Zweiter Blatt Kt. 34 163. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. ’ Seeignet, J-Ban positenkassei Büdingei 'bst, Beeren- u- ?cr und zur (iübtutig iawtl chtt auch die drückenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten, deren Nachteile in einem Lande, welches so reiche Hilfsguellcn, wie Oester- rcich-Ungarn verfügt, nach Beendigung der Krise gereift ohne allzu schwere dauernde Benachteiligung beseitigt werden können. Tie Aktionen unseres Staates, welche von bcn_ besten Absichten und den edelsten Motiven eingegeben sind, müssen ihre Wirkung verfehlen, wenn man ihnen willkürliche Ziele unterschiebt, welche mit der Würde und der Machtstellung der Monarchie unverenr- bar sind." Vorbehalten, dJ imen. jen. Deutsches Reich Zur Leuchtölfrage. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt zur Vorberatung des Leuchtölgesetzes durch den Reichstagsausschuß, immer mehr dringe die Ueberzeugung durch, daß die anfangs vielfach geglaubte Behauptung der Standard Oil' Co. von der eigenen Unentbehrlichkeit unbegründet und nur dazu bestimmt ist, die Widerstände gegen ein gesetzgeberisches । Vorgehen des Reiches, dessen Berechtigung an sich kaum irgendwo bestritten wird, hervorzurufen. Die Reichsverwaltung ist nach wie vor völlig sicher, daß ftc selbst bei dem vollständigen, von ihr wcder gewünschten noch wahrscheinlich erachteten Abrücken der Standard Oil Co. vom deutschen Markt den heimischen Bedarf zu den bisherigen Preisen decken kann. Rußland, Rumänien und Oesterreich könnten zusammen ohne Schwierigkeiten mindestens 300000 Tonnen Leuchtöl a n Deutschland liefern, rund 450000 Tonnen w ü r d e man von den amerikanischen Außenseitern beziehen können, von denen bei der Reichsverwaltung Angebote von mehr als 700 000 Tonnen vorlägen. In den westlich des Mississippi gelegenen Feldern habe die Standard Oil Co. weder auf dem Rohölmarkt eine überragende Stellung, noch die Macht über die Beförderungswege. So würden sich dann auch keine Schwierigkeiten ergeben, mit den dortigen Raffinenren auf der Busis der Rohölpreise zu langfristigen Abschlüssen zu kommen, wobei die amerikanischen Interessenten sowohl bereit seien, der deutschen Monopolverwaltung das Rücktrittsrecht für den Fall hoher Preise zu geben, als auch eine Obergrenze zu ziehen, wobei die Raffinerien unter allen Umständen liefern müßten, selbst wenn die Rohöl-Preise noch weiter stiegen. Die Befürchtung, daß die künftige Monopolver- waltnng auf die Standard Oil Co. angewiesen wäre, ist sonach durchaus unbegründet. . Der neu gewählte Landtag in Sachsen -- Altenburg setzt sich wie folgt zusammen: 14 Blind der Landwirte, 7 Sozialdemokraten, 3 Volksp.irtei, 3 Reichspartei, 2 National- liberale, außerdem 1 Rechtsliberaler, 1 Freikonservativer und 1 Parteiloser. Haas ein, der zur Bildung eines Sonderausschusses [ zur Errichtung einer hessischen Landwirtschafts- hämmer1 führte. Als diese dann dur/ch Gesetz im Jahre [ 1906 errichtet wurde, erwählte sie einstimmig Geheimerat | Haas zu ihrem ersten Vorsitzenden. Im Jahre 1898 war Haas auch zum Vertreter des Wahlkreises Erbach-Bensheim als Mitglied der nationalliberalen Partei in den Reichstag gewählt' worden, dem er ebenfalls bis zum Ablauf der | vorigen Periode angehörte. Er stand politisch sehr weit links. Großes Aufsehen erregte seine Gedächtnisrede auf ■ dos Jahr 1848, die er 1898 els Präsident der Kammer I hielt. Seine Worte, seit jener Zeit sei der Wille des Volkes das oberste Gesetz, sollen die eigentliche Ursache I seines frühzeitigen Ausscheidens aus dem Staatsdienst ge- ; wesen sein. Der Verewigte war ein sehr gewissenhafter und I umsichtiger Beamter, der auch von seinen Unter- * gebenen jederzeit volle Pflichterfüllung verlangte. Als ISartermami ist er wenig hervorgetreten, hauptsächlich ivohl deshalb nicht, weil er schon im Februar 1897 Mm Präsidenten der Zweiten Kammer gewählt wurde, welches Ehrenamt er bis zu seinem Scheiden aus i>er Kammer ununterbrochen inne hatte. Dann wurde er, nachdem durch das' neue Landtagswahlgesetz die Verstärkung beer Ersten Kammer um drei bernfsst (indische Vertreter be- 1‘timmt worden war, als Repräsentant der Landwirtschafts- Ummer vom Großherzog zum Mitglied der Ersten Kammer Montag, 10. ßebruar M3 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universiläls - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Geheimerat Wilhelm haar f- Arn Samstag abend gegen 6 Uhr ist Geheimerat Haas, der in der Nacht zum Freitag einen neuen schweren Schlaganfall — den dritten während weniger Jahre — erlitten hatte, seinem Leiden erlegen. Geheimerat Haas war eine markante Persönlichkeit und hat besonders dem letzten Jahrzehnt der hessischen Gesetzgebung seinen Stempel aufgedrückt. Er war am 26. Oktober 1839 in Darmstadt geboren worden und hatte an der Landesuniversität Gießen Kameralia studiert. Im Januar 1862 trat er als Akzess ist in den Staatsdienst, im Mai 1864 bestand er die Staatsprüfung, im April 1869 wurde er zum Krcisassessor in Friedberg ernannt, im September 1874 wurde er Polizeirat in Darmstadt und im September 1886 Kreisrat in Offenbach. Die „Eiehener Familienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreist?bitt ffi* den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seih fragen" erscheinen monatlich zweimal. AuslanD. Die Mission des Prinzen Hohenlohe in Petersburg war in der Presse der Triple-Entente in einem für Oesterreich wenig schmeichelhaften Sinne ausgelegt worden. Darauf erividert das „Neue Wiener Tagbl." mit einigen Ausführungen, die es verdienen, wiedergegeben zu werden. Tas Blatt wendet sich in erster Linie an diejenigen Ausländer, welche, aus den Blättev-- stimmen Oesterreich-Ungarns und sonstigen Aeufterungcn hcraus- höreu, daß die ganze Bevölkerung Oesterreich-Ungarns von der Mission des Prinzen in erster Linie und ausschließlich die Beseitigung jener finanziellen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten erwarte, welche infolge des B a l k a n k ri e g es entstanden, also insbesondere angeblich mit Bestimmtheit hoffen, daß die militärische Maßregel, welche die Monarchie zu ihrem Schutz getroffen hat, jetzt rückgängig gemacht wird. Tas Blatt verweist darauf, daß auch in anderen Ländern solche ivirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten sich zeigen, die aber von der Presse jener Länder weniger hervorgehoben sind. „Insbesondere die Ciitentc-Presse macht nut Vorliebe jene Erscheiiiungen des öffentlichen Lebens der Monarchie zuni Gegenstand ihrer Erörterungen, woraus auf eine tatsächlich nicht vorhandene Schwäche der Monarchie geschlossen werden könnte. Tieses geschah auch bekanntlich bei der Mission des Prinzen Hohenlohe. Seite Ausländer vergessen aber eins: das; bei aller Erkenntnis der Schwierigkeiten der Wunsch und das Bedürfnis, aus dieser Krise mit Ehren hervorzugehen und eine solche Lösung zu finden, welche den dauernden Ruhezustand verbürgt, noch viel stärker sind als die sofortige Beseitigung, wenn mich Ziesiif andschailsgiiriner, Mbeoitrake 37 = :hlt sich r- Ausschneiden Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrafte 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion:112. Tel.-Adr.:AnzelgerGteften. Mwvt* und M? linier, Miben ZchM Handsch. Fächer, Xcäta SvciimtfL M / drr'Lviyen.Lei benitofft -(an omon&Cie Die Neigung für ein Klottenübereinkommen und di englische presse. Tie Mehrzahl der Londoner Zeitungen beschäftigt sich mit den gestrigen Ministererklärungen im Budgetausschuß des Reichstages. Tie „Times" begrüßt die Erklärungen des Großadmirals von Tirpitz und des Herrn v. Jagow. Sie seien offenbar mit einem freundschaftlichen, England gegenüber billigem Geist erfüllt; indessen läge der vollltändige Text der Reden, die im Budgetausschuß gehalten wurden, noch nicht vor, immerhin aber könnte die Rede des deutschen Staatssekretärs keine B a s i s f ü r d i e Gestaltung dev englischen Flottenpolitik bilden. Tiese könne sich vielmehr nach dem tatsächlichen Programm der anderen Länder und nach den tatsächlichen Ausführungen dieses Programms richten. Tie „Times" betont, daß man in den deutschen Erklärungen nicht eine Annahme des vorjährigen Vorschlags Mr. Churchill herauslesen könne, daß, wenn Deutschland auf seinem Bauprogramm nicht verharre, auch England dies nicht tun wolle. Das Blatt sagt weiter, die Wahrheit sei daß weder England n o ch Den t s ch l a n d sichiu der Frage der Entwicklung ihrer Flotten absolut binden können. Sie könnte nicht über ein Abkommen von der Art, wie Churchill vorgeschlagen habe, hinausgehen. Sollte Deutschland bereit fein, eine solche Verständigung einzugehen, so würde England diesen Entschluß freudig begrüßen. Tas gedeihliche gegenseitige Zusammenwirken der beiden Regierungen in den letzten Monaten, das die beiderseitigen Beziehungen so sehr gefördert Ijabe, sollte es den beiden Ländern ermiöglichen, ihre Flottenpolitik ohne die Bitterkeit und das Mißtrauen der Ser gangenbeit zu erörtern. „Daily Chro niele" bezeichnet die Erklärungen im Budgetausschuß als von größter Bedeutung. Das Zusammengehen Deutschlands und Englands in der Orientfrage, sagt das Blatt, habe eine ausgezeichnete Wirkung gehabt, das Konzert der Mächte solange zusammengehalten und die Gefahr eines europäischen Konflikts so sehr abgesckm-ächt. Das sei nicht wenig den redlichen Bemühungen Deutschlands zu danken. Augenblicklich zerstreuten sich die Wolken am politischen Himmel. Das Blatt erinnert an die neuliche Rede des Fürsten Lichnowsky; aber die gestrige Erklärung des Großadmirals sei zweifellos von viel größerer Bedeutung. Der wichtigste Punkt sei, daß Deutschland die englische Vorherrschaft zur See nach der Clmrchillschen Desini- tion akzeptierte. Die Ankündigung des beutfdjen Staatssekretärs gab zum erstenmal eine gewisse Grundlage zu einer Verständigung, das Blatt sckneibt: Die englisch-deutsche Rivalität hat überall ihre schlechten Wirkungen gehabt, die Budgets aller Großmächte haben dies verspürt. Bei ihrem1 Verschwinden würde die Erleichterung allgemein und willkommen sein. In der neuen Aera, die, wie wir hoffen, angekündigt worden ist, werden die Kräfte, die für den Weltfrieden arbeiten, eine noch mächtigere Unterstützung und Verstärkung erfahren. „Da i l y N e ws" jagen: Die gestrigen Erklärungen betätigen den allgemeinen Eindruck, daß in den deutsch-englischen Beziehungen in den letzten Monaten eine Wendung zum Besseren eingetreten ist. Tie Erklärungen brachten England und Deutschland einer tatsächlichen, wenn auch nicht formellen Verständigung über die maritimen Rüstungen näher. Wenn das Verhältnis von 16 zu 10 für Deutschland annehmbar sei, so liege aller Grund vor, daß 'England an ihm festhalte. Tie „Morning-Post" sagt, man könne jetzt wohl einen Stillstand in dem Wettbewerb des Flottcnbaues erwarten, denn man müsse annehmen, daß Churchill auf seinem vorjährigen Programm verharre. Wenn dieser Stillstand ein paar Jahre dauern werde, werde die Spannung zwischen beiden Ländern wieder verschwinden und Teutsche und Engländer würden zu einer besseren Würdigung von einander gelangen. Jede Nation würde uattirlich ihre eigene Politik verfolgen und ihre Rüstungen nach ihren eigenen Ideen regeln. ■. stand cs, sehr bald die von den ländlichen Wahlkreisen ent- Itenbnrg S.A landten Kammermitglieder zu wirksamer Tätigkeit zusammenzufassen. Mit deren Unterstützung brachte er bereits W itn 31. Landtag (1899—02) den bekannten Initiativantrag Ren Wessen. Ate,*! cher U den getilgte] Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Schon in seiner Assessorenzeit beschäftigte sich Haas !' sehr eifrig mit dem Studium des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens, und so kam es, daß er schon im Jahre 1883, als er noch Polizeirat in Darmstadt war, zum Generalanwalt des Reichsverbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften ernannt wurde. Zwei Jahre vorher, am 8. Juni 1881, war er auch im zehnten starkenburgischen Wahlkreis (Darmstadt-Gernsheim-Zwingenberg) an Stelle des Fabrikanten Büchner-Pftrngstadt zum Mitglied der Zweiten Kammer gewählt worden. Seit dem Jahre 1905 vertrat es, als dieser Wahlkreis von dem Sozialdemokraten Raab erobctt wurde, den fünften Wahlkreis Fürth-Reinheim-Reichelsheim, der seit .Haas' Ausscheiden im Jahre 1011 vom Postverwalter Mergell-Reichelsheim vertreten wird. Geheimrat Haas war seit Beginn seiner politischen 4 Tätigkeit Mitglied der nationalliberalen Partei und ver- farufen. Geheimerat Haas ist sozusagen in den Sieten ge- storben. Obgleich seit Jahren mit einem schweren Leiden kämpfend, hat er doch unter Aufbietung aller Kräfte bis iat die letzten Tage hinein sich namentlich an den Geschäften der Genossenschaften und der Landwirtschaftskammer noch eifrig beteiligt und seine Pflicht zu tun sich eifrig bemüht. Sowohl die hessischen Landstünde, wie die hessische Land- tüttiilhe»Arbeiten,wirtschaft werden dem hochverdienten Manne jederzeit ein ' ehrenvolles Andenken bewahren. ____________________ 11 Leon Philippe Teisserenc de Dort. m-BatterW ine rnus der Funkenentladungen anschlägt, gibt also die Geschwindigkeit der Tonfolge ein Maß an für die Entfernung des Gewitters. An Stelle der Einschlagglocke kann auch ein Morseschreiber an- geschlossen werden. — Amerikanisches wissenschaftliches Institut. Der „Umschau" zufolge wird von dem amerikanischen archäologischen Institut die Errichtung eines amerikanischen wissenschaftlichen Instituts für Sprachen, Kultur, Archäologie und Geschichte des chinesischen Reiches in Peking geplant, ähnlich des französischen wissenschaftlichen Instituts die „Ecole francaije d'extrsme Orient" in Hanoi (Hinterindien). Ein solches Institut würde dem weiteren Ausbau der amerikanischen Museen in ostasiatischer Kunst, in denen die New Yorker und Bostoner Sammlungen jetzt schon an der Spitze aller Museen stehen, von großem Vorteil sein. — Herznaht. Operationen, die man früher für ganz unmöglich gehalten hätte, werden heute spielend bewältigt. Man operiert am Gehirn, das früher für ein der Chirurgie verschlossenes Gebiet gehalten wurde und es gelangt jetzt schon in vielen Füllen, bei Verletzungen des .Herzens, Schuß- und Stichwunden, die früher unbedingt zum Tode geführt hätten, die Patienten zu retten. Tr. H. Schaal berichtet im Januarheft der populär-medizinischen Monatsschrift „Hyg" (Verlag Volksmedizin, München) in interessanter Weise über die Vornahme einer derartigen Operation. Um den Zugang zum beschädigten Organ zu erhalten, muß man man erstes auf der Brust einen Fleischlappen bilden und Zurückschlagen. Tann werden die, vor dem Herzen liegenden und den Zugang verwehrenden Rippen, unter Umständen sogar ein Stück des Brustbeins abgesägt und der Herzbeutel, der bekanntlich das ganze Organ einhüllt, aufgetrennt. Jetzt liegt das Herz selbst, pulsierend und hin- und herzappelnd, ohne Hüllen vor uns. Die Schwierigkeiten vermehren sich noch dadurch, daß das Herz auf den Reiz der Berührung sofort heftiger zu schlagen beginnt. Nun bleibt es der Geschicklichkeit des Chirurgen überlassen, auf diesem unsicheren Boden erfolgreich zu arbeiten. Er muß in das nimmer rastende Organ solide Nähte versenken, nuift gegebenenfalls das Projektil und das Blutgerinnsel, welches sich gebildet hat, binweg- räumen und dabei stets derart zart operieren, daß keine Storung in der Blutversorgung des ganzen Organismus eintritt. Sind ihm die Nähte gelungen, der Herzbeutel, die Mppen und der Haut lappen wieder versorgt, so ist die Operation noch immer nicht mit Erfolg gekrönt, wenn Komplikationen hilizutteten. ?\nfeEttonen, Schwächezustände mit nachfolgender Herzlähmung sich ein Reil en. Solche Zwischenfälle können selbst die technisch vollendetste Operation noch zu nichte machen. Aber ein großer Teil der bis letzt so behandelten Fälle hat die Bemüh""aen der Aerzte gelohnt und die Ve rounbeten sind dem Leben zulückgege e i w rben. die bestimmt in früheren Zeiten rettungslos verloren gewesen untren. pariser Forschungen auf andere Erdgebiete. 1902 errichtete er nahe der Nordspitze Jütlands, bei vald eine ein volles Jahr titige „fliegende" Station. Dieses Unternehmen kostete ihn wieder IDO 000 Fr. Von 1904 an unternahm er große Expeditionen Trackzen und Ballon, ihnen verdanken wir fast allein unsere SemttniS des tropischen Luftmeeres. Teissercnc de Bort har von überaus zarter Gesundheit, aber größter Sclbstverleug- nimg und Energie. Ein unerwartet früher ^od hat ihn hmweg- 0-rissen, zu früh für die Wissenschaft,, der er fafJein ganzes Vermögen, ähnlich reic Zeppelin, geopsert hatte. Seme großen Verdienste fanden allseitige Anerkennung, noch mehr in ^eiftsch- Cmb als in seinem eigenen Vaterland. Eck war korrespondierendes Mitglied zahlreicher deutscher Gesellschaften und Inhaber hoher Preußischer Orden. Aber erst vor einem Jahre wurde er Mitglied der Pariser Akademie, der er vermöge seiner Verdienste shon längst hätte angehören müssen. Hoffentlich laßt Frankreich, die Gebiirtsstätte der Luftschisfahrt, Teisiercnc's gewaltiges Wert, das Observatorium in Trappes, nicht untergeben. Eine Unterhaltung aus staatlichen Mitteln liegt im dringenden ^nterefte der gesamten Lustwissenschaft. Am 2. Januar starb in Cannes im südlichen Frankreich Teisserenc de Bort, ein feinsinniger und rastloser Forscher mnd Gelehrter, d'er zu den führenden Geistern auf dem Gebiete der Aerologie gehörte. Schon mit 23 Jahren wurde er Abteilungs- »orfteber für allgemeine Meteorologie an dem Bureau central uieteorologique in Paris. Als solcher veröffentlichte er leine erften Aufsehen erregenden Schriften über die allgemeine atmosphärische Zirkulation, die Verteilung der mct. Elemente auf irr Erde u a 1883 — 1887 unternahm er Reizen m Algerien unb Tunis und veröffentlichte die erste erdmagnetische Karte dieser Gebiete. In selbsftosester Weise errichtete er aus eigenen Mitteln ein aerodynamisches Observatorium in i rapp es bet Paris, das in Frankreich in seiner Art das einzige ist und dem Königlicki-Preußischen O b s e r v atonuni m Lindenberg qleichsteht. Teisserenc wandte Himderttalilende zum Ausbau dieses Jnstittits auf. Berühmt wurde seine Methode der Erforlchung feer Atmosphäre mittels kleiner Papierballonv. So entdeckte er seinerzeit gleichzeitig mit Geheimrat Aßmannn eine obere La rund 1Ö km beginnende relativ warme ^uftftronumg, die die ! Erdatmosphäre wie ein Mantel umgibt und die jur viele geo- ff. Ein neuer Gewitter-Fernanzeiger. Tie Telefunken-Gesellschaft hat einen neuen Gereitter-Fcrnanzeiger gebaut, der ähnlich Ivie der Popoffsche darauf beruht, daß. luft- eleltrische Entladungen einen aus der Funkentelegraphie bekannten Fritter erregen. „Tie Naturwisfenschaften teilen über die Arbeits- reeifc des Apparates folgendes mit: „Die in den Luftdraht eingeschaltete Fnnkensttecke wird auf einige Zehntel Millimeter Abstand eingestellt; sobald Ladnngsersck-einungen m der Atmosphäre auftreten,- setzt ein Funkeuübergang ein, der eine Einschlagglockc ertönen lässt Schlvache luftelektrische Ansammlungen, mit anderen Worten: weit entfernte Gewitter, bewirken eine langsame Gest" H i.ln gs|l LVeSS Ä* B°d°utung n,urbe. 0^ ,1 pfjjtt, 1 ! 1UU UUU (5"L. OUU XMWX U.IU -- u - . - , ,r n ID nach Elba, dem Mittelmeer, und vor allem dem tr o Pi) chen und subtropischen Teil des a t l a n 111 ch en Ozeans. Diese 444^7^ || Expeditionen bienten wieder zur Erforschung des^Luftmeeres^mtt rteicöb11 I nilia E »anitas lüÄS _ Vorbereitungen zum O 11 o - Lud wi g - Ju b i -1 Aufladung des Luftdrahtes und damit einen Funkenübergang .änni. Man schreibt uns aus Weimar: Die Vorbereitungen zuf in längeren Zeitabständen. Da die Einschlagglocke im Rhyth- der hundert jährig en Gedenkfeier von Otto Lud- » »** ioigs Geburtstag in Eisfeld, am 12. Februar, scheinen mancherlei Ueberrasckmngen zu versprechen. Nach dem üblichen Festmahl mit Festreden wird die „T o r g a u e r H e i d e", eine Art Vorspiel zum „Alten Fritz", (eine _ Parallele zu „Wallensteins Lager") aufgeführt, sowie ein Singspiel „Die Geschiv ist er", mit Text und Musik von Otto Ludwig, die Partitur ^zur Musik ist, wie das Stück, nur im Manuskript vorhanden. Goethe-Schiller-Archiv gibt soeben die beiden ersten Bände der neuen großen 011 o - Lud w i g-Aus g ab e heraus (verlegt bei Georg Mütter). Tie Ausgabe ist auf 18 Bände vorläufig berechnet. Neben den Hauptwerken des Dichters, den vollendeten wie den fragmentarischen, sollen namentlich auch den Studien, Kritiken und Tag ebuch'blättern eine Reihe von Er- gänzuiigsbändeu gewidmet werden. So sott ein möglichst umfassendes Gesamtbild von Ludwigs Persönlichkeit heranSkommen. Es ist wohl mit Genugttning zu begrüßen, baft gerabc seinen Entwürfen unb kritischen Stubien erhöhte Aufinerksamkcit geroibmet werben wirb, weil bas kritische, nachspürend ertennende Element in seiner Anlage, z. B. bei seinen bedeutenden Shakesiveare- Studien dem erfiubenben und gestaltenden Talent mindestens ebenbürtig, wenn nicht überlegen war. Ter erste Band enthalt die ,E r z ä h l n n g e n". Tr. Borcherdt bringt einen Uebcrblitf über die Entwicklung des Dichters als Epiker, welche in dem Roman von leidenschaftlicher Spannung: „Zwischen Himmel und Erde" ihren Höhepunkt und dtbschluß gefunden. Im 2. Band, der die „Heiterethei und ihr Widcrspiel" („Aus dem Regen in die Traufe") bringt, erläutert der Herausgeber, Tr. P. Merker, den angeborenen dramatischen Grnndzug in Otto Ludwigs Wesen, das man vielleicht am kürzesten und treffendsten als das eines bramatijd) empfindenden Epikers bezeichnen kann. Als Mitarbeiter an dieser Ausgabe sind außer den Obengenannten noch «u nennen : Conrad .Höfe r, Julius Petersen, Expeditus Schmidt und Oscar Walzel. GroMrzvg Wilhelm Emst stellte den gesamten Nachlaß, der sich im Goethe-Schitter-Archiv befindet, zur Verfügung, und Herzog Georg von Sachsen-Meiningen, dem hochherzigen Förderer Ludwigscher Kunst, ist diese Msgabe gewidmet. Ans uM Land. ®ic üen, 10. Februar 1913. Zweite Hypotheken. Tas auffallende und immer größer werdende Mißverhältnis zwischen Aiigcbot und Nachfrage auf dem Markt für zweite Hypo- tljclcn Kat den städtischen -Hausbesitz in eine Notlage versetzt In der Erwägung, daß ein gesuirder Haus'oesitzerstanb für das Gedeihen eines Böemeinwesens unerläßllch ist, tot die Ortsgruppe Offenbach deS Hansabnudes feit längerer Zeil die Gründe untersucht, die für die Zurückhaltung des Privat kapitals bei Gewährung zweiter Hypotheken maßgebend find. Tas Ergebnis dieser Untersuchung und Vorschläge zur Befriedigung des zweitstelligen HypathekenbedarfS hat die Hansa- bundS-Ortsgruppe nunmehr der Offenbacher Stadtverwaltung in einer Eingabe unterbreitet. In Frage kommen nicht die Ernchtung eine-! P sa ndb rief in slitius oder die Inanspruchnahme der Stadt. Ein Pfandbriefinstitut könnte sich die Mittel nur durch die Garantie bc-'- Stadtverwaltung verschaffen, aber es ist immerhin fraglich, ob sich diese neuartigen Pfandbriefe so rasch den Markt erobert hatten, wie es im Interesse des Hausbesitzcs erforderlich gewesen wäre Tie Hergabe städtischer Mittel für zweite Hypotheken ist ebenfalls nicht ratsam Zunächst darf man sich über die Höhe der eriorberlidyn Mittel nicht täufdxm. Nimmt man z. B. an daß von den 3200 Häusern in Offenbach nur 1000 mit durchschnittlich 10 000 Mk belastet sind, so ergibt sich schon ein Betrag von 10 Millionen Mark. Soweit Satzungen von Gemeinden vorliegcn, die selbst iweite Hypotheken hergcbcn, lassen -sie fast durchweg erkennen, daß Kiervon eine durchgehende Bc se,licrung der Notlage des städtischen HanSbesitzeS nicht zu er- nwrteii ist. Es tolidelt sich bei den städtischen .Hypothekenärntern fast nur MN die Forderung des Kleinwol-nungsbaueS, die Befriedigung des Bedürfnisses aus Kapitalkünbigungen hat noch feine Stadt übernommen. Tie Befriedigung der Nachfrage nach zweitstelligen Hypotheken Tann «nur erreicht werden durch ein bereits cinge - führt cs Pfandbriesinstitut, rin Institut, das durch elastische Pfandbrief-Ausgabe jedem Bedürfnis gerecht werden kann Ter hessischen Lau d es hy p o t he kenb a N k ist die Möglichkeit gegeben, zweitstcllige Hypotheken zu gewähren, wenn die Stabt die Garantie dafür übernimmt. Dies kann aber nur geschehen, wenn die Stadt gedeckt ist durch einen von den Haus- besitzern selbst zu schaffende» Garantiefonds und durch eine febr vorsichtige Beleihung. Diese beiden Voraussetzungen können durch bie Gründung eines Vereins erfüllt werden, der den städtischen flicatkcbit durch Vermittelung zweiter Hypotheken fördern soll. Grundsätzlich muß davon ausgegangen werden, daß der Hausbesitz die Voraussetzung zu setosien hat, unter der die Garantie der Stadt erreicht werden kann. Temgemäß hat jeder Hausbesitzer, der eine von der Stadt garantierte Hypothek beantragt, einen dem Risiko des Darlehens entsprechenden Anteil am Ga- rautiefonds zu übernehmen. Tamil die erleichterte Besetoffung zweiter Hypotheken nid>t zu einer ungesunden Bautätigkeit führt, soll der Anteil am Garantiefonds eine mit der Zahl der an ein einzelnes Mitglied gew-ährteu Hypothek fortschrritenbe Steige- iung erfahren. Ferner ist die Bildung eiires Reservefonds vor- gesehen, bet in erster Linie zu etwaiger Berlustdeckung l-crange- zogen werden soll. Die Beteiligung der Stadt ist so gedacht, daß sie erste Garantien ist. Es müssen ihr deshalb Rechte rin- geräumt werden, die ihr ermöglidien, bei der Geschäftsführung mitzikwirkeu. Eine vorsichtige Beleihung soll durch die Vorschrift erreicht iverdcu, daß neben dem Schätzungswert des Grundstücks die Höhe des Reinertrags in der Weise herangezogcn werden soll, daß das Zinserfordernis für die hypothekaristto Belastung 85 Prvz. des Reinertrags nicht übersteigen darf. Nach der Meinung der Offenbacher Ortsgruppe des HansäbundeS stellt die von ihr vorgesdslagene Lösung des Problems den einzigen Weg dar, auf dem dem Hausbesitzer geholfen werden kann. Indem sic die vvrgeschlagcne Organisation grmibsätzlid) auf der Selbsthilfe auf- häut, glaubt sie ilyr eine wirtschaftlich gesunde und vollen. Erfolg versprechende Grundlage gegeben zu toben. Daß die Gemeinde ein überaus hohes Interesse an der Beseitigung der Notlage des Hausbesitzes tot, bedarf keiner Begründung. Demi untrennbar verknüpft mit dem Realkredit ist die W o h n u n g s v v l i t i f. ES gibt feine gesunde WohnungSpolitik ohne gesunde Hypothekenverhältnisse. Hier Besserung herbeizu- führen, liegt nicht nur im Interesse des HausbesitzeS, sondern and) in dem der Gemeinde, bereu Gtaierfraft erhalten und gestärkt wirb. * • • Landesuniversität. Der Vertreter der Mathematik an der Universität GreifSmald, ordentlicher Professor Dr. Friedrich Engel, bat einen Ruf hierher erhalten und angenommen; er tritt an Stelle des in den Ruhestand tretenden Geh. HofratS Pros. Netto. Dr. Engel ist 1861 zu Lugau in Sachsen geboren. 1885 erhielt er die venia legendi in Leipzig, wurde hier vier Jahre spater außerord. Professor und 1899 ord. Honorarprofessor. Ostern 1904 kam er als Ordinarius nach Greifswald als Nachfolger von Professor E. Study. • * In Audienz empfangen wurden voni Groß - Herzog am Samtztag u. a. Lehrer Hensel von Hirzenhain, Medizinalrat Dr. Kn ll mann von Lauterbach, und ObcramtSrichter Dr. Pusch von Ortcnberg. • • Angelegte Grundbuchs r.s Im Jahre 1912 wurde in weiteren 21 Gemarkungen das Grundbuch für angelegt erklärt. Damit ist das neue Grundbuch für 1049 Gemarkungen fertiagestellt. In Oberhessen sind 1912 für folaende Gemarkunacn die Grundbücher für angelegt erklärt worden: Aulcn - Dieboch im Amtsgerichtsbezirk Büdingen, Betten im AmtsgerichtSbezirk Büdingen, Flensungen im Amtsgerichts- bezirk Grünberg, Gießen Flur I bis VI, Groß-Karben im AmtsgerichtSbezirk Vilbel, Kaichen im AgitSgerichtSbezirk Friedberg, Klem-Karben im Amtsgerichtsbezirk Vilbel, Nidda, Ockstadt im AmtsgerichtSbezirk Friedberg, Nobrbach und Robr- bacher Wald im AmtsgerichtSbezirk Büdingen, Schwalbeim im AmlLgerichtsbezirk Bad-Nanbeim, Stockbansen im AmtS- gerichtSbezirk Grünberg, Straßheim im AmtsgerichtSbezirk Friedberg und WcrngcS im Amtsgerichtsbezirk Lauterbach. ** Jubiläums Vereinigungehe m. 116er. Am Samstag sand eine Sitzung des großen Festausschus.es statt, an der auch eine Abordnung dos Offizierkorps des Regiments teil na bin. Nach Mitteilung des ersten Vorsitzenden Rechtsanw. Kaufmann zählt die Bereinigung jetzt 46 Vereine mit 9672 Mitgliedern; drei Vereine haben noch nicht gemeldet Der Gefamtvoranschlag für das Fest beträgt 25500 Mk Auf den Aufruf des Regiments haben sich' schon jetzt 550 Veteranen angemeldet. Die Verhandlungen wegen Gewährung von Fahrpreisermäßigung an die Festteilnehmer sind im Eßing. lieber die Tätigkeit deS WohnungS und VeipflegungsauSschusseS berichten die Vorsitzenden" dieser Ausschüsse. Der Preis für Uedernachtung cinschl. Kaffee ist auf 1.50 Mk. festgesetzt. Bis jetzt stehen in Gießen 73 Quartiere für Offiziere und 1040 für Mannschaften, in Wieseck 150 für Mannschaften zur Verfügung. Das Mittagessen soll 1.25 Mk. kosten. Es tmrb beschlossen, daß als letzter Tag für Einsendung der Teilnehmerlisten für den Druckh Bestellung der RcgimentSgeschichte, Einsendung der Quartier- und Eßlisten samt den Geldbeträgen, Bestellung von Platzkarten für die Zuschaucrtribüne irnb der Denkmünzen der 15. April zu gelten habe. Bis zum 1. April sollen die Vereine ihre Wünsche bezüglich der Ankunfts- und Abfahrtszeiten etwaiger Sonderzüge äußern und die Teilnehmerzahl melden. Ter Vorsitzende beglückwünscht außerhalb der Tagesordnung den Siawcraben K ohle r - Darmstadt, der Veteran von 1866 und 1870/71 ist, vor 25 Jahren den Militärverein Darmstadt gründete und heute noch an seiner Spitze steht. Mit einem Hurra auf den Chef deS Regiments wurde die anregend verlaufene Versammlung geschlossen. ** Hausbesitzer-Versammlung. Die gestern im Lenzschen Fclsenkcllcr einbcrufenc Hausbesitzer-Versammlung war inißcrordentlid) gut beiud)t. Redakteur Levigard hielt einen Vortrag, worin er die steuerliche Belastung des Jmmobiliar- verkchrs mit großen Stempeln und der Wcrtzuwachsftcuer vcr- am"d?aulid)tc und nachwies, daß der Grundstücksmarkt damit gc- wissermaßen erdrosselt werde, was nicht im,Interesse des Staats und der Gemeinde liege. Durch die Belastung werde auch dcr Mieter geschädigt, da die Steuern den Ankausswcrt von Häusern und Grundstücken erhöhen und die Erhöhung aut die Mieten atocwäljt wird. Die Art der Besteuerung des Grundbesitzes führe dazu, daß die Bautätigkeit erschwert wird. Gegen die Art, wie man die Hausbesitzer als Stcuerobjekt behandelt, emp fichlt Herr Levigard eine umfassende Organisation der Hausbesitzer. Der Redner behandelte dann die Beschaffung zweiter Hypotheken und wies daraus hin, daß auf diesem Gebiet eine starke Organisation Besserung schassen könne. — In dcr Aussprache führte Stadtv. W i n n aus, daß das Hessische Wertzuwachssteuergesetz nicht so uiigercdü war, Wie daS Reickfsgcsctz, er wies daraus hin, daß Gießen in Hessen allein einen Zuschlag zu der Wertzuwadfssteuer des Reiches erhebt. Er halte auch die Belastung des Gießener Hausbesitzers mit dcr Kanalgebühr für unrecht. Das System, wie man in Hessen den Grundbesitz mit Stempeln belastet hat, sei verwerflich. Redakteur Levigard bemerkte, das hessische Wertzmvachsstencrgesetz fei nicht besser als das im Reich, beide besteuern jeden Wertzuwadis. Man könne es billigen, wen» jemand den unverdienten Wertzuwachs versteuern müsse. Es fei bekannt, daß die Stempelabgaben in Hessen sehr hoch seien. Ganz Hesse» und besonders die Entwicklung der Städte tot darunter zu leiden. Tic Reichs- zuwachssteucr nimmt Hauptsachlid) den Städtern das Geld ab. Maurermeister Pfaff führte Fälle ans Gießen an, daß die Einsd)ätzungskommiffion zur Wertzuwachsstcuer sich so vcrschätzr habe, daß man außerordentlich tobe Steuern angefordert hat. Stadtv. W i n n erklärte, daß er diese Fälle kenne. Die Beteiligten hätten gegen die Taxe der Kommission daS Recht dcr Bc-> schwerde gehabt, von dcr sie aber keine» Gebrauch gemacht hätten. | Die Stadtverordneten hätten die zu Unrecht eingcsorderte Steuer! niebcrgcfdüagcn. Fabrikant Horst führte aus, die Ausführung gen des Vortragenden müßten jeden Interessenten mahnen, sich dem Hausbesitzcrverein anzuschlicßcn. Rechtsanwalt Raab hat sich früher' gegen die einseitige Belastung der Hausbesitzer gewendet, aber vergeblich. Maurermeister P s a s s meint, daß der Hausbesitzerverein geschlafen habe. Herr Wo hl mut meint, daß eine tüchtige Bereinigung der Hausbesitzer nichts htoben könne; über die Art der Kanalgebühren könne man verschiedener Meinung fei». Die Laste» beim Besitzwechscl grenzten an die Erdrosselung dieses Verkehrs. Hier bestehe eine Bauordnung, die für ine heutigen Verhältnisse nicht mehr passe: die sei biird) Besdüüsse der Bau bcputation und der Stadtverordneten so durchlöchert, daß fein Architekt mehr weife, was zulässig sei und was nicht. Stadtv. Trotz bemerkt, daß er die Stadtverordnetenversammlung in Schutz nehmen müsse gegen den Borwurf, als ob sic absichtlich bei ihren Beschlüssen willkürlich verfahre. Bis vor kurzer Zeit habe auf der Bürgermeisterei mir ein Exemplar der Bauordnung existiert. Jetzt sei die Bauordnung neu gedruckt und jeder Einzelne könne Nachsehen, was drin stehe. — Der Vortragende betonte in seinem Schlußwort, daß die Aussprache gezeigt habe, wie nötig es sei, daß die 1800 Hausbesitzer fick) organisieren. Sie müssen eine Geschäftsstelle mit einem bezahlten Beamten einrichten. Landkreis Gießen. A Sieinheim, 8. Febr. Bei der Beigeordneten- »vahl iviirdc im ersten Wahlgang der Landwirt Stoll mit großer Mehrheit gewählt. A G r ü nberg, 9. Febr. Sein 9 7. Lebensjahr vollendete unser ältester Einwohner Rentner Johs. (Silier. Der Musikoerein brachte ihm ein Ständchen. Gillcr ist der älteste Ehrenwart des deutschen Flottenvereinß, er war kürzlich noch Vorstandsmitglied des Vorfchußvereins. — Die Wa n derha u Shalt ungSsch ule des Kreise? Gießen schloß ihren sechswöchigen Ktirstis, an dem 27 Frauen und Mädchen teilnahmen. Regierungsrat Weicker und Bürgermeister Ranft waren zur Schlußprüfiing erschienen Kreis Schotten. h. Schotten, 8. Febr. Zu der gestern erfolgten Verhaftung deS Handlungsgehilfen Karl Münster aus Mährisch- Weißkirchen ist noch nachzutragcn, das; Münster Hier feit 2. Januar in Stellung war und eS verstanden Hat, sich in der kurzen Zeit durch sein freies Auftreten sehr beliebt zu machen. Starkenburg und Rheinhessen. ! Mainz, 9. Febr. Im hiesigen Güter bahn Hof geriet heute vormittag der in Bischofsheim stationierte 28jahr. ilnverbeiratetc Hilfsschaffncr Dexheimer beim Ueberschreiten der Gleise in einen einfahrenden Eilgüterzug. Der Kopf ivlirde ihm förmlich zerschmettert und außerdem ivurden ihn, beide Beine abgefahren. Durch eigene Unvorsichtigkeit hat er seinen Tod herbeigesührt. Hessen-Nassau. Hanau, 8. Febr. Die TyphuSkranlheit im Eisenbahn-Rcgiment Nr. 3 hat wiederum ein Opfer, das 19, gefordert. Gestorben ist der Pionier Tel lw o au5 Neunkirchen auL der 3. Kompagnie. Dcr Stand der Krankheit ist heute: 63 Lazaretlkranke, darunter drei schwer, 31 Genesende un Hilfslazarett, 67 aus Urlaub, 18 im Genesungsheim. = Cron berg i. T., 9. Febr. Aus dem hiesigen Bahnhof stürzte der Bürgermeister Peter Weil au5 Klein-Schwalbach, als er auf einen abführenden Zug steigen ivollte, ab. Er wurde überfahren und so schwer verletzt, daß er in kurzer Zeit im hiesigen Kaiserin Friedrich-Krankenhause st a r b. ProvinziaL-Ausschuß der Provinz Oberhessen. L. Gießen, 8. Febr. Anwesend: Regierungsrat Wclckcr, als stellvertretender Vorsitzender, und sechs Mitglieder. Beginn 9, Ende 12 Uhr. 1. Klage deS Ortsarm cnvcrbandeS Gießen gegen den Ortsarmenverband Allendori a. Lda. wegen Unterstützung der M S. aus Allendorf. Die M. K. erkrankte und begab sich, da sie Mitglied der Mrantcn- kasse war, in die Behandlung des Kassenarztes. , Statt aber dessen Anordnung zu befolge», fand sie sich in Gießen in der Klinik ei», wurde ausgenommen, aber nach zwei Tagen wieder entlassen Tie entstandenen Vervilegungskosten forderte nun Gießen bei dem Ortsarmenverband Allendon an, der die Zahlung ablehnte, mit der Begründung, daß Hilfsbedürftigkeit überbaut nicht Vorgelegen tobe Es kam zur Klage, bie der Provinzial-^i ausschufe kostenpflichtig abwieS. 2. Klage der Firma SchadeLFüllgrabc itd Frankfurt a. M. gegen bie Stadt Gießen wcgciM Heranziehung zur Filialsteuer Tie Stadtverordneten-» Versammlung der Stadt Gießen hat beschlossen, die Filialstcuer« cinzufübren. Ter Bertrctcr des Klägers begehrt nun Aiistiebunaljl dieses Brid»liisscs, da die zu erlassende Ortssatzung ungesetzlich und S rcchtlickr unzulässig sei. Tie Beklagte beantragt demgegenüber, bie! | Klage kostenfällig abzuweise» Sie sei unzulässig, rin Beschwerde-W reckt sei nicht gegeben, weil der Beschluß der Genehmigung der 9 Aufsichtsbehörde bedürfe. Außerdem halte sich der Befchluß voll-1 ständig in den gesetzlichen Grenzen. Dcr Provinzialansschutz S wies die Klage heute als unzulässig ab. 3. Gesu ch des Georg Erhard z u G i eßen um Er-j'.ß laubnis zum Betrieb einer Kaffeewi rt schaft inj dem Hau s e Walltor st raße 19. Tie ^tabtöcrorbnctcn- | verfammlung hatte die BedürfniSftagc bejaht, das Polizciamt sick) aber gegen das Gesuch ausgesprochen, weil kein Bedürfnis ‘ vorhanden sei und das Lokal nicht den gewerbepolizeilichen Bor- schrillen entspreche. Tcr Provinzialmisschuß erteilte die nadj^ * gesuchte Erlaubnis unter der Bedingung, daß ein durchsichtiger, f bis an die Tcckc reichender Glasabschluß, der das Ladcngcsaräjt 3 von der Kaffeesmbe trennt, und aufecrbem ein besonderer Tarnen- abort errichtet werden. 4. Klage dcs Ortsarmen Verbandes Friedberg gegen den OrtsarmenverbandSch walheim wegen Unterstützung der II). M. Eh es ran. Fran M mußtms wegen Bauchfellvcreitcrung in das Hospital zu Friedberg auf4 genommen und sofort operiert werben. Ihr Mann leistete warn bei dcr Aufnahme eine Anzahlung von 10 Mk., konnte abem weiter nichts bezahlen. Friedberg forderte deshalb den unter* stützungspflichtigen Ortsarmenverband Schwalheim uim Ersav. der entstandenen Kosten auf, jedod) ohne Erfolg, weshalb KlagW erforderlid) war. Dieser wiirbe von dem ProvinzialausschM ftattgegeben und <5d)Walhrim zur Zahlung verurteilt. 5. Gesuch des Moses Hecht zu E ck a r t s b a u s c i» u m E r l a » b n i s zum Kleinhandel mit Branntwein. Hecht betreibt seit bald 30 Jahren den Kleinhandel mit Branntwein, besitzt and) ein entsprechendes Gewerbspatent, hatte abctl versäumt, die erforderliche Erlaubnis einziikolen. Ties ftdltc ■ sich erst jetzt heraus. Sein daraufhin eingccciditcd Gesucli wurde 1 mangels Bedürfnisses von dem ZtzreiSausschuß Büdingen ablehnend f beschiedcn. Dagegen entschied der ProvinzialauSschnß, daß di« 1 Erlaubnis zu erteilen sei. vermischter. — Farmen für Paradiesvögel und Reiher. Paris hat sich in diesen Tagen im Znsamnumtong mit der Soden1 d acelimatation eine frauzösiid)e Liga für Vogels d' u h gt* bildet, bie mit einem interessante» Plane vor die Ocffcntllchmi tritt. Tie Liga will die Hinmorbung der seltenen 23ogrlartÄ der Paradiesvögel und dcr Rciher, nicht mit dein Wori allein, sondern durch die Tat bekämpfen. Und als das beste Mittel gegen die Massenmorde von Vögeln für Modczwecke will man b Probnttion ber so gesuchten Febern organisieren, um babi/rh du Abschießen ber Vögel überflüssig zu niachen. Mit anberen yvntioi I man will bcnfelbcn Weg befdneiten, bejr auf bei 3krone ipicber in ben Besitz beS Kaisers, Regensburger batten aber dabei rin schlechtes Geschäft 'nen, die durch - iheriv uni) tile Paradiese iitb man die Sk >n, die RachiM! tg der seltenen L Leittungssäbige Woge, ftunftanftnlt Ltcin-ii.BiiDrulketti sucht einen tüchtige» Vertreter oder Reisenden Ausführliche, schriftliche Angebote imt. 836 an den Giebener Anzeig, erbet. Erstklassige deutsche Verncherungs-Gesellschaft lalle Branchen» b*/2 sucht tüchtige, organisatorisch befähigte Persönlichkeit für den Außendienst. Gründliche Einarbeitung. Dauernde Unterstützung durch ersten Fachmann. Steigendes Einkommen. Jnkaffoprovi- sionen. Off, unt. R. D. 11 tt an Daube L E0, Tranks, a. M. 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März 1913, nachmittags 3 Uhr, iverdeu in unserem Amtszimmer die dem Emil Braun von Trobc zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 28/221,7 = 214 qm Hosreite, Legaärten in den mittelsten Schiesgärten, Schützenstrabe 24. 28/221,8 = 300 qm Grab' garten daselbst. Giehen, den 8. Febr. 1913. Grohherzvgl. Ortsgericht. Gros. (B10/» Versteigerung. DicnStag, den 11. Fe bruar 1. Js., nachmittags 3 Uhr, sollen im städt. Pfand- lokale Seltersweg 11 dahier die wegen rückttändigcr Gemeindesteuer gcpsände ten Gegenstände: Möbel all. An, wie Sofas, Schreibtische, Schränke, 2 Büfetts, 1K lavier, 1 Wagen, 1 Billard, 1 Kaffenschrank, eine eiserne antike Kiste u.v.a. versteigert werden. 985 Gemmecker, Psandmeister. Versteigerung. Dienstag, den 11. d. M., nachmitt. 2 Ulir, versteigere ich ^Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 1. 6 geschnitt. Eichenstämme, 2 Hobelbänke mit Werk zeug, 1 Grammophon mit Platten; 2. 1 Pianino, 1 Nähmaschine, 1 Fahrrad, Herrenstiefel, öMilleZigarren. 1 Kaffen schrank, 1 Sofa, 1 Kleider- schrank, 1 Kommode und andere Sachen. Die Bersteigerung zu 1 findet bestimmt statt. Born, Gerichtsvollzieher in Gieben. 965 ZnnniMttkmis. Mittwoch, d. 12. Februar, mittags 12 llbr versteigere ich in Bieber b. Nodheirn i. d. Schlierbach scheu Wirtschaft 1 Zugpferd, schwarze Stute meistbietend geg. gleich bare Bezahlung. (1003 Gladenbach, d. 8. Febr. 1913. Mahr t, Gerichtsvollzieher in Gladenbach. Fritz Nowack und Wäsche-Fabrik :: Kinder-Handschuhe Herren-Handschuhe Damen-Handschuhe B‘% (B>% 30 -39 „ 1700 Telephon 435 Grubenholz 8f) 13, 14 u. 16, 13—19 cm Pm. = 71,32 fm Los 2 aus Abt. 3 u. 18 Los 3 aus Abt. 17—29 7—9 cm Dm. = 11,42 fm Wiederaunrifchung bedarf. 43—50 Stni. 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Nachstehendes Holz aus dem Anstaltsgelände soll auf dem Submissionswege verkauft werden: 4 Fichtcnstämme IV. Klasse 25—29 Ztrn. Durchm. mit 3,39 Fstm. 14 Fichtenstämme V a Klasse 20 —24 Ztm. Durchm. mit 6,15 Fstm. 75 Fichtcnstämme V b Klasse unter 19 Ztm. Durchm. mit 18,06 Fstm. 114 Fichten-Derbstangen mit 7,79 Fstm. 11 Fichten Reisslängen mit 1,1 Fstm. Angebote bic getrennt zu halten sind, sind verschlossen und v riehen mit der Aufschrift „Holzsubmission" i is )inn Eröffnungstermin Mittwoch, 19. Februar I. Fs., vorm. 10 Uhr, hierher einzureichen. In den Angeboten sind die Bedingungen, die auf dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten offen Rechtrschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhallen uncutgcltlirb Rat und Auskunft inRcchtsangclegcnheitcn im alten Rathaus Marktplatz 14 Mittwoch nachmittags von 61/«—8 Uhr. । „ Bohnenstangen Rm. Fichten-Baum- und Bohnenstangen । „ Buchen-Sckeit l „ „ Knüppel । » Eichen- „ i Stück Buchen-Oberholzwellen । „ Eichen „ l Nm. Bucken-Stöckc l „ Eichen- „ Braunfels, den 9. Februar 1913. Fürstliche Renlkammer. Kiefern- „ Fichten« „ Ficht.-Rundsch. Wilh. Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Seltersw.91. Fernspr.389 Holzverfteigerung im Für,.licken Forstrevier Hungen am Samstag, den 15. dS. Mts. Zusammenkunft vor* mittags 10 Illir am Bahnwärter-HanS der Strecke — 43,27 = 13,97 = 1,80 = 8,74 = 31,44 Wer bei Entkräftung, Nerven- schwäche und Abgcspanntheit eines Kräftigungsmittels bedarf, kann nichts besseres tun, als Alt buch hör* ter Jlark- Nprudcl Starkquelle trinken. Dieses ausgezeichnete Heilwasser enthält in leichtverdaulichcr, äuherst bekömmlicher Form alle wertvollen u. kräftigenden Nähr- und Mineralsalze, die der geschwächte Körper zu seiner D . D ehl p e ati die Plattfu s- Eiiilegesohle ! ! gold. Engel ii. in den Troger, (t. Scibcl, W Kilbinger, Aug. Roll, Dtto Schaaf u. Ernst Roll. (sl,3/i Passiva. JC Ausgen. Kapital 160000 Reservefonds 890.00 Bctricbsrücklagc 948.14 Mitgliederguthab. 482 00 Ausqezeichn.Divid. 890.96 56 79 37 3 Kiesernstäm. 15 71 !> 384 385 120 59 26 47 n 1 I u. Das gesamte Lasier in Winter-Handschuhen ist zu Besondere Ausnahnie-Anyeoote.—pr=z ® ä!0 Proz8nt Rabat* Holz-Snbmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Annerod soll folgendes Holz auf dem Submissionswcg ver- der Landes-Heil- und Pflegeanstalt bei Gießen. I. A.: Lotz, Großh. Hausverwalter. Stimmen Reparieren Polieren C®/i tadellos. Ausführung. Lich—Garbenteich. . Zum Berkaus kommen aus dem Distrikt Fitcksstrauch: 3 Eichenstämme, 6—8 Mtr. lang, 41-44 Ztm.Dchm. 3 Fsttzi. 4 Buchen- „ ,3—6 „ „ 34—51 „ „ — 2,65 „ 57 Fichten» „ , 10—14 „ „ 13—18 „ „ = 10 „ lütt Fichten-Derbstangen — 73,03 Fstm. „ „ Reisstangen = 14,60 „ Professoren n.Acrzten glänz, jjg begutaclitet. Fl.65 u.95Ps.i.d. UniversitätS Apotheke zum EineKost-Proliß erhält jeder Erwachsene von meiner rühmlich bekannten Reform-Buttcr-Marke „Sanitas“ iBegitabile Margariuel. 370 RcsorinlMsLttWlG. Holzverfteigernng in: Ettingshäuscr Gemeindewald. Donnerstag, den 13. it. Freitag, den 15. Fe, bruar kommt in den Distrikten sttiedstcin und Herd Los 2 aus Abt. 18 u. 19 208 Fichtenderbstangen 8 u. 9 cm Dm. = 11,89 fm Los 3 aus Abt. 21a 35 Fichtcnderbstangen 10—12 cm Dm. — 4,70 fm Los 4 aus Abt. 3, 7, 9c 216 Fichtcnderbstangen 10—12 cm Dm. — 22,69 fm Los 5 aus Abt. 8, 16, 17, 18, 19 213 Fichtcnderbstangen 10—12 cm Dm. — 20,36 fm Los 6 aus Abt. 20—27. Der Kaufpreis ist pro Festmeter anzugeben. Die Gebote sind nach Sortimenten und Klassen sowie nach Losen getrennt zu halten, da keine Zusammenrechnung stattfindet. Die Offerten sind verschlossen, mit passender Aufschrift zu versehen, und bis zum 14. lfd. MtS., mittags 2 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Annerod einzureichen, wo alsdann die Eröffnung in Gegenwart die erschienenen Bieter stattfindet. Kleinere Abweichungen im Festinhalt werden nicht berücksichtigt. Annerod, den 7. Februar 1913. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. „ Eicken Mnüppcl „ Fichten-Knüppel ... _ „ Buchen-DurchsorstungSretsig L Sei. „ Buchen Oberholzreiiig „ Eichen-Lberlwlzreisig „ Buchen-Stockholz „ Eichen-Stockbolz „ Fichten-Stockholz. Braunfels, den 9. Februar 1913. Fürstliche Rcntkammer. Schulstrasse 10 a10. Holzversteigernnn im Fürstlichen Forstrevier Hungen, Distrikt SUaitcr ktilrtfl, am Donnerstag, den 13. d. MtS., vormittags 10 Ubr. Zusammenkunft am Langsdorf—Nonnenröter '^vcg. Zum Berkaus kommen: , _ __ , 7 Stück Eichenstämme — 5,92 Fstm. (4—8 Mir. lang, Weisse gewebte Handschuhe . jetzt das Paar 45 Pfg. Weisse Woll-Handschuhe ... - . » ' Farbige Trikot-Handschuhe jetzt das Paar 55 u. 85 Farbige imit. dänische Handschuhe jetzt das Paar Mk. 1.15 Allerbeste farbige Trikot-Handschuhe - - 1.3o folgendes Holz zur Versteigerung: 540 Stück Fichten-Derbstangen — 41,25 Festmeter 64 Nm. Kicfern-Knüppel, 15 Rm. Lärchen Reisig Buchen Stock Nutz- und BmitiholMrsteigcrung. AuS dem Gemeindewald Kroidorf-Gleibcrg kommen Montag, den 17. Februar 1913, vormittags von 10 Uhr ab, bei Wirt Moos in Atrofbori zum Berkaus: Distrikt 7 Seiles: Eiche: 28 Stämme mit 23,13 Fstm., meist Werkholz Distrikt 10 b Eichwald . Eiche: 23 Rm. Scküchinutzbolz, 2 in lang. 154 Rm. Knüvvel, 329 Rm. Reina. Buche: 2 Rm. Knilvvel. Fichte: 112 Stangen I. Ml., 95 Stangen II. ML, 170 Stangen lll. Ml.. 60 Stangen IV. ML, 62 Rm. Mnüppel. Distrikt 14 a Leichenwald: Eiche: 39 Stämme — 26.23 Fstm.. meist Werkliolz, 25 Rm. Scheit und MunpncL 70 Ruu Reisig. Buche: 178 Rm. Scheit und Mnüvvel. 263 Rm. Reisig. Erle: 1 Rm. Sckicktnuvbvlz, 2 in lang. 3 Rm. Sckeit und Knüppel. Distrikt 18 a Erlcnschlag: Buche: Rr. 1 bis 12 — 29 Rm. Scheit und Knüvvel. 50 Rm. Reisig. ICHSWAS soll es bedeuten? fragt Mancher, dem nebenstehende Abbildungen in unseren Inseraten auflallen. Sie bedeuten: So bequem liegen alle fünf Zehen nur im D r. Diehl - Stiefel VORZÜGE: Ventilation, Naturform, geräuschloser Gang, gepolsterte Unterstützung des Fussgewölbes. Alleinverkauf: L. Bernhardt geben werden: 8 Eichenstämme 3. Kl. 40—44 cm Dm. — 5,98 fm — ~~ =39,11 „ 15 „ Eichen- „ 74 „ Fichtcn- 35 „ Kiefern-Reisig 160 „ Fichten- „ 97 „ „ Nutzreisig. Der Anfang ist jedesmal vormittags 9l/2 Uhr im Riedstein 29 an der Kugelfangschncise. Fichten-Derbstangen kommen am ersten Tage ________ „ ÜI1U5LUUUC n r n n I — - 1F> <1 C t Grosse Partie fa biger D»men-G*ace-Handschuhe, jetzt das Paar S5 Ptg Ferner kommen zum Verkant, grosse Posten Herr en-Krawa Se5 bst bin der* Serie 1 . . . . jetzt 55 Pfg. Serie 2 . . . . jetzt 75 Pfg. Serie 3 . jetzt 95 Pfg. Serie 4 . . . . jetzt Mk. 1 15 »T Enorm billige Angebote 1 nur beste Winter-Qualitäten Farbige Trikot-Handschuhe . . ■ jetzt d. Paar .►•> 1 fg. do. extra la. Qualitäten . . « n « ^Ik. 1.4» Wei Je gestrickte Woll- Handschuhe Allerbest färb. Trikot-Han isebuhe Niih-iiiidBreiHi^lj-Peißeigeriiiig Jrn Gemeindewald von Hochelheim werden am Mittwoch, den 12. d. M., von vormittags 10 Uhr ab ^Eichen: 18 Stangen 1. Kl., 34,5 Rm. Nuvbolz, 29 Rm. Smeil und Knüppelholz, 7 Rm. Siockholz und 52 Rm. Reiser. Nadelholz: 6 Stämme 3. 511. = 2,40 Fm., 40 St. 4. .QL — 6,G4 Fm., 119 Stangen 1-, 151 2., 312 3. ML, 21 Rm. Nutzholz <3 Mtr. lang», 32 Rm. Scheit und Knüppelholz, 33 Rm. Knüppelholz, 13 Rm. Stockholz und 295 Rm. Reiser. Zusammenkunft aus der Strane Wetzlar—Niederkleen vor der alten Bahn in der Nahe des Knorrhoses. Holzversteigernng. Fürstlich Solmsische Lberförsterei Hohensolms. Dienstag, den 11. Februar, mittags 21/» Uhr im Lokale von L. Schlierbach in Bieber. Distrikt Zeisholz. A. Nutzholz. Fickte: Bauholz 66 St. mit 9,92 Fstm., Derbsiangen 543 St. mit 27,81 Fstm., Reisslängen 330 St. mit 3,31 Fstm. B. Brennholz. Bucke: 178 Rm. Scheit und Prügel, 43,60 Hdt. Wellen. Eicke: 9 Rm. Scheit und Prügel, 17,50 Hdt. Wellen. Mittwoch, den 12. Februar, Distrikte Auucwald und Grundwald. Brennholz. Buche: 50 Rm. Scheit und Prügel, 63.20 Hdt. Wetten. Eicke: 6 Rm. Prügel, 3,7 Hdt. Wellen. Nadelholz: 29 Rm. Prügel, 3,7 Hdt. Wellen. Zusammenkunst 10 Uhr vormittags im BlaS backcr (tirunb, Distrikt Annewald. Distrikt Eickclsbcrg. A. Nutzholz. Eicke: 6 St. Wagnerholz mit 1,99 Fstm., Bucke: 4 Rm. Rutschen, Fickte: 240 St. Vattenholz, 17,30 Hdt. Bohnenstangen. B. Brennholz. Bucke: 152Rm. Schcii und Prügel, 36 Hdt. Wellen Eicke: 1,8 Hdt. Wellen. Nadelholz: 27 Rm. Scheit u. Prügel. Zusammcnkitnst l1/- Uhr bei Brennholz Nr. 72. IB10;« Freitag, den 14. Fehruar. Distrikt Fstelicketv. A. Nutzholz. Fickte: Bauholz 12 St. mit 1,95 Fstm.; Stangenholz 35 St. 1. Kl., 36 St. 2. Kl., 167 St. 3. SIL, 190 St. 4. ML B. Brennholz. Bnckc: 34 Rm. Scheit u. Prügel, 13,50 Hdt. Wellen. Eicke: 15 Rm. Prügel, 16,50 Hdt. Wellen. Distrikt Eulersgrund. A. Nutzholz. Fickte: Bauholz 25 St. mit 4,57 Fstm., Derbstanaen «sehr langschäftig» 98 St. 1. Kl., 75 St. 2. ML, 70 St. 3. Kl. B. Brennholz. Kiefern: 19 Rm. Prügel. Zusammenkunft 10 Uhr vorm., auf der Landstranc, wo dieselbe von Fellingshauicn aus in den Distrikt Fstcl1 scheid einläust. 2. Aus dem GemctndewaldeOberkleen von nachmittags 12'/., bis etwa 2'/° Uhr: __ Eichen: 1 Stamm 1. ML = 2Z8Fstm., 58 3. Kl. — 35^8 Fstm., 28 4. Kl. - 5,81 Fstm. u. 33 Rm. Nutzholz (2 u. 2,5 m lg.» Buchen: 5 Stämnie 3. SU. = 2,85 Fstm. Nadelholz: 23Stäm. 3.Kl.12,Fstm., 86 4. Kl. ^11,44Fstm. 98 Stangen 1., 189 2., 341 3. Kl. und 26 Rm. Nutzholz (2 u. 3 m lang ! 3. AuS dem Gemcindewalde Niederkleen von nach mittags 2'/, Uhr ab: Eichen: 1 Stamm 2. Kl. -- 1,33 Fstm., 4 3. KL = l,o8 Fstm, 6 4. Kl. — 1,23 Fstm. Eschen: 30 Stangen 3. und 40 4. Kl. Nadelholz: 121 Stämme 3. Kl. — 59,63 Fstm., 70 4. KL — 12,80 Fstm. und 23 Rm. Nutzholz. Das Holz liegt an guten Absuhrwegen, auch ist Bahn Verbindung vorhanden. Die Herren Förster Avel-Ober- klcen und (9 rage-Niederkleen werden auf Berlangen Auskunft erteilen. „ Grubenholz =21,21 „ ö Fichtenstäm. 3. Kl. 30—38 cm Dm. — 5,48 fm 18 „ 4. „ 25-29 „ „ =13,84 96 „ 5a „ 20-24 „ „ =48,69 „ 270 „ 5b „ Los 1 aus Abt. 1, 2, 7, 8, 9, Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Gebrüder Kaufmann zu Gießen eingetragen: Die Firma ist erloschen Gießen, den 7. Februar 1913. B10/2 __________Großherzogliches Amtsgericht.__________ ^Wchversteinernng. Mittwoch, 12. l. Mts., nachmittags 2'/^ Ubr, werden nach Ankunft des Zuges auö den in nächster Nähe der Haltestelle Schist'cnbcrg gelegenen Teichen Forellen und Lchleien in kleineren Mengen gegen Bar-