Beamte zu schaffen, schon um ihnen einen richtigen Wirkungskreis zu geben. Wenn die Postverwalterschasten gehoben würden, so würden die mittleren Beamten sie gerne an nehmen Es haben sich zahlreiche Postämter dritter Klasse im letzten Jahrzehnt außerordentlich rasch entwickelt. Es gibt solche, die 20 und mehr Beamte beschäftigen. Auch die Stellung solcher Beamten in den kleinen Städten würde dadurch gehoben werden, ähnlich wie die der Bahnhoksvorstel-er. Man könnte auch für sie einen entfprechenden Titel schaffen, etwa Settetär oder Post- Vorsteher und auch die sfunkttonsMlage enffprechend erhöhen. Markte. fc. Wiesbaden, 9. Jan. freu- und S trotz markt. Ange'atzren waren 13 Wagen mit freu und Strotz. Man notierte: fr en 7.U0—8.40 Dlk., Stroh (Richtstrotz) 4.20—5/'0 Mk. — Frnchtmarkt. Haier 00,00—u0,0<) Dlk. Dilles für 100 Kilo. Tie Affistentenfrage ist ebenfalls recht schwierig. Tie aufstrebenden Postunterbeamten rücken nach oben und dazu kommt die Konkurrenz der Frauen, .freute schon beschäftigt die Post 20 000 Frauen, und der Kriegsminister sollte seinem Kollegen von der anderen Fakultät daraus aufmerffam machen, daß durch sein weibliches Personal die Stellung der Militäranwärter gedrückt werden muß und das; diesen eine Anzahl Stellen für mittlere Beamte vorenthalten wird. Diese Frage geht nicht bloß die Postverwaltung an, sondern auch unser ganzes Militärwesen und damit den ganzen Staat. Daran kann kein Patriot vor- übergehen. Auch die Postgehilfen werden durch die Anstellung von Frauen in ärgster Weise geschädigt. Tie Berwalttmg har auch auf den Aemtern dritter Klasse öfter weibliches Personal und diese jungen Damen sind häufig Vorgesetzte der unteren Beamten. 41 nd wenn sich diese auch eine kleine Bemutterung durch ihre Frauen gefallen lassen, so ivird es ein Mann im öffentlichen Leben niemals gern sehen,, wenn er eine Frau als Vorgesetzten anerkennen soll. Tie schweren Bedenken militärischer und sozialer Art können sich dadurch nur bestärken. Man muß doch and) mit den Verhältnissen unseres höheren Sckiulwesens' und Militärstaates rechnen, unser Zivil- und Militärdienst wird dadurch geschädigt. Tie Reform von 1900 hat nichts gebessert: vielsack) sind dadurck) die alten Assistenten von jüngeren überholt worden. Tas empfinden sie bitter. Tie Anerkennung, mit der die Denkschrift von den Assistenten spricht, genügt nicht, wenn ihr nickst auch Taten jjplgcn. 3600 Besörderungsstellen haben rund 40 000 Anwärter, so daß etwa 85 Proz. der Assistenten ewig daraus angewiesen ist, in dieser Stellung zu verharren, ^ie, verlieren damit die Freudigkeit an der Arbeit und das darf nickst geschehm. Dann ist die Spannung zwischen ihren und den Gehältern der Sekretäre ohne ausreichende Begründung erhöht worden. Tie Post hat riesige Ueberschüsse, und nur dadurch, daß ans den Beamten alles, was sie an Kraft hatten, herausgeholt wurde. Ten Wünschen des Reichstages sollte sich die Verwaltung doch nicht immer so lvidersetzen. Schließlich sckstoindet das Verttauen zur Verwaltung und zum Reichstage. Ferner wäre eine Abgrenzung der Arbeitsgebiete zu schaffen für die gehobenen Unterbeamten sollte eine Gleichstellung mit den unverheirateten Telephonistinnen .eintreten. Der sozialdemokra- tisck>e Redner hat den llnterbeamtm viel Weihrauch gestreut. Aber die sozialdemokratische Kritik verbessert nach ihrem eigenen Bekennt nis den Etat im einzelnen, lehnt ihn aber im ganzen ab. Sie gleicht dem Manne, der ein frans baut, es dann mit Petroleum begießt und anzündet. (Unruhe linksO Wir aber wollen den Beamten gegenüber nach dem preußischen Grundsatz versahren: Jedem das Seine, nicht Jedem das Gleiche ! Abss. Windeck (£oH)ringer): Wir schließen uns dem Antrag an, die Denkschrift an die Budgetkommission y verweisen und geben dem Wunsche Ausdruck, daß den berechtigten Forderungen der Beamten Rechnung getragen wird. Slba, Werner ^grsf-'td fWnfri.) Ick fann mich im ganzen und großen den Ausführungen der frerren Dr. Oertel und Dr. Werner anschließen. Es wird Aufgabe der Reichsregierung fein, auf Grund der vielen Mittel, drc Hier vorgetragen sind, etwas Positives zu leisten. 9Tba. .fritfirtäi erwidert auf den Staatsfekr-tar. Der Staatssekretär berTirff au5 ber „Deutschen Postzeitung" nur Artikel, die seiner Auffassung günstig sind. Die weit zahlreicheren, die gerade das Gegenteil behouvten von bem. was er behauptet, hat er nicht erwähnt. Gewiß, die Beamtenschaft fiat ihre Anschauungen ge- wanbell. Warum soll sie das nicht, wenn sie eine neuere bessere Auffassung gewonnen fiat? Der Staatssekretär fiat meine Kritik als unzulässig bezeichnet, (frört! frört!) Mit allem Nachdruck mu*» ich doch da betonen, daß es nicht Sache des Staatssekretärs des Reichspostamtes ist, zu' enffcheiden, ob eine Aeußeruna eines Abge^dneien zulässig ist ober nicht iLebfi. Zustimmung links.) Der Präsibent fiat auch feinen Anlaß genommen, die Aeußeruna zu beanstanden. (Beifall.) t8 ®t- Mr. fr* So .-4,vn’ wrem (üf. Mttn 92cn 5n'= r »ntr,,s babe f -MuSnÖ der ü ÄIf seit. ie ' ct,<6ifben.- . J ‘n SntWäbiflunj'J Ä "J"» m aanz \,-'0Unn ’oH ein ®qH der .- ^'tbauerber - n-crkn Er •Ä«*. bis JxZ®1 / "dn,iert y 41 M der 1$6 der bcr^(^iebcncn Leiterbe. itnrag. M StntijtiT ’ nilidm Birchalijiik n Hebirte bei Noch- llioiKn öckoliter Bier •> n 3abrr 1910, also - Äck crdfaltoi 2,72 !*. m Hillümtn xxfb) rlidmq: Sejamtgcwicht Tonnen gegen 695879 i betrag nach 3b$ng 1,7 Aill. M. (1910: :be hjr $in imnbai 1 erhoben, io daß sich Million Mark, b. :. ergehen (1910: 132,7 en Stirf ber Sevölkt- ■ luähdg htm Siet ,1910: 77,6 Aur» i, in Sütttartbcg 146,0 Lün (1910: : 1910 . 82,0 2itai 1910 . 98,6 Liter! m sirr das Saleodei- doe Nechmlngsjahc. und eitobmarfl > Stroh. Äon notierte; >t 4.."i-5/O M Sto tfir 100 Kilo. nD wir s mittel ,.aer newünschtea SSSEfe I Vermietungen Igur Vermeidung Mn Verwechselungen HbbtftrUung von 'Scrmietungs nntidt* oöer Sql. wird bringenb um Lligabeberflnzeigcnnummergebet Lerlag des Gich.Anzeigers WÄmtt-WohiiiiW ^cr 9leiueii entsprechend, ni. clcttr. 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